Bücher mit dem Tag "astrophysik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "astrophysik" gekennzeichnet haben.

105 Bücher

  1. Cover des Buches Die drei Sonnen (ISBN: 9783453317161)
    Cixin Liu

    Die drei Sonnen

     (197)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Eigentlich erwartete ich mir mehr!! Das ganze kam mir chinesisch vor! Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum das Buch eine Auszeichnungen bekommen hat! Es ist das langatmigste und für mich uninteressanteste Buch, das mir jemals unterkam und das für diesen Preis! Ich fühle mich regelrecht verarscht und hege den Verdacht, dass diese ganzen Bewertungen nicht korrekt zustande kamen. Die kommunistischen Figuren waren undurchsichtig und ihre Aktionen sinnlos. Die Computerspiele völlig grotesk und ohne Verstand!!! Die ganzen chinesischen Namen tragen zur maßlosen Verwirrung bei, man kann sie sich weder merken noch unterscheiden ob Männlein oder Weiblein. Der Autor scheint komplett verwirrt zu sein und seine geistigen Ergüsse sind nicht auszuhalten!!! Ab Seite 250 habe ich angefangen Seiten zu überspringen, sonst hätte ich es nicht länger ausgehalten. GELDVERSCHWENDUNG!!! ALSO FINGER WEG VOM KAUF DER ANDERN BÄNDE!

  2. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499626005)
    Stephen Hawking

    Eine kurze Geschichte der Zeit

     (334)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Stephen Hawking setzt mit seiner kurzen Geschichte der Zeit bei Aristoteles ein. Für mich spannend wurde es beim Newtonschen Gravitationsgesetz. Es besagt, dass große und kleine Massen sich anziehen.
    Das leuchtete mir sofort ein. Ich bin eine kleine Masse, die vom Mainstream angezogen wird, so wie der Mond von der Erde oder die Erde von der Sonne.

    Dann erfuhr ich, dass am Anfang des 20. Jahrhunderts die Theorie bestätigt wurde, die besagt, dass sich das Universum seit dem Urknall ausdehnt.
    Ich stellte mir vor, durchs Universum zu fliegen, mich immer weiter von den anderen kleinen Massen entfernend. Das stimmte mich traurig. Dann geriet ich in ein Wurmloch und landete in einer anderen Galaxie. Jetzt liefen mir die Tränen.

    Plötzlich wurde ich, durch Stephen Hawking in meiner Phantasiereise angeregt, von einer Schwerkraft enorm angezogen. Ich sah dieses Schwarze Loch vor mir. Es wimmelte dort von Viren, Krankheiten, Gewalt, Krieg und Naturkatastrophen. Dort wollte ich nicht hin! "Stephen!", rief ich in meiner Verzweiflung. "Hast du nicht Gegenmittel für mich, damit ich nicht in dieses schwarze Loch gesogen werde? Ich habe solche Angst! Oder wenigstens eine Maske, hinter der ich mich verstecken kann?" Alles Zetern half nichts. Ich wurde weiter von dem Schwarzen Loch angesogen. Schließlich war eine solche Masse an Leid in mir, dass ich allen Widerstand aufgab. Sollte mich doch diese große Masse erdrücken. Ich war nun bereit für meine Kreuzigung. Schließlich wurde ich wie ein "Spaghetti in die Länge" gezogen und tauchte ich in das Schwarze Loch ein.

    Wie ich erwartet hatte, löste ich mich als kleine Masse auf. Aber welches Wunder! Ich ging nicht in der großen Masse verloren, sondern war plötzlich ein winzig kleines Teilchen. Das war ich bereits vorher. Nur hatte mich meine kleine Masse daran gehindert, es wahrzunehmen.
    Wenn es in dieser Singularität, also dem Ort, wo die Krümmung der Raumzeit divergiert, das heißt, unendlich wird, noch eine Zeit gäbe, würde ich jetzt sagen, dass ich mein Sein als winziges Einzelteilchen erst einmal ein paar Milliarden Jahre genoss. Ach! War das HerrLich(t), so unabhängig zu sein!

    Das Wunder ging aber noch weiter! Ich entdeckte ein zweites Einzelteilchen und dieses verhielt sich wie mein Spiegel- oder Ebenbild. Wenn ich winkte, winkte es auch. Wenn ich lächelte, lächelte es ebenfalls. Merkwürdig!
    Da sah ich das Lichtkabel, ein warmes Liebesband, das die Informationen transportierte.
    Als ich noch aufmerksamer hinschaute, war ich von unzähligen Einzelteilchen umgeben, die alle miteinander verbunden waren und immer mehr wurden. Wie phantastisch!

    Eines dieser Einzelteilchen erschien mir anders. Was war das denn? Wirklich! Es hatte einen Sprachcomputer! "Stephen? Bist du das?", fragte ich unsicher. "Willkommen, Vera Seidl! Einen schönen Namen hast du. Er bedeutet, die Wahrheit oder der Glaube siedelt sich an. Aber das weißt du ja", antwortete es mit seiner Computerstimme. "Ja, zum Teil bin ich Stephen Hawking. Jedoch sieh! Die vielen Wellen, die von mir weggehen und auf mich zulaufen!"
    "Aber wie hast du denn deinen Sprachcomputer mitnehmen können? Und wozu?", fragte ich verblüfft.
    Stephen lachte herzhaft. "Ich habe ihn einfach mitgenommen! Wozu fragst DU? Die Menschen haben sich an meine Computerstimme gewöhnt und du ganz besonders!" Dabei sah mich das winzige Einzelteilchen eindringlich an.

    Als ich an mir herunterschaute, musste ich erkennen, dass ich meine kleine Masse gar nicht verloren hatte, die aber, nachdem sie im schwarzen Loch gewesen war, nicht mehr vom Mainstream angezogen werden konnte, sondern weiter kleinstes Einzelteilchen blieb. Als Masse hatte ich immer noch Hände und im schwarzen Loch enorm viel Energie getankt, um aufzuschreiben, was Stephen mir diktierte.
    Seine Informationen haben sich deshalb verändert, weil er jetzt ein kleinstes Teilchen ist, das mit vielen anderen durch Liebe und Licht verbunden ist. Man nennt es auch Bewusstsein. Ich nenne es Gott.

    Die Umwandlung der Wahrnehmung von der kleinen Masse zum kleinsten Teilchen hätte und hat Stephen Hawking zu seinen Lebzeiten auf der Erde anders ausgedrückt. Etwa so: "Sie überzeugten mich davon, daß rotierende Schwarze Löcher nach der Unschärferelation der Quantenmechanik Teilchen hervorbringen und emittieren müssen." Oder so: "Es verhält sich ähnlich wie in dem bekannten Beispiel der Affen, die auf der Schreibmaschine herumhämmern - was sie schreiben, wird größtenteils Unsinn sein, doch in ganz seltenen Fällen werden sie durch reinen Zufall ein Shakespearesches Sonett zusammenfügen." Auch so: "Wir sehen das Universum, wie es ist, weil wir existieren."

    Die folgenden Sätze stammen jedoch nicht aus seinem Diktat. "Lieber Stephen Hawking, liebes kleinstes Teilchen, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du auf der Erde deine Behinderung, dein Kreuz so tapfer getragen hast. Ich danke dir herzlich für alles, was du für die Menschheit getan hast. Ich danke dir für dein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit", indem du die klassische Physik und die Quantentheorie äußerst verständlich und immer mit einem Augenzwinkern erklärst, wobei mich die Menge an Informationen manchmal überfordert hat. Vielen Dank für die deutliche Beschreibung der Einsteinschen Relativitätstheorie. Dein Beispiel mit dem Ping Pong Spiel in der fahrenden Straßenbahn war hinreißend."

    Ich habe das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" gelesen und zusätzlich der Stimme von Frank Arnold gelauscht. Meine Wahrnehmung erfolgt eher über das Sehen oder das Riechen, lerne aber gerade, auch anderen Stimmen mehr Aufmerksamkeit zu verleihen und sei es die Computerstimme von Stephen Hawking.
    Frank Arnold las ruhig, flüssig und mit einer Betonung, die mir das Verständnis der physikalischen und astronomischen Gesetze erleichterte. Ich danke ihm herzlich.

    Das Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" erschien 1988. Bis zum Jahr 2002 waren neun Millionen Exemplare verkauft worden. 41 Wochen lang hielt sich das Werk in den Jahren 1988 und 1989 auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Es ist in 40 Sprachen übersetzt worden, für mich zum Glück auch in die deutsche.

    Diese Rezension soll dem Babelsberger Mieterverein gewidmet sein, der mir zur Seite stand, als ich vom schwarzen Loch angesogen wurde.

    Vera Seidl

     PS.: "Lieber Albert Einstein, liebes kleinstes Teilchen, bitte verzeih mir, dass ich dich widerlegt habe. Gott würfelt und zwar gezielt ... und mit Humor. Aber das weißt du ja inzwischen selbst. 

     

  3. Cover des Buches Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat (ISBN: 9783734100987)
    Gavin Extence

    Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

     (518)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_Ogg

    Dieses Buch fiel mir zufällig in die Hände und hat mir wunderbare Lesestunden geschenkt. Ich bin mehr als begeistert von der Geschichte, die von der Art an Bücher von John Irving erinnert, von der Art zu erzählen und den wunderbaren Gedanken und Impulsen, die ich darin entdeckt habe. Es ist eines dieser Bücher, die mich vom ersten Satz an gefangengenommen haben.

    Die Geschichte wird aus der Sicht des 17jährigen Alex erzählt, der etwas ausholen muss, um SEINE GEschichte zu erzählen. Er fängt bei dem Zeitpunkt an, als er berühmt wurde, weil ihn im Badezimmer seines Hauses in Südengland ein Meteorit  getroffen hat und er diese ungewöhnliche Begegnung überlebt hat. Seitdem hat Alex epileptische Anfälle, kann eine Zeitlang nicht zur Schule gehen und muss sich Entspannungstechniken aneigenen, um die sehr unangenehmen Anfälle zu reduzieren oder sogar zu vermeiden. 

    Der Junge besticht durch seine neugierigen Fragen über die Welt, gleichzeitig hat er mir den Eindruck vermittelt, zumindest autistische Züge zu zeigen, Ironie versteht er überhaupt nicht. Aufgrund seines tiefgreifenen Erlebnisses, will Alex entweder Neurologe oder Astrophysiker werden.

    Nun, unser Gehirn erschafft für jeden individuellen Menschen ein eigenes einzigartiges Universum. Darin existiert alles, was wir wissen. Alles, was wir sehen oder berühren. Alles, was wir fühlen und woran wir uns erinnern. In gewisser Weise erschaffen unsere Gehirne die Realität."

    Dann lernt Alex Mr. Peterson kennen, einen Vietnamveteranen, der nun Pazifist ist und sich für Amnesty International engagiert. Die beiden verbindet eine anfangs holprige, aber sehr tiefe Freundschaft. Mr. Peterson wird eine Vaterfigur für den vaterlosen Alex und führt ihn in die Buchwelt von Kurt Vonnegut ein (den ich auch erst durch dieses Buch kennengelernt habe und nun unbedingt Bücher von ihm lesen möchte!)

    Ich glaube, eine Geschiche zu erzählen, ist der Versuch, die Komplexität des Lebens begreifbar zu machen. Es ist das Bemühen, Ordnung von Chaos zu trennen, Muster von Willkür. Andere Mittel dafür sind Tarot und Wissenschaft."

    Schließlich geschieht etwas im Leben von Mr. Peterson, dass Alex vor eine unglaubliche Entscheidung stellt. Aber der beharrliche Denke Alex findet eine Lösung und zeigt damit, was wahre Freundschaft bedeutet.

    Ein unglaublich guter Roman, der sowohl von der Geschichte, als auch vom Stil her ein Lichtblick ist.




  4. Cover des Buches Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit (ISBN: 9783404208432)
    Phillip P. Peterson

    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Zhuraj

    Der Plott des Buches ist sehr interessant und hat mich direkt gepackt. Leider wird meiner Meinung nach zu sehr am Anfang mit Chrakteraufbau vertrödelt. Mir persönlich gefällt das nicht so. Das ist aber auch sehr subjektiv. Sobald es dann „Losgeht„ war das Buch sehr packend und ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. Ich mag es ja wenn im Scifi Genre etwas Rätselhaftes geschieht und dies dann erforscht wird. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich aber dennoch glaubhaft. Ab und zu gibt es dann auch ein bisschen viel technische Fakten aber das mag ich sehr. Dennoch bleibt der eigentliche Plott im Vordergrund. Macht definitiv Lust die weiteren Teile zu lesen. 

  5. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  6. Cover des Buches Genau richtig (ISBN: 9783446263673)
    Jostein Gaarder

    Genau richtig

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 128 Seiten

    Verlag: Carl Hanser (22. Juli 2019)

    ISBN-13: 978-3446263673

    Originaltitel: Akkurat passe

    Übersetzung: Gabriele Haefs

    Preis: 16,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Eine besondere Liebesgeschichte


    Inhalt:

    Albert erhält eine niederschmetternde Diagnose: Er hat nicht mehr lange zu leben und ob sein Tod besonders würdevoll sein wird, steht in den Sternen. Er zieht sich in das Ferienhaus seiner Familie zurück, wo er sein Leben Revue passieren lässt und sich auch alles von der Seele schreibt, was bisher ungesagt blieb. Er hofft, dadurch Klarheit zu erlangen, ob er sein Leben sofort beenden soll, solange er dazu in der Lage ist, oder die restliche Zeit ausharren.


    Meine Meinung:

    Manchmal finde ich es schier unglaublich, wie viel Sinn in so einem kleinen Büchlein stecken kann. Alberts Gedanken haben mich sehr nachdenklich gemacht. Sie waren alle sehr gut nachzuvollziehen. Lediglich auf die ausschweifenden philosophischen Betrachtungen über das Universum und alles darüber hinaus hätte ich gerne verzichtet. Sie erschienen mir in Alberts ganz persönlicher Geschichte wie ein Fremdkörper.


    Einen Großteil der Erzählung nimmt die Beziehung von Albert und Eirin ein. Zum Dahinschmelzen, wie die beiden sich kennenlernen, die ersten zaghafte Annäherung, das erste Abenteuer, schließlich eine Familie. Stolperfallen im Alltag, Abweichen vom geraden Weg. Aber immer gehalten durch ein inniges Band. 


    Ich habe mich mit Albert durch nicht einmal vierundzwanzig Stunden gehangelt, mich stets fragend, wie ich mich entscheiden würde und was Albert wohl tun wird. 


    Am Ende sorgt der Autor für eine Überraschung. Damit kann ich sehr gut leben.


    ★★★★☆

  7. Cover des Buches Meteor (ISBN: 9783404175048)
    Dan Brown

    Meteor

     (1.782)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    ein früher Dan Brown, in dem man schon merkt, wie genial dieser Autor plotten kann ... sehr zu empfehlen

  8. Cover des Buches Der Schlüssel des Salomon (ISBN: 9783946621027)
    J.R. Dos Santos

    Der Schlüssel des Salomon

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Schnuppe

    "Der Schlüssel des Salomon" ist der Folgeband zu "Das Einstein Enigma" von J.R. Dos Santos. Der Codespezialist Tomás Noronha spielt wieder die Hauptrolle, diesmal wird er für den Mörder des Wissenschaftsdirektors der CIA gehalten. Er muss den wahren Täter überführen, wieder wird viel wissenschaftliches vermittelt, jedoch inhaltlich für den Leser gut verständlich. Gestört hat mich bei all den guten Erklärungen jedoch der Raum, der der Wissenschaft hier zugestanden wurde, dies hielt sich im Verhältnis zum Thriller nicht immer die Waage und machte einige Längen aus. Wen dies nicht stört und wer an Physik interessiert ist, findet hier eine interessante flüssig geschriebene Lektüre. Reine Thrillerfans sind hier nicht so gut bedient.
  9. Cover des Buches Vakuum (ISBN: 9783596700745)
    Phillip P. Peterson

    Vakuum

     (51)
    Aktuelle Rezension von: AlexanderPreusse

    Buchvorstellung von meinem Blog www.schreibgewitter.de

    Ich werde einen Teufel tun, und spoilern. Nichts werde ich verraten, auch wenn das eine Rezension ungemein erschwert. Stattdessen ergehe ich mich in Andeutungen, die boshaft als „Herumeiern“ ausgelegt werden könnten. Die Stimmung, die sich ab der ersten Seite des Romans entfaltet, möchte ich nicht durch Vorgriffe abschwächen. Auf zum Eiertanz!

    Science Fiction lese ich zur Unterhaltung. Zuvörderst jedenfalls. Ganz sicher lese ich das Genre nicht mit Blick auf die sachliche Richtigkeit der dargestellten Phänomene, dafür verstehe ich selbst viel zu wenig von der Materie. Info-Dump ist mir ein Gräuel, Passagen, in denen der Leser mit ellenlangen Erklärungen und Lösungsansätzen traktiert wird, verderben mir die Laune. »Der Marsianer« von Andy Weir hat mich passagenweise ordentlich gequält, obwohl die eigentliche Geschichte wirklich toll war – und ist.

    »Auf die Mayflower! Möge sie von Flauten, Ratten und Klabautermännern verschont bleiben!«

    Phillip P. Peterson macht es mit seinem Roman „Vakuum“ besser. Es ist der zweite, den ich von dem Autor lese, und sicher nicht der letzte. Schon »Universum« hat mir gut gefallen, ein kleines Kammerspiel in den Unendlichkeiten von Zeit und Raum. Beiden Büchern ist gemein, dass sie den Leser bezüglich der physikalischen Phänomene mitnehmen, ohne allzu viel ermüdenden Infodump zu betreiben.

    Peterson schafft es, die Figuren auf eine verständliche und sinnvolle Weise untereinander über die Hintergründe sprechen zu lassen und so den (unwissenden) Leser zu informieren. Das klingt einfacher als es oft ist, sonst würden nicht so viele Schriftsteller die so genannte Vierte Wand zum Publikum durchbrechen: Das geschieht, wenn zum Beispiel ein Physiker einem anderen etwas erklärt, was dieser berufsbedingt ganz sicher weiß – die Info ist auch nicht für ihn, sondern für den Leser bestimmt.

    In „Vakuum“ erläutern die Experten in handlichen Häppchen den Laien, worum es geht: Wissenschaftler, Militärs, Astronauten usw. Der Leser kann relativ leicht folgen, was für die Handlung natürlich vorteilhaft ist, weil man nicht nur weiß, dass die Erde und seiner Einwohner bedroht sind, sondern auch wie und welche Dinge daraus folgen. Der Spannung hilft das auf die Sprünge.

    »Was wäre in der Zukunft alles möglich gewesen, wenn die Erde eine Zukunft gehabt hätte!«

    Wirklich lesenswert finde ich den Roman nicht nur wegen der Handlungsspannung, sondern weil einige grundlegende Fragen aufgeworfen werden und die Figuren, insbesondere Astronaut Colin Curtis, sich mit moralischen Entscheidungen konfrontiert sehen, auf die sie Antworten finden müssen, die nicht Büchern zu entnehmen sind. Denn die Lage auf der Erde ist eine nahezu undenkbare Ausnahme.

    Schon in den ersten Kapiteln wird klar, dass etwas heranrauscht. Peterson hat seinen Roman konsequent multiperspektivisch angelegt, zwischen den hin- und herspringenden Sichten entwickelt sich um das Kernthema eine immense Dynamik, die keineswegs auf das Problem beschränkt ist, sondern politische, soziale und durchaus aktuelle Fragen (z.B. Sterbehilfe, künstliche Ernährung) streift.

    Manche dieser Fragen werden etwas holzschnittartig abgehandelt, was in diesem Rahmen leicht verträglich ist, handelt es sich bei »Vakuum« nicht um eine verkappte Sozialstudie. Aber der Roman verlässt die gewöhnlichen Pfade – ohne zu spoilern belasse ich es inhaltlich bei diesem Hinweis.

    »Heute ist der Tag, an dem die Zivilisation endet.«

    Strukturell bricht er mit einem Handlungsstrang nicht nur Zeit und Raum auf, sondern auch das Genre. Der Leser sieht sich mit einer Perspektive konfrontiert, die lange Zeit nichts mit den anderen zu tun zu haben scheint, ehe irgendwann klar wird, dass beide doch miteinander zusammenhängen. Aus diesem Kniff entsteht eine weitere, über den ganzen Roman hinweg tragende Grundspannung, wie ein Generalbass, denn diese zweite Erzählebene wirkt dystopisch.

    Im ersten Moment glaubt man sich zu einem Naturvolk verschlagen, ehe sich peu á peu der Eindruck einer postapokalyptischen Welt herausschält. Etwas scheint schiefgegangen und die Frage, was das gewesen sein könnte, hängt mit den Lösungsansätzen auf der ersten, hauptsächlichen Erzählebene zusammen. Verwirrung komplett? Prima. Denn um das wirklich zu begreifen, muss man den Roman lesen oder hören.

    Dann bieten sich eine Reihe von Möglichkeiten, darüber nachzudenken, ob man die Darstellung menschlichen Verhaltens durch die Autor glaubwürdig oder zu optimistisch (vielleicht auch zu pessimistisch?) hält. Wenn Menschen in Extremsituationen gezwungen werden, Entscheidungen zu treffen, die unter gewöhnlichen Umständen moralisch untragbar wären, sind sie durch die Umstände gerechtfertigt?

    Die endgültige Frage lautet: Gibt es eine Hoffnung? Ist sie berechtigt? Durch die beiden Handlungsebenen wird sie noch tiefgreifender gestellt, als es möglich gewesen wäre, wenn Peterson sein »Vakuum« nur auf einer angesiedelt hätte. Famose Unterhaltung mit der Möglichkeit des Tiefgangs in den Grenzen von Science Fiction.


  10. Cover des Buches Paradox 3 (ISBN: 9783749428618)
    Phillip P. Peterson

    Paradox 3

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Was wäre, wenn es eine außerirdische Intelligenz gibt, die zwar Spuren hinterlassen hat, aber nicht mehr auffindbar ist? Darum geht es in „Paradox 3 – Ewigkeit“ und wie schon im zweiten Teil werden beiläufig Kenntnisse zur Kosmologie vermittelt. Dieses Mal rücken vor allem die Besonderheiten von Schwarzen Löchern in den Fokus.
    In erzählerischer Hinsicht waltet in diesem Roman Minimalismus, die Figuren sind blass und statisch, die Handlung ist teilweise sogar hanebüchen (nach meinem Empfinden v.a. zu Beginn des Buchs), das Buch hat eher das Niveau eines „Groschenromans“. Die Dialoge, die Beschreibung der Umgebung, die Charaktere, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren, alles das fällt äußerst trivial aus. Die Leistung von Peterson besteht aber in etwas anderem, sie besteht darin, einmal mehr eine hohe Spannungsintensität zu erzeugen und kosmologische Sachverhalte verständlich und plastisch am konkreten Beispiel zu veranschaulichen. Man folgt Ed, Wendy, David und Grace interessiert auf ihrer Spurensuche einer außerirdischen Zivilisation und als Leser war ich insbesondere beeindruckt von der geschilderten Gigantomanie. Es hat mich an den Film „Alarm im Weltall“ erinnert, in dem Dr. Morbius versucht, sich das Wissen der Krell anzueignen, die ebenfalls spurlos verschwunden sind. Aber Phillip P. Peterson entwickelt diese Idee weiter und gibt ihr eine eigene Prägung. Verglichen mit dem zweiten Teil ist der dritte Teil nicht ganz so theoretisch. Und die Erzeugung von Spannung spielt wieder eine deutlich größere Rolle. Und auch die Gestaltung des Endes ist viel besser gelungen. Das alles hat mir sehr gut gefallen. Ich wusste aber auch, worauf ich mich einlasse. Wie bei anderen selbst publizierten Werken von Peterson (Flug 39, Transport, das schwarze Schiff) war mir klar, dass die Charakterzeichnung und -entwicklung nicht im Interesse des Autors liegt. Aber zur kurzweiligen Unterhaltung taugt es allemal. Und jüngere Werke von Peterson lassen erkennen, dass ihm die Darstellung der Figuren wichtiger geworden ist (z.B. Vakuum, Universum). Und ich hoffe sehr, dass der Autor diesen Weg weitergeht und er es auch in Zukunft schafft, interessante, facettenreiche Charaktere in eine spannende Science-Fiction-Handlung einzubetten.

    Fazit: Ein Hard-Science-Fiction-Roman, in erzählerischer Hinsicht recht simpel und trivial gehalten, aber trotzdem sehr spannend. Und auch das vermittelte kosmologische Wissen ist interessant und verständlich aufbereitet. Lediglich Charakterzeichnung und -entwicklung bleiben auf der Strecke. Der dritte Teil ist in meinen Augen nicht so gut wie der erste, aber besser als der zweite.

  11. Cover des Buches Die kürzeste Geschichte der Zeit (ISBN: 9783499621970)
    Leonard Mlodinow

    Die kürzeste Geschichte der Zeit

     (54)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996

    In dem Buch Die kürzeste Geschichte der Zeit von Stephen Hawking, geht es um die Erklärung was wir bereits alles über das Universum wissen und was die Vergangenheit darüber wusste oder zu glauben wusste. Es wird erklärt, wie wir zu dem Wissen über das Universum im Laufe der Jahre gelangt sind und was wir auch daraus gelernt und verbessert haben. Es werden kurz einzelne bekannte Wissenschaftler angesprochen, welche ihren Teil zum Verständnis des Universums beigetragen haben. 


    Meine Meinung:

    Auch wenn das Thema sachlich ist, konnte ich trotzdem alles verstehen und nachvollziehen. Die Geschichte war trotzdem spannend und gut erzählt, die beiden Sprecher der Geschichte haben sie gut wiedergegeben und verständlich erklärt. 


    Fazit:

    Mit normalem Hintergrundwissen von Chemie konnte ich die Geschichte gut verstehen. Ob sie zu verstehen ist, wenn man nicht gut in Chemie oder Physik ist, weiß ich nicht. Wenn man sich aber für das Universum interessiert und schon etwas darüber weiß, dann ist das Sachbuch bestimmt spannend und verständlich.

  12. Cover des Buches Das Universum in deiner Hand (ISBN: 9783406714481)
    Christophe Galfard

    Das Universum in deiner Hand

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    In seinem Vorwort gibt Christophe Galfard zwei Versprechen. Zum einem gibt es nur eine Formel in dem Buch (und zwar die bekannte Gleichung E = mc²) und zum anderen soll das Buch niemanden überfordern. Ich habe so meine bedenken, dass dem wirklich so ist.

    Das Universum

    Klar, es gibt wirklich nur diese eine Formel in dem Buch, aber bekanntlich lassen sich Formel auch schriftlich wiedergeben, was der Autor hin und wieder gemacht hat. Zum anderen glaube ich sehr wohl, dass dieses Buch den ein oder anderen überfordern wird.

    Galfard gibt sich zwar durchaus Mühe, die komplizierte kosmologische Materie in einfachen Worten und mit simplen Beispielen zu erläutern, aber es gibt einige physikalische Zusammenhänge, die sich m.E. nicht einfach erklären lassen.
    Die Idee, den Leser als Betrachter durch das Buch und als körperloses Geistwesen auf eine Reise mitzunehmen, hat zwar durchaus seinen Charme, verdeutlich aber nicht unbedingt alle physikalischen Gegebenheiten, weswegen der Autor oftmals diese Erzählebene verlässt, um sachlich die Hintergründe zu erläutern.

    Viel neues bietet das Buch sicher nicht. Diesen Anspruch hat es auch nicht. Vielmehr möchte Galfard den aktuellen wissenschaftlichen Stand der kosmologischen Forschung einer breiten Masse zugänglich machen. Oder besser gesagt einer breiteren Masse, denn jedem wird sich diese nicht ganz einfache Materie auch mit diesem Buch nicht erschließen. Dass sich das Universum ausdehnt und nicht nur die Galaxien voneinander wegdriften ist dabei sicherlich noch die einfachste Tatsache. Wenn es um die dunkle Materie, Paralleluniversen und Quantenprozesse geht, dürfte sicherlich nicht mehr jedermann folgen können.

    Fazit

    Wer kann schon von sich behaupten, den Kosmos zu verstehen (auch wenn viele sagen, dass dieser besser erforscht ist als die Ozeane)? Es ist einfach unvorstellbar, wie klein die Erde im großen Ganzen erscheint und wie die galaktischen Prozesse um sie herum so anders funktionieren, als hier auf der Erde. Diese schwere Materie wird dem geneigten Leser sicherlich mit diesem Buch näher gebracht, das ein bisschen hochtrabend behauptet, jeglichen Aspekt zu betrachten und damit in der Hand des Lesers liegt.

    Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der auf eine etwas einfachere Art und Weise die kosmologischen Zusammenhänge nähergebracht bekommen möchte. Es ist eher kein Buch für jedermann, sehr wohl aber für den interessierten Leser.

  13. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

     (101)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  14. Cover des Buches Im Zeichen der Katze (ISBN: 9781796650716)
    Anne Nattermann

    Im Zeichen der Katze

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Wortgefluester
    Das Cover dieses Buches ist definitiv eine Augenweide - aber auch sein Inhalt muss sich nicht verstecken. Die Geschichte über Karma, ihre Kollegen und die mysteriöse Katze ist spannend geschrieben und bietet ein überraschendes Ende, mit dem ich nicht gerechnet hätte und über das ich noch lange nachgedacht habe. Mir hat die malerische Sprache der Autorin sehr gut gefallen und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 
    Der einzige Wehmutstropfen: Das Buch ist eben eine Novelle und dementsprechend kurz - für mich hätte es auch gerne ein umfangreicher Roman werden können! Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung - die werde ich dann auf jeden Fall lesen! :-)
  15. Cover des Buches «Eine wunderbare Zeit zu leben» (ISBN: 9783499632358)
    Stephen Hawking

    «Eine wunderbare Zeit zu leben»

     (14)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Habe einiges dazugelernt.

  16. Cover des Buches Die erste Nacht (ISBN: 9783442376599)
    Marc Levy

    Die erste Nacht

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Amray

    Was war der Anfang, wo begann unsere Welt? Und wieviel ist die Veröffentlichung dieses Geheimnisses wert? Marc Levy ist auch in dem zweiten Buch an diese Fragen herangetreten. Der Astrophysiker Adrian und die Archäologin Keira begeben sich auf der Suche nach dem Beginn der Menschheit in lebensbedrohliche Situationen. Denn ihnen ist eine mysteriöse Organisation auf den Fersen, der das Hüten der Information zur Aufdeckung des größten Geheimnisses der Menschheit jeden Preis wert ist. Dabei sind sie auch keinesfalls zimperlich.

    Keira bekommt in Afrika einen seltsamen Stein, ein aus einem merkwürdigen Material bestehendes Gebilde, geschenkt. Bei näherer Betrachtung entdeckte Adrian zufällig, die einzigartigen Eigenschaften dieses Objektes. Um Informationen darüber zu erhalten, wendet sie sich an den sympathischen älteren Professor Ivory, dessen Rolle auch in diesem Roman ein Rätsel bleibt. Auf der Suche um den Globus entdecken Keira und Adrian, daß es wie ein Puzzle ursprünglich aus mehreren Teilen bestand. Die Jagt nach der Steinen und deren Bedeutung bringt ihr Leben in Gefahr.

    Nach einem Anschlag erwacht der gerettete Adrian in einem Krankenhaus und erfährt, daß seine Freundin Keira es leider nicht geschafft hat. Völlig teilnahmslos begibt er sich langsam auf den Weg des Heilung. Bis eines Tages ein Paket aus China, der Gegend des Unfalls seine Aufmerksamkeit auf sich zieht und seine Lebensgeister erweckt. Zusammen mit seinem Freund Walter versucht er herauszufinden, ob Keira doch noch leben könnte, wenn ja, wo sie ist und wie er sie retten könnte, was es mit den Steinen und der Organisation auf sich hat und wie man dieser entkommen kann. Er sieht sich einer Entscheidung gegenüber, ob er der Menschheit das Wissen um dieses Geheimnis anvertrauen kann und sollte, denn damit würde er nicht nur sein Totesurteil und das seiner Liebsten unterschreiben, sondern die Welt in seinen Grundfesten erschüttern.

    Mit viel gut recherchierten Informationen, teilweise rasanter Handlung, unvorhersehbaren Wendungen, gelungener Situationskomik, wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und auch Romantik wird der Leser in seinen Bann gezogen. Er sieht sich nicht nur einem guten Thriller gegenüber, vergleichbar mit Dan Brown, sondern wird mit interessanten Thesen über die Entstehung der Welt, dem Ausgangspunktes unseres Glaubens konfrontiert. Man könnte dieses Buch einzelnen lesen. Ich empfehle aber den ersten Teil vorher zu konsumieren. Denn erst so ergibt die Handlung einen kompletten Einblick in die Anfänge der Menschheit, wie Marc Levi sie uns präsentiert.

  17. Cover des Buches Der große Entwurf (ISBN: 9783499623011)
    Stephen Hawking

    Der große Entwurf

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein muss, für Menschen, die das Leben und mehr darüber erfahren möchten, wer sind wir, woher kommen wir, wohin werden wir einmal in späterer Zukunft gehen.
    Sehr viel Physik aber das Leben und das Universum besteht nun einmal aus Physik und Mathematik.
  18. Cover des Buches Der Schlaf und der Tod (ISBN: 9783453437968)
    A. J. Kazinski

    Der Schlaf und der Tod

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Eine junge Frau springt von einer Brücke und Niels Bentzon ist erschüttert, weil er es nicht verhindern konnte. Schließlich hat der Kopenhagener Kommissar noch nie jemanden im Einsatz verloren. Doch schnell wird klar, dass die Tänzerin Dicte nicht wirklich freiwillig gesprungen ist. Jemand war hinter ihr her. Jemand, der sie immer und immer wieder gequält hat, solange bis der Tod der bessere Weg schien. Doch wer? Niels nimmt die Ermittlungen auf ohne zu ahnen, dass seine eigene Frau bereits ebenfalls im Fadenkreuz des Mörders ist.


    Insgesamt hat mir „Der Schlaf und der Tod“ ganz gut gefallen. Der ganze Aufhänger um die Geschwister Schlaf und Tod war einfach mal etwas ganz anderes und dem Autoren ist es sehr gut gelungen mich als Leser in diese andere Welt zu ziehen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand die Geschichte auch weitestgehend spannend, wenn sie auch sehr lang war, und mir war relativ lange zwar klar, wer der Täter nicht ist, jedoch wusste ich nicht, wer es wohl ist. Dafür war aber auch das Motiv des Täters in gewisser Weise zu abgehoben. Anders ja, aber irgendwie auch ziemlich verquer.

    Massiv gestört hat mich die „Gerichtsverhandlung“, die Hannah, Niels Ehefrau, abgehalten hat. Das war aus meiner Sicht einfach total über und total unwichtig. Ja, am Ende hat es natürlich dann doch wieder eine Rolle gespielt, aber alles in allem hätte ich das wirklich nicht gebraucht. Ich möchte bei einem Krimi / Thriller den Kriminalfall miterleben und mich gruseln und die Spannung nicht aushalten können. Ich möchte nicht permanent in die Eheprobleme des Ermittlers hineingezogen werden. Wenn ich das wollen würde, würde ich einen Liebesroman lesen.

    Ansonsten war das Buch aber gut und ansprechend geschrieben, wenn mich am Ende auch die Zusammenhänge und die tatsächliche Auflösung nicht ganz überzeugen konnten.


    Am Ende vergebe ich 6/10 Punkten. Ich glaube allerdings, dass ich weitere Bücher der Reihe nicht lesen werde. Dazu konnte mich der Autor einfach nicht genug überzeugen, es hat sich doch irgendwie alles sehr gezogen, das Privatleben des Detektivs war zu sehr im Vordergrund und die Auflösung / die Zusammenhänge in gewisser Weise zu abgehoben.


    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  19. Cover des Buches Der geheime Schlüssel zum Universum (ISBN: 9783442156122)
    Lucy Hawking

    Der geheime Schlüssel zum Universum

     (70)
    Aktuelle Rezension von: KatiKlinski

    Ich liebe Geschichten, die Wissen und Abenteuer miteinander verbinden. Trotzdem war ich skeptisch, denn ich hatte ebenfalls »Eine kurze Geschichte der Zeit« gelesen. Ich wurde eines Besseren belehrt. Der kleine George erlebt zusammen mit Annie und ihrem Vater, dem Wissenschaftler Eric, ein spannendes Abenteuer. Der sprechende Computer Cosmos ermöglicht es ihnen, durch das Universum zu reisen. Dabei lernt der junge Leser so einiges über schwarze Löcher, Kometen und vieles mehr. Aber auch Erwachsene können ihr verstaubtes Wissen ganz nebenbei etwas aufpolieren.

  20. Cover des Buches Abschied von der Erde (ISBN: 9783498035785)
    Michio Kaku

    Abschied von der Erde

     (5)
    Aktuelle Rezension von: CLeiber

    Kurz: Ein gutes Buch, das viele Fragen nach der Zukunft der Menschheit thematisiert - nicht immer mit Antworten, aber Raum zum Weiterdenken.

    Lang: Der Autor entwirft in seinem Buch zunächst den aktuellen Bezugsrahmen unseres heutigen Verständnisses des Universums und das Wissen, das wir uns bis heute angeeignet haben. Von dem ausgehend entwirft er anhand verschiedener Gedankengänge mögliche Szenarien, unter welchen Umständen die Menschheit (nicht) in der Lage wäre, ihre eigene Zukunft auf dem Mars/im Universum zu gestalten.

    Wer sich mit der Materie bisher bereits beschäftigt hat, wird darin einiges Bekanntes, aber auch viel Neues entdecken.

    Es war inspirierend, auf manch neue Gedankengänge gestoßen zu sein, doch will man sich tiefergehend mit einem Gedanken beschäftigen, muss man das Buch zur Seite legen.

    Darin besteht wohl auch das größte Missverständnis: Das Werk bietet nicht immer eindeutig befriedigende Antworten. Ich betrachte es daher als Sprungbrett zu der Auseinandersetzung mit Themen, die man durch dieses Buch vielleicht gerade erst entdeckt hat.

    In jedem Falle ist es sehr empfehlenswert.

  21. Cover des Buches Herzlich willkommen im Universum (ISBN: 9783959721226)
  22. Cover des Buches Die Wirklichkeit, die nicht so ist, ... (ISBN: 9783498058067)
    Carlo Rovelli

    Die Wirklichkeit, die nicht so ist, ...

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Es mag für den Nicht-Fachmann nicht ohne weiteres zu erkennen sein, aber mit diesem Buch hält er einen wahren Schatz in der Hand. Carlo Rovelli ist einer der grossen Forscher der Loop-Theorie. Und die Loop-Theorie ist der zur Zeit hoffnungsvollste Ansatz, die Quantentheorie und die Relativitätstheorie zu vereinen.

    Rovelli setzt sich in diesem Buch das Ziel, die philosophischen Hintergründe dieses monumentalen Werkes allgemeinverständlich zu erklären, – was ihm über weite Strecken gelingt. Dabei geht er gründlich vor, nämlich von den Fragestellungen der antiken Philosophen, über die er in einer Lebendigkeit zu berichten weiss, wie ich sie in 6 ½ Jahren Lateingymnasium nicht erlebt habe.

    Ich mag sonst solche Abschweifungen in die Geschichte nicht, wenn ich eigentlich etwas über moderne Physik lernen will. Rovelli aber geht es nicht darum, mit Plaudereien die Seiten zu füllen. Vielmehr weiss der Autor genau, wo die philosophischen Fallstricke in den Fragen zu Raum, Zeit und Wirklichkeit verborgen liegen, weil er offensichtlich selbst jahrelang genau mit diesen Fragen gerungen hat. Und während er uns von Demokrit, Zenon, Newton und Einstein erzählt, zeigt er uns ganz nebenbei genau diese Fallstricke, die es in einer Beschreibung der Wirklichkeit zu vermeiden gilt.

    Und das Kernproblem bei der Vereinigung von Quanten- und Relativitätstheorie ist tatsächlich ausgerechnet eine der Fragen, mit denen schon die antiken Philosophen gerungen haben. Nämlich: Sind der Raum und die Zeit aus Atomen zusammengesetzt oder sind sie glatt? Kann der Raum in unendlich kleine Raumstücke zerlegt werden oder stossen wir irgendwann an eine Grenze?

    Nach der Relativitätstheorie ist der Raum glatt. In diesem glatten Raum können Teilchen theoretisch beliebig präzise lokalisiert werden. Aber wenn ein Teilchen beliebig präzise lokalisiert ist, dann hat diese Teilchen nach der Quantentheorie eine extrem hohe Energie. Und eine extrem hohe Energie –das ist nun wieder eine Aussage der Relativitätstheorie- krümmt den Raum so stark, dass da ein schwarzes Loch entsteht und die Zeit still steht.

    Man muss dies gar nicht alles verstehen. Der entscheidende Punkt ist: Die zwei Theorien funktionieren jede für sich ausgezeichnet. Aber irgendwie beissen sie sich gegenseitig. Und der Konflikt hängt damit zusammen, dass die Relativitätstheorie eine glatte Raumzeit beschreibt.

    Nun haben Physiker schon lange gemerkt, dass sie dieses Problem umgehen können, indem sie so tun, als wäre da nicht ein glatter Raum, sondern ein Gitter. Wenn sie die Formeln dann nur auf die Gitterpunkte anwenden, gibt es keinen Kollaps. Sie tricksen den glatten Raum sozusagen aus, indem sie nur die Gitterpunkte berechnen, das aber für ein so feines Gitter, dass das Gitter wie ein glatter Raum aussieht. So wie ein Computerbildschirm ein Bild in so feinen Pixeln zeigt, dass wir die Pixel gar nicht mehr sehen.

    Die Idee der Looptheorie ist nun: Dieses Gitter ist nicht nur ein Rechentrick. Sondern der Raum ist tatsächlich ein extrem feines Netzwerk aus unzähligen winzigen Schleifen (Loops). Die Schleifen liegen nicht im Raum, sondern sie bilden den Raum.

    Nun, was soll’s? – Der Knaller kommt erst: Genau diese Art Schleifen taucht in der Physik auch an einem völlig anderen Ort auf. Und zwar als Grundelement der Information in der Quantenphysik. Auch diese Behauptung ist für einen Laien natürlich absolut nicht nachvollziehbar und unverständlich. Nachvollziehbar ist aber die Ungeheuerlichkeit der Aussage: Es sieht so aus, als wäre unsere Welt aus reiner Information aufgebaut.

    Raum, Zeit, Materie und Kräfte werden alle auf ein Grundelement zurückgeführt, nämlich auf das Grundelement der Quanteninformation, das sogenannte Qubit. 2015 wurde ein Projekt lanciert, bei dem über hundert Physiker, Mathematiker und Informationstheoretiker genau an dieser Idee arbeiten. Der Name des Projekts: It from Qubit.

    Ich denke: Wenn wir verstanden haben, wie sich Qubits zu Netzwerken verbinden, verstehen wir sämtliche Naturgesetze. Die Naturgesetze leiten sich aus dem Begriff der Information ab.

    In meinem Buch ‚Das Universum, das Ich und der liebe Gott’ https://www.lovelybooks.de/autor/Philipp-Wehrli/Das-Universum-das-Ich-und-der-liebe-Gott-1431971004-w/ gehe ich noch einen Schritt weiter. Ich behaupte: Das Universum konnte deshalb aus dem Nichts entstehen, weil das Universum als Gesamtes null Information enthält. Das Universum ist sozusagen identisch mit dem Nichts. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Fast könnte man sagen: Mit Rovellis Buch erleben wir ein Stück Wissenschaftsgeschichte. Dies sind die Ideen, die sich durchsetzen werden. Dringend empfohlen für alle, die dabei sein wollen.

    Für Hardcore-Physiker gibt es übrigens dasselbe in mathematisch: ‚Quantum Gravity’ von Carlo Rovelli. Aber, um es in den Worten eines klugen Physikers zu sagen: „Wenn Sie das alles verstehen, haben Sie wahrscheinlich nicht viele Freunde."
  23. Cover des Buches Big Bang, zweiter Akt (ISBN: 9783442153435)
    Harald Lesch

    Big Bang, zweiter Akt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Das zentrale Thema von Big Bang, zweiter Akt der Physker Harald Lesch und Jörn Müller ist die Frage, ob es noch anderswo im Universum Leben gibt. Zuerst klären die Autoren aber einige Begriffe, die sie später immer wieder verwenden, wie Masse, Gravitation und die expoentielle Schreibweise sehr großer und sehr kleiner Zahlen.

    Im Weiteren geht es um die Frage, was Leben aus physikalischer Sicht ausmacht, um die Entstehung der Materie vom Urknall bis zur Explosion massereicher Sterne, um Biochemie, Genetik und um die vermutete Art und Weise der Entstehung des Lebens auf der Erde. Außerdem werden die Bedingungen, die ein Planet und seine kosmische Umgebung für die Entstehung von Leben erfüllen müssen, geklärt.

    Danach folgen Kapitel über die Suche nach anderen belebten Orten im Sonnensystem und anderswo im Universum und nach außerirdischen Zivilisationen. Außerdem gibt es ein Kapitel über theoretische Möglichkeiten für interstellare Raumfahrt und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

    Schließlich wird noch erklärt, wie das Universum aussähe, wenn die Naturkonstanten und -gesetze anders wären und was das für Leben im Weltall bedeuten würde. Den Abschluss bildet ein Ausblick  auf die Zukunft des Universums und des Lebens darin. Im Anhang gibt es dann noch eine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des Lebens auf der Erde.

    Das Ganze ist meiner Meinung nach sehr angenehm zu lesen und die Erklärungen sind im Großen und Ganzen gut verständlich, auch durch die vorhandenen Abbildungen, Diagramme und Tabellen. Aufgrund des Alters des Buches ist es jedoch nicht mehr ganz aktuell. Zum Beispiel ist die genannte Anzahl der Jupiter- und Saturnmonde und vor allem der gefundenen Exoplaneten nicht auf dem neuesten Stand.

    Dennoch würde ich Big Bang, zweiter Akt aufgrund des großen Themenumfangs und der guten Erklärungen weiterempfehlen, wenn man sich eben bewusst ist, dass nicht mehr alle genannten Fakten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.

  24. Cover des Buches Dunkle Materie und Dinosaurier (ISBN: 9783596030521)
    Lisa Randall

    Dunkle Materie und Dinosaurier

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dunkle Materie und Dinosaurier" von Lisa Randall ist beim Fischerverlag erschienen und hat einen Umfang von 460 Seiten.

    Das Buch gibt es als Softcover- Hardcover- und Ebookausgabe. In der Ebookausgabe ist es gut strukturiert und übersichtlich. Es sind Schwarz-Weiß-Illustrationen enthalten.

    Welche Rolle hat die dunkle Materie bei der Entstehung der Galaxie, des Sonnensystems und der Entstehung des Lebens gespielt? Was hat die dunkle Materie mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun?

    Komplexe Zusammenhänge werden anschaulich dargelegt, allerdings wäre es gut doch schon ein Vorwissen mitzubringen. Es ist alles sehr trocken und bis ins kleinste Detail widergegeben. Dabei schweift mir die Autorin zu stark vom Wesentlichen ab und verliert sich in Nebensächlichkeiten, die das Buch ins Endlose ziehen und einem Neuling auf dem Gebiet schon mal Kopfschmerzen bereiten können. Bis sie zum Kern vordringt, ist über die Hälfte des Buches an Erklärungen und Zusammenhängen und Abschweifungen gelesen. Es geht hier natürlich auch um viele spekulative Theorien, die sehr interessant sind, aber wissenschaftlich noch nicht belegbar. Die Physikerin beschäftigt sich schließlich mit der dunklen Materie und Energie, die zwar 85% des Universums ausmacht, aber über die kaum noch einer wirklich etwas weiß.

    Fazit: Ein interessantes Thema und Werk, welches sich jedoch in zu vielen Abschweifungen und Details verliert und lange braucht bis es zum Kern vordringt. Dabei sind die Theorie und der Schreibstil ziemlich trocken. Dennoch ist alles anschaulich widergegeben, auch mit passenden Illustrationen. Neulingen würde ich das Buch nicht unbedingt raten. Kann man lesen, muss man aber nicht!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks