Bücher mit dem Tag "attentate"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "attentate" gekennzeichnet haben.

63 Bücher

  1. Cover des Buches Palace of Glass - Die Wächterin (ISBN: 9783764531959)
    C. E. Bernard

    Palace of Glass - Die Wächterin

     (619)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist. 

    Der Schreibstil: Die Geschichte wird aus Reas Sicht erzählt. Das ganze Setting und die Gefühle werden super beschrieben. Mir persönlich waren allerdings die Kapitel viel zu lang. 

    Die Hauptfiguren: Rea ist eine starke, junge Frau, welche einfach nur in Frieden leben möchte. Ihre starke Bindung zu ihrem Bruder hat mir super gefallen. Im Laufe der Geschichte öffnet sie sich immer mehr und mehr und fängt an für das zu kämpfen was ihr wichtig ist.


    Endfazit: Das Buch hat mir gut gefallen. Das Setting wurde super beschrieben. Insgesamt konnte man allerdings schon früh erahnen, wer an den Angriffen gegen den Prinzen steckt. Auch die Kapitellänge war mir deutlich zu lang. Dennoch hatte ich gute Lesestunden und bin gespannt auf den Folgeband.

    Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

  2. Cover des Buches Palace of Silk - Die Verräterin (ISBN: 9783764531973)
    C. E. Bernard

    Palace of Silk - Die Verräterin

     (300)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Inhalt

    Angekommen in Paris, erhofft sich Rea nichts anderes als ihre Ruhe und Freiheit. Freiheit, endlich berühren zu dürfen. Denn in Frankreich müssen sich Magdalenen nicht verstecken, sondern können offen kommunizieren, was sie sind. Berührungen sind erlaubt. Aber es scheint auf wackeligen Beinen zu stehen und Rea ist weiterhin vorsichtig. Vor allem, als sie durch Ninon an den Königshof zurückkehrt und dort Madame Hiver gegenüber steht, von der sie nicht weiß, welches Ziel sie verfolgt.

    Aber nicht nur das macht ihr Sorgen. Ohne es gewollt zu haben, wird wie wieder zur Leibwächterin, diesmal von Ninon. Dass sie deshalb auch noch Robin am Hof trifft, gefällt ihr ganz und gar nicht. Immerhin ist sie nicht mehr die Geliebte des Kronprinzen, auch wenn ihr anderes lieber wäre. Und dann hält Robin auch noch um die Hand von Ninon an - nur warum? Und ob ihm Rea auf einmal völlig egal ist?


    Meinung

    Nach wie vor ein sehr gut geschriebenes Buch! Ich bin weiterhin sehr gut mit der Geschichte und dem Schreibstil zurecht gekommen und habe es sehr gerne gelesen. 

    Die Charaktere finde ich sehr gut ausgearbeitet und besonders die Franzosen: Ninon, Blac, Rene und der Comte haben  es mir sehr angetan. Ich liebe es einfach, wenn sie auftauchen. Es gab da auch die ein oder andere wirklich herzzereißende Szene.

    Die Geschichte um die Magdalenen und ihr Können finde ich weiterhin super gemacht. Jeder Charakter hat einen Grund. Auch alles andere, was neu dazu gekommen ist, wie zum Beispiel die rätselhafte Madame Hiver und wie alles miteinander verknüpft ist, ist wahnsinnig gut gemacht. 

    Nicht ganz so gut, fand ich die sehr langen Kapitel, wobei ich mittlerweile oft auch mitten im Kapitel aufhöre zu lesen. Das ist also auch mal wieder Geschmackssache. Auch war es teilweise etwas langatmiger als Band 1.

    Insgesamt aber eine gelungene Fortsetzung, bei deren Ende man unbedingt Band 3 parat liegen haben sollte.

  3. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (449)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Band III der Jahrhundertsaga

    „Wie ironisch, dachte George: Um die Türkei zu beschützen, müssen wir die Kernwaffen von dort abziehen. Außenminister Dean Rusk warnte: >>Die Sowjets können aber woanders aktiv werden, Sir, und zwar in Berlin.<< George nickte. Es war paradox, dass der amerikanische Präsident eine Karibikinsel nicht angreifen konnte, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen, die eine solche Entscheidung siebentausend Meilen entfernt in Mitteleuropa hätte. Die ganze Welt war für die beiden Supermächte zum Schachbrett geworden.“ (S. 362)

    Eine komplexe, vielschichtige Handlung vereint historische Eckpunkte aus 30 Jahren amerikanischer, deutscher, englischer und russischer Geschichte. Thematisch durchschreitet Ken Follett, der Stephen King des Historischen Romans, im dritten Teil seiner Jahrhunderttrilogie den Kalten Krieg von vorne bis hinten – beginnend mit dem Mauerbau 1961 (1. Kritikpunkt: Warum beginnt er nicht bei der Nachkriegszeit mit interessanten Ereignissen wie dem Aufstand vom 17. 06. 1953) über die Kubakrise und JFK, die Rassendiskriminierung in den USA und M. L. King, Ost-West-Flucht, Korruption und Intrigen im Kreml (2. Kritikpunkt: Wo bleibt die Aufarbeitung der Nazivergangenheit mit den Nürnberger Prozessen? Richtig. Nirgendwo. Auch zur Mondlandung hätte ich wenigstens eine Erwähnung erwartet) bis hin zu Glasnost & Perestroika und dem Mauerfall (3. Kritikpunkt: Bei Follett hört es sich so an, als wäre mit dem Einsturz einer betonierten Wand alles getan und alle Menschen springen in Blümchenkleidern zu >I’ve been looking for Freedom< über einen Regenbogen…Dass wir auch heute noch, zu einem Zeitpunkt, an dem die Mauer länger abgerissen ist, als sie stand, mit Ungleichheiten und Vorurteilen zwischen Ost und West zu tun haben, lässt er unbetrachtet).

    Ken Follett hat mit diesem Abschluss seiner Familiensaga des 20. Jahrhunderts wieder einen dramatischen Liebesroman kreiert. Alle Protagonisten finden wieder auf magische Weise zueinander von den USA über England und das geteilte Deutschland zur Sowjetunion. Die Stammbäume der beteiligten Familien im Anhang und in den Klappen haben wirklich geholfen mit den umfänglich vorhandenen Protagonisten umzugehen, dennoch kam ich einige Male raus. „Zu wem gehörst du jetzt? Ich dachte, du hast etwas mit dem anderen Typen am Laufen? Oh, ach ne, doch nicht.“ Nach kurzer Orientierung und vielleicht ein paar Seiten zurückblättern ging das bei mir aber wieder.

    Es muss Follett zugutegehalten werden, dass er einen komplexen historischen Zeitrahmen mit vielen politischen Strängen (mehr als in den ersten beiden Teilen der Trilogie) gut gemeistert hat. Er vereint die wichtigsten politischen Themen aus diesen 30 Jahren geschickt, immer ist ein Protagonist live im oder am Geschehen dran ganz wie bei Forest Gump – Montgomery-Bus-Boykott & Martin Luther King’s >I have a Dream<-Rede; JFK’s >Ik bin ein Berliner< -Rede & das Attentat, Vietnamkrieg, Mauerfall u.v.m.

