Bücher mit dem Tag "autobiografie"
290 Bücher
- Anne Frank
Gesamtausgabe
(2.726)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Colleen Hoover
Verity
(2.296)Aktuelle Rezension von: Max05awas für ein Buch, es hat mich zerstört. Es war verstörend, aber trotzdem sehr emotional. Das Buch hat eine gute Seitenanzahl und ich hab’s in zwei Tagen komplett durchgelesen. Wahrscheinlich, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Das Buch war auch nur aus einer Perspektive geschrieben, was ich sonst eigentlich noch nie gelesen hatte. am Ende war’s dann noch mal ganz anders.am Ende der Brief von Verity, fand ich sehr lang. Ich glaub, kein Mensch schreibt so einen langen Brief. Das müssten glaube ich ganz schön viele Seiten gewesen wären.
Das Cover ist so schön mit diesen Wolken, die in Farben
in dem Buch geh zum Lowen Sie ist Autoren, und sie bekommt ein Angebot, ihre Reihe von verity weiter zu schreiben. Da sie einen schweren Unfall hatte. Dafür fährt sie in das Haus, und dort verliebt sie sich in Veritys Mann und sie macht eine zerstörende Entdeckung.
Fazit: das Buch ist spannend und trotzdem emotional und ich kann es wirklich empfehlen, aber vielleicht wäre eine Trigger Warnung angemessen gewesen.
- Michelle Obama
BECOMING
(382)Aktuelle Rezension von: annalog… für die USA und für die Welt.
Becoming gibt ganz aufrichtige Einblicke in die Geschichte der zielstrebigen ehemaligen First Lady Michelle Obama. Sie gibt Einblicke in den Weg, wie sie sich als junge Anwältin entwickelt, ihre eigenen Werte und Missionen entdeckt. Wie so den jungen Barack kennen und später auch lieben lernt. Mit welchen Auswirkungen ein politisches Amt und mehrere Wahlkampagnen eine junge Familie umzugehen hat.
Die Welt braucht mehr dieser idealistischen Realisten, die über ihren eigenen Nutzen hinweg a das Wohl vieler Menschen denken und Schotte unternehmen, um dieses zu verbessern. Unglaublich sympathisch geschrieben, lässt mich dieses Buch in der aktuellen Zeit leider melancholisch zurück.
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(4.119)Aktuelle Rezension von: angeltearzDas Buch lag schon sehr lange auf meiner WuLi. Nicht nur, weil ich Hape Kerkeling als Mensch wirklich gerne mag, sondern wegen seiner Geschichte auf dem Jakobsweg.
Ja, er ist 2001 gewandert / gepilgert (heutzutage ein Unterscheid!), aber trotzdem. Endlich hatte ich die Chance das Buch zu lesen und ich habe es gefeiert. Ich liebe das Wandern und dieser Jakobsweg ist schon lange auf meiner Wander-WuLi. Alleine nach Santiago reingehen...
Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen, genauso habe ich es erwartet. Er erzählt locker und flockig. Immer mit seinem typischen Witz.
Zwei kleine "Kritikpunkte" habe ich. Und zwar dass er gerne mal ordentlich ausholt in Anekdoten und Erinnerungen. Was eigentlich gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Und dann das stellenweise heftige Lästern über Mitwanderer. Das macht man einfach nicht. Auch nicht, wenn es witzig gemeint ist. - Stephen King
Das Leben und das Schreiben
(409)Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich✍🏻
𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘴𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘦𝘥𝘦𝘭𝘵𝘦𝘴 𝘋𝘦𝘯𝘬𝘦𝘯.⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ˢᴱᴸᴮˢᵀᴷᴬᵁᶠ⁾
💭
Mit 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 habe ich nun mein 44. Buch von Stephen King gelesen und dieses Mal keinen Roman, sondern einen Schreibratgeber. Gleichzeitig ist es bereits mein dritter Schreibratgeber insgesamt, was den Vergleich umso spannender gemacht hat.Was dieses Buch für mich besonders macht, ist der sehr persönliche Zugang. King erzählt offen von seinem Leben, seinen Anfängen als Schriftsteller, Rückschlägen, Erfolgen und auch von dunkleren Phasen. Diese autobiografischen Passagen lesen sich fast wie ein Roman und geben einen ehrlichen, oft schonungslosen Einblick in seinen Werdegang. Gerade dieser Teil hat mich besonders gefesselt.
Aber auch Kings Tipps zum Schreiben sind spannend und praxisnah. Sie wirken nie belehrend, sondern motivierend und realistisch. Statt großer Theorien geht es um Handwerk, Disziplin, Sprache und den eigenen Umgang mit dem Schreiben. Das ganze immer wieder durchzogen von Kings trockenem Humor und seiner klaren Haltung zum Erzählen.
Die Mischung aus autobiografischen Anekdoten und konkreten Schreibtipps ist hervorragend gelungen und macht das Buch sowohl für Autoren als auch für Leser interessant, die einfach mehr über Stephen King als Mensch erfahren möchten. Für King-Fans ist dieses Buch meiner Meinung nach ohnehin ein Muss.
Ein Buch, das motiviert, ohne Druck aufzubauen.
Für mich war 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 eine sehr willkommene Abwechslung.⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅
(9/10) - Joachim Meyerhoff
Alle Toten fliegen hoch
(358)Aktuelle Rezension von: CorinaPfInhalt:
Der namenlose Protagonist möchte ein Auslandsjahr in Amerika verbingen um an einer Highschool Basekball spielen zu können. Er muss ein Aufnahmeverfahren machen und schafft es sogar. Seine Familie unterstützt ihn dabei und bald fliegt er nach Amerika. Dort lebt er bei einer Gastfamilie die ihm liebevoll aufnehmen und bis auf seinen Gastrburder auch alle mögen. Er geht auf die Highschool, lernt Mädchen kennen und kommt auch in skurile Situationen. Was das für Situationen sind müsst ihr selber lesen.
Schreibstil:
Ich habe das Buch versucht zu lesen, doch dies war leider nichts für mich. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, aber auch hier ich kam sehr schwer in die Geschichte. Viele meinen es ist lustig geschrieben, aber meinen Humor hat ds Buch nicht getroffen. Für mich hat es auch sehr lange dauert bis er endlich in Amerika war. Es wurde viel von der Familiegeschichte geschrieben und wie das Verhältnis zu jeden ist, eigentlich mag ich das sehr, aber es hat mich hier nicht wirklich abgeholt. Die Story die in Amerika spielt fand ich dann doch intressant auch wenn ich einige Situationen nicht ganz nachvollziehen kann z.B. darf man als Jugendlicher einfach so in ein Gefängnis in den Todestrakt spazieren. Ich fand auch das Ende war etwas skuriel und hat auch wieder nicht getroffen.
Protaognist:
Ich wurde nicht warm mit den Protagonist, er blieb mir fern. Seinen Taten waren mir manchmal nicht klar und er wirkte auch zu seinen Mitmenschen eher kühl und zurückhaltend.
Fazit:
Ich mochte den 2 Teil der Reihe deshalb wollte ich den ersten Teil auch lesen, aber leider war das Buch für mich nichts. Ich bin wahrscheinlich auch nicht die Altersgruppe für das Buch. Es wird bei mir ausziehen und es wird sicher einen anderen Leser finden der es mehr zu schätzen weiß.
- Barack Obama
Ein verheißenes Land
(64)Aktuelle Rezension von: Sandmann„Ein verheißenes Land“ von Barack Obama ist eine tiefgründige Autobiografie, die seine ersten Amtsjahre als US-Präsident beleuchtet. Mit Offenheit teilt Obama seine Erfolge und Herausforderungen, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Weißen Hauses und bietet politische Analysen. Besonders inspirierend sind seine Visionen von Hoffnung und Veränderung, die Leser*innen dazu ermutigen, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.
Das Buch ist sowohl persönlich als auch lehrreich und zeigt, wie wichtig es ist, trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festzuhalten. Obamas authentische Erzählweise macht es zu einem bedeutenden Werk, das nicht nur politische Interessierte, sondern auch diejenigen anspricht, die nach tiefer gehenden Einblicken in die moderne Geschichte der USA suchen. Es ist ein inspirierendes Zeugnis eines außergewöhnlichen Staatsmannes.
- Saša Stanišić
HERKUNFT
(294)Aktuelle Rezension von: ManonaBei Herkunft von Saša Stanišić, dem Autor mit Schmuck im Namen, hatte ich zunächst etwas anderes erwartet. Enttäuscht wurde ich aber nicht.
Das Buch besteht aus mal kürzeren, mal längeren Kapiteln, in denen der Autor Geschichten aus seiner Familie in Jugoslawien erzählt. Gleichzeitig geht es auch um seine Jugend in Heidelberg, wo er nach seinen Flut vor dem Krieg lebt, und seinen weiteren Weg bis hin zum Studium. Dadurch entsteht kein ganz klassischer, geradliniger Roman, sondern eher ein vielschichtiges Erzählen über Familie, Herkunft, Erinnerung und Zugehörigkeit.
Für mich ist die eigentliche Hauptperson des Buches seine Oma. Sie bleibt trotz des Krieges in Jugoslawien dort und bildet für mich eine Art Mittelpunkt der Erzählung. Ihre Geschichte und ihre Präsenz haben mich besonders berührt.
Zur Mitte hin wurde mir das Buch stellenweise ein bisschen zu langatmig. Trotzdem vergebe ich fünf Sterne, weil die Geschichten insgesamt sehr eindrücklich sind, teilweise wirklich lustig erzählt werden und viele sympathische Menschen beschrieben werden. Gerade diese Mischung aus Humor, Erinnerung und Familiengeschichte hat mir sehr gut gefallen.
- Christiane F.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
(2.338)Aktuelle Rezension von: LesebesessenChristiane zieht mit ihren Eltern nach Berlin und sucht dort Kontakt in einer Clique. Sie ist in ihrem Leben nicht wirklich zufrieden und ist daher froh Anschluss an eine Gruppe zu finden. Dort macht sie allerdings auch erstmals Kontakt zu Haschisch. Doch in der Clique wird nicht nur Haschisch genutzt. Da Christiane auf der Suche nach etwas ist, nutzt sie die Gelegenheit hier neue Erfahrungen zu sammeln. Doch bald ist es nicht mehr nur Haschisch …
Meinung:
Ein Jugendbuch.
Das Buch erschüttert in mehrfacher Hinsicht. Jeder Jugendliche, bei dem es Stress in der Familie gibt, oder der Probleme in der Schule oder seiner Entwicklung hat, der sucht gerne mal einen „Ausweg“. Also Entspannung bei etwas, das berechenbar Entspannung bietet. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, doch Christiane wählt zielsicher den besten Weg, um ihr Leben nachhaltig zu zerstören und sie weiß es.
Das ausgerechnet eine junge Frau so hohe Erwartungen an ihre Umwelt stellt und gleichzeitig alle selbstgewählten Abstiege in ihrem Leben so widerspruchslos hinnimmt ist schockierend.
Warum Christiane trotz ihrer Angst gegen harte Drogen dann tatsächlich H (also Heroin) „ausprobiert“ hat sich mir nicht erschlossen. Jeder hat solche Angebote mal erhalten, doch es ist auch allen vorher klar, was das für Gefahren birgt und welchen Preis es kostet. Trotzdem „stolpert“ Christiane da durch ihre Neugier getrieben hinein.
Die Geschichte hat bei mir nicht wirklich gezündet. In der ersten Hälfte der Geschichte war bereits am Anfang klar, dass sie den direkten Abstieg wählt. Das Ergebnis war absehbar. In der zweiten Hälfte werden dann halbherzige Versuche unternommen den Ausstieg zu finden.
Was in der Geschichte gut geschildert wurde, ist die Ratlosigkeit der Eltern, Geschwister und Freunde und was das mit diesen Menschen macht. Dass Christiane dafür den Rest ihres Lebens einen Preis bezahlen muss, war immer klar. Zu guter Letzt sogar ihr selbst. Eigentlich sollte nach so einer Lektüre jeder Jugendliche hinreichend gewarnt sein.
Fazit:
Wer nach diesem Buch noch mit Drogen „rumspielt“, dem ist nicht zu helfen. Die Schilderung der lächerlichen Entzüge, gefühlt zehn halbherzige, hätte es in der Geschichte nicht wirklich gebraucht: drei Sterne.
- Marcel Reich-Ranicki
Mein Leben
(251)Aktuelle Rezension von: ugadenneEigentlich steht es mir sicher nicht an, einen derart großartigen Kritiker zu rezensieren. Ich probiere es trotzdem.
Dieses autobiographische Werk schildert das ganze Leben von Marcel Reich-Ranicki. Der Autor schreibt in einem nüchternen, sachlichen Ton, trotzdem kann man die Gemütsbewegungen während des Lesens spüren
Es beginnt bei der Kindheit und Jugend in Berlin, wo er sich schon der Literatur verschrieben hat. Dann folgt die Deportation nach Polen und anschließend das Leben im Warschauer Getto. Dieser Teil hat mich total erschüttert. Es ist erstaunlich was Menschen anderen Menschen antun können. Und es ist noch erstaunlicher, dass Menschen das alles überlebt haben. Und trotz allem, ist die Liebe zu Literatur und Musik erhalten geblieben. Oder haben diese beiden ihm geholfen, das alles zu überstehen? Es muss grausam sein, alle seine Verwandten und Freunde zu verlieren. Trotzdem schafft er es, diesen Teil ziemlich nüchtern zu beschreiben. Trotzdem steht so vieles zwischen den Zeilen.
Es folgt die Blitzheirat mit Tosia, damit sie bei ihm im Getto bleiben darf. Später die Flucht und das Leben im Untergrund. Dieses Buch sollte eine Warnung für alle sein, die nach rechts driften!
Die Beschreibung seiner kurzen diplomatischen Karriere und die diversen Begegnungen und Freundschaften mit zeitgenössischen Autoren runden das Bild ab. Die Enttäuschung über viele seiner zeitweisen Freunde und Wegbegleiter kann er nicht verbergen. Ebenso haben die Ressentiments gegen Juden ihn sein Leben lang begleitet. Glücklich war er, dass sich sein Jugendtraum, Kritiker zu werden, erfüllt hat.
Marcel Reich-Ranicki war sicher nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse, woraus er auch gar keinen Hehl macht. Aber dieses Buch hat mich sehr ergriffen und fasziniert. Teil vier und fünf waren meines Erachtens teilweise zu langatmig, ja fast langweilig und ich hatte Mühe bis zum Ende durchzuhalten.
Trotzdem eine unbedingte Leseempfehlung von mir.
- Jeannette Walls
Schloss aus Glas
(443)Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt📌 "Das Leben ist ein Drama voller Tragik und Komik." - S. 176
Die Geschichte, vernachlässigter Kinder und vom Leben überforderter Eltern, schildert das Leben der Autorin selbst.
Jeannette Walls schafft es so anschaulich und mit Witz und Wärme von den bedauernswerten Umständen in ihrer Kindheit zu erzählen, dass man fast glaubt man sei dabei gewesen und das ganze Überleben sei ein großes Abenteuer- auch wenn die Tragik der Handlung nicht verkennbar ist.
Großartig.
- Waris Dirie
Wüstenblume
(1.588)Aktuelle Rezension von: Chrissy87In "Wüstenblume" erzählt das somalische Model Waris ihre Geschichte. Von einer Kindheit in Somalia als Nomadin, die in der Natur Afrikas groß wird bis zur Ausreise nach London und ihren ersten Schritten als Model.
Mich hat die Geschichte sehr bewegt, besonders das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung war sehr hart zu lesen.
Die Geschichte hat mich allerdings ab dem Punkt wo es für Waris nach London ging etwas verloren, was vielleicht auch daran lag, dass ich sie stellenweise sehr unsympathisch fand.
- Hape Kerkeling
Der Junge muss an die frische Luft
(391)Aktuelle Rezension von: SeverusNyssenDer Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.
Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.
Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.
„Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.
- Taylor Jenkins Reid
The Seven Husbands of Evelyn Hugo: Deluxe Edition Hardback: The Sunday Times Bestseller
(249)Aktuelle Rezension von: MelinarThe Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid hat mich wirklich begeistert.
Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und wirkt dabei gleichzeitig sehr durchdacht und intelligent. Man fliegt nur so durch die Seiten und möchte immer mehr über Evelyns Leben erfahren.
Evelyn selbst ist eine wahnsinnig interessante Hauptfigur. Sie ist klug, ehrgeizig und unglaublich vielschichtig. Im Laufe ihres Lebens erlebt sie unheimlich viel und man begleitet sie dabei, wie sie sich verändert, welche Entscheidungen sie trifft und warum sie zu der Frau geworden ist, die sie heute ist. Besonders spannend fand ich, wie strategisch und kalkuliert sie in vielen Situationen handelt, um ihre Karriere voranzubringen oder ihr Privatleben zu schützen. Genau diese Mischung aus Stärke, Ehrgeiz und Verletzlichkeit macht sie für mich zu einer unvergesslichen Figur.
Besonders interessant fand ich auch, wie viele Parallelen man zu berühmten Frauen aus der Realität ziehen kann. Beim Lesen musste ich zum Beispiel immer wieder an Elizabeth Taylor denken, aber teilweise auch an Taylor Swift. Natürlich ist Evelyn ihre ganz eigene Figur, aber diese Anlehnungen beziehungsweise Assoziationen machen ihre Geschichte für mich noch spannender.
Auch der Aufbau des Buches hat mir richtig gut gefallen. Einerseits begleitet man Evelyn in der Vergangenheit und erlebt ihre Lebensgeschichte aus ihrer Perspektive. Zwischendurch werden immer wieder Zeitungsartikel und Schlagzeilen eingebaut, die zeigen, wie groß die öffentliche Aufmerksamkeit rund um ihr Leben war und wie gut viele ihrer Pläne tatsächlich funktioniert haben.
Auf der anderen Seite gibt es die Gegenwart mit Monique, die Evelyns Geschichte aufschreiben soll. Diese zweite Erzählebene fand ich ebenfalls unglaublich interessant. Nicht nur, weil sie die Handlung in der Gegenwart vorantreibt, sondern auch, weil man merkt, wie Evelyn ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Selbstbewusstsein Stück für Stück an Monique weitergibt. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen.
Insgesamt ist das Buch emotional, klug aufgebaut und voller interessanter Figuren. Vor allem Evelyn Hugo wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben – eine der faszinierendsten Protagonistinnen, die ich bisher gelesen habe.
- Mark Manson
The Subtle Art of Not Giving a F*ck: A Counterintuitive Approach to Living a Good Life
(65)Aktuelle Rezension von: Grim-PeterMark Manson schreibt schön. Ehrlich, authentisch, verständlich. Und zack, ist man auf Seite 150 und hat noch nicht wirklich was gelernt. Was für einen Roman super ist, für eine Kolumnensammlung okay, aber für einen Ratgeber irgendwie zu wenig. Am Ende des Buches ist zwar klar geworden: Zu hohe Ansprüche ans Leben und ein Abweichen von den eigenen Werten machen unglücklich. Auch der Vorgang des Lesens selbst ist bei diesem Buch beruhigend. Aber hängen bleibt leider nicht viel mehr. Am Ende hätte alles, was man mitnimmt, auch auf 40 Seiten gepasst - aber dann hätte man natürlich die ganzen unterhaltsamen Anekdoten verpasst. Und das wäre ja auch irgendwie schade gewesen.
- Tom Felton
Jenseits der Magie
(173)Aktuelle Rezension von: Simba99Ich fand es sooo interessant Tom Feltens Biografie zu lesen! Wie er zu der Schauspielerei kam, wie er die Drehs und Vorsprechen als Kind empfunden hat, einige tolle und auch lustige Anekdoten aus seinen Filmdrehs und auch aus Harry Potter und abschließend auch die teilweise schwere Zeit danach.
Freu mich schon richtig drauf die Filme noch einmal zu gucken, da werde ich einige Szenen auf jeden Fall mit anderen Augen sehen! - Daniela Dröscher
Lügen über meine Mutter
(280)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedDaniela Dröscher ist hier ein super biografischer Roman gelungen.
In „Lügen über meine Mutter“ erzählt die junge Ela vom Aufwachsen im kleinen Ort Obach. Ihre Mutter ist schlesischer Herkunft und hat allein deswegen schon eine besondere Rolle in dem kleinen rheinland-pfälzischen Dorf um die 1980er Jahre. Noch dazu wird sie allerdings regelmäßig von ihrem Ehemann schikaniert, der sie für zu dick hält und für jedes persönliche und berufliche Scheitern verantwortlich macht. Sie wird zu allen möglichen Diäten gezwungen und doch passiert genau das Gegenteil. Die anfangs etwas kurvigere Frau wird immer dicker und erzeugt dadurch nicht nur das Missbehagen ihres Ehemannes, sondern nach und nach auch von ihrer eigenen Tochter.
Daniela Dröscher hat diese Geschichte sehr gut erzählt und oftmals musste ich mich mit meiner eigenen Biografie auseinandersetzen. All zu oft wird der Körper einer Frau thematisiert und das kann definitiv weitreichende Folgen haben, wie es Daniela Dröscher in ihrem Buch so unglaublich gut darstellt. Ich war oftmals von den Begebenheiten und der Hilflosigkeit der Mutter tief ergriffen. Sie ist eine bemerkenswerte Frau, die sich um alles kümmert, nur nicht aus ihrer eigenen Hölle aussteigen kann. Das hat mich manchmal auch wirklich fertig gemacht, denn obwohl die Möglichkeiten ab einem gewissen Punkt da waren, hat sie diese nicht ergreifen können. Ich fühlte mich beim Lesen dadurch wie gelähmt, weil man einfach nur noch den Lauf der Geschichte ändern möchte. Ein starkes und aufwühlendes Buch.
Ich kann „Lügen über meine Mutter“ definitiv allen empfehlen, die mit diesem Thema auch in irgendeiner Form konfrontiert wurden oder werden.
- Virginia Roberts Giuffre
Nobody's Girl
(29)Aktuelle Rezension von: marie_dIn Nobody's Girl erzählt Virginia Giuffre ihre eigene Geschichte. Sie berichtet von der Ausbeutung und dem sexuellen Missbrauch, den sie als Kind und junge Frau erlebte, und von ihrem späteren Entschluss, ihre Stimme zu erheben und gegen die Menschen auszusagen, die ihr und vielen anderen Gewalt angetan haben. Es ist ein erschütternder Bericht über Machtmissbrauch, Trauma und den Kampf um Gerechtigkeit.
Mir fällt es unglaublich schwer, dieses Buch zu rezensieren oder überhaupt eine klassische Meinung dazu zu formulieren. Es fühlt sich nicht wie ein Buch an, das ich bewerten möchte. Stattdessen hatte ich während des Lesens das Gefühl, einfach zuzuhören – einer Frau, die ihre Geschichte erzählt.
Was ich vor allem empfinde, ist großen Respekt. Ich bewundere den Mut, die eigene Stimme zu erheben und die eigenen Erfahrungen öffentlich zu machen, obwohl einem mächtige Menschen gegenüberstehen. Allein dafür verdient dieses Buch für mich fünf Sterne.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die Geschichte ist eindringlich und mitreißend erzählt. Ich wollte immer weiterlesen, nicht weil es klassische Spannung erzeugt, sondern weil ich Virginia Giuffres Geschichte folgen wollte. Während des Lesens habe ich mich weniger als Kritikerin verstanden, sondern vielmehr als Zuhörerin.
Deshalb fällt es mir schwer, dieses Buch nach literarischen Maßstäben zu bewerten. Für mich steht nicht im Vordergrund, ob jeder Satz perfekt ist oder jeder erzählerische Kniff funktioniert. Entscheidend ist, dass diese Geschichte erzählt wurde und dass Virginia Giuffre den Mut hatte, sie mit der Welt zu teilen.
- Deborah Feldman
Unorthodox
(292)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteDeborah Feldmans Geschichte hat mich auf eine Weise getroffen, die ich nicht erwartet hatte. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, in zwei Zeiten gleichzeitig zu stehen: hier das moderne New York, dort ein Leben, das sich wie ein Echo aus dem Mittelalter anfühlt. Die Strenge, die Regeln, die völlige Kontrolle über jede weibliche Entscheidung – das alles wirkt so beklemmend, dass man manchmal den Atem anhält.
Was mich besonders berührt hat, ist Feldmans innere Unruhe. Dieses stille Aufbegehren, das schon in ihrer Kindheit spürbar ist, obwohl sie kaum Worte dafür hat. Dass sie sich heimlich Bücher besorgt, dass sie sich nach etwas sehnt, das sie nicht einmal benennen kann – das macht sie unglaublich nahbar. Gleichzeitig gab es Momente, in denen sie mich irritiert hat. Ihre gelegentliche Überheblichkeit, dieses „Ich werde es besser machen als die anderen“, schafft eine kleine Distanz, die nicht nötig gewesen wäre. Und gerade der Teil, in dem sie die Gemeinde verlässt, bleibt erstaunlich knapp. Da hätte ich mir mehr Offenheit gewünscht, mehr Einblick in das, was sie durchstehen musste.
Auch die vielen jiddischen Begriffe haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Ein Glossar ist hilfreich, aber das ständige Blättern nimmt der Geschichte ein wenig von ihrer Wucht.
Trotzdem bleibt das Buch ein starkes, mutiges Zeugnis. Feldman schreibt klar, reflektiert und mit einer leisen, aber spürbaren Verletzlichkeit. Man spürt, wie viel Kraft es sie gekostet haben muss, sich aus diesem Leben zu lösen und sich selbst neu zu erfinden. Und man spürt auch, wie sehr sie damit anderen Frauen eine Stimme gibt, die sonst nie gehört würde.
Für mich ist es ein Buch, das nachhallt – erschütternd, lehrreich, manchmal schwer auszuhalten, aber wichtig. Ein Blick in eine Welt, die man kaum für möglich hält, und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie wertvoll Freiheit ist. Vier Sterne, weil es mich bewegt hat, auch wenn nicht alles rund war.
- Christiane V. Felscherinow
Christiane F. - Mein zweites Leben
(181)Aktuelle Rezension von: Babsi123Mein Fazit:
"Kinder vom Bahnhof Zoo" war ein sehr bewegendes, ergreifendes Epos, das ich als junge Frau gelesen habe. Bis heute habe ich die tragische Geschichte von Christiane nicht vergessen. Dieses Buch über ihr zweites Leben ist genauso tragisch, tiefgründig, zu Herzen gehend und eine Lebensgeschichte, die einem Tränen in die Augen treibt. Am Anfang war ich etwas hin- und hergerissen. Zum Beispiel die Situation, als sie mit ihrem Lebensgefährten die 6 Welpen in eine Plastiktüte zum Ersticken gesteckt und vergraben haben.... Da kam tatsächlich eine große Wut in mir auf. Mir steht es nicht zu, Richter sein zu dürfen, aber das hat mich beim Lesen etwas aus der Bahn geworfen. Unschuldige Geschöpfe … so grausam zu töten? Nein! Ich hatte echt überlegt, abzubrechen …
Es siegte die Neugier auf das" zweite Leben" von Christiane F. als Erwachsene. Vor allem ihr Überlebenskampf im Gefängnis, ihr Rückfall zu den harten Drogen oder der Verlust ihres Sohnes sind sehr emotional. Diese Geschichte ist genauso tragisch, zum Teil berührend, voller Leid, gebeutelt und dramatisch wie ihre Kindheit/ Jugendzeit. Eine Frau, die viel Leid in ihrem Leben ertragen musste, deren Leben ein Hindernislauf voller Erniedrigungen und Enttäuschungen war. Die sich ein wenig Glück hart erkämpfen musste … und am Ende doch noch ein paar Glücksmomente erhaschen konnte. Der Schreibstil ist flüssig, modern gehalten, sehr berührend, einfühlsam geschrieben und spannend. Ein wunderbares Buch über einen charismatischen Menschen mit viel Ausstrahlung, eine Autobiografie, die sehr beeindruckend ist und bestimmt im Gedächtnis bleibt.
- Samu Haber
Forever Yours
(45)Aktuelle Rezension von: Katinka9311Sunrise Avenue begleiten mein Leben, seit ich 2005 den ersten Auftritt im Fernsehen gesehen habe. Mit The Voice of Germany rückte Samu noch einmal deutlich in den Vordergrund und ich hatte das Gefühl den sympathischen und humorvollen Finnen relativ gut zu kennen. Sicher wusste ich, dass man einen Künstler selten wirklich kennt, ohne ihn wirklich kennenzulernen. Daher war ich sehr gespannt, als Samu seine Biographie angekündigt hat und musste sie unbedingt lesen.
In seinem Buch „Forever yours“ beginnt Samu seine Geschichte ganz vorne als er noch ein Kind ist und wie er dazu kommt Gitarre zu spielen. Auch die Anfänge und die Geschichte von Sunrise Avenue werden sehr detailliert dargestellt. Hierbei erfährt man, wie viel Arbeit Samu in seinen großen Traum gesteckt hat und wie viel eigentlich hinter den Kulissen abläuft.
Samu ist in seinem Buch sehr ehrlich und betrachtet auch die Schattenseiten seines Lebens. Er macht keinen Hehl aus Fehlern im Leben oder negativen Gedanken. Schonungslos offen erzählt er über seine Gefühle und die Dinge, die ihn in seinem Leben beschäftigt haben. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, da es sich um Samus Biographie handelt, dass alles einfach so unkommentiert stehen bleibt. Dies ist jedoch nicht der Fall und verschiedene Wegbegleiter kommen in Kommentaren zu verschiedenen Situationen zu Wort und stellen ihre Sicht der Dinge dar.
Das Buch ist es definitiv wert gelesen zu werden. Nicht nur von Fans von Sunrise Avenue und Samu, sondern auch für alle, die einfach nur nach einer Interessanten Biographie eines Musikers suchen.
- Kurt Krömer
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
(227)Aktuelle Rezension von: JanaichiIch habe das Buch verschlungen. Es war schön zu lesen, dass es anderen genau so geht wie einem selbst. Ich fand es gut, dass es immer nur kurze Kapitel waren. Da konnte man super zwischendurch immer mal wieder ein Kapitel lesen. Ich hatte das Buch überall dabei. Es hat mir die Augen geöffnet, dass es nicht schlimm ist, wenn man psychische Probleme hat.
Danke!!
- Matthew Perry
Friends, Lovers and the Big Terrible Thing
(108)Aktuelle Rezension von: MelB2508Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht unberechtigt!
Matthew Perry ist teilweise wirklich wie seine Figur Chandler, aber ohne dessen Entwicklung und Reifung und vor allem ohne ein Happy End.
Wissend, was mit seinem Leben geschah, nachdem er das Buch geschrieben hatte, ist es natürlich maximal heftig, Sätze zu lesen wie "Ich habe Angst zu sterben" "Ich möchte nicht sterben" oder "Ich suche noch die wahre Liebe und wünsche mir Kinder". All das ist nicht eingetreten, er ist alleine in seinem Whirlpool ertrunken, er ist nicht nüchtern gewesen und nicht drogenfrei.
In Matthew Perrys Autobiographie gibt es Stellen, die wirklich sehr Insider-mäßig anmuten. Wir lesen über Castingprozesse, erfahren von Beziehungen und Freundschaften mit anderen berühmten Schauspielern und lesen über seine nicht so glückliche Kindheit und den märchenhaften Reichtum, den er durch Friends erworben hat. Gleichzeitig aber lesen wir auch von den tiefsten Tiefpunkten, von Operationen, Narben, Drogen, von Weinkrämpfen und Einsamkeit, von Verzweiflung und immer wieder von versuchten Entzügen, die entweder fehlschlugen oder später dann doch von den unvermeidlichen Rückfällen. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Ich weiß, das Buch ist ehrlich und das honoriere ich auch. Aber es ist keine "schöne" Lektüre. Fernab von anderen Büchern von Menschen, die an einer Sucht litten und diese besiegt haben, wiederholen sich die Rückschläge wieder und wieder, was das Lesen wahnsinnig frustrierend und ein bisschen repetitiv macht. Auch die Selbstreflexion, die der Autor eindeutig hat, bringt ihm nichts und so war ich am Ende des Buches ausgelaugt und frustriert - und ehrlich gesagt, auch wütend. Ein Mensch, der so viel Geld verdient hat - obszön viel Geld! - damit, dass er in einer Fernsehserie mitgespielt hat, der immer nur tiefer sinkt und wieder und wieder die gleichen oder ähnliche Fehler macht, der macht mich am Ende des Buches einfach nur wütend. Er hatte alle Chancen und Möglichkeiten und er war nicht dumm, er wusste, was sein Verhalten bei ihm, seinem Körper, aber auch bei anderen Menschen, die ihm nahe stehen, auslösen würde - und trotzdem tat er es! Das ist etwas, was meinem eigenen Charakter so sehr entgegen steht, dass es mir einfach nicht möglich ist, entspannt damit zu sein. Und auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, darüber, wie Matthew Perry gestorben ist und auch darüber, dass seine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, kann ich nicht tief mit ihm mit empfinden.
Das Buch kann ich auch nur eingeschränkt empfehlen, da es meiner Meinung nach einfach teilweise zu heftig geraten ist.
- Martin Pistorius
Als ich unsichtbar war
(154)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin sehr bewegendes Buch mit einem Tatsachenbericht der ernst und wichtig ist.
Wie ein Junge krank wird und glauben das er nichts mehr mitbekommt aber es bekommt alles mit, kann sich aber nicht verständlich machen. Da vergehen so Jahre, in dem wir bekommen, wie er sich langsam wieder zurück kämpft ins Leben.
Ich fand das ganze sehr interessant und sehr Bewegend. Unglaublich...
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