Bücher mit dem Tag "auswandern"
132 Bücher
- Diana Gabaldon
Outlander - Der Ruf der Trommel
(919)Aktuelle Rezension von: Moelli116Die Fortführung der Geschichte von Claire ist hier wieder sehr gelungen. Sie erleben viele Abenteuer die spannend erzählt sind.
Ich finde den Teil der Geschichte über die Tochter Brianna teilweise etwas langatmig. Leider ist das Verhältnis zwischen Brianna und Roger zu sehr eine Kopie von Claire und Jamie.
- Jennifer Donnelly
Die Teerose
(937)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaDieses Buch ist wohl eines meiner älteren und dennoch habe ich es erst jetzt geschafft, es zu lesen, was vor allem daran lag, dass es sich um einen historischen Roman mit fast siebenhundert Seiten handelt. Und dennoch hat es sich gelohnt, denn dieses Buch ist tatsächlich ein richtiges Highlight für mich gewesen, welches ich kaum aus der Hand legen konnte.
Erzählt wird die Geschichte aus ganz verschiedenen Perspektiven und über mehr als zehn Jahre, sowohl in London als auch New York. Ebenfalls gibt es super viele Handlungsstränge und Personen, die mich aber zu keiner Zeit überfordert haben, da der Schreibstil wirklich großartig war und die Geschichte relativ leicht zu verstehen.
Vor allem aber begleitet man hier die junge Fiona, die mit ihrer Familie 1988 in London lebt, wo sich gerade die Gewerkschaft zu etablieren versucht, was zu einigem Durcheinander führt bis hin zum Tod ihres Vaters. Gleichzeitig spart sie zusammen mit ihrem Verlobten Joe mühsam Geld, um ein eigenes Geschäft eröffnen zu können. Leider wird es aber dazu nicht kommen. Dafür schlägt es Fiona nach New York, wo sie sich mühsam nach oben kämpfen muss, aber auch Rückschläge einstecken.
Die Geschichte ist dabei sehr umfangreich, wirkt aber zu keiner Zeit überladen oder langweilig, denn es passiert immer wieder etwas Neues und gibt viele, unerwartete Wendungen. Zudem treibt Jack the Ripper gerade sein Unwesen in London, ein fieser Teehändler mit Verbindung zu andern schaurigen Gestalten macht Probleme, genauso gibt es eine Menge Armut, Verluste, Mord und Totschlag, vor allem aber eine große Liebesgeschichte, welcher immer wieder, auf unterschiedlichste Weise, Steine in den Weg fallen und die nicht ausgelebt werden kann. Dafür gibt es aber auch wunderbare Freundschaften und Familienbünde, die voller Liebe stecken. Die Geschichte ist wirklich lebendig geschrieben, super spannend, romantisch und ab und an sogar echt spicy. Und obwohl es hier und da nicht zu einhundert Prozent realistisch zuging, habe ich die Geschichte einfach nur geliebt.
Ebenfalls mochte ich die Charaktere super gern, allen voran die starke und fortschrittliche Protagonistin Fiona, die trotz aller Widerstände nicht aufgibt und sich durchkämpft. Auch Joe mochte ich gern, sowie seine und Fionas Familien. Obendrein lernt man im Laufe der Geschichte noch den jungen Nick kennen, der es als schwuler Mann in einer Zeit, die noch nicht so aufgeschlossen war wie die unsere, nicht leicht hat. Er ist eine ganz besondere Person und ein riesiger Lichtblick zwischen anderen, nicht so netten Figuren. Und dennoch überwiegen die großartigen, liebenswerten Charaktere in diesem Buch und machen es zu dem, was es ist, wenn man auch die Bösewichte braucht, um die Geschichte spannend zu halten.
Alles in allem bekommt man hier einen wirklich vielschichtigen, historischen Roman mit einer starken Protagonistin, einer tragischen Liebesgeschichte und einem Kampf für Gerechtigkeit, welcher mich absolut begeistern konnte und den ich, obwohl er schon etwas älter ist, absolut empfehlen kann.
- Frank McCourt
Die Asche meiner Mutter
(896)Aktuelle Rezension von: ValmontbooksMcCourt schreibt über Armut, Krankheit und Demütigung, aber er tut es ohne Weinerlichkeit. Seine Sprache ist trocken, fast beiläufig, was die Wirkung umso stärker macht. Man spürt, dass er nichts beschönigt, aber auch nichts aufbläst. Gerade die kindliche Perspektive, mit der er die Grausamkeiten beschreibt, macht das Buch so glaubwürdig. Es geht nicht darum, Mitleid zu erzeugen, sondern zu zeigen, wie Überleben aussehen kann. Das Buch ist traurig, komisch und klug, aber nie berechnend. Es gehört zu den wenigen autobiografischen Romanen, die ihre Wirkung nicht aus dem Leid, sondern aus der Art ziehen, wie sie davon erzählen.
- Khaled Hosseini
Traumsammler
(527)Aktuelle Rezension von: WafaoooTraumsammler war mein erstes Buch von Khaled Hosseini - und hat mich direkt begeistert.
Die berührende Geschichte von der kleinen Pari und ihrem Bruder Abdullah, die früh getrennt und in völlig verschiedenen Welten aufwachsen, ist fesselnd und emotional.
Hosseini überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie grausam das Leben sein kann.
Ein tiergehender, bewegender Roman.
- Stephanie Rapp
Als der Himmel zerriss
(17)Aktuelle Rezension von: pallasIrland 1845;
Um ihr gemeinsames Erbe - einen Landbesitz im irischen "Ashton Manor" - entgegen zu nehmen verlässt Emily Winston zusammen mit ihrem Vater England. Kaum in ihrer neuen Heimat angekommen ist das Land einer noch nie da gewesenen Hungersnot ausgesetzt und so ist es schon bald unmöglich, den geringsten Teil von den Pächtern einzutreiben.
Zu allem Überflüß eskaliert nun auch noch der in Irland schon lange währende Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten obwohl das Land angesichts der unglaublichen humanitären Katastrophen einen inneren Zusammenhalt dringend nötig hätte. Emily kommt zu allem Unglück ungewollt zwischen die rivalisierenden Parteien und schließlich bricht auch noch die Kartoffelpest aus, die zur fast vollständigen Vernichtung der restlichen Nahrungsgrundlage der Menschen führt.
Emily verliert schließlich ihren Grundbesitz und muss Irland verlassen. Sie wandert mit der Familie O'Neill nach Australien aus wo sie einst geboren wurde.
Dort angekommen bekommt sie in Van Diemens Land, dem heutigen Tasmanien, eine Anstellung als Lehrerin. Emily weiß, dass sie in dieser Gegend geboren wurde und möchte ihre eigentliche Herkunft genauer ergründen. Wer war wohl ihre Mutter wirklich gewesen? Ihr Vater hat nie viel von ihr gesprochen. Während ihrer Nachforschungen kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens auf die Spur. Was Emily entdeckt lässt sie staunen und als sie schließlich auch noch ihre irische Familie wiedertrifft gibt es weitere großartige Überraschungen.
Stephanie Rapp hat die Fakten und Hintergründe um die historische Hungersnot, der "Irish potato famine" des Irland im 19. Jahrhundert präzise recherchiert und als hervorragendes Fundament für dieses sehr ansprechende und gehaltvolle Buch eingesetzt. Aus diesem historischen Rahmen heraus entwickelt die Autorin eine eindrucksvolle Sicht auf die soziale Kluft zwischen Arm und Reich und lässt den Leser auf beindruckende Weise die unvorstellbar brutale Einstellung der irischen Großgrundbesitzer, die sich nicht im Geringsten um die Lebensbedingungen ihrer Pächter gekümmert haben, erleben.
Besonders hervorheben möchte ich, wie behutsam und gelungen die Autorin überlebenswichtige christliche Einstellungen wie Gottvertrauen, Liebe und Vergebung in die Geschichte eingewoben hat. Wesentliche Elemente unseres Glaubens, die in dieser schrecklichen Zeit das Überleben möglich machten können auch uns heute helfen das Leben und seine Herausforderungen zu meistern.
Die Lektüre des Romans wird durch den flüssigen Stil, der lebendigen Sprache und den eindrucksvollen Bildern zu einem besonderen Genuß. Es gelang Stephanie Rapp mit ihrem Werk "Als der Himmel zerriss" einen im besten Sinne des Wortes authentischen, emotional mitreißenden und über die Thematik erschütternden Roman zu schreiben. - Susan Abulhawa
Während die Welt schlief
(259)Aktuelle Rezension von: MunimausWowww, mich lässt selten ein Buch so sprachlos zurück. Auch wenn es fiktive Charaktere sind, steckt in der erzählten Geschichte so viel, was tausende Menschen erleben mussten. Abdulhawa erzählt sehr einfühlsam die Geschichte von Amal über drei Generationen und den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, die Vertreibung, aber auch die Hoffnung der Palästinenser auf die Rückkehr in ihre Heimat. Das Buch hat mich sehr bewegt, an vielen Stellen echt zum Schweigen und Weinen gebracht. Mir hat es das Herz rausgerissen, als die Brüder getrennt und wieder aufeinander gestoßen sind. Ich finde das Buch sollte man echt lesen, es stellt nicht den typischen Nahostkonflikt aus den Nachrichten dar, sondern geht tief in die Haut. Es zeigt, dass wir alle Menschen sind und was die Politik mit einem macht. Ich hatte das bereits vor Monaten gelesen und muss hin und wieder an die Geschichten denken und bekomme jedesmal Gänsehaut. Es ist ein Meisterwerk und ich werde es definitiv bald wieder re-readen.
- Sarah Lark
Im Land der weißen Wolke
(472)Aktuelle Rezension von: MikeyEines vorneweg: Dieses Buch ist in meinen Augen Trivialliteratur. Warum, begründe ich später.
Es ist die Geschichte zweier Frauen, Helen und Gwyneira, die sich auf einem Schiff von England Richtung Neuseeland kennen lernen. Beide haben die Reise angetreten, um sich zu verheiraten. Gwyneira, weil sie ihr zukünftiger Schwiegervater Gerald, seines Zeichens Schafsbaron, für seinen Sohn Lukas mehr oder weniger in einem Kartenspiel gegen ihren Vater „gewonnen“ hat (dies allerdings mit Augenzwinkern, sie hätte auch nein sagen können), Helen, weil sie sich auf eine Anzeige der presbyterianischen Gemeinde in Christchurch beworben hat, die für ihre männlichen Gemeindemitglieder Frauen sucht. Sie finanziert ihre Überfahrt mit der Betreuung einer Gruppe von Waisenmädchen, die für Dienstbarkeiten ansässiger Familien vermittelt wurden.
Daraus ergibt sich die Tatsache, dass beide Frauen nichts über ihre zukünftigen Ehemänner wissen, daraus ergeben sich auch die Komplikationen des Romanes. Zufall soll es sein, dass beider Frauen zukünftige Ehemänner Nachbarn sind, Zufall ist es auch, dass Helens zukünftiger Ehemann Howard und Gerald Erzfeinde bis aufs Blut sind. Damit ist alles angerichtet, was ein Familiendrama braucht.
Es liegt auf der Hand, dass beide Ehekandidaten nicht das halten, was sich die beiden Frauen versprochen haben. Dabei hat Gwyneira eigentlich noch Glück. Lukas ist ein Gentleman durch und durch, stets zuvorkommend, gebildet, an Kunst interessiert… Dumm nur, dass er sich eigentlich mehr für Männer interessiert, was ihm wohl zum Zeitpunkt der Heirat noch nicht recht bewusst war. So kommt es immer wieder zu missglückten Versuchen, die Ehe zu vollziehen; Gerald will nämlich unbedingt einen männlichen Erben, wird nun auch wegen des Ausbleibens immer unleidlicher.
Helen dagegen hat echt in die Schei...e gegriffen, ihr Mann, ehemaliger Kompagnon von Gerald und mit diesem heillos verfehdet, ist jähzornig bis aufs Blut.
Die verzweifelten Versuche von Gwyneira und Lukas, einen Sohn zu bekommen und Geralds zunehmende Aggressivität wegen des Ausbleibens lassen Gwyneira indes nach einem „Ersatzerzeuger“ suchen, natürlich kommt dabei auch die Liebe ins Spiel. Ergebnis der Bemühungen ist (ins Geralds Augen leider) „nur“ ein Mädchen. Helen dagegen gebärt Howard einen Sohn. Als Gerald davon erfährt, dass seinem Erzfeind ein männlicher Erbe geboren wurde, was ihm versagt blieb, kommt es zur Eskalation…
Ich muss sagen, die Geschichte wäre eine gute Vorlage für eine Verfilmung, alles was ein guter Kino- oder Fernsehfilm braucht. Für einen guten Roman ist alles zu glatt. Typisch für diese Art Roman ist die „Kurzgefasstheit“ der Erzählweise. Die Dinge (sag ich jetzt mal) entwickeln sich nicht, sie werden einfach als gegeben erzählt. Alles wirkt sehr sprunghaft. „Zwei Sunden später…“ oder „“Zwei Monate später…“ zum Beispiel war etwas dann so oder so, wie, warum, weshalb wird nicht erzählt. Ich hätte mich vielleicht trotzdem dazu hinreißen lassen, 4 Sterne zu vergeben; die Geschichte ist spannend und 800 Seiten ist ein guter Umfang für eine Familiensaga. Aber mir sind es alles ein paar zu viele „Zufälle“. Helen und Gwyneira bleiben natürlich miteinander verbunden, werden durch ihre Kinder gar zu einer Familie (das wirkt auch gut als Eskalationsstoff, denn das erinnert durch deren verfeindete Väter anfangs sehr an "Romeo und Julia), auch die Geschichte der Waisenkinder grätscht unnötigerweise immer wieder dazwischen. Diese haben entweder totales Glück mit ihrer Anstellung oder totales Pech, dazwischen gibt es nichts.
Was mir aber die 4 Sterne unmöglich zu vergeben gemacht hat, ist das Ende. Nicht nur, dass wirklich alle Akteure, die unsympathisch, schlecht oder einfach unpassend sind, am Ende sterben, es geht alles gut aus wie im Märchen. Und am Ende des Romanes geht alles sehr sehr schnell. Da werden schon mal zwischen 2 Kapiteln Jahre übersprungen. Es bleibt wieder mal das Gefühl zurück, der Author, die Authorin hatte am Ende keine rechte Lust mehr.
Also 3 Sterne.
Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. "Im Land der weißen Wolke" ist aber in sich abgeschlossen. Die Bücher der Trilogie scheinen nur sehr lose miteinander zusammenzuhängen. Also kein Grund, weiterzulesen... - Daniel Speck
Bella Germania
(211)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierDeutsch-italienische Familiengeschichte über drei Generationen – meine Gefühle beim Lesen schwankten stark: mal fand ich es spannend, durch die Augen der Gastarbeiter der Siebziger Jahre auf Deutschland zu blicken, die zweistufige Migration (Süditalien-Norditalien-Deutschland) mitzuerleben, die Verklärung der armen Ursprungsheimat mitzufühlen. Mal haben mich die kitschigen, pseudo-tiefsinnigen, Hollywood-artigen Dialoge genervt, die es nur in Drehbüchern gibt, aber nicht in der Realität (der Autor ist hauptberuflich Regisseur). Mal haben mich die unglaubwürdigen Handlungsstränge gestört (Gastarbeiter ziehen in trotzkistische Hippie-WG, die plötzlich die RAF unterstützt – diese Subkulturen waren damals doch streng getrennt und verachteten sich gegenseitig). Mal konnte ich den sehr ausführlichen Gedanken der jeweiligen Protagonisten folgen, mal nicht (warum regt er sich jetzt so auf?). Manche Liebesszene schien aus einem Trivialroman, die betrogene Ehefrau, die technisch versiert den Bremsschlauch des Alfa Romeos ihrer Rivalin durchtrennt, aus einem Tatort-Krimi entsprungen zu sein. Das Schicksal des unsympathischen Sohnes Vincenzo, dessen Traum es war, professioneller Autorennfahrer zu werden, interessierte mich irgendwie nicht so. Am Schluss versucht der Autor, die Figuren noch ein paar allgemeine Lebensweisheiten zur Bedeutung der Familie äußern zu lassen.
Interessant fand ich, die Handlung mit den politischen und wirtschaftlichen Ereignissen der Siebziger Jahre zu verknüpfen. Die Figuren des Romans erlebten also die Zeit, an die ich mich auch erinnere – Vietnamkrieg, Ölkrisen, Olympiade in München und RAF-Hysterie.
Die Familiengeschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern man folgt dem jüngsten Familienmitglied bei der Erforschung der ihr bislang nicht bekannten Familiengeschichte. So wird das Puzzle nach und nach komplett. Man hätte die Geschichte auch auf 400 statt auf 600 Seiten erzählen können.
- Tiana Wicke
The other side
(15)Aktuelle Rezension von: MogniEigentlich hatte ich diese Woche meine Lovestory Woche, keine Ahnung woher der Hang zu Romantik diese Urlaubswoche kam, aber zum Teil passte das Buch schon.Es fängt am schlimmsten Tag von Edina und ihrer Family an, von jetzt auf gleich ist sie hochschwanger Alleinerziehende Mutter, sie schafft es ihre Kinder zu klasse Menschen zu formen. Auch Mira, die den Tod ihres Dads miterleben musste, entwickelt sich zu eine rücksichtsvolle Jugendliche. Der Liebe wegen ziehen sie nach Amerika, denn da wartet Jamie und das Leben könnte so schön sein. Wenn nicht immer wieder Anzeichen dafür zu finden sind, das Jamie seine baldige Ehefrau hintergeht.Normalerweise hab ich ein gutes Gespür bei Krimis, aber dies mal lag ich so was von daneben. Und irgendwie ist es am Ende klar, dass man sehr schnell die Fortsetzung lesen will. Das einzigste was schade ist, dass das Buch so kurz ist. Denn die Story ist so gut, dass hätte ein dicker Schmöker werden können.Ich fand es schön flüssig geschrieben, war in der Wildnis auf meinen Lieblingsleseort und wollte schon ewig zum Ferienhaus zurück, musste es aber unbedingt zu Ende lesen. Auch auf die Gefahr hin, dass die Blase platzt. - Wolfgang Gabler
Nie wieder New York: 2 Jahre New York City von Wolfgang Ga(e)bler
(9)Aktuelle Rezension von: vormiDer Titel ist leicht irreführend, denn ich bin ein Fan von New York und habe das Buch sehr gerne gelesen.
Allerdings wollte ich auch schon vor der Lektüre des Buches nicht unbedingt im Big Apple wohnen.
Wolfgang Gaebler erzählt, meistens, mit einem zwinkernden Auge von der alltäglichen Begebenheiten, die ein Neu-Bewohner der schillerndsten Stadt der Welt so zu ertragen hat.
Besonders in der ersten Hälfte des Buches musste ich oft laut lachen und habe ganz Kapitel komplett meinem Mann vorlesen müssen. Wir hatten viel Spaß damit.
Viele Situationen und Begebenheiten konnten wir sehr gut nachvollziehen.
Entweder als Eltern oder als Besucher New Yorks.
Besonders beeindruckend sind die Fotos, da hat der Autor echt ein beeindruckendes Talent.
Wunderschöne Aufnahmen. Tolle Perspektiven. Das ist auf jeden Fall ein Teil der auch New-York-Fans beeindrucken wird.
Das Buch ist in unterschiedlich lange Kapital aufgeteilt.
Auch schön, um hin- und wieder reinzulesen oder nur die tollen Fotos zu betrachten.
Leider wurden die Themengebiete in der 2. Hälfte etwas spezieller.
Dadurch wird der Lesegenuss geringfügig "eingeschränkt".
Ich musste leider nicht mehr ganz so häufig lachen und brauchte auch meinem Mann nichts mehr vorlesen.
Aber Themen über den ominösen Umlaut im Nachnamen Gaebler, der von den US-Behörden einfach gekürzt wurde, sind für uns einfach viel interessanter, da wir auch einen Umlaut im Nachnamen haben. Und schon bei unseren Urlauben wurde aus einem "ü" im Nachnamen kurzerhand ein "ue".
Das finden wir natürlich viel spannender, als Tennisplatzbuchungen im Morgengrauen in Manhattan.
Auch eine faszinierende Story, aber eben anders.
Daher gebe ich nur 4 Sterne, da der Autor es nicht geschafft hat, den "Spannungsbogen" gleichmässig hoch zu halten.
Trotzdem würde ich jederzeit einen Nachfolger lesen, der dann in Miami spilet. Auch diese Stadt haben wir schon besucht und interessieren uns sehr dafür.
Und allein auf Wolfgang Gaeblers tolle Fotos würde ich mich sehr freuen.
Auch kann man so mehr über die USA erfahren, denn auch, oder gerade, dort gibt es die verrücktesten Gesetze und Verbote.
Und das finde ich sehr interessant.
Also gerne weiter so... - Miriam Georg
Das Tor zur Welt: Träume
(175)Aktuelle Rezension von: annithrillDieses Buch, ich kann nur sagen, dass es mich einfach nur unfassbar gefesselt hat.
Die junge Ava arbeitet Tag ein Tag aus bis zur Erschöpfung auf dem Moorhof im alten Land. Sie träumt davon, ihrer Familie nach Amerika zu folgen.
Ganz anders ist Claire; reich, schön und rebellisch.
Die beiden jungen Frauen werden dem Leser so nah herangeführt, dass man wirklich sie ins Herz schloss (Ava direkt von Anfang an, bei Claire brauchte ich doch etwas 😉). Als die beiden zusammentreffen wird dem Leser ein solch interessantes Lesevergnügen präsentiert.
Miriam Georg versteht es bravurös mit ihrem angenehmen Schreibstil den Leser in den Bann zu ziehen. Sie schreibt solch wunderbare Sätze, die in meinen Gedanken immer wieder nachhallen. Einfach ganz besonders.
Und wenn die Charaktere, der Schreibstil und die Entwicklungen des Story in diesem Buch schon hervorragend sind werden sie von Miriam Georg noch abgerundet in dem sie den Leser in die Vergangenheit führt, damalige Ereignisse detailreich recherchiert und wunderbar in die Story hineinflechtet.
Absolutes Highlight! Kein Wort der Superlative wird dem Buch gerecht..💛
Ich lieb‘s! Und ich freue mich schon wahnsinnig auf den 2. Band.
- Isabel Allende
Der japanische Liebhaber
(108)Aktuelle Rezension von: Argentumverde
Die junge Irina Bazili arbeitet als Pflegerin in der Senioren Residenz Lark House. Dorthin zieht für ihre Familie völlig überraschend die reiche Alma Belasco. Die alte Dame stellt Irina als ihre Assistentin ein und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft daraus. Beide Frauen stammen ursprünglich aus Osteuropa und wurden zu Verwandten nach Amerika geschickt, um ein besseres und sichereres Leben zu haben.
Irina entdeckt, dass Alma Woche für Woche Briefe ohne Absender und Blumen erhält und immer mal wieder verreist Alma für kurze Zeit ohne jemandem zu sagen wohin sie fährt. Irina berichtet Almas Enkel Seth davon und gemeinsam versuchen sie Almas Geschichte zu ergründen.
Der Roman von Isabel Allende lebt, wie so oft bei der Autorin, von den leisen Tönen. Jeder Erzählstrang wird bis ins kleinste Detail vertieft, die kleinen Dinge sind es, die dem Gesamtwerk Bedeutung verleihen. Allende greift gleich reihenweise schwere Themen auf, schafft es aber durch die großteils rückwärtsblickende Erzählweise die Dramatik nicht überborden zu lassen. Es ist eine Geschichte vieler Schicksale, ehrlich und menschlich erzählt. Dabei ist die Sprache und die Art der Autorin zu erzählen so völlig simpel, dabei bildhaft und mit diesem typischen südamerikanischen Hauch von Poesie oder vielleicht auch positiver Melancholie, dass der Leser sich dem Bann ihrer Worte gerne hingibt. Und auch wenn es, wie zumeist bei der Autorin, weder an Rätseln mangelt, noch an außergewöhnlichen Ereignissen, es sind die Charaktere, die sie zeichnet, die so besonders und einzigartig sie erscheinen mögen, doch so völlig menschlich sind, wie der Leser selbstMein Fazit: Eine bewegte Zeit beleuchtet die Autorin hier anhand einzelner Schicksale, dabei geht sie nicht nur auf Kriegsflucht oder die Juden ein, sondern gibt auch der Situation der Japaner in Amerika im und nach dem 2. Weltkrieg einen zentralen Platz in ihrem Buch. Mit zeitlicher Distanz lässt sie doch Alles wie gestern wirken und bringt unter dem Deckmantel der Liebesgeschichte die Menschen selbst in den Vordergrund. Wer Allende mag, sollte an diesem Buch definitiv nicht vorbeigehen.
- Christian Kurz
Allein unter seinesgleichen
(10)Aktuelle Rezension von: camilla1303Das Buch „Allein unter seinesgleichen“ von Christian Kurz ist 2016 im Bundeslurch Verlag erschienen. Vorweg möchte ich sagen, dass der Bundeslurch Verlag „alternative“ Bücher auf den Markt bringt, die sich oft homosexuellen Themen widmen und auch in „Allein unter seinesgleichen“ soll ein Homosexueller die Hauptrolle spielen.Die Nazis haben den Krieg gewonnen. Deutsch fungiert als Weltsprache und unerwünschte Menschen, sowie „Schwule“ gelten als nicht lebenswürdig und sind laut Angaben der Politik bereits ausgerottet. Im Verborgenen existieren sie jedoch weiterhin. Der junge Wolfgang Volkmer verliebt sich in seinen Klassenkameraden Nils und kann zunächst nichts mit seinen Gefühlen anfangen. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf! Erst als er in einem Buchladen mit der verbotenen Winkel-Literatur in Kontakt kommt, lernt er das Wort „schwul“ kennen und schnell wird ihm klar, er ist ein „Volksfeind“.
Der Schreibstil von Christian Kurz ist zeitweise vulgär und brutal. Beim Lesen musste ich mehrmals das Buch absenken und kurz innehalten. Die Sprache passt meiner Meinung nach aber sehr gut zum „Was wäre wenn…“-Charakter des Buches und ist den vielen Dialogen der einzelnen Protagonisten geschuldet. Ich finde die Thematik des Buches gut gewählt, der Schreibstil und die vielen Wiederholungen lassen mich das Buch aber nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.
- Ashlee Vance
Elon Musk
(52)Aktuelle Rezension von: Stef1985In Ashlee Vances Biografie "Elon Musk" tauchen Leser tief in das faszinierende Leben des visionären Unternehmers ein. Vance erzählt dabei nicht nur Musk's persönliche Geschichte, sondern widmet sich ausführlich den Unternehmen, die seinen Weg geprägt haben. Manchen fehlt dabei der persönliche Bezug, doch wenn man sich Musk als Menschen vorstellt, dann ist klar, dass sein Leben durch Arbeit und seine Firmen geprägt ist.
Die Biografie beginnt mit Musks Kindheit in Südafrika und führt durch seine unternehmerischen Meilensteine wie Zip2 und PayPal bis zu den jüngsten Erfolgen mit SpaceX und Tesla. Vance bietet eine packende Erzählung, die nicht nur die Höhepunkte, sondern auch die Tiefpunkte und persönlichen Herausforderungen des Unternehmers beleuchtet.
Die modern gestaltete Erzählweise hat mir gefallen, insbesondere der Fokus auf die unternehmerischen Aspekte von Musks Leben. Die Darstellung von Musks Persönlichkeit ist realistisch, inklusive seiner Ecken und Kanten. Die Schilderung der Technologieprojekte ist beeindruckend, vor allem die Einblicke in Musks unerschütterlichen Glauben an die Verwirklichung seiner Visionen.
Die Handlung ist fesselnd, vor allem wenn es um die Gründung und Entwicklung seiner Unternehmen geht. Die persönlichen Herausforderungen und Rückschläge verleihen der Biografie eine emotionale Tiefe. Die Charaktere, allen voran Elon Musk selbst, werden lebendig und greifbar dargestellt. Man kann ihre Motive nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer konventionell oder leicht verständlich sind. Sicherlich ist man nicht mit allem einverstanden, doch es ist bewundernswert alles für seine eigenen Visionen zu tun und daran zu glauben.
Ich habe viel über Musks Herangehensweise an unternehmerische Risiken und Innovationen gelernt. Sein Durchhaltevermögen und seine Bereitschaft, sich den größten Herausforderungen zu stellen, haben mich inspiriert.
Ich würde "Elon Musk" all jenen empfehlen, die nicht nur an der Person Musk interessiert sind, sondern auch an den technologischen Entwicklungen, die er vorangetrieben hat. Für Unternehmer, Tech-Enthusiasten und alle, die nach Inspiration durch eine beeindruckende Lebensgeschichte suchen, ist dieses Buch definitiv lesenswert.
- Ulrike Renk
Die Australierin
(131)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Emilia ist 8, als ihre Eltern und ihr kleiner Bruder nach England ziehen. Die Tochter lassen sie zurück in Hamburg, bei Tante und Onkel. Dort wächst sie auf und lernt Carl Gotthold Lessing kennen und lieben. Doch der patentierte Kapitän entspricht nicht ihrem Stand. Sie bricht mit ihrer Familie, um mit ihm auf große Fahrt zu gehen.
Meine Meinung:
Mit „Die Australierin“ startet Ulrike Renk ihre Australien-Saga, die auf wahren Begebenheiten beruht. Was Fakt und was Fiktion ist, stellt sie uns im Nachwort vor und ich finde es faszinierend, wie geschickt sie beides miteinander verwebt. Überhaupt gefällt mir ihr Schreibstil sehr. Ihre Worte entführen einen direkt ins 19. Jahrhundert und in eine unglaublich spannende und bunte Welt.
Emilia mochte ich von Anfang an. Sie ist einfach so herzlich und empathisch, aber auch stark und kommt in allen Situationen zurecht. Auch die anderen Charaktere, insbesondere die Mannschaft auf dem Schiff, mochte ich gerne. Und natürlich ihren Carl.
Die Geschichte selbst ist dann einfach der Hammer. Unglaublich, dass diese auf wahren Begebenheiten beruht und teilweise die Figuren nicht nur fiktiv sind. Wir bekommen einen Einblick in Emilias Leben in Hamburg, wie sie in die Gesellschaft eingeführt wird und jemanden heiraten soll, der positiv für das Geschäft ihres Onkels ist. Dann das Leben auf dem Schiff, das war überhaupt der beste Teil! Die Begebenheiten an Bord, wie sie dort ihre Kinder bekam, das Zusammenleben mit den Seeleuten. Die Stürme und schlussendlich die Ankunft in Australien und wie sie sich dort ihr Leben aufgebaut haben. Wir bekommen auch einen kleinen Einblick in das Leben der Aborigines und deren Träume. Danach haben wir dann im letzten Kapitel Minnie, Emilias zweitälteste Tochter begleitet. Leider viel zu kurz und dann war das Buch schon zu Ende. Und ja, es war einfach wundervoll. Es war spannend und abenteuerlich, hatte genau die richtige Menge an Romantik und immer wieder Gefühle, die zu Herzen gingen. Ich habe das Buch mit offenen Augen gelesen, mit lachenden und mit weinenden Augen und ich bin so gespannt, wie es im 2. Band weitergeht! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!
Fazit:
Ulrike Renk beginnt ihre Australien-Saga mit „Die Australierin“, in der wir zunächst Emilia und im letzten Kapitel Minnie begleiten. Das Buch ist einfach wundervoll. Ich habe beim Lesen die Szenen direkt vor mir gesehen. Es war fesselnd, abenteuerlich, romantisch, spannend und emotional. Und unglaublich, dass hinter alldem eine wahre Begebenheit steckt! Die Vermischung von Fakten und Fiktion ist ebenfalls perfekt gelungen und das Buch ist eine Reise in eine andere Welt und ein wundervolles Abenteuer für die Lesenden.
5 Sterne von mir und ich freue mich jetzt schon auf Teil 2!
- Alexandra Fischer
Der Traum vom Horizont
(68)Aktuelle Rezension von: Renate1964Um sich vor dem Vater und Bruder zu beweisen, wandert Karl von Bahlow mit seiner Frau Rosa und den Töchtern Grethe, Helene und Martha 1909 nach Samoa aus.
Das Buch ist ganz toll. Die Charaktere sind vielschichtig, die Geschichte gut recherchiert, die Landschaft wunderschön beschrieben. Die Handlung ist nicht vorhersehbar
- Sabine Thiesler
Hexenkind: Thriller
(511)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchIch habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen.
Sabine Thiesler wurde mir von meiner Familie ans Herz gelegt, dies ist nun das zweite Buch von ihr das ich gelesen habe.
Und ich bin auch hier wieder absolut fasziniert und sprachlos.
Ihr Schreib- und erzählstil ist einfach einmalig ich konnte das Buch nicht mehr weglegen...bis zu letzt tappte ich im dunkeln.
Sie schafft es sie Spannung bis zur letzten Seite hoch zu halten und so interessant und fesselnd zu schreiben dass ich das Buch kaum weg legen konnte.
Die Kapitel waren teilweise recht kurz gehalten was aber absolut klasse war, sie haben dadurch eine absolute Wucht bekommen!
Das Buch und der Handlungslauf blieben sind mir noch sehr lange im Gedächtnis geblieben - noch heute lässt mich das Buch teils sprachlos fasziniert zurück!
Auf solche Ideen muss man erst mal kommen - Hut ab - Respekt!
Daher von mir auch für dieses Buch eine absolut klare Lese- und Kaufempfehlung!
Wundervolle Autorin mit krassen Ideen!
- Marina Lewycka
Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
(321)Aktuelle Rezension von: XirxeDen ersten Teil des Buches habe ich vermutlich wie viele andere Leserinnen und Leser auch mit wachsender Entrüstung gelesen: Gierige, materialistisch eingestellte Osteuropäerin nimmt armen alten Mann aus. Stellenweise recht komisch, manchmal auch beklemmend. Doch dann mischen sich neue Töne ein: Ganz so einfach sind die Schuldzuweisungen doch nicht zu verteilen. Der Vater der Erzählerin ist schwierig, er braucht Hilfe beim Baden, es gibt Probleme mit Pipi, er hat sexuelle Wünsche an seine Ehefrau, hat ihr deshalb auch eine Brustvergrößerung gezahlt, ist zänkisch - Dinge, die die (erzählende) Tochter Nadja am liebsten verdrängen würde. Dagegen stehen die eigentlichen Gründe der neuen Stiefmutter Valentina für diese Heirat: Ihrem Sohn die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen, selbst auch jetzt schon ein besseres Leben als in der Ukraine zu führen (Wer die Verhältnisse in manchen der ehemaligen Teile der früheren UdSSR kennt, kann dies verstehen) - Nadja fängt an sich zu fragen, was sie denn an Valentinas Stelle getan hätte. Und so, wie sich in der zweiten Ehe ihres Vaters nicht alles als so eindeutig und klar darstellt wie man beim ersten Blick vielleicht denken würde, so entwickelt sich auch das Verhältnis der beiden Töchter. Es zeigt sich, dass die große Schwester nicht einfach nur ein eiskalter materialistischer Charakter ist, sondern das es auch hier noch eine andere, weitere Wahrheit gibt, die erst nach und nach zu Tage tritt. Es ist ein guter Unterhaltungsroman, der einem an einem aktuellen Thema zudem klar vor Augen führt, dass nichts so einfach zu sein scheint, wie man beim ersten Lesen meint. Hinter der scheinbar klaren Schwarz-Weiß-Realität (da gut und da böse) stecken unzählige Grautöne. Mich hat dies Buch ziemlich nachdenklich gestimmt..
- Irene Dische
Großmama packt aus
(228)Aktuelle Rezension von: marissoshGroßmama packt aus von Irene Dische ist eine Erzählung aus der Sicht Disches Großmutter. Diese wandert mit ihrem jüdischen Mann und der gemeinsamen Tochter während der Zeit des NS-Regimes nach Amerika aus.
Die Story ist interessant und gibt einen guten Einblick, wie es den Auswanderern damals ergangen sein muss. Zeitweise ist es sogar etwas spannend. Die meiste Zeit tröpfelt es jedoch eher so vor sich hin, das letzte Drittel zieht sich endlos in die Länge.
Mit keinem der Hauptcharaktere konnte ich mich so wirklich identifizieren. Mich störten außerdem die teils rassistischen Aussagen der Großmama, die zwar meist humoristisch gemeint sind, zumindest bei mir diese Wirkung jedoch verfehlten.
Alles in allem eine nette Lektüre, nicht mehr, nicht weniger.
- Sarah Lark
Im Schatten des Kauribaums
(137)Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZDas Buch ist die Fortsetzung zu Das Gold der Maori und erzählt von Höhen und Tiefen von Lizzies, Michaels und Kathleens Kindern sowie von der jungen Violet, die in England die Burton-Familie kennenlernte und mit ihren Geschwistern und ihrem Vater nach Neuseeland auswandert. Abgeschlossen wird die Kauri-Trilogie mit Die Tränen der Maori-Göttin.
Die Charaktere sind, wie in jedem Buch von Sarah Lark, sehr gut dargestellt und sehr unterschiedlich. Man begleitet sie über mehrere Jahre hinweg durch Höhen und Tiefen. Jeder Protagonist macht eine Entwicklung durch auf der Suche nach seinem Platz im Leben.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und fesselnd, wodurch man in die Geschichte eintaucht. Das Buch ist sehr spannend. Man fragt sich, wie es mit Larks Figuren weitergeht und was sie wohl als nächstes erleben werden.
Besonders gefällt mir an Im Schatten des Kauribaums, dass man miterleben kann, wie sich das Wahlrecht für Frauen und Maori in Neuseeland durchgesetzt hat, da historische Ereignisse in das Leben der Protagonisten geschickt eingebaut sind.Fazit
Im Schatten des Kauribaums ist, wie die anderen Neuseelandromane von Sarah Lark, ein überaus spannendes Werk mit einem hervorragenden Schreibstil und starken Charakteren verbunden mit der Geschichte Neuseelands.
- Sarah Lark
Die Zeit der Feuerblüten
(124)Aktuelle Rezension von: 18honey18Ein wunderschönes Buch über das Auswandern und das Glück wo anders suchen und dann leider feststellen müssen das doch nicht alles so läuft wie man es sich erträumt/erhofft oder versprochen bekommen hat
Ich liebe einfach ihrer Schreibstil der einen ab der ersten Zeile gefangen nimmt und mitfiebern und mithoffen lässt
- Fiona Kawazoe
Für immer und Sushi?
(64)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerJapan kenne ich bisher nur aus den Medien. Bereisen konnte ich es noch nicht, weder physisch und literarisch. Daher ist der Schauplatz Japans für mich eine komplett neue Umgebung und Erfahrung. Im Roman „Für immer und Sushi?“ von Fiona Kawazoe geht es um die Protagonistin Vanessa, deren Leben in Deutschland etwas aus der Bahn geworfen wurde. Und Knall auf Fall findet sie sich in Japan wieder und beginnt dort, nach und nach ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Und das gelingt ihr außerordentlich gut. Bis hin zum Zweifel, ob sie wirklich wieder nach Deutschland zurück möchte. Wobei ihr die Liebe zusätzlich dazwischenkommt. Der Leser kann die Entwicklung Vanessas vom schüchternen, leicht depressiven Mädchen bis zu einer jungen, selbstbewussten Frau regelrecht spüren. Manches Mal möchte man sie ein klein wenig anschubsen, damit sie endlich in die Gänge kommt. Zumindest ist es mir so ergangen. Aber ich bin ja auch eine ungeduldige Person. „Für immer und Sushi?“ ist eine Geschichte von der Selbstfindung, der Selbstbehauptung und – dem für mich wichtigsten Punkt – der tiefen Freundschaft. Und das aus tiefer Freundschaft und grenzenlosem Vertrauen auch Liebe werden kann, mit all ihren Stolpersteinen, erfahren wir Leser durch Fiona Kawazoe in ihrem Roman „Für immer und Sushi?“ auf liebevolle Art und Weise. Und wer weiß, vielleicht steckt ja hier und da auch etwas Autobiografisches der Autorin zwischen den Zeilen.
- Kai-Eric Fitzner
Willkommen im Meer
(75)Aktuelle Rezension von: martina400„Meine Tochter ist bei Weitem zu intelligent, um sich einer staatsbürgerlichen Kategorie unterzuordnen“, sagt Mutter streng. „Und Tim ebenfalls. Sie Deutsche zu nennen, kommt einer Beschimpfung gleich.“ S. 183
Inhalt:
Tim ist neu an der Schule unterrichtet an einem Gymnasium. Allerdings geht er nicht nach einem Buch vor, sondern spornt die Jugendlichen an sich ihre eigene Meinung zu bilden, Dinge kritisch zu hinterfragen und für etwas einzustehen. Dabei zieht plötzlich ein Schüler bei ihm ein und er befindet sich mitten in einem wilden Krieg des Schulsystems.
Cover:
Das Cover ist auffällig bunt und überladen von Details. Besonders sticht das „echte“ Auge auf dem sonst gezeichneten Cover hervor.
Meine persönliche Meinung:
Das persönliche Vorwort macht das Buch schon sympathisch. Aber ich muss sagen, auch die ersten Seiten der Geschichte haben mir gleich gut gefallen. Der sarkastische Humor und alles verknüpft mit dem Schulsystem ist einfach wunderbar. Für mich ist es bestimmt lustiger als für andere, da ich selbst Lehrerin bin und so nachvollziehen kann, was der Autor beschreibt. Schlimm ist allerdings wie das Schulsystem läuft und wie machtlos man selbst ist und wie viel Macht Geld und Einfluss haben. Natürlich ist es nur ein Roman, aber man glaubt kaum wie viel Wahrheit und auch Wahnsinn drin steckt. Das Ganze zieht sich dann nicht nur über das Schulsystem, sondern die gesamte Regierung und wie sich Europa so weiterentwickelt. Damit hat der Autor völlig recht und lenkt zum Nachdenken an. Änderung beginnt bei einem selbst und nur so kann die Gesellschaft besser werden und wieder zurück finden zu den wichtigen Werten. Ein Traumdorf wie es hier beschrieben ist, wird es trotzdem bleiben, denn Probleme und Entwicklungen werden auch hier wieder auftauchen und müssen auch wieder gelöst und vermutlich auch durchbrochen werden. Aber insgesamt ist es ein sehr wertvolles Buch, vor allem für junge Leute, die sich ihre Meinungen erst bilden müssen und für all jene, die in Zukunft selbstkritischer durchs Leben gehen wollen. Zusätzlich ist es sehr unterhaltsam geschrieben und somit eine leichte Lektüre für Zwischendurch geworden.
Fazit:
Ein humorvolles, aber doch sehr gesellschaftskritisches Buch, das zum Nachdenken und Handeln anregt. - Susanne Popp
Der Weg der Teehändlerin
(79)Aktuelle Rezension von: Laurada11Der zweite Teil der Ronnefeldt-Saga spielt einige Jahre nach Teil 1. Die nächste Generation ist erwachsen geworden und versucht nun ihren Platz in der Welt zu finden. Wir begleiten besonders Elise, Carl und Wilhelm. Aber auch die Geschehnisse aus Band 1 werden zum Großteil wieder aufgegriffen. Außerdem begleiten wir wieder Friederike, die versucht ohne ihren Mann ihren Teehandel gut in die Zukunft zu führen.
Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich einfach fallen lassen und auf eine Reise ins 19. Jahrhundert begeben. Man fühlt mit allen Charakteren mit, sodass ich im Epilog sogar ein Tränchen verdrücken musste. Ich bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte im Dritten Teil abgeschlossen wird.























