Bücher mit dem Tag "aufklärung"
210 Bücher
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.236)Aktuelle Rezension von: MarleneVDer Fall ist in aller Munde, Mikael Blomkvist, bekannter Journalist, steht plötzlich vor dem Aus. Wegen Verleumdung verurteilt, sieht es finster aus für ihn und sein Magazin. Genau in dieser Phase erreicht ihn ein ungewöhnliches Angebot: Henrik Vanger, ein früherer Großindustrieller, bittet ihn, ein jahrzehntealtes Familienrätsel zu lösen: das Verschwinden seiner Nichte Harriet. Die Polizei ging damals von einem Weglaufen aus, doch Henrik glaubt an Mord.
Blomkvist beginnt zu ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Erst als Lisbeth Salander, eine eigenwillige und brillante Ermittlerin, hinzukommt, beginnt sich etwas zu bewegen. Gemeinsam decken sie Dinge auf, die tief in die Vergangenheit der Familie reichen – und die einige am liebsten für immer vergraben hätten.
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vielleicht zu hoch. Die ersten 200 Seiten ziehen sich spürbar. Nicht langweilig, aber eben auch nicht das, was man sich bei all dem Hype erhofft. Viel Vorbereitung, viele Figuren, wenig Dynamik. Aber: Wer dranbleibt, wird belohnt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und entfaltet dann auch die Spannung, die man sich von Beginn an gewünscht hätte.
Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall in der Hoffnung lesen, dass der Einstieg dort flüssiger gelingt als bei Verblendung. Für den ersten Teil gibt’s von mir solide 3½ Sterne. Kein perfekter Auftakt, aber ein Buch, das am Ende überzeugt.
- Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(961)Aktuelle Rezension von: LibriLeonessaDas Buch erzählt gewissermaßen seine eigene Entstehungsgeschichte. Ein zentrales Element ist dabei, wie Harry Queberts berühmter Roman entstanden sein soll – inklusive eingestreuter Passagen daraus. Diese Auszüge konnten mich jedoch überhaupt nicht überzeugen, weshalb die ständige Betonung des angeblichen Meisterwerks für mich eher unglaubwürdig wirkte. Insgesamt hatte ich das Gefühl, das Buch bemühe sich krampfhaft darum, selbst als großes literarisches Werk dazustehen – was aus meiner Sicht nicht gelingt.
Am problematischsten fand ich jedoch die Darstellung der Liebesgeschichte zwischen Harry und Nola. Die übermäßig kitschigen Dialoge à la „Mein liebster Harry…“ wirken schlicht unrealistisch, sodass ich auch die gesamte Geschichte nur schwer abkaufen konnte.
Durch die ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen werden Ereignisse mehrfach erzählt, was die Handlung unnötig in die Länge zieht und viel von der Spannung nimmt.
- Johann Wolfgang von Goethe
Faust I
(3.429)Aktuelle Rezension von: SelmaFaust, ein verzweifelter Gelehrter, will mehr wissen, mehr als ihm möglich ist und so geht er einen Pakt mit dem Teufel ein. Doch man weiß ja, beim Pakt mit dem Teufel entspringen nicht immer nur gute Sachen. Ob Faust Seele wirklich verloren geht, ist nach diesem Buch nicht ganz sicher.
Relativ schwierig zu lesen und zu verstehen, durch viele Fremdwörter und mir nicht vorhandenen Vorwissen.
Teilweise waren echt gute Absätze und Weisheiten dabei.
Als Allgemeinwissen kann man es lesen aber muss nicht sein...
- Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther
(1.663)Aktuelle Rezension von: SpowileinDie Leiden des jungen Werther übertragen sich auf den Leser. Goethe fordert seine Leser durch eine detailreiche und ausschmückende Art und Weise des Schreibens so sehr, dass man an mancher Stelle die Entscheidung, das Buch zu lesen, hinterfragt.
Inhaltlich geht es um den Jungen Werther, der sich in Lotte verliebt. Diese ist jedoch an Albert vergeben. Die Bindung von Lotte und Werther ist dennoch sehr eng und auch zu Lottes Geschwister hat der Werther ein sehr gutes Verhältnis, sodass er am Ende - tagein, tagaus - bei der Familie einkehrt. So steigert er sich immer mehr in die Liebe zu Lotte rein, welche jedoch unerwidert bleiben muss.
Werther ist ein unheimlich leidenschaftlicher Mann. Muss aber eben auch erfahren, dass Leidenschaft Leiden schafft. Das Buch endet mit dem Selbstmord des Werthers. Er selbst postuliert im Buch: “Denn freilich ist es leichter zu sterben, als ein qualvolles Leben standhaft zu ertragen.“
Die Idee, die Leiden mittels Briefen, welche an Wilhelm vom Werther geschrieben werden, finde ich grundsätzlich eine sehr Gute. Dies macht das Lesen selbst interessanter. Das völlige verlieren in umschweifenden Schilderungen der Gedanken und Erlebnisse des Werthers erschweren leider das Lesen, weshalb man auch unheimlich lange braucht um im Buch voranzukommen. Lesen während die Familie um einen herum wirbelt ist hier definitiv nicht möglich, da man sich schon selbst sehr disziplinieren muss mit seinen Gedanken beim Lesen nicht abzuschweifen, selbst, wenn man absolute Ruhe hat.
Wer sich diesem Buch widmet, sollte also auf jeden Fall Geduld mitbringen. Lesenswert ist es rein inhaltlich auf jeden Fall. Sicherlich ist aber auch eine Betrachtung der Epoche, in welcher das Buch entstanden ist, sinnhaft, um das Gelesene entsprechend einordnen zu können.
- Holly Jackson
A Good Girl’s Guide to Murder
(742)Aktuelle Rezension von: sabrina95Die Geschichte erinnert mich stark an die Serie Pretty little liars: geheimnisvoll, spannend und voller überraschender Wendungen.
Holly Jackson schafft es meisterhaft, mich immer wieder auf falsche Fährten zu führen und die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Besonders beeindruckend ist, wie vielschichtig die Charaktere sind, niemand ist wirklich nur gut oder nur böse. Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass es oft schwer ist, Menschen zu beurteilen, wenn man ihre ganze Geschichte nicht kennt. Ein absolutes Muss für alle, die Mystery, Rätsel und clevere Ermittlungen lieben!✨🕯️
- Walter Moers
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
(326)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinPrinzessin Dylia, die sich selbst »Prinzessin Insomnia« nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal: Der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom kündigt an, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereithält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen ...
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich dieses Zamonienbuch überhaupt lesen möchte, da es extrem gemischte Meinungen hervorgebracht hat. Da ich aber unbedingt mal wieder nach Zamonien wollte und mir so langsam die neuen Abenteuer dort ausgehen, habe ich dann doch mal zugegriffen, um mir selbst ein Bild machen zu können.
Es fällt sofort auf, dass Moers dieses Mal nicht selber für die Illustrationen gesorgt hat. Das Bunte ist für Zamonien total ungewöhnlich, aber wirklich schön.
Allerdings konnte mich die Geschichte kaum packen.Obwohl wir schon von der ersten Seite an mit jeder Menge Wortakrobatik konfrontiert werden, hatte ich dieses Mal wirklich Mühe am Ball zu bleiben und fand sowohl Dylia als auch ihre Wortspielereien meist eher ermüdend. (Ernsthaft, wenn Dylia so sehr unter Schlaflosigkeit leidet, kann ich ihr dieses Buch wärmstens empfehlen, denn ich habe selten mehr als ein Kapitel geschafft, ohne eine Pause einlegen zu müssen, weil ich es dermaßen ermüdend fand.)
Dabei wird es im Verlaufe der Geschichte theoretisch wieder sehr abenteuerlich und gefährlich, aber ich habe mich trotzdem eher gelangweilt, da sich absolut alles immer so extrem in die Länge gezogen angefühlt hat.
Ich weiß nicht, ob es vielleicht daran lag, dass Moers wohl ursprünglich nur eine Kurzgeschichte über Prinzessin Dylia verfassen wollte und das Ganze dann zu sehr aufplustern musste, aber dass ich von den meisten Wortspielen eher irgendwann genervt war und nur noch ans Ende des jeweiligen Kapitels kommen wollte, habe ich bei keinem anderen Moers bzw. Zamonienroman bisher erlebt.
Kürzer wäre hier definitiv einmal besser gewesen.Fazit: Ich tue mich wirklich ein wenig schwer dieses Buch zu bewerten, denn der Einfallsreichtum, die Wortakrobatik und auch die Illustrationen sind im Grunde wieder grandios, aber es hat sich auch extrem angestrengt und auch anstrengend angefühlt, sodass ich es meist kaum erwarten konnte das Ende eines jeden Kapitels endlich zu erreichen, was ich so noch nie bei einem Zamonienabenteuer erlebt habe. Daher muss ich meine eigentlich 3,5 Sterne ab- statt aufrunden.
- Niklas Natt och Dag
1793
(439)Aktuelle Rezension von: Schmuck_GuggerinIm Stockholm des Jahres 1793 wird ein verstümmeltes Bündel eines Menschen in der Kloake der Stadt gefunden.
Spätestens jetzt sollte man entscheiden, ob man sich noch weiteren bestialischen Schilderungen aussetzen möchte. Wenn ja, dann kann man weiterlesen von sehr genauen realistisch dargestellten Grausamkeiten. Gleich einer Zeitmaschine nimmt uns der Autor mit durch noch viele weitere Abgründe.
Das im Präsens geschriebene Buch verbirgt, trotz einer nüchternen Sprache, keine der damaligen Gefühlslagen der Protagonisten. Alle haben schwere persönliche Schicksale und folgen doch einem Wunsch nach Gerechtigkeit.
Der Roman von Niklas Natt och Dag ist all jenen zu empfehlen, die wissen, worauf sie sich einlassen.
- Christiane F.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
(2.330)Aktuelle Rezension von: Moidlvomberchich weiß gar nicht was ich zu diesem Buch großartig schreiben soll, außer dass ich finde, dass dieses Buch ein absolutes Muss für jeden sein sollte
klasse erzählt, einfach anders, absolut intensiv und tiefgreifend, schockierend, ehrlich - einfach krass
und genau deshalb absolut gut und ein absolutes muss zum lesen!
ganz klare Leseempfehlung!
- Stuart Turton
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
(379)Aktuelle Rezension von: Lilli33Viel zu verworren
Inhalt:
Familie Hardcastle hat zu einem Ball nach Blackheath geladen. Der Abend endet in einer Katastrophe, den die Tochter des Hauses, Evelyn kommt zu Tode. Aiden Bishop soll den Mord aufklären. Dazu wacht er immer wieder in einem anderen Körper auf und erlebt denselben Tag mit anderen Augen.
Meine Meinung:
Ich bin wirklich froh, dass dies nicht das erste Buch von Stuart Turton war, das ich gelesen habe. Denn sonst hätte ich garantiert kein weiteres in die Hand genommen, was sehr schade gewesen wäre, denn die später erschienen haben mir durchaus gut gefallen.
Die Idee dieses Romans ist zwar nicht schlecht, aber die Umsetzung konnte mich gar nicht begeistern. Die Handlung ist viel zu verworren, um ihr entspannt folgen zu können.
Dadurch dass immer wieder derselbe Tag beschrieben ist mit denselben Ereignissen, nur eben aus einer anderen Perspektive, kommt schnell Langeweile auf und es zieht sich wie Kaugummi. Erst im letzten Drittel (von immerhin gut 600 Seiten) werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und es kommt Spannung auf.
Mehr als einmal war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe mich zum Durchhalten gezwungen, aber jetzt bin ich froh, dass ich es geschafft habe.
★★☆☆☆
- Dee Henderson
Evie Backwell - Stadt der Verschwundenen
(17)Aktuelle Rezension von: SonnenwindAls Krimi kann man dieses Buch recht gut lesen, das Genre verlangt nicht viel. Der Anhänger "christlich" hat da eher weniger Gewicht. Die erste Hälfte des Buches hat überhaupt nichts zu bieten, in der zweiten Hälfte kommen dann einige (Pflicht-?)Handlungsfäden. Das Ganze bleibt aber weit unter dem, was ich von einem christlichen Buch erwarte.
Warum schreibt man denn solche Bücher? Um christlichen Leuten etwas zu bieten, was ihrem Geschmack entspricht? Das wäre schon ziemlich billig. Ich erwarte eine klare evangelistische Aussage, sonst sehe ich das Thema verfehlt. Bücher ohne Botschaft finden sich überall, und ein bißchen christliches Make-up bringt sicher niemand in den Himmel. Können wir uns das erlauben, heute, wo das Urteil näher ist als jemals zuvor? Wo sind die Bücher, die eine echte Basis für das Leben bieten? Die das Evangelium ehrlich und klar vermitteln?
Schade, das war mir zu wenig. Von der Autorin habe ich schon Besseres gelesen.
- Anna Gavalda
Alles Glück kommt nie
(298)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDer Architekt Charles Balanda ist 46 Jahre alt und kümmert sich rührend um die vierzehn jährige Tochter seiner Lebensgefährtin. Die Beziehung zu ihr bekommt aber einen Knacks, als ein Brief eintrifft und vom Tod von Anouk berichtet. Anouk, sie war die Mutter seines Schulkameraden und doch viel mehr. Stück für Stück bekommen wir mit was damals wirklich passiert ist und Charles gegenwärtiges Leben wird komplett aus den Angeln gehoben. Alexis, der Freund aus Schultagen und schwieriger Charakter, ist heute verheiratet und hat Kinder und als Charles sich mit ihm trifft lernt er die reizende Kate kennen. In einem großen Haus voller Kinder und Tiere lebt sie ein sonderbares Leben und auch sie scheint nicht immer vom Glück begünstigt zu sein. Anna Gavlada hat nach >Zusammen ist man weniger allein< endlich einen neuen großen Roman geschrieben. Sie erzählt einfach wunderbar und entführt uns in fremde Leben und ihre Dialoge sind ein Genuß. Ein Buch über das große Glück, die Schatten der Vergangenheit und die ganz große Liebe.
- Sheila de Liz
Woman on Fire
(55)Aktuelle Rezension von: RosiA25Die Autorin ist Gynäkologin und auf die Wechseljahre spezialisiert. Sie erklärt, wie die weiblichen Hormone im Körper im Normalzustand funktionieren und was passiert, wenn sie in den Wechseljahren abfallen. Sie erklärt jedes einzelne Symptom, welches in den Wechseljahren auftreten kann und gibt Behandlungstipps.
Ich fand das Buch sehr informativ und aufschlussreich. Ich habe jetzt viel mehr verstanden und Erklärungen bekommen. Was ich toll finde, ist, dass die Autorin immer wieder betont, dass man nicht einfach nur dadurch muss, sondern sich behandeln lassen sollte. Sie vermittelt viel Wissen auf eine Art, die leicht zu verstehen ist.
Ein toller Begleiter durch die Wechseljahre. Das Buch sollte jede Frau gelesen haben.
- Agatha Christie
Mord im Orientexpress
(846)Aktuelle Rezension von: NalasBuchBlogEs gibt glaube niemanden, der dieses Buch nicht kennt oder zumindest dem Inhalt bereits in der einen oder anderen Form begegnet ist 😊
Für mich ist es dennoch eines der liebsten Agatha Christie Romane!
Alles beginnt mit einer Reise im Orient Express, der diesmal so gut gefüllt ist, dass es nur noch schwerlich ist, Plätze zu erhalten. Dennoch bekommt Poirot aufgrund seiner Beziehungen einen Platz und darf mitreisen.
Die anderen Passagiere scheinen sich untereinander nicht zu kennen, oder vielleicht doch? Denn wer tötete Mr Ratchett und wer verschafft hier wem ein falsches Alibi?
In diesem Buch läuft Poirot zu einer höchstform auf und ist so charmant, wie wir ihn kennen und lieben gelernt haben. Mit einem wichtigen Unterschied: er ist nicht so herablassend, wie zuvor und nimmt uns mit in seine Gedankenwelt.
Manche Passagen sind auch sehr witzig geschrieben, sodass wir hier nicht nur einmal von abartig hässlichen Kindern lesen dürfen, was mich das eine oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht hat.
Auch wenn ich den Ausgang der Geschichte bereits kannte, habe ich dennoch versucht mit zu rätseln, wer der oder die Täter sind. Zwei Personen haben es in meinen Kreis der Verdächtigen geschafft, aber leider bin ich an deren Verbindung gescheitert, warum beide miteinander den Mord geplant haben sollten.
Wobei das Motiv natürlich klar war.
Poirot zeigt sich in diesem Buch von seiner bislang menschlichsten Seite und bringt für die Geschichte der Mitreisenden sehr viel Mitgefühl auf, was ich sonst nicht in dieser Art von ihm gewohnt war. - Alice Hasters
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten
(182)Aktuelle Rezension von: HausiIch hatte das Buch schon ewig auf meiner Wunschliste und bin leider jetzt erst dazu gekommen, es zu lesen. Von Anfang bis Ende wurde ich so mitgerissen von den ganzen Informationen und Geschichten, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich denke seitdem sehr oft über bestimmte Aussagen oder Handlungen nach, auch wie ich mich in Zukunft besser ausrücken kann oder auch nicht wegzusehen, wenn ich etwas Diskriminierendes oder Rassistisches beobachte. Ich werde das Buch sicherlich noch etliche Male aufschlagen und etwas nachlesen, aber es hat mir jetzt schon so viel gegeben. Das wird nicht mein letztes Buch zu diesem Thema gewesen sein.
- Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
(1.364)Aktuelle Rezension von: kira_murasakiIch habe das Buch in der Schule gelesen und hatte - entgegen der allgemeinen Meinung - weniger Probleme mit der Ausdrucksweise als mit der scheinbaren Erhabenheit aller Charaktere. Wirklich ALLE Personen in dem Buch sind auf ihre Art freundlich und höflich und das erschien mir als Jugendlicher nicht nur unauthentisch, sondern grade heraus verlogen. So ist niemand und wenn jemand doch so ist, dass ist er sicher eine große Ausnahme bzw. einer von 100ten; so empfand ich es damals. (Zum Vergleich: Der gute Mensch von Sezuan ist frustrierend, las sich mich aber viel mehr als Abbild der Realität).
Heute sehe ich diesen Punkt etwas anders: Ich glaube, dass Lessing sehr wohl wusste, dass nicht alle Menschen gut sind, aber vllt wollte er durch eine durch und durch gute und freundliche Personenkonstellation zeigen, wie die Welt aussehen könnte, wenn wir uns wieder klar machen: Freundlichkeit ist eine Entscheidung.
Die Figuren könnten aufgrund ihrer unterschiedlichen Ethnien und / oder gesellschaftlichen Stände (arm, reich ect.) einander mit Hass begegnen, aber sie tun es nicht. Zwar werden die Unterschiede zwischen ihnen (z.B. Aussehen, Religion, Reichtum) besprochen, doch werden diese Themen nie ein Grund sich gegenseitig aufzureiben. Dieser Umstand ist es, weswegen ich finde, dieses Buch hat bedingt durch die heutigen gesellschaftlichen Umstände - um nicht zu sagen Missstände - an Relevanz noch hinzugewonnen.
Im Zentrum der Botschaft, die Lessing vermitteln will, steht die viel besprochene Ringparabel; über die auch ich damals eine Erörterung schreiben musste, die für mich aber an Kraft in ihrer Aussage seit meiner Schulzeit an nichts eingebüßt hat.
Neu hinzugekommen ist für mich, dass ich den Kreuzritter (zu denen ich schon damals keine nennenswert gute Meinung hatte) plötzlich als Menschen verstand. Nicht hinsichtlich seiner missionarischen Ambition!; aber sein häufig schlecht gelauntes, getriebenes und mürrisches (eigentlich möchte ich sagen frustriertes) Wesen sind mir als Erwachsener nicht ganz unbekannt. - Gerne habe ich als Leser mitverfolgt, wie er (quasi gezwungen durch das freundliche Wesen Nathans, dem er zuerst mit Verachtung begegnet) im Laufe der Geschichte seine Haltung den Personen in seinem Umfeld ändert und sehr viel aufgeschlossener wird. Hier gibt Lessing das Beispiel das wir offenbar zu allen Zeit gebraucht haben: Es geht!
- Dora Heldt
Böse Leute
(146)Aktuelle Rezension von: rose7474Die Bücher von Dora Heldt mag ich sehr und las diesen Krimi zum 2. Mal, da ich noch Band 2 hier habe. Dieser Krimi konnte mich wieder fesseln und brachte mich öfter zum schmunzeln. Ich mag die meisten Charaktere im Buch sehr. Wer der Täter war war mir bald klar. Aber trotzdem gute Unterhaltung. Daher eine Leseempfehlung für Dora Heldt Fans und Leute, die humorvolles mögen.
- Joël Dicker
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
(345)Aktuelle Rezension von: ElegantenkoIch kommte dieses Buch nicht zur Seite legen! So in gemütliches Buch, perfekt für den Herbst (aber auch für den Sommer!)! Die Geheimnisse der Vergangenheit kommen ans Licht, der Mörder gerät in Panik und irgendwann wird er wohl einen Fehler machen und entlarvt! Oder auch nicht?…
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Leser, der es liebt, die Geheimnisse der Charaktere zu enthüllen und jedes Detail im Kopf behalten zu müssen, denn jede Kleinigkeit könnte einen wichtigen Hinweis bedeuten!
- Edgar Allan Poe
Unheimliche Geschichten
(110)Aktuelle Rezension von: Anja_WeinholdDas Werk von Edgar Aellen Poe geriet fast in Vergessenheit. Erst Posthum erlangten seine Geschichten in der Schwarzen Romantik zu Ruhm. In "Unheimliche Geschichten" findet man zumindest einen Teil seiner Geschichten, inklusive der berüchtigten "Bluttat in der Rue Morgue".
Hinzufügen sei, dass sein Stil nicht ganz einfach ist und man Poe natürlich im Kontext der Zeit sehen muss.
- Gotthold Ephraim Lessing
Emilia Galotti
(899)Aktuelle Rezension von: Anna_Lea_ThielEmilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing ist ein klassisches Trauerspiel, das mich trotz einiger schnulziger Momente sehr angesprochen hat. Die Geschichte handelt von Emilia, die zwischen Pflicht, Ehre und Liebe hin- und hergerissen ist, während Macht, Intrigen und persönliche Interessen der Adligen ihr Leben bedrohen.
Mir hat gefallen, dass das Stück nicht nur eine emotionale Handlung bietet, sondern auch gesellschaftliche Themen anspricht – wie Machtmissbrauch, Eifersucht und Manipulation. Orsina ist eine Figur, die besonders heraussticht: Sie zeigt deutlich, wie verletzlich, aber auch stark Menschen in solchen gesellschaftlichen Strukturen sein können. Manche Passagen waren mir zwar etwas zu emotional aufgeladen oder schnulzig, aber an und für sich ein interessantes Buch.
Aus Emilia Galotti habe ich mitgenommen, wie wichtig moralische Entscheidungen und persönliche Integrität sind und dass Macht und gesellschaftlicher Druck große Konsequenzen haben können. Ich würde das Stück allen empfehlen, die klassische Literatur, tiefgründige Charaktere und gesellschaftskritische Themen mögen.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter and the Half-Blood Prince
(1.118)Aktuelle Rezension von: reader_musicloverEs war wirklich sehr interessant, einige der Harry Potter Bände auch mal auf Englisch zu lesen, denn diese waren jetzt die ersten Bücher, die ich überhaupt auf einer anderen (oder Original-) Sprache gelesen habe. Genauso gut geschrieben wie die anderen Bände, aber dennoch nicht mein Lieblingsteil, da er sehr düster ist.
- Romy Hausmann
Perfect Day
(437)Aktuelle Rezension von: Anja2024Romy Hausmanns Perfect Day besticht durch ihren gewohnt präzisen, atmosphärischen Stil. Die Figuren sind klar gezeichnet, die Sprache packt sofort und trägt mühelos durch die Handlung. Zwar könnte die Spannung an einigen Stellen stärker anziehen, doch die dichte Atmosphäre macht vieles wett. Einzelne Entwicklungen wirken etwas unrealistisch, bleiben aber im vertretbaren Rahmen und mindern den Gesamteindruck kaum. Insgesamt ein sehr gelungenes, gut geschriebenes Buch, das trotz kleiner Schwächen überzeugt.
- Ursula Poznanski
Aquila
(595)Aktuelle Rezension von: BrixWieder mal ein grandioser Roman aus der Feder von Ursula Poznanski. Wie auch immer sie es macht: Ihre Romane funktionieren! 𝓔𝓼 𝓱𝓪𝓽 𝓢𝓾𝓬𝓱𝓽𝓹𝓸𝓽𝓮𝓷𝓽𝓲𝓪𝓵: 𝓜𝓪𝓷 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓪𝓶𝓲𝓽 𝓪𝓾𝓯𝓱ö𝓻𝓮𝓷, 𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓢𝓮𝓲𝓽𝓮 𝓾𝓶 𝓭𝓲𝓮 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓵𝓮𝓼𝓮𝓷. 🤩 Dieser #Jugendthriller ist außerordentlich spannend und wunderbar zum Miträtseln.
Nika wacht in ihrer Wohnung auf mit einem Verband um die Hand und einem Schnitt im Gesicht. Sie kann sich an nichts erinnern. Ihr fehlen ganze zwei Tage! Ein blutverschmiertes T-Shirt und ein mit Drohungen beschmierter Spiegel deuten daraufhin hin, dass etwas Schreckliches geschehen sein muss. Und Nika kann sich nicht einmal sicher sein, ob sie nicht selbst die Täterin war.
𝗘𝘀 𝗵𝗮𝗻𝗱𝗲𝗹𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝘂𝗺 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗿𝗼𝗺𝗮𝗻, 𝗱𝗲𝗿 𝗲𝗵𝗲𝗿 𝗳ü𝗿 ä𝗹𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗴𝗲𝗲𝗶𝗴𝗻𝗲𝘁 𝗶𝘀𝘁, 𝗱𝗲𝗻𝗻 𝗲𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝘂𝗺 𝗠𝗼𝗿𝗱, 𝗧𝗼𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗴, 𝗘𝗻𝘁𝗳ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗼𝗵𝘂𝗻𝗴, 𝗗𝗿𝗮𝗻𝗴𝘀𝗮𝗹𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘂𝘀𝘄., 𝗷𝗲𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗶𝗻 𝗷𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗴𝗲𝗿𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲.
Nika ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist sehr taff. 💪 Ihre kurzen Anflüge von Beunruhigung, wobei nackte Panik in diesen Situationen durchaus angebracht wäre, unterbricht sie sofort mit meisterhaften Überlebens- und Bewältigungsstrategien, indem sie zum Beispiel, statt panisch zu werden, von Hundert hinunter zählt.
Dieser Jugendthriller bietet einige stunden Spannung und Unterhaltung, auch für Erwachsene!💥
𝓢𝓽𝓮𝓵𝓵𝓮𝓷𝔀𝓮𝓲𝓼𝓮 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓶𝓪𝓷 ü𝓫𝓮𝓻 𝓴𝓵𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓛𝓸𝓰𝓲𝓴𝓵ü𝓬𝓴𝓮𝓷 𝓱𝓲𝓷𝔀𝓮𝓰𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷: z.B.: Wenn die Täterin/der Täter (ich will ja nicht spoilern) den Zettel gefunden hätte, dann hätte sie/er einzelne verschlüsselte Hinweise sofort identifiziert wie etwa Autokennzeichen und hätte Nika den Zettel abgenommen. Außerdem: Wie kann jemand, der Schwierigkeiten hat, italienisch zu verstehen und zu sprechen, in Italien studieren, wenn dort sicherlich in der Landessprache doziert wird.🙄
- Melanie Raabe
Die Falle
(654)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Die Falle“ hatte schon sehr lange auf meiner Leseliste gestanden, ehe ich nun zu dem Buch griff. Wie erwartet, war der Erzählstil eher ein wenig dehnend und recht gedankenbetont, obgleich es der Geschichte dennoch gelang, mich zu fesseln. Zeitweise flog ich sogar durch die „Seiten“ (ich habe den Roman als E-Book gelesen, weswegen es natürlich keine echten Seiten gab), was unter anderem mit Lindas sympathischer und doch mysteriöser Art zusammenhing.
Störend fand ich hingegen, dass regelmäßig Kapitel aus ihrem „Thriller“ (laut Lindas Verleger Norbert eine als Thriller verkleidete Liebesgeschichte) über den Mord ihrer Schwester Anna in den Plot eingewoben wurden. Zwar war dies eine innovative Art, Vergangenes zu berichten, doch hätten einige Stellen ohne Probleme weggelassen werden können, zumal die Schrift im fiktiven Roman deutlich kleiner war als im normalen Erzähltext.
Zu dem Interview – der im Klappentext und Titel versprochenen Falle – mit dem Journalisten sowie vermeintlichen Mörder Victor Lenzen kam es erfreulicherweise bereits im ersten Drittel, und trotz der Tatsache, dass sich Linda und er dabei einige Male im Kreis drehten, wurde es aufgrund des raschen Dialogwechsels nicht langweilig.
Kurz vor dem Schluss versuchte Melanie Raabe noch eine falsche Fährte zu legen (SPOILER), indem sich Linda unter Drogeneinfluss daran zu erinnern meinte, ihre Schwester Anna selbst ermordet zu haben (SPOILER ENDE), das wurde aber sehr schnell als solche aufgeklärt und abgekauft hatte ich ihr das auch nicht wirklich. Überraschend war die Auflösung somit kaum, gerade weil sie so offensichtlich war, hatte ich vorher jedoch nicht daran glauben mögen (SPOILER), dass Lenzen tatsächlich der Mörder war.
Nur nebenbei erwähnt, war mir der Gärtner, der Lenzens Schauspiel während des Interviews durch Pfeifen des für Linda so traumatischen Beatles-Songs aufdecken konnte, extrem sympathisch, weshalb ich gern mehr von ihm gelesen hätte – Gleiches galt für Charlotte.
Nach Lenzens vorher so gerissenen Art enttäuschte es mich, dass er am Ende alles matt und unter Tränen gestand, wenngleich der obligatorische Versuch, die Zeugin (Linda) umzubringen, dann doch nicht fehlen durfte. (SPOILER ENDE) Hier hätte ich mir ein spannenderes Finale erhofft.
Fazit: „Die Falle“ ist wahrlich nichts Besonderes, kann als Thriller aber durchaus für ein wenig Unterhaltung sorgen. Das Buch bediente sich vieler klassischer Elemente eines Spannungsromans, setzte diese meiner Ansicht nach indes nicht immer besonders gut um.
- Brittany Cavallaro
Holmes und ich – Die Morde von Sherringford
(241)Aktuelle Rezension von: LauraMariaInhalt:
James Watson, ein Nachfahre von John Watson, muss gegen seinen Willen an ein Internat an der Ostküste. Und nicht an irgendeines - ausgerechnet an das, in dem auch Charlotte Holmes unterrichtet wird. Oder vielmehr sich selbst unterrichtet - sie steht ihrem legendären Vorfahren Sherlock in Sachen Intelligenz in nichts nach. James möchte sich nach Möglichkeit von Charlotte fernhalten, doch dieser Plan löst sich bald in Luft an, als er sie auf einer Feier kennenlernt, sie auf eine geheimnisvolle Art anziehend findet und dann auf einmal mit ihr gemeinsam zum Hauptverdächtigen für den Mord an Dobson wird. Und Charlotte hatte ein Motiv...
Meinung:
Es war sehr erfrischend, die traditionellen Watson und Holmes Charaktere einmal neu interpretiert zu lesen - als Teenager, in der heutigen Zeit und mit einer weiblichen Holmes. Doch nicht nur die Charaktere, auch die Story ist neu belebt und mit aktuellen Themen gespickt worden. Der Fall an sich ist sehr spannend und ich habe bis zum Schluss der Auflösung entgegen gefiebert!
Fazit:
Eine Lese Empfehlung nicht nur, aber besonders, für Holmes Fans.























