Bücher mit dem Tag "astronomie"

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142 Bücher

  1. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499013225)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

    (3.456)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der sehr erfolgreiche Roman von Daniel Kehlmann über die Lebensgeschichten des Mathematikers Carl Friedrich Gaus und des Naturforschers Alexander von Humboldt erschien 2005. Es handelt sich offensichtlich um eine Mischung zwischen historisch realer und fiktiver Handlung. Im ersten Kapitel erhält Gauß eine Einladung von Humboldt nach Berlin und macht sich auf die Reise. In den folgenden Kapiteln wird die teils fiktive Lebensgeschichte der beiden Wissenschaftler abwechselnd und episodenweise erzählt. Manches bleibt dabei ungeklärt, z.B. wie Humboldt und sein Begleiter sich von der Insel im Orinoko retten können, nachdem ihr Boot abgetrieben ist. Das wirkt unvollständig und ein wenig beliebig.

    Die Erzählweise ist durchweg ironisch und teilweise schwarzhumorig, die beiden Wissenschaftler erscheinen geradezu kindlich bzw. kindisch in ihrem Streben nach Erkenntnis. Das ist zwar ganz lustig, mehr aber auch nicht. Es wird den beiden Hochkarätern in jedem Fall aus meiner Sicht nicht wirklich gerecht.

    Dem Buch fehlt aus meiner Sicht auch ein roter Faden respektive ein innerer Zusammenhang. Zwar sind die Kapitel teilweise chronologisch erzählt, aber dazwischen befinden sich mitunter große Zeitsprünge, so dass die Kapitel einzeln für sich allein stehen, mit nur marginalem Bezug zueinander. Aus meiner Sicht wirkt das eher wie ein Manuskript oder ein Entwurf, der noch an einigen Stellen der Ergänzung bedarf, denn wie ein fertiges Buch.

    Insgesamt bin ich von dem Buch daher eher enttäuscht als angetan, was vielleicht auch an den übergroßen Erwartungen liegen kann, die ich nach all den zahlreichen Lobpreisungen der Literaturwelt daran hatte. Zwei Sterne.

  2. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

    (1.333)
    Aktuelle Rezension von: VanessaMia

    „Die sieben Schwestern“ ist der gelungene Auftakt einer Reihe, in der es um das Herausfinden der wahren Herkunft & Identität jeder einzelnen Schwester geht. Lucinda Riley hat dabei jeder Schwester ein eigenes Buch gewidmet. Band 8 erzählt dann die Geschichte von Pa Salt. Dem geheimnisvollen Mann, der all seine Töchter auf der ganzen Welt gesucht, gefunden, adoptiert & nach Atlantis, dem gemeinsamen Zuhause am Genfer See, gebracht hat. 

    In diesem Buch geht es um Maia, deren Wurzeln im Herzstück Brasiliens, in Rio de Janeiro, liegen. Da ich selbst in Rio geboren wurde, war diese Geschichte für mich, wie eine wundervolle Reise in mein eigenes Herkunftsland. Mit Maia auf Spurensuche zu gehen, hat mir ganz große Freude bereitet. Lucindas Schreibstil ist atemberaubend und so konnte ich tief in die Geschichte eintauchen, mich fallen lassen & mit den Zeilen jeder Seite verschmelzen. Ich freue mich auf jeden weiteren Band dieser wundervollen Reihe. 

  3. Cover des Buches What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen (ISBN: 9783328603962)
    Randall Munroe

    What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

    (194)
    Aktuelle Rezension von: Prinzera

    Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, durch einen Post einer Bekannten auf Bookstagram und fand direkt, dass es sich irgendwie lustig und spannend anhört. Denn klar, auch ich habe Fragen, die mich mir insgeheim so stelle, die aber so wild sind, dass ich niemals damit rechnen würde darauf eine fundierte Antwort zu erhalten. Und genau solche Leute schreiben Randall auf seinen Blog und er beantwortet, was er kann und mit seinem Gewissen vereinbaren kann auf höchst amüsante und schlaue Weise.

    Die Optik des Buches ist relativ schlicht in einem Comic Stil gehalten, der dem Leser auch im Buch immer wieder begegnet, denn nicht nur, dass der Autor diese abstrusen Fragen beantwortet, Nein er zeichnet oft auch noch kleine Comics dazu, welche mir als nicht ganz so wissenschaftlich begabte Leserin, die Themen nochmal veranschaulichen. 

    Ich finde es wirklich erstaunlich wie Randall es schafft, dem Leser so kinderleicht wahrlich wissenschaftliches Wissen zu vermitteln, anhand von Fragen, die an Abstrusität teilweise kaum zu übertreffen sind. Ich habe so viel gelernt und es ist mir sogar leicht gefallen, selbst die komplexesten Szenarien (egal ob im Bezug auf das Weltall, Atome oder Mathematik) zu verstehen und nachzuvollziehen.

    Das Ganze wird gepfeffert mit einer Prise Sarkasmus oder Ironie und herauskommt ein Wissensbuch der ganz anderen Art. So etwas wie "What if" ist mir vorher noch nirgends begegnet und umso dankbarer bin ich, auf das Buch aufmerksam geworden zu sein. 

    Fazit:

    Dieses Buch ist für alle, die genauso wie ich, wenig Antworten aber umso mehr Fragen im Kopf haben und sich einfach freuen, dass es in der Welt jemanden gibt, der sich genau diese Fragen durchliest und bis ins Detail durchdenkt um dann eine Antwort zu geben, welche einen zwar nicht immer befriedigt aber doch zumindest zum Schmunzeln bringt.

  4. Cover des Buches Wait for You (ISBN: 9783492304566)
    J. Lynn

    Wait for You

    (1.630)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Wait for You von J. Lynn (Jennifer L. Armentrout) habe ich als Reread gelesen, um die Reihe weiterzuverfolgen – und es hat sich absolut gelohnt. Schon beim ersten Mal hat mich die Geschichte begeistert, aber beim zweiten Lesen konnte ich noch viel mehr Details wahrnehmen und die Entwicklung der Charaktere intensiver genießen.


    Die Liebesgeschichte zwischen Avery und Cam ist emotional, süß und gleichzeitig von einer Tiefe geprägt, die berührt. Besonders Cams Art – charmant, witzig, aber auch ernst, wenn es darauf ankommt – macht ihn zu einem Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. Avery wirkt zunächst verschlossen, doch gerade ihre Entwicklung hat mir beim erneuten Lesen sehr gefallen.


    Jennifer L. Armentrouts Schreibstil ist wie immer flüssig und fesselnd, sodass man die Seiten nur so verschlingt. Für mich ist Wait for You ein Wohlfühlbuch mit Herz, das gleichzeitig ernste Themen aufgreift und dabei authentisch bleibt.


  5. Cover des Buches Die Schattenschwester (ISBN: 9783442487455)
    Lucinda Riley

    Die Schattenschwester

    (711)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Achtung! Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe! Die Bücher können unabängig voneinander gelesen werden.

    Inhalt:
    Star ist die dritte der sieben Schwestern und besonders eng mit CeCe verbunden. Die beiden sind unzertrennlich und machen alles gemeinsam. Doch nach dem Tod ihres Vaters bekommt jede Schwester ihr eigenes Rätsel zu ihrer Herkunft. Star beginnt in einem Antiquariat in London mit ihrer Suche und ist schon bald gefesselt von der Vergangenheit...

    Meine Meinung:
    Es ist schon sehr lange her, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe gelesen habe, doch die Geschichten der Schwestern sind im Prinzip auch unabhängig voneinander lesbar. Dadurch braucht es an sich kein Hintergrundwissen, um sich in dieser Geschichte zurechtzufinden.

    Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Star ist eher zurückhaltend und schüchtern. Sie spricht wenig und weiß mit ihren 27 Jahren noch nicht, was sie mit ihren Leben anfangen möchte. Mit ihrer Schwester CeCe ist sie so eng verbunden, dass man die beiden immer nur gemeinsam antrifft. Sie sind zusammen um die Welt gereist und leben nun gemeinsam in London. CeCe gibt immer den Ton an.

    Schnell ist klar, dass sich die beiden Schwestern voneinander lösen müssen. Mir war ihre Beziehung schon fast zu eng und ich war froh, dass Star das nun auch zu merken schien. Die perfekte Gelegenheit ergibt sich, als Star endlich den Mut findet, den Brief ihres verstorbenen Vaters zu öffnen und sich mit ihrer Herkunft zu beschäftigen. Mir hat sie ein bisschen zu lange damit gehadert, aber danach kam Star relativ leicht und schnell ans Ziel.

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Star erzählt und wechselt irgendwann in die Vergangenheit. Mir haben die Rückblenden viel besser gefallen als die Geschichte in der Gegenwart.

    Mit Star hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Bei vielen Sachen hat sie sich sehr zurückgehalten, aber anscheinend hat sie sich einfach ihr Leben lang ihrer Schwester CeCe untergeordnet. Das Verhältnis der beiden kann man nur als toxisch beschreiben.

    Aber auch die Nebenfiguren in der Gegenwart empfand ich als schwierig. Alle stecken irgendwie in ihrem eigenen Leben fest und hegen einen Groll gegeneinander. Einzig Rory hat mir sehr gefallen.

    Die Liebesgeschichte war leider auch absolut nicht meins. Bei mir kamen da keine Gefühle an und es wirkte eher erzwungen und altbacken. Star bekam ständig ein Ultimatum gesetzt, da konnte sich einfach nichts entwickeln.

    Insgesamt fand ich Stars Reise interessant. Ihre Familiengeschichte ist verworren und ein Stammbaum hätte sicher geholfen, den Überblick zu behalten. Die Vergangenheit an sich hat mit Flora eine für mich starke Heldin gefunden und ich habe mich immer über ihre Kapitel gefreut.

    Die Gegenwart ging mir generell tatsächlich ein bisschen zu schnell. Am Ende waren alle zu versöhnlich und alle Probleme haben sich schnell aufgelöst.

    Ich werde die Reihe vermutlich noch weiterverfolgen, da sich die Bücher schnell lesen lassen und mich die Hintergründe zu den Schwestern interessieren. Aber ich werde mir damit weiterhin Zeit lassen.

  6. Cover des Buches Die drei Sonnen (ISBN: 9783453317161)
    Cixin Liu

    Die drei Sonnen

    (257)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Die Drei Sonnen lagen schon lange auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher und nun endlich habe ich es geschafft... und kann den Hype um dieses Buch nicht teilen.

    Dabei hat es alles, was mich an einem guten Science Fiction reizt. Eine tolle Idee als Ausgangsbasis, einen geschichtlichen Bogen, das Einbinden von physikalischen Theorien und einen philosophischen Anspruch. 

    Warum also nur drei Sterne?
    Einen Stern habe ich abgezogen, weil bis auf wenige Ausnahmen die Charaktere nicht überzeugen und die Dialoge oft hölzern und gestelzt wirken. Ob es sich um ein Übersetzungsproblem handelt, kann ich nicht beurteilen. 

    Den zweiten Stern Abzug gibt es, weil es sich der Autor an manchen Stellen recht einfach macht. Das größte Mysterium, wie es die Trisolaris Zivilisationen schaffen, trotz extremer Kälte und glühender Hitze wieder schaffen aufzuerstehen und eine Erinnerung an die Vorgängerzivilisationen zu bewahren, bleibt ungelöst und wird noch nicht einmal angesprochen.
    Die Theorie der beiden aufgefalteten Protonen finde ich toll, bezweifele jedoch den Einfluss, den diese zwei Protonen auf die Menschheit haben sollen.

    Trotzdem halte ich das Buch für empfehlenswert. Das Problem der drei Sonnen und die Auswirkungen, die eine solche Konstellationen auf das Leben haben könnte, ist faszinierend. Die Idee eines Computerspiels, dass dem Leser erlaubt, die Rückschläge in der Entstehung der trisolaren Zivilisationen mitzuverfolgen, finde ich klasse. Die Einbindung der Kulturrevolution in den 1960er Jahren und die Veränderungen der chinesischen Gesellschaft über die Zeit bieten eine geschichtliche Rahmenhandlung, die viel zu selten beleuchtet wird.

    Aber es sind die handwerklichen Mängel, die eine bessere Bewertung verhindern.

  7. Cover des Buches Verheißung Der Grenzenlose (ISBN: 9783423216845)
    Jussi Adler-Olsen

    Verheißung Der Grenzenlose

    (523)
    Aktuelle Rezension von: Ulrike_Ozdemir

    Der sechste Fall von Carl Morck und seinem Team versprach zunächst wieder eine gute Kombination aus Spannung, Humor und Charakterstudie. Leider ziehen sich die beiden Hauptstränge, in denen einerseits die Polizeiarbeit, andererseits eine gescheiterte Frau, die einer vor 17 Jahren gegründeten Sekte vorsteht, so in die Länge, dass man irgendwann nur noch hofft, dass Carl, Assad und Rose endlich kapieren, was man selbst schon vor gefühlt tausend Seiten verstanden hat. 

    Die Umsetzung der Idee hätte wirklich gut sein können, aber leider hat sich der Autor in seinen eigenen Netzen verfangen. 

  8. Cover des Buches Die Entdeckung des Himmels (ISBN: 9783499247521)
    Harry Mulisch

    Die Entdeckung des Himmels

    (282)
    Aktuelle Rezension von: Ferrum
    Was macht der Himmel, wenn er mit den Menschen unzufrieden ist? Richtig, er will seine 10 Gebote zurückholen und somit die Verbindung zur Erde auflösen. Und darum gehts, beginnend vor der Zeugung der Akteure bis hin zum großen FInale in Jerusalem. 

    Kaum eines der großen gesellschaftspolitischen Themen wird dabei ausgelassen, und dennoch hat man nie das Gefühl, dem hocherhobenen, moralinsaurem Zeigefinger ausgesetzt zu sein. Hat einen ewigen Ehrenplatz in meiner Bibliothek.
  9. Cover des Buches New Dreams (ISBN: 9783426570043)
    Lilly Lucas

    New Dreams

    (679)
    Aktuelle Rezension von: Claudias-Buecherregal

    Elara besucht ihre Großmutter in Green Valley und will sich dort über ihre Zukunft im Klaren werden. Doch bereits die Hinfahrt ist holprig. Sie, mit Sommerklamotten in Phoenix gestartet, wird in den Rocky Mountains von einem Schneesturm überrascht und zu alledem scheint ihre Großmutter nicht zu Hause zu sein, jedenfalls öffnet sie nicht. Das kommt davon, wenn man Hals über Kopf die Heimat verlässt. Zum Glück trifft Elara auf Noah, der ihr hilft. Auch als Elara einen Nebenjob annimmt, trifft sie auf den Sohn des Pastors. Sie vermag ihn jedoch nicht einzuschätzen. Mal ist er witzig, dann wieder in sich gekehrt, mal hat sie das Gefühl er flirtet mit ihr, dann ist er komplett abweisend. Aber trotz allem bekommt Elara Noah einfach nicht aus ihrem Kopf und ihrem Herzen.

     

    Das Taschenbuch war schon wundervoll, aber die neue Schmuckausgabe ist optisch einfach der Wahnsinn. Ich liebe es, dass Green Valley noch einmal neu in dieser Form aufblüht, denn es ist meine Lieblings-NA-Romance-Reihe.

     

    Nach den Schmuckausgaben zu „New Beginnings“ und „New Promises“ entführt Lilly Lucas den Leser ein drittes Mal im neuen Gewand nach Green Valley. Wieder gibt es ein gestanztes, veredeltes Hardcover, traumhaft illustrierte Vor- und Nachsatzpapiere sowie zwei vierfarbige Innen-Illustrationen von Marie Beschorner, einen wunderschöner Motivfarbschnitt, ein exklusives Bonuskapitel aus der Sicht des männlichen Protagonisten Noah, eine Playlist und weitere tolle Überraschungen im Innenteil. Aber zum Glück muss diese extrem ansprechende Optik nicht über mangelnden Inhalt hinwegtäuschen, denn auch die Geschichte ist klasse.

     

    Toll finde ich jedoch, dass Lilly Lucas nicht einfach nur zwei junge Figuren ins Rennen schickt, die sich halt mögen oder eben nicht und es einfach nur ein belangloses Hin und Her gibt, sondern dass es neben der eigentlichen Liebesgeschichte noch so viel mehr geht. Elara muss sich über ihren Lebensweg klarwerden, Noah hat zwar ein großes Ziel, aber ihm wurden viele Steine in den Weg geräumt und er trägt eine große Schuld mit sich herum. Es ist also kein seichter Roman bei dem es nur ums Knistern geht, sondern er hat definitiv auch Tiefgang und diese Mischung gefällt mir sehr, auch wenn Elaras und Noahs Geschichte langsam beginnt.

     

    Fazit: Ein schöner Slow-Burn-Roman mit dem absolute Wohlfühlsetting Green Valley. Inhaltlich damals schon in der Taschenbuchausgabe überzeugend, aber nun als Schmuckausgabe einfach nur WOW!

  10. Cover des Buches The Last Goddess - A Fate Darker Than Love (ISBN: 9783473585779)
    Bianca Iosivoni

    The Last Goddess - A Fate Darker Than Love

    (405)
    Aktuelle Rezension von: Carolin_44

    Bisher hatte ich leider noch kein Buch mit dem Thema Götter was mir gefallen hat.

    Dieses fand ich jedoch sehr schön und die Geschichte um Blair und Ryan sehr emotional. Ich habe mit der Protagonistin gefühlt, konnte mich gut in sie hineinversetzen. Obwohl das Ende des ersten Teils vorhersehbar war, hat es mich doch teilweise überrascht und ich bin gespannt wie die Schlacht um Ragnarök nun wird und wer übrig beibt.

    Die Autorin hat einen anschaulichen und lebendigen Schreibstil, den ich auch schon von anderen Büchern kenne und der mir gut gefällt.

  11. Cover des Buches Das Orangenmädchen (ISBN: 9783570907399)
    Jostein Gaarder

    Das Orangenmädchen

    (567)
    Aktuelle Rezension von: Tini_07

    In „Das Orangenmädchen“ entdeckt der 15-jährige Georg einen langen Brief seines verstorbenen Vaters. Dieser Brief, versteckt in einem alten Kinderwagen, erzählt eine bewegende Liebesgeschichte: die Suche nach dem geheimnisvollen „Orangenmädchen“. Zugleich richtet sich der Vater direkt an seinen Sohn und stellt ihm eine tiefgründige Frage über das Leben und den Tod.

    Der Roman ist eine berührende Mischung aus Familiengeschichte, romantischer Erzählung und philosophischer Reflexion. Gaarder gelingt es, große Fragen – Was ist der Sinn des Lebens? Würde man leben wollen, auch wenn das Leben endlich ist? – in eine leicht lesbare, aber nachdenklich stimmende Geschichte zu verpacken.

    Ein poetisches und tiefgründiges Buch, das auf einfache Weise große Fragen stellt. Es ist sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene geeignet – emotional, nachdenklich, aber nie schwerfällig. Wer gerne philosophische Romane mit einem Hauch von Romantik liest, wird dieses Buch mögen.


  12. Cover des Buches Worlds Collide (ISBN: 9783736316638)
    Anabelle Stehl

    Worlds Collide

    (207)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Ich war überraschend schnell in der Geschichte drin. Worlds Collide fühlt sich von Anfang an sehr ruhig an, fast sanft, und genau dieses Tempo zieht sich konsequent durch das ganze Buch. Es ist kein lauter Roman, sondern einer, der eher leise erzählt.


    Die Protagonistin habe ich als verloren, aber gleichzeitig stark wahrgenommen. Ihre Art war nachvollziehbar, trotzdem hatte ich leider nie das Gefühl, emotional wirklich nah an sie heranzukommen. Ich habe verstanden, was sie fühlt – aber nicht wirklich mitgefühlt.


    Mein erster Eindruck vom Love Interest war eher unsympathisch, doch das hat sich relativ schnell geändert. Mit der Zeit wurde er für mich klar zu einem Safe Place. Die Beziehung der beiden ist ruhig, heilend und sehr respektvoll aufgebaut. Besonders das Tempo der Annäherung hat für mich gut gepasst – nichts wirkte überstürzt oder künstlich.


    Was mir allerdings gefehlt hat, war das Gefühl, dass hier wirklich zwei unterschiedliche Lebenswelten aufeinandertreffen. Dieser Aspekt, der eigentlich zentral sein könnte, kam für mich kaum spürbar rüber.


    Die Nebenfiguren – vor allem seine Eltern und ihre beste Freundin – mochte ich gerne, sie blieben für mich aber eher im Hintergrund und haben die Geschichte nicht entscheidend getragen.


    Atmosphärisch war das Buch sehr cozy und warm. Der Schreibstil ist ruhig, angenehm und flüssig, vielleicht sogar ein bisschen zu ruhig, wenn man auf stärkere emotionale Ausschläge hofft.


    Das Ende kam für mich deutlich zu abrupt. Es wurde zwar sauber abgeschlossen und rund gemacht, aber der Weg dorthin fühlte sich zu schnell an – als hätte man sich mehr Zeit lassen können.


    Insgesamt war Worlds Collide für mich ein schönes Buch. Eines, das man gerne liest, das sich gut anfühlt, aber kein Banger war und mich emotional nicht nachhaltig beschäftigt hat.


  13. Cover des Buches House of Zodiac - Sternenstaub (ISBN: 9783734114724)
    Nicole Böhm

    House of Zodiac - Sternenstaub

    (76)
    Aktuelle Rezension von: _bookwormvibes_

    Kennt ihr diese Bücher, bei denen man nach ein paar Seiten sofort weiß: Das wird was ganz Besonderes? Genau so ging es mir hier. Ich habe nicht einfach gelesen – ich bin komplett in diese Welt gefallen. 

    Die Story rund um Jupiter, ein mysteriöses Amulett und die Parallelwelt Zodiac hat mich von Anfang an gefesselt. Die Mischung aus Urban Fantasy, Magie und Sternzeichen ist unglaublich kreativ und atmosphärisch. Besonders das Magiesystem – basierend auf den Tierkreiszeichen – fand ich super spannend und originell.

    Jupiter war für mich eine richtig starke Protagonistin: nahbar, mutig und emotional greifbar. Und Nox… grumpy, geheimnisvoll und einfach faszinierend. Ihre Dynamik? Slow Burn vom Feinsten – ganz langsam, aber intensiv aufgebaut, ohne die eigentliche Handlung zu überlagern.

    Die Welt von Zodiac hat mir insgesamt richtig gut gefallen – mit ihren Häusern, Intrigen und Machtkämpfen. Die Spannung reißt kaum ab. Ständig lauert Gefahr, es gibt überraschende Wendungen und man will einfach immer weiterlesen.

    Fazit: Ein starker Auftakt mit viel Potenzial, tollen Charakteren und einer einzigartigen Idee. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht! ✨

  14. Cover des Buches Eine Prise Sterne (ISBN: 9783492314022)
    Carsten Sebastian Henn

    Eine Prise Sterne

    (11)
    Aktuelle Rezension von: MaikeKops

    Habe das Buch nach 91 Seiten abgebrochen (und ich breche sehr selten Bücher ab).
    Sowohl der Schreibstil als auch der Humor waren...gewöhnungsbedürftig und der Protagonist Marc in meinen Augen einfach nur ein schlechter Sheldon-Cooper-Abklatsch. Furchtbar. Und auch die Protagonistin Anne hat mir für meinen Geschmack etwas überdramatisiert, als es um ihren Ex-Freund ging (Erläuterung: Siehe nach "Spoiler")

    *SPOILER*
    Als Anne nach dem Kuchenkaufen in ihre Wohnung geht und ihr bewusst wird, dass ihr Ex-Freund ja noch immer den Wohnungsschlüssel hat (da er ihn nach dem letzten Aufeinandertreffen und Streit nicht zurückgegeben hat), verfällt sie in eine totale Panik und tut beinahe so, als hätte Dirk sie nicht "nur" einmal betrogen, sondern jahrelang krankenhausreif geprügelt.
    Klar, so eine Situation ist alles andere als schön, vor allem, wenn man den Freund inflagranti erwischt, aber vor allem diese Szene war vollkommen überzogen.
    Und auch, dass sie seit über 10 Jahren Kuchen sammelt und dann während einer "Party" (die in meinen Augen total unangebracht war, weil sie nach Jahren einen alten Freund wiedertrifft, setzt man da sich nicht lieber zu zweit hin und schwelgt in Erinnerungen, als sämtliche Nachbarn einzuladen und dann auch noch von eben dieser selbst geschmissen Party einfach zu verschwinden?) isst, fand ich irgendwie...seltsam.

    *SPOILER ENDE*

    Die paar Seiten, die ich gelesen habe, waren einfach nur anstrengend.

  15. Cover des Buches Harry Potter: Eine Geschichte voller Magie (ISBN: 9783551556998)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter: Eine Geschichte voller Magie

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Was für ein großartiges Buch! Ich bin ja nicht nur ein riesiger Fan von Harry Potter, sondern interessiere mich auch für alte Mythen gerade in Zusammenhang mit Magie und dafür ist dieser großformierte Bildband wirklich ein Traum!

    Er entstand durch die Ausstellung im Jahr 2017 im British Library, der Nationalbibliothek des Vereinten Königreichs und eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt. Es vereinigt wissenswertes über alle Arten der Zauberei von der Antike bis zur Gegenwart im Kontext zu Harry Potters Geschichte.
    Schon in der Einleitung des Kurators Julian Harrison erkennt man die vielen Verbindungen zu alten Sagen und wie sie bei Rowlings Büchern ihren Platz gefunden haben.

    Aufgeteilt ist das Buch in 9 Kapitel, die nach den Schulfächern der Hogwarts Schule für Zauberei benannt sind. Jedes davon wird mit ein paar Worten eingeleitet von verschiedenen Fachleuten wie unter anderem einem Astronauten, einem Professor für Sozialgeschichte, einer Kolumnistin oder auch einem Priester.
    Die Schrift ist etwas klein geraten und ich musste mich teilweise doch etwas anstrengen beim lesen, dafür sind wirklich zahlreiche Fotos und Bilder abgedruckt, die den Text wunderschön veranschaulichen - darunter auch viele bisher unveröffentlichte Entwürfe und Textstellen von Joanne K. Rowling.
    Besonders schön fand ich auch die Farbbilder der Hogwarts Lehrer von Jim Kay, die sind perfekt getroffen.

    In Kapitel 1, Die Reise, wird erzählt, wie Joanne K. Rowling zur ihrer Idee gefunden hat und wie Harry Potter immer bekannter und berühmter wurde. Dazu auch einige Hintergründe wie z. B. die Namen und ihre Bedeutungen, verschiedene wichtige Gegenstände und Fabelwesen aus der Geschichte. Ein ganz toller Einblick, der jedes Fanherz höher schlagen lässt!

    In Kapitel 2, Zaubertränke und Alchemie, reichen die Ursprünge weit in die Vergangenheit zurück und zeigen die Entwicklungen in der Alchemie zur Chemie bis zur Medizin. Das fand ich wirklich interessant, denn das Thema an sich hat mich schon immer interessiert, gerade die Alchemie, und mit dem "Stein der Weisen" hat man hier eine sehr enge Verbindung zum ersten Harry Potter Band.

    Überraschend fand ich, dass die Wirkung eines Bezoar zum Beispiel, den wohl jeder als Rons Lebensretter kennt, schon seit Jahrhunderten bekannt ist! Allerdings war mir neu, aus was dieser "Stein" besteht ...

    "Ein Bezoar ist ein Knäuel aus unverdauter Materie, das sich im Magen
    von bestimmten Tieren bilden kann.
    Diese werden als Gegengift angesehen." S. 52

    Auch den Hexenkesseln wird ein Abschnitt gewidmet, denn diese scheinen seit dem 5. Jahrhundert ein unbekanntes, dennoch unabdingbares Werkzeug von Hexen zu sein. Aber erst durch das Traktat von Ulrich Molitor im Jahr 1489 gehört der Kessel in der Bildsymbolik zu den Hexen dazu.

    In Kapitel 3, der Kräuterkunde, werden natürlich vielerlei Arten von Pflanzen und ihre Verwendung in der Heilkunde vorgestellt. Auch ein Thema das mich fasziniert, denn es gibt so viele Heilpflanzen - und auch wenn viele die Einflüsse abstreiten - ich vertraue da sehr oft der Natur und ob da jetzt der Glaube oder die Wirkung hilft, bei kleineren Wehwechen ist es definitiv besser als die Chemiebomben.
    Mit dabei ist hier auch die sagenumwobene Alraune, die auch bei Harry Potter im zweiten Band eine große Rolle spielt, und deren betäubende Wirkung früher für Amputationen gebräuchlich war.

    In Kapitel 4 wird die Zauberkunst beleuchtet, in allen möglichen Varationen von früher bis heute und wie die Autorin sehr geschickt und vor allem in logischen Zusammenhängen diese in die magische Welt eingebracht hat.
    Hier wird übrigens erwähnt, dass der Zauberspruch "Abrakadabra" schon seit dem 3. Jahrhundert bekannt war und als Heilspruch vor allem gegen Malaria eingesetzt wurde.

    Kapitel 5, Astronomie, die Sternenkunde und alles was damit zusammenhängt. Ein wirklich toller Einblick - oder sollte man lieber sagen - Rückblick auf eine jahrhunderte alte Tradition der Sternenbeobachtung und ihrer Faszination. Abgebildet ist unter anderem diese älteste Sternenkarte, die in einer Höhle in der Wüste Zentral Chinas gefunden wurde und auf ca. 700 n. Chr. datiert wurde.

    In Kapitel 6 geht es passend mit Wahrsagen weiter, denn natürlich spielt hier auch die Astrologie eine Rolle. Aber es werden auch verschiedenste andere Arten aufgezeigt, wie Handlesen, Orakelknochen, Kartenlegen, Kristallkugeln usw.
    Interessant ist hier dass sich ja in allen Kulturen das Interesse, in die Zukunft zu sehen, entwickelt hat und sich in unterschiedlichen Methoden Ausdruck verlieh. Die frühesten Nachweise stammen scheinbar aus Mesopotamien schon vor 4000 Jahren.

    Kapitel 7, Die Verteidigung gegen die dunklen Künste, hier stehen die Schlangen sehr im Vordergrund, die sehr jeher mit Mystik verbunden wurden. Sie gilt durch ihre "Erneuerung" als magisches Geschöpf mit hoher Symbolkraft. Aber es werden auch Basilisken beschrieben, Wasserdämonen, Sphinxe und viele mehr und in diesem Zusammenhang auch der Glaube an Schutzamulette und Talismane verschiedenster Art, deren Aberglaube noch bis unsere heutige Zeit hineinreicht. Da braucht man nur an Hufeisen denken ;)

    Kapitel 8, Pflege magischer Geschöpfe, beinhaltet eine Vielzahl an Wesen und Kreaturen, ihre "Herkunft" und welche Kräfte ihnen innewohnen. Das schließt aber nicht nur die mythischen Wesen wie Riesen, Bergtrolle, Poltergeister und Drachen mit ein, sondern auch die schon immer mit einem magischen Flair umwobenen Tiere wie Katzen, Eulen und Kröten. Genau jene Tiere, welche die Hogwarts Schüler in die Schule mitnehmen dürfen.

    Den Abschluss in Kapitel 9 bildet der Drehbuchautor Steve Kloves, der alle sieben Filmbücher geschrieben hat und er beschreibt seinen ersten Kontakt mit Harry Potter auf eine höchst amüsante Weise - vor allem seine Faszination zu der Geschichte, durch die wir zum Glück auch die Leinwandversion zu sehen bekommen haben.

    Ihr seht, ein Rundumschlag durch die Vergangenheit zur Entstehung von Harry Potter und in allen möglichen Bezügen der Magie, die in den Büchern ihre Bestimmung gefunden hat. Tolle Einblicke bei jedem Kapitel, interessante Daten zur Entwicklung und was wir davon in Harrys Geschichten wiederfinden. Die - meist kurzen - Textstellen sind klar und einfach verständlich gehalten und zeigen, wie sehr der Glaube an das Mystische seit jeher in den Menschen verwurzelt ist.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer
  16. Cover des Buches Das Meer in deinem Namen (ISBN: 9783596031887)
    Patricia Koelle

    Das Meer in deinem Namen

    (261)
    Aktuelle Rezension von: buchverzueckt

    Eine Geschichte zum Wohlfühlen! Dieser tolle Familien- Generationenroman spielt im verträumten Künstlerdorf Ahrenshoop. 


    Die Astronomin Carly ist in ihrem Leben an einem Punkt angekommen, an dem sie entscheiden muss, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Der Vertrag bei ihrem Mentor Thore Sjöberg läuft aus, doch ihr kommt ein Zufall zur Hilfe: Sjöberg erbt ein kleines Häuschen namens Naurulokki, an der Ostsee. Carly soll es für ihn sichten und entrümpeln, damit er das Haus verkaufen kann. Ganz wohl ist ihr bei dieser Sache jedoch nicht, hat sie doch seit dem Tod ihrer Eltern das Meer gemieden. Sie nimmt die Herausforderung trotzdem an; kaum in Ahrenshoop angekommen lernt sie die urigen Küstenbewohner schnell kennen. Besonders zu Henny Badonin fühlt sie sich hingezogen, wenn nicht sogar besonders nahe, Carly sieht ihr sogar etwas ähnlich. Henny Badonin war einst die Bewohnerin von Naurulokki, in dem Haus Carly sich jetzt plötzlich sehr angekommen und heimelig fühlt. 


    Das Buch lädt uns Leser ein, in eine andere Welt einzutauchen; Patricia Koelle beschreibt Ahrenshoop und das Haus Naurulokki sowie die liebgewonnenen Nachbarn mit viel Liebe und sehr authentisch. Naurulokki hatte ich schnell vor meinen Augen und habe mich genauso wohlgefühlt, wie Carly das getan haben muss. 


    Toll war auch die Geschichte um Henny, Joram und Nicholas, welche parallel erzählt wurde und sich dadurch die Vergangenheit und die Gegenwart wunderbar zusammenfügten. 


    "Auf diese Weise gibt mir das Meer in deinem Namen zu verstehen, dass du nicht weit fort bist, nicht so weit fort, als dass du mir nicht doch nahe bist ..."

  17. Cover des Buches Das Glas-Universum (ISBN: 9783492240420)
    Dava Sobel

    Das Glas-Universum

    (5)
    Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-Pape


    „Pickering lobte Mrs. Flemings Herangehensweise, auch wenn er damit die willkürliche, empirische Herangehensweise ihrer Klassifikation missbilligte“.

    Und das, wo auch galt:

    „Es gab eigentlich keinen Grund mehr für Mrs. Draper, an dem Traum festzuhalten, die Forschungsarbeit ihres Gatten (Henry Draper) selbst fortzuführen“.

    Nach damaliger gesellschaftlicher Norm, nach damaliger Betrachtung der „Stellung der Frau“ und im Blick darauf, dass Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts gerade auch die gesamte Wissenschaft in Händen von Männern lag, wäre also klar gewesen, dass die Witwe Draper sich still in ihr Kämmerlein zurückzieht.

    Weit gefehlt aber, was den Charakter dieser und anderer, ähnlich denkender Frauen betrifft.

    „Mrs. Draper hat sich dazu entschlossen, Cambridge ein 71-Zentimeter-Spiegelteleskop einschließlich Montierung zu übereignen“. So verkündet es Edward Pickering, Leiter des „Harvard College Observatory“ am 1. März 1887. Und das ist nur der erste Schritt der Mrs. Draper.

    Aber nicht als „Forscherinnen“ oder „Astronominnen“ galten sie und ihre Weggefährtinnen, sondern maximal als „Assistentinnen“, welche die akribische Feinarbeit der Auswertung der damaligen, frühen Fotografien von Sternen, Lichtbrechungen durch Prismen und anderes mehr „im Hintergrund“ zu erledigen hatten.

    Doch die Geschichte wird sich drehen. Die „Damen im Hintergrund“ werden detailliert und akribisch noch ganz anders fündig werden und, am Ende, wichtige Beiträge zur Astronomie und zu Erklärungen des Sternensystems beitragen.

    Was Dava Sobel zwar eher in nüchterner Sprache biographisch erzählt, aber auch mit Spannung zu versehen versteht und dabei einen prägnanten Einblick in das Wirken als „Wissenschaftlerin“ jener Tage mit all den Vorbehalten der „wissenschaftlichen Welt“ vor Augen führt.

    „Auch wenn Miss Cannon Tausende von Meilen von dem Ort der Tagung entfernt war…..Henri Norris Russel, der derzeitige Vorsitzende des Ausschusses für Sternenklassifikation hatte sie Anfang 1919 um ihre Mitarbeit gebeten“.

    Nach und Nach fand das Werk der Frauen auch bei Männern Beachtung, nachdem zu Beginn nur 2, 3 Wissenschaftler Mrs. Draper und die Ihren unterstützt hatten.

    Eine fundierte biographische Beschreibung konkreter „Wissenschaftsleben“, zugleich Abbild der Gesellschaft jener Tage und Zeugnis der eigenen „Bewegung“ mit Gründung eigener „Gesellschaften“, Dissertationen und beachteten Ergebnissen, die anderen Frauen den Weg später ebneten.

    Eine interessante Lektüre, wenn auch überaus sachlich im Ton.
  18. Cover des Buches Das Universum ist eine Scheißgegend (ISBN: 9783446444775)
    Heinz Oberhummer

    Das Universum ist eine Scheißgegend

    (15)
    Aktuelle Rezension von: mysticcat
    Das Buch „Das Universum ist eine Scheißgegend“ erschien im September 2015 als gebundene Ausgabe im Carl Hanser Verlag und ist außerdem als Hörbuch und als E-Book erhältlich.

    Inhaltsangabe / Klappentext:

    Das Universum riecht komisch, klingt komisch und ist so gut wie leer. Fast überall wird man entweder verstrahlt, bekommt keine Luft oder verbrennt. Und das sind noch die schönsten Plätze. Mit anderen Worten: Das Universum ist eine Scheißgegend. Oder, um mit Gerhard Polt zu sprechen: "Dort fahren wir nicht mehr hin." In diesem Buch geben die Science Busters – die beiden Physiker Prof. Heinz Oberhummer und Werner Gruber sowie der preisgekrönte Satiriker Martin Puntigam – eine Reisewarnung und erklären, warum der Kosmos kein Streichelzoo ist, wo man gegen außerirdische Bakterien unterschreiben kann, was sich Sternschnuppen wünschen, wenn sie einen Menschen sehen, wie das Universum endet – und wer das dann alles zusammenräumen muss.

     

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch gelesen, da ich gerade eine Klasse im Bereich der Astrophysik unterrichte und mir Anregungen zum Unterricht holen wollte und dieses Werk in der Schulbibliothek verfügbar ist.

    Sehr gut hat mir die Alltagssprache gefallen, in der das Buch geschrieben ist. Auch Außenstehende können sich daher mit diesen Phänomenen und Erscheinungen etwas anfangen – und es wird auch nicht gerechnet im Buch (was sonst in der Physik sehr gerne gemacht wird). Durch die Einteilung in die Kapitel ist das Buch sehr übersichtlich und lässt sich auch häppchenweise lesen.

    Für mich toll waren die Factboxen, in denen Sachverhalte aufgelistet sind. Das „laute Wasser“ im Popcorn habe ich gleich mit einer anderen Klasse im Physikunterricht (samt Text aus diesem Buch) ausprobiert. Auch für die Schüler*innen war der Text gut verständlich und die Erklärung nachvollziehbar.

     

    Fazit: Ein tolles Buch für Interessierte, auch ohne Vorwissen geeignet.

  19. Cover des Buches 2012 - Schatten der Verdammnis (ISBN: 9783453434820)
    Steve Alten

    2012 - Schatten der Verdammnis

    (61)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Eine spannende Konstruktion aus Zusammenhängen zwischen Maya- und ägyptischen Pyramiden und einem auserwählten Menschen, der die Zusammenhänge kennt.


    Inhalt: Mick und Dominque lernen sich als Patient und Psychologin in einer Anstalt kennen. Doch Dominique merkt schnell, dass Mik nicht der verrückte Psychopath ist, als der er hingestellt wird. – Zwar sind seine Theorien über den Weltuntergang am 21.12.12 wild und gewagt, entbehren aber nicht einer gewissen Logik, wenn er anfängt, alles zu erklären.

    Während Mick immer wieder die Hilfe von Dominique sucht, um aus der Anstalt entkommen zu können, weil er den Weltuntergang verhindern will, setzen seine Widersacher alles daran, dass er sich eben nicht mehr wehren kann. – Unterdessen geschehen auf der Welt verschiedene Dinge, die auf den bevorstehenden Weltuntergang hindeuten.

    Dominque und Mick können diesem gnadenlosen System entkommen, haben dann aber nicht mehr viel Zeit, um ihr Ziel zu erreichen und zu verwirklichen. – Hinter den seltsamen Vorkommnissen und Detonationen auf der ganzen Welt steht eine außerirdische Macht, welche schon lang ihren Samen in der Menschheit gesät hat, nun aber der Erde habhaft werden will.


    Fazit: Ein Buch, was im Jahre 2001 erschienen ist. Also nicht mehr die jüngste Lektüre. Aber ich weiß noch, dass ich mir das Buch mal vor einem anstehenden Sommerurlaub gekauft habe und das dann am Strand lesen wollte. – Was genau dazu geführt hat, dass es dann doch so viele Jahre auf dem Sub geblieben ist, kann ich nicht sagen. Ich kann aber sagen, dass ich das Zögern aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehen kann.


    Ich muss sagen, dass ich am Ende dann doch recht unbedarft an die Lektüre herangegangen bin. Alle in zu dem Thema 2012 und das Ende des Maya-Kalenders gab es so viele verschiedene Bücher, dass der Markt hier eine ganze Weile komplett damit gesättigt war.  – Dieses Buch hier, bietet am Ende eine weiter Interpretation der Bauwerke der Maya und dem Ende des Kalenders.

    In die Handlung rein geht es erst einmal so harmlos wie normal. Da wird ein Mann in einer psychiatrischen Anstalt festgehalten, der sich im Laufe der Handlung als Protagonist entpuppen sollte, und eine junge Frau, welche ihr Praktikum in jener Anstalt machen will, bekommt ihn als Patienten zugeteilt. – Schnell ist klar, dass die beiden eine innigere Beziehung haben, als es zwischen Arzt und Patient sein sollte. Aber klar ist auch, dass beide Personen irgendetwas mit den Maya zu tun hatten. Dass sie gewissermaßen so etwas wie Nachfahren dieser großartigen Schöpfer sind.

    Schnell wird klar, warum Mick in der Anstalt sitzt, was ihm vorgeworfen wird und dass es hier eben nicht mit rechten Dingen zugeht. Der arme Kerl büßt für das, was seine Eltern einstmals getan haben. Aber er trägt auch ein Geheimnis in sich, was er mit Dominque teilen kann. Allerdings ist die junge Psychiaterin die Einzige, die ihn diesbezüglich auch nur ansatzweise ernst nimmt.

    So richtig interessant wird es, als die ersten Ereignisse auf der Welt auftreten. Das äußert sich zunächst mit einer Art schwarzer Flut. Eine Substanz, die bei bloßer Berührung mit der Haut sämtliche Lebewesen tötet. - Eine Epidemie wird ausgelöst, jedoch nicht weiter ausgeführt, was fast schon wieder ein wenig schade ist.

    Dann stoßen erste Nachforschungen auf privater Ebene auf Unmut in der Regierung. Und auf Unmut bei der Macht, welche eigentlich ungestört die Erde zerstören will. – Ja, hier kommen dann wirklich außerirdische Wesen mit ins Spiel, die die Erde in eine weitere Venus verwandeln wollen, um selber darauf zu leben. Und dieses ganze Sezenario ist so glaubhaft in Zusammenhang gesetzt mit sämtlichen alten Bauwerken auf der Welt, dass ich das fast schon für bare Münze genommen habe. Unter den Pyramiden, unter den Maya-Tempeln und unter dem Eis der Arktis sitzen Relaisstationen, die ein weltumspannendes Energienetz erzeugen, welches dann bei der Vernichtung helfen soll. 

    Eine spannende Mischung aus Politik, Machtbedürfnis, Konflikten zwischen Ländern und einer zart aufkeimenden Liebe zwischen den Protagonisten mit all ihren schwierigen Momenten aus der Vergangenheit.


    Mit fast 600 Seiten war das Buch recht dick und dadurch leider ziemlich unhandlich. Mein Problem war dann noch das Vermeiden von Leserillen, was dazu geführt hat, dass ich das Buch immer irgendwie abstützen musste. Ansonsten habe ich innerhalb kürzester Zeit Krämpfe in der jeweiligen Hand gehabt.

    Die Seitenaufteilung war wirklich augenfreundlich. Dauerlesen war bequem möglich und auch bitternötig. Denn wenn mich die Handlung so richtig in ihrem Bann hatte, konnte ich so schnell davon nicht mehr lassen. Und beim Lesen hatte ich dann wirklich ein grandioses Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Wobei mich die politischen Querelen hier irgendwie gar nicht  interessiert haben, aber sie gehörten nun einmal zur Handlung dazu. Aufgefallen ist mir da nur, dass mal wieder der Russe als absoluter Sturschädel dargestellt wird, der um jeden Preis wohl einen Atomkrieg vom Zaun brechen will.

    Interessant waren die wohl in echt gemachten Fotos verschiedener Maya-Bauten, ägyptischer Pyramiden und den Linien in der Nazca-Ebene. Wie gesagt, da hat der Autor einen Zusammenhang geschaffen, der so logisch ist, dass man das wirklich direkt auch glauben könnte, wenn man da anfällig ist.

    Ein gewaltiges Gesamtkonstrukt von Zusammenhängen, wirklich vorhandenen Monumenten und unerklärbaren Vorkommnissen und sogar ein wenig SkiFy dabei. – Das ist mal eine Umsetzung dieses Themas gewesen, wie ich es nur als gelungen bezeichnen kann.


    Dick, unhandlich und unbequem, aber spannend und fesselnd hat mich diese Geschichte in ihrer gesamten Konstruktion mal zu einhundert Prozent überzeugt. Eine wirklich gelungene Mischung aus History, SkiFy und Thriller. 

    Ich kann das Buch all denen empfehlen, die sich auf neue Denkweisen und abenteuerlich konstruierte Zusammenhänge sowie dem außerirdischen Leben einstellen können.

  20. Cover des Buches Dunkle Materie und Dinosaurier (ISBN: 9783596030521)
    Lisa Randall

    Dunkle Materie und Dinosaurier

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dunkle Materie und Dinosaurier" von Lisa Randall ist beim Fischerverlag erschienen und hat einen Umfang von 460 Seiten.

    Das Buch gibt es als Softcover- Hardcover- und Ebookausgabe. In der Ebookausgabe ist es gut strukturiert und übersichtlich. Es sind Schwarz-Weiß-Illustrationen enthalten.

    Welche Rolle hat die dunkle Materie bei der Entstehung der Galaxie, des Sonnensystems und der Entstehung des Lebens gespielt? Was hat die dunkle Materie mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun?

    Komplexe Zusammenhänge werden anschaulich dargelegt, allerdings wäre es gut doch schon ein Vorwissen mitzubringen. Es ist alles sehr trocken und bis ins kleinste Detail widergegeben. Dabei schweift mir die Autorin zu stark vom Wesentlichen ab und verliert sich in Nebensächlichkeiten, die das Buch ins Endlose ziehen und einem Neuling auf dem Gebiet schon mal Kopfschmerzen bereiten können. Bis sie zum Kern vordringt, ist über die Hälfte des Buches an Erklärungen und Zusammenhängen und Abschweifungen gelesen. Es geht hier natürlich auch um viele spekulative Theorien, die sehr interessant sind, aber wissenschaftlich noch nicht belegbar. Die Physikerin beschäftigt sich schließlich mit der dunklen Materie und Energie, die zwar 85% des Universums ausmacht, aber über die kaum noch einer wirklich etwas weiß.

    Fazit: Ein interessantes Thema und Werk, welches sich jedoch in zu vielen Abschweifungen und Details verliert und lange braucht bis es zum Kern vordringt. Dabei sind die Theorie und der Schreibstil ziemlich trocken. Dennoch ist alles anschaulich widergegeben, auch mit passenden Illustrationen. Neulingen würde ich das Buch nicht unbedingt raten. Kann man lesen, muss man aber nicht!
  21. Cover des Buches Der Himmel über den Menschen (ISBN: 9783741273759)
    Thomas Imre

    Der Himmel über den Menschen

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Birgit51

    Der Himmel über den Menschen von Thomas Imre wurde als philosophischer SF-Roman angekündigt. Es handelt sich um eine Ich-Erzählung über Umweltschutz, künstliche Intelligenz. Die Hauptperson ist ein Astrophysiker. Der Roman ist flüssig geschrieben konnte mich aber nicht vollends überzeugen, da ich nicht komplett nachvollziehen konnte, was der Autor ausdrücken wollte. 

    Daher vergebe ich hier 3 Sterne.

  22. Cover des Buches Der Ringwelt-Zyklus / Ringwelt (ISBN: 9783404242382)
    Larry Niven

    Der Ringwelt-Zyklus / Ringwelt

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Wolfsland

    Die anhaltenden Gerüchte, dass es eine Verfilmung von Amazon Prime Video geben soll, haben mich mal wieder in einen Science Fiction von 1970 schauen lassen. Ringwelt war das erste Buch einer kleinen Serie, die über einen langen Zeitraum entstanden ist:

    Ringwelt (1970), Ringwelt-Ingenieure (1980), Ringwelt-Thron (1986), Hüter der Ringwelt (2004)

    Im Laufe der Zeit kamen noch verschiedene Romane dazu, die das Universum anreichen („Prequels“).

    Beachtenswert ist, dass Ringwelt den Hugo Award, den Locus Award, den Ditmar Award und Nebula Award bekam (erster und letzter sind aus meiner Sicht sowas wir ein Ritterschlag oder ein Oscar!).

    Bastei Lübbe hat die Romane in zwei Sammelbänden 2016/2017 neu veröffentlicht, so dass man sich die Bücher kostengünstig in Papierform bestellen kann.

    Aber kann ein SF von 1970 heute noch Punkten? Wer Raumschlachten oder komplexe politische Verwicklungen (wie z.B. in meiner Rezension von Honor Harrington erwähnt) sucht, ist hier falsch. 

    Hier stehen die Protagonisten im Mittelpunkt. Das Universum ist dennoch fein gesponnen und unterschiedliche Alienrassen mit unterschiedlichen Sichten und Einstellungen treffen aufeinander.

    Gerade im ersten Band zieht sich die Geschichte bisweilen in die Länge: es passiert nicht viel während der Reise zur Ringwelt, wir werden jedoch mit ausführlichen Beschreibungen einer sehr fremden Umgebung verwöhnt. Und dann ist da noch der eklatante Sexismus, die erniedrigende Art und Weise, wie der menschliche Hauptprotagonist Louis Wu auf die junge Teela Brown sieht, wie oberflächlich und zweidimensional ihr Charakter ist. Ein Produkt von 1970? Sicherlich. Immer noch falsch? Ja.

    Dennoch ist es eine unglaubliche Geschichte, die die Fantasie beflügelt. Es ist auch eine sehr interessante Studie über die Psychologie der Außerirdischen und die Interaktion zwischen Menschen, einem Kzinti (kämpferische Rasse) und einem Puppetier (sehr vorsichtige Rasse). Die Einblicke sind faszinierend. 

    Als vorsichtige Rasse flüchten die Puppetier seit Jahren mit ihren Planeten (!) aus der Milchstraße, denn im Kern sind 1000 Sterne zu Supernova explodiert und Licht und Strahlung werden in 20.000 Jahren alles Leben vernichtet haben. (Die Menschen haben die Ruhe weg und das ist aus Sicht von 1970 sehr vorausschauend: Wir sehen heute wir egal der Klimawandel den Menschen ist und unsere Tage sind auch bereits gezählt.) 

    Auf ihrem Weg kommen die Puppetier an der Ringwelt vorbei und schicken ein Expeditionsteam mit den oben genannten Protagonisten auf eine Aufklärungsmission. (Sie selbst wären dafür viel zu vorsichtig.)

    Was Teela betrifft, so wird in der Geschichte an einer wichtigen Stelle erklärt, wie sie so geworden ist. Sicher, es ist eine bequeme Art, Sexismus zu erklären, und es hätte auch mit mehr Respekt gegenüber Frauen formuliert werden können, wenn das Buch heute geschrieben worden wäre, so halten wir auch ein Stück Zeitgeschichte in Händen.

    Die Charaktere und die Außerirdischen sind faszinierend und die Ringwelt ist ein faszinierender Ort. Die Neugier auf die Folgebände ist am Ende da. 

    Aus Sicht von heute gebe ich 4 Sterne – aus Sicht von 1970 gebe ich 5 Sterne. Sucht es Euch aus.


  23. Cover des Buches Das Universum in der Nußschale (ISBN: 9783455302653)
    Stephen Hawking

    Das Universum in der Nußschale

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Nini55

    Ein tiefgehendes Buch, das komplexe physikalische Theorien verständlich erklärt und den Blick auf das Universum erweitert.

    Stephen Hawking nimmt die Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die tiefsten Geheimnisse des Universums. In diesem meisterhaft geschriebenen Werk gelingt es ihm, selbst die komplexesten Konzepte der theoretischen Physik auf verständliche Weise zu erklären, ohne dabei die Tiefe und den Ernst der Materie zu verlieren. Mit beeindruckender Klarheit und einem Hauch von Humor führt er durch Themen wie die Relativitätstheorie, Quantenmechanik und die Mysterien schwarzer Löcher, wobei er stets den Kontext und die Entwicklung unserer modernen Vorstellung vom Universum berücksichtigt.

    Besonders herausragend ist Hawkings Fähigkeit, abstrakte Theorien wie die Stringtheorie oder das Verhalten schwarzer Löcher durch anschauliche Analogien und lebendige Metaphern verständlich zu machen. Diese Erklärungen sind sowohl für Laien als auch für fortgeschrittene Leser bereichernd. Der Autor kombiniert komplexe wissenschaftliche Inhalte mit einer Erzählweise, die nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist.

    Die zahlreichen Illustrationen und Diagramme im Buch sind eine wertvolle Hilfe, um die beschriebenen Theorien zu veranschaulichen und die oft schwer fassbaren Konzepte greifbar zu machen. Diese visuelle Unterstützung sorgt für eine noch tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Dieses Werk ist mehr als eine wissenschaftliche Abhandlung – es ist eine Hommage an die menschliche Neugier und den unermüdlichen Drang, das Unbekannte zu erforschen. Ein zeitloser Klassiker, der jeden fesseln wird, der die Geheimnisse des Universums und die Wunder der modernen Physik entdecken möchte.

  24. Cover des Buches Universum (ISBN: 9783596700868)
    Phillip P. Peterson

    Universum

    (51)
    Aktuelle Rezension von: blackburnious

    Universum ist ein unterhaltsamer, wissenschaftlich geprägter Science-Fiction-Roman, der den Leser mit einer groß angelegten Katastrophe konfrontiert – ganz so, wie es der Autor selbst ankündigt. Peterson schickt die Crew der Challenger in einen fatalen Überlichtfehler, der das Schiff wochenlang im Hyperraum festhält und schließlich in ein Universum entlässt, in dem bereits die Sterne verloschen sind. Diese Ausgangslage bietet reichlich Raum für kosmologische Ideen: Wurmlöcher, Zeitdilatation, Paralleluniversen – alles wird anschaulich und logisch konsistent eingebunden.Während die wissenschaftlichen Konzepte faszinieren, wirkt das Ambiente der Raumschiffe dagegen fast nostalgisch und erinnert eher an klassische Serien als an das 22. Jahrhundert. Auch die Figuren bleiben teilweise blass, und einige erzählerische Fäden verlaufen im Sande, was besonders im ersten und zweiten Abschnitt auffällt. Das Finale, so brillant die Grundidee auch ist, leidet etwas unter einem Hauch von deus ex machina. Trotz dieser Schwächen gelingt es Peterson, Spannung aufzubauen und den Leser einem Ende entgegenfiebern zu lassen. Universum ist ein kluges, unterhaltsames Sci-Fi-Abenteuer – nicht perfekt, aber definitiv lesenswert für Fans wissenschaftsnaher Visionen.

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