Bücher mit dem Tag "autoren"

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294 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.740)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenwanderung

    Der Schatten des Windes ist eines dieser Bücher, bei denen ich mir eine Verfilmung wünsche. Die Beschreibungen der Schauplätze im Barcelona der 40er bis 60er Jahre würde ich nur zu gerne auf der Leinwand zum Leben erwachen sehen. Andererseits wäre ich dann vielleicht auch enttäuscht, wenn die Darstellung nicht an die stimmungsvollen Bilder herankommt, die beim Lesen entstehen. Am liebsten würde ich mir selbst auf dem Friedhof der Vergessen Bücher ein Buch aussuchen, das zu mir gehört. Ich würde gern in Barcelos Wohnung Klavier spielen und die verlassene Villa der Aldayas erkunden.

    Natürlich haben mich nicht nur die Orte überzeugt. Die Geschichte von Daniel, der versucht das Rätsel um den mysteriösen Autor Julian Carax zu lösen hat mich ebenso bis zum Schluss gefesselt. Die Akteure sind alle spannend, nachvollziehbar und nicht eindimensional. Keiner von ihnen wirkt wie ein Mittel zum Zweck, sondern hat offenbar seine eigene komplexe Geschichte, was ich wirklich schön finde.
    An dieser Stelle kann ich aber auch zu meinen einzigen zwei Kritikpunkten kommen:
    1. Erschien mir ausgerechnet der Protagonist, Daniel, am unzugänglichsten. Er ist die einzige Figur, deren Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte, obwohl ich in seine Gedanken die meisten Einblicke hatte.
    2. Wird gegen Ende ein großer Teil des Rätsels auf einmal gelöst, auf eine Art, bei der ich das Gefühl hatte, dass der Autor es sich an dieser Stelle etwas zu einfach macht.

    Allerdings ist das wirklich Gemecker auf hohem Niveau! Alles in allem hat mich die Geschichte absolut überzeugt und hungrig gemacht auf die weiteren Geschichten von Carlos Ruiz Zafón!

  2. Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
    Joël Dicker

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

     (806)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflocke1

    Die ganze Rezension: http://sabinesbuecherzimmer.dadak.de/die-wahrheit-ueber-den-fall-harry-quebert-von-joel-dicker-rezension-werbung

    Dieses Buch taucht wahrscheinlich am Ende des Jahres in meinen Highlights wieder auf. Es hat mich wieder dazu gebracht, das ich in einem Fall Miträtsel. Ich habe das Buch wirklich genossen, denn nichts war so, wie es scheinte und trotzdem hat am Ende alles Sinn ergeben. Joël Dicker erzählt die Geschichte eher langsam mit vielen Details, aber genau das hat dieses Buch so grandios gemacht. Dadurch konnte ich mir alles Vorstellen und habe gewisse Figuren/Zusammenhänge besser verstanden. Ich war mit Marcus in Aurora und haben versucht, diesen Fall zu lösen. Die Figuren sind sehr gut gemacht mit vielen Facetten und Tiefgang. Sie waren keine graue Masse und austauschbar, auch wenn ich ein paar von ihnen am liebsten manchmal ganz fest geschüttelt hätte.

  3. Cover des Buches Tintenherz (ISBN: 9783791504650)
    Cornelia Funke

    Tintenherz

     (10.603)
    Aktuelle Rezension von: Bellaisabelle_

    Das Buch bzw. Die Reihe hat mir echt richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, die Welt ist bezaubernd und liebevoll gestaltet und das Cover ist wunderschön. Es spielen vielseitige, interessante und spannende Charaktere in dieser Welt. 

    Die Geschichte wird bildnerisch schön beschrieben, sodass ich mir die Charaktere, die Umgebung und die gesamte Welt gut vorstellen könnte. Ich habe dieses Buch in meinem Herzen und lese es wirklich oft. Ich kann leider nicht in weitere Worte fassen wie gut es mir gefällt. Aber es lohnt sich wirklich das Buch zu lesen. 

  4. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.623)
    Aktuelle Rezension von: railantahelena

    dieses wunderbare Buch hat mich zum weinen gebracht es ist so eine wunderbare Geschichte so eine außergewöhnlich wunderschöne Geschichte . die zwei haben die Große liebe gefunden


    dieses buch kann man nur werter empfehlen                                                                                                                                 

  5. Cover des Buches Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt (ISBN: 9783736304659)
    Kristina Günak

    Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Miss_Bla

    Wer zwischen Lektüren mit schwerer Kost eine angenehme und relativ unterhaltsame Pause möchte, kann sich dieser Geschichte widmen. Insgesamt ist die Handlung jedoch wenig einfallsreich. Der Leser weiß schon zu Beginn wie die Geschichte enden wird. 

  6. Cover des Buches Das Leben und das Schreiben (ISBN: 9783453435742)
    Stephen King

    Das Leben und das Schreiben

     (346)
    Aktuelle Rezension von: OliverBaier

    Ja, meine ersten spannenden Titel stammen aus der Feder von Stephen King. Sie haben mich gefesselt, geängstigt und haben lange in meinem Regal gestanden- irgendwann habe ich sie verschenkt, ausgelesen, überholt- fertig. Nochmal mit Joyland einen Versuch gestartet- mäßig begeistert und nun hat mich diese autobiographische Schreibanleitung von Stephen King wirklich absolut erfreut. Ich werde mich mit einem anderen Blick an mein Debüt setzen und die Türen solange zu lassen, bis es nach draußen kann. Ich kann dieses Buch nur jedem Autor und/ oder Fan von Stephen King ans Herz legen.

    Hätte ich die Zeit gehabt, wäre es in einem Rutsch durchgelesen worden.Super

  7. Cover des Buches Der Seidenspinner (ISBN: 9783734102233)
    Robert Galbraith

    Der Seidenspinner

     (341)
    Aktuelle Rezension von: LilyEvans

    Im zweiten Krimi rund um den Detektiv Cormoran Strike, geht es um einen verschwunden Autor, der später tot aufgefunden  wird. Vieles deutet darauf hin, dass er seinen Tod inszeniert hat, um seinen unveröffentlichten Buch die richtige Werbung zu verpassen. 

    Wie bereits im ersten Teil legt die Polizei sich früh auf einen Täter fest und es ist an Strike die Wahre Identität des Mörders zu enthüllen.  Doch wie bereits im ersten Teil, bleibt es bis zum Schluss spannend. 

    Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Beziehung zwischen Cormoran und Robin weiter vertieft wird. Somit bekommt die Story deutlich mehr Tiefe und es bleibt nicht all zu oberflächlich. 

  8. Cover des Buches Tintentod (ISBN: 9783791504766)
    Cornelia Funke

    Tintentod

     (2.787)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    ... 

  9. Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499248863)
    Simon Beckett

    Obsession

     (1.172)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen:

    Als seine Frau plötzlich stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Sarahs autistischer Sohn Jacob spendet ihm Trost. Aber während er die Schränke der Toten ausräumt, macht Ben eine grausame Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs Kind. Offenbar hat sie den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Fassungslos macht sich Ben auf die Suche nach Jacobs leiblichen Eltern – und gerät in einen Strudel tödlicher Obsessionen. 

    Ich habe das Buch auf Seite 246 von 414 Seiten abgebrochen.

    Der Klappentext hat mich durchaus angesprochen, leider wurde die Geschichte nach den ersten 50 Seiten überhaupt nicht mehr spannend und nahm, m.E., auch nicht mehr wirklich Fahrt auf. Ab diesem Punkt klärt sich, ob der Junge entführt wurde oder nicht. Später werden nur Lückenfüller genutzt um die Obsessionen von Ben dem Leser halbwegs anschaulich zu erklären. Leider hat mich das Buch dann überhaupt nicht mehr interessiert, da ich auch nicht das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen, sondern ein erweitertes Familiendrama.

    Der Schreibstil ist durchaus angenehm zu lesen - das war´s dann aber auch schon.

    Leider überhaupt nicht vergleichbar mit der David-Hunter-Reihe, die ich bisher verschlungen und auch als sehr gut empfunden habe.

    Ein Unterschied, wie Tag und Nacht - aber immerhin sieht man daran, dass auch ein Simon Beckett zunächst "üben" musste, um richtig gute Bücher schreiben zu können.

  10. Cover des Buches Tintenblut (ISBN: 9783791504674)
    Cornelia Funke

    Tintenblut

     (3.348)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy

     

    Staubfinger möchte zurück in seine Geschichte, und Farid möchte mit. Letztendlich finden die beiden jmd, der meint das zu können. Sein Name ist Orpheus. 

    Doch er schafft nur Staubfinger wieder rein, Farid lässt er absichtlich, auf Befehle von Basta und Mortola, in der „normalen“ Welt. Farid ist klar, er muss Staubfinger warnen, dass die zwei zurückkommen und Unheil anrichten werden. 

    Also geht er zu Meggie und überredet sie, ihn in die Tintenwelt zu lesen. Und sich gleich dazu, denn ihre Sehnsucht nach dieser Welt ist über die Monate immer übermächtiger geworden… Also finden sich die zwei im Weglosen Wald wieder und begeben sich auf die Suche nach Staubfinger…. 


    Meine Meinung: 

    Also, der Band hat mir um einiges besser gefallen als der erste. Anfangs hat es sich iwie gezogen und es war schwer für mich, mich aufzuraffen und es weiter zu lesen, aber ich bin froh, dass ich es getan habe. Die Geschichte spielt zum größten Teil in der Tintenwelt, die im mittelalterlichen Stil gehalten wurde, was mir persönlich schon mal sehr zusagt 😊 dazu noch ein paar Feen hier, ein bisschen Magie da, perfekt! 

    Es wird auch blutiger als im ersten Teil, so ist es nicht mehr ganz so offensichtlich, dass die Geschichte eher dem jüngeren Publikum gewidmet wurde. 

    Gegen Ende passiert auch noch etwas Trauriges und Unerwartetes… das aber nicht endgültig sein wird… Eventuell :D Man weiß es noch nicht so recht! 

    Ich bin also auf den letzten Teil sehr gespannt 😊

  11. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499249266)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (613)
    Aktuelle Rezension von: bookaddictxs

    Kehlmann ist der Autor der „Vermessung der Welt“. Daher habe ich mich mal an dieses Buch hier gewagt.

    In Ruhm werden 9 Geschichten erzählt in denen der Autor zeigt, wie viel Macht Autoren beim Schreiben besitzen und wie sie das Schicksal ihrer Figuren in der Hand haben. Was wäre wenn eine tödliche Krankheit die alte, zerbrechliche Figur am Ende gar nicht umbringt, sondern sich das Blatt plötzlich wendet und sie wieder jung und gesund ist? 

    Die Geschichten sind einerseits unabhängig voneinander aber andererseits doch miteinander verwoben. 

    Sie handeln irgendwie alle von einer vergänglichen Identität, jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Zudem wird deutlich, dass alles sich ständig verändert und man nichts festhalten kann. 


    Ich habe mir nach einigen Rezensionen etwas mehr erhofft. Ich meine, man kann es lesen, aber für mich war es keinerlei Offenbarung. Mir hat die Spannung irgendwie gefehlt & vielleicht hätte ich mir auch mehr Inhalt gewünscht. Die Zeilen wirkten oftmals etwas leer auf mich. Wenn auch das Thema trotzdem zum Nachdenken angeregt hat. Mir hat ein würziger Funke gefehlt. 


  12. Cover des Buches Die souveräne Leserin (ISBN: 9783803112545)
    Alan Bennett

    Die souveräne Leserin

     (517)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 120 Seiten

    Verlag: Wagenbach (28. August 2008)

    ISBN-13: 978-3803112545

    Originaltitel: The Uncommon Reader

    Übersetzung: Ingo Herzke

    Preis: 16,00 €


    Einfach wunderbar!


    Inhalt:

    Mehr zufällig landet die Queen im Bücherbus der örtlichen Bücherei und lernt dort Norman kennen, der in der königlichen Küche arbeitet. Um nicht unhöflich zu sein, leiht die Königin sich ein Buch aus: Der Beginn einer steilen Leserkarriere! Fortan unterhält sie sich mit Norman über Literatur, man sieht sie nur noch selten ohne Buch, sehr zum Missfallen ihrer Minister und Berater …


    Meine Meinung:

    Dies ist ein wunderbar warmherziges Büchlein über das Lesen und über die Queen, gespickt mit britischem Humor und allerlei Fakten aus der Literatur und (nicht ganz ernst zu nehmenden) Eindrücken aus dem Königshaus. Es ist herrlich amüsant zu lesen, und bestimmt findet sich jede Leserin und jeder Leser zumindest ein Stück weit darin wieder. 


    Ich habe es sehr genossen.


    Fazit: 

    Eine wundervolle Liebeserklärung an die Literatur und an die Queen - man kann es einfach nicht anders sagen.


    ★★★★★


  13. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

     (638)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Die Seiten der Welt "Nachtland" 

    Inhalt: Die Reise ins Herz der Bücherwelt! Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden. Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor. Das Reich uralter Bibliotheken und phantastischer Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert. Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen auf das größte Geheimnis der Bibliomantik. 

    Meinung: Richtig toller zweiter Band dieser Triologie. Auch dieses Buch ist flüssig geschrieben worden und auch richtig spannend. Für Quereinsteiger ist das Buch aber nix, da man nicht in die Geschichte reinkommen würde. Es gibt nämlich keinen Prolog. Die Protagonistinen und Orte sind wieder sehr detailliert beschrieben. Das Zusammenspiel der verschiedenen Protagonisten ist sehr schön und interessant. In dem Buch wird die Vergangenheit mit der Gegenwart kombiniert, was ich auch sehr schön finde, dadurch werden viele aufkommende Fragen beantwortet. Mir gefällt auch, dass die Schauplätze halt mehrere Orte sind. So lernt man diese fantastische Welt noch besser kennen. Das Ende ist zwar ein  fieser Cliffhänger. Aber egal. Auf zu Teil 3.

  14. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.364)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Während ich Der Schatten des Windes eines meiner Lieblingsbücher ist,  kann ich bei der Fortsetzung nicht mehr als zwei Sterne springen lassen. Dies hat drei Hauptgründe: Die einseitige Handlung, die übernatürlichen Elemente und zu guter Letzt den Film "Angel Heart" von 1987. Auch wenn vermutlich der letzte Punkt die meisten Ausführungen nötig hat, so möchte ich doch von Anfang an mit der Bewertung beginnen.

    Der erste Punkt ist vermutlich der Schwächste, denn er ist nur zu berücksichtigen, wenn man Der Schatten des Windes als Vergleich heran zieht. Ich tue dies, weil ich sehr wohl finde, dass sich eine Fortsetzung an ihrem Vorgänger messen lassen muss. Um so mehr, wenn dieser ein so grandioses Werk war. Der Schatten des Windes brachte dem Leser eine kleine Anzahl an sehr verschiedenartigen Charakteren mit ihren eigenen Geschichten, alle mit einer eigenen Stimmung - zumeist düster und melancholisch, doch nicht ohne den hin und wieder aufflammenden Funken an Humor. Das Spiel des Engels bietet so gut wie nichts dergleichen. Die Sicht auf die Geschehnisse wird auf den Blickwinkel des Protagonisten eingeengt.

    Die vielen Geschichten des ersten Teils vereinten sich am Schluss des Buches zu einer schlüssigen, wenn auch sehr unwahrscheinlichen und fast übernatürlichen Lösung. Dies ist im Spiel des Engels nicht der Fall. Das Buch bleibt dem Leser eine echte Erklärung schuldig, das Ende ist offen und die losen Enden der Geschichte flattern traurig im Wind. Mag sein, dass es oft ein gutes Stilmittel sein kann, zu verschleiern, was real ist und was der Fantasie des Protagonisten entspringt - jedoch nicht hier, nicht im Vergleich zum Schatten des Windes und nicht im Vergleich zu Angel Heart.

    Ja, Angel Heart. Der Titel ist bereits so ähnlich. Und so ist es auch mit dem einzigen Plotstrang, welcher mehr als andeutungsweise aufgeklärt wird - er ist zu einem nicht geringen Teil so weit identisch, dass jeder, der entweder das Buch oder den Film kennt, ab der Hälfte von beidem sagen können wird, wie der Hase läuft.
    Um zu sagen, Zafon hätte sich von diesem Film inspirieren lassen, sind die Ähnlichkeiten meiner Ansicht nach zu groß. Eher schon könnte man von einer Hommage reden - doch dann hätte sie nicht einen so großen Teil des Buches ausmachen dürfen.
    Kurz: Zafon hat abgekupfert. Ob bei dem Film Angel Heart mit (immerhin mit Rourke und DeNiro, als kein unabhängiger Nischenfilm, bei welchem es nicht aufgefallen wäre) oder direkt bei der Romanvorlage "Falling Angel" von William Hjortsberg aus dem Jahr 1978 ist relativ irrelevant. Ich schließe eher auf Ersteres, da verschiedene Kritiker im Internet zwar eine Nähe zwischen "Das Spiel des Engels" und "Falling Angel" erkennen, aber keine solchen vorwürfe erheben. Titel und Komposition lassen darauf schließen, dass es sich nicht um einen reinen Zufall handeln kann.

    Interessant finde ich, dass ich mir bereits beim Schatten des Windes -vor allem beim "Showdown"- dachte, dass sich der Autor wohl gerne eine Verfilmung wünschen würde, beschreibt er doch viele Szenen so, dass man meint, sie schon einmal in einem Hollywood-Film gesehen zu haben. Diese Vorstellung bleibt im ersten Band jedoch generell und ist mehr in Stilmittel - im zweiten Band leider nicht mehr.

  15. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (270)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  16. Cover des Buches Kill Creek (ISBN: 9783453320253)
    Scott Thomas

    Kill Creek

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Buechergruft

    Inhalt:

    Am Ende einer langen Straße mitten im ländlichen Kansas liegt einsam und verlassen das Finch House. Es ist berüchtigt, schließlich ereilte jeden seiner Bewohner einst ein grausames Schicksal. Könnte es eine bessere Kulisse geben, um die vier erfolgreichsten Horrorautoren der USA zu einem Interview zusammenzubringen und das ganze live im Internet zu streamen? Was als harmloser Publicity-Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Denn es kommen nicht nur die dunkelsten Geheimnisse der vier Schriftsteller ans Tageslicht, auch das Finch House selbst hütet ein dunkles Geheimnis. Aber anders als die vier Autoren möchte es dieses nicht für sich behalten. Und schon bald gibt es den ersten Todesfall ...


    Meinung:

    Der Gruselfaktor kommt bei Kill Creek definitiv nicht zu kurz. Die Szenen sind super beschrieben und vorallem detailliert.
    Die Hauptcharaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, dass machte es aber umso interessanter. Jeder hatte seine eigenen Dämonen zu bekämpfen, was das Haus natürlich ausnutzte.

    Ein toller Roman der mich sehr gut unterhalten hatte. Ich mochte den Schreibstil sehr, obwohl es an manchen Stellen einwenig langatmig wurde. Trotzdem kann ich das Buch allen weiterempfehlen.
    4 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Auge um Auge (ISBN: 9783423626224)
    Jenny Han

    Auge um Auge

     (284)
    Aktuelle Rezension von: KathisBuecherkrams

    Auge um Auge ist ein Buch der Erfolgsautorinnen Jenny Han (To all the boys I've loved before) und Siobhan Vivian (Nur eine Liste). Ich habe dieses Buch lange eher stiefmütterlich behandelt, weil ich mit Jenny Han nicht den allerbesten Start hatte. To all the Boys hat mir vor einigen Jahren zwar ganz gut gefallen, mich aber auch nicht wirklich umgehauen und danach habe ich lange nicht mehr zu der Autorin gegriffen. Neulich habe ich allerdings mit einer Erkältung im Bett gelegen und brauchte leichte Lektüre, die mir nicht viel abverlangen würde. Also habe ich zu Auge um Auge gegriffen. Was soll ich sagen? Das Buch hat mir genau das gegeben, was ich haben wollte: Eine leichte Sommerlektüre (die sicherlich gut in die heiße Jahreszeit gepasst hätte) mit einer schnellen, unkomplizierten Handlung, angenehmen Protagonisten und einem tollen Schreibstil. 


    Ich habe mich beim Lesen sehr an Pretty Little Liars erinnert gefühlt - obwohl ich nur die Serie gesehen habe - und dieses sogartige Gefühl, das einen in die Handlung reinzieht, wirklich genossen. Dazu kam beim Lesen richtiges Sommer-Feeling auf, denn Auge um Auge spielt auf der Insel Jar Island, wo wirklich jeder jeden kennt. Wir steigen in der letzten Woche der Sommerferien in die Geschichte ein, als unsere Protagonisten zwischen den nie enden wollenden Sommertagen und der Vorfreude auf ihr Senior-Jahr mit all den Sorgen und Problemchen von Abschlussnoten, Collegeauswahl und Homecoming feststecken. Auge um Auge ist ein richtig schöner Highschool-Roman, über Schulalltag, Football, Cheerleading, Freundschaft, Liebe und das Leben an sich. 

    Auch die eigentliche Handlung hat mir sehr gefallen, in der sich unsere drei Protagonisten an falschen Freunden rächen wollen. Wir lesen abwechselnd aus der Perspektive von Mary, Lillia und Kat, die eigentlich nicht viel gemeinsam haben, zwischen denen sich aber bald eine zarte Freundschaft der besonderen Art entwickelt. Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, dass diese drei Mädchen keine Außenseiter sind, wie der Klappentext vermuten lassen könnte. Kat könnte man wohl noch am ehesten als Außenseiterin bezeichnen, mit ihrer coolen, toughen Art, die eigentlich nicht viel auf das soziale Gefüge in ihrer Schule gibt. Mary ist gerade erst (wieder) neu in den Ort gezogen und kennt daher nur wenige ihrer Mitschüler. Und Lillia ist eigentlich sehr beliebt, Teil des Cheerleading-Teams und mit einer reichen Familie gesegnet. 

    Trotzdem haben alle drei Grund genug, sich an ihren Mitschülern zu rächen, die ihnen auf die ein oder andere Weise übel mitgespielt haben. Mary ist nach der siebten Klasse mit ihren Eltern aufs Festland gezogen, weil sie das Mobbing ihres Mitschülers Reeve nicht mehr aushielt. Kat wurde von Rennie enttäuscht, die Lügengeschichten verbreitet hat, um sich mit "besseren Kreisen" anzufreunden. Und Lillia ist sauer auf Alex, der eine Partynacht mit ihrer kleinen Schwester verbracht hat. 

    Die drei beschließen einen Pakt, um sich an ihren falschen Freunden und rächen - allerdings haben sie nicht damit gerechnet, wie schnell die Dinge aus dem Ruder laufen können...

    Mir hat an der Geschichte wirklich gut gefallen, dass es einen logischen Aufbau gab. Die Dinge haben sich nicht einfach auf heiterem Himmel entwickelt, sondern man konnte eine Entwicklung nachvollziehen. So muss sich beispielsweise die Freundschaft zwischen Mary, Kat und Lillia erst aufbauen. Die Mädchen sind komplett verschieden und gerade Lillia und Kat verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die allerdings keinen guten Ausgang hatte. Trotzdem schließen sie sich zusammen und versprechen sich gegenseitig bedingungsloses Vertrauen und Ehrlichkeit, wenn ihre Rache funktionieren soll. Besonders beeindruckt war ich beim Lesen von Lillia, denn alle drei Mitschüler, an denen sich gerächt werden soll, sind Teil von Lillias Freundeskreis. Damit ist die Racheaktion für sie auch am schwierigsten. Trotzdem kam es mir als Leser sehr glaubwürdig vor, wie sie an der Echtheit dieses Freundeskreises zu zweifeln beginnt, besonders als es zu einem schlimmen Vorfall kommt, nach dem sie von ihrer besten vermeintlich besten Freundin im Stich gelassen wird. Auch die Geschichte von Mary fand ich beeindruckend zu verfolgen - vor allem ihre Vergangenheit. Es gab hier einen krassen Kontrast zwischen Reeve als ihrem Mobber und Reeve als dem Jungen, den sie täglich auf der Fähre trifft und der ohne seine Freunde viel netter ist. Es war irgendwo sehr besonders zu lesen, wie sich eine verdrehte Art von Freundschaft zwischen zwei Menschen entwickeln kann, die aber nur Bestand hat, wenn die beiden alleine sind. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was bei Reeve im Kopf vorgeht, wenn er dieses Mädchen hänselt und ausnutzt und dann wieder nett zu ihr ist, sobald ihn niemand beobachtet. Aus Marys Sicht hat es mich traurig gemacht und schockiert, wie einsam sie durch Reeves Mobbing geworden ist, dass sie sich an seine seltenen Nettigkeiten klammerte, bis es zur Katastrophe kommt...

    Neben der Freundschaft der Mädchen steigern sich auch ihre Racheaktionen langsam. Während es mit kleinen Streichen beginnt, die zwar unangenehm und ärgerlich sind - gerade für pubertierende Jugendliche an einer Highschool - aber keine bleibenden Schäden hinterlassen, wird aus den Streichen bald bitterer Ernst und die Mädchen merken zum Ende der Geschichte, dass sie einen Schritt zu weit gegangen sind. Hier endet der erste Teil auch mehr oder weniger mit einem Cliffhanger und lässt uns als Leser ratlos zurück, in wie weit das Geschehene zu unseren Protagonisten zurückzuverfolgen ist und ob sie mit Konsequenzen rechnen müssen. Grundsätzlich wurde ich von diesem Buch sehr neugierig zurückgelassen, wie es denn nun weiter geht. Allerdings muss ich sagen, dass sich der Klappentext vom zweiten Band nicht sonderlich vielversprechend anhört und ich habe ein bisschen Sorge, dass die Geschichte aus Teil eins einfach wieder aufgewärmt wird. Allerdings kann ein Klappentext ja auch täuschen und lesen möchte ich die beiden Folgebände auf jeden Fall. Da überwiegt dann doch die Neugierde und die Tatsache, dass ich mich in dieser Geschichte einfach wohl gefühlt habe und noch ein bisschen mehr Zeit auf Jar Island verbringen möchte. 

    Zwei Abzüge muss ich allerdings doch noch machen und zwar bei unserer Protagonistin Mary:

    Dass sie von ihrem Mitschüler Reeve gemobbt wurde und darunter lange zu leiden hatte, wissen wir. Das steht so auch im Klappentext, ich möchte hier niemanden spoilern. Allerdings gibt es eine Szene im Buch, in welcher Mary Kat und Lillia ihre gesamte Geschichte erzählt, die bis jetzt niemand kannte. Ich glaube, dass die Autorinnen hier einen Knall beim Leser verursachen wollten, wie schlimm Mary wirklich unter Reeve zu leiden hatte, aber dieser Schock blieb bei mir einfach aus. Vielleicht weil diese Offenbarung so plötzlich kam oder in ihrer Schnelligkeit einfach etwas Unglaubwürdiges an sich hatte. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber vielleicht war dieser Knall einfach ein bisschen zu viel und kam zu unerwartet, um sich passend in die Geschichte einzufügen. 

    Weiterhin gab es drei Szenen in diesem Buch, die in Richtung Mystery gingen und ich hoffe sehr, dass es einfach nur Marys Einbildung war und nicht die Absicht der Autorinnen, etwas Übernatürliches in die Geschichte einzubauen. Zum einen knallen auf einem Flur sämtliche Schließfächer zu, als Mary die Treppe herunter läuft und jemanden etwas zuruft. Dann fällt die Anführerin der Cheerleader von der Pyramide herunter, weil Mary sich das wünscht. Zu guter Letzt gibt es auf dem Schulball einen Kurzschluss mit Stromausfall für den Mary sich verantwortlich fühlt. Wenn die Autorinnen hier wirklich einen mysteriösen Touch in die Geschichten einbauen wollten, dann wäre dieser Anklang meiner Meinung nach völlig fehl am Platz und ich hoffe sehr, dass die nächsten Bände diese Anwandlungen nicht noch vertiefen und wir einfach im "normalen" Highschool-Setting bleiben. 


    Fazit:

    Trotz dieser kleinen Mängel hatte ich wirklich Spaß mit der Geschichte um Mary, Kat und Lillia. Das Buch lässt sich wahnsinnig schnell lesen, verlangt dem Leser nicht viel ab und bietet einfach eine gute Zeit. Ich freue mich sehr auf die beiden Folgebände und bin wirklich gespannt, wie es mit unseren drei Protagonisten weiter geht. 

    ***

    https://kathis-buecherkrams.blogspot.com/

  18. Cover des Buches Witwe für ein Jahr (ISBN: 9783257233001)
    John Irving

    Witwe für ein Jahr

     (459)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Ich habe den Film damals im Kino gesehen und fand ihn sehr schön. Das Buch hat mir noch besser gefallen. Es ist so schön, in John Irvings Geschichten einzutauchen. Auch wenn er oft peinliche Dinge schreibt, über die ich eigentlich nichts lesen will... 
    Als ich vor vielen Jahren "Gottes Werk und Teufels Beitrag" von Irving gelesen habe, fand ich den Roman großartig, war aber anschließend von der Verfilmung enttäuscht, weil viele Dinge, die mir im Buch wichtig waren, im Film gar nicht vorkamen. Bei der "Witwe für ein Jahr" war die Reihenfolge umgekehrt und mein Erleben entsprechend ein anderes: Einerseits bin ich angenehm überrascht, wieviel tiefer das Buch geht, wie viel Zeit die Geschichte wirklich umspannt. Andererseits habe ich bei dieser Reihenfolge immer das Problem, dass beim Lesen keine eigenen Bilder in meinem Kopf entstehen, sondern ich immer nur die Schauspieler aus dem Film sehe. Dieses Problem habe ich teilweise behoben, als ich nun mit etwas Abstand endlich die englische Ausgabe gelesen habe.
  19. Cover des Buches Die Fliege (ISBN: 9783956690532)
    Silvia Stolzenburg

    Die Fliege

     (50)
    Aktuelle Rezension von: KerstinTh

    Anna Benz ist Mitte dreißig und Kommissarin im Stuttgarter Dezernat 11. Sie kommt gerade aus einem zweiwöchigen Urlaub zurück, als das Dezernat einen neuen Fall bekommt. Es wurde eine in Müllsäcke eingewickelte Leiche gefunden. Die Beamten wissen lange nicht, wer die Leiche ist. Der Leser hingegen weiß es seit der ersten Seite, auf der der Mord an Tobias Hofmann detailliert beschrieben wurde. Die Beamten stehen vor einem großen Rätsel. Ihr einziger Zeuge ist fünf Jahre alt. Schnell finden sie sich in der Hackerszene wieder. Doch worum geht es bei diesem Mord – warum musste Tobias sterben?

    Anna Benz ist die Hauptakteurin in diesem Krimi. Der Leser erfährt zwar nicht allzu viel über sie – sie ist in einer Beziehung mit dem Lehrer Jens und sie fahren gern Rad – aber trotzdem ist Anna Benz durch ihre Art sehr sympathisch. Der Krimi scheint sehr gut recherchiert zu sein. Vor allem die Szenen in der Gerichtsmedizin kamen mir sehr realistisch vor. Man hatte das Gefühl, als wäre man selbst im Obduktionssaal dabei. Die Handlung startet schon zu Beginn sehr rasant. Leider fehlten mir aber die große Spannung und der Nervenkitzel. Schnell war klar, wer hinter allem steckt und wie es zu den Morden kam. Rausgerissen haben es dann aber die Handlungsorte, da diese mir alle bekannt waren. Letztendlich erhält dieser Stuttgart-Krimi von mir drei von fünf Sternen. Er ist gut recherchiert, angenehm geschrieben und er hat eine sympathische Kommissarin, aber er ist leider nicht spannend genug.
  20. Cover des Buches Afterworlds - Die Welten zwischen uns (ISBN: 9783737352222)
    Scott Westerfeld

    Afterworlds - Die Welten zwischen uns

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Es war etwas Besonderes, da es ein Buch ist, indem zwei Geschichten erzählt werden. Es beginnt mit einem Angriff auf einem Flughafen. Ein Mädchen kann noch den Notruf aktivieren und bekommt den Tipp da sich Tod zu stellen, damit sie den Angreifern nicht auffällt. Sie tut es und erwacht in einer anderen Welt- der Welt der Toten. Doch sie kehrt ins Leben zurück.  Aber sie hat einen neuen Freund dort kennengelernt, einen „ Seelenführer“ namens „Yamaraj“. Nun wechselt die Perspektive zu einer jungen 17 jährigen Schriftstellerin, die ihr erstes Buch geschrieben hat und es wird deutlich, dass es genau diese Geschichte ist.

    Immer abwechselnd werden nun einmal die Geschichte um die Totenwelt erzählt und das Leben und Arbeiten der jungen Frau in New York.

    Dieses Buch hat Atmosphäre. Ich konnte jeweils eintauchen in die Erzählperspektiven und auch wenn es so ein echter Wälzer ist, er lädt ein, das Buch zu verschlingen. Immer wieder kam es vor, dass ich einfach die eine Perspektive überspringen musste um weiter lesen zu können und danach die andere weiter zu lesen. Es gibt auch wirklich spannende und echt unheimlich gruselige Momente im Buch. Das hat mir super gefallen.

    Ich war hautnah bei den Figuren, in ihrem Apartment in New York, ebenso wie ich das Gefühl hatte mit ihr in dem Fluss zu versinken.   Die Idee, einen Roman zu schreiben, der von der Schriftstellerin handelt und gleichzeitig deren Werk vorstellt- finde ich grandios.

    Es waren echt unheimlich spannende Lesemomente dabei. Unheimlich fand ich besonders die Szene, des Geistersammlers.  Sehr informativ zu lesen waren auch die Abläufe wie ein Buch publiziert wird, wie der Ablauf bis zum Erscheinen ist, die Kontakte zu anderen Schriftstellers, das hat mir sehr gut gefallen.

    Das Lesen war wie ein Sog. 2 Erzählperspektiven- 2 Bücher praktisch in einem verbunden- spannend- gruselig- absolut fesselnd – ein tolles All- Age –Jugendbuch.

  21. Cover des Buches Das Mädchen, das in der Metro las (ISBN: 9783832165000)
    Christine Féret-Fleury

    Das Mädchen, das in der Metro las

     (251)
    Aktuelle Rezension von: MinaRico


    Juliette lebt eigentlich ein ziemlich eintöniges Leben. Sie arbeitet als Immobilienmaklerin und fährt jeden Tag mit der Metro, immer die gleiche Strecke. Sie beobachtet ihre Mitfahrer und was sie so lesen. 

    Da ist die eine Frau, die immer im selben Kochbuch blättert und der Mann, der stets in einem Buch über Insekten vertieft ist. Und da ist die junge Frau, die in einem dicken Schmöker liest und jedesmal an der gleichen Stelle im Buch weinen muss.

     

    Eines Tages beschließt sie spontan, zwei Stationen früher auszusteigen, um den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. Unterwegs kommt sie an einem Tor vorbei. An dem Tor hängt ein Schild mit der Aufschrift "Bücher ohne Grenzen". Sie bleibt stehen und ein kleines Mädchen, was vor dem Tor spielt, bittet sie herein. Sie zögert, weil sie befürchtet, nicht pünktlich zur Arbeit zu kommen. 

    Letztlich lässt sie sich überreden und so lernt sie Soliman kennen. 

     

    Soliman ist von der Macht der Bücher überzeugt und denkt, dass es für jeden das eine Buch gibt, welches das Potential hat, das Leben desjenigen zu verändern. Mithilfe von Kurieren sorgt er dafür, dass jeder das passende Buch bekommt. 

    Juliette ist so fasziniert davon, dass sie kurzerhand auch zu einem von Solimans Kurieren wird. Sie bekommt einen Stapel Bücher und die Aufgabe, die Menschen in ihrer Umgebung genau zu beobachten und ihnen aus dem Stapel das richtige Buch zu übergeben. 

    Findet sie dadurch vielleicht auch IHR Buch?


    Das Buch zu beschreiben, ist leicht: es ist schön geschrieben, tiefsinnig, aber trotzdem leicht und schnell gelesen. Es beinhaltet viele literarische Anspielungen, für Bücherliebhaber also absolut geeignet. Überhaupt mag ich ja Bücher, die von Büchern handeln. Wer sich in der Welt der Bücher verliert, der kann sich auch sehr gut in Juliettes Wesen hineinversetzen, sie verstehen. Das ist wichtig, um die Geschichte zu verstehen. 

    Trotzdem hat mir etwas gefehlt, was ich nicht wirklich benennen kann. Es ist nur ein Gefühl. Entweder hätte es etwas umfangreicher sein müssen oder es fehlt mir eine Fortsetzung. Irgendwie "geht da noch was", wie man auf Neudeutsch auch sagen könnte. Nach der Lektüre war ich irgendwie nicht vollständig zufrieden. Daher gibt es auch nur 4 Sterne.

     

    Was mir aber gefällt, ist das Cover. Die Bücher, teils mit Titel, teils mit Accessoires gespickt, Bücher stehend, liegend und aneinander lehnend....das setzt sich auch im Inneren des Buchdeckels fort und ebenso auf der Rückseite. Es fasst sich gut an und liest sich gut. 

    Wer Bücher über Bücher auch so gerne liest, der sollte dieses Buch auch auf jeden Fall lesen. Denn mein eigenes Gefühl muss sich nicht bei jedem einstellen und so kann es für den ein oder anderen durchaus das richtige Buch sein.

     


  22. Cover des Buches Der Seidenspinner (ISBN: 9783837128611)
    Robert Galbraith

    Der Seidenspinner

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Waschbaerin
    Die Lorbeeren für dieses Hörbuch gehören eindeutig Dietmar Wunder, der diesem Roman mit seiner wandelbaren und ausdrucksvollen Stimme unverkennbar sein Markenzeichen aufdrückt. Sein Name sollte man sich merken, wenn man gut gelesene Hörbücher liebt.

    Der Roman selbst erzählt von einem bestialischen Mord an einem Schriftsteller, der seit etlichen Tagen schon von seiner Ehefrau vermisst wird. Ihn aufzuspüren, dafür wird der private Ermittler Cormoran Strike engagiert.

    Strike, eine Kriegsveteran, der einen Unterschenkel im Irak verlor, wird unterstützt von seiner eifrigen Mitarbeiterin Robin, die vergeblich hofft, dass er ihr endlich das zutraut, was sie zu leisten vermag. Nur um bei ihm zu arbeiten, schlug sie ein viel besseres Jobangebot mit dem doppelten Gehalt aus. Doch zu Anfang des Romans scheint ihr Boss auf beiden Augen noch blind zu sein, sonst würde erkennen, was in ihr steckt.

    Erst nach einer rasanten Autofahrt, bei der sie hätten schwer verletzt werden können, aber Robins fahrerrischen Geschick verdanken, ohne Blessuren davon gekommen zu sein, zeigt er Bewunderung und fängt er an, sie mit anderen Augen zu sehen.

    Neben all den Verwicklungen des Krimis bleibt auch das jeweilige Privatleben von Cormoran und Robin nicht außen vor. Cormoran mit seiner gerade gescheiterten Verlobung und Robin, deren Eheschließung mit Mathew, durch den plötzlichen Tod der zukünftigen Schwiegermutter, auf später verschoben werden muss.

    Der Roman selbst hat so seine Schwächen. Vor allem das Ende, als das Verbrechen aufgeklärt wird. Weshalb ich trotzdem 4 Sternchen gebe liegt an der Figur des Cormoran Strike und seiner Assistentin Robin, aber vor allem an Dietmar Wunder, der dieses Buch genial zu Gehör bringt.
  23. Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)
    Markus Walther

    Buchland

     (169)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek


    Dieses Buch subbte schon einige Jahre auf meinem E-Book-Reader, bis ich heute durch Zufall wieder darüber gestolpert bin und mich Titel und Klappentext neugierig gemacht haben. Ich kam auch gut in die Geschichte um den geheimnisvollen Antiquariatsbesitzer Herr Plana und seine neue Angestellte Beatrice. Nach und nach entfaltete sich das Geheimnis seines Geschäfts und die Magie der Bücher und ich folgte den beiden Protagonisten gerne in den Keller, wo im Buchland jedes gedruckte Buch und jedes noch entstehende Werk seinen Platz hat. Hin und wieder musste ich schmunzeln oder zustimmend nickend, als Herr Plana der Nachwuchsautorin Beatrice Schreibtipps gibt.
    Ich war mir sicher, dass ich das Buch mögen würde, denn ich liebe Romane über die Magie von Büchern, die Magie des Lesens und Schreibens und "Buchland" bietet davon reichlich. Doch leider hat mich das Buch irgendwann im letzten Drittel verloren. Ich hatte Schwierigkeiten, mich auf die Beschreibungen und das Worldbuilding einzulassen. Ich konnte zwar den Ereignissen folgen, aber die Magie war für mich leider verloren. Sehr schade.




  24. Cover des Buches Madame Hemingway (ISBN: 9783746628912)
    Paula McLain

    Madame Hemingway

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Nachdem ich „Hemingway und ich“ gelesen habe, wo Hemingways dritte Frau, Martha Gellhorn, im Vordergrund steht, musste ich mir einfach auch dieses Buch zulegen. Zum Glück bin ich endlich dazu gekommen, es auch zu lesen. Hemingways erste Frau, Hadley, ist ein ganz anderer Typ Frau als Martha. Auch Hemingway scheint sich in den Jahren etwas verändert zu haben, weshalb es sicher auch interessant wäre, die Bücher direkt hintereinander zu lesen.

    Paula McLain schreibt in der ich-Form und haucht Hadley damit direkt Leben und Persönlichkeit ein. Auch, wenn man natürlich immer bedenken muss, dass es sich um einen Roman handelt und nicht alles zu einhundert Prozent authentisch sein kann, finde ich diese Perspektive hier doch gut gewählt. Man kommt Hadley als Person gleich zu Anfang schon sehr nahe, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und lernt mit ihr zusammen schließlich Ernest Hemingway kennen. Hemingway ist ein wirklich interessanter Charakter; als er Hadley kennenlernt, ist er noch sehr jung und doch schon sehr exzentrisch, eigentlich schon unsympathisch. Diese erste Ehe wird von McLain mit viel Liebe zum Detail dargestellt und lässt sowohl Hadley als auch Ernest zum Vorschein kommen und für den Leser greifbar werden. Auch die Zeit wird eindrucksvoll beschrieben: das Paris der 20er Jahre, das Leben der Künstler, auf die Hadley trifft… all das wird von der Autorin zu einer angenehm lesbaren und unterhaltsamen Geschichte verwoben. Natürlich sollte man schon Interesse an Hemingway als Person haben, um dieses Buch in vollen Zügen genießen zu können, aber auch ohne großartiges Vorwissen kann man das Buch lesen. Für den Einstieg habe ich ein wenig gebraucht, sobald dieser hinter mir lag, habe ich die Lektüre aber sehr genossen.

    Interessant war auch, dass einige Passagen aus Ernests Sicht geschrieben waren (wenn auch nicht in der ich-Form). So wurden die Lücken gefüllt, die Hadley nicht füllen konnte. Diese Abschnitte fand ich durchaus gelungen, da sie Einblicke in Ernests Gedankenwelt brachten. Gerade weil seine Perspektive wesentlich schwerer nachzuvollziehen war und er auch eine sehr schwierige Person gewesen zu sein scheint, fand ich den Perspektivwechsel sinnvoll. Auch zu seinen Werken finden sich einige interessante Stellen im Buch, wenngleich Hadley doch die Hauptperson ist und sein Schaffen eher hintenansteht. Jedenfalls hat das Buch mir spontan Lust gemacht, „Paris – Ein Fest fürs Leben“ und „Fiesta“ zu lesen.

    Am Ende gibt es für den interessierten Leser auch noch ein Kapitel zu den Quellen sowie ein Interview mit der Autorin, die das Buch noch abrunden. Wer also Interesse hat, nach der Lektüre noch ein wenig weiterzuforschen (und das halte ich für nicht unwahrscheinlich), bekommt die Gelegenheit dazu. Hier wird auch noch einmal klar, dass sich durchaus einige Fakten im Buch versteckt haben und sich die Autorin viel Mühe mit der Recherche gegeben hat.

     Fazit: Gut geschriebener Roman über Hadley Richardson und Ernest Hemingway – zwei interessante Persönlichkeiten, die in einer interessanten Zeit gelebt haben.

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