Bücher mit dem Tag "autobiographischer roman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "autobiographischer roman" gekennzeichnet haben.

71 Bücher

  1. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.215)
    Aktuelle Rezension von: sarahchristinex

    Ich war begeistert von diesem Buch. Ich bin erstaunt wie sie alles wieder geben konnte, was ihr passiert ist. Das Buch baut sich auch gut auf, obwohl sie natürlich einfach nur aus ihrem Leben erzählt.

    Aber man muss sich natürlich auch für das Thema interessieren. 

  2. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.006)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel ist ein Roman, den ich vor vielen Jahren geschenkt bekam von einer damaligen Freundin. Ich habe das Buch verschlungen. Ich musste in der Woche jeden Tag längere Zeit Zug fahren. In wenigen Tagen hatte ich es durchgelesen. Es geht in der Geschichte um den Sohn eines indischen Zoobesitzers: Pi Patel. Pi glaubt nicht an eine Religion. Er ist Christ, Muslim und Hindu und liebt die Tiere im Zoo seines Vaters, in dem er mit seiner Familie aufwächst. Eines Tages sieht er, wie ein Tiger ein anderes Tier reißt. Er lernt die Gefahr des Tigers kennen. Viele Jahre später muss sein Vater die Tiere verkaufen. Nach Übersee sollen sie geschifft werden. Mit an Bord: Pi und seine Familie. Sie möchten ein neues Leben anfangen. Das Schiff geht unter. Und mit ihm fast alle Tiere und Pi's Familie. Pi selbst rettet sich auf ein Boot. Doch da sind noch ein paar mehr Lebewesen drauf. Unter anderem der Tiger des Zoos von Pi's Familie. Pi versucht sich und die Tiere durchzubringen. In der Hoffnung, bald gerettet zu werden. Doch nicht alle schaffen es. Zuletzt gibt es nur noch Pi und den Tiger. Das Buch erzählt die Geschichte der beiden auf dem Boot. Die Geschichte ist atemberaubend. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, sah ich mir auch den Film an. Er ist wirklich gut gelungen. Dafür, dass es immer heißt, die Filme seien nicht so gut wie das Buch. Die Naturaufnahmen sind der Hammer. Am tollsten finde ich eine Szene, als bei Nacht ein Wal auftaucht und das Meer sich in tausend Lichter färbt. Ich kann das Buch jedem empfehlen und den Film ebenso. Ich würde beides jederzeit wieder zur Hand nehmen.

  3. Cover des Buches Shining (ISBN: 9783404130894)
    Stephen King

    Shining

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Kurzgefasst

    "Shining" ist eines der besten Werke vom Meister des Horrors.

    Absolut atemberaubend und atemraubend!

    Sprachlich gekonnt beschreibt King seine Protagonisten und liefert ein kleines Psychogramm einer Familie, die der Schrecken ihres Lebens erwartet.


    (Auch die Fortsetzung "Doctor Sleep" ist gelungen!)

  4. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (867)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_Hawkins

    Frank McCourt, geboren in den USA, dann mit seinen Eltern nach Irland gekommen, erzählt von seiner Kindheit in der Stadt Limerick. Es ist eine harte Kindheit, voller Armut und Rückschläge, bei denen man sich als Leser immer wieder fragt, wie konnte Frank so lange durchhalten mit ständigem Hungergefühl und einem Vater, der verspricht Geld zu schicken und dieses immer und immer wieder für Alkohol ausgibt. Die Geschichte ist sehr bewegend und nimmt keinen Blatt vor dem Mund. Es ist wirklich heftig, was einige Menschen erleben und Armut ist auch heute noch präsent.

  5. Cover des Buches Still Alice (ISBN: 9783404271153)
    Lisa Genova

    Still Alice

     (252)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Broschiert: 320 Seiten

    Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback) (9. Oktober 2009)

    ISBN-13: 978-3404160624

    Originaltitel: Still Alice

    Übersetzung: Veronika Dünninger

    Preis: 19,95 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Sehr einfühlsam


    Inhalt:

    Alice Howland ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin. Sie ist Dozentin an der Harvard Universität in Boston. Und sie ist erst 50 Jahre alt, als sie die erschütternde Diagnose „Alzheimer-Krankheit“ bekommt. Innerhalb weniger Monate baut die erfolgreiche, glücklich verheiratete Mutter von drei Kindern rapide ab, verliert Vergangenheit und Zukunft. Es bleibt ihr nur noch das Jetzt.


    Meine Meinung:

    In ihrem Debütroman verarbeitet Lisa Genova die Alzheimer-Erkrankung eines nahen Angehörigen. Sie weiß also, wovon sie erzählt, und das merkt man beim Lesen sehr gut. Sie versteht es, sich in die kranke Protagonistin einzufühlen und die schleichenden Veränderungen festzuhalten, die Alice das Alltagsleben schwermachen. 


    Ich empfand es als harten Tobak, mitzuerleben, wie aus der agilen, dynamischen und selbstbewussten Alice ein Häufchen Elend wird, dass sich seiner Umwelt und sogar selbst nicht mehr sicher sein kann. Ich fand es aber auch bewundernswert und berührend, wie Alice nicht aufgibt und immer wieder kämpft, wie sie sich Strategien zurechtlegt, um ihre kognitiven Defizite zu überlisten. 


    Genauso wie in Alice konnte ich mich aber auch in ihre Familie hineinversetzen, deren Mitglieder unterschiedlich mit der Krankheit umgehen. Teilweise glättet und vertieft sich die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, teilweise fühlt sich der Ehemann in seinem beruflichen Fortkommen gebremst. Dies alles konnte ich gut nachvollziehen. 


    Dieser Roman gibt es meines Erachtens einen guten Einblick, wie das Gefühlsleben einer an Alzheimer erkrankten Person sich entwickeln kann. Er fördert Verständnis sowohl für die Erkrankten als auch die Pflegenden. Er macht Mut und zeigt, wie wichtig vor allem eines ist: Liebe.


    ★★★★★


  6. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (784)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Die Bibel nach Biff beinhaltet, so wie der Untertitel schon verrät, eine mooresche Biografie des Gottessohnes. Gespickt mit allerlei religiöse Satire und einem Erzähler, der herrlich sarkastisch ist, wird die ganze Geschichte wundervoll infam. Biff, der eigentlich Levi bar Alphaeus heißt, ist dieser besondere Erzähler. Er soll endlich und gut 2000 Jahre nach seinem Tod, sein Evangelium schreiben.

    Witze auf Kosten Jesus zu machen wird wahrscheinlich dem einen oder anderen christlich-religiösen Menschen sauer aufstoßen. Humor und Religion vertragen sich nicht immer mit einander. Vor allem dort wo Fundamentalismus und Religion aufeinanderstoßen. Hier schon und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Aber es geht nicht nur um eine humorvolle Erzählung des turbulenten Lebens von Josh aka Jesus. Christopher Moore schafft es, ein lebendiges und authentisches Bild der Zeit vor 2000 Jahren zu zeichnen und den Leser tief in den Alltag eines einfachen jüdischen Jungens zu erzählen. Näher geht er darauf im Nachwort ein. Der geneigte Leser sollte daher auch jenes lesen. Wem nun diese göttliche Satire auf Jesus Leben gefallen hat, dem kann ich auch wärmstens John Nivens „Gott bewahre“ oder „Jesus liebt mich“ von David Safier empfehlen.

  7. Cover des Buches Träumen (ISBN: 9783442715268)
    Karl Ove Knausgård

    Träumen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Karl Ove Knausgard ist mittlerweile 20. Ihm steht die Welt offen, er möchte Schriftsteller werden und hat einen der wenigen Plätze in der Akademie für Schreibkunst in Bergen ergattert. Dort wohnt auch sein Bruder Ynve, was vielleicht mit einer der Gründe für Karl Ove war, dorthin zu gehen. In Bergen breitet sich das ganze Leben vor ihm aus: Er ist verliebt und findet seine erste Freundin, entdeckt andere sexuelle Gelüste, und kann sich voll und ganz dem Schreiben widmen. Doch die Landung auf dem Boden der Tatsachen ist hart. Eine Beziehung zu haben, kann ziemlich schwierig sein, immer nur Kritik für die eigenen literarischen Ergüsse zu kassieren demotiviert, immer der jüngste zu sein, macht einen klein und da Knausgard ein zutiefst verunsicherter Mensch ist, deren Meinung der anderen ihm viel zu viel bedeutet, macht er sich selbst kaputt. Seine Alkoholexzesse sind ausschweifend, ständig ist er betrunken, taut dann erst richtig auf und stellt ziemlich dumme Sachen an. Aber er kann auch Erfolge verzeichnen: Er ist ein groß gewachsener, attraktiver junger Mann, bringt seinen ersten Roman heraus, wird in der Presse gefeiert und für Interviews in Radio und Zeitung gebucht. Er beginnt seine Ehe und lernt die Sicherheit und das Wohlfühlen in einer Beiziehung kennen. Er trifft neue Leute, mit denen er so etwas wie Freundschaft schließt, aber nie den Abschluss schafft, spielt endlich in einer eigenen Band und erlebt den Rausch auf einer Musikbühne. Knausards Leben ist voller normaler Momente und doch sind sie es nicht. Dieses Leben nimmt mich jedes Mal wieder gefangen und muss einfach immer weiter lesen und lesen. Oft regt er mich auf, wenn er weinerlich ist, oder sich permanent sagt, dass andere etwas besseres verdienen als ihn, wenn er sich nicht zusammenreißen kann und seine Freunde und Partner betrügt. Wenn er den Mund hält, weil er nichts sagen kann und sich selbst ständig klein macht. Und doch geht ein Sog von seinem Leben aus, dem ich mich nicht entziehen kann. Es gibt nur noch einen Teil in seiner sechsbändigen Romanbiografie und ich werde jetzt schon traurig, wenn ich daran denke, dass sein Leben bis in die Gegenwart erzählt sein wird und es keine weitere Biografie mehr gibt. Immer wieder überrascht mich seine Offenheit, denn er ist beileibe kein Mensch, dem alles gelingt, der immer gut drauf und nett zu seinen Mitmenschen ist. Er hat viele dunkle Seiten und dass er sie unverblühmt und aufrichtig erzählt, fordert einen Mut, den ich wirklich bewundere. Ein großartiges Werk!

  8. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  9. Cover des Buches Holzfällen (ISBN: 9783518380239)
    Thomas Bernhard

    Holzfällen

     (111)
    Aktuelle Rezension von: HerrWellner
    Ich bin erst durch den Roman "Schwarzer Frost" auf Thomas Bernhard aufmerksam geworden, bezieht sich der Protagonist in dem Buch doch immer wieder auf Bernhard und Holzfällen bzw den Untergeheer (auch von Bernhard). Und in der Tat, der misanthropische Erzählstil, die kammerspielartige Gesamtsituation, die vielen Ausbrüche, die nicht selten einfach nur saukomisch sind - das hier ist fraglos das Original.
  10. Cover des Buches Endlich gute Musik: Diese Lieder müssen sein (ISBN: 9783832162443)
    Nilz Bokelberg

    Endlich gute Musik: Diese Lieder müssen sein

     (17)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Nilz Bokelberg*" schrieb seine persönliche Musik-Autobiografie "*Endlich gute Musik*". Das Buch erschien 2013 im "*Dumont Verlag*".


    Nilz Bokelberg ist Viva Moderator der ersten Stunde und daher einigen Musikliebhabern bekannt. Ich habe noch nie von ihm gehört, mich aber auf eine tolle Mischung von schönen Musiktiteln in seinem Buch gefreut.
    Denn dies soll eine Sammlung seiner Lieblingslieder sein, an denen er Stationen seines persönlichen Lebens erzählt.
    In verschiedenen Kapiteln erklärt er z. B. Musikstil, Italia, Glücklich machende Lieder, 5 beste Saxofonsolos der Popmusik und wichtige Soundtracks aller Zeiten. Am Ende des Kapitels ist jeweils eine Auflistung der entsprechenden Musiktitel zu finden.
    Soweit so gut und auch alles musikalisch gesehen sehr interessant aufgebaut! Aber wie diese Musik sein Leben beeinflusst hat, ist für mich eher belanglos.
    Bei bestimmten Songs und Texten kommen mir eigene Erlebnisse in den Sinn und das macht wirklich Spaß. An viele Lieder habe ich erst durch das Buch wieder gedacht und mich an Feiern, Klassenfahrten oder Plattenkäufe erinnert. So hatte ich mir dieses Buch auch anhand des Covers vorgestellt. Eine Leerkassette mit meinen persönlichen Lieblingsliedern.
     
    Doch hier geht es ja um den Autor und wie er sein Leben mit den Liedern erlebt hat. Dabei geht er allerdings nicht chronologisch vor, sondern springt nach eigenem Belieben vor und wieder zurück.
    Das war mir als Nicht-Kenner von Nilz Bokelberg doch zu speziell. Schön finde ich allerdings, wie begeistert er von manchen Songs spricht und mit welcher Vehemenz er die Interpretationen desselben verfolgt. 
     
    Einige Titel oder Interpreten sagen mir aber leider gar nichts und mit den großen Popgrößen wie Michael Jackson, Madonna und Beatles kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Da findet sich schon eine große Fangemeinde, die HIER schreit. 
    Aber von der literarischen Aussage her fehlt mir etwas mehr Aussagekraft und Inhalt, aber das ist meine persönliche Meinung und soll keinen Musikliebhaber von diesem Buch abhalten. Ein kleines Fazit oder einen musikalischen Ausblick hätte ich eigentlich noch erwartet.

    Wer Musik, speziell TV-POP und Nilz Bokelberg gut findet, gerne in alten Platten wühlt, der findet hier gute Musikvorschläge in breiter Bandbreite. 
     
  11. Cover des Buches Unter blutrotem Himmel (ISBN: 9781503950085)
    Mark T. Sullivan

    Unter blutrotem Himmel

     (57)
    Aktuelle Rezension von: DieBerta
    Unter blutrotem Himmel von Mark Sullivan
    Klappentext:
    Pino Lella will eigentlich nichts mit dem Krieg oder den Nazis zu tun haben – er ist ein normaler italienischer Jugendlicher, der sich für Musik, Essen und Mädchen interessiert. Dann schafft ein Bombenangriff in seiner Heimatstadt Mailand eine Wirklichkeit, die den jungen Mann über Nacht erwachsen werden lässt. Pino schließt sich einer Untergrundorganisation an, die Juden bei der Flucht über die Alpen hilft, und beginnt für die Alliierten zu spionieren. Dabei verliebt er sich unsterblich in die sechs Jahre ältere Anna. Doch kann ihre Liebe Bestand haben in einer Welt, in der nichts so sicher ist wie die Veränderung?

    Taschenbuch: 596 Seiten
    Verlag: Tinte & Feder (22. Mai 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 1503950085
    ISBN-13: 978-1503950085
    Originaltitel: Beneath a Scarlet Sky
    Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 18,6 cm

    Wie schon im Klappentext beschrieben geht es hier um die Geschichte eines italienischen Jugendlichen, der auch nicht anders als andere Menschen unverhofft vom Krieg überrascht wird und sich erst einmal gar nicht betroffen fühlt. Fast durch Zufall gerät er in eine Untergrundorganisation, sowie er auch seine weiteren Abenteuer eher durch Zufall, als durch Heldentum oder Berechnung überlebt. Die Geschichte der Judenverfolgung wird hier aus der italienischen Sicht, aus der Sicht eines ganz normalen Jugendlichen beschrieben. Der Leser kann sich fragen, wie hätte ich wohl in dieser oder jener Situation gehandelt. Das alles auf wahren Begebenheiten beruht mag man hier nicht ganz glauben, aber der Leser wünscht sich ja auch einen spannenden Roman und es handelt sich hier um einen Roman und keine Biographie oder ein Lehrbuch. Somit ist der Roman recht spannend und lässt sich einfach lesen, wer mehr wissen möchte muss sich dann schon weiter mit dem Thema beschäftigen.
    Ich kann dieses Buch Lesern empfehlen, die sich mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges mal aus einer anderen Sicht, aber auch unterhaltsam beschäftigen möchten. Hier finden sie einen historischen Roman, eine Liebesgeschichte, ein bisschen „James Bond“-Abenteuer in einfacher Schreibweise. Wer Informationen, Tatsachenberichte oder ähnliches wünscht, muss sich schon weiter mit dem Thema beschäftigen.
  12. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (431)
    Aktuelle Rezension von: MaxundMaggie

    Ich hatte ein anderes Cover als hier abgebildet. 

    Ich hätte diese Buch des Covers wegen eher einem Provinzkrimi zugeschrieben, wem es ähnlich ergeht, dem sei gesagt, das täuscht.

    Heinz Strunk berichtet hier autobiografisch von seinen musikalischen  Anfängen und die Jahre in der Showband "Tiffanys" (ohne Artikel davor).

    Manchmal bin ich schon ein bisschen grün im Gesicht geworden, denn der Autor schreibt ungeschönt über alles was ihn so in den Jahren begleitet hat... ja auch Akne ist ein Thema.

    Ansonsten habe ich den Chaotenhaufen echt gerne begleitet, gefeixt, mitgelitten und Ohrwürmer haben mich durch die Lesezeit geführt. 

    Ich bin ja ein Fraktus-Fan (All die armen Menschen) und weiß nun, das da noch mehr Bücher von Herrn Strunk existieren.

    Leseempfehlung für all jene die mal hinter die Kulissen blicken wollen und sich noch ein bisschen mit der juten alten Mucke auskennen.

  13. Cover des Buches Ein rundherum tolles Land (ISBN: 9783442725458)
    Frank McCourt

    Ein rundherum tolles Land

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Salzechse

    Frank ist inzwischen (fast) erwachsen und will in New York ein neues Leben beginnen. Mit geklautem Geld zahlt er die Schiffspassage, arm wie eine Kirchenmaus kommt er in New York an - mit schlechten Zähnen, abgemagert und unwissend.

    Wie er, der arme Junge aus Irland, langsam heimisch wird in Amerika, was er alles erlebt und wie es ihm doch noch gelingt, Lehrer zu werden - das beschreibt Frank McCourt in seiner unnachahmliche direkten, zu Herzen gehenden Art.

     

    Ein Buch zum Lachen und zum Weinen. Genauso gut wie DIE ASCHE MEINER MUTTER.

    Wer Biographien und speziell Autobiographien liebt muss das Buch lesen!

  14. Cover des Buches Der geheime Grossvater (ISBN: 9783895921971)
    Christine Nöstlinger

    Der geheime Grossvater

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Autorin schildert in ihrem Erinnerungsbuch ihre enges Verhältnis zu ihrem Großvater während der Kindheit, wobei alles vor dem Hintergrund von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg spielt, Für ein Kinderbuch enthält das Buch erstaunlich viele Passagen über die Naziverbrechen und die Entbehrungen des Krieges. Von mir gibts 3-4 Sterne.
  15. Cover des Buches Bekenntnisse einer Maske (ISBN: 9783036957845)
    Yukio Mishima

    Bekenntnisse einer Maske

     (30)
    Aktuelle Rezension von: UtaJung

    Yukio Mishima, 1925 in Tokio geboren, 1970 gestorben, war Schriftsteller, Regisseur und politischer Aktivist. Er starb bei einem rituellen Selbstmord, bei dem er sich ein Kurzschwert in den Leib stieß. Die Bekenntnisse einer Maske lassen dies in gewisser Weise vorausahnen. Mishima veröffentlichte den autobiographischen Roman 1949 und wurde damit schlagartig bekannt. Er schildert, wie er bei seiner Großmutter aufwächst, abgeschottet von anderen Kindern und deren Spiel. Grund dafür war seine angebliche schwache Konstitution. Er fühlte sich schon als kleines Kind zu Jungen bzw. Jugendlichen hingezogen und spürte erste sexuelle Erregung. Im Gymnasium verliebte er sich in einen Jungen, der gefürchtet aber auch Vorbild für viele war. Mishima schildert seine Verliebtheiten und Lieben, die stets unerwidert blieben. Er behielt seine Gefühle für sich. Bis er im Alter von 20 Jahren Sonoko begegnet. Ihre Familie sieht schon die Hochzeit nahen. Sonoko ebenso. Doch Kochan (Mishimas Name im Roman) liebt sie zwar, fühlt sich aber sexuell nicht zu ihr hingezogen.

    Die geschilderte Zeit der 30er und 40er Jahre war nicht gerade offen für homosexuelle Liebe. Auf dieser Folie sollte auch Mishimas Schilderung seiner Beklemmung und Verzweiflung gesehen werden. Er wagte nie, sich zu öffnen. Thematik und Stil sind völlig zeitlos und keineswegs verstaubt und unlesbar wie so viele Bücher aus den 40er und 50er Jahren. Insgesamt ist der Roman in einem flüssigen, präzisen, sehr elaborierten Stil geschrieben, er erscheint modern und europäisch. Der Protagonist wird sensibel und intellektuell an den Leser herangeführt und seine Motive, Gefühle, Gedanken (z.T. extreme Gewalt- und Tötungsfantasien) auf feinfühlige, überkritische aber auch zum Teil lustige Art aufgezeigt.

    Das Buch ist sehr lesenswert und gibt u.a. eine Vorstellung von der Gesellschaft im Japan in der Zeit um den 2.WK. Was noch Anlass zum Nachdenken gibt, ist die Tatsache, dass Mishimas Ehefrau seine Homosexualität immer entschieden bestritt...

  16. Cover des Buches Acht Wochen verrückt (ISBN: 9783492274685)
    Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt

     (164)
    Aktuelle Rezension von: ruheichlese

    Bis zur Erschöpfung immer stark zu sein, immer zu funktionieren - was uns im Leben antreibt, lässt zu, dass man sich selbst viel zu schnell völlig aus den Augen verliert. Bereits 2011 erschien der äußerst ehrliche und aufrüttelnde Debütroman von Eva Lohmann, in dem sie über den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik erzählt. "Acht Wochen verrückt" hat auch 2020 weiterhin das Zeug dazu, bewusst zu machen, wie sehr das Thema psychische Gesundheit jeden Menschen betrifft, aber gerade im geschwächten Zustand noch immer viel zu selten dem beachteten Bild unserer Zeit entspricht.

    Mila, keine dreißig Jahre alt, ausgebrannt, schon viel zu lange hilflos und traurig wird mit Depression und Burn-out in die Klinik eingewiesen.

    Während sie anfänglich noch einen Nervennahrungsvorrat aus Weingummis in der Schublade des Nachtschränkchen neben ihrem Bett verstaut, erscheint es für sie immer zweitrangiger, von nun an augenscheinlich zu den Verrückten zu gehören. Für Mila zählt, ab jetzt offiziell Betroffene sein zu können - krank und deswegen nun eben eine von denen, die von der Welt vor dem Klinikgelände pauschal als beängstigend bis merkwürdig eingestuft werden. 

    Was spielt es überhaupt für eine Rolle, was verrückt von normal unterscheidet?

    Sie weiß nur, dass sie nicht mehr funktioniert und beginnt, Klarheit über ihr belastetes Seelenleben zu gewinnen. Auch als ihr Freund nach den ersten Wochen ihres Aufenthalts statt Einfühlungsvermögen lieber Zweifel erteilt, ob sie dort wirklich hingehört, führt sie die Therapie fort. 

    Und auch die Persönlichkeiten, die ihr im Klinikalltag begegnen, sind ihr bald näher, als ihre bisherigen Freunde es in den vorherigen Monaten waren. 

    Menschen, die Stück für Stück erkennen, die eigenen Gefühle mindestens so wichtig zu nehmen, wie den Druck, dem man sich ausliefert, um akzeptiert und geliebt zu werden.

    Eva Lohmann schildert in ihrem mitreißenden Debütroman die unverstellten Gedanken und Erlebnisse einer jungen Frau zwischen psychischer Krankheit, Erkrankten und Therapiemethoden. Der ehrliche Blick richtet sich derart aufschlussreich ins Innere ihrer Protagonisten und führt einem den Alltag in einer psychosomatischen Klinik ungefiltert vor Augen. Dem offen ausgesprochenen Denken ihrer Hauptfigur Mila folgend, gelingt einem beim Lesen auf unkomplizierte Art der Zugang zu einem sensiblen Thema und folglich auch zu seiner wahren Problematik.

    Es ist der erkenntnisreiche Umgang mit einem tabuisierten Bereich, der einem mit viel Tiefgang aufzeigt, wie es sich zwischen Voreingenommenheit und Betroffenheit verhält. Zu keinem Zeitpunkt aber hat man das Gefühl, es ginge darum, Mitleid zu provozieren. Dieses Buch schafft wertvolles Verständnis und liefert alles, um sensibel dazu anzuregen, vielleicht sogar selber endlich etwas aufzuarbeiten.

  17. Cover des Buches Der Mann mit dem Fagott (ISBN: 9783809026006)
    Udo Jürgens

    Der Mann mit dem Fagott

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Seine Lieder sind nicht so mein Geschmack, doch seine Texte gefallen mir nach wie vor. Darin geht es nicht um platten Herz-Schmerz, sondern um bewundernswert geschickt erzählten Alltag.

    Allein der abgedruckte Satz „Vielschichtig, lebendig und spannend erzählt!“ von Bernhard Schlink auf dem Titelbild, einer meiner Lieblings-Autoren, hat mich animiert, diese 762 Seiten dicke Biografie zu lesen. Ich habe es keinen Augenblick bereut.

    Die Geschichte beginnt mit Jürgens Großvater Heinrich Bockelmann, der 1891 nach Moskau auswandert und sein Glück findet. Dort wird auch Udos Vater Rudolf geboren. Die Familie muss vor dem ersten Weltkrieg fliehen, was nur zum Teil gelingt.

    Alle fünf Brüder sind wie ihr Vater hochintelligent und überdurchschnittlich begabt, was mich sehr beeindruckte. Udo Jürgens erzählt ausgesprochen spannend von seiner großen Familie, die unfassbares Leid während verschiedener Kriege und Gefangenschaften überlebte. Seine besondere Gabe für die Musik zeigte sich bereits in seiner Kinderzeit. Er beschönigt und verklärt in seinem Buch nichts – auch nicht seine Unfähigkeit zur Treue oder Liebe.

    Sämtliche Personen sind hervorragend charakterisiert, was bei den verschiedenen Neigungen und Fähigkeiten und politischen Sichtweisen nicht einfach ist. Mir imponiert, dass er immer klar Stellung bezieht.

    Gestört hat mich, dass die Geschichte nicht chronologisch erzählt wurde. Ich konnte mich zwar dank der Überschriften mit Jahreszahlen leicht orientieren, wurde aber jedes Mal aus einer spannenden Phase herausgerissen. Deshalb vergebe ich nur vier Sterne. Gegen Ende waren mir auch die vielen Wiederholungen, in denen sich die Personen erinnerten, zu viel. Außerdem fehlte bei einigen Kapiteln das Substantiv (Dachte mir nichts dabei. Betrachtete das Plakat.) Das passt nicht zu Udos normalerweise korrektem Deutsch.

    Mein Fazit: Diese Geschichte über drei Generationen äußerst talentierter Männer hat mich durchweg gefesselt und mir großen Respekt abverlangt vor ihren Leistungen.

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt sehr treffend: „Ein Roman wie ein Jahrhundertkonzert – Familiensaga und Zeitgeschichte ein einem.“

  18. Cover des Buches Jenseits von Afrika (ISBN: 9783717524380)
    Tania Blixen

    Jenseits von Afrika

     (70)
    Aktuelle Rezension von: WDP

    Der Plot:
    Eine autobiographische Beschreibung. Anekdoten aus einem Leben in einer fremden Kultur, mit der man sich zu arrangieren hat. Doch frage ich mich, ob man jede Geschichte wirklich erzählen muss, denn einigen fehlt der „große“ Höhepunkt. Das geschriebene Wort schlägt den Inhalt um Längen. 

    Die Charaktere:
    Obwohl jeder einzelne Protagonist plakativ beschrieben wird, kristallisieren sich am Ende nur vier Haupttypen heraus: Die Weißen, die Massai, die Somali und die Kikuyu. Die einzelnen Personen müssen sich letztendlich mit Schattierungen dieser vier Grundtypen zufriedengeben. 

    Die Sprache:
    Naturgemäß habe ich die deutsche Übersetzung gelesen. Ursprünglich die, aus dem Jahre 1937 / 1965 von Rudolf von Scholtz . Jeder zweite Satz warf mich aus dem Text. Nach dem zweiten Kapitel kapitulierte ich und gönnte mir die Neuübersetzung des Manesse Verlages von Gisela Perlet . Damit wurde diese Episodensammlung für mich lesbar. Stellenweise faszinierende Satzgebilde, die mich mehr in ihren Bann zogen, als die einzelnen Geschichten. Ein großes Lob der Übersetzerin, vor allem, nachdem ich die alte Fassung mit der Neuen verglich. Ich würde gerne – zumindest stellenweise – das Originalmanuskript lesen können. Jetzt kenne ich, spüre ich, Kenia. 

    Fazit:
    Ein Bazooka, er war der Kaugummi in den 60-90ern, mit dem man die größten Blasen vor seinem Gesicht entstehen lassen konnte. Genauso ist dieser Roman. HALT. Es ist kein Roman! Steht auch nicht auf dem Buch. Es ist eine Aneinanderreihung von geschönten Geschichten, die sich teilweise überschneiden. Hat man einmal in das Setting gefunden, wurde es in jedem Kapitel aufs Neue aufgeblasen und durchgekaut. Irgendwann lässt der Geschmack nach, oder besser gesagt, kommt nichts Neues mehr. Die Geschichte wird fahl, leider auch die Beschreibungen, auch wenn sie auf höchstem schriftstellerischem Niveau angesiedelt sind. 

    Geschrieben in einer Zeit, in der man zum Schreiben viel Zeit hatte, noch mehr Zeit, um solche Texte zu lesen. Es gab nur wenig Konkurrenz. Damals wurden noch einzelne Geschichten / Bücher gelesen und nicht Autoren

    Wen würde ich dieses Sachbuch empfehlen? Lesern, die gerne um des Lesens willen lesen, und denen es weniger um eine unterhaltsame Literatur geht! 

  19. Cover des Buches Kalter Kuss (ISBN: 9783734100833)
    Sandra Brown

    Kalter Kuss

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Angy93

    Für mich nicht wirklich ein Thriller, aber ein wirklich schönes und spannendes Buch.


    Klappentext:

    Schuld verjährt nie …


    In einer stürmischen Mainacht wird ein 16-jähriges Mädchen in Austin brutal ermordet. Ein Mann wird verurteilt, doch es konnte nie zweifelsfrei bewiesen werden, ob er wirklich ihr Mörder war, und auch die vermutliche Tatwaffe wurde nie gefunden. 18 Jahre später sorgt ein Roman über den mysteriösen Mordfall für Furore. Hinter dem Pseudonym der Autorin steckt Bellamy Lyston, die Schwester der damals Ermordeten. Als ein windiger Journalist die Identität der Verfasserin lüftet, erhält Bellamy anonyme Drohungen, und sie weiß: Der wahre Mörder ihrer Schwester ist noch immer auf freiem Fuß und hat nun sie im Visier …


    Meine Meinung:

    Das Buch hat mich vom ersten Moment an Begeistert. Der Schreibstil der Autorin erinnert eher an dem eines spannenden Romans als an einen Thriller. Nur an wenigen Stellen kommt auch dieses Element heraus. Bellamy als Charakter ist mir auf der einen Seite sehr sympathisch, auf der anderen Seite kann ich Handlungsweisen von ihr und auch anderen Protagonisten nicht ganz nachvollziehen, dennoch macht gerade das den Roman/Thriller so spannend. Ich habe den ganzen Roman über mitgefiebert und mich sehr gut unterhalten gefühlt. An einigen Stellen fehlten mir allerdings ein wenig das, was ein Buch zu einem Thriller macht. Auf der anderen Seite hätten weniger "Romanaspekte" dem Buch auch nicht geschadet. Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen, da ich eindeutig mehr Thriller erwartet habe. Trotzdem ist die Geschichte spannend und gut geschriben.

  20. Cover des Buches Erinnerungen einer  Negerhure: Autobiografischer Roman (ISBN: 9783492049559)
  21. Cover des Buches Das Mädchenorchester in Auschwitz (ISBN: 9783423132916)
    Fania Fénelon

    Das Mädchenorchester in Auschwitz

     (30)
    Aktuelle Rezension von: lesebegierig

    Die französische Chansonsängerin Fania Fénelon wurde als Jüdin und Widerstandskämpferin im Mai 1943 von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie ins Frauenorchester aufgenommen wurde. In diesem Buch lest man über unfassbare Details, dem zwischenzeitlichen Absterben der Gefühle, die Abgründe menschlichen Handelns, die unbändige Hoffnung aufs Überleben oder wie im unmittelbaren Umfeld des Todes noch immer lauthals gelacht werden kann. Fania Fénelon schildert die Hölle auf Erden schonungslos und sachlich, fast kühl und distanziert. Ich musste beim Lesen immer wieder Pausen einlegen, um das Gelesene sacken zu lassen. Dieses Buch ist eine große Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Die jungen Jahre (ISBN: 9783596155842)
    J. M. Coetzee

    Die jungen Jahre

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    Nachdem mir der Vorgänger dieses Buches, "Der Junge", der die Kindheit des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Coetzee in Südafrika beschreibt, übreraus gut gefallen hat, war ich schon sehr gespannt auf diesen Band "Die jungen Jahre". Erzählt wird von einem 20-24jährigen Mann (Anklänge an Coetzees eigenes Leben sind alles andere als zufällig), der aus der hinterwäldlerischen Enge Südafrikas nach London flieht, wo er Schreibinspiration und Traumfrau zu finden hofft. Aus der Notwendigkeit heraus wird er Programmierer und sein Leben gestaltet sich alles andere als aufregend.

    Damit wäre über den Inhalt alles gesagt. Der Leser begleitet nun den jungen Mann bei der Sinnsuche, bei verunglückten Affairen, Überlegungen zur Jobsuche, eben im gesamten Alltag, liest seine Gedanken, die langweiligen ebenso wie die etwas drolligen und kommt sich in meinem Falle plötzlich schrecklich erwachsen vor. Wäre Coetzee nicht so ein phantastischer Schriftsteller, der mich allein durch seine Art zu schreiben begeistert, hätte ich diesen Band allerdings recht schnell zur Seite gelegt. Zu ereignislos gestaltet sich die Geschichte, zu wenig kann ich Handeln und Tun des Jünglings nachvollziehen, zu wenig spricht mich sein Charakter an.

    Trotzdem werde ich auch den nächsten Band "Der Sommer des Lebens" lesen und trotzdem freue ich mich schon darauf, denn auch, wenn mich der Inhalt diesmal nicht überzeugen konnte, der Autor an sich hat mich schon lange überzeugt.

  23. Cover des Buches Martin Eden (ISBN: 9783423146548)
    Jack London

    Martin Eden

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Jack London hat so einige gute Romane geschrieben und dieser hier ist einer der Besten. Mit einer ähnlichen Sprachgewalt schreiben nur wenige Autoren. Liebesrausch, kraftstrotzende Zielstrebigkeit, künstlerische Ekstase, Verzweiflung und Tristesse. Alle Episoden aus Martin Edens Leben erzählt Jack London mit einer Sprache, die kaum energievoller sein könnte.
    Trotz der philosophischen und gesellschaftskritischen Themen, die verarbeitet sind, lässt sich das Buch als lockere Lebens- und Liebesgeschichte lesen. Das Tiefgründige wird dem Leser nicht aufgezwungen.

    Martin Eden spielt Ende des 19. Jahrhunderts an der Westküste der USA. Der Matrose Martin Eden wird in das Haus der wohlhabenden Familie Morse eingeladen nachdem er einen Sohn des Hauses, Arthur Morse, aus einer Schlägerei gerettet hat. Er betritt eine fremde Welt, denn Martin stammt aus der Arbeiterklasse, er hat keinen Schulabschluss und ist an Armut und harte, körperliche Arbeit gewohnt.

    Die Klassenunterschiede sind eines der zentralen Themen in Martin Eden. Jack London kritisiert die Bourgeoisie an vielen Stellen hart. Zuerst ist der Protagonist noch begeistert, doch später bemerkt er, dass dieser Lebensstil voller Oberflächlichkeiten und Plattitüden ist. Jeder Dummschätzer hat seien Platz, das Leben ist nicht real, es ist künstlich.

    [...]

    Neben den Klassenunterschieden ist ist weiteres großes Thema des Romans Nietzsches Idee des Übermenschen, die Jack London auch schon im Seewolf aufgreift.
    Martin ist dieser Übermensch, er weigert sich, sich der Sklavenmoral der Massen zu ergeben und sich einen gewöhnlichen Job zu suchen. Er glaubt an die überlegene Qualität seiner Manuskripte, ihre innere Schönheit, die die Kritiker nur nicht erkennen können. Sein Streben ist einzig dem eigenen Erfolg zugeneigt. Am Ende führt diese Einstellung (und hier ist Jack Londons Kritik an Nietzsche) dazu, dass Martin Eden einen hohen Preis zahlen muss.


    Dies ist ein Teil meiner Rezension zu Martin Eden. Der komplette Text ist auf meinem Blog zu finden: https://kapitel7.de/11-100-jack-london-martin-eden/

  24. Cover des Buches Ein Fremdling (ISBN: 9783518379912)
    Hermann Lenz

    Ein Fremdling

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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