Bücher mit dem Tag "atlantik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "atlantik" gekennzeichnet haben.

180 Bücher

  1. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783426510179)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

     (2.849)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    Ich fand das Buch mega gut und so furchteinflößend und so realistisch. 

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. 

    Ich bin ein kleiner Fitzek Fan. 😍

    In dem Buch geht es, um Passagiere, die auf hoher See auf misteriöse Weise verschwinden. 

    Der Protagonist Martin Schwartz ist Kriminalpolizist und möchte die Fälle aufarbeiten und wagt sich auf die Sultan auf ein erschreckend, fürchterliches Abenteuer. 

    Klasse Buch und super Schreibstil, wie wir es von unserem Fitzek nicht anders kennen. 


    Altersempfehlung ab 18 Jahren. 

  2. Cover des Buches Kalte Asche (ISBN: 9783499241956)
    Simon Beckett

    Kalte Asche

     (3.389)
    Aktuelle Rezension von: simsalabaem

    Das Buch stand seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal. Hatte seinerzeit "Chemie des Todes gelesen" und mir anschließend die Fortsetzung gekauft und - warum auch immer, ich kann es gar nicht mehr sagen - einfach nicht gelesen. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass ich es doch endlich in Angriff genommen habe.

    Das Buch war spannend, gut geschrieben und hatte die ein oder andere Wendung parat. Als Vielleser waren einige Details zwar absehbar, aber das störte mich eher weniger. Zumindest vom Epilog und dem Auftauchen von Grace Strachan war ich wirklich überrascht.

    Die Bewertung auf dem Klappentext "Gruseliger geht's kaum" konnte ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Ja, es ist als Thriller deklariert und ja, es gibt einige Mordopfer, aber das ist ja mittlerweile selbst im Sonntagstatort so.

    Nichtsdestotrotz klare Leseempfehlung. Werde mich irgendwann auf jeden Fall noch den Fortsetzungen widmen.

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.340)
    Aktuelle Rezension von: AnneE

    ... es intelligentere Lebensformen als den Menschen nicht nur im Weltall, sondern als Paralleluniversum auch auf Erden gibt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Frank Schätzings "Der Schwarm" mit vielen unerwarteten Wendungen. Sehr gekonnt werden unterschiedliche Geschichten miteinander verwoben, auch wenn die fiktionalen Entwicklungen vielleicht nicht für jede:n Leser:in gleich zugänglich sind. Wenn man sich aber darauf einlässt, findet man immer wieder Ankerpunkte, die ein Weiterdenken herausfordern, da quasi "nebenbei" auch viel Lehrreiches über Geografie, Biologie, Mechanik, Religionen etc. vermittelt wird. Besonders eindrucksvoll empfand ich zudem die Darstellung der verschiedenen Charaktere, da die meisten - trotz oder gerade wegen - ihrer Eigenarten äußerst sympathisch und authentisch wirkten, sodass ein Eintauchen in die Erzählung durchgängig möglich war. Für alle, denen "Der Schwarm" damals zu sehr gehypt wurde: die Lektüre lohnt sich (immer noch) und das Thema ist heute fast noch zeitgemäßer als damals. 

  4. Cover des Buches Einmal hin und für immer (ISBN: 9783956495670)
    Sarah Morgan

    Einmal hin und für immer

     (131)
    Aktuelle Rezension von: Caro2929

    Klappentext:


    "Puffin Island vor der Küste Maines ist der perfekte Ort, um abzutauchen - und der denkbar schlechteste, wenn man sich wie Emily panisch vor dem Ozean fürchtet. Überall blaues Meer! Doch um ihre kleine Nichte vor dem Hollywood-Wahnsinn zu schützen, stellt sie sich ihrer größten Angst. Bald verfällt sie selbst dem Charme der Insel - sowie ihrer charismatischen Bewohner. Insbesondere dem Jachtclub-Besitzer Ryan Cooper. Ob er alle Frauen so verführerisch küsst, die einen Sommer hier verbringen? Eines weiß Emily bestimmt: Dieser Mann ist mit allen Wasser gewaschen..."


    *** Achtung Spoiler könnten enthalten sein***

    Meine Meinung:


    "Einmal hin und für immer" ist ein leichter Sommerroman. Er ist schön geschrieben, so dass man direkt in einen gut lesbaren Lesefluss gelangt.

    Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht der beiden Protagonisten Emily und Ryan erzählt. Diese Erzählweise hat mir persönlich sehr gut gefallen, auf Grund dessen, dass man so die Gefühle beider beigebracht bekommen hat.

    Die Protagonisten blieben auch alles andere als farblos. Ich habe einen guten Eindruck vermittelt bekommen, was die beiden Protagonisten ausmacht, ich konnte mit ihnen mitfühlen. Darüber hinaus haben auch die Nebenfiguren genug Präsenz erhalten, sodass man auch sie lieb gewinnen konnte und mit ihnen schmunzeln durfte, so erging es mir doch an der einen oder anderen Stelle so. Alleine wenn ich an die liebe Kirsti denke, habe ich ein Lächeln im Gesicht.

    Die Geschichte an sich hat mir auch gut gefallen, nur leider erschien mir das Ende sehr abrupt. Es gab leider fast so gar keine Überraschungen und worauf die Geschichte hinaus lief, war mir direkt bewusst. Trotzdem hab ich die Geschichte gerne gelesen und doch mit den Protagonisten mitgefiebert, auf Grund dessen, dass aus Sex Liebe wurde. Auch wurden die "Geheimnisse" um die Protagonisten recht schnell gelüftet, was aber an der jeweiligen Stelle auch genau richtig war.

    Vor allem Emily macht eine bedeutende Entwicklung in der Geschichte durch. Diese Entwicklung wird sehr gut dargestellt, sodass der Leser sie wirklich miterlebt. Dies hat mir vor allem sehr gut gefallen.

    Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass der Titel ganz ausgezeichnet ausgewählt wurde und sehr gut durchdacht ist. Ich glaube seltenst habe ich gedacht, dass ein Titel sooooo passend ist.


    Fazit:

    Eine leichte Sommerlektüre mit spannenden Elementen, 3,5 Sterne!Ich bin gespannt, wie es mit der Puffin Island-Reihe weitergeht und wen man noch näher kennen lernen darf.

  5. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (352)
    Aktuelle Rezension von: CookieBook22
    „Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ (Klappentext)

    Der Roman ist ein „Auftragswerk“ der Nachlassverwalter Conan Doyles – hier haben selbige mit Anthony Horowitz eine sehr gute Wahl getroffen! Der Autor schafft es nicht nur die Stimmung des viktorianischen Londons einzufangen, sondern auch den Stil so zu imitieren, dass es sich wirklich um eine original Doyle-Erzählung handeln könnte. In puncto Spannungsaufbau geht er meiner Meinung nach sogar über den der Originalerzählungen des britischen Arztes und Autors hinaus. Als Kenner aller Original-Holmes-Erzählungen kann ich nur betonen, wie eindrucksvoll und außergewöhnlich gut es Horowitz schafft, Holmes und seinem Sidekick Dr. Watson neues Leben einzuhauchen und sie in ein spannendes Abenteuer ziehen lässt.

    Kurzum: Alle Erwartungen erfahrener Holmes-Kenner werden erfüllt – in Teilen, durch den sehr gut konstruierten Plot, sogar noch übertroffen. So müssen Holmes und Watson gleich mehrere Rätsel lösen, die sie teilweise auch persönlich hart treffen. Welche Geheimnisse liegen um eine geheimnisvolle amerikanische Gang und welche grauenhaften Geschehnisse verbirgt das „House of Silk“. Es besteht erhöhte Suchtgefahr, da der Roman so spannend aufgebaut ist. Ich habe ihn wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen, daher rate ich, dass alle Leser*innen von vorneherein genug Zeit für die Lektüre einplanen.

    Kleinere Kritikpunkte sind lediglich der Anfang der Erzählung, der so ähnlich allzu oft in zahlreichen Holmes-Pastiches verwendet wurde (ein alter Watson, der kurz vor seinem Tod ein letztes Mal zur Feder greift) sowie eine zu stark konstruierte Flucht Holmes’ aus dem Gefängnis, die nicht zuletzt dadurch gelingt, als dass ein gewisser Akademiker (!) Kontakt zu Watson aufnimmt … Diese Kleinigkeiten sind jedoch so marginal, als dass sie zu einem Punktabzug führen könnten.

  6. Cover des Buches Sommer in Atlantikblau (ISBN: 9783453422131)
    Miriam Covi

    Sommer in Atlantikblau

     (91)
    Aktuelle Rezension von: mama_liestvor

    Ein wirklich wunderschöner Sommerroman von der Autorin Miriam Covi, der viel zu lange auf meinem SUB lag.Nach dieser schönen Geschichte, bleibt es bestimmt nicht bei diesem einen Buch,denn die Autorin hat noch weitere Bücher geschrieben,die ab jetzt auf meiner Wunschliste stehen.

    SOMMER IN ATLANTIKBLAU - schon das farbenfrohe Buchcover beamt den Leser sofort ans Meer. " Folge dem Ruf der Wellen und du findest dein Glück" Für Lotte Seliger,ihren zwei Schwestern samt Mama,steht eine fantastische Kurzreise nach New York bevor. Lottes absolute Lieblingstante Charly ist verstorben und ihr großer,letzter Wunsch war,das die Seliger Mädels samt Mama,diese New York Reise unbedingt durchführen.Tante Charlys letzter Wunsch geht in Erfüllung. Das auf dem Rückflug nach Deutschland,ihr Flieger in Kanada an der Ostküste notlanden muss,damit hat keiner der Vier gerechnet. Leichte Panik breitet sich bei Lotte aus,denn in einer Woche findet ihre Hochzeit statt. Es hilft alles nichts,eine zwischenzeitliche Unterkunft muss organisiert werden. Zum Glück lernen sie am Flughafen den etwas verschlossenen aber sehr attraktiven Connor kennen,der in einem malerischen Städtchen direkt am Atlantik lebt und die Vier in einer zauberhaften Bed & Breakfast Pension unterbringt. Können sie die geschenkten,zusätzlichen Urlaubstage an der malerischen, kanadischen Ostküste genießen ?...

    Ein Roman,der jetzt schon zu einer meinen Lesehighlights 2021 zählt. Beim Lesen habe ich mich sofort in die Seliger Mädels verliebt,auch wenn die drei unterschiedlicher nicht sein konnten.Einfach zauberhaft. Ich selbst komme auch aus einem Dreimädel Haushalt und kann die Verhaltensweise und Wesensart der drei Schwestern,sehr gut nachvollziehen.Die Geschichte hat mich von der ersten Seite ab gefesselt und am Ende wurde ich beim Lesen immer langsamer , weil ich einfach nicht wollte das die Geschichte endet. Sehr atmosphärisch,romantisch,turbulent und für mich auch filmreif, erzählt. Von mir eine ganz große Leseempfehlung.Eine Geschichte zum Mitfiebern,mitweinen und mitlachen. Einfach fantastisch !

  7. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  8. Cover des Buches Das Hurenschiff (ISBN: 9783426513835)
    Martina Sahler

    Das Hurenschiff

     (118)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Im Genre historische Romane bin ich nicht so oft unterwegs und auch die Autorin kannte ich bisher noch nicht, daher war ich sehr neugierig, was mich erwartet. 

    Enttäuscht wurde ich nicht, das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Das Cover spricht mich schon sehr an.Vorallem das Schiff gefällt mir sehr. 

    Molly,Hannah und die anderen Frauen auf der "Lady Juliana" wurden gut beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal auf der Überfahrt teilgenommen.

    Auch der Schreibstil sagte mir zu.

    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt 

  9. Cover des Buches Meeresrauschen (ISBN: 9783570402290)
    Patricia Schröder

    Meeresrauschen

     (288)
    Aktuelle Rezension von: leben.lachen.lesen

    Patricia Schröder ist ein guter Einstieg in den zweiten Teil der Reihe gelungen. Er knöpft da an wo der erste Teil endet und somit ist man direkt wieder mitten im gesehen und wird von der Spannung gepackt.

    In diesem Teil trifft man auf die alten Charaktere aus dem ersten Buch. Man lernt sie hier näher kennen und erfährt das ein oder andere Geheimnis von ihnen. Jedoch kommen auch neue Charakter hinzu, was meiner Meinung nach wiederum den Spannungsbogen aufrecht erhält.

    Besonders Elodie macht für mich in diesem Teil eine riesige Entwicklung mit. Von der damals zurückhaltenden und eher in sich gekehrten Person wird sie zu einer starken jungen Frau die ihre Meinung ganz klar vertritt und anderen auch mal die Stirn bietet.


    Alles in allem hat mir der zweite Teil der Trilogie besser gefallen, als der erste. Und meiner Meinung nach ist von Spannung, Romantik und vor allem Fantasie für jeden was dabei.

  10. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 01 (ISBN: 9783442244430)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 01

     (359)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Wie ich auf die Fantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ von Naomi Novik gekommen bin, ist sicherlich eine längere Geschichte. Als ich mich noch nicht so für Fantasy interessiert hatte, zog die Reihe einfach an mir vorbei. Seit den letzten Jahren gehört Fantasy jedoch zu meinem absoluten Lieblingsgenre – ganz besonders, wenn Drachen vorkommen. Und obwohl ich eigentlich meinen SuB abbauen muss, wollte ich doch im Moment wieder Drachenfantasy lesen. Somit wanderte der erste Band „Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenbrut“ auf meinen eReader und musste natürlich sofort gelesen werden. Tja, was soll ich sagen? Erst einmal: Diese Reihe hat einfach so wunderschöne Cover. Am wichtigsten jedoch: Mit „Drachenbrut“ konnte mich Naomi Novik vollkommen für diese Reihe begeistern. Das liegt an einer interessanten Kombination aus Drachenfantasy mit realem historischem Hintergrund, an den liebevollen und herzerwärmenden Charakteren, einem flüssigen und ruhigen Schreibstil und einer spannenden und manchmal auch humorvollen und dramatischen Handlung, die mich zum Lachen und Weinen bringen konnte. Für mich wieder ein Buchhighlight!


     

    Der Beginn einer lebenslangen und wunderbaren Freundschaft

     


    „Laurence dachte nicht länger an ihn als eine Kreatur, für die er die Verantwortung trug, sondern eher an einen vertrauten Freund, der ihm bereits das Liebste im Leben geworden war und auf den er sich ohne Bedenken verlassen konnte.“


     

    (S. 90 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


    „Drachenbrut“ von Naomi Novik spielt zur Zeit der napoleonischen Kriege. In dieser von der realen Vergangenheit abgewandelten Welt werden Drachen sozusagen als Luftwaffe genutzt. Einige können Feuer speien, andere Säure, wieder andere keines von beiden, sind dafür vielleicht jedoch größer – oder kleiner -, geschicklicher und haben mehr Kampfkraft. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie können sprechen und sind sehr treue Begleiter. Wenn Drachen schlüpfen und von einem Menschen einen Namen und ein Geschirr erhalten, so entsteht zwischen dem Drachen und dem Menschen eine lebenslange Verbundenheit, die man kaum bis gar nicht mehr lösen kann – und beide können sich bedenkenlos auf den anderen verlassen. Als Flieger hat man somit einen lebenslangen Dienst, der sich von einem „normalen“ Leben grundlegend unterscheidet, denn der Drache wird zu einem Lebensmittelpunkt. Die Handlung von „Drachenbrut“ beginnt damit, dass die Reliant, ein englisches Kriegsschiff, eine französische Fregatte aufbringt und sie versteckt unter dem Deck ein Drachenei finden, welches kurz vor dem Schlüpfen ist. Eine einmalige Gelegenheit, um für das englische Militär einen Drachen zu gewinnen. Als nach kurzer Zeit aus dem Ei ein wunderschöner schwarzer Drache schlüpft, wird Will Laurence, der Kapitän der Reliant, von diesem erwählt. Und Laurence kommt seiner Pflicht nach, legt dem Drachen das Geschirr an und gibt ihm den Namen „Temeraire“. Von da an ändert sich Laurences Leben schlagartig, denn für ihn und Temeraire steht eine fordernde Ausbildung und ein Krieg bevor. Doch zusammen können sie alles schaffen…

     


    Großartige Drachenfantasy!

     


    „Er selbst war nie ein großer Leser gewesen, doch Temeraires Freude an Büchern war so ausgeprägt, dass sie ansteckend war, und Laurence konnte nicht umhin, mit tiefer Befriedigung an das Entzücken des Drachen über das neue Buch zu denken, welches in allen Einzelheiten von Edelsteinen und ihrem Fund handelte, obgleich ihn selbst dieses Thema nicht im Mindesten interessierte.“


     

    (S. 56 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


     

    Mir hat dieses Buch zu lesen so viel Freude bereitet! Wie oben schon erwähnt, finde ich es interessant und abwechslungsreich, dass hier die napoleonischen Kriege zu einer Art Drachenfantasy umgewandelt wurden. Die Geschichte selbst wird mit einem flüssigem und oftmals ruhigem Schreibstil erzählt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite packen konnte. Ab und zu wird es auch richtig actionreich. Allerdings setzt Naomi Novik mehr auf Charakterentwicklung und kleinere, dafür mehrere Spannungshöhepunkte, was mir sehr gefallen hat, wobei es jedoch am Schluss zu einem sehr spektakulären und dramatischen Showdown kommt. Für ein Fantasybuch hat die Story eine gute Länge, bleibt durchgehend spannend, sodass hier keine langatmigen Stellen auftauchen.

     


    „Dieser fantastische Plan schien alle drei unendlich zu erleichtern. Laurence bedauerte nun, dass er so viel Rum getrunken hatte, denn er konnte keinen Protest äußern, wie es, so spürte er, seine dringende Pflicht gewesen wäre.“


     

    (S. 262 des eBooks „Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenbrut“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


    Doch am meisten haben mir noch die liebevollen und herzerwärmenden Charaktere gefallen, die für einige amüsante Szenen (z. B. wenn Laurence versucht, Temeraire etwas zu erklären), aber auch für sehr tragische Momente gesorgt haben. Ich konnte mich mit ihnen freuen, lachen, mitfiebern – ja, und auch Tränen blieben da nicht weg. Laurence und der Drache Temeraire waren mir sofort sympathisch und sind mir, neben dem Königskupfer-Drachen Maximus, dem Langflügler Lily, dem kleinen gelben Drachen Levitas und vielen weiteren, sehr ans Herz gewachsen. Laurence, ein pflichtbewusster, nachdenklicher, sehr höflicher, loyaler und ruhiger Mensch, der sich für andere einsetzt und für den Temeraire ein wichtiger Freund geworden ist. Da aus seiner Sicht in Form des personalen Erzählers die Geschichte erzählt wird, passt der Schreibstil richtig gut zu seinem Charakter. Der schwarze Drache Temeraire, der eigenwillig, intelligent, wissbegierig, total niedlich und pragmatisch ist, noch dazu Schmuck und Bücher liebt und sehr gerne mit Laurence über Themen diskutiert. Und auch die anderen Charaktere sind wirklich gut gelungen. Es ist so unfassbar rührend, wie sich hier Drachen und Menschen gegenseitig um einander sorgen und für einander kämpfen. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf die weiteren Bände, denn ich möchte mehr von dieser Geschichte und den Charakteren lesen. Nur leider wird es noch etwas dauern, bis ich aus zeitlichen Gründen den nächsten Band lesen kann. Doch gegen Ende des Sommers steht diese Reihe ganz oben auf meiner Leseliste!

     


    Fazit:

    Herzerwärmende und richtig spannende Drachenfantasy-Geschichte mit realem historischem Hintergund. Naomi Novik konnte mich von der ersten Seite bis zur letzten mitreißen und mein Herz für diese wunderbaren Charaktere schlagen lassen. Für mich steht definitiv schon fest: Ich werde die gesamte Reihe lesen! Absolut empfehlenswerter Auftaktband! Und ich freue mich schon so auf die weiteren Geschichten mit Laurence und Temeraire.

  11. Cover des Buches Wenn Ozeane weinen (ISBN: 9783956491801)
    Ben Bennett

    Wenn Ozeane weinen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: sydneysider47
    Worum geht es in dem Buch?

    Wir schreiben das Jahr 1975 in Monterey - in der Nähe der berühmten "Cannery Road", die schon John Steinbeck in seinen weltberühmten Romanen um die "Straße der Ölsardinen" beschrieben hat.

    Amber kommt mit ihrer Mutter Claire in den Haushalt der reichen Familie Seagarden. Claire soll dort als Haushälterin und Kinderfrau arbeiten. Die Seagardens haben ein imposantes Anwesen in den Dünen von Monterey. Allerdings herrscht bei den Teagardens tiefe Trauer: Edward Seagarden hat vor kurzem seine geliebte Frau verloren, und sein Sohn Taylor vermisst seine Mutter auch noch sehr.

    So ist es schwer für Claire und auch für Amber, in diesem Haus Fuß zu fassen. Taylor ist in sich gekehrt. Das ändert sich, als er während eines Bootsausflugs ins Meer stürzt. Er wird gerettet - und es scheint, dass ein Mädchen, das im Meer lebt - und das nicht nur Taylor gesehen hat, sondern auch Amber - ihm das Leben gerettet hat.

    Auf einmal blüht Taylor auf - er lässt auch Amber nachts in seiner Nähe schlafen. Taylor beschließt, dem Mädchen im Meer eine Puppe zu schenken - aber dieses Mädchen lässt sich nicht mehr blicken. Mandy - so nennen Amber und Taylor dieses Mädchen.

    Großvater William  - der Vater von Edward - beschließt, Mandy im Meer zu finden. Aber egal, welche teuren Hilfsmittel er dafür einsetzt, das Mädchen Mandy bleibt verschwunden.

    11 Jahre später - also 1986 - ist William bereits gestorben, und Amber und Taylor stehen kurz vor ihrem Schulabschluss. Zwischen ihnen hat sich eine Sympathie entwickelt, die man mit einem Verhältnis zwischen Schwester und Bruder vergleichen kann. Auch Claire arbeitet noch bei Edward, sie führt seinen Haushalt - und Amber wohnt mit ihrer Mutter weiterhin dort. Aber das Verhältnis zwischen Claire und Edward hat sich nicht vertieft - sie leben weiterhin nebeneinander her wie Angestellte und Arbeitgeber.

    Taylor hat sich zu einem Frauenschwarm entwickelt - aber noch macht er sich nichts aus Frauen. Nach der Schule möchten Amber und er Meeresbiologie studieren.

    Eines Tages wird eine Puppe gefunden in der Nähe des Monterey-Aquariums. Und ein Verdacht steht im Raum: Ist Mandy wieder da? Werden Amber und Taylor sie bald wieder sehen?

    Und auf einmal ist Mandy gefangen im Aquarium von Monterey. Sie ging in das Netz eines Schiffes, offensichtlich, als sie ihre Puppe suchte. Amber und Taylor sind beglückt, als sie das Wesen wieder sehen, an dessen Existenz sie jahrelang glaubten - aber über das sie nicht, anderen Menschen gegenüber, reden wollten, um nicht als "Spinner" abgetan zu werden. Genau wie William.

    Was aber wird jetzt mit Mandy passieren? Sie kann doch nicht im Aquarium bleiben. Könnte das nicht gefährlich werden für sie?

     

    Meine Leseerfahrung:

    Einlesezeit in dieses Buch brauche ich nicht - ich bin sofort mittendrin in der Handlung.

    Amber ist die Ich-Erzählerin, sie hat eine sehr blumige und ausschmückende Sprache. Weiterhin denkt sie viel und ausgiebig über dies und das nach, und so passiert innerhalb der ersten 40 Seiten recht wenig.

    Ich will aber wissen, ob das Mädchen Mandy aus dem Meer nochmals auftaucht - und wie sehr sie weiterhin das Leben von Taylor und seinem Vater beeinflusst. Das passiert zuerst lange nicht - und auf einmal lese ich einen Zeitsprung. Amber und Taylor sind Jugendliche, der Schulabschluss ist nahe - und auf einmal scheint Mandy wieder da zu sein. Die Meerjungfrau, die Taylors Leben rettete. Was soll mit ihr passieren?

    Zügiger lässt sich das Buch ab der Handlung von 1986 lesen. Endlich ist Mandy wieder da. Amber und Taylor sind fast erwachsen - und sie müssen eine Entscheidung treffen. Werden sie Mandy retten - oder Edward gewähren lassen, der aus der Tatsache, dass er eine Meerjungfrau "besitzt", Geld machen will. Sensationslüstern ist er - und er sieht schon das Fernsehen, die Presse, die Wissenschaft und viele Besucher nahen, die alle Mandy sehen wollen.

    Taylor ist zwiegespalten. Endlich kann er Amber gestehen, dass sie seine beste Freundin ist. Aber noch will er mit ihr keine Liebesbeziehung eingehen - denn irgendwas an Mandy zieht ihn magisch an und lässt ihn glauben, dass Mandy die Frau für sein Leben sei.

    Für wen wird sich Taylor entscheiden - für Amber oder für Mandy? Und wie geht es mit Mandy weiter?

    Diese Fragen fesseln, packen und faszinieren mich. Ein modernes Märchen lese ich hier - eine Art "Die kleine Meerjungfrau" im 21. Jahrhundert. Das ist mal andere Lektüre als die, die ich sonst lese. Andere Lektüre, aber ebenfalls äußerst packend.

    Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter. Einen Stern ziehe ich ab wegen diverser Langatmigkeiten in der Lektüre.

     

  12. Cover des Buches Todesschiff (ISBN: 9783596194933)
    Yrsa Sigurdardottir

    Todesschiff

     (129)
    Aktuelle Rezension von: breathingfailure

    Ich liebe die Bücher der Autorin, muss jedoch sagen, dass es das schwächste Buch der Reihe ist. Am Anfang war es so spannend, dass ich das Buch kaum weglegen konnte, doch im Verlauf der Handlung waren mir die Zeitsprünge zu oft und das machte das Leseerlebnis viel zu zäh. Zudem muss ich sagen, dass die Haupthandlung und der Kern des Falls viel zu banal war für die ganzen ,,Zufälle'' und Geschehnisse in der Geschichte. Ich hätte mir etwas mehr wumms gewünscht. Einzig das Ende hat mich dann doch wieder ein bisschen gepackt. Obwohl ich das Buch jetzt etwas schlecht geredet habe, ist es trotzdem ein gutes Buch, meiner Meinung nach. Es kann nur mit seinen Vorgängern nicht mithalten.

  13. Cover des Buches Winteraustern (ISBN: 9783455000788)
    Alexander Oetker

    Winteraustern

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Frenzchen

    Das Aquitaine im Winter. Die Touristen sind fort, es kehrt Ruhe ein, die Franzosen geniessen jetzt vor Weihnachten die Ruhe und ihren Landstrich. Da werden zwei Austernfischer tot aufgefunden. Luc Verlain, der zufällig beim Auffinden der Leichen dabei war, beginnt zu ermitteln. Und Verdächtige gibt es genug.

    Es ist inzwischen der dritte Krimi um Luc Verlain, der in der Region Aquitaine in Frankreich spielt. Alexander Oetker hat seine Figuren weiter entwickelt. Luc ist immer noch hin- und hergerissen zwischen seiner großen Liebe Paris und seinem Heimatort, an der er (vorübergehend) zurückgekehrt ist, um bei seinem todkranken Vater zu sein. Alexander Oetker spielt hier mit der Zerissenheit Lucs, dazu kommt noch eine neue Liebe und die alte wiederentdeckte Liebe zu seiner Heimat.

    Alexander Oetker beschreibt die Region, die Landschaft detailreich und mit viel Liebe, ebenso die kulinarischen Genüsse. Er schafft eine schöne Atmosphäre, so dass man sich die Region gut vorstellen kann. Das macht aus dem Krimi einen Fall, der nicht so schnell vorankommt, und der somit auch nicht super spannend ist. Es macht aber Spaß, ihn zu lesen. Der Fall wird realitätsnah beschrieben, mit Bezug auf aktuelle Probleme wie den Klimawandel, die Globalisierung, die Umweltverschmutzung. Man lernt viel über die Austernzüchterei. 

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, jeder hat seine Ecken und Kanten und Geheimnisse. Es ist nicht notwendig, die vorherigen Bände zu lesen, es ist jedoch von Vorteil. Lucs Privatleben, das neben dem Fall eine große Rolle spielt, ist verworren. Er scheint teilweise nicht zu wissen, was er jetzt will. Und ein Geheimnis, von dem er selber offenbar nichts weiß, deutet schon auf einen nächsten Fall hin. 

    Wenn man die vorherigen Bände kennt, erkennt man, dass sich handwerklich etwas getan hat. Der Krimi liest sich leichter, runder. Alexander Oetker wird von Buch zu Buch besser. Allerdings weniger gefallen hat mir, dass die vielen anscheinend für einen Frankreich-Krimi typischen französischen Wörter und Redewendungen nichts in deutsche übertragen wurden. Warum muss da stehen ‚Sohn eines ostréiculteur‘ und nicht ‚Sohn eines Austernfischers‘? Und das zieht sich durch das ganze Buch.


    Wer einen ruhigen Krimi mit viel Lokalkolorit in Frankreich mag, der wird sich hier wohlfühlen.

  14. Cover des Buches Renegade - Tiefenrausch (ISBN: 9783492702812)
    J. A. Souders

    Renegade - Tiefenrausch

     (257)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha
    Renegade-Tiefenrausch
    Dieses Buch habe ich mit einer ganz lieben Freundin und Booktuberin zusammengelesen und mir hat es im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen. Bei Renegade handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie, welche im Deutschen nicht fertig übersetzt wurde. Mich hat die Geschichte allerdings so weit gepackt, dass ich gerne auf Englisch weiter lesen werde.

    Inhalt
    Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System, doch als der Oberflächenbewohner Gavin in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.

    Meinung
    Zuerst muss ich sagen, dass ich keinen einfachen Start mit diesem Buch hatte. Man muss sich ersteinmal in den Stil der Autorin hineinfindne, bzw. in die Gedanken, welche die Protagonistin immer wieder vor sich her betet. Alles ging Anfangs auch sehr schnell und die Ereignisse haben sich fast überschlagen. Doch nach und nach gefiel mir ganz gut in welche Richtung sich die Geschichte entwickelte. Elysium ist eine ganz eignene Welt, auch wenn man viele Strukturen dieser Gesellschaft schon aus anderen Dystopien kennt. Mutter ist eine sehr herrische Figur und es ist schrecklich was sie mit ihrer "Tochter" und den Bürgen macht. Man findet im Buch Romantik, Spannung und Action. Es passieren zwar einige Dinge, die man vorhersehen konnte, trotzdem stört dies nicht den Lesefluss. Leider mochte ich Gavin nicht und ich finde es auch unrealistisch wie plötzlich er und Evelyn sich verlieben. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen  und ich werde weiter lesen. 4 Sterne gibt es für Renegade.
  15. Cover des Buches Young Sherlock Holmes (ISBN: 9783596193011)
    Andrew Lane

    Young Sherlock Holmes

     (106)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Ein totgeglaubter Auftragskiller und ein Verbrechen, das ein ganzes Land erschüttert, halten den jungen Sherlock Holmes in Atem. Und dann ist da noch sein Bruder, der irgendwie in dieser Geschichte mit drinzuhängen scheint. In seinem zweiten Fall führt die Spur den jungen Sherlock Holmes an einen Ort, an dem Leben und Tod keinen Wert besitzen, die Wahrheit jedoch unbezahlbar ist.

     

    Band 2 der Young Sherlock Holmes Reihe startet genauso spannend und rasant wie Band 1 geendet hat. Auch dieses Mal wird Sherlock unfreiwillig in einen mysteriösen Fall verwickelt. Ich konnte schon eine kleine Charakterentwicklung bei Sherlock beobachten und die Dinge, die er in Band 1 gelernt hat, wendet er immer sicherer an. Mir hat es viel Freude bereitet, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Andrew Lane schafft es immer wieder, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Ich liebe seinen Schreibstil und konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Faszinierend finde ich, dass nach und nach mehr gezeigt wird, wieso Sherlock später so ist, wie er eben ist. Wer seine Lehrer waren, wie er zu Vorlieben, Leidenschaften und Strategien gekommen ist. Verwunderlich fand ich, dass all die Schlägereien, Adrenalinkicks und Tode ihm kaum etwas auszumachen scheinen. Wenn ich jedoch an den erwachsenen Sherlock denke, wundert es mich etwas weniger. Dieses Buch konnte mich von Anfang an zu 100 % überzeugen.

  16. Cover des Buches Helle und der falsche Prophet (ISBN: 9783455009880)
    Judith Arendt

    Helle und der falsche Prophet

     (78)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Dies ist mein erster Helle Jespers Krimi und er hat mich gleich gepackt. Die Geschichte ist auch ohne Vorkenntnisse leicht lesbar, denn es werden kurze Erklärungen und Rückblicke zu der Ermittlerin mitgeliefert.

    Helle befindet sich gerade im Urlaub als ein dramatisches Ereignis ihre wohlverdiente Ruhe stört. Merle eine gute Bekannte ihres Sohnes wird am Meer tot aufgefunden. Helle übernimmt die schwierigen Ermittlungen und ahnt nicht welche weitreichenden Kreise dieser Unglücksfall noch zieht.

    Eine taffe und kluge Ermittlerin, die sympatisch und kompetent agiert, ein spannender und clever konstruierter Fall, fesselnd und gut geschrieben. 

    So muss ein Krimi sein! Lesenswertes Buch

  17. Cover des Buches Léon und Louise (ISBN: 9783423253635)
    Alex Capus

    Léon und Louise

     (557)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Die Lebensgeschichte und Liebesgeschichte von Leon Le Gall, geboren um die Jahrhundertwende in Frankreich, spielt natürlich im 20. Jahrhundert, passt aber streckenweise so gut wie lange kein anderes Buch in unsere Zeit. Das Leben und Lieben Leons, der sich mit 17 in die gleichaltrige Louise verliebt, eine Liebe, die bis an ihr Lebensende hält und dennoch immer starken Widerständen ausgesetzt ist, ist geprägt durch die beiden Weltkriege. Vor allem die Zeit des zweiten Weltkriegs, Leon lebt als Polizeichemiker in Paris, einer besetzten Stadt in der alles gelähmt ist, aber weiterläuft. Zum ersten Mal hab ich bemerkt, dass unsere Corona-Situation, vor allem mit der Ungewissheit, wie lange sie noch anhalten wird, sehr nah an dem Kriegsszenario ist. Täglich sterben hunderte Menschen, das öffentliche Leben ist wie betäubt und trotzdem machen alle irgendwie weiter. Das ist nur ein Aspekt des insgesamt auch tollen Buches, hat mich aber sehr beeindruckt.

  18. Cover des Buches Kälteschlaf (ISBN: 9783404165469)
    Arnaldur Indriðason

    Kälteschlaf

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Anita_Naumann
    Vor kurzem habe ich in einem Bücherschrank diesen isländischen Krimi gefunden und mitgenommen. Es ist zwar schon der achte Band einer Reihe um den Ermittler Erlendur aber man kommt auch gut rein, ohne die vorherigen Bände zu kennen. Die Geschichte um eine Frau, die in ihrem Ferienhaus Selbstmord begeht, war eigentlich ganz spannend und bringt den Kommissar schließlich auch auf die Lösung bei zwei alten Vermisstenfällen, aber so richtig packen konnte mich die Geschichte nicht. Manche Gespräche Erlendurs gerade mit seinen Kindern oder seiner Ex-Frau fand ich teilweise auch recht schräg, aber vielleicht ist die isländische Mentalität auch eine völlig andere. Da ich keine Isländer kenne und auch sonst bisher nicht mit dem Land in Kontakt gekommen bin, kann ich das nicht beurteilen. Mein Fazit daher: 3 von 5 ⭐.
  19. Cover des Buches Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (ISBN: 9783551582737)
    Jennifer E. Smith

    Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

     (512)
    Aktuelle Rezension von: hatschivy

    Klappentext:

    Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen ...


    Meinung:

    Hadley ist eine Teenagerin, die einfach Null-Bock auf ihren Vater geschweige denn seine Hochzeit hat, zumal er sie und ihre Mutter dafür verlassen hat. Wir können uns also vorstellen, wie viel Spaß ihr dann der Flug nach London macht (den sie unabsichtlich oder nicht verpasst hat). Sie lernt auf dem Flughafen/im Flugezeug einen Jungen namens Oliver kennen, der auch eine Familienangelegenheit in London hat. Die beiden verstehen sich blendend, auch wenn jeder seine eigenen Geister der Vergangenheit hat und nicht preisgibt, so können sie nicht umhin aber ihre Anziehung zu einander spüren. 

    Oliver ist ein guter Zuhörer und ohne weg sympathisch durch seine offene Art und Weise. Auch er ist nicht gut auf seinen Vater zu sprechen ein weiterer Punkt den die beiden gemeinsam haben. Auf dem Flughafen in London scheinen sich ihre Wege zu trennen (auch wenn ich insgeheim gehofft hat, dass Oliver aus irgendeinem Grund auch auf die selbe Hochzeit geht wie Hadley). Doch Hadley wird klar, dass sie die Gelegenheit nutzen muss um den Jungen ihrer Träume wieder zu sehen....

    Die Lektüre war lockerflockig und ich habe sie zwischendurch in meinem hektischen Alltag genossen.


    Fazit:

    Was nettes für zwischendurch, was uns etwas über Vergebung und Liebe lehrt!

  20. Cover des Buches Eine kurze Geschichte von fast allem (ISBN: 9783442310029)
    Bill Bryson

    Eine kurze Geschichte von fast allem

     (398)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?

    Bill Bryson erzählt hier eine kurze Geschichte von wirklich fast Allem, angefangen beim Urknall über die Atome bis hin zur Plattentektonik. Er stellt Fragen, die uns schon seit Kindesbeinen beschäftigen: Wie viel wiegt die Erde? Und wie kann man die überhaupt Wiegen? Bryson versucht auf diese und viele andere Fragen eine verständliche Antwort zu geben.


    Meine Meinung:

    Ich liebe dieses Hörbuch (bzw. Buch). Bill Bryson hat eine so humorvolle Art und Weise trockene und hochwissenschaftliche Themen für “Nicht-Schnell-Schnaller” wie mich zu präsentieren, sodass ich nun einen guten Überblick über die Bereiche der Physik, Astronomie, Chemie und Geologie habe. Demnächst kann ich also gepflegt klugscheißen!

    Humorvoll und tatsächlich verständlich, eine tolle Mischung um das Gesagte wirklich zu verinnerlichen und sich zu merken. Lustige Sprüche, bei denen er sich selbst nicht zu ernst nimmt, ließen mich mehr als einmal schmunzeln.

    Wusstet ihr, dass die Entfernung der Sonne zur Erde ausschlaggebend für unser Überleben ist? Nur kleine Unterschiede in dieser Entfernung, und wir wären entweder Kohle, oder Eiszapfen!

    Ich denke, dieses Buch ist nicht nur für Erwachsene eine Bereicherung, sondern auch für viele Jugendliche, die sich den trockenen Schulstoff mit dieser Lektüre oder auch dem Hörbuch besser merken können.

    Oliver Rohrbeck ist ein toller Sprecher. Ich hing förmlich an seinen Lippen und empfand seine Stimme als sehr angenehm. Positiv finde ich auch, dass er das Wort Buch durch das Wort Hörbuch ersetzt, eine Kleinigkeit, die mir aber zeigt, wie viel Mühe er sich beim Lesen gegeben hat.

    Für mich wird das definitiv nicht der letzte Bill Bryson sein!


    Fazit: Ein tolles Sachbuch und ein tolles Hörbuch, leicht und verständlich mit viel Humor, dass ich jedem empfehlen kann, der gern etwas über Universum erfahren möchte.

  21. Cover des Buches In einem Boot (ISBN: 9783839001509)
    Charlotte Rogan

    In einem Boot

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Chimiko
    Selbst nachdem ich einige mittelmäßige Bloggerstimmen gelesen hatte, konnte ich die Neugierde auf dieses Buch nicht unterdrücken und habe dann schnell zugegriffen, als ich die Möglichkeit hatte. Und für mich hat es sich durchaus gelohnt.

    In einem Boot hat mich wirklich beeindruckt. Ich kann es nicht anders ausdrücken, denn es ist ein Buch, das mich nicht nur während dem Lesen gefesselt hat, sondern das mich auch im Nachhinein einfach nicht losgelassen hat - ich musste immer über diese Situation nachdenken. Das lag auch daran, dass ich mich beim Lesen so fühlte, als wäre ich mittendrin auf diesem kleinen engen Boot. Praktisch bei jeder Seite, bei jeder Interaktion der Protagonisten fragte ich mich: Wie würdest du in dieser Situation reagieren? Was würdest du machen? Könntest du überhaupt anders handeln? - Das ist die absolute Stärke dieses Buches. Durch diese Ungewissheit, wie man selbst handeln würde, wird die ganze Situation einfach noch beängstigender, man fühlt sich beklemmt und zugleich begierig darauf zu wissen, wie es weiter geht. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
    Wirklich alle Abgründe der menschlichen Seelen werden in dieser mehr als nur extremen Grenzsituation hervorgearbeitet und das ist es, was In einem Boot so bedrückend und eindrucksvoll zugleich gestaltet. Es ist kein Actionbuch, es gibt nur einen richtigen Schauplatz, es gibt nicht viel Handlung, dafür wird die menschliche Psyche umso intensiver dargestellt. Salopp gesagt: Das ist einfach verdammt gut gelungen!
    Und das Gute ist: Für so ein Psychogramm müssen die Protagonisten nicht sympathisch sein, denn das sind sie hier auch nicht. Aber dafür passt ihre Darstellung umso besser zum Kontext, denn wer zeigt schon in einer solchen Extremsituation seine besten charakterlichen Eigenschaften? Ich bin mir sicher, ich wäre jedenfalls keine Gentlewoman, wenn ich in so einem Boot in so einer Situation sitzen würde. Es sind auch nicht alle Charaktere so präsent, obwohl das Boot voll bis zum Anschlag ist. Doch a.) wäre das zuviel geworden und b.) bei der Masse unmöglich, aber c.) war das auch nicht unbedingt notwendig. Hier reichen die Figuren, die im Fokus der Ich-Erzählerin Grace stehen, vollkommen. Bei einigen Figuren, wie beispielsweise den italienischen 'Klageweibern' oder der zurückhaltenden Mutter, die ihren Sohn schützt, hätte dies auch die Geschichte gestört.
    Grace ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und somit kriegt man auch bei ihren einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, was sie jedoch nicht unbedingt sympathisch macht. Dennoch ist der Autorin - zumindest für mich - gelungen, diesen schmalen Grad zwischen Antipathie und Verständnis für das Handeln gekonnt entlang zu balancieren. Ich konnte ihr Handeln verstehen, denn für mich war es angesichts dieser Situation und ihrer Vergangenheit logisch.

    Der Rahmen in Form des Gefängnis und der Anklage ist zwar interessant, wirkt aber etwas gestaucht, eingeengt und konstruiert. Er hätte ruhig ein bisschen flüssiger und natürlich gestaltet sein dürfen, dennoch wurde die Tagebuchform dadurch perfekt integriert.
    Auch die Sprache, die der Zeit entspricht, hat mir gut gefallen. Ich lese diesen Stil recht gerne und Charlotte Rogan ist dies gut gelungen.

    Fasziniert hat mich jedoch nicht nur diese Situation, sondern auch die Tatsache, dass ich eigentlich wusste, wie das Buch endet und dennoch unbedingt wissen musste, was auf dem Boot geschieht. Ich war von dem Buch vollkommen in den Bann gezogen.

    Fazit

    Ein Buch, das ganz meinem Geschmack entspricht: Ich war vollkommen gebannt von dieser wunderbaren Darstellung von Figuren, die in Angesicht einer extremen Situation auch am Rande der Menschlichkeit stehen. Absolut lesenswert - natürlich nur, wenn man allgemein Geschichten mag, die sich in diese Richtung bewegen.
  22. Cover des Buches Das Korallenhaus (ISBN: 9783442380961)
    Anna Levin

    Das Korallenhaus

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Das Korallenhaus, von Mina Baites

     

    Cover:

    Wunderschön, und so kann man sich das Haus in das Nina einzieht vorstellen.

     

    Inhalt:

    Kurz vor ihrem neusten Projekt auf La Palma, erwischt die Meeresbiologin ihren Freund mit einer anderen Frau.

    Zu tiefst verletzt reißt sie nach La Palma  und stürzt sich in ihre Arbeit.

    Sie bezieht ein wunderschönes altes Haus um für sich alleine zu sein und sich ihren anziehenden Kollegen besser vom Hals halten zu können.

    In diesem alten Haus entdeckt sie das Tagebuch (von Serena) aus dem Jahr 1848.

    Je mehr sie darin liest, desto mehr fühlt sie sich mit Serena verbunden.

     

    Meine Meinung:

    Der Einstieg hat mir gut gefallen und ich habe mich sehr gefreut als Nina das Tagebuch gefunden hat, denn ich dachte, jetzt erfahren wird dann mehr über die Ureinwohner (Benahoaritas)  von La Palma, ihre Lebensweise, Gewohnheiten und Rituale.

     

    Doch leider wurde ich enttäuscht.

    Es entwickelte sich immer mehr zur seichten Liebesgeschichte wie wir sie zur Genüge kennen. Das Liebespaar verliebt sich – doch aus vielen herbeigeredeten Gründen kann man sich das ja nicht eingestehen und hält sich auf Abstand, was man dann ja wiederum nicht aushält, und so ist es ein ewiges Hin und Her bis sich die beiden am Ende dann doch kriegen.

     

    Dazwischen lesen wir dann aus dem Alten Tagebuch (auch hier geht es zum größten Teil nur um eine Liebesgeschichte – leider).

     

    Die Personen bleiben (für mich) allesamt farblos und flach, von ihren ach so gelobten“ Ambitionen“ kommt bei mir nichts an.  Viel Handlungen und Dialoge finde ich unglaubwürdig und konstruiert.

     

    Außerdem gibt es zu viele Wiederholungen, sei es in den Beschreibungen von Landschaften, von Gefühlen oder Verhaltensweisen. 

     

    Ein bisschen aufgepeppt wird das ganze durch die Tauchgänge im Meer und die Informationen die wir um die Korallen und die kriminellen Geschehnisse rund um diese erfahren. 

     

    Autorin:

    Mina Baites alias Anna Levin ist eine Geschichtenerzählerin. Seit gut zehn Jahren veröffentlicht die erfolgreiche Schriftstellerin zeitgenössische und historische Romane.

     

    Mein Fazit:

    Eine romantische Liebesgeschichte die auf La Palma spielt.

    Der Einstig hat mir super gefallen, doch dann ist es (für mich)  immer mehr zur seichten Liebesgeschichte abgedriftet. 

    Von mir 2,5 Sterne die ich mathematisch auf 3 aufrunde. 

     

  23. Cover des Buches Der Hut des Präsidenten (ISBN: 9783426517468)
    Antoine Laurain

    Der Hut des Präsidenten

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Daniel ist ein stiller und zuverlässiger Mitarbeiter einer Finanzfirma. Sein Leben wird jedoch kräftig umkrempelt, als er durch einen Zufall in den Besitz des Huts des von ihm verehrten Präsidenten François Mitterrand gelangt. Der Hut verleiht ihm ein neues Selbstbewusstsein, das letztendlich zu seiner lang verdienten Beförderung führt. Während des Umzugs in eine neue Stadt verliert er den Hut wieder und dieser gelangt in den Besitz der nächsten Person. So zieht der Hut mal beabsichtigt, mal aus Versehen von einer Person zu nächsten und unterstützt dabei seine jeweiligen Träger in vielerlei Hinsicht. So verleiht er Mut zum Ausbruch aus einer einseitigen Liebesbeziehung, inspiriert einen depressiven Künstler zu neuem Schaffen und hilft einer weiteren Person sich aus ihrem kleingeistigen Umfeld zu befreien, indem er ihr die Augen für die schönen Dinge des Lebens öffnet. 

    Ein bisschen schade fand ich es, dass von allen Personen ausgerechnet Daniel den roten Faden dargestellt hat. Seine große Unsicherheit und die Besessenheit von dem Hut fand ich zwischendurch wirklich übertrieben anstrengend und nervig. Die anderen Personen waren mir hingegen sehr sympathisch und auch mit dem Ende bin ich zufrieden. 

    Der Roman liest sich, auch dank der kurzen Kapitel, zügig und angenehm. Tiefgründige Gedankengänge der Protagonisten bleiben aus, was aber nicht weiter stört. So kann man die Lektüre perfekt mal zwischendurch einschieben und entspannt genießen. 

  24. Cover des Buches Transatlantik (ISBN: 9783498045227)
    Colum McCann

    Transatlantik

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    Dieser Roman ist eine weitgespannte irisch-amerikanische Familiengeschichte, die von 1845 bis in die Neuzeit reicht. Dabei mäandert McCann durch die Zeiten, entfernt sich von seinem Hauptthema, verfolgt andere Wege und Leben, verliert dabei aber nie den roten Faden. Man erfährt viel über irische Geschichte, über die große Hungersnot durch die Kartoffelfäule beispielsweise oder über die schwierigen Verhandlungen zwischen England und Irland.

    Es sind die großen Werte, mit denen der Autor sich in diesem Buch beschäftigt: Freiheit, Menschlichkeit, familiärer Zusammenhalt. In Bruchstücken, Puzzleteilen erschließt sich der Roman, findet man Verbindungen zwischen den Personen, überbrückt man Jahrhunderte. McCann schreibt in der Tradition irischer Barden, erzählt in Einzelschicksalen die Geschichte eines Volkes.

    Ein wirklich großartiger Roman, spannend, einfühlsam ohne falsches Pathos, mit einem genauen Blick auf das, was den einzelnen Menschen ausmacht. Genau so stelle ich mir gute Literatur vor!

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