Bücher mit dem Tag "aussagen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aussagen" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (418)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Frank Hebert erzählt über Paul den Auserwählten der Prinz in den Königshaus Artis ist . Sein Vater wird umgebracht bei ein Mordanschlag auf ihn sein Mutter und er Müssen flüchten in die Wüste und Finden Zuflucht bei dem Framen. Tolle Story gute Figur Entwicklung spannen erzählt. 

  2. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.685)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Manchmal echt verwirrend wie Bernhard Schlink geschrieben hat. Ich musste erst einmal damit klar kommen, dass er aus verschiedenen Zeitformen innerhalb eines Kapitels schreibt.
    Er schreibt aus der Sicht des Jungen.
    Einmal schreibt er von seiner Erinnerung mit Hanna, was in der Vergangenheit liegt und zum anderen wechselt er in die Gegenwart. Das war anfangs verwirrend, aber damit kam ich schnell zurecht und hatte begriffen, dass er seine Geschichte, die er erlebt hat erzählte.

    Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und innerhalb der Geschichte geht ein roter Faden durch. Es ist zwar etwas anders geschrieben, aber dennoch sehr interessant. Die Protagonisten sind faszinierend geschildert.
    Das Ende hat mich echt überrascht und damit habe ich gar nicht gerechnet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch gut finden würde. Die Story ist wirklich interessant und spannend. Der Sprachstil natürlich ein anderer als in der heutigen Zeit. Aber dennoch ein guter Klassiker.

    Von mir gibt es 4 Sterne.

  3. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (787)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof des Danners in Tannöd und vom Mörder fehlt jede Spur.

    Es ist etwas schwierig wirklich etwas über die Charaktere zu sagen, da die Geschichte zu größten Teilen aus Zeugenberichten besteht und man auch sonst nicht viel über die Charaktere erfährt. Das was man jedoch erfährt ist so abgedroschen, dass es irgendwie schon wieder echt für die Zeit und den Ort anfühlt.

    Dann zum Schreibstil der war wohl das speziellste an der Geschichte. Sie besteht zu größten Teilen wie gesagt aus Zeugenberichten, dort hatte ich auch jedes Mal das Gefühl, dass die beschriebene Person das wirklich so erzählen würde. Der restliche Teil besteht aus verschiedenen Sichten innerhalb und außerhalb der Familie. Das ganze ist nicht chronologisch aufgebaut und stattdessen kommen die Sichten immer näher zu der Tat selbst. Zu Anfang nur Leute, die jemanden kannten und dann auffiel, dass sie fehlten, bis hin zu am Ende beteiligten.

    Das Konzept war so unglaublich verstörend. ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Familie ist auch nicht ganz Koscher. Selbst hätte ich es vermutlich nie gelesen, da es einfach überhaupt nicht mein Genre ist (Ich musste es für die Schule lesen). Dennoch war es gerade durch den oben genannten Aufbau ziemlich genial.

    Die Geschehnisse waren wie schon gesagt extremst abgedroschen und verstörend und wirkten dennoch irgendwie echt. Der Aufbau hat es so unglaublich spannend gemacht, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnten. ich musste einfach wissen wer der Mörder ist. Dennoch hat es mich am Ende etwas enttäuscht. Es fehlte so dieser Twist. Dieses unerwartete. 

    Insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes Buch. Vor allem auch für den Aufbau. Der ist einfach so besonders. Am Ende hat mir ein bisschen was gefehlt und es war auf jeden Fall sehr verstörend. Außerdem hat mir auch so der tiefere Sinn gefehlt. Die letzten Bücher dieser Art, die ich gelesen habe, hatten irgendwie so ein tiefes inneres. ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Das hat mir hier irgendwie gefehlt.

  4. Cover des Buches Ghostwalker: Pfad der Träume (ISBN: 9783802582257)
    Michelle Raven

    Ghostwalker: Pfad der Träume

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Marx
    Inhalt:
    Die Leopardenwandlerin Kainda hat einen Traum: Sie will zurück in ihr Heimatland Afrika. Doch der Weg dahin ist gefährlich. Auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern wird sie von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt. In der Tierklinik des San Diego Wild Animal Parks kümmert sich der Tierarzt Ryan Thorne aufopferungsvoll um sie und weckt Gefühle in ihr, die sie längst vergessen glaubte. Doch kann sie ihm vertrauen? Nur im Schutz der Nacht wagt sie es, sich ihm in Menschengestalt zu nähern, und lässt Ryan in dem Glauben, die leidenschaftliche Begegnung fände nur in seinen Träumen statt. Als Kaindas Verfolger ihre Spur wieder aufnehmen, muss sie eine Entscheidung treffen.

    Meinung: Die Serie geht weiter und nimmt Fahrt auf. Nach dem Kainda in dem 1 Teil fliehen konnte und bei den Berglöwenstamm untergekommen ist, möchte sie jetzt wieder zurück in die Heimat. Dafür sucht sie einen Weg. Ihre Schwester ist bei den Berglöwen zurück geblieben, da sie noch zu geschwächt für den Weg wäre.

    Da der Feind aber noch immer keine Ruhe gibt, wird Kainda auf den Weg verletzt und von einem Trucker zu dem Tierartz Ryan Thorne gebracht. Dieser hält Kainda für einen normalen Leoparden, merkt aber schnell das sie intelligenter als ihre Artgenossen ist.

    Der Feind findet sie aber auch bei Ryan Thorne und dadurch gerät auch er in Gefahr.

    Michelle Raven hat hier die Charaktere wieder sehr gut beschrieben. Ryan Thorne ist ein Tierarzt mit Leib und Seele. Er gibt alles für die Tiere, welche bei ihm in der Pflege sind. 

    Auch die Gefühle am Anfang von Kainda, die nicht weiß ob sie ihm trauen kann oder nicht, da sie nach dem Autounfall bewusstlos war und dadurch nicht mitbekommen hat, dass sie ihren Verfolgern erstmal entkommen ist, sind sehr gut beschrieben.

    Eine Szene, weiter hinten im Buch ging mir echt an die Nieren. Da habe ich nur gedacht, dass kann jetzt nicht wahr sein, dass ist nicht möglich dass die das gemacht haben. Aber ich will hier auch nicht soviel darüber schreiben, sonst werdet ihr nur gespoilert. 

    Ich finde es gut, dass Michelle Raven auch immer die anderen Charaktere mit ins Buch packt. So hat man ein bisschen mehr über die Beziehung zwischen Marisa und Coyle aus Band 1 erfahren.
     
  5. Cover des Buches Ein toter Lehrer (ISBN: 9783426505199)
    Simon Lelic

    Ein toter Lehrer

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Surviver30
    Ein guter Roman, welcher nicht blutiger und schonungsloser die Folgen von Mobbing und eines Amoklaufes beschrieben konnte. Man kennt schon viele Bücher über Amokläufe oder in der Richtung. 
    Generell habe ich mich immer,r egal ob bei Romanen oder in Filmen gefragt, WARUM kam es soweit? WAS ist vorher passiert, dass dieser Typ soviel Menschenleben ausgelöscht hat. 

    Dieser Roman zeigt auf, wie ein normaler Mensch, welcher sogar sehr sympathisch war und eigentlich kein Mörder sein wollte, von allen Seiten gemobbt wird. 
    Wenn ein Mensch in die Enge getrieben wird und darauf alles verliert, Beziehung, Job etc... Dann ist es faktisch bei jedem möglich, eine schreckliche Tat zu vollziehen, welche er im normalzustand nie tun würde. 

    Ein erschütterndes Buch, welches ich persöhnlich als eine gute Lektüre für den Schulunterricht sehen würde. 

    Einiger Kritikpunkt:

    Bei den Personenwechsel und den Augenzeugenberichten, wird nicht klar am Seitenanfang mit Datum oder Person erklärt, um wem es sind gerade handelt. Erst allmählich am Ende der 1 Seite ahnt man, es ist ein/eine SchülerIn oder eine Lehrperson, Elternteil etc... 

    Empfehlenswert, für alle Alterskategorien... 
  6. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Paul "Muad' dib" Atreides ist der neue Imperator und diese Position bringt viele Feinde mit sich. Auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr und Verschwörung von allen Seiten.


    Dieser Band spielt ca. 12 Jahre nach dem dem ersten Buch und hat nur in etwa ein Drittel der Seiten des ersten Bandes. War der erste Band ein grandioses Heldenepos, quält man sich hier durch endlose "Gespräche". Diskussionen, Selbstgespräche und Aneinanderreihungen von Gedanken.



    Im Grunde hat das Buch keinen Inhalt, außer dass man Paul, Alia und Chani nach dem Leben trachtet.






    Plötzlich taucht eine Sekte auf, von der man vorher noch nie gehört hat. Leider ist auch viel dabei das unlogisch ist. Plötzlich können Dinge die man davor mit Bene Gesserit Wissen sofort erkannt hat, nicht mehr erkannt werden und bleiben im Dunklen. Chanis Tod und die Geburt der Zwillinge geht völlig unter. Die Geschichte um Duncan Idaho bleibt völlig unlogisch und unerklärt. Und was nun mit Irulan geschieht kann man auch nicht klar erkennen. Im Grunde besteht das Buch aus 260 Seiten viel Bla-Bla ohne wirklichen Inhalt.



    Ausgenommen der Info: Je höher man steigt, desto tiefer kann der Fall sein.






    War die Lust weiterzulesen nach Band 1 sehr groß, interessiert mich die Fortsetzung nun in Band 3 absolut nicht mehr.


  7. Cover des Buches Die Bildhauerin (ISBN: 9783442473403)
    Minette Walters

    Die Bildhauerin

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Loonylovegood03
    Inhalt

    Die Journalistin Rosalind, Roz, Leigh arbeitet in ihrem neuen Buch den Mordfall der Olive Martin auf. Diese wurde dazu beschuldigt vor fünf Jahren ihre Mutter und Schwester getötet und zerstückelt zu haben. In all den Jahren waren ihre Motive zur Tat jedoch nie klar geworden. Roz versucht nun durch genaue Recherchen und Interviews mit Olive, ihren alten Bekannten, sowie ehemaligen Ermittlern, die Hintergründe der grausamen Tat aufzuklären.

    Meine Meinung

    Der Schreibstil des Buches ist meiner Meinung nach sehr gut, da man den Charakteren gut folgen kann und er angenehm Zukunfts verheißend und Spannungs erzeugend ist.
    Die Charakterzeichnung ist vornehmlich gut gelungen und durchaus interessant und vielseitig. Die Darstellung der Protagonisten ist allerdings meiner Meinung nach vollkommen misslungen. Zuerst einmal kritisiert sie die teilweise ausländerfeindliche (Mr. Hayes) oder homophobe (Olive) Aussagen ihrer Mitmenschen nicht, obwohl sie diese als politisch inkorrekt erkennt. Es handelt sich also nicht einfach um einen von ihr vertretenen (wenn auch falschen) Standpunkt, sondern schlicht um eine charakterliche Schwäche ihrerseits. Auch ihre Liebesbeziehungen sind komplett verkorkst. Die körperliche Gewalt, die ihr durch ihren Exmann angetan wird, wird einfach durch eine unrechtmäßige Verurteilung seiner Person ihrerseits relativiert und gerechtfertigt. Auch ihre Beziehung zu Hal ist durch eine eigenartige körperliche Spannung geprägt, welche teils auch gewalttätig anmutet. Aber auch ihr teils unpassend eingesetztes flirten wirkt eigenartig konstruiert und gestellt. Ich habe nichts gegen die Darstellung schwacher oder fehlerhafter Personen in Büchern, diese sind sicherlich die Interessantesten, allerdings sollte diese als solche erkennbar sein und nicht unhinterfragt akzeptiert werden.
    Die Plot-Entwicklung ist für mich, trotz interessantem Beginn, wachsend enttäuschend und langweilend. Die tatsächliche Auflösung behandelte letztendlich nicht, wie versprochen, menschliche Abgründe, sondern Motivationen, die wesentlich leichter greifbar und stumpfer sind, wie Geldgier oder Ignoranz. Das Beste war hier sicher noch der Plot Twist im Epilog, dieser wird, ohne durchdachte Ausführung und Komplexität, natürlich keiner guten Aufklärung gerecht.
    Insgesamt war der Roman angenehm zu lesen und durchaus nicht uninteressant, die Schwächen der Charakterdarstellung und Plot-Entwicklung sind jedoch sehr schwer zu ignorieren.

  8. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (103)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Paul Atreides ist verschwunden, in die Wüste gegangen und hat sich somit seinem Schicksal entwunden, durch große Opfer zu einem neuen Gott zu wandeln. An seiner statt regiert nun seine Schwester Alia den Wüstenplaneten mit eiserner Hand und unter unheilvollem Einfluss. Das entgeht auch Pauls Zwillingsgeschwistern Ghanima und Leto nicht, die zwar das Wissen von Generationen in sich tragen, wegen ihres jungen Alters aber noch nicht als Regenten eingesetzt werden können…

    Mit seiner Sience Fiction-Reihe um den Wüstenplaneten Dune hat Frank Herbert einen Klassiker des Genres erschaffen, die aktuell in einer leicht angepassten Neuübersetzung erscheinen – aber inhaltlich natürlich keine wesentlichen Änderungen vollzogen wurden. Der dritte Band muss nun erstmals ohne Paul als dominante Hauptfigur im Fokus des Interesses auskommen und weitet die vielen verschiedenen Szenerien noch einmal deutlich aus – sehr deutlich. Neben einigen bekannten Baustellen werden auch neue Handlungsstränge aufgemacht, die oft parallel laufen und sich nur selten kreuzen, dazu gibt es einige Ausflüge zu Nebenschauplätzen, und das alles sorgsam erdacht, sodass wirklich jedem handelnden Charakter die Zeit gegeben wird, sich und seine Gedankenwelt vor dem Leser zu offenbaren. Klingt umfangreich? Ist es auch! Und das vielleicht schon zu detailverliebt, zu wuchtig in den Ausführungen, zu langsam in der Erzählweise. Die teils seitenlangen inneren Monologe drehen sich oft um die gleichen Gedankengänge, und so sehr wohl jeder von uns ein solches inneres Gedankenkarussell kennt: Das sorgt auch für einige langwierige Passagen. Davon abgesehen ist es auch gar nicht so einfach, alle Personen und Details parat zu haben, allein das Glossar umfasst unzählige Seiten, und nachschlagen musste ich darin des Öfteren.

    Warum „Die Kinder des Wüstenplaneten“ mir insgesamt dennoch gefallen hat? Das liegt vor allen an der ungemein atmosphärischen und dichten Erzählweise. Alles ist mit Sinn geschrieben und führt den Leser (wenn auch langsam) an sein Ziel, die Charaktere handeln aus nachvollziehbaren und glaubhaften Motiven, können mit ihrer Aura faszinieren. Zudem werden Gesellschaftsstruktur und viele weitere Details noch weiter aufgefächert und erlauben einen Blick auf das wuchtige, gelungene Konstrukt. Zudem gefällt mir der dystopische Ansatz mit einigen Parallelen zur heutigen Zeit sehr gut, ebenso wie die philosophische Herangehensweise an die vielen Themengebiete wieder sehr gelungen ist.

    Ein wenig mehr Tempo, mehr Handlung statt Statusbeschreibungen, eine Fokussierung auf die wesentlichen Schauplätze hätte dem Roman sicherlich zu mehr Spannung verholfen. Andererseits wäre dann auch der sehr intensive Blick auf die Vorgänge verwehrt geblieben, wäre die Welt von Dune etwas blasser geblieben, wären die Charaktere nicht so intensiv geraten. So richtig konnte mich der Roman zwar nicht fesseln, als Teil des Epos gehört er aber natürlich dennoch zum Zyklus und bringt wichtige neue Elemente mit ein.

  9. Cover des Buches Durchbruch (ISBN: 9783498001148)
    Ronan Farrow

    Durchbruch

     (6)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Wir leben in einer Gehorsamkeitskultur und diese basiert auf Angst. Dazu kommt, dass der Mensch die Dinge lieber nicht so genau wissen will. Sicher, die Wahrheit macht frei, doch entgegen seinen Beteuerungen, will der Mensch lieber nicht frei sein, denn das bedeutete auch, selbstverantwortlich zu leben – und auch das wollen die wenigsten. Man sollte nicht darauf abstellen, was Menschen sagen, sondern was sie tun.

    Auch Ronan Farrow, dem Sohn von Mia Farrow und Woody Allen, fällt es schwer bei sich selber genau hinzuschauen. Über den angeblichen Missbrauch seiner Schwester Dylan durch seinen Vater (der diesen bestreitet), schrieb er erst nach Jahren des Vermeidens einen Leitartikel, auch in der Hoffnung, dass dies damit erledigt sein würde. „Das ist nie erledigt“, meinte Rose McGowan, eines der Weinstein-Opfer.

    Dass der Filmproduzent Harvey Weinstein übergriffig war, wussten alle. Etwas dagegen gesagt hat niemand. Das ist typisch für den Menschen (nicht nur für Frauen und nicht nur im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung), der vor der Macht kuscht. Aus gutem Grund, werden viele sagen, doch nicht zu schweigen ist besser, verlangt allerdings viel Mut, denn wer aus der Reihe tanzt, wird bestraft, wie im Impeachment-Verfahren gegen Trump der amerikanische EU-Botschafter Sondland erfahren musste, der nach seiner Zeugenaussage mit Boykottaufrufen (seine Hotels anlangend) und Hunderten von Hassmails konfrontiert wurde.

    Wagte sich eine Frau gegen Weinsteins Übergriffe zu wehren wie zum Beispiel das italienisch-philippinische Model Ambra Battilana Gutierrez, die bei der Polizei in New York Anzeige erstattete, fand sie sich kurz darauf in der Presse als Nutte hingestellt – was wieder einmal zeigt, wie dubios einige Presseerzeugnisse operieren. Weinstein wusste bestens, wie sie zu instrumentalisieren waren – und die Staatsanwaltschaft (froh um Spenden, es standen Wahlen an) gab nach.

    Wieder einmal aufgefallen bei der Lektüre dieses Buches ist mir, wie lernunfähig der Mensch ist: Wir alle wissen, dass Reiche und Mächtige, wenn sie von Opfern beschuldigt werden, diese in den Dreck ziehen. Und trotzdem funktioniert dieses Vorgehen, denn viele denken, es könnte an den Vorwürfen gegen die Opfer möglicherweise was dran sein.

    Die Brutalität Weinsteins – er sei unglaublich vulgär, ja sogar bedrohlich“, so Ken Auletta im New Yorker – lässt einen auch unweigerlich an den gegenwärtigen Bewohner des Weissen Hauses denken. Und an andere sogenannte „Führungskräfte“. Ja, es scheint geradezu ein Kennzeichen unserer Zeit (ob das jemals anders war, sollen befugtere Leute entscheiden), dass es vor allem rücksichtslose Kotzbrocken an Spitzenpositionen schaffen.

    Der sexbesessene Harvey Weinstein, ein Süchtiger wie er im Buche steht, ist bestens vernetzt, hat grossen Einfluss, versteht sich durchzusetzen – er droht und lässt drohen, seine Wutausbrüche (die an ein tobendes Kind erinnern) sind legendär. Der Mann ist krank, sehr krank, und seine Helfershelfer ebenso. Und das Rechts- und Gesellschaftssystem, in dem ein solches Verhalten möglich ist, sowieso.

    „Durchbruch“ ist nicht zuletzt ein Buch darüber, wie Journalismus verhindert wird. Die Aufgabe der oberen Chargen von Unternehmen ist es, dazu zu sehen, dass die (Macht)Verhältnisse bleiben wie sie sind – das zeigt Farrows eindringlich und überzeugend. Der Fernsehsender NBC kneifte, die  Story wurde schliesslich vom "New Yorker" veröffentlicht. Doch vor allem liefert „Durchbruch“ das Porträt einer Gesellschaft, in der Rückgrat, Ethik und das Sich-Einsetzen für das Richtige zwar vorkommen, doch selten sind. Und lehrt uns, dass wer als anständig öffentlich herüberkommt, es eher selten auch ist.

    Dieses notwendige Aufklärungsbuch, das sich, obwohl umständlich geschrieben, spannend liest, ist Ronan Farrows Hartnäckigkeit zu verdanken und macht deutlich, weshalb Journalismus nötig ist.

  10. Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)
    Frank Herbert

    Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Snyder

    Herberts SF-Universum ist vielfach großartig und ein tolles Setting für sein Epos rund um den "Wüstenplaneten". Im "Gottkaiser" ist mir die Story, die an sich durchaus mitreissend ist, aber etwas zu langatmig gewesen. Sicherlich Geschmacksache, aber so war das aus meiner Sicht. Trotz allem ist die Reihe sehr zu empfehlen

  11. Cover des Buches Das letzte Plädoyer (ISBN: B07LB59RRY)
    Jeffrey Archer

    Das letzte Plädoyer

     (1)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Hätte Danny Cartwright seiner Freundin Beth den Heiratsantrag nur einen Tag früher oder später gemacht, wäre er nicht verhaftet und wegen Mordes an seinem besten Freund angeklagt worden. Vor Gericht steht die Aussage des unschuldigen Mechanikers aus dem Londoner East End gegen die Aussagen von vier Gentlemen. Schnell wird klar, dass Dannys Version der Geschichte die Geschworenen nicht überzeugt: Er wird zu 22 Jahren Haft verurteilt. Die wahren Schuldigen kommen davon. Vorerst - denn alle vier unterschätzen Dannys Entschlossenheit zur Rache: Er kämpft für eine Gerechtigkeit, die die skrupellosen Täter das Fürchten lehren wird.
    Inhaltsangabe auf audible.de

    So eine tolle Story, ich konnte fast keinen Tag ausschslten und aufhören .
    Ich musste immer wissen, wie es weiter geht. Und zwar jeden abend bestimmt eine Stunde länger als sonst. Zum Glück ist es ein langes Hörbuch, so dass das lange gehalten hat😁
    Es ist so mitreißend geschrieben, man leidet förmlich mit den Protagonisten mit.

    Bisher kannte ich von dem Autoren, Jeffrey Archer, eher die Serien, wie zB die Cliffton-Reihe oder Kain und Abel, die oft im 1. oder 2. Weltkrieg beginnen.
    Diese Geschichte hier ist aber eher in der Gegenwart angesiedelt, das war auch mal spannend.
    Auch ist dieses Buch kein Mehrteiler sondern es ist abgeschlossen.
    Trotzdem ist es ihm wieder gelungen, mich total in den Bann des Buches zu ziehen.
    Noch dazu ist es ein Justiz-Thriller, das mag ich immer sehr gerne.

  12. Cover des Buches Geheimnis in Rot (ISBN: 9783608985061)
    Mavis Doriel Hay

    Geheimnis in Rot

     (104)
    Aktuelle Rezension von: tom77
    Das nicht sonderlich beliebte Familienoberhaupt Sir Osborne Melbury wird ermordet. Und das mitten in den Weihnachtsfeierlichkeiten, zu denen die komplette Verwandschaft geladen ist. Beinahe jeder der Anwesenden hätte ein Motiv, doch wer ist der Mörder? 

    Der klassische, typisch britische Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die angespannte Atmosphäre im Hause Melbury wird sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Die Familienverhältnisse werden hierbei ausführlich und äußerst charmant dargelegt. 

    Aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder und des Polizeibeamten Colonel Halstock wird die Geschichte erzählt und der Fall Stück für Stück aufgeklärt - nicht besonders spektakulär, jedoch in solidem und sehr unterhaltsamen Krimistil, der dazu einlädt beim Lesen stets mitzurätseln und die Ermittlungen zu verfolgen. 

    Ein weihnachtlicher Kriminalfall in wunderschöner Aufmachung, der rundum unterhält.

  13. Cover des Buches Der zerbrochene Krug (ISBN: 9783746082332)
    Heinrich von Kleist

    Der zerbrochene Krug

     (230)
    Aktuelle Rezension von: Leselupe2go

    Siehe auch mein Video auf Youtube  https://www.youtube.com/watch?v=gv7VsTEBUeo 

    Heinrich von Kleist hat in diesem Lustspiel das Thema des befangenen Richters auf den Punkt gebracht.

    Das Stück spielt Mitte des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden, und es ist leicht, über die dargestellten Szenen zu lachen, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass es so ähnlich heutzutage auch noch zugehen könnte, wenn Richter befangen sind, zumindest hoffe ich das.

    Die Hauptperson darin ist der Dorfrichter Adam, der an einem ziemlich konfusen Morgen erfährt, dass sich der Gerichtsrat auf dem Weg zu ihm befindet. Der kommt mit der Absicht, die Richter zu überprüfen und hat den Ruf, sehr genau und streng zu sein, und schon so manchen Richter abgesetzt zu haben. Daraufhin liegen bei Richter Adam die Nerven blank, und er gerät regelrecht Panik, doch bevor er sich noch halbwegs auf den wichtigen Besuch vorbereiten kann, ist der Gerichtsrat auch schon da, und mit ihm gleich die erste Streitpartei des Tages. Als ob die Situation nicht schon kompliziert genug für ihn wäre, muss der Richter auch noch über einen Streitfall richten, in dem er selbst der gesuchte Schuldige ist.

    Für die meisten lustigen Momente in dem Stück ist der Richter Adam verantwortlich, weil er unglaublich kreativ dabei ist, den Sachverhalt so zu drehen, dass der Verdacht nicht auf ihn fallen soll, und dabei ganz offensichtlich schwer ins Schwitzen kommt. Denn die kritischen Augen des Gerichtsrats und der Wunsch des Schreibers, den Richter loszuwerden und selbst dessen Amt zu übernehmen, versperren ihm die Möglichkeit, sich durch seine übermächtige Position aus der Affäre zu ziehen, so wie er das gerne getan hätte und wie es ihm vermutlich zuvor schon des öfteren getan hat.

    Richter Adam ist somit ein extremes Beispiel dafür, wie wir uns einen Richter nicht wünschen. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt uns, dass der Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland ganz im Zeichen der Weimarer Klassik stand. Damals war es ein ungeschriebenes Gesetz, vorbildliches, erstrebenswertes Verhalten in die Handlung eines Dramas einzubauen. Kleist hat sich mit seinem Drama zwar formal an die klassischen Vorgaben gehalten, inhaltlich aber hat er die menschlichen Abgründe in den Vordergrund gestellt.

    Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass er es mit seinem zerbrochenen Krug - und seinen anderen Stücken übrigens auch - damals gar nicht leicht gehabt hat. Viele Theater verweigerten die Aufführung seiner Dramen, und manche davon wurden sogar verboten. Ein Umstand, der ihn 1811 im Alter von 34 Jahren in den Selbstmord trieb. Er hatte das Pech, in seinem künstlerischen Ausdruck weder von seinen literarischen Zeitgenossen, noch vom damaligen Publikum verstanden zu werden.

    Es geht im zerbrochenen Krug aber nicht nur um die teilweise fragwürdige Gerechtigkeit von Gerichten, sondern auch um die Leichtgläubigkeit der jungen Eve, die in dem Stück durch hinterhältige Angstmacherei dazu gedrängt wurde, etwas zu tun, das sie eigentlich gar nicht wollte.

    Ich glaube, bei dem Thema “Ängste verbreiten, schüren und für den eigenen Vorteil nutzen” fallen euch sicher ein paar gute Beispiele ein, wann diese Methodik schon benutzt wurde, um ganze Kriege zu beginnen, um Wahlen zu gewinnen oder im kleineren Maßstab auch, um uns Produkte zu verkaufen, die wir gar nicht brauchen, wie z.B. eine Hautcreme, die Elektrosmog abhalten soll oder angepriesene Allheilmittel wie hochdosierte Vitaminpräparate.

    Durch Angst lässt sich unser Handeln leider sehr gut steuern und manipulieren. Entwicklungsbiologisch gesehen ist das natürlich sinnvoll und gut, denn wer nicht voller Angst vor dem Tiger flüchtet, der ist eben tot.

    Aber nicht jede Angst ist eine derart sinnvolle Warnung. Sie könnte nämlich auch durch Fehlinformationen oder durch gezielte Manipulation entstanden sein.

    Also nochmals danke an Heinrich von Kleist, dass er uns daran erinnert, misstrauisch zu werden, wenn jemand für seine Argumentation zu tief in die Ängstekiste hineingreift und böse Monster herausfischt, die es gar nicht gibt.

    Falls ihr euch für die erwähnten Themen interessiert, kann ich euch den zerbrochenen Krug wärmstens empfehlen. Lasst euch nicht von den veralteten Ausdrücken und kunstvoll umgestellten Sätzen abschrecken, denn es gibt im Anhang jede Menge Anmerkungen, in denen deren Bedeutung erklärt wird. Das Lesen ist zwar für heutige Leser zugegebenermaßen anstrengend, aber gleichzeitig gibt es dabei auch viel zu lachen. Für mich hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt!

  14. Cover des Buches Mathematische Grundlagen der Informatik: Mathematisches Denken und Beweisen Eine Einführung (ISBN: 9783658098858)
  15. Cover des Buches Jeder Tag endet mit dem Tod (ISBN: 9783942584081)
    Michael Schröder

    Jeder Tag endet mit dem Tod

     (19)
    Aktuelle Rezension von: joergmcfly
    Um eines gleich vorwegzuschicken: So eine Geschichte ist schon oft erzählt worden - als Kurzgeschichte, als Komödie, als High-Tech-Krimi - und doch: So sehr hineingezogen hat mich lange keine mehr, vermutlich auch deswegen, weil die Form des 90-Minuten-Films, der Kurzgeschichte oder der TV-Miniserie das einfach nicht zulassen und nur ein ordentlicher, altmodischer Roman das kann. Und wenn er dafür schon im Taschenbuchformat über 400 Seiten braucht, die man trotz einer berufsbedingt ankonditionierten Abneigung gegen allzu 'dicke Wälzer' nicht mehr aus der Hand legen kann, dann ist das ein verdammt gelungener Roman. Ich rede von 'Jeder Tag endet mit dem Tod' von Michael Schröder, einer Entdeckung der 'Community' des EPIDU-Verlags, den ich mir zunächst mit dem Stempel '''...und täglich grüßt das Murmeltier' als Krimi" im Kopf und daher 'nur' einer durch mein Blog-Fachgebiet begründeten Neugier habe schicken lassen, der es aber rückblickend ganz eindeutig verdient hat, sich ein eigenes und umfassenderes Bild zu machen. Regelmäßige Leser des Hill Valley Blogs wissen natürlich, dass ich die Art von Geschichte (Zeitreisen / Zeitschleifen) sehr gerne mag, weswegen ich immer wieder aufs Neue gespannt bin, wie sich andere, neue Figuren in der mir sehr vertrauten Situation verhalten werden, in die ich mich auch schon öfters selbst hineingedacht habe. Mithin bin ich nicht vorurteilsfrei und Teile dieser 'Vorurteile' sind durchaus von gewissem Wohlwollen geprägt; man möge diese Rezension also keineswegs als den Versuch ansehen, ein gänzlich objektives Urteil abzugeben - was aber wohl auch nicht notwendigerweise die Absicht einer solchen ist... Aber Moment: Zeitsprung an den Anfang.
    (...)
    Gibt das Titelbild des Buches in seinen Parallelen zu - wieder einmal! - diversen Zeitschleifenfilmpostern etwas über die Handlung preis, so verrät der Titel selbst sogar schon ein wenig etwas über das Zustandekommen der Zeitschleife selbst - in diesem Fall eine Parallele beispielsweise zu Ken Grimwoods "Replay" (vgl. meine Lieblingsbuchempfehlung anderenorts). Auch die Inhaltsangabe des Buches hatte ich natürlich vorher gelesen, und nachdem es das ist, was quasi das Kaufargument für diesen Krimi ausmacht, ist es deren SchreiberIn(nen) natürlich nicht gelungen, auf den entsprechenden Hinweis zu verzichten - so ist der 'Spoiler' diesbezüglich immerhin nicht mir anzulasten, der ich es ja auch schon verraten habe'. Was an der Sache etwas störend wirkt: Weiß man dieses kleine Detail im Voraus, wartet man die ganze Zeit darauf, dass 'es' endlich passiert, aber es dauert in der Tat an die 140 Seiten, bis die Original-Geschichte endet.
    Netter Nebeneffekt für den Protagonisten: Elmar Kreuzer muss nicht, wie er ursprünglich befürchtet hat, seinen wertvollen Urlaub für die Lösung eines Mordfalles außerhalb seines Zuständigkeitsgebiets nutzen, bei dem laut der Tochter des Opfers (sie kennt ihn aus der Zeitung als Ermittler, der ganz im Gegensatz zu ihrer Dorfpolizei nie aufgibt) einiges 'nicht rund ist'. Kreuzer stellt bald fest, dass sie damit wohl recht hat, und macht sich auf die Suche nach Hinweisen. Der Teil der Story firmiert tatsächlich unter dem Motto 'so weit, so konventionell' - denn auch den Protagonisten hat man in ähnlicher Form natürlich schon mal gesehen. Doch weiß man nicht erst seit dem neuen Gyllenhaal-Film "Source Code", dass es kaum etwas Besseres als eine Zeitschleife gibt, um ein Verbrechen aufzuklären, bei dem jeder verstrichene Tag sinkende Chancen auf Aufklärung bedeutet. Wer hat noch nicht den Ermittler eines Krimis sagen hören "Wenn wir doch mehr Zeit hätten' - Elmar Kreuzer HAT. Dummerweise ist er nicht allein damit, wie auch der Leser bald feststellen darf, der immer tiefer in die Tücken der Zeitschleife hineingezogen wird'...
    Dies ist auch der Figurenzeichnung des Autoren zu verdanken, die ich als sehr plastisch empfunden habe - man kann sich Haupt- aber auch Nebenfiguren nicht nur gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen, weil der Autor ihre Gedanken und Gefühle transparent macht, sondern es geht noch diesen einen kleinen Schritt über das bloße 'Sich-vorstellen-können' hinaus: Man empfindet genau das richtige Quantum an Sym- und Antipathie, das der Autor den Personen beimisst und das sie wie lebendige Menschen erscheinen lässt, obwohl sie nur auf dem Papier existieren. Das tröstet über gelegentliche trotz insgesamt sauberem Lektorat verbleibende sprachlich-inhaltliche Schwächen (auch kleine Rechtschreib- und Kommafehler, die dem Deutschlehrer in mir trotzdem noch aufgefallen sind, übersehe ich 'mal großzügig) hinweg, etwa die meiner Meinung nach zu früh einsetzende väterliche Liebe des Kommissars zu seiner jungen Auftraggeberin oder das ' zwar beabsichtigte, aber nicht immer überzeugende - Pendeln letzterer zwischen kindlicher Naivität (oft wird ihr diese vom Protagonisten in Gedanken explizit vorgeworfen) und allzu erwachsen wirkendem Zynismus. Ab und an gibt es etwas aufgesetzt wirkende schildernde Elemente - wenn sich eine Tür "dem Schlüssel ergibt" oder ein Motor "seinen eigenen Tod stirbt", hört man schon den Schriftsteller-Workshop trapsen. Von anderen Rezensenten festgestellt wurde bereits die Tatsache, dass der 'wissenschaftlichen' Seite, den möglichen Ursachen des Zeitsprungs, hier ebenso wenig nachgegangen wird wie in ''und täglich grüßt das Murmeltier', wo Phil nur feststellt, er sei wohl "ein Gott" (womit Bill Murray und Harold Ramis vielleicht sogar auf ihren großen Erfolg "Ghostbusters" anspielen, aber das ist eine andere Geschichte). Kreuzer nimmt die Sache nach kurzer Zeit einfach als gegeben hin ' der Leser braucht vielleicht ein bisschen länger, sich daran zu gewöhnen, als der Protagonist, ist dann aber fast dankbar, dass am Schluss nicht doch noch ein deus ex machina hervorgezaubert wird. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Elmar Kreuzer als Figur noch in zwei bis drei weiteren Abenteuern von der seltsamen Fähigkeit profitieren kann, einfach "nicht totzukriegen" zu sein...
    Mein Fazit: Es gelingt dem Autoren von "Jeder Tag endet mit dem Tod" trotz der z.T. recycelten Grundideen seines Romans, ihn lesenswert und spannend zu machen. Es kommt eben doch auf die Kombination der Zutaten an, dann können auch Nudeln mit Soße oder Kartoffeln mit sonstwas immer wieder lecker schmecken, obwohl man ja wahrlich weiß, wie Nudeln mit Soße oder Kartoffeln mit sonstwas schmecken - oder eben Zeitschleifen.
    Danke an den EPIDU-Verlag und BloggDeinBuch Punkt DE für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars.
  16. Cover des Buches Darum (ISBN: 9783869090429)
    Daniel Glattauer

    Darum

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Lenny
    Mich hat der Witz in dem ganzen begeistert. Ich fand es spannend, da die Geschichte immer wieder neu Gestalt angenommen hat. Mal etwas ganz anderes! Damit kriegt man mich! Damit erhält man bei mir 5 Sterne. Eine nette Stimme, gute Betonungen, mir hat das Hörbuch sehr gefallen! 
  17. Cover des Buches Vandenberg oder als die Russen Amerika besetzten (ISBN: 9783453310216)
    Oliver Lange

    Vandenberg oder als die Russen Amerika besetzten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Die USA ist durch einen unblutigen Coup d'etat von der UDSSR besetzt worde. Alle Menschen sind von einer Lethargie ergriffen, haben den bequemen Weg gewählt. Vandenberg ein unbequemer Künstler rafft sich mit einer Horde anderer versprengter auf um die USA zu befreien. Dies ist ein Stück sehr wertvolle Literatur und eine der besten Alternativromane unserer Zeit. Sehr gut geschrieben, spannend bis zum Ende und regt zum Nachdenken an!
  18. Cover des Buches Das Dosadi- Experiment (ISBN: 9783453306196)
    Frank Herbert

    Das Dosadi- Experiment

     (2)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    2 Teil der sehr komplexen Caleban Duologie. Frank Herbert erschafft hier wie bei seinen Wüstenplaneten Romanen ein Bild von fremden Kulturen und einem Helden der Teil eines Zuchtprogramms ist. Als Agenthriller angelegt, sehr spannend gehalten, wenn man die Handlung verfolgen kann, und der abschliessende Gerichtsteil ist voll mit Überraschungen und bösen Tricks!
  19. Cover des Buches Grundlagen der Technischen Informatik (ISBN: 9783446442511)
  20. Cover des Buches Maigret und der Weinhändler (ISBN: 9783257238716)
    Georges Simenon

    Maigret und der Weinhändler

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Chabut ist Weinhändler und hatte ein Weinimperium aufgebaut. Doch plötzlich wird er erschossen - auf offener Straße, vor einer Absteige. Doch wer ist der Mörder? - Wie immer finden sich bei großspurig lebendem und unsympatischen Toten eine Menge Verdächtige, die allesamt ein driftiges Mordmotiv hatten. Maigret hat arg zu kämpfen... . Gute Geschichte mit Spannung, Erfindungsreichtum und einer gelungenen Mordstory. Lesenswert.
  21. Cover des Buches Erwachsene reden. Marco hat was getan (ISBN: 9783841503589)
    Kirsten Boie

    Erwachsene reden. Marco hat was getan

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Es war ein unglücklicher Zufall, er habe eigentlich keine Schuld, versucht Marco sich zu rechtfertigen. Doch er hat etwas getan, das zwei Menschen das Leben gekostet hat: ein von Türken bewohntes Haus in Feuer gesetzt. Dabei gibt es im Ort so gut wie keine Ausländer und somit, folgert der Bürgermeister der biederen Kleinstadt, auch keinen Fremdenhass. Kirsten Boie lässt zu diesem Vorfall dreizehn Personen aus Marcos Umfeld zu Wort kommen.


    Cover:

    Das Cover an sich sagt jetzt nicht wirklich viel über den Inhalt der Geschichte aus und hat mich erst ein wenig im Dunkeln tappen lassen. Wir sehen hier eine männliche Gestalt, recht jugendlich Gekleidet. Sie soll wahrscheinlich den Marco darstellen. Und das war es dann auch schon, weiter gibt es keine Hinweise zur Geschieht, schade. Wenn man sich jetzt noch ganz weit aus dem Fenster lehnen möchte, können wir aus dem Cover entnehmen, dass der Marco nun allein da steht und keinerlei Rückhalt von irgendjemanden bekommt. Das wäre aber sehr an den Haaren herbei gezogen.


    Eigener Eindruck:

    Marco hat etwas Schreckliches getan! Bei einem Brandanschlag den er auf ein Asylbewerberheim gemacht hat sind zwei Kinder ums Leben gekommen. Ein unglücklicher Zufall, findet Marco, denn so hat er das nicht gewollt. Aber einer musste ja ein Exempel statuieren, wo alle anderen immer so gegen die Ausländer wettern. In dem kleinen Ort wo Marco zu Hause ist beziehungsweise war, begibt sich die Autorin auf die Reise, um mehr über den Fall zu erfahren und lässt so den Bürgermeister, Nachbarn, Freunde und Sozialarbeiter zu Wort kommen…


    Dieses Büchlein aus der Feder von Kirsten Boie behandelt ein sehr wichtiges Thema, was besonders in unserer derzeitigen Zeit wieder mehr an Brisanz gewinnt. Wir haben hier den Marco, der als ausländerfeindlicher Jugendlicher zwei Menschen auf dem Gewissen hat. Bei den „Interviews“ die nun geführt werden, werden verschiedene Ansichten zu Marco und der kleinen Stadt, in der er gewohnt hat, dargelegt. Da gibt es jene, die das natürlich haben kommen sehen, aber nicht vorher reagiert haben. Dann gibt es jene, die sich einfach nicht vorstellen können, dass der Marco so etwas wirklich gemacht hat. Dann gibt es jene, die nur um das Image des Örtchens fürchten. Und dann gibt es jene, die den Marco scheinbar effektiv instrumentalisiert haben, nun aber nicht mehr hinter ihrer Meinung und seinen Taten stehen. Dabei haben alle Aussagen etwas gemeinsam. Man versucht etwaige Schuld wegzuschieben oder jemand anderen aufzudrücken. Und es ist doch einfach Marco alles allein in die Schuhe zu schieben, schließlich kann der sich nachweislich nun wirklich nicht wehren, denn er sitzt für seine Taten ein. Das ist interessant zu lesen und hätte auch wirklich meinen Zuspruch gefunden, wenn die Schreibweise nicht so grausam gewesen wäre. Denn die Autorin schreibt die Aussagen so, als ob die Personen gerade mit einem Reporter oder dergleichen sprechen, Fragen beantworten und dabei immer wieder ins Stocken kommen. Das ist wirklich anstrengend und hat mich einfach nicht angesprochen. Sieht man jetzt von der Thematik der Ausländerfeindlichkeit ab, bekommt man in dem Buch auch die Abgründe der Menschheit zu sehen. Schuldzuweisungen, Ablehnung, das klassische „Fallenlassen“. Auch wenn das, was Marco getan hat wirklich schlimm und absolut zu verurteilen ist, so ist der Bengel ja nicht allein auf die Idee gekommen und je mehr man in dem Buch liest, desto mehr erkennt man, dass auch sein Umfeld einen ganz großen Anteil an dem trägt, was er getan hat. Das Büchlein jedenfalls, wenn man sich denn durch den Schreibstil durchgearbeitet hat, regt zum Nachdenken an und das finde ich persönlich wichtig und gut.


    Fazit:

    Leider war die Schreibweise nicht so meins, weshalb ich mich mit diesem Büchlein wirklich mehr als schwer getan habe. Deshalb möchte ich es neutral bewerten und keine Empfehlung aussprechen.


    3 von 5 Sterne


    Daten:

    ISBN: 9783841503589

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 100 Seiten

    Verlag: Oetinger Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: 01.08.2015


  22. Cover des Buches Vergessene Akten (ISBN: 9783404605910)
    Henner Kotte

    Vergessene Akten

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Carol-Grayson
    Ein Blick zurück in die Vergangenheit. Alte Mordfälle aus der ehemaligen DDR, die bis heute ungelöst blieben, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und anhand der Originalakten nachvollzogen. Eine interessante Mischung aus Sachbuch und Reportage, teilweise aber zu "trocken". Erschreckend allerdings, wieviele Mörder nach einer solchen Tat doch davongekommen sind!.
  23. Cover des Buches Der letzte Caleban (ISBN: 9783453301948)
    Frank Herbert

    Der letzte Caleban

     (6)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Komplexes Werk von Herbert über die Calebans die den Bürger der Galaxis die Sprungtüren hinterlassen haben. Doch mit ihrem Sterben, stirbt auch jeder der diese Türen jemals benutzt hat. Zweiter Teil ist "das Dosadi-Experiment"
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