Bücher mit dem Tag "autorin"

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349 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426228012)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

    (1.701)
    Aktuelle Rezension von: Frieke

    Inhalt

    In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.

    Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...

    Meinung

    Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen. 

    Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.

    Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.

    Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt. 

    Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.

    Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.

    Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.

    Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht. 

    Fazit

    "Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.

  2. Cover des Buches Smaragdgrün (ISBN: 9783401506029)
    Kerstin Gier

    Smaragdgrün

    (6.788)
    Aktuelle Rezension von: anna124

    Nachdem ich bei Saphirblau einige Probleme hatte, in die Geschichte einzusteigen, war ich tatsächlich etwas zögerlich, mit diesem letzten Teil der Reihe zu beginnen. Allerdings war diese Sorge eigentlich umsonst, denn, warum & wieso auch immer, war dieser Teil wieder angenehmer zu hören.


    Das war wirklich ein toller Abschluss mit viel Action, aber wahrscheinlich auch genauso viel Romance. Da verzeihe ich auch einfach mal diese ganze “nach zwei Wochen ist das die große Liebe”-Thematik. Gideon darf das!

    Da es meinerseits ein Reread ist, konnten mich einige, aber nicht alle, Plottwists nicht mehr überraschen, dennoch fand ich sie für die ganze Handlung mehr als gelungen.


    Das große Highlight dieses letzten Teils ist sicherlich der Epilog und den fand ich wirklich toll! Auch wenn er irgendwie ein offenes Ende hatte????!!


    Vielleicht zum Abschluss noch ein Kommentar zu dieser ganzen Neuauflage: *Wie viel* schlussendlich in dieser ganzen Reihe geändert wurde, kann ich nicht beurteilen. Das überlasse ich gerne den Lesenden, die die Bücher im Schlaf aufsagen und da wahrscheinlich einen besseren Vergleich ziehen können.
    Kerstin hatte ihre berechtigten Gründe für die Überarbeitung der Bücher und ich denke, viele Autoren würden diese Chance nutzen, wenn man sie ihnen geben würde. Lesenswert bleibt die Reihe allemal und empfehlen kann ich sie auch.
    Auch die Hörbuchsprecher haben hier tolle Arbeit geleistet.


    Vielen Dank an argon hörbuch für die Bereitstellung dieses Audio-Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  3. Cover des Buches Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange (ISBN: 9783789120022)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange

    (1.074)
    Aktuelle Rezension von: Koala_1

    Der junge Coriolanus Snow als Mentor der 10. Hungerspiele .Er bekommt das weibliche Tribut aus Distrikt 12 zugeteilt. Eine Frechheit ? Oder doch nicht? Denn Lucy Gray ist sehr vielversprechend .Sie ist zwar zierlich und nicht besonders kampferfahren doch mit ihrer magischen Art zieht sie alle in ihren Bann .Doch nicht nur das Coriolanus und Lucy fangen an sich mehr zu mögen als nur ein Mentor und sein Tribut ,doch als Lucy in die Arena muss Versucht Coriolanus alles für sie zu tun damit sie gewinnt auch wenn es gegen die Regeln verstößt .Die Sponsoren Geschenke regnen nur so und Lucy ist schlau .Doch schafft sie es zu gewinnen und zurück zu Coriolanus zu kommen?

    Achtung kleiner Spoiler :⚠️



    Nachdem Lucy die Spiele gewonnen hat wird Coriolanus Betrug aufgedeckt und er wird als Friedenswächter nach Distrikt 12 gebracht wo seine Geschichte mit Lucy -Gray weitergeht .

    Meine Meinung:

    Ich fand es schwach geschrieben da die Spannung schlecht aufgebaut wurde und musste mich an manchen Stellen zwingen weiterzulesen. Generell fand ich die Geschichte nicht so gut wie in den anderen Bänden. Das Rnde hat mich sehr verwirrt .

    Achtung kleiner Spoiler:⚠️


    Mich nervt es am Ende nicht zu wissen was mit Lucy Gray passiert.



    Sterne:⭐️⭐️⭐️

  4. Cover des Buches Verity (ISBN: 9783423437288)
    Colleen Hoover

    Verity

    (2.226)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Warth

    Schon das erste Kapitel war spannend und sehr leicht zu lesen. Die Geschichte hat mich direkt gepackt, und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Colleen Hoover schafft es, von Anfang an eine geheimnisvolle und dichte Atmosphäre aufzubauen.


    In der Geschichte soll eine eher unsichere Autorin nach einem schweren Unfall die erfolgreiche Buchreihe einer bekannten Schriftstellerin fortsetzen. Während ihrer Recherche stößt sie jedoch auf eine Autobiografie, die vieles in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Diese Entdeckung macht die Handlung besonders spannend und sorgt immer wieder für überraschende Wendungen.


    Besonders in der Mitte des Buches habe ich mich selbst ein bisschen in den Protagonisten verliebt – vor allem wegen seiner liebevollen, freundlichen, kinderfreundlichen und gastfreundlichen Art. Sein Charme hat mich beim Lesen wirklich berührt.


    Und doch blieb am Ende eine provokante Frage in meinem Kopf: Habe ich mich wirklich wegen seiner warmherzigen Art ein bisschen in ihn verliebt – oder hat er mich als Leserin vielleicht genauso manipuliert wie die Figuren im Buch? Fragen über Fragen …


    Denn ganz am Ende merke ich plötzlich: Eigentlich mag ich ihn gar nicht mehr.


    Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Ich freue mich jetzt schon sehr auf die Filmpremiere.


  5. Cover des Buches Haunting Adeline (ISBN: 9783987183416)
    H. D. Carlton

    Haunting Adeline

    (381)
    Aktuelle Rezension von: Rosi1955

    Leider finde ich die Geschichte nicht besonders gut. 

    Eigentlich liebe ich Dark Romance Geschichten, doch hier war ich etwas enttäuscht. 

    Nicht mal wegen der Geschichte, eher die Handlungen und die Protagonistin. Beides waren nichts für mich.

    Band 2 habe ich dann nicht mehr gelesen, dazu kann ich also keine Infos geben.


  6. Cover des Buches Falling Fast (ISBN: 9783736308398)
    Bianca Iosivoni

    Falling Fast

    (1.087)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_Ritter

    Das Cover gefällt mir in dem lilanem getupften Ton.


    Hailee ist auf einem Roadtrip unterwegs und landet wie von selbst am Grab ihres besten Freundes. In einer Bar lernt sie Chase kennen während sie versucht von einem schmierigen Typen wegzukommen. Etwas an ihn fasziniert sie, doch als sie erkennt wer er ist wendet sie sich ab. Ausserdem muss sie sowieso wieder los, da sie mit ihrer Schwester am Ende des Roadtrips verabredet ist. 


    Mir hat der Start der Geschichte richtig gut gefallen, man konnte sich alles gut vorstellen und war auch direkt betroffen von Jaspers Tod. Ein bisschen an der Kommunikation der beiden hat mir nicht gefallen, ich kann es aber nicht genau benennen. Ich musste in diesem Buch 2 mal richtig weinen. 

    Mit diesem Ende zurückgelassen zu werden ist echt fies. Mir ist noch nicht so ganz klar, wieso sie am Ende so handelt wie sie es tut. Aber vielleicht wird das in der Fortsetzung besser erklärt, es hätte auch die Spannung rausgenommen wenn man mehr Informationen hätte. Spice ist vorhanden, die Dosierung ist in Ordnung. Man kann sich hier auf Romantik, Herzschmerz und viel Emotionalität einstellen. 


    Kein Highlight für mich, aber dennoch lesenswert. 

  7. Cover des Buches Trust Again (ISBN: 9783736302495)
    Mona Kasten

    Trust Again

    (2.366)
    Aktuelle Rezension von: Maike_Merker

    Was eine tolle Fortsetzung und es ist so schön, dass alle Protas aus dem ersten Band auch vorkommen und ebenfalls viel zu dem Buch bzw. der Geschichte beitragen. Genauso können wir auch den weiteren Verlauf dieser Charaktere miterleben, was ich mega finde.

    In diesem 2ten Band geht es um Dawn und Spencer, die einfach nur so süß zusammen sind😍
    Im ersten Band hat man ja schon viel von den beiden mitbekommen, obwohl ich dort tatsächlich Spencer anders gesehen habe als nach diesem Buch.

    Spencer ist einfache eine wandelnde Green Flag 🤭 ich musste teilweise echt mitleiden und ein Tränchen verdrücken. Er hat es wirklich nicht leicht in seinem Leben, aber versucht trotzdem immer positiv zu bleiben und fröhlich durch sein Leben zu gehen.

    Dawns Geschichte hatte ich so vom ersten Band her nicht erwartet und sie tat mir da direkt nochmal mehr leid, weil sie so etwas erleben musste.

    Die Story war wirklich toll, der Schreibstil mega und ich bereue es erst jetzt diese Reihe entdeckt zu haben.

    Freue mich schon sehr auf den nächsten Band

  8. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    (683)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    Ein Buch, das lange nachhallt. Ferrante zeichnet die Freundschaft zwischen Elena und Lila mit einer solchen Tiefe, dass man sich ihnen kaum entziehen kann. Die Sprache ist klar, eindringlich und voller Zwischentöne. Ein meisterhaftes Porträt zweier Mädchen, die sich gegenseitig prägen und herausfordern. Für mich ein echtes Highlight.

  9. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

    (1.226)
    Aktuelle Rezension von: buch_leselust

    Ich habe eigentlich etwas ganz anderes erwartet und hätte bei dem Cover eher einen Thriller vermutet. Allerdings war es so viel besser. 


    Hier wird sehr eindrücklich in die menschliche Psyche geblickt und alle möglichen "Fehler" betrachtet. Das Buch ist voll von treffenden Vergleichen und bietet einen manchmal zu realistischen Einblick in eine depressive Verstimmung.

  10. Cover des Buches Flying High (ISBN: 9783736309890)
    Bianca Iosivoni

    Flying High

    (658)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_Ritter

    Nachdem Chase rausgefunden hat was Hailee vorhat, ist er so schnell wie möglich auf dem Weg zu ihr um sie aufzuhalten. Aber das ist erst der Anfang einer langen Reise.


    Ich finde die Protagonisten machen in dem Buch eine schöne Entwicklung durch. Beide lernen mit ihren Problemen umzugehen. Mir hat besonders gefallen, dass es nicht so typisch "Chase hat sie gerettet" war. Natürlich hatte er auch was damit zu tun, aber ich denke es waren so viele Kleinigkeiten mehr die ihr geholfen haben zu heilen und zu verarbeiten. Beide finden ihren eigenen Weg und treffen ihre Entscheidung für sich selbst. Es gibt weniger Zweisamkeit in dem Buch und die Romantik steht nicht im Mittelpunkt. 


    Ich denke wer hier eine rein schöne und tolle Romance erwartet, wird enttäuscht. Wer allerdings eine Geschichte über Selbstheilung mit einem Touch Romance lesen möchte ist hier richtig. 

  11. Cover des Buches Der Erdbeerpflücker (ISBN: 9783570308127)
    Monika Feth

    Der Erdbeerpflücker

    (1.871)
    Aktuelle Rezension von: anila

    Ich hatte das Buch vor bestimmt 15 Jahren das erste mal gelesen und fand es richtig gut! Nun dachte ich, komm, lies es doch noch einmal (und dann die ganze Reihe, da habe ich nämlich noch nicht alle gelesen), aber ich habe es etwas bereut. Es folgen nun große Spoiler der Geschichte! 


    !!Achtung, Spoiler!!


    Caro wird umgebracht, das erfährt man ja schon am Klappentext. Sie erzählt nichts über ihren Freund und prompt verliebt sich Jette nach  gefühlt einer Stunde in einen wildfremden Mann und wundert sich überhaupt nicht, dass sie nichts über ihn weiß etc. Aber es ist natürlich die große Liebe. Caro ist komplett vergessen und die Umstände bzw. die Ungereimtheiten bei ihrem Mord auch. Das ist total unlogisch. Jette erzählt weder Merle noch ihrer Mutter irgendetwas von ihrem neuen Freund außer dass er Gorg heißt. Es ist 1 zu 1 wie bei Caro, was Jette überhaupt nicht auffällt, dabei wird sie als so intelligent beschrieben. Ja, sie ist 18, ja, sie ist verliebt, aber gerade wegen der Geschichte von Caro, sollten ihre Alarmglocken schrillen. Schon alleine wie die beiden sich kennengelernt haben. Also nee. 

    Die Gefangennahme von Georg, die für reichlich Action und Spannung hätte sorgen können, wurde einfach komplett weggelassen und als Leerstelle stehen gelassen. Sonst wurde auf den 300 Seiten davor aber jeder Atemzug von jeder Person quasi erzählt. Das hat die Geschichte unendlich langatmig in weiten Teilen gemacht. Und als dann endlich Fahrt aufgenommen wurde, war die Geschichte direkt zu Ende. Sehr viel Spannung wurde liegen gelassen. 

    Davon aber einmal ganz abgesehen, habe ich nicht verstanden, warum Jette mit 18 alleine wohnt, wenn sie doch ein stabiles und funktionierendes Elternhaus hat. Sinn???

    Und was ich auch nicht verstanden habe, was auch bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, warum Georg die Mädchen überhaupt umgebracht hat. Es fehlt jegliches Motiv, Hintergründe, alles. Eigentlich hätte ich auch zwei Sterne vergeben können, aber aus Nostalgiegründen und weil der Schreibstil sonst ganz okay war, sind es dann doch drei geworden. 

  12. Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9781250073808)
    Rainbow Rowell

    Fangirl

    (450)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein süßes Romance-Buch über die Studentin Cath, die leidenschaftlich gern Fanfictions schreibt und sich etwas verloren fühlt als ihre Zwillingsschwester Wren sich im Studium immer weiter von ihr entfernt. Doch dann kommt sie Levi näher, den sie eigentlich für den festen Freund ihrer Mitbewohnerin hält und lebt sich langsam aber sicher auf dem College ein. Der Schreibstil schildert aus der Erzählerperspektive und das relativ einfach und leicht, so dass man die Geschichte gern verfolgt. Und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet; Cath ist von sozialen Ängsten und ihrer Zurückgezogenheit gezeichnet und auch die Familiendynamik zwischen ihr, ihrem Vater und Wren ist interessant und teilweise ziemlich tiefgründig und realistisch. Aber auch Levi ist sympathisch, ganz ohne das Klischee des perfekten Love Interests zu verköpern. Generell ist die Story "mehr" als eine Lovestory; es ist auch Caths Coming of Age-Geschichte, denn sie erkennt mehr und mehr, was sie vom Leben will und lässt sich auf neue Menschen ein. Aber auch auf die Liebe zu ihren Fanfictions wird eingegangen, was ein sehr interessantes Thema ist. Ab und an liest sie auch ein paar Passagen daraus vor und die Autorin hat sich da echt Mühe gegeben. Insgesamt also ein schönes Buch zum Wohlfühlen und fallen lassen, das aber auch Abwechslung bietet und mal emotionaler wird. 

  13. Cover des Buches Vox (ISBN: 9783596704514)
    Christina Dalcher

    Vox

    (427)
    Aktuelle Rezension von: BuchstabenZauber

    "Vox" von Christina Dalcher wollte ich eigentlich schon vor einigen Jahren lesen, doch irgendwie sