Bücher mit dem Tag "autodidakt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "autodidakt" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Straße der Wunder (ISBN: 9783257244120)
    John Irving

    Straße der Wunder

     (69)
    Aktuelle Rezension von: HelenK

    Zwei Müllkippenkinder in Mexiko. Juan Diego, Sohn der Prostituierten Esperanza, der sich selbst anhand von aussortierten Jesuiten-Büchern das Lesen beibringt die er auf der Müllhalde vor dem Feuer bewahrt hat und Lupe, die Gedanken lesen kann, aus ihrem Mund kommt aber nur Gebrabbel.

    Als Juan Diego auf der Müllkippe von einem Auto angefahren wird, macht ihn das zum Krüppel. Das ungewöhnliche Geschwisterpaar wird von einem Waisenhaus aufgenommen, obwohl die Mutter noch in derselben Stadt lebt. Die Geistlichen, die das katholische Waisenhaus leiten, finden das mehr als Unangemessen. Bruder Pepe und der homosexuelle Bruder Bonshaw suchen nach einem Weg die Kinder auf einen rechten Weg zu bringen.

    Das Buch erzählt die Geschichte Juan Diegos, der mit dem Tod vor Augen seine Lebensgeschichte reflektiert. In der Gegenwart ist er erfolgreicher Schriftsteller, der auf die Philippinen reist. Auf der Reise lernt er zwei Frauen kennen - Mutter und Tochter, die beide große Fans von ihm sind. Sie stehen in gegenseitiger Konkurrenz um seine Gunst und bevormunden ihn. Es geht so weit, dass sie ihm vorschreiben, wie er seine Medikamente zu nehmen hat. Nämlich sehr unregelmäßig. Zusätzlich wirft er sich Viagratabletten ein, was beide Frauen auszunutzen wissen. Immer wenn die Betablocker, dann seine Wirkung verlieren, erinnert er sich an die Vergangenheit. Das geschieht in den absurdesten Momenten, wenn er beispielsweise mitten im Geschlechtsakt steckt.

    Er erinnert sich an den Tag, als seine Mutter zu einer überlebensgroßen Madonnastatue hinaufsteigt, um sie zu reinigen. Bei dem Unterfangen aber erschrickt sie so fürchterlich, dass ihr Herz stehen bleibt. Die Augen der Madonna leuchten.  Es ist ein Wunder.

    Inhalt der Geschichte ist nicht nur Juan Diego, der auf ein Wunder wartet, sondern es ist die Gesellschaft, die sogar enttäuscht ist, wenn sie ausbleiben.

    Die Erzählstränge sind toll miteinander verwoben. Aus beiden Setting entstehen kuriose Momente, die die Geschichte tragen und den Leser zum Lachen bringen.

    Es ist der erste Roman, den ich von Irving gelesen habe. Andere Rezensionen bezeichnen den ersten Part der Geschichte als langatmig, betonen aber, dass zum Ende hin das Buch alles erfüllt, was ein typischer „Irving“ bieten muss. Mich als Autorin hat besonders das Feingefühl für die Charaktere und ihre individuelle Ausgestaltung beeindruckt. Das Zusammenspiel dieser verrückten Gestalten macht das Buch für mich zu einem Highlight.

    Ein literarisches Werk, das kein Chinesisch mit einem spricht.

    Diese und weiter Rezensionen findet ihr auch auf unserem Blog. https://www.hummelundsahne.de/category/buchrezensionen/

  2. Cover des Buches Der Junge, der den Wind einfing (ISBN: 9783424150438)
    William Kamkwamba

    Der Junge, der den Wind einfing

     (8)
    Aktuelle Rezension von: bauerhepeter

    “Do they know it is Christmas ? “  " Wissen sie denn überhaupt dass es bald Weihnachten ist ? „ war die  übersetzte Kopftextzeile eines Popsongprojektes 1984,  welches in der Zwischenzeit mehrmals zugunsten Afrikahilfsprojekte in Variationen neu  aufgelegt wurde. Gründer und Texter waren  Bob Geldof von der Punkrockgruppe  " The Boomtown Rats  " und Midge Ure von der Synthipopgruppe  " Ultravox " die damals Anfang der 80er sehr bekannt war. Beide wurden deswegen auch in den Adelsstand von der englischen Königin erhoben auch .   Eine  schier endlose Reihe bekannter und weniger  populärer Popgrößen und  Rockinterpreten  haben  ihre Stimme und auch  Ideen, Studios und  Instrumente kostenlos zur Verfügung gestellt , so dass Millionen an Hilfsgeldern an bekannte Wohltätigkeitsorganisationen wie Care oder Oxfam zur Linderung aktueller Probleme dort überwiesen konnten. Musiker aus aller Welt wie Chris Martin ( Coldplay ) , Paul McCartney ( Ex Beatles )  ,Wolfgang Niedecken ( Bap ) , Jennifer Rostock ( " Du willst mir an die Wäsche " ) , Bono ( U2 ) . Campino ( Tote Hosen )  .David Bowie ( RIP !). Phil Collins  ,( Genesis ) , Clueso ( "Von und über Clueso " ) .( Boy George( Culture Club) , George Michael ( Wham ) , Andreas Bourani  ( " Auf uns " ) , Quenn ( " Bohemian Rapsody " ) , Ina Müller ( Inas Nacht ) . Sting ( " An English man in New York " )  ,Jan Delay ( Lesebotschafter Stiftung Lesen ) . Kylie Minoque  (  " Want you get out of my Head " ) . Cro ( " Bye Bye  ") . Chris Rea ( " Driving home for Christmas " ) , Sportfreunde Stiller , (  "Applaus Applaus  ") . Cliff Richard ( " Devil woman ")  .Silbermond ( " Leichtes Gepäck " )  ,Wet Wet Wet  ( " Love is all around  " ) , Lisa Stanfield (  "All around the word  " ) .Udo Lindenberg ( " Cello " ), Keane ( " Somewhere  only we know " ) , Peter Maffey (  " Über sieben Brücken  ") , Robbi Williams ( " Angel " ) , Thees Ullmann  ( " Sophia der Tod und ich " ), Dido  ( "White Flag " )  Frank Healy( Travis ) Katie Melua (99 Bicycles), One Direction ( "  Drag me down " ) , 2Raumwohnung ( " 36 Grad " ) , Robert Plant ( Led Zeppelin  ) ,Elli Goulding ( " Love me like I do  " ) , Seal  ( " Kiss from a rose " ) , Radiohead ( " Creep " ) , Snow  Patrol ,Gentleman ( " You remember me ") , Paul Weller (Style Council ) und Ed Sheeran ( " Thinking out Loud  " )

    waren  dort für einen guten Zweck aktiv .Hier im Jahre 2000 in   einem kleinen Dorf im zentralen Malawi scheint leider kein Geld geflossen zu sein obwohl bestimmt nötig denn diese Gegend gehört zu den ärmsten der Welt. Viele der älteren Lbler unter uns können sich bestimmt noch an Aktionen von Optikerläden  hier in Deutschland  erinnern die  gebrauchte Brillen einsammelten. Diese wurden oft in dieses Land , eine ehemalige englische Kolonie geschickt. Die Lebenserwartung ist nur halb so groß wie in Deutschland und ein Drittel der Bevölkerung sind Analphabeten. Die meisten Menschen haben kaum  Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Bildung. Savannen und Buschsteppen herrschen bei großer Hitze  vor. Hier sind Gnus ,Zebras ,Antilopen , Löwen,Geparden,Elefanten,Giraffen und Leoparden  in oft staubigen Gefilden unterwegs.Gerade jetzt wäre es besonders nötig gewesen denn wiederholt beherschen Dürrekatastrophen nach vernichtenden Regenfällen das ohnehin schon schwierige Leben der Dorfbewohner.

    So muss auch der 13 jährige William deswegen leider die Schule abbrechen denn durch Ernteausfälle hat sein Vater beim besten Willen kein  benötigtes Schulgeld. Doch  William gibt  nicht auf und  eignet sich selbst Wissen an durch die mitgebrachten  Unterlagen anderer Schüler und Besuche in der örtlichen  Bücherei. wo er auch auf ein amerikanisches Buch über regenerative Energien  namens „ Using Energy „ stößt .Beim Anblick  der sich abzeichnenden Möglichkeiten ist sein Interesse sofort geweckt  und mit eisernem Willen trotz der  üblicher Widerstände verfolgt er sein Ziel unerbittlich, eine Quelle für Strom für sich , seine Familie und dann fürs ganze Dorf zu schaffen .Besonders  auf einem Kontinent  ,der durchdrungen ist durch lange Zeiten des Aberglaubens und der Macht von Schamanen und Medizinmännern  sowie traditionsbewussten Dorfältesten ist dies umso mehr zu honorieren denn oft werden neue Ideen sowie dem Westen zugewandtes Denken sehr kritisch und als von Dämonen gesteuert gesehen. Menschen werden dazu schnell ausgegrenzt , verstoßen aus der Dorfgemeinschaft und sogar umgebracht, weil man meint in ihnen wirken  böse  Geister gegen das Allgemeinwohl der Dorfbewohner. Viele gutgemeinte   Initiativen wie die Verbreitung von Solarkochern durch Hilfsorganisationen ,naheliegend bei diesen Klimabedingungen, und moderne Verhütungsmitteln scheiterten an traditionellen Vorbehalten weil  man zum Beispiel dachte seitens der Eingeborenen über den Sonnenstrahl reflektierendes Licht  fahren  teuflische Geister ins  gerade zu bereitete Essen und vergiften es. Auch William  wird am Anfang als der „ Verrückte vom Schrottplatz „ bezeichnet. Hier sucht der schon immer technisch interessierte Junge nach passenden Utensilien für sein Windradprojekt dass der auf einem Turm aus Gummiholz installiert hat dessen reiner Anblick die nicht Schwindelfreien unter uns bereits mulmig in der Magengegend lassen wird. Alte Teile von Fahrrädern, Autos und Traktoren sowie geschmolzene PVC- Rohre machen seine afrikanische Windkrafterfindung perfekt .Es treibt eine erste Glühbirne an und wird schließlich durch Stromspeicherkapazitäten und Solarmodule leistungsfähig erweitert.

    William Kamkwamba und seine fast 12 Meter hohe Konstruktion  lassen sich auch sehr schön auf beigefügten Bildern in dem besagten Buch, dass der amerikanische Journalist  Bryan Mealer literarisch begleitet bewundern. Sind  doch nicht selten  Schnappschüsse vor Ort ein stilsicheres Mittel um uns noch besser in diese erzählenswerte Geschichte eintauchen zu lassen.


    Schön dass es doch immer wieder  erzählte Erlebnisse vom Schwarzen Kontinent gibt , die Hoffnung versprühen und kleine aber vielversprechende Wege aufzeigen, die erst nur kleine Trampelpfade zu sein scheinen , aber doch beweisen,dass es  auch dort  Möglichkeiten im begrenzten Maße  gibt , die allgemeine   Lage zu  mildern und gar zu verbessern. Sie geben dort lebenden Menschen den dringend  benötigten Mut und bestärken ihre Willenskraft weiterhin durchzuhalten  und gegen Missstände energisch anzugehen.

    Gute  Geschichten schrecklicher aber realer Natur gibt es  ja mit " Wüstenblume " und den Nachfolgebänden " Nomadentochter  ",  " Schmerzenskinder " und  "Brief an  meine Mutter  ",  " Sklavin  " von  Mende Nazer ,  " Niemand sieht dich wenn du weinst  "   oder  "Weitgegangen " von Dave Eggers,  " Der Chronist der Winde " ( Strassenkinderproblematik ) sowie  "Allah muss nicht gerecht  sein  " ( Kindersoldatentum ) leider schon zu genüge.

    Geschichten hoffnungsvoller Natur  sind auch die der leider schon verstorbenen Wangari Maathai aus Kenia die als erste Afrikanerin die  den Friedensnobelpreis bekam .Sie wurde für ihr Bemühen ihr weitgehend abgeholztes Land wieder erfolgreich aufzuforsten ausgezeichnet. Tausende kräftig zupackende  ostafrikanische Frauen pflanzten in der im Jahre 1977 von ihr sogenannten Grüngürtel – Bewegung ( Green Belt Movement ) Millionen von standortgerechten Bäume , um wieder lebensnotwendiges Brennholz zu schaffen. Brennholz  das so immens notwendig ist um  das wenige Essen zu zubereiten und was  von immer weiter in der   ausgeräumten Landschaft mühsam herbeigeschafft werden musste. Ausgehend von sieben symbolisch gepflanzten Bäumen in der Hauptstadt von der noch heute zwei riesig und schattenspendend am Leben sind wurde viel gegen die Erosion unternommen um so die Lebensumstände der Eingeborenen und  die Ausbildungsmöglichkeiten für die Kinder zu verbessern. Gegen Gewaltandrohungen und trotz  Haftstrafen wurden bestehende Wälder vor Raubbau gerettet und in einer Verknüpfung von  Umwelt, Frieden, Frauenrechte auch demokratische Strukturen  gefördert. Ohne einen Frieden mit der Natur gibt es auch keinen Frieden zwischen ihren Bewohnern.  Und dabei   ist  die Alltagsrolle von Frauen bei der Bewältigung der schweren Probleme in Afrika  eine sehr gewichtige.  Dies verät uns auch dieses Buch   ; Wangari Maathai: Die Grüngürtel-Bewegung. Ansatz und Erfahrungen. („The Green Belt Movement“). Ennsthaler, Steyr 2008,

    Aber es gibt aber auch dort glücklicherweise immer noch weitsichtige weise Männer wie auch Yacouba Sawadogo

    aus   Andrea Jeskas Buch   " Der Mann, der die Wüste aufhielt " .Ein einfacher Mann in  Burkino Faso ,der des Lesens und Schreibens überhaupt nicht mächtig aber mit einem Auge und einem Ohr  für die Probleme seiner Gegend ,die er erfolgreich mit traditionellen Anbau -  und  Aufforstungsmethoden begegnet.So schuf er Jahr für Jahr nur mit seiner Hacke ausgerüstet riesige Wälder in seiner Gegend um dem weiteren Vordringen der Wüste Einhalt zu bieten . Heute ist er berühmter Gelehrter in seinem Umfeld der sogar bei wichtigen Fachkonferenzen im Ausland spricht. " Du kannst nichts  Gutes tun ,ohne dabei Widerstand provozieren.Und wenn du Feinde hast ,spürst du ,dass du etwas Gutes tust ." Ein eindringlicher Satz von ihm der noch lange nachwirkt und uns an einen weiteren  ,aber europäischen ," Aufforstungshelden " in der Provence Frankreichs erinnert.1952 schuf nämlich  Jean Giono  den Schäfer und Imker Elizeard Bouffier ,der alleine einen ganzen Eichenwald pflanzte,

    in einer ergreifenden fiktiven Geschichte  namens " Der Mann , der Bäume pflanzte " . Hier in der Abgelegenheit kehrt dadurch das Wasser wieder in die Brunen zurück und mit  ihm die vom Land in die Stadt geflohenen Dorfbewohner . Ein empfehlenswertes literarisches und später auch filmisch als japanischer Zeichentrickfilm adaptiertes Plädoyer , die Liebe zum Baum und dessen Erhaltung inmitten der Ipads und Apps für immer zu bewahren.




    Doch was macht unser junger afrikanischer Möchtegernwissentschaftler  William in Malawi  heute
     ?  Der 29 Jährige hat erfolgreich sein Studium in New Hampshire  in den USA abgeschlossen und ist weiterhin sehr engagiert mit sozialen Projekten in seinem Dorf und in der Umgebung. So wurden Schulen gebaut   und mit Energie und  Pcs  ausgestattet. Sein Engagement gilt auch hier wieder der Verbesserung der Frauensituation,ein Rückgrat der afrikanischen Gesellschaft , in dem nach neuen Wegen der Befeuerung gesucht wird. So wurde eine alternative Biogasanlage eingeweiht um dem radikalen  Brennholzeinschlag und der damit verbundenen   Erosion  vorzubeugen. Die dafür benötigten Gelder hat er jahrelang unter anderem auch über Aktionen auf seinem  Blog eingesammelt. Die Welt der Blogger war es  schließlich auch   die in   auf der ganzen Welt bekannt   machte .Zwar stehen auch in Afrika besonders in Nordafrika   Windräder sogar in professionellen Windparks aber dass ein 14 jähriger afrikanischer Junge aus    Teilen vom naheliegenden Schrottplatz selbst eins baute ist   nicht unbedingt selbstverständlich. William fand viele Wohltäter und Risikokapitalgeldgeber aber auch  viel falsche Freunde die sich an seinen  Erfolg dranhängten.
    „Meine Mitschüler und ich“, schreibt er, „sprechen davon, ein neues Afrika zu erschaffen: einen Ort der Anführer, nicht der Opfer; einen Ort der Erneuerung, nicht der Wohltätigkeit.“
    Machen wir es ihnen also leichter durch intelligente  begleitende Maßnahmen dort schneller zu Helden zu werden in  ihrem neuen Afrika.Danke allen meinen Lesern

    Do They Know It's Christmas?( von Bob Geldof und Midge Ure 1984 )

    Die Weihnachtszeit ist herangebrochen, es gibt keinen Grund Angst zu haben

    Zur Weihnachtszeit lassen wir das Licht herein und verbannen die Schatten

    Und in unserer Welt des Überflusses können wir ein freudiges Lächeln verbreiten

    Umarme die Welt zur Weihnachtszeit

    Aber sprich ein Gebet, um für die Anderen zu beten

    Zur Weihnachtszeit ist das schwer, aber wenn du Spaß hast

    Gibt es eine Welt direkt vor deiner Tür

    Und das ist eine Welt des Kummers und der Angst

    Dort ist das einzige fließende Wasser jenes der bitteren Tränen, welche von brennenden Augen vergossen werden

    Und die Weihnachtsglocken, die dort erklingen

    Sind die dröhnenden Glockenschläge des Verderbens

    Nun, heute Nacht, danke Gott dafür, dass es sie getroffen hat und nicht dich

    Und auch dieses Jahr wird es keine weiße Weihnacht in Afrika geben

    Das größte Geschenk das sie dieses Jahr bekommen, ist das Leben

    Wo nichts jemals wächst, kein Regen oder Fluss fließt

    Wissen sie überhaupt, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist?

    Für euch gilt: Erhebt das Glas für alle

    Für sie gilt: Unter dieser brennenden Sonne

    Wissen sie überhaupt, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist?

    Ernährt die Welt(bevölkerung), lasst sie wissen, dass die Weihnachtszeit angebrochen ist

     





     





  3. Cover des Buches Der Schimmelreiter (ISBN: 9783743175112)
    Theodor Storm

    Der Schimmelreiter

     (1.034)
    Aktuelle Rezension von: Saasmann01

    Musste ich in der Schule lesen. Aber nur weil ich gezwungen wurde, das hier zu Lesen, bewerte ich nicht aus Prinzip mit einem Stern. Das rührt nämlich von der einschläfernden Erzählweise her. Zäh, langwierig und vergessenswert. 

  4. Cover des Buches Hermann Hesse (ISBN: 9783644501416)
    Bernhard Zeller

    Hermann Hesse

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Cam
    Es war mir eine große Freude die Biographie Hesses zur Hand zu nehmen. Hermann Hesse der helle, buddhistische, naturhaft- schwärmerische Dichter, er erlebte den ersten und den zweiten Weltkrieg, die ihn zutiefst erschütterten und ihn gegen Massenpolitik und Anti-Individualismus anschreiben ließen. Sein Schwerpunkt aber lag zeitlebens darin, den Menschen Natur so zu schildern, dass deren Blick dafür wieder erwachen würde, dass sie wieder hinsähen auf die Schönheit, die sie umgibt. Dass der Mensch lerne, sich wieder auf sich selbst zu besinnen, Individuum zu sein, bevor er zu einer Gruppe gehört, in sich selbst hineinlauschend, dem eigenen Weg nachspürend. Das Wichtigste im Leben von Hermann Hesse aber war es, sein eigenes Inneres verstehen zu lernen und sich selbst zu befreien für den eigenen Weg - und davon zu schreiben. Seine Lebensgeschichte, seine Werke, sein menschliches und politisches Umfeld, all das ist in dieser rororo-Biographie schoen zusammengefasst und mit Fotos unterlegt. Im Anhang findet sich wieder ein gutes Quellenverzeichnis zum Weiterlesen. Empfehlenswert als Einstieg und Überblick.
  5. Cover des Buches Martin Eden (ISBN: 9783423146548)
    Jack London

    Martin Eden

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Jack London hat so einige gute Romane geschrieben und dieser hier ist einer der Besten. Mit einer ähnlichen Sprachgewalt schreiben nur wenige Autoren. Liebesrausch, kraftstrotzende Zielstrebigkeit, künstlerische Ekstase, Verzweiflung und Tristesse. Alle Episoden aus Martin Edens Leben erzählt Jack London mit einer Sprache, die kaum energievoller sein könnte.
    Trotz der philosophischen und gesellschaftskritischen Themen, die verarbeitet sind, lässt sich das Buch als lockere Lebens- und Liebesgeschichte lesen. Das Tiefgründige wird dem Leser nicht aufgezwungen.

    Martin Eden spielt Ende des 19. Jahrhunderts an der Westküste der USA. Der Matrose Martin Eden wird in das Haus der wohlhabenden Familie Morse eingeladen nachdem er einen Sohn des Hauses, Arthur Morse, aus einer Schlägerei gerettet hat. Er betritt eine fremde Welt, denn Martin stammt aus der Arbeiterklasse, er hat keinen Schulabschluss und ist an Armut und harte, körperliche Arbeit gewohnt.

    Die Klassenunterschiede sind eines der zentralen Themen in Martin Eden. Jack London kritisiert die Bourgeoisie an vielen Stellen hart. Zuerst ist der Protagonist noch begeistert, doch später bemerkt er, dass dieser Lebensstil voller Oberflächlichkeiten und Plattitüden ist. Jeder Dummschätzer hat seien Platz, das Leben ist nicht real, es ist künstlich.

    [...]

    Neben den Klassenunterschieden ist ist weiteres großes Thema des Romans Nietzsches Idee des Übermenschen, die Jack London auch schon im Seewolf aufgreift.
    Martin ist dieser Übermensch, er weigert sich, sich der Sklavenmoral der Massen zu ergeben und sich einen gewöhnlichen Job zu suchen. Er glaubt an die überlegene Qualität seiner Manuskripte, ihre innere Schönheit, die die Kritiker nur nicht erkennen können. Sein Streben ist einzig dem eigenen Erfolg zugeneigt. Am Ende führt diese Einstellung (und hier ist Jack Londons Kritik an Nietzsche) dazu, dass Martin Eden einen hohen Preis zahlen muss.


    Dies ist ein Teil meiner Rezension zu Martin Eden. Der komplette Text ist auf meinem Blog zu finden: https://kapitel7.de/11-100-jack-london-martin-eden/

  6. Cover des Buches Der Schneekristallforscher (ISBN: 9783863340339)
    Titus Müller

    Der Schneekristallforscher

     (4)
    Aktuelle Rezension von: parden

    WER WAR WILSON BENTLEY?

    Wenn man den Namen Wilson Bentley in die Suchmaschine des Internets eingibt, tauchen gleich Bilder eines freundlichen älteren Herrn auf sowie zahllose Bilder von - Schneekristallen. Es hat ihn wirklich gegeben, diesen Erforscher der filigranen und zerbrechlichen Kunstwerke, die bei niedrigen Temperaturen so zahllos vom Himmel fallen. Diesem Mann, der in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts begann, Schneekristalle unterm Mikroskop zu fotografieren und sich die gesamte dazu erforderliche Technik autodidaktisch anzueignen,  hat Titus Müller diese kleine Erzählung gewidmet.

    Wilson Bentley begegnet dem Leser in dem Buch erstmals im Alter von 17 Jahren, als sein Vater im Sterben liegt und er gemeinsam mit seinem etwas älteren Bruder Charles den Bauernhof der Familie bewirtschaften muss. Das Melken der Kühe, das Füttern der Hühner, das Mähen von Gras und das Sammeln und Kochen von Ahornsirup füllen Wilsons Tage vollkommen aus. Und doch stiehlt er sich während der langen Winter (oft liegt in Vermont Schnee von November bis weit hinein in den Mai) oftmals davon, um Schneekristalle zu sammeln.


    "Glückstrunken hielt er das Brettchen in den fallenden Schnee. Ein Schatzsucher, ein Entdecker und Weltenerkunder war er,  frei wie ein Vogel, dem Himmel mehr verwandt als der Erde." 


    Wegen seiner Leidenschaft für die unerkannten Kunstwerke der Natur wird Wilson häufig von seinem Vater und seinem Bruder gescholten, und die Einwohner des kleinen Ortes Jericho halten ihn für einen Spinner, für einen Tagträumer mit Flausen im Kopf. Doch Wilson hält an seinem Traum fest, und als er Minna, die junge neue Lehrerin im Ort, kennenlernt, gelingt es ihm, auch ihr die Schönheit dessen, was er in den Schneekristallen sieht, zu vermitteln. Sie ermuntert ihn, seinen Traum zu leben und sich selbst treu zu bleiben - nicht ahnend, dass er demnächst auch um sie kämpfen wird, um die Zukunft ihrer Liebe...

    Eine angenehm zu hörende Erzählung präsentiert Titus Müller hier (bei dem leider gekürzten Hörbuch, 2 Stunden und 34 Minuten, handelt es sich um eine Autorenlesung), wobei vor allem die Naturschilderungen zu überzeugen wissen. Die Liebesgeschichte ist eine zarte Dreingabe, das Ende bleibt jedoch vage und offen, was mich ein wenig gestört hat. Ansonsten wirkt sich der Zauber der faszinierenden Gebilde der Schneekristalle auch auf den Leser aus...

    Eine interessante Erzählung nach einer wahren Begebenheit, die verdeutlicht, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen...


     © Parden


    https://youtu.be/p6Me91QxCVM



  7. Cover des Buches Im Auge des Jägers (ISBN: 9783932077272)
    Albrecht Wacker

    Im Auge des Jägers

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Unbeschreiblich. Wenn man sich für das Thema 2.Weltkrieg interessiert, gehört dieses Buch zur Pflichtlektüre.
  8. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (677)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984
    Womöglich das ärgste Buch das ich bisher gelesen hab. Sehr grafisch, beengend, schmutzig, traurig und schön zugleich


    Ebenso sehr wundervoll geschrieben / beschrieben.

    Dieses Buch hat mich extrem gefesselt und wurde just in kurzer Zeit verschlungen. 

    Die bildlich, schön beschriebene Sprache hat mich mit der ersten Seite sofort in ihren Bann gezogen. 

    Und vorallem die atmosphärischen Bilder des Bergdorfs, mit ihren unerfreulichen Charakteren. 

    Ich nehme an dass dieser Roman auch in gewisser Weise für den ein oder anderen Shitstorm gesorgt hat... 

    Was mir auch gefällt sind mehrere Parallelen zu einem meiner Lieblingsromanen "Das Parfüm" 

    Ich empfehle dieses Buch jedem, der keinen schwachen Magen hat ;)




  9. Cover des Buches Am Ende des Archipels - Alfred Russel Wallace (ISBN: 9783869710709)
    Matthias Glaubrecht

    Am Ende des Archipels - Alfred Russel Wallace

     (4)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    "Jede Art ist sowohl räumlich als auch zeitlich aus einer vorher existierenden, nahe verwandten Art in Erscheinung getreten." Im Februar 1855 postulierte Alfred Russel Wallace diesen kurzen und knappen Satz. Ein Satz gleichsam als evolutionäres Manifest. So dynamisch und veränderlich wie die Erde selbst sind auch die Lebewesen, die sie bevölkern, alle angetrieben durch die Gesetze der Natur. Eine Formulierung, die zu dieser Zeit keineswegs selbstverständlich war. Darwins "The Origin of Species" sollte erst im Juli 1858 veröffentlicht werden, ihn damit weltweit berühmt und bekannt machen und der Evolutionstheorie ans Leben verhelfen. Alfred Russel Wallace hat dabei einen ganz entscheidenden Anteil, auch wenn dieser in heutiger Zeit eher in Vergessenheit geraten ist. Wallace, dem zu dieser Zeit zweiunddreißigjährigen Autodidakten aus Wales, gelang mit einer erstaunlichen Weit- und Klarsicht ein Meisterstück. Mit Darwin und auch Wallace änderte sich das Denken über die Natur.

    Ein überaus spannender Wettkampf brach damals zwischen den beiden großen Evolutionsverkündern aus. Ein Wissenschaftskrimi der Sonderklasse. Hat Darwin vielleicht gar zentrale Teile seiner Theorie aus dem ihm zugesandten Manuskript von Wallace abgeschrieben - "ein Plagiatsfall auf höchstem intellektuellen Niveau und verbunden mit einer konstroversen wissenschaftlichen Theorie?", wie sich der Autor fragt. Doch auch andere Biografen haben bis heute keine eindeutige Antwort gefunden. Entscheidende Dokumente fehlen, um dies endgültig aufklären zu können. Auf jeden Fall wurde Alfred Russel Wallace zum Katalysator für Darwin.
    Warum nur geriet dieser britische Naturaliensammler par excellence, dieser verwegene Naturforscher, der die Tropenwälder der Erde durchstreifte, dieser Mann, für den sich leicht Superlative finden lassen, völlig in Vergessenheit? Warum existiert in Deutschland bis dato nicht eine einzige Biografie über ihn? Dem geht Matthias Glaubrecht kompetent und informativ auf die Spur. Er holt das Versäumte nach und stellt dem Leser diese schillernde und kontroverse Persönlichkeit, diesen faszinierenden, weil facettenreichsten Forscher im viktorianischen England, diesen "Indiana Jones der Naturforschung", den "Ernest Hemingway der naturkundlichen Reisebeschreibung", in seinem Buch vor. Es bleibt zu hoffen, dass er in Zukunft nicht mehr nur als Fußnote der Wissenschaftsgeschichte fungiert.

    Der Leser begleitet den Begründer einer eigenen Wissenschaftsdisziplin, die derzeit eine Renaissance erlebt - die evolutionäre Biogeographie - auf seinen beiden großen Expeditionen in den Amazonas (1848-1852) sowie auf die andere Seite des Globus, ans Ende des (Indonesischen) Archipels (1854-1862) und damit zum Anfang der Evolutionsbiologie. Wallace ist auf Handelsschiffen unterwegs, auf Praus oder mit Auslegerbooten, in Kanus und Einbäumen. Er trotzt den Unwägbarkeiten des tropischen Wetters ebenso wie tropischen Krankheiten und der permanenten Belästigung durch Parasiten. Er lebt wie die Einheimischen. Und er sammelt. 125 660 Einzelstücke enthält allein seine Dublettensammlung - vom Käfer bis zum Krokodil, vom imposanten Orang-Utan bis zum handtellergroßen Ornithoptera-Falter, vom schillernden Paradiesvogel zur Perlmuttschnecke. Insgesamt wurde die Wallace-Expedition durch den Malayischen Inselarchipel zur erfolgreichsten Ein-Mann-Unternehmung der Naturkunde überhaupt. Und: Wallace stößt auf diese Weise in neue Regionen vor - als Reisender und als Denker. "Seine Gedanken zu Vorkommen und Verbreitung der Tiere verwandeln nicht nur ihn, sondern die Naturkunde - und schließlich unser Verständnis von uns selbst."

    Spannend, gut lesbar und mit einer Fülle an Informationen zeichnet Matthias Glaubrecht ein leidenschaftliches und informatives Bild eines in Vergessenheit geratenen, großen Wissenschaftlers. Dass im Frühjahr/Sommer 1858 nicht alles mit rechten Dingen zuging, wird dabei allzu deutlich. Sie ließen vor allem Darwin in einem weitaus besseren Licht erscheinen, als er es möglicherweise verdiente. Seitdem gilt er in der öffentlichen Wahrnehmung als alleiniger Vater der Abstammungslehre. Glaubrecht setzt mit seinem Buch dem "Verlierer" ein nachträgliches Denkmal und eine gebührende Anerkennung. Denn ohne ihn hätte Darwin sein Werk noch lange nicht publiziert und wohl auch nicht in einer straffen gut lesbaren Version abgefasst. Seine Worte in einem Brief an Wallace aus dem Jahre 1864 sind beredtes Zeugnis davon: "Was die Theorie der natürlichen Selektion selbst betrifft, so werde ich stets behaupten, dass sie tatsächlich Ihre und allein Ihre ist. Sie haben sie in derart vielen Details ausgearbeitet, die ich niemals bedacht hatte, und zwar Jahre bevor ich auch nur den ersten Lichtstrahl auf diesen Gegenstand fallen sah. Mein Aufsatz hätte niemanden überzeugt oder wäre nur mehr als eine geistreiche Spekulation wahrgenommen, während Ihr Buch die Naturforschung revolutioniert hat."
  10. Cover des Buches Nicht zielen, dann triffst du! (ISBN: 9783848223404)
    Jens Mellies

    Nicht zielen, dann triffst du!

     (1)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Jens Mellies beschreibt in seinem Ratgeber "Nicht zielen, dann triffst du!" seinen persönlichen Weg, einen west-östlichen Bogenweg, zum Bogenschützen. Nach ersten rudimentären Flitzbogen-Erfahrungen in der Kindheit ruhte das Verlangen nach Pfeil und Bogen bei Mellies lange Zeit. Über sein Interesse am ZEN kam Mellies dann durch die Lektüre des Bogen-Klassikers "ZEN in der Kunst des Bogenschießens" von Eugen Herrigel wieder mit der Thematik in Kontakt, jedoch reichte auch dieser Impuls nicht aus, um ein konstantes Training aufzunehmen.
    Mellies, selbst in der Erwachsenenbildung tätig, meldet sich im Jahr 2000 zu einem Wochenend-Seminar des Pfarrers Kurt Österle im Odenwald-Institut an. Wieder ziehen die Begrifflichkeiten "ZEN" und "Bogenschießen" seine Aufmerksamkeit magisch an. Die Seminarinhalte des ZEN-Lehrers und Bogentrainers Österle waren fesselnd genug, um Mellies zu binden; er besorgt sich eine erste funktionale Grundaustattung und beginnt mit seinem Weg sich dem Bogenschießen ernsthaft anzunähern.
    Entstanden ist durch seine Reflexion eine Trainingsschematik, die durch ihren achtsamen Aufbau Sinn macht. Mellies konzentriert sich auf Atmung und die Regelmäßigkeit des Bewegungsablaufes, er reflektiert anhand kontinuierlichen täglichen Trainingseinheiten und modifiziert so in kleinen Schritten seine Technik. Sein Mantra "Nicht zielen, dann triffst du!" begleitet heute wohl viele Intuitiv-/Instinktiv-Schützen.
    Als Sportschützin ziele ich, schließlich nutze ich ein Visier und doch hat mich der Ansatz von Jens Mellies interessiert. Vor allem seine Hinweise auf die Atmung und die Konzentration auf fließende Bewegungsabläufe entsprechen meiner Einstellung. Treffer und Erfolge greifbarer zu machen, weil man eher in sich ruht und genau weiß, warum man gut oder schlecht schießt, als nur zu wissen, dass man viel oder zu wenig trainiert hat.
    Ein sehr symphatischer und hilfreicher Ratgeber für Schützen, die sich nicht nur mit technischen Finessen, sondern auch der ausschlaggebenden Komponente, dem Selbst, auseinandersetzen möchten.

  11. Cover des Buches Die perfekte Masche (ISBN: 9783548374475)
    Neil Strauss

    Die perfekte Masche

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Neil Strauss erzählt die gleiche Geschichte wie Mystery in seinem Buch, dieses häts nicht gebraucht.
  12. Zeige:
    • 8
    • 12

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