Bücher mit dem Tag "ausreißer"
28 Bücher
- Sara Pennypacker
Mein Freund Pax
(160)Aktuelle Rezension von: bibliophilaraWer meinen Artikel im August gelesen hat, weiß dass „Mein Freund Pax“ von Sara Pennypacker eines der ältesten Bücher auf meinem SuB ist. Gekauft habe ich das Jugendbuch 2017 in der Buchhandlung meiner Heimatstadt. Damals sagte die Buchhändlerin an der Kasse zu mir, dass ich mir mit diesem Buch etwas ganz besonders Schönes ausgesucht hätte. Vielleicht war das auch der Grund, aus dem ich mir dieses Buch immer für gut aufgehoben hatte. In anderen Buchblogs wurde das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 in den höchsten Tönen gelobt. Außerdem gehören Füchse, neben Eulen, zu meinen Lieblingstieren. Als ich vor Kurzem erfahren habe, dass im März die Fortsetzung mit dem Namen „Mein Freund Pax 2 – Die Heimkehr“ im Buchhandel erscheint, dachte ich mir, dass es nun allerhöchste Zeit ist, dieses Buch endlich einmal zu lesen.
Der zwölfjährige Peter lebt mit seinem alleinerziehenden Vater in den USA. Kurz nach dem Unfalltod seiner Mutter vor fünf Jahren hatte der damals siebenjährige Peter einen verwaisten Fuchswelpen in einem Bau gefunden. Diesen nahm er mit nach Hause, kümmerte sich um ihn und nannte ihn Pax. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Weil Peters Vater in den Krieg zieht, zwingt er seinen Sohn, Pax in einem Waldgebiet auszusetzen und bei seinem Großvater zu leben. Dort hält es der Junge aber nicht lange aus. Er beschließt eines nachts sich heimlich davonzuschleichen, um sich auf die Suche nach seinem Freund Pax zu machen.
„Der Fuchs spürte noch vor dem Jungen, dass der Wagen langsamer wurde.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Dieses wird im Präteritum aus der personalen Perspektive des Fuchses Pax erzählt, der zwar nicht viele Worte versteht, aber doch ein feines Gespür für Emotionen und seine Umwelt hat. Die Geschichte beginnt damit, dass Pax im Wald ausgesetzt wird. Auf fast 300 Seiten mit 34 Kapiteln fungieren Pax und Peter immer abwechselnd als personale Erzähler.
Peter ist ein 12-jähriger Junge, der irgendwo in den USA bei seinem Vater aufwächst. Mit örtlichen Angaben hält sich Pennypacker sehr zurück, aber an kleineren Indizien wie Erdnussbutter, Kojoten oder den menschlichen Vornamen lässt sich der Handlungsort zumindest mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf die USA begrenzen. Das Verhältnis zu seinem Vater ist eher schlecht, von Freunden wird hier nicht gesprochen. Seine engste Bezugsperson ist sein Fuchs Pax. Als das Tier ausgesetzt wird, verliert Peter den Boden unter seinen Füßen. Peter ist mit seinen 12 Jahren und 1,60m ein verhältnismäßig großer Junge. Er hat schwarze Haare, Segelohren und ist recht dünn. Zudem soll er optisch viele Ähnlichkeiten mit seinem Vater als Kind haben, was ihn nicht gerade beruhigt. Man könnte fast sagen, dass Peter eine tragische Figur ist, die ansonsten eher unauffällig wirkt. Er ist weder dumm noch intelligent. Weder arm noch reich. Weder mutig noch ängstlich. Weder hübsch noch hässlich. Er hat zwar eine Leidenschaft für Baseball, besonders zeichnet er sich aber durch seine Loyalität zu seinem besten Freund aus. Bei genauerer Betrachtung kann man zwischen Peter und Pax viele Parallelen erkennen, auch im Verlauf des Plots. So findet Peter Pax kurz nachdem er seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat. Genauso ist Pax verwaist. Er liegt als einziger noch lebender Welpe im Fuchsbau neben drei erkalteten Geschwistern. Seine Mutter wurde bei einem Streifzug von einem Auto überfahren. Und so teilen sich Peter und Pax das Schicksal die Mutter bei Autounfällen verloren zu haben. Eine weitere Parallele findet sich ganz zu Beginn der Trennung. Peter bricht schlecht vorbereitet von zuhause auf. Er vergisst eine Taschenlampe mitzunehmen und seine Lebensmittel reichen kürzer als erwartet. Trotzdem gibt er nicht auf und setzt seine Suche fort. Genauso harrt Pax an dem Ort aus, an dem er ausgesetzt wurde. Da er ein domestiziertes Wildtier ist, kommt er in der Natur nicht zurecht. Er weiß nicht, wie man eine Maus fängt oder wo er Wasser findet. So hungern Peter und Pax parallel und doch unabhängig voneinander, denn beide wünschen sich nichts mehr, als sich wiederzusehen.
Lange habe ich mich gefragt, welcher Krieg den Jungen und den Fuchs eigentlich trennt. Doch genau wie bei der Ortsangabe bleibt Pennypacker auch bei der zeitlichen Angaben vage. Zwar gibt es wieder Hinweise wie Turnschuhe, Jeans oder Kühlschränke, dennoch könnte das Buch genauso gut in den 1960ern spielen wie heute. Es ist nahezu zeitlos. Damit fällt der Zweite Weltkrieg allerdings weg. Deswegen dachte ich vorerst an den Vietnamkrieg, doch als der Fuchs Gray Pax erzählt, dass der Westen des Landes schon zerstört sei, fiel auch dieser als Option weg. Letztendlich bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass der hier stattfindende Krieg rein fiktiv ist. Vielmehr soll er eine rein symbolische Funktion haben. Der Krieg bricht aus und der Frieden wird am Straßenrand ausgesetzt, denn Pax ist Latein für Frieden. Generell trägt hier jeder Fuchs einen sprechenden Namen. Trotzdem hat es mich anfangs ein wenig gestört, dass der Krieg keinen historischen Hintergrund hat. Das Setting ist ansonsten so realistisch und authentisch, dass dieser fiktive Krieg es unnötigerweise entrückt. Je tiefer man jedoch in der Geschichte versinkt, umso mehr kann man darüber hinwegsehen, dass die USA hier tatsächlich Kriegsgebiet sein sollen.
Pennypackers Schreibstil ist unglaublich bewegend. Vor allem Pax‘ Perspektive ist so gestochen formuliert, dass man das Gefühl hat, die Welt mit geschärften Sinnen wahrzunehmen. Die Spitze einen Fuchsschwanzes, die kurz aus einem Gebüsch blitzt, kann man trotz aller Entfernung sehen. Eine Maus, die unter der Erde durch ihren Gang flitzt, kann man problemlos hören. Auch olfaktorisch und sensorisch wird einem der Wald aus einer sehr intensiven Perspektive gezeigt, sodass sich das Lesen wie ein Waldspaziergang anfühlt. Oder in Peters Fall wie ein kleines Abenteuer. Pennypacker beweist, dass man auch als Jugendbuchautorin eine von den Großen sein kann.
In „Mein Freund Pax“ geht es um viel mehr als nur um die Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem zahmen Fuchs. Es geht um Einsamkeit, Krieg, Gewalt, Tod und Umweltverschmutzung. Vereinzelt ist die Geschichte philosophisch angehaucht, und weiß mit ihrer Tiefgründigkeit immer wieder zu überraschen. Dabei ist die Atmosphäre von einer warmen Melancholie geprägt.Das Ende ist ebenso bittersüß. Der aufmerksame Leser hat möglicherweise eine Vorahnung, wie die Geschichte endet. Mich hat es zutiefst berührt. Seit Jahren ist es einer Geschichte gelungen, mir die Tränen über das Gesicht laufen zu lassen. Und dennoch war es das bestmögliche Ende, dass dieses Buch haben konnte. Als ich das letzte Kapitel gelesen hatte, war ich tieftraurig, dass „Mein Freund Pax“ nun vorbei ist.
„Mein Freund Pax“ von Sara Pennypacker ist weitaus mehr als ein Jugendbuch. Auch Erwachsene werden noch viel Freude an dieser vielschichtigen Lektüre haben. Die Geschichte von einem Jungen auf der Suche nach seinem Fuchs ist bildgewaltig, emotional und herzerwärmend gleichermaßen. Zwischen den Zeilen gibt es viel zu entdecken, wie beispielsweise Lebensweisheiten oder Sozialkritik. Klassens Illustrationen untermalen den melancholischen Nimbus und lassen den Leser tiefer in dieses wundervolle Werk eintauchen. Dass der sich hier abspielende Krieg erfunden ist und das Setting sich weder zeitlich noch örtlich in einen genauen Kontext bringen lässt, mag anfangs irritierend sein, tut dem Plot aber keinen ernstzunehmenden Abbruch. Zweimal hat mich diese Geschichte zu Tränen gerührt. Ich weiß jetzt schon, dass dieses kleine Meisterwerk noch lange in mir nachhallen wird. Deswegen möchte ich „Mein Freund Pax“ aus dem Jahr 2017 alle fünf Federn geben. Ich kann dieses Jugendbuch wirklich jedem altersunabhängig empfehlen. Denn die Literatur für Erwachsene hat die poetische Schreibkunst nicht für sich gepachtet. Selbstverständlich steht nun die Fortsetzung „Mein Freund Pax 2 – Die Heimkehr“ auf meiner Wunschliste.
- Nora Roberts
Licht in tiefer Nacht
(56)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Ich "las" das Buch als Hörbuch.
Am Anfang tat ich mich schwer, in die Geschichte reinzukommen, das änderte sich, als ich die Entführung von Alice hörte. Ein völlig gestörter Mann überwältigte sie, als sie als junges Mädchen auf dem Heimweg war, nahm sie mit dem Pikup zu sich in die Wohnung, sperrte sie mit einer Fußfessel in einen Keller und verging sich an ihr.
Es wechseln Sequenzen aus der Bodin Ranch - was zur Zeit vor sich geht - mit Sequenzen aus früheren Zeiten, wo Alice entführt wurde, bis ihr die Flucht gelang und sie völlig traumatisierte und ihrem Entführer hörig in einem Krankenhaus landet, wo ihr früherer Freund sie nach langen Jahren an einem Muttermal erkannte und die Familie informiert, die seit über 25 Jahren keine Ahnung hat, ob die Tochter, Enkelin, Schwester noch lebt.
Geschockt von der Erkenntnis, das da eine Frau sitzt, die nicht mal mehr weiß, wie sie wirklich heißt, entscheidet sich die Familie trotz allem, die nun mittlerweile über 40 Jahre alte Frau zu sich nach Hause zu nehmen.
Mit der Zeit taut Alice immer mehr auf, mit Hilfe von Therapeuten und lieben Menschen kommt sie in winzig kleinen schritten wieder zu sich selbst. Aber die Angst ist noch latent da, denn der Täter, der Entführer und Vergewaltiger ist nach wie vor auf freiem Fuß und mittlerweile gibt es Morde an zwei Mädchen, die - wie der Hörer/Leser erfährt - in direktem Zusammenhang mit der damaligen Entführung stehen.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst würde ich ja Spoilern.
Dies ist eine Geschichte gewesen, die mich zutiefst berührt hat. Sehr einfühlsam wird hier das Thema Trauma behandelt, wenngleich ich ehrlich gesagt denke, dass sich innerhalb dieser kurzen Zeit, die Alice wieder bei der Familie ist, eine dermaßen massive und langandauernde Traumatisierung kaum zu behandeln und aufzuarbeiten ist.
Ich war zuweilen schon sehr schockiert. Zwischendurch habe ich mich tatsächlich gefragt, warum ich mir das antue, das anzuhören. Es hielt mich einfach gefesselt - zumal ich dann auch wissen wollte, wer dieses beschissene Arschloch ist, der eine Frau so scheiße behandelt. Sorry, da fallen mir leider keine besser klingende Wörter dazu ein.
Ein gutes Buch für alle Menschen, die wissen wollen, was männliche Gewalt mit einer Frau macht oder vielleicht selbst ein Trauma wegen häuslicher Gewalt verarbeiten muss. Hier kann man sich so richtig triggern lassen, bzw. die eigenen Erlebnisse noch einmal betrauern und dadurch heilen.
- Makoto Shinkai
Weathering With You
(19)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstHodaka ist von zu Hause geflohen und will in der Metropole Tokyo einen Neuanfang wagen. Aus finanzieller Not arbeitet er als Redakteur bei einem okkulten Magazin. Während er in der verranzten Bar, die als Büro dient, über zweifelhafte Phänomene schreibt und zu abstrusen Interviews unterwegs ist, erlebt Tokyo den verregnetsten Sommer aller Zeiten. Da taucht ein neues Gerücht auf: ein Sonnenscheinmädchen soll den Sommer zurückbringen können, aber der Preis könnte hoch sein.
Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Es ist ziemlich melancholisch. Der allgegenwärtige Regen, die ziemlich verkrachten Existenzen, die Ausweglosigkeit des Lebens und die unausweichlichen Szenen, auf die die Geschichte hinsteuert lassen einen manchmal fast verzweifeln. Sie machen das Buch auch immer mal wieder langatmig. Vor allem: führt all das den Leser auf eine völlig falsche Fährte, sodass der Schluss einen kalt erwischt und einem erst die Augen öffnet, worum es hier tatsächlich geht – welche Art Geschichte hier wirklich vorliegt.
Da es immer wieder etwas langatmige Abschnitte gibt, kann ich dem Buch nur 4 Sterne geben, aber die Lektüre lohnt sich!
- Maike Maja Nowak
Wanja und die wilden Hunde
(38)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, weil es um Hunde geht und einen artgerechten Umgang mit ihnen. Doch meine Neugier wurde vor allen Dingen geweckt, weil die Geschichte in Russland spielt und tatsächlich passiert ist.
Heute ist Maike Maja Nowak eine berühmte Hundeflüsterin, aber alles fing mit Wanja an, einem wilden Hund, der sich ihr auf einer Reise in ein abgelegenes, russisches Dorf anschloss. Zwar liebte die Liedermacherin und Sängerin Hunde, doch sicher dachte sie damals noch nicht daran, einmal Hundetrainerin zu werden.
Wanja folgten weitere Hunde und so bekam Maja die Chance, ihr Verhalten zu beobachten. Die Hunde konnten sich frei bewegen, kommen und gehen, wann sie wollten, jagen und sich ihre Schlafplätze selbst aussuchen. Sie blieben wirklich freiwillig und allein das hat mich fasziniert.
In der Stille und Ursprünglichkeit des russischen Dorfes, wo ausschließlich über Sechzigjährige leben, findet Maja zu sich selbst. Sie deckt eigene Konditionierungen auf und setzt sich mit ihren Verlustängsten auseinander. Als in einem Jahr plötzlich ein Abschied dem anderen folgt, bricht ihre Welt zusammen. Sie kehrt nach Deutschland zurück und versucht einfach nur noch zu überleben, bis wieder ein Hund in ihr Leben tritt und den Weg zur Hundetrainerin ebnet. Ein ganz besonderes und berührendes Buch!
Am Ende sind noch einige Seiten mit Tipps speziell für Hundehalter angefügt.
- Susan Wiggs
Vertrau deinem Herzen
(13)Aktuelle Rezension von: Blueberry87Susan Wiggs hat mit "Vertrau deinem Herzen" ein wunderbar detailreichen, gefühlvollen Roman erschaffen.
Die arbeitslose Kate verbringt den Sommer mit ihrem Sohn im Ferienhaus der Familie. Bei ihrer Ankunft treffen sie auf Callie, die Unterschlupf im Haus am See gesucht hat. Auch ihr Nachbar JD birgt seine Geheimnisse und diesen Sommer müssen alle vier lernen über ihre Schatten zu springen und ihre Ängste zu überwinden.
Der Roman hat mir über aus gut gefallen. Susan Wiggs schreibt so anschaulich, das man sich die Natur und das Haus am See so gut vorstellen kann. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten sind wunderbar ausformuliert und nachvollziehbar. Es ist erstaunlich welche Entwicklung die Charaktere durchmachen.
Dieser Roman ist mehr als nur ein schnöder Liebesroman. Es geht um Freundschaft, Familie, um das Überwinden von Ängsten und das Vertrauen, welches man in sich selbst und in seine Familie haben muss.
- Mercedes Lauenstein
Blanca
(40)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Ich beneidete andere Kinder um ihre Normalität und ertappte mich gleichzeitig immer wieder bei dem Gedanken, wie schrecklich es sein musste, nicht wir zu sein." (S. 18)
Die 15jährige Blanca flieht vor dem Leben mit ihrer rast- und perspektivlosen Mutter.
Ihr Ziel: Karl und Toni in Italien, bei denen sie vor Jahren eine glückliche Zeit verlebt hat.
Blanca hat in ihrem jungen Leben schon viel mitgemacht und gelitten und sucht Zuflucht und Kraft in den guten Erinnerungen der Vergangenheit.
Die Gegenwart und ihre Lebenssituation sind deprimierend, geprägt von Armut und Vernachlässigung.
Wechselhaft, wie die Verfassung ihrer Mutter.
Wieder mal eine Roadtripstory, aber eine herausragend gut geschriebene.
Empfehlung.
- Astrid Korten
NO-NAME GIRL (OVERKILL - Die Fälle von Hauptkommissarin Mo Celta 2)
(56)Aktuelle Rezension von: dreamlady66Puh, in diesem harten Thriller verschwindet in München die 12jährige Greta.
Man sollte sie schnell finden, da es weitere Vermissten-Fälle gibt, das wissen Polizeihauptkommissarin Mo Celta und ihr Kollege Nico Braun von der Münchener Kripo, denn woher stammen die SkelettTeile, die in der Stadt verteilt gefunden wurden...?
Die Kommissarin Mo selbst hat noch Probleme mit dem Verschwinden ihrer Schwester vor Jahren...kein leichter Fall für das ErmittlerDuo!Das ge(n)i(a)le SchriftstellerDuo Korten und Silber (be)schreibt hier eine durchaus sehr spannende Geschichte.
In 32 kurzen Kapiteln geht es fesselnd und grausam zur Sache und der SpannungsBogen wird auf einem hohen Niveau gehalten und man selbst bekommt in besorgte Atmosphäre/Ängste...Damit ist dieses Thema sehr wichtig und sollte aufklärend für die Jugendlichen vorangetrieben werden.
Die beiden mir bestens und sehr geschätzen Autor:Innen haben dies mit ihrem gemeinsamen Buch wirklich überzeugend vermittelt, Chapeau!Deshalb vergebe ich hierfür gerne eine absolute LeseEmpfehlung mit der Bewertung von vollen 5*, merci!
- Ursula Poznanski
Layers
(55)Aktuelle Rezension von: JedidaWer Erebos, Cryptos, Thalamus, Elanus und Co. gelesen hat, wird Poznanskis Stil und ihre Art der Geschichtenentwicklung (und später -auflösung) rasch erkennen. Ich jedenfalls mag ihre Art, zu erzählen. Auch ihre Protagonisten überzeugen mich in der Regel und auch der Plot dieses Buch hat es in sich.
Es hätte sich nahtlos in Pageturner wie die o. g. einreihen können, zieht sich jedoch meines Erachtens nach ein wenig in die Länge. Gewisse Stationen Dorians hätten dem Leser erspart werden können, aber das ist im Prinzip auch mein größter Kritikpunkt. Ansonsten hat mich die Figur der Stella persönlich nicht überzeugt. Für mich wirkte sie wie eine beliebig austauschbare Statistin, die wenig eigenen Text hatte und je nach Belieben dazu diente, Dorian möglichst langsam an sein Ziel kommen zu lassen, in die eine oder andere Richtung. Sprich, Stellas gesamte Figur wirkte doch recht konstruiert.
Deswegen gibt es auch nur 4 Sterne. Ansonsten habe ich dem Sprecher sehr gerne gelauscht. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich wohl einige Seiten überblättert bzw. quer gelesen, um den Längen zu entgehen, das ging beim Hörbuch natürlich nicht.
Ansonsten ein durchaus hörenswerter Poznanski, wenn man ein bisschen Geduld mitbringt.
- James Patterson
Heart. Beat. Love.
(35)Aktuelle Rezension von: chipie2909„Was, echt?“ Das war mein erster Gedanke, als ich hörte, dass James Patterson, von dem ich bisher nur geniale Thriller kannte, dieses Werk verfasst hat. Mir war völlig unbekannt, dass einer meiner Lieblingsautoren auch ein Jugendbuch geschrieben hat und natürlich musste ich testen, ob er auch in diesem Genre so glänzt wie im Thriller-Bereich und für diesen Test habe ich mir das Hörbuch besorgt.
Doch um was geht es in dieser Story?
Axi ist im Grunde genau die Musterschülerin, wie sie im Buche steht. Sie liest unglaublich viel und die Noten in der Schule sind vorbildhaft. Doch plötzlich bricht sie aus ihrem Muster aus und fragt ihren besten Freund Robinson, ob er sie bei einem Trip quer durch die USA begleitet. Robinson muss nicht lange überlegen und anstatt einfach den Greyhoundbus zu nehmen, klauen sie eine Harley und fahren los. Sie genießen die Freiheit und nehmen alles mit, was geht, dennoch fragt sich Axi immer wieder, ob und wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch dann schlägt das Schicksal auf grausame Weise zu und aus ihrem Roadtrip wird die Reise ihres Lebens.
Mein Eindruck vom Hörbuch:
Das Buch wird gelesen von Maximiliane Häcke, die mir bisher unbekannt war. Dennoch mochte ich ihre Stimme auf Anhieb und sie hat die Protagonisten Axi und Robinson unglaublich gefühlvoll synchronisiert. Ich hätte mir keine bessere Stimme wünschen können und somit war ich von den ersten Sekunden an von der Story gefesselt. Das Buch ist gesplittet in zwei Teile. Im ersten Abschnitt begleitet der Leser/Hörer die unbeschwerte Zeit von Axi und Robinson, zwei Teenager, die erstmal so wirken als Millionen andere auch. Sie haben ihre Träume, Hoffnungen, Pläne, aber auch Zweifel und Ängste. Es hat mir großen Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Trip zu begleiten. Der Schreibstil von James Patterson lässt wie auch im Thriller-Genre nichts zu wünschen übrig und er schafft es, selbst mit einem Jugendbuch den Leser/Hörer so zu fesseln, dass man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht. Im zweiten Abschnitt schlägt das Schicksal zu und ich dachte nicht, dass mich dieser Teil noch mehr fesseln könnte, doch genau das geschah. Axi und Robinson sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich habe mit den beiden mitgefiebert, mitgelacht, aber auch mitgelitten. Leider war das Buch viel zu schnell zu Ende und ich fand es sehr schade, Axi nicht weiter begleiten zu können.
Fazit:
James Patterson beweist mit dieser rundum gelungener Geschichte, dass er nicht nur Thriller schreiben kann. Darüber hinaus ist Maximiliane Häcke meiner Meinung nach die perfekte Synchronsprecherin für „Heart. Beat. Love“. Dieses Buch ist etwas Besonderes: gefühlvoll, berührend und stimmt einen nachdenklich. Ich kann dieses Hörbuch jedem wärmstens empfehlen, dessen Herz berührt werden möchte.
- Nora "SnowWhite" Wolff
Bunter Hund
(34)Aktuelle Rezension von: Dex-aholicDas Cover und der Klappentext versprechen schon eine interessante Geschichte, die sich in dem Buch versteckt. Allein die Illustrationen, Cover mit inbegriffen, sind originell, einmalig und wirklich schön getroffen. Sie unterstreichen die ganze Geschichte zwischen Maxi und Vincent noch ein bisschen mehr und versüßen dem Leser das Lesevergnügen noch um einiges.
Die Story ist an sich schnell zusammen gefasst: Vincent hat früh seine Eltern bei einem Unfall verloren, wohnt bei seiner Oma, geht noch zur Schule und hält sich mit unterschiedlichen Nebenjobs über Wasser. Dann trifft er auf Maxi, der sich auf liebevolle, wenn auch gelegentlich nervige Art und Weise, einen Schlafplatz für die Nacht bei Vincent "ergaunert". Aus einer Nacht werden zwei und letztendlich gibt Vincent sich ganz geschlagen und toleriert Maxi sogar nicht nur in seiner Wohnung, er scheint ihn auch ins Herz zu schließen. Als Maxi dann auch noch mehr für ihn zu empfinden scheint, kann Vincent das gar nicht so recht glauben. Wer verliebt sich denn schließlich schon in so einen armen Schlucker wie ihn? Und dann auch noch so jemand wie Maxi?
Alles in allem ist das Buch wirklich süß romantisch und ein herzerwärmender Lesespaß. Wobei ich aber sagen muss, dass mir die beiden das ein oder andere Mal doch auf den Keks gingen mit ihren gewaltigen Dickköpfen! Auch einige Aspekte, die ziemlich vorhersehbar waren, haben den Spaß ein wenig genommen zum Ende hin. Nichtsdestotrotz kann ich "Bunter Hund" empfehlen, wenn man einen leichten, romantischen Lesespaß sucht. - Katherine Rundell
Sophie auf den Dächern
(4)Aktuelle Rezension von: SeelensplitterMeine Meinung zum Hörbuch: Sophie auf den Dächern:
Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt findet ihr wie immer auf meinem Blog :)
Inhalt in meinen Worten:
Sophie wurde mit einem Jahr gerettet. Sie lag in einem Kasten wo einst ein Cello lag. Als es zu einem Schiffsunglück im Ärmelkanal kommt, denken alle, das Sophie ein Waisenkind ist. Doch sie ist da ganz anderer Meinung und es zieht sie nach Paris, dort möchte sie ihre Mutter finden. Doch stattdessen findet sie erst einmal Kinder, die auf Dächern leben.
Dort erlebt sie eine bunte Mischung an Abenteuern, Aufgaben und lernt, dass manche Abenteuer nicht nur schön sind.
Wird sie ihre Mutter finden?
Wird sie die Wahrheit heraus finden?
Wie empfand ich das Hörbuch:
Sprecherstimme:
Meret hat eine sehr interessante Art zu sprechen. Einerseits liest sie wirklich ganz gut das Buch, dann gibt sie den verschiedenen Szenen aber auch eine Dramatik, die wirklich passend ist. Hin und wieder schlüpft sie auch in die verschiedenen Rollen, die man im Buch findet, damit man als Hörer schneller versteht, wo sie gerade steht.
Was mich aber manchmal etwas irritiert, dass sie manche Sätze etwas quitschig spricht. Aber das ist selten der Fall. Doch jedes mal schrecke ich dadurch etwas hoch und bin somit auch wieder direkt näher am lauschen. Also einerseits weckt es auf, wenn man gerade mal etwas wegdämmert, andererseits erschrak ich dadurch hin und wieder.
Und genau diese Mischung ihrer Stimme macht das Hörbuch zu einem schönen Hörerlebnis.
Dazu fand ich es toll, dass Audiolino hin und wieder auch zwischen den verschiedenen Szenen Musik eingebaut hat, die einen sofort nach Paris entführt.
Geschichte:
Die Geschichte ist total spannend, und sie spielt wunderschön mit der Sprache. Dabei kann man das staunen, das wünschen und das Leben von Sophie richtig mitfühlen, mitempfinden.
Allein als sie auf den Dächern umherturnte, wollte ich sie am liebsten da runter holen, und gleichzeitig gern mit auf dem Dach herum klettern und die verschiedenen Kinder die sie dort trifft, kennen lernen.
Dabei ist ein guter Freund den Sophie auf dem Dach kennen lernt eine richtig tolle Figur. Einerseits unnahbar, andererseits ein tiefes Wasser. Ein Wasser das nicht ruhig ist, sondern Turbulenzen mit einbaut.
Die Geschichte um das Schiffsunglück, sowie ein Foto macht klar, in welcher Zeit man in etwa sich begibt, ich vermute irgendwie das 1800 Jahrhundert. Ob das natürlich wirklich so ist, kann ich euch nicht mit Bestimmtheit sagen, denn das wird nicht wirklich erwähnt.
Charaktere:
Sophie ist ein Mädchen, das mich ein klein wenig an die Rote Zorra erinnerte. Und dann wiederum an Sophies Welt. Sie ist ein neugieriges Mädchen, und gleichzeitig möchte sie lernen, entdecken und finden. Das macht das Mädchen richtig lebendig.
Die anderen Charaktere werden mir mehr oder weniger näher vorgestellt und ich kann mich mit ihnen mehr oder weniger auseinander setzen. Manche sind eher blasser, andere sind dagegen so bunt und schillernd dass man sie lieb gewinnt und daraus eine Perle formen kann.
Spannung:
Für mich war die Spannung nicht ganz von Anfang an gegeben dafür hat aber der Wortwitz, die Liebenswürdigkeiten und die tollen Sätze, die ich hören durfte, mich verzaubern dürfen.
Als es dann natürlich irgendwann auf das Ende zuging, war es immer spannender und ich war immer faszinierender. Jedoch gab es einen kleinen Cliffhänger, so das ich nicht weiß, ob es nicht doch noch einmal einen neuen Teil zu Sophie geben wird.
Empfehlung?
Auf jeden Fall.
Wer auf Abenteuer, Mädchen die wissen was sie wollen und Freundschaften steht, sollte zu diesem Hörbuch greifen. Dazu kommt noch die Liebenswerte Stimme von Merete.
Sterne:
Ich gebe diesem Hörbuch 5 Sterne - Rega Kerner
Wer Schiffe klaut, kriegt nasse Füße (Die Schiffsdiebinnen 1)
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Michael Meinert
Im Aufstand
(19)Aktuelle Rezension von: nicole8684Schlesien im Jahre 1905. Franziska von Wedell und ihre Freundin Julie von Götzen müssen mehr oder weniger freiwillig ihr Internat verlassen, zu aufmüpfig war ihr Verhalten. Franziska - Komtess von Wedell - entflieht dem frommen, streng gläubigen Elternhaus. Zu allem Überfluss verbietet der Vater ihr die erträumte medizinische Ausbildung. Zu sehr fürchtet er die Reaktionen der Standesgenossen und überhaupt ist dies nicht mit seinen strengen Glaubensregeln zu vereinbaren. Die Waise Julie möchte der gefühlskalten Großmutter entfliehen, die sich leider überhaupt nicht für sie interessiert. Gemeinsam wollen sie nach Deutsch-Ostafrika reisen, um dort sich dort ein Leben aufzubauen. Genauer gesagt beim Onkel von Julie, den dortigen Gouverneur der Kolonie. Dieser ist nicht sonderlich erfreut darüber und nur mit Wagemut, Sturheit und Erfindergeist finden die beiden Mittel und Wege in Afrika zu bleiben. Während ihrer Reise treffen die zwei auf so manches Hindernis, beginnend bei der Abreise bis hin Maji-Maji-Aufstand. „Im Aufstand“ trifft somit in mehrerlei Hinsicht auf die Geschichte zu.
Der oben beschriebene Band ist bereits der vierte Teil der „Hochwald-Saga“, doch kann er durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist.
Ich habe mich recht schnell in die Handlung hinein gefunden. Auch für einen Nichtkenner der Saga sind Orte und Personen so gut beschrieben, dass man sich alles genau vorstellen kann und gut in die Geschichte rein kommt. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es nicht mal schnell durch lesen kann. Mit über 600 Seiten ist der Wälzer eher umfangreich.
Der Schreibstil von Michael Meiner ist besonders hervorzuheben. Flüssig, abwechslungsreich, detailliert sowie auch bildhaft und einfühlsam mit einer überaus guten Grammatik. Die Dialoge sind gut gestaltet, sprachlich zeitgemäß angepasst und gekonnt bringt der die verschiedenen Sichtweisen in unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen. Detailreich werden die Orte und Szenen beschrieben, man kann sich das alles sehr genau vorstellen. Auch der Spannungsbogen ist dem Autor gut gelungen. Er zieht sich wirklich durch den kompletten Wälzer und ist selten vorhersehbar. Man fühlt mit den Charakteren mit, leidet mit ihnen und fiebert mit ihnen mit. Gelegentlich war es mir etwas zu viel Dramatik.
Der Autor hat ein durchweg tiefgründiges Werk geschaffen, christliche Werte haben einen sehr hohen Stellenwert eingenommen. Die Charaktere verkörpern die Glaubensthemen sehr überzeugend und tiefgründig. Aber auch die eher nicht gläubigen Leser finden sich in den doch alltäglichen Problemthemen wieder. Konflikte zwischen Eltern und Kindern sowie den Generationen allgemein, Freundschaft, Vergebung und Einsicht sind nur eine der Blickwinkel. Egal aus welcher Perspektive der Leser die Geschichte betrachtet, definitiv schafft es der Autor zum Nachdenken anzuregen.
Die Charaktere in diesem Buch hat der Autor wirklich gut gestaltet, sehr realistisch, detailliert und haben sich gut ergänzt. Man kann eigentlich immer gut nachvollziehen, warum ein Charakter so handelt, wie er handelt. Es war schön zu lesen, dass allen genügend Platz für deren Entwicklung gegeben wurde, man konnte diese wirklich gut miterleben.
Man merkt, dass der Autor für sein Werk sehr viel recherchiert hat.
Durch sein Vorwort ermöglicht der Autor seinen Lesern einen gelungen Einstieg in die Komplexe Geschichte, sodass man den Ereignissen rund um Franziska und ihrer Freundin leicht folgen kann.
Auch zum Schluss findet der Autor nochmals Platz, um ein wenig auf die historischen Fakten einzugehen und diese von seiner Fiktion anzugrenzen. Zusätzlich findet man etliche Extras wie eine Auflistung der militärischen Grade, eine Übersetzung der genutzten Suaheli-Wörter sowie einer Karte.
Dieses Buch ist durchaus empfehlenswert, auch wenn es mich persönlich nicht reizt, den Rest der Saga zu lesen. - Andreas Thamm
Heldenhaft
(21)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch muss zugeben, dass mich vorrangig das Cover zum Kauf angeregt hat. Der Klappentext war interessant, so dass ich eben zum Kauf animiert wurde.
Anfangs muss ich leider sagen, dass es sehr lange gebraucht habe, bis ich mit dem Buch und den Protagonisten warm wurde.
Leider zeigt sich der Anfang sehr zäh und macht es nicht einfach an der Story dranzubleiben.
Erst nach und nach kommt man rein, aber da ist man schon locker Mitte vom Buch.
Es scheint alles doch sehr konstruiert und recht leicht dahingeschrieben, so dass es wie ein Bericht wirkt an manchen Stellen.
Wenig Details, wenig Gefühl, aber viel Handlung ohne Rahmen.
Sicher gibt es auch hier eine Art Spannungsbogen, aber leider sehr flach und endet im Ende.
Story könnte an sich inhaltlich gutwerden, aber da fehlen definitiv starke Adjektive und Tiefgang.
Leider.
Die Lotushöhlen
(1)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt:
Marty und Steve sind beide 14 Jahre alt und leben 2068 in der Mondkolonie. Diese besteht aus einer einzigen, nicht allzu großen Kuppel. Jeder kennt jeden und obwohl es Freizeitangebote gibt, sind die Möglichkeiten beschränkt. Marty vermisst das freie, bunte Leben auf der Erde, obwohl er auf dem Mond geboren wurde. Sein neuer Freund Steve, der als Eigenbrötler gilt, fordert Martys Neugier und Abenteuerlust heraus. Zuerst begehen sie zusammen einen harmlosen Streich. In dessen Folge finden die beiden in einem Mondfahrzeug einen Schlüssel vor, welcher die Umkreisbeschränkung des Mondfahrzeugs aufhebt. Sie packen die Gelegenheit am Schopf und erkunden den Mond. Dabei geraten sie in die Lotushöhlen. Bisher unentdeckt von der Menschheit lebt dort eine außerirdische Lebensform.
Bewertung:
Die Geschichte läßt sich gut verfolgen, obwohl sie weniger ereignisreich und spannend als andere Romane von John Christopher ist. Es gibt wenige Höhepunkte in der Handlung und der Schwerpunkt liegt in Beschreibungen: Wie sieht die Mondstation und die Landschaft aus? Wie lebt es sich auf dem Mond? Wie verläuft die Reise? Wie sieht es in den Lotushöhlen aus? Meine Vorstellungskraft wurde damit überfordert. Ich konnte mir die Route durch die Mondlandschaft räumlich wenig vorstellen. Allerdings hatte der Autor sehr viele Ideen für die Lotushöhle und die Formen des außerirdischen Lebens, die einige Faszination haben. Die eigentliche Entdeckung ist jedoch wortwörtlich unspektakulär; der Autor lässt diese den Leser nicht
Marty und Steve stürzen mit ihrem Fahrzeug ab und in die Lotushöhle hinein. Dabei werden sie jedoch bewußtlos und als sie wieder zu sich kommen, wissen sie daher nicht, wo sie sich befinden.
Vielmehr müssen Marty und Steve sowohl die Ausdehnung der Höhlen als auch deren Geheimnis mit der Zeit entdecken. Ich hatte den Eindruck, dass John Christopher bei dieser Geschichte die psychischen Vorgänge das Wichtige waren. Marty findet die Höhlen bedrohlich. Dieses Gefühl sprang auf mich kaum über. Das mag auch an Steve liegen, der für die Schwere der Ereignisse sehr cool wirkt. In diesem Roman hat John Christopher eine Aussage dazu gemacht, wieso er (so oft) zwei Jungs als Protagonisten gewählt hat: Zu zweit ist alles gleich besser. Andererseits bringt er durch die teils gegensätzliche Haltung der beiden und durch ihre Rivalität eine gewisse Spannung in die Beziehung und es erlaubt ihm, die Handlung mit weiteren Aspekten wie persönlicher Reifung zu bereichern. Mir stellte sich die Frage, ob es einen biografischen Hintergrund gibt. So sehr es mir gefallen hat, dass John Christopher diese Aussagen gemacht hat, ist mir in diesem Buch auch positiv aufgefallen, wie geschickt er Andeutungen macht, zum Beispiel wenn...
er uns wissen lässt, dass Marty und Steve die Musik in der Lotushöhle nicht mögen, und er uns später wissen lässt, dass die Pflanze diese Musik erlernt hat, stolz darauf ist und sie herrlich findet. So wird deutlich, dass die drei Lebewesen nicht wirklich zusammenpassen.
Das Ende hat mir auch gut gefallen. In gewisser Weise ist es für mich ein Happy End. Insgesamt vergebe ich vier Sterne für diesen Roman.
- Nicola Förg
Mittsommerwind – Neue Chancen
(17)Aktuelle Rezension von: MarieLauraEin schönes spannendes Pferdeabenteuer in Schweden. Die drei Freundinnen Ida, Anna und Larissa stiften schon einiges an Chaos während ihres Ferienaufenthaltes auf dem Gestüt von Idas Mutter um dieses zu retten. Obwohl es bereits der zweite Teil dieser Serie ist, haben wir uns problemlos in die Handlung eingefunden. Von uns gibt es eine klare Leseempfehlung!
- Rega Kerner
Wer Schiffe klaut, kriegt nasse Füße
(2)Aktuelle Rezension von: KerstinMCBei dem Cover konnte ich einfach nicht nein sagen. Ein gezeichnetes Boot, ein Mädchen am Bug und vorne ein Bild von einer jungen Frau, die in ein Steuerrad beißt. Das Bild hat mein Seefahrerherz sofort höher schlagen lassen und ich wollte unbedingt wissen, was sich hinter dem Titel „Wer Schiffe klaut, kriegt nasse Füße“ verbirgt.
Für mich war die Geschichte ein spannendes Jugendabenteuer, das man so auf keinen Fall nach machen darf. Sehr schön finde ich dazu auch den Hinweis der Autorin am Ende der Geschichte. Doch worum geht es eigentlich? Das Buch handelt von zwei 17 jährigen Freundinnen, die aus zwei ganz unterschiedlichen Elternhäusern in Bremen stammen. Sie sind seit Kindertagen eng befreundet und gehen zusammen durch dick und dünn. Karla ist das Abenteuer und Risiko in Person. Sie sorgt dafür, dass das geordnete Leben von Lara regelmäßig aus der Bahn geworfen wird. Zusammen kapern sie ein Boot und stellen ihre Freundschaft auf eine harte Probe.
Ich habe mich beim Lesen einfach gut amüsiert. Ich bin in Gedanken den Mädels in ihrem Boot, der Noortje auf der Landkarte gefolgt. So hatte ich ein ungefähres Bild vor Augen, wo sich die zwei gerade befinden. Wobei ich irgendwie auch immer ein Bild von Rhein und Mosel im Kopf hatte, wie dort die Binnenschiffe aneinander vorbeifahren. Vermutlich liegt das an unserer Flusskreuzfahrt, die wir im letzten Jahr dort unternommen hatten. So hatte ich vom Schleusen ein ganz genaues Bild vor Augen. Und musste schmunzeln, wie Lara von einem Poller zum anderen hechtet, damit die Leinen beim Schleusen nicht zu fest werden. So einen Vorgang muss man einfach mal selbst erlebt haben. Das habe ich im kleinen schon auf der Müritz mit dem Kanu erlebt und auch im großen auf dem Panamakanal. Ich finde es immer wieder faszinierend.
Für mich war es eine unterhaltsame Geschichte, die mich auf mein liebstes Fortbewegungsmittel gebracht hat. Es ist ein Buch mit Abenteuer und ganz viel maritimen Flair, also genau das richtige für kleine und große Seefahrer. Wer Lust hat ein wenig auf der Weser zu Schippern, der ist hier genau richtig.
- M.V. Carey
Die drei ??? und der höllische Werwolf
(10)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieser Fall ist ganz gelungen, auch wenn er keiner meiner Favoriten ist. Das Geheimnis um Lucille finde ich ganz spannend und auch die Teddybärenrätselei. Manche Situationen in dieser Geschichte sind schön brenzlig und laden zum Mitfiebern ein.
Allerdings finde ich es ein bisschen schade, dass der Werwolf nur als Randfigur auftritt und über Werwölfe kein wirklich brauchbares Wissen aus Bobs Wissensschatz vermittelt wird, wie es sonst so oft der Fall ist.
- Anders Roslund
Blinder Glanz
(14)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSven Sundkvist wird an einem grausamen Tatort gerufen. Eine verstümmelte Leiche liegt im Krankenhauskeller. Es gibt viele Spuren, aber irgendwie führen alle ins Nichts. Zeitgleich verfolgt er einen alten Fall, wo ein Kind verschwunden ist und endlich scheint es eine Spur zu geben. Es geht unter die Erde von Stockholm und die Spur führt den Kommissar in die Katakomben der Stadt und was er hier vorfindet wird ihn bis ins Mark erschüttern. Grausam spannend, Nerven zervetzend und mit vielen Überraschungen haben Roslung & Hellström einen grandiosen Thriller verfasst!
- Ilona Einwohlt
Erdbeersommer - Unterm Sternenhimmel
(13)Aktuelle Rezension von: Mania23Liv freut sich schon total auf die Sommerferien bei ihrer Tante am Friesenhof. Doch dann richtet ein Sturm massives Unheil an und das geliebte Pferd von Liv soll verkauft werden, ebenso wie das von ihrem besten Freund Finn. Da wollen die beiden nicht tatenlos zusehen und hauen kurzerhand ab. Auf ihrer Flucht erleben sie das eine oder andere Abenteuer und entdecken ihre Gefühle für einander. Als Hauke, das Pferd von Liv, krank wird, beschließen Liv und Finn, dass es Zeit wird, wieder nachhause zu gehen. Dort hat sich einiges geändert und es gibt auch eine Lösung für den Friesenhof, aber ob wirklich alle so damit zufrieden sind...
Meine Tochter hat das Buch gelesen und war total begeistert. Sie ist genauso ein Pferdefan wie Liv und konnte gut nachvollziehen, wie es Liv und Finn ergeht, als sie erfahren, dass ihre Pferde verkauft werden sollen. Sie konnte sich gut mit den beiden identifizieren und hat den Roman richtiggehend verschlungen. Laut ihr ist dieser Roman ein absolutes Muss für alle Pferdefans.
- James Frey
Strahlend schöner Morgen
(120)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderFakten und Zahlen über Los Angeles anfängt. Man bekommt so einen guten Einblick und versteht auch die Entwicklung und Veränderung der Stadt. Irgendwann nervt es aber, auch wenn man auf drei Seiten Namen und Zahlen präsentiert bekommt, dass sind etwas zu viel Fakten. Die >Helden< des Buches sind alle geblendet vom amerikanischen Traum, vom Leben im wuseligen Los Angeles. Ob Einwanderere oder schwule filmstars, Obdachlose oder frisch Verliebte. Sie alle wollen ihr Glück finden und auch Karriere machen. Meist gibt es aber viele Stolpersteine und die Ziele geraten in weite Ferne. Was am Anfang noch echt Laune macht und interessant ist, wird leider immer langweiliger und düsterer. Gewaltorgien, ausschweifender Sex überlagern die anfangs tolle Erzählkunst und die gut begonnenen Storys. Sehr schade eigentlich...
- Melissa C. Feurer
Die Ausreißer – Sehnsucht nach Meer
(20)Aktuelle Rezension von: annisleseweltNele, Lars, Angel und Noah verbindet das sie sich alle in ihrem Umfeld nicht wohl fühlen.
Es hat unterschiedliche Gründe, doch sie alle sind verletzt und tragen Wunden in sich und so nehmen sie sich eine "Auszeit" und "reisen" ans Meer.
Dabei lernen sie sich kennen, aber mehr noch sich selbst.
Ein fesselndes Jugendbuch das mir Freude gemacht hat. Am meisten habe ich mich mit Nele verbunden gefühlt, doch auch Noah und Lars waren wundervoll charakterisiert. Einzig Angel blieb mit etwas fremd, vielleicht weil ich mich nicht so in sie hineinversetzen konnte.
Dieses Buch zeigt das Gott alles in der Hand hält und es auch in schwierigen Zeiten Dinge gibt für die man dankbar sein kann.
"Die Ausreißer - Sehnsucht nach Meer" ist ein sehr spannendes Buch über junge Menschen die verzweifelt sind und Frieden suchen.
Melissa, dir ist ein tolles Werk gelungen - danke für die Möglichkeit dieses Buch zu lesen, es ist nämlich sehr lesenswert, unterhaltsam, mit Freuden und Nöten, Abenteuern und Zusammenhalt.
Ich finde es rundum gelungen.
- Jutta Richter
Hinter dem Bahnhof liegt das Meer
(1)Aktuelle Rezension von: pardenTRÄUME VS. HÄRTE DES LEBENS...
Neuner will ans Meer, dorthin, wo es warm ist und die Zitronen wachsen. Ohne Geld kommst du nicht weit, erklärt Kosmos, der Stadtstreicher, dem er sich angeschlossen hat. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem nötigen Reisegeld. Doch das Einzige, was Neuner verkaufen könnte, wäre sein Schutzengel. Aber den gibt man ja wohl nicht her. Oder doch?
Neuner hat kein leichtes Leben. Seit 'der Neue' seiner Mutter zu Hause das Sagen hat, versucht Neuner unsichtbar zu sein. Zu oft schon hat er wegen Nichtigkeiten Prügel einstecken müssen. Und nicht nur er - jeden Abend, wenn 'der Neue' genügend Bier getrunken hat, geht er auch auf Neuners Mutter los. Doch eines Abends geht er zu weit und schlägt sie bewusstlos. Neuner ruft den Rettungsdienst und verschwindet dann nachdem seine Mutter ins Krankenhaus gebracht wurde. Er wäre der nächste, das ist mal sicher.
Zu seinem Glück trifft Neuner bald darauf auf Kosmos, einen Obdachlosen, der recht verschlossen ist, der den Kleinen aber unter seine Fittiche nimmt. Neuner verrät ihm seinen sehnlichsten Wunsch: einmal ans Meer zu fahren. Kosmos weiß, das kostet viel Geld - doch die beiden haben nichts. Es reicht alles gerade mal für das tägliche Essen. Als die beiden die Bekanntschaft der 'Königin von Caracas' machen, der angesehenen Besitzerin des gleichnamigen Restaurants, bietet diese ihnen an, ihnen das Geld zu geben - wenn die beiden ihr etwas verkaufen würden, was ihnen lieb und teuer ist.
Da ihre Taschen leer sind, bleibt eigentlich nur, der Königin Neuners Schutzengel zu verkaufen - denn der ist immer bei ihm, und der Junge kann sich ein Leben ohne dessen Schutz gar nicht vorstellen. Doch der Traum vom Meer ist groß, mittlerweile träumen ihn beide, Neuner und Kosmos, und was soll man sonst tun? Also verkauft Neuner den Schutzengel schweren Herzens - und bereut es schon bald. Nicht nur, dass er sich nun vollkommen schutzlos fühlt - auch Kosmos verschwindet. Mit dem Geld...
Für ein Kinderbuch hat sich Jutta Richter hier einige harte Themen gewählt. Häusliche Gewalt, Obdachlosigkeit, Prostitution, Einsamkeit, Angst sind jedenfalls keine typischen Inhalte für ein Kinderbuch. An manchen Stellen musste ich trotz möglichst sensibler Schilderungen schlucken bei der Vorstellung, ich hätte dieses Buch als Kind gehört (Empfehlung: ab 9 Jahre). Aber Vertrauen, Freundschaft, Zusammenhalt, Verantwortung, Träume und Hoffnung stehen diesen harten Themen gegenüber, und Jutta Richter sorgt letztlich dafür, dass es ein Kinderbuch bleibt. Vielleicht ein wenig im Stile eines modernen Märchens.
Jutta Richter liest die ungekürzte Hörbuchausgabe (2 Stunden und 11 Minuten) selbst und erinnerte mich in ihrem Vortrag passagenweise an die Schauspielerin Katrharina Thalbach, die ich als Hörbuchsprecherin sehr schätze. Deshalb gefiel mir auch die Lesung von Jutta Richter sehr gut. Bei einer Autorenlesung mag ich, dass die Betonungen zwangsläufig so ausfallen, wie vom Autoren*in gewünscht.
Ein ungewöhnliches Hörbuch, teilweise unbequem durch die angeschnittenen Themen, gleichzeitig aber zumindest für ältere Kinder dadurch auch gerade interessant. Und das Cover von Quint Buchholz - hach... ♥
© Parden























