Bücher mit dem Tag "autismus"
224 Bücher
- Kelly Moran
Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
(1.243)Aktuelle Rezension von: Ilona67Klappentext
Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.
- Graeme Simsion
Das Rosie Projekt
(1.475)Aktuelle Rezension von: Brina_10Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.
Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.
Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.
Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.
Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.
- Sebastian Fitzek
Die Einladung
(688)Aktuelle Rezension von: butterflyintheskywieder mal ein richtig geiler fitzek. es fängt brutal an, geht brutal weiter und enden mit einem totalen WTF moment. habe das ende echt nicht kommen sehen. war ein richtige page turner weile s von seite zu seite spannender wurde. es gab viele personen von denen ich hoffte dass ihnen ein böses schicksal wiederfahren würde (und es passierte) aber es gab auch sehr viele momente bei denen ich einfach nur da sass und mir dachte „wie verkorkst kann ein mensch sein?“. ich mochte es sehr. richtig guter psychothriller.
- Marc Elsberg
ZERO - Sie wissen, was du tust
(626)Aktuelle Rezension von: _jamii_London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
Der Schreibstil ist interessant und packend ab der ersten Seite. Im Verlauf der Geschichte werden mehrere Charaktere begleitet, man muss etwas bei der Sache sein, um jeweils die Hintergründe und Beziehungen untereinander präsent zu haben. Dafür erfährt man aber viel über die Motive der jeweiligen Personen.
Häppchenweise erfährt man mehr über die wahren Motive von Freemee, wenige Fragen werden beantwortet, viele neue tauchen auf. Die Spannung hält sich über das ganze Buch.
Das Thema ist hochaktuell und nicht weniger beängstigend. Dass Grosskonzerne unsere Daten munter sammeln, verwerten und verkaufen ist ja bekannt. Auch dass sie uns entsprechend manipulieren (können). Hier dann zu lesen, was alles daraus resultieren kann, ist erschreckend.
Zero agiert als Organisation im Hintergrund, welche die Menschen auf die Wichtigkeit ihrer Privatsphäre aufmerksam machen will.
Äusserst realitätsnah, erschreckend und spannend!
- C. Hoover
Too Late – Wenn Nein sagen zur tödlichen Gefahr wird
(721)Aktuelle Rezension von: LidenBUCH
review
Autor
Colleen Hoover
Genre des Buches :
Dark Romance / Spannung
Was ist das Hauptthema oder die Message des Buches?
Narzissmus - Abhängigkeit - Toxische Liebe
Würde ich es weiterempfehlen?
Ja
Datum
06.01.2026 (3)
Zusammenfassung des Buches in meinen eigenen Worten:
Aufgrund einer finanziellen
Abhängigkeit bleibt Sloan bei ihrem gewalttätigen Freund Asa. Der kapriziöse Drogenboss ist Hals über Kopf in Sloan verliebt und erwartet selbiges von ihr. Doch Drogenbosse werden häufig gesucht, und so findet in seiner Villa der Undercover Cop Carter Einzug. Und Carter und Sloan verstehen sich besser, als sie solten.
Mein Fazit zu diesem Buch:
Ich hatte die erste Ausgabe gelesen Aus 3 Perspektiven erfahren wir die jeweiligen Gedanken der Charaktere.
So blieb die Dreiecksbeziehung spannend und es war unterhaltsam, auch in den Kopf des Antagonisten zu blicken. CoHo-mäßig wurde einige starke Plots eingebaut. Die toxische Beziehung wurde in keiner Weise romantisiert.
- Simon Beckett
Obsession
(1.222)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Ben ist am Boden zerstört, als seine Frau unvermutet stirbt. Allein Sarahs autistischer Sohn Jacob spendet ihm Trost.
Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte diese den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Ben engagiert fassungslos einen Privatdetektiv, der schnell Jacobs leiblichen Vater ermittelt. Dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird, ahnt keiner.
Fazit
Ein Thriller der anderen Art - dennoch sehr spannend und faszinierend.
- Oliver Sacks
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
(151)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch bin auf das Buch gekommen durch eine neurologische Fortbildung zur Kognition. Denn dieses Buch ist dabei einzigartig gut. Es steckt voller skurriler Fälle und dabei eben mehr als lehrreich.
Das Gehirn als komplexes System voller Irrungen und Wirrungen und das zerbrechliche Sein.
Zum Beispiel gibt es da ein Mann mit medizinisch gesunden Augen und überdurchschnittlicher Intelligenz, der aber nach und nach nach seine Fähigkeit Bilder wahrzunehmen verliert. Was steckt dahinter, zudem er es selbst gar nicht wirklich wahrnimmt. Statt seinen Hut zu nehmen nimmt er den Kopf seiner Frau in die Hand.So auch der Titel des Buches.
Ein anderes Fallbeispiel legt dar, wie es ist, wenn man plötzlich sein eignes Bein als ein fremdes Bein anzieht und es lieber abgeschnitten bekommen will.
Das Leben mit Psychosen, Paresen , Anogsien oder auch anderen hirnorganischen Schäden werden hier unter die Lupe genommen und dabei emotional und nicht nur rein medizinisch betrachtet, so dass es auch Laien möglich ist den einzelnen Geschichten zu folgen und einen Einblick in die Neurologie zu bekommen. Eine Art Fachliteratur in Romanform. Definitiv zu empfehlen.
- Haruki Murakami
Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
(68)Aktuelle Rezension von: Anke_KuehneEs fängt langsam und ruhig an, fast etwas langweilig und enttäuschend für Murakami. Es passiert nicht wirklich Etwas und es wird auch nicht deutlich, wie die Erzählstränge zusammenhängen. Erst auf den letzten Seiten entblößt Murakami die verschiedenen Bewusstseinsebenen des Protagonisten. Mir gefällt, dass er Nichts erklärt, dass sich die Hauptfigur seiner verschiedenen Ichs nicht bewusst ist, das entspricht den neueren Ideen der theoretischen Physik, dass es in Paralleluniversen verschiedene Parallelexistenzen geben kann. Auch wenn Murakami eher von einer psychischen Parallelwelt erzählt, veranschaulicht dieser Roman diese unvorstellbaren Theorien ... In einer Welt, in der immer weniger an Gott geglaubt wird, entwirft er eine Vorstellung über die menschliche Existenz hinaus, die vielleicht nicht tröstlich aber doch unendlich ist.
- Anna Todd
Nothing more
(465)Aktuelle Rezension von: Gina_1234„Nothing More“ begleitet Landon, einen beliebten Nebencharakter der After-Reihe, bei seinem Start in New York, wo er zwischen Uni, Arbeit und turbulenten Gefühlen für gleich zwei Frauen steckt. Der lockere, flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass sich das Buch rasch liest; das Gefühlschaos wirkt authentisch und die Dreiecksgeschichte sorgt für echtes Mitfiebern und einige Schmunzler. Auch wenn die Handlung stellenweise ruhiger verläuft und Landon ein angenehmer „Good Guy“ bleibt, wird durch das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, überraschende Wendungen und neue Facetten in Landons Charakter sehr viel Lesespaß geboten – ideal für Fans der After-Welt, aber auch als eigenständige New-Adult-Romanze sehr gelungen.
- Mark Haddon
The Curious Incident of the Dog in the Night-time
(460)Aktuelle Rezension von: Akardia27Zu viel Mathe und konnte mich mit dem Schreibstil überhaupt nicht anfreunden. Musste ich in der 11 Klasse lesen für Englisch und finde auch nicht wirklich, dass das Buch geeignet ist für die Oberstufe. Habe es letzten Monat noch einmal gelesen und auch beim zweiten mal hat es mich nicht überzeugt.
- Mark Haddon
Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
(600)Aktuelle Rezension von: HausiDas Buch war für mich eine sehr interessante und berührende Lektüre. Es bietet einen tiefen Einblick in das Leben eines Kindes im Autismus-Spektrum und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Christopher die Welt um sich herum wahrnimmt. Seine Sicht auf die Dinge ist oft logisch, präzise und ehrlich – und genau das macht das Buch so besonders.
Besonders spannend fand ich, wie der Autor es schafft, den Leser in Christophers Gedankenwelt eintauchen zu lassen. Dadurch versteht Mensch besser, wie herausfordernd alltägliche Situationen für ihn sein können, die für andere Menschen selbstverständlich sind.
Darüber hinaus hat das Buch deutlich gemacht, wie viel Arbeit, Geduld und Verständnis in der Beziehung zwischen Eltern und Kind stecken. Es zeigt, dass es manchmal nicht einfach ist, die eigenen Gefühle zurückzustellen, besonders wenn Mensch selbst überfordert ist. Trotzdem spürt Mensch die tiefe Liebe, die Christophers Eltern für ihn empfinden, auch wenn sie ihre eigenen Grenzen erreichen.
Insgesamt ist es ein bewegendes und lehrreiches Buch, das nicht nur vom Leben im Autismus-Spektrum erzählt, sondern auch von Familie, Vertrauen und dem Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Es regt zum Nachdenken an und bleibt einem noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis.
- David Lagercrantz
Verschwörung
(283)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Trilogie von Stieg Larsson um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist habe ich verschlungen. Lagercrantz ist nicht Larsson, aber das stand auch nicht zu erwarten. Dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum aus der Hand legen. Es ist vielleicht weniger düster, weniger bedrohlich, weniger emotional, aber es besticht durch eine hervorragende Stilistik und eine klasse zusammengefügte Story. Und es ist dem Autor aus meiner Sicht gelungen, die wichtigen Charaktereigenschaften der Protagonisten von Larsson zu übernehmen und gekonnt fortzuführen.
Für mich war es auf jeden Fall ein spannendes Wiedersehen mit Salander und Blomkvist, die eine Affäre aufdecken, die sich von der russischen Mafia bis zur NSA in den USA erstreckt und die grandiose Rückkehr Millenniums an die investigativ-journalistische Spitze einläutet.
Wer keinen Larsson erwartet, wird hier sicher nicht enttäuscht. Ich zumindest freue mich darauf, den nächsten Band zu lesen. - Kate Eberlen
Miss you
(216)Aktuelle Rezension von: MonikaisreadingEine total schöne Liebesgeschichte um zwei Menschen die sich im Laufe des Lebens immer wieder knapp verpassen. Ich habe mit beiden geweint, geflucht gelitten und mich gefreut. Ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern
- Elisabeth Beer
Die Bücherjägerin
(165)Aktuelle Rezension von: Katharina_KaatzDie Bücherjägerin ist ein Buch für alle, die Bücher nicht nur lesen, sondern lieben. Die Protagonistin ist eine Frau, die sich in der Welt der Bücher zu Hause fühlt und genau dort auch nach Antworten sucht nach sich selbst, nach Wahrheit und nach einem Sinn, der tiefer geht als der Alltag. Besonders fasziniert hat mich das geheimnisvolle Element der Geschichte. Es geht nicht nur um Bücher, sondern um ihre Geschichten, ihre Vergangenheit und das, was sie mit den Menschen machen. Das „Jagen“ nach Büchern wird dabei zu einer Reise voller Rätsel, leiser Spannung und emotionaler Tiefe. Der Schreibstil ist atmosphärisch und bildhaft. Orte, alte Buchläden und stille Momente werden so beschrieben, dass man sie vor sich sieht und fast den Geruch von Papier und Staub in der Nase hat. Es ist ein Buch, das man nicht verschlingt, sondern genießt. Ein Buch über die Macht von Worten, über Identität und darüber, dass manche Wege erst sichtbar werden, wenn man ihnen zwischen den Seiten eines Buches folgt.
- Gil Ribeiro
Lost in Fuseta
(227)Aktuelle Rezension von: BlueberryDessertIch liebe diese Reihe so sehr. Leander Lost ist eine spannende Hauptfigur, die nicht nur sehr bereichernd für die kriminalistische Arbeit ist, sondern auch die Möglichkeit bietet, eine andere Perspektive einzunehmen. Es macht Freude, zu sehen, wie Leander Lost sich in diesem Band weiterentwickelt - und seine Kolleg:innen mit ihm. Spannend war die Geschichte auch. Alles super.
- Ethan Cross
Spectrum
(295)Aktuelle Rezension von: blue-jenAugust Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank - das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur - und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr schwer, da die Geschichte aus mehreren Sichtweisen erzählt wird und es sehr lange braucht bis man weiß wie diese zusammenhängen. Zusätzlich sind es einige Protagonisten, bei denen man nie genau weiß wie wichtig sie sind und ob Sie wieder auftauchen, daher fand ich das Buch anfangs eher zäh als spannend.
Erst ab etwa der Hälfte fand ich das Buch dann gut, wobei schon hier absehbar war in welche Richtung es lief, aber das tat der Spannung keinen Abbruch. Die drei Hauptprotagonisten auf der Ermittlerseite gefielen mir auch sehr gut, Burke, Carter und Nic. alle drei sehr verschieden und doch haben sie ein sehr gutes team gebildet.
Die Gegenseite war für mich doch recht undurchsichtig, gerade was die Motive anging, aber auch hier waren es sehr unterschiedliche Charaktere die gut harmoniert haben.
Insgesamt war es ein gutes Buch, das anfangs etwas braucht, leider auch mit einem für mich offenen Ende.
Daher insgesamt nur 3,5 Sterne
- Andreas Winkelmann
Ihr werdet sie nicht finden
(157)Aktuelle Rezension von: Special_KNachdem ich nun endlich einmal dazu gekommen bin, Andreas Winkelmann zu lesen, möchte auch ich ihn positiv rezensieren. Dieser Thriller ist durchgehend spannend und unterhaltsam. Ein Fall, der einige Jahre in die Vergangenheit reicht und ein nicht vorauszusehendes Ende bietet; zudem einige sehr interessante Charaktere - voilà!
- Graeme Simsion
Der Rosie-Effekt
(462)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Ich verbrachte fast zwei Wochen mit der Lektüre von „Dewhursts Lehrbuch zu Geburtshilfe und Gynäkologie (Achte Ausgabe)“ sowie dem Studium von Internet-Videos und entschied, dass alle Theorie durch praktische Erfahrungen ergänzt werden müsse. Es war, wie ein Buch über Karate zu lesen – hilfreich bis zu einem bestimmten Punkt, aber unzureichend als Vorbereitung auf einen Kampf.«
Don Tillman, Professor für Genetik und allgemein ein wissenschaftliches Genie, hat es im Vorgänger-Band zu seiner eigenen Überraschung geschafft, eine Frau fürs Leben zu finden. Das Rosie-Projekt hatte den Asperger-Autisten vor enorme Herausforderungen gestellt, die in diesem Band allerdings noch gesteigert werden, denn Rosie ist schwanger.
Don will wie immer alles richtig machen und geht die Sache höchst engagiert und wissenschaftlich an. Was bei Rosie, die sich viele Sorgen macht, gar nicht immer gut ankommt. Kann Don überhaupt ein guter Vater sein? Nicht nur Sozialarbeiterin Lydia hat daran gewaltige Zweifel und Don, der neben dem Baby-Projekt noch versucht, die Ehen seiner besten Freunde zu retten, kommt an seine Grenzen…
Nachdem ich das Rosie-Projekt gelesen hatte, war mir klar, dass ich das Leben dieser wunderbaren Menschen weiterverfolgen wollte. Don hat mit seiner ganzen Art sofort mein Herz erobert und ich bewunderte den Mut und die Aufrichtigkeit, mit der er sich seinen Schwierigkeiten stellt. Beim Lesen konnte ich einige Male herzhaft lachen, an anderen Stellen litt ich richtig mit. Gegen Ende wurde es so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. Es gibt zum Glück noch einen dritten Band und der wird bald bei mir einziehen.
Fazit: Ein wundervolles Buch, so berührend und lustig zugleich. Ich bin jetzt großer Don Tillman Fan!
- Alina Bronsky
Pi mal Daumen
(373)Aktuelle Rezension von: PhilabibliaHandlung und Thematik
Hochbegabter trifft auf mittellose Spät-Studierende. Der Idee ist gut, an der Umsetzung happert es. Manche Situationen sind treffend geschildert, aber dann gehen andere eher ins fantastische hinein: es wird in der alten Schule nach den Hintergründen recherchiert, Übernachtungsgründe sind nicht schlüssig, Enkel kommen mit in die Uni. Die Handlungen sind nicht nachvollziehbar und auch nicht logisch konsequent.
Perspektive
Aus dem Blickwinkel des Hochbegabten Oscar geschildert. Sind die sozialen Beschreibungen und Verhältnisse deshalb so unzureichend? Wenn ja, hätte ein anderer Blickwinkel durch einen weiteren Erzähler der Geschichte gut getan.
Charaktere
Die Hauptfiguren sind und werden auch im Laufe der Handlung nicht sympathisch:
- Moni als junges Mädchen wird als dumm bezeichnet, kein Widerspruch von anderer Seite
- Moni als Erwachsene wird als dumm behandelt. Wird sie überhaupt anders gesehen? Die soziale Ader von Moni wird zwar mehrmals erwähnt, aber nicht honoriert.
Die Nebenfiguren werden nur unzureichend beschrieben, tauchen plötzlich auf und dann wieder weg. Beispiele:
- Monis Bruder: hochbegabt, aber sozial scheinbar eine schlimmere Niete als Oscar, der Hochbegabte.
- Nebenfigur David wird von Oscar überhöht gezeichnet; dann klären sich die Verbindungen zu Moni und letztendlich wird er zum Bösewicht, aber warum?
- Nebenfigur Professor: gute Beziehung zu Moni wird erzählt, aber gegen Ende ist da nichts mehr; Ende der Beziehung?
Schreibstil
- klischeebehaftet oder klischeeverspielt? Mit dem Klischee gespielt?
- am Anfang denkt man, soll gerade das Klischee überwunden werden, aber man tappt ständig wieder hinein
- Kurz vor dem Ende wird Charly Brown angedeutet und als Lieblingsfigur von Monis Bruder erwähnt; nur so kann das ungewöhnliche Ende erklärt werden: Moni ist ein weiblicher Charly Brown.
Persönliche Gesamtbewertung
- keine Spannung
- Logiklücken
- seltsames Ende
- Helen Hoang
Kissing Lessons
(392)Aktuelle Rezension von: Love_Books1Als Autistin tut Stella sich nicht nur schwer mit Körperkontakt, sondern lässt sich auch ungern überraschen oder weicht von ihren Routinen ab. Alles Dinge, die das Erleben körperlicher Liebe schwierig machen oder ihm sogar im Weg stehen. Aber Stella ist eine Macherin und getriggert durch den hartnäckig von ihrer Mutter geäußerten Wunsch nach Enkelkindern beschließt sie, das Sprichwort „Übung macht den Meister“ wörtlich zu nehmen. Sie engagiert den Escort Michael für Unterrichtsstunden, um all die Dinge zu erlernen, die einem zukünftigen Partner gefallen könnten. Dass die Körperlichkeit dabei auch bei ihr Gefallen auslösen sollte, kommt ihr gar nicht in den Sinn. Doch Michael nimmt ihren Auftrag zwar an, interpretiert seine Aufgabe aber anders, als sie sich das zunächst vorgestellt hatte… Ihr Arrangement bringt sie einander näher als gedacht und entwickelt sich nach und nach zu viel mehr als beide sich eingestehen wollen.
Von der ersten Seite an zog mich der einfühlsame Schreibstil der Autorin in die Geschichte hinein. Sie schafft es, die Figuren in der ganzen Vielfalt ihres jeweiligen Wesens greifbar zu machen und holte mich über 400 Seiten hinweg durchgehend emotional ab. Das Buch beginnt recht direkt, ohne viel Vorgeplänkel, und wird auch ziemlich schnell „spicy“ (soweit Stella das in den Anfangszügen ihres Unterrichts eben zulassen kann). Die Idee, sich einen Escort als Übungslehrer für’s Küssen, Sex und Co zu nehmen, erscheint einerseits lustig-skurril, andererseits werden Stella’s Gedankengänge dem Leser so zugänglich gemacht, dass die Sache einem gleichzeitig auch irgendwie vollkommen logisch vorkommt. Ich konnte mich bis zum Ende sehr gut in Stella und auch in Michael einfühlen und habe beide Charaktere sehr geliebt.
Besonders gut gefallen hat mir außerdem, wie die beiden miteinander umgehen: unheimlich respektvoll und wertschätzend, die Grenzen des jeweils anderen respektierend, aufmerksam für die Bedürfnisse des Gegenübers und letztlich einfach liebevoll. Und zwar nicht nur Michael, der aufgrund von Stella’s Autismus besondere Sorgfalt walten lässt, sondern beidseitig! Natürlich gibt es auch Missverständnisse, kleinere Streits, und Ähnliches. Aber niemand wird ausfallend, nichts geht unter die Gürtellinie, es gibt ein Macht-Missverhältnis und auch nichts Toxisches. Diese Tatsache hat die Geschichte für mich zu einem absoluten Wohlfühlbuch gemacht und ich finde, so und nicht anders sollte jedes Paar miteinander umgehen. Wünsche mir mehr Geschichten mit diesem Vibe!
Das Thema Autismus wird meiner Meinung nach (bin kein Experte!) wunderbar in die Geschichte eingeflochten und ist natürlich die Basis aller Handlung. Aber ich mochte, dass es nie als „Problem“ der Protagonistin in den Mittelpunkt gestellt wurde, sondern einfach den Rahmen des Ganzen festlegte. Positiv finde ich auch, dass Michael ebenfalls seinen ganz eigenen Background und seine Sorgen hat. Hierdurch entspinnt sich eine verwobene Beziehung, die beiderseits spannend zu verfolgen ist.
Zu guter Letzt: Aufhänger und Inhalt der Geschichte sind natürlich etwas ganz Besonderes! Etwas in diese Richtung habe ich noch nie gelesen und werde es vermutlich auch nicht mehr (außer Helen Hoang’s Folgebände… 😉) und das macht das Buch für mich originell und einzigartig. Es wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben und wenn das ein Buch schafft: Was will man mehr.
Insgesamt eine absolute Leseempfehlung für alle Green Flag-Liebhaber, die Lust auf einen mal ganz anderen Inhalt haben als man sonst so liest, aber weder auf viel Gefühl noch auf eine ordentliche Portion Spice verzichten wollen.
- Holly Goldberg Sloan
Glück ist eine Gleichung mit 7
(175)Aktuelle Rezension von: downey_jrDer Jugendroman "Glück ist eine Gleichung mit 7" von Holly Goldberg Sloan erzählt die Geschichte der zwölfjährigen Willow Chance die auf tragische Weise ihre Adoptiveltern verliert. Das hochbegabte Mädchen bekommt einen etwas speziellen Sozialarbeiter gestellt und findet neue Freunde. Ihr Leben ändert sich von Grund auf.
Ich liebte schon den Roman "Short" von Holly Goldberg Sloan und auch dieser Roman hat mich sehr begeistert. Ein ganz einzigartiger und wunderbarer Schreibstil, die Charaktere herrlich speziell und dabei doch sehr authentisch beschrieben.
Der Roman ist meiner Meinung nach für Kinder ab ca. 12 Jahren, aber auch für Erwachsene gut zu lesen. Eine richtige Perle unter den Jugendbüchern, herzerwärmend und voller Lichtblicke!
"Denn meiner Meinung nach ist es keine sonderlich gute Idee, Menschen festzulegen. Wir sind alle bunt gemixte genetische Eintöpfe. Jeder Mensch besteht aus jeder Menge Zutaten, die ihn zu etwas machen, was einzigartig ist."
"Ich werde bereit sein. Ich bin mir nicht ganz sicher, wofür. Aber vielleicht ist es ja genau das, was bereit bedeutet."
"Ich stelle fest, dass ich mir Sorgen um sie alle mache. Das ist besser, als mir Sorgen um mich selbst zu machen. Das ist eines der Geheimnis der letzten Monate. Wenn du dich um andere kümmerst, nimmst du das Scheinwerferlicht von deinem eigenen Leid."
"Wenn ich in den vergangenen Monaten eines gelernt habe, dann dass man zwar Begriffe erfinden kann, um Pflanzen und Tiere zu kategorisieren, dass ich aber einzelne Menschen nicht in Schubladen stecken lassen. So funktioniert das einfach nicht."
"Ich habe mein eigenes Ordnungssystem. Glück ist eine Gleichung mit 7. Ich glaube, dass es in jedem Lebensabschnitt 7 Menschen in deiner Welt gibt, die zählen. Das sind Leute, die du in dir trägst. Das sind Leute, die täglich dein Leben verändern."
- Alexander Rösler
Ein Kuss ist ein ferner Stern
(53)Aktuelle Rezension von: LeoLoewchenHier könnt ihr euch meine Video-Rezi zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" anschauen :) Viel Spaß!
https://www.youtube.com/watch?v=DOOLBcKwBTQ
- Melina Gerosa Bellows
Wunschgeflüster
(94)Aktuelle Rezension von: Mandarine_110Ich hätte mir defintiv mehr erhofft!
Anfangs fand ich das Buch tatsächlich noch in Ordnung, allerdings wurde die Geschichte ziemliche oberflächlich und auch langweilig. Nicht tiefgründig und berührend, so wie ich mir das ganze eigentlich vorgestellt hatte.
- Frances Maynard
Miss Ellie meistert das Leben
(22)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinElvira Carr ist 27 Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter Agnes, ihr Vater ist bereits verstorben. Als Agnes einen Schlaganfall erleidet und letztlich ins Pflegeheim muss, ist Ellie zum ersten Mal in ihrem Leben auf sich allein gestellt, was in ihrem Alter nicht weiter ungewöhnlich ist, aber Ellie ist Autistin. Ihr fällt es schwer, Emotionen zu zeigen und einzuordnen, zu kommunizieren und die "normalen" Menschen zu verstehen. Sie hat keinen Sinn für Ironie oder Redewendungen und nimmt jedes Wort für bare Münze. Ellie hat nach der Schule keinen Beruf erlernt und war seitdem rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer körperlich gebrechlichen Mutter beschäftigt. Diese hat Ellie nicht viel zugetraut und ihre Entfaltungsmöglichkeiten - auch aus Schutz vor Anfeindungen - stark eingeschränkt. Ellie kennt das wirkliche Leben nicht, denn weiter bis zum Supermarkt ist sie kaum gekommen.
Aus Angst, selbst in ein Heim zu müssen, strengt sich Ellie an, ein eigenständiges, selbstständiges Leben zu führen und stellt für sich sieben Regeln auf, die ihr den Umgang mit anderen Menschen erleichtern sollen, um nicht unangenehm aufzufallen. Hilfe erhält sie von ihrer Nachbarin Sylvia, die die Carrs schon lange kennt und Ellie mit Rat und Tat zur Seite steht. Ellie wagt es sodann aus sich herauszugehen und nimmt sogar ein Ehrenamt in einem Tierpark an.
Auch wenn sie immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, andere vor den Kopf stößt und selbst vom Verhalten der "normalen" Menschen irritiert ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie stellt sich selbst zudem Fragen, auf die sie noch keine Antworten bekommen hat, denn das Verhältnis ihrer Eltern konnte sie nicht begreifen und auch welches Geheimnis ihr Vater verbarg, ist ihr bisher schleierhaft.
"Wie Ellie Carr zu Leben lernt" ist der passende Titel, denn er fasst den Inhalt des Romans treffend zusammen. Ellie ist Autistin, deshalb aber nicht weniger intelligent als andere Menschen. Sie hat Probleme mit dem Sozialverhalten und dem Umgang mit anderen Menschen. Diese Schwierigkeiten werden durch diverse Beispiele aus ihrem Alltag anschaulich geschildert. Auch wenn man sich nicht wirklich in Ellies Denkweise hineinversetzen kann, ist es von außen betrachtet nachvollziehbar, weshalb die soziale Interaktion mit anderen gestört ist und sich Ellie in Gesellschaft unbeholfen und unsicher fühlt. Selbst wenn sie sich anstrengt, genau das Richtige zu tun, macht sie Fehler, mit denen sie nicht gerechnet hat.
Ihre Mutter wird als unsympathisch und herrisch dargestellt, die ihre Tochter unterdrückt und von der Außenwelt abgeschottet hat. Durch Ellies Erlebnisse und Erinnerungen muss jedoch auch in Betracht gezogen werden, dass sie Ellie vor Fettnäpfchen bewahren und vor Verletzungen schützen wollte. Dennoch wirkt sie verbittert und als würde sie Ellie für ihr Schicksal verantwortlich machen.
Die Geschichte ist etwas spröde, zu nüchtern und wenig lebendig. Das Leben eines autistischen Menschen wird dabei plakativ dargestellt. Ähnlich wie in einem Ratgeber werden typische Probleme von Autisten aneinandergereiht, um diese Entwicklungsstörung anderen Menschen näher zu bringen und Verständnis dafür aufzubringen. Die Gedanken von Ellie wiederholen sich, auch werden immer wieder in den Dialogen aufgesetzt Redewendungen verwendet, die künstlich für Probleme sorgen. Auf die Dauer ist Ellie enervierend begriffsstutzig und gutgläubig und der Roman entwickelt sich nach dem Einschnitt zu Beginn nicht wirklich weiter. Ellie macht, nachdem sie sich mit dem Alleinleben arrangiert hat, keine entscheidende persönliche Entwicklung mehr durch. Die Aufdeckung des Geheimnisses des Vaters hätte der Geschichte einen neuen Impuls verleihen können, sein Handeln wirkte jedoch unglaubwürdig und arg konstruiert. Die Aufklärung dieser Räuberpistole wird durch die Unbeholfenheit Ellies zäh in die Länge gezogen.
Ich habe schon mehrere Bücher über Autisten gelesen, aber bei diesem fehlte mir der Charme. Ein wenig Spannung kam durch Ellies Überlegungen hinsichtlich des Geheimnisses ihres Vaters auf, dennoch fehlte es dem Roman an fesselnden Momenten, Dramatik und Witz.























