Bücher mit dem Tag "august emmerich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "august emmerich" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Das schwarze Band (ISBN: 9783809027201)
    Alex Beer

    Das schwarze Band

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Goch9

    Wien im Juli 1921

    August Emmerich, der erfolgreichste Kriminalinspektor der Abteilung Leib und Leben, ist wieder einmal in Ungnade gefallen. Für 10 Tage wird er in eine Kadettenschule interniert, um gute Umgangsformen zu erlernen. Seinen aktuellen Fall, der Mord an zwei jungen Frauen, muss er seinem jungen und unerfahrenen Kollegen überlassen.

    Aber auch in der Kadettenschule wird ein Mord verübt. August Emmerich beginnt auf seine ihm eigene Art mit den Ermittlungen und kommt einem politischen Komplett auf die Spur.

     

     

    Nein, dieser historische Kriminalroman hat mich leider nicht überzeugt. Das schwarze Band ist der 4. Fall des August Emmerich. Die ersten drei Bücher sind sehr gut bewertet worden, aber ich konnte als Neueinsteiger mit den Protagonisten nicht warm werden. 

    Zum einen habe ich trotz Beschreibungen der politischen Lage, der Verkehrssituation und der Lebensbedingungen der Menschen, arm wie reich, kein Gefühl für die Zeit bekommen. Bei Autoren wie Volker Kutscher (Gereon Rath) oder auch Oliver Pötzsch (Leopold von Herzfeldt) habe ich sofort das Gefühl im Berlin der 20er Jahre oder im Wien um 1890 zu sein. Hier war hauptsächlich die große Hitze gegenwärtig.

    Andererseits kam August Emmerich bei mir nicht authentisch rüber. Seine Befreiungsaktionen und seine Vorgehensweise bei den Ermittlungen waren für mich nicht echt und nachvollziehbar.

    Der Kriminalfall entsprach sicherlich den historischen Begebenheiten und Frau Beer hat in den ersten drei Büchern wahrscheinlich die Gegebenheiten authentisch beschrieben, aber bei mir als Neueinsteiger kam es nicht an.

  2. Cover des Buches Der dunkle Bote (ISBN: 9783734108976)
    Alex Beer

    Der dunkle Bote

     (44)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Der große Krieg war hungrig gewesen, und so gab es kaum eine Familie, die kein Grab zu besuchen hatte. Gebeugte Greisinnen gingen an ihm vorbei, Kinder, die ihre Väter kaum gekannt hatten, schluchzende Frauen, deren Hoffnung auf ein stilles Glück irgendwo im Feindesland verscharrt worden war.“

    Inhalt

    Beruflich läuft es mittlerweile für August Emmerich und seinen jungen Assistenten Ferdinand Winter etwas besser, immerhin haben sie sich mit der Aufklärung neuer Morde einen gewissen Rang bei der Mordkommission erarbeitet und treten nun in einen Wettstreit mit einem anderen Ermittlerteam, um den Bezug eines größeren Büros. Doch privat werden die Schatten wieder länger. Denn seine geliebte Luise befindet sich nach wie vor in den Fängen ihres gewalttätigen Ehemanns, dessen Aufenthaltsort nicht bekannt ist. Allerdings wird sich das bald ändern, denn Xaver Koch plant einen politischen Umsturz und aktiviert seine zwielichtigen Bekanntschaften aus der Unterwelt, um seinen Plan durchzusetzen. Doch auch Emmerich treibt sich in diesen Kreisen herum und ist eifrig bemüht, eine scheinbare Serie von Morden aufzuklären, die den Stempel des Teufels tragen. Als sich die Wege der beiden Männer kreuzen, steht für Emmerich fest, dass er den Nebenbuhler endgültig eliminieren muss, wenn er jemals wieder glücklich sein möchte. Doch die Zeiten des Umbruchs lassen nur wenig Raum für emotionale Befindlichkeiten, denn jeder muss schauen, wo er bleibt und welche Opfer er bringen kann, ohne selbst dabei unterzugehen …

    Meinung

    Da ich in kurzer Folge bereits die ersten beiden Bände der Reihe gelesen habe, und nun mit dem dritten Teil abermals einen spannenden, historischen Kriminalroman gelesen habe, wird auch die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lassen. Alex Beer schafft Wiedererkennungswerte und pflegt einen unterhaltsamen, erzählerischen Stil, der nicht nur der Kriminalhandlung Leben einhaucht, sondern auch der Rahmenhandlung samt ihren Protagonisten und deren Befindlichkeiten. Mittlerweile fühlt man sich als Leser schon regelrecht involviert, wenn man mit den Schmugglern, Trinkern und Mördern in zwielichtigen Kneipen verweilt und der Spur der Verwüstung durch das kalte Wien des Jahres 1920 folgt. 

    Nach wie vor gefällt mir die politische Einbindung der Morde in diese dunkle Zeit voller Wut, Armut und Verdruss sehr gut. Dadurch bekommen sowohl die Morde als auch die Motive eine andere Aussage und längst geht es nicht nur um die Bekämpfung des Bösen durch die Polizei, sondern um die Sensibilisierung des Lesers für den herrschenden Zeitgeist, bei dem die Konturen zwischen Recht und Unrecht oftmals verschwimmen und nicht alle Bösen tatsächlich die Übeltäter sind. Gerade der tägliche Überlebenskampf mancher Bevölkerungsgruppe wird so dramatisch dargestellt, dass man anstatt Vorwürfen bald nur noch Mitleid empfindet und gewissermaßen die Selbstjustiz gutheißt oder ihr zumindest Verständnis entgegenbringen kann. 

    Fazit

    Auch hier werden es wieder 5 Lesesterne, gerade weil mir diese Reihe so ans Herz gewachsen ist und jeder neue Band eine mir mittlerweile bekannte Stimmung heraufbeschwört und mich in die damalige Zeit eintauchen lässt, die sich aus sicherer Distanz umso interessanter gestaltet. Obwohl man alle Bücher auch eigenständig lesen kann, da die Mordserien abgeschlossen sind, würde ich dennoch die Einhaltung der Chronologie empfehlen, vor allem, weil dadurch die Nähe zum Hauptprotagonisten entsteht, der mit seinem Wesen einen ganz entscheidenden Beitrag zu den jeweiligen Fällen liefert. Auch die Hintergründe, die ihn selbst antreiben, seine zahlreichen Verluste und die dennoch ungebrochene Entschlusskraft machen nicht nur ihn, sondern die ganze Reihe zu einem besonderen Lesevergnügen im Genre des historischen Kriminalromans. 

  3. Cover des Buches Der zweite Reiter (ISBN: 9783734105999)
    Alex Beer

    Der zweite Reiter

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Dieser erste Band einer Krimireihe hat mir bestens gefallen und ich kann es kaum erwarten, mehr zu lesen. Auch wenn mich der Roman in einigem an die Reihe von Volker Kutscher (Gereon-Rath-Reihe, Babylon Berlin) erinnert, so fand ich ihn sogar noch besser, vielleicht auch, weil der Kommissar sympathischer, menschlicher ist.

    Wir tauchen tief ins Wien der Nachkriegszeit ein (November 1919) und finden auch hier wieder die krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich vor. Der Autor zeichnet ein bitteres Bild der schrecklichen Zustände: Kälte, Hunger, Kriminalität, Kriegsnachwirkungen.

    "Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer." (vorangestelltes Zitat von Martin Kessel)

    Der 36-jährige Kommissar August Emmerich würde lieber in der Abteilung 'Mord' arbeiten. Statt dessen wird er von seinem unfähigen Vorgesetzten Inspektor Leopold zur Verfolgung von Warenschiebern (Schleichhändlerringe) eingesetzt und muss sich auch noch um den Neuling Winter als Assistenten kümmern. Der aber entpuppt sich im weiteren Verlauf als große Hilfe, so dass die beiden ein gutes Team bilden.

    Als ein Toter gefunden wird, glaubt Emmerich als einziger an einen Mord statt an Selbstmord und er ermittelt, obwohl er eigentlich nicht dazu befugt ist. Weitere Morde passieren, während sich für Emmerich die Situation zuspitzt: Probleme im Privatleben, seine verheimlichte Kriegsverletzung, ein Überfall und der Verlust seiner Waffe und Polizeimarke.

    Es wird zunehmend spannender, aber es sind vor allem die Milieuschilderungen, die mich als Leser in ihren Bann gezogen haben. Sehr geschickt webt die Autorin die prekären Lebensverhältnisse, unter denen viele Menschen nach dem Krieg leiden, in den Handlungsverlauf ein. Und wieder einmal mache ich mir als Leser Gedanken und ziehe Vergleiche mit unseren gegenwärtigen Problemen...

    Es geht auch um das Heroin- (Morphium-) Problem der damaligen Zeit, um den dünnen Grat, der Gut und Böse, Recht und Gerechtigkeit trennt und um nicht aufgearbeitete Gräueltaten aus dem Krieg und versuchte Vertuschungen.

    'Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe.' (180)

    Am Ende wird der aktuelle Fall zwar aufgelöst, aber man merkt deutlich, dass die Geschichte fortgesetzt und Emmerich weiter ermitteln wird. Ein großartiger Krimi, der auch ein bisschen historischer und Gesellschaftsroman ist.

  4. Cover des Buches Die rote Frau (ISBN: 9783837141306)
    Alex Beer

    Die rote Frau

     (10)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Was waren das für Leute, die tagtäglich Abertausende von Kronen dafür ausgaben, Scheinwelten zu erschaffen, während zur selben Zeit in derselben Stadt Menschen kläglich an Hunger, Kälte und Seuchen verreckten?‘ (CD 1, Track 13)

    Wien im Jahre 1920: Die Stadt hat immer noch mit den Nachwehen des Ersten Weltkriegs zu kämpfen, und Rayonsinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter sind aufs Abstellgleis geraten. Zwar sind sie mittlerweile in der Abteilung ‚Leib und Leben‘ der Wiener Polizei beschäftigt, aber statt sich mit spannenden Kriminalfällen zu beschäftigen, dürfen die beiden nur Sekretärinnentätigkeiten erledigen.

    Emmerich ist frustriert, aber es soll noch schlimmer kommen, denn die Schauspielerin Rita Haidrich begibt sich ins Präsidium, da ihrer Meinung nach ein Fluch auf den Dreharbeiten zu ihrem aktuellen Film lastet. Emmerich und Winter sollen sich um diese schnöde Angelegenheit kümmern.

    Bald stecken Emmerich und Winter jedoch unverhofft mitten in einem spannenden Fall und kommen einem Mordkomplott auf die Spur.

    Ich habe den ersten Band der Reihe (‚Der zweite Reiter‘) mit großer Begeisterung als Hörbuch gehört, und auch der zweite Fall hat mir gut gefallen, obgleich ich das erste Buch der Reihe um Emmerich etwas besser fand.

    Alex Beer ist es auch diesmal gelungen, eine besondere Stimmung aufzubauen und den Leser/Hörer ins Wien der 1920er Jahre zu versetzen. Gelesen wird das gekürzte Hörbuch von Cornelius Obonya, der der Geschichte die passende Intonation und einen wunderbaren Wiener Zungenschlag gibt.

    Auch wenn mir das Hörbuch insgesamt gefallen hat und ich mich auf den dritten Band der Reihe freue, ist bei ‚Die rote Frau‘ nicht recht der Funke übergesprungen. Ob dies an der Schusseligkeit von Emmerich lag, die zwar amüsant war, aber wenig überzeugend wirkte, oder daran, dass die Geschichte auf mich einfach etwas zu chaotisch wirkte, oder ob die Kürzungen für das Hörbuch vielleicht doch zu umfassend waren, weiß ich nicht, aber beim Hören musste ich mich oft ermahnen, weiter zuzuhören, nicht abzuschweifen, war nicht so gefesselt, wie ich das nach dem ersten Band erwartet hatte. Nichtsdestotrotz werde ich die Reihe weiterverfolgen und freue mich auf ‚Der dunkle Bote‘.

  5. Cover des Buches Der zweite Reiter (ISBN: 9783837138047)
    Alex Beer

    Der zweite Reiter

     (17)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.

    Das Hörbuch ist phänomenal gut gesprochen. Der Wienerische Akzent… herrlich! Und trotzdem sehr gut verständlich. Man fühl sich direkt nach Wien versetzt. Super!

     

    Die Geschichte ist historisch in eine sehr interessante Zeit eingebettet in der man Krimis nicht so oft findet. Sich in den Wirren der Nachkriegszeit zurecht zu finden und mit den Nachwirkungen des Krieges umzugehen ist nicht so einfach.

    Ich mag die Charaktere des Ermittlers und dessen Assistent. Verschiedene Charaktere mit ihren Eigenheiten die aber einen gemeinsamen Nenner finden.

     

    Der Kriminalfall selbst ist spannend und interessant. Es werden verschiedenen Fäden verfolgt und man rätselt mit wer der Täter ist und wie die Fäden zusammen passen. Die Täter-Auflösung hatte ich am Ende so schon gedacht, daher keine große Überraschung. Trotzdem hat war es stimmig und die Geschichte hat mir gut gefallen.

     

    Ein wenig Privates gibt es vom Ermittler und dessen Assistent auch ohne dass es zu viel oder langweilig wäre. Hier gibt es eine ungeahnte aber spannende Wendung.

     

    Fazit: Insgesamt ein toller Krimi der mir sehr gut gefallen hat, phänomenal gut gelesen und daher gibt es schon allein für den Sprecher einen extra Stern. 😉

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