Bücher mit dem Tag "astrophysik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "astrophysik" gekennzeichnet haben.

64 Bücher

  1. Cover des Buches Die drei Sonnen (ISBN: 9783453317161)
    Cixin Liu

    Die drei Sonnen

    (260)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Die Drei Sonnen lagen schon lange auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher und nun endlich habe ich es geschafft... und kann den Hype um dieses Buch nicht teilen.

    Dabei hat es alles, was mich an einem guten Science Fiction reizt. Eine tolle Idee als Ausgangsbasis, einen geschichtlichen Bogen, das Einbinden von physikalischen Theorien und einen philosophischen Anspruch. 

    Warum also nur drei Sterne?
    Einen Stern habe ich abgezogen, weil bis auf wenige Ausnahmen die Charaktere nicht überzeugen und die Dialoge oft hölzern und gestelzt wirken. Ob es sich um ein Übersetzungsproblem handelt, kann ich nicht beurteilen. 

    Den zweiten Stern Abzug gibt es, weil es sich der Autor an manchen Stellen recht einfach macht. Das größte Mysterium, wie es die Trisolaris Zivilisationen schaffen kann  trotz extremer Kälte und glühender Hitze wieder aufzuerstehen und eine Erinnerung an die Vorgängerzivilisationen zu bewahren, bleibt ungelöst und wird noch nicht einmal angesprochen.
    Die Theorie der beiden aufgefalteten Protonen finde ich toll, bezweifele jedoch den Einfluss, den diese zwei Protonen auf die Menschheit haben sollen.

    Trotzdem halte ich das Buch für empfehlenswert. Das Problem der drei Sonnen und die Auswirkungen, die eine solche Konstellationen auf das Leben haben könnte, ist faszinierend. Die Idee eines Computerspiels, dass dem Leser erlaubt, die Rückschläge in der Entstehung der trisolaren Zivilisationen mitzuverfolgen, finde ich klasse. Die Einbindung der Kulturrevolution in den 1960er Jahren und die Veränderungen der chinesischen Gesellschaft über die Zeit bieten eine geschichtliche Rahmenhandlung, die viel zu selten beleuchtet wird.

    Aber es sind die handwerklichen Mängel, die eine bessere Bewertung verhindern.

  2. Cover des Buches Das Universum in der Nußschale mit Hörbuch auf 2 CD s (ISBN: 9783828934214)
    Stephen Hawking

    Das Universum in der Nußschale mit Hörbuch auf 2 CD s

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Nini55

    Stephen Hawking nimmt die Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die tiefsten Geheimnisse des Universums. In diesem meisterhaft geschriebenen Werk gelingt es ihm, selbst die komplexesten Konzepte der theoretischen Physik auf verständliche Weise zu erklären, ohne dabei die Tiefe und den Ernst der Materie zu verlieren. Mit beeindruckender Klarheit und einem Hauch von Humor führt er durch Themen wie die Relativitätstheorie, Quantenmechanik und die Mysterien schwarzer Löcher, wobei er stets den Kontext und die Entwicklung unserer modernen Vorstellung vom Universum berücksichtigt.

    Besonders herausragend ist Hawkings Fähigkeit, abstrakte Theorien wie die Stringtheorie oder das Verhalten schwarzer Löcher durch anschauliche Analogien und lebendige Metaphern verständlich zu machen. Diese Erklärungen sind sowohl für Laien als auch für fortgeschrittene Leser bereichernd. Der Autor kombiniert komplexe wissenschaftliche Inhalte mit einer Erzählweise, die nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist.

    Die zahlreichen Illustrationen und Diagramme im Buch sind eine wertvolle Hilfe, um die beschriebenen Theorien zu veranschaulichen und die oft schwer fassbaren Konzepte greifbar zu machen. Diese visuelle Unterstützung sorgt für eine noch tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Dieses Werk ist mehr als eine wissenschaftliche Abhandlung – es ist eine Hommage an die menschliche Neugier und den unermüdlichen Drang, das Unbekannte zu erforschen. Ein zeitloser Klassiker, der jeden fesseln wird, der die Geheimnisse des Universums und die Wunder der modernen Physik entdecken möchte.

  3. Cover des Buches Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit (ISBN: 9783404208432)
    Phillip P. Peterson

    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

    (149)
    Aktuelle Rezension von: melaaa

    Der Einstieg in Paradox 1 fiel mir zunächst nicht ganz leicht, weil die Geschichte etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. Gerade am Anfang musste ich mich erst in die Handlung hineinfinden. Doch je weiter ich gekommen bin, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ungefähr ab der 60%-Marke konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.

    Besonders gut gefallen haben mir die spannende Grundidee, die dichte Atmosphäre und die Cliffhanger, die immer wieder dafür sorgen, dass man weiterlesen möchte. Genau diese Mischung macht den Reiz der Geschichte aus und weckt viel Neugier auf die weitere Entwicklung der Reihe. Man spürt deutlich, dass hier noch einiges an Potenzial steckt.

    Ein kleiner Kritikpunklt bleibt für mich das Erzähltempo, denn zwischendurch gibt es Passagen, die sich etwas ziehen. Dadurch wirkte der Anfang auf mich nicht ganz so mitreißend, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem hat das Buch für mich im Verlauf immer stärker gewonnen und am Ende einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

  4. Cover des Buches Paradox 3 (ISBN: 9783749428618)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 3

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    „Paradox 3 - Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson ist der finale Band der Paradox-Reihe, in der es um eine vierköpfige Astronautencrew geht, die geleitet von einer künstlichen Intelligenz den Geheimnissen des Universums auf den Grund geht. Dieser Roman ist im Juli 2019 im Selbstverlag erschienen.


    Achtung! Spoiler enthalten, da finaler Band einer Reihe. 


    Von ihrer letzten Mission für Q haben Ed, Grace, Wendy und David ein Wurmloch für die Menschheit mitgebracht. Ein Wurmloch, dass eine Zukunft für die Menschheit bereithält, dass jedoch sofort von dieser abgelehnt und zerstört wird. Die Zukunft der Menschheit scheint somit besiegelt, doch Q hat noch eine weitere Aufgabe für die vier Astronauten. Er schickt diese zu einem Planeten, der den Gesetzmäßigkeiten des Universums trotzt und in dieser Form gar nicht existieren sollte. Ed, Grace, Wendy und David sollen die Geheimnisse dieses Planeten lösen. 


    Dieses Buch versprach unterhaltsame Lektüre für die Rückfahrt von der FBM zu werden und mit seinen 340 Seiten war es auch nicht allzu lang. 

    Die Ereignisse schließen direkt an denen aus dem vorherigen Band an und so war ich direkt wieder drin im Geschehen. Ich war gespannt, was sich der Autor diesmal ausdenkt, denn mit dem Ende des zweiten Bandes hätte man zufrieden sein können. 

    Dieses Buch legt einen gewissen Pessimismus an den Tag, was die Menschheit betrifft, den ich für gerechtfertigt halte. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass genauso gehandelt wird, sollten wir eine solche Chance wie im Buch erhalten. Allerdings hat der Autor auch einen Plan B eingebaut, den wir in diesem finalen Band erkunden. Jedes Buch dieser Reihe hatte seine ganz individuelle Geschichte, aber auch übergeordnet ergibt sich am Ende ein harmonisches Bild. 

    Diesmal sollen die vier Protagonisten also einen fernen Planeten erkunden, der der künstlichen Intelligenz Q Rätsel aufgibt. Hierbei werden diesmal Themen wie die Relativitätstheorie, schwarze Löcher, Quantenphysik, der Omega-Punkt und noch einiges mehr behandelt. Es war nicht ganz so überladen wie der mittlere Band, aber auch hier wurden wieder viele Theorien angesprochen, die es wirklich gibt. Dabei versteht es der Autor gut, den wesentlichen Kern dieser Theorien zu vermitteln, so dass es auch für mich als Laien verständlich war. 

    Bei Science-Fiction kann ich deutlich besser Dinge hinnehmen als in anderen Genres, wie z.B. dass es mit gewissen Antrieben ein Leichtes sein könnte, durch unser gesamtes Universum zu fliegen. Es gibt echte Theorien dazu und diese werden in dieser Reihe halt erkundet. Ob es wirklich so ist, werden wir wahrscheinlich nicht erfahren, aber ich mag es einfach mir das vorzustellen. Diese Reihe appelliert an mein kindliches „Was wäre, wenn das Universum so und so funktionieren würde“ und ich liebe es. 

    Die Protagonisten habe ich ausreichend kennen und schätzen gelernt. Ed legt auch diesmal wieder seinen gewohnten Sarkasmus an den Tag. David ist ein bisschen vorsichtiger unterwegs, hat aber viel zum Gelingen der Mission beizutragen. Wendy und Grace muss ich im Nachhinein sagen, sind wieder einmal etwas blass geblieben. Insgesamt hat die Crew sich sehr gut ergänzt und jeder hatte seine Daseinsberechtigung. Q hat mit seiner unvergleichlichen Art wieder für eine interessante Reise gesorgt. Q schlüpft gerne in die Rolle eines Wissenschaftlers, dessen Theorie etwas mit der Aufgabe für die Crew zu tun hat und dessen diebische Freude ansteckend ist. 

    Am Ende gibt es noch ein kurzes Nachwort, in dem der Autor Informationen zu den verwendeten Theorien ergänzt und zu manchen auch Lektüre empfiehlt, sollte man sich tiefergehend mit diesen beschäftigen wollen. 


    Fazit: Die Paradox-Reihe hat mit diesem Band einen runden Abschluss erhalten. Mir hat die Reise der vierköpfigen Astronautencrew zum rätselhaften Planeten sehr gut gefallen. Ich wurde gut unterhalten und der Autor versteht es die Theorien verständlich zu vermitteln.

  5. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

    (101)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  6. Cover des Buches Der große Entwurf (ISBN: 9783499623011)
    Stephen Hawking

    Der große Entwurf

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein muss, für Menschen, die das Leben und mehr darüber erfahren möchten, wer sind wir, woher kommen wir, wohin werden wir einmal in späterer Zukunft gehen.
    Sehr viel Physik aber das Leben und das Universum besteht nun einmal aus Physik und Mathematik.
  7. Cover des Buches Lakestone Campus of Seattle, Band 2: What We Lost (ISBN: 9783473586349)
    Alexandra Flint

    Lakestone Campus of Seattle, Band 2: What We Lost

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Alina1011

    Dies ist der zweite Teil der Lakestone Reihe „Lakestone CaMaus of Seattle - wahr we lost“

    Diesmal haben wir zwei neue Protagonisten. Bryan wurde abgelehnt an der Eliteuniversität  zu studieren und möchte nun über einen Wettbewerb sich für ein Stipendium an der Uni bewerbe. Kace hat eine 2 Jährige Tochter und wurde aufgenommen Musik zu studieren. Er folgt einem Gehemniss zu seiner Herkunft. Querdenker lernt er Brynn kennen. Zunächst mögen sich die Beiden überhaupt nicht, aber ihre Wege kreuzen sich immer wieder.


    Meinung:

    Leider war mir die Dynamik der Geschichte zu fad. Die Gedanken viel zu ausführlich, Handlung eher wenig. Das Buch war zu sehr in die Länge gezogen und konnte mich einfach nicht packen. Wir hatten jedoch ein wiedersehen mit den Protagonisten des ersten Bandes. Das hat mir gut gefallen. Auch der Schreibstill war flüssig, aber nicht so bildreich. 

    Fazit: Ich bin leider in eine richtige Leseflaute geraten und habe fast einen Monat gebraucht um das Buch zu lesen. Daher vergebe ich3,5 Sterne. Das Ende hat nochmal einiges herausgeholt und war für mich unerwartet

  8. Cover des Buches Dunkle Materie und Dinosaurier (ISBN: 9783596030521)
    Lisa Randall

    Dunkle Materie und Dinosaurier

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dunkle Materie und Dinosaurier" von Lisa Randall ist beim Fischerverlag erschienen und hat einen Umfang von 460 Seiten.

    Das Buch gibt es als Softcover- Hardcover- und Ebookausgabe. In der Ebookausgabe ist es gut strukturiert und übersichtlich. Es sind Schwarz-Weiß-Illustrationen enthalten.

    Welche Rolle hat die dunkle Materie bei der Entstehung der Galaxie, des Sonnensystems und der Entstehung des Lebens gespielt? Was hat die dunkle Materie mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun?

    Komplexe Zusammenhänge werden anschaulich dargelegt, allerdings wäre es gut doch schon ein Vorwissen mitzubringen. Es ist alles sehr trocken und bis ins kleinste Detail widergegeben. Dabei schweift mir die Autorin zu stark vom Wesentlichen ab und verliert sich in Nebensächlichkeiten, die das Buch ins Endlose ziehen und einem Neuling auf dem Gebiet schon mal Kopfschmerzen bereiten können. Bis sie zum Kern vordringt, ist über die Hälfte des Buches an Erklärungen und Zusammenhängen und Abschweifungen gelesen. Es geht hier natürlich auch um viele spekulative Theorien, die sehr interessant sind, aber wissenschaftlich noch nicht belegbar. Die Physikerin beschäftigt sich schließlich mit der dunklen Materie und Energie, die zwar 85% des Universums ausmacht, aber über die kaum noch einer wirklich etwas weiß.

    Fazit: Ein interessantes Thema und Werk, welches sich jedoch in zu vielen Abschweifungen und Details verliert und lange braucht bis es zum Kern vordringt. Dabei sind die Theorie und der Schreibstil ziemlich trocken. Dennoch ist alles anschaulich widergegeben, auch mit passenden Illustrationen. Neulingen würde ich das Buch nicht unbedingt raten. Kann man lesen, muss man aber nicht!
  9. Cover des Buches Alien Earths (ISBN: 9783426284247)
    Lisa Kaltenegger

    Alien Earths

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Suda

    "Aliens exist" bzw. in meiner Auflage unter dem Titel "Sind wir allein im Universum" nimmt uns auf eine Reise durch das All. Vor allem geht es um den Platz der Erde in diesem, wie das Sonnensystem aufgebaut ist und welche Arten von Planeten es gibt. Um Leben im Universum geht es allerdings nur am Rande und ganz am Ende. Das macht aber nichts, weil man so gefesselt darauf hinarbeiten kann. Die Erklärungen bei den komplizierten Themen sind sehr verständlich und oft mit unterhaltsamen Metaphern untermauert. Sehr coole Grafiken!

  10. Cover des Buches Genau richtig (ISBN: 9783446263673)
    Jostein Gaarder

    Genau richtig

    (59)
    Aktuelle Rezension von: sechmet

    Als Albert eine niederschmetternde Diagnose erhält, fährt er in das Märchenhaus der Familie. Ein einsamer Ort an einem See. Dort beginnt er, seine Gedanken in dem Hüttenbuch festzuhalten. Es sind Erinnerungen, wie die an die erste Begegnung mit seiner Frau. Aber auch was ihm aktuell mit der erhaltenen Diagnose durch den Kopf geht.

    Jostein Gaarder gelingt es eindrucksvoll, die Gedankenwelt eines Menschen in einer existenziellen Krise einzufangen. Sein ruhiger, beinahe meditativer Schreibstil passt hervorragend zum ernsten Thema und schafft eine dichte, nachdenkliche Atmosphäre. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann, und beim Lesen fühlt man sich, als säße man selbst an diesem stillen See.

    Die Kurzgeschichte lässt sich angenehm flüssig lesen und bietet einige berührende Momente. Dennoch blieb bei mir am Ende weniger hängen, als ich erwartet hatte. Trotz der intensiven Thematik fehlte mir ein nachhaltiger Eindruck, der über das Lesen hinaus wirkt.

    Insgesamt eine solide, stimmungsvolle Lektüre, die vor allem Fans von Gaarders Werken ansprechen dürfte, auch wenn sie nicht ganz die emotionale Tiefe erreicht, die man sich vielleicht erhofft.

  11. Cover des Buches Die Vermessung des Universums (ISBN: 9783596185894)
  12. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

    (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  13. Cover des Buches A Brief History of Time (ISBN: 9780857501004)
    Stephen W. Hawking

    A Brief History of Time

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Stephen Hawking ist wohl der berühmteste lebende Physiker unserer Zeit. Er wurde 1942 in Oxford geboren und leidet seit seinem 21. Lebensjahr unter einer Erkrankung des Nervensystems, ließ sich von allen daraus resultierenden Schwierigkeiten aber nicht von seiner Forschung abhalten. A Brief History of Time ist sein erstes populärwissenschaftliches Buch, in dem er versucht, seine Erkenntnisse im Bereich der Astrophysik und Kosmologie auch einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Er spannt einen weiten Bogen von Newtons Weltbild über Einsteins Relativitätstheorie bis hin zu Schwarzen Löchern und Zeitreisen. Ich hatte das Gefühl, es wäre für mich als Physikerin absolut notwendig, dieses Buch zu kennen. Im Endeffekt hätte ich es mir aber auch sparen können. Die erste Hälfte des Buches war für mich schon lange bekannt und die zweite Hälfte fand ich so theoretisch und abgehoben, dass sie mir auch nicht ganz so viel bieten konnte. Hawking schreibt im Vorwort, dass ihm gesagt wurde, jede Formel in diesem Buch würde die Verkaufszahlen halbieren. Deshalb beschränkt er sich auch auf das allseits bekannte E=mc2. Und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, ein Lehrbuch zu lesen, aus dem alle Formeln gestrichen wurden. Keine Frage - Hawking kann gut erklären, allerdings nicht auf einem Niveau, das für Physik-Laien geeignet wäre. Vielleicht schafft er es, dem Leser das Gefühl zu geben, er würde auf einmal diese ganze Physik verstehen, von der er noch nie Ahnung hatte. Glauben kann ich das aber nicht. Ich habe ein Semester eine sehr intensive Vorlesung über die Allgemeine Relativitätstheorie gehört und erst danach konnte ich von mir sagen, dass ich dieses Konzept verstanden habe. Auch viele Dinge aus der Teilchenphysik, die mir erst gegen Ende meines Studiums klargeworden sind (Stichwort Paritätsverletzung), führt Hawking in einem Absatz ein und tut so, als wären sie das einfachste auf der Welt. Die zweite Hälfte des Buches ist dann eine sehr theoretische Abhandlung über Zeitreisen, Schwarze Löcher, die String-Theorie und vor allem die Suche nach der "Weltformel", die sich nur auf Berechnungen mit vielen theoretischen Annahmen gründen. Ob dies von Interesse für den Durchschnittsleser ist, kann ich schwer beurteilen. Einige Themen, die Hawking aufgreift, waren mir neu, andere waren mir schon bekannt, einiges halte ich für viel zu abgehoben, als dass man darauf auch nur einen Gedanken verschwenden sollte. Schade ist auch, dass in der Forschung alles sehr schnelllebig ist und die Gedanken, die Hawking 1988 noch für absolut neu und bahnbrechend hielt, heute schon widerlegt sein könnten. Ob also alles, was in diesem schon recht alten Buch steht, heute noch als korrekt erachtet wird, kann man natürlich als Leser nicht wissen. Physik-Lehrbücher von Hawking hätte ich während meines Studiums gerne verwendet, würden sie denn existieren. Denn erklären kann er wirklich gut, wenn auch - wie gesagt - auf einem etwas höheren Niveau. Dieses populärwissenschaftliche Buch fand ich zwar stellenweise sehr interessant, ich würde es aber keinem Physik-Laien empfehlen, der nur mal in diese Thematik hineinschnuppern möchte. Ob mir dieses Buch jetzt Erkenntnisse gebracht hat, kann ich gar nicht sagen. Ich habe es halbwegs gerne gelesen, wundere mich nur etwas darüber, warum dieses Buch so ein Bestseller geworden ist. In einem Spiegel-Artikel von 2006 heißt es "Das populärwissenschaftliche Buch, bislang weltweit rund zehn Millionen Mal verkauft, machte Hawking zum berühmtesten lebenden Forscher unserer Zeit. Doch wirklich gelesen oder gar verstanden haben vermutlich die wenigsten die streckenweise schwere Kost, die der Kosmologe ihnen in seinem Bändchen vorsetzt. Spötter lästern deshalb, die "Kurze Geschichte der Zeit" sei das meistverkaufte ungelesene Buch seit der Bibel." Das ist meiner Meinung nach sehr zutreffend. Für mich bekommt das Buch jedenfalls nur eine mittelmäßige Bewertung.
  14. Cover des Buches Das Universum für Eilige (ISBN: 9783492304054)
  15. Cover des Buches Zurück vor den Urknall (ISBN: 9783596180608)
    Martin Bojowald

    Zurück vor den Urknall

    (6)
    Aktuelle Rezension von: sturlu
    Parallelen von Bojowalds Buch zu Hawkings berühmter "kurzen Geschichte der Zeit" sind ja bereits oft erwähnt worden. Sicher auch aus Marketing-Gründen, aber die beiden Werke ähneln sich tatsächlich in ihrem Anliegen: Den aktuellen Stand des Wissens um das Entstehen und die Eigenschaften des Universums und dabei nebenher die vom Verfasser bevorzugte Theorie zu dem Thema allgemeinverständlich darzustellen. In Hawkings Fall war das das das Modell der raumartigen Zeit in der Nähe von Singularitäten, bei Bojowald ist es die Schleifen-Quantengravitation. Dieses Modell geht, kurz gefasst, davon aus, dass nicht nur Materie und Energie, sondern auch Raum und Zeit gequantelt sind, also sozusagen aus Raumzeit-Atomen bestehen. Damit lässt sich der Zusammenbruch der bekannten Physik an Singularitäten wie schwarzen Löchern oder dem Urknall vermeiden, und es ergäbe sich daraus sogar die Möglichkeit eines begrenzten Informationsflusses aus einem Vorgänger-Universum in unseres. So originell und interessant dieser Ansatz sein mag: Leider ist das Buch "Zurück vor den Urknall" in meinen Augen nicht gelungen. Es erhebt den Anspruch, auch für Nichtwissenschaftler verständlich zu sein, aber dieses Ziel erreicht man nicht einfach dadurch, dass man die komplizierten Formeln weglässt: Man muss sie auch durch eine allgemeinverständliche Version der Erklärung ersetzen. Das gelingt Bojowald an vielen Stellen, die seine Theorie betreffen, leider nicht. Er beschreibt absätzeweise Details, die ihn als Experten sicher interessieren, deren Relevanz für den Gesamtzusammenhang aber oft nicht erkennbar wird. Man hat als Leser nur selten den Eindruck, die Zusammenhänge und Konsequenzen zu erkennen, meistens muss man sie einfach zur Kenntnis nehmen. So weit war ich allerdings nach Bojowalds Artikel im "Spektrum der Wissenschaft" (Mai 2009) weitgehend auch schon, ich hatte mir gerade mehr Einblick in den dahinter liegenden Gedankengang erhofft. Dieser Einblick hat sich kaum eingestellt. Zudem habe ich den Eindruck, dass dieses Buch nicht "aus einem Guss" entstanden ist, sondern dass einige der Kapitel gegen Ende im Wesentlichen recycelte Aufsätze darstellen, mit denen das Buch dicker gemacht wurde, ohne dass sie inhaltlich und strukturell so richtig in ein Konzept passen wollen. Insgesamt gibt es in dem Buch durchaus einige interessante Dinge zu lernen, aber es hat leider nicht das geliefert, was jedenfalls ich mir davon versprochen habe. Durch die letzten ~100 Seiten habe ich mich mehr aus Pflichtgefühl und weniger aus Interesse gearbeitet. Mit etwas Abstand werde ich dem Buch eine zweite Chance geben, vielleicht eröffnen sich dann doch neue Erkenntnisse.
  16. Cover des Buches Das All und das Nichts (ISBN: 9783596523276)
    Stefan Klein

    Das All und das Nichts

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    “Das All und das Nichts” ist ein Buch des Autors Stefan Klein. Neugierig geworden bin ich als erstes durch den Titel und der Inhalt klang für mich zudem äußerst vielversprechend. Der Schreibstil von Stefan Klein ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Was mir gut gefallen hat war, dass der Autor weiß wie man anschaulich und lebendig schreibt. Das führte bei mir dazu, dass ich das Büchlein richtig gern gelesen habe und die Themen, die mir sonst eher fremd sind nachvollziehbar und richtig interessant fand.

    In zehn Kapiteln, die jeweils mit treffenden und wirklich schönen Aussagen beginnen, geht Stefan Klein auf philopsophische Art und Weise auf verschiedene Themen der Physik, beziehungsweise der Teilphysik ein und der Kosmologie. Als Leser/Leserin kommt man durch die bildhaften Beschreibungen auf relativ einfache Weise den ansonsten eher komplexen Themen näher, was ich sehr mochte.

    “Das All und das Nichts” bietet eine Fülle an Informationen, die der Autor auf eine gelungene Weise vermittelt und es zudem schafft, dass man sich eigene Gedanken zu den Inhalten macht! Sehr gelungen!

  17. Cover des Buches Big Bang, zweiter Akt (ISBN: 9783442153435)
    Harald Lesch

    Big Bang, zweiter Akt

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Das zentrale Thema von Big Bang, zweiter Akt der Physker Harald Lesch und Jörn Müller ist die Frage, ob es noch anderswo im Universum Leben gibt. Zuerst klären die Autoren aber einige Begriffe, die sie später immer wieder verwenden, wie Masse, Gravitation und die exponentielle Schreibweise sehr großer und sehr kleiner Zahlen.

    Im Weiteren geht es um die Frage, was Leben aus physikalischer Sicht ausmacht, um die Entstehung der Materie vom Urknall bis zur Explosion massereicher Sterne, um Biochemie, Genetik und um die vermutete Art und Weise der Entstehung des Lebens auf der Erde. Außerdem werden die Bedingungen, die ein Planet und seine kosmische Umgebung für die Entstehung von Leben erfüllen müssen, geklärt.

    Danach folgen Kapitel über die Suche nach anderen belebten Orten im Sonnensystem und anderswo im Universum und nach außerirdischen Zivilisationen. Außerdem gibt es ein Kapitel über theoretische Möglichkeiten für interstellare Raumfahrt und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

    Schließlich wird noch erklärt, wie das Universum aussähe, wenn die Naturkonstanten und -gesetze anders wären und was das für Leben im Weltall bedeuten würde. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die Zukunft des Universums und des Lebens darin. Im Anhang gibt es dann noch eine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Lebens auf der Erde.

    Das Ganze ist meiner Meinung nach sehr angenehm zu lesen und die Erklärungen sind im Großen und Ganzen gut verständlich, auch durch die vorhandenen Abbildungen, Diagramme und Tabellen. Aufgrund des Alters des Buches ist es jedoch nicht mehr ganz aktuell. Zum Beispiel ist die genannte Anzahl der Jupiter- und Saturnmonde und vor allem der gefundenen Exoplaneten nicht auf dem neuesten Stand.

    Dennoch würde ich Big Bang, zweiter Akt aufgrund des großen Themenumfangs und der guten Erklärungen weiterempfehlen, wenn man sich eben bewusst ist, dass nicht mehr alle genannten Fakten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.

  18. Cover des Buches Herzlich willkommen im Universum (ISBN: 9783959721226)
  19. Cover des Buches Mit Physik auf der Suche nach dem Sinn des Lebens (ISBN: 9783423352475)
    Tim Vollert

    Mit Physik auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Ich beschäftige mich viel zu wenig mit Physik bzw. Astrophysik, aber jedes Mal, wenn ich damit in Berührung komme, entdecke ich Zusammenhänge mit vielen philosophischen Fragen. Darum war ich sehr neugierig auf dieses Buch, das im Titel genau mein Interesse formuliert.
    Ich bin weit davon entfernt, mich in Physik auszukennen, auch wenn ich mir schon einige Vorträge und Videos angeschaut habe, die wirklich spannend sind und oftmals Wow-Effekte haben.

    Schon in der Einleitung von Tim Vollert bekommt man das Gefühl, zu schrumpfen. Es ist einfach nicht vorstellbar (zumindest für mich) wie groß das Universum ist und ebenso die scheinbar unendliche Anzahl an Sternen, Planeten und Galaxien - und wie winzig unscheinbar wir Menschen dagegen erscheinen.

    Dieses Gefühl hatte ich öfter, denn vieles kann ich zwar verstehen bzw. ich weiß es durch Erklärungen, aber andererseits kann ich es dennoch nicht wirklich begreifen. Die Relativität der Zeit zum Beispiel :)

    Schön ist, dass es in der Physik mittlerweile soweit ist, dass keine Grenze gesetzt wird. Noch vor ca. 100 Jahren dachte man ja, dass das Wissen erreicht ist und "fest steht", doch ich denke, wir sind noch lange nicht hinter alle Geheimnisse gekommen - und müssen das auch nicht. Denn das Wunder der Natur mag ich mir eigentlich nicht unbedingt durch mathematische Formeln wegerklären - dennoch ist es einfach faszinierend, Zusammenhänge zu erkennen, mit denen man auch philosophische Antworten erhalten kann.

    Die Theorie des Urknalls z. B., der ja in Billionstel von Sekunden gemessen wird (ich hoffe ich drücke mich hier richtig aus) kann nicht ganz bis zum tatsächlichen "Start" berechnet werden, weil hierfür die Mittel fehlen, in dieser physikalischen Größe Messungen anzustellen. Hier fehlen somit Daten und dadurch bleibt (für mich) alles eine Theorie, die in 100 Jahren vielleicht wieder verworfen wird. Trotzdem erklärt es schon sehr viel.
    Hier wird der Urknall als Fakt bezeichnet, was ich als gewagt empfinde :D

    Der Autor hat hier viele Schlagwörter eingebracht, wie Raumzeit, Thermodynamik, Elektromagnetische Kraft, Wechselwirkungen, kosmische Hintergrundstrahlung etc., die er auch deutet, aber natürlich nur an der Oberfläche kratzt. Ich konnte alles recht gut verstehen und in Zusammenhang bringen, aber ein bisschen Vorwissen schadet hier nicht. Anderes wird aber auch intensiver beleuchtet wie z. B. dunkle Materie oder schwarze Löcher.

    Natürlich werden auch viele Namen erwähnt, die man kennt oder zumindest schonmal gehört hat:
    Isaac Newton -> Mechanik, Kräfte, Wirkung
    Johan Dalton -> Entdeckung des Atoms
    Max Planck -> Quantentheorie
    Albert Einstein -> Relativitätstheorie
    Johannes Kepler -> Bewegung der Planeten
    Thomas Young -> Doppelspalt Experiment
    Hubble -> Dopplereffekt
    Heisenberg -> Unschärferelation
    Schrödinger -> Wellenmechanik

    Apropos Hubble und das berühmte Teleskop, wir können ca. 13,8 Milliarden Lichtjahre weit ins All schauen, nach allen Seiten. Danach herrscht scheinbar komplette Dunkelheit.

    Die Größenordnungen wirken so abstrus und unwirklich, faszinierend und auch gruselig irgendwie, denn schwarze Löcher mit einem Durchmesser von 6 x unserer Galaxie ist schon eine Hausnummer, die für mich unvorstellbar ist - und dennoch befindet sich im Zentrum unserer Milchstraße ein supermassereiches Schwarzes Loch, das den Namen Sagittarius A (Sgr A)** trägt. Es ist etwa 27.000 Lichtjahre von uns entfernt und hat eine Masse von rund 4,3 Millionen Sonnenmassen.

    Nach der Einführung in das Entstehen des Universums kommen wir zum Entstehen des Menschen bzw. uns als Geschöpfen mit so viel Intelligenz, um uns mit Fragen zu beschäftigen, denen der Autor sich hier widmet :)

    Interessant fand ich hier, dass man in der Biologie den Aufbau einer Zelle natürlich kennt, es aber noch nicht geschafft hat, eine Zelle zu reproduzieren, also selbst Leben zu erschaffen.

    Die Entwicklung der Pflanzen, der Tiere und uns intelligentes Säugetier lässt natürlich die Frage aufkommen, wie es mit Lebewesen auf anderen Planeten und Galaxien aussieht. Physiker scheinen hier einer Meinung zu sein, nämlich dass in diesen unendlichen Weiten natürlich anderes Leben entstanden ist. Witzigerweise scheinen sie aber doch festzuhängen in der Entwicklung der Erde, da wir kohlenstoffbasierte Lebewesen sind und somit auch anderes so konzipiert sein muss. Bzw. richtet sich alles danach aus, was wir von der Erde kennen.
    Wenn ich mir aber so manche Sci Fi Romane anschaue, gibt es genug Potenzial und Möglichkeiten, dass Lebewesen auf völlig andere Weise entstehen oder eben so sind, wie wir sie uns momentan überhaupt gar nicht vorstellen können.
    Auch dass "Leben" erdähnliche Konditionen braucht, passt mir nicht so in das Bild. Das rückt den Menschen (mal wieder) in den Mittelpunkt des Universums, als gäbe es nur das, was wir kennen ...

    Genauso ist es mit den vielen Berechnungen und Deutungen, wie andere Zivilisationen sich entwickeln oder Energien nutzen. Da sie komplett anders als wir sein können, andere Ressourcen haben bzw. komplett andere Möglichkeiten, sind von Menschen gemachte Ideen hier zu eng, zumindest für mich. Da gibt es zu viel, das wir nicht wissen, als hier Berechnungen anzustellen, auf unserer Grundlage - wenn die Grundlage von "Außerirdischen" vielleicht komplett anders sind.
    ABER durch diese Denkmodelle können natürlich trotzdem Entdeckungen gemacht werden, war ja bisher immer so.

    Der Mittelteil zieht sich dann auch ein bisschen, es sind einfach viele Fakten und Daten, die ich jetzt nicht so interessant finde und hoffe, dass sie zum "Ende" beitragen und dem Sinn hinter dem ganzen.

    Im Laufe der Jahrmillionen der Entwicklungen der Erde gab es ja doch einige Massenaussterben durch natürliche Bedingungen bzw. eben durch die Natur - ob jetzt ein Asteroideneinschlag oder Vulkanausbruch oder ähnliches - ich finde es dabei nur interessant, dass hier die Erde als bedroht angesehen wird. Die Erde wird sich erholen - hat sie ja auch immer wieder, man muss sie sich nur anschauen ;) Es sind die Menschen, und leider auch ein unzählige Anzahl an Tieren, die dem zum Opfer fällt und fallen wird.
    Die Erde hat Zeit zum regenerieren, bis sie in ca. 7.5 Milliarden Jahren in der Sonne verglüht :D
    So lange haben wir nicht, gehe ich mal davon aus. Bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum werden wir in 30 Jahren bei ca. 10 Milliarden Menschen angelangt sein - die von etwas leben müssen, was wir irgendwo anbauen müssen. Und während wir den Platz dafür immer mehr zubetonieren, werfen wir jedes Jahr weltweit etwa 1,3 Milliarden Tonnen essbare Lebensmittel weg, was etwa einem Drittel der produzierten Lebensmittel entspricht.
    Machen mit Rodungen angeblich den Boden urbar und berauben uns damit aber den wichtigsten Sauerstofflieferanten als auch Kühlanlagen, den Wälder kühlen ab, während offene Flächen aufheizen.
    Aber ich schweife ab ...

    Das Beharren des Autors, dem sehr sehr oft erwähnten "menschengemachten Klimawandel" entgegen zu wirken, widerspreche ich nicht. Wohl aber, wenn man dafür den Blick in die Sterne richtet.
    Das fühlt sich für mich so an, als mache ich etwas kaputt, und gehe zum nächsten, um es auch wieder kaputt zu machen ^^
    Dennoch hat er interessante Aspekte für die Zukunft, was uns bedrohen könnte und welche Auswirkungen das hat.

    Mir schien es so, als solle der Mensch nach etwas streben, das er erst erreichen muss, so hab ich zumindest die Aussagen von Tim Vollert interpretiert. Dass wir, also der Mensch, ein Ziel vor Augen hat, in der Zukunft, um seinen "Sinn zu erfüllen".

    Bevor es jedoch ans Ende geht, wird der Begriff Zeit noch einmal kurz definiert, das Sterben der Sonne, der Galaxie, des Universums - um dann den Sinn zu erfassen, den Autor für sich gefunden hat bzw. für das Leben an sich. Und er sieht es in einem Ziel, mit dem ich jetzt nicht so wirklich mitgehen kann - denn für mich geht es dabei nicht darum, nach meinem Tod etwas zu hinterlassen, um dadurch die Angst vor der Sterblichkeit zu überwinden.

    "Es muss ein Sinn des Lebens gefunden werden, der wissenschaftlich belegt ist"
    Das hab ich jetzt frei zitiert und das widerstrebt mir leider von Anfang bis Ende. Weder "muss" irgendetwas, noch "muss" gerade der Sinn des Lebens in irgendeiner Weise berechenbar sein.

    Dass die Erde nur die Wiege der Menschheit ist, bzw. unserer Spezies - denn niemand weiß, wohin wir uns entwickeln werden und zu was - klingt an sich ganz schön, wenn nicht bedrohliche Zerstörung unserer Lebensraums hinter uns stehen würde, die uns sozusagen dazu zwingt. Das ist für mich keine gute Ausgangslage und kann deshalb für mich nicht dahinterstecken. Ich denke nicht, dass wir uns "heute" auf einem anderen Planeten anders verhalten würden.

    Für mich ist es einfach das Sein, der Augenblick, also die Gegenwart, die es ja eigentlich gar nicht gibt ;) Aber die wir vielleicht gerade deshalb bewusster wahrnehmen sollten.

    Das Denken von vielen, dass immer höher und weiter geht und immer nach "mehr" schreit ist nichts für mich hat für mich denn Sinn ein bisschen verloren. Natürlich kann jeder Ziele haben und es ist auch schön, diese zu erreichen. Aber ich hab öfter mal das Gefühl, dass es um Konkurrenz geht oder schlicht um den Vergleich, und nicht um einfache innere Zwecke und den eigenen Seelenfrieden.

    Erst auf den letzten Seiten kommt Tim Vollert zu seinen Ansichten über den "Sinn des Lebens" und irgendwie fabuliert er viel, ohne etwas zu sagen - zumindest lese ich nichts heraus, was mir jetzt einen erstrebenswerten Sinn vermittelt. Vor allem, dass wir diesen erst irgendwann "im Außen" erreichen ist mir eine zu wirtschaftliche und unpersönliche Denkweise, denn sie spricht damit ja allen Menschen, die bisher gelebt haben, ab, einen Sinn in ihrem Leben erreicht oder erlebt oder gefühlt zu haben. Bzw. dass dieser damit falsch wäre.

    "Das menschliche Gehirn ist weiterhin das komplexeste Objekt im Kosmos ..." Zitat Seite 313
    Solche Aussagen hören sich wieder so sehr nach der "Krone der Schöpfung" an - vor allem, nach so vielen Seiten über das Unermessliche Ausmaß unserer Galaxie... woher wollen wir wissen, was da draußen noch alles existiert?

    Dennoch wurde hier vieles aus dem Bereich angeschnitten und teilweise auch gut erklärt. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Max Planck, das hier erwähnt wurde und das im Rahmen des Doppelspaltexperiments:

    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern Sie die Dinge, die sie betrachten." Seite 218

    Ein sehr abgefahrenes Experiment, wie auch die Quantenverschränkung, überhaupt ist die ganze Thematik extrem faszinierend. Auf youtube gibts da auch wirklich tolle Videos die das gut erklären können ;)

    Das Buch beinhaltet vieles, das ich schon wusste, und einiges, das mir noch neu war - gerade die Verbindung zwischen den vielen Beobachtungen in der Astrophysik und der Lebensphilosophie haben mir allerdings gefehlt und waren mir am Ende zu flüchtig und allgemein. Auch kann ich mit manchen Einstellungen des Autors nicht so mitgehen, wodurch manche Überlegungen schwer für mich nachvollziehbar waren.

  20. Cover des Buches Ein bisschen wie Unendlichkeit (ISBN: 9783733502119)
    Harriet Reuter Hapgood

    Ein bisschen wie Unendlichkeit

    (142)
    Aktuelle Rezension von: MaggieCanda

    Die Geschichte und besonders der Schreibstil hat mich von Anfang an fasziniert. Auch wenn die Handlung zwischendurch verwirrend zu sein scheint, fesselt sie gleichzeitig auch durch ihre Unberechenbarkeit und macht neugierig auf die Lösung. Was zunächst als Teenie-Drama beginnt, verändert sich schon bald zu einer Geschichte rund um liebevolle Ereignisse, Merkwürdigkeiten, Zeitreisen (?), Wurmlöcher und Gedanken zur Weltschmerz-Theorie. Für mich war das Buch absolut einzigartig und auch sehr berührend, da es sich auf abstrakte Weise auch mit Trauer auseinandersetzt. Dabei sollte man bei dieser besonderen Geschichte lieber nicht alles genau hinterfragen.

  21. Cover des Buches Seveneves (ISBN: 9780008132545)
    Neal Stephenson

    Seveneves

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Als der Mond zerbrach, glaubte die Erdbevölkerung, ein einmaliges, faszinierendes Spektakel am Himmel zu erleben. Niemand erkannte die Gefahr. Erst, als die Bruchstücke zu kollidieren begannen, sich weitere Gesteinsbrocken abspalteten und Meteoriteneinschläge zunahmen, begriffen Wissenschaftler, dass die Zerschlagung des Mondes fatale Konsequenzen haben würde. Sie errechneten eine niederschmetternde Prognose: zwei Jahre blieben der Menschheit, bis die Anzahl der Fragmente ein kritisches Maß erreicht hätte und der Hard Rain, ein Bombardement aus Billionen von Meteoriten, die Erde in eine Flammenhölle verwandeln würde. Um den Fortbestand ihrer Spezies dennoch zu sichern, bündelten Regierungen ihre Ressourcen und arbeiteten in einem beispiellosen Mammutprojekt daran, innerhalb von zwei Jahren so viele Menschen wie möglich ins All zu schicken. Eine handverlesene Elite sollte ausgehend von der internationalen Raumstation ISS den Weltraum besiedeln. Doch die Unberechenbarkeit menschlicher Verhaltensweisen riskierte selbst in dieser Stunde größter Not das Gelingen der Mission und dezimierte die Pioniere auf eine Handvoll Überlebende.
    5.000 Jahre später zählt die Menschheit erneut in die Milliarden. Sieben Rassen entwickelten sich, deren Konflikte einem gemeinsamen Ziel entspringen: der Entdeckung einer fremden Welt. Der Erde.

    Diese Rezension ist ein Monstrum. Neal Stephensons Science-Fiction-Roman „Seveneves“ umfasst über 860 Seiten, umspannt einen Zeitraum von mehr als 5.000 Jahren und involviert zahllose höchst wissenschaftliche Erklärungen und Darstellungen. Müsste ich das Buch mit einem Wort beschreiben, lautete es „abstrakt“. Kein Wunder, dass ich mir angesichts der Aussicht, über „Seveneves“ schreiben zu müssen, beinahe ins Höschen machte. Wochenlang stand es auf meiner Kommode und verströmte eine bedrohliche Aura. Ich wollte es nicht einmal ansehen, weil es mich daran erinnerte, dass ich bald von einer Geschichte berichten musste, die ich nur ansatzweise begriffen habe und deren Lektüre wahnsinnig anstrengend war. Ich habe überdurchschnittlich lange gebraucht, weil ich unheimlich aufmerksam und präsent sein musste, um zu verstehen, was Stephenson beschrieb. Er führte mir schmerzhaft vor Augen, wie wenig ich über Astrophysik und das All weiß. Ich musste ihm vorbehaltlos vertrauen, dass seine Ausführungen plausibel, realistisch und wahrheitsgemäß sind, weil ich keine Möglichkeit sehe, diese zu überprüfen. Ich bin dermaßen ein Laie, dass ich bei Null anfangen müsste. Bis ich den erforderlichen Wissensstand erreicht hätte, um die technische und theoretische Seite von „Seveneves“ zuverlässig einschätzen zu können, würden Jahre ins Land ziehen. Also begab ich mich gutgläubig in Stephensons Hände und nahm jeden präsentierten Fakt als gegeben hin. Diese Position vollkommener Ahnungslosigkeit befähigt mich allerdings, zu urteilen, dass sich der Autor große Mühe gab, seine Erklärungen nachvollziehbar zu gestalten. Er setzt kein Vorwissen voraus, er erwartet, dass man aufpasst und mitdenkt. In den ersten Zweidritteln des Romans funktionierte das für mich trotz des benötigten Aufwands recht gut. Die ersten beiden Abschnitte thematisieren die Zeit vor und während des Einsetzens des Hard Rains, eine Spanne von etwa fünf Jahren. Es ist faszinierend, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn sie all ihre Energie auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Ich staunte über die technischen Lösungen, die ein Überleben im All ermöglichen und lernte, welche Hindernisse überwunden werden müssen. Hättet ihr gedacht, dass Wassermangel und radioaktive Strahlung zu den größten Herausforderungen zählen? Stephenson erläutert detailliert jedes Problem und Risiko, ohne die menschliche Ebene aus den Augen zu verlieren. Er bietet einige sympathische Identifikationsfiguren an, die sich heldenhaft für unsere Spezies aufopfern. Ich bewunderte sie alle und ärgerte mich über die Steine, die ihnen vor allem die irdische Politik in den Weg legte. „Seveneves“ lässt keinen Zweifel daran, dass Politik die Geißel der Menschheit ist, weil sie machthungrige, egoistische und skrupellose Individuen hervorbringt, deren einzige Agenda ihr eigenes Schicksal ist. Leider existieren solche Exemplare auch noch 5.000 Jahre später, weshalb die Wiederentdeckung der Erde in einen Krieg ausartet. Dieser dritte Part ist der Grund, warum ich das Buch lediglich mit drei Sternen prämieren konnte. Meiner Ansicht nach war der Zeitsprung zu groß, denn er zwang Stephenson, ausschweifendes historisches Kontextwissen bereitzustellen, das die Handlung immer wieder stocken und in den Hintergrund rücken ließ. Ich hatte das Gefühl, akute Entwicklungen waren nur sekundär von Belang und langweilte mich aufgrund des schmalen Realitätsbezugs, sodass mich nicht mal die als Schocker vorgesehenen Wendungen aus meiner Lethargie reißen konnten. Ich glaube, das letzte Drittel von „Seveneves“ war Neal Stephenson einfach nicht mehr so wichtig, was ich überdeutlich wahrnahm.

    „Seveneves“ ist ein anregendes und beängstigendes Gedankenspiel, das mir vergegenwärtigte, wie wenig wir über das All wissen und wie schutzlos wir deshalb auf unserer Erdkugel durch die Galaxie treiben. Wahrscheinlich wollte Neal Stephenson mit diesem Roman sowohl für die Gefahren, die außerhalb unserer Atmosphäre lauern, sensibilisieren, als auch eine pointierte, exakte Untersuchung menschlichen Verhaltens in Extremsituationen vornehmen. Meiner Meinung nach gelang ihm beides, trotz des schwachen Endes. Mein Informationsstand mag begrenzt sein, doch ich glaube, das Szenario eines zerbrochenen Mondes ist durchaus möglich. Eine beklemmende Vorstellung, die Leser_innen, die sich in der Materie besser auskennen, vermutlich noch weit mehr zu schätzen wissen als ich. Mich beeinflusste die Lektüre dennoch nachhaltig: seit „Seveneves“ blicke ich mit anderen Augen in den Himmel.

  22. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406731808)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    🌌Als Doktorand von Stephen Hawking, taucht Christophe Galfard tief in die naturwissenschaftlichen Fragen des Universums ein und nimmt uns in einer charmanten Art auf eine unvergessliche geistige Reise mit ins All, durch verschiedene Galaxien und zurück in die Welt der Quantenteilchen. 

    Wenn man sich schon immer für die großen Fragen rund um die Entstehung und den Aufbau des Weltalls ebenso wie die chemischen / physikalischen Aspekte unseres Lebens interessiert, findet man in Galfards "Das Universum in deiner Hand" die perfekte Lektüre mit Witz und Verstand.

    Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur weiterempfehlen. Ebenso gut wie Stephen Hawking in seinen Büchern, beschreibt Galfard den heutigen Wissensstand der Physik. Er scheint wahrlich nicht nur in der Physik von seinem Doktorvater gelernt zu haben! Das Buch gewährt einem Laien der Naturwissenschaften einen guten Einblick in die verschiedenen Theorien und Ideen der Wissenschaftler. Nachdem man das Buch gelesen hat, fühlt man sich aufgeklärter und zufrieden, da viele Fragen eine Antwort erhalten. Zugleich sind die Metaphern und Beispiele wundervoll gewählt, sodass auch witzige Sequenzen das naturwissenschaftliche Buch auflockern. Daher eine klare Leseempfehlung!🌌

  23. Cover des Buches Im Zeichen der Katze (ISBN: 9781796650716)
    Anne Nattermann

    Im Zeichen der Katze

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Wortgefluester
    Das Cover dieses Buches ist definitiv eine Augenweide - aber auch sein Inhalt muss sich nicht verstecken. Die Geschichte über Karma, ihre Kollegen und die mysteriöse Katze ist spannend geschrieben und bietet ein überraschendes Ende, mit dem ich nicht gerechnet hätte und über das ich noch lange nachgedacht habe. Mir hat die malerische Sprache der Autorin sehr gut gefallen und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 
    Der einzige Wehmutstropfen: Das Buch ist eben eine Novelle und dementsprechend kurz - für mich hätte es auch gerne ein umfangreicher Roman werden können! Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung - die werde ich dann auf jeden Fall lesen! :-)
  24. Cover des Buches Signale der Schwerkraft (ISBN: 9783440159576)

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