Bücher mit dem Tag "atlas"
52 Bücher
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.001)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Meinung: Ein wirklich wunderschönes Buch welches mitten ins Herz geht- Lillys Geschichte ist so chaotisch wie im wahren Leben. Und ist leider in vielen Haushalten Alltag. Eine Geschichte die nicht nur schwarz und weiß aufzeigt, sondern gerade die verzwickten grauen, die uns das Leben schwer machen. *Achtung! Die Rezension enthält Spoiler. Triggerwarnung: In diesem Buch werden schwierige Thematiken wie häusliche Gewalt angesprochen. Wenn ihr damit Probleme habt, solltet ihr das Buch nicht lesen. *
Cover: Das Cover ist wirklich wunderschön und hat mir auf Anhieb gefallen. ♡ Der Hintergrund ist in einem zarten hellblau gehalten worden. Für mich die perfekte Farbe- das Buch hatte viele schöne Facetten und war so klar und feinfühlig. Eyecatcher des Buches ist eine wunderschöne rosa Orchidee die rechts aus der Ecke ragt- jedoch sind die Blüten dort, wo sie am schönsten erblühen sollten, gesplittert. Die Orchidee steht für Liebe und Stärke- keine Blume hätte den Inhalt des Buches so perfekt zusammenfassen können. Und auch die Schattenseiten so wunderschön visuell zeigen.
Schreibstil: Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen. :) Schon bei "Weil ich Layken Liebe" war ich von ihrer Feinfühligkeit begeistert. Und auch bei diesem Werk hat sie mich nicht enttäuscht. Gerade das Nachwort der Autorin hat mich unendlich doll und mitten ins Herz getroffen- denn die Autorin verarbeitet damit einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens und lässt uns daran teilhaben! Ihren Schreibstil würde ich tatsächlich als sehr leicht zu lesen, unglaublich feinfühlig und authentisch beschreiben wollen. Ich habe das Buch wirklich genossen und freue mich darauf, weitere Werke aus ihrer Feder zu lesen! ♡
Idee: Die Idee hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen- gerade die Zeitsprünge in die Vergangenheit von Atlas und Lilly, aber auch ihrer Mutter und ihrem Vater, anhand von Tagebucheinträgen war wirklich toll. Von den wunderschönen Jugenderinnerungen mit Atlas, bis zu den schlimmen mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Häusliche Gewalt ist hier definitiv ein zentrales Thema. Wenn auch wahrlich kein Leichtes. Denn alles, hat auch seine guten Seiten.. Ich finde es überaus wichtig, dass diese tabu Themen offen angesprochen werden und sage "chapeau an Colleen Hoover für diesen Mut!". Hauptgeschichte stellt aber das Chaotische Leben von Lilly und ihre absolut bezaubernde Liebesgeschichte zu Ryle dar. Ich habe diese Story wirklich genossen und habe ihre "nackten Wahrheiten" geliebt. Wie gerne hätte ich ihnen aus tiefstem Herzen ein happy End gewünscht, aber: Ihre Enscheidung war für alle das Richtige. Besonders schön fande ich die letzten Kapitel des Buches. Das Leben ist manchmal unerwartet schwer, aber gleichzeitig schön zugleich. Lilly konnte den Kreislauf aus Gewalt für sich und ihre Tochter durchbrechen. Auch wenn es ihr ein kleines bisschen das Herz gebrochen hat..Währenddessen lässt sie das Ungewisse in ihr Leben: Atlas. Ein für mich sehr akzeptables Ende mit ein bisschen Schmalz als Topping. :) Man merkt schon, dass ich ein bisschen im Team Ryle war. (entschuldigt Mädels!)
Charaktere: Die Charaktere sind wirklich unheimlich gut ausgearbeitet worden und ich müsste lügen, wenn ich sage, dass ich nicht mit jeden einzelnen von ihnen mitgefiebert hätte. ♡ Zu allererst: Wer wünscht sich nicht eine Freundin wie Alyssa? Ich habe selten so einen herzensguten Charakter genießen dürfen. Ihre Wärme und Herzlichkeit war einfach Balsam. :) Ganz große Alyssa Liebe. Wenn man sich ihr Gegenstück Marshall anschaut, erkennt man, dass auch er das Herz am rechten Fleck hat. Zwei sehr sympathische Menschen, die ich unbedingt erwähnen möchte! Das klassische Bonbon ist der Hauptcharakter: Lilly! Lilly ist alles andere als perfekt, ist manchmal ein wenig chaotisch, doch absolut authentisch mit ihren kleinen Macken und Fehlern. Dennoch habe ich sie wirklich und wahrhaftig gerade zum Ende hin wirklich bewundert. Und sollten wahre Superhelden nicht genau das verkörpern? Wer den klassischen Graucharakter darstellt ist für mich, ganz klar Ryle. Obwohl er immer unheimlich verliebt wirkt und so sanft zu Lilly ist, hat er doch seine düsteten Seiten.. und die haben es wirklich in sich.. Atlas, Lillys erste große Liebe hingegen, war immer gut zu ihr. Und ist selbst in ihren düsteren Zeiten für sie da, wie sie für ihn früher..
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sterne. Bei diesem Buch habe ich tatsächlich zuerst den Film gesehen, finde im Fazit aber tatsächlich beides gut. :) Natürlich werden die Emotionen im Buch sehr viel besser wiedergespiegelt. ♡ Ich habe Lilly als Charakter wirklich lieben gelernt und bin schon etwas wehmütig, jetzt wo ich das Buch zugeschlagen habe. Colleen Hoover hat hier eine wundervolle Geschichte gezaubert! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
- Olivie Blake
The Atlas Six
(396)Aktuelle Rezension von: WauwuschelIn einer magischen Welt, in der Medäer und Nicht-Medäer koexistieren, werden sechs begabte Magier ausgewählt, die für ein Jahr in der geheimen alexandrinischen Gesellschaft studieren können. Doch am Ende bleiben nur fünf von ihnen übrig, die über Macht und Wissen der ganzen Welt verfügen können.
“Vielleicht wurden sie innerlich in kleine Stückchen zerlegt, dann jedes Moralsinns beraubt und anschließend aus weniger menschlichen Teilen wieder zusammengeflickt. Vielleicht verkümmerten seine früheren Wertvorstellungen, wie ein rudimentärer Schwanzfortsatz. Ein kleiner Knubbel am Ende einer philosophischen Wirbelsäule.” -Tristan, einer der Auserwählten
Es gibt wohl kaum ein Buch, das so stark gehyped wurde und trotzdem überall grottenschlechte Bewertungen vorzeigt, wie dieses hier. Hinzu kommt, dass die Bewertungen in den nächsten zwei Büchern der Reihe nur noch schlechter werden, weshalb ich gedacht habe, dass ich mir endlich ein eigenes Urteil bilden sollte. Und ich muss gestehen, so schlecht ist es nicht, wirklich gut aber auch nicht, sodass meine Meinung mit drei Sternen schlussendlich neutral ist. Das Cover ist schlicht, aber schön, doch die Zeichnungen der Charaktere in dem Buch waren total unnötig. Tatsächlich hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen, er liest sich flüssig und ist teilweise zwar sehr ausschweifend, aber es passt zum Buch und vor allem passt es zu den Personen, denn wir bekommen die Sichtweisen von jedem der Auserwählten vorgelegt.
Gehen wir mal zusammen die größten Kritikpunkte durch und schauen, was dran ist. Das erste, was vielen missfällt, ist die unterentwickelte und unklare Welt bzw. Magiesystem. Nun hat mir das Worldbuilding recht gut gefallen, denn wir haben Medäer, die ganz vielschichtige Magie wirken können, wodurch die Story viel Handlungsspielraum bekommt. Wir sind zwar fast die ganze Zeit in der Bibliothek in London, aber auch die wurde interessant und schlüssig gestaltet. Es ist nicht komplex, doch ich kann verstehen, dass es manchen nicht gefällt, wie vage es bleibt und dass es keine genauen Regeln gibt. Manche Kandidaten müssen ihre wahre Magie sogar erst finden, was Zeit in Anspruch nimmt, aber im Großen und Ganzen ist der Aspekt noch das Beste im Buch. Die Geschichte zieht sich auch über ein Jahr, was zeitlich passt, sich aber wirklich ziehen kann.
Außerdem wird die schwache oder langweilige Handlung kritisiert, die keine echte Plotentwicklung zulässt und hier muss ich zustimmen. Wenn man ein Buch in die Hand nimmt, das mit Dark Academia wirbt, erwartet man viel Spannung und Kämpfe, bis eben einer stirbt wie versprochen. Stattdessen wird monatelang, über ewig viele Seiten hinweg nur gelernt und gelernt und das Gelernte angewendet. Die Kandidaten versuchen sich gegenseitig einzuschätzen und es gibt einige psychische unterschwellige Kämpfe, aber das wars und selbst das Finale kann man nicht als solches bezeichnen. Es stimmt, dass man wegen dem kleinen Cliffhanger weiterlesen möchte, aber es ist kein Muss und man könnte das Buch jederzeit pausieren und ein anderes Mal weiterlesen, was nicht der Sinn eines guten Buches ist. Denn eigentlich ist es ein Kampf um einen festen Platz in der alexandrinischen Gesellschaft, aber davon spürt man nichts.
Weiterhin wird große Kritik gegenüber den langweiligen und flachen Charakteren ausgesprochen und auch das kann ich verstehen. Manche Personen mag man, andere hasst man gefühlt aus Prinzip, doch zu keinem von ihnen konnte ich eine emotionale Verbindung herstellen und das war schade. Trotzdem hat es teilweise Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen, wie sie die Geheimnisse des Universums entschlüsseln und die Gesellschaft sowie ihre Moral hinterfragen. Es kommt zu interessanten Szenen, die allein dafür sorgen, dass man das Buch nicht abbricht. Die Entwicklung der Personen ist zwar sehr langsam, aber man merkt Unterschiede gegen Ende des Buches, was hoffentlich den zweiten Teil des Buches interessanter macht. Auch haben wir keine Liebesgeschichte, was für mich ein Plus ist. Intime Szenen sind dabei, ja, aber nur sehr sporadisch, sodass sich auf die Handlung fokussiert wird, oder zumindest auf die, die vorhanden ist.
Libby und Nico sind die Physiomagier, die Materie verändern können und sehr mächtig sind. Sie ist die klischeehafte gute Person, die voller Selbstzweifel ist und er der charmante Junge. Zwischen ihnen hätte was passieren können, aber das ist nicht geschehen und besonders Nico hat seine eigenen Motive. Im ersten Abschnitt, als sie mit Wurmlöchern und der Zeit herumgespielt haben, war es noch ein wenig spannend, das hat sich aber mit der Zeit gelegt.
Tristan ist der einzige Medäer, der seine eigene Kraft nach und nach kennenlernt und auch wenn sie interessant ist und Potenzial hat, ist die Entwicklung sooo langsam, dass das Interesse schnell wieder vergeht. Reina ist die einzige Person, die man verstehen kann, denn sie hält sich aus dem Theater raus, ist schlau, macht ihr eigenes Ding und ist durch ihre ungefilterte Macht und Kampfkunst eine der Stärksten. Hier erhoffe ich mir in den Folgebänden am meisten.
Parisa, Telepahtin, und Callum, Empath, sind diejenigen, die ein wenig Fortschritt in die Story bringen und gefährlich manipulativ sind. Sie haben jeweils ihre eigene Agenda und haben keine Skrupel. Ihre psychische Macht ist berauschend, aber sie wird nicht so oft eingesetzt und richtig in Szene kommen sie nicht. Außerdem täuschen sie alles und jeden und spinnen ihre Intrigen, deren Ergebnisse den Leser bei Laune halten, aber sie auch wieder super viel Zeit brauchen.
Zum Schluss gehe ich noch auf den Kritikpunkt über die langweiligen Dialoge und die gezwungen zum Nachdenken anregenden Sätze ein, die mit der Zeit nerven. Man merkt, dass die Autorin viele Theorien über das Universum hat, wie beispielsweise das Raum-Zeit-Gefüge oder der Kampf der Fronten Wissen-ist-gefährlich-und-nicht-jeder-darf-es-beseitzen Vs. Wissen-muss-frei-zugänglich-für-jeden-sein, und sie gezwungen in dem Roman etabliert. Kein junger Erwachsener führt solch tiefsinnige Gespräche aus dem Nichts, was 70% der Dialoge unbrauchbar macht. Der Rest wiederum verspricht Spannung und der Hintergrund des Buches sowie die Motive der Machtpersonen kommen nach und nach ans Licht, was wiederum den zweiten Band gut vorbereitet.
Insgesamt muss sich jeder ein eigenes Bild über das Buch machen, denn es hat viele berechtigte Kritikpunkte, während die eigentliche Prämisse vielversprechend ist!
- Katharine McGee
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
(611)Aktuelle Rezension von: blue-jenManhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.
Die Kapitel sind immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben. Gerade anfangs ist es sehr schwierig die ganzen Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Ebenso sind es extrem viele Personen, die eine Rolle spielen. Das ganze führt dazu, dass für mich kein richtiger lesefluss entstand. Dadurch war die Geschichte etwas zäh.
Zum Großteil waren die Personen auch extrem oberflächlich und auf sich selbst bezogen, die keimenden Liebesgeschichten konnte ich nicht nachempfinden…. Insgesamt war es mir auch zu viel Drama drum herumBand 1 hat einen Abschluss, auch wenn band 2 direkt anschließt und noch Fragen offen sind werde ich die beiden Folgebände nicht mehr lesen
- Colleen Hoover
It Ends With Us (English Edition)
(360)Aktuelle Rezension von: he20nniColleen Hoover hat eine unfassbare Welle von Hate auf Social Media abbekommen, deshalb bin ich mit einigen Zweifeln in das Buch eingestiegen. Ich hatte mir das Buch schon vor Jahren gekauft, als Colleen Hoover noch in ausschließlich positivem Licht stand, deshalb wollte ich es nicht ungelesen in meinem Schrank stehen lassen.
Ich muss sagen, ich habe Schlimmes erwartet, aber ehrlich gesagt, ich fand das Buch nicht schlecht.
Natürlich ist die Romantisierung von häuslicher Gewalt absolut falsch, und ich kann verstehen, warum das Buch auf viel Kritik gestoßen ist. Aber wird hier wirklich Romantisiert, was mit Lily passiert? Ich denke nicht.
Lily's Vertrauen wird mehrfach von Ryle missbraucht und dennoch kommt sie immer zurück zu ihm. Bis sie es eines Tages nicht mehr tut. In "it ends with us" wird sehr real und ehrlich beschrieben, wie es ist, in einer toxischen Beziehung zu sein. Denn genau das ist die Realität! Soo viele Frauen gehen zurück zu ihren (Ehe)männern, obwohl sie wissen, dass das, was passiert ist, nicht richtig und nicht okay ist. Das kenne ich leider auch aus meinem Freundinnen-Kreis...
Wichtig finde ich, dass Lily sich am Ende für sich selbst entscheidet und gegen Ryle. "It ends with us" - das "Trauma" der Generationen wird gebrochen durch Lilys Entscheidung.
Trotzdem habe ich gemischte Gefühle, weil für mich einige Entscheidungen schwer nachvollziehbar waren und ich mir ein klares Statement der Autorin in Bezug auf das Thema häusliche Gewalt gewünscht hätte.
- Lucinda Riley
Die verschwundene Schwester
(319)Aktuelle Rezension von: marieke3110Wow, ich bin überweltigt und weiß ehrlich gesagt, garnicht, wie ich das Buch zur verschwundenen Schwester bewerten soll...
Zum einen bin ich so unfassbar gefesselt gewesen von den drei Zeitsträngen und von den vielen Figuren. So viel Glück für so viele verschiedene Personen... einfach schön. Und natürlich den unvergleichlichen Schreibstil der Autorin...
Zum anderen fand ich die drei Geschichten sehr losgelöst voneinander... leider wurde erst "so spät" die Verbindung aufgeklärt... auch das Ende stellt mich leider nicht zufrieden, denn ich weiß, dass es im Abschlussband weitergeht, aber dieses Ende ist einfach schrecklich unentgültig...
Ich freue mich auf Pa Salts Geschichte und hoffe das dann alle Fragen aufgeklärt sind.
- Lucinda Riley
Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
(257)Aktuelle Rezension von: Micheleas_SternenstaubIch habe diese Reihe erst Mitte 2025 entdeckt und jedes einzelne Buch regelrecht verschlungen. Selten haben mich Bücher so tief berührt, meine eigene Kreativität geweckt und die Verbindung zu mir selbst gestärkt wie die Geschichte der sieben Schwestern (und das will wahrlich etwas heissen, denn ich beschäftige mich gerne mit Persönlichkeitsentwicklung, Yoga und solchen sachen).
Mit 'Atlas – Die Geschichte von Pa Salt' findet diese epische Reise ihren krönenden Abschluss. Es ist ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite unfassbar bewegt hat. Pa Salts Geschichte ist so tiefgründig und voller Seele, dass ich am liebsten bis in die Unendlichkeit weitergelesen hätte.
Ich kann diese Reihe jedem nur uneingeschränkt ans Herz legen – wenn ich eine Empfehlung betreffend der Reihenfolge abgeben darf: Ich würde sie der Reihe nach lesen.
Keine Geschichte auf dieser Welt hat meine Fantasie mehr beflügelt. Ein absolut würdiger Abschluss für ein literarisches Meisterwerk, das weit über die letzte Seite hinaus nachwirkt.
- Rick Riordan
Percy Jackson - Der Fluch des Titanen
(1.727)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Ich bin direkt gut in den dritten Band reingekommen. Die Geschichte knüpft gewohnt locker an und Percy ist genauso wie immer – chaotisch, mutig und einfach Percy. Annabeth hat mir allerdings richtig gefehlt, was man über das ganze Buch hinweg merkt. Ihre Dynamik mit Percy gehört für mich einfach dazu.
Zoe und die Jagd fand ich an sich cool, auch wenn mir das Ende ihrer Story nicht so gut gefallen hat. Es war irgendwie stimmig, aber trotzdem ein bisschen blöd – da hätte ich mir etwas anderes gewünscht.
Die Spannung lag für mich so bei 5–6 von 10. Man merkt einfach, dass das Buch sich eher an jüngere Leser richtet. Ich habe es gern gelesen, aber ich bin halt einfach keine Jugendliche mehr. Dadurch hat mich vieles nicht mehr so gecatcht wie früher.
Besondere Highlights oder Szenen, die mir krass im Kopf geblieben sind, gab es diesmal nicht.
Die Nebenfiguren wie Thalia, Grover und Bianca fand ich wieder gut und passend, aber niemand stach besonders heraus.
Das Setting hat mir gefallen – Camp Halfblood, die Reise, die Götterorte – das war alles wieder typisch Rick Riordan und definitiv ein Pluspunkt.
Auch der Schreibstil war wie immer: humorvoll, einfach zu lesen und angenehm.
Das Ende fand ich dagegen wirklich gut, denn der Cliffhanger hat mich doch neugierig gemacht und lässt einen weitermachen wollen. Genau das braucht eine Reihe ja auch.
Fazit: Ein solider dritter Band, unterhaltsam und leicht zu lesen, aber nicht mehr ganz mein Geschmack.
- Nisha J. Tuli
Trial of the Sun Queen
(525)Aktuelle Rezension von: KarinGorsatt“Trial of the Sun Queen: Die Artefakte von Ouranos” von Nisha J. Tuli ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe.
Im ersten Band wird die Protagonistin aus ihrem Gefängnis in den Sonnenhof entführt. Dort tritt sie in verschiedenen tödlichen Spielen gegen ihre Konkurrentinnen im Kampf um das Herz des bezaubernden Sonnenkönigs an.
Die Geschichte wird in abwechselnden Perspektiven erzählt. Man trifft auf den Sonnenkönig, Fae und sonstige Fantasy-Wesen.
Der Beginn des Buches war für mich persönlich schwierig. Sobald man aber tiefer in die Geschichte eintaucht, packt sie einen und ich freue mich bereits auf Band 2!
- Julia Dippel
Velvet-Dilogie 1: Velvet Falls, but the Gods forgot to die
(199)Aktuelle Rezension von: FelizysDie Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Nicht nur der Schutzumschlag und der Farbschnitt, sondern auch die Innengestaltung des Buches sind wirklich wunderschön. Ich mochte, wie perfekt jede Gestaltung zum Inhalt passt, aber erst während des Lesens merkt, wie genau das der Fall ist.
Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Als die Magie und die Götter in die Welt zurückgekehrt ist, konnte sich Velvet nichts Besseres vorstellen, als an der Arkanen Akademie zu studieren. Doch es läuft nicht so wie erwartet und sie muss sich fortan als Dämonenreiterin durchschlagen. Doch als sie plötzlich von Visionen einer brennenden Stadt und sterbenden Göttern gequält wird, muss sie sich einem Mann zuwenden, der eigentlich Teil ihrer Vergangenheit sein sollte. Kashmere Sinclaire ist einer von sieben Göttersöhnen, deren Blut das einzige sein könnte, das die Götter vor einem sicheren Tod retten kann. Für Kash ist Velvet die Frau, die er nie wiedersehen wollte und für Velvet steht er für alles, was sie verloren hat. Doch die beiden müssen widerwillig zusammenarbeiten, wenn sie wollen, dass die Welt, die sie kennen, überlebt, doch setzt Velvet mehr aufs Spiel als nur ihr Herz.
Ich habe bisher noch kein Buch von Julia Dippel gelesen, nach diesem Buch werde ich das aber vermutlich noch nachholen. Das liegt auch an dem extrem mitreißenden Schreibstil. Ich habe nahezu keine Anlaufzeit gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Das liegt auch daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird ohne eine große Einleitung in die Welt. Bei vielen anderen Büchern hat das dazu geführt, dass ich erstmal verwirrt gewesen wäre, wie die Regeln der Welt gewesen wären. Aber in diesem Buch hat mich das erstaunlich wenig gestört, weil man dennoch relativ schnell einen guten Überblick darüber hat, wie die Welt funktioniert. Natürlich erfährt man im Laufe des Buches noch deutlich mehr darüber, wie die Regeln der Welt sind und zum Teil muss man seine anfänglichen Vorstellungen dann auch noch einmal anpassen. Diese Art des Schreibens hat für mich aber in diesem Buch hervorragend funktioniert und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Das liegt auch daran, dass ich vor allem Velvet direkt ins Herz geschlossen habe. Sie ist wirklich taff, was schon auf den ersten Seiten deutlich wird. Ich fand es so bewundernswert, wie sie alleine mehrere Dämonen besiegen kann und sich dafür gefühlt nicht mal besonders anstrengen muss. Bei Kash habe ich länger gebraucht, weil er sehr lange eher kalt und abweisend war. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr ihn Vel vor fünf Jahren verletzt hat und dass er auf keinen Fall darüber hinweg ist. Das hat ein bisschen dazu geführt, dass ich nie so richtig wusste, was er empfindet und wie er wirklich zu Velvet steht, auch wenn deutlich ist, dass sie ihm nicht egal ist. Als er sich dann aber endlich mehr öffnet, mochte ich ihn dann doch ziemlich gerne, aber das hat ein bisschen gedauert.
Die Story hat mich das ganze Buch über wirklich gefesselt, auch wenn es manchmal ein bisschen in den gleichen Mustern ablief. Das ist sehr nachvollziehbar, weil Velvet jedes Mal, wenn sie ihre Kräfte benutzt, danach ihren Hunger stillen muss und durch die verschiedenen Umstände nutzt sie ihre Kräfte immer wieder für bis zur Erschöpfung. Das hat mich nicht so sehr gestört, aber ab einem gewissen Zeitpunkt war es ein bisschen repetitiv. Gleichzeitig haben sich die Ereignisse zum Ende hin so sehr überschlagen, dass ich kaum hinterher gekommen bin. Es wäre gut gewesen, wenn das ein bisschen ausgeglichener gewesen wäre, weil ich so zum Schluss manchmal kurze Pausen beim Lesen machen musste und selbst dann nicht das Gefühl hatte, alles begreifen zu können, was gerade passiert.
Alles in allem habe ich das Buch wirklich genossen, weil es ein bisschen anders war als andere Bücher, die ich vorher gelesen habe. Ich mochte vor allem Velvet als Hauptperson unglaublich gerne, weil sie sich selbst verteidigen kann und auch mehr als einmal Kash rettet. Ich fand das Ende ein bisschen stressig und es ist so viel passiert, was ich erst einmal verarbeiten muss. Ich will aber unbedingt den nächsten Teil lesen, weil der Cliffhanger echt fies ist, vielleicht vertreibe ich mir die Zeit bis dahin mit einem anderen Buch von Julia Dippel, weil ich ihren Schreibstil wirklich mitreißend finde.
- Jennifer L. Armentrout
Im leuchtenden Sturm
(406)Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach„Im leuchtenden Sturm“ ist der zweite Teil der Jugendbuch Fantasy Serie „Götterleuchten“, welche von Jennifer L. Armentrout geschrieben wurde. Es ist unbedingt notwendig davor das Buch „Erwachen des Lichts“ zu lesen.
Im ersten Buch der Reihe erfährt Josie das sie eine Halbgöttin ist und wird von Seth mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen und muss sich daran gewöhnen, dass sich ihr Leben grundlegend verändert hat. Das man von ihr erwartet zusammen mit anderen Halbgöttern, welche erst noch gefunden werden müssen, die Titanen zu besiegen, da die Götter dazu nicht mehr in der Lage sind. In diesem Buch geht es darum wie Josie mit ihren Kräften umgeht, welche am Ende des letzten Buches nach ihrem sterblichen Tod geweckt wurden und wie sich zusammen mit Seth wie auch anderen auf die Suche nach weiteren Halbgöttern macht.
Die Geschichte wird weiterhin in der ersten Person Singular abwechselnd aus Seths wie auch Josies Sicht erzählt. Dabei muss ich sagen, dass mir Seth als Hauptfigur inzwischen sogar noch lieber ist als Josie, auch wenn ich ihn manches Mal am liebsten schütteln würde. Josie dagegen ist genau der Gegenpart, welchen Seth braucht. Denn sie liebt ihn bedingungslos und hält trotz seiner Taten zu ihm, was bei allem was er getan hat nicht gerade einfach ist. Im Buch tauchen neue interessante Nebencharakter auf, aber mein Lieblingsnebencharakter bleibt nach wie vor Solos, was irgendwie traurig ist. Die Mischung im Freundeskreis, wenn man diese Gruppe so beschreiben kann, wird angespannt, weil nicht jeder Seth über den Weg traut.
Mir hat die Liebesgeschichte zwischen Josie und Seth sehr gefallen. Bei diesem Buch ist mir aufgefallen, dass man schon fast wusste wie Band zwei endet, wenn man mehrere Reihen von der Autorin bereits gelesen hat. Mich stört es nicht, weil mir das inzwischen bei einigen Autorinnen aufgefallen ist. Ich fand spannend wie sich die neuen Kräfte von Josie zeigten und die Kampfhandlungen im Buch wurden sehr gut beschrieben, nicht zu detailliert, aber so dass ich mir das alles gut vorstellen konnte. Der Kampf gegen die Titanen nimmt langsam Fahrt auf und wird immer spannender. Da fragt man sich wer von den geliebten Nebencharakteren wird am Ende noch am Leben sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es für mich die perfekte Mischung aus dem war was ich bei Büchern der Autorin schätze. Zudem lässt sich der sehr angenehme Schreibstil flüssig lesen.
- Ransom Riggs
Der Atlas der besonderen Kinder
(142)Aktuelle Rezension von: bibliophilara„Die besonderen Kinder“ war ursprünglich eine als Trilogie angedachte Jugendbuchreihe. Nach dem Überraschungserfolg entschied sich der Autor Ransom Riggs dann aber für eine fortsetzende Trilogie, die die Reihe somit zu einer Hexalogie macht. 2019 erschien also der vierte Band der Urban Fantasy-Saga „Der Atlas der besonderen Kinder“. Ich hatte damals das Glück an der Blogtour teilnehmen zu dürfen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Endlich habe ich es geschafft, das Buch auch zu lesen. Bei meiner letzten Rezension hieß es, dass noch nicht bekannt ist, wann der sechste und finale Band auf Deutsch erscheinen wird. Seit Kurzem ist es offiziell: das Buch wird am 1. Oktober 2021 veröffentlicht werden und den Titel „Die Zukunft der besonderen Kinder“ tragen.
Nach dem Sieg über Caul ist der 16-jährige Jacob Portman zu seinen Eltern nach Englewood in Florida zurückgekehrt. Doch die Hoffnung dort auch sein altes Leben wiederzufinden, ist schnell dahin, denn seinen Eltern kann er seine wochenlange Abwesenheit nicht ausreichend erklären, und so schicken sie ihn wieder zu einer Psychologin. Als Jacob versucht seinen Eltern die Wahrheit über die besonderen Kinder zu erzählen, eskaliert die Situation völlig. Mit Gewalt setzen sie ihn in das Auto, um ihn in die geschlossene Psychiatrie zu fahren. In letzter Sekunde können Miss Peregrine und ihre Schützlinge sie aufhalten. Durch einen Zauber ihrer Erinnerungen beraubt, fahren Jacobs Eltern anschließend für mehrere Wochen in den Urlaub, während seine Freunde in diesem Zeitraum bei ihm einziehen. Doch das Feriengefühl hält nur kurz an, denn in Abes verlassenem Haus finden Jacob, Emma, Bronwyn und weitere Freunde einen geheimen Raum, der viele Fragen aufwirft.
„Nie zuvor habe ich so oft an meinem Verstand gezweifelt wie in jener ersten Nacht, als die Vogelfrau und ihre Schützlinge kamen, um mich vor der Irrenanstalt zu retten.“, ist der erste Satz des Prologs. Damit setzt der Plot eigentlich noch kurz vor Ende des dritten Bands ein, und fasst die Ereignisse des Vorgängers noch einmal knapp zusammen. Es gibt also erzählerisch keine Lücke zwischen den beiden Büchern. Aus der Ich-Perspektive erzählt wie gewohnt Jacob Portman im Präteritum. Mit über knapp 500 Seiten ist „Der Atlas der besonderen Kinder“ vergleichbar lang wie sein direkter Vorgänger. Dafür hat der vierte Band dagegen mit insgesamt 19 Kapiteln spürbar mehr. Riggs ist da wohl den Wünschen seiner Leserschaft entgegen gekommen, denn die ellenlangen Kapitel aus den vorherigen Bänden, sind sicherlich für viele ein Störfaktor. Ein weiterer, zumindest für mich persönlicher, Störfaktor wurde ebenfalls eliminiert, denn Jacob und Emma sind wieder mit Miss Peregrine und den besonderen Kindern vereint. Nur Fiona Frauenfeld gilt weiterhin als verschollen. Später ist Jacob dann überwiegend mit Emma, Enoch, Bronwyn und Millard unterwegs.
Enoch O’Connor ist eigentlich schon 118 Jahre alt, durch seinen langjährigen Aufenthalt in Miss Peregrines Zeitschleife sieht er aber noch aus wie ein 13-Jähriger. Im Buch wird er als Junge mit runden Wangen, unordentlichen blonden Haaren und einer Körpergröße von umgerechnet 163cm beschrieben. Außerdem soll er dunkle Augenringe haben. Er ist arrogant, widerspruchsvoll und dabei gleichzeitig sehr unsicher. Gegen Jacobs und Emmas Pläne, die die Gruppe gewissermaßen anführen, hat Enoch ständig Einwände und streut mit seinem Zynismus Misstrauen. Immer muss er seinen Senf dazu geben, was ihn zunehmend unsympathischer macht. Gerade Jacob gegenüber fährt Enoch gerne die Ellenbogen aus und stachelt Konkurrenzkämpfe an. Zwar wurde es in den Büchern bislang nicht bestätigt, aber ich glaube, dass Enoch heimlich in Emma verliebt ist und Jacob um seine Beziehung zu ihr sowie der Tatsache, dass Jacob schnell ein festes Mitglied der Gruppe geworden ist und von allen gemocht wird, beneidet. Bei aller Antipathie sollte man jedoch nicht vergessen, dass Enoch eigentlich nur seine Ängste überspielen möchte, wobei er sich ungeschickterweise noch unbeliebter macht. Tatsächlich weicht er Jacob und Emma bei ihren Missionen nie von der Seite und zeigt gelegentlich, dass er seinen Mitmenschen gegenüber mitfühlend und hilfsbereit sein kann. Seine besondere Fähigkeit ist es, Objekte oder Tote für einen kurzen Zeitraum wiederzubeleben. Dazu benötigt er aber ein organisches Herz. Zudem zeigt Enoch eine morbide Faszination für den Tod und Präparate, sodass er beispielsweise den Geruch von Formaldehyd mag oder aus Spaß Tonfiguren zum Leben erweckt, um sie anschließend zu töten. Auch wenn Enoch sich nach außen hin verbarrikadiert und nicht gerade charmant ist, mochte ich ihn als Charakter gerade weil er so einen starken Kontrast zu den anderen Kindern bildet.
Riggs Schreibstil ist wie gewohnt einfach, die Sprache teilweise zu lautmalerisch und das Tempo meist entschleunigt. In den über 500 Seiten vergehen im Plot nur wenige Tage. Dennoch ist die Geschichte unterhaltsam, vor allem die Spannung nimmt in der zweiten Hälfte deutlich zu. Leider sind mir, neben kleineren orthografischen, auch inhaltliche oder Logikfehler aufgefallen. Direkt im zweiten Kapitel spaziert Jacob mit Miss Peregrine den Strand in Florida entlang, als dieser beschreibt: „Ein paar winzige Wasserläufer folgten Miss Peregrine und pickten mit den langen Schnäbeln an ihren Knöcheln.“ Ich war völlig irritiert, zumal es kurz darauf heißt: „Die Vögel flohen ins Wasser.“ Als Biologiestudentin möchte ich mir nicht anmaßen, eine Meisterin der Zoologie zu sein, aber ich war mir doch ziemlich sicher, dass Wasserläufer Insekten sind. Nach Recherche stellte sich heraus: dem ist auch so. Wasserläufer kommen zudem nur in Europa vor. Aber welche Tiere könnten dann gemeint sein? Nach kurzer Überlegung fiel mir ein: Strandläufer! Diese Vogelgattung ist bekannt dafür, ihre Nahrung mit ihren langen, dünnen Schnäbeln aus dem Sand oder unter der Wasseroberfläche zu picken. Vermutlich ist dieser Fehler bei der Übersetzung entstanden, denn das Englische „Sandpipers“ wird oft als „Schnepfenvögel“ übersetzt, worunter man sich als Laie nur wenig vorstellen kann.
Im späteren Verlauf geraten Jacob und seine Freunde in eine Zeitschleife, in die sie mit einem Auto fahren. Aufgrund der holprigen Fahrt kann Millard seinen Mageninhalt nicht länger bei sich behalten und Jacob erklärt im zehnten Kapitel: „kurz darauf hörte ich, dass er sich übergab.“ Als die Truppe ein Kapitel später aus der Zeitschleife hinaus fährt und Millard sich erneut seines Frühstücks erleichtert, behauptet Jacob: „Ich war noch nie zuvor dabei gewesen, wenn sich ein Unsichtbarer übergab“. Junge, bist du senil? Hast du die Hinfahrt vergessen? Da ist nämlich genau dasselbe schon mal passiert. Aber gut, lassen wir das.
Das Ende kommt wie gewohnt abrupt und lässt viele Fragen offen. Zwar gibt es keine spektakuläre Konfrontation mit Kämpfen, dennoch wird es blutig und jemand muss sein Leben lassen. Ich bin jedenfalls gefesselt genug, um direkt mit der Fortsetzung weiterzumachen. Zum Schluss noch mein Lieblingszitat, welches sich in Kapitel 12 befindet: „‚Die Welt fühlt sich sehr klein an, wenn du Jahr für Jahr so eingesperrt bist. Das ist nicht gut für den Verstand oder die Seele. Es lässt kleine Probleme groß wirken.‘“ Gerade aufgrund der Corona-Pandemie mit ihrem On/Off-Lockdown haben diese Sätze für viele Menschen enorm an Aktualität gewonnen.
Insgesamt hat es wieder Spaß gemacht, Jacob und seine Freunde bei seinen Abenteuern zu begleiten, deren Geschichte mit Fotografien untermalt wird. Im Gegensatz zum dritten Band ist Jacob hier auch nicht nur mit Emma unterwegs, was mir deutlich besser gefallen hat. Doch auch „Der Atlas der besonderen Kinder“ ist nicht ohne Fehler und Stolpersteine, was die Wasserläufer eindrucksvoll belegen. Auch der Stil ist gewissermaßen ungeschliffen, Schimpfwörter wie „Hurensohn“ in einem Jugendbuch oder plumpe Lautmalereien wie „Arghhhhh“ könnten durchaus geschickter ersetzt werden. Im Vergleich finde ich den vierten Band der Urban Fantasy-Saga aber etwa genauso gut wie den Vorgänger, weshalb ich hier wieder drei von fünf Federn vergebe. Als Nächstes werde ich den fünften
Band von Ransom Riggs, „Das Vermächtnis der besonderen Kinder“, lesen. - Ava Reed
Witches of Deadly Sins
(78)Aktuelle Rezension von: Eve_WaeKlappentext:
Nie wollte Sasha nach Amsterdam zurückkehren. Sie schätzt ihr Leben fernab von uralten Verschwörungen und dem hiesigen Hexenrat. Doch als sie eine erschütternde Nachricht erhält, bleibt ihr keine Wahl. Widerwillig schließt sie einen Deal: Ein Jahr lang hilft sie bei der fieberhaften Suche nach Pandoras Büchse – dafür erhält sie die Freiheit, ein unabhängiges Leben zu führen. Das mächtige Artefakt, das seit Jahrtausenden verschollen ist, birgt die Macht, das entfesselte Unheil der Welt zu bannen. Als Sasha mit ihren Nachforschungen beginnt, geschehen seltsame Dinge, und plötzlich steht auch noch ein Alchemist vor ihrer Tür, mit einer Anziehungskraft, der sich Sasha kaum entziehen kann. Er bietet an, ihr zu helfen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen? Mehr noch: Kann sie sich selbst trauen?Meine Meinung:
Ich habe mich unglaublich gefreut, endlich wieder Fantasy von Ava Reed zu lesen und Witches of Deadly Sins hat mich wirklich komplett abgeholt. Für mich war das ein absolutes Highlight und ich kann jetzt schon sagen, dass ich dem zweiten Band sehnsüchtig entgegenfiebere.
Was mir direkt positiv aufgefallen ist, war der Umgang mit griechischer Mythologie. Sie ist klar präsent, drängt sich aber nie in den Vordergrund oder erzählt bekannte Göttergeschichten einfach nur nach. Stattdessen wird die Büchse der Pandora zum zentralen Element einer viel größeren, düsteren Idee.
Die Welt, die Ava Reed hier erschafft, ist komplex und unglaublich spannend. Magie hat einen göttlichen Ursprung und äußert sich auf ganz unterschiedliche Weise. Hexen, Alchemisten und weitere magische Wesen bewegen sich in einem fein abgestimmten Gefüge aus Macht, Herkunft und Ausgrenzung. Diese gesellschaftlichen Aspekte haben der Geschichte für mich noch einmal deutlich mehr Tiefe gegeben.
Sasha als Protagonistin mochte ich von Anfang an. Sie ist schlagfertig, selbstbestimmt und innerlich stark, trägt aber auch die Narben familiärer Ablehnung mit sich. Genau diese Mischung macht sie so greifbar und authentisch. Ich konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen und habe ihre Entwicklung sehr gern verfolgt. Gemeinsam mit ihr tauchen wir in ein düsteres, magisches Amsterdam ein und ich habe wirklich jede einzelne Seite genossen.
Die Beziehung zwischen Sasha und dem Alchemisten Dastan entwickelt sich langsam und genau das hat mir extrem gefallen. Misstrauen, Anziehung und Machtfragen stehen ständig zwischen ihnen und sorgen für ordentlich Knistern. Auch wenn die Romanze stellenweise viel Raum einnimmt, fügt sie sich thematisch perfekt in Fragen von Loyalität und Selbstbestimmung ein.
Besonders überzeugt hat mich auch das Magiesystem. Rituale, Traditionen und magische Begleiter wie der Steinkauz Atlas wirken durchdacht und sinnvoll eingebunden. Nichts fühlt sich beliebig an. Amsterdam ist dabei mehr als nur Schauplatz und verleiht der Geschichte eine wunderbar urbane, geheimnisvolle Atmosphäre.
Der Aufbau der Handlung ist eher ruhig, aber sehr bewusst gewählt. Die Welt und ihre Figuren bekommen genug Raum, um sich zu entfalten. Perspektivwechsel sorgen zusätzlich für Spannung und lassen die Charaktere noch vielschichtiger wirken. Der Schreibstil ist kreativ, fantasievoll und unglaublich mitreißend.
Und dann dieses Ende. Der Cliffhanger ist wirklich gemein und hat mich mit unzähligen Fragen zurückgelassen. Die Vorfreude auf Witches of Hunted Blood ist riesig, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Sasha weitergeht und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.
Fazit:
Für mich ist Witches of Deadly Sins ein absolutes Muss für alle, die düstere Fantasy, Mythologie und Spannung mit einer Prise Romantik lieben.
- Caroline Peckham & Susanne Valenti
Zodiac Academy 1: Das Erwachen
(94)Aktuelle Rezension von: cozyreadingdaysIch habe dieses Buch aus reiner Neugier gelesen, weil es mir ständig auf TikTok begegnet ist. Obwohl ich vorher so gut wie kein Fantasy gelesen habe, hat mich diese Geschichte komplett abgeholt.
Worum geht’s?
In „Zodiac Academy – Das Erwachen“ geht es um die Zwillingsschwestern Darcy und Tory, die plötzlich erfahren, dass sie keine normalen Menschen sind, sondern Fae und Erbinnen eines magischen Königreichs. An der Zodiac Academy sollen sie lernen, ihre neu erwachten Kräfte zu kontrollieren. Doch der Start dort ist alles andere als leicht. Andere Schüler, die sogenannten Erben, sehen in ihnen eine Bedrohung und machen ihnen das Leben zur Hölle, während Darcy und Tory versuchen, ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden.Was soll ich sagen? Ich habe dieses Buch komplett geliebt und regelrecht verschlungen.
Anfangs musste ich mich erst an die vielen Namen gewöhnen und auch die Zwillinge konnte ich nicht sofort auseinanderhalten. Je tiefer ich jedoch in die Geschichte eingetaucht bin, desto leichter fiel mir alles und desto bildlicher konnte ich mir die Welt und die Charaktere vorstellen.
Die Geschichte lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Hochtrabende Literatur sollte man hier aber nicht erwarten. Aber es macht einfach Spaß, die Geschichte zu lesen. Einige Charaktere schließt man sofort ins Herz, andere findet man einfach nur schrecklich.Für mich ist „Zodiac Academy – Das Erwachen“ ein richtig tolles Buch, das mir die Welt der Fantasy geöffnet hat.
- Lauren Kate
Waterfall
(103)Aktuelle Rezension von: EurekaPalmerBand zwei ist, wie Teil eins, in einem flüssigen Schreibstil verfasst und spannend geschrieben. Die Entwicklung der Protagonisten fand ich sehr interessant.
Auch einige Überraschungen hielt Band 2 bereit.
Das Ende ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits war mir irgendwie klar, dass es so ausgehen würde, andererseits hatte ich für Eureka auf ein Happy End gehofft.
Die Darstellung der Stadt Atlantis fand ich sehr schön. Pompös und sagenumwoben.
Viele neue Charaktere traten zutage, aber auch alte Bekannte mischten wieder fleißig mit.
Auch das Geheimnis um "Das Buch der Liebe" wird nun gelüftet und hält Unerwartetes bereit.
Vom Bereich "Fantasy" habe ich im Laufe der Zeit zwar etwas weg entwickelt, doch "Waterfall" gefiel mir sehr gut und brachte Abwechslung und Inspiration in den Lesealltag.
- Olivie Blake
The Atlas Paradox
(117)Aktuelle Rezension von: wiechmann8052Eigentlich sollten Gideon,Nico, Libby, Reina, Tristan und Parissa nach einem Jahr Ausbildung alles in der Bibliothek nutzen dürfen, jetzt gibt es aber noch neue Auflagen und Aufgaben- Eigentlich ein spannender Gedanke denn das ungeheure Potential der Bibliothek von Alexandria is so groß dafür sollte man schon vorher etwas leisten.
Nur leider waren diese Anforderungen mehr wissentschaftlicher Art, trocken und ohne Esprit dargestellt. Zeitweise konnte ich dem mänaderden Ausführungne nicht folgen.
Der Schreibstil ist ausufernd geworden, die Beschreibungen wiederholen sich teilweise, fast ist das Gefühl entstanden es schreibt nicht mehr die Person die das erste Buch geschrieben hat.
Ich hatte mich auf diese Fortsetzung sehr gefreut aber der 1. Band war um Längen besser.
Ich denke für mich ist die alexandrinische Bibliothek weiterhin ein Geheimnis das ich nicht mehr lösen möchte. Denn die Gefahr das der dritte Band ebenfalls eine Enttäuschung wird ist mir zu groß.
- Edward Brooke-Hitching
Atlas der erfundenen Orte
(12)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchWas hat die Entdecker und Kartografen aller Jahrhunderte dazu getrieben, nicht existente Inseln und Gebirge in ihre Karten aufzunehmen? Wann und wo hat der Irrglaube seinen Ausgang gefunden? Bei jenen Herrschern, die die Herkunft ihrer Bodenschätze verschleiern wollten?
Minutiös werden die erfundenen Orte aufgelistet und die Entstehungsgeschichte der Irrtümer. Die eine oder andere wird auch als bewusste Fälschung entlarvt.
- Judith Schalansky
Atlas der abgelegenen Inseln
(34)Aktuelle Rezension von: Orisha"Die Einsamkeit liegt im Nordpolarmeer - mitten in der Karasee." (Schalansky 2017:26)
Geografie, Atlanten, Karten - sie alle haben mich schon immer fasziniert. Ebenso wie Judith Schalansky, die das "Fingerreisen" in eben jenen Karten in verschriftlichter Form in diesem wunderbaren Buch zelebriert. Sie nimmt uns mit auf eine Reise und an die abgelegensten Orte der Welt. Allen gemeinsam ist ihr Dasein als Insel.
Sie berichtet von gelungenen und misslungenen Expeditionen, vom Ausrotten der Tiere, der Menschen und Flora. Von Inseln, die dem Untergang geweiht sind. Von waghalsigen Schatzsuchen und Bevölkerungsversuchen. Von abenteuerlichen Arbeitsplätzen, unbewohnten Oasen. Von Lebensfeindlichkeit und -freundlichkeit. Von wiedergefundenen Inseln und strategischer Familienplanung.
Schalansky nimmt uns einmal mit um den Globus und stellt uns fünfzig Eilande vor, von denen Sie bestimmt noch nie gehört haben. Sie tragen die Namen von Entdeckern, Orten, von Flora und Fauna und selbst Gemütsregungen hatten namentlich herzuhalten. Dabei schlägt die Autorin mit ihrer wunderbaren Sprache eine Brücke zwischen Geografie und Biologie, zwischen Mineralogie und Soziologie, zwischen Geschichte und Alltäglichem.
Dieser Atlas lädt zum verweilen und schmöckern ein, zum träumen und imaginären Reisen. Gleichzeitig zeigt uns Schalansky die Welt, die Natur und den Menschen in all seinen Facetten. Schonungslos und schön.
Kurzum: Ein Buch zum abtauchen, stöbern, reinlesen. Absolute Leseempfehlung.
- Rick Riordan
Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen
(237)Aktuelle Rezension von: wordworldAls Fan von Rick Riordans Percy Jackson Universum kommt man um die beiden Bände "Percy Jackson erzählt" nicht herum, weshalb ich sie in den letzten Tagen als Hörbücher gehört habe. In den Bänden rund um Götter- und Heldensagen liefert er eine urkomische, zugleich lehrreiche Nacherzählung der griechischen Mythen. Dabei decken die Bücher den gesamten Bogen der griechischen Mythologie ab: Beginnend bei der Entstehung des Universums und der Geburt der Titanen, über den Aufstieg der zwölf Olympier, den ersten Monstern bis zu den Halbgöttern, die zu bekannten Heldinnen und Helden werden, werden die wichtigsten Mythen und Figuren abgedeckt. Vieles wusste ich dabei schon, einiges war mir aber auch neu, sodass die beiden Bände mindestens so lehrreich wie kurzweilig sind.
"Also los geht’s. Zuerst werde ich euch erzählen, wie die Welt erschaffen wurde. Dann gehe ich eine Liste von Göttern durch und gebe zu jedem meinen Senf dazu. Ich hoffe nur, ich mache sie nicht so wütend, dass sie mich einäschern, ehe … AAAHHHHHHHHHH! War nur ein Witz. Bin immer noch hier. Also, jedenfalls fange ich jetzt mit dem griechischen Schöpfungsbericht an, der übrigens das totale Chaos ist. Setzt eure Schutzbrillen auf und zieht einen Regenmantel an. Es wird Blut fließen!"
Das Beste an den Büchern: Sie werden wie der Titel schon sagt aus der Perspektive unseres Lieblingshelden Percy erzählt. Das gibt dem Erzählstoff einen unterhaltsamen, persönlichen Touch. Mit typisch schwungvollen Schreibstil mit grandiosem Humor, der weder die Handlung noch seine Figuren zu ernst nimmt wird die griechische Mythologie augenzwinkernd zum Leben erweckt. Wo man an der passgenauen Darstellung der Mythologie Rick Riordans frühere Tätigkeit als Geschichtslehrer ablesen kann, erkennt man in seinem Schreibstil wieder, dass er auch Englisch unterrichtet hat. Der vielfach ausgezeichnete Jugendbuchautor sorgt hier mit ganz viel Charme dafür, dass Groß und Klein sich für jahrhundertalte Mythen begeistern. Mit von der Partie sind natürlich auch wieder die irrwitzigen Kapitelüberschriften, die Percys Markenzeichen sind. So lesen wir beispielsweise Kapitel mit den Titeln "Artemis lässt das Todesschwein los", "Psyche zweckentfremdet eine Dose Schönheitscreme", „Apollo singt, tanzt und erschließt Leute“, "Atalante vs. drei Stück Obst: der tödlichste Kampf aller Zeiten" oder „Zeus killt sie alle“. Wer möchte da nicht sofort losstöbern?!?
"Trotzdem schrie er: »Meine Geschwister, ein Prosit! Mit uns beginnt ein goldenes Zeitalter!" Und wenn ihr auf jede Menge Lügen, Diebstahl, Verrat und Kannibalismus steht, dann lest weiter, denn in dieser Hinsicht war es definitiv ein goldenes Zeitalter."
Allerdings sollte man sich nicht von der lustigen, kindlichen Aufmachung täuschen lassen - da die griechischen Mythen bekanntermaßen recht brutal sind, sollte man die Altersempfehlung einhalten. Auch wenn einige Szenen entschärft und in den Worten eines Teenagers verpackt werden, geht es nun mal immer wieder um mit der Sense zerstückelte Körper, lebendig verschlungene Götter oder abgezogene Haut. So sollte man durchaus ernst nehmen, wenn Percy uns warnt, bevor es ans Eingemachte geht: „Wenn ihr wollt, könnt ihr euch jetzt übergeben. Oder wartet noch, es wird noch schlimmer...“. Auch wenn dem Autor an den allermeisten Stellen die Balance zwischen jugendlicher Verpackung und realistischer Wissensvermittlung sehr gut gelingt, muss ich allerdings ergänzend kritisch anmerken, dass er es manchmal leider verpasst, das Verhalten der Götter in den richtigen Kontext zu setzen. Besonders übergriffiges Verhalten und Machtmissbrauch der Götter wird oft verharmlost. Wenn hier Titaninnen, Göttinnen oder Sterbliche sexuelle Gewalt erfahren, darf diese gerne auch als solche benannt werden. Dennoch: Trotz kleiner Schwächen gelingt Rick Riordan hier eine erfrischende, pointierte und äußerst unterhaltsame Nacherzählung der griechischen Mythologie.
"Aber der beste Grund, über die alten griechischen Götter zu lesen, ist, dass ihr euch danach besser fühlt. Egal, wie übel das Leben euch gerade mitspielt, diese Jungs und Mädels waren noch viel schlimmer dran. Die haben bei den himmlischen Strohhalmen wirklich den kürzeren gezogen"
Fazit
Mit "Percy Jackson erzählt Götter- und Heldensagen" beweist Rick Riordan einmal mehr, dass er Geschichten wie kein Zweiter zum Leben erwecken kann. Wer Percy Jackson liebt, wird auch diese beiden Bände verschlingen. Und selbst wer die Mythen schon kennt, entdeckt sie hier neu: chaotisch, brutal, – und vor allem urkomisch.
- Delphine Papin
Atlas der Unordnung
(39)Aktuelle Rezension von: HundertmorgenwaldWas sind Grenzen und wie wurden sie festgelegt?
Die Antwort erscheint erstmal einfach, doch es ist ein komplexes Thema, welches Delphine Papin und Bruno Tertrais in diesem Buch angehen.
Der Westfälische Friede 1648 schrieb die ersten Landesgrenzen fest und zwischen Russland und der Türkei wurde schließlich die moderne Staatsgrenze erfunden. So konnte man Epidemien eingrenzen, aber auch verhindern, dass sich jemand seinen Steuern oder der Wehrpflicht entzog.
Die meisten Grenzen entstanden erst nach 1800.
„Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1914 wurde im Zuge der Staatenbildung die ganze Welt eingegrenzt. Mehr als die Hälfte aller Landgrenzen stammt aus den Jahren 1875 bis 1924. Fast zeitgleich schlossen die USA (1890) und Russland (1860) die „Eroberung“ ihrer riesigen Landflächen ab.“
Es gibt „natürliche“ Grenzen (Flüsse und Gebirge) und „künstliche“ Grenzen.
„Natürliche“ Grenzen können dabei genauso komplex, unfair und umstritten sein, wie „künstliche“ Grenzen gerecht und friedliche sein können.
Die französische Originalausgabe erschien 2021. 2020 gab es 311 internationale Landesgrenzen, die zwei Staaten trennen.
In 60 Schaubildern und 5. Kapiteln erläutern Delphine Papin und Bruno Tertrais verschiedene Grenzthematiken.
Kapitel 1: Grenzen als Vermächtnisse
Hier wird z.B. die wachsende Zahl der Grenzen von vor 1800 bis heute aufgezeigt und die verschiedenen Ansichten von Kulturgrenzen.
Kapitel 2: Meere und Grenzen
Wie wird eine Grenze im Meer und im Fluss gezogen? Wo fängt das Hoheitsgebiet an?
Hier geht es vor allem auch um Bodenschätze, Erdölvorkommen und Fischerei. Jede Menge Stoff für Konflikte, in ganz unterschiedlichen Regionen der Erde. Da kriselt es sogar zwischen den USA und Kanada.
Kapitel 3: Mauern und Migration
Welche Mauermodelle gibt es?
Es gibt immer mehr Mauern. 2015 hatte Europa schon fast mehr physische Barrieren an seinen Grenzen als zur Zeit des Kalten Krieges. Grenzen werden zum Friedhof und Pässe und Visum zum Schlüssel. Die Berliner Mauer war da mit 3,6 m im Vergleich zu anderen Mauern noch klein.
Kapitel 4: Spezielle Grenzen
Exterritoriale Liegenschaften, in denen das Gastgeberland keine Hoheitsrechte hat, Enklaven, Mikroländer und absurde Grenzverläufe. In diesem Kapitel finden sich jede Menge Kuriositäten. Z.B. ein Bauernhof in Australien, der zu Groß-Britannien gehört. Oder Belgien hat 22 kleine Enklaven in den Niederlanden. Und in dieser Enklave befinden sich wiederum Enklaven der Niederländer.
Kapitel 5: Umstrittene Grenzen
Fast alle Länder der Erde liegen im Streit um ihre Grenzen. D.h. nicht zwangsläufig, dass es auch Krieg gibt. Auch in Europa gibt es 15 Unstimmigkeiten, darunter auch die Frage, wo am Bodensee die Grenze zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz verläuft. Neben den bekannten „heißen“ Grenzkonflikten versuchen auch Großmächte ihre Grenzen wieder auszuweiten und das ist nicht Putin alleine.
Meine Meinung:
Ich finde das Buch sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel über Grenzen zu sagen gibt. All die Fragen und unterschiedlichen Themen waren sehr spannend. Ganz besonders mochte ich die geschichtlichen Hintergründe und die Erklärungen, wie Grenzen festgelegt werden. Bisher habe ich Grenzen als eher etwas Trennendes erlebt und empfinde das nun anders. Da wo Grenzen klar sind und man sich einig ist, herrscht Ordnung, um den Titel aufzugreifen.
„Eine Grenze bedeutet unter anderem, dass Frieden geschlossen wurde.“ Michel Foucher
Allerdings ist „Der Atlas der Unordnung“ nicht ganz so leicht zu lesen. Obwohl ich denke, dass ich mich in Geografie ganz gut auskenne, musste ich so einige Mal googeln, um etwas zuordnen zu können. Hier hätte ich mir auf jeden Fall mehr Erklärungen gewünscht und auch mehr Hintergrundinformationen zu einzelnen Konflikten.
Die Karten sind komplex und man muss sich Zeit nehmen, um sie in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen. - Joshua Foer
Atlas Obscura
(22)Aktuelle Rezension von: momkkiAlleine mit der Optik und der Gestaltung des Buchs gewinnt das Buch für mich, es ist wirklich ein Hingucker und es macht total Spaß die vielen Bilder und Karten zu erkunden, die das Buch enthält. Die einzelnen Abschnitte sind super spannend und man lernt noch viel Neues dazu - viele der Kuriositäten kannte ich gar nicht :)
- Cassandra Seven
Dark Fate - Wenn Atlantis fällt
(20)Aktuelle Rezension von: Elite1304Zu dem Buch gibt es sehr viel zu sagen. Ich würde auch gern 5 Sterne geben, aber 1-2 Mankos sind da.
Doch zuerst einmal: Das Buch ist wunderschön! Das Cover ist vom besten Coverdesigner erstellt worden und es kann sich so sehen lassen. Ich habe es im Hardcover und liebe es sehr! Die Seiten sind jeweils mit Schattierungen umrandet, was auch ein kleiner Hingucker ist.
Beim Korrektorat hingegen ist wohl was schief gelaufen. Der Druck selbst sieht etwas fragwürdig aus, denn es gibt keine sauberen Absätze und die Wörter sind teilweise an Stellen getrennt, von denen jeder weiß, dass die Worttrennung da falsch ist. Außerdem gibt es auch einige Schreibfehler in dem Buch. Das ist u. a. ein Grund dafür einen Stern abzuziehen. Der andere Punkt ist das Ende. Denn es wurde meiner Meinung nach sehr offen gehalten und theoretisch erwarte ich jetzt Teil 2 (worüber ich mich im Übrigen sehr freuen würde).
POSITIV ist: alles Sonstige! Die Story enthält starke Charaktere. Die Hauptperson Lineyra ist so stark und selbstbewusst, das man sie einfach mögen und respektieren muss. Die Namen in dem Buch sind natürlich alle sehr gut gewählt oder natürlich aus der griechischen Mythologie bekannt. So darf beispielsweise die Kriegerin Athena oder der Meeresgott Poseidon nicht fehlen. Der war für meinen Geschmack ein bisschen zu flapsig und jugendlich in seinem Verhalten, aber da sehe ich drüber weg. Was auf jeden Fall positiv hervor gehoben werden sollte, ist dass das Buch nur 304 Seiten Inhalt besitzt und dafür passiert total viel und das auch andauernd. Da könnten sich so manche Autoren eine Scheibe abschneiden und sich Inspiration holen. Ich habe selten ein so dünnes Buch gelesen, in dem permaent etwas geschieht. Der Fantasyanteil ist außerdem genial und kaum zu übertreffen. Ich konnte die Welt und die Personen deutlich vor mir sehen. Es war spannend, mutig, traurig und schön bis zum Schluss.
Der Hauptprotagonistin geht es stets um ihre eigene Freiheit, das Recht darauf eine Meinung zu haben und gehört zu werden. Gerade das wird ihr immer verwehrt und sie muss sich dieses Recht hart verdienen. Lineyra ist eine tolle Protagonistin, aus deren Sicht ich gern gelesen habe.
Ich möchte hier auch gar nicht über die Story spoilern, aber es tauchen so viele spannende Personen auf, wie beispielsweise Nymphen, Kalypso, Poseidon, Athena, Tethys usw. Das Ende war für mich wie gesagt etwas abrupt, aber ansonsten war die Story super.
Absolute Empfehlung!
- Michael Martin
Mit Michael Martin um die Welt - Unsere wundervolle Erde
(18)Aktuelle Rezension von: Ostseekind218Wir durften „Unsere wundervolle Erde“ von Michael Martin in einer Leserunde kennen lernen - vielen Dank dafür!
Ich kenne Michael Martin schon von Live-Vorträgen und habe mich sehr über das Buch gefreut. Das Buch ist der erste von zwei Teilen einer Weltreise, durch Wüsten und Regionen, die manchmal entlegener nicht sein könnten.
Mit eindrucksvollen Bildern geht es los in der Arktis, über Sibirien, die Mongolei, die arabische Halbinsel, den ostafrikanischen Graben und die Wüste Namib. Jede Region wird kurz vorgestellt, dazu gibt es informative Seiten zur Tierwelt, den Bewohnern und den Problemen vor Ort (Klima, Landwirtschaft, Bevölkerung). Ich finde es super, dass Geografie-Themen wie die Plattentektonik oder aber auch einfach das Fortbewegungsmittel auf der Reise (Motorrad, Pferd) erklärt werden. Das Buch hält von Seite zu Seite so viele interessante Themen bereit, dass das Lesen über Wochen Spaß macht. Die Fotografien sind eindrucksvoll, begleitet durch Illustrationen und Grafiken ist das Buch abwechslungsreich gestaltet. Die Themen sind für Grundschulkinder und auch ältere Kinder (und auch Erwachsene 😉) gut aufbereitet. Was mich begeistert: die kleinen und großen Leser*innen lernen Regionen der Welt kennen, die man sonst nicht tagtäglich sieht.
Wir freuen uns auf den zweiten Band, auf den pazifischen Feuerring bin ich am meisten gespannt!
Für dieses tolle Buch vergeben wir gerne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Bertelsmann Weltatlas
(2)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmIn Zeiten von Internet, Google earth & Co. benötigen wohl die wenigsten einen Atlas. Allen die dennoch einen in ihrem Schrank stehen haben möchten (und es sei es aus Nostalgie) kann ich "Das neue Bild der Erde", einen Weltatlas aus dem Hause Bertelsmann, ans Herz legen.
Die Größe von 370 x 275 mm macht dieses Buch leider sehr unhandlich. Für unterwegs ist es daher leider nicht geeignet. Zuhause hat grade diese Größe aber auch Vorteile. Alles ist sehr gut zu sehen und evtl. Zeichnungen (Strecken) lassen sich sehr gut nachvollziehen, ohne das man gleich eine Seite umblättern muss, wie eben bei kleineren Exemplaren.
(Wen es interessiert: Diese Buch wiegt 2,5 kg. Leicht ist es also auch nicht.)
Insgesamt verfügt dieser Atlas über 232 Seiten, sowie ein 70 seitiges Register. Mit dem Register findet man sehr schnell alles was man sucht, selbst kleine Städte. Alles ist Alphabetisch sortiert und mit den genauen Bezeichnungen (z.B: S. 27 B4) gekennzeichnet.
Weltkarten, Ozeane und Kontinente finden sich im Maßstab 1:13,5 Mio. wieder. Durch kleine Teilausschnitte, die vergrößert wurden, kann der Leser einige Abschnitte größer betrachten. (Detailkarten zu 1:4,5 Mio.) An Kartenmaterial für mich sehr schön sind die detaillierten Deutschlandkarten. Ballungszentren werden hier als "normale" Straßenkarten eingeblendet. (Auch wenn sich der Atlas, wie bereits erwähnt, keinesfalls als Straßenkarte für unterwegs eignet.) Sehr hervorzuheben ist auch das hier selbst sehr kleine Dörfer verzeichnet sind. Ich hatte oft schon Atlanten, in denen erst größere Dörfer auftauchten. Sehr kleine gab es (zumindest nach Register und Karte) auf dem Papier gar nicht.
Sehr schön finde ich die Zusatzinformationen, die dieser Atlas bietet. So gibt es nicht nur zahlreiche, wirklich sehr anschauliche, Satellitenbilder, sondern auch touristische Informationen über die Kontinente. (Auch diese sehr gut bebildert.)
Am Ende des Atlasses lernt der Leser zudem etwas über den Sternenhimmel, sowie Vulkanschichten. Dieses Buch bringt einem den Planeten Erde rundum näher.
In diesem Atlas ist alles eingezeichnet was man eben braucht und sogar noch mehr. Es ist mehr als ein bloßes Nachschlagewerk, sondern regt mit seinen anschaulichen Fotos an, mehr über die Themen heraus zu finden. Leider ist er nicht für unterwegs geeignet. Für Zuhause gibt es von mir aber eine Empfehlung.
Diercke Weltatlas
(33)Aktuelle Rezension von: HoldenDie Handlung ist ein bißchen dünn, dafür ist dies eins der Bücher, nach dessen Lektüre man wirklich klüger ist.























