Bücher mit dem Tag "auswanderung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "auswanderung" gekennzeichnet haben.

114 Bücher

  1. Cover des Buches Wie ein Leuchten in tiefer Nacht (ISBN: 9783499020346)
    Jojo Moyes

    Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

    (287)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Alice begegnet dem Mann ihrer Träume 1937 und heiratet ihn. Alice will ihm in die USA folgen, um aus dem kleinteiligen Familienleben rauszukommen. Doch dort angekommen landet sie in dem kleinen Ort Baileyville. Alice wohnt in dem Haushalt des Vaters von Bennet. Doch damit enden die Überraschungen nicht.

    Meinung:

    Ein historischer Roman.

    Alice hatte Erwartungen an das neue Familienleben, doch diese erfüllen sich in keiner Weise. Da bietet sich eine Gelegenheit Bücher einer Satteltaschenbibliothek auszuführen zur Unterstützung von Margery gerade recht. Die Idee stammt von der Gattin des amerikanischen Präsidenten Eleanor Roosevelt und Margery übernimmt in der Bibliothek die Organisation. Doch in Margery findet Alice nicht nur eine Freundin, sondern sie findet auch durch das Reiten in der freien Landschaft eine neue Freiheit und die Dankbarkeit der Kinder und Erwachsenen, die endlich Gelegenheit bekommen, etwas lesen zu können.

    Die Geschichte beginnt 1937 und offenbart gleich mehrere besondere Probleme. Einerseits die vorbestimmte Rolle einer Frau in einer Familie vor fast hundert Jahren. Gewalt in der Familie. Schwach entwickelte Infrastruktur in ländlichen Gegenden. Abhängigkeiten von gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätzen in Gegenden, in denen es keine alternativen Arbeitsplatzangebote gibt. Spätfolgen der Prohibition und vieles mehr.

    Zu Margery und Alice kommen später noch andere Frauen hinzu und diese bestärken sich gegenseitig, bilden eine feste Gemeinschaft und beginnen sich in gewissem Umfang freizukämpfen. Der Roman hat mich mit den Herausforderungen und Prüfungen mitgerissen. Zum Finale hin wird alles auf den Prüfstand gestellt.

    Fazit:

    Fesselnde Aufarbeitung vieler Probleme früherer vorbestimmter Strukturen: fünf Sterne.

  2. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404178766)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

    (476)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    Eines vorneweg: Dieses Buch ist in meinen Augen Trivialliteratur. Warum, begründe ich später.
    Es ist die Geschichte zweier Frauen, Helen und Gwyneira, die sich auf einem Schiff von England Richtung Neuseeland kennen lernen. Beide haben die Reise angetreten, um sich zu verheiraten. Gwyneira, weil sie ihr zukünftiger Schwiegervater Gerald, seines Zeichens Schafsbaron, für seinen Sohn Lukas mehr oder weniger in einem Kartenspiel gegen ihren Vater „gewonnen“ hat (dies allerdings mit Augenzwinkern, sie hätte auch nein sagen können), Helen, weil sie sich auf eine Anzeige der presbyterianischen Gemeinde in Christchurch beworben hat, die für ihre männlichen Gemeindemitglieder Frauen sucht. Sie finanziert ihre Überfahrt mit der Betreuung einer Gruppe von Waisenmädchen, die für Dienstbarkeiten ansässiger Familien vermittelt wurden.
    Daraus ergibt sich die Tatsache, dass beide Frauen nichts über ihre zukünftigen Ehemänner wissen, daraus ergeben sich auch die Komplikationen des Romanes. Zufall soll es sein, dass beider Frauen zukünftige Ehemänner Nachbarn sind, Zufall ist es auch, dass Helens zukünftiger Ehemann Howard und Gerald Erzfeinde bis aufs Blut sind. Damit ist alles angerichtet, was ein Familiendrama braucht.


    Es liegt auf der Hand, dass beide Ehekandidaten nicht das halten, was sich die beiden Frauen versprochen haben. Dabei hat Gwyneira eigentlich noch Glück. Lukas ist ein Gentleman durch und durch, stets zuvorkommend, gebildet, an Kunst interessiert… Dumm nur, dass er sich eigentlich mehr für Männer interessiert, was ihm wohl zum Zeitpunkt der Heirat noch nicht recht bewusst war. So kommt es immer wieder zu missglückten Versuchen, die Ehe zu vollziehen; Gerald will nämlich unbedingt einen männlichen Erben, wird nun auch wegen des Ausbleibens immer unleidlicher.
    Helen dagegen hat echt in die Schei...e gegriffen, ihr Mann, ehemaliger Kompagnon von Gerald und mit diesem heillos verfehdet, ist jähzornig bis aufs Blut.
    Die verzweifelten Versuche von Gwyneira und Lukas, einen Sohn zu bekommen und Geralds zunehmende Aggressivität wegen des Ausbleibens lassen Gwyneira indes nach einem „Ersatzerzeuger“ suchen, natürlich kommt dabei auch die Liebe ins Spiel. Ergebnis der Bemühungen ist (ins Geralds Augen leider) „nur“ ein Mädchen. Helen dagegen gebärt Howard einen Sohn. Als Gerald davon erfährt, dass seinem Erzfeind ein männlicher Erbe geboren wurde, was ihm versagt blieb, kommt es zur Eskalation…


    Ich muss sagen, die Geschichte wäre eine gute Vorlage für eine Verfilmung, alles was ein guter Kino- oder Fernsehfilm braucht. Für einen guten Roman ist alles zu glatt. Typisch für diese Art Roman ist die „Kurzgefasstheit“ der Erzählweise. Die Dinge (sag ich jetzt mal) entwickeln sich nicht, sie werden einfach als gegeben erzählt. Alles wirkt sehr sprunghaft. „Zwei Sunden später…“ oder „“Zwei Monate später…“ zum Beispiel war etwas dann so oder so, wie, warum, weshalb wird nicht erzählt. Ich hätte mich vielleicht trotzdem dazu hinreißen lassen, 4 Sterne zu vergeben; die Geschichte ist spannend und 800 Seiten ist ein guter Umfang für eine Familiensaga. Aber mir sind es alles ein paar zu viele „Zufälle“. Helen und Gwyneira bleiben natürlich miteinander verbunden, werden durch ihre Kinder gar zu einer Familie (das wirkt auch gut als Eskalationsstoff, denn das erinnert durch deren verfeindete Väter anfangs sehr an "Romeo und Julia), auch die Geschichte der Waisenkinder grätscht unnötigerweise immer wieder dazwischen. Diese haben entweder totales Glück mit ihrer Anstellung oder totales Pech, dazwischen gibt es nichts.
     Was mir aber die 4 Sterne unmöglich zu vergeben gemacht hat, ist das Ende. Nicht nur, dass wirklich alle Akteure, die unsympathisch, schlecht oder einfach unpassend sind, am Ende sterben, es geht alles gut aus wie im Märchen. Und am Ende des Romanes geht alles sehr sehr schnell. Da werden schon mal zwischen 2 Kapiteln Jahre übersprungen. Es bleibt wieder mal das Gefühl zurück, der Author, die Authorin hatte am Ende keine rechte Lust mehr.


    Also 3 Sterne.
    Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. "Im Land der weißen Wolke" ist aber in sich abgeschlossen. Die Bücher der Trilogie scheinen nur sehr lose miteinander zusammenzuhängen. Also kein Grund, weiterzulesen...

  3. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

    (216)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Ich konnte dem Buch leider nicht so viel abgewinnen. Die Charaktere sind alle entweder toxisch oder aufgrund ihrer Entscheidungen todunglücklich. Einfach furchtbar. Ich glaube, es gab keine schöne Szene in diesem Buch - durchgängig Drama und Streit. Fehlende Kommunikation, Lügen gibt es zuhauf - echt nicht meins :( 

  4. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (955)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  5. Cover des Buches Ein einfaches Leben (ISBN: 9783423147507)
    Min Jin Lee

    Ein einfaches Leben

    (93)
    Aktuelle Rezension von: AbitAbot_ButHuman

    Eine koreanische Familie wird über mehrere Generationen begleitet. Vom harten Leben in einfachen Verhältnissen, wo man eigentlich zufrieden ist aber mit einem Kind aus einer Affäre nicht bleiben kann. Nach Japan, wo man eben doch Koreaner ist. Wo einem die Hilflosigkeit bei der Suche nach sich selbst den Atem nimmt, auch wenn man nicht mehr zur,einfachen Bevölkerung gehört, weil man einen Sponsoren hat.... wen meinte die Autorin mit dem einfachen Leben: Das nostalgisch verklärte Leben in bitterer Armut oder das gut gesponsorte in Japan ? Am Ende scheitern beide. Aber auch das Bekenntnis, ein Koreaner in Japan zu sein funktioniert nicht wirklich.

    Und so ist die Auswanderung nach Japan ein Glücksspiel. Pachinko eben.

    Erdrückend aber manchmal eben auch mit der typisch ostasiatischen kühlen und sachlichen Sprache. Ich konnte mich nicht immer darauf einlassen. Ich habe es mehr in Kauf genommen und ich denke, das war es aber auch wert. Zurecht ein Weltbestseller.


  6. Cover des Buches Das Tor zur Welt: Träume (ISBN: 9783499009211)
    Miriam Georg

    Das Tor zur Welt: Träume

    (181)
    Aktuelle Rezension von: MariaVeit

    "Das Tor zur Welt – Träume" von Miriam Georg spielt um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert in Hamburg und erzählt von zwei Protagonistinnen, Ava und Claire, deren Lebenswege sich verflechten. Die authentische, unaufgeregte Sprache und die Perspektivwechsel haben mich voll mitgerissen, auch durch die überraschenden Wendungen. Die detailreiche Beschreibung von Lebensumständen, selbst mit unangenehmen Realitäten, machte es besonders lebendig. Insgesamt ein fesselndes und authentisches Leseerlebnis.

  7. Cover des Buches One Second to Love (Breaking Waves 1) (ISBN: 9783958187160)
    Kristina Moninger

    One Second to Love (Breaking Waves 1)

    (379)
    Aktuelle Rezension von: naddulein

    Kurz zum Inhalt: Avery Winter lebt eigentlich den Traum vieler, denn sie hat es geschafft mit ihrer High School Band international bekannt zu sein. Doch bei dem letzten Konzert ihrer Tournee in Harbour Bridge, South Carolina, und dem Ort, an dem sie so viele Sommer verbracht hat, wird sie von ihrer Vergangenheit konfrontiert. Jahrelang hat sie ihre Ferien zusammen mit den Freundinnen Odina, Lee, Isabella und Josie verbracht. Es wurde gesurft, gebadet, gegessen und Freundschaften geknüpft. Bis zu einem Festival vor 10 Jahren nachdem Josie spurlos verschwand und somit sowohl die gemeinsamen Sommer, als auch jeglicher Kontakt zueinander beendet wurden. Avery beschließt dort im Ferienhaus ihrer Familie zu bleiben, um Abstand von der Band und vor allem ihrem Bandkollegen Jake zu kriegen. Avery wartet vergebens auf die erhoffte Ruhe, denn Odina sucht sie auf, um Josies Verschwinden zu untersuchen und Jake steht plötzlich vor der Türe und kämpft um ihr Herz.

    Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht und ich unbedingt rausfinden will was es mit Josies Verschwinden auf sich hat. Averys und Jakes Geschichte ist gut. Jake kämpft, wenn auch sehr spät um sie, aber er zeigt Reife und beweist, dass er an sich gearbeitet und sich weiterentwickelt hat. Die Frauenfreundschaften haben sich mir nicht so ganz erschlossen. Es wirkte für mich eher oberflächlich, als wirklich tiefer gehende Beziehungen. Jede der Freundinnen hat Ecken und Kanten, und wirkten dadurch eher weniger sympathisch, abgesehen von der Protagonistin. Ich bin mir aber sicher, dass sich das durch die Folgebände verbessern wird.
     Geschrieben ist das ganze Buch aus Averys Sicht. Man ist sowohl in der Gegenwart dabei, als auch in der Vergangenheit. Es gibt immer mal wieder Rückblicke bis zu 14 Jahre früher. Dadurch kriegt man Averys Vergangenheit mit Jake und den anderen Mädels mit. Viele Stellen sind eher Teaser auf die nächsten Bücher, in denen die Freundinnen die Protagonisten sind und werfen eher mehr Fragen zu Josies Verschwinden als Antworten auf. Das Buch liest sich sehr schnell weg, es ist Spannung drin, es gibt romantische Stellen und gerade durch den Wechsel der Zeitpunkte bleibt die Story abwechslungsreich. Ich werde die Reihe weiterverfolgen und durch den Schreibstil hat mich die Autorin auch von sich überzeugt!

  8. Cover des Buches Das Gold der Maori (ISBN: 9783404260881)
    Sarah Lark

    Das Gold der Maori

    (219)
    Aktuelle Rezension von: astridneurauter

    2 jugendliche verlieben sich mitte 19 jhd. gegen den Willen der Eltern. Sie wird schwanger und wird mit einem Farmer nach Neuseeland abgeschoben, der Freund als Häftling nach Australien. Da trifft er auf Lizzie, die ihm zur Flucht hilft. Wie es ihm gelingt nach Neuseeland zu fliehen und da auf seine Jugendliebe Kathleen zu treffen- über Umwege und immer die Gefahr endteckt zu werden- könnt ihr erfahren , wenn ihr as Buch lest. 

    Ich empfehle alle auch Teil 2, da es mit der nächten Generation weitergeht und sie immer rebellischer werden. 

    Vorallem, für die Leserinnen, die sich für die weibliche Kraft und Entwicklung interessieren, super zu wissen, daß Frauen auch schon gegen Ende 19jhd. anfingen zu rebellieren....

    Aber auch einfach die gesamte Entwicklungsgeschichte , die ganzen Verwicklungen, alles interessant zu lesen. und man bekommt Einblicke ins Land. Besser als damals meine Geschichtsstunde!

  9. Cover des Buches Heute schon für morgen träumen (ISBN: 9783596703746)
    Lori Nelson Spielman

    Heute schon für morgen träumen

    (220)
    Aktuelle Rezension von: Pilzi90


    „Heute schon an morgen denken“ hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es mich emotional nicht ganz so mitreißen konnte wie andere Bücher der Autorin. Lori Nelson Spielman vermittelt erneut eine wichtige und inspirierende Botschaft, doch die Umsetzung wirkte auf mich stellenweise etwas zu langatmig.

    Besonders gelungen fand ich die klare Botschaft des Buches: Man sollte sein Leben nicht nach den Erwartungen anderer ausrichten, sondern den eigenen Weg gehen. Diese Thematik zieht sich konsequent durch die Handlung und regt zum Nachdenken an, ein großer Pluspunkt der Geschichte.

    Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich angenehm und flüssig, und man findet leicht in die Geschichte hinein. Besonders die Figur der Poppy hat mich überzeugt. Trotz der schweren Schicksalsschläge, die sie erlebt hat, bleibt sie stark und führt ein selbstbestimmtes Leben. Sie wirkt authentisch und inspirierend und war für mich eine der besten Figuren im Buch.

    Nonna Rosa blieb mir unsympathisch, und auch das Verhalten von Emilias Vater, insbesondere, wie sehr er sich unterdrücken lässt, fand ich schwer nachvollziehbar. Obwohl sie keine Hauptfiguren sind, haben ihre Charakterzüge bei mir einen negativen Eindruck hinterlassen.

    Die Handlung insgesamt empfand ich als etwas träge. Die Geschichte braucht lange, um in Schwung zu kommen, und einige Passagen hätten straffer erzählt werden können. Dadurch ging für mich ein Teil der Spannung verloren.

    Fazit:
    Ein Buch mit einer starken und wichtigen Botschaft sowie einem angenehmen Schreibstil, das jedoch etwas zu lang geraten ist. Einige Figuren überzeugen sehr, andere weniger – auch wenn sie nur am Rand erscheinen. Insgesamt eine gute, aber nicht herausragende Geschichte, die nicht ganz an die stärkeren Werke der Autorin heranreicht.


  10. Cover des Buches Die Zeit der Feuerblüten (ISBN: 9783404170883)
    Sarah Lark

    Die Zeit der Feuerblüten

    (126)
    Aktuelle Rezension von: 18honey18

    Ein wunderschönes Buch über das Auswandern und das Glück wo anders suchen und dann leider feststellen müssen das doch nicht alles so läuft wie man es sich erträumt/erhofft oder versprochen bekommen hat 

    Ich liebe einfach ihrer Schreibstil der einen ab der ersten Zeile gefangen nimmt und mitfiebern und mithoffen lässt 

  11. Cover des Buches Das Lied der Maori (ISBN: 9783404180080)
    Sarah Lark

    Das Lied der Maori

    (293)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    „Das Lied der Maori“ von Sarah Lark hat mich absolut begeistert und positiv überrascht. Obwohl das Buch sehr dick ist und sich die Geschichte über viele Jahre hinwegstreckt, gab es für mich beim Lesen nicht eine einzige Länge. Ich wollte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen!

    Die Handlung rund um Eliane, William und Kura-Maro-tini ist unheimlich dramatisch und emotional gestrickt. Das Liebesdreieck und die darauffolgenden Trennungen führen zu tiefem Schmerz und tragischen Ereignissen. Besonders Eliane muss unvorstellbar grausame Schicksalsschläge verkraften, und ihre pure Lebenskraft und Stärke zu erleben, war tief beeindruckend. Kura hingegen wirkt lange wie eine unnahbare Eisprinzessin, muss aber für ihren Traum ebenfalls einiges durchmachen. Es sind durchaus Spice und einige heftige Trigger vorhanden, die der Geschichte eine ernste Tiefe verleihen. Für mich ein absolut packender historischer Roman voller Herzschmerz und Charakterstärke.

    Fazit: Eine grandiose Fortsetzung, die mich zu Tränen gerührt und emotional komplett mitgerissen hat. 

  12. Cover des Buches Little Germany - Der Duft der Neuen Welt (ISBN: 9783328111764)
    Maria Nikolai

    Little Germany - Der Duft der Neuen Welt

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Ramona_H

    Lissi ist Dienstmädchen in einem reichen Haus. Sie lässt sich mit dem vermögenden Sohn ein, der ihr selbstverständlich verspricht sie zu heiraten. Nachdem Lissi ein Kind erwartet, wird sie entlassenen. Auch der Kindsvater möchte nichts mehr von ihr wissen. Für Lissi bleibt nur eine Möglichkeit: ganz weit weg zu gehen. 

    Julia hat einen reichen Mann geheiratet. Doch auf dessen Landgut fühlt sie sich nicht wohl. Sie soll jemand sein, der sie nicht ist. Auch ihre bestimmende Schwiegermutter macht ihr das Leben zur Hölle. Julia sieht für sich als freiheitsliebender Mensch nur eine Möglichkeit: ganz weit weg zu gehen. 

    Lissi und Julia treffen sich und besteigen beide das Schiff in Richtung Amerika. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Sie bauen sich in Amerika gemeinsam etwas auf. Doch dann beginnt die Vergangenheit sie einzuholen. 


    Ein spannender, historischer Roman, der absolut lesenswert ist. 

  13. Cover des Buches Im Schatten des Kauribaums (ISBN: 9783404167562)
    Sarah Lark

    Im Schatten des Kauribaums

    (138)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Das Buch ist die Fortsetzung zu Das Gold der Maori und erzählt von Höhen und Tiefen von Lizzies, Michaels und Kathleens Kindern sowie von der jungen Violet, die in England die Burton-Familie kennenlernte und mit ihren Geschwistern und ihrem Vater nach Neuseeland auswandert. Abgeschlossen wird die Kauri-Trilogie mit Die Tränen der Maori-Göttin.

    Die Charaktere sind, wie in jedem Buch von Sarah Lark, sehr gut dargestellt und sehr unterschiedlich. Man begleitet sie über mehrere Jahre hinweg durch Höhen und Tiefen. Jeder Protagonist macht eine Entwicklung durch auf der Suche nach seinem Platz im Leben.
    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und fesselnd, wodurch man in die Geschichte eintaucht. Das Buch ist sehr spannend. Man fragt sich, wie es mit Larks Figuren weitergeht und was sie wohl als nächstes erleben werden.
     Besonders gefällt mir an Im Schatten des Kauribaums, dass man miterleben kann, wie sich das Wahlrecht für Frauen und Maori in Neuseeland durchgesetzt hat, da historische Ereignisse in das Leben der Protagonisten geschickt eingebaut sind. 

    Fazit

    Im Schatten des Kauribaums ist, wie die anderen Neuseelandromane von Sarah Lark, ein überaus spannendes Werk mit einem hervorragenden Schreibstil und starken Charakteren verbunden mit der Geschichte Neuseelands.

  14. Cover des Buches Brautflug (ISBN: 9783596511778)
    Marieke van der Pol

    Brautflug

    (129)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Anfang der 50iger Jahre wandern drei junge Frauen aus den Niederlanden nach Neuseeland aus. Sie nehmen den sogenannten Brautflug – die Stadt Christchurch will ihr hundertjähriges Bestehen feiern und zwar mit einem Flugrennen. Die KLM möchte in der Handicap Klasse mitmachen – mit einem Frachtflugzeug das umgebaut wurde und das 64 Menschen mitnehmen kann. Jedem, der sich damals dann als Auswanderer anmeldete, wurde so ein Angebot unterbreitet.

    So begegnen sich Ada, Marjorie und Ester – und treffen auch den jungen Frank, dessen Zukunft noch ungewisser ist als die der jungen Frauen. . Niemand ahnt, dass dieser Flug sie für ihr ganzes Leben miteinander verbinden wird….

    Mich hat dieses Buch bzw. die Schicksale der Frauen fasziniert. Am wenigsten mochte ich Marjorie – aber so wird wohl jeder Leser seine eigene Vorlieben oder Abneigungen entwickeln…. 😊

    Über lange Jahre hinweg begleitet die Autorin diese drei Frauen und Ihr Leben.  Beschreibt das sehr genau und einfühlsam und das alles ist auch wirklich spannend.

    Kann ich also durchaus empfehlen!

     

     

  15. Cover des Buches Die ferne Hoffnung (ISBN: 9781542047883)
    Ellin Carsta

    Die ferne Hoffnung

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Lesezauber_Zeilenreise

    Inhaltsangabe Verlag:

    Eine mächtige Familiendynastie auf dem Prüfstand der Geschichte.

    Hamburg 1888: Als der Familienpatriarch Peter Hansen aus dem Leben scheidet, bleiben seine Söhne Robert, Karl und Georg mit einer großen Aufgabe zurück: Wie können sie in diesen turbulenten Zeiten den Fortbestand des hoch verschuldeten Familienunternehmens und die gesellschaftliche Stellung der Hansens sichern? Eine Plantage im fernen Kamerun bietet die einmalige Chance, die stark wachsende Nachfrage nach Kakao zu bedienen. Was von einem Teil der Familie als großes Abenteuer gesehen wird, ist für die anderen schon in der Vorstellung ein Albtraum.

    Robert macht sich mit seiner Familie auf den Weg in das Land am Golf von Guinea. Seine Frau Elisabeth kehrt Hamburg nur sehr widerwillig den Rücken, und das Verhältnis zwischen den Eheleuten wird zusehends angespannt. Luise hingegen, ihre jüngste Tochter, findet das Leben auf der Plantage sehr aufregend. Nicht zuletzt, weil mit Hamza, dem Sohn des Vorarbeiters, zum ersten Mal ein Mann in ihr Leben tritt, für den sie starke Gefühle entwickelt …


    Meine Inhaltsangabe:
    Peter Hansen, Familienpatriarch und angesehener Hamburger Kaufmann, beschließt, dass es Zeit für ihn ist, aus dem Leben zu scheiden. Zurück lässt er seine drei Söhne und das Kaffeeunternehmen der Familie, das jedoch vor der Pleite steht. Sohn Robert sieht eine Chance darin, in Schokolade zu investieren und übernimmt eine Plantage in Kamerun. Seine Ehefrau ist damit gar nicht einverstanden, was sich auf die ohnehin nicht gerade sehr harmonische Ehe auswirkt. Lediglich Tochter Luise ist Feuer und Flamme und verliebt sich auf der Stelle in das ferne Land. Und dann ist da auch noch Hamza, der Sohn des Vorarbeiters. Die beiden freunden sich an und bald wird mehr daraus. Eine Beziehung zwischen Schwarzen und Weißen ist jedoch undenkbar und muss geheim gehalten werden. Auch Karl, der jüngste der Hansen-Söhne, seinen Beitrag bei, in dem er in Wien ein neues Kontor aufbaut, um dort die Schokolade aus Kamerun zu vertreiben. Er fühlt sich dort sehr wohl und findet in der Café-Besitzerin Therese eine sehr gute Freundin und bald mehr. Dennoch hadert Karl mit sich. Währenddessen bleibt der Älteste, Georg, in Hamburg und versucht dort, die Fäden zusammenzuhalten. 


    Erster Satz: »Sein Blick wanderte mit einem zufriedenen Lächeln über die Anwesenden, die fröhlich miteinander plauderten und den Anschein erweckten, als freuten sie sich, heute vollzählig bei Tisch zusammengekommen zu sein.«


    Mein Eindruck:
    Sagenhaft! Was für ein fulminanter, fesselnder Reihenauftakt. Besser geht´s nicht. Hier passiert so viel und ich weiß gar nicht, welcher Erzählstrang mir am besten gefällt. Ich switche hin und her zwischen Hamburg, Wien und Kamerun und erfreue mich an den Beschreibungen von Land, Leuten und Szenen. Luise hat sich sofort in mein Herz gepflanzt und das Ende des Buches hat mir, wie Luise auch, selbiges fast zerrissen. Mit dem ebenfalls sehr sympathischen Karl und seinem verbotenen Geheimnis habe ich mitgefiebert. Den einen oder die andere dagegen hätte ich am liebsten in der Luft zerrissen! Das war wieder eine Achterbahn der Emotionen und ich habe jede Seite davon genossen. Ellin Carstas Schreibstil ist so herrlich lebendig und bildhaft, dass ich permanent das feinste Kopfkino hatte und die Geschichte nicht nur gelesen, sondern erlebt habe. Das liebe ich sehr, wenn Bücher das können! Ich möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht und werde mir wohl, zum Missfallen meines SUB, die weiteren sieben Bände kaufen müssen, oh je. Aber ich habe jetzt so einen Appetit bekommen und bin wirklich gespannt, was die Hansens noch so alles erleben und was sie erleiden und erdulden müssen. Wer historische Familienromane (Spielzeit: 1888) voller Lebendigkeit und Emotionen mag, sollte hier zugreifen. 5/5 Sterne – ich liebs! 

  16. Cover des Buches Die Australierin (ISBN: 9783746636023)
    Ulrike Renk

    Die Australierin

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Emilia ist 8, als ihre Eltern und ihr kleiner Bruder nach England ziehen. Die Tochter lassen sie zurück in Hamburg, bei Tante und Onkel. Dort wächst sie auf und lernt Carl Gotthold Lessing kennen und lieben. Doch der patentierte Kapitän entspricht nicht ihrem Stand. Sie bricht mit ihrer Familie, um mit ihm auf große Fahrt zu gehen.

     

    Meine Meinung:

    Mit „Die Australierin“ startet Ulrike Renk ihre Australien-Saga, die auf wahren Begebenheiten beruht. Was Fakt und was Fiktion ist, stellt sie uns im Nachwort vor und ich finde es faszinierend, wie geschickt sie beides miteinander verwebt. Überhaupt gefällt mir ihr Schreibstil sehr. Ihre Worte entführen einen direkt ins 19. Jahrhundert und in eine unglaublich spannende und bunte Welt.

     

    Emilia mochte ich von Anfang an. Sie ist einfach so herzlich und empathisch, aber auch stark und kommt in allen Situationen zurecht. Auch die anderen Charaktere, insbesondere die Mannschaft auf dem Schiff, mochte ich gerne. Und natürlich ihren Carl.

     

    Die Geschichte selbst ist dann einfach der Hammer. Unglaublich, dass diese auf wahren Begebenheiten beruht und teilweise die Figuren nicht nur fiktiv sind. Wir bekommen einen Einblick in Emilias Leben in Hamburg, wie sie in die Gesellschaft eingeführt wird und jemanden heiraten soll, der positiv für das Geschäft ihres Onkels ist. Dann das Leben auf dem Schiff, das war überhaupt der beste Teil! Die Begebenheiten an Bord, wie sie dort ihre Kinder bekam, das Zusammenleben mit den Seeleuten. Die Stürme und schlussendlich die Ankunft in Australien und wie sie sich dort ihr Leben aufgebaut haben. Wir bekommen auch einen kleinen Einblick in das Leben der Aborigines und deren Träume. Danach haben wir dann im letzten Kapitel Minnie, Emilias zweitälteste Tochter begleitet. Leider viel zu kurz und dann war das Buch schon zu Ende. Und ja, es war einfach wundervoll. Es war spannend und abenteuerlich, hatte genau die richtige Menge an Romantik und immer wieder Gefühle, die zu Herzen gingen. Ich habe das Buch mit offenen Augen gelesen, mit lachenden und mit weinenden Augen und ich bin so gespannt, wie es im 2. Band weitergeht! Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

     

    Fazit:

    Ulrike Renk beginnt ihre Australien-Saga mit „Die Australierin“, in der wir zunächst Emilia und im letzten Kapitel Minnie begleiten. Das Buch ist einfach wundervoll. Ich habe beim Lesen die Szenen direkt vor mir gesehen. Es war fesselnd, abenteuerlich, romantisch, spannend und emotional. Und unglaublich, dass hinter alldem eine wahre Begebenheit steckt! Die Vermischung von Fakten und Fiktion ist ebenfalls perfekt gelungen und das Buch ist eine Reise in eine andere Welt und ein wundervolles Abenteuer für die Lesenden.

     

    5 Sterne von mir und ich freue mich jetzt schon auf Teil 2!

  17. Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutter (ISBN: 9783462004564)
    Alina Bronsky

    Der Zopf meiner Großmutter

    (190)
    Aktuelle Rezension von: frischelandluft

    Ich finde es immer wieder toll, wie Alina Bronsky es schafft, dass man im Laufe einer Geschichte Sympathie für unsympathische und kauzige Menschen empfindet. Ihre Romane sind für mich Plädoyers gegen Vorurteile und Verurteilung, sie lehrt genauer hinzusehen und die Geschichte hinter den Menschen wahrzunehmen. Ich mag ihre Romane sehr, die Plots sind eher ruhig und voller Alltag, aber fulminant ausgefüllt mit ungewöhnlichen Charakteren, die einem im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen. Hier sind es ein 10jähriger Junge, der völlig unterschätzt wird, seine Großmutter, deren übermäßige Fürsorge teilweise in Kindesmisshandlung übergeht, ein loyaler Großvater, der seinen eigenen Weg geht und eine weitere Frau, die an der Menage-a-Trois fast zerbricht. Mit viel Komik, Feingefühl und Respekt wird die in Teilen traurige und tragische Geschichte aus der Perspektive des Enkels erzählt. Unbedingt lesenswert.

  18. Cover des Buches Im Land der Feuerblume (ISBN: 9783751743709)
    Carla Federico

    Im Land der Feuerblume

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Mitte des 19.ten Jahrhunderts: Die chilenische Regierung lockt deutsche Einwanderer ins Land, um es mit den viel Mühe und Fleiß fruchtbar zu machen.

    Unter diesen deutschen Einwanderern ist auch Elisa von Graberg mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter. Gerade schiffen sie in Hamburg ein, als sie Cornelius kennen lernt. Cornelius ist ein kräftiger junge Bursche, der seinen miesepetrigen Onkel im Schlepptau hat.

    Diese und viele andere machen sich auf ins unbekannte Land, sind monatelang auf See und erleben Stürme und andere kleine Katastrophen, bis sie buchständlich an die chilenische Küste stranden. Doch wie sie sehr bald merken, ist es noch nicht das Ende der Reise und für Elisa passiert das Schlimmste: Sie muss sich von ihrem geliebten Cornelius trennen.

    Mein Fazit:

    780 Seiten schrecken mich im Allgemeinen nicht unbedingt zurück. Dieses Buch auch nicht, schließlich bin ich es gewohnt, dicke Bücher in recht kurzer Zeit zu lesen.

    Doch die Geschichte um Elisa und Cornelius hat mich etwas herausgefordert. Leider bin ich nur bis Seite 277 gekommen, da habe ich die Herausforderung abgegeben. Ich kam in die Geschichte nicht wirklich rein, stellenweise war es langatmig bis langweilig. Vielleicht würde es jetzt an der Stelle, wo ich es abgebrochen habe, interessanter werden, aber nach 14 Tagen des Lesens bin ich nicht mehr gewillt, es herauszufinden.

    Für mich ist das Buch leider nur 2 von 5 Sternchen wert, andere mögen sicher mehr Gefallen daran finden. Mehr kann ich dazu einfach nicht schreiben.

  19. Cover des Buches Der Mann, der nicht mitspielt (ISBN: 9783462052909)
    Christof Weigold

    Der Mann, der nicht mitspielt

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Katl2

    Ein erfolgloser Schauspieler ist in Hollywood keine Seltenheit. Hardy Engel ist nur einer von vielen. Sein Versuch, als Privatdetektiv über die Runden zu kommen, ist ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Bis eines Tages eine attraktive, rothaarige Frau um eine Audienz bei ihm bittet. Und mit einem Schlag ändert sich im Leben von Hardy Engel alles. Seine Ermittlungen führen ihn hinter die Bühnen und Scheinwerferlichter von Hollywood zu den dunklen und verdorbenen Geheimnissen der Filmwelt. Schnell wird ihm klar, dass hier nichts so ist, wie es scheint und dass es manche Vorfälle gibt, die nie in das Licht der Öffentlichkeit geraten sollen. 

    Der Detektiv

    Hardys Wunsch, ein Komiker zu werden, ist nicht sonderlich von Erfolg gekrönt und so beschießt er, sich seine Erfahrungen als Polizist zunutze zu machen und beschließt, Privatdetektiv zu werden, anfangs mit einer niedrigen Beschäftigungsrate. Ein unscheinbarer Auftrag ändert dann alles. Seine Hartnäckigkeit und sein Talent, stehts zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, stoßen den zynischen und sturköpfigen Hardy mitten hinein in die Welt des Filmes, wo es von Geheimnissen und Unwahrheiten nur so wimmelt. Doch für Hardy Engel ist klar, dass er letztendlich nur der Wahrheit dient. Und die will er finden, koste es was es wolle.

    Ein Platz, an dem Träume zur Wirklichkeit werden

    Hollywood – ein Platz voller Träume, berühmter Persönlichkeiten und ein Himmel auf Erden. Zumindest scheint es so. Christof Weigold malt ein anderes Bild von Hollywood. Drogen, Alkoholismus und sexuelle Vergnügungen stehen an der Tagesordnung der großen Stars. Die vermittelte Illusion existiert nicht, und doch kämpft die Filmbranche darum, eben jene Illusion aufrecht zu erhalten. Doch der Skandal, der durch den Tod von Virginia Rappe ausgelöst wird, lässt die Fassade bröckeln und ermöglicht den Medien einen Blick hinter die sorgsam verborgenen Kulissen. Die Aufregung ist groß. Zeitungen erkennen ihre Chance zu Massenabnahmen ihrer Schlagzeilen, die Filmproduzenten fürchten um ihren Ruf, Schauspieler und Produzenten haben Angst um ihre Karriere. Am Ende ist sich jeder selbst der nächste. Und, wie Hardy später klarstellt: Im Krieg und im Film ist die Wahrheit das erste Opfer.

    Fazit

    Ein spannungsgeladener, actionreicher Kriminalroman der 1920er Jahre. Unerwartete Richtungsänderungen und Entwicklungen machen die Handlung unberechenbar und sorgen für eine fesselndes Leseereignis. Hardy Engel ist ein symphytischer Ermittler, der sich seiner eigenen Schwächen und Fehler durchaus bewusst ist und mit seinem zynisch-ironischen Blick auf die übertriebene Welt um ihn herum, einen angenehmen Gegenpol zu den undurchsichtigen Persönlichkeiten des Buches bildet. Ich habe diesen Ausflug in die Goldenen Zwanziger genossen, jede einzelne Seite davon. Für Menschen, die verwickelte Handlungsstränge lieben, ein absolutes Muss. 

  20. Cover des Buches Hiob (ISBN: 9783520862013)
    Joseph Roth

    Hiob

    (213)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 † 27. Mai 1939) stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus galizischer Juden. Er galt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Erzähler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Roman „Hiob“, dessen Hauptfigur Mendel Singer heißt, spielt in der Zeit von 1894 bis 1919 und beschreibt den Leidensweg des jüdisch-orthodoxen Toralehrers. Diverse Schicksalsschläge erschüttern seine Frömmigkeit und stellen seinen Glauben an Gott auf eine harte Probe. 

    Hiob war mein erster Roman von Joseph Roth. Die für den heutigen Geschmack altmodische Sprache hat mich sofort für sich eingenommen. Gespannt verfolgte ich Mendels Entsetzen über den Verlauf seines Lebens. Vier Kinder hatte er, drei Söhne und eine Tochter. Der Jüngste hieß Menuchim und entwickelte sich nicht so, wie erhofft. Auf der Suche nach Hilfe schwand die Liebe zwischen den Eltern. Ein Rabbi versprach der Mutter, dass er eines Tages ganz groß heraus käme. Das erlebte sie aber nicht mehr.
    Die Familie wanderte nach Amerika aus und ließ das kranke Kind bei einem jungen Ehepaar, das dafür das Haus der Singers bekam. Das amerikanische Glück hielt nicht lange an, der eine Sohn wurde als verschollen gemeldet, der andere fiel im Krieg. Und die Tochter wurde verrückt. Allein Menuchim, der in Galizien geblieben war, erfüllte die Prophezeiung des Rabbis: Er mutierte zum musikalischen Wunderkind und brachte Mendel zum Glauben zurück. 

    Wie bereits der Titel andeutet, lehnt Roth seinen Roman an die Bibel an. Wie im Alten Testament nachzulesen ist, lässt Gott Hiob trotz seines Glaubens sehr leiden, ehe er für seine Treue belohnt wird. Gleichzeitig knüpft er an die Josephsgeschichte an. Die Geschwister beneiden Menuchim, der wegen seiner Krankheit von den Eltern die meiste Liebe bekommt. Doch schlussendlich ist er derjenige, der seinen Vater wieder aufbaut.  

    Meine anfängliche Begeisterung für den Roman wurde durch Mendels Verzweiflung etwas getrübt. Sein ständiges Jammern über das Nachlassen der ehelichen Freude und der Ablehnung seiner ehemals geliebten Frau gefielen mir gar nicht. Auch fand ich seine durchaus zu der Zeit übliche strenge Haltung gegenüber seinen Kinder aus heutiger Sicht übertrieben. Auf der anderen Seite wurde der jüdische Alltag deutlich, ich erfuhr so manches über jüdische Rituale. 


    Fazit: Ein lesenswerter Roman aus vergangenen Zeiten

  21. Cover des Buches Das Erbe (ISBN: 9783328106357)
    Ellen Sandberg

    Das Erbe

    (184)
    Aktuelle Rezension von: IvonneSpringer

    Mit Das Erbe gelingt Ellen Sandberg mal wieder ein echter Pageturner, der einen von Anfang bis Ende am Ball hält – und dabei nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig ist. Im Zentrum steht Mona, eine ganz normale Berlinerin, die plötzlich ein riesiges Jugendstilhaus in München erbt und damit gewissermaßen das nächste Kapitel ihrer Familiengeschichte aufschlägt. Klingt erstmal wie ein Traum – bis Mona herausfindet, dass das Haus in dunklen Zeiten mal einer jüdischen Familie gehörte und zu einem Spottpreis an ihre Vorfahren gegangen ist. Plötzlich sieht sie sich mit der Frage konfrontiert: „Kann ich so ein Erbe einfach behalten? Oder ist da Wiedergutmachung angesagt?“

    Sandberg versteht es, zwei Welten zu verbinden: Zum einen taucht man mit Mona ab in die deutsche Gegenwart, zum anderen blickt man dank der Rückblenden mitten in die Wirren der NS-Zeit und beobachtet, wie sich das Leben der Familie Roth und von Monas Vorfahren verzahnt. Besonders toll: Die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen werden so geschickt verwoben, dass man als Leser förmlich miträtselt, wie das Puzzle am Ende zusammenpasst. Klar, manche Nebenfiguren könnten ein bisschen weniger Klischee vertragen, aber dafür sind die inneren Kämpfe – vor allem Monas – dafür umso glaubhafter und berührend geraten.

    Im Stil bleibt Sandberg recht schnörkellos und angenehm zu lesen. Die Handlung nimmt immer wieder Fahrt auf, es gibt reichlich überraschende Wendungen und trotzdem werden die ernsten Themen wie Schuld, Verantwortung und das schwere Gepäck der Geschichte nie aus dem Blick verloren. Besonders spannend finde ich, wie sie die Frage nach Restitution verpackt: Was heißt es, wenn das eigene Glück nicht ganz sauber ist? Was tun, wenn moralische Verantwortung plötzlich ganz real wird? Das beschäftigt beim Lesen wirklich – und regt noch lange zum Nachdenken an.

    Natürlich gibt’s auch ein paar Ecken und Kanten: Manche Motive oder Spannungsbögen sind recht klassisch, einige Charaktere bleiben etwas plakativ, und nicht jede Nebenhandlung wirkt zu hundert Prozent organisch. Aber das schmälert das Lesevergnügen kaum. Das Erbe ist ein kluges, bewegendes Buch darüber, dass die Vergangenheit uns manchmal einholt – und dass es Mut braucht, sich den Schatten der eigenen Geschichte zu stellen. Für alle, die Familiengeheimnisse, ein bisschen Krimi und geschichtliche Tiefe mögen, ist dieser Roman wirklich empfehlenswert!

  22. Cover des Buches Die weiße Massai (ISBN: 9783426788004)
    Corinne Hofmann

    Die weiße Massai

    (690)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Sehr gute Geschichte, erzählt und aus der Tiefe des eigenen Seins gelebt, jemanden ohne Bedingung oder Überzeugung zu lieben, Trost zu verlassen und in eine unbekannte Welt einzutreten und das Schwierigste ist der Kulturschock, jetzt, wo ich mein Land verlassen habe und in einem anderen lebe Land, in dem ich lebe, ich bewundere sie als Frau, ihren Mut und ihren Mut, nur jemand, der sie geliebt hat, wird sie verstehen, mehr als einer wird sie für verrückt halten, aber sie werden einer dieser Mund sein, der um ihrer selbst willen redet Reden, ich hoffe, ich kann ihn eines Tages treffen, ich bin für diese Dinge sehr klein, denke ich Sie wäre nach Jesus Christus die erste Person, die ich bewundere, weil ich ihre Geschichte gelesen habe. Ich hoffe, eines Tages in die Schweiz zu gehen und mit ihr zu sprechen ist mehr als ein Krieger ohne Gewehr. Nur aus Liebe.

  23. Cover des Buches Marta (ISBN: 9783952570609)
    Hürlimann Monika

    Marta

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Sigrid1

    Dieses Buch hat mich doch sehr beeindruckt. Es wird die Lebensgeschichte von Marta erzählt, die ihre Kindheit in Polen verbringt, als Jugendliche nach Deutschland auswandert und später dann in der Schweiz übersiedelt. Es ist ein sehr emotionales Buch, denn die Erlebnisse von Marta sind nicht sehr einfach. Die politische Situation in Polen ist schwierig bis gefährlich und auch ihr familiäres Umfeldt ist problematisch. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer alleinerziehenden Mutter und auch mit ihrem Zwillingsbruder hat so sie manchmal ihre Probleme. Aber es gibt ja noch ihre Großeltern und andere Bezugspersonen, zu denen sie eine sehr innige Beziehung hat und ihr auch ein Leben lang zur Seite stehen. Die damaligen politischen und auch die persönlichen Lebensbedingungen werden sehr lebendig erzählt. Durch diese sehr intensive und sehr authentische Erzählung kann man sich alles sehr gut vorstellen. Es war für mich ein sehr emotionales Erlebnis und ich habe oft innegehalten, um mir die damalige Zeit wieder ins Gedächtnis zu rufen. Denn ich bin nur ein paar Jahre älter als Marta. Und es ist mir sofort aufgefallen, dass ich einen ganz anderen Blick auf diese Zeit habe. Gut - die politische Situation war mir klar, wenn auch nicht mit allen Folgen für die Menschen, aber ich war persönlich nicht unmittelbar betroffen und auch in einem Alter, wo andere Dinge für mich eine größere Priorität hatten. Aber die Ereignisse um ihre Flucht nach Deutschland - die ständigen Neuanfänge - das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren erfolgreichen Versuch einen Lebensinhalt für sich zu finden, ist sehr interessant und es zeigt sich auch welche pragmatische Sicht Marta auf alles hat. Sie macht immer das Beste daraus, kämpft sich durch, lernt immer sehr gezielt und hat ja schon früh ihre Berufswahl getroffen. Ärztin wollte sie schon als kleines Kind werden und das hat sie auch erreicht. Ich fand ihre Wahl sehr interessant und man erlebt ja auch ihre eigene Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft und dem Verhältnis zu ihrer Mutter und deren Lebensgeschichte. Denn ihre Mutter Johanna hat so ihre eigenen Geheimnisse und auch diese Geschichte recherchiert Marta. Das Ergebnis ist überraschend und muss dann auch von allen Beteiligten erstmal verarbeitet werden. Es ist kein einfaches Buch. Man liest es nicht so runter und fertig. Ich hatte zu Beginn so meine Schwierigkeiten, denn jedes Kapitel spielt in einer bestimmten Zeit und die wechselten am Anfang von Gegenwart zur Vergangenheit hin und her. Es war nicht so einfach die zeitliche Reihenfolge im Auge zu behalten. Aber nach einiger Zeit ging es und später erfolgten die Kapitel auch in zeitlicher Reihenfolge. Und es gab sehr viele Personen kennenzulernen, die mit ihren sehr unterschiedlichen Charaktere sehr interessant waren. Marta ist wirklich eine sehr starke Frau, die es sich nicht leicht macht mit ihren Entscheidungen. Aber sie steht immer zu ihrer Mutter und ihrem Bruder, auch wenn die beiden sie nicht gerade liebevoll behandeln. Sie hilft ihnen immer und auch mit ihren Freunden und der restl. Familie bleibt sie tief verbunden. Die Schilderungen aus dem Arbeitsalltag fand ich manchmal schon ziemlich heftig, aber die Arbeit in der Psychatrie ist sicher nicht einfach und als Außenstehender kann man die Arbeitsmethoden auch nicht unbedingt verstehen. Aber Marta ist erfolgreich in ihrem Beruf und ist bei ihren Patienten beliebt. Das Buch erzählt eine Lebensgeschichte und man wird mit allen möglichen Ereignissen und Handlungen konfrontiert - so kann das wahre Leben eben sein. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, Marta war mir sehr sympathisch und ich fand die Beschreibungen der politischen Situation und den daraus resultierenden Handlungen sehr spannend. Es war ein neuer Blickwinkel auf diese Zeit und ich muss sagen, ich habe die Lesezeit sehr genossen. Es war spannend und interessant Marta auf ihrem Lebensweg mit allen Höhen und Tiefen zu folgen. Ich kann das Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen. Es ist eine sehr interessante Lektüre für schöne Lesestunden.

  24. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    „All die Jahre“ ist nicht nur ein Familienroman, wie der Klappentext schon verrät, sondern auch ein "Migrationsroman" – Emigration aus einem westirischen Dorf in den Fünfziger Jahren, Immigration in die USA, wo die Familie langsam immer amerikanischer wird. Wir begleiten die Familie über 50 Jahre, lernen die Figuren als Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner kennen, in einem Fall auch als Nonne.

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen erzählt, den beiden Schwestern Nora und Therese, später dürfen auch Noras Kinder aus ihrer Sicht erzählen. Die Beziehung der beiden Schwestern ist kompliziert und wird durch ein uneheliches Kind und die katholische Kirche noch komplizierter und bricht fast ganz ab. Die Frage ist, ob und wie sie gegen Ende ihres Lebens wieder zueinander finden.

    Der Kinderreichtum der katholischen irischen Familien führt zu einer Fülle von Geschwistern, Neffen, Nichten, Tanten. Alle Figuren werden mit langen Rückblenden vorgestellt. Phasenweise ist es schwierig, den Überblick zu behalten.

    Die Unterschiedlichkeit der Charaktere selbst innerhalb einer Familie ist eine gute Impfung gegen Vorurteile und Klischees, die es in den USA gegenüber irischen Einwanderern gibt. Das einzige Klischee, das bedient wird, ist der irische Humor, und den hat man als Leser gern.

    Mich hat besonders der Anfang des Romans berührt – der Aufbruch und die Ankunft in der Fremde –, sowie das Ende – der Rückblick 50 Jahre später auf das, was dabei herausgekommen ist, bzw. der Blick auf die alte Heimat, wo das Leben auch hätte stattfinden können.

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