Bücher mit dem Tag "augsburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "augsburg" gekennzeichnet haben.

89 Bücher

  1. Cover des Buches Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1) (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)

     (322)
    Aktuelle Rezension von: Nephilimleser

    Wiedermal ein Buch über das finstere Mittelalter...halt nicht ganz; es ist nach dem 30jährigen Krieg im beschaulichen Pfaffenwinkel in Bayern. Und das finstere trifft in diesem Fall eine Henkersfamilie. Denn die hatten es nicht leicht. Man durfte nicht über seinem Stand heiraten. Das heißt: Henker oder Schinder.

    Doch die Henkerstochter Magdalena Kuisl liebt den jungen Kaffeeliebhaber und Stadtmedicus Simon. Damit nicht genug, findet man einen sterbenden Jungen, bei dem alles auf Hexerei hindeutet. Und der Hexerei bezichtigt wird die alte Hebamme des Ortes. Obwohl sie alle Kinder des Henkers auf die Welt gebracht hat, muss er sie berufswegen foltern.  

    Henker Jakob Kuisl, seine Tochter und Simon fangen zusammen an zu ermitteln. Können sie den wahren Täter finden oder wird er schon gefoltert?


    Ein spannender Krimi mit Familienbezug, da Oliver Pötzsch`s Vorfahren Kuisl hießen und Henker waren. Er erzählt somit also einen kleinen Teil seiner Familiengeschichte.

    Lesenswerter Auftakt zu einer spannenden Familiensaga...

  2. Cover des Buches Stirb sanft, mein Engel (ISBN: B077J8SLJF)
    Daniela Arnold

    Stirb sanft, mein Engel

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Schokomoni
    2 Ermittlerteams mit einem Ziel, wer ist der Täter. Die Geschichte beginnt mit einem Mord, wer war es? Die Ehefrau ist die Hauptverdächtige, aber war sie es auch? Das sich die Geschichte so entwickelt hätte ich nicht gedacht.
  3. Cover des Buches Nie wieder Amore! (ISBN: 9783548290928)
    Tessa Hennig

    Nie wieder Amore!

     (104)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf

    "Nie wieder Amore!" von Tessa Hennig ist ein spritziger Unterhaltungsroman bei dem die Sonne Italiens beim lesen aufgeht.



    Seit Monika Renner Rentnerin ist hat sie einfach zuviel Zeit. Zeit über ihre Grosse Liebe von einst Vincenzo nachzudenken und seinem plötzlichen Tod. Bis sie eine unglaubliche Nachricht erreicht. Vincenzo ist gar nicht Tod, sondern lebt als Orangenbauer in Sizilien. Voller Empörung reist Monika mit ihrem Enkel Jan nach Palermo. Gemeinsam mit Lena der jungen Deutschen versuchen sie Vincenzo zu finden. Doch auch die Mafiosis werden so auf sie Aufmerksam. Ob Monika es auch mit dem gefürchteten Mafiosiboss aufnehmen kann?


    
Tessa Hennig hat einen wunderbar erfrischend und humorvollen Urlaubsroman geschrieben der Amore und italienisches Flair beim lesen aufkommen lässt. Durch die sehr bildhaften Beschreibungen, fühlt man sich schnell wie mitten in Italien. Auch merkt man durch die sehr liebevoll im Detail beschriebenen Schauplätze, das die Autorin, ein grosser Italienfan ist. Die Figuren sind authentisch mit ganz viel Charme gezeichnet, die mir schnell ans Herz gewachsen und zu wahren Sympahtieträgern geworden sind. Auch der Handlungsaufbau ist durchgehend spannungsgeladen mit ganz viel Charme und Schmunzelmomenten bestückt. Man fühlt und fiebert mit den Figuren mit und ist bis zum Schluss bestens Unterhalten.

    Der Schreibstil ist wunderbar, locker, leicht und spritzig, der zügig durch die Kapitel führt. Auch die wiederkehrenden mit Humor unterlegten Abschnitte sorgen für ein rasches vorankommen.

    Wer gerne italienisches Flair und spritzig, leichten Sommerromane liest, der ist mit "Nie wieder Amore" bestens unterhalten.




  4. Cover des Buches Im Dienst der Gräfin (ISBN: 9783931989811)
    Tereza Vanek

    Im Dienst der Gräfin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: SteffiDe
    Cover:
    Das Cover passt zur Geschichte, ich finde es wirklich gut gelungen.

    Klappentext:
    1606: Durch eine Seuche zur Waise geworden, gelangt die 17-jährige Emilia in die Dienste der Gräfin Elisabeth Bathory, der mächtigsten Frau Ungarns. Emilia ist glücklich über die Möglichkeit ihrer Berufung zur Gewandschneiderin folgen zu können, doch schon bald überschatten Todesfälle und Misshandlungen das Leben am Hof. Obwohl Emilia in der Gunst der Gräfin steht, die ihre Fähigkeiten schätzt und ihr vertraut, erkennt sie eine dunkle Seite an ihrer neuen Dienstherrin. Als sie sich in Istvan verliebt, der ebenfalls schicksalshaft mit Elisabeth verbunden ist, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu und Emilia gerät in einen lebensgefährlichen Strudel aus seelischen Abgründen und politischen Ränkespielen.

    Meinung:
    Das Buch hat es geschafft mich in seinen Bann zu ziehen und es läßt sich sehr schön flüssig lesen. Das Buch ist von vorne bis hinten nur Historisch, sehr Spannend und wirklich Interessant. Es gibt Gefühle und Intrigen, Verrat und Mord, Macht und Liebe  und vieles mehr. Kann es empfehlen zu lesen!
  5. Cover des Buches Nackabatsch mit Todesfolge: Ein Augschburg-Krimi (ISBN: B086RP61K8)
    Ulrike Vögl

    Nackabatsch mit Todesfolge: Ein Augschburg-Krimi

     (43)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Meine Meinung:

    Helena Hansen hat sich von Hamburg nach Augsburg versetzten lassen, um endlich auf eigenen Ermittlerbeinen zu stehen. Doch kaum in der neuen Heimat angekommen, erleidet sie einen Kulturschock. Unwirsche Barbaren, die auch noch einen so schlimmen Dialekt sprechen, dass es Helena unmöglich ist auch nur eine Brotzeit zu bestellen. Nur ihre neue Kollegin scheint einigermaßen annehmbar und freundlich zu sein. Allerdings ist sie auch sehr eigenwillig in ihrem Erscheinungsbild.


    So hat mir die Geschichte gut gefallen, allerdings muss ich zugeben, dass ich mit keiner der Kommissarinnen wirklich warm geworden bin. Helena war mir zu sehr auf ihre Figur und ihren Sport fixiert. Franzi war mir zu schlampig und zu lotterig. Und der stinkige Waschtl hat mir lesetechnisch den Rest gegeben. Ich bin mir nicht sicher, ob es von Ulrike Vögl beabsichtig ist, die Charaktere etwas zu überzeichnen. Mir war es manchmal etwas zu viel, besonders der große Fokus auf die Ernährung und die Körperpflege von Helena. 


    Der Kriminalfall war gut konstruiert und ich dachte "Hey die sind aber schnell in der Aufklärung". Die neue Wendung  hat mir dann sehr gut gefallen. Es kam nochmal Spannung auf.


    Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und auch die wörtlichen Reden im Augsburger Dialekt stellten für mich kein Problem dar. Besonders gut haben mir die Beschreibungen von Augsburg und Umgebung gefallen. Wenn man schon ein paar Mal, wie ich, da war, kann man sich sehr gut orientieren. 


    Fazit:

    Ein netter Krimi für zwischendurch!

  6. Cover des Buches Das Erbe der Tuchvilla (ISBN: 9783734110191)
    Anne Jacobs

    Das Erbe der Tuchvilla

     (180)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    In den 1920er Jahren geht es nach Ende der Inflation der Tuchfabrik wieder besser. Paul Melzer ist aus der Kriegsgefangenschaft zurück, und Marie erfüllt sich den Traum eines eigenen Mode-Ateliers.

    Im dritten Teil um die Familie Melzer hat es Marie wieder einmal nicht leicht. Endlich ist ihr Ehemann aus der Gefangenschaft zurück, und traurigerweise entfernen sie sich emotional immer weiter voneinander.

    Anne Jacobs ist es gelungen, die damalige Zeit gut darzustellen. Die Charaktere stehen jeder für sich für einen bestimmten Teil oder Ansicht der damaligen Gesellschaft und ihrer Konflikte. Eine Weiterentwicklung der Figuren und interessante Nebenstränge lassen auch bei über 600 Seiten keine Langeweile aufkommen. Es ist eine ruhige Geschichte, welche einige Wendungen zu bieten hat.

    „Das Erbe der Tuchvilla“ steht den beiden Vorgängerromanen in nichts nach, es ist ein gutes Buch für entspannte Lesestunden.

  7. Cover des Buches Mondscheinmund (Liebesroman) (ISBN: B00XFPUIFY)
    Luisa Sturm

    Mondscheinmund (Liebesroman)

     (20)
    Aktuelle Rezension von: CanisLibrum
    Nach dem Debütroman von Luisa Sturm, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf  den zweiten Roman „Mondscheinmund“ riesig, ich hatte aber auch ein wenig Angst, dass er mit „Ein ganzes Ja“ vielleicht nicht mithalten kann. Aber mit ihrer speziellen Art Geschichten zu erzählen hat mich Luisa Sturm auch mit dem Auftakt zur „Mondschein-Reihe“ absolut überzeugt. Dieser Roman erzählt wieder eine Geschichte über einen längeren Zeitraum im Leben der Hauptfigur Marlene – kurz Lene. Diese beginnt als Lene 18 Jahre alt ist und erzählt bis in die frühen Dreißiger der jungen Frau. Gerade diese Arte der Darstellung  hat mir beim ersten Buch schon gefallen, da man nicht nur einen Einblick in einen kurzen Lebensabschnitt bekommt, sondern geradezu  mit der Protagonistin erwachsen werden kann.

    Die Pianistin Marlene und ihr Zwillingsbruder Felix sind ein Herz und eine Seele. Lene und Felix haben offenbar eine spezielle Verbindung, verstehen sich auch ohne Worte. Auch das Verhältnis der beiden zu ihren Eltern ist ein sehr gutes, sodass die beiden wohl behütet aufwuchsen. . Jeden Dienstag beobachtet Lene an der Bushaltestelle, auf dem Weg zur Schule, einen jungen Mann, der ihr sehr gut gefällt. Ansprechen traut sie sich ihn jedoch nicht, unterhält er sich doch ab und an mit einer rothaarigen Schönheit, die Lene für seine Freundin hält. Eines Tages kommt der junge Mann auf Lene zu und bittet sie um Wechselgeld für einen Fahrschein, mehr nicht, Enttäuschung und Ungeduld machen dem jungen Mädchen zu schaffen. Um den Haltestellenmann zu vergessen lässt sie sich auf ein Date mit einem Mitschüler ein, doch Gefühle wollen sich so gar keine einstellen, geistert doch der Kerl von der Haltestelle ständig in ihrem Kopf herum. Und plötzlich steht er vor ihr und bietet ihr an, sie nach Hause zu bringen. Von nun an treffen sich Philipp (kurz Pip) und Lene jeden Dienstag an der Bushaltestelle und sprechen über Gott und die Welt. Nach endlos langen fünf Monaten bittet Pip Lene endlich um das langersehnte Date, das erfolgreich verläuft und den Beginn einer wunderbaren Beziehung einläutet. Sehr realistisch und einfühlsam erzählt die Autorin die Geschichte über das erste aufflackern von Gefühlen Lene gegenüber Pip. Auch die Art und Weise wie das   Aufeinandertreffen stattgefunden hat,wurde realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Ich habe mich in Lenes Situation hineinversetzt gefühlt, ihre Unsicherheit miterlebt und auch ihre Enttäuschung darüber, das Pip sie nicht anspricht, sie sich selbst aber auch nicht traut den ersten Schritt zu gehen. Ich glaube, jeder von uns war schon einmal in so einer Situation und dadurch kann man richtig schön mit Lene mitfiebern bzw. mitleiden. Wird das was oder wird das nichts???

    Während Lene und Pip eine Vorzeigebeziehung führen, kracht es bei Lenes Eltern immer häufiger seitdem ihr Papa seinen Job verloren hat. So auch am Tag von Lenes Abschlusskonzert, an dem sie schon morgens beim Aufstehen ein ganz ungutes Gefühl im Bauch hat. Und sie sollte recht behalten, denn bei der Hinfahrt kommt es zu einem verheerenden Autounfall, bei dem Lenes Eltern und auch ihr heißgeliebter Bruder Felix ums Leben kommen. Einzig Lene überlebt den Unfall, doch ihre Verletzungen sind derart schwerwiegend, dass sie eine geraume Zeit im Koma liegt.  Während dieser Zeit ist Pip ständig an ihrer Seite, kümmert sich um sie, bleibt Tag und Nacht bei ihr.. Obwohl Lene nicht bei Bewusstsein ist, merkt sie die Anwesenheit von Pip und was um sie herum geschieht.  Als sie allerdings wach wird, will sie eigentlich nur ihre Familie zurück und kann die Fürsorge von Pip nicht ertragen, weil sie von dem Autounfall traumatisiert ist und ihr es verkehrt vorkommt, Glücksgefühle zuzulassen.   Eines Tages sagt sie Pip, dass sie ihn nie geliebt hat und das er gehen soll, sie ist der Meinung er hat mehr verdient als so ein kaputtes Mädchen wie sie es ist. Pip erfüllt ihr diesen Wunsch widerwillig und so liegt es jetzt an Poupette, Lenes Oma, sich um das gebrochene Mädchen zu kümmern und sie aufzufangen. Lenes Gefühlen Pip gegenüber waren in diesem Teil des Romans so toll herausgearbeitet, man konnte ihren inneren Konflikt absolut nachvollziehen. Sie wollte dem jungen Mann nicht bei seiner Karriere zum Ingenieur für Maschinenbau im Weg stehen, war der Meinung, dass sie nur eine Belastung für den Mann wäre, den sie liebt. Außerdem war sie der festen Überzeugung schuld am Unfall und somit am Tod ihrer Familie zu sein, dass sie keine Liebe verdient hat. Einerseits fand ich ihre Entscheidung richtig gehend  mutig, andererseits hätte ich sie am liebsten geohrfeigt, denn sie hat ihm den Entschluss einfach abgenommen, hat ihn nicht selbst entscheiden lassen. Und Pip? Natürlich ist er ihrem Wunsch nachgekommen, liebt er sie doch über alles, aber an die Wand klatschen wollte ich ihn trotzdem. Gerade dieser Leseabschnitt war ein Wechselbad der Gefühle. Alle Handlungen der Beiden waren nachvollziehbar, dennoch ergaben sie keinen Sinn. Während des Lesens hatte ich immer wieder auf einen Wendepunkt gehofft, doch der blieb leider aus und obwohl sich beide lieben, gingen sie getrennte Wege.

    10 Jahre später, Lene arbeitet bei den „Augsburger Nachrichten“.,  Sie führt eine Beziehung zu dem aufmerksamen, ehrlichen, zuverlässigen Polizisten Gregor. Dass Gregor auch noch gut aussieht, einen knackigen Po hat und Lenes Launen erträgt, ist natürlich ein weiteres Plus für ihn. Lene soll für die Zeitung ein Interview bezüglich des Baus eines Windrades führen und in einer Phase ihres Lebens, in der sie glaubt, endlich so etwas wie glücklich zu sein, macht ihr das Schicksal einen Strich durch die Rechnung. Ihr Interviewpartner ist niemand geringerer als Philipp von Westphal – ihr Pip. Lenes plötzlich aufwallende Gefühle machen ihr Angst und sie stößt Pip vor den Kopf und flieht, doch so einfach gibt Pip nicht auf, möchte über die Vergangenheit sprechen und so fordert er bei der Zeitung für die weiteren Interviews wieder Lene an. Ein zweites Mal würde er die Frau, die er liebt, nicht mehr ziehen lassen, davon ist er felsenfest überzeugt.   Lene kann sich keinen Reim darauf machen, lernt sie doch in Pips Firma seine Freundin Hannah kennen, also warum kann er sie nicht einfach in Ruhe lassen und bringt ihre Gefühle so in Aufruhr?  Denn nicht nur die  machen ihr zu schaffen, auch ihr schlechtes Gewissen Gregor gegenüber bereitet ihr schlaflose Nächte und auch die Tatsache, dass sie ihre Oma nicht an sie heranlässt um mit ihr über ihre Probleme zu sprechen,  nagt immer mehr an ihr. Denn im Laufe der Geschichte erlebt Lene so manche Höhen und ganz tiefe Tiefen, eine Person allerdings ist immer an ihrer Seite, ihre Oma Poupette, die Lene wie ihr eigenes Kind aufgezogen hat, nachdem die Eltern verstorben sind. Poupette ist lebensfroh, ein Wirbelwind und versucht Lene nach dem Unfall wieder zurück ins Leben zu holen, was nicht immer einfach war und ist. Was wird Poupette dazu sagen, dass Lene immer noch Gefühle für Pip hat? Wird sie es gut finden oder ihr raten bei Gregor zu bleiben. Lene muss auf jeden Fall für sich die beste Entscheidung treffen, doch welche wird das sein und was hält das Leben noch für sie bereit?

    Luisa Sturm hat es auch mit ihrem zweiten Roman geschafft, mich an jedes einzelne Wort zu fesseln. Ihre Figuren sind absolut realistisch und obendrein alle  liebenswert. In ihren Geschichten braucht es keinen Bösewicht, denn durch die dramatischen Wendungen,  mit denen  die Protagonisten konfrontiert sind, wird das Lesen  nie langweilig. Ich mag es sehr, dass man durch die Reise, die man mit den Figuren über Jahre hinweg zurücklegt, diese so gut kennen lernt und man sich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen kann. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, ohne dabei übertrieben oder gar gekünstelt rüber zu kommen. Luisa Sturm schreibt so, als hätte sich alles genau so abgespielt und genau das macht ihre Geschichten einzigartig.

    Fazit

    Nach dem zweiten Roman kann ich getrost sagen, dass ich ein Luisa Sturm Fan bin! Romantisch, tragisch und realistisch bringt sie ihre Geschichten unter den Mann und die Frau.

    Liebe Grüße,
    Canis Librum
  8. Cover des Buches Das Mahnmal (ISBN: 9783746793610)
    Kiara Lameika

    Das Mahnmal

     (14)
    Aktuelle Rezension von: full-bookshelves

    Das Cover hat mich gleich angesprochen, es passt gut zum Genre und weckt das Interesse.

    Inhalt und Meinung: Es fällt mir ziemlich schwer meine Meinung zu dem Buch in Worte zu fassen. Auch weil es eigentlich gleich zwei Bücher in einem sind, oder zumindest zwei Genres in einem. Einerseits ist es ein historischer Kriminalroman, andererseits liest es sich manchmal wie ein Geschichtsbuch aus der Schule. Das hat mich zwar nicht unbedingt gestört, die Informationen sind gut eingebaut und nicht trocken zu lesen, lässt das Buch aber langatmiger wirken als es vielleicht sein müsste.
    Mathes, der Protagonist, war mir leider insgesamt nicht sehr sympathisch. Teilweise aber dann doch. Im Verlauf vom Buch hat sich das immer wieder mal geändert. Mal war er wirklich toll, ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, aber dann war er einfach ein Klugscheißer und nur noch anstrengend. Das hat das Buch zu einem einzigen auf und ab gemacht, aber immer wollte ich wissen wie es endet, also habe ich weiter gelesen. Die Beschreibungen der Orte und Geschehen waren wundervoll bildhaft und detailreich, ich hatte von allem immer ein gutes Bild im Kopf. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen und die Spannung wurde gut aufgebaut, von Anfang bis zum Ende.
    Es gibt einiges an Glossar, was bei doch sehr vielen ungewöhnlichen Worten und bestimmten Ereignissen auch nötig ist. In der e-Book Version ist dann auf der jeweiligen Seite unten eine kurze Erklärung dazu. Wie das beim Taschenbuch ist, kann ich leider nicht sagen. Man merkt auf jeden Fall bereits gleich am Anfang vom Buch, dass die Geschichte sehr gut recherchiert wurde! Alles passt zueinander und nie gibt es unklare Sprünge.
    Am Ende läuft vieles zusammen und ich konnte das Buch zufrieden beenden.

    Fazit: Leider sind in dem Buch für mich etwas zu viele Genres vertreten, was das Lesen ab und zu schwer gemacht hat. Die Geschichte ist aber spannend aufgebaut und sehr informativ. Auch wenn ich mit dem Protagonisten nicht hundert prozentig warm wurde, habe ich das Buch gerne gelesen.

    Vielen Dank an die Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplar! Dies hat meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

  9. Cover des Buches Totenstille (ISBN: 9783744854870)
    Daniela Arnold

    Totenstille

     (46)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Frauen verschwinden und tauchen Monate später wieder auf - tot, unterernährt und mit Verletzungen die von langanhaltender Folter zeugen. Kripo Beamtin Larissa Bartels, die sich bisher immer auf ihr starkes Bauchgefühl verlassen konnte steht mit ihrem Verdacht, es könnte sich um einen Serienkiller handeln, zunächst alleine da.
    Als eine schwer verletzte und unterernährt Frau ins Krankenhaus eingeliefert wird, die behauptet Dr. Andrea Burkhart zu sein wird Larissa hellhörig, denn sie kennt deren Ehemann, der wegen seiner vermissten Frau oft bei ihr auf dem Revier war und von der Larissa schon länger annahm, sie könnte ebenfalls eines der Opfer sein. Doch als Herr Burkhart mit der gemeinsamen Tochter im Krankenhaus die vermeintliche Andrea besuchen will, schwört er das diese nicht seine Frau ist.

    Totenstille ist mein erster Thriller von Daniela Arnold und hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte ist zum Großteil sehr kurzweilig und angenehm flüssig geschrieben. Der Figur der Kripobeamtin Larissa ist sehr gelungen, hat Ecken und Kanten, ist vernünftig und hat eine Vergangenheit die für den Verlauf der Geschichte im angemessenen Rahmen angeschnitten wird.

    Die vermeintliche Andres bleibt bis zum Schluss ein Rätsel. Ist sie Opfer oder Täter? Leider sie wirklich unter Amnesie oder ist alles ein perfider Plan? Diese Ungewissheit erhält die Spannung.

    Das Ende kam mir im Gegensatz zum Rest der Geschichte leider etwas abrupt und übers Knie gebrochen vor, ist aber gut zu verschmerzen.

  10. Cover des Buches Halva, meine Süße (ISBN: 9783570402665)
    Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

     (71)
    Aktuelle Rezension von: MelE
    "Plötzlich begriff Halva, was Kindheit bedeutete. Kindheit war Unsterblichkeit, denn alles schien endlos und unerschöpflich. Zeit. Hoffnung. Glaube. Freiheit. Diese Unsterblichkeit endete hier und heute."
    Zitat S. 170

    "Halva, meine Süße", stand schon eine ganze Weile in meinem Buchregal. Nun war es endlich Zeit es zu erlösen und im Nachhinein ärgere ich mich ein klein wenig, dass ich mir dieses wunderbare Buch selbst so lange vorenthalten habe. Die Story ist sehr bewegend und zeigt sehr deutlich die Unterschiede der kulturellen und moralischen Werte eines jungen Mädchens, welches in Teheran geboren wurde und einem jungen Mann, der durch und durch Deutscher ist. Auch wenn Halva in Deutschland aufgewachsen ist, macht sich ihre Kultur rasch bemerkbar, als sie sich in Kai verliebt und anfängt mehr und mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Plötzlich ist alles westliches Denken vergessen und die iranischen Wurzeln schimmern durch. Für Halva bricht eine harte Zeit an und sie muss sich entscheiden zwischen ihrer Familie und dem jungen Mann den sie liebt. Im Hintergrund wird gegen Halva und Kai integriert, wobei dies nicht das richtige Wort ist, um auszudrücken, was letztendlich geschieht und welchen Wandel das am Anfang erfrischende und lebensbejahende Buch nimmt . Wem kann Halva trauen? Es scheint, als wäre sie in diesem Spiel ganz alleine auf sich gestellt. Ich habe oft den Atem angehalten, denn ich empfand das, was Halva widerfährt als sehr ungerecht und regelrecht weltfremd. Ich würde dies Verhalten allerdings nicht allein  auf den Hintergrund der Religion schieben, obwohl deutlich wird, das dies großen Raum einnimmt. Es ist die Rede von Entehrung, Ehre und vielen anderen Dingen, die uns von Iranern unterscheidet. Mir würde es leichter fallen, ein gegebenes Wort / Ehrenwort zu brechen, für eine iranische Familie heißt es, das Gesicht verlieren und Schlimmeres. Für Halva ändert sich alles, als die ersten Briefe aus Teheran eintreffen. Es kommt zum Eklat und zum Bruch innerhalb der Familie. Welch Schmerz, welche Schande. Ich litt mit Halva und Kai und hatte bis zuletzt Hoffnung auf ein glückliches Ende. 
    "Halva, meine Süße" ist ein wundervolles Jugendbuch, welches für das vorgesehene Lesealter unbedingt geeignet ist. Der Geschmack von Halva, einer wunderbaren Süßwarenspezialität  liegt mir immer noch auf der Zunge und der Geruch in der Nase. Ellen Alpsten ist die Gradwanderung innerhalb der verschiedenen Kulturen wunderbar gelungen. Gerne empfehle ich "Halva, meine Süße" trotz Traurigkeit und Drama hier und da gerne weiter, da es zum Nachdenken anregt. Es bietet auch sehr viel Schönes und verdeutlicht, wie schmerzlich es ist zu lieben, wenn man es nicht darf und Heimlichkeiten beginnen. Die Heimlichkeiten geben dem Buch die gewisse Romantik, die in einem Jugendbuch nicht fehlen darf, wenn es einen Wohlfühleffekt erzielen will. In "Halva, meine Süße" vereinen sich die Emotionen und daher empfand ich das Buch als ganz besonders wertvoll.
  11. Cover des Buches Die Töchter der Tuchvilla (ISBN: 9783837140705)
    Anne Jacobs

    Die Töchter der Tuchvilla

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Der erste Weltkrieg ist in vollem Gange und die Tuchfabrik muss auf ihren Chef verzichten. Maries Mann Paul muss nun ,zwei Jahre nach Kriegsbeginn, auch noch in den Krieg und seine Firma wieder dem Vater überlassen.
    Marie und ihre Schwägerin Kitty, die beide auf ihre Männer verzichten müssen bekommen Kinder und auch so ändert sich so vieles durch den Krieg. Wird die Tuchvilla den Krieg überstehen?

    Nachdem ich vor einigen Jahren den ersten Band über die Tuchvilla gelesen habe, fiel mir nun das Cover des 2. Bandes in der Onleihe meiner Bücherei ins Auge und ich beschloss es mir auszuleihen.
    Obwohl so viele Jahre vergangen waren war ich Dank des Erzählstils der Autorin wieder sofort vom Geschehen gefangen. Mit dazu beigetragen hat natürlich auch die Sprecherin Frau Thalbach, der ich sehr gerne zugehört habe.

    Viele der Personen kannte ich noch aus dem 1. Teil und freute mich über ihre Entwicklungen im 2. Band.
    Sehr schön fand ich das Marie mit Paul wirklich ihr Glück gefunden hatte und durch den Krieg sogar über sich hinaus wächst.
    Aber auch Elisabeth, die ich eigentlich als sehr egoistisch in Erinnerung hatte, zeigt viel Herz und widmet sich mit Hingabe den Verletzten des Krieges. Sehr zum Leidwesen ihrer eingeheirateten Familie Hagemann.

    Die Hagemanns konnte ich schon gleich nicht leiden und es hat sich leider herausgestellt das die Sippschaft eine sehr von sich überzeugte und auch sehr klassenfeindliche Sippe ist. Sehr unangenehme Menschen und Elisabeth hat es wirklich schwer mit ihnen. Ich möchte nicht mit ihr tauschen.

    Kitty ist der Sonnenschein ihres Vaters, aber leider auch sehr naiv und kindisch. So wirkt sie hier im Band leider auch erst. Aber auch sie muss aufgrund des Krieges so einiges lernen.

    Die Schilderungen von der Front , die wir durch den früheren Hausdiener Humbert mitverfolgen können zeigen das schlimme Bild des Krieges und auch die wahre Seite des Herrn Mayors.

    Auf jeden Fall ist auch dieser 2. Band wieder sehr lesens beziehungsweise hörenswert und begeisterte mich wie schon der 1. Band.

  12. Cover des Buches Die Puppenspieler: Roman (ISBN: B0916787JD)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler: Roman

     (437)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Ich bin auf dieses Buch zufällig beim Stöbern gestossen und habe es mir dann gekauft, da ich frühere Romane dieser Autorin gern gelesen habe. 

    Im Grunde startet das Ganze mit allem was allgemein in Büchern zur Hexenverfolgung gehört. Der Hauptteil hat mich sehr interessiert, da nun die verschiedenen, sehr unterschiedlichen Familienmitglieder aus dem Hause Fugger erleben darf. Mit Richards Weggang nach Italien kommen immer wieder neue Figuren ins Spiel, die es mir teilweise schwer gemacht haben dem Geschehen zu folgen. Der Hauptteil des Romanes hat dann meines Erachtens nur noch am Rande mit dem Start zu tun und auch die Familie Fugger an sich kam mir etwas zu kurz, letzten Endes ging es hauptsächlich ums Geldverdienen. Der Schreibstil der Autorin hat mir durchaus auch dieses Mal gefallen, was aber in Anbetracht der durchaus Längen aufweisenden Story nicht für vier Sterne gereicht hat.


  13. Cover des Buches Die schöne Philippine Welserin (ISBN: 9783839213513)
    Brigitte Riebe

    Die schöne Philippine Welserin

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Tine13

    Die Augsburger Patriziertochter Philippine Welser sieht auf ihr ereignisreiches Leben zurück. Die bürgerliche Kaufmannstochter trifft 1556 bei einem Aufenhalt in Böhmen auf den Kaisersohn Erzherzog Ferdinand II. von Habsburg. Die beiden jungen Leute verlieben sich und verbinden sich durch eine heimliche Trauung. Doch schon vor der Hochzeit gibt es einen heimtückischen Giftanschlag auf die Braut. Philippine wird von diesem Erlebnis geprägt und ihre Ängste werden nicht unbegründet sein, wie sie uns in ihrem Tagebuch mitteilt! 

    Die Autorin Brigitte Riebe erweckt in ihrem Buch „Die schöne Philippine Welserin“ eine sehr spannende und interessante Frauengestalt der Spätrenaissance zum Leben. Philippine genannt Pippa, hat geschafft was damals unvorstellbar war, als Bürgerliche hat sie einen hochgestellten Adeligen geheiratet, doch zu ihrem großen Unglück durfte davon niemand wissen! Diese Abmachung trägt einen großen Anteil an ihrem Seelenfrieden und der Konstellation ihres Familienlebens bei. Kurz vor ihrem Ende erzählt uns Pippa ihre ziemlich "Gift-getränkte Lebens- und Liebesgeschichte", teils natürlich auch fiktiv, aber immer spannend. Die Autorin beherrscht es den Leser zu faszinieren, die Zeit und ihre historische Fassade gekonnt darzustellen. Gelungen recherchiert und toll dargeboten ist auch die Heil- und Kräuterkundigkeit in Kombination mit den einzelnen Kapiteln. 

    Mein Fazit: Da ich die Darstellung interessanter historischer Personen sehr liebe, war das genau der richtige Roman für mich:) Gelungene Unterhaltung kombiniert mit Geschichtswissen! Liest sich großartig:)

  14. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

     (503)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Meine Meinung:
    •Achtung. Diese Rezension enthält Spoiler. Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe.• Das Buch lag schon etwas länger auf meinem SuB. Umso glücklicher bin ich, es endlich davon befreit zu haben. (: Ich muss sagen das ich diesen Auftakt wirklich gut fande, mir hat Maries Geschichte gefallen und auch alle Tragödien und Dramen rund um die Tuchvilla fande ich sehr unterhaltsam.

    Cover: Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gefallen. Es verströmte das gewisse Etwas und zeigte sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Zu sehen ist eine junge Frau, die mit dem Rücken zu uns steht. Sie trägt einen langärmligen, braunen Pullover und einen langen, gelben Rock. Ihre braunen Haare hat sie hochgesteckt. Sie steht ganz vorne im Cover. Vor ihr erstreckt sich eine verschneite Landschaft- ein riesiges Anwesend ist zu erkennen, welches von riesigen Bäumen umsäumt ist. Sofort weiß man als Leser das es sich um die Tuchvilla handeln muss. Diese ist wunderschön erbaut worden und zeigt sogar gelbe Verzierungen an der Fassade.

    Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr Gut gefallen. Da wir uns im Jahr 1913 befinden, hat sich die Autorin dieser Zeit hervorragend mit ihrem Stil angepasst und verströmt die perfekte historische Atmosphäre. Im Allgemeinen war er jedoch gut verständlich, locker und leicht geschrieben und auch sehr lebhaft. Ihre sehr detaillierten Beschreibungen haben mir gut gefallen. Nicht zuletzt auch die verschiedenen Verstrickungen und Beziehungen der Charaktere haben mir sehr zugesagt. Ich behalte die Autorin definitiv im Auge und freue mich auf die weiteren Fortsetzungen der Reihe. (:

    Idee: Die Idee des Buches hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. (:
    In diesem Buch begleiten uns so einige Intrigen und Tragödien, die jedoch nur nach und nach und ganz sanft auf uns einrieseln.
    Zunächst lernen wir die Waise Marie kennen. Sie erhält die Chance als Küchenhilfe in der Tuchvilla zu arbeiten und so der angesehenden Familie Melzer zu dienen.
    Die Familie Melzer besteht aus Alicia und Johann und dessen drei Kindern Kitty, Paul und Elizabeth.
    Schnell rückt Marie jedoch ins Zentrum der Familie- nicht nur Paul scheint ein Auge auf die taffe Marie geworfen zu haben, auch Kitty wird sie zu einer guten Freundin. Sie verbindet die Kunst. Und natürlich Maries Talent zu Näh-& Handwerksarbeit steht unter einem guten Stern. Da sind Dramen gleich vorprogrammiert- nicht nur das es unschicklich ist, wenn eine Küchenhilfe so in das Zentrum der erwachsenen Kinder des Hauses rückt. Der Herr des Hauses hat Geheimnisse aufgebaut, die durch die Anwesenheit Maries drohen entlüftet zu werden.. Ganz zu schweigen von den anderen Angestellten deren Missgunst und Eifersucht sie sich nun ganz sicher sein kann.. Denn ein jeder möchte seine Probleme natürlich ganz geschmeidig unter den Teppich kehren..


    Kapitel: Das Buch baut sich wirklich unheimlich sachte auf. Eine gewisse Grundspannung war allgegenwärtig, aber auch ein paar langatmige Stellen schlichen sich hin und wieder ein. Für mich war das Buch dennoch sehr unterhaltsam. (:
    Das Ende hat mir nochmal sehr Gut gefallen. Für die Meisten der Charaktere gibt es nochmal ein herrlich schönes Happy End. Auch für Marie, was mich ganz besonders gefreut hat. Jedoch wäre die Tuchvilla.. Nunja eben nicht die Tuchvilla, wenn nicht noch einige Geheimnisse in ihren vier Wänden schlummern würden.. und von einem davon werden wir unwiderruflich nochmals Zeuge! Umso gespannter bin ich nun auf den zweiten Band der Reihe und bin sehr neugierig, wie sich das Leben in der Tuchvilla nun entwickeln wird! ♡

    Charaktere: Die Charaktere haben mir gut gefallen. Unser Hauptcharakter in diesem Buch ist Marie. Marie hat mich unheimlich beeindrucken können. Trotzdessen das sie arm wie eine Kirchenmaus ist, als sie in die Tuchvilla kommt, hat sie eine unglaublich stolze Haltung. Sie weiß was sie will und obwohl sie fast nie widerspricht, was ihre Aufgaben angeht, merkt man schnell das sie einen wachen und intelligenten Geist besitzt. Kein Wunder das sie schnell geschätzt wird, denn Marie ist handwerklich sehr geschickt. Ihre wohl engste Vertraute wird schnell Kitty. Kitty ist ein echter Wirbelwind, etwas sprunghaft und leidenschaftlich, aber auch bildschön. Ihre Liebe zur Kunst wird von ihrer Familie toleriert, aber nicht geteilt. Kittys Schwester Elizabeth ist das Ganze Gegenteil: Sehr besonnen, ernst und realistisch, gibt sie sich selten Träumen hin und ist sehr strukturiert. Ich muss sagen das ich vor allem das einfache Gesinde mit ihren gottlosen Mäulern sehr unterhaltsam fande. Man merkt den Unterschied zwischen den Ständen doch extrem, was aber auch erheiternt war. (:

    Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen. Die Tuchvilla ist ein Buch voller familiären Tragödien, verbotenen Liebschaften, Geheimnissen, aber auch Prunk und Armut, Lügen und Intrigen und das alles in dem Jahr 1913. Ich wurde wirklich sehr Gut unterhalten und empfande die ein oder andere Langatmigkeit als nicht allzu störend. (: Klare Leseempfehlung.

  15. Cover des Buches Der Brezen-Trick: Ein kurzer Schwabenkrimi. Schäfer und Dorn 2,5 (ISBN: 9783741301063)
    Franz Hafermeyer

    Der Brezen-Trick: Ein kurzer Schwabenkrimi. Schäfer und Dorn 2,5

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Lesezauber_Zeilenreise

    Elsa, stets modebewusst, ist sauer, dass ihr auserkorenes Designerkleid bei einem Einbruch in der Boutique ihrer neuen Freundin Cordula zerstört wurde. Der Einbrecher hat wohl nichts von Wert gefunden und daher alles zerstört. Auch die an die Wandschmiererei („Zombie“), die Cordula vor Elsa verbergen möchte, erscheint ihr ermittelnswert. Als sie dann kurz danach im Beisein von Cordula einen Toten aus dem Fluss fischt, der noch dazu ein ehemaliger Angestellter der Boutique ist, ist ihr klar: hier geht was Größeres vor als nur ein Einbruch. Und was hat der Unfalltod von Cordulas Mann von vor einem Jahr damit zu tun? Und Thailand? Elsa und Schäfer arbeiten einmal mehr zwar klammheimlich aber nichtsdestotrotz sehr erfolgreich gemeinsam an einem Fall. Polizeichef Jansenbrink findet das gar nicht gut – zumindest so lange nicht, bis sie Ermittlungsergebnisse liefern können, deren Erfolge er sich an eigene Revers heften kann.

    Es handelt sich hier um einen Zwischenteil – angesiedelt zwischen Band 2 und 3. Es ist ein Kurzkrimi, der dadurch aber nichts an Spannung einbüßt! Der Fall ist kurz, aber komplex und wenig vorhersehbar; ich wurde gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Der gewohnte lockere und sehr gut lesbare Schreibstil des Autors mit viel Dialogwitz, Lokalkolorit und kriminalistischen/forensischen Details gefällt mir auch hier ausgesprochen gut. Schäfer und Dorn sind inzwischen liebgewonnene Bekannte und Jansenbrink verursacht bei mir wie üblich immer wieder ein genervtes Augenrollen. Eine wunderbare Krimireihe die mit dem nächsten, dritten Band hoffentlich noch nicht ihr Ende findet. Von mir aus könnten Elsa Dorn und Sven Schäfer immer weiter ermitteln, sich kabbeln und sich gegenseitig Frechheiten an den Kopf werfen – immer mit dem irgendwie gewissen Gefühl, dass die beiden sich sehr wohl sehr zu schätzen wissen. Ich mag das total.

    Fazit: fesselnder Krimi mit viel Humor, Menschlichkeit und liebgewonnenen Charakteren.

    Die ausführliche Rezension inkl. Leseprobe gibt´s wie immer in meinem Blog LESEZAUBE_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2021/08/der-brezen-trick-schafer-und-dorn-band.html

  16. Cover des Buches Mordsplatschari: Noch ein Augschburg Krimi (Helena Hansen ermittelt-Reihe 2) (ISBN: B08QNG99MZ)
    Ulrike Vögl

    Mordsplatschari: Noch ein Augschburg Krimi (Helena Hansen ermittelt-Reihe 2)

     (41)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Meine Meinung:

    Diesmal liegt der Fokus nicht so sehr auf dem Kriminalfall, sondern eher im Zwischenmenschlichen. 

    Helena Hansen lebt sich immer besser in Augsburg ein. Dass ihr Großcousin plötzlich bei ihr Unterschlupf sucht, meistert sie auch mit Bravour. 

    Gut unterstützt natürlich von ihrer Kollegin Franzi, dem Ausgburger Urgestein.

    In diesem Teil waren mir die Charaktere viel sympathischer, als im ersten. Allerdings kann ich nicht genau sagen, warum. Vielleicht habe auch ich mich besser in Augsburg, bei Helena, Franzi und Schorsch, eingelebt.


    Der Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut, da er sich locker lesen lässt und zudem ein tolles Bild von Augsburg zeichnet.


    Fazit:

    Ein gelungener 2 Teil! Ich freu mich schon auf den Dritten! 

  17. Cover des Buches Das Heiligenspiel (ISBN: 9783426636176)
    Ursula Niehaus

    Das Heiligenspiel

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Mit Anna begleiten die Leser ein sympathisches, junges Mädchen auf seinem Weg zum Erwachsenwerden und darüber hinaus. Häufig wird Anna leichtsinnig, naiv und unsicher beschrieben, man traut ihr nur wenig zu. Zwar widerlegt sie diese Vorurteile immer wieder und stellt auch ihre Klugheit unter Beweis, aber es ergibt sich kein ganz stimmiges Bild ihres Charakters.

    Abgesehen davon erwartet den Leser ein lebendiges Bild der damaligen Zeit, vor allem im Hinblick auf die Stellung der Frau in diesem Kapitel der Geschichte. Aber auch das alltägliche Leben, verwoben mit historischen Fakten, wird plastisch beschrieben. Das ist eine gute Grundlage für einen soliden, genretypischen Roman.

    Und auch wenn sich hier und da stilistische Schwächen einschleichen und die Sprache nicht immer perfekt passt, ist die Geschichte rund um Anna durchweg interessant und lädt zum Weiterlesen ein. Man will wissen, wie es mit der jungen Frau weitergeht und wie sie die Herausforderungen ihres Lebens meistert.

  18. Cover des Buches Die Töchter der Tuchvilla (ISBN: 9783734110184)
    Anne Jacobs

    Die Töchter der Tuchvilla

     (256)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichensetzen

    Ich habe das Buch so verschlungen, sogar noch mehr als Teil 1. 

    Es war ein bisschen wie nach Hause kommen in die Tuchvilla und alte Bekannte wieder treffen. Es war toll, dass man über alle Charaktere aus Band 1 weiterlesen kann und direkt/indirekt erfährt, wie es mit ihnen weiterging.

    Vor allem Lisa und Kitty sind mir in diesem Buch noch sympathischer geworden. 

    Auch die ein oder andere Träne ist mir über die Wangen gekullert.

    Ich finde durch Humbert's Geschichte ist das Leid des Krieges sehr fühlbar geworden, irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, dass wir einen anderen Charakter in den Krieg begleitet hätten.

    Dass wir mehr von Hannah lesen würden war in Band 1 schon klar. Für mich war ihre Geschichte aber irgendwie gekünstelt reingepresst um diesen Aspekt des Krieges noch ansprechen zu können. Weniger Hannah wäre mir lieber gewesen.

    Darum sind es von mir 3,7 Sterne, nicht ganz 4.



  19. Cover des Buches Das Spätzle-Syndikat (ISBN: 9783404174638)
    Franz Hafermeyer

    Das Spätzle-Syndikat

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte61
    Klappentext:
    Elsa Dorn ist frustriert: Statt ihr kriminalistisches Gespür auf der Suche nach Mördern einzusetzen, hat ihr Erzfeind Kriminaldirektor Jansenbrink dafür gesorgt, dass sie sich weiterhin als Kommissarin bei der Sitte rumschlagen muss. Ihr neuester Fall wird allerdings gerade zum Politikum, denn irgendjemand klaut der Augsburger Damenwelt reihenweise Dessous - ein direkter Angriff auf Sicherheit und Tugend der Bevölkerung! Doch es kommt noch schlimmer, als ein aufsehenerregender Mord passiert. Tatwerkzeug: ein Spitzen-BH ...
    Fazit:
    Dies ist für mich das erste Buch um das Ermittler-Duo Elsa Dorn und Sven Schäfer und ich hatte keine Probleme mich einzulesen. Die Hauptprotagonisten wurden liebevoll und authentisch beschrieben, so dass ich mir dieses ungleiche Duo bildlich vorstellen konnte. Elsa muss sich in einer Männerwelt behaupten und schafft es, auf souveräne Art so manchen Kerl alt aussehen zu lassen. Sven wird durch familiäre Verstrickungen auf Elsas aktuellen Fall aufmerksam und unterstützt sie auf unkonventionelle Art. So manches Fettnäpfchen wartet auf Elsa und Sven. Ob sie hineinstolpern oder nicht, das müsst ihr selbst lesen, ich will nicht vorgreifen.
    Durch den lockeren, humorvollen Schreibstil wurde ich sofort in die Handlung gezogen und durfte mithelfen das Rätsel zu lösen. Schon sehr früh baute sich die Spannung auf, um sich dann am Ende noch einmal furios zu steigern. Die Auflösung hat mich dann ziemlich überrascht, da es dem Autor gelungen ist, mich durch die durch verschiedenen Wendungen immer wieder aufs Glatteis zu führen. Ich hatte öfter das Gefühl, Elsa und Sven schütteln zu müssen, um ihnen zu sagen: Da, genau da ist der Täter. Falsch gedacht, wieder Glatteis. Toll gemacht.
    Mir hat der Krimi durch seinen Humor, die Situationskomik und den häufigen Schlagabtausch von Elsa und Sven sehr gut gefallen. Ich konnte ihn erst nach dem letzten Wort aus der Hand legen und freue mich auf weitere Fälle, die ich mit Elsa und Sven lösen darf. Gerade durch das unterschiedliche Ermitteln und Auftreten von Elsa und Sven entstehen häufig komische Situationen, die mich zum Schmunzeln brachten.
    Da die Handlung in Augsburg spielt, gab es natürlich auch Lokalkolorit und es wurde geschwäbelt. Auch dies machte den Reiz des Krimis aus und machte ihn noch liebenswerter.
    Für mich war dies das erste Buch von Franz Hafermeyer und es werden weitere folgen.
    Von mir eine absolute Leseempfehlung für Krimifans.
  20. Cover des Buches Land im Sturm (ISBN: 9783404179732)
    Ulf Schiewe

    Land im Sturm

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.

     

    Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.

    Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.

    Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.

     

    So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.

  21. Cover des Buches Der Verehrer (ISBN: 9783734107870)
    Charlotte Link

    Der Verehrer

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Ente-Luli

    Das Buch von Charlotte Link beginnt mit mehreren Handlungssträngen, die im Laufe der Zeit ihre Verbindung zueinander knüpfen. 

    Den Anfang des Buches fand ich etwas zäh und nach ca. 100 Seiten könnte man mit ziemlicher Sicherheit erahnen, wie das Ende wohl aussehen wird. 

    Viele Überraschungen hielt die Story nicht bereit, dennoch hat mir das Buch gut gefallen, ließ sich gut lesen und unterhält einen Krimifan.

    Mit Charlotte Link kann man halt nicht viel falsch machen.  

  22. Cover des Buches Rückkehr in die Tuchvilla (ISBN: 9783734107726)
    Anne Jacobs

    Rückkehr in die Tuchvilla

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Leseabenteuer

    Dieses ist der 4.Teil der Tuchvilla Saga. Die ersten drei Bände habe ich schon vor einigen Jahren gelesen und bin dennoch gut wieder in die Geschichte hineingekommen. Wir befinden uns hier in den 30ziger Jahren während der Wirtschaftskrise, die auch vor der Tuchvilla nicht halt macht. Mir hat diese Fortsetzung sehr gut gefallen und freue mich auf den nächsten Teil. 

  23. Cover des Buches Höllental (ISBN: 9783442489442)
    Andreas Winkelmann

    Höllental

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.

    Bisher hatte ich noch kein Buch des Autors Andreas Winkelmann gelesen, das mir nicht gefiel. So freute ich mich natürlich auch auf dieses. 

    Schon der Anfang konnte mich in seinen Bann ziehen. Ich hing gespannt in den Seiten fest. Die Handlung ist spannend und vermochte mich zu fesseln. Und dann kam der Schluss, und der wurde mir zu schnell abgehandelt. Nicht, dass es nicht schlüssig erzählt wird, aber es hätte gerne ausführlicher sein können.
    Natürlich ist das nur mein persönliches Empfinden und ich bin sicher, dass es genug Leser gibt, die nun den Kopf schütteln, weil sie dieses nicht so wahrgenommen hatten.

    Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Da sie genügend Tiefe besitzen, fiel es mir nicht schwer, mich auf sie einzulassen. So konnte ich mitfiebern und war in der Geschichte gefangen.

    Erzählt wird im personalen Stil. Da alles schlüssig erklärt wird und ich das Erzähltempo (bis auf den Schluss) sehr mochte, konnte ich mich voll und ganz auf die spannende Story einlassen.

    Mich konnte der Thriller einnehmen. Die Story ist gut durchdacht und konnte mich mit dem Verlauf überraschen. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans.
    Da ich eine tolle Lesezeit hatte, vergebe ich vier Sterne. 

  24. Cover des Buches Die Herrin der Farben (ISBN: 9783404188642)
    Peter Dempf

    Die Herrin der Farben

     (4)
    Aktuelle Rezension von: clematis

    Anna Barbara Koppmair wächst neben der Familie Gignoux auf, die einen Formschneiderbetrieb führt. Auch mit Farben und deren Fixierung wird experimentiert. Anna ist begeistert von diesem Metier und so wird aus der Freundschaft zwischen den Nachbarkindern bald mehr, nach Johann Friedrichs Ausbildungsreise wird geheiratet und das Wissen vertieft, bevor die beiden eine Kattundruckerei aufbauen. Das Glück währt aber nicht allzu lange. Als Johann stirbt, wird Anna Barbara ob ihrer Leitungsposition in der Fabrik angefeindet – ein Mann müsse her, mit einer Frau wird nicht verhandelt. So lässt sich Anna von einem Charmeur um den Finger wickeln und erkennt zu spät, worauf sie sich damit tatsächlich eingelassen hat.

    Augsburg im 18. Jahrhundert ist der Schauplatz dieses wunderbaren Romans, dessen Hauptfigur Anna Barbara Gignoux historisch belegt ist. Auch etliche andere Personen haben nachweislich zur damaligen Zeit gelebt und sind Vorbilder für jene Romanfiguren, die die Handlung im vorliegenden Buch prägen. Mittels exakter Recherche und einem ausgewogenen Maß an Phantasie hat Autor Peter Dempf diese ansprechende und fesselnde Geschichte gewoben – realistisch gezeichnete Personen, ein gut vorstellbares Umfeld, interessante Informationen zu Tuchen, Farben und Verhandlungsgeschick, sowie übersichtlich beschriftete Kapitel lassen das Lesen des Lebensweges von Anna zu einem wahren Vergnügen werden. Der Sprachstil ist flüssig, die zeitlichen Episoden klug gewählt, sodass die Handlung stets kurzweilig bleibt und eine gewisse Spannung vorherrscht. 

    Peter Dempf versteht es wahrlich, seine Leser in ein längst vergangenes Jahrhundert mitzunehmen, Standesunterschiede zu verdeutlichen und die Rolle der Frau als Hausmütterchen am Herd hervorzuheben. Damit allerdings will sich Anna keineswegs zufriedengeben. Sie weiß, was sie kann und will das auch in die Tat umsetzen. Wer neugierig ist auf eine mutige Frau und allerlei Schwierigkeiten, die sie überwinden muss, der sollte sich Zeit nehmen für diesen opulenten Roman, der einen sofort gefangen nimmt. Ich möchte die wunderbaren Stunden mit Anna Barbara Gignoux und ihrer Familie jedenfalls nicht missen.


     

    Titel                                  Die Herrin der Farben

    Autor                                Peter Dempf

    ASIN                                9783751728300

    Sprache                           Deutsch

    Ausgabe                          ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (512 Seiten) und Hörbuch

    Erscheinungsdatum        27. Jänner 2023

    Verlag                              Lübbe 

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