Bücher mit dem Tag "auswanderer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "auswanderer" gekennzeichnet haben.

61 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404015078)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

    (1.157)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Junge, der Träume schenkte ist nichts für schwache Nerven – es enthält auch sensible Themen wie Gewalt und sexuelle Inhalte. Luca Di Fulvios Schreibstil ist einzigartig: Man taucht sofort tief in die Geschichte ein und kann das Buch kaum weglegen. Er schafft es, selbst die vermeintlich langweiligsten Themen spannend und fesselnd zu erzählen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Hauptfigur ziehen einen förmlich in den Bann, sodass man als Leser mitfiebert, ob er seinen Traum erfüllen kann. Die berührende Geschichte über Hoffnung, Mut und Freundschaft zeigt schwierige Lebensrealitäten ehrlich und regt zum Nachdenken an.


  2. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783423149365)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

    (523)
    Aktuelle Rezension von: DeboK

    In Middlesex begleiten wir Cal, der als Calliope geboren wird und in einer griechisch-amerikanischen Familie in Detroit aufwächst. Die Erzählung verknüpft die Flucht der Großeltern aus Kleinasien, das harte Leben als Einwanderer in den USA und Cals eigene Jugend. Themen wie Herkunft, Migration und das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen greifen dabei direkt in die Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität über.

    Der Roman ist dicht, detailreich und voller Atmosphäre. Die Familiengeschichte nimmt viel Raum ein, manchmal vielleicht etwas zu ausführlich, doch genau diese Fülle macht die Figuren und ihre Schicksale so greifbar. Cals Stimme ist nah, offen und klar, und gerade dadurch wird die Verbindung von Privatem und Gesellschaftlichem so stark spürbar.

    Fazit:
    Eine vielschichtige, intensive Geschichte über Zugehörigkeit, Veränderung und Identität. Kleine Längen gibt es, aber sie ändern nichts daran, dass dieser Roman lange nachklingt. 4,5 Sterne.

  3. Cover des Buches Das Tor zur Welt: Träume (ISBN: 9783499009211)
    Miriam Georg

    Das Tor zur Welt: Träume

    (181)
    Aktuelle Rezension von: MariaVeit

    "Das Tor zur Welt – Träume" von Miriam Georg spielt um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert in Hamburg und erzählt von zwei Protagonistinnen, Ava und Claire, deren Lebenswege sich verflechten. Die authentische, unaufgeregte Sprache und die Perspektivwechsel haben mich voll mitgerissen, auch durch die überraschenden Wendungen. Die detailreiche Beschreibung von Lebensumständen, selbst mit unangenehmen Realitäten, machte es besonders lebendig. Insgesamt ein fesselndes und authentisches Leseerlebnis.

  4. Cover des Buches The sun is also a star (ISBN: 9783570315248)
    Nicola Yoon

    The sun is also a star

    (285)
    Aktuelle Rezension von: Bellita

    Ich bin mit relativ hohen Erwartungen an The Sun Is Also a Star herangegangen und wurde definitiv nicht enttäuscht. Die Geschichte von Natasha & Daniel hat mich von Anfang an neugierig gemacht und ich fand es unglaublich schön, die beiden auf ihrer gemeinsamen Reise durch New York zu begleiten.

    Besonders gut gefallen hat mir, wie viel in nur einem einzigen Tag passieren kann.✨ Natasha glaubt an Wissenschaft und Fakten, während Daniel viel mehr an Schicksal und große Gefühle glaubt. Diese Gegensätze haben für richtig interessante Gespräche gesorgt und ich mochte es sehr, wie die beiden sich gegenseitig zum Nachdenken gebracht haben.

    Auch die Lovestory fand ich unglaublich süß.🥹🩷 Obwohl die beiden nur sehr wenig Zeit miteinander haben, entsteht zwischen ihnen eine besondere Verbindung. Gerade dieses Gefühl von „Was wäre, wenn?“ hat die Geschichte für mich so emotional gemacht.

    Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, waren die vielen unterschiedlichen Perspektiven.✨ Dadurch bekommt man nicht nur Natasha & Daniel besser kennen, sondern erfährt auch mehr über die Menschen, denen sie auf ihrem Weg begegnen. Einige dieser kleinen Geschichten haben mich tatsächlich sehr berührt und gezeigt, wie stark die Entscheidungen und Begegnungen verschiedener Menschen miteinander verbunden sein können.

    Gleichzeitig behandelt das Buch auch ernstere Themen wie Migration, Familie, Identität und die Frage, wo man eigentlich hingehört.🩷 Dadurch war die Geschichte für mich nicht einfach nur eine süße Romance, sondern hatte deutlich mehr Tiefe.

    Der Schreibstil von Nicola Yoon hat mir ebenfalls richtig gut gefallen.✨ Das Buch liest sich leicht und schnell, schafft es aber trotzdem, viele Gedanken und Gefühle zu vermitteln. Besonders die philosophischen Gedanken rund um Liebe, Zufall und Schicksal fand ich sehr schön.

    Insgesamt eine unglaublich schöne, emotionale und besondere Romance, die mich definitiv zum Nachdenken gebracht hat.☀️🩷 Natasha & Daniel habe ich sehr gerne begleitet und ich mochte besonders die Mischung aus Liebe, Schicksal und den vielen kleinen Geschichten, die sich miteinander verbinden. Eine absolute Empfehlung für alle, die romantische Geschichten mit etwas mehr Tiefe lieben.🥹✨


  5. Cover des Buches Die Zeit der Feuerblüten (ISBN: 9783404170883)
    Sarah Lark

    Die Zeit der Feuerblüten

    (126)
    Aktuelle Rezension von: 18honey18

    Ein wunderschönes Buch über das Auswandern und das Glück wo anders suchen und dann leider feststellen müssen das doch nicht alles so läuft wie man es sich erträumt/erhofft oder versprochen bekommen hat 

    Ich liebe einfach ihrer Schreibstil der einen ab der ersten Zeile gefangen nimmt und mitfiebern und mithoffen lässt 

  6. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783423147996)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

    (116)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Salman, in Syrien aufgewachsen und zur Schule gegangen, mochte die Korruption in seinem Heimatland nicht. Er zog es vor, in Europa zu studieren. Inzwischen lebt er Rom, wo er mit Stella eine Familie gegründet hat. Als Geschäftsmann kann er auf große Erfolge blicken. Lange hat er gewartet, um endlich seine Mutter Sophia und seinen Vater Jusuf zu besuchen. Schließlich wurde er einst als politischer Feind verfolgt. Das scheint nun „bereinigt“ zu sein. Niemand ahnte, welche Probleme auf Salman in der alten Heimat warteten.

    Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in dem Buch zurecht zu finden. Der Autor springt in den Zeiten und in seinen Erzählungen hin und her. So konnte ich zwar die Eigenheiten der Syrer und ihre Lebensweise kennenlernen, doch der Zusammenhang der einzelnen (Liebes-)Geschichten erschloss sich mir erst relativ spät. Dann allerdings wollte ich unbedingt wissen, ob und wie es Salman gelingt, das Land wieder zu verlassen.
    Der Handlungsstrang ist auf Weihnachten 2009/2010 festgelegt, also gerade in die Zeit, als in Tunesien der arabische Frühling begann. 

    Rafik Schami lässt uns Leser tief eintauchen in diese Zeit, in der die Geheimdienste das Sagen hatten. 1946 wurde er in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland, wo er 1979 mit der Promotion sein Chemie-Studium abschloss. Inzwischen zählt er zu den bedeutendsten Schriftstellern in deutscher Sprache.

  7. Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutter (ISBN: 9783462004564)
    Alina Bronsky

    Der Zopf meiner Großmutter

    (190)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Ich finde es immer wieder toll, wie Alina Bronsky es schafft, dass man im Laufe einer Geschichte Sympathie für unsympathische und kauzige Menschen empfindet. Ihre Romane sind für mich Plädoyers gegen Vorurteile und Verurteilung, sie lehrt genauer hinzusehen und die Geschichte hinter den Menschen wahrzunehmen. Ich mag ihre Romane sehr, die Plots sind eher ruhig und voller Alltag, aber fulminant ausgefüllt mit ungewöhnlichen Charakteren, die einem im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen. Hier sind es ein 10jähriger Junge, der völlig unterschätzt wird, seine Großmutter, deren übermäßige Fürsorge teilweise in Kindesmisshandlung übergeht, ein loyaler Großvater, der seinen eigenen Weg geht und eine weitere Frau, die an der Menage-a-Trois fast zerbricht. Mit viel Komik, Feingefühl und Respekt wird die in Teilen traurige und tragische Geschichte aus der Perspektive des Enkels erzählt. Unbedingt lesenswert.

  8. Cover des Buches Nullzeit (ISBN: 9783442775903)
    Juli Zeh

    Nullzeit

    (359)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Geschichten über Affären und toxische Beziehungen gibt es wie Sand am Meer. Aber Juli Zeh schreibt derart fesselnd - mir ist es nur schwer gelungen, das Buch aus der Hand zu legen. Sie konstruiert ein Verwirrspiel, das nie konstruiert wirkt und bei dem man mehrfach auf die falsche Fährte gelockt wird. Das Buch funktioniert so nicht nur als Beziehungsdrama, sondern auch als Thriller - und das richtig gut!

  9. Cover des Buches Kain und Abel (ISBN: 9783453422032)
    Jeffrey Archer

    Kain und Abel

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12


    "Kain und Abel" ist der erste Band einer Trilogie von Jeffrey Archer. Erstmalig erschien er 1979 im Original, 1981 dann in deutscher Übersetzung. Dies ist die überarbeitete Version von Archer aus dem Jahr 2018, die im Heyne-Verlag auf deutsch erschien. Über den Zeitraum 1906 bis 1967 erzählt der Autor dabei den Werdegang von William Lowell Kane, einem Millionärssohn aus Bosten, und dem polnischen Auswanderer Abel Rosnovski. Zwei Männer, geboren am selben Tag, aber unterschiedlicher nicht aufgewachsen in getrennten Welten. Das Schicksal führt sie zusammen in ihrem Streben um Macht, Einfluss und Geld. Doch eine lebenslange und erbitterte Feindschaft entsteht und begleitet sie ihr ganzes Leben. Eingebettet in die zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und die Nachkriegszeit der 50er und 60er Jahre ist dieser Roman, der sich auszeichnet durch spannende Wege der beiden Kontrahenten und deren Streben nach Perfektion in ihrem jeweiligen Handeln. Dabei wird geschickt durch den Autor aufgezeigt, wie sie durch ihr Vorgehen immer mehr die Kontrolle über ihr zwischenmenschliches Agieren verlieren, Menschen die ihnen wichtig sind vor den Kopf stoßen. Dieser Roman hat mich von Anfang bis Ende mitgenommen und ich flog nur so durch die Seiten. Lebendig, spannend, teilweise nachdenklich. Kurz und gut, für mich ein weiteres hervorragendes Buch von Jeffrey Archer, bei dem ich definitiv die anderen zwei Bände der Trilogie auch noch lesen werde.

  10. Cover des Buches Die Königin der Orchard Street (ISBN: 9783458361428)
    Susan Jane Gilman

    Die Königin der Orchard Street

    (131)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Malka kam 1913 als jüngstes Kind einer jüdischen Familie aus Russland nach New York. Ausgerechnet ein Unfall, nach dem sie behindert blieb, erwies sich als Glücksmoment für sie. Sie verlor zwar ihre eigene Familie, fand aber eine neue, bei der sie lernte, stark zu sein. Trotz Ablehnung wurde sie gefördert und fand ihr Glück.

    In diesem Roman erfahren wir aus ihrem Mund, wie sie ihr Leben sieht. Wir lernen eine kluge Frau kennen, die zwar nicht sympathisch, dafür aber sehr gewitzt ist. Bei manchen Episoden habe ich gelacht, bei anderen dagegen die Kopf geschüttelt.

    Die amerikanische Schriftstellerin Susan Jane Gilman hat mit ihrem ersten Roman „The Icecream Queen of Orchard Street“ 2014 ein unterhaltsames Werk geschaffen, das zwei Jahre später in Deutschland Erfolge feierte.

    Ich fand es auch zehn Jahre später noch interessant, den amerikanischen Traum vom Aufstieg in eine bessere Gesellschaftsschicht zu lesen. Zwar enthält es auch nervige Wiederholungen, aber wer darüber hinweg schaut, kann so einiges aus dem (Traum-)Leben der Amerikaner erfahren.

  11. Cover des Buches Das goldene Ufer, 1 Blu-ray (ISBN: 0888430810792)
    Iny Lorentz

    Das goldene Ufer, 1 Blu-ray

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Wir befinden uns direkt bei der Schlacht bei Waterloo (Stichpunkt: Napoleon). In einem Regiment aus Preußen sind unter anderem der junge Walther und einige Frauen und Mädchen inklusive die junge Gisela. Der Fokus wird sehr früh auf die beiden gelegt, ohne das man genau weiß, welche Rolle die beiden spielen. 

    Später erfährt man, das Walther seinen Kommandeur vor dem Tod gerettet hat während dieser Schlacht - als Dank nimmt dieser ihn und auch Gisela zu sich auf, die ihre Mutter verloren hat durch einen Plünderer. 


    Dieser Teil ist der erste Teil der "Auswanderer Saga", bestehend aus 4 Büchern. Ein schöner Auftakt! 


    Das Buch liest sich außerordentliche schnell. Die Ereignisse fesseln mich sofort. Es lässt sich im großen und ganzen gut hinterher kommen, dies ist mir wichtig zu erwähnen, da einige Zeitsprünge innerhalb kürzester Zeit stattfinden, um das ein bisschen zu bündeln. Besonders die Entwicklung der beiden Waisenkinder gefällt mir. Hab beide sehr ins Herz geschlossen und verfolge den Lebensweg der beiden sehr gerne. 

    Das Buch verliert dabei nie an Spannung und immer wenn man dachte, jetzt wird alles gut, passiert doch immer wieder was neues aufregendes. 

     

    Wenn ich so die Sitten dieser Zeit lese, bin ich froh da nicht gelebt zu haben. Es ist aus heutiger Sicht einfach traurig, wie sehr die Entwicklung eines einzelnen vom Stand abhängig war und wie schlecht man da überhaupt raus kam aus alldem. 


  12. Cover des Buches Das Glück am Ende des Ozeans (ISBN: 9783499266980)
    Ines Thorn

    Das Glück am Ende des Ozeans

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Gottwitha, Annett und die schwangere Susanne treffen sich auf einem Auswandererschiff nach Amerika. Sie steigen alle im Jahre 1876 in Bremen an Bord. Jede aus einem anderen Grund und jede mit einer ganz besonderen Hoffnung und mit eigenen Wünschen und Gefühlen. Das Leben dort hält viele Überraschungen bereit und es ist eine Freundschaft zwischen den dreien auf der Überfahrt entstanden und vertraut einander und als ein Fremder auftaucht und das neue Leben ins wanken bringt, halten die drei Frauen fester zusammen als jemals zuvor. Eine spannende Auswanderer Sage und eine zu Herzen gehende Freundschaftsgeschichte. Toll!

  13. Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)
    Christina Baker Kline

    Der Zug der Waisen

    (195)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    "Der Zug der Waisen" ist eine schnelle und schmerzlose Lektüre.
    Sie beleuchtet ein wichtiges und schändliches Thema der US-amerikanischen Vergangenheit, aber das leider auf sehr oberflächliche und klischeehafte Weise.
    Die Geschichte hat wirklich Potenzial, wurde aber von der Autorin nicht gut gehandhabt. Die Handlung hat keinerlei Tiefe, alles wird sehr schnell und auch sehr vorhersehbar abgehandelt. Man weiß genau, was als Nächstes passieren wird. Das macht es langweilig.
    Ähnlich verhält es sich mit den Figuren. Diese sind so klischeehaft und auf ein, zwei stereotypische Eigenschaften reduziert, dass sie einem einfach egal sind.

    Schade, dass dieses Thema so schnulzig und oberflächlich behandelt wurde, denn so kann man es nicht ernst nehmen.

  14. Cover des Buches Brooklyn (ISBN: 9783423086493)
    Colm Tóibín

    Brooklyn

    (81)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Eilis Lacey lebt mit ihrer Mutter und ihrer etwas älteren Schwester in Enniscorthy, einer Kleinstadt im Südosten von Irland. Wir sind in den 50er Jahren, das Leben ist nicht einfach, die Laceys sind arm, Arbeit gibt es nicht und so verlässt Eilis auf Drängen der Familie Irland und geht nach Amerika, in die USA nach Brooklyn.

    Dort angekommen vermittelt ihr ein irischer Priester, ein Bekannter der Familie ein Unterkommen in einer Pension, die von einer Irin geleitet wird und einen Job in einem Kaufhaus. Eilis lebt sich langsam ein, doch sie fühlt sich allein, bekommt den Geschmack der Dunkelheit zu spüren. Auch hier hilft wieder der Priester, er vermittelt ihr einen Platz am Brooklyn College, da er ihr Potenzial erkennt und so besucht sie fortan Kurse in Buchführung am College. Tóibín zeichnet ein stimmiges Bild einer vergangenen Zeit, in der Frauen nicht die Möglichkeiten hatten, die sich uns heute so mannigfaltig bieten. Dies ist recht bestürzend zu lesen, denn eins sollte man sich hier klar machen, so lange ist das noch nicht her.

    Eilis lebt sich langsam ein, obwohl ihr dennoch die irische Heimat fehlt, denn diese doch buntere amerikanische Welt verblüfft sie, man merkt ihr die Enge an, unter der sie in Enniscorthy gelebt hat. Doch man ist woher man stammt, und dies passt auf den Charakter der Eilis perfekt.

    Dann lernt sie den italienischstämmigen Tony kennen, sie verspürt eine Faszination, bis sie schließlich zu fliegen beginnt. Auch hier merkt man wieder die Enge der damaligen Zeit. Doch dann kommt ein Brief aus der Heimat mit einer schlimmen Nachricht, der sie zu einer Rückkehr nach Irland zwingt. Und hier in Irland trifft sie wieder auf Jim, die Vergangenheit wummert an ihre Tür. Zwei Leben, zwei Männer, eine Entscheidung. 

    Von Colm Tóibín ist dieses Buch wunderbar geschrieben worden, die Rolle der Eilis fand ich wunderbar gezeichnet. Ihre Entscheidungen, ihre Sichten ecken manchmal mit meinen eigenen Sichten an, aber es ist eine andere Zeit. „Brooklyn“ ist ein exzellenter Blick und auch ein spannender Blick in die Vergangenheit, „Brooklyn“ ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe und „Brooklyn“ ist ein Buch, welches ich völlig überzeugt empfehle. 

  15. Cover des Buches Nie wieder New York: 2 Jahre New York City von Wolfgang Ga(e)bler (ISBN: B01KY78S1Q)
    Wolfgang Gabler

    Nie wieder New York: 2 Jahre New York City von Wolfgang Ga(e)bler

    (9)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Der Titel ist leicht irreführend, denn ich bin ein Fan von New York und habe das Buch sehr gerne gelesen.
    Allerdings wollte ich auch schon vor der Lektüre des Buches nicht unbedingt im Big Apple wohnen.
    Wolfgang Gaebler erzählt, meistens, mit einem zwinkernden Auge von der alltäglichen Begebenheiten, die ein Neu-Bewohner der schillerndsten Stadt der Welt so zu ertragen hat.
    Besonders in der ersten Hälfte des Buches musste ich oft laut lachen und habe ganz Kapitel komplett meinem Mann vorlesen müssen. Wir hatten viel Spaß damit.

    Viele Situationen und Begebenheiten konnten wir sehr gut nachvollziehen.
    Entweder als Eltern oder als Besucher New Yorks.
    Besonders beeindruckend sind die Fotos, da hat der Autor echt ein beeindruckendes Talent.
    Wunderschöne Aufnahmen. Tolle Perspektiven. Das ist auf jeden Fall ein Teil der auch New-York-Fans beeindrucken wird.
    Das Buch ist in unterschiedlich lange Kapital aufgeteilt.
    Auch schön, um hin- und wieder reinzulesen oder nur die tollen Fotos zu betrachten.

    Leider wurden die Themengebiete in der 2. Hälfte etwas spezieller.
    Dadurch wird der Lesegenuss geringfügig "eingeschränkt".
    Ich musste leider nicht mehr ganz so häufig lachen und brauchte auch meinem Mann nichts mehr vorlesen.
    Aber Themen über den ominösen Umlaut im Nachnamen Gaebler, der von den US-Behörden einfach gekürzt wurde, sind für uns einfach viel interessanter, da wir auch einen Umlaut im Nachnamen haben. Und schon bei unseren Urlauben wurde aus einem "ü" im Nachnamen kurzerhand ein "ue".
    Das finden wir natürlich viel spannender, als Tennisplatzbuchungen im Morgengrauen in Manhattan.
    Auch eine faszinierende Story, aber eben anders.

    Daher gebe ich nur 4 Sterne, da der Autor es nicht geschafft hat, den "Spannungsbogen" gleichmässig hoch zu halten.
    Trotzdem würde ich jederzeit einen Nachfolger lesen, der dann in Miami spilet. Auch diese Stadt haben wir schon besucht und interessieren uns sehr dafür.
    Und allein auf Wolfgang Gaeblers tolle Fotos würde ich mich sehr freuen.
    Auch kann man so mehr über die USA erfahren, denn auch, oder gerade, dort gibt es die verrücktesten Gesetze und Verbote.
    Und das finde ich sehr interessant.
    Also gerne weiter so...
  16. Cover des Buches Stella Fortuna (ISBN: 9783426306871)
    Juliet Grames

    Stella Fortuna

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Dreamworx

    1920 kommt Mariastella Fortuna im Dorf Ievoli im italienischen Kalabrien zur Welt. Aufgrund des frühen Todes ihrer älteren Schwester erbt sie deren Vornamen und damit ist das Schicksal für ihr weiteres Leben besiegelt, denn Stella neigt leider dazu, dem Tod oftmals die Stirn bieten zu müssen. Für viele wirkt sie sonderbar oder gar verflucht, doch eigentlich besitzt sie nur einen unermüdlichen Lebenswillen, der sie wie ein Stehaufmännchen immer wieder zurückholt unter die Lebenden. Sie kümmert sich rührend um ihre kleine Schwester Cettina und beschützt sie vor ihrem Vater Antonio, in dessen Augen Frauen minderwertige Wesen sind und der sich deshalb seiner Frau Assunta mehr als einmal aufzwingt. Als die Familie vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Amerika auswandert, hofft Stella, dort endlich mehr Eigenständigkeit zu erhalten. Leider hat ihre Familie einschließlich Cettina gar kein Verständnis dafür, was die beiden eng verbundenen Schwestern über lange Zeit entfremden soll…

    Juliet Grames hat mit „Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna“ einen unterhaltsame historische Familiensaga vorgelegt, die dem Leser eine sehr eigenwillige und selbstbewusste Frau vorstellt. In ihrem Roman verarbeitet die Autorin nicht nur Teile ihrer eigenen Familiengeschichte, sondern lässt den Leser auch an einer spannenden vergangenen Zeitepoche teilhaben. Mit flüssigem und bildhaftem Erzählstil wird die Handlung aus Sicht von Stellas Enkelin berichtet, die das schicksalhafte Leben ihrer über 90-jährigen Großmutter vor dem Leser ausbreitet und dabei die Brücke vom Beginn in Italien bis zum Jetzt in Amerika schlägt. Der Alltag in einer von Traditionen geprägten Familie, deren Vater entweder durch Abwesenheit glänzt oder sich der Mutter aufdrängt und sein Frauenbild verdeutlicht, prägt Stellas Sicht auf die Welt und Lebensanschauung ebenso, wie die mehrfach vorkommenden Nahtoderfahrungen, von denen sie sich immer wieder wie durch ein Wunder erholt. Mit dem Umzug nach Amerika steht Stella vor der Herausforderung, nicht nur die Heimat hinter sich und ein völlig neues Land an sich heranzulassen, sondern muss als Tochter italienischer Einwanderer so manche Hürde nehmen, um dort Fuß zu fassen. Doch all das ist nichts gegenüber dem widerlichen und missbräuchlichen Verhalten ihres Vaters, der die Familie immer und immer wieder tyrannisiert. Als Leser sind einige Dinge nur schwer zu verdauen, leben wir doch heute in einer Zeit, wo wir uns viele Freiheiten gewährt werden und wir über uns selbst bestimmen können. Da wirkt Stellas Leben fast schon wie in einem Gefängnis. Ihr langjähriger Zwist mit ihrer jüngeren Schwester ist zudem eines der Geheimnisse, die ebenfalls nach und nach offenbart werden.

    Die Charaktere sind sehr glaubwürdig und lebendig in Szene gesetzt und wirken mit ihren Eigenschaften sehr realitätsnah, so dass es dem Leser leicht fällt, sie zu beobachten, sie bei ihren Erlebnissen zu verfolgen und mitzufühlen. Stella wird es von Geburt an nicht leicht gemacht, ein eigenständiger Mensch zu sein, denn man verabreicht ihr den Namen einer Toten. Zahlreiche Unfälle lassen sie beinahe sterben, doch immer wieder steigt sie wie Phönix aus der Asche empor, um noch ein wenig eigenwilliger, selbstsicherer und trotziger zu werden. Mutter Assunta sowie Schwester Cettina bleiben ihren alten Traditionen treu und nehmen wenig Rücksicht auf die Gefühle von Stella. Antonio ist ein Ekel, dem man gern mal eins überbraten würde wegen seiner frauenfeindlichen Ansichten.

    „Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna“ ist ein interessanter Einblick in das Leben einer italienischen Familie, die in die USA auswandert. Vor allem aber lernt man mit Stella eine Frau kennen, die sich vom Schicksal nicht unterkriegen und verbiegen lässt. Aufgrund des biografischen Hintergrunds sehr persönlich, spannend und lesenswert!

  17. Cover des Buches Bella Ciao (ISBN: 9783257245615)
    Raffaella Romagnolo

    Bella Ciao

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Pistache

    Giulia wächst in ärmlichen Verhältnisse Ende des 19. Jahrhundert in einem italienischen Dorf auf. Das Leben ist hart, sie leidet an Hunger und ungerechten Lebensbedingungen. Während Giulia in ihrer zerrütteten Familie keinen Trost findet fühlt sie sich bei ihrer Freundin Anita und deren Familie aufgehoben und findet Halt. Bis sie nach einer schmerzhaften Entdeckung in die USA flüchtet. Fast fünfzig Jahre später kehrt sie zurück in ihr Heimatort. Die Ereignisse werden rückblickend erzählt.

    Raffaella Romagnolo verbindet das Schicksal der Freundinnen mit einer differenziert dargestellten Geschichte auf den beiden Kontinenten. Sie wechselt die beiden Lebensgeschichten Kapitel für Kapitel in einem nachvollziehbaren Tempo ab. Dabei entsteht automatisch eine Gegenüberstellung von Europa und den USA und es erlaubt dem/der Leser/in in die historische Geschehnisse und wirtschaftlichen Entwicklungen einzutauchen.

    Die Lebensbedingungen und politischen Umstände kurz vor dem 1. Weltkrieg bis und mit nach dem 2. Weltkrieg wurden von der Schriftstellerin sehr genau recherchiert. Ein Lesevergnügen der besonderen Art, konnte ich doch mit der Fiktion, wie nebenbei mein historisches Wissen, auffrischen.

    Angesichts der schieren Fülle an Figuren fiel es mir aber leider schwer, eine besondere Nähe zu einer oder mehreren von ihnen zu entwickeln. Zudem wurde ich irgendwann, den im Roman zu viel Raum einnehmenden Kriegsjahren, überdrüssig.

    Dennoch: Bella Ciao ist ein interessanter Roman über Italien und die italienische Diaspora in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sprachlich auf hohem Niveau, mit zwei ausgesprochen starken Frauenfiguren, die mich überzeugten.

  18. Cover des Buches Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche (ISBN: 9783864761218)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der zweite Teil vom Leben und Wirken des Naturforschers Georg Wilhelm Schimper.
    Nachdem er im ersten Teil in Südeuropa seine Abenteuer erlebt hat, werden hier von seiner forschenden Neugier aus  Algier, Afrika und Ägypten erzählt.
    Zu seiner Lebzeit völlig unbekannte Länder und viel Neues in Sachen Kultur, Pflanzen, Sitten und Menschen.
    Genauso hat die Autorin von Schimpers Leben in diesem Roman erlebnisreich erzählt. Dabei kam der absolute Forschungsdrang von Schimper im Buch sehr zur Geltung. Es war gefährlich oft für ihn, doch seine wagemutigen Touren, Entdeckungen haben sich gelohnt. Noch heute werden von seinen damaligen, ausgefallenen Naturfunden in Museen, Ausstellungstechnisch erzählt.
    Immer wieder passierte es, das er oftmals dem Tote nahe war, auf seinen Entdeckungstouren. Oft von Krankheiten, die der Europäische Körper nicht aushält, oder eben auch durch Kriminelle Begegnungen.
    Doch er hat oft Glück, kehrt auch dazwischen wieder mal nach Europa zurück.
    Unruhig ist er, nach meindlicher Genesung, wieder auf Entdeckung zu gehen. Man Rät ihm das vorerst ab, aber er entscheidet anderst und begibt sich nach Ägypten auf Neues.
     Seine Forschungsarbeit vom badischen Großherzog, finanziell unterstützt.
    Sein größter Kummer, den er im zweiten Teil noch ausgeprägter erzählt, ist, kein Glück in der Liebe, keine dauerhafte Beziehung.
    Sein Ankommen und Begehrt werden bei den Frauen, sind im Buch sehr Liebevoll und Intensiv beschrieben.
    Unatraktiv war Wilhelm keines Falles.
    Das Buch ist sehr Naherlebt beschrieben. Der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und zu folgen.
    Man erfährt nebenbei was von Flora und Fauna. Die Landschaften wirken bildlich auf einen beim lesen.
    Man spürt den unaufhaltsamen Forschungsdrang von Schimper. Man spürt aber auch mit was für einer Einfachheit er an Utensillien damals hat auskommen müssen.
    Ein wahres Abenteur dies Buch zu lesen.
    Von Vorteil wäre den ersten Band zu lesen: Die Rückkehr der Störche.
    Band drei ist in Bearbeitung: Die Heimat der Störche.
    5 Punkte

  19. Cover des Buches Das Tor zur Welt: Hoffnung (ISBN: 9783499008580)
    Miriam Georg

    Das Tor zur Welt: Hoffnung

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Heimelina

    Die Lage im 2. Band spitzt sich zu. Ich finde es immer wieder spannend in eine andere Epoche abzutauchen und die Geschichte der eigenen Heimat zu erleben. 

    Wie die Menschen gelitten haben, wie groß die Verzweiflung war! Die Ungerechtigkeiten, besonders gegen die Frauen, die Machtlositkeit. Und doch bleibt Raum für große, positive Gefühle wie Liebe, Hoffnung und Träume..

    All dass lässt Miriam Georg den Leser fühlen. Diese Reihe war wieder einmal eine emotionale Reise für mich. Ich habe viel gelernt und werde lange an diese Reihe zurückdenken und nicht müde werden, allen von den beiden Reihen "Elbleuchten" und "Das Tor zur Welt" vorzuschwärmen. 

    Ich bin sehr begeistert und empfehle die Reihen uneingeschränkt weiter.

  20. Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)
    Ulla Lenze

    Der Empfänger

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Josef Klein, ein deutscher Auswanderer in New York, erlebt die aufgeladene Atmosphäre in der Metropole kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs eher als Beobachter. Bis er aufgrund seiner Fähigkeiten als Amateurfunker das Interesse des deutschen Spinonagenetzwerks; er reißt sich nicht darum, wehrt sich aber auch nicht dagegen und kommt irgendwann auch nicht mehr raus. Klein bleibt wie sein Name unterstellt nur ein kleines Rädchen im Getriebe, ein klassischer Mitläufer, entsprechend unspektakulär bleibt auch die Art und Weise, wie seine Geschichte erzählt wird: Als Erinnerung an den Onkel, der nicht weiter von James Bond & Co. entfernt sein könnte. 

    Die Situation der Deutschen im besiegten Deutschland wird anhand der Geschichte der Familie des Bruders erzählt, bei denen er nach seiner Ausweisung lebt, viel spannender ist aber in meinen Augen das unbekannte Kapitel des Deutschen Auswanderers bzw. die Stimmung, die sich in den Jahren bis 1939 in der Welt zum Thema Hitler und NSDAP aufgebaut hat. Kleins Reise mit uns Lesern endet im Südamerika der 1950er Jahre. Ein Roman, der zum Nachdenken über Schuld und Reue anregt, und welche Rolle Überzeugung bzw. Mitläufertum in solch fatalen historischen Entwicklungen spielt. Ohne es zu merken, ist man schnell auf der letzten Seite angelangt.


  21. Cover des Buches Arzt der Hoffnung (ISBN: 9783499005602)
    Ralf Günther

    Arzt der Hoffnung

    (30)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    Dies war mein erster Roman, den ich von dem Autorin Ralf Günther gelesen habe und ich war und bin noch immer total begeistert. Ein toller historischer Roman, in dem uns das Leben des berühmten Arztes Dr. Robert Koch, verpackt in eine packende Geschichte, nahe gebracht wird.

    Der Inhalt: Hamburg, im August 1982: Verdächtige Krankheitsfälle häufen sich. Der Erste Bürgermeister vermutet die Cholera – und schweigt. Also schickt die Reichsregierung den kompetentesten Seuchenfachmann nach Hamburg, den sie aufzubieten hat: Robert Koch. Natürlich ist der berühmte Arzt nicht willkommen. Als er die Erreger im Hamburger Trinkwasser nachweist, beginnt für ihn ein Kampf an mehreren Fronten. Da erreicht mit einem der letzten Dampfschiffe von Sylt Hedwig, Kochs Geliebte, die abgeriegelte Hansestadt. Er ist zornig und glücklich zugleich. Denn sie darf nicht offiziell bei ihm sein. Als ein junger Assistenzarzt auf Hedwig aufmerksam wird und Koch die Eifersucht befällt, muss er einen kühlen Kopf bewahren.

    Einfach klasse! Noch jetzt nach Beendigung des Buches habe ich ein Gänsehautfeeling. Der Autor hat die Atmosphäre, die zur Pandemiezeit in Hamburg herrschte, so wunderbar beschrieben. Die ganze Lektüre läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Die Charaktere sind herausragend beschrieben. Auch werde ich beim Lesen von zahlreichen Emotionen übermannt. Die Panik, die in der Stadt ausbricht ist förmlich zu spüren. Ich lerne einen begnadeten Arzt, der alles tut, um den Albtraum zu beenden. Auch Hedwig, seine Geliebte, hat mich begeistert. Sie hat gezeugt, welche Kraft und welcher Mut in ihr stecken. Mit großer Spannung habe  ich die Einleitung jedes Kapitels gelesen, hier erfahren wir, wie ein Zeitzeuge der Choleraepidemie 1892 in Hamburg (dies ist Jakob Löwenberg) diese erlebt hat.

    Ein fesselnde und hochinteressante Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.

  22. Cover des Buches Hinter dem fernen Horizont (ISBN: 9783757545895)
    Ralph Pape

    Hinter dem fernen Horizont

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989
    Klapptext:
    Ein Western – Roman. Es ist das Jahr 1882, in dem Familie Kirchhain - voller Träume und Hoffnungen - die vertraute Heimat im südlichen Niedersachsen verlässt, um sich in Amerika eine neue Existenz aufzubauen. Der sechzehnjährige Sohn der Familie, Jakob Bernhard, entwickelt sich von einem abenteuerlustigen, verträumten Jugendlichen, zu einem Mann, der sich schnell den rauen Sitten und Gebräuchen des Westens anpasst. Er muss lernen, dass man in diesem Land nur auf sich und Gott vertrauen kann. In einem scheinbar öden Wüstenkaff begegnet er seiner großen Liebe und nach Jahren des Umherziehens, findet Jakob dann endlich seine Bestimmung.

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Der Autor verführte mich in den Wilden Westen.Ende des 19.Jahrhunderts war die Zeit der Auswanderung auf Ihrem Höhepunkt.Ich lernte Jacob und seine Familie kennen,die sich entschieden hatte von Deutschland nach Amerika auszuwandern.Begleitet habe ich nun Jacob auf seiner Reise und habe dabei spannende aber auch emotionale Momente erlebt.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Alle Charaktere wurden hervorragend ausgearbeitet.Besonders Jacob und Ethan habe ich in mein Herz geschlossen.Aber auch die anderen Personen fand ich sehr interessant.Fasziniert haben mich die sehr anschaulichen und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.Ich hatte das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.Ich lch lernte das Leben in der freien Natur mit seinen Gefahren kennen.Auch der beschwerliche Weg durch die Wüste hat mich beeindruckt.Durch die sehr packende und fesselnde Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Auch hat es der Autor hervorragend verstanden gewisse Themen in die Geschichte einzubauen.Da geht es um Verbrechen und Gesetzlosigkeit zu dieser Zeit.Außerdem habe ich viel über die Auswanderung und die langsame Vernichtung der Indiander erfahren.Das hat mir sehr gut gefallen.Die Handlung blieb von Anfang bis zum Ende sehr spannend und interessant.so kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf.Das Ende fand ich sehr gelungen für diesen genialen Roman.
    Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.Mich hat dieses Buch einfach begeistert und faziniert.Ich vergebe glatte 5 Sterne.



  23. Cover des Buches Little Germany - Der Geschmack von Freiheit (ISBN: 9783328111771)
    Maria Nikolai

    Little Germany - Der Geschmack von Freiheit

    (80)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Nach dem verheeren Schiffsunglück der "General Slocum", dem Ausflugsdampfer, auf dem viele Bewohner von Little Germany an Bord waren und die Mehrheit von ihnen ums Leben gekommen sind, steht das deutsche Viertel in New York unter Schock und trauert um die Toten. Auch Julia und Lissi sind persönlich betroffen und spüren nicht nur die emotionale Last der Katastrophe, sondern auch die finanziellen Folgen für ihre Bäckerei. Sie entscheiden sich für einen Neuanfang in Yorkville, wo sich viele Deutsche inzwischen niedergelassen haben und verändern den Schwerpunkt ihrer Backerzeugnisse hin zu Konditorware. Schon wie die schwäbischen Brezeln finden auch die süßen Köstlichkeiten zahlreiche Abnehmer in der Neuen Welt.
    Während wirtschaftlich alle Zeichen auf Neuanfang stehen, müssen Julia und Lissi auch in Bezug auf ihre Herzensangelegenheiten Entscheidungen treffen.

    "Little Germany - Der Geschmack von Freiheit" ist nach "Little Germany - Der Duft der Neuen Welt" der abschließende zweite Band der Dilogie "Die Bäckerinnen von Manhattan". Er schließt nahtlos an die Ereignisse des ersten Bands im Sommer 1904 an und setzt die Geschichte um die beiden mutigen jungen Frauen Julia von Varell und Lissi Steiner fort, die 1901 mutig ein neues Leben fernab ihrer Heimat Deutschland begonnen hatten.

    Wie schon Band 1 ist auch die Fortsetzung lebendig geschrieben und stellt ein authentisches Abbild der damaligen Zeit dar. Dafür sorgt die mühelose Verbindung historischer Wahrheit mit fiktiver Geschichte, die von einer akribischen Recherche zeugt. Im Anhang des Romans kann man sich vergegenwärtigen, was sich tatsächlich ereignet hat und welche Charaktere historisch verbürgte Persönlichkeiten sind.

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei Ort und Zeit jeweils am Kapitelanfang angegeben sind, was die Orientierung erleichtert. Schauplatz ist New York, was als quirliger Ort bildhaft beschrieben ist, aber auch das Rittergut Eckerde, wo es zu spannenden Reibereien kommt.
    Die Nebenfiguren, die eine Stimme erhalten, gestalten die Geschichte in Ergänzung zu Julias und Lissis Lebensgeschichten noch facettenreicher.

    Der Roman handelt von Freundschaft, Solidarität und Zusammenhalt, von Aufbruch und neuen Chancen, aber auch von Verlust und Abschieden. Über die fünf Jahre hinweg machen Julia und Lissi eine nachvollziehbare Entwicklung durch und sind eindrückliche Rollenvorbilder für moderne, eigenständige Frauen, die mit ihrem Mut, ihren Träumen und Ideen sehr gut in die Neue Welt passen. Umso spannender wird dann auch, ob Julia trotz allem ihrem Herzen folgen wird.
    Auch der zweite Band ist eine lebendige Zeitreise mit Liebe, Abenteuer, Drama und Backkunst, der mit einem Bezug zum ersten Band mit dem Beginn der Reise von Julia und Lissi einen runden Abschluss erhält.

  24. Cover des Buches Wo noch Licht brennt (ISBN: 9783709972991)
    Selim Özdogan

    Wo noch Licht brennt

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Aischa
    Özdogans letzter Teil der Trilogie rund um die Deutschtürkin Gül ist auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände gut zu lesen.
    Gül kehrt nach einigen Jahren in der Türkei erneut nach Deutschland zurück, um wieder bei ihrem Mann Fuat zu leben. Die Familie ist verstreut, ihre bereits erwachsenen Kinder leben teils in Deutschland, teils in der Türkei. Wo sich Gül zu Hause fühlt ist lange unklar, sie scheint irgendwo zwischen der türkischen und der deutschen Gesellschaft zu hängen. 
    Özdogan schildert die Gefühlswelt seiner Protagonistin sehr einfühlsam und mit ungewöhnlichen Bildern. Seine Sprache ist blumig, geradezu poetisch. So werden etwa Gefühle mit Farben assoziiert, und man findet noch weitere Synästhesien, die jedoch nie ins Kitschige abdriften.
    Gül wird von mehreren Schicksalsschlägen getroffen, ihr so sehr geliebter Vater stirbt in der Türkei, ohne dass sie ihn noch einmal sprechen kann, Güls Tochter wird jung Witwe. Gül muss nicht nur mit der Untreue ihres Ehemannes fertig werden, nein, er verspielt auch noch das gemeinsame Ersparte. Gül reagiert wenig, meist erträgt sie ihr Schicksal, sie ist gottergeben, bescheiden und doch sehr stark. Diese Stärke ist ihr selbst wohl kaum bewusst, sie ist zugleich in vielen Ängsten gefangen und begehrt nur selten auf. 
    Als Rentnerin geht sie wieder zurück in die Türkei, doch auch dort ist es nicht wirklich ein "nach Hause kommen". 
    Der Roman ist weniger eine Geschichte über kulturelle denn über individuelle Unterschiede. Ich habe sehr mit Gül gelitten, ihre Melancholie zieht sich fast wie ein roter Faden durch die Geschichte. Beeindruckt hat mich, wie sie ihr Schicksal anzunehmen vermag.
    Ein großer Roman über eine leise Frau.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks