Bücher mit dem Tag "aussteiger"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "aussteiger" gekennzeichnet haben.

170 Bücher

  1. Cover des Buches The Distance from me to you (ISBN: 9783845816043)
    Marina Gessner

    The Distance from me to you

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Nikkenik

    Dieses etwas unscheinbare Schmuckstück habe ich von meiner Lieben Buchhändlerin bekommen.
    Zu Anfang hat mir gleich das schlichte Cover gefallen, dass mit den Bergen, den Bäumen, dem Zelt und dem Herz irgendwie gleich mein Interesse geweckt hat. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wusste ich schon, dass dieses Buch etwas Besonderes wird.

    Als ich dann Angefangen habe zu lesen, bin ich gleich super in die Geschichte hinein gekommen. Der Schreibstil war sehr einfach und dadurch sehr gut und schnell zu lesen.
    Ich lernte gleich zu Anfang Kendra kennen und muss sagen, dass ich ab dem ersten Moment wusste, dass Sie etwas Besonderes ist. Mit Ihrer Willensstärke, ihrer Organisation und Ihrem ganzen Wesen hat sie mich in dem ganzen Buch beeindruckt. Sie ist sich, bis auf einem Fehler, immer treu geblieben und hat immer Ihr Ziel vor Augen gehabt.
    Auch gleich sympathisch war mir Sam.  Er ist in vielerlei Hinsicht genau das Gegenteil von Kendra, aber dennoch ein guter Mensch. Beiden haben Irgendwie Ihr „Päckchen“ zu tragen und ich bin wirklich froh, dass die beiden aufeinander gestoßen sind.

    An Action, Emotionen und Mut hat es mir in diesem Buch nicht gefehlt. Es war auch nicht Klischeehaft oder vorhersehbar. Es war spannend und ich war bei einigen Stellen echt sehr aufgeregt, was als nächstes passieren wird. Ich hatte ab ungefähr der Hälfte des Buches echt Apokalyptische Gedanken und bin froh, dass die Autorin so ein super Ende gefunden hat.

    Fazit: Mit diesem Buch vermittelt uns die Autorin, das wir uns immer treu belieben und nicht von unserem Weg abweichen sollten. Hört auf euer Herz.
    Mich hat dieses Buch sehr geflasht und ich bin froh, diese Geschichte in die Hände bekommen zu haben.

  2. Cover des Buches Wir haben Raketen geangelt (ISBN: 9783423144742)
    Karen Köhler

    Wir haben Raketen geangelt

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Noch während ich Karen Köhlers 'Miroloi' las und weil mir der Roman sehr gut gefiel, habe ich mir diesen Band mit Erzählungen gekauft, zumal ich einiges Lob gelesen hatte. Um so größer die Enttäuschung, die letztlich dazu geführt hat, in der Mitte abzubrechen. Was ich jetzt schreibe, bezieht sich also nur auf die Hälfte des Buches.

    Die ersten beiden Erzählungen haben mir noch einigermaßen gefallen. Sie sind von  warmherzigen menschlichen Begegnungen geprägt und ich hätte sie mir gut in Zeitschriften und Magazinen abgedruckt vorstellen können. Die Sprache ist einfach – was im Weiteren so blieb.

    Doch die dann folgenden negativ geprägten Geschichten fand ich teilweise zu skurril, vielleicht auch langweilig? Ich weiß es nicht mal so genau. Jedenfalls haben sie mich weder angesprochen noch interessiert. Daher: Abbruch.

    Noch ein Wort zur vielgelobten Sprache. Von den versprochenen Highlights habe ich nur folgendes gefunden:

    Las Vegas: '… liegt vor uns im Tal die Königin der Nacht. Glitzernd, blinkend, verführerisch lockend trägt sie gerade ihre Lichterschminke auf. Bietet sich an wie eine, die man nur im Rausch ertragen kann.' (48)
    'Ich zerre aus meiner Vokabelkiste italienische Sätze hervor, die ganz staubig sind, aber gut auf der Zunge liegen.' (87)

    Ansonsten sprechen viele Personen so, wie es in der Wirklichkeit sein mag, mir aber dennoch nicht gefallen hat: 'alten Leuten den A... abwischen', - 'Erzähl keine Schei..'

    Schade, eine Enttäuschung in jeglicher Hinsicht. Da mir aber 'Miroloi' so gut gefallen hat, werde ich Karen Köhler im Auge behalten. Hier die Rezension:

    https://www.lovelybooks.de/autor/Karen-K%C3%B6hler/Miroloi-2002421363-w/rezension/5697728159/



  3. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.367)
    Aktuelle Rezension von: nymphe--

    Wer träumt nicht mal einfach in einen Zug zu steigen und davon zu fahren? Alles aus seinem Leben hinter sich zu lassen?

    Für Raimund Gregorius ist dies nun kein Tagtraum mehr, als er mitten am Schultag das Gymnasium, in dem er als Lehrer für alte Sprachen arbeitete, verließ und nie wieder kam. Nachdem er einer jungen Portugiesin das Leben rettete, stieß er in einer Buchhandlung auf die Veröffentlichungen eines gewissen Amadeu Padro, dessen Aufzeichnungen und Gedanken Gregorius so sehr faszinierten, dass er den Nachtzug nach Lissabon nahm, um den Spuren des Autors zu folgen. 

    Der Sinn des Romans besteht schon in den Aufzeichnungen Padros, der seine Gedanken zu verschiedenen Stationen seines Lebens zu Papier brachte. Er war ein Feind des Kitsch, glaubte nicht an die Liebe, sondern nur an die Loyalität, welches das Einzige wäre, dass annähernd Bestand hätte. Er war kritisch und aufrichtig zu sich selbst, schonungslos aufrichtig, so dass einem der Roman vorkommt wie ein Essay.

    Versteht mich nicht falsch, Essays sind wunderbar und viele Dinge in Nachtzug nach Lissabon haben mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt, aber für jemanden, der auf Spannung steht, ist der Roman nichts.

    Zudem hat Nachtzug nach Lissabon für mich einige Probleme. Das erste ist der wesentlichste: Es ist kaum zu übersehen, dass Amadeu Padro der eigentliche Hauptcharakter des Romans ist. Nur kommt er kein einziges Mal vor und wird nur durch die Erinnerung andere oder seine Aufzeichnungen beschrieben. Eigentlich finde ich das Konzept sehr spannend. Doch verhält es sich hier ein wenig mit John Greens Eine wie Alaska und zwar wird hier mal wieder eine Person idealisiert und das Leiden dieser Person. Das geht mir inzwischen ziemlich auf die Nerven.

    Zunächst sieht niemand gut aus, wenn er leidet. Niemand sagt: "Gott, wie ist die Person tiefgründig!" Niemand wird sich wünschen, an ihrer Stelle zu sein, denn Leiden ist - tut mir leid, wenn ich das mal so drastisch sagen muss - nichts erstrebenswertes! Und es ist auch nicht ästhetisch. Ich weiß nicht, woher diese Illusion kommt. Vielleicht liegt es auch daran, dass es oft heißt Künstler würden ihre größten Werke im Schmerz vollbringen. Also wird Leiden für uns zu etwas, dass uns besonders macht, dass uns gut macht und uns Anerkennung bringt.

    Und das tat es auch bei Amadeu Padro. Sein Buch wurde vielleicht kein Bestseller, aber jeder Mensch, den Gregorius im Laufe des Buches traf, hat Amadeu angehimmelt und vergöttert und das wortwörtlich, obwohl er selbst so einsam war Das halte ich auch für problematisch und höchst unrealistisch. 

    Denn in Wahrheit leiden wir alle allein und wir wünschen uns zwar, dass irgendjemand auf uns blickt und uns dafür bewundert, aber das passiert in den wenigsten Fällen und es sollte auch nicht passieren. Man sollte Leute bewundern, die es geschafft haben, glücklich zu sein und sich selbst reflektieren und vergeben können. 

    Keine Person kann so toll sein und meist liegt die Verehrung einer Person nicht besonders an dieser Person, sondern eher an der, die sie verehrt. Menschen sind so, wie wir sie sehen und welche Personen uns was bedeuten, das liegt an uns.

    Hier kommen wir zum zweiten Problem und zwar Gregorius, der eigentliche Hauptcharakter oder zumindest Erzähler des Buches. Doch hier liegt das Problem, denn er ist weder noch. Man erfährt schon etwas über ihn und kann durch gewisse Handlungen auf sein Inneres schließen, doch im Endeffekt ist er nicht wichtig für die Handlung. Er erzählt Padros Geschichte nicht und wenn er mit Personen aus seinen Leben spricht, dann merkt man kaum, dass er anwesend ist und er spricht so gut wie nie. 

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum er das alles macht und warum er sein Leben verlässt. Denn seine Ambivalenz habe ich ihm nie ganz abgenommen, so wie sein Fernweh. Seine Handlungen sind mir so melodramatisch beschrieben, als das ich es ernst nehme könnte und für jemanden, der Kitsch hasst, ist der Roman fast zu romantisch. Denn es geht auch alles viel zu einfach. Natürlich hatte Gregorius auch keine Geldprobleme, sodass er wochenlang in verschiedenen Hotels wohnen und quasi von Genf und Lissabon pendeln konnte. Die Sprachbarriere war nie ein Problem. Entweder sprachen alle Französisch oder Gregorius konnte nach einen Kurs Portugiesisch schon ein Gespräch anfangen. Und Padros Texte konnte er natürlich auch einfach wie einen Lateintext übersetzen. 

    Obwohl Gregorius vielleicht kein Paul Varjak ist, gibt es doch eine Sache, die ihn für mich einfach unwichtig und sinnlos erscheinen ist und zwar, dass er nichts am Ende davon mitnimmt. Er verändert sich nicht durch die Gespräche mit den anderen. Das Leben von Padro verändert ihn nicht, außer dass er wahrscheinlich am Ende auch tot krank wird und wahrscheinlich genau so stirbt wie Amadeu Padro. Diese Spannung mit Gregorius "Schwindelanfällen" haben mich nicht gepackt und das offene Ende fand ich auch etwas zu gewollt. 

    Letztendlich führte Gregorius kein anderes Leben nach seinem Aufenthalt in Lissabon. Er kehrt zurück nach Bern und lässt sich dann in eine Klinik einweisen. 

    Ich hätte gern nochmal so einen abschließenden Epilog gehabt, indem erklärt wird, was Gregorius jetzt so macht, nachdem er diese Reise gemacht hat, denn so hatte das Buch am Ende keine Message und nichts, worauf irgendwas hinauslief.

    Und nochmal zum Schluss finde ich es auch sehr merkwürdig, dass das Erlebnis mit der Frau am Anfang, die von Brücke springen wollte und Gregorius diese Telefonnummer auf die Stirn schrieb. Das war nämlich das eigentliche Ereignis, was Gregorius zu seiner Reise bewegt hatte und es kam NIE wieder zur Sprache. Oder wenn nur so am Rande, was ich sehr schade finde. Es wäre cool gewesen, wenn Gregorius sie am Ende vlt nochmal angerufen hätte diese Nummer und vielleicht jemand aus Padros Leben abnahm. Das hätte den Bogen nochmal zurück gespannt. Es hätte auch irgendjemand ran gehen können.

    Erst dachte ich ja auch, Gregorius geht nach Portugal, um diese Frau zu finden, aber was soll's. Ich verstehe dann nur ihren Zweck in der Handlung nicht, denn so hätte man Gregorius auch anders aufs Buch stoßen können.


    Nachtzug nach Lissabon ist keines Falls ein schlechtes Buch, aber meines Erachtens vielleicht ein bisschen überbewertet und es handelt von Dingen, von denen ich mir wünschen würde, dass man auch mal über etwas anderes schreiben könnnte.



  4. Cover des Buches Oxen. Das erste Opfer (ISBN: 9783423217651)
    Jens Henrik Jensen

    Oxen. Das erste Opfer

     (267)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Die Bücher haben mich von A bis Z überzeugt, die Handlung ist gut durchdacht, glaubwürdig und spannend. Jens Henrik Jensen schafft es die verschiedenen Charaktere authentisch darzustellen und einen idealen Abschluss für die Triologie zu kreieren. Wärmstens zu empfehlen für Fans von Verschwörungstheorien.

  5. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

     (1.067)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein sehr lustiges und kurzweilig geschriebenes Buch, das man nicht immer in der Öffentlichkeit lesen sollte, da man auch mal einen Lachkrampf bekommen kann. Empfehlenswert, wer gerne lachen möchte.

  6. Cover des Buches Willkommen im Meer (ISBN: 9783426519110)
    Kai-Eric Fitzner

    Willkommen im Meer

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Christine_Neumeyer

    Zunächst haben mir das Cover und der Titel sehr gut gefallen. Passt perfekt zum Roman über das Leben eines sozial und humanistisch eingestellten Lehrers und Vaters an einem Gymnasium in einem konservativ und elitär eingestellten Umfeld. Die Kämpfe mit der Kollegenschaft werden allerdings sehr breit erzählt, vor allem in den Dialogen. Dennoch ist Willkommen im Meer ein schönes Buch mit wunderbaren Gedanken des Hauptprotagonisten für eine bessere Welt und Gesellschaft.

  7. Cover des Buches Goodbye, Jehova! (ISBN: 9783499628917)
    Misha Anouk

    Goodbye, Jehova!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: berka

    ...fallen auf. Sind sie in Begleitung eines Herrn im Anzug, der eine Aktentasche trägt so handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Zeugen Jehovas. Die machen sich in letzter Zeit rar, auch an der Haustür sind sie mir lange nicht begegnet. Aber es gibt sie noch. Einer ihrer Königreichssäle befindet sich in meiner Nachbarschaft, und dort ist gelgentlich Betrieb, freitagsabends und sonntags z. B.

    Vertreter der Zeugen Jehovas sind mir schon häufig begegnet. Früher gehörten sie zum Straßenbild, den Wachtturm anbietend. Einmal haben sie mich in meinem Wohngemeinschafts-Zimmer besucht: ein älteres Paar stand eines morgens vor der Tür und bot ein Gespräch an. Ich ließ sie hinein. Der Mann zog ein schwarzes Etui aus seiner Tasche und für einen Moment fürchtete ich er könnte einen Revolver zücken. Es war aber nur seine Bibel.

    Recht intensiven Kontakt hatte ich während eines Ferienjobs. Ich fuhr als Gehilfe mit einem Landvermesser durch die Gegend der aktiver Zeuge Jehova war. Während unserer Fahrten hatten wir viel Zeit für Gespräche, die er teilweise für religiöse Themen nutzte. Da ich zu jener Zeit Theologie studierte fühlte ich mich genötigt gegenzuhalten, muss aber eingestehen dass ich einen schweren Stand hatte. Sein Weltbild war recht geschlossen und er war gut geschult. Die Gespräche waren aber nicht unangenehm.

    Noch später ließ ich mich einmal auf einen Besuch von zwei relativ jungen Zeuginnen ein der sich aus einem Haustürgespräch ergab, mit ähnlichem Verlauf. Ich musste mich aber schon recht deutlich abgrenzen um die Diskussion zu beenden. Seitdem vermeide ich weiterführende Gespräche. Mein Eindruck ist auch dass die Zeugen nicht mehr so präsent sind.

    Soviel zu meinen Erfahrungen mit Zeugen Jehovas. Zum Buch hat Manuela schon viel gesagt.
    Ich musste mich ein wenig hindurchkämpfen, denn es ist recht ausführlich und einige Dinge wiederholen sich. Ich habe aber viel darüber erfahren wie die Zeugen Jehovas intern funktionieren, und welchen Tücken ihre Mitglieder ausgesetzt sind. Aber auch über die Geborgenheit die eine solche Glaubensgemeinschaft bietet, solange man nicht an ihren Grundsätzen zweifelt.

    Misha A. schreibt recht unterhaltsam und belegt seine Aussagen immer wieder mit Zitaten aus dem Schrifttum der Zeugen.
    Er schildert den Jahresablauf und die Aktivitäten in der Gemeinde und geht auch auf deren Historie ein, weltweit und in Deutschland.
    Erschreckend ist die Konsequenz mit der er sich von seinen Eltern trennen musste als er sich schließlich lossagte. 
  8. Cover des Buches Ein Coffee to go in Togo (ISBN: 9783958891388)
    Markus Weber

    Ein Coffee to go in Togo

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Waldschmidt

    Unternehmensberater Markus Weber will raus aus dem Hamsterrad. Das wird ihm eines Morgens klar, als er auf die gestresste Arbeitswelt blickt. Weber kündigt seinen Job. Doch wohin soll es gehen? Hauptsache weit weg! Der Blick fällt auf seinen Kaffeebecher und er fragt sich, ob es den „Coffee to go“, den die fleißigen Arbeitsameisen allmorgendlich hinter kippen, auch in Togo gibt. Wortspiel und Reiseidee sind hiermit geboren. Weber wird mit seinem pinken Drahtesel 14.037 Kilometer bis nach Togo radeln, unzählige Abenteuer durchleben und Kaffee trinken. Das Buch überzeugt durch seine naiv angehauchte, ehrliche, kurzweilige Erzählung – mit einer Portion Selbstironie. Herrlich erfrischend. 

  9. Cover des Buches Ada - Im Anfang war die Finsternis (ISBN: 9783401601120)
    Angela Mohr

    Ada - Im Anfang war die Finsternis

     (35)
    Aktuelle Rezension von: melanie_reichert

    „Ada“ ist ein realistisches Jugendbuch, das nicht nur durch sehr authentische Charaktere überzeugen kann, sondern auch noch eine ernste Hintergrundstory bietet, die mich vollkommen überzeugen konnte.

    Das Buch ist in zwei Teile gegliedert und wechselt immer wieder zwischen den Perspektiven in der direkten Ich-Form, was durch Nennung der Namen in der Überschrift erfolgt. Dieser Wechsel zwischen den Charakteren war sehr gut gelungen, weil man so immer das Eindruck hatte, direkt in die Gefühlswelt der einzelnen Personen eintauchen zu können. Gerade bei Ada hat das Sinn gemacht, da sie eine für sich vollkommen neue Welt entdecken muss und wir dies so ungefiltert miterleben. Der Schreibstil ist absolut fesselnd, denn ich habe das Buch praktisch nicht aus der Hand legen können.

    Ada hat mir als Protagonisten sehr gut gefallen, weil ich sie direkt ab der ersten Szene in mein Herz schließen konnte. Sie ist einfach echt und authentisch. Man nimmt ihr jedes Wort und jede Handlung ab, ohne weiter darüber nachzudenken. Ada macht wohl auch die größte Wandlung im Verlauf der Story mit. Dabei geschieht dies zunächst einmal schleichend und wird dann klarer. Ich konnte vollkommen in ihre Geschichte ziehen lassen und habe mich mit Ada zusammen auf eine Reise begeben können. Diese Fähigkeit habe ich bisher nur bei wenigen Charakteren feststellen können, aber hier muss ich ein dickes Lob an die Autorin aussprechen. Luca hat einen guten Gegenpol zu Ada gebildet, wobei sich dass ab einem gewissen Punkt geändert hat, da sich rausstellt, dass die beiden doch nicht so verschieden sind. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und sind ganz bestimmt nicht perfekt.

    Auch bei den Nebencharakteren hat ein wirklich gutes Charakterbuilding stattgefunden, was vor allem auf die Personen im Dorf zutrifft. Ich konnte mir diese Gemeinschaft tatsächlich vorstellen und habe den Leuten ihre jeweilige Rolle abkaufen können. Dabei wurde der Fokus noch nicht mal großartig auf irgendwelche Fakten aus der Vergangenheit gelegt, sondern wir habens die Leute ganz echt im Hier und Jetzt kennenlernen dürfen.

    Die Spannung war durchgängig vorhanden, was – wie schon erwähnt – dazu geführt hat, dass ich das Buch praktisch nicht aus der Hand legen durfte. Wir bekommen mehr als eine Überraschung und Wendung geboten und selbst wenn das nicht gewesen wäre, hätte mich die Autorin allein durch Adas Geschichte fesseln können, weil man einfach wissen möchte, wohin sie ihr Weg führt.

    Da das Buch teilweise auf den Erfahrungen der Autorin beruht, ist das Hintergrundthema gleich doppelt emotional. Zum einen hat mich Adas Einzelschicksal unglaublich berührt und zum anderen ist das Thema an sich sehr ernst. Man denkt immer, dass solche christlichen Sekten nur in Amerika oder ganz weit weg bestand haben, aber nein, Frau Mohr führt uns vor Augen, dass es solche Gruppierungen durchaus auch direkt vor unserer Haustür in Deutschland gibt und das Thema, weil es unbequem ist, viel zu oft totgeschwiegen wird.

    Ich konnte mich vollkommen auf diesen emotionalen, dramatischen, offenlegenden und fesselnden Roman einlassen, weil ich bereit dazu war, mit auf Adas Reise zu gehen. Für mich eine klare Leseempfehlung und eine Geschichte, die ich auch in Zukunft noch gerne weiterempfehlen werde.

  10. Cover des Buches Küsse haben keine Kalorien (ISBN: 9783956491634)
    Susan Mallery

    Küsse haben keine Kalorien

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Allison Thomas ist Cafebesitzerin und macht ihre Kunden mit selbstgemachter Schokolade, Pralinen und Trüffeln glücklich. Sie ist stolz diesen Laden alleine aufgebaut und erfolgreich gemacht zu haben. Für Männer hat sie keine Zeit, wenn ihre Mutter sich auch nichts sehnlicher wünscht als Enkelkinder. Doch ohne einen Mann wird das schwierig. Eines Tages steht der geheimnisvolle Matt Baker vor ihr um ihr im Laden verschiedenen Handwerksarbeiten zu erledigen.

    Ein netter voraussehbarer Roman, stellenweise war er mir einfach nur zu langatmig.

  11. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (506)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    In diesen Buch wird eher das Leben einer Frau erzählt und ihrer Liebesbeziehung als der Krimi den ich mir erhofft habe. Es geht um tote Kinder und das verschwinden der Tochter das war auch Spannend erzählt und wer es war. Aber die Andere Handlung hat überhand genommen schade. 

  12. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (435)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin

    "Die Kinder von Eden" sind eine bunt zusammengewürftelte Aussteigergruppe, in einem Tal der Rockys in Kalifornien. Sie passen sich nicht an, leben aber sonst friedlich in ihrer eigenen Welt, bauen einen hervorragenden Wein an und mit dem Erlös dieser Arbeit finanzieren sie ihr Leben. 

    So ziemlich jedes Gruppenmitglied hatte in seinem vorherigen, bürgerlichen Leben einen dunklen oder schwachen Punkt den man hinter sich ließ, bzw. lassen musste, wollte man nicht im Gefängnis landen. Deshalb verabschiedete man sich  aus seinem bürgerlichen Dasein. Ewig könnten sie in ihrem "freien" Leben weiterhin ihr Dasein fristen, wäre da nicht der Regierungsbescheid, dass dieses komplette Tal bis zu einem bestimmten Termin zu räumen sei, da man die Schlucht für einen Wasserspeicher fluten wird. 

    Dieser Entscheid wird Anlass und setzt eine Welle der Gewalt in Gang. Die Idee ist, den Gouverneut des Staates Kalifornien mit der Drohung, ein künstliches Erdbeben auszulösen, unter Druck zu setzen.  Niemand in Sacramento glaubt, dass dies möglich sein und man tut es als Spinnerei ab. Erst als die junge FBI-Agentin Judy, der man diesen irrwitzigen Fall zuteilt um sie kalt zu stellen, den führenden Erdbebenforscher kontaktiert und sein Fachwissen einholt wird klar, dass es eine Möglichkeit gibt, über dem San Andreas Graben in Kalifornien mit einem seismischen Vibrator tatsächlich die Erde beben zu lassen. Die Gewaltbereitschaft von Priest, dem Kopf dieser Gruppe,  war schon immer latent vorhanden, doch nun bricht sich seine kriminelle Energie so richtig Bahn. Es wird gelogen, betrogen und gemordet um das Ziel zu erreichen. 

    Mehr will ich über den Inhalt des Buches nicht verraten. 

    Auf jeden Fall ist es ein spannender Ken Follet. Auch hier gelingt es dem Autor, Realität und Fiktion so miteinander zu verbinden, dass dem Leser nahezu alles schlüssig erscheint und man gebannt weiterliest. 

    Ungefähr bis Dreiviertel des Romans war ich total fasziniert, wollte das Buch nicht aus der Hand legen.. Doch dann wurde es mir doch etwas too much von allem. Deshalb ein Sternchen Abzug.  

    Trotzdem, ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders interessant dabei ist, dass man als Leser immer wieder Infos zu Erdbeben erhät die in die Geschichte  eingewoben sind. 

  13. Cover des Buches Bananama (ISBN: 9783218011037)
    Simone Hirth

    Bananama

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Dieses Buch ist eine gute Idee, ein bisschen Poesie und eine böse Überraschung.

    Hier erzählt ein Mädchen im Grundschulalter von ihrem Leben in einer Aussteigerfamilie. Ihre Eltern wünschen sich ein ursprüngliches, naturnahes Leben und haben dazu ein Haus im Wald bezogen, das sie Bananama nennen. Dort leben sie abseits der Gesellschaft, lassen ihren Gemüsegarten verwildern und bestellen ökologisch einwandfreie Artikel im Internet.

    Sie würde gerne zur Schule gehen, Schokolade essen und Freunde haben, aber all das halten ihre Eltern für schädlich.

    Anrührend und eigentümlich poetisch lässt einen dieses kleine Mädchen an seinen Gedanken teilhaben. Die Sprache ist naiv, aber die Gedanken sehr klug. Sie hinterfragt alles und ordnet es ein: „Was ich mir wünsche“ - „Was Vater mir beibringt“.

    Mit feiner Ironie wird hier über das ideale Leben und alternative Lebensmodelle philosophiert, gestichelt, kritisiert, bis dann die Ironie kippt und in Sarkasmus übergeht.

    Der letzte Teil des Buches ist geradezu absurd. Ich verstehe den Gedanken dahinter, es verstört, schockiert und ist natürlich auch tiefsinnig und kunstvoll. Dennoch landet eine feinsinnige, sorgfältig vorbereitete Gesellschaftskritik hier mit einem Krachen in der Tonne. Schade um ein schön angelegtes Buch mit guter Idee. Das hätte man eleganter lösen können.

  14. Cover des Buches Malé (ISBN: 9783103972214)
    Roman Ehrlich

    Malé

     (22)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Roman Ehrlich (*1983) entführt uns mit seinem Roman in die Hauptstadt der Malediven. Das Urlauberparadies, vor allem bei Honeymoonern beliebt, ist durch den Klimawandel dem Untergang geweiht. Schon jetzt stehen Bereiche der Stadt unter Wasser. Schlammig ist es dort, schmutzig. Die Ur-Einwohner sind auf andere Atolle ausgewichen, hier halten sich fast nur noch Aussteiger auf.

    Roman Bauch ist einer der Besucher. Der verzweifelte Vater von Mona Bauch, einer Schauspielerin, die hier verschollen ist, will nicht an ihren Tod glauben. Er sucht nach seiner Tochter, die angeblich mit einem deutschen Lyriker liiert war. Die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Frances Ford unterstützt ihn bei der Suche.

    Nach und nach lernen wir Leser die verschiedensten Menschen kennen, die es auf das Atoll verschlagen hat. Wir erleben ihren Drogenrausch mit und erfahren von Versorgungsengpässen.

    „Gerüchte und Geschichten, Berichte von Sichtungen, von Spuren, Schemen und Schatten unmenschlicher, ungebetener Erscheinungen häufen sich unter den Ausgestiegenen auf der Insel der ehemaligen Hauptstadt.“ (Seite 76)


    Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen. Nicht enden wollende Sätze mit einer Unmenge von Aufzählungen verleiteten mich dazu, auch mal ein paar Zeilen zu überspringen. Trotzdem ist der Aufbau so gestaltet, dass die Hoffnung auf weiterbringende Szenen mich nicht aufgeben ließen. Wobei ich im Nachhinein zugeben muss, dass mich die Lektüre nicht schlauer gemacht hat.

    Auch wenn das Buch 2020 für den Deutschen Literaturpreis nominiert war, hat sich das Lesen für mich nicht gelohnt.

  15. Cover des Buches Walkaway (ISBN: 9783453317932)
    Cory Doctorow

    Walkaway

     (24)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Welt des Buches ist scheinbar nur einen Wimpernschlag von unserer entfernt. Die Technologie ist der unseren überlegen, aber durchaus denkbar und glaubhaft. Die Gesellschaft unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht sonderlich von der heutigen.

    Aber dies ist die Welt, auf die wir sehenden Auges zusteuern: die sozialen Ungerechtigkeiten sind eklatant, Klimawandel und Umweltverschmutzung haben große Teile der Erde unbewohnbar gemacht. Eine sehr kleine Gruppe ‘Zottas’ (obszön reiche Menschen) regiert die Welt, während die Ärmeren sich einlullen lassen von den sozialen Medien und der Suggestion, auch sie könnten Zottas werden, wenn sie sich nur eifrig genug im Hamsterrad abstrampeln.

    Dies ist eine Welt kurz vor der Katastrophe, dem Zusammenbruch aller Werte. Der Supergau des Kapitalismus.

  16. Cover des Buches Into the Wild (ISBN: 0385486804)
    Jon Krakauer

    Into the Wild

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Tulpen

    Jon Krakauer nimmt sich in seinem Roman dem Aussteiger Chris McCandless an, der in den Weiten Alaskas die Einsamkeit suchte und hier ein tragisches Ende fand.

    Die Geschichte gliedert sich in mehrere Teile. Zuerst beschreibt Krakauer Chris McCandless' Persönlichkeit und seine Motivation, sich immer wieder von den Menschen abzuwenden und Zuflucht in der Natur zu suchen. Anschließend vergleicht er McCandless mit anderen Aussteigern und Abenteurern. Der letzte Teil erzählt detailliert von seinem letzten Trip nach Alaska und die Umstände, die letztlich zu seinem Tod führten.

    Ich kannte Chris McCandless nicht, deshalb ist meine Rezension ein bisschen spekulativ. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es Jon Krakauer sehr gut gelungen ist, den Protagonisten zu beschreiben. Als einen sehr sensiblen, vielseitig begabten und sehr sympathischen Mann, der sich stets anders gefühlt hat als die anderen und deshalb Probleme hatte, sich in eine dauerhafte Gemeinschaft einzufinden. Nichtsdestotrotz suchte er auch immer wieder die Nähe von Menschen und nutzte seine langen Auszeiten in der Wildnis als Ruhepausen, nach denen er sich wieder nach Gemeinschaft sehnte und in die Zivilisation zurückkehrte. 

    McCandless wurde im Nachhinein vielfach angefeindet und als "dumm", "schlecht vorbereitet" und "selbst schuld" bezeichnet. Es gefällt mir gut, dass Jon Krakauer hier seine Verteidigung übernimmt und genau beleuchtet, dass Chris vielleicht etwas blauäugig an seine Abenteuer herangegangen ist, aber keinesfalls unvorbereitet war, was zum Beispiel Kenntnisse der Natur und Überlebensstrategien anging.

    Was mir an dem Buch überhaupt nicht gefällt, ist der Vergleich mit anderen Abenteurern und Aussteigern. Vor allem, da die Motivation der anderen ausgewählten Figuren eine gänzlich andere ist, z:B. Erfahrungen sammeln wie das Leben in der Steinzeit gewesen ist oder einen sehr hohen gefährlichen Berg besteigen und dabei seine eigenen Grenzen zu überwinden, ist es als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Genauso gut (oder besser) würde ein Vergleich mit einem sehr sensiblen Menschen passen, der sich von den Menschen zurückzieht und sein Leben in Einsamkeit mit Malerei oder sonstigem verbringt. Ich habe hier den Eindruck, diese ausschweifenden Nebengeschichten dienen vor allem dazu, den Autoren auch mitspielen zu lassen, denn er vergleicht McCandless auch mit sich selbst. Auch für den Erzählfluss wirkt dieser Teil des Buches für mich wie ein Bruch und ausgesprochen störend.

    Der Roman ist auf dem Poster der 99 Bücher, die man gelesen haben muss, aufgeführt. Das finde ich übertrieben und weiß nicht, welche Motivation dahinter gesteckt haben mag. Auch wenn Chris McCandless zweifellos ein sehr besonderer Mensch war und Krakauer ihm wahrscheinlich sehr gerecht wurde und eine wunderbare Erkenntnis mitliefert:

    "I think maybe part of what got him into trouble was that he did too much thinking."




  17. Cover des Buches Laufen. Essen. Schlafen. (ISBN: 9783492404884)
    Christine Thürmer

    Laufen. Essen. Schlafen.

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Schreibstil ist flüssig und das Hören hat mir großen Spaß bereitet. Die Autorin nimmt den:die Leser:in mit auf eine atemberaubende Reise. Die Beschreibungen der Natur und der amerikanischen Trails sind bildhaft und detailliert. Die Gedankengänge der Autorin sind wundervoll zu hören. 


    Wie einige wissen, möchte ich den kompletten Camino Francés wandern. Durch die Pandemie hat das leider 2021 nicht funktioniert. Die Autorin hat mir einige meiner Sorgen und Ängste genommen und mich bestärkt, dieses Ziel wieder aufzunehmen. 


    Ein tolles Buch und eine wundervolle Reise. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne. 

  18. Cover des Buches Nullzeit (ISBN: 9783641242763)
    Juli Zeh

    Nullzeit

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Sven hat sich auf der spanischen Insel Lanzarote gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Antje eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Bei ihm kann man exklusive Tauchreisen buchen. Sein Lebensmotto sich aus allem herauszuhalten gerät ins Wanken, als seine neuen Gäste Jola und Theo anreisen. Die Schauspielerin und der Schriftsteller sorgen für viel Aufregun. Als Sven beginnt mehr für Jola zu empfinden entsteht eine Dreiecksbeziehung, die sein gesamtes Leben auf den Kopf stellt…

    Juli Zeh schreibt in diesem Roman eine Geschichte, die an manchen Stellen sogar ein bisschen Thrillerzüge annimmt. Wirk fesseln konnte mich dieses Buch allerdings nicht, obwohl es sich leicht weg lesen ließ. Die Charaktere waren mir unsympathisch und blieben mir allesamt fremd. Eine Erfahrung, die ich in den Büchern „Unter Leuten“ und „Über Menschen“ nicht gemacht habe. Diese Bücher waren auch der Grund, warum ich mehr von der Autorin lesen wollte, denn sie machten mich süchtig. Dieses Buch war eher ernüchternd für mich, obwohl ich Bücher mich Psychospielchen durchaus interessant finde.

    Insgesamt war dies ein Buch, was ich nicht bereue gelesen zu haben, aber auch eins, was man nicht gelesen haben muss. Story interessant, dennoch durchschnittliche Umsetzung.
    Man macht wohl nichts falsch, wenn man es liest, darf aber auch nicht mit zu hohen Erwartungen daran gehen. 

  19. Cover des Buches Inside AFD (ISBN: 9783958902039)
    Franziska Schreiber

    Inside AFD

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Readers_love

    Dieses Buch offenbart spannendes und interessantes Wissen zu Partei und Personen innerhalb der AfD.

    Personen und Handelnde der Partei werden vorgestellt und der Weg der Partei von Gründung bis 2018 erläutert und das ist durchaus wissenswert.

    Ich bin mit einer gewissen Skepsis an das Buch heran gegangen. Und auch wenn ich nicht in Allem der Autorin zustimme ist es durchaus spannend und teils schockierend was berichtet wird. 

    Ich habe das Buch als Hörbuch gehört,  gelesen von der Autorin selbst und auch das ist durchaus hörenswert.

  20. Cover des Buches Meeresgrab (ISBN: 9783839225332)
    Peter Wark

    Meeresgrab

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Booky-72

    Martin Ebel lebt seit Jahren auf den Kanaren in La Palma ein gutes Leben. Jahrgangstreffen sind eigentlich nicht so seins. Aber dieses Mal reist er nach Deutschland und nimmt teil. Im Nachhinein ein Fehler.

    Justus, einer seiner Schulfreunde von damals hat die spontane Idee, ihn in La Palma zu besuchen. Martin sagt ja, doch das war ein schwerer Fehler. Aus seiner Ruhe wird das blanke Chaos.

    Einbruch, Verfolgung, Justus wird niedergeschlagen und so weiter. Als er im Meer ertrinkt, oder vielleicht auch nur angeblich, beginnt Martin zu begreifen und stellt Nachforschungen an. Auch nicht ganz ungefährlich für ihn selbst.

    Interessante Charaktere an einem schön beschriebenen Schauplatz, allgemein gute Geschichte.

  21. Cover des Buches Die Verschwundenen (ISBN: 9783903005020)
    Wolfgang Popp

    Die Verschwundenen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Seit der Reise war mir aber klar geworden, dass es Menschen geben musste wie Philip, die genau wussten, was sie wollten, aber auch solche, die für andere die Scherben aufsammelten, und dass ich der Mann für die Scherben war und daran nichts falsch war.“ (Zitat Seite 157)

     

    Inhalt

    In fünf Episoden berichten fünf unterschiedliche Ich-Erzähler über das Wiedersehen mit einem Menschen, mit dem sie vor Jahren in mehr oder weniger engem Kontakt waren, bis dieser Mensch plötzlich mit oder auch ohne jeden Abschied und Erklärung verschwunden ist. Warum haben sie damals alle Kontakte abgebrochen und wie ist ihr Leben in diesen Jahren verlaufen? Ist es möglich, nach all den Jahren einfach weiterzumachen, oder ist es eher ein Neubeginn? „Wir wären alle zurück in einer Zufriedenheit, von der wir ohnehin nicht wissen, warum wir sie jemals verlassen haben. Ganz ehrlich, war es irgendwann später noch einmal so gut wie damals?“ (Zitat Seite 182)

     

    Thema und Genre  

    In diesem Roman in Episoden mit fünf unterschiedlichen Erzählern geht es um Varianten von Beziehungen, von Menschen, die plötzlich mit oder ohne Vorwarnung verschwinden und sich nach vielen Jahren ebenso plötzlich wieder melden.

     

    Charaktere

    Damals gingen sie noch zur Schule oder waren Studenten. Sie waren befreundet, oder standen in einer anderen Form von Beziehung zueinander, heute, viele Jahre später, sind sie längst erwachsen und nicht immer führen sie genau jenes Leben, das sie damals geplant hatten, was beim Wiedersehen zu Überraschungen führt.

     

    Handlung und Schreibstil

    Auf den ersten Blick wirken sie wie fünf in sich abgeschlossene Geschichten, doch immer begegnen wir irgendwo am Rande des jeweiligen Geschehens kurz einer Person, die später selbst im Mittelpunkt einer anderen Geschichte stehen wird und so verbinden sich die Episoden zu einem Roman, dessen Fragen und Vermutungen durchaus auch zu überraschenden Resultaten führen können. Die geschilderten Ereignisse nehmen uns von Wien aus mit auf eine Reise in andere, teilweise weit entfernte Länder und so werden die Erlebnisse der einzelnen Figuren durch viele interessante Details, Beobachtungen und lebhafte Schilderungen ergänzt.

     

    Fazit

    Ein facettenreiches, interessantes Lesevergnügen.

  22. Cover des Buches Schiffsmeldungen (ISBN: 9783442744435)
    Annie Proulx

    Schiffsmeldungen

     (177)
    Aktuelle Rezension von: NadjaE
    Ein wunderbares Buch. Ich habe schon den Film geliebt, das Buch übertrifft ihn. Habe sofort unbesehen weitere Bücher von Annie Proulx gekauft. Ihre Schreibe ist frisch und einprägsam, die Charaktere echt und eigenwillig, die Welt Neufundlands neu und aufregend. Eines der Bücher bei denen man beim lesen immer wieder ängstlich prüft, wie viel man denn noch zu lesen hat. Ich habe es ausgelesen und schon fehlt es mir! Sehr gute Übersetzung!
  23. Cover des Buches Baba Dunjas letzte Liebe (ISBN: 9783462054729)
    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe

     (300)
    Aktuelle Rezension von: das_frollein_meier

    Alina Bronsky

    Baba Dunjas letzte Liebe


    Während die Welt einen großen Bogen um die Zodeszone Tschernobyl macht, kehrt die alte Baba Dunja genau dorthin zurück. 

    Es gibt hier nicht viel, Baba Dunja und die wenigen anderen Heimkehrer (alles ebenfalls alte Leite) sind irgendwie Ausgestoßene. Aber dennoch haben sie in ihrem kleinen Dorf das für sie wichtigste - ihre Heimat. 


    Ein zauberhaftes kleines Buch, großartige Charaktere, die mich tatsächlich irgendwie berührt haben. 


  24. Cover des Buches Der Aussteiger (ISBN: 9783426306888)
    Thorsten Kirves

    Der Aussteiger

     (17)
    Aktuelle Rezension von: wacaha

    Auf einem Parkplatz in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft wird der Politikberater Lars Lutteroth erschlagen aufgefunden. Der Hamburger Kommissar Tom Simon ermittelt gemeinsam mit seiner Partnerin Mira Holbing in dem Mordfall, der sehr undurchsichtig erscheint. Lutteroths Agentur betrieb Lobbyarbeit und war in unsaubere Geschäfte verwickelt. Auch die familiären Verhältnisse des Ermordeten sind kompliziert, zu seinem Bruder besteht seit Jahrzehnten kein Kontakt. Dieser ist das glatte Gegenteil Lars Lutteroths: Ein Alt-Autonomist, der die Arbeit seines Bruders verachtet und zurückgezogen jenseits des Kapitalismus auf einem Bio-Bauerhof lebt. Des Weiteren entdecken die Kommissare, dass das Opfer ein Doppelleben führte, seine Tochter Bescheid wusste. Wer ist der wahre Mörder von Lars Lutteroth?

    Während Tom Simon die verzwickten Ermittlungen vorantreibt muss er mit seinen ganz eigenen Dämonen kämpfen: Sein Zwillingsbruder Marco ist seit sechs Jahren auf der Flucht, er soll ein Drogenkartell angeführt und einen Polizisten ermordet haben. Tom ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinem Bruder und seiner Pflicht als Polizeibeamter, insbesondere da Marco wieder auf dem Weg nach Hamburg sein soll…

    „Der Aussteiger“ ist das Krimi-Debüt des Filmregisseurs Thorsten Kirves. An seinem bildlichen Schreibstil merkt man sofort den Drehbuchautor in ihm, die Spannung wird permanent hoch gehalten, die Geschichte kommt ohne unnötige Cliffhanger aus und sogar die notwendigen Ermittlungsarbeiten sind interessant und realistisch beschrieben. Das Buch lässt sich somit sehr flüssig  lesen und ist kaum aus der Hand zu legen.

    Bereits das Cover schafft eine mysteriöse, spannende Atmosphäre. Die rote Farbe sticht heraus, ebenfalls sind die Hamburger Landungsbrücken deutlich zu identifizieren. Auch im Buch sind verschiedene Handlungsorte sehr bildhaft beschrieben, das Hamburger Flair kommt absolut beim Leser an.

    Kirves hat sehr authentisch erscheinende Protagonisten geschaffen, jeder für sich wird mit seinem individuellen Charakter, seinen Sorgen und Nöten nachvollziehbar beschrieben. Der Leser erhält ausführliche Einblicke in deren Leben, ich konnte mich in jede Person hineinversetzen und sogar  Tom Simons Leidenschaft für das Boxen verstehen.

    Der Plot ist spannend gestaltet und besticht durch verschiedene parallel verlaufende Handlungsstränge. Es gibt während des Verlaufs der Geschichte viele Wendungen und undurchschaubare Protagonisten, ich war ständig am Rätseln und änderte meinen Hauptverdächtigen permanent. Insgesamt kommt eine Vielzahl an Charakteren und deren verschiedene Handlungsperspektiven vor, man wird als Leser gefordert und muss die ganze Zeit mitdenken – mir hat das sehr gut gefallen. Das Ende war tempo- und actionreich, ich war absolut überrascht von der Lösung des Falls, mit der ich niemals gerechnet hätte – Chapeau an den Autor!

    Den einzigen Punkt Abzug gibt für die ungeklärten Handlungsstränge, die – obwohl beabsichtigt – mich als Leser trotzdem etwas unbefriedigt zurückgelassen haben. Es bleiben einfach ein paar Fragen zu viel offen, die ich gerne geklärt gehabt hätte.

    Fazit:

    „Der Aussteiger“ ist ein spannender, undurchsichtiger Kriminalfall mit ständigen Wendungen und einem unvorhergesehenen Ende sowie facettenreichen Protagonisten. Meine absolute Leseempfehlung!

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