Bücher mit dem Tag "autor"
257 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.918)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneManchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.836)Aktuelle Rezension von: Christian_FisDer Roman beginnt äusserst vielversprechend. Dem Leser eröffnet sich die Komplexität der beiden fein miteinander verwobenen Handlungsebenen: die Geschichte von Daniel Sempere und jene von Julián Carax, dem Schriftsteller, dessen Bücher auf mysteriöse Weise verschwinden und offenbar von einer Figur aus seinen eigenen Romanen verbrannt werden.
Dies mag zu Beginn etwas verwirrend sein. Ein Personenverzeichnis hilft dabei, die zahlreichen Figuren auseinanderzuhalten, insbesondere, weil die beiden Handlungsebenen und ihre Figuren im Verlauf der Geschichte zunehmend miteinander verschmelzen.
Leider greift Zafón im «Bericht über Erscheinungen» von Nuria Monfort zu einem recht plumpen Stilmittel. Er verlässt die Perspektive des Ich-Erzählers Daniel und erklärt darin das Geheimnis beinahe vollständig. Damit geht viel von der zuvor so wirkungsvoll aufgebauten mystischen und unterschwelligen Spannung verloren.
Der Schluss wirkt schliesslich geradezu hollywoodesk und überladen. Schade – hier hat Zafón meines Erachtens eine Chance vergeben, einen wirklich grossen Roman zu schreiben. Dennoch habe ich den Roman sehr gerne gelesen. Seine dichte Atmosphäre, die starken Figuren und der gelungene Einstieg machen ihn trotz dieser Schwächen zu einer lohnenden Lektüre.
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.820)Aktuelle Rezension von: JoxannaJohn Greens Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist ohne Frage eine hochemotionale Achterbahnfahrt, die mich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt.
Die Geschichte um die krebskranke Hazel und den charmanten Augustus geht zweifellos unter die Haut. Stellenweise war das Buch für mich emotional kaum zu ertragen und hat ganz real meine eigenen Ängste vor dem Tod getriggert. Wer hier sensible Antennen hat, wird tief getroffen. Schön beschrieben fand ich dagegen die Reise nach Amsterdam, die dem Ganzen eine greifbare, atmosphärische Kulisse verlieh.
Dennoch konnte ich den gigantischen Hype um das Buch nicht an allen Stellen nachvollziehen. Der Schreibstil des Autors schwankt extrem – mal wirkt er fast zu simpel, im nächsten Moment bemüht anspruchsvoll. Besonders gestört haben mich die philosophischen Gespräche der beiden Protagonisten. Für Jugendliche in ihrem Alter wirkten diese Dialoge schlichtweg unglaubwürdig und künstlich konstruiert.
Auch die Suche nach dem Autor Van Houten im Buch – der sich als absolut unsympathisch entpuppt – und das verzweifelte Streben nach einer Fortsetzung seines Romans fühlten sich für mich an wie vergebliche Liebesmüh. An diesen Stellen zog sich die Handlung arg in die Länge und blieb paradoxerweise trotz der schweren Thematik an der Oberfläche.
Fazit: Ein bewegendes Buch, das wichtige Fragen aufwirft, aber durch seine oft unauthentischen Charaktere und Längen einiges an Potenzial einbüßt. Keine leichte Kost.
- Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon
(1.390)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Colleen Hoover
Verity
(2.285)Aktuelle Rezension von: kapitel_nach_mitternachtIch wollte dieses Buch ehrlich gesagt zuerst gar nicht lesen. Aber ich wurde überzeugt, weil es angeblich so krass sein soll. Also habe ich mich doch rangetraut und wow. Dieses Buch ist einfach extrem heftig. Gerade als Neu-Mama war es für mich teilweise wirklich schwer zu lesen, weil manche Szenen echt unter die Haut gehen. Es ist einfach krank! Im besten und gleichzeitig verstörendsten Sinne. Aber genau das macht es auch so genial. Es zieht einen komplett rein und lässt einen nicht mehr los. Für mich ein Buch, das man definitiv gelesen haben muss, auch wenn es einen emotional fordert.
- Sebastian Fitzek
Das Paket
(2.834)Aktuelle Rezension von: EllenKnorrDas war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.
- Carlos Ruiz Zafón
Das Spiel des Engels
(1.413)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIm zweiten Teil des Zyklus «Der Friedhof der Vergessenen Bücher» erzählt David Martín seine Lebensgeschichte. Die Handlung spielt zwischen 1917 und 1930 und damit eine Generation vor «Der Schatten des Windes». Erneut bildet das düstere, geheimnisvolle Barcelona die atmosphärisch dichte Kulisse.
Zafón erzählt konsequent aus der Perspektive David Martíns; eines alles andere als zuverlässigen Ich-Erzählers. David leidet an einem Gehirntumor. Realität, Wahn und möglicherweise Übernatürliches verschwimmen zunehmend. So bleibt trotz zahlreicher überraschender Wendungen stets die Frage: Was ist tatsächlich geschehen und was existiert nur in Davids Wahrnehmung?
Darin liegt für mich die grosse Stärke des Romans. Gerade weil Zafón auf eine eindeutige Trennung zwischen Realität und Einbildung verzichtet, behält das Werk bis zum Schluss seine rätselhafte Logik. Widersprüche und Mehrdeutigkeiten bleiben bestehen. Das mag manchen Leser stören, verleiht dem Roman aber eine faszinierende Tiefe und Vielschichtigkeit.
Gerade im Vergleich zu «Der Schatten des Windes» zeigt sich hier eine erzählerische Weiterentwicklung. Während dort der späte Bericht von Nuria Monfort die offenen Fragen für meinen Geschmack durch einen abrupten Perspektivenwechsel eher plump ausräumte, verzichtet Zafón diesmal auf eine solche vollständige, erzwungene Auflösung.
Bei alledem ist «Das Spiel des Engels» ein echter Pageturner. Der Roman entwickelt einen enormen Sog, liest sich leicht und hat kaum Längen. Zafóns Sprache ist erneut atmosphärisch dicht. Bemerkenswert ist die dramaturgische Dynamik: Das Buch besitzt zur Mitte hin einen regelrechten Kipppunkt. Es bricht radikal mit dem anfänglichen historischen Erzählton und wandelt sich überraschend in einen surrealen Mystery-Thriller. Ich mag diesen harten «From Dusk Till Dawn»-Moment sehr.
Eine klare Leseempfehlung – vorausgesetzt, man kann sich auf einen unzuverlässigen Erzähler und eine Geschichte einlassen, die nicht auf jede Frage eine eindeutige Antwort gibt.
- Sebastian Fitzek
Das Joshua-Profil
(1.438)Aktuelle Rezension von: Alina35Das Joshua‑Profil ist ein rasanter Thriller, der von der ersten Seite an fesselt. Die Idee eines Systems, das zukünftige Straftaten vorhersagt, ist packend umgesetzt, und die Handlung bleibt durchweg spannend. Einige Wendungen wirken etwas konstruiert, insgesamt ist die Geschichte aber klug aufgebaut und hält die Spannung bis zum Schluss.
- Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(979)Aktuelle Rezension von: DankeAnke🌟🌟🌟🌟🌟
Dieses Buch ist ein echtes Leseerlebnis – ein „dicker Schinken“, der aber jede einzelne Seite wert ist. Joël Dicker gelingt es meisterhaft, eine Geschichte zu erzählen, die einen von Anfang an in ihren Bann zieht und bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
Im Zentrum steht das Ungewisse: Als Leser tappt man lange im Dunkeln, stellt Vermutungen an, verwirft sie wieder und wird immer wieder überrascht. Genau dieses ständige Rätseln macht den Reiz des Romans aus. Die Handlung ist raffiniert konstruiert, mit Wendungen, die nie erzwungen wirken, sondern sich organisch entwickeln.
Besonders beeindruckend ist, wie sehr man die Figuren ins Herz schließt. Sie sind vielschichtig, lebendig und voller Ecken und Kanten. Während man versucht, die Wahrheit hinter dem Fall zu ergründen, wächst gleichzeitig eine emotionale Bindung zu den Charakteren – was die Geschichte noch intensiver macht.
Trotz seines Umfangs liest sich der Roman erstaunlich flüssig. Die Mischung aus Spannung, Emotion und literarischem Feingefühl sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Fazit:
Ein fesselnder, klug konstruierter Roman voller Geheimnisse, der nicht nur durch seine Spannung, sondern auch durch seine Figuren überzeugt. Absolut empfehlenswert für alle, die gern tief in eine Geschichte eintauchen und sich gerne überraschen lassen
- Stephen King
Das Leben und das Schreiben
(407)Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich✍🏻
𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘴𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘦𝘥𝘦𝘭𝘵𝘦𝘴 𝘋𝘦𝘯𝘬𝘦𝘯.⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ˢᴱᴸᴮˢᵀᴷᴬᵁᶠ⁾
💭
Mit 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 habe ich nun mein 44. Buch von Stephen King gelesen und dieses Mal keinen Roman, sondern einen Schreibratgeber. Gleichzeitig ist es bereits mein dritter Schreibratgeber insgesamt, was den Vergleich umso spannender gemacht hat.Was dieses Buch für mich besonders macht, ist der sehr persönliche Zugang. King erzählt offen von seinem Leben, seinen Anfängen als Schriftsteller, Rückschlägen, Erfolgen und auch von dunkleren Phasen. Diese autobiografischen Passagen lesen sich fast wie ein Roman und geben einen ehrlichen, oft schonungslosen Einblick in seinen Werdegang. Gerade dieser Teil hat mich besonders gefesselt.
Aber auch Kings Tipps zum Schreiben sind spannend und praxisnah. Sie wirken nie belehrend, sondern motivierend und realistisch. Statt großer Theorien geht es um Handwerk, Disziplin, Sprache und den eigenen Umgang mit dem Schreiben. Das ganze immer wieder durchzogen von Kings trockenem Humor und seiner klaren Haltung zum Erzählen.
Die Mischung aus autobiografischen Anekdoten und konkreten Schreibtipps ist hervorragend gelungen und macht das Buch sowohl für Autoren als auch für Leser interessant, die einfach mehr über Stephen King als Mensch erfahren möchten. Für King-Fans ist dieses Buch meiner Meinung nach ohnehin ein Muss.
Ein Buch, das motiviert, ohne Druck aufzubauen.
Für mich war 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 eine sehr willkommene Abwechslung.⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅
(9/10) - Isabel Abedi
Lucian
(1.679)Aktuelle Rezension von: KaciIsabel Abedis Jugendbuch "Lucian" erzählt eine fesselnde Geschichte von Liebe, Geheimnissen und Schicksal. Die Protagonistin Rebecca wird von einem geheimnisvollen Jungen namens Lucian in ihren Träumen heimgesucht, der keine Vergangenheit hat und keinerlei Erinnerungen besitzt. Ihre Verbindung wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als sie plötzlich getrennt werden und sich mit den Folgen dieser Trennung auseinandersetzen müssen.
"Lucian" ist zweifelsohne ein schönes Jugendbuch, das mit seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte und seinem mysteriösen Plot fesselt. Die Verbindung zwischen Rebecca und Lucian wird mit jeder Seite intensiver und man kann nicht anders, als mit den beiden mitzufiebern. Allerdings gibt es auch einige Längen in der Handlung, die die Spannung ein wenig abbauen. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte und es dauert, bis die Handlung wieder Fahrt aufnimmt. Nichtsdestotrotz bleibt "Lucian" ein lesenswerter Roman, der mit seinen mysteriösen Elementen und der emotionalen Tiefe der Geschichte punktet. Die Beziehung zwischen Rebecca und Lucian ist faszinierend und die Fragen um ihre gemeinsame Vergangenheit und die Geheimnisse, die sie teilen, halten die Leserinnen und Leser in Atem.
Fazit: "Lucian" von Isabel Abedi ist ein schönes Jugendbuch mit einem tollen Schreibstil, der mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und mysteriösen Elementen fesselt. Trotz einiger Längen in der Handlung bleibt die Geschichte interessant und mitreißend. Fans von romantischen Jugendromanen mit einer Prise Mystik werden mit "Lucian" sicherlich auf ihre Kosten kommen.
- Nicolas Barreau
Das Lächeln der Frauen
(997)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Zu Anfang kam ich doch recht schwer ins Buch, vielleicht auch, weil sehr viele französische Ausdrücke nicht übersetzt drin vorkamen, aber das machte halt das französische Flair aus. Bon.
Dann packte mich die Story und ich laß die Geschichte Ratz fatz bis zu Ende. Es ist eine Geschichte, die wundervoll erzählt, wie Andre Chabanais, der Lektor eines Verlages, seinen eigenen Roman als den eines erfundenen Autors namens Robert Miller "verkauft". Um nicht die Wahrheit zu sagen, dass er der Autor des Buches ist, aus Angst, seinen Job beim Verlag zu verlieren, verstrickt er sich immer mehr in Lügen und ausgedachten Szenerien, insbesondere weil er Aurelie kennenlernt, die seine Muse für den Roman war. Er verliebt sich in sie und sie will nur den Autor Robert Miller kennenlernen, den es ja garnicht gibt.
Mehr will ich nicht zum Inhalt sagen, denn...es ist schöner, wenn es der Leser selbst liest.
Auch habe ich mich gefragt, was mir dieses Buch wohl als Botschaft mitteilen möchte, denn eigentlich ist es schlicht - eine amüsante, unterhaltsame und schöne Liebesgeschichte, mehr nicht.
Doch dann...wie soll es sein...kam die Eingebung.
Lügen haben kurze Beine. so lautet das Sprichwort, dem ich jetzt noch zufügen möchte: Lügen zerstören alles, auch wenn sie eigentlich schützen wollen. Wenn du dich in Lügen verstrickt hast....gehe in dich und sag die Wahrheit. NUR DIE WAHRHEIT KANN ES WIEDER RICHTEN UND KORRIGIEREN.
Je klarer man die Wahrheit sagt, desto gerader - AUFRICHTIGER - wird man und je aufrichtiger, desto ehrlicher und leichter wird alles.
Wahrheit ist LIEBE. Alles, was irgendwie schief im Leben läuft, war eben NICHT in der Liebe. Es war Lug und Trug. Je mehr man seine Wahrheit klar ausdrückt, desto einfacher wird es, auch mit der Liebe. Das Zerstörte wird gekittet und verziehen. Fehlschläge korrigiert.
Verlorenes wird wieder möglich.
- Stephen King
Sie
(970)Aktuelle Rezension von: ShameMisery von Stephen King
Mit dem Buch Misery ist es dem Meister des Horros wieder gelungen einen echten Psychothriller zu schreiben.
King schreibt sehr makaber und auch manchmal auf brutale Weise.
Es handelt von einer wahnsinnigen Ex-Krankenschwester (Annie Wilkes) die einen verunfallten Schriftsteller (Paul Sheldon) bei sich zu hause gefangen hält, die anscheinend sein grösster Fan ist und von seinen Misery Büchern wie besessen ist.
Der arme Schriftsteller Paul Sheldon wird von Annie grausam gequält und mit Schmerzmitteln (Novril) versorgt wegen seinen schmerzenden Beinen.
Dazu kommen ihre brutalen "Bestrafungen" wie seinen Daumen amputieren oder seinen Fuss abhacken mit einer Axt. Und sie zwingt ihn sein neues Manuskript zu verbrennen und ein weiteres Misery Buch zu schreiben.
Für Paul Sheldon beginnt ein richtiger Überlebenskampf und das Ende ist auch sehr Spektakulär.
Ich war sehr gespannt beim lesen wie die ganze Geschichte wohl ausgehen wird und manchmal ist mir beim lesen sogar übel geworden aufgrund Annies Brutalität und dennoch war ich auf das Ende gespannt.
Stephen King beschreibt Annies Handlungen sehr grausam und brutal und mit "Liebe" zum Detail bis sich einem fast der Magen umdreht.
King ist ein wahrhafter Meister des Horrors und ich gebe dem Buch dafür 4 von 5 Sternen.
- Arno Strobel
Das Skript
(548)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Insgesamt ein spannender, leicht unappetitlicher Krimi, dessen Hauptmanko das übliche Klischee, das der direkte Vorgesetzte der Ermittler*innen, ein Arschloch ist, ist.
Die Geschichte ist bis zum Schluss spannend und hat einige interessante Überraschungen parat. Das das Ermittler*innen Team am Anfang seine Probleme miteinander hat, ist sehr glaubwürdig und es las sich gut wie sich das ändert. - Sol Stein
Über das Schreiben
(70)Aktuelle Rezension von: lakitaSol Steins Buch ist im Grunde genommen umfassend. Sollte es einem gelingen, alles, was er so an Möglichkeiten aufzeigt, gut zu schreiben und was er an Geboten und Verboten ausspricht, auch komplett einzuhalten, wird einfach nur gute Texte schreiben, natürlich unter der Voraussetzung, dass ihm auch die Phantasie zur Seite steht. Aber auch gute Sachtexte entstehen nach denselben Prinzipien wie Literatur und von daher ist sein Buch für alle Arten von Texten eine große Hilfe. Eigentlich benötigt man keine weiteren Schreibratgeber mehr, weil er schon so umfassend sich mit allen nur erdenklichen Themen beschäfttigt, dass aus meiner Sicht nichts fehlt. Für mich also DAS Grundwerk in Sachen "gutes Schreiben" und so wichtig wie der Duden.
- Gillian Flynn
Cry Baby - Scharfe Schnitte
(816)Aktuelle Rezension von: katha84Camille arbeitet in Chicago als Reporterin und hat ihre Vergangenheit so gut es geht hinter sich gelassen. Doch ihr Chef hat einen neuen Auftrag für sie und der führt sie ausgerechnet zurück nach Wind Gap, ihre Heimatstadt. Denn dort wurden zwei Mädchen entführt und ihr Chef wittert eine aufsehenerregende Story. Für Camille gleicht die Rückkehr einem Alptraum, denn sie hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Trotzdem nimmt sie den Auftrag an und macht sich auf die Suche nach Spuren - und findet sich dabei mehr und mehr auf einem persönlichen Höllentrip wieder.
Das Buch ist wirklich toll geschrieben und zieht einen auch wie magisch sofort in seinen Bann. Und auch wenn ich Camille bis zum Ende hin nicht wirklich mochte (wie auch keinen der anderen Charaktere) hat mich ihre Story sehr berührt. Was sie als Kind alles mitmachen musste und wie sich das bis in ihr Erwachsenenleben ausgewirkt hat, ist einfach nur ganz schrecklich. Die Vorstellung, dass man sich ganze Worte in den kompletten Körper ritzt, ist einfach nur mega gruselig. Aber auch der Rest der Story ist ziemlich harter Toback. Für das Benehmen ihrer kleinen Schwester finde ich keine Worte und ihre Mutter... unfassbar. Und auch wenn das Buch fesselnd war, fand ich Gone Girl um längen besser.
- Emily Henry
Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
(486)Aktuelle Rezension von: Jacky2708Inhalt:
Ein Sommer. Zwei Rivalen. Eine Begegnung, mit der sie nicht gerechnet haben... Die New Yorker Literaturagentin Nora Stephens ist das Gegenteil jeder romantischen Romanheldin. Sie ist tough, scharfzüngig und nicht auf der Suche nach der großen Liebe. Einzig für ihre Schwester Libby würde sie alles tun – sogar einen Sommer in der idyllischen Kleinstadt Sunshine Falls verbringen, dem Schauplatz von Libbys Lieblingsromanen. Von Picknicks auf Blumenwiesen und Dates mit attraktiven Landärzten jedoch keine Spur! Ausgerechnet dem arroganten und unnahbaren New Yorker Lektor Charlie Lastra begegnet Nora in Sunshine Falls wieder. Nach und nach muss sie jedoch erkennen, dass nicht nur in Büchern, sondern auch im wahren Leben manches anders ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Fazit:
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Der Humor ist gegenwärtig vertreten und lockert das Ganze auf. Die Charaktere konnte ich manchmal nicht so richtig greifen, da sie Eigenschaften haben sollten, die ihrer Handlung widersprachen. Auch der Enemy to Lover Trope war für mich nicht wirklich vorhanden. Anfangs mochten sich Nora und Charlie nicht, doch war beim Treffen in Sunshine Falls direkt eine Anziehung der beiden zu spüren. Ablehnung dagegen überhaupt nicht. Noras Schwester Libby mochte ich nicht wirklich. Ich hab keinen Zugang zu ihr gefunden. Ebenfalls konnte ich nicht nachvollziehen, das Nora ihr ganzes Leben Libby widmet und sich total vernachlässigt. Für zwischendurch ganz nett.
- Colleen Hoover
Woman Down
(212)Aktuelle Rezension von: Ricarda1305Ich finde die Geschichte echt creepy und auch sehr durchschaubar.
Es war mein erstes Buch von Colleen Hover und da in dem Buch eine Autorin -) Petra vorkommt, die ein Buch schreibt, dass dann den Titel "Woman Down" trägt, kommt man irgendwie nicht umhin sich zu fragen, ob die Autorin persönliches beschreibt.
Die große Frage des Buches ist es, wie viel man als Autorin selbst erlebt haben muss, um gut darüber schreiben zu können? Fantasie oder Erlebtes - was bringt mehr Inspiration?
Autorin Petra hat einen Shitstorm erlebt und sich zurückgezogen, muss aber aus finanziellen Gründen wieder schreiben und mietet sich eine Hütte am See. Doch sie hat eine Schreibblockade. Wie gut, dass eines Abends Saint - ein gutaussehender Cop vor ihrer Tür steht, weil es einen Vorfall gab. Die männliche Figur in ihrem Buch ist auch ein Cop und nun hat sie eine Art Vorlage.
Doch schon bald verschwimmen Realität und Fantasie ... und ein gefährliches Spiel beginnt. Wie weit wird Saint gehen? Und worauf wird Petra sich einlassen?
Die Geschichte erstreckt sich über 400 Seiten und ist mir etwas zu langatmig. Gut geschrieben, aber es gibt auch echt schräge Szenen zwischen Petra und Saint.
- Daniel Glattauer
In einem Zug
(336)Aktuelle Rezension von: Renate1964Eduard Brünhofer,einst - vor dreizehn Jahren- ein bekannter Autor von Liebesromanen, fährt von Wien nach München. Er hat den letzten Termin bei seinem Verlag. Er muss liefern. Im zug sitzt ihm gegenüber eine Frau in jungen mittleren Jahren., welche sich sehr für ihn interessiert. Es bahnt sich ein intensives Gespräch an.
Der Roman ist stellenweise sehr amüsant, warmherzig leicht zu lesen. Das Ende eine Überraschung
- Bianca Iosivoni
BAD VIBES. Deine Geheimnisse sterben nie
(187)Aktuelle Rezension von: Kim_x_berlyDieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Ich bin super schnell reingekommen und es war unglaublich spannend, auch dank der vielen Twists und dem wirklich guten Spice (der meist unglaublich überraschend kam, was ich aber gut fand). Dennoch verliert sich das Buch nicht in der Beziehung zwischen den Charakteren und folgt klar der Suche nach dem Mörder. Und sowohl das Setting als auch die Protagonisten haben mich total abgeholt und mitgenommen. Wer gerne Thriller liest und auch offen ist für intensiven Spice, für etwas Abwechslung, ist, ist hier mehr als richtig.
- Ava Reid
A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
(230)Aktuelle Rezension von: GiseEffy studiert Architektur. Eigentlich wäre Literatur ihr Favorit, doch das ist Frauen in Llyr untersagt. Sie ist großer Fan von Emrys Myrddin, und umso größer ist ihre Freude, als sie den Zuschlag erhält, um das Anwesen des verstorbenen Autors zu renovieren. Doch Hiraeth Manor erscheint so ganz unerwartet anders, vor allem aber droht es vom Meer verschlungen zu werden. Zusammen mit ihr auf dem Anwesen des Autors ist auch Preston, ein Literaturstudent, der den Nachlass des Autos sichtet. Gemeinsam kommen die beiden einem dunklen Geheimnis auf die Spur...
Das Buch ist der erste Teil der Geschichte um Effy, die alle Werke ihres Lieblingsautors zitieren kann, jedoch nicht zum Literaturstudium zugelassen wurde. Mit Preston verbindet sie zunächst der Hass darüber, dass er aus der Uni-Bibliothek sämtliche Bücher zu Emrys Myrddin ausgeliehen hat. Sie ahnt nicht, wie sehr sich ihre Beziehung noch verändern wird – und vor allem ahnt sie nicht ansatzweise, auf welches dunkle Geheimnis sie beide stoßen werden. Die Geschichte verbreitet eine äußerst düstere Atmosphäre, die von Anfang an auf die Gefahr hinweist, in der Effy sich befindet. Jede Menge Geheimnisse gilt es aufzudecken, wobei die Grenze zur Realität zunehmend verwischt wird. Am Ende des Buches sind so viele Fragen offen geblieben, dass ich schon ganz gespannt auf die Fortsetzung bin. Ich habe das Buch als Hörbuch begonnen und wurde sehr schnell in die Düsternis der Geschichte hineingezogen. Fasziniert lauschte ich der Sprecherin, die Effys Gedanken und Erlebnisse äußerst realistisch herüberbringen konnte. Beendet habe ich das Buch in der gedruckten Ausgabe, was aber rein an mir liegt – ich tue mich schwer mit längeren Hörbüchern, da fällt es mir schwer, bei der Stange zu bleiben.
Mich hat dieser Mystery-Roman schnell in seinen Bann ziehen können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.
- Jeffrey Archer
Erbe und Schicksal
(239)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteEs war wieder sehr spannend zu Verfolgen, wie die Cliftons und die Barringtons erst mit den uns bekannten Feinden am streiten sind, als sie durch einen Zufall über Sebastian sich einen gefährlichen neuen Gegner geschaffen haben.
Das Cover passt sehr gut auch das mit dem Flugzeug, weil es diesmal teilweise auch nach Übersee geht. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm.
Es war wieder interessant in die Zeit einzutauchen, auch wenn mir einiges gefehlt hat. Es wirkte nämlich so, als wäre Britanien nicht wirklich vom Krieg gezeichnet gewesen sondern als ginge es so wieder ins alltägliche über.
- Robert Galbraith
Der Seidenspinner
(385)Aktuelle Rezension von: MarigoldIm zweiten Fall für Cormoran Strike verschwindet der Autor Owen Quine spurlos und Strike soll ihn im Auftrag seiner Frau aufspüren. Schnell wird klar, dass mehr dahinter steckt als nur ein spontanes Abtauchen. Quine hat ein Manuskript geschrieben, das Menschen aus seinem Umfeld extrem bloßstellt. Als er brutal ermordet aufgefunden wird, müssen Strike und Robin tief in die literarische Szene eintauchen, um herauszufinden, wer ihn wirklich zum Schweigen gebracht hat.
Für mich war dieser Teil deutlich düsterer, schwerer und komplexer als der Vorgänger. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, bietet viele Andeutungen, Wendungen und ein klassisches Miträtseln bis zum Schluss. Allerdings braucht man dafür Geduld, denn es gibt auch Längen und eine anhaltend bedrückte Stimmung. Insgesamt aber ein starker zweiter Band der Reihe mit toller Weiterentwicklung von Robin und einem Fall, der lange nachwirkt.























