Bücher mit dem Tag "autobiografisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "autobiografisch" gekennzeichnet haben.

213 Bücher

  1. Cover des Buches Meine wundervolle Buchhandlung (ISBN: 9783832197438)
    Petra Hartlieb

    Meine wundervolle Buchhandlung

     (294)
    Aktuelle Rezension von: Con_Ny2

    Ich habe tatsächlich noch nie ein Buch abgebrochen aber bei diesem schaffe ich es noch nicht mal bis zur Hälfte.

    Der Sohn, Radiologenehepaar, das Kind, der Deutsche...... so beschreibt man keine Freunde, Kinder und für mich sehr abwertend den Mann. Wenn ein Kunde sich über den "unfreundlichen Kollegen mit den reichsdeutschen Akzent" beschwert und die Autorin in diesem Falle seine Frau "das Lachen dann doch ein wenig im Hals stecken bleibt" finde ich das alles ander als zum Lachen. Einweisung? Dieser Herr hätte meinen Laden verlassen können. Eine andere Stelle: Er hat es ohnehin schon schwer so als Deutscher unter den ganzen Österreichern. ..... der Deutsche wird tatsächlich öfter mal erwähnt.

    Auch werden andere Berufe als schlechter hingestellt als die des Buchhändler. Eine Bäckereiverkäuferin scheint einige Stufen unter der einer Buchhändlerin zu stehen....die Stelle mit der Lehre und Gehalt als Vergleich zweier völlig unterschiedlich Berufszweige ist mehr als daneben.

    Es wird über Kunden hergezogen und schlecht gemacht ....  und immer wieder ein unpersönliches, abwertendes und arrogantes Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber.

    Das Cover ist ein einiger Stern wert. Es ist wirklich schön.

    Ich werde es nicht zu Ende lese.

  2. Cover des Buches Der alte Mann und das Meer (ISBN: 9783499267673)
    Ernest Hemingway

    Der alte Mann und das Meer

     (974)
    Aktuelle Rezension von: AndreaKiesling

    Puh, eines der wenigen Bücher für die ich, obwohl es ziemlich dünn war, mehrere Wochen Lesezeit brauchte. Es wurde mir als „muss“ empfohlen. Würde es jedoch nicht noch einmal lesen.

  3. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.244)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    Da ich das Buch leider nicht in Deutschunterricht gelesen und dennoch viel Gutes darüber gehört habe, wollte ich es unbedingt lesen.

    Dieses Buch sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre in allen Schulen sein. Die Message von Christianes Geschichte ist so stark und überwältigend. Ich habe das Buch gestern gelesen und es beschäftigt mich noch immer.

    Drogensucht generell ist schon an sich ein sehr hartes Thema, Drogensucht bei Kindern jedoch ist noch 100 Mal erschreckender... Aber genau dieses Abschrecken brauchen manche Kinder wirklich, um gar nicht erst auf die Idee zu kommen mit den Drogen anzufangen. 

    Ich bin (im Gegensatz zu bestimmt vielen anderen) prinzipiell gegen Drogen aller Art und denke auch, dass man anhand Christianes Beispiel sehen kann wie schnell man vom Kiffen zum Fixen kommen kann ... Und das ist leider oft die traurige Realität.

    Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen, gerade weil man es so schwer verarbeiten und verdauen kann! 

  4. Cover des Buches Wir von der anderen Seite (ISBN: 9783550200373)
    Anika Decker

    Wir von der anderen Seite

     (183)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Ein vielversprechender Beginn. Am Anfang flasht mich dieser Roman regelrecht. Denn Rahel, die Protagonistin und Ich-Erzählerin liegt im Krankenhaus, gerade aus dem Koma erwacht und weiß nicht, was los ist. 

    Wie weder Eltern noch Bruder, Verlobter noch Freunde am Krankenbett von Rahel mit der Sprache herauswollen, nämlich dass es Spitz auf Knopf steht und keineswegs verlässlich zugesagt werden kann, dass Rahel überleben wird, und wie Rahel völlig orientierungslos aufwacht, das geht unter die Haut. 

    Im folgenden wird Rahels Kampf zurück ins Leben beschrieben. Was war wirklich mit ihrer Beziehung los und warum liegt sie überhaupt hier, diese Romanteile waren nicht mehr ganz so hinreißend, immer noch eindrücklich und gut, aber sie hatten nichts mehr mit dem Titel zu tun. Rahel trifft sich nämlich keineswegs mit anderen Komapatienten, anderen Überlebenden, welches „wir“ ist also gemeint? Und über den Tod oder das Sterben denkt sie auch nicht nach. Erstaunlich eigentlich. 

    Anika Deckers ist im Mediengeschäft keine Unbekannte. Sie schrieb das Drehbuch zu dem Film "Keinohrhasen" (don‘t like) und andere Skripte, „Wir von der anderen Seite“ ist ihr erster Roman und dürfte sich perfekt für eine Verfilmung eignen. Mir fehlte nach dem fulminaten Start die Auseinandersetzung mit innerer Welt und Tod; sobald die Protagonistin „nur noch“ Beziehungarbeit leistet, verliert sie mich. 

    Fazit: Beinahe ein Highlight. Aber dann doch nicht. Immer noch guter Unterhaltungsroman.

    Kategorie: Gute Unterhaltung 4 Sterne. Belletristik: nur 3 Sterne.
    Ullstein, 2019

     

  5. Cover des Buches Hippie (ISBN: 9783257070491)
    Paulo Coelho

    Hippie

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Fabienne

    Das Buch hat auf jeden Fall seine Längen und Passagen an denen man ein paar Seiten vorspulen möchte, jedoch lohnt es sich diese Passagen durchzuhalten. 

    Man findet viele Informationen darüber wie Hippies damals gelebt haben, wie die Zeit generell war. Es wird sich viel mit Spiritualität auseinander gesetzt und es ist wahnsinnig spannend von Paulo Coelhos persönlichen Erfahrungen zu hören.

  6. Cover des Buches Panthertage (ISBN: 9783944296937)
    Sarah Elise Bischof

    Panthertage

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Gwenfly
    Normalerweise lese ich nie autobiographische Romane, Erfahrungsberichte oder Ähnliches. Für mich bieten Bücher die Möglichkeit dem Alltag und der Realität zu entfliehen, da möchte ich mich ehrlich gesagt nicht mit dem Leid der Welt beschäftigen - dem kann man heutzutage eh kaum mehr entgehen sobald man Radio, TV oder das Internet nutzt.
    ...ABER...
    „Panthertage“ von Sarah Elise Bischof  ist mir auf der Leipziger Buchmesse  in den Schoß gefallen und nachdem ich in letzter Zeit immer öfter von Bekannten höre, die einen epileptischen Anfall hatten oder an Epilepsie leiden, hatte ich das Bedürfnis das Buch zu lesen & es nicht wie alle anderen Erfahrungsberichte ungelesen ins Regal zu stellen. Und ich wurde positiv überrascht, die Geschichte ist ehrlich, authentisch und gibt dem Leser auf durchaus amüsante Weise einen Einblick in das Leben einer Epileptikerin. Eine starke Frau, die ihrer Krankheit mit Mut und einem gewissen Augenzwinkern begegnet!
  7. Cover des Buches Der große Trip - WILD (ISBN: 9783442158591)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip - WILD

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Runnibal

    Den PCT zu wandern, ist für viele Amerikaner so, wie in Europa der Jakobsweg.

    Ziemlich naiv und unvorbereitet bricht die Autorin Cheryl Strayed auf und lernt mehr und mehr auf den langen Weg ihre Vergangenheit zu bewältigen, zumindest glaubt sie das.

    Eigentlich sollte sie nicht weit kommen, denn das Gepäck ist überwältigend und sportlich ist sie auch nicht. Doch ihre Kraft kommt auf dem Weg "The Trail provides".

    Es ist schon sehr nervig, dass sie immer wieder von der Mutter erzählt wird. Es ist wie eine Schallplatte, die einen Sprung hat. Insgesamt machen die Mutterszenen schon halbe Buch aus. Immer mit anderen Worten, die gleiche Leier. Die Erfahrungen auf dem PCD hingegen fand ich unterhaltsam. Die Fernwanderin hat viel Zeit über sich nachzudenken. Selbst als sie fühlt, wie zäh sie sein kann, wirkt sie labil und unverändert.


    Mich hat die offene und unverschönten Einwürfe aus ihren Leben verwundert. 

    Interessant finde ich wie die Natur auf Menschen wirkt. Egal von welcher Herkunft, Bildung und Vergangenheit, die Natur wird von allen Wanderern als erlebenswert empfunden. Im Alltag hingegen wird der Natur, was sie braucht und was ihr schadet, wenig Beachtung geschenkt.


    Der PCD war quasi zu ihrem Wohnzimmer der Autorin geworden. Alles was sie zum Leben brauchte, passte in ihren Rucksack. Der PCD lehrt, dass mehr nicht nur überflüssig ist, sondern auch eine unnötige Belastung.

    Der Leser kann viel über minimalistische Lebensweise internalisieren, ohne auf dem PCD wandern zu müssen. Der Trail beginnt an jeder Haustür.




  8. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.278)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps
    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kenne auch den Film, finde das Buch aber definitiv besser. Die Botschaft hinter diesem Buch finde ich gut, denn manchmal bekommen wir nicht mal mit das wir manipuliert werden, erst wenn es meist zu spät ist. Der Schreibstil ist sehr schön, man fliegt nur so über die Seiten, das man sich wünschte, das Buch hätte noch ein paar Seiten. Ein Buch, das meiner Meinung nach in jedem Regal stehen sollte.
  9. Cover des Buches Vom Aufstehen (ISBN: 9783423282789)
    Helga Schubert

    Vom Aufstehen

     (73)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Helga Schubert beschreibt in 29 Erzählungen das Leben einer Frau, die sich im Alter mit dem Erlebten, mit den Menschen und mit der politischen Geschichte versöhnt hat. Sie entwirft darin die Lebensgeschichte einer Mutter, Tochter, Ehefrau, Schriftstellerin und auch einer gläubigen Christin und Bürgerin. Manchmal sind es nur Andeutungen dann wieder ganz konkrete Situationen, die herausgehoben werden. Als Leser spürt man sehr genau, was die Autorin einem mitteilen möchte, ohne dabei zu intim zu werden.

     

    Da gibt es zum Beispiel eine etwas längere Erzählung über Wahlverwandschaften, in dem ihr schwieriges und distanziertes Verhältnis zur Mutter und die familiäre Konstellation zwischen Mutter, Tochter, Enkeltocher thematisiert wird. Erst kurz vor dem Tod der Mutter kann die Erzählerin, trotz aller Widrigkeiten, die ihr entgegengebracht wurden, eine Dankbarkeit und Versöhnung spüren, die sie dankbar macht für das geschenkte Leben.

     

    Oder auch das kurze und sehr poetische Kapitel über das Schreiben, in dem sie reflektiert über das Hinsehen und Nachdenken über den Lebensfluss und dass ‘nichts einfach gut oder böse ist’. Diese Reflexion kommt auch sehr schön im Abschnitt der ‘Dämmerung eines Tages’ zum Ausdruck. Man kann die Dinge immer von verschiedenen Seiten her betrachten. Man muss sie aber zuerst überhaupt wahrnehmen durch Hinsehen und Staunen und sich dann überlegen, wie etwas auch noch sein könnte.

     

    Einige Texte sind ergänzt durch treffende Zitate oder Aphorismen, die die Erzählerin ein Leben lang begleiten. Sie halfen ihr auch die Lebensjahre in der DDR, die immer absurder wurde zu relativieren: ‘Nicht was wir erleben, sondern wie wir erleben, was wir erleben, macht unser Leben aus’ von Marie von Ebener-Eschenbach. Es gibt auch Anklänge von humorvollen Gedanken, die einem ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern.


    Die Erinnerungen an die DDR-Diktatur und die Sehnsüchte der Menschen nach einer Freiheit, die es wohl nie geben würde, dann aber doch noch wahr wurde: Gelungen dazu fand ich insbesondere die Textstelle zur Spargelzeit und wie sich die Menschen darüber freuten, als Spargeln, Erdbeeren und einfach ganz alltägliche Dinge plötzlich erhältlich waren. 

     

    Sowohl die politische wie auch die persönliche Freiheit sind weitere grosse Themen. Die christliche Verantwortung und insbesondere das ‘ein guter Mensch-sein-wollen’ ist nicht immer einfach umsetzbar in einem Unrechtsstaat. Ein ganz wunderbares Kapitel zum Thema Gläubigkeit findet man in ‘Meine Ostergeschichte’.

     

    Ich bin tief beeindruckt von der Weisheit und Güte dieser Frau und freue mich sehr, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist ein sehr tröstendes, leises und unaufdringliches Buch, in welchem die Tiefe und psychologische Ebene erst nach und nach in Erscheinung tritt und einem umso mehr berührt. Ich freue mich sehr, dass diese Autorin in hohem Alter den letztjährigen Ingeborg-Bachmannpreis gewonnen hat, nachdem sie viele Jahre zuvor, bereits einmal eingeladen wurde, aber nicht ausreisen durfte.

  10. Cover des Buches Kaffee und Zigaretten (ISBN: 9783630876108)
    Ferdinand von Schirach

    Kaffee und Zigaretten

     (127)
    Aktuelle Rezension von: sina_liest

    "Kaffee und Zigaretten" von Ferdinand von Schirach ist eine Mischung aus kleinen (autobiographischen) Erzählungen, Notizen, Gedanken und Beobachtungen. Ziemlich speziell, aber durchaus gelungen.

    Mit dem Großteil des Buches konnte ich auf jeden Fall etwas anfangen. Wie immer hat mir sein recht kühler, sachlicher Stil sehr zugesagt, was gerade in Verbindung mit den sehr persönlichen Geschichten eine interessante Mischung ergibt. Auch inhaltlich bekommt man so eine Mischung: Mal geht es um Fälle aus der Justiz, um Ethik und Moral, dann wieder um Zigaretten oder Autos. Letztere waren mir etwas zu belanglos, bei den schwerwiegenderen Themen hat Schirach mich aber wieder mal überzeugen können. Besonders seine Ausführungen über die Würde des Menschen haben mich sehr beeindruckt.

    Einen roten Faden konnte ich hier nicht entdecken, den habe ich aber weder erwartet, noch wirklich gebraucht.

    Wer Schirach kennt und mag, wird mit "Kaffee und Zigaretten" durchaus seine Freude haben. Für den Einstieg in seine Werke würde ich es nicht unbedingt empfehlen.

  11. Cover des Buches Frühstück mit Elefanten (ISBN: 9783548377346)
    Gesa Neitzel

    Frühstück mit Elefanten

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Lisasbuchliebe

    Als großer Fan des Reisens und der Abenteuer habe ich mir dieses Buch gekauft. Ich fand es immer schon spannend von Menschen zu hören, die ihr altes Leben komplett hinter sich lassen, um sich auf etwas neues zu fokussieren. 

    Gesa Neitzel hat einen tollen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Ihre detaillierte Beschreibung ihrer Rangerausbildung und den weiten von Afrikas Wildnis haben mein Herz höher schlagen lassen. Ich fand das Buch sehr inspirierend!


  12. Cover des Buches 180 Grad Meer (ISBN: 9783596035762)
    Sarah Kuttner

    180 Grad Meer

     (150)
    Aktuelle Rezension von: subbi

    Inhaltangabe des S. Fischer Verlags:

    "Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
    Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."

    Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.



  13. Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Erfindung des Lebens

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Nach dieser Lektüre habe ich mich gefragt, warum ich nicht schon viel früher mehr von Hanns-Josef Ortheil gelesen habe. Was für ein Leben!

    Einige Jahre stumm neben der Mutter gelebt, einen großartigen Vater gehabt, der alles versucht hat seine Familie zu schützen und zu unterstützen, ein geniales Klaviertalent und dann auch noch das Talent zu schreiben. Ortheil erzählt seine eigene Geschichte. Den schwierigen Anfangszeiten, dem Glück beim Piano-Spielen und die große Liebe Rom, die ihn nie wieder losgelassen hat.

    Offen und ehrlich erzählt der Autor von seinen Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen, lässt den Leser teilhaben an diesem unglaublichen Werdegang, der in der Schriftstellerei mündet. Sprachlich gekonnt, was bei der Kindheit nahezu an ein Wunder grenzt, und entwaffnend erfährt der Leser Schritt für Schritt, wie er zu dem Menschen wurde, der er heute ist. „Die Erfindung des Lebens“ ist nicht nur die Erfindung von Ortheils Leben, sondern auch der erste Band einer bisher dreireihigen autobiografischen Serie. „Die Moselreise“ und „Das Kind, das nicht fragte“ gehören ebenso in diese Trilogie. Nachdem mir Ortheils Kindheit und Jugend so gut gefallen hat und ich auch von der Sprache gefangengenommen wurde, freue ich mich auch die anderen beiden Bücher zu lesen.

    Ich musste auch an Karl Ove Knausgård und Joachim Meyerhoff denken, die ja ebenfalls in mehreren Büchern ihr Leben mit uns teilen. Ich mag diese Art von Büchern, sodass es sicher nicht das letzte bleibt. Vor ein paar Jahren habe ich vor Vorbereitung auf meinen Venedig-Urlaub das Buch „Venedig. Eine Verführung“ gelesen, was mir damals schon gut gefallen hat. Kein Wunder, stellt doch Italien und Rom im Besonderen einen wichtige Etappe in seinem Leben da.

    Ein faszinierendes Leben, das ich nur jedem empfehlen kann.

  14. Cover des Buches Born A Crime: Stories from a South African Childhood (ISBN: 9781473635296)
    Trevor Noah

    Born A Crime: Stories from a South African Childhood

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Loralai

    This is, hands down, one of the best books I've read in my entire life! Trevor Noah is, in my humble opinion, also one of the best comedians of our time as he has this unique way of telling a story. He can make you giggle with a sad story just because of how he phrases it and also without disrespecting the sadness or the horror of what actually happens.

    The same way he phrases on stage, he writes his book. It is very easy to understand and all the time I heard his voice in my head as if he was telling me the story of his life.

    'Born a crime' is an emotional rollercoaster. You giggle, you laugh, but you are also touched and shocked. But most of all: you are being informed! After reading this book, ignorance is even less an excuse than it was before. You learn a part of south african history in the most entertaining way there could possibly be. The sense of danger, the hardcore racism, the loyalty and love between mother and son - everything finds it's place in a very natural way. Trevor Noah also explains, how he perceived it growing up. It is not just 'this and that happened', he explains how he felt and why. This is very important to me as I feel, that we lack a lot of compassion because the western world cannot fathom how destructive Apartheid actually was. This book is a perfect inside view.

    I have often read and heard, that 'born a crime' is a love letter to Trevors Mother. After reading the book I couldn't agree more. Patricia Nombuyiselo Noah is the most astonishing, strong and independent woman I have encountered while reading a book (I have yet to meet someone like that in person). She is a role model for everyone and I was very impressed by her, by her strength and her willpower.

  15. Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)
    Natascha Kampusch

    3096 Tage

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    Es geht um die wahre Geschichte die Natascha Kampusch wiederfahren ist. Mit 10 jahren wird sie auf ihrem Schulweg entführt. Sie wird im Kellerverlies gefangen gehalten. Etwas über 8 Jahre später gelang Natascha dann endlich die Flucht.

    Erstmal möchte ich sagen, ich bewerte keinesfalls ihre Geschichte oder sie selber. Das steht weder mir noch anderen zu. Ich kann mich auch sehr gut an den Tag erinnern, wo das ganze in den Nachrichten kam. Ich glaube ich hab auch sogut wie alle Interviews und Dokus über sie gesehen. Das was dieser Frau passiert ist, ist einfach schrecklich und berührt mich jedes mal wenn ich davon höre.
    Was ich an diesem Buch aber trotzdem bemängle ist das es eigentlich viel zu kurz ist. Dadurch fehlt eigentlich ganz viel Inhalt. Im Buch geht man kauf auf das emotionale ein. Wenn man die Geschichte von ihr nicht mitbekommen hat, wird man vielleicht vieles nicht verstehen und vielleicht auch nicht genauso nachfühlen können.

    Das Natascha den Mut aufgebracht das dieses Buch (und später auch weitere Bücher) zu veröffentlichen find ich klasse. Das zeigt unglaublich viel stärke.

    Jeder der sich für Vermisstenfälle interessiert sollte das Buch lesen. Vielleicht sollten auch gerade die Personen die sie kritisieren das Buch lesen. Vielleicht würde das ihnen mal vor Augen führen was sie eigentlich alles erleben musste!

  16. Cover des Buches Stadtnomaden (ISBN: 9783710900594)
    Christina Horsten und Felix Zeltner

    Stadtnomaden

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist ein echter Augenoeffner ueber die Privilegien, aber auch die Beschränkungen, mit denen Leute aus sehr wohlhabenden Familien und Bestverdiener leben. Mir hat es eine neue Wertschätzung fuer mein Leben in dieser Stadt vermittelt, das sich seit fast zehn Jahren in einem Zimmer in einem nicht gentrifizierten Stadtteil abspielt. Beruftstaetige in normalen Jobs leben hier auch ueber 40 noch mit Mitbewohnern. Wir koennen den Glamour haben, wenn wir ihn suchen oder reiche Freunde in Manhattan haben - aber unsere taegliche Welt ist so viel mehr das echte New York. Das Bild, das hier vermittelt wird, kann nur realistisch finden, wer die Stadt nicht kennt. Ungefähr so, wie Carrie Bradshaw in ihrem Apartment von einem Text pro Woche leben konnte. Die beiden Autoren finden so vieles was ich taeglich erlebe, neu und aufregend, weil sie aus einer sehr behüteten Welt kommen, in der ein verletzter Fuss eine Katastrophe, eine einzelne Kakerlake eine echte Nachricht und selbst gemachter Umzugsstress von einem 4000 Dollar Loft ins naechste atemberaubend verrueckte Wochen bedeuten. Ein bisschen wie Burning Man, wo Reiche physische Entbehrungen kuenstlich schaffen, um ihr Erleben zu steigern. Mit Leuten die nicht weiss sind wird (meist oberflaechlich) geredet, aber man merkt vor allem, dass die Autoren bislang nicht wirklich schwarze Freunde hatten. An manchen Stellen schwingen schon unangenehm Vorurteile mit - kann man wegen eines Fahrraddiebstahls in Harlem wirklich schreiben, es sei vielleicht von Anfang an keine gute Idee gewesen, die Räder “hierher” mitzubringen? In Bushwick passiert das genauso oft, man wuerde es aber nicht auf das Viertel generalisieren. Und den New Yorker, dem in Harlem heute noch “mulmig” wird, wie die beiden behaupten, sollen sie mir mal zeigen. Zitate wie “frueher war es dreckig, heute wirds immer weisser” oder “Gegend ist italienisch gepraegt, Mafiamethoden daher ueblich” von Leuten werden nicht kritisch eingeordnet. 


    Insgesamt zeigt es, dass Menschen sehr gebildet und klug sein koennen - wenn sie zu behuetet aufwachsen und sich anschließend nur in Weissen-Ghettos bewegen, ist ein Luxus-Szenenwechsel wie dieser tatsächlich eine Offenbarung. Sich auf die realistischen New Yorker Wohnverhaeltnisse und wirklich nicht gentrifizierte Stadtteile einzulassen, waere, zumal mit Kind, da eine Ueberforderung die zu weit ginge. Das ist total verständlich. Es fuehrt aber fuer Menschen die hier leben, auch zu viel unfreiwilliger Komik. Dass deutsche Rezensenten das Ganze als mutiges Abenteuer wahrnehmen, zeigt in erster Linie, dass sie sich New York so vorstellen: Weisse in teuren Wohnungen. Und dass sie selber in einem verdammt reichen Land leben, wo so ein Dauerunziehen von einer Luxusbutze in die naechste wirklich disruptive waere. Dazu kann man uns nur beglückwünschen, auch wenn wir dadurch ein kleines Brett vor der Optik haben und uns trotzdem mega weltoffen finden. Trotzdem habe ich was aus dem Buch fuer mich gelernt, werde in Zukunft mit etwas weniger Neid auf die Bestverdiener gucken und blicke mit frischem Blick auf meine komplexe, schoene, nur gelegentlich glamouröse New-York-Welt.

  17. Cover des Buches Wörter auf Papier (ISBN: 9783551560018)
    Vince Vawter

    Wörter auf Papier

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Becky_Bloomwood

    Du wirst eine Stimme finden, vielleicht nicht die Stimme, die du dir aussuchen würdest, aber sie wird dir gute Dienste leisten.

    Der elfjährige Victor steht im Sommer 1959 vor einer großen Herausforderung – er übernimmt vertretungsweise die Zeitungsroute seines besten Freundes. Einer Aufgabe, der Victor teils freudig, teils voller Angst entgegenblickt. Freudig, da er endlich eine Aufgabe erhält, für die er allein verantwortlich ist. Ängstlich, da Victor mit Fremden sprechen muss und sprechen ist für ihn eine Herausforderung. Er kann kaum ein Wort sagen, ohne zu stottern, nicht einmal seinen eigenen Namen bringt er hervor. Dennoch muss Victor jeden Freitag das Zeitungsgeld kassieren, Worte sind dafür unumgänglich. Für den Jungen wird dieser Sommer unvergesslich. Nicht nur wird er in viele schöne, aber auch schmerzhafte Situationen gestoßen und wird mit Rassenkonflikten konfrontiert; er trifft auch auf einen pensionierten Seefahrer der Handelsmarine, der Victor mit seiner ganz besonderen Art bei seinen Sprachproblemen unterstützt. Und am Ende kann Victor sagen: Bin ich vom Stottern geheilt? Nein. Habe ich es besiegt? Ja.

    Diese Worte sagt Victor nicht selbst, vielmehr nutzt der Autor Vince Vawter sie in seinem Nachwort und meint damit sich selbst! Denn Vince Vawter hat in Wörter auf Papier viel von seiner eigenen Biographie einfließen lassen. Auch er hatte und hat mit dem Stottern zu kämpfen und bringt uns dieses Thema durch diese wunderbare Geschichte nahe. Als sein Sprachrohr hat Vince Vawter einen sensiblen Jungen gewählt, der mir schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen ist.

    Wörter in der Luft verwehen, kaum dass man sie gesagt hat, aber Wörter auf Papier bleiben für immer.

    In dem heißen Sommer 1959 wird Victor viel über sich und seine Mitmenschen herausfinden. Er entdeckt ein Familiengeheimnis, trifft auf gute und weniger gute Menschen und hegt das erste Mal Gefühle für ein weibliches Wesen, der schönen Mrs. Worthington, die einsam trinkend auf ihrer Veranda sitzt, einen lauten Ehemann hat und zwischendurch Besuch von ihrem „Cousin“ bekommt.

    Mrs Worthington und ihre roten Haare. Das war mein Gedankennachtisch.

    Gedanken macht sich Victor aber auch über die Rassentrennung, die nicht nur in seiner Heimatstadt Memphis allgegenwärtig ist. Seine schwarze Nanny, die er Mam nennt, darf z. B. nur hinten im Bus sitzen und nur an bestimmten Tagen ist es ihr erlaubt, mit ihm in den Zoo zu gehen. Oft fragt er seine Nanny, ob sie nicht wütend darüber ist, doch Mam sagt, so wären die Regeln. Das würde nicht bedeutet, dass sie richtig sind, aber es gibt sie nun einmal. Victor versteht das alles nicht und bezeichnet diese Drangsalierungen offen, wie es nur Kinder können, als „noch mehr alberne Erwachsenenregeln.“

    Fazit: Wörter auf Papier ist ein ganz bezauberndes Kinder- und Jugendbuch über einen Jungen, der sein Stottern besiegt. Doch auch Themen wie Freundschaft, Familie und Rassenkonflikte finden in Vince Vawters Debüt Platz. Ein Buch, das Kinder und Erwachsene gleichsam begeistern wird.

    (Königskind 9 von 42)

  18. Cover des Buches True Crime (ISBN: 9783855355136)
    Sam Millar

    True Crime

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Aoibheann
    Den Namen Sam Millar hörte ich das erste Mal, als mir der erste Band seiner Karl Kane-Krimis vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen wurde. Die Bücher gefielen mir und der jeweils kurz angegebene Werdegang des Autors ließ mich aufhorchen. Ich mag Biografien von Leuten, die etwas zu erzählen haben, außergewöhnliche Lebensgeschichten. Und Sam Millar hat definitiv eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Als ich die Neuauflage seiner Biografie entdeckte, war ich sofort neugierig. Dass das Buch dann leider doch erst das Schicksal vieler Bücher erleiden musste - meinen SUB - tut mir im Nachhinein sehr leid. Es hätte definitiv viel früher von mir daraus befreit werden müssen.

    Sam Millar wuchs in Nordirland auf. Die Mutter psychisch krank, der Vater berufsbedingt häufig abwesend. Die politischen Spannungen lassen sich zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen und begleiten Millar durch seine gesamte Kindheit, die zwar durchaus mit positiven Erlebnissen verbunden ist, aber auch mit Armut in einem weniger vorzeigbaren Wohnviertel Belfasts.
    Millar wird für die Mitwirkung in einer terroristischen Vereinigung zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung siedelt er in die USA über und begeht dort einen der größten Überfälle auf einen Banktransporter in der Geschichte.

    Millars Lebensgeschichte liest sich wie ein Hollywoodfilm. Würde Wikipedia den Klappentext nicht bestätigen - man würde es womöglich für eine ausgedachte und gut zu Papier gebrachte Geschichte halten.
    Über die Zeit der blutigen Nordirland-Konflikte wusste ich bisher recht wenig, dieses Buch war für mich ein guter Startpunkt, mich mit diesem Teil Geschichte mehr zu befassen
    Die von Millar beschriebenen Zustände und Handlungen während seiner Zeit im Belfaster Gefängnis stehen eigentlich außerhalb von allem, was einem Menschen zugemutet werden kann. Das Millar und die von ihm beschriebenen Mitinsassen nicht als völlig zerstörte Menschen aus dieser Zeit hervorgegangen sind, ist für mich kaum fassbar. Diese Männer müssen unfassbare psychische Kräfte besitzen. Dieser Teil des Buches war für mich besonders schwer zu ertragen. Mehr als einmal musste ich das Buch aus der Hand legen.
    Die Zeit in New York verdeutlicht, dass keinesfalls nur ein verirrtes Schäfchen ist, sondern eben auch ein Schlitzohr. Nur kurz werden Punkte wie seine eigene Familie angerissen, Frau und Kinder lässt er nur kurz in seine Geschichte einfließen.

    Nicht ganz ersichtlich war für mich der Grund seiner (ersten?) Verhaftung. Zwar berichtet er von Verurteilungen im Schnellverfahren auf dubiosen Verdacht, für seine eigene Geschichte wurde dies so für mich an zwei Punkten nicht so ganz deutlich. Auch die Gesamtlänge seiner Haftstrafe, wird erst im Verlauf der Geschichte deutlich.

    Es war für mich ein wahnsinnig spannendes und zum Nachdenken und Nachlesen animierendes Buch.
  19. Cover des Buches Die Leiden des jungen Werthers (ISBN: 9783150192351)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Die Leiden des jungen Werthers

     (1.602)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Dieser 1774 erschienene Briefroman von Johann Wolfgang Goethe gilt als eines der wichtigsten Werke des Sturm und Drang. Die Handlung gilt als autobiografisch und wird von einem auktorialen, fiktiven Herausgeber erzählt. Die lebenslange Naturerforschung des Dichters fliessen im Roman ebenso ein wie seine Abneigung gegen bürgerliche Zwänge und Regeln. Die Beschreibung der hohen Empfindsamkeit des jungen Werther mit all seinen Ausprägungen wie Melancholie, Liebeskummer, Realitätsverlust und schliesslich seiner Neigung zum Suizid, war ein Novum zu dieser Zeit. Die narzisstische Art und die überaus emotional aufgeladenen Reden muten heute teilweise sehr kitschig an. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begeisterten sie jedoch viele Leser, was unter anderem zum Werther-Effekt führte und viele junge Männer zur Nachahmung veranlasste.


    Es handelt sich um ein bedeutendes Werk der deutschen Literatur, das zu lesen sich lohnt.

  20. Cover des Buches Im Leben bleiben (ISBN: 9783710900310)
    Paul van Dyk

    Im Leben bleiben

     (31)
    Aktuelle Rezension von: catyes73

    Im Leben bleiben ist ein Buch, das Mut machen soll.
    Nach einem sehr schweren Unfall hat Paul van Dyk mehr als nur den Willen, wieder zurück in SEIN Leben wollen.
    Für sich, für seine Liebsten, vor allem aber für seine Musik.
    Musik ist für ihn nicht Allheilmittel, aber die Musik ist es, die ihn, neben seiner Margarita zurück ins Leben bringt.
    Einfühlsam wird zwischen seinem und ihrem Part gewechselt. Die Angst, die Hoffnung und schließlich das Zurückkehren auf die Bühne.
    Ein Buch, das Mut macht, wirklich nie die Hoffnung aufzugeben.

  21. Cover des Buches Dein ist das Reich (ISBN: 9783546100090)
    Katharina Döbler

    Dein ist das Reich

     (72)
    Aktuelle Rezension von: benaro

    Die Autorin schreibt in dem fast 500 Seiten langem Buch eine Familiengeschichte, die sich vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts erstreckt. Vorangestellt ist eine Familientafel. Diese müsste man sich eigentlich kopieren und beim Lesen daneben legen, um die vielfältigen Verflechtungen noch nachvollziehen zu können. Das Buch besteht aus etlichen Kapiteln, die für sich Episoden in der Familiengeschichte darstellen. Die Schauplätze sind vielfältig: Von Deutschland nach Papua-Neuginea über die USA und nach Australien bzw. Südostasien. Inhaltlich ist es streckenweise durchaus interessant. Man erfährt einiges über die deutsche Kolonialgeschichte in Südostasien und die Auswirkungen der beiden Weltkriege.
    Es wäre aber sicher einfacher gewesen, wenn die direkte Rede in Anführungszeichen stehen würde. Zudem finden sich in den Kapiteln immer wieder sehr ausführliche Fotobeschreibungen. Mein Fazit: Weniger Seiten, aber dafür eine stringentere Handlung hätten dem Buch sicher nicht geschadet.

  22. Cover des Buches Die Gewitterschwimmerin (ISBN: 9783847906445)
    Franziska Hauser

    Die Gewitterschwimmerin

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Buchstabenliebhaberin

    Das Leben in ihrer exzentrischen Familie hat Tamara hart gemacht, sie geht bei Gewitter in ihrem geliebten See schwimmen und hätte nichts dagegen, vom Blitz getroffen zu werden. Manchmal kann sie sich selbst nicht leiden, wenn sie um ihre geliebte Schwester trauert, die sich zu Tode gesoffen hat.

    Nach außen hin ist bei den Hirschs alles schillernd und aufregend, eine jüdische Familie, angesehen und renommiert, Großvater Friedrich, Mathematikprofessor, flüchtete vor den Nazis nach England, sein Sohn Alfred war aktiv im Widerstand in Frankreich, entschied sich anschließend für ein wildes, ausschweifendes Künsterleben. Dominante Herren, denen sich die Frauen unterordneten, die depressive Ilse an Heinrichs Seite, die unberechenbare, scheinbar sexuell hörige Adele an Alfreds Seite.

    Adele kann mit ihren Töchtern nichts anfangen und macht keinen Hehl daraus, Haushälterin Irmgard ist eine Art Mutterersatz für die beiden Mädchen, die erst den sexuellen Übergriffen des Vater ausgesetzt sind, und später auch denen der Mutter, die alles mitmacht was Alfred vorlebt. Und den Freunden der Familie bei den tabulosen Künstlerparties im Haus. Entsetzlich!

    Franziska Hauser kann schreiben! Man hat förmlich vor Augen, wie alle im Hause Hirsch nackig durch die Gegend laufen. Wie die Stimmung immer schnell und unerwartet kippt. Eine Familie, die zusammen hält, durch die tiefe Risse gehen, die von niemanden benannt werden dürfen. Traumen, die von Generation an Generation weitergegeben werden. Schrecklich.

    Als Leser*innen allerdings erfahren wir alles. Es ist einfach, Adele zu hassen, die ungebildete ehemalige Krankenschwester, die nur für und mit Alfred sein kann, die nichts eigenes besitzt und immer bösartiger wird. Und Tamara, ihrer Tochter, blüht das gleiche Schicksal, und sie sieht und weiß es, und kommt nicht wirklich dagegen an. Ihr Leben hat sie hart gemacht, und das hat sie überleben lassen. Warum hat niemand den Lebemann Alfred gestoppt? Weil es damals nicht üblich war. Das Thema Missbrauch hat heute einen ganz anderen Stellenwert, das macht das Buch auch sehr deutlich. Früher waren die Kinder damit allein, kaum jemand hat es gewagt sich einzumischen. Oder sah es überhaupt als Problem an.

    Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Personen einander zuzuordnen. Vor allem Ilse, Irmgard und Irene hab ich gern durcheinander geworfen. Es hat etwas gedauert, bis ich wusste wer zu wem gehört. 

    Es ist ein dickes Buch, was mich sofort in seinen Bann zog und schneller als erwartet ausgelesen war. Meine Leseempfehlung!

  23. Cover des Buches Leben (ISBN: 9783499252754)
    David Wagner

    Leben

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Es passiert ganz plötzlich und doch hat er nie damit gerechnet. Er schwebt in Lebensgefahr - immer wieder - und eigentlich schon immer, denn er ist Leberkrank. Nur eine Transplantation kann ihn retten, und die lässt auf sich warten. 

    Die LeserInnen begleiten den Protagonisten von David Wagners Roman "Leben" durch die endlosen Tiraden einer Krankheitsgeschichte, die nur aus zwei Dingen zu bestehen scheinen: Krankenhausaufenthalten und Warten. Das klingt nun erstmal unspannend, doch Wagner verwebt geschickt, die Lebensgeschichte seines namenlosen Protagonisten in die Haupthandlung, so das keine Langeweile aufkommt. 

    Das Leben von Transplantationspatienten, Langzeitkranken – Geschichten, mit denen man doch eher selten in Berührung kommt. Wagner nähert sich dem Thema geschickt, wägt Fragen ab - Wo kommt mein Spenderorgan her? Wieviel ich steckt in einem, nach der Transplantation? Ist man nun ein anderer Mensch, weil doch ein Teil eines Anderen in einem steckt? - regt an, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Einem wichtigen Thema, denn es kann Leben retten.

    Fazit: Ein spannendes Buch, das Fragen aufwirft und zum Denken anregt. Empfehlenswert.
  24. Cover des Buches Aleph (ISBN: 9783257242423)
    Paulo Coelho

    Aleph

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    In dem Buch beschreibt der Autor seine Reise mit der transibirischen Eisenbahn. Was sehr abenteuerlich klingt, fand ich jedoch etwas langweilig, da er mehr über spirituelle Dinge erzählt oder wie nervig diese Fahrt eigentlich ist. Außerdem werden seine Begleiter nicht besonders sympathisch beschrieben, sodass ich es eher etwas langweilig fand. Der spirituelle Teil ist außerdem etwas schräg, da ich nicht besonders viel damit anfangen konnte und manche Momente einfach nicht verstanden habe. Trotzdem gibt es einige sehr weise Sprüche, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Diese Stellen in dem Buch haben mir gut gefallen.

    Aber allgmein konnte ich leider nicht viel mit der Geschichte anfangen. Die Reise fand ich langweilig, die Personen nervig und sonst ist es auch eher schräg als spannend. Leider nicht mein Geschmack.

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