Bücher mit dem Tag "auswanderung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "auswanderung" gekennzeichnet haben.

273 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.119)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  2. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (414)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH

    Die Geschichte an sich ist gar nicht so schlecht. Eine Zeit, als die Nazis immer mehr in den Fokus geraten, eine interessante Bekanntschaft mit Freud, aber der Hauptprotagonist ist so farblos und naiv...

    Meine Schwester hat mir das Buch empfohlen, aber leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Die Story zieht sich in die Länge und ich weiß echt nicht, was viele an Seethaler so toll finden. Sein Schreibstil ist eher mäßig.

    Mein Fazit:

    Keine schlechte Story, aber viel zu viele Längen, die das Lesen beschwerlich machen. Kann man lesen, ist aber definitiv kein Muss!

  3. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.172)
    Aktuelle Rezension von: Natalie_Lohner

    Der erste Teil hat mir um einiges besser gefallen. Da hat mehr Gefühl in der Geschichte gesteckt, dass hat mir in Band 2 gefehlt. Die Idee des Romans von Daniel Glattauer gefällt mir dennoch sehr gut. Die Fortsetzung hätte diesmal vielleicht mehr als nur die E-mail Nachrichten gebraucht. Die Treffen im Café der beiden wären nicht nur als Nachrichten interessant gewesen. Dennoch fand ich war es eine schöne Geschichte. 

  4. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (896)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    "Die Teerose" von Jennifer Donelly gehört zu der Sorte Buch, die man am liebesten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind sehr nahbar und man fühlt mit ihnen. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, gab es keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt hätte. Mehrere Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben und am Ende wird klar, dass sie alle zusammenhängen. Der Krimianteil des Buches war sehr spannend, doch für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig. Die Liebesgeschichte würden manche Leute wohl als kitschig bezeichnen, doch ich fand sie wunderschön, auch wenn es mich manchmal genervt hat, dass die Protagonisten sich ständig verpassen und es durch Missverständnisse dutzende fehlgeschlagene Versuche der Versöhnung zwischen den beiden gab. 

    Das Einzige, was mich am Buch wirklich etwas gestört hat, war, dass teilweise Fehler bei den Namen der Personen gemacht wurden. So hieß Joe zu Beginn des Buches mit vollem Namen noch Joseph, während er am Ende Jonathan ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, die für die Handlung nicht weiter schlimm war, sollte aber meiner Meinung nach nicht passieren dürfen. Auch wirken alle Hauptfiguren für das Ende des 19. Jahrhunderts sehr modern und die Frauen sehr emanzipiert. Einige kleine Details finde ich auch historisch fragwürdig, beispielsweise, dass ein Londoner Straßengangster in den 1890ern ein Telefon hat. Für Leser, die auf so etwas Wert legen, ist "Die Teerose" vielleicht eine kleine Enttäuschung.

    Dennoch finde ich, dass "Die Teerose" ein wirklich gutes Buch ist, in dem man dank der guten Beschreibungen der Szenerie und der Personen leicht versinken und ein bisschen der Realität entfliehen kann.


  5. Cover des Buches Traumsammler (ISBN: 9783596198207)
    Khaled Hosseini

    Traumsammler

     (496)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Es wurde ein abwechslungsreicher Roman kreiert, der sich temporeich über die Figuren Abdullah und Pari hinaus entwickelt.

    Cover und Titel finde ich gelungen und passend.

    Die Geschichte beginnt mit Abdullah und Pari, den auf dem Klappentext beschriebenen  Geschwistern aus der Nähe Kabuls, Afghanistan, deren Schicksal von Erwachsenen schnell besiegelt wird. 

    Zunächst dachte ich an eine Adaption zu Hänsel und Gretel. Aber es wurde auf andere Art weitererzählt und sogar komplexer als gedacht. Es wurde nicht nur über die Geschwister geschrieben. Der Roman wurde aus verschiedensten Erzählsträngen (diverse Figuren, die in unterschiedlicher Weise miteinander verbunden sind) geformt. Der Roman verfolgt die einzelnen Leben über Jahrzehnte hinweg, was toll ist. 

    Was mir zudem sehr gut gefallen hat, war, dass durch die vielen Figuren, die sehr unterschiedlich ausgearbeitet wurden, ein facettenreicher Blick auf die afghanische Kultur und Historie offenbart wurde, ganz gleich, ob die Figuren in Afghanistan oder im Ausland lebten. 

    Aber dies ist zugleich auch ein Nachteil, denn natürlich fand ich einige Charaktere spannender und interessanter als andere Figuren / Lebensgeschichten. Und einige Figuren und Lebenswege hätten ganz allein einen Roman füllen können, so dass diese in dem Buch einfach zu kurz kamen. 

    Insgesamt hat mir das Buch jedoch gefallen.

  6. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.510)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  7. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Ganz toll geschrieben, man taucht total ein in die Welt von damals. 

    Beleuchtet wird eine jüdische wohlhabende Familie zur Hitlerzeit. Sehr interessant, mal aus jüdischer Sicht zu lesen. 

    Besonders toll, dass die Geschichte nicht frei erfunden ist. 

    Mich hat das Buch absolut fasziniert, ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Man bekommt tolle Einblicke in das Judentum. 

    Absolut lesenswert!

  8. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.921)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  9. Cover des Buches Die ferne Hoffnung (ISBN: 9781542047883)
    Ellin Carsta

    Die ferne Hoffnung

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Nach dem Tod des Vaters stehen die drei Hansen Brüder vor einer großen Herausforderung. Sie müssen das Unternehmen retten, dass vor dem Bankrott steht. Robert bekommt die Gelegenheit in Kamerun eine Kakaoplantage zu bewirtschaften und damit das Unternehmen wieder aus Krise zu ziehen, Gemeinsam mit seiner Tochter Luise begibt er sich auf die Reise. Aber leider spielt seine Frau Elisabeth da  nicht mit. Sie kehrt zurück nach Hamburg und sorgt dafür, das die Familien-Idylle auf andere Weise zerbricht...

    Ein spanneder Auftrakt der Hansen Saga. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Handling zieht einen in ihren Bann. Ich bin gespannt, wie es mit den Brüdern Robert, Kalr und Georg weitergeht und ob Luise doch wieder zurückkehrt.

  10. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783552063662)
    J. Courtney Sullivan

    All die Jahre

     (112)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Dieses Buch ist eine Familiengeschichte, eine richtig intensive Familiengeschichte über Schuld und das Umgehen damit, wo ich leider die Begeisterung anderer Leser nicht unbedingt und vollkommen unbedarft teilen kann. Zwei Schwestern wandern in den späten 50ern aus Irland kommend in die USA ein. Dabei bringt das Buch den Lesern den Mief und das eingeengte Denken dieser Zeit nahe und zeigt das Leben der beiden ungleichen Frauen bis in die heutige Zeit hinein und besonders eine der beiden Schwestern hätte ich fast durchweg schütteln können. Nora, die ältere Schwester, ein wirklich furchtbarer Charakter, bis in die 2000er hinein kann sie ihrem Naturell schlecht entfliehen, ist ein Kind ihrer Zeit und ihrer ländlichen und etwas bildungsfernen Herkunft, merkt kaum was sie durch ihre strenge, unnahbare und schwer abänderliche Art ihrer Umgebung antut, angetan hat. Dabei muss man Nora aber zugutehalten, sie ist durch den frühen Tod ihrer Mutter zu einem Mutterersatz für die jüngere Schwester Theresa geworden, hat deshalb ihre Jugend eingebüßt, eine Zeit der Unbeschwertheit. Diese Mutterrolle ist aber auch viel verlangt von der jungen Frau, deren Denken sich fortan um ihren Ruf, um den Ruf der Familie dreht, die dadurch in eine Rolle hineingedrängt wird, sich hineingedrängt empfindet, der sie eigentlich nicht gewachsen sein kann und, was eigentlich fast noch schlimmer ist, diese Entscheidung/ dieses Geschehen hat auch Folgen für die weitere Entwicklung der Nora, in ihrer eigenen Familie. Die jüngere Theresa ist etwas lebenslustiger, ist ja auch noch jugendlich unbeschwert. Beide Schwestern stehen dann durch ein Geschehen vor Entscheidungen, die erst viele Jahre später etwas abgeändert werden können. Erst stand für mich eine Drei Sterne Bewertung fest, denn das Geschehen ist wirklich etwas seifig und die Denkweisen der Charaktere haben schon etwas verstaubtes und altbackenes an sich. Dennoch ist die Geschichte spannend geschrieben, besonders das chronologisch nicht geordnete Schreiben fasziniert mich und ein gewisser Wandel in engen Grenzen lässt mich das Buch dann doch noch etwas höher bewerten. Wäre dieser Wandel in Noras Wesen nicht zu bemerken gewesen, wäre dies ein Drei-Sterne-Buch für mich geworden. Denn dieser Charakter Nora hat es mir nicht leicht gemacht, hat wohl etwas in mir getriggert. Keine einfache Lektüre für mich!

  11. Cover des Buches Der Mann, der nicht mitspielt (ISBN: 9783462051032)
    Christof Weigold

    Der Mann, der nicht mitspielt

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Eliza08

    Durch Zufall bin ich auf diesen Kriminalroman gestoßen. Ich bin sehr begeistert gewesen und konnte das Buch vor Spannung kaum weglegen. Das Cover ist in schwarz-weiß gezeichnet. Der Leser erkennt im Vordergrund Umrisse von Palmen, sowie Scheinwerfer, welche in den Abendhimmel leuchten. Der Klappentext gibt einen kurzen Einblick in das Handlungsgeschehen, ohne zu viel Details zu verraten. Die Story handelt von dem Deutschen Hardy Engel, einem ehemaligen Soldaten und Polizist, welcher in den USA zuerst als Schauspieler, und dann später als Privatdetektiv versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Hardy Engel ist ein Typ mit Ecken und Kanten und versucht sich als Auswanderer in den harten 20iger Jahren in den USA durchzuschlagen. Dabei erblickt er mit der Zeit die Abgründe des „Hollywoods der 20iger Jahre“ die ihn an den Rand der eigenen Vorstellungs- und Lebenskraft bringen. Sehr interessant sind die vielen Nebendarsteller des Romans. Da sind zum einen, die Attraktive „Pepper“ Murphy eine mystische und lebensfrohe Frau. Der Filmproduzent Irving Thalberg, der Restaurantbesitzer des Jail Café Buck, sowie der Filmstar Roscoe Arbuckle um nur einige zu nennen. Mir hat der Restaurantbesitzer Buck trotz der vielzähligen schillernden Figuren am besten gefallen. Erweist er sich doch als guter Freund und Informationsquelle für Hardy und kann diesen so einige Male indirekt unterstützen. Die Spannung verläuft über das ganze Buch hinweg und findet erst am Ende ihren Höhepunkt. Der Roman spielt in den 20iger Jahren in Hollywood und ist somit für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Der Schreibstil des Autors ist dialogorientiert, direkt und mit einer sehr gut beschreibenden Sprache versehen. Dem Leser werden die Handlungsorte und Umgebungen sehr detailliert beschrieben und man kann sich gut in diese hineinfinden. Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Männer als auch Frauen in Betracht. Mir hat an diesem Roman vor allem die Spannung sowie der Detailreichtum der Erzählung sehr gut gefallen. Des Weiteren seih anzumerken, dass der Filmstar Roscoe Arbuckle damals tatsächlich in einen Skandal verwickelt war. Insofern hat die Geschichte auch einen realen Hintergrund. Ich kann dem Autor nur sehr für diesen Roman danken. Der Leser wird zurückversetzt in den Sumpf von Hollywood der 20iger Jahre. Er schafft es den Mythos, der „Stadt der verlorenen Engel“ welche so einige Fans noch heute in seinen Bann zieht sehr zielgenau zu kommunizieren. Das Buch ist wie ein Film, den man unbedingt gesehen haben muss. Ich bedanke mich beim Autor für die spannenden und unterhaltsamen Stunden und werde mir in meinem Urlaub den zweiten Teil der Krimireihe um Hardy Engel zu Gemüte führen. Eine klare Leseempfehlung für alle Film- und Hollywoodfans sowie Anhänger der 20iger Jahre.

  12. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  13. Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)
    Christina Baker Kline

    Der Zug der Waisen

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Die 17-jährige Molly lebt bei ihren Pflegeeltern in Maine. Aufgrund ihrer schwierigen Kindheit ist sie zur Rebellin geworden und muss wegen Diebstahl 50 Sozialstunden ableisten. Diese verbringt sie offiziell beim Auf- und Ausräumen des Speichers bei der 91-jährigen Vivian. Doch eigentlich will Vivian gar nichts wegschmeißen und so erzählt sie anhand der Gegenstände auf dem Speicher ihre Geschichte. Das Buch war wie angepriesen ein Pageturner und es gab keine Minute in der es mich gelangweilt hat die Geschichte von Vivian und Molly zu erfahren. Teilweise war es mir etwas zu "amerikanisch", vorallem zu Beginn. Zwischen 1854 und 1929 gab es tatsächlich diese Orphan Trains und die Waisenkinder aus NYC wurden nicht als Kinder adoptiert, sondern als billige Arbeitskräfte in die Familien geholt. Ein furchtbarer - und kaum bekannter - Teil der amerikanischen Geschichte...

  14. Cover des Buches Die Zeit der Feuerblüten (ISBN: 9783404170883)
    Sarah Lark

    Die Zeit der Feuerblüten

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Zeit der Feuerblüten von Sarah Lark, 912 Seiten.

    Ein Dorf in Mecklenburg, in Deutschland im 1837. Ida und Karl gehen zusammen in die Schule. Der Vater von Ida träumt von einem besseren leben in Neuseeland und mit seiner Idee steckt er das halbe Dorf an. Somit machen sich viel Familien auf nach Neuseeland. Karl der heimlich in Ida verliebt ist, Packt seine Chance und macht sich auch auf und folgt seiner Liebe. Leider ist Ida schon Ottfried versprochen. Weil Ida und ihre Familie sehr gläubisch ist hält sie sich an das Versprechen das ihre Eltern abgemacht haben. Obwohl sie lieber Karl hätte. In Neuseeland ist es leider nicht so wie sich die Deutschen vorgestellt haben. Eine Interessante Auswanderer Geschichte wie es sich zur dieser Zeit abgespielt haben könnte. Karl kann Ida  einfach nicht vergessen ob ihre Liebe eine Chance hat in der neuen Welt.

    Von mir 4 von 5 Auswanderer Punkte.

  15. Cover des Buches Bella Germania (ISBN: 9783596521807)
    Daniel Speck

    Bella Germania

     (175)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Die sich über drei Generationen erstreckende Familiengeschichte erklärt in interessanter Weise, wie sich die damaligen ersten Gastarbeiter aus Italien gefühlt haben müssen - als Gäste zum Arbeiten, aber nicht als Bürger oder gar Freunde. Heutzutage nennt sich das Migration, man merkt aber recht schnell, dass sich so viel seit den 60-er Jahren nicht geändert hat - EU hin oder her. Zwischenzeitlich war das Buch etwas zäh zu lesen, deswegen "nur" durchschnittliche 3 Sterne.

  16. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783499238109)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

     (497)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Erzählung umfasst die Familiengeschichte mehrerer Generationen: Griechische Emigranten, die ihre Heimat verlassen und sich in den USA um die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine neue Zukunft aufbauen. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Calliope, die als pubertierendes Mädchen erkennt, dass sie beiderlei Geschlecht in sich trägt und fortan als Junge weiterleben möchte. Die vielen medizinischen Einblicke machen das Lesen zwar nicht immer flüssig, da zur Verständlichkeit viele fachlichen Ausdrücke nachgeschlagen werden müssen, jedoch wird die Thematik umso lehrreicher vermittelt. Für Kenner der griechischen Mythologie gibt es zahlreiche Hinweise zu historischen Elementen.


    Das Buch ist eine wuchtige und bereichernde Lese-Erfahrung. In über 700 Seiten enthält es viele wunderbare Geschichten, historische Anhaltspunkte und spannenden Familienzusammenhänge. Eigentlich ein Roman wie ich ihn mir wünsche: lehrreich, dramatisch, anregend und sprachlich einnehmend geschrieben, ohne Plattitüden und unnötigem Geschwätz. Ich habe diese Erzählung sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

  17. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    1930 in New York geboren ,musste Frank McCourt vier Jahre später mit seinen Eltern und Geschwistern nach Limerick in Irland, weil sein Vater, wenn er Arbeit hatte, den ganzen Lohn vertrank.

    Was in New York wegen der Prohibition verboten war und heimlich in "Flüsterkneipen" vertrunken wurde, war in Irland legal und da der Vater so gut wie nie Geld nach Hause brachte, lebte die Familie in großer Armut, die man sich nicht vorstellen kann.

    Der kleine Frank, der der Älteste war, eine Schwester starb einige Wochen nach ihrer Geburt in Amerika und zwei weitere Brüder folgten ihr, nachdem sie in Irland waren, hatte noch drei Brüder.

    Ein intelligenter Junge, der sich durchschlug, trotz seiner schlimmen Augenentzündung und seinen Weg zurück nach New York machte.

    Seine Kindheit hat Frank McCourt interessant beschrieben und mir ist beim Lesen dieses Buches bewusst geworden, wie gut doch meine eigene Kindheit gelaufen ist.


  18. Cover des Buches Die Sommer der Porters (ISBN: 9783866482234)
    Elizabeth Graver

    Die Sommer der Porters

     (36)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext
    Die Sommer der Porters ist eine ruhige, mit Akribie und feinem Gespür erzählte Familiensaga über Generationen hinweg, deren Mittelpunkt das Meer und die Pflanzen im Sommerhaus an der Ostküste der USA ist. Der Landbesitz der im Who is Who der Ostküstengesellschaft verzeichneten Porters, vermutlich Nachfahren eines Mayflower Ahnen, wurde den Indianern abgehandelt und ist seit Generationen in Familienbesitz. Bereits zu Beginn zeichnet sich ab, dass dies keine Chick Lit, sondern ernsthaftere Literatur ist. Sprachliche Ausdrucksstärke und feiner Humor sind vorhanden, doch so zart, dass es Lebenserfahrung braucht um sie zu erspüren.

    Autorin Elizabeth Graver lässt ihren Charakteren viel Raum. Sie erzählt nicht immer stringent oder linear, lässt ihre verschiedenen Charaktere zu Wort kommen, wechselt des öfteren die Perspektive, so werden manche Protagonisten erst später, lange nach ihrer Einführung tiefergehend skizziert, alle erschließen sich nach und nach, während die Familie wächst und man sie dabei begleiten darf. Darauf muss man sich einlassen können und wollen. Mich hat Elizabeth Graver praktisch gefangen genommen mit ihrer unaufgeregten, feinen und doch so packenden Erzählweise die immer interessant blieb. Das erreicht sie auch durch die einfließenden Perspektiv – und Zeitwechsel. Ein Hauch Erinnerung an die scheinbar endlosen Sommer meiner Kindheit und gleichzeitig Anreiz dieses Gefühl wiederzufinden ihm nachzuspüren, so wie die Porters die sich samt Kindermädchen Beatrice immer wieder in Ashaunt neu finden.

    Ein Buch, um genüßlich zu schwelgen, niveauvolle, teilweise trotz oder gerade wegen der sachten Erzählweise anspruchsvolle, vereinnahmende Lektüre, die durchaus auch die Gesellschaft von 1942 bis 2003 wiederspiegelt.

    Lebensmittelpunkt und Szenerie bildet das Sommerhaus der wohlsituierten Oberschichtfamilie auf der Halbinsel Ashaunt vor Massachusetts. Ein wildes Idyll, das den Bewohnern Freiraum gibt und die Sommer, besonders für die Kinder zu einem immer wiederkehrenden Rausch der Freiheit und des Dolce far niente macht. Dabei ist es weniger das Nichtstun, sondern die Möglichkeit sich einfach treiben zu lassen und die herrliche, leicht rauhe Natur, das Meer und die Pflanzen, die sich während des Romans immer wieder verändern, zusammen mit den Bewohnern und deren Bedürfnissen. Graver lässt die Leserinnen die salzige Luft und die Natur fast schon direkt selbst verspüren. Dies und auch die schlichte, dabei ab und an geradezu poetisch anmutende Sprache und die weitumspannende Erzählart fesselt und trägt durch den gesamten Roman, den man am Ende mit Bedauern darüber, dass er nun zu Ende ist, aber auch positiv gestimmt aus der Hand legt. Diese Erzählung vieler Leben in einem Buch die Glück, Unglück, Melancholie, Leben, Tod, und immer wieder Ashaunt , das Sommerglück, das sich wie ein roter Faden durch die Familiengeschichte zieht ist eine kleine Genreperle.
  19. Cover des Buches Die Insel der tausend Quellen (ISBN: 9783404168163)
    Sarah Lark

    Die Insel der tausend Quellen

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Insel der tausend Quellen von Sarah Lark. 720 Seiten erschienen im Lübbe Verlag.

    Das Cover sieht wunderschön aus. Mit einen Holzsteg ins blaue Meer hinaus. Die Hügel im Hintergrund sind im Nebel.

    Zur Geschichte Nora die junge Kaufmans Tochter ist verliebt in Simon einem Schreiber von ihrem Vater. Als dieser um die Hand von Nora anhält verweigert sich ihr Vater. Und Nora ist zutiefst enttäuscht von ihrem Vater. Der ja eigentlich alle ihre Wünsche erfühlt. Als sie nichts mehr von Simon hört und sieht macht sie sich auf die Suche in den Strassen Londons. Und sie findet ihn Todkrank. Nora kümmert sich um Simon und beide Träumen von einem Leben in der Karibik. Am Strand am Meer in einer Hütte aus Palmen... Simon erholt sich nicht von seiner Krankheit und stirbt. Das gibt natürlich ein Gerede im den hohen Kreisen von London. Und man schaut auf Nora herab. Sie verliert sich in Träumen von der Karibik und Simon. Als Jahre später ein älterer Zuckerrohr Besitzer aus Jamaika um ihre Hand anhält greift Nora zu. Um ihre Träume von Simon und ihr wahr werden zu lassen.

    Das Land gefällt Nora sehr gut. Aber die Leute? Die Grossgrundbesitzer halten Sklaven und behandeln diese schlechter als ihre Tiere. Und da ist ja auch noch der Sohn ihres Ehemannes der vier Jahre älter ist als Nora. Wie Nora doch noch ihr Glück auf der Insel findet lest selbst.  

  20. Cover des Buches Bella Ciao (ISBN: 9783257070620)
    Raffaella Romagnolo

    Bella Ciao

     (89)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Raffaellas Romagnolo erschafft hier eine stimmige und absolut interessante Familiengeschichte aus dem Norden Italiens. Angesiedelt ist diese Familiengeschichte in einer Zeit voller politischer Wirren und bevölkert ist diese Familiengeschichte mit einer großen Menge an skurrilen und starken Charakteren. Gerade diese Zeit politischer Wirren macht klar, was politische Prozesse mit den betroffenen Menschen machen, wie diese Menschen zu Spielbällen werden und wie einige Wesen der Gattung Mensch zum Wolf mutieren, zum Feind ihrer eigenen Art werden, was der Wolf wieder überhaupt nicht ist. Aber anschaulich klingt dieses zum Wolf mutieren allemal. Verschiedene Lebensanschauungen prallen hier im Norden Italiens in den vielen zu behandelnden Jahren aufeinander, einerseits trifft hier Arm auf Reich, aber auch die Sozialisten/Kommunisten auf die Faschisten. Andererseits geht es auch wieder um eine Frauenfreundschaft und einen Verrat, denn dieser lässt diese Frauenfreundschaft zerbrechen. Giulia Masca kommt 1946 aus den USA nach Italien zurück, um Anita zu treffen, ihre alte Freundin und alte Wunden zu schließen, die ihr die Freundin geschlagen hat. Dies fällt ihr natürlich auch schwer, aber die Unterstützung ihrer amerikanischen Familie ist ihr gewiss. Und Raffaella Romagnolo spinnt die Geschichte von 1946 zurückblickend auf die ereignisreichen Jahre in Italien und in den USA. Damit ist diese Geschichte nicht nur historisch interessant, sondern auch eine Geschichte über eine Freundschaft und eine Geschichte über eine Emanzipation mit wirklich herausragendem Personal. "Bella Ciao" ist ein Buch, welches ich sehr gern gelesen habe und dem ich wirklich viele Leser wünsche. Gerade jetzt wieder wäre dieses Buch erhellend, in den Zwanzigern dieses Jahrhunderts, die irgendwie auch etwas an die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erinnern. Und hier sage ich nur, wehe vor den Dreißigern!!!

  21. Cover des Buches Hexenkind (ISBN: B0036QA5MI)
    Sabine Thiesler

    Hexenkind

     (499)
    Aktuelle Rezension von: dieterhollender

    Vorne drauf steht Krimi, doch drinnen schleppt sich eine uninteressante und ermüdend ausgedehnte Familiengeschichte dahin. Normalerweise lese ich 2-3 Bücher pro Woche, bei diesem Werk habe ich in der dritten Woche immer noch nicht mal die Häfte geschafft. Es ist so uninteressant! Neben der gnadenlos verschleppten Story sind es auch die Figuren, die den Lesefluss stören. Keine davon  ist normal. Jede einzelne wird peinlich genau mit irgendwelchen Macken ausgestattet, die bis ins Detail geschildeert werden, und deren Unglaunwürdigkeit  man überhaupt nicht wissen will! 

    Die Autorin sollte sich entsccheiden: Krimi oder Family-Saga. bei Family-Saga würden uns dann auch diese Anhäufung an nervenden Rückblicken erspart bleiben.

  22. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404270019)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (459)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden? Ein fesselnder Schmöker über Liebe und Hass, Vertrauen und Feindschaft und zwei Familien, deren Schicksal untrennbar miteinander verknüpft ist.

    Das Buch:
    Eigentlich war ich nie der Mensch, der ein Buch von Sarah Lark lesen wollte. Obwohl ich historische Romane liebe und auch Liebesgeschichten mich begeistern können. Und obwohl die Bezeichnung Familien-Epos mich oft ködern kann, so waren die Bücher dieser Autorin für mich eher etwas, dass ich für mich abgeschrieben hatte.
    Doch nun habe ich den ersten Teil der Weißen-Wolke-Saga gelesen und das Buch konnte mich eindeutig überzeugen. 
    Beginnen wir mit dem Setting. London 1852 klingt schon mal ganz spannend. Die Kulisse wird eindrucksvoll geschildert auch die beiden weiblichen Protagonistinnen werden zum ersten Mal eingeführt. Beide sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn Heiratsumstände heute ganz anders sind konnte ich doch nachvollziehen, warum Helen die Heiratsannonce anziehend fand.
    Ich kann nicht bestätigen oder widerlegen, ob die historische Wirklichkeit im damaligen London wirklich so war, wie es in diesem Buch beschrieben wurde, aber ich konnte es mir gut vorstellen. 
    Die kleinen Details haben mir das gut möglich gemacht. Und selbst wenn die Tatsachen nicht so stimmen würden, täte dies dem Buch dennoch keinen Schaden. Denn es ist so spannend geschrieben, dass man schon nach nur wenigen Seiten mehr erfahren möchte.
    Die beiden weiblichen Protas waren für mich eindeutig in diese Zeit geschrieben und so konnte es auch passieren, dass die beiden erst nach Neuseeland reisen mussten. Würde das Buch in der heutigen Zeit spielen, wären die Beweggründe nicht vorhanden oder vollkommen anders. 
    So sind es jedoch die Umstände, die die beiden Protas in eine neue Welt schicken. Und gemeinsam mit den beiden erkundet auch der Lese das unbekannte Land.
    Die Überfahrt wird genauso spannend gestaltet wie alles andere davor auch, doch der interessanteste Teil folgt eindeutig danach. 
    Denn nicht nur für Helen und Gwyneira war dieses Land neu, sondern auch für mich. 
    Dabei wird auch diese Kulisse so eindrucksvoll beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wo die beiden gelandet sind. Ich konnte mir sowohl das Land, als auch die Berge und Seen gut vorstellen.
    Bis hierher weiß der Leser noch nicht, wie sich die beiden Männer gestalten werden, die Helen und Gwyneira heiraten sollen. Das bleibt zunächst ein Geheimnis, welches es noch spannender macht weiterzulesen. 
    Im Laufe des Romans wird diese Geheimnis jedoch geklärt und es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Im weiteren Verlauf müssen die Beiden viele Hürden überstehen, erleben jedoch auch schöne Situationen. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten hat, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wartet gespannt darauf, was als nächstes kommen möge. Und obwohl irgendwann der Alltag ins Leben der beiden Protas einzieht, so wird das Lesevergnügen doch nie gemindert. Denn immer wieder werden interessante Passagen über das Land, das Leben dort oder die Fauna und Flora eingebunden, die eindeutig darauf schließen lassen, dass die Autorin dieses Land wirklich gut kennt.
    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde ich in die Welt hineingezogen. Dabei gab es für mich viele liebenswerte, aber auch einige hassenswerte Figuren. Und obwohl das Buch mit einem kleineren Cliffhanger endet kann man das verzeihen, denn der nächste Band wartet schon auf einen ;)
  23. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (89)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  24. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Wenka Mikulicz-Radecki von

    Die Vermessung der Welt

     (3.388)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier: 

    https://www.podbean.com/media/share/pb-mg5c6-faaa43

    Vorsicht, Spoiler!

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