    Die Leserinnen und Leser bekommen einen groben Überblick über politische Zusammenhänge des Ost-West-Konflikts im historischen Kontext. Die Umsetzung in Romanform erlaubt es dem Rezipienten in lockerer Atmosphäre Geschichte spannend und informativ zu erleben. Ich muss zugeben, dass ich mich mit diesem Zeitabschnitt weniger auskenne als das noch beim ersten und zweiten Teil der Fall war. Einfach, weil im Lehrplan besonderer Fokus auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den beiden Weltkriegen gelegt wird, da wird nach hinten heraus die Zeit knapp. Jahrgänge nach 1990 wie ich kennen sich da weniger gut aus bzw. beziehen ihre Informationen von Eltern und Großeltern. Auch gibt es mehr filmische Adaptionen über die NS-Zeit als über den Kalten Krieg. Daher bewerte ich hier besonders die Auswahl der Eckdaten, die Follett getroffen hat, und deren Zusammenspiel positiv. Gerade zur Rassendiskriminierung und der damit verbundenen Polizeigewalt in den USA konnte ich in diesem Roman etwas lernen. Leider ein immer noch hoch brisantes Thema.

    Dennoch kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Wie im Vorgängerband macht Ken Follett einen entscheidenden Fehler, über den ich nicht hinwegsehen kann. Er denkt in Schwarz-Weiß-Schemen, am Ende wird alles gut, alle Protagonisten sind glücklich, gesellschaftliche Probleme werden ignoriert. Beispielsweise sind die Stasi-Mitarbeiter so gezeichnet wie die Nazis in Teil zwei – strunz dumm. Nur einer hat es auf die Familie abgesehen und benutzt seinen Gripps komplett nur zum Schikanieren der Protagonisten. Der Roman suggeriert außerdem, dass die gesamte DDR-Bevölkerung in den Westen will, die Grenzsoldaten werden als handelnde und nicht denkende Schachfiguren bewegt. Was ist denn mit den regimetreuen intelligenten Bürgern und Funktionären? Was ist mit den Ängsten bei der Wiedervereinigung? Follett legt den Fokus besonders auf die Swinging Sixties. Das Jahrzehnt erstreckt sich auf fast 900 der 1200 Seiten, dadurch werden die anderen zwei Jahrzehnte sehr gedrängt.

    Ein großer Kritikpunkt in den Vorgängerbänden war die Häufigkeit von romantischen Bettgeschichten. Hier hat sich das etwas gelegt, Follett lässt vieles nur angedeutet. Es gibt zwar ein kleines Durcheinander, wer mit wem und wann, aber der historische Rahmen mit den Ereignissen überwiegt.

    Fazit

    KINDER DER FREIHEIT ist der Abschluss der Familiensage über das 20. Jahrhundert von Ken Follett. 30 Jahre Weltgeschichte drängen sich auf 1200 Seiten, da können nicht alle Details abgebildet werden. Als dramatische Liebesromane im historischen Setting ist die Reihe gut zu lesen. Ich empfehle, die Erwartungen nicht zu hoch zulegen. Die Leserinnen und Leser finden in diesem dritten Band einen soliden, zufriedenstellenden Abschluss.

     

    KINDER DER FREIHEIT| Ken Follett| Bastei Lübbe| 2014| 1208 Seiten| 29,99€ (Hardcover nicht mehr erhältlich; als Taschenbuch für 17,00€

  4. Cover des Buches Ein wirklich erstaunliches Ding (ISBN: 9783423790406)
    Hank Green

    Ein wirklich erstaunliches Ding

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Lales-Buecherwelt

    Inhalt:
    Bis eben war April May einfach nur eine 23-jährige Grafikdesignerin, die in New York lebt, arbeitet und ihre Schulden abbezahlt. Nachdem sie eines Abends zufällig auf eine gigantische Skulptur in Form eines Roboters stößt und spontan ein Video von der Begegnung ins Netz stellt, wird sie über Nacht zur Berühmtheit. Doch nachdem klar wird, dass nicht nur in New York ein sogenannter "Carl", sondern weltweit zur gleichen Zeit, Carl-Skulpturen aufgetaucht sind, schafft es April kaum sich von einer Talkshow zur nächsten zu hangeln. Aber wie lange wird sie dem Druck der Öffentlichkeit standhalten können und was ist die wahre Mission der Carls?



    Meine Meinung:
    Es fällt uns Menschen so viel leichter, uns in eine Abneigung gegen etwas reinzusteigern, als uns darauf zu einigen, dass es okay sein kann, unterschiedlicher Meinung zu sein. - April May (S. 282)

    April hätte sich nie träumen lassen, dass sich an ihrem inzwischen eintönigen Leben - das sie trotzdem zufrieden stellte - etwas änderte. Jedenfalls nicht so bald. Doch als sie zufällig auf die monströse Statue eines Roboters, den sie "Carl" tauft, trifft und mit ihrem besten Freund ein Video davon ins Netz stellt, wird sie über Nacht zur Berühmtheit. Plötzlich kennt jeder ihren Namen, jede Talkshow will sie als Gast, jeder Follower will so viel wie möglich über sie erfahren. Schlaflosigkeit, Termindruck und Ruhm - ja vor allem der - bestimmen nun April´s Leben. Der Druck unter dem sie steht ist enorm, trotzdem genießt sie es im Rampenlicht zu stehen und nach und nach die Rätsel zu lösen, die sich um die "Carl´s" - die weltweit vertreten waren - auftun. Doch damit gibt sie sich nicht immer mehr selbst als Person auf, sondern riskiert auch ihr Leben...

    "Ein wirklich erstaunliches Ding" beschreibt die bahnbrechende und originelle Geschichte einer jungen Frau, die zufällig und blitzschnell zur Berühmtheit wird und sich ihr Leben nur noch über Ruhm, mehr Follower und natürlich den Carl, dreht.

    Gleich zu Beginn wird klar, welch präsente Rolle April May, Protagonistin des Buches, einnimmt. Sie spricht direkt zum Leser und erzählt ihm ihre Geschichte gewissermaßen. Zunächst etwas ungewohnt, hat man sich als Leser schnell an diese persönliche Anrede gewöhnt, da sie auch im Verlauf immer wieder direkt das Wort an ihn richtet - im Sinne von Warnungen, ironischen Kommentaren u.ä. Dabei gewinnt man nicht nur das Bild einer schlagfertigen, selbstbewussten und starken Figur, überdies wird deutlich, dass April direkt an die Menschen - wie z.B. ihre Leser - spricht.

    Der Beginn der Handlung erweist sich zunächst als relativ unspektakulär, dafür umso informativer, da der Leser hier von April´s alltäglichen Leben erfährt. Noch während dieser Phase, kommt der erste und völlig überraschende Wendepunkt - denn hier trifft April auf Carl und ihre Berühmtheit nimmt den Anfang. Schnell wird klar, wie geheimnisvoll und rätselhaft das Auftauchen der Carl´s ist und dass sie eine Mission haben. Doch um diese zu entschlüsseln, gilt es jede Menge Rätsel zu lösen, denen April sich selbstverständlich annimmt.

    Von nun an wird die Handlung immer spannender und entwickelt sich steil zu einer originellen Geschichte in Zeiten von Social Media und Globalisierung, die mich von da an gebannt hat. Überzeugend, voller Spannung und mit April´s Humor ist der Lesefluss sowohl unterhaltsam, als auch packend.

    Die Figuren, allen voran die Protagonistin April, entwickeln sich - im Fokus aller Aufmerksamkeit steht nun der Erfolg und die mit sich bringenden Folgen. Während einige Charaktere eher schwach und im Hintergrund bleiben, nehmen andere, darunter Maya und April selbst, immer mehr Farbe an. Vor allem ihre Konflikte betonen die "menschliche Schwäche", die bei großen Internet-Stars oftmals in den Hintergrund treten.

    Von der Idee der Geschichte selbst kann man halten was man will, jedoch ist nicht zu bestreiten, dass sie unübertroffen originell und einzigartig ist. Allein die Kombination aus aktuellen Themen und fantasievollen oder vielleicht auch Sci-Fi Elementen, sowie jede Menge versteckter Botschaften, macht das Buch zu etwas Besonderem für die heutige Gesellschaft, aus der sich jeder etwas mitnehmen kann.


    Fazit:
    Um ein gutes Buch zu schreiben braucht es nicht nur einen bekannten Namen, das hat Hank Green - Bruder des Bestseller-Autors John Green - bewiesen. Das erste Buch des Youtube-Stars hat Potenzial es den Werken seines Bruders nachzutun!

    Eine starke und humorvolle Protagonistin, die sich mit einem besonderen Rätsel und der heutigen Social Media Gesellschaft auseinandersetzen muss, gepaart mit einer starken Handlung,macht das Buch zu "ein[em] wirklich erstaunliche[n] Ding"!

  5. Cover des Buches Wie Flammen auf Eis (ISBN: 9789963524099)
    Alexandra Stefanie Höll

    Wie Flammen auf Eis

     (100)
    Aktuelle Rezension von: susymah
    Tja, was tut man, wenn man plötzlich mit jemandem verheiratet ist, den man am Abend zuvor erst kennen gelernt hat? Zumal eine sofortige Allulierung nicht wirklich möglich ist, weil es den Ruf eines Prominenten schädigen könnte? Eine verzwickte Sache, in die sich die deutsche Polizistin Evelyn da in ihrem Amerika-Urlaub hineinbugsiert hat. Das Buch ist in einem sehr flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil verfasst, die Story ist witzig und spannend und die Protagonisten sehr sympathisch. Zum Schluss hin wirkt allerdings der Grundkonflikt immer unrealistischer und wird zu sehr ausgereizt, was mich persönlich ein bisschen gestört hat. Außerdem hat es beinahe das halbe Buch gekostet, bis endlich ein bisschen Polizistin aus Evelyns Charakter schlüpfte, sich dann aber immer wieder hinter der gigantischen Männlichkeit von Kenan versteckte. Insgesamt ist es aber ein schöner Roman zum Entspannen und Abschalten. Meine Leseempfehlung hat es auf jeden Fall.
  6. Cover des Buches Gotteslüge (ISBN: 9783442383467)
    Kathrin Lange

    Gotteslüge

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Den ersten Teil um Faris Iskander (40 Stunden) hatte ich vor vier Jahren gelesen, so dass ich mich nur noch an wenige Details erinnern kann. Meiner Meinung nach sollte man diese Serie hintereinander weg lesen, da doch immer wieder auf die Vergangenheit Bezug genommen wird und dieser Teil auch sehr offen endet.

    Den Anfang fand ich persönlich ein wenig langatmig, weil es viel um Therapiesitzungen mit Faris ging. Danach kam das Buch aber rasch in Fahrt und blieb auch fast ununterbrochen spannend bis zum Schluss. Der kam dann so plötzlich und leider offen, dass ich am liebsten gleich den nächsten Teil gelesen hätte, den ich aber noch nicht habe.

    Trotz allem aber eine unbedingte Leseempfehlung, vor allem, wenn man wie ich in Berlin lebt und die Schauplätze kennt.

  7. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 02 (ISBN: 9783442244447)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 02

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    Eigentlich wollte ich den zweiten Band im Sommer lesen, doch ich konnte einfach nicht warten, denn meine Gedanken kreisten ständig darum, welches Abenteuer Laurence und Temeraire als nächstes erwarten würde und der Klappentext machte mich unglaublich neugierig. „Drachenprinz“ von Naomi Novik ist mittlerweile der zweite Band der neunbändigen Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ und konnte mich wunderbar unterhalten! Zwar etwas schwächer als der Auftaktband „Drachenbrut“, aber die großartigen Spannungspunkte, eine schöne Atmosphäre, Naomi Noviks gewohnt packender Schreibstil, der absolut niedliche Drache Temeraire und sein ruhiger und loyaler Gefährte Kapitän Laurence konnten auch die Fortsetzung wieder für mich zu einem Highlight werden lassen. Und allmählich werden die Laurence-Temeraire-Bücher für mich zu einer regelrechten „Wohlfühl-Reihe“, genau richtig, um einen gemütlichen Tag zu verbringen.

     

    Eine lange und abenteuerliche Seereise – und viele weitere Probleme

     


    „Vor ihnen lagen nichts als die endlose blaue Weite des Ozeans und ein ungewisser Weg in ein noch ungewisseres Schicksal.“


     

    (S. 123 des eBooks „Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenprinz“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     

     

    „Drachenprinz“ spielt nicht lange nach den Geschehnissen aus „Drachenbrut“ und stellt Laurence und Temeraire vor ein schwieriges Problem: Eine chinesische Delegation, angeführt von dem chinesischen Prinzen Yongxing, ist in England aufgetaucht und fordert die Herausgabe Temeraires, damit dieser in seinem Heimatland China ein für einen Himmelsdrachen angemessenes Leben führen kann – und zwar ohne Laurence, der in ihren Augen kein geeigneter Gefährte für einen solchen Drachen ist. Doch Temeraire weigert sich hartnäckig und Laurence verteidigt Temeraires Wünsche, egal welche Konsequenzen dadurch auf ihn zukommen. Als die Chinesen sich jedoch dazu bereit erklären, dass Laurence Temeraire in den fernen Osten begleiten darf, beginnt für die beiden und ihre Mannschaft eine lange, abenteuerliche und auch nicht ungefährliche Reise nach China auf dem Drachentransporter Allegiance über das Meer. Und auch an ihrem Zielort Peking warten noch einige Probleme, aber auch viele neue Eindrücke auf sie.

     

     


    „Wenn ich wirklich sehr beleidigend werde, glaubst du, sie würden dann verschwinden?“ fragte er [Temeraire]. „Laurence, was wäre besonders empörend?“
    Hammond sah aus wie Pandora, nachdem sie die Büchse geöffnet und so den Schrecken in die Welt gesetzt hatte. Fast hätte Laurence gelacht, doch aus Mitleid unterdrückte er diese Regung.


     

    (S. 74 des eBooks „Die Feuerreiter Seiner Majestät – Drachenprinz“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     

     

    Auch „Drachenprinz“ hat mir richtig Spaß gemacht zu lesen! Hier gibt es, wie bereits im Auftaktband, amüsante und nervenaufreibende Szenen, aber auch herzzerreißende, wenn Laurence und Temeraire wieder getrennt werden sollen – alles geschrieben in Naomi Noviks ruhigem und geschicktem Schreibstil, wodurch sie eine schöne Atmosphäre erschaffen hat und ein klares und sehr gekonntes Bild dieser Zeit und der unterschiedlichen Umgebungen zeichnet. Die Abenteuer, welche die Charaktere überstehen müssen, sind richtig spannend, denn die Seereise ist ziemlich abenteuerlich im Hinblick auf Seemonster und Angriffe, politische Probleme und Intrigen, ständige Versuche Laurence und Temeraire zu trennen und Mordanschläge – natürlich wird das dann auch am Land fortgesetzt. Und immer wieder wird die Freundschaft zwischen Laurence und Temeraire auf die Probe gestellt. Die Charaktere müssen sich mit einigen Fragen beschäftigen, die mir auch durch den Kopf geisterten, wie z. B. warum der chinesische Prinz so vehement auf Temeraires Rückkehr nach China besteht und wer hinter den Mordanschlägen auf Laurence steckt.

    Die Handlung selber ist in einem recht gemäßigten Tempo erzählt, nimmt jedoch bei actionreichen Szenen mehr an Tempo zu. Am meisten wird wieder Wert gelegt auf die Charaktere, zum Teil auch auf die Umgebung und auf die politischen Schwierigkeiten, wobei letzteres nicht trocken geschildert wird, wie man vielleicht denken könnte. Erneut wird die Geschichte aus Laurences Sicht in Form des personalen Erzählers erzählt, wodurch man seine Gedanken wunderbar mitverfolgen kann, denn in diesem Band drehen diese sich sorgenvoll, verzweifelt und wütend bezüglich der Ungewissen Zukunft hin und her, sodass er einen großen Teil der Story nicht besonders gut gelaunt ist.

    Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen mit den herzerwärmenden Charakteren gefreut! Mit dabei sind wieder Leutnant Grandby, der eine wichtige Stütze für Laurence ist. Laurences ehemaliger Erster Offizier Riley. Einige aus dem ersten Band kommen aber leider nur kurz vor, dafür ist noch der britische Diplomat Hammond dazugekommen, der sie nach China begleitet, um zwischen England und China eine politische Beziehung aufzubauen. Hammond ist ebenfalls ein gut gezeichneter Charakter – und zwischen ihm und Laurence gibt es einige Meinungsverschiedenheiten. Ganz besonders freute ich mich allerdings auf Temeraire und Laurence. Ich finde es immer wieder total süß, wie Temeraire seine Besitzansprüche an Laurence zeigt und auf ihn aufpasst wie eine Glucke. Außerdem finde ich es toll, wie Laurence für Temeraires Wünsche kämpft. Oder auch ist es immer wieder amüsant und spannend, wenn Laurence Schwierigkeiten hat auf Temeraires philosophische Fragen die richtigen bzw. gut abgewägte Antworten zu geben. Denn der Besuch in China lässt Temeraires Gedanken kreisen, da zwischen dem Leben der Drachen in England und China ein riesiger Unterschied besteht. Mir hat es jedenfalls gefallen, wie das Leben der Drachen in China dargestellt wird.

    Am Ende gibt es eigentlich sogar zwei Showdowns bzw. Spannungshöhepunkte. Und darauf wartet dann ein überraschendes und interessantes Ende.

     

    Fazit:

    Mitreißend, Humorvoll, spannend – wieder ein großartiger Drachenfantasy-Roman der „Die Feuerreiter Seiner Majestät“-Reihe von Naomi Novik. Mir hat auch der zweite Band „Drachenrpinz“ wieder richtig Spaß gemacht zu lesen! Ich kann es kaum erwarten den dritten Band anzufangen. Definitiv eine Reihe, die süchtig macht.

  8. Cover des Buches Rain Song (ISBN: 9783401504230)
    Antje Babendererde

    Rain Song

     (314)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    In dieses Buch ist man schnell und leicht rein gekommen, weil der Schreibstil sehr gut war. Ich mochte es sehr, dass die Geschichte aus der Perspektive von mehreren verschiedenen Personen geschrieben ist. Auch der Handlungsort hat mir mega gefallen, doch leider bin ich mit den Protagonisten nicht ganz warm geworden. Hanna, die eigentlich auf der Suche nach ihrem Verlobten war, hat sich für mich gefühlt nie so wirklich auf die Socken gemacht und somit ist für mich die Geschichte lange nur auf einer Stelle stehen geblieben. Doch zum Ende hin hat die Story doch noch an Fahrt aufgenommen und ich hätte nie mit diesem Ende gerechnet. Es war für mich eine sehr nette Geschichte für zwischendurch, die aber etwas mehr Spannung zwischendurch vertragen hätte.

  9. Cover des Buches Klima (ISBN: 9783442491803)
    David Klass

    Klima

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Der junge Datenanalyst Tom Smith hat gerade frisch beim FBI angefangen, als er von seinem Commander mit in die Task-Force „Green Man“ beordert wird. Green Man zerstört Bauwerke, die die Umwelt bedrohen. Für manchen Umweltschützer ist er mittlerweile eine Art Volksheld geworden. Tom ist Brennan aufgefallen, weil er anders denkt als die meisten und sich gut in den Umwelt-Terroristen hineinversetzen kann. Doch je näher sie dem Green Man kommen, desto mehr muss sich Tom fragen, in wieweit der Terrorist die Welt vor dem Untergang beschützt. Heiligt hier jeder Zweck alle Mittel? Und während Tom sich das fragt, läuft die Zeit gegen ihn…

    Meine Meinung: In das Buch habe ich einen guten Einstieg gefunden. Zuerst lernt der Leser Tom Smith kennen und mögen. Er ist zwar noch sehr unerfahren auf seinem Gebiet, hat aber ein untrügliches Gespür dafür, wie Terroristen, die nicht entdeckt werden wollen, denken. Und so steigt er ziemlich schnell beim FBI auf. Nicht zuletzt aber auch, weil sein vor kurzem verstorbener Vater und Commander Brennan ein Geheimnis teilten… Toms Schwester redet ihm ins Gewissen, dass er den Green Man auf gar keinen Fall fassen darf, denn wenn er nicht auf die tickende Uhr unserer Welt hinweist, wer dann? 

    Dann erfahren wir mehr über den Green Man und seinen Hintergrund. Und natürlich ist das auch ein ganz sympathischer Typ mit viel Empathie. Sonst würde er sein Leben nicht für diese Sache aufs Spiel setzen. Und nicht nur seines, sondern auch das seiner Familie. 

    Im Prinzip ist das hier ein Katz-und Maus-Spiel, nur, dass es hier keinen wirklichen Sieger gibt. Ich finde die Story und deren Verlauf wirklich gut, nur an Spannung hat es mir ein wenig gefehlt. Das Ende ist natürlich nochmal ein Knaller und hat mir außerordentlich gut gefallen!

    Der Schreibstil ist gut, man kann das Buch flüssig durchlesen. Die Perspektiven wechseln immer und man ist zwischen den beiden Seiten hin- und hergerissen.

    Mein Fazit: Ein tolles, aktuelles Thema, was zu Diskussionen anregt. Heiligt der Zweck die Mittel? Das fragt sich der Leser hier auch öfter. Ich wurde gut unterhalten und vergebe hierfür 4 gute Sterne!

  10. Cover des Buches Die 2. Chance - Women's Murder Club - (ISBN: 9783442369201)
    James Patterson

    Die 2. Chance - Women's Murder Club -

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Lieutenant Lindsay Boxer trifft in ihrem zweiten Fall auf einen noch größeren Feind. Ein Serienkiller, der es auf Polizisten und ihre Angehörigen abgesehen hat. Und dann taucht wie aus dem Nichts ihr Vater auf, den sie seit 20 Jahren nicht gesehen hat. Kennt er den Killer?

     

    Meine Meinung:

    James Patterson bringt Lindsay in ihrem zweiten Fall „Die 2. Chance“ zurück in ihre Vergangenheit. Obwohl das Buch schon bald 20 Jahre alt ist, schafft es Patterson, eine Spannung zu erzeugen, die einen noch immer bannt. Es ist rasant, es ist aktuell, es ist spannend. Er wechselt zwischen dem Killer und Lindsay hin und her, was einen noch intensiver in den Bann zieht. Am Anfang ist es zwar kurz etwas langwierig, aber dann nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf.

