Bücher mit dem Tag "ausgrenzung"
149 Bücher
- Delia Owens
Der Gesang der Flusskrebse
(1.471)Aktuelle Rezension von: luisasbooklounge📚𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧 “𝐃𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐚𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬𝐤𝐫𝐞𝐛𝐬𝐞” (𝐃𝐞𝐥𝐢𝐚 𝐎𝐰𝐞𝐧𝐬): 𝐇𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐮𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐬𝐧𝐚𝐡𝐦𝐬𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐦𝐚𝐥 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐓𝐡𝐫𝐢𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐯𝐨𝐫, 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐛𝐬𝐨𝐥𝐮𝐭𝐞 𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧𝐞𝐦𝐩𝐟𝐞𝐡𝐥𝐮𝐧𝐠! ✨
Die Geschichte von 𝐊𝐲𝐚, dem Marsch-Mädchen, hat mich tief berührt. Als kleines Mädchen von ihrer Familie verlassen, wächst sie allein in der rauen Natur der 𝐌𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐝𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭 auf. Die Möwen, das Wasser, der Wind — all das wird zu ihrer neuen Familie. Kya ist klug, neugierig und mutig — und gleichzeitig so herzzerreißend einsam. Nur Jumpin’ und Mabel unterstützen sie mit stiller Herzlichkeit, während Tate ihr das Lesen und Schreiben beibringt.
Durch ihre enge Verbindung zur Natur entwickelt Kya eine ganz eigene Stärke. Die 𝐌𝐚𝐫𝐬𝐜𝐡 wird ihr Zuhause, ihre 𝐙𝐮𝐟𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 und ihre Lehrerin. Doch so sehr sie gelernt hat, allein zu überleben, bleibt die Sehnsucht nach Nähe tief in ihr verankert. Nur zögerlich öffnet sie ihr Herz — doch Vertrauen bringt ihr nicht nur Hoffnung, sondern auch Schmerz.
Als ein junger Mann aus der Stadt 𝐭𝐨𝐭 aufgefunden wird, gerät Kya plötzlich ins Zentrum der Ermittlungen. Die stille Außenseiterin wird zur 𝐕𝐞𝐫𝐝𝐚̈𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 — und die Vorurteile der Dorfgemeinschaft treffen sie erbarmungslos.
Zwischen 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐩𝐨𝐞𝐬𝐢𝐞 und 𝐊𝐫𝐢𝐦𝐢𝐬𝐩𝐚𝐧𝐧𝐮𝐧𝐠 entfaltet sich eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt — berührend, intensiv und von stiller Kraft getragen. Delia Owens schreibt so atmosphärisch und eindringlich, dass ich beim Lesen förmlich das feuchte Gras unter meinen Füßen spüren konnte.
- Cecelia Ahern
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
(1.199)Aktuelle Rezension von: Books_of_sanMir hat der erste Teil dieser Dystopie sehr gefallen und ich freue mich auf Band zwei. Das System, welches hier geschildert wurde, ist gut durchdacht und die ganzen politischen Intrigen machen es umso spannender und unvorhersehbarer. Man hat jeden wegen irgendetwas im Verdacht und fragt sich welche Überraschung nun als nächstes folgt. Absolute Leseempfehlung!
- Caroline Criado-Perez
Unsichtbare Frauen
(126)Aktuelle Rezension von: Trishen77
Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.
Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.
Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.
Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).
Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.
»Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.
Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.
Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).
Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.
- Cecelia Ahern
Perfect – Willst du die perfekte Welt?
(858)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.
Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…
Meine Meinung:
Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte.
Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.
Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.
Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…
Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.
Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.
Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.
Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de
- R.J. Palacio
Wunder
(1.139)Aktuelle Rezension von: Lucie"Wunder" ist ein wirklich süßes und authentisches Buch, über einen Jungen, der mit einem entstellten Gesicht zur Welt gekommen ist und nun versucht, auf der middle schooI klarzukommen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist dabei so authentisch und ungeschönt, dass es einem regelmäßig die tränen in die Augen treibt!
Ich bin echt kein Mensch, der sich schnell von Büchern oder Filmen zu Tränen rühren lässt, aber dieses Buch ist einfach so bewegend und fühlt sich so real an, dass man das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein!
Wie man also vielleicht schon raushört kann ich dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen!
- Laura Kneidl
Someone Else: Special Edition
(612)Aktuelle Rezension von: VeeziDas tut mir für das Buch fast leid - und bitte, alle die den Trope "Friends-to-Lovers" mögen, gebt dem Buch eine Chance. Laura Kneidl schreibt richtig gut - flüssig und spannend. Ich hasse aber dieses Trope xDD Es tut mir sehr leid und da ist die Bewertung wahrscheinlich auch ungerecht - aber ich hasse dieses Hin- und Her der Protagonisten. Wieso stellen die sich so an??
- Laura Kneidl
Light & Darkness
(922)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Das Buch ist Klasse. Die Story ist für mich komplett neu denn ich habe noch nichts Vergleichbares gelesen und muss sagen ich Liebe es. Die Idee mit den Menschen als Delegierten mit einem passenden Wesen finde ich einfach toll. So lässt die Autorin die ganz normale Welt mit dem Paranormalen verschmelzen ohne dass es falsch klingt und man sich vorstellen kann, dass dies vielleicht wirklich in ein paar Jahren so passieren könnte.
Wie ich schon sagte habe ich auch noch nichts Vergleichbares gelesen, so dass ich das Buch verschlungen habe. Denn man konnte sich das Ende, wie sonst bei dem einen oder anderen Roman, einfach nicht vorstellen. So bleiben im ganzen Buch die Spannung und das Lesevergnügen. Die Gesetzte der Delegierten zu lesen, die immer zu Anfang eines Kapitels zu lesen sind, fand ich auch immer sehr spannend und es zeigt wie viel Liebe und Mühe in dem Buch der Autorin steckt.
Die Charaktere sind alle sehr schön beschrieben und ich mochte sie auf Anhieb. Light´s Familie die aus Vater Ryan, Mutter Silvia, Bruder Jude und sein Wesen Kane besteht ist sehr Liebenswert. Ihre Eltern scheinen immer ein offenes Ohr für sie zu haben und Bruder Jude, nun ja ist eben ein Bruder. Kane fand ich einfach total Romantisch.
Vom ersten Moment an merkt man, dass er eben doch mehr Gefühle gegenüber Light hegt und man leidet mit ihm, da er einfach ein Lieber Kerl ist und man ihm keinen Liebeskummer wünscht. Dann gibt es noch Anna, Light´s beste Freundin, die in der Geschichte ebenfalls ein Wesen erhält und dann natürlich noch Light´s Wesen Dante selbst. Zu Beginn des Buches ist er schwer zu durchschauen und man weiß noch nicht so recht was man von ihm halten soll.
Auch von der Beschreibung her erinnert er einen anfangs eher an einen Raudi. Später jedoch kann man auch hier erahnen wie sehr er an Light hängt und was er bereit ist zu tun um sie zu beschützen. Auch ändert sich sein Aussehen und man kann auch hier ins Schwärmen fallen. Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, mit Happy End, so dass man sich die letzten offenen Situationen selbst ausmahlen kann. Allerdings kann die Autorin hier auch weiterschreiben was ich mir persönlich sehr wünschen würde da ich noch lange nicht genug von Light und ihrem Wesen Dante habe!
Fazit
Die Geschichte ist einfach mit nichts zu vergleichen. Sie ist Spannend, Romantisch und macht süchtig. Ich vergebe 5 Sterne, spreche eine absolute Leseempfehlung aus und wünsche mir mehr von Light und Dante lesen zu können.
- Sophie Jordan
Infernale (Band 2) - Rhapsodie in Schwarz
(279)Aktuelle Rezension von: BorderpathNach dem emotionalen ersten Band war ich überzeugt, dass die Geschichte genau dort anknüpft und sich die bekannte Liebesgeschichte weiter vertieft – besonders mit dem Ziel Mexiko vor Augen. Doch Rhapsodie in Schwarz überrascht mit einer Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Stattdessen entwickelt sich eine neue Liebesgeschichte, die leiser, vorsichtiger und deutlich komplexer ist. Man spürt sehr stark die inneren Mauern der Protagonistin, ihre Unsicherheiten und die Angst, sich erneut auf Gefühle einzulassen. Gerade diese Zurückhaltung macht die Emotionen glaubwürdig und nachvollziehbar.
Auch wenn mir persönlich die emotionale Intensität des ersten Bandes etwas gefehlt hat, überzeugt dieser Teil durch eine starke Charakterentwicklung und eine neue Dynamik zwischen den Figuren. Die Geschichte wirkt reifer, ruhiger und nachdenklicher – weniger stürmisch, dafür tiefgründig.
Insgesamt ist Rhapsodie in Schwarz ein gelungener Abschluss der Dilogie. Trotz kleiner persönlicher Abstriche bleibt die Geschichte berührend und gut erzählt. Nach dieser Dilogie bin ich sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin und kann ihre Werke absolut weiterempfehlen.
- Karen Köhler
Miroloi
(193)Aktuelle Rezension von: Ellekens„Die tollste Inselgeschichte seit Robinson Cruso“ sagte Denis Scheck – und ich gebe ihm absolut Recht!
Die Geschichte spielt auf einer Insel, nicht näher benannt, die ein Volk beheimatet, das nach den strengen Vorschriften der Khorabel (Mischung aus Khoran, Thora und Bibel) lebt. Die Vorschriften sind archarisch und unterdrücken die Frauen, die z. B. nicht Lesen und Schreiben lernen dürfen. Ein Verlassen der Insel ist verboten und wird streng bestraft.
In dieses Dorf wird die namenlose Protagonistin als Neugeborenes in einer Bananenkiste in Zeitungen des letzten Sommers gewickelt vor die Tür des Bethaus-Vaters abgestellt. Dieser nimmt sich ihrer an, doch sie wird nie eine Teil der Gemeinschaft. Im Gegenteil: Sie schuftet, wird geächtet und beschimpft, erfährt physische und sexuelle Gewalt. Da sie kein „Stammbaum“ hat, darf sie nie einen Namen erhalten, nie heiraten und auch keine Familie gründen.
Doch sie lernt Lesen und Schreiben, verliebt sich und lehnt sich auf!
Miroloi bedeutet übersetzt „Rede über das Schicksal“ und ist ein von Frauen gedichtetes und gesungenes Totenlied (aus Wikipedia). Dieser Roman ist in Strophen aufgeteilt, das das Lebenslied der Protagonistin wiedergibt, das sie selbst singt, da es sonst keiner für sie tut.
Was ein besonderes Buch! Die traurige Geschichte besticht durch ihre Form, das Setting und die besondere Sprache. Ich empfand es als absolute Bereicherung in meiner „Lese-Bubble“ und empfehle es jedem! - Sarah Goodwin
Stranded - Die Insel
(217)Aktuelle Rezension von: cozyreadingdaysNachdem mir „Die Yacht“ bereits ganz gut gefallen hatte, war ich gespannt auf „Die Insel“ und dieses Buch konnte mich sogar noch mehr überzeugen.
In der Geschichte begleiten wir eine Gruppe von Menschen, die auf einer einsamen Insel stranden und plötzlich ums Überleben kämpfen müssen. Doch schnell wird klar, dass nicht nur die Insel selbst zur Gefahr wird. Auch innerhalb der Gruppe entstehen Spannungen und Konflikte, die die Situation zusätzlich erschweren.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Einerseits war die Geschichte durchgehend spannend und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Andererseits fand ich besonders interessant zu beobachten, wie sich die Menschen unter diesen extremen Umständen verhalten.
Gerade dieser Aspekt hat das Buch für mich ausgemacht. Es zeigt sehr eindrücklich, wie unterschiedlich Menschen reagieren, wenn sie an ihre Grenzen kommen, und wie schnell sich Dynamiken innerhalb einer Gruppe verändern können. Wem kann man vertrauen? Wer denkt zuerst an sich selbst? Und wie weit würde man gehen, um zu überleben?
Für mich war „Die Insel“ ein spannender Survival-Thriller, der nicht nur durch die Handlung, sondern vor allem durch die zwischenmenschlichen Konflikte überzeugen konnte.
- Anabelle Stehl
Breakaway
(345)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Breakaway von Anabelle Stehl behandelt ein Thema, das im New-Adult-Genre eher selten so deutlich im Mittelpunkt steht: Gerüchte, öffentliche Verurteilung und die Folgen, wenn Menschen sich vorschnell ein Urteil bilden.
Ich konnte gut nachvollziehen, warum Lia nach Berlin geflüchtet ist. Nach allem, was auf dem Campus passiert ist, wirkte ihre Entscheidung auf mich absolut verständlich. Besonders mochte ich, dass ihre Verletzlichkeit im Vordergrund stand und sie nicht einfach alles weggesteckt hat.
Noah war für mich dagegen ein echter Safe Place. Er hat Lia die Ruhe gegeben, die sie gebraucht hat, und die Beziehung zwischen den beiden hat sich angenehm langsam und richtig süß entwickelt.
Das Verhalten der anderen Studierenden und besonders ihrer ehemaligen Freundinnen fand ich grundsätzlich realistisch. An manchen Stellen war es für meinen Geschmack zwar etwas überzogen, trotzdem konnte ich nachvollziehen, was die Geschichte damit zeigen wollte.
Auch Berlin als Ort für einen Neuanfang hat für mich gut funktioniert und der Geschichte eine schöne Atmosphäre gegeben.
Leider hat mich das Buch insgesamt trotzdem nicht komplett gepackt. Weder Lias Vergangenheit noch Noahs Familiengeschichte konnten mich so fesseln, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Dazu kamen ein paar kleinere Längen, die den Lesefluss etwas gebremst haben.
Der Schreibstil hat mir dagegen wieder gut gefallen – angenehm flüssig und leicht zu lesen. Das Ende fand ich stimmig. Es gab keinen riesigen Cliffhanger, der mich sofort zum nächsten Band gedrängt hätte, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass die Geschichte gut abgeschlossen wurde.
Insgesamt ein schöner New-Adult-Roman mit wichtigen Themen und sympathischen Figuren, dem für mich aber das gewisse Etwas gefehlt hat.
- Charlotte Link
Einsame Nacht
(195)Aktuelle Rezension von: AJ_WilsonIch mag Thriller-Reihen in denen man mit der Zeit das Gefühl hat, die einzelnen Hauptcharakteren zu kennen. Link gelingt genau dieses meisterhafte Handwerk mit tollen Figuren und nervenzerreissender Spannung. Es ist mein zweiter Thriller von der Autorin und mit Linville in der "Hauptrolle". Spannend ist auch das langsame Aufdröseln der Psyche des Antagonisten. Sehr zu empfehlen, wenn man Suspense und auch winterliche Atmosphäre liebt.
- Hannah Häffner
Die Riesinnen
(197)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
60er Jahre: Liese lebt mit ihrem Mann Bernhard im Schwarzwald in dem kleinen Dorf Wittenmoos. Er arbeitet tagsüber im Schlachtbetrieb seines Vaters. Sie kümmert sich um das Haus. Sie ist von einfachem Gemüt, dafür ist ihre Statur für alle überragend – im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem träumt sie von einem Leben außerhalb des Dorfes.
Das ändert sich schlagartig, als sie ihre Tochter Cora zur Welt bringt. Das kleine Wesen, ihr so ähnlich und doch so anders, krempelt ihr Leben komplett um. Ihre Träume vom Leben außerhalb des Dorfes verschwinden, dafür macht sie sich Sorgen um ihre Tochter.
Als Bernhard auch noch plötzlich verstirbt, steht Liese vor der Herausforderung, ihrer Tochter eine gute Mutter zu sein und sich dann noch um den Familienbetrieb zu kümmern, wovon sie überhaupt keine Ahnung hat. Aber ihre Heimat in Wittenmoos gibt ihr mit als seinen Schattenseiten auch Halt und Bodenständigkeit.
Kann sie dieses auch ihrer Tochter vermitteln? Oder wird Cora Lieses Träume ausleben?
Mein Fazit:
Dieses Buch habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und ich habe es mit großem Interesse gelesen. Der Plot hörte sich interessant an.
Wittenmoos ist ein kleines Dorf im Schwarzwald. Die Bewohner sind erzkonservativ und Fremde werden vornehmlich so behandelt, dass sie sich auch noch lange fremd fühlen. Erst recht, wenn es Anlass für Klatsch und Tratsch gibt.
Liese ist mit Bernhard verheiratet und eigentlich liebt sie ihn gar nicht. Aber sie fügt sich in ihre Rolle und träumt von einem Leben woanders und spart heimlich dafür. Als ihre Tochter Cora geboren wird, ändert sich ihr Leben grundlegend. Denn nun muss sie Entscheidungen für mindestens zwei Personen treffen. Obwohl sie Sehnsucht nach anderes (oder anderen) hat, weiß sie, wo ihr Platz ist und was sie tun muss. Noch mehr, als ihr Mann plötzlich verstirbt und sie für ihre Tochter Cora allein verantwortlich ist.
Die Sprache der Geschichte ist eher umgangssprachlich und vermittelt beim Lesen das Gefühl, als würde eine Tante oder Oma die Geschichte um die drei Riesinnen erzählen. Die drei Frauen – drei Generationen – eint neben der Größe nur die Sehnsucht nach dem anderen. Der Umgang ist jedoch grundverschieden und auch ein wenig an die Zeit angepasst. Denn der Roman umfasst ca. 40 Jahre oder sogar noch mehr. Jahreszahlen werden eher nicht genannt, aber es werden Nebenschauplätze genannt, die auf eine gewisse Zeit schließen lassen.
Bis zur Hälfte hat mich die Geschichte um Liese, Cora und auch Eva mitgenommen, ich war gefangen in den Verwicklungen, in Lieses Kampf um die Existenz, die damals nicht einfach war und heute nicht weniger schwer ist. Mit der Enkeltochter kam so ein bisschen das Gefühl von Wiederholung auf, was ich sehr schade finde. Dennoch hat die Autorin die Atmosphäre gut transportiert und die Situationen mit den anderen Dorfbewohnern authentisch beschrieben. Das Ende war bisschen vorhersehbar. Trotzdem fühle ich mich gut unterhalten.
Ich vergebe vier Sterne und eine spreche eine Lese-Empfehlung aus.
- Colson Whitehead
Underground Railroad
(352)Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio
𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit?
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber.
Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅
Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊
Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei.
Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️ - Louise O'Neill
Du wolltest es doch
(243)Aktuelle Rezension von: OktodocIch muss vorneweg gleich mal anmerken, das mir hier eine Trigger-Warnung fehlt. Daher einmal ganz kurz, das Buch behandelt folgende Themen: Vergewaltigung, Depression, Mobbing, Slut Shaming, Victim Blaming.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven!
Die Zusammenfassung spare ich mir mal, wie immer :)
Der Anfang hat mir leider nicht so gut gefallen, ich bin schwer in die Geschichte reingekommen, weil es so viele Charaktere gab. Dafür habe ich das Buch aber schon vor den ersten hundert Seiten nicht mehr weglegen können.
Ich habe hier in den Kommentaren einige negative Kommentare zur Hauptcharakterin gelesen und muss sagen, das ich den Charakter für das Buch eigentlich ganz passend finde. Ich für meinen Teil konnte ihre Art gut nachvollziehen. Die Nebencharaktere waren dann nicht mehr so wichtig. Die meisten waren ein wenig "unsympathisch" aber ich glaube, das war von der Autorin so beabsichtigt. Das Buch ist möglicherweise etwas überspitzt dargestellt, die Eltern sind eine Katastrophe, die Freunde alle egoistisch, Emma total selbstverliebt. Es ist keine 0815 Alltagsstory sondern schon wirklich ein extrem.
Der Schreibstil war ein wenig gewöhnungsbedürftig aber auch das fand ich passend, da man ja in Emmas Kopf. Ich fand die Schreibweise daher sehr realitätsnahe.
Das Buch hat mich sehr schockiert, ich habe mit dem Thema keine Berührungspunkte aber mir ist beim Lesen teilweise richtig schlecht geworden und ich habe mich immer gefragt "Was, wenn ich das wäre?".
"Du wolltest es doch" ich auf jeden Fall kein Buch das man so schnell wieder vergisst. Das Thema wird eine Weile an mir hafte bleiben und regt auf jeden Fall zum nachdenken an.
Es lohnt sich übrigens das Nachwort und das Nachwort zur deutschen Ausgabe zu lesen ;)
- Karin Slaughter
Cop Town
(229)Aktuelle Rezension von: coffee2goDie Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere einbaut, somit eine sehr gelungene Kombination. Als Leser*in wird es durch die wechselnden Perspektiven nie langweilig, obwohl das Buch einen längeren Umfang aufweist. Themen wie Sexismus oder Rassismus und Polizeigewalt werden von der Autorin geschickt eingebracht, das kenne ich auch schon aus früheren Büchern von ihr.
Die Geschichte rund um den Polizistenmorden ist spannend aufgebaut und konstruiert und hat noch mehr im Hintergrund als man zuerst ahnt, je tiefer man gräbt, umso mehr Details kommen zum Vorschein. Das Thema wird komplex betrachtet und auch aufgelöst und somit bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Die Sprache ist direkt und ausdrucksstark und an manchen Stellen auch brutal und schonungslos.
- Gregor Gysi
Ein Leben ist zu wenig
(29)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Ich habe noch nie die Linke gewählt, auch nicht die Vorgängerin PDS und für die SED war ich erstens zu jung und zweitens auf der falschen Seite der Mauer. Ich bin auch in einigen Punkten anderer Meinung als Gregor Gysi. Trotzdem ist er mein deutscher Lieblingspolitiker. Seine Reden kann man verstehen, weil er jedes Thema ohne eine Flut von Fremdwörtern oder Fachbegriffen und auch ohne verschachtelte Bandwurmsätze behandelt. Er hat eine feste Haltung und dadurch eine beneidenswerte Selbstsicherheit, die manchmal zu einer gewissen Selbstgefälligkeit führt, die ihm aber gegönnt sei. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern ist er nicht arrogant, sondern sehr nahbar, oft selbstironisch, schlagfertig, manchmal sogar frech, aber immer sympathisch. Seine Autobiographie ist sehr interessant, vor allem die Geschichte seiner Eltern, aber auch seine eigene Kindheit, Jugend, Schule, Studium und seine Arbeit als Jurist haben mich sehr beeindruckt. Mein Highlight ist, wie er sich um den Wehrdienst gedrückt hat. 😄
- Deniz Ohde
Streulicht
(82)Aktuelle Rezension von: RadagastDieser Roman hatte mich von Anfang an voll abgeholt. Abgesehen von den Protagonisten, der Handlung und dem Schreibstil ging mir dieses Buch an mein Herz. Liegt daran das es Themen aufgreift die wenig spektakulär sind. Momente beschrieben werden die zwar auf den ersten Blick nicht relevant für die Handlung sind, aber im Gesamten alles abrundet.
Ein Vater der in seiner Blase gefangen ist. Sicherheit darin findet diese Blase nicht zu zerstören. Seine Verzweiflung trinkt er sich weg und auch um sozialen Abstand zu wahren. Die Mutter mit einer schwierigen Vergangenheit versucht mit ihren Möglichkeiten ein annehmbares Leben zu leben. Die Tochter selbst introvertiert und durchaus schlau sucht in ihrer Jugendzeit den Weg ins Leben zu finden.
Dieser Weg ist für die Tochter steinig. Lehrer, Nachbarn und Freunde werten sie teilweise ab. Vor allem ihren Schuljahre sind harte Jahre. Sie verlässt die Schule und kommt wieder zurück zur Abendschule. Von der Abendschule ins Gymnasium um das Abitur zu machen. Damit sie endlich etwas wert ist.
Der soziale Spießrutenlauf zeigt auf wie es ist anders zu sein. Anders zu sein dass man normal wirkt und doch nicht dazu gehört, weil man für andere gefühlt nichts tut. Dieses unsichtbar sein und doch mit schwimmen wollen auf eigene Art, lässt sie durch das gesellschaftliche Raster fallen.
Dieses Buch ist mein Highlight 2025. Dieser Roman hat mich berührt und an Stellen meiner Seele wo ich dachte: "Das hast du im Griff". - Antonia Blum
Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
(251)Aktuelle Rezension von: Ramona_DanielaHeute stelle ich dir Band 1 "Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder" von Antonia Blum aus dem Hörbuchhamburg vor.
Zum Inhalt:
Das erste Kinderkrankenhaus Berlins und zwei junge Frauen, die sich aufopferungsvoll um ihre kleinen Patienten kümmern
Berlin 1911: Die Schwestern Marlene und Emma Lindow können ihr Glück kaum fassen: Sie dürfen als Lernschwestern in der Kinderklinik Weißensee anfangen. Die forsche Marlene lernt schnell, die schüchterne Emma fühlt sich hingegen bald von ihrer Schwester zurückgesetzt. Denn Marlene hat sich gleich doppelt verliebt: in den vornehmen Assistenzarzt Doktor Maximilian von Weilert und in das noch junge Fachgebiet Kinderheilkunde. Sie ist fest entschlossen, selbst Kinderärztin zu werden.
Doch der Weg nach oben ist steinig, der in Maximilians Familie erst recht. Emma geht in ihrer Rolle als Kinderkrankenschwester auf und entfernt sich immer mehr von ihr. Erst als das Leben des kleinen Fritz Schmittke am seidenen Faden hängt, erkennen Emma und Marlene, dass sie zusammenstehen müssen, um ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen: den Kindern zu helfen.Meine Meinung:
Das Buch hat mich vom Klappentext angesprochen. Ich habe es mir dann als Hörbuch angehört und es konnte mich überzeugen. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme und bringt die Geschichte sehr dynamisch auf den Punkt. Auch der Schreibstil der Autorin ist bildlich und authentisch. Der Leser bekommt einen Einblick in die damalige Zeit. Mich konnten die Szenen im Krankenhaus mitreißen. An manchen Stellen war es sehr emotional, da die Charaktere mir von der Umsetzung auch so gut gefallen haben, dass ich alles mitfühlen konnte. Man wächst quasi mit den zwei Schwestern auf und begleitet sie ein großes Stück in ihrem Leben. Wahnsinn, was Frauen in der damaligen Zeit alles geleistet haben. Auch die Entwicklung der Geschichte bzw. der Charaktere fand ich durchweg gelungen umgesetzt.
Fazit:
Du interessierst dich für Geschichte und die damalige Zeit? Dann solltest du unbedingt einen Blick in das Buch werfen. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
- Kanae Minato
Geständnisse
(287)Aktuelle Rezension von: SchaninMir wurde das Buch empfohlen und geliehen, daher habe ich es gelesen, obwohl ich Krimis und Thriller eher selten lese. Ich war gespannt, da es auch der erste Roman eines japanischen Schriftstellers für mich war. Mich hat leider das Buch nicht fesseln können, ich fand es eher verstörend. Die allgemeine Stimmung des Romans war einfach nicht meins, alle Figuren blieben für mich auf Distanz und waren nicht greifbar. Der Schreibstil ist besonders, da er in Monologform geschrieben ist, was ich grundsätzlich auch gut gelungen fand. Mich hat es aber gestört, dass immer eine andere Figur aus dem Roman aus ihrem Blickwinkel erzählt. Auch das wäre gut umgesetzt als Stilmittel eine willkommene Abwechslung, nur fand ich, dass in diesem Buch dann der Mordvorgang mit anderer Wortwahl ständig wiederholt wurde, ohne neue Informationen daraus zu ziehen. Ich habe für die insgesamt 270 Seiten daher vergleichsweise sehr lange gebraucht.
- Shida Bazyar
Drei Kameradinnen
(178)Aktuelle Rezension von: venenorojoDieser großartige Roman handelt von Kasih, Hani und Saya, drei Freundinnen mit Migrationshintergrund, die in dem selben Stadtteil groß werden, die seit ihrer Kindheit viel Zeit miteinander verbringen, engste Vertraute werden, sich in- und auswendig kennen. Drei Freundinnen mit unterschiedlichen Charakteren, mit verschiedenen Ansichten und Wünschen, die zusammen lachen und weinen. Eines verbindet die drei mittlerweile jungen Frauen mehr als alles andere: der Alltagsrassismus, dem sie ausgesetzt sind und ihre differenzierte Art, damit umzugehen.
Shida Bazyar zeigt die unterschiedlichen, oft subtilen oder auch gar nicht böse gemeinten, Facetten des Alltagsrassismus und die diversen Möglichkeiten, mit diesen umzugehen. Sie verleiht ihrer Erzählerin Kasih eine Stimme voller Inbrunst und Wut, warum Menschen aufgrund ihrer Herkunft ständig hinterfragt werden, ja selbst von Antifaschisten, denn wozu betont man eigentlich, dass man Antifaschist ist?! Müsste das nicht normal sein? Und immer wieder hebt sie eines hervor: Dass der wichtigste Halt in unserer heutigen Zeit bedingungslose Freundschaft ist.
Dieses Buch ist das Beste, was ich seit langem gelesen habe, und offenbart zum Ende neben einem alles in Frage stellenden Plot Twist auch einige weitere Überraschungen.
Für mich ist Shida Bazyars Roman das Buch des Jahres 2021! - Jan Weiler
Kühn hat zu tun
(106)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)
ISBN-13: 978-3499266829
Preis: 11,00 €
Spannender Krimi und mehr
Inhalt:
Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet.
Meine Meinung:
Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt.
Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran. Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.
Die Reihe:
1. Kühn hat zu tun
2. Kühn hat Ärger
3. Kühn hat Hunger
★★★★★
- Mechtild Borrmann
Die andere Hälfte der Hoffnung
(78)Aktuelle Rezension von: EngelAnniIn "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.
Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.
Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.
Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut. Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.
- Ursula Poznanski
Invisible
(251)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDen Vorgängerband "Anonym" fand ich noch ein kleines bisschen spannender, aber auch dieser zweite Band hat mich sehr gepackt. Es geht um eine Serie grausiger Mordfälle. Die Täter sind schnell gefasst, die Motive aber völlig unzureichend. Wurden die Täter manipuliert?
Die Kommissare Nina Salomon und Daniel Buchholz ermitteln in ihrem zweiten Fall...
Ich mochte diesen Thriller sehr. Die Auflösung hat mich zwar nicht zu 100% überzeugt, trotzdem habe ich das Buch mit einem guten Gefühl beendet.
Schade, dass es nur diese zwei Bände gibt. Ich hätte gerne noch mehr von den beiden Kommissaren gelesen.
11.02.2026























