Bücher mit dem Tag "atmosphärisch"
155 Bücher
- Rebecca Yarros
Fourth Wing – Flammengeküsst
(2.497)Aktuelle Rezension von: Sanny1508Fourth Wing – Flammengeküsst von Rebecca Yarros hat es tatsächlich schon nach der Leseprobe geschafft, sich auf meinen persönlichen Platz 1 zu schieben – und das passiert wirklich selten.
Bereits in den ersten 100 Seiten war ich komplett verloren. Die Geschichte ist so fesselnd, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Charaktere und Szenen sind genau im richtigen Maß beschrieben: detailliert genug, um alles lebendig vor Augen zu haben, aber nie langatmig. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
Was ich besonders liebe: Diese Geschichte vereint zwei Extreme. Auf der einen Seite ist sie brutal, schonungslos und teilweise richtig hart. Das Basgiath War College verzeiht keine Schwäche – hier geht es ums Überleben. Auf der anderen Seite steckt so viel Gefühl, Tiefe und emotionale Entwicklung in der Geschichte, dass man permanent mitfiebert.
Violet ist eine unglaublich gelungene Protagonistin. Sie ist nicht die typische unbesiegbare Heldin, sondern muss kämpfen – mit sich selbst, mit ihrem Körper, mit den Erwartungen an sie. Gerade das macht sie so stark. Man leidet, hofft und wächst mit ihr mit.
Und dann die Drachen! Meine absoluten Lieblings-Fantasywesen – und hier bekommen sie nicht nur Präsenz, sondern auch eine eigene Stimme. Das hat für mich alles getoppt. Sie sind mächtig, stolz, eigenständig und geben der Geschichte eine ganz besondere Dynamik. Einfach mega.
Auch die Entwicklung zwischen Violet und Xaden fühlt sich frisch und anders an. Es ist kein 08/15-Abklatsch, sondern intensiv, spannungsgeladen und voller unausgesprochener Emotionen. Jede Szene zwischen den beiden knistert.
Zum Glück habe ich das Buch im Urlaub gelesen – ich konnte es innerhalb von drei Tagen komplett inhalieren. Anders hätte ich es wahrscheinlich nicht ausgehalten.
Für mich ein absolutes Jahreshighlight und mehr als verdiente 5 von 5 Sterne. Teil 2 wartet schon – und ich kann es kaum erwarten, wieder nach Basgiath zurückzukehren. 🐉🔥📚
- Sebastian Fitzek
Passagier 23
(3.126)Aktuelle Rezension von: Bookworm26Passagier 23 ist für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe – ein absoluter Favorit! Schon von der ersten Seite an wird man komplett in die Geschichte hineingezogen. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet; man bekommt das Gefühl, jeden einzelnen Passagier wirklich zu kennen.
Besonders gefallen hat mir, wie alle Handlungsstränge und Figuren harmonisch zusammengeführt werden. Man fiebert mit, versucht selbst zu rätseln und fühlt die emotionale Tiefe der Geschichte. Für alle, die psychologisch spannende Thriller mit einer dichten Atmosphäre, cleveren Wendungen und unvergesslichen Charakteren lieben, ist Passagier 23 ein absolutes Muss.
- Stephanie Garber
Caraval
(1.161)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersageIch habe die Reihe schon lange bei mir zu Hause, doch momentan schiebe ich gehypte Bücher vor mir her, da ich befürchte, dass sie mir nicht so gut gefallen, wie der Mehrheit. Doch das Thema mit dem verzauberten Spiel Caraval hat mich neugierig gemacht. Von der Kulisse her war es genauso, wie ich es mir vorgestellt habe, ich habe mich ein bisschen gefühlt wie bei Alice im Wunderland. Nichts ist, wie es scheint, man muss sowohl bei den Schauspielenden als auch den Teilnehmenden auf der Hut sein und Hilfe oder Informationen müssen mit besonderen Zahlungsmitteln beglichen werden. Der Teil hat mir sehr gut gefallen. Jedoch habe ich mit der Darstellung der Protagonistin Scarlett und ihrer Schwester Donatella meine Probleme. Scarlett ist so naiv und gutgläubig, dass es kaum zu ertragen ist. Verstärkt wird dieser Eindruck im Hörbuch noch durch die sehr emotionale Stimme von Marie Bierstedt. Scarlett ist nicht misstrauisch, lässt alles mit sich machen und will es allen recht machen und gefallen und opfert sich zu sehr für ihre Schwester auf. Den Spitznamen für ihre Schwester (Tella) konnte ich leider auch gar nicht leiden. Donatella dagegen ist egoistisch und rücksichtslos und glaubt, sich alles erlauben zu dürfen und ihre Schwester ausnutzen und beleidigen zu dürfen. Ich habe mich sehr viel über diese beiden Charaktere geärgert und war enttäuscht, dass Scarlett nicht mutig, selbstbewusst und mit einer gesunden Skepsis und guten Auffassungsgabe auftritt. Etwas ausgeglichen in Sachen Sympathie wurde die Geschichte durch Julian. Auch wenn er mysteriös ist und man bei ihm immer skeptisch bleibt, was seine Absichten sind, hat er einen gewissen Charme und springt Scarlett immer wieder zur Hilfe, was ihm einen gewissen Vertrauensvorschuss einbringt.
Ich bin froh, dass es in der Geschichte keinen Spice gab und dass das Buch ohne großen Cliffhanger endet. Dennoch bin ich nach der Nachricht am Ende der Geschichte gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet.
- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(1.445)Aktuelle Rezension von: Chrissy87Kya wächst verlassen im Marschland auf und als ihr in unterschiedlichen Stadien ihres Heranwachsens zwei Jungs Aufmerksamkeit schenken, genießt sie das. Doch als Jahre später einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich alle schnell einig, dass nur das seltsame Mädchen dafür verantwortlich sein kann.
Zu erst einmal haben mich die Naturbeschreibungen überrascht und auch begeistert. Ich hatte stellenweise das Gefühl mit Kya am Strand zu stehen und die Möwen zu beobachten.
Auch hat mich Kyas Alleinsein und ihre Einsamkeit tief berührt, besonders da sie so jung war als alle verschwanden.
Die Geschichte rund um den Todesfall und wie sie erzählt wurde, fand ich spannend und ich bis zum Schluss mit Kya mitgefiebert, weshalb mich das Ende umso mehr überrascht hat.
Alles in allem war das für mich ein wirklich gelungener Roman mit einer faszinierenden Protagonistin.
- Donna Tartt
Die geheime Geschichte
(620)Aktuelle Rezension von: CalipaEigene Meinung
Auf der Suche nach einer Geschichte, die eine ähnliche Atmosphäre wie If We Were Villains besitzt, bin ich auf Donna Tartt und ihren Roman Die geheime Geschichte gestoßen. Ob dieses Buch an eines meiner Jahreshighlights herankommt, erzähle ich euch hier.
Zunächst muss ich anmerken, dass es sich bei Die geheime Geschichte um einen kleinen Klopper handelt. Das Buch ist in „Buch eins“ und „Buch zwei“ unterteilt, ergänzt durch einen Prolog und einen Epilog. Die Kapitel sind extrem lang, was das klassische „nur noch ein Kapitel“ nahezu unmöglich macht. Teilweise umfasst ein einzelnes Kapitel über 160 Seiten – nichts also für kurze Lesehäppchen zwischendurch.
Donna Tartt führt mich sehr detailliert an den Protagonisten Richard Papen heran, ebenso wie an die übrigen Charaktere, die im Laufe der Geschichte eine mehr oder weniger zentrale Rolle einnehmen. Dreh- und Angelpunkt bleibt dabei die Gruppe junger Studenten, in die Richard nach einigen Anlaufschwierigkeiten aufgenommen wird. Die Autorin legt großen Wert darauf, dass ich als Leser Teil dieser Gruppe werde – sie gleichzeitig verstehe und doch nie ganz durchblicke. Gerade weil Richard selbst der „Neue“ ist, werde auch ich eingeladen, diese Welt Schritt für Schritt zu entdecken, ihre Regeln kennenzulernen und mich in ihren Dynamiken zu verlieren.
Der Schreibstil ist dabei alles andere als leicht. Teilweise wirkt er philosophisch, dann wieder hochtrabend, durchzogen von Fremdsprachen wie Französisch, Griechisch oder Latein. Zwar werden viele dieser Passagen im Verlauf erklärt oder eingeordnet, dennoch fordert der Text Aufmerksamkeit. Die griechische Geschichte und Kultur nehmen einen großen Raum ein und werden keineswegs auf eine trockene, schulische Art vermittelt, sondern organisch in die Handlung eingewoben. Dialoge sind eher knapp gehalten, gewinnen jedoch durch die dichten Szenenbeschreibungen enorm an Wirkung.
Über das gesamte Buch hinweg lag für mich eine drückende, beinahe lauernde Stimmung. Etwas Unausgesprochenes schwebt konstant über der Geschichte und verleiht ihr einen ganz eigenen Reiz. Sehr früh hatte ich das Gefühl, dass mehr hinter dieser Freundesgruppe steckt – dass, wie im echten Leben, jeder seine Geheimnisse mit sich trägt. Donna Tartt ist bereit, diese nach und nach preiszugeben, erst gegenüber Richard und schließlich auch mir als Leser.
Die Geschichte nimmt sich viel Zeit, um sich zu entfalten. Die Spannung entsteht nicht durch permanente Ereignisse, sondern durch Atmosphäre, Beobachtungen und das langsame Verdichten der Situation. Ich habe mir bewusst Zeit für dieses Buch genommen und es sehr genossen, in den Universitätsalltag einzutauchen, die Figuren kennenzulernen und ihre Verstrickungen zu begreifen – auch wenn mir das nur bedingt gelungen ist. Denn mit dem Ende hätte ich in dieser Form nicht gerechnet.
Die Charaktere entwickeln sich stark unter dem Druck der Umstände und wirken gerade dadurch sehr authentisch. Jeder geht anders mit seinen inneren Dämonen um, auf seine eigene, oft zerstörerische Weise. Der Ausgang dieser geheimen Geschichte fühlte sich für mich schließlich wie ein Drama in zwei Akten an – konsequent, tragisch und lange nachhallend.
Mein abschließendes Fazit
Atmosphärisch ist Die geheime Geschichte absolut zum Niederknien. Ja, die Kapitel sind sehr lang, das Buch insgesamt ein ordentlicher Schinken, und auch die Sprache ist stellenweise anspruchsvoll und nicht immer flüssig zu lesen – zumindest für mich. Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Roman vollkommen begeistern.
Die Geschichte rund um diese exklusive, geheimnisvolle Freundesgruppe ist spannend, emotional und zutiefst dramatisch. Donna Tartts detailreicher Schreibstil hat mich als Leser vollständig in ihre Welt gezogen. Wer If We Were Villains von M. L. Rio mochte, dem kann ich Die geheime Geschichte wirklich von Herzen empfehlen.
- Alexandra Bracken
Die Überlebenden
(436)Aktuelle Rezension von: NatalieMik✨ Rezension ✨
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Zuerst liest man eigentlich die Bücher und dann schaut man den dazugehörigen Film. In meinem Fall war das genau andersrum. Ich habe zuerst den Film ,,The Darkest Minds" geschaut und danach angefangen die Bücher zu lesen.
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Worum geht es in den Büchern?:
Es geht um einen weltweiten Virus, welches nur Kinder befällt. Viele Kinder starben an dem Virus, aber diejenigen, die es überlebt haben, haben sonderbare Kräfte bekommen.
Ruby gehört zu den Überlebenden und kann nun in die Köpfe von anderen Mensch eindringen. Kinder, die das Virus überlebt haben, wurden aber als gefährlich eingestuft und wurden eingesammelt und in Lagern untergebracht, abgeschottet von der Welt. Ruby lebte jahrelang in einem Lager, bis ihr die Flucht gelingt und sie Draußen auf Liam, Chubs und Zu trifft. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem ,, Flüchtling", der geflohenen Kindern Zuflucht gewährt.
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Ruby hat mir während der Geschichte ganz starke ,,Juliette" Vibes gegeben (Shatter Me). Sie hat Angst Menschen zu berühren, da sie nur allein mit einer Berührung in den Köpfen von Menschen eindringen kann. Sie sieht sich selbst als Gefahr und benimmt sich bis zur Hälfte des Buches sehr pessimistisch. Das ging mir tatsächlich etwas auf die Nerven. Erst gegen Ende der Geschichte hat sie eine starke und gute Charakterentwicklung hingelegt. Darüber bin ich auch sehr froh.
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Liam und Zu habe ich auf Anhieb gemocht. Liam ist sympathisch, stark, hilfbereit und einfach liebenswürdig, genauso wie Zu. Chubs ist am Anfang etwas misstrauisch gegenüber Ruby, aber nach und nach sieht man, dass er ebenfalls einen sehr netten Kern in sich trägt.
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Stellenweise zieht sich die Geschichte etwas. Gegen Ende hin wird es erst so richtig spannend und aufregend. Das Ende finde ich sehr gelungen! Mit so einer Wendung würde man gar nicht rechnen (meiner Meinung nach). Ich hab auf jeden Fall Lust, die Geschichte weiter zu lesen und bin gespannt, wie es weitergeht! 📚
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🌟 Bewertung: 3,75/5 🌟
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(Chubs ist in dem Film ein grüner und in dem Büchern ein blauer. Hat mich etwas verwirrt, als ich das gelesen habe, dass er ein blauer ist 😂)
- John Green
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
(721)Aktuelle Rezension von: Cookie4Mir hat das Buch sehr gefallen, vorallem der Schreibstil von John Green war wieder so toll, dass man flüssig lesen konnte und das Buch nicht aus den Händen legen konnte. Die dargestellten Chats zwischen Aza und ihrer besten Freundin und auch mit Davis haben es viel moderner gemacht.
Großes Lob!
Ich finde es auch sehr gut, dass er in diesem Buch viel über Azas Zwangsstörung geschrieben hat und man auch einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihre Probleme bekommen hat, denn so hat man gespürt, dass sie in ihrem eigenen Kopf gefangen ist und keinen Ausweg sieht und das Ganze für Aza am schwierigsten ist.
Ein tolles Buch für junge Erwachsene, ich kann es nur weiterempfehlen!
- Nikola Hotel
Dark Ivy – Wenn ich falle
(604)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
Nach einer tragischen Vergangenheit ist für Eden nichts mehr wie früher. Schuldzuweisungen, Ausgrenzung und Einsamkeit haben ihr letztes Schuljahr überschattet. Mit der Aufnahme an der renommierten Woodford Academy auf Ivy Island verbindet sie deshalb nur einen Wunsch: einen echten Neuanfang. Neue Menschen. Neue Chancen. Ein neues Ich.
Doch die altehrwürdige Akademie ist nicht nur wunderschön und traditionsreich, sondern auch voller unausgesprochener Regeln, gesellschaftlicher Unterschiede und verborgener Dynamiken. Gleich zu Beginn begegnet Eden William Grantham III., einem wohlhabenden Studenten mit eigener Geschichte. Zwischen Vorurteilen, Missverständnissen und spürbarer Anziehung entsteht eine Verbindung, die intensiver kaum sein könnte.
Während Eden versucht, ihren Platz im Studentenalltag zu finden, holen sie die Schatten der Vergangenheit immer wieder ein. Langsam wird klar, dass nicht jeder Neuanfang frei von Konsequenzen ist.
Eigene Meinung:
Schon der Einstieg hat mich komplett abgeholt. Die Atmosphäre ist von Beginn an beklemmend und geheimnisvoll. Man spürt Edens innere Zerrissenheit, ihre Angst und ihre Unsicherheit auf jeder einzelnen Seite. Nikola Hotel schafft es unglaublich eindringlich, Gefühle zu transportieren, nicht nur oberflächlich, sondern tief unter die Haut gehend. Ich habe mit Eden gelitten, gehofft und gezweifelt.
Die Mischung aus Studentenalltag, intensiven Emotionen, Spice und dramatischen Entwicklungen fand ich perfekt ausbalanciert. Zwischen Vorlesungen, Campusleben und Partys liegt eine stetige Spannung in der Luft, die mich regelrecht in einen Sog gezogen hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte ständig wissen, was noch passiert.
Eden fand ich stellenweise etwas naiv, gleichzeitig hat mich ihr Schicksal sehr berührt. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und Hoffnung macht sie authentisch. Ich finde es bewundernswert, dass sie es an die Woodford Academy geschafft hat und dort den Mut für einen Neuanfang aufbringt. Ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte hat mich sehr berührt.
William mochte ich von Anfang an. Hinter seiner kontrollierten, teils distanzierten Art verbirgt sich ein sehr reflektierter und respektvoller Charakter. Besonders gut gefallen hat mir, wie achtsam er mit Grenzen umgeht und dass für ihn Einverständnis selbstverständlich ist. Diese Feinfühligkeit hat ihn für mich zu einer starken männlichen Figur gemacht, die nicht auf Klischees reduziert wird.
Der rasante, lebendige Schreibstil sorgt durchgehend für Spannung. Und dann dieses Ende … Es hat mich eiskalt erwischt. Ich saß fassungslos da und musste erst einmal verarbeiten, was ich gerade gelesen hatte.
Fazit:
Dark Ivy – Wenn ich falle ist ein intensiver, emotionaler und atmosphärischer Auftakt mit Sogwirkung. Eine Geschichte über Schuld, Vorurteile, Neuanfänge und die Frage, ob man seiner Vergangenheit wirklich entkommen kann.
Für mich ein absolutes Highlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Ganz klare 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle, spannende New-Adult-Romane mit Dark-Academia-Vibes lieben.
- Benjamin Myers
Offene See
(437)Aktuelle Rezension von: Lina_CleeWas soll ich sagen? Das Buch hat mich einfach von Anfang bis Ende abgeholt. Eine tolle, bodenständige Geschichte die unfassbar nahbar ist. Dazu kommt noch das die Hauptprotagonisten so unfassbar toll zueinander passen und selbst einfach total spannend und erfrischend sind. Ich habe es sehr geliebt!!
- Libba Bray
Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen
(643)Aktuelle Rezension von: ZahirahDies ist der erste Band der Trilogie rund um Gemma und ihre Freundinnen. Es ist ein Buch aus dem Genre Mystery angedacht für jugendliche Leser/innen. Doch worum geht es: England, 1895: Die 16-jährige Gemma und 3 Freundinnen gründen im Internat einen geheimen Zirkel. Dazu treffen sie sich nachts zu »spiritistischen« Sitzungen. Bei einem dieser Treffen öffnet sich ein Tor in ein Reich in dem Träume wahr werden. Sie treten hindurch voller Hoffnungen, müssen aber bald erkennen, dass die Magie hier bedroht wird. Gemma ist eine sehr selbstbewusste Person. Man merkt, dass sie ihre ersten Lebensjahre „freier“ in Indien verbracht hat. Sie ist entgegen ihren Freundinnen unangepasster und nicht wirklich bereit sich einen passenden Ehemann zu suchen. Ihre Freundinnen waren so charakterisiert, wie man sich junge Mädchen aus besserem Haus zu jener Zeit vorstellt. Diese Gegensätzlichkeit fand ich sehr passend. Das Buch begann sehr vielversprechend und packend, nahm in der Mitte an Schwung leicht ab, um zum Schluss noch mal an Spannung zuzulegen. Libba Brays Schreibstil ist anschaulich und flüssig. Die Atmosphäre in Internat/magischem Reich konnte ich mir gut vorstellen. Ich bin durchaus gespannt, wie sich die Geschichte an sich und die Gemmas weiter entwickelt.
Fazit: Ein schönes Buch, zwar vornehmlich für Mädchen im Teenager-Alter gedacht, aber durchaus auch für „Junggebliebene“ lesbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.
- Søren Sveistrup
Der Kastanienmann
(325)Aktuelle Rezension von: mattderDer Anfang des Buch hat ein guten Driven. War echt interessant zu lesen. Aber dann wurden viele Themen auf gegriffen. So das man ein bis sich aus der Handlung kann. Geht halt um Kindesmissbrauch aber der Anfang ging es um eine Tote frau die die Hand abgetreten wurde. So das ich durch die ganz Menschen und Themen raus kann.
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(500)Aktuelle Rezension von: Hannelore_SeidelWow. Ich bin begeistert. „Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Aber niemand glaubt mir.“ Und genau das ist so großartig ge- und beschrieben, ich habe das Buch in zwei Nächten verschlungen und war ziemlich fertig, als dieses makabere Schauspiel sein Ende fand. Fertig, aber komplett zufrieden, dass dieses Buch, nachdem es schon lange erschienen ist, doch noch zu mir gefunden hat.
Lo Blacklock ist die Hauptakteurin, deren Bild ich direkt vor Augen habe. Eine junge Reisejournalistin, die zuvor in ihrem Zuhause ein furchteinflößendes Erlebnis hatte. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt, um es mal geschönt auszudrücken. Und nun ist sie auf diesem Schiff und beobachtet, wie etwas Längliches, Schweres, ins Wasser geworfen wird. Keiner glaubt ihr, keiner außer ihr will etwas gesehen haben. Als Leser weiß ich, dass Lo mit einer jungen Frau in dieser Kabine, in der angeblich kein Gast wohnt, gesprochen hat. Das war es dann aber, alles andere könnte so gewesen sein, die Beobachtung könnte aber auch der Einbildung entsprungen, somit dem reichlich fließenden Alkohol geschuldet sein.
Es ist ein richtig guter Thriller voller überraschender Wendungen mit Charakteren, die allesamt nicht zu durchschauen sind. Zwischendurch sind es Chats, SMS, Zeitungsberichte, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Ruth Ware schafft eine fast durchgehend düstere Atmosphäre, die vor Spannung nur so knistert. Lo ist diejenige, die alles ins Rollen bringt, sie ist aber auch eine Getriebene, man spürt ihre Anspannung und ist über so manch Aktion verwundert. „Ich meine, dass du komplett paranoid geworden bist. Hinter jeder Ecke vermutest du einen Feind.“ Genau das ist auch mein Empfinden, ich traue niemandem, attestiere (fast) jedem böse Absichten.
Diesen Thriller kann ich jedem Fan dieses Genres uneingeschränkt empfehlen. Eine packende Story, dazu interessante, eher zwielichtige Charaktere, all dies aus Lo Blacklocks Sicht erzählt – ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Nervenkitzel pur!
- Carlos Ruiz Zafón
Das Labyrinth der Lichter
(264)Aktuelle Rezension von: Boris_GoroffDer Autor vermag wie kein zweiter eine spannende Geschichte zu erzählen. Diese Barcelona Tetralogie kann in der Reihenfolge beliebig gelesen werden. Es entsteht ein Gesamtkunstwerk, das je nach Lesereihenfolge und aktuellem Roman einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte und seine Protagonisten wirft.
Steht in den Top 5 meiner Lieblingsbücher!
- Stefanie Lasthaus
Das Frostmädchen
(139)Aktuelle Rezension von: AmalieFNeve flieht im Zorn aus einem Streit mit Gideon in die eisige Nacht Kanadas und verirrt sich. Dort wird sie von Lauri gerettet, einem Künstler mit stiller Wärme. Während Neve sich zu erholen versucht, spürt sie, dass in ihr Kräfte schlummern, eine uralte Wintermagie, die Dunkles anzieht. Neve ist verletzlich, aber mit einer verborgenen Stärke, und Lauri überzeugt durch Geduld und Fürsorge. Der Stil liest sich flüssig und zieht einen hinein in Schneestürme, Unsicherheiten und emotionale Kälte. Gelegentlich hakte es bei Erklärungen der Magie, und manche Dialoge fühlten sich zu schnell vertraut an. Dennoch hat mich das Setting, die Stimmung und die Chemie zwischen Neve und Lauri überzeugt.
- Romy Fölck
Totenweg
(318)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalTotenweg von Romy Fölck aus dem #lübbeverlag
Band 1 - unabhängig zu lesender Krimi
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Dieses Buch spielt in Norddeutschland in der Marsch… musste ich natürlich auch endlich einmal lesen.
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Leider leider fand ich es gar nicht so gut 😅 aber das ist nur meine persönliche Meinung
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Ob es nun in der Marsch oder im Allgäu spielt… mir fehlte hier mehr Lokalkolorit. Mehr Insiderwissen. Mehr landestypische Eindrücke.
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Frida, die Protagonistin, mag ich nicht. 18 Jahre hat sie geschwiegen. 18 Jahre hat sie nichts gesagt. 18 Jahre hat sie nichts getan. … Ich könnte sie schütteln.
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Ihre Ermittlungen… sie tappt im Dunkeln. Ich ahne schlimmes.
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Die Auflösung. Wer warum und mit wem? Und wo. Fand ich hier nicht so beeindruckend. Erinnert an eine Soap.
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Vergebe 3 Sterne.
- Mareike Allnoch
Where the Hummingbirds Sing
(175)Aktuelle Rezension von: saskia13120Ich las Where the Hummingbirds Sing während unserer Kanada Rundreise.
Die Geschichte mag an sich kein absolutes Highlight sein, trotzdem verbinde ich mit ihr so viele Gefühle und Geschichten dass ich dieses Buch, wie auch den zweiten Band, einfach geliebt habe.
Auf einer Parkbank am Lake Louise zu sitzen, während Lily und Ben gerade eine Kanutour auf selbigen machen, fühlt sich einfach nur magisch an. Ich hatte das Gefühl einem Buch selten so nahe gekommen zu sein.
Deshalb ist meine Bewertung vielleicht auch nicht ganz objektiv, aber dafür kommt sie ganz tief aus meinem Herzen.
Ich habe die Protagonisten kennen und lieben gelernt und konnte mit diesem Buch einige wundervolle Stunden verbringen und dabei abschalten. Und teilweise habe ich sogar noch etwas für unsere weitere Reise lernen können (mir war z.B. nicht klar, dass das englische Wort 'Elk' gar keinen Elsch meint sondern ein Wapiti). Das Buch ist eine einfache Kost und nicht besonders anspruchsvoll und vielleicht auch vorhersehbar, aber es manchmal braucht man ja auch genau das. Und wenn dieses Buch mit der Storyline vielleicht nicht ganz überzeugen kann, schafft es das spätestens bei der wirklich bildhalften Beschreibung des Nationalparks was einem denke ich auch Zuhause das Gefühl gibt, in Kanada mitten im Wald zu stehen und die Tiere zu beobachten.
- E.O. Chirovici
Das Buch der Spiegel
(362)Aktuelle Rezension von: DoraLupinIm Buch geht es um mehrere Personen, die ihre Geschichte und ihre Recherchen zu einem einzigen Mord erzählen, der schon 25 Jahre zurück geht. Dabei sagt der eine das Gegenteil vom andren und es bleibt bis zum Schluss rätselhaft was denn eigentlich passiert ist in der Mordnacht.
Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden auf Grund des Covers. Ich finde es toll gemacht wie die Stadt sich spiegelt und dazu der Titel des Buches, passt perfekt.
Es war zunächst eigenartig diesen Roman aus Sicht von 3 Protagonisten bzw erzählen zu lesen aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Ist auf jeden Fall eine super Idee und für mich noch nie dagewesen wie der Autor diesen Mordfall erzählt. Man ist vor jeder Person auf der Hut, die in Verbindung zum Mordfall steht.
Sehr spannend gemacht, eine ganz eigene Idee, eine ganz eigene Schreibweise. Etwas sehr neues!
Nur das Ende hat mich etwas ratlos zurück gelassen, da hätte ich gern nochmal die Sicht aus dem Manuscript gehabt....deshalb einen Stern Abzug. Ansonsten sehr gut gemacht! - V. E. Schwab
Bury Our Bones in the Midnight Soil
(117)Aktuelle Rezension von: therealmofstoriesBury Our Bones in the Midnight Soil von V. E. Schwab erzählt die Geschichte von drei Frauen, deren Leben über Jahrhunderte hinweg auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind. Die Handlung führt vom kleinen spanischen Dorf im 16. Jahrhundert über das London des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mehr vom Leben wollen, als ihre Zeit ihnen erlaubt, und deren Handeln Konsequenzen mit sich zieht.
Besonders beeindruckend sind die Settings: Jede Epoche und jeder Ort werden sehr stimmungsvoll und detailreich beschrieben, ohne überladen zu wirken. Die düstere, fast bedrückende Atmosphäre zieht sich konsequent durch den Roman und passt perfekt zur Geschichte.
Die unterschiedlichen Lebenswelten der drei Frauen sind spannend und abwechslungsreich erzählt. Man folgt ihren Leben nacheinander und erkennt nach und nach, wie eng ihre Geschichten miteinander verbunden sind.
Im Verlauf der Handlung überrascht V. E. Schwab immer wieder mit Entwicklungen, die ich nicht erwartet hatte. Vor allem zum Schluss nimmt die Spannung zu, und ein paar Wendungen haben mich richtig überrascht.
Alles in allem ist Bury Our Bones in the Midnight Soil ein spannender Roman, der mit düsterer Stimmung, vielschichtigen Figuren und überraschenden Wendungen überzeugt. - Katherine May
Überwintern. Wenn das Leben innehält
(80)Aktuelle Rezension von: Kristina_EiseleDie dunklen Phasen im Jahr und im Leben mögen wir nicht. Sehnsüchtig warten wir auf den Frühling und auf das Licht. Aber was, wenn wir diese Phasen annehmen, ohne Urteil, wenn wir uns erlauben, uns zurückziehen und uns in der Dunkelheit einzukuscheln?
Für mich war "Überwintern" eine tolle Lektüre mit ganz wichtigen Impulsen. Denn ich bin kein Wintermensch. Oder zumindest war ich keiner. In den letzten Jahren versuche ich aber immer mehr, die schönen Seiten des Winters willkommen zu heißen und zu zelebrieren: gemütliches Lesen am Schwedenofen mit einer Tasse Tee, Sauna und eine eiskalte Dusche danach, das besondere Licht an einem klaren Wintermorgen, ein Spaziergang im Schnee.
Katherine May sieht das genauso und erklärt, welch biologische, kulturelle und spirituelle Bedeutung der Winter auch haben kann. Viele dieser Aspekte machen wir uns unzugänglich in der heutigen Welt. Ihr Buch ist ein Plädoyer, den Winter aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und auch, wenn wir dem "echten" Winter entfliehen können, die dunklen Phasen im Leben gibt es eben trotzdem. Und diese können wir ebenso wie den Winter mit Hingabe annehmen und darauf vertrauen, dass sie richtig sind und dazu gehören, und dass dann wieder Tage voller Licht auf uns warten.
Ein schönes Buch, das zum Nachdenken an dunklen Tagen anregt.
- Dörte Hansen
Zur See
(252)Aktuelle Rezension von: Jana_FreitagMit "Zur See" legte Dörte Hansen nach "Altes Land" und "Mittagsstunde" erneut einen Roman vor, der leise daherkommt und doch lange nachhallt. Diesmal führt sie auf eine norddeutsche Insel und in eine Welt zwischen Wind, Weite und Wasser. Mit ihrer ruhigen Sprache zeichnet sie ein vielschichtiges Bild vom Inselleben, von Tradition und Umbruch, von Zugehörigkeit und Entfremdung.
Dabei braucht es keinen dramatischen Plot, um Spannung zu erzeugen. Stattdessen sind es die fein beobachteten Alltagsmomente, die diesen Roman tragen. Ihre Charaktere wirken eigenwillig und authentisch, manchmal verschlossen, manchmal spröde und gerade deshalb wachsen sie einem schnell ans Herz. Man spürt die generationsübergreifenden Verflechtungen und das Ringen mit Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen.
Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre, die Dörte Hansen erschafft. Mit wenigen, klaren Sätzen entstehen Bilder von Dünen, Höfen, Fähren und Stürmen. Die plattdeutschen Einsprengsel verleihen dem Text zusätzliche Tiefe und Bodenständigkeit. Alles wirkt stimmig, nichts aufgesetzt.
Zur See ist ein Roman für Leserinnen und Leser, die atmosphärische Geschichten schätzen und Freude an stillen, klug beobachteten Lebensentwürfen haben. Wer norddeutsche Landschaften liebt und sich auf das langsame Erzählen einlassen kann, wird dieses Buch nicht nur lesen, sondern lieben.
- Yrsa Sigurdardottir
DNA
(357)Aktuelle Rezension von: Mia80„DNA“ ist der erste Fall der Krimireihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Schon im Prolog hatte Yrsa Sigurdardottir meine volle Aufmerksamkeit, denn eine Frau wird auf eine äußerst brutale Art mit einem Staubsauger ermordet. Das Szenario hat mich völlig schockiert, weil die Mordmethode jede Vorstellungskraft übersteigt. Auch die weiteren Todesfälle, zu denen es im Verlauf des Thrillers kommt, befinden sich auf einem ähnlich heftigen Niveau. Trotz der Brutalität ist „DNA“ grundsätzlich kein reißerischer Krimi. Abseits von den Mordfällen wird keine graphische Gewalt dargestellt, stattdessen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei detailliert beschrieben. Der Fall ist eine harte Nuss. Als Leser hat man durch den Prolog eine Ahnung, was Ursache für die Verbrechen ist, aber wie genau alles zusammenhängt, hat sich erst auf den letzten Seiten entfaltet.
Ich fand den Thriller außerordentlich spannend mit einem originellen Plot. Die Idee, dass ein Amateurfunker geheime Botschaften erhält, fand ich sehr gelungen. Dadurch, dass eine wichtige Zeugin ein Kind ist, gewinnt die Geschichte zusätzlich an Emotionalität. Die Auflösung und die Enthüllung der menschlichen Fehlentscheidungen, die zu all dem geführt haben, sind erschütternd.
Das war ein sehr lesenswerter Thriller! - Jess Kidd
Heilige und andere Tote
(226)Aktuelle Rezension von: PapercutMit „Der Freund der Toten“ legt Jess Kidd einen ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Roman vor, der Krimi, Geistergeschichte und Gesellschaftsporträt auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Schauplatz ist das Irland der 1970er-Jahre, genauer gesagt eine kleine Küstenstadt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Im Mittelpunkt steht Mahony, ein junger Mann, der nach dem Verschwinden seiner Mutter in das Städtchen Mulderrig zurückkehrt. Mahony besitzt eine besondere Gabe: Er kann mit den Toten sprechen. Diese begleiten ihn nicht nur als Stimmen aus dem Jenseits, sondern auch als Kommentatoren des Geschehens – mal humorvoll, mal melancholisch, oft erschreckend ehrlich. Auf der Suche nach der Wahrheit über seine Mutter stößt Mahony auf ein Netz aus Lügen, Gewalt und verdrängten Geheimnissen, das die ganze Stadt durchzieht.
Jess Kidds größte Stärke liegt in ihrer Sprache und Atmosphäre. Ihr Schreibstil ist poetisch, bildreich und zugleich von schwarzem Humor durchzogen. Bereits nach den ersten paar Kapiteln bekommt das Buch einen gewissen "The 6th Sence" Charme. Die Toten, die Mahony begleiten, wirken nie bloß als erzählerischer Kunstgriff, sondern verleihen dem Roman eine besondere Tiefe und Menschlichkeit. Trotz der düsteren Themen – Missbrauch, Schuld, Verlust – bewahrt die Geschichte eine gewisse Leichtigkeit und Wärme.
Die Figuren sind schrullig, vielschichtig und oft moralisch ambivalent. Gerade diese Unschärfe macht sie glaubwürdig und spannend. Mulderrig selbst wird zu einer Art eigenständigem Charakter: ein Ort voller Schönheit, aber auch voller Abgründe.
„Der Freund der Toten“ ist kein klassischer Kriminalroman, sondern ein literarisch anspruchsvolles Werk, das sich Zeit nimmt, Stimmungen aufzubauen und seine Leserinnen und Leser in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Ein außergewöhnlicher Roman, der unter die Haut geht – poetisch, düster, humorvoll, mit Tiefgang und zutiefst menschlich.
- Niklas Natt och Dag
1794
(222)Aktuelle Rezension von: derMichiAuf den Erfolg den Vorgängerbandes "1793" war offenbar niemand vorbereitet. Mit seiner Mischung aus typisch finsterem skandinavischem Thriller und dreckigem Historienkrimi stand er in der umgesetzten Kompromisslosigkeit ziemlich einmalig da. Das Ende schien eindeutig, anders ist es kaum zu erklären, dass Niklas Natt och Dag eine ziemlich tote Figur wieder mehr oder weniger ins Rennen schickt. Ohne zu viel verraten zu wollen: Neben Mickel Cardell ermittelt auch Winge wieder, wenn auch etwas anders als man ahnt.
Das Duo gewinnt eine etwas andere Dynamik als im Vorgängerband, doch der Kunstgriff um sie zusammenzubringen wirkt in seiner Einfallslosigkeit recht abgenutzt. Dafür schockiert die Handlung den Leser mit einer zum ersten Band passenden Beschreibung Stockholms als Moloch der Vormoderne, in der menschenverachtende Verbrechen möglich sind, wie sie eher zu den Feudalherren des finstersten Mittelalters oder psychopathischen Killern der Gegenwart passen würden.
Keine Frage - der Autor hat hier einen Nerv getroffen und seine Handlungsstränge im Griff, selbst wenn mehrere Kapitel am Stück die Ermittlungen links liegen lassen. Für normale Krimifans oder Histroienfreunde ist das Buch wahrscheinlich zu krass, man sollte sich auf Gewaltspitzen und abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit wie in Büchern von Stieg Larsson oder Stephen King einstellen. Keine Figur wird geschont, egal ob Ermittler, Opfer, Kind oder Erwachsener.
Happy Ends hat Niklas Natt och Dag nicht nötig und es dürfte kein Spoiler sein zu verraten, dass man sich lieber keins erhoffen sollte. Damit untergräbt er jedoch das Alleinstellungsmerkmal des ersten Buchs, das jetzt einfach nur ein Trilogieauftakt ist. Wie heftig auch immer Band drei ausfallen mag, neu ist die Idee dann schon lange nicht mehr. Und auch Band zwei scheint diese Tatsache mit noch mehr, teils unnötiger Gewalt kompensieren zu wollen um im wahrsten Sinne des Wortes die Hardcore-Fans zu fesseln. Alle andere dürften sich abwenden, sei es aus Ekel oder Langeweile. - C.S. Pacat
Dark Rise
(110)Aktuelle Rezension von: EmmierdbeeereNoch nie hat mich ein Buch so schnell begeistert wie diese Reihe. Fantasy, Boyslove im slow burn... was will man mehr.
Mich faszinierten die Charaktere aber auch wie wunderbar anschaulich die Welt gestaltet und der generelle Vibe beibehalten wurde.
Außerdem hat dieses Buch einen wahnsinns Plottwist den ich nicht vorhergesehen habe! Und das passiert mir selten xD
Fazit: Ich liebe es!























