Bücher mit dem Tag "asien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "asien" gekennzeichnet haben.

1.059 Bücher

  1. Cover des Buches Wie Monde so silbern (ISBN: 9783551315281)
    Marissa Meyer

    Wie Monde so silbern

     (1.628)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Cinder ist die beste Mechanikerin und sie ist ein Cyborg. Als sie einen Auftrag von Prinz Kai erhält, kommen Dinge ins rollen, die alles verändern könnten.

    Puh, das war ein stetiges auf und ab mit diesem Buch. Der Schreibstil ist toll und auch die Idee fand ich klasse. Nur leider muss ich sagen, dass sich der erste Teil der Luna-Chroniken wie ein extrem langer Prolog gelesen hat. Den kompletten Inhalt hätte man in ein paar wenigen Sätzen abhandeln können und dann wäre Teil zwei der eigentlich erste Teil.

    Spannung gab es für mich so gut wie keine, vielleicht noch auf den letzten paar Seiten, aber das war es dann auch schon.

    Aber das Ende hat mich zumindest so neugierig gemacht, dass ich dem nächsten Band eine Chance geben möchte und außerdem waren die Charaktere allesamt sehr interessant.

  2. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.138)
    Aktuelle Rezension von: Sophie_book_lover

    Hey!!

    "Eleanor and Park" von Rainbow Rowell ist bestimmt eines der süßesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe! 

    Genauso mag ich eine Romanze in Büchern! Sie soll langsam und behutsam entstehen, mit  richtigen Bindungen, Spaß und Unabhängigkeit. 


    Diese Teenage-Liebesgeschichte hat mich einfach verzaubert, besonders weil sie sich so unglaublich real angefühlt hat! Denn natürlich ist man unsicher oder streitet manchmal...


    ACHTUNG SPOILER!!

    Am Ende habe ich wortwörtlich "Rotz und Wasser" geheult! Ihre Geschichte hat mich von Anfang an emotional komplett mitgenommen und ich weiß, dass viele mit dem Ende unzufrieden sind, aber meiner Meinung nach, ist das unbegründet. Wie hat Rainbow Rowell so schön gesagt? 16-year olds don't get Happy Endings, they get beginnings."

    Ich bin mir zumindest ganz sicher, dass es Hoffnung für die beiden gibt! Ich finde Eleanor hätte sich schon viel früher melden sollen, aber hey! Besser spät, als nie. Ich werde wohl niemals damit aufhören mich zu fragen, was die drei kleinen Worte auf der Karte sind...


    Ganz liebe Grüße, Sophie! @book_lover080808

  3. Cover des Buches Ein Kleid aus Seide und Sternen (ISBN: 9783551584151)
    Elizabeth Lim

    Ein Kleid aus Seide und Sternen

     (294)
    Aktuelle Rezension von: TheresasBooks

    Das Buch ist in drei Teile Aufgeteilt, die alle aus der Sicht der Protagonistin in der Ich-Perspektive geschrieben sind. In dem Buch entdecken wir eine völlig neue Welt, die mit der wunderschönen Karte im Einband des Buches veranschaulicht wird.

    Die Protagonistin Maia hat mir sehr gut gefallen. Sie kämpft für ihren Traum die beste Schneiderin des Landes zu werden, obwohl Frauen als solche nicht hoch angesehen werden. Deshalb verkleidet sie sich als Junge, auch, um die Ehre ihrer Familie zu retten.

    Maia ist eine starke Protagonistin, die sich nicht von jedem etwas sagen lässt und auch ihre eigene Meinung vertritt. Auch gegenüber Edan, welcher zuerst mysteriös erscheint. Später in der Geschichte ist er mir sehr ans Herz gewachsen.

    Die Geschichte und die Idee dazu gefällt mir sehr gut. Nach dem ersten Teil, nimmt das magische erst seinen Lauf und wir erfahren, was es mit dem Titel des Buches auf sich hat.

    Das Cover ist ein Traum und passt gut zum Inhalt.

    Das Ende des Buches lässt auf den zweiten Band gespannt sein.

  4. Cover des Buches Geständnisse (ISBN: 9783570102909)
    Kanae Minato

    Geständnisse

     (254)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


          Puh! Ich weiß immer noch nicht so richtig, wie ich dieses Buch fand. Die Japaner sind schon echt anders drauf.
    Ich fand den Schreibstil sehr außergewöhnlich, aber gut zugänglich. Es war mal wieder ein Buch, in dem ich eigentlich niemanden leiden konnte, aber trotzdem unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch, dass es hier nicht das für einen Thriller klassische "Who-done-it"-Prinzip gab (weswegen ich ja nicht gerne Thriller lese), sondern es eher um die kranke Psyche der Protagonisten ging. Und mal ehrlich - aller der Reihe nach hatte da niemand.
    Richtig toll fand ich auch, dass die Spannung wirklich bis auf die letzte Seite gezogen wurde. Durch die nacheinader wechselnde Perspektive veränderte sich auch jeweils die eigene Sicht auf das ganze Geschehen.
    Gar nicht mochte ich hingegen die durch den Perspektivwechsel hervorgerufenen Wiederholungen. Und warum ist da ein Apfel auf dem Cover?
  5. Cover des Buches Talon - Drachennacht (ISBN: 9783453269729)
    Julie Kagawa

    Talon - Drachennacht

     (263)
    Aktuelle Rezension von: kimdezordo

    Der abschließende Teil der Reihe gefiel mir persönlich leider nicht mehr ganz so gut. Das Ende hätte man besser und schöner gestalten können.

  6. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.169)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  7. Cover des Buches Traumsammler (ISBN: 9783596198207)
    Khaled Hosseini

    Traumsammler

     (497)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Es wurde ein abwechslungsreicher Roman kreiert, der sich temporeich über die Figuren Abdullah und Pari hinaus entwickelt.

    Cover und Titel finde ich gelungen und passend.

    Die Geschichte beginnt mit Abdullah und Pari, den auf dem Klappentext beschriebenen  Geschwistern aus der Nähe Kabuls, Afghanistan, deren Schicksal von Erwachsenen schnell besiegelt wird. 

    Zunächst dachte ich an eine Adaption zu Hänsel und Gretel. Aber es wurde auf andere Art weitererzählt und sogar komplexer als gedacht. Es wurde nicht nur über die Geschwister geschrieben. Der Roman wurde aus verschiedensten Erzählsträngen (diverse Figuren, die in unterschiedlicher Weise miteinander verbunden sind) geformt. Der Roman verfolgt die einzelnen Leben über Jahrzehnte hinweg, was toll ist. 

    Was mir zudem sehr gut gefallen hat, war, dass durch die vielen Figuren, die sehr unterschiedlich ausgearbeitet wurden, ein facettenreicher Blick auf die afghanische Kultur und Historie offenbart wurde, ganz gleich, ob die Figuren in Afghanistan oder im Ausland lebten. 

    Aber dies ist zugleich auch ein Nachteil, denn natürlich fand ich einige Charaktere spannender und interessanter als andere Figuren / Lebensgeschichten. Und einige Figuren und Lebenswege hätten ganz allein einen Roman füllen können, so dass diese in dem Buch einfach zu kurz kamen. 

    Insgesamt hat mir das Buch jedoch gefallen.

  8. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783442735228)
    Arthur Golden

    Die Geisha

     (2.910)
    Aktuelle Rezension von: MagicWitchyBookworld

    1929

    Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu leben in einem kleinen Fischerdorf unter armen Verhältnissen. Ihr Vater verkauft sie nach Kyoto und während Chiyo in der Okiya aufgenommen wird, wird Satsu zur Prostitution gezwungen.

    Die Geisha des Hauses, Hatsumomo, spinnt immer wieder Intrigen gegen Chiyo, weshalb ihre Schulden immer weiter wachsen. Die Summe ist so hoch, dass sie es im Leben nie abarbeiten könnte.

    Doch ihr Leben wendet sich, als die Geisha Mameha Chiyo unter ihre Fittiche nimmt und sie ausbildet. Dabei hat Chiyo nur ein Ziel: Den Direktor wieder sehen, den sie als Kind getroffen hat.

    Ich habe zuerst den Film „Die Geisha“ gesehen, die bunten Farben, Kostüme und Bilder. Der Film hat mich einfach nur gepackt und die Musik dazu ging unter die Haut. Ich habe im Abspann dann gesehen, dass der Film auf dem Buch basiert und musste es einfach lesen.

    Das Leben einer Geisha wird in diesem Buch gut beleuchtet. Bestes Beispiel ist eben die Aufklärung darüber, dass eine Geisha eine Künstlerin ist und keine Prostituierte. Doch ist auch hier ein wenig Fiktion mit eingeflossen, wie der Teil mit der Mizuage (Entjungferung).

    Mizuage (jap. 水揚げ) ist eine der Zeremonien, die den Aufstieg einer Maiko zur Geisha symbolisiert. Anders als in dem Film „Die Geisha“ angedeutet, und im Unterschied zu einer nicht Geishas betreffenden früheren japanischen Praxis, handelt es sich nicht um einen sexuellen Akt.

    Die Maiko ändert fünfmal ihre Frisur, um die Schritte zu symbolisieren, die sie auf dem Weg zum Status einer Geiko vollzieht. Bei der Mizuage wird der obere Haarknoten symbolisch aufgeschnitten, um den Übergang vom Mädchen zur jungen Frau zu kennzeichnen. Danach trägt die Maiko eine erwachsenere Frisur. Die veränderte Frisur bedeutete, dass die Maiko in die letzte Phase ihrer Laufbahn als Maiko eingetreten war. Für die Stammkunden war es das Zeichen, dass sich die Maiko dem heiratsfähigen Alter näherte und nun Anträge gemacht werden durften. Anlässlich der Feierlichkeiten wurden den wichtigsten Familien und verwandten Häusern von der angehenden Geiko Geschenke überreicht. Dies diente der Festigung von Beziehungen untereinander und der Information der Öffentlichkeit über die Mizuage. Nach der Mizuage ist der nächste große Übergangsritus im Leben einer Maiko ihre Erikae (襟替え „Wenden des Kragens“).

    Eine Zeremonie gleichen Namens gab es früher auch bei japanischen Kurtisanen und bezeichnete bei diesen die zeremonielle Defloration. Es war üblich, eine bevorstehende Mizuage durch das Verteilen von Ekubo (runde Reiskuchen mit einem roten Punkt in der Mitte) bei den Kunden anzuzeigen, von welchen für das Privileg der Defloration hohe Geldgebote erwartet wurden. Es wird häufig fälschlicherweise angenommen, dass für das Recht auf die Mizuage hohe Summen gezahlt wurden, das war aber in der Regel nicht der Fall. Die Mizuage-danna wurden nach Ansehen und Vertrauenswürdigkeit ausgewählt und die Wahl sollte es für die Maiko so angenehm wie möglich machen. Heutzutage existiert der Mizuage-Brauch nicht mehr.
    (Quelle: Wikipedia)


    Der Roman ist an manchen Stellen sehr trocken geschrieben und weicht vom Film ab. Daher sollte man sich Zeit für dieses Buch nehmen.

    Chiyo ist ein sehr naives Mädchen, weshalb sie oft sehr dumm handelt und Dinge tut, die sie hätte besser wissen müssen. Erst unter der führenden Hand von Mameha ist sie reifer geworden.

    Mameha ist eine sehr gütige Person und strahlt nicht nur im Film viel Wärme aus, während Hatsumomo ein sehr integranter Mensch ist und das Gegenteil. Sie ist ein Biest und dennoch hat auch sie ihre Geschichte mit einer unerfüllten Liebe.

    Die Mutter der Okiya ist nur geldsüchtig und hat nichts anderes im Sinn. Akribisch werden alle Ein- und Ausgaben notiert und festgehalten.

    Das Buch ist an manchen Stellen etwas ausschweifend und zäh, aber dennoch interessant geschrieben.

  9. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  10. Cover des Buches Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (ISBN: 9783570103357)
    Genki Kawamura

    Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Der junge Mann dieses Buches geht zum Arzt und erfährt dort, dass er bald sterben muss. Zu Hause wartet der Teufel auf ihn und bietet dem Mann einen Pakt an. Für jeden Gegenstand, den der Teufel von der Welt verschwinden lässt, erhält der junge Mann einen Tag, den er länger leben darf. Telefone, Filme, Uhren, der Mann kann dem Verschwinden dieser Dinge noch etwas abgewinnen, nur als dann die Katzen von der Welt verschwinden sollen und der junge Mann damit seinen Mitbewohner und noch mehr verlieren würde, muss er sich entscheiden, wessen Überleben wichtiger ist. Worauf kann man im Leben wirklich verzichten?


    Wer die Wahl hat, sein Leben zu verlängern, würde sicher ohne zu zögern zugreifen. Doch welchen Preis man nicht bereit ist zu zahlen, das müsste jeder für sich selbst überlegen. Im Falle dieses Buches sind es die Katzen, zu denen der junge Protagonist eine ganz besondere Beziehung hat. Philosophisch nachdenklich wägt er ab, welchen Dingen zu verschwinden er dem Teufel im Austausch für einen weiteren Tag leben erlaubt. Der Situation bringt den Mann dazu eine größere Wertschätzung den Dingen gegenüber anzusetzen, und durch seine Augen muss dies auch ganz zwangsweise der*die Leser*in.

    Das Buch ist an sich ganz schön, bei mir hat es jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es liest sich auf jeden Fall flott weg und hat Ansätze zum Nachdenken, die allerdings nicht überfordern.

  11. Cover des Buches Kim Jiyoung, geboren 1982 (ISBN: 9783462053289)
    Nam-Joo Cho

    Kim Jiyoung, geboren 1982

     (282)
    Aktuelle Rezension von: xthelittleRose

    Kim Jiyoung, geboren 1982 wächst im Südkorea der 80er Jahre auf. Als Leser:innen begleiten wir sie von Geburt an bis hin zu ihren ersten eigenen Erfahrungen als Mutter. Eindrucksvoll und erschreckend wird anhand jedem Abschnitt ihres Lebens aufgezeigt in was für einer männerdominierten, misogynen Welt wir leben und das nochmal verstärkter in asiatischen Ländern.

    Schon als kleines Kind lernt sie sich ihrem Bruder unterzuordnen. Er bekommt ein eigenes Zimmer, während sie sich eins mit ihrer Schwester teilen muss. Er bekommt mehr Nahrung und Anerkennung, egal wie sehr sich Kim Jiyoung und ihre Schwester bemühen. Auch im Haushalt muss er nicht helfen, die Schwestern jedoch schon. So zieht es sich ihr gesamtes weiteres Leben fort. In der Schule ist es in Ordnung, wenn Jungs sie ärgern. An der Universität erhalten die männlichen Kommilitonen die Praktika, auch bei schlechteren Leistungen. Im Arbeitsleben erhalten Männer eher den Job und als sie schließlich Mutter wird erwartet ihr Mann, dass sie mit dem Kind zu Hause bleibt.

    Character (10/10):
    Besonders gut an Kim Jiyoung hat mir gefallen wie naiv und nüchtern sie beschrieben wurde. Es wurde beim Lesen sehr schnell deutlich, dass sie, vor allem als Kind, nicht versteht, warum bestimmte Dinge von ihr erwartet werden, aber nicht von Jungs. Im Laufe ihres Lebens wächst sie natürlich mehr und mehr in dieses System hinein, dennoch hinterfragt sie oft warum sie und alle andere Frauen so behandelt werden wie sie behandelt werden. Teilweise wird auch auf ihre Großmutter und Mutter eingegangen. Man merkt als Leser:in, dass mit jeder Generation ein bisschen mehr passiert. So hat Jiyoung zumindest die Möglichkeit zur Schule und Universität zu gehen, was ihrer Großmutter noch vollkommen verwert blieb. Es ist traurig, dass Männer und Frauen immer noch so unterschiedlich behandelt werden. Dennoch weckt es die stille Hoffnung, dass so lange wir weiter dafür Kämpfen diese Unterschiede irgendwann vollkommen überwunden sind.

    Atmosphere (10/10):
    Auch die ganze Atmosphäre des Buchs fand ich großartig. Auch diese war einfach nüchtern und abgeklärt. Oft gab es Fußnoten, die die Geschehnisse mit Zahlen belegt haben. Es wurde von der Autorin hier nichts beschönigt dargestellt. Sie hat einfach die Fakten in Form von einer Geschichte dargelegt.

    Writing Style (10/10):
    Der Schreibstil blendet mit dem, was ich bereits geschrieben habe, ein. Es war wirklich einfach nüchtern, sachlich und auf den Punkt gebracht. Dennoch hat es sich wirklich gut und schnell lesen lassen. Ich war wahnsinnig begeistert!

    Plot (10/10):
    Muss ich dazu noch was sagen? Ich fand ganz einfach genial, dass die Autorin in diesem Buch geschafft hat diese ganzen Fakten in einer Geschichte zu vereinen und zusätzlich ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen zu lassen.

    Intrigue (10/10):
    Mich hat es vollkommen gepackt. Ich habe nur zwei Tage für dieses Buch gebraucht, da ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Es war teilweise schockierend zu lesen, dennoch habe ich die ganzen Informationen nur so aufgesogen, weil ich der Meinung bin, dass man so etwas lesen muss, um seine eigenen Erfahrungen besser reflektieren und einordnen zu können. Oft sind wir bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen so gewöhnt, dass wir sie gar nicht mehr hinterfragen.

    Logic (10/10):
    Auch hier habe ich nichts zu beanstanden. Für mich hat die ganze Handlung auf erschreckende Weise Sinn ergeben.

    Enjoyment (10/10):
    Von Lesespaß zu reden ist in solch einem Kontext ein bisschen komisch, da es natürlich nicht wirklich Spaß macht nochmal so deutlich vor Augen geführt zu bekommen wie viel noch immer schiefläuft. Aber genau deshalb liest man ja im Endeffekt solche Bücher. Man möchte etwas dazu lernen.

    Fazit (10/10):
    Noch kein Buch zuvor hat von mir die volle Punktzahl erhalten, aber "Kim Jiyoung, Geboren 1982" verdient es meiner Meinung absolut. Es ist ein wirklich tolles und wichtiges Werk. Es gibt selten Titel, bei denen ich sage, dass man sie gelesen haben muss, weil natürlich jeder einen anderen Geschmack, aber hier mache ich eine Ausnahme. "Kim Jiyoung, Geboren 1982" muss jeder gelesen haben. Natürlich wird es nicht jede*r gleich schätzen, doch ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man sich darauf einlässt jede*r etwas daraus mitnehmen kann. Ein wirklich starkes und eindrucksvolles Buch, welches ich ganz sicher noch öfter lesen werde.

  12. Cover des Buches Gilde der Jäger - Engelskuss (ISBN: 9783802582745)
    Nalini Singh

    Gilde der Jäger - Engelskuss

     (845)
    Aktuelle Rezension von: Anorielt

    Erster Satz: Wenn Elena den Leuten erzählte, sie sei Vampirjägerin, schnappten die meisten zunächst nach Luft, um dann unweigerlich zu fragen: "Ihre Arbeit besteht also darin, spitze Pfähle durch die Herzen dieser abscheulichen Blutsauger zu bohren?"

    Als Engelskuss im Jahr 2010 erschien und ich es gelesen hatte, kam es für mich der Erfüllung eines Wunsches gleich. Endlich ein Buch in dem sich die Protoganisten nicht sofort an den Hals fallen und sich innerhalb weniger Seiten unsterblich ineinander verlieben. Auch das Thema Engel und der Weltenaufbau konnten mich vollkommen überzeugen und bis heute, ist die Gilde der Jäger Reihe für mich die beste Engelsreihe die auf dem deutschen Markt zu finden ist.

    Elena ist eine geborene Jägerin mit dem Talent Vampire zu riechen, sie durch den Geruch unterscheiden und jagen zu können. Das macht sie zu einer der besten Jägerinnen der Gilde und dafür das ihr vom Erzengel von New York persönlich ein Auftrag angeboten wird. Den Auftrag eines Erzengels lehnt man nicht ab, es sei denn man hängt nicht an seinem Leben. Schneller als ihr lieb ist findet Elena sich in einem Kampf der Erzengel wieder, denn es ist kein Vampir den sie jagen soll, sondern ein Erzengel der dem Blutrausch verfallen ist...

    Nicht selten findet man sich in Engelskuss an Schauplätzen grausamer Morde wieder und die Autorin verzichtet auch nicht darauf alles genau zu beschreiben, wer also schwache Nerven hat sollte überlegen ob die Gilde der Jäger Reihe wirklich etwas für sich ist. Die Jagd nach dem Erzengel Uram ist blutig und absolut spannend. Dazu kommt noch das Raphaels Interesse an Elena nicht nur geschäftlicher Natur ist. Die Gildenjägerin fasziniert den Erzengel von New York und obwohl Elena sich darüber im klaren ist das sie für ein ihn ein Spielzeug ist, kann sie nicht leugnen das sie sich von ihm angezogen fühlt.

    Schön fand ich hier wie gesagt das die beiden sich nicht gleich aufeinander gestürzt haben. Nur sehr lsngsam schreitet ihre Beziehung voran und von Liebe kann die meiste Zeit keine Rede sein, auch wenn man am Verhalten von beiden merkt das sie langsam mehr für den anderen empfinden. Vor allem das Ende macht das sehr deutlich. Doch nicht nur Elena, Raphael oder die Jagd nach Uram machen den Reiz des Buches aus, sondern auch die vielen Nebencharaktere die allesamt höchst interessant und geheimnissvoll sind. Ob nun der Engel Illium, Dmitri oder die anderen von Raphaels Sieben, selbst Elenas Freunde machen die Sache noch spannender als sie ohnehin schon ist.

    Mittlerweile sind im deutschen ja vier Bände erschienen, jedoch handelt das vierte nicht mehr von Elena und Raphael, sondern von Dmitri. Eine gute Entscheidung der Autorin, denn irgendwann ist selbst die beste Geschichte ausgelutscht und dann zu einem anderen Charakter zu wechseln ist genau das richtige wenn man sich von der Welt an sich noch nicht verabschieden möchte. Soweit ich das gesehen habe handelt das fünfte Buch Archangels Storm, das es bisher nur auf Englisch zu kaufen gibt, von Jason, Raphaels Spion mit den pechschwarzen Flügeln. Ich bin auf beide Bücher sehr gespannt.

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    Fazit
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    Auftakt der, für mich, besten Engelsreihe die es momentan aus dem deutschen Markt gibt. Protoganisten die sich nicht gleich um den Hals fallen und sich innerhalb von weniger Seiten ineinander verlieben, ein spannender und aktiongeladener Plot und Nebencharaktere die einen einfach nur umhauen. Engelskuss hat für mich alles was ein gutes Buch haben muss um mich zu begeistern.

  13. Cover des Buches Das Mädchen aus Feuer und Sturm (ISBN: 9783846600696)
    Renée Ahdieh

    Das Mädchen aus Feuer und Sturm

     (180)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Dieses Buch war ein absoluter Coverkauf, welchen ich einfach spontan mal beim Stöbern im Internet entdeckt habe. Zwar hat mir auch der Klapptext gefallen, allerdings war es für mich erst einmal nichts besonderes.


    Dieses Cover trifft genau meinen Nerv. Es ist wirklich wunderschön, mit weichen Farben und sanften Strukturen. Auch der Titel konnte meine Neugierde wecken.


    Das Setting spielt in Japan, was jedoch nur durch die fremdländischen Begriffe und Gegebenheiten klar wird, welche zwar manchmal zu kleinen Verwirrungen führen kann, weil man die Begriffe nicht kennt, aber auch nicht wirklich hinderlich für die Geschichte sind, vor allem weil sich am Ende des Buches ein Glossar befindet, wo man diese Begriffe nachschlagen kann, wenn man daran Interesse hat. Ich habe sie dann einfach überlesen, was auch nicht störend für die Geschichte war.


    Mariko hat mich von Beginn an begeistern können. Schnell wird klar, dass sie anders ist, als die Frauen in ihrem Land sein sollten, vor allem aber ist sie unglaublich mutig und sehr stark. Die ganze Geschichte über hat sie einen wirklich starken Willen, lässt sich absolut nicht von ihren Weg abbringen und ist vor allem mehr als bereit, ihr Leben für ihre Mitmenschen zu riskieren. 

    Aus Ökami dagegen wurde ich bis zuletzt absolut nicht schlau. Gerade zu Beginn wirkt er mir einfach zu geheimnisvoll, auch wenn es einzelne Textpassagen aus seiner Sicht gibt, schafft man es einfach nicht, hinter seine Fassade blicken zu können, sodass er einfach der große, geheimnisvolle bleibt.

    Die anderen Charaktere wurden jeweils nur kurz beschrieben, keiner der Nebencharaktere wurde groß ausgearbeitet, dennoch ist dieses absolut nicht hinderlich für die Geschichte. 


    Die Handlung war eine große Überraschung für mich. Bereits von Beginn an hat mich dieses Buch einfach nur fesseln können, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Bereits am Anfang war die Geschichte sehr spannend und so zog es sich auch eigentlich bis zum Ende des Buches. Schön fand ich, dass man immer wieder unterschiedliche Perspektiven erleben kann, sodass die Handlung genug abwechslung bekommt. 

    Stellenweise fand ich die Dialoge viel zu sehr geschwollen, sodass man einfach nicht mehr hinterherkam, sprichwörtlich den roten Faden verlor. Auch die Liebesgeschichte zwischen Mariko und Ökami begann mir etwas zu plötzlich, von einem auf den anderen Moment gibt es da plötzlich eine Anziehung und die beiden kommen sich näher, obwohl vorher immer nur die Rede davon war, dass die beiden sich hassten. Trotzdem entwickelte sich diese anschließend sehr schön. 

    Das Ende hat bei mir so manche Fragen aufgeworfen, welche aber hoffentlich noch im nachfolgenden Band aufgeklärt werden.


    Abgesehen von stellenweise zu geschwollenen Dialogen kommt man wirklich sehr gut durch die Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm zu lesen.


    Mein Fazit:

    Das Buch war eine wirklich große Überraschung für mich. Obwohl ich gar nicht damit gerechnet habe, hat mich die Geschichte wirklich fesseln können, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich so in den Bann des Buches gezogen wurde. Die Hauptprotagonistin Mariko hat mich begeistert, ich fand sie unglaublich mutig und sehr stark, sie kämpft sich unerschütterlich durch alle Gefahren und hat keine Scheu, sich in ein für sie komplett fremde Situation einzufinden. Mit Ökami dagegen hatte ich so meine Probleme, er war mir einfach zu mysteriös, ich wurde einfach nicht schlau aus ihm, was es mir wirklich schwer machte, mir eine Meinung über ihn zu bilden. 

    Stellenweise waren mir die Dialoge einfach zu geschwollen, ich konnte sie teilweise einfach nicht verstehen. 

    Auch das Ende hat bei mir einige Fragen aufgeworfen, doch da bin ich guter Hoffnung, dass sich diese im nachfolgenden Band aufklären werden. 

    Von mir gibt es für dieses Buch auf jedenfall eine absolute Leseempfehlung!

  14. Cover des Buches Warcross (Band 1) - Das Spiel ist eröffnet (ISBN: 9783785587720)
    Marie Lu

    Warcross (Band 1) - Das Spiel ist eröffnet

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Desiree_Miao_Miao

    „Warcross“ ist ein Cyberpunk Jugendroman, der mich ab der ersten Seite zu 100% eingenommen hatte. So war Band 1 an nur zwei Urlaubstagen durchgesuchtet und ich musste sofort Band 2 lesen. 


    Protagonistin Emika ist ein Charakter mit Ecken und Kanten. Ihre Entwicklung ist deutlich sichtbar. Auch die kleine Liebesgeschichte nimmt im Buch weder zu viel, noch zu wenig Platz ein und ich konnte diese Beziehung einfach so sehr fühlen. 


    Hideo Tanaka, der verschlossene aber höchst intelligente Warcross Erfinder hat mein Herz gestohlen. 


    Die Welt, die da erschaffen wurde ist sehr beeindruckend, aber auch gut erklärt und nachvollziehbar. 


    In dem Buch passiert einfach so viel und es ist so spannend! Im Gegensatz zu Band 2 war Band 1 zwar weniger überraschend, aber es hatte trotzdem dieses gewisse Etwas. 


    Der Schreibstil ist leicht, aber sehr ausdrucksstark. Erst im zweiten Band hatte ich ein kleines Vorstellungsblackout, aber sonst konnte mich die Autorin sehr begeistern. 


    Ich muss dazu sagen, dass das Thema Gaming mich als Zockerin natürlich auch sehr anspricht. 


    Die Reihe war ein echtes Highlight für mich.

  15. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492248280)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Hector lebt ein ganz normales Leben mit seiner Freundin Clara in einer europäischen Hauptstadt. Er ist Psychiater, verdient relativ gut und kann sich eigentlich nicht beschweren. Neuerdings plagt ihn aber eine Sorge; er fühlt sich nach den Sitzungen mit seinen Patienten immer erschöpfter und unzufriedener. Noch dazu hat er das Gefühl seinen Patienten zwar helfen aber sie jedoch nicht glücklich machen zu können. Aber wenn er seinen Patienten zu ihrem Glück verhelfen möchte, muss er erst einmal wissen, was Glück überhaupt bedeutet. Also beschließt er sich auf Reisen zu begeben um dabei herauszufinden was Menschen in verschiedenen Ländern glücklich oder unglücklich macht. Dabei gerät er auch in die ein oder andere unvorhergesehene und sogar gefährliche Situation, aus der er aber immer wieder seine Lehren zum Glück ziehen kann und sie sich in seinem Glücksnotizbüchlein aufschreibt📖


    Nachdem ich neulich mal wieder zufällig einen kurzen Teil der Verfilmung gesehen und mich ganz gut unterhalten gefühlt hatte, dachte ich, vielleicht sollte ich doch endlich mal das Buch dazu lesen, welches seit gefühlten Ewigkeiten bereits im Regal steht. Und es hat sich doch auch gelohnt.

    Es war eine recht nette kurze Geschichte.

    Hector weiß, dass es für ihn eigentlich keinen triftigen Grund gibt bedrückt zu sein. Ja, er müsste eigentlich sogar permanent glücklich sein, denn es fehlt ihm im Grunde an nichts. Und dennoch ist das nicht der Fall und er möchte herausfinden wieso es ihm und auch seinen Patienten so ergeht. Seine Notizbucheinträge umschreiben den Weg zum Glück eigentlich ganz gut und regen auch einen selbst etwas an mal über sein eigenes Glück nachzudenken oder auch wie man ihm ein wenig auf die Sprünge helfen könnte. Seine Erlebnisse sind unterhaltsam und schön zu lesen. Es ist wirklich ein kurzweiliges Büchlein. Jedoch die Tatsache, dass er eigentlich eine feste Freundin Zuhause an seiner Seite weiß, die er offenbar auch liebt, aber während der Reise gleich zwei andere Frauen "näher kennenlernt" fand ich etwas befremdlich.

    An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen. Die Geschichte fängt an mit "Es war einmal..." und in dem Stil geht sie auch weiter. Das erinnerte mich etwas an naive Malerei oder eine Märchenerzählung für Erwachsene. Es ist alles recht oberflächlich, geht nicht wirklich in die Tiefe. Es liest sich ziemlich schnell weg.

    Trotz des einfachen Erzählstils ist es eine ganz nette Geschichte, die einen für ein paar Stunden gut unterhält und doch auch etwas zum Nachdenken über sein eigenes Glück bringt.

  16. Cover des Buches Lotusblut (ISBN: 9783423215695)
    Judith Winter

    Lotusblut

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der Thriller ist gut erdacht und kommt mit einigen unvorhersehbaren Wendungen daher. Der Autorin gelingt es die Spannung lange zu halten, da man als Leser nicht zu schnell auf den Mörder und seine Motivation schließen kann. Die Anlaufschwierigkeiten in ihrer Zusammenarbeit, die ja schon in Band 1 intensiv beleuchtet wurden, sind auch in diesem Serienteil noch nicht ausgeräumt. Das zeigt sich auch darin, dass beide jeweils allein ihren eigenen Ermittlungsansätzen folgen, was wiederum ihr Vorgesetzter gar nicht gern sieht. Aber allmählich merken die beiden so unterschiedlichen Charaktere, dass sie zusammenarbeiten müssen, wollen sie den Fall zum Abschluss bringen. Hat man den Vorgänger gelesen und erinnert sich an die Zickereien der Beiden, wirkt die hier beschriebene Weiterentwicklung durchaus überzeugend und glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere passten mit ihren Persönlichkeiten gut in die Geschichte. Alles in allem eine gelungen Fortsetzung. Mich hat der Krimi gut unterhalten und ich kann 4 von 5 Sterne vergeben.

  17. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453410015)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

     (437)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


             Was für ein schönes Buch. Passend für so viele Gelegenheiten. Es hat mich definitiv aus meiner Leseflaute geholt und es holt einen auch runter, wenn alles um einen herum ein etwas trubelig wird. Soviel Ruhe, Kraft und Achtsamkeit liegt darin. Man ist immer so schnell mit seiner Meinungsbildung und glaubt, vieles schon zu wissen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, zuzuhören, ergibt sich oft eine ganz neue Wahrheit. Ein Buch über das Besinnen auf das Wesentliche - die Liebe.              
  18. Cover des Buches Sungs Laden (ISBN: 9783406681882)
    Karin Kalisa

    Sungs Laden

     (129)
    Aktuelle Rezension von: eva221b

    Sungs Laden ist der Dreh- und Angelpunkt vieler kleiner Geschichten voller Wärme und Menschlichkeit, die sich oft so unerwartet eröffnet. Sie sind so in einander verzahnt, dass man sie später wahrscheinlich nicht rekonstruieren könnte. Es geht um Chancen, Arbeiten außerhalb von Normen und Vorschriften, Lernen und sich selbst überwinden. Krieg, Tod und Leid werden hier nicht übergangen. Aber sie sind so eingebettet, dass sie den positiven Ton des Romans nicht trüben, ihm aber gleichzeitig nur eine größere Wahrhaftigkeit verleihen.

    Das war eines dieser Bücher, bei denen man nach einem Satz kurz die Augen schließen muss, um ihn zu würdigen, um ihn dann gleich noch einmal zu lesen, weil er so wahr ist. Mit lyrischem Fingerspitzengefühl erzählt Kalisa von einem sehr möglichen Märchen. Davon, wie Menschen sich gegenseitig zu einmaligen Ideen inspirieren und sich gegenseitig unterstützen - einfach so.

  19. Cover des Buches Aufstieg und Fall großer Mächte (ISBN: 9783423280358)
    Tom Rachman

    Aufstieg und Fall großer Mächte

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Duffy

    In einem kleinen Dorf in Wales betreibt Tooley Zylberberg eine schon fast bankrotte Buchhandlung zusammen mit Fogg, einem jungen Mann aus dem Ort. Es ist das vorläufige Ende einer unfreiwilligen Wanderschaft, die sie mit ihrem Vater begann, als der als Computerfachmann nur einjährige Engagements in aller Welt annahm.Eines Tages trat die exzentrische Sarah in ihr Leben, die sie in ihre Obhut nahm und später übernahm diese Rolle Humphrey, ein selbsternannter Exilrusse, in New York. Die wichtigste Person in ihrem Leben sollte aber Venn bleiben, der geheimnisvoll auftauchte, um dann gleich wieder zu verschwinden. Dennoch prägte er ihre Persönlichkeit wie kein Zweiter.

    In dieser Buchhandlung erhält sie nach Jahren eine Mail von einem Verflossenen, der ihre nebulöse Vergangenheit wieder zur Gegenwart macht. Es besteht die Chance, einige Wahrheiten zu erfahren.


    Rachmans zweiter Roman ist in erster Linie ein geschickt aufgebautes Konstrukt. Wie eine Zwiebel schält er den Kern über einen Zeitraum von 30 Jahren heraus, immer wieder Dekaden zurückgehend aus drei Zeitperspektiven. Das ist ein Kunstgriff, der ähnlich dem Cliffhanger, den Leser an den Stoff fesselt. Man kann diese Geschichte auch in einem Zug erzählen, um denselben Effekt zu erreichen, wenn man die Dramaturgie ein wenig verändert. Rachman hat aber einen anderen Weg gewählt und sich damit in Sicherheit gebracht, denn die Story ist zwar gut und vor allem gut erzählt, aber sie hat Schwächen. Die größte ist, dass nicht offenbar wird, worauf es am Schluss hinauslaufen soll. Die Dramaturgie lässt mehr Vermutungen offen, als z.B. der Titel der Geschichte verspricht. Einiges bleibt im Unklaren, die Kindheit Tooleys z.B., die einfach hin-und hergeschoben wird, ohne dass es behördliche Probleme gibt. Bis herauskommt, dass es hier nur um die Geschichte von Tooley geht, ist das Buch schon zu Ende. Natürlich lässt sich einiges „Hochgeistiges“ oder „Tiefgründiges“ hineininterpretieren, doch die wahren Ambitionen dürften unter dem Strich nur dem Autor bekannt sein.

    Wofür Rachman nichts kann, sind die Erwartungen, die man an ihn hat. Waren die „Unperfekten“ das Manuskript, dass den wohl größten Vorschuss des Literaturbetriebs einbrachte, ist natürlich auch dieser hier zum Erfolg verdammt, denn die Hype, die dem ersten Roman voranging, machte daraus einen Bestseller und der muss ja wiederholt werden. Es sind die Marktmechanismen, die heute aus einem Buch einen Erfolg machen und ob darüber jeder Autor glücklich ist, sei dahingestellt.

    Rachman ist ein überzeugender Erzähler, aber weder die „Unperfekten“ noch dieser hier haben das Zeug zum Klassiker. Es fehlt ihnen die Genialität, die einzigartige Handschrift und der letzte, aber entscheidende Esprit. Der Wiedererkennungswert im Stil des Schreibers. Es ist eine gute Geschichte, die gut erzählt ist, aber den Leser nicht zwingend zu einer Wiederholung der Lektüre treibt. Um es einfacher zu sagen: Ein Buch, das man lesen kann, aber das nicht nachhaltig wirkt.


  20. Cover des Buches Kafka am Strand (ISBN: 9783442740437)
    Haruki Murakami

    Kafka am Strand

     (1.059)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Kafka Tamura, wie er sich selbst nennt, läuft als 15 Jähriger von zu Hause weg. Er sucht nach seiner Identität, die er u.a. durch das Verschwinden seiner Mutter verloren hat. Er findet Hilfen, und macht starke Erfahrungen und Selbsterfahrungen. Parallel dazu verläuft die Geschichte von Nakata, der mit Katzen sprechen kann. Wie im Japanischen nicht unüblich, berühren sich diese beiden Geschichten nicht direkt.
    Das Buch ist spannend geschrieben, und ich habe es doch tatsächlich Katzenliebhabern empfohlen, bis ich auf Seite 200 kam. Dort beginnt ein absolut widerliches Tötungsszenarium u.a. an Katzen. Ich verstehe, wenn man da aufhört zu lesen. Die restlichen gut 400 Seiten verwirren sich immer wieder in Allegorien. Es werden mystische Gegebenheiten sprachlich gut aufgebaut, aber im Endeffekt für mich nicht befriedigend gelöst. Es gibt auch teilweise interessante, aber oft auch verdrehte Gedanken zur Selbstfindung. Ich hätte nicht zu Ende gelesen, wenn es nicht gut geschrieben (und übersetzt) wäre, und wenn nicht die Lösung der Geheimnisse gelockt hätte (was mich aber teilweise enttäuscht hat). 

    Wem würde ich so ein Buch empfehlen? Eigentlich niemandem, es gibt genügend gute und somit viel bessere Bücher. Man muss die Nerven haben, nach Foltertötungen weiterzulesen, und man muss Gefallen daran haben (bzw. "es als Literatur empfinden") mystisch Umschriebenes und teilweise unaufgeklärtes durch eigene Gedanken zu ergänzen. Ich selbst werfe es weg. 


  21. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (889)
    Aktuelle Rezension von: SandyMercier

    Natürlich kenne ich den Film. Natürlich liebe ich ihn.  Und natürlich wollte ich unbedingt das Buch lesen.

    Lange habe ich damit gewartet. Ich wusste, ich wollte es lesen, wenn die richtige Zeit ist und somit las ich in den Tagen vor meinem Aufbruch ins Paradies.

    Dieses Buch hat was mit mir gemacht. Ich liebe es. Es ist ein Schatz und ich konnte viel für mich und meine Zeit hier mitnehmen.

    Und wie krass ehrlich die Autorin ist. Der Wahnsinn. Ich liebe diese Frau.  Heftige Empfehlung von mir.

  22. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.922)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  23. Cover des Buches Die Perlenschwester (ISBN: 9783442489213)
    Lucinda Riley

    Die Perlenschwester

     (432)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Willi

    Es war ein gutes Buch und angenehm zu lesen. Mir gefällt der Stil mit Vergangenheit und Zukunft. Jedoch war es leider nicht ein Buch, dass mich gefesselt hat. 

  24. Cover des Buches Naokos Lächeln (ISBN: 9783442744947)
    Haruki Murakami

    Naokos Lächeln

     (919)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Meinung: Mein dritter Murakami und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern waren mir die Charaktere hier überhaupt nicht sympathisch, was die Geschichte für mich natürlich extra erschwert hat. Das typisch fantastische von ihm fehlt hier auch komplett, der Untertitel sagt tatsächlich aus, was es ist: Nur eine Liebesgeschichte. Und wirklich sonst gar nichts. Zwar eine sehr tragische aber trotzdem. Die Handlung zieht sich, es passiert kaum mal was spannendes, geschweige denn etwas unerwartetes. Irgendwann weiß man auch schon genau wie das Buch enden wird. Ob man das dann als gutes oder schlechtes Ende bezeichnen würde, ist wohl Ansichtssache. Für mich war es ein gutes.
    Die Themen, die am meisten angesprochen wurden, waren Suizid, Depression und Sex. Beim Lesen gleicht das einer Achterbahnfahrt.
    Nur der typische Schreibstil von Murakami war ab und zu erkennbar, weswegen ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. 

    Fazit: Sollte man sich für Bücher von dem Autor interessieren: Nicht dieses hier als erstes lesen! Er kann es eindeutig besser. Das Buch hat mich leider enttäuscht.

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