     

    Lindsay und ihr „Women’s Murder Club“ sind wieder zusammen. Cindy, Claire und Jill. Obwohl die vier Frauen komplett unterschiedlich sind, unterstützen sie sich, sind füreinander da und einfach eine geniale Clique. Neben den gemeinsamen Ermittlungen kommt auch das „Private“ nicht zu kurz und wir lernen die Frauen noch besser kennen und wer wäre nicht gern Teil dieser genialen, unschlagbaren Clique? Aber nicht nur das, auch Lindsays Vater taucht wieder auf. Sie hatte ihn schon komplett aus ihrem Leben gestrichen, nachdem er sie und ihre Mutter vor 20 Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Ob ihre Frage nach dem Warum geklärt werden kann und die beiden wieder eine gemeinsame Basis finden werden? Das wird euch das Buch verraten ;)

     

    Auch die Geschichte selbst hatte mich direkt in ihrem Bann. Obwohl das Buch schon vor 2 Jahrzehnten geschrieben wurde, hält Patterson die Spannung oben, überrascht einen, lässt seine LeserInnen mitfiebern. Die Twists in der Geschichte, die immer wieder sich aufbauenden Spannungspeaks, der finale Showdown – nicht viele Autoren schaffen es, über Jahre die Spannung hoch zu halten. Zu schnell ist die Technik und sind die Ermittlungsmethoden fortgeschritten in den letzten Jahren. Daher: Hut ab vor dieser wahrhaften Meisterleistung – das ist wahres Können, wenn ein Buch auch noch nach so vielen Jahren die LeserInnen in Atem hält!

     

    Fazit:

    In „Die 2. Chance“ lässt James Patterson seine Hauptprotagonistin Lindsay Boxer nicht nur auf einen extrem gnadenlosen Täter treffen, sondern auch auf ihren Vater und damit auf ihre Vergangenheit. Obwohl das Buch vor 2 Jahrzehnten geschrieben wurde, ist es unglaublich spannend, aktuell und hält die LeserInnen in Atem. Lediglich die ersten Seiten sind etwas langatmig, aber danach bleibt es mit Plottwists spannend bis zum Ende und selbst am Ende hat der Autor nochmals eine Überraschung für seine LeserInnen in petto.

     

    4 Sterne für dieses geniale Buch, das selbst nach 2 Jahrzehnten noch aktuell und spannend ist – das ist wahres Können!

  11. Cover des Buches Der Selbstmord des Papstes (ISBN: B01CAIO8TI)
    Michael Pilipp

    Der Selbstmord des Papstes

     (21)
    Aktuelle Rezension von: GrayWolf
    ...und stellt sich damit gegen die Kirche? Durch den Titel kann man leicht in die irre geführt werden, denn es ist kein Kirchenthriller. Die Geschichte ist sehr aktuell und an der Flüchtlingskrise 2015 angelehnt mit Hunderttausenden Flüchtlingen die nach Europa geströmt sind. Die christliche Kirche hat keine Antworten auf die drängendsten Fragen ihrer Mitglieder. Der neue Papst Innozenz der XIV. verkündet seine Osterbotschaft, die aber eine erschütternde Wendung nimmt, direkt nach seiner Predigt stürzt er sich von der Loggia in den Tod......Deutschland und Europa versinken im Chaos, nichts ist mehr wie es vorher war.....es kommt zu Unruhen...diese Geschichte ist spannend und hat einen aktuellen Bezug.
  12. Cover des Buches Verführerische Täuschung (ISBN: 9783734105821)
    J. D. Robb

    Verführerische Täuschung

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Feelina06

    Inhalt:

    In einer normalen Bar in Downtown New York, wo sich nach Feierabend immer wieder Menschen treffen, um einen Drink zu genießen, über den Chef lästern oder flirten, bricht plötzlich das reinste Chaos aus und am Ende gibt es über 80 Tote. Eve Dallas wird zu dem Vorfall gerufen und als sie mit Überlebenden spricht, erzählen diese ihr etwas von Monstern und Bienen, die plötzlich angriffen. Den Gästen wurde ein chemischer Drogencocktail verabreicht, der für Halluzinationen sorgt. Aber wieso sollte jemand sowas planen? Als herauskommt, dass die Bar Eves Mann Roark gehört, stellt sich die Frage, ob er auch in Gefahr ist.


    Meinung:

    "Verführerische Täuschung" ist Eve Dallas 35. Fall und dieser hat es wirklich in sich. Denn diesmal hat Eve es mit über 80 Toten zu tun und es werden im Verlauf der Geschichte noch mehr. Das ist eindeutig nichts für schwache Nerven, den die Beschreibungen von J.D. Robb alias Nora Roberts sind so gut gelungen, dass man sich jede Kleinigkeit sehr gut vorstellen kann.

    ich bin eigentlich kein großer Krimifan, aber die Fälle von Eve Dallas liebe ich einfach und das schon seit ihrem allerersten Fall. Mit jedem weiteren Band hat man einfach das Gefühl nach Hause zu kommen und die Familie zu besuchen, denn wie immer trifft man auch hier wieder auf gute alte Bekannte. Und natürlich erhält der Leser auch dieses Mal wieder einen kurzen Einblick in Eves Privatleben und man erfährt, wie sie mit ihrer schwierigen Vergangenheit weiter umgeht, obwohl sie wieder alle Hände voll zu tun hat.

    Der Fall ist fesselnd und brisant und es ist wieder wahnsinnig spannend zu verfolgen, wer nun hinter diesem furchtbaren Attentat steckt. Und glaubt man, den Täter bereits überführt zu haben, so wird es zum Ende hin noch einmal richtig spannend. 

    Es war mir mal wieder eine wahre Freude Eve Dallas und ihre "Familie" zu besuchen und gemeinsam mit ihr einen neuen kniffligen Fall zu lösen.

    Ein genialer Krimi Fall, der fesselt und bei dem man den Atem anhält. Ich liebe es!


  13. Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)
    Stefan Aust

    Der Baader-Meinhof-Komplex

     (307)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Während meine Mutter beim Post-oder Bankschalter anstand (ATM gab es damals noch nicht), guckte ich mir das große Poster mit all den gesuchten RAF-Gesichtern an. In jeder Bank, Geschäft, Bahnhof oder öffentlichem Amt hing dieses Plakat! Wann immer wir mit unseren Eltern aus Hamburg nach Hause nach HH-Lemsahl fuhren, wurden wir von mindestens einer Polizeikontrolle gestoppt. Am Ende wohnte die RAF nur 5 Km von meinem Elternhaus in Poppenbüttel entfernt.

    #derbaadermeinhofkomplex war das erste Buch, das mir alle Zusammenhänge der RAF darstellte.
    Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, das es sich wie ein Krimi las. 878 Seiten Spannung pur. Allerdings erinnere ich mich auch, dass ich über Baaders seitenlangen, intellektuellen Ergüsse ohne Punkt und Komma im Gerichtssaal hinweggelesen habe.
    Danke #stefanaust

  14. Cover des Buches Die Hessin auf dem Zarenthron (ISBN: 9783806234367)
    Marianna Butenschön

    Die Hessin auf dem Zarenthron

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands.

    Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht Kinder gebar.

    In unserem Bewußtsein ist sie nicht verankert, sie war eine Frau, die mehr im Hintergrund agierte, was einerseits ihrer Schüchternheit andererseits der Tatsache, dass am Zarenhof ein äußerst strenges Hofzeremoniell herrschte, zuzuschreiben ist.

    Sie scheint ihren Mann, der als Zar Alexeander II. In die Geschichte einging, sehr geliebt zu haben, negierte sie doch seine Affären und langjährige Geliebten.

    Es ist eine ungeheure Fülle an Informationen, die uns die Autorin, Marianna Butenschön, hier präsentiert, und man ist oftmals verwirrt beim Lesen, vor allem was die vielfältigen verwandtschaftlichen Beziehungen angeht, sehr oft begegnen uns die gleichen Namen , aber es sind unterschiedliche Personen.

    Sehr hilfreich sind daher die Bibliographie sowie eine Zeittafel und ein Glossar, welche sich im Anhang befinden, dies vereinfacht die Lektüre ungemein. Schön auch die Bilder in der Mitte des Buches, welche uns einen Eindruck der damals herrschenden Mode geben. Dass sich das Leben des Adels zur damaligen Zeit in äußerst prunkvoller Umgebung abspielte, ist hinreichend bekannt, und man weiß um die zunehmende Unzufriedenheit des Volkes, die sich diese verschwenderische Lebensart nicht länger ansehen wollte.

    Es ist der Autorin bestens gelungen, hier nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch zu schreiben, sondern auch, durch das Einflechten kleiner Anekdoten, die von Zeitzeugen berichtet wurden, ein sehr lebendiges Bild von der Kaiserin, ihrer Familie und ihrem Leben zu schaffen.


    Ein beeindruckendes Buch, welches ich Liebhabern, die gerne gut recherchierte Biographien lesen, ans Herz legen möchte.

  15. Cover des Buches Der Schläfer (ISBN: 9783492252591)
    Daniel Silva

    Der Schläfer

     (41)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

     

    Die israelische Botschaft in Rom wird durch einen Bombenanschlag vollständig zuerstört.

     

    Während sich beim Dienst die Bürokraten um die freiwerdenden Posten bemühen, wird ihnen eine Daten-CD überbracht. Der italienische Geheimdienst kann die Daten nicht entschlüsseln.

     

    Was der Dienst auf der CD findet, löst große Unruhe aus. Gabriel Allons fast vollständiger „Lebenslauf“ taucht darin auf wie kürzlich in Venedig geschossene Bilder.

     

    Als Restaurator bleibt ihm nichts anderes übrig, als nach Israel zurückzukehren. Die Enttarnung liegt schwer auf ihm.

     

    Gemeinsam mit einem frisch zusammengestellten Team versuchen sie, den Kopf des Anschlags zu ermitteln.

     

    Erst die junge Agentin Dina bringt das Team auf die richtige Spur und jetzt gilt es abzuwarten.

     

    Ari Schamron, Urgestein des Mossad lässt Gabriel freie Hand, nichtsahnend, dass alle folgenden Taten eigentlich auf sein Konto gehen. Sein erster eigener Auftrag holt ihn jetzt ein und reißt Gabriel und seine Frau Leah fast ins Verderben.

     

    Daniel Silva lässt gewaltig Strippen ziehen. Gut ausgeheckte Pläne lösen sich in Schall und Rauch auf und erstmals scheint der Dienst vor einem Rätsel zu stehen, dass sie nicht lösen können.

     

    Politische Machtspielchen quer über alle Länder hinweg zeigen, wie eng die Welt doch eigentlich vernetzt und wie Staaten voneinander abhängig sind.

     

    Der Schläfer lässt den Mossad schön nach seiner Pfeife tanzen.

  16. Cover des Buches Das karibische Kalifat (ISBN: 9783748163404)
    Bernhard Grdseloff

    Das karibische Kalifat

     (13)
    Aktuelle Rezension von: dieschmitt

    Zum Inhalt:

    Eine reiche Familie in Kairo. Ein Abend an dem Faisah ihren 18. Geburtstag feiert. Ein Onkel, der mehr von ihr will und sie entgeht nur knapp ihrer Vergewaltigung. Dies ändert alles für die junge Frau und sie sucht Halt. Den findet sie im Glauben, aber auch dort gibt es eine Kehrseite. Fanatiker die Rache wollen sind gefährlich und mitunter auch mörderisch.

     

    Meine Meinung:

    Zunächst hat mich das Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Die Beschreibung hat mich dann neugierig gemacht. Und nach dem Ende des Buches kann ich sagen, das ist gut so. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Da er so anschaulich ist, hatte ich immer wieder Bilder vor Augen.

    Die Charaktere des Buches sind gut beschrieben und wirken – teilweise erschreckend – authentisch. Das was Faisah erlebt prägt sie und das alles nachzulesen ist glaubhaft und aufrüttelnd.

     

    Das Buch beginnt schon spannend, aber dennoch baut sich die Spannung immer weiter auf, so dass man es kaum erwarten kann weiter zu lesen.

     

    Der Autor hat es geschafft in seinem Buch hochaktuelle Themen aufzugreifen und diese zu einem sehr spannenden Buch zu verarbeiten, welches ich sehr gerne gelesen habe, was mich aber auch sehr nachdenklich – wegen der beschriebenen Mechanismen – zurück lässt.

     

    Fazit:

    Topaktuelles Thema hochspannend verpackt.
  17. Cover des Buches Der Tote im Salonwagen (ISBN: 9783746617664)
    Boris Akunin

    Der Tote im Salonwagen

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Bella5
    Wieder mal ein toller Krimi ! In diesem Band geht es um politischen Terror, Intrigen und um die Frage, was wichtiger ist? Ehre und Gewissen oder die Karriere ?

    Boris Akunin kann wieder mit einer fantastischen Figurenzeichnung punkten, die Handlung ist abwechslungsreich und interessant. Und es gibt einen spektakulären Showdown, auf den ein aufschlußreicher Epilog folgt.

    Erast Petrowitsch kann es nicht glauben - er soll einen hohen politischen Würdenträger ermordet haben. Die Zeugenaussagen sind eindeutig -dunkles Haar, helle Schläfen - das muss der berühmte Fandorin gewesen sein!

    Dies kann der Meisterdetektiv natürlich nicht auf sich sitzen lassen! Leider muss er aber mit den ehrgeizigen St. Petersburger Kollegen kooperieren - sollte es zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommen, so sind auch die Tage Fürst Dolgorukois gezählt. Der Moskauer Bürgermeister ist Fandorins Patron und ein Kavalier der alten Schule. Außerdem lernt Erast die jüdische Revoluzzerin Esfir kennen - sie verachtet ihn als Bourgeois, begehrt ihn aber als Mann. Dann gibt es noch die geheimnisvolle Kurtisane Diana, die niemand je ohne Schleier sah, und bei der hohe Herren ein - und ausgehen. Sollte sie eine Doppelagentin sein? Der Fall wird immer mysteriöser! Und zum ersten Mal lernt Fandorin einen ebenbürtigen Kriminalisten kennen, der sich rühmt, "von den Warägern" abzustammen. Von altem Adel wie Erast, aber neumodisch in seinen Ansichten.

    Dem Protagonisten stehen schwere Zeiten bevor, und am Ende ist nichts, wie es schien.

    "Der Tote im Salonwagen" ist ein feines Stück Gesellschaftskritik und zugleich ein spannender historischer Krimi. Man kann die Beweggründe der Figuren bis ins Kleinste nachvollziehen! Ein wenig genervt hat mich nur, dass der Held wieder als Don Juan porträtiert wurde.
    Ansonsten ein tolles Buch, das ich zur Lektüre absolut empfehlen kann!
  18. Cover des Buches Lyssa (ISBN: 9783426440636)
    Markus Heitz

    Lyssa

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    In einem Leipziger Gerichtssaal zückt auf einmal der Richter eine Pistole und tötet den Angeklagten, einen Kronzeugen, zwei verbrecherische Biker und einen anwesenden Unterweltler. In Berlin tötet eine Frau einen korrupten Politiker. In der Nähe von Potsdam sterben nach einem Amoklauf ein älteres Ehepaar. Noch mehrere solcher scheinbar nicht zusammenhängenden Morde passieren, doch Tycho Krämer, genannt der "Geheimnis-Krämer", findet eine Verbindung. Alle Mörder waren totkrank, alle Opfer waren Täter und die Attentäter hatten sowohl ein Symbol (grünes Kreuz) als auch eine Aussage (Gott mit uns) gemeinsam. Stecht vielleicht sogar ein mittelalterlicher Orden dahinter? Krämer kommt einer gewaltigen Sache auf die Spur und gerät dabei einige Male in Lebensgefahr.

    Das absolut Geilste vorneweg: der Sprecher! Uve Teschner ist das Beste, das diesem Buch passieren konnte. Ich habe noch nie einen Sprecher erlebt, der nicht nur souverän und dabei relativ schnell und deutlich gelesen hat, sondern auch absolut genial zwischen allen möglichen Dialekten und Akzenten zu wechseln vermochte, ohne dass sich auch nur einer gestellt anhörte. Wienerisch, sächsisch, berlinerisch, Pottlerslang, russischer Akzent - alles kein Problem für den Mann. Und das ist auch gut so, dass er so megaklasse ist, denn so spannend und gut das Buch auch anfing, so schwach endete es. Selbst wenn noch Fortsetzungen geplant sein sollen, so schien es am Schluss, als hätte Heitz einen Abgabetermin verpasst und beschlossen, einfach mal ein halbes Dutzend Erzähl- und Logikstränge unter den Tisch fallen zu lassen. Das fand ich nervig, denn sonst hätte das Buch Potenzial für einen echten Kracher gehabt. Buch also 3,5/5, Sprecher volle Punktzahl und mehr.
  19. Cover des Buches Der Mann, der niemals lebte (ISBN: 9783499249761)
    David Ignatius

    Der Mann, der niemals lebte

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Seit "der Spion, der aus der Kälte kam", der Plot, der mich am meisten überraschte. Das Melieu durchaus glaubwürdig, wenn ich auch nicht glaube, dass die wahre Agentenwelt solche Piruetten schlägt. Die psychologische Zeichnung der Personen ist trotz aller Bemühung flach geraten. Sprachlich solide Hausmannskost. Spannend. Ob ich weiter empfehle? Unbedingt - der Plot ist einfach zu gut!!
  20. Cover des Buches Mord unter den Linden (ISBN: 9783897059146)
    Tim Pieper

    Mord unter den Linden

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Berlin kurz vor der Jahrhundertwende – die Kriminalistik steckt noch ein wenig in den Kinderschuhen. Geständnisse werden eher durch Prügel als mit logischen Argumenten und Beweisen erreicht.

    „Unter der Verbrecherphänomenologie verstehen wir die Untersuchung kriminalistisch relevanter Erscheinungen, die uns Aufschluss über seelische Vorgänge des Täters geben und so die Hintergründe der Tat aufdecken können. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem Körperhaltung, Mimik, Gestik und Kleidung…“

    Mit diesen Worten leitet Dr. Otto Sanftleben einen Vortrag im Hause des Kommerzienrates von Vittel ein. Sanftleben erforscht nämlich Verhaltensweisen und körperlichen Merkmale von Verbrechern. Man könnte ihn als einen frühen „Profiler“ bezeichnen.

    Kurze Zeit später wird er von Commissarius Funke, einem Berliner Kriminalbeamten, herangezogen, weil eine junge Frau gekreuzigt und anschließend verbrannt wurde. Gleichzeitig – wir schreiben das Jahr 1890 – sorgt eine Reihe von politisch motivierten Anschläge für permanente Unruhe unter den Arbeitern, ist doch das Mordopfer eine der ihren. Doch sie wird nicht das einzige Todesopfer bleiben …

    Meine Meinung:

    Am Ende des 19. Jahrhunderts sind die sozialen Spannungen in Großstädten wie Berlin kaum zu übersehen. Doch es wird wenig zur Verbesserung der Situation der Arbeiter und ihrer Familien gemacht. Das öffnet Tür und Tor allerlei obskuren Heilsversprechern und Scharlatanen. In diesem Krimi verknüpft Tom Pieper geschickt die historischen Tatsachen (Sozialistengesetze) mit der Krimi-Handlung. Es kommen durchaus historische Personen zu Wort und Ehre.

    Der Schreibstil ist fesselnd und die Sprache jener von damals angepasst. Mehrmals wird der faszinierte Leser in die Irre geführt. Selbst Sanftleben weiß manchmal nicht, wem er trauen soll und kann. Plötzlich findet er sich in einer politischen Intrige wieder, aus der er fast nicht mehr herausfindet.
    Gut gefallen hat mir, dass Dr. Otto Sanftleben den Radsport huldigt und deswegen mit der Obrigkeit, dem Amt für Fuhrwesen – also dem Vorgänger eines Verkehrsministeriums, im Clinch liegt.

    Auch Commissarius Funke ist ein liebenswerter Charakter, auch wenn er ein wenig verschroben erscheint. Seine Glatze versteckt er immer unter einer Echthaarperücke und das ist nicht sein einziges Geheimnis.

    Das stimmige Titelbild, des im Emons-Verlag erschienenen Krimis, zeigt die Berliner Prachtstraße „Unter den Linden“.

    Fazit:

    Ein bis zur letzten Seite fesselnder historischer Kriminalroman. Gerne gebe ich 5 Sterne.
  21. Cover des Buches Ein richtig falsches Leben (ISBN: 9783426307113)
    Jakob Bodan

    Ein richtig falsches Leben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Gulan

    Das Einzige, was Constanze jemals zum Mord an ihrem Vater geschrieben hatte, war der offene Brief an die RAF gewesen. Eine Antwort hatte sie nicht erhalten.
    „Wie kommt es, dass die Täter niemals identifiziert worden sind?“
    Die immergleiche unerlässliche Frage.
    „Sie waren einfach zu gut“, meinte Ortner.
    „Besser als die Polizei? Kaum zu glauben.“
    „Es wird dir nichts anderes übrig bleiben. Selbst wenn du wüsstest, wer geschossen hat, würde dein Vater nicht wieder lebendig.“ (Auszug Seite 114)

    Constanze Behrenberg lebt mit ihrem Sohn David aktuell im Haus der Familie in Südfrankreich. Dort lernt sie Frederic kennen, einen Deutschen, der dort in einem alten Bauernhaus mit seiner Partnerin Marie-Claire Marmeladen herstellt und verkauft. Constanze und Frederic kommen sich näher. Doch Frederic ist nicht der, der er zu sein vorgibt und er erkennt bald, dass ihn eine monströse Tat mit Constanze verbindet: Er war (und ist) Teil der dritten Generation der RAF, die vor mehr als zwanzig Jahren Constanzes Vater Stephan Schilling ermordet hat.

    Die Mörder Schillings wurden nie gefasst. Die meisten der dritten Generation der RAF sind immer noch im Untergrund. Wie Frederic. Doch der stellt sein Leben und seine Taten inzwischen in Frage. Er hält es nicht mehr aus, will auch wissen, was damals wirklich passierte, welche Personen im Hintergrund die Fäden zogen. Und er will Marlene wiedersehen, eine Mitkombattantin und seine große Liebe. Auch Constanze hat das Trauma der Ermordung des Vater nur oberflächlich überwunden. Sie versuchte damals als Jugendliche vergeblich, Kontakt zur RAF aufzunehmen, um Antworten zu finden. Sie will immer noch die Mörder finden und hinterfragt das ehrliche Bemühen der deutschen Sicherheitsbehörden nach echter Aufklärung. Als auch sie die Identität Frederics herausfindet, kommt es zu einem brüchigen Pakt zwischen beiden auf der Suche nach der Wahrheit. Doch auf der anderen Seiten gibt es immer noch einige, die darauf achten, dass diese niemals ans Licht kommt.

    Hatte er ernsthaft Welcome-Back-Gesänge erwartet? Hoch die Tassen auf die alte Zeit? Das war kein Veteranentreffen. Das waren verbitterte, verkrachte, seelisch verwahrloste Gestalten. […]
    Das Leben im Untergrund war nur ein halbes Leben.
    Die Früchte der Anarchie hatten nie geschmeckt.
    Aber nun waren sie verfault. (Seite 224)

    Die RAF hat auf mich schon als Kind eine irgendwie makabere Faszination ausgeübt. Ich weiß noch genau, wie ich als Neunjähriger nach einer Samstagabendshow im Oktober 1985 noch einen Teil der abschließenden Nachrichten sehen durfte und dort die Meldung vom Mord an Gerold von Braunmühl kam. Seitdem habe ich zahlreiche Bücher und Filme über die RAF gelesen bzw. gesehen. Die sogenannte dritte Generation ab Mitte der 1980er ist bis heute zum großen Teil ein Mysterium, sind doch nur wenige Mitglieder namentlich bekannt, die Mörder von Braunmühl, Herrhausen oder Rohwedder nicht ermittelt. Bis heute leben viele im Untergrund, begehen sogar weiterhin Raubüberfälle, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Bekannt ist, dass diese Terroristengeneration massive Unterstützung der DDR erhalten hatte.

    Autor Jakob Bodan (ein Pseudonym) nutzt die spärlichen Fakten, um daraus eine fiktive Geschichte zu machen, in der er letztlich auch die Frage stellt, wem nutzten die letzten Morde der RAF, war die RAF noch eine Organisation mit einer gefestigten (wenn auch verqueren) Ideologie oder waren sie zu Handlangern, zu Auftragsmördern Dritter verkommen? Als Constanze und Frederich beginnen, Staub aufzuwirbeln, wird klar, dass die Omertá der Täter immer noch gilt, Verräter nicht geduldet werden und weitere Hintermänner oder zumindest Nutznießer noch in ganz anderen Positionen sitzen. Im begleitenden Pressetext sagt der Autor, dass der Staat kein Interesse an der Wahrheit habe und die innere Einheit Vorrang vor der Aufklärung der Rolle der DDR in der Geschichte der RAF besitze.

    Als Vehikel und Aufhänger wählt Bodan das Private der Opfer und Täter. Das Leid und das Trauma der Hinterbliebenden, die von der Tat gezeichnet bleiben – in diesem Fall Constanze, die ein emotionales Defizit und ein ungestilltes Rachebedürfnis zurückbehalten hat. Auf der anderen Seite die Täter, die immer noch unerkannt sind, sich total auf das nicht selbst bestimmte Leben im Untergrund einlassen müssen und sich ihrer Taten nicht stellen.

    Als Ansatz ist dies durchaus überzeugend, allerdings war das Ergebnis für mich manchmal zu verkopft. Der Autor bringt Verweise auf Schillers Die Räuber und der Titel darf sicherlich als Hinweis auf Adornos Es gibt kein richtiges Leben im falschen interpretiert werden. Das alles deutet natürlich darauf hin, dass Bodan hier weniger einen Thriller als eher einen politischen Gesellschaftsroman im Sinn hatte. Warum er dann doch die Thrillerelemente einbaut, bleibt unklar, denn diese Szenen gehören nicht zu den Stärken des Romans und wirken unrund geplottet. Dennoch fand ich das Thema, die Anregungen und Andeutungen interessant und gelungen. Insgesamt also eine zwiespältige Lektüre mit Stärken und Schwächen.

  22. Cover des Buches Der vierte Engel (ISBN: 9783404149674)
    Suzanne Chazin

    Der vierte Engel

     (28)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Fire Marshal Georgia Skeehan vom New Yorker Fire Department ermittelt bei einem ungewöhnlichen Brand. Ein Labortechniker weist sie auf Zusammenhänge zu anderen Bränden hin, die bisher keinem aufgefallen zu sein scheinen. Oder sollte dies vertuscht werden ?

    Ein sehr spannender Krimi, bei dem mal nicht die Polizei ermittelt. Man erfährt viel über den Aufbau des Firedepartments und ich weiß gar nicht, wie das bei uns so ist. Von dem ungewohnten Setting abgesehen, ist es ein typischer Thriller, der sich spannend und schnell liest, auch wenn ich anfangs ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich in die Story reinzufinden, weil ich mit den vielen Personen etwas durcheinander kam. (Habe aber auch wenig Schlaf in der letzten Zeit und kann mich daher schlecht konzentrieren). Jetzt freu ich mich aber, dass mein Buch ein Doppelband ist und freue mich, mehr von Georgia zu lesen. 

    Manchmal werden Frauen in leitenden Stellungen oder in "typischen Männerberufen" ja etwas zickig oder besonders tough dargestellt, da sie sich durchsetzen müssen, was sie eher unangenehm wirken lässt. Auch wenn Georgia viel Gegenwind erfährt, blieb sie doch die ganze Zeit sympathisch und auch ihr Partner hat mir gut gefallen.

     Interessant fand ich noch die Vorab- Infos über bestimmte Feuer und dass die Autorin mit einem Feuerwehrmann verheiratet ist.

  23. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  24. Cover des Buches Lena Halberg - London '05 (ISBN: 9783868411300)
    Ernest Nyborg

    Lena Halberg - London '05

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Martina28
    Inhalt:
    Ein Mann hastet auf den Bahnsteig. Er ist zu spät, der Zug rollt bereits aus der Station. Wenige Sekunden später erschüttert der Bahnsteig und ein Geräusch ist zu hören. Es war eine Bombe detoniert.
    Lena Halberg, die Jornalistin recherchiert für eine Story und entdeckt ungeheure Fakten. Ihre Vermutung scheint zu stimmen und diese Detonation der Bombe in der Piccadilly-Line ist ein weitere Anschlag von vielen vorangegangenen.
    Die Nachforschungen führen Lena bis nach Israel. Dort landet sie in einem militärischen Gefängnis. Nach der Entlassung nimmt sie die Spur wieder auf, welche sie zurück nach England führt.


    Cover:
    Das Cover ist in schlichten Farben gehalten. Text und Bild aufeinander abgestummen. Es macht eher einen düsteren Anschein. Der Big Ben weisst auf England hin, wo sich die Geschichte abspielt. Die Schnipselauf der rechten Seite mittig, könnten auf Telegrammanordnungnen hinweisen.


    Schreibstil:
    von Anfang bis zum Schluss ein einheitlicher Schreibstil vorhanden. es wird immer wieder Spannung aufgebaut, welche zwischendurch wieder abflaut. Dadurch ist der/die Leser/in erpicht weiter zu lesen, um herauszufinden was weiter geschieht.
    Fremdwörten werden vom Autor in der Geschichte beschrieben oder auch als Erklärung in der Geschichte genannt.


    Fazit:
    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Als ich zu lesen begonnen hatte konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen. Ich kann jedes weiterempfehlen, der gern realitätsnahe Geschichten hat. Die verschiedenen Charaktere sind gut gewählt und sehr ausdrucksstark.
    Der Wechsel der einzelene Szenen und Kapitel sind gut gelungen. Es ist klar zu erkennen um welche Szenen und Charakter es sich im jeweiligen Abschnitt handelt.

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