Bücher mit dem Tag "autofahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "autofahrt" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.925)
    Aktuelle Rezension von: Lissy_Booklove

    Wir befinden uns in Berlin im Jahr 2010. Für den Achtklässler Maik Klingenberg stehen nun die Sommerferien vor der Tür und anstatt sich wie jeder andere Schüler darauf zu freuen, ist er eher niedergeschlagen. Er fährt nicht in den Urlaub, da sein Vater mit seiner Assistentin auf einer "Geschäftsreise" ist und seine Mutter als Alkoholikerin in der Entzugsklinik. Er hat weder Freunde, mit denen er sich treffen kann und er ist ebenfalls so ziemlich der einzige, der nicht zu der großen Party von Tatjana, dem Mädchen in das er verliebt ist, eingeladen wurde. So muss er -wütend und trostlos- die Ferien in der Villa seiner Eltern allein verbringen. Doch dann kommt überraschend Tschick, ein Junge aus seiner Klasse, bei ihm vorbei und hat ein geklautes Auto dabei. Er schlägt vor, zusammen abzuhauen, bis Maiks Vater von seiner Reise wiederkommt, da auch er allein ist. Maik stimmt zu - so ein kleines Abenteuer...was kann da schon schiefgehen? Zusammen fahren sie ohne Karte oder Kompass einfach der Sonne hinterher; und treffen die unterschiedlichsten Menschen.

    Ich muss zugeben, dass ich vom Buch positiv überrascht bin! Vor ein paar Jahren habe ich durch Zufall mal in die ersten Seiten reingelesen, aber da es mir damals nicht gefallen hatte und ich nicht mehr weiter darüber nachgedacht habe, verlor ich es aus den Augen. Da ich es vor kurzem wiederentdeckt hatte, habe ich mich jetzt noch mal an das Buch gewagt und ausgeliehen bekommen. Tatsächlich fand ich den Anfang immer noch etwas trocken und verwirrend, da ich zuerst den Beginn der Handlung gar nicht einordnen konnte. Aber dies klärte sich dann auf und wurde verständlicher. Den Schreibstil des Autors, der leider schon verstorben ist, mochte ich allerdings sehr gern. Es war durchweg sehr spannend geschrieben und es hat einen Kapitel für Kapitel irgendwie immer zum Weiterlesen angeregt. Es war sehr viel Action im Buch "Tschick" zu finden, sodass ich persönlich nie beim Lesen vor Langeweile eingeschlafen bin ;) 

    Jedoch ist der Klassiker wieder ein typischer Roman aus dem Gebiet der Klassiker (ist da glaube ich oft so), wo sich die Geister scheiden. Nicht nur hier auf LB gibt es viele unterschiedliche Ansichten zu der Handlung von Tschick, auch privat kenne ich Leute, die sich über das Buch nicht einig werden. So sagten einige Bekannte von mir, die das Buch auch kennen, dass sie von der Handlung überhaupt nicht abgeholt wurden und die Action eher vergleichbar mit einer Schlaftablette wäre. So weit so gut. Das kann natürlich jeder so sehen wie er will. Ich war eigentlich relativ zufrieden während des Lesens. Auch was die Handlung angeht, steht viel Platz für Kritik im Raum. Zwei Jungs, die ein Auto klauen, um im Sommer auch ein Abenteuer zu erleben. Klar, schon kritisch und sicherlich auch kein Vorbild für aufkommende Langeweile. Jedoch kommt es im Buch meiner Meinung darauf an, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen. Maiks Familie ist reich. Sie leben in einer Villa mit großem Pool und haben Haushaltsangestellte. Der Vater leitet eine Baufirma und während die Mutter schon zum zigsten Male in der Klinik einsitzt, geht der Vater ihr mit seiner um vieles jüngeren Assistentin fremd. Maik hat also keine Familie, in der immer alles perfekt ist. Er wird stattdessen von seinen Klassenkameraden ausgegrenzt und von seinem Schwarm nicht zur Party eingeladen. Als wäre das nicht genug, taucht plötzlich auch noch Tschick auf, Russe und aus kriminellen Verhältnissen, der auch noch ein altes Auto geklaut hat. Toll. Man musste sich hier entweder in Maik reinversetzen können oder eben nicht. Mitleid haben oder ihn einfach nur blöd finden. Super. Mir tat er schon leid. Muss keine schöne Lage gewesen sein, ist ja klar...?! Trotzdem sollte man die Geschichte besser selbst lesen, um überhaupt zu verstehen, was ich hier schreibe. Ich kann sie nur empfehlen, da ich denke, dass sie viele wichtige Hintergründe hat. 

    Dennoch hatte ich auch ein paar kleine Kritikpunkte. Wie schon gesagt fand ich den Einstieg etwas kompliziert, das Ende hingegen jedoch sehr schnell und abrupt. Wobei am Anfang seeehr viel nebenbei gesagt wurde, hätte man in der Mitte der Handlung noch mehr ins Detail gehen können. So wären es auch sicher ein paar Seiten mehr geworden. Dann hätte ich mir gewünscht, dass die Charaktere mehr ausgeschmückt gewesen wären. Maik hat ja aus der Ich-Perspektive erzählt und obwohl er über Tatjana endlos erzählt hat, sind Tschick und er doch manchmal etwas grau geblieben. Schade, denn eigentlich ein sehr interessantes Buch.

  2. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499014369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

     (1.891)
    Aktuelle Rezension von: Linda19_7

    Jess ist alleinerziehend und schafft es kaum sich und ihre zwei Kinder über Wasser zu halten. So besteht auch keine Möglichkeit ihre hochbegabte Tochter trotz Teilstipendium auf eine teure Privatschule gehen zu lassen. Durch Zufall findet sie einen Bündel Geldscheine den sie behält, obwohl sie genau weiß wem dieser gehört. Als Jess mitten in der Nacht mit ihren Kindern am Straßenrand liegen bleibt bietet genau der Mann an ihnen aus der Patsche zu helfen, dem das Geldbündel gehört. Doch was würde passieren, wenn. Sich Jess ausgerechnet in diesen Mann verliebt?

    Das Buch war an sich nicht schlecht. Der Schreibstil hat mir gut gefallen leider war die Erzählweise in diesem Buch nicht ganz so meins. Der Roadtrip ging mir einfach ein wenig zu lang, auch wenn immer wieder Probleme auftreten hat manchmal einfach etwas gefehlt. Auch mit Mr. Nicholls bin ich eine ganze Weile nicht richtig warm geworden. Mir war einfach zu oft das „wir sind so arm und du bist so reich“ Schema  ein großes Thema. Mr. Nicholls wirkte dabei eher distanziert und gleichgültig, was zum Ende hin aber etwas besser wurde. Jess hingegen versucht ihren Kindern trotz ihrer Notlage immer wieder das Richtige mit auf den Weg zu geben und die Hoffnung nie aufzugeben.

    Das Buch ist deshalb noch lange nicht schlecht und hat mich dennoch ganz gut unterhalten. Der Wow-Faktor blieb aber aus.

  3. Cover des Buches Scherbenmond (ISBN: 9783839001516)
    Bettina Belitz

    Scherbenmond

     (817)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Angefangen hat das Buch recht vielversprechend. Der Vater ist verschwunden und er hat Ellie eine Aufgabe hinterlassen. Sie soll ihren Bruder zurück holen und dabei auch einen Schlüssel in seiner Wohnung in Hamburg finden um einen Safe öffnen zu können.

    Dem Bruder geht's nicht so gut und Ellie möchte herausfinden was da nicht stimmt. Wie man sich denken kann: ein Mahr.

    Nachdem Ellie den Schlüssel gefunden hat, was schon recht schnell geschehen ist, endet die Story um den Vater auch schon bzw. wird komplett vergessen. Auch das Wiedersehen mit Colin läuft nach dem recht dramatischen Abschied vom Ende des 1. Bandes total unspektakulär ab. Kaum ist sie mal glücklich macht sie ihr Glück gleich darauf wieder kaputt. Ellies Gefühlsleben ist das totale Chaos, sehr negativ. Colin's Handlungen scheinen mir auch keinen rechten Sinn zu ergeben. Stellenweise kam es mir vor als hätte die Autorin die Handlungen einfach gewürfelt.

    Im Gegensatz zu Band 1 gab es hier mehr Abwechslung mit den Charakteren. Hauptsächlich hat sich immer noch alles um Ellie und ihr Innenleben und kaum um die Außenwelt gedreht aber durch die neuen Charaktere kam etwas Schwung in die Sache.

    Das Ende des Buches war ziemlich unkreativ.


    Nichtsdestotrotz habe ich das Buch recht interessiert und schnell fertig gelesen, habe mich immer mal aufgeregt und war gespannt was als nächstes passiert. Ich hoffe die Reihe bekommt ein gutes Ende, denn alles in allem fand ich die Story und die Idee bisher recht interessant.

  4. Cover des Buches Amy on the Summer Road (ISBN: 9783570401323)
    Morgan Matson

    Amy on the Summer Road

     (612)
    Aktuelle Rezension von: adorablesophie

    "Amy on the Summer Road" von Morgan Matson ist eine erfrischende Sommerlektüre und damit perfekt für den Strandurlaub.

    Die Protagonistin Amy ist eine sympathische Figur, mit der sich viele Leser identifizieren können. Ihre Reise ist voller unerwarteter Wendungen, die mich oft zum Schmunzeln brachten. Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielfalt der Nebencharaktere und deren Beziehungen zueinander. Jeder hat seine eigenen Geschichten und Herausforderungen, die geschickt in die Handlung eingewoben sind und dazu beitragen, dass die Welt, in der sich Amy bewegt, lebendig und realistisch wirkt.

    Die Sommerkulisse, die Matson erschafft, ist einfach bezaubernd. Man spürt förmlich die warme Sonne, den kühlen Wind. Es ist eine Welt, in die man sich gerne verliert und von der man sich nur ungern verabschiedet.

    Dieses Buch ist eine perfekte Mischung aus Romantik, Abenteuer und Selbstfindung, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene gleichermaßen begeistern wird. Definitiv ein Muss für den Urlaubskoffer!

    Viel Spaß beim Lesen!

  5. Cover des Buches Träume süß, mein Mädchen (ISBN: 9783442492435)
    Joy Fielding

    Träume süß, mein Mädchen

     (587)
    Aktuelle Rezension von: Anmalu

    Das Buch wirkt, als sei es in wenigen Tagen hingeschmiert worden. Die Charaktere waren so dermaßen flach und dilettantisch skizziert, dass ich manchmal dachte, dass sie nur ein Witz sein können. Die Eindimensionalität reichte vom manipulativen Brad, der natürlich 100% böse war, zur völlig unfähigen und dummen (ich sage bewusst nicht naiven) Jamie, deren innere Monologe mich zur Weißglut getrieben haben. Die Personen waren so unglaubwürdig und überzeichnet gezeichnet, dass es mir eiskalt den Rücken hinunterlief und ich mir manchmal wünschte, der Protagonistin würde vom Psychopathen endlich der Garaus gemacht. Ich habe die Handlung daher völlig distanziert und mitleidslos vernommen und war froh, dass dieser schlechte, völlig unspannende Plot endlich vorbei war. Von einem Plot-Twist, wie ihn manche beschrieben, kann man in meinen Augen übrigens nicht sprechen. 

  6. Cover des Buches Christine (ISBN: 9783453441583)
    Stephen King

    Christine

     (591)
    Aktuelle Rezension von: MareikeUnfabulous

    Mir ist das Buch in der Buchhandlung aufgefallen. Meine Mama erwähnte dabei, dass sie vor einiger Zeit den Film gesehen hatte und wahnsinnig beeindruckt war. Damit war die Entscheidung quasi gefallen: Ich wollte das Buch lesen. Dass ich mit Autos nichts am Hut habe, war gar nicht schlimm. Die wenigen Fachbegriffe konnte ich auch ohne Kenntnisse zuordnen.

    Der Klappentext ist auf das Wesentliche beschränkt, sagt aber eigentlich alles aus, was man zu Beginn wissen muss: Arnie verliebt sich Hals über Kopf in "Christine", einen roten 1958er Plymouth Fury. Das Chaos nimmt seinen Lauf und ein Halten ist nicht in Sicht. Christine nimmt unheimlich viel Raum ein, sorgt für Ärger und entwickelt ein Eigenleben. Dies hat große Auswirkungen auf Arnies Leben, seinen Charakter und auf seine Sozialkontakte. Die Geschehnisse werden überwiegend aus der Perspektive von Dennis, dem besten Freund von Arnie, erzählt.

    Ich habe das Buch im März 2023 zu lesen begonnen und nach 270 Seiten vorerst beiseite gepackt, weil ich in eine kleine Leseflaute geraten war, die sich über Monate zog. Vergessen habe ich "Christine" aber längst nicht. Und als ich knapp zehn Monate später die Gelegenheit sah, das Buch endlich fortsetzen zu können, habe ich nicht gezögert. Ich konnte problemlos wieder in die Geschichte einsteigen und wurde von den Geschehnissen regelrecht mitgerissen.

    Es ist absurd und gleichzeitig erschreckend, welche Auswirkungen Christine auf das Leben von Arnie hat. Ich habe ständig zwischen Mitleid, Wahnsinn und Unverständnis geschwankt. Selbes gilt übrigens für Arnies Eltern, die die Kontrolle über ihren Sohn verlieren und sich dabei nur selten als Sympathieträger erweisen konnten.

    Wie dem auch sei: Mich hat das Buch jedenfalls sehr gefesselt und in seinen Bann gezogen. Stephen King ist es immer wieder gelungen, Spannungsbögen aufzubauen. Das Buch hat mich an den Rand meiner Nerven gebracht und mich sehr gut unterhalten. Schaut euch bei Interesse auch unbedingt den Trailer zum Film an!

  7. Cover des Buches Weil ich euch liebte (ISBN: 9783426510520)
    Linwood Barclay

    Weil ich euch liebte

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Bauunternehmer Glen Garber führt ein glückliches Leben, zusammen mit seiner Frau Sheila und der gemeinsamen 8-jährigen Tochter Kelly. Sicherlich, die Auftragslage seines Unternehmens ist alles andere als entspannt zu bezeichnen, doch bisher gelang es ihm immer, für seine Familie zu sorgen. Um die Familie zu unterstützen, besucht Sheila einen Abendkurs in Buchhaltung, um so zumindest das finanzielle von Glens Firma im Auge zu behalten. Glen freut sich, dass seine Frau sich so engagiert und immerhin stehen ihr mit Buchhaltungskenntnissen auch anderweitig Tätigkeiten offen.


    Doch ein Abend verändert alles. Wie jede Woche ist Sheila bei ihrem Buchhaltungskurs, doch im Gegensatz zu den bisherigen Kursabenden, kommt Sheila an diesem Abend nicht nach Hause. Er macht sich Sorgen und beschließt, seiner Frau entgegenzufahren, immerhin weiß er, welche Strecke sie gewöhnlich nimmt und diese Fahrt wird alles verändern. Er kommt an einem Unfall vorbei, die Straße ist gesperrt. Glen ahnt jedoch, dass seine Frau involviert sein muss und verschafft sich Zutritt und tatsächlich: Sheila ist tot. Laut Aussagen der Polizisten hat sie unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, bei dem auch zwei Passagiere des anderen Unfallwagens starben.


    Für Glen bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass er von jetzt auf gleich allein mit seiner Tochter dasteht, auch die Tatsache, dass Sheila, ausgerechnet seine Sheila betrunken Auto gefahren sein soll, kann er nicht glauben. Tatsächlich hat er starke Zweifel an den Ermittlungsergebnissen, doch er hat keinerlei Beweise, die die Unschuld seiner Frau bestätigen. Als auch noch eine Freundin Sheilas auf Glen zukommt und sich erkundigt, ob er eine größere Geldsumme bei ihr bzw. in ihren Sachen gefunden hat, die sie ihr zur Aufbewahrung gegeben hat, hegen sich immer mehr Zweifel in Glen, ob er wirklich weiß, wer seine Frau gewesen ist. Doch so recht mag er nicht an ihre Schuld glauben, denn wenn sich all die Dinge, die nach Sheilas Tod ans Licht gekommen sind, wahr sind, wie konnte er all das all die Jahre übersehen? Als jedoch auch Sheilas Freundin unter mysteriösen Umständen stirbt, ahnt Glen, dass mehr hinter dem Tod seiner Frau steckt, als es den Anschein erweckt ...



    Was ist die Wahrheit? Der Plot wurde überraschend und abwechslungsreich. Wenn ich ganz ehrlich bin, hegte auch ich zwischendrin so meine Zweifel an der Figur der Sheila bzw. meine Zweifel darüber, wer diese Frau wirklich war - liebende Mutter und treue Freundin oder eine eiskalte Egoistin? Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Zur Figur der Sheila vermag ich nicht allzu viel zu sagen, denn ich habe sie einfach nicht gut genug kennengelernt, um zu entscheiden, ob ich sie gemocht hätte oder nicht. Hingegen hat mich die Figur des Glen geradezu verzückt, denn dieser glaubt unabänderlich an seine Frau, auch über ihren Tod hinaus und auch gegen alle vorliegenden Beweise. Eine solch innige Liebe ist so selten und kostbar! Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, auch wenn es zwischendrin doch zu einigen kleineren Längen kam, die jedoch relativ schnell überwunden waren.
  8. Cover des Buches Leuchtfeuer (ISBN: 9783446279353)
    Dani Shapiro

    Leuchtfeuer

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H

    Die Ereignisse einer schicksalhaften Nacht im Jahr 1985 bilden die Basis für diesen aus mehreren Perspektiven und in zeitlichen Vor- und Zurücksprüngen erzählten Roman der Amerikanerin Dani Shapiro (deutsche Fassung erschienen im Februar 2024 bei Hanser Blau).
    Drei Jugendliche fahren nachts im heimlich „ausgeliehenen“ Buick der Eltern durch die Straßen ihrer Kleinstadt. Der sich dabei ereignende Unfall, der den Tod der fünfzehnjährigen Misty mit sich bringt, verleiht in der Folge dem Leben der anderen beiden Autoinsassen, den Geschwistern Sarah und Theo (ohne Führerschein am Steuer), eine tiefe Prägung. Vor dem Hintergrund dieses Schlüsselereignisses werden nicht nur ihre, sondern auch die Geschichten der außerdem involvierten Personen angegangen, vor allem die von Sarahs und Theos Eltern Ben und Mimi Wilf. 

    Und hier setzt meine zentrale Kritik an. 

    Die dabei eingeflochtenen und durchaus fein gewobenen Reflexionen über das Leben im Großen und Ganzen, Entscheidungen, die man fällt, die Liebe und den möglichen Sinn von allem, scheinen vorrangig das zu sein, was die Autorin durch ihre Protagonisten erzählt haben möchte. Das tragische Ereignis als Auslöser mag dabei durchaus relevant sein, kommt mir aber teilweise wie ein „Aufhänger“ vor, um sich ausladend in allerlei Betrachtungen und Lebensphilosophie zu ergehen. 

    Um dies über fast dreihundert Seiten tun zu können, muss allerdings noch weiteres Personal bemüht werden. Die Perspektiven eines ungewöhnlichen Nachbarsjungen und dessen Eltern bzw. Vater fließen ein, indem in einem Rückblick für eine ebenfalls schicksalhafte Verquickung der beiden Familien gesorgt wird.
    Ich weiß, dass meiner Darstellung etwas recht Negatives anhaftet, was ich gleich wieder relativieren möchte, denn wie gesagt, Dani Shapiro plaudert nicht einfach nur drauflos. Sie lässt ihre Protagonisten nicht nur durchaus Wichtiges denken und fühlen, sondern macht dies auch mit einer eindringlichen Sprache. Für mich jedoch in seiner Gesamtheit zu langwierig und bei aller Emotionalität nicht wirklich packend. Gegen Ende fließt dann auch noch Esoterik ein, was bei mir generell nicht gut ankommt.  

    Ein hochgelobter Roman, der viele begeisterte Leser*innen gefunden hat, noch immer findet. 

  9. Cover des Buches Sommerhaus mit Swimmingpool (ISBN: 9783462044980)
    Herman Koch

    Sommerhaus mit Swimmingpool

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Am Anfang steht ein Mordversuch, am Ende die Aufklärung einer Vergewaltigung. Beides wird erwähnt und nicht horrormäßig ausgemalt. Dazwischen erlebt man die Geschichte eines Arztes, der dem Eifersuchtswahn erlegen ist, dies aber nicht über die Emotion, sondern seinen getrübten Verstand auslebt. Koch versteht es nebenbei, eine sehr ironische Sicht auf den Umgang mit Tod und Krankheit in modernen Gesellschaften zu geben. Überhaupt mangelt es dem Roman nicht an Humor. Insofern ist das Buch ein psychologischer Thriller ganz ohne den Horror und den Blutrausch von Autoren in der Nachfolge von Stieg Larsson.

  10. Cover des Buches Flammenkinder (ISBN: 9783404178803)
    Lars Kepler

    Flammenkinder

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Joona Linna hat in Sundsvall in einem äußerst spannenden Fall zu ermitteln. In einem Heim für schwer erziehbare Mädchen liegen zwei Leichen. Es scheint alles sehr einfach zu sein, denn ein weiteres Mädchen ist verschwunden. Dann wird es aber sehr rätselhaft, denn eine Frau meldet ihr Auto als vermisst und auf dem Rücksitz saß ihr kleiner Sohn. Joona Linna weiß, es muss alles sehr schnell gehen, denn der kleine Junge und eventuell auch das verschwundene Mädchen schweben in Lebensgefahr. Während seinen Ermittlungen kommen schreckliche Ereignisse zu Tage und dann holt ihn seine eigene, grausame Vergangenheit ein. Wie immer beklemmend, spannend, tiefgründig.

  11. Cover des Buches Wiedersehen in Virgin River (ISBN: 9783365008874)
    Robyn Carr

    Wiedersehen in Virgin River

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Jasika

    John Middleton, von allen nur "Preacher" genannt, ist der Koch aus Jacks Bar. Eines Abends nach Schließung kommt eine junge Frau mit ihrem kleinen Sohn in die Bar und wirkt völlig verängstigt. Preacher bietet ihr Essen und auch ein Zimmer an.

    Paige ist mit ihrem Sohn auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und landet so in der kleinen Ortschaft "Virgin River". Sie hat zunächst Angst Preacher und den anderen Dorfbewohnern zu vertrauen, doch Preacher kann sich nach und nach in die Herzen der beiden schleichen und Paige fühlt sich zunehmend wohl in Virgin River.

    Doch ihr Ehemann ist immer noch auf der Suche und wird auch den gemeinsamen Sohn nicht so schnell aufgeben. Wird am Ende alles gut werden?


    Die Bücher der Reihe "Virgin River" sind immer wieder schön und die perfekte Lektüre zum Abschalten vom Trott des Alltags.

    Virgin River ist eine Kleinstadt inmitten einer atemberaubenden Landschaft, am liebsten würde ich selber an diesen Ort ziehen bzw. eine Auszeit dort genießen.

    Es stehen immer zwei neue Personen im Mittelpunkt, aber auch von den anderen Bewohnern ist zu lesen, wie z. B. von Mel und Jack. So fühlt es sich für den Leser immer wieder an als würde man auf alte Bekannte treffen.

    Die Autorin schreibt warmherzig und sehr gefühlvoll.


    Fazit:

    Ein toller Wohlfühlroman! Virgin River ist einfach ein zauberhafter Ort!

  12. Cover des Buches Villa Italia (ISBN: 9783426511763)
    John Friedmann

    Villa Italia

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Klappentext:

    Was passiert, wenn die Ferienvilla in der Toskana mehrfach vermietet wurde? Genau: Drei Paare und eine Singlefrau pochen auf ihre Verträge und bilden – aus Sturheit – eine Ferien-WG. Keiner kann den anderen ausstehen. Genießer Carlo, der es versteht, aus jeder Situation das Beste zu machen, zaubert eines Abends ein wunderbares Menü auf den Tisch – und kurz darauf spielen die sieben ausgerechnet Flaschendrehen. Mit ungeahnten Folgen, denn jeder von ihnen packt aus.

    Bewertung: 

    Der Autor mag einigen bekannt sein als Teil von "Erkan&Stefan". War nicht so meins, aber eine Leseprobe hatte mich dann überzeugt, dass das Buch damit gar nichts zu tun. Bzw. keine Leseprobe, sondern direkt eine Lesung von John Friedmann selbst. Herrlich, seitdem höre ich jeden einzelnen Charakter auf seine eigene Art und Weise sprechen. 


    Die Ausgangssituation ist einfach, ab dann wird es kompliziert. Wie zu erwarten herrscht in der Zwangs-WG nicht gerade eitel Sonnenschein. Fand ich sehr realistisch und hat Spaß gemacht, die einzelnen Personen kennenzulernen. Psychologisch ist das Buch auch nicht ohne und ich kann mir ohne weiteres vorstellen, dass die Handlungen einzelner Personen genau so geschehen könnten. Die weitere Entwicklung war ebenfalls toll, wenn auch das Ende dann doch stellenweise etwas überzogen war - aber auch passend für das Buch. 


    Der Schreibstil von John Friedmann ist toll und hat mir sehr gut gefallen. Hintergründiger Humor, sehr schön ausgearbeitete Personen und eine bis zum Ende durchgezogene Story, sehr schön! 
  13. Cover des Buches Das Kartengeheimnis (ISBN: 9783446242395)
    Jostein Gaarder

    Das Kartengeheimnis

     (582)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Die erste,reale, macht der zwölfjährige Hans-Thomas mit seinem Vater von Norwegen nach Griechenland, um seine Mutter wiederzufinden, die sich vor acht Jahren von ihnen getrennt hat. Auf dieser erfährt man über eine nicht alltägliche Familiengeschichte, aber auch über  Alkoholprobleme des Vaters. Die zweite führt auf eine magische Insel und die dritte betrifft Fragen, die man öfter stellen sollte. Sie führt zu uns selbst. 

    Das Cover und die Farben gefallen mir gut, die Sprache ist leicht und flüssig.  Es wird aus der Sicht des Jungen erzählt. 4 1/2 Sterne,weil es für mich noch tiefer  hätte gehen können 

  14. Cover des Buches Morgen mach ich bessere Fehler (ISBN: 9783404179817)
    Petra Hülsmann

    Morgen mach ich bessere Fehler

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Peachesfloop

    Elli ist 26 Jahre alt und Mutter einer bezaubernden Tochter. Zusammen mit dieser und ihrem immer schlecht gelaunten (Groß)Onkel Heinz macht sie sich auf den Weg ins Allgäu um den Geburtstag der Großtante zu feiern- und um ihre Mutter zu besuchen. Auf den Weg dort hin passieren einige unvorhergesehene Dinge.


    Von Beginn an konnte ich mich sofort in Elli hineinversetze. Die Charaktere sind gut durchgedacht und ich hatte sofort Bilder vor meinem inneren Auge. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich habe es ziemlich schnell beendet. Was eigentlich schade ist.
    Elli und ihre Tochter nehmen einen in die Familie auf und obwohl Elli zu beginn gleich mal in die Schublade "Ökomutti" gesteckt wird, ist sie so viel mehr. 

    Nette Lektüre für schöne Abende, ich würde es jederzeit wieder lesen. 

  15. Cover des Buches Ein Kuss ist ein ferner Stern (ISBN: 9783401504650)
    Alexander Rösler

    Ein Kuss ist ein ferner Stern

     (53)
    Aktuelle Rezension von: LeoLoewchen
    Hier könnt ihr euch meine Video-Rezi zu "Ein Kuss ist ein ferner Stern" anschauen :) Viel Spaß!


    https://www.youtube.com/watch?v=DOOLBcKwBTQ



  16. Cover des Buches Der unglückliche Mörder (ISBN: 9783800092949)
    Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das erste Opfer, ein Jugendlicher, liegt tot im Straßengraben. Ein zweites Opfer wird in einem Gebüsch aufgefunden.
    Hängen die Schicksale dieser beiden Opfer auf irgendeine Art zusammen?
    Und wenn ja, wie?
    Während noch niemand so richtig die Fährte nach dem Mörder aufgenommen hat, ist Kommissar Van Veeteren einerseits in Trauer um seinen Sohn, andererseits erwacht in dem Pensionär der Ruf nach Sühne für den, der seinen Sohn auf dem Gewissen hat.
    Und dann wird auch noch die Leiche einer Frau gefunden...

    Hakan Nesser ist Schwedens Garant für skandinavische Krimis. Seine Fälle um Kommissar Van Veeteren sind spannend, dabei ist Van Veeteren aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt: mit einem ganz ureigenen intuitiven Fingerspitzengefühl ist er seinen Kollegen immer noch weit voraus, obwohl er sich bereits im wohlverdienten Ruhestand befindet.

    Der lockere Schreibstil katapultiert mich sofort mitten ins Geschehen, so dass ich mich sehr schnell in die Story einarbeiten kann und die Seiten nur so dahin fliegen.
    Den Spannungsbogen zieht Nesser perfekt, das Finale birgt nach einer sich immer weiter nach oben schraubenden Spannungsspirale ein Ende, das nochmal für Aufsehen sorgt.

    Fazit: Der unglückliche Mörder ist ein astreiner Skaninavien-Krimi, der kurzweilige spannende Unterhaltung bietet.  
  17. Cover des Buches The Ending (ISBN: 9783426306192)
    Iain Reid

    The Ending

     (202)
    Aktuelle Rezension von: rayless75

    The Ending war jetzt mal so überhaupt nicht meins. Ich hab mich irgendwie nicht in die ziemlich abstruse Story einfinden können. Eine seltsame Beziehung zu einem noch seltsameren Mann, ein völlig skuriler Besuch bei dessen Familie, eine Rückfahrt mit abruptem und verwirrendem Ende. Es passiert unheimlich viel, die Perspektiven wechseln unvermittelt, ich wusste nicht wirklich, wer den jetzt eigentlich ein Problem hat, wer eigentlich der „Psycho“ ist. Das Ende hat mich vollständig verwirrt und im Unklaren gelassen. Kein Buch für mich…

  18. Cover des Buches Aussicht auf Sternschnuppen (ISBN: 9783499269851)
    Katrin Koppold

    Aussicht auf Sternschnuppen

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Dein italienischer Geliebter scheint eine Affäre zu haben,

    da bist du dir ganz sicher.

    Deshalb willst du ihm heimlich zum Flughafen folgen,

    doch die Flüge fallen aus und er ist mit einem Mietwagen und seiner Geliebten verschwunden.

    Du willst hinterher nach Italien,

    doch es gibt nur noch einen Mietwagen!

    Doch den musst du teilen,

    mit dem nervigsten Mitfahrer, den du dir vorstellen kannst?

    Oder doch nicht?

     

     

    Zum Inhalt:

    Ein Buch voller Herz, Romantik und Humor Helga hat es nicht leicht - und das nicht nur wegen ihres altmodischen Namens. Ihr Freund Giuseppe macht ihr einfach nicht den ersehnten Antrag. Und dann findet sie eine zärtliche SMS von einer Unbekannten auf seinem Handy. Hals über Kopf folgt sie Giuseppe zum Flughafen, jedoch: alle Flüge sind gestrichen. Zusammen mit einem ziemlich nervigen Typen ergattert sie den letzten Mietwagen. Auf dem Weg in die Toskana läuft einiges anders, als Helga erwartet hat.

     

    Cover:

    Also ich liebe das Cover ja absolut. Es ist so schön gemacht – übrigens alle der Reihe, wie ich finde, allein wegen dem Cover hätte ich hier zugeschlagen. Wir sehen hier auf lachsfarbenem Grund den Schatten einer Frau, welche ein Hochzeitskleid trägt sowie Mohnblumen, welche dem Bild vorgelagert sind. Das macht natürlich neugierig, besonders, wenn man romantische Geschichten mag. 

     

    Eigener Eindruck:
     Helga ist eher eine unscheinbare, graue Maus und ist mit dem Zufrieden, was sie hat, auch wenn der Wunsch nach einer Hochzeit und einer Familie scheinbar unerreichbar ist. Ihr italienischer Freund Giuseppe scheint es damit nicht eilig zu haben. Als das Ganze schon fast absurd scheint und Helga auf Giuseppes Handy eine wirklich ominöse Nachricht findet, ist sie sich sicher, dass er sie mit einer anderen betrügt, nicht zuletzt, weil er immer recht geheimnisvoll tut, wenn es um Italien geht. Sich ihrer Gedanken sicher, aktiviert Helga ihre Schwester und folgt dem vermeintlichen Übeltäter zum Flughafen, wo sie aber nur noch mitbekommt, wie Guiseppe mit einer hübschen Italienerin in einem Mietwagen verschwindet, da alle Flüge ausgefallen sind. Kurzerhand steht für Helga fest, dass sie auch nach Italien muss, koste es was es wolle. Als sie mit einem weiteren Reisenden das letzte Mietauto bekommen kann, ist sich Helga noch nicht sicher, ob sie sich freuen soll oder ihren Mitreisenden bald umbringen wird. Regelmäßig bringt der sie zur Weißglut, lässt sie aber auch erkennen, dass sie mehr kann, als sie sich selbst zutraut. Auf der Jagd nach Guiseppe findet sich Helga und wächst über sich hinaus, vielleicht auch mehr, als ihr und ihrem Umfeld guttut. Denn wo Helga ist, scheinen Katastrophen nicht weit…

     

    Die Geschichte von Helga ist der erste Band aus einer Reihe rund um die Familie von Helga bei der vor allem die Töchter der Familie – also Helgas Schwestern – beleuchtet werden. Hier in diesem ersten Band lernt man alle kennen, aber hauptsächlich dreht sich alles um Helga und um ihre Reise nach Italien und der Suche nach ihrem persönlichen Glück. Das liest sich sehr einfach und man kommt durch den angenehmen Schreibstil der Autorin auch schnell in die Geschichte rein. Schnell hat man sich auch mit Helga angefreundet, welche zwar eine graue Maus ist, aber bereits ab der ersten Seite beweist, dass sie auch jede Menge menschlicher Macken hat, was sie ungemein sympathisch macht. Bereits ab den ersten Seiten beweist die Autorin auch, dass sie sehr humorvoll und zweideutig kann und so ergibt sich ein erfrischender Mix aus Charaktermacken und jeder Menge Fettnäpfchen. Das macht Spaß und so fliegen die Seiten nur dahin. Ab einem bestimmten Punkt ist man dann aber der wandelnden Katastrophe Helga doch ein bisschen über und auch ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar. Da ist das Buch dann kurzzeitig für mich gekippt. Dann gab es aber auch wieder ein wenig Herzschmerz und man hofft, dass Helga ihr Happy End bekommt, für sich ehrlich ist und die Wahrheit erkennt. Denn spätestens ab dem Punkt, wo sie Guiseppe gefunden hat und sich alles auflöst, wäre doch eigentlich der Punkt gewesen doch einen Strich zu ziehen, stattdessen belügt sie sich selbst und das fand ich dann doch ein bisschen schade – mehr will ich gar nicht sagen, sonst muss ich euch extrem spoilern. Sieht man aber davon ab, bekommt man eine wirklich tolle Geschichte die Lust auf mehr macht. Das ist eben so richtig gute Literatur und endlich mal ein Buch, wo nicht auf gefühlt jeder fünften Seite dümmlich drauflos geknattert wird. Das ist ein Buch mit Stil, ein Buch zum Abschalten, ein Buch zum Träumen. Für mich mittlerweile ein Buch mit Seltenheitswert und ich freue mich auch schon auf die folgenden Bände, denn wenn die Schwestern von Helga auch so verpeilt sind, dann wird das definitiv wieder eine tolle Leseerfahrung.

     

    Fazit:

    Ein solider Roman mit einer Prise Liebe, einer Prise Humor und einer Prise Kitsch. Genau das Richtige, um abzuschalten.

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 4/5

    Logik: 4/5

    Spannung: 4/5

    Emotionen: 4/5

     

     

    Gesamt: 4/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783499269851

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Taschenbuch

    Umfang: 320 Seiten

    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch

    Erscheinungsdatum: 31.07.2015

     

  19. Cover des Buches Der Sommer der lachenden Kühe (ISBN: 9783404194353)
    Arto Paasilinna

    Der Sommer der lachenden Kühe

     (84)
    Aktuelle Rezension von: broul
    Ein Taxifahrer gabelt einen demenzkranken Vermessungsrat auf. Dieser möchte einfach irgendwohin fahren. Nachdem der Taxifahrer sich auf die für ihn neue Situation eingelassen hat, werden die zwei Männer sogar so etwas wie Freunde. Typisch Paasilinna, skuril, anders und lustig. Er kommt einfach auf Ideen, die man komplett überhaupt nicht erwartet, so zum Beispiel die komplette Zerstörung eines Bauernhofes, womit schlussendlich sowohl Bauer als auch Staat vollauf zufrieden sind. Und auch die französischen Vegetarierinnen die von Osteuropäischen "Fleischern" bekehrt werden - einfach herrlich. Leichte und lustige Unterhaltung, für alle die mit etwas schrägem Humor ausgestattet sind ;)
  20. Cover des Buches The Ending (ISBN: 9783869745602)
    Iain Reid

    The Ending

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Julja95

    Den Film gesehen und etliche Interpretation gelesen zu haben, hat geholfen, die 2. Hälfte des Hörbuchs besser zu verstehen.

    Sicherlich würde es sich lohnen, noch einige mal von vorne anzufangen, um alles zu begreifen but I’m lazy sorry. Es hat mich definitiv beschäftigt und war einfach anders. Es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nur gegruselt habe ich mich nicht.

  21. Cover des Buches Gargoyle (ISBN: 9783827079541)
    Andrew Davidson

    Gargoyle

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Gabi2411

    Mein liebstes Buch seit über 20 Jahren

  22. Cover des Buches NIGHT – Nacht der Angst (ISBN: 9783423220293)
    Riley Sager

    NIGHT – Nacht der Angst

     (169)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Charlie hat sich die erstbeste Mitfahrgelegenheit geschnappt und fährt mit dem unbekannten Josh quer durch die Nacht. Doch nach und nach kommen bei der jungen Studentin Zweifel aus. Kann es sein, dass ihr Fahrer der gesuchte Campus-Killer ist?

    Bei „NIGHT“ von Riley Sager handelt es sich um einen feinen Psychothriller, der diesmal dem Glamour Hollywoods und dem Flair der 1990er-Jahre verfällt.

    Mittlerweile mag ich die Thriller von Riley Sager sehr, sehr gern. Für mich zählt er zu den wenigen Autoren, von welchen ich mir automatisch neue Bücher zulege, ohne zu wissen, worum es überhaupt geht.

    Diesmal entführt Sager seine Leser und Leserinnen auf einen glamourösen Roadtrip im Stile der 1990er-Jahre. Die junge Studentin Charlie sucht dringend nach einer Mitfahrgelegenheit und nimmt die erste Gelegenheit wahr. Sie will nur noch nachhause zu ihrer Granny, nachdem am Campus Furchtbares geschah.

    Denn Charlies Zimmergenossin und beste Freundin wurde vom berüchtigten Campus-Killer umgebracht. Das junge Mädchen kommt nicht umhin, sich selbst daran die Schuld zu geben, weil sie ihre Freundin alleine auf einer Party ließ.

    So sitzt sie nun im Auto in Richtung Heimat neben Josh. Er ist auf den ersten Blick ein normaler Typ, obwohl ihr nach und nach einiges an ihm merkwürdig erscheint. Kann es sein, dass Josh der Campus-Killer ist?

    Damit beginnt ein Setting, das auf der einen Seite simpel und andererseits raffiniert eingefädelt ist. Nach wenigen Seiten meinte ich zu wissen, was am Ende geschehen wird. Doch Riley Sager schaffte es, der gesamten Handlung einen interessanten Dreh zu geben, indem nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

    Natürlich behilft er sich diesbezüglich einiger Ungewöhnlichkeiten, welche vor allem seine Protagonistin Charlie betreffen. Denn sie hat manchmal gedankliche Aussetzer, in denen ihre Wahrnehmung, der eines Hollywood-Films gleicht. In einem Moment ist sie noch voll da, im nächsten Augenblick erscheint die gegenwärtige Situation als sepiafarbener Leinwandstreifen, in dem Realität mit Fiktion verschwimmt.

    Deshalb stellt sie jede ihrer Schlussfolgerungen in Frage, zögert Entscheidungen hinaus und schreckt vor Anschuldigungen zurück, weil diese völlig daneben sein könnten.

    Diese Wahrnehmungsstörung ist in Charlies Filmliebe begründet, welche ihr über äußerst schwere Jugend-Zeiten hinweggeholfen hat. Riley verwendet Elemente der cineastischen Leidenschaft, um auf interessante und souverän eingearbeitete Weise dem Hollywood-Glamour von einst mitten in seinen Roman zu holen.

    Mir hat der Thriller mit diesem Konzept ausgesprochen gut gefallen, weil auf die Art die Autofahrt erst spannend wurde. Dennoch hatte ich nach halber Strecke von Charlie, von Josh und von der Fahrt allgemein langsam genug. Ich habe mich nach einer neuen Umgebung gesehnt. Nur kurze Zeit später sind wir zum Glück rechts rangefahren. Dies hat der Handlung erneut Schwung verliehen.

    Letztendlich folgte ein Showdown, bei dem ich nach Luft schnappte. Die Situation war so angespannt, dass es schon fast schmerzlich war, sich nur umzudrehen. Plötzlich ist eine Vermutung nach der anderen geplatzt und hat zu einem fetzigen Abschluss geführt, der mich ausgezeichnet unterhalten und beeindruckt hat.

    Andere Bücher von Riley Sager haben mir besser gefallen, dennoch habe ich selten so ein genial erarbeitetes Ende erlebt. Für mich war es ein spannungsgeladener Roadtrip im Stil der 1990er, der auf den letzten Metern Hollywood alle Ehre macht.

  23. Cover des Buches Nächsten Sommer (ISBN: 9783746627328)
    Edgar Rai

    Nächsten Sommer

     (184)
    Aktuelle Rezension von: marielle_liest

    „Nächsten Sommer“ von Edgar Rai ist sozusagen ein Bahnhofsfund, den ich im Spätsommer kurz vor der Abfahrt in einer kleinen Bahnhofs-Buchhandlung entdeckt habe. Mal eben eingekauft und auf der Fahrt schon die Hälfte der 236 gelesen. 

    🚌🚌🚌

    Worum geht’s?

    Felix ist auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er erbt von seinem Onkel ein Haus in Südfrankreich, das er noch nie in seinem Leben gesehen hat. Also beschließt er, zusammen mit drei Freunden und einem alten VW-Bus loszufahren und das Haus zu suchen. Unterwegs treffen die vier Freunde ein paar interessante Menschen, die sie eine Zeit lang begleiten. Die Reise entpuppt sich schon nach ein paar Stunden als aufregendes Abenteuer, was zum einen an der Mischung der unterschiedlichen Charaktere und zum anderen an dem mittelmäßig fahrtauglichen Gefährt liegt. 

    🚌🚌🚌

    Meine Meinung?

    Beim Lesen entsteht sofort ein super Roadtrip-Feeling, was wunderschöne Landschaftsbilder von den Alpen, Bergdörfern, Seen und dem Mittelmeer erzeugt. Das Buch macht so viel Lust auf Abenteuer und Alltagsflucht, dass man am liebsten mit in den VW-Bus steigen möchte. Der Autor verwendet eine einfache Sprache, sodass sich das Buch ohne viel Anstrengung lesen lässt - sozusagen eine ideale Urlaubslektüre. 

    Im letzten Viertel zeichnet sich eine unerwartete Wendung ab, die nochmal für eine Portion Spannung sorgt. Nur das Ende hätte ich mir dann irgendwie noch ein bisschen klarer und ausgeschmückter gewünscht. Ist aber natürlich Geschmackssache.

  24. Cover des Buches In der ersten Reihe sieht man Meer (ISBN: 9783426511862)
    Volker Klüpfel

    In der ersten Reihe sieht man Meer

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Ein Familienvater wird vor einer Reise nach Italien nach dem Blättern in alten Alben in seine Jugend zurückversetzt. Plötzlich befindet er sich in einem pubertierenden Körper eines 15jährigen wieder jedoch mit dem Geist seines 30 Jahre älteren Ichs. Er macht sich mit seinen verjüngten Eltern, der doofen Schwester und der Oma per Auto über den Brenner auf die Reise zu 14 Tagen Adria-Vergnügen ..

    Es ist kein Traum, aber was ist es sonst? Nun nicht länger darüber sinnieren. Auf den ersten Seiten dachte ich so bei mir: Na, die Grundidee ist ja doch schon ein wenig ausgelutscht und auch bereits gerne in diversen Filmen umgesetzt, frei nach dem Motto... '15 über Nacht' ...etc.. Nervig wurde mit der Zeit auch, dass der Ich-Erzähler sich ständig verplappert und Begriffe aus der Jetztzeit wie selbstverständlich in seine Wortmeldungen einfließen lässt, was ihm verwunderte Blick in seinem Umfeld einbringt und schon bald keinen einzigen Schenkelklopfer mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Oh weh, wo wird das noch hinführen.?

    Doch, eher die Ausnahme als die Regel bei Büchern, bekam der Roman recht bald erfreulicherweise die Kurve und entwickelte sich zum durchaus unterhaltsamen und phasenweise sehr witzigen Werk. Wie der Protagonist dann die italienische Familie bei ihrem kleinen Unternehmen unterstützt und welche Verwicklungen sich daraus ergeben hat schon etwas Herzerwärmendes.

    Das Buch lässt die 80iger Jahre nochmals aufleben und wer ist damals nicht an der Adria gewesen! Selbst befand ich mich 1987 dort auf einem Campingplatz in der Nähe von Venedig. Die Kapitel sind mit passenden Liedertiteln aus der damaligen Zeit überschrieben – nette Idee. So pendelt das Buch sich für mich letztendlich zwischen 3 und 4 Sternen ein. Der Stil ist ziemlich anders als in den Allgäu-Krimis, was mich doch überrascht hat. Natürlich ist das Gebaren der Familiemitglieder pointiert und übertrieben. Doch das Ganze wirkt meist locker und frei von der Seele weg heruntergeschrieben.

    Fazit: Als kurzweilige Urlaubslektüre durchaus geeignet, nicht nur für den Strand. Ich habe das Buch in den Vogesen gelesen, als es draußen regnete und hatte so ein wenig retrospektives Italienfeeling am Küchentisch.

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