Bücher mit dem Tag "austen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "austen" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich (ISBN: 9783404179800)
    Mary E. Garner

    Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

     (243)
    Aktuelle Rezension von: Karins_Buecherwelten

    Rezension 

    Das Buch der gelöschten Wörter – der erste Federstrich

    Mary E. Garner

    ET:04/20  im Bastei Lübbe Verlag 


    ❤️

    Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway's Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ...

    ❤️

    Meine Meinung:

    Dies ist der erste Teil der Fantasy  Reihe aus der Bücherwelt Reihe. Die anderen beiden Teile habe ich ,im letzten Jahr gelesen. Es fasziniert mich einfach wenn eine Geschichte , sich  um Bücher dreht. Doch diese Welt hier ist viel mehr.Hier geht es um Hope Turner , eine 42-jährige Frau ,die Bücher schon immer begeistert haben. Hope landet eines Tages unbeabsichtigt,in einer Buchhandlung und ahnt nicht, welche Abenteuer ihr bevorstehen.Ihr bisheriges Leben war bisher alles andere als spannend und romantisch.Der Schreibstil ist flüssig und die Szenen sind bildhaft beschrieben.Ich fand es einfach ein Genuss,die Roman Figuren zu begleiten. Hier werden dem Leser sehr viel Spannung, Humor und auch unerwartete Wendungen präsentiert.Auch wenn dieser erste Teil mit ein paar Längen aufwartete, wird der Leser mit diesem Buch und den Folgebänden nicht enttäuscht .Es war einfach großartig in diese Welt einzutauchen.4,5/5



  2. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.077)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Elizabeth Bennet wohnt mit ihren Eltern und ihren vier Schwestern in ländlicher Nachbarschaft. Als ein junger Gentleman mit Namen Bingley ein Anwesen in ebendieser Nachbarschaft mietet, ist schnell klar: Eine der Bennet-Schwestern soll ihn heiraten. Doch Bingley kommt nicht allein, ist doch der noch vornehmere Mr. Darcy sein ständiger Begleiter. Doch Mr. Darcy ist stolz und sucht nicht die Nähe auch nur einer seiner neuen Nachbarn und Nachbarinnen. Besonders Elizabeth entwickelt eine Abneigung gegen den voreingenommen Edelmann, die von den Erzählungen des Soldaten Wickhams nur bestärkt wird. Doch wer spricht die Wahrheit? 

    Fazit: Ich habe "Stolz und Vorurteil" nun bereits zum dritten Mal gelesen. Ich muss zugeben, dass die Ausgabe, die ich diesmal las, eine weniger angenehme Übersetzung beinhaltete als meine favorisierte Ausgabe. Die Geschichte hat dennoch einen ungebrochenen Zauber für mich. Mr. Darcy ist eine vielschichtige Persönlichkeit, dessen Schüchternheit und soziale Scheu nur noch mehr für ihn sprechen. Ebenso sind Elizabeths Offenheit und Neckereien echte Highlights. Mr. Bingleys Charakter kann ohnehin eigentlich nur geliebt werden. Ich möchte dieses Buch immer und immer wieder lesen! 

    Empfehlung: Ich würde es am liebsten jedem Menschen zum Lesen geben. ❤️

  3. Cover des Buches Im Hause Longbourn (ISBN: 9783328100270)
    Jo Baker

    Im Hause Longbourn

     (235)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Sarah, eine Waise, lebt und arbeitet schon seit geraumer Zeit im Haushalt der Bennets, seit sie einst von Mrs. Hill, aus dem Waisenhaus geholt wurde. Und obwohl Mrs. Hill seit eh und je die oberste Haushälterin im Hause Bennet ist, hat sie durchaus auch ein Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Anvertrauten. Sarah fühlt sich dort zwar gemocht und aufgehoben, doch neigt sie in stillen Momenten auch schon mal dazu, sich vorzustellen, wie es wäre, ein eigenbestimmtes Leben zu führen.

    Als die reiche Familie Bingley ganz in die Nähe zieht und die Aufmerksamkeit von Mrs. Bennet und ihren unverheirateten Töchtern erweckt, profitiert auch Sarah davon, denn Mr. Bingley hat einen äußerst attraktiven Diener, der in der nächsten Zeit häufiger zwischen Netherfield Park und Longbourn pendeln wird, um Briefe von seinem Dienstherren zu überbringen. Doch während Bingleys Diener ganz offen um Sarahs Gunst buhlt, weckt doch noch ein anderer Mann ihr Interesse. Der mysteriöse James Smith, der von Mr. Bennet unter anderem als Hausdiener angestellt wurde. Still und äußerst verschlossen geht er seinem Tagewerk nach, ist fleißig und zuvorkommend allen gegenüber. Doch schenkt er Sarah nicht die Aufmerksamkeit, die sie gerne hätte, was sie so gegen ihn aufbringt, dass sie sich vornimmt herauszufinden, welches mögliche Geheimnis er vor allen verbirgt. Ausgerechnet die Besuche des undurchsichtigen Soldaten Mr. Wickham, die unter den Bennetmädchen für helle Begeisterung sorgen, führen im Dienstbotentrakt zu gewissen Spannungen. Und auch die friedliebende Mrs. Hill steht plötzlich zwischen den Fronten, als James von einem auf den anderen Tag verschwindet, denn Mr. Bennet verweigert ihr jegliche Hilfe…

    In ihrem historischen Roman „Im Hause Longbourn“ stellt die Autorin Jo Baker die Domestiken der Familie Bennet aus Jane Austens Klassiker „Stolz und Vorurteil“ in den Fokus, was sich für meinen Geschmack zunächst einmal als erfrischende Idee entpuppte. So erfährt der Leser hier zum Beispiel, wie mühselig und aufreibend sich einst ein typischer Waschtag gestaltete, oder wie aufwendig die Herstellung von alltäglichen Dingen wie Seife, damals noch war. Diese Einstreuungen bezüglich des Arbeitsalltags werden informativ erzählt, jedoch stellt die Autorin diese zeitweilig so sehr in den Fokus, dass darunter die Charakterentwicklung und die Handlung ein wenig auf der Strecke bleiben.
    Über weite Teile der Erzählung geschieht im Dienstbotentrakt nichts, außer dem Entgegennehmen von Befehlen der Bennets und deren Umsetzung, was ich als ein wenig schade empfinde, da die Figuren allen voran Sarah, James und Mrs. Hill so viel Potential in sich bergen, das hier meiner Meinung nach leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde.

    Zwar ist am Erzählstil der Autorin nichts auszusetzen, doch fehlt es der Geschichte meinem Empfinden nach einfach mehr an Lebhaftigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass die Figuren untereinander nicht sehr viele Dialoge miteinander führen, oder etwa, dass der Arbeitsalltag alles zwischenmenschliche zur Nebensache macht. Immerhin lässt die Autorin aber doch hier und da Emotionen zwischen ihren Figuren zu- etwa wenn Sarah und James ihre Gefühle füreinander darlegen, Mrs. Hill traurig über ihren verlorenen Sohn nachsinniert oder James seine Vergangenheit Revue passieren lässt. In diesen Momenten empfand ich den Roman auch als atmosphärisch dicht und stark geschrieben, doch leider reichten diese wenigen Romanpassagen für mich nicht aus, um mehr in diesem Roman sehen zu können, als „nette Unterhaltungslektüre“.

    Sehr positiv fand ich das Timing bzw. wie die Autorin die Geschichte von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ ihrem Roman zeitlich anpasste. So hat man als Leser das Gefühl, man bekomme beim Lesen hier sämtliche Ereignisse, die sich während Elizabeth und Jane etwa in Mr. Darcy und Mr. Bingley verliebten, im Hintergrund abspielten, nachträglich dargeboten.
    Jo Bakers Roman rundet ausgerechnet die Charaktere der Bennets (auch wenn diese hier lediglich als Nebenfiguren in Erscheinung treten) zusätzlich ab, denn durch gewisse Einfälle, die die Autorin in ihrem Roman einfließen lässt, treten sogleich die Charakterstärken als auch die Schwächen der Bennets mehr zu Tage. Dies gilt auch übrigens für die Figur des Wickham.

    Zugegeben, man muss Jane Austens Roman nicht unbedingt gelesen haben, wenn man sich „Im Hause Longbourn“ zu Gemüte führen möchte, doch ehrlich gesagt sähe ich persönlich keinen Sinn darin, ohne Vorwissen zu diesem Buch zu greifen. Trotz meiner Kritikpunkte ist es ein eingängiger historischer Schmöker, der Unterhaltungswert besitzt, wenn ich auch Austens Witz beim Lesen schmerzlich vermisst habe.

  4. Cover des Buches Emma (ISBN: 9783959671156)
    Jane Austen

    Emma

     (1.097)
    Aktuelle Rezension von: lanasreadingpassion

    Das Buch war witzig und romantisch zugleich, wobei die Romanze nicht im Vordergrund stand, zumindest hat es sich nicht so angefühlt. Das Buch wurde zur Unterhaltung geschrieben, es ist nicht umsonst eine Komödie und ein Liebesroman zugleich. Emma ist eine tolle, willensstarke Protagonistin und ihre Entwicklung hat mir sehr gefallen. Mr. Knightley hat mir auch sofort gefallen und ich habe so lange darauf gewartet bis zwischen ihnen etwas passiert. Der Humor ist toll, zwar anders (für mich nicht immer sofort verständlich gewesen), denn das Buch wurde 1977 veröffentlicht. Der Schreibstil fiel mir anfangs etwas schwer, aber man gewöhnt sich daran und ich habe es trotzdem genossen.
    Ein schöner und witziger Liebesroman, der gut unterhält. Mir persönlich hat aber die Leidenschaft zwischen Emma und Mr. Knightley etwas gefehlt.

  5. Cover des Buches Stolz und Vorurteil und Zombies (ISBN: 9783453533516)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil und Zombies

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Die Nachricht, ein betuchter Junggeselle habe einen Landsitz nahe Meryton angemietet, versetzt Mrs. Bennet in Verzückung, hofft sie doch, endlich eine ihrer fünf Töchter unter die Haube zu bringen. Tatsächlich zeigt der nette Mr. Bingley großen Gefallen an der Ältesten. Er ist nicht nur entzückt von Janes Schönheit, sondern auch ihrer Kampfkunst. Alle Bennet-Mädchen wurden in China ausgebildet, um für die englische Krone gegen die seit Jahrzehnten herrschende Zombieplage vorgehen zu können. Elizabeth, kurz Lizzie, ist eine besondere Meisterin darin, den Untoten den Garaus zu machen. Trotzdem würdigt Bingleys Freund Mr. Darcy sie keines Blickes. Seine scheinbare Arroganz macht ihn schnell unbeliebt. Als er plötzlich doch Interesse an Lizzie zu erkennen gibt, steht sie dem zunächst ablehnend gegenüber, auch weil er gegen Janes Glück interveniert hat.

    Neudeutsch Mashup wird die Methode genannt, Literaturklassiker mit neuen Elementen, wie etwa Horroreinflüssen, aufzupeppen. Seth Grahame-Smith hat mit seiner Umdichtung von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ eine Lawine solcher Werke losgetreten und kann sogar eine Verfilmung vorweisen. So witzig die Idee klingt, ist sie in der Ausführung aber leider nicht geraten. Anfangs ruft die Garnitur mit Zombieeinsprengseln zumindest noch hochgezogene Mundwinkel und vereinzeltes Schmunzeln hervor, nach einer Weile wirken diese Szenenkleckse jedoch nicht mehr schräg sondern eher bemüht und manchmal schlicht unappetitlich. Der Autor hat es sich leicht gemacht, indem er einen Großteil von Jane Austens Original schlicht übernommen hat, doch oftmals gelingt es ihm nicht, seine wenigen eigenen Bestandteile in die ursprüngliche Geschichte zu integrieren, weshalb sie Fremdkörper bleiben. Schlimmer noch, bestimmte eingefügte Handlungen führen dazu, dass die Figuren nicht mehr stimmig charakterisiert sind und einige Entwicklungen kaum noch Sinn ergeben. So hebelt Grahame-Smith die feine Ironie Austens beinahe, ihre Romantik gar völlig aus, ohne mit seiner platten Verhohnepiepelung selbst glänzen zu können. (TD)

  6. Cover des Buches Pride and Prejudice (ISBN: 9781435136564)
    Jane Austen

    Pride and Prejudice

     (524)
    Aktuelle Rezension von: maikengreimel

    Für mich ist Pride and Prejudice der beste Jane Austin Roman, aber es braucht die richtige Einstellung zum Lesen. Wer eine super einfache, moderne Literatur sucht ist hier falsch. Wenn man sich drauf eingelassen hat, ist die Geschichte aber absolut entzückend. Auch eine der wenigen Geschichten, bei der mir die Verfilmung genauso gut gefallen hat, wie das Buch! 

  7. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.547)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

  8. Cover des Buches Anne Elliot (ISBN: 9783423145282)
    Jane Austen

    Anne Elliot

     (473)
    Aktuelle Rezension von: Himmelsvogel

    Story:

    Anne Elliot wächst als Tochter eines Baronets in Kellynch Hall auf. Kaum im heiratsfähigen Alter möchte sich der mittellose Seeoffizier Frederick Wentworth mit ihr verloben, doch Anne lehnt diesen Antrag auf Anraten einer Freundin, trotz der Liebe zu dem jungen Mann, ab. Jahre gehen ins Land in denen sie nur reifer und gebildeter wird, doch kein Mann scheint gewillt ihr Herz zu erobern. Erst als Annes Vater das Anwesen vermieten muss, begegnet die nun 27-Jährige Frederick erneut. Dieser hat sich nun zum Kapitän hochgearbeitet und ist ein wohlhabender Mann. Doch Verstrickungen in der Gesellschaft, in der sie beide nun verkehren, hindern die beiden daran sich wieder annähern zu können und ein erneutes Aufkeimen ihrer Gefühle erscheint durch andere aussichtslos.

     

    Charaktere:

    Anne ist trotz dem frühen Verlust ihrer Mutter im Jugendalter zu einer reifen Frau herangewachsen, sie weiß wie man sich in der Gesellschaft benimmt und selbst in Adelskreisen verkehrt. Die Ablehnung, die sie Frederick zukommen lässt, beschäftigt sie sehr lange und doch scheint sie über dieses Kapitel ihres Lebens hinwegzukommen. Sie blüht regelrecht auf in der Gesellschaft und weiß ihre Umgebenen zufrieden zu stellen, auch wenn sie nicht wirklich mit ihrer Schwester Elizabeth zurechtkommt und die andere, Mary, immerzu sich benachteiligt fühlt. Erst das Zusammentreffen mit ihrem Verflossenen bringt ihr Leben ins Wanken und immerzu versteift sie sich in seiner Nähe, auch wenn sie sich schnell fängt und die beiden schnell lernen miteinander zu leben. Ihnen wird beiden eine baldige Verlobung angedichtet, was sie mit mehr oder weniger Begeisterung zur Kenntnis nehmen. Lange denkt man, ihre Liebe ist auf immer zertrümmert, doch nach vielen Umwegen finden ihre Persönlichkeiten doch noch zueinander und die Geständnisse ihrer Gefühle sind so herzwärmend, dass man kaum glauben kann, was zwischen ihnen lag. Die Harmonie zwischen den Beiden scheint wahrhaftig echt.

     

    Inhalt:

    Wie in jedem ihrer Romane hat auch hier Jane Austen ihr Talent, das Schreibhandwerk voll ausgelebt. Mit einer Gewieftheit weiß sie eine ganze Gesellschaft ihrer Zeit in ein Buch zu verpacken, sodass es sinnvoll und spannend ist. Die Gefühle und Hoffnungen der Hauptcharaktere werden sehr sprachgewandt vorgebracht, mit solch einem Gefühl, dass man sich regelrecht selbst in dieser Zeit auf den Straßen Baths spazieren sieht. Ein Roman der keine Sekunde langweilt und einen in der Zeit reisen lässt, wie man es heutzutage selten zu finden vermag.

     

    Fazit:

    Ein Auge für die Gesellschaft ihrer Zeit (dem 19. Jahrhundert), sowie das verstricken von Gefühlen durch andere Verpflichtungen, bis sie zur wahren Erkenntnis über ihre Liebe zueinanderkommen, macht Jane Austens Roman zu einem muss, für jeden Romantiker. 


    Sterne:

    5 von 5 Sterne

  9. Cover des Buches Der Tod kommt nach Pemberley (ISBN: 9783426304136)
    P. D. James

    Der Tod kommt nach Pemberley

     (62)
    Aktuelle Rezension von: LadyMay

    In "Der Tod kommt nach Pemberley" kehren wir an das Anwesen von Mr. Darcy zurück. Einige Jahre sind vergangen seit Mr. Darcy unsere liebe Elisabeth geheiratet hat und ihr Glück scheint vollkommen. Bis eines Abends eine Kutsche angerast kommt. Darin die völlig aufgelöste Lydia Wickham, Elizabeth Schwester, die berichtet, dass ihr Mann im Wald erschossen wurde...

    An sich war es eine gute Geschichte. Es war schön altbekannte Charaktere wieder zutreffen, aber es hatte leider nicht den Flair eines Jane Austen Romans.

    Außerdem kamen mir einige Begrifflichkeiten nicht stimmig vor. Ich glaube kaum, dass man damals den Verdächtigen schon nach seinem Alibi gefragt hat (Also genau mit diesen Worten: Haben Sie ein Alibi?).

    Empfehlung für alle Jane Austen Fans, denn als Fan macht es natürlich trotz allem Spaß die Geschichte zu lesen.

  10. Cover des Buches Ein Mann wie Mr. Darcy (ISBN: 9783442465033)
    Alexandra Potter

    Ein Mann wie Mr. Darcy

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Klappentext:
    Emily hat die Nase voll von Männern, die entweder inakzeptabel sind, Angst vor Beziehungen haben oder noch bei Mama wohnen. Dabei will sie doch nur einen netten, gut aussehenden Mann mit Charme und Manieren. Ist da denn so schwer zu finden? Im wahren Leben anscheinend schon. In der Phantasie jedoch hat Emily ihren Traummann längst gefunden: Mr. Darcy aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“.

    Inhalt:
    Die New Yorkerin Emily ist ein hoffnungsloser Fall was Beziehungen angeht. Immer wieder trifft sie den falschen Mann, keiner ist wie ihr Traummann Mr. Darcy. Emily arbeitet in einer Buchhandlung und ihre Angestellte und Freundin Stella möchte sie über Weihnachten mit nach Mexiko nehmen. Aber da möchte Emily nicht mit und um dies nicht deutlich sagen zu müssen, sagt sie, dass sie schon eine Reise gebucht hat. Und da sie nun Nägel mit Köpfen machen muss, bucht sie eine Literaturreise nach England – genauer eine Jane Austen Literaturreise. Einmal in England angekommen, stellt sie fest, dass nur ältere Damen ihre Begleiterinnen sind und ein unmöglicher Londoner Journalist, der einen Artikel über Mr. Darcy den Romanhelden von Jane Austen schreiben soll und dafür die Damen befragen soll. Dieser Journalist ist Emily direkt unsympathisch und so nimmt die Geschichte a la Stolz und Vorurteil seinen Lauf.

    Meinung:
    Alexandra Potter hat einen sehr locker, flockigen Roman in Anlehnung an Stolz und Vorurteil geschrieben. Wer vorher nicht das Original gelesen hat, für den birgte dieses Buch viel neues. Den Kennern von Stolz und Vorurteil sind im Zweifelsfalle sehr schnell die Parallelen aufgefallen. Aber Alexandra Potter hat sich etwas einfallen gelassen, sie hat immer wieder Begegnungen von Emily mit der Romanfigur von Jane Austen, Mr. Darcy, eingebunden. Mir hat das Buch trotz der Kenntnis von Stolz und Vorurteil sehr gut gefallen. Man taucht einfach in eine andere Welt ein und vergisst die Zeit um sich herum.

  11. Cover des Buches Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns (ISBN: B0013T1GH8)
    Helen Fielding

    Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

     (804)
    Aktuelle Rezension von: Kirasbooks

    Klappentext: Bridget  58 Kilos (gut); Alkoholeinheiten 0 (hervorragend); Zigaretten 5 (locker im grünen Bereich); an Mark Darcys Haus vorbeigefahren: 2-mal (s.g.); Mark Darcys Namen im Telefonbuch nachgeschlagen um zu sehen, ob er noch existiert: 18-mal (s.g.); Anrufe von Mark Darcy: 0 (tragisch). 

    Ganz England ist von glücklichen Paaren bewohnt. Ganz England? Nein. In London kämpfen unbeugsame Singles täglich um das große Glück. Allen voran Bridge Jones, die bewehrte mit zahllosen Ratgebern wie "Männer sind anders" oder "Endlich Wunschgewicht" ihr Leben zu meistern versucht. Trotz immer neuer Rückschläge im Beruf und Liebesleben ist sie nicht unterzukriegen, dafür sorgen schon ihre Freundinnen Jude und Shazzer sowie ausreichende Mengen Chardonnay und Zigaretten. Nicht zu vergessen Bridgets Mutter, die stets nur das Beste für ihre Tochter will...

    Meine Meinung: Wirklich lustiges Buch was man gerne am Wochenende liest. Macht einem echt eine bessere Laune. Werde mir die weiteren Teile durchlesen. 

  12. Cover des Buches Der Jane Austen Club (ISBN: 9783442542468)
    Karen Joy Fowler

    Der Jane Austen Club

     (222)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Wie der Titel schon vermuten läßt, handelt dieses Buch von sechs Menschen, die ihn ihrem Buchclub Jane-Austen-Romane diskutieren. Der Roman hat insgesamt sechs Kapitel, in denen es jeweils neben einem Werk von Jane Austen (eine kurze Inhaltsangabe der Romane befindet sich am Ende des Buches) vor allem um einen der Buchclubmitglieder geht. Die Bücher von Jane Austen sind dabei wie gesagt weniger wichtig als die fünf Frauen und ein Mann, die alle unterschiedliche Perspektiven und Lebenserfahrungen in die Diskussionen bringen. Mit jedem Kapitel erfährt der Leser so mehr von den einzelnen Personen und ihrem Leben außerhalb des Buchclubs. Und Karen Joy Fowler beschreibt anhand der diskutierten Jane-Austen-Romane auf eindringliche Weise die Kraft und Wirkung, die Bücher auf das Leben eines Einzelnen haben können. Ein sehr schönes Buch für ein gemütliches Wochenende - und Jane Austen-Fans kommen durch die zahlreichen Anspielungen noch mehr auf ihre Kosten!
  13. Cover des Buches Kloster Northanger: Roman (Reclam Taschenbuch) (ISBN: 9783159609805)
    Jane Austen

    Kloster Northanger: Roman (Reclam Taschenbuch)

     (17)
    Aktuelle Rezension von: dieNachteule

    Inhalt

    Die 17-jährige Pfarrerstochter Catherine Morland wird von den Allens, ein befreundetes Ehepaar ihrer Familie, eingeladen, um mit ihnen in den Kurort Bath zu reisen. Diese Einladung bietet ihr die Möglichkeit, ausnahmsweise etwas anderes sehen zu dürfen als das, was ihr ihr Heimatdorf Fullerton offerieren kann. Nicht nur von der ländlichen Idylle nimmt sie sechs Wochen Abstand, sondern auch von ihren neun Geschwistern. Nachdem sie ihre kindliche Vorliebe für Cricket abgelegt hat, versteht sie sich mittlerweile darauf, wie es sich für Damen im viktorianischen Zeitalter gehört, sowohl Blumen wertzuschätzen als auch ihrem Äußeren mehr Wert beizumessen.
    In Bath angekommen muss Catherine jedoch innerhalb kürzester Zeit feststellen, dass ihr Alltag hauptsächlich daraus besteht, mit Mrs Allen spazieren zu gehen. Eines Tages trifft Mrs. Allen auf eine alte Gefährtin, Mrs Thorpe. Diese macht Mrs Allen und Catherine ihren Kindern bekannt. Catherine schließt zeitnah Freundschaft mit der ältesten Tochter Mrs Thorpes, Isabella, die gleichermaßen angetan ist von Schauerromanen wie Catherine. Fortan verbringen die Mädchen viel Zeit miteinander. Isabella bemerkt, dass Catherine ihrem Bruder James Morland wie aus dem Gesicht geschnitten sei. Er und ihr Bruder John seien ebenfalls befreundet. Diese sind bald darauf zugegen in Bath.
    Doch nicht nur Isabella, ihre Schwestern und ihr Bruder zählen zu Catherines neuem Bekanntenkreis sondern auch Henry Tilney, den sie eines Tages bei einem Ball kennenlernt.
    Nach knapp einem Monat macht James Isabella einen Heiratsantrag, alles scheint perfekt. Indessen lernt Catherine Henrys Schwester Eleanor näher kennen, die sie einlädt, sie zum Familiensitz der Tilneys, das Kloster Northanger, zu begleiten.
    Hinfort wird es ruckartig turbulent für Catherine, die von neuen Eindrücken und Geschehnissen vollkommen überrumpelt wird ...

    Sprache

    Das übergreifende Erzählverhalten ist auktorial, es wird Distanz zur Protagonistin Catherine und ihrer Geschichte genommen und diese trieft vor Ironie. Doch es gibt auch Passagen, die die personale Erzählperspektive widerspiegeln. Ansonsten deutet sich Austens exzeptioneller Schreibstil langsam an, nichtsdestotrotz steckt dieser noch erkennbar in den Kinderschuhen.

    Charaktere

    Catherine zeichnet Naivität und Unüberlegtheit aus. Sie ist nicht charakterfest und deshalb nicht zu vergleichen mit Elizabeth Bennet oder Emma Woodhouse. Obzwar macht sie eine wirkungsvolle Entwicklung durch, indem sie ihre Fantasie zähmt und sich mit der nüchternen Realität zufriedengibt, doch ich konnte mich einfach nicht mit ihr anfreunden und mit ihr mitfiebern.
    Nichtsdestoweniger ist die Vielfalt an Figuren, deren Wesen und Charakteristika genial. Vorherrschend sind hier die Intrigen beispielsweise seitens der Geschwister Thorpes oder feinfühlig durchdachte Wesenszüge eines Henry und einer Eleanor Tilneys. 

    Resümee

    Die Grundidee des Romans finde ich erstklassig, genauso wie den Aspekt der Parodie auf die Gattung der gothic novel des späten 18. Jahrhunderts in England. Ganz zu schweigen von dem Humor, den Austen an den Tag legt und der gar zynisch ist. Meiner Meinung nach merkt man allerdings, dass es Jane Austens Anfänge als Autorin sind. Sie hat Kloster Northanger im Zeitraum von 1798 bis 1803 verfasst, also im zarten Alter von 23 Jahren begonnen. Deswegen bin ich der Ansicht, dass es ein absehbar schwächeres Werk ist, zumal sich die Autorin erproben wollte. Wie gesagt: ihr Schreibtalent zeichnete sich langsam ab. Ich hatte mir einfach etwas anderes erhofft, so zum Beispiel in Bezug auf die Satire auf Schauerromane, quasi mehr Irreführungen und deren anschließende Aufklärung, und ein bisschen mehr Liebesgeschichte.
    Trotzdem wage ich zu behaupten, dass der Roman Kloster Northanger für überzeugte Anhänger der Autorin ein absolutes Muss ist und diese bestimmt Freude daran haben werden.

  14. Cover des Buches Gefühl und Vernunft (ISBN: 9783596522774)
    Jane Austen

    Gefühl und Vernunft

     (783)
    Aktuelle Rezension von: buchwurm_de

    Das Cover ist absolut traumhaft und schön. Viele liebevoll gestaltete Details lassen sich auf diesem finden, sodass ich es einfach liebe, dieses wundervolle Buch zu bestaunen. Zudem bin ich wirklich begeistert von der Farbgestaltung, die perfekt getroffen wurde.

    Den Schreibstil fand ich grandios. Zwar musste ich erst in die Geschichte hineinfinde, da es sich hierbei nun einmal um eine Geschichte aus früheren Jahren handelt, dennoch kam ich sehr schnell zurecht. Ich fühlte mich schon fast selbst wie in früheren Jahren, da der Schreibstil so echt und so real war. Alles wurde ziemlich stark ausgestaltet und beschrieben, sodass ich einige Bilder vor Augen hatte.

    Beim Lesen dieser wundersamen Geschichte wurde ich überhäuft von Gefühlen und Emotionen. Die Geschichte von Jane Austen ist einfach geprägt von Verlust und Glück. Natürlich spielt die Liebe eine große Rolle und es gibt auch ab und an einige humorvolle Momente. Dennoch fühlte ich zu jeder Zeit mit und konnte mich nicht mehr von der Geschichte abwenden.

    Die Protagonistinnen Elinor und Marianne haben es mir wirklich einfach gemacht, sie zu mögen. Beide besaßen sie vollkommen unterschiedliche Charakterzüge und Eigenheiten, die ich sehr bewundere. Ich wurde von ihnen gefesselt und las ihre Geschichte wie gebannt.

  15. Cover des Buches Die Watsons (ISBN: 9783423125413)
    Jane Austen

    Die Watsons

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    „Nicht jeder von uns darf erwarten, Glück zu haben“, entgegnete Emma. „Wenn ein Familienmitglied Glück hat, sind wir doch alle glücklich.“ - S. 17

    Der letzte Roman, den Jane Austen vor ihrem Tod began, war „Die Watsons“. Leider blieb er fragmentarisch und nur wenig ist über den Ausgang der Geschichte bekannt.

    Das Fragment handelt von der Familie Watson. Emma, eine wohlerzogene junge Dame, kehrt zu ihrer Familie zurück. Sie wurde von ihrer wohlhabenden Tante erzogen, die mittlerweile neu geheiratet hatte und somit Emma nicht mehr Erbin ihres Vermögens sein konnte.

    Sie kehrt also zu ihrer Familie zurück, die sie eigentlich nicht kannte. Elizabeth empfängt sie als erste. Sie ist bis dato nicht verheiratet, doch bereits 29 Jahre alt. Sie pflegt den kränklichen Mr. Watson.

    Die anderen Geschwister wuseln auch in der Geschichte herum. Margaret und Penelope sind beide ebenso unverehelicht, doch kommen sie in dem Fragment noch nicht groß vor.

    Emma stellt sich auf den ersten Winterball der Gegend vor und wird begeistert aufgenommen. Gleich mehere Verehrer kann sie nach ihrem Auftritt aufzählen.

    Die Sprache und die beginnenden Verwirrspiele Austens sind wie immer gloreich. Ich mag ihren Schreibstil sehr gern.

    Weiß einer von euch eigentlich, weshalb Austen immer wieder die selben Namen für ihre Figuren verwendet?

  16. Cover des Buches Jane Austens Northanger Abbey (ISBN: 9783959670975)
    Val McDermid

    Jane Austens Northanger Abbey

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Jane Austens Northanger Abbey“ neu erzählt von Val McDermid hat mich unheimlich neugierig gemacht und ich habe der Veröffentlichung total entgegen gefiebert! 
    Ich mag die Bücher von Jane Austen unheimlich gerne und habe mir von dieser neuen Erzählung viel versprochen. Leider muss ich sagen, hat es mich enttäuscht. Denn irgendwie ließ es sich nicht wie eine neue Erzählung lesen, eher wie eine Abschrift des Originals mit kleinen modernen Elementen, die einem immer mal wieder darauf aufmerksam machen, dass man sich in der Neuzeit befindet... Vor Augen hatte ich allerdings eine ganz andere Kulisse und das hat mich irgendwie irritiert. Zudem hatte das Buch für mich nichts eigenständiges, nichts, was es als Neuerzählung besonders gemacht hätte. Außer vielleicht das Cover, das finde ich echt klasse und gelungen, aber ich fürchte das zählt in diesem Zusammenhang eher weniger ;-) Alles in allem zogen sich die Seiten und so im Nachhinein bin ich ein bisschen traurig, meiner Meinung nach hätte man da doch so viel mehr rausholen können! 
  17. Cover des Buches Die jüngste Miss Ward (ISBN: 9783257062335)
    Joan Aiken

    Die jüngste Miss Ward

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Speechless

    Miss Hatty Ward ist die jüngste der Ward-Schwestern. Ihren älteren Schwestern begegnet man bereits im Roman „Mansfield Park“ von Jane Austen; sie wurde als deren vierte Schwester von Aiken hinzugedichtet.

    Als viertes Kind und noch dazu als Frau kann sie weder auf keine große Mitgift noch auf ein selbstbestimmtes Leben hoffen und wird von ihren bösartigen und egoistischen Familienmitgliedern auf missgünstige Weise ausgenutzt. Die ständige Sorge davor plötzlich ohne Geld und Obdach dazustehen, führt dazu, dass sie sich immer wieder auf neue Schikanen ihrer niederträchtigen Verwandtschaft einlässt. Die ausweglose Situation, in der sie sich stets befindet, machte mich im gleichen Maß betroffen und ungeduldig. Nie handelt sie zu ihrem eigenen Vorteil. Nie klärt sie ein Missverständnis auf oder fordert ihr Recht ein. Nie wird sie von einer der Personen unterstützt, für die sie sich selbstlos aufopfert. Der zugrundeliegenden charakterlichen Schlechtheit ihres Umfeld begegnet sie mit Geduld, Einfühlungsvermögen und einem großherzigen Langmut, der seinesgleichen sucht. Trost findet sie dabei stets in der Auseinandersetzung mit Poesie und Literatur.

    Auf erstaunliche Weise gelingt es Joan Aiken die Stimmung der Jane Austen Romane einzufangen und weiterzuspinnen. Dabei stellt Aiken die Lebenssituation einer Frau Ende des 18. Jahrhunderts aber deutlich weniger romantisch verklärt dar als Austen. Paradoxerweise versteckt sich jedoch in der realitätsnahen Beschreibung Aikens genau die Schwierigkeit, die ich beim Lesen mit dem Buch hatte. Gerade weil Frauen zur damaligen Zeit kaum persönliche Rechte noch Möglichkeiten zur Selbstständigkeit hatten, hat Hatty eigentlich keine Chance sich aus eigener Kraft aus ihrem Unglück zu befreien. Wie gerne hätte ich sie manchmal trotzdem geschüttelt und ihr dabei geholfen sich zu wehren und ihre Stimme zu erheben. Das Risiko am Ende völlig verarmt und sozial ausgegrenzt dazu stehen, lässt ihre furchtbare Situation für sie sicher viel erträglicher erscheinen, als das mit meinem heutigen Maßstab gerechnet der Fall wäre. Für mich war dieses Buch deswegen keine entspannte Fortsetzungslektüre des Austenromane, so wie ich es erwartet hatte. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und mit neuer Erwartungshaltung werde ich in Zukunft weitere Romane von Joan Aiken lesen.

  18. Cover des Buches Northanger Abbey (ISBN: 9783328106753)
    Jane Austen

    Northanger Abbey

     (562)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Zum Inhalt: Die 17-jährige Catherine begleitet Freunde der Familie nach Bath. Dort freundet sie sich mit Isabella Thorpe an und schon bald macht ihr unangenehmer Bruder Catherine den Hof. Nachdem diese jedoch einmal mit Henry Tilney tanzte, nimmt sie die Avancen Mr. Thorpes nicht einmal wahr, bis sie bemerkt, dass er sie mutmaßlich von der Familie Tilney fernhält. 

    Fazit: Für mich war der Schreibstil des Romans ein Fest, wie ich es bereits von Austen gewohnt bin. Jedoch gab es einige Längen. Vor allem der unangenehme Mr. Thorpe bekommt in der ersten Hälfte des Romans sehr viel Raum, während Mr. Tilney eher begrenzt auftritt. Hier konnte das Buch leider nicht an meinen Favoriten "Stolz und Vorurteil" heranreichen. Hinzu kommt, dass man in "Northanger Abbey" auch nicht die ganz großen Gefühle erwarten darf, wie man sie aus anderen Austen-Romanen vielleicht kennt. Das Buch setzt viel eher auf Witz und Parodie, vielleicht auch Ironie. Mr. Tilney ist kein großer Romantiker, er weiß jedoch, wie er Catherine ein wenig ärgern und aus der Reserve locken kann.

    Empfehlung: Ich würde "Northanger Abbey" wohl nicht an Austen-Einsteiger*innen empfehlen. Wenn man sich für die Autorin begeistert, steht das Buch wohl aber auf dem Pflichtprogramm.

  19. Cover des Buches Death Comes to Pemberley (ISBN: 9780571311170)
    P. D. James

    Death Comes to Pemberley

     (23)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    In dieser Stolz & Vorurteil Fortsetzung sind Elizabeth und Dary inzwischen 6 Jahre verheiratet und haben bereits 2 Söhne. Am Abend vor dem jährlichen Lady Annes Ball erreicht eine hysterische Lydia uneingeladen Pemberley und behauptet, ihr Mann Wickham sei auf dem Weg ermordet worden. Als eine Suchmannschaft den Wald Pemberleys durchkämmt, finden Sie einen betrunkenen Wickham, der über der Leiche seines Freundes Captain Denny lehnt. Was folgt ist ein Prozess, der das Ansehen der Darcys sowie Wickhams Leben in Gefahr bringt.

    Ich habe den Roman vor allem gelesen, da ich die BBC-Verfilmung dazu gesehen habe (ganz großartig). Bedauerlicherweise muss ich sagen, dass die Verfilmung weitaus besser als der Roman ist und auch den plot etwas ausdehnt. Zwar hatte ich den Roman zügig gelesen, dennoch kam mir besonders die Beziehung des beliebtesten Liebespaars von Jane Austen viel zu kurz. Im Fokus stand vor allem der Prozess und die Aufklärung des Verbrechens und dem Leser/der Leserin wurden nur wenig Einblicke in die Beziehung von Lizzy und Darcy gewährt (tatsächlich gab es wenig Szenen zwischen den Beiden). Bei einer Fortsetzung von P&P erscheint mir wichtig zu sehen, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat und leider kommt dies hier etwas zu kurz. Außerdem fand ich die Entwicklung von Wickham etwas unglaubwürdig, bedenkt man dessen ursprüngliche Darstellung in Jane Austens P&P. Zwar bietet das Buch ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Lizzys Schwester Jane und ihrem Mann Bingley), dennoch ist es mehr Crime als Romance und daher für mich etwas enttäuschend.
  20. Cover des Buches Mansfield Park (ISBN: 9783442742165)
    Jane Austen

    Mansfield Park

     (509)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Fanny Price ist zehn Jahre alt, als sie zu ihren reichen Verwandten geschickt wird, um dort eine bessere Erziehung zu genießen. Schnell verliebt sie sich in ihren Cousin Edmund, doch vom Rest der Familie erlebt sie eher wenig Aufmerksamkeit. Jahre später ist es an der Zeit, ihre Cousinen und auch sie günstig zu verheiraten. Gerade rechtzeitig kommt Leben ins benachbarte Pfarrhaus und die unverheirateten Geschwister Mr. und Miss Crawford verbringen einige Monate in der Nachbarschaft. Edmund ist schnell von Miss Crawfords Wesen eingenommen, Mr. Crawford macht Fannys Cousinen den Hof, obwohl eine von beiden bereits einem anderen versprochen ist. Kann die schüchterne Fanny ihren eigenen Platz finden und vielleicht ein Herz für sich gewinnen? 

    Fazit: Wie bereits bei "Northanger Abbey" und in gewissen Zügen auch "Emma" brauchte ich einige Zeit, um in der Geschichte Fuß zu fassen. Die große Anzahl an handelnden Figuren sorgte Anfangs für Verwirrung und ich musste mich beim Lesen stark konzentrieren, um sie nicht durcheinanderzubringen. Nach dem ersten Drittel des Buches hatte ich jedoch Orientierung gefunden und fieberte mit, in welche Richtung sich der Heiratsmarkt bewegen würde! Fanny als Protagonistin mochte ich sehr. Sie ist nicht die typische heroische Heldin, sondern stets beständig und bedacht. Dabei bilden Sittsamkeit und die Familie ihre höchsten Werte. Ich musste zugeben, dass ich mir bis ca. 60 vor Ende immer noch nicht sicher war, wen Fanny nun heiraten würde. Es blieb also spannend!

    Empfehlung: Für ausgemachte Austen-Fans führt hier wohl kein Weg vorbei. Mein Favorit bleibt jedoch "Stolz und Vorurteil", gefolgt von "Emma". 

  21. Cover des Buches Lady Susan (ISBN: 9783442743834)
    Jane Austen

    Lady Susan

     (69)
    Aktuelle Rezension von: kapiteldrei

    "Young men are often hasty in their resolutions, and not more sudden in forming than unsteady in keeping them." - Lady Susan

    Lady Susan - manipulativ, selbstsicher und wunderschön. Sie weiß Männer an der Nase herumzuführen und genießt ihr außergewöhnliches Talent in vollen Zügen. Nach dem Tod ihres Mannes besucht sie ihren Schwager und dessen Frau, versucht die von ihr wenig geliebte Tochter zu verheiraten und berichtet ihrer Freundin in ausführlichen Briefen von den sich zugetragenen Ereignissen.

    Trotz der Kürze dieser Geschichte - die ausschließlich in Briefen erzählt wird - fühlt man sich aufgrund der zahlreichen Ereignisse hinterher als habe man soeben einen 400-Seiten Roman beendet - und das im besten Sinne. Die Handlung verläuft weder übereilt noch zu langsam, was nur einmal wieder das pure Talent Jane Austens beweist.

    Eine Geschichte mit Comedy-Charakter und meiner Meinung nach sogar noch etwas überspitzter als Jane Austens restliche Werke. Lady Susan ist unvermeidlich für jeden Austen Fan und ein guter, kurzer Einstieg für Leute, die es werden wollen.

  22. Cover des Buches Ein eigenes Zimmer (ISBN: 9783596522354)
    Virginia Woolf

    Ein eigenes Zimmer

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Denkt man darüber nach, ist es doch seltsam, dass alle großen Frauen in der Literatur bis zur Zeit Jane Austens nicht nur durch die Augen des anderen Geschlechts gesehen wurden, sondern auch nur in Beziehung zum anderen Geschlecht. Und was für ein kleiner Teil ist das im Leben einer Frau und wie wenig kann ein Mann sogar darüber nur wissen, wenn er es durch die schwarze oder rosa Brille sieht, die sein Geschlecht ihm auf die Nase setzt." - Virginia Woolf, "Ein Zimmer für sich allein"


    Wer sich mit feministischer Literatur auseinander setzt, kommt an einer Frau nicht vorbei: Virginia Woolf. Ihr Essay "Ein Zimmer für sich allein" gehört zu den meistrezipierten Texten der Frauenbewegung. Deshalb wurde es für mich nun endlich Zeit, dieses Buch zur Hand zu nehmen - und ich wurde nicht enttäuscht! Es ist kurz gesagt einfach nur beeindruckend, welch klare und kluge Gedanken diese Frau vor mehr als 91 (!) Jahren hatte.


    Der Essay ist sozusagen ein Zusammenschluss aus zwei Vorträgen, die Virginia Woolf im Oktober 1928 am Girton College und am Newnham College gehalten hat (beide Colleges gehörten zu den ersten, die das Studium für Frauen zuließen). Thema der Vorträge war eigentlich "Frauen und Literatur", Woolf hat aber so viel mehr daraus gemacht. Sie setzt sich in ihrem Essay unter anderem mit folgenden Fragen auseinander: Warum sind Frauen arm? Wie wirkt sich diese Armut auf ihr Schaffen in der Literatur und Kunst im Allgemeinen aus? Warum haben schreibende Frauen so wenige weibliche Vorbilder bzw. wieso gab es in der Vergangenheit so wenige Schriftstellerinnen? Wie wurden Frauen in literarischen, wissenschaftlichen und historischen Werken dargestellt?


    Ihre gefundenen Antworten darauf sind umfangreich und sprachlich absolut herausragend. Sie stellt fest, dass Frauen kulturell, sozial und ökonomisch benachteiligt waren - und das auch immer noch sind! Woolfs Essay ist nämlich erschreckend aktuell. Auch heute noch wird Arbeit unterschiedlich bewertet, Care-Arbeit, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird, wird immer noch so viel geringer gewertet und schon damals wandte die Autorin den heute sogenannten "Bechdel-Test" (die Frage, ob sich zwei Frauen in einem Film oder einer Geschichte über etwas anderes unterhalten, als über einen Mann) in der Literatur an.


    Woolf erbte von ihrer Tante ein jährliches Vermögen von 500 Pfund - für sie die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Das, sowie Überlegungen zur Privatsphäre, brachten die Autorin zu der Aussage, eine Frau bräuchte ein eigenes Zimmer und 500 Pfund im Jahr, um eine Schriftstellerin zu werden. So entromantisierte sie auch das Bild der*des brotlosen Künstler*in.


    Ich kann nur empfehlen, diesen Essay zu lesen. Allein schon wegen Aussagen wie dem Zitat oben, doch auch einfach, um sich von Woolfs feministischem (auch wenn sie ihren Essay so nicht benennen wollte) Werk inspirieren und beeindrucken zu lassen. Ich bin begeistert von diesem Klassiker und möchte euch auch besonders die Ausgabe aus dem Kampa-Verlag empfehlen. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen und auch das Nachwort hat mir bei der Einordnung des Werks in den geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext geholfen.

  23. Cover des Buches Der Schmuck der Lady Catherine (ISBN: 9783257062830)
    Joan Aiken

    Der Schmuck der Lady Catherine

     (24)
    Aktuelle Rezension von: ni_ne_ll

    Ich habe leider überhaupt nicht in die Geschichte gefunden. Der Schreibstil war mir einfach zu zäh, flüssig und nicht rund. Ich habe mich leider durch die wenigen Seiten etwas quälen müssen, da es mich auch irgendwann einfach nicht mehr interessiert hat, wie das Buch endet oder weitergeht. Trotzdem habe ich das Buch bis zum Ende überflogen und konnte meine Meinung auch dann nicht ändern. Der Schreibstil der Autorin, war denke ich das größte Problem an dem Buch. Leider überhaupt nicht meins.. Ich denke, noch ein Buch der Autorin, werde ich nicht lesen.

  24. Cover des Buches Jane Austen - Eine Biographie (ISBN: 9783442737802)
    Elsemarie Maletzke

    Jane Austen - Eine Biographie

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich hatte ein wenig Mühe in das Buch reinzukommen, viele Namen auf einmal.
    Aber die vielen Verweise auf Jane Austens Werke machten das Lesen angenehm und die Biografie ist sehr unterhaltsam.
    Wer aber eine ausführliche Beschreibung des Lebens Jane Austen erwartet wird vielleicht enttäuscht, das Leben der Autorin vermag nicht viel aufregendes zu berichten, gemächlich verkaufen weite Teile ihres Lebens und die Biografie lebt vor allem von den Verweisen und Andeutungen zu ihren Werken.

    Der Stammbaum an Ende des Buches wäre sicher hilfreich, würde man ihn nicht erst nach Beendigung des Buches entdecken...

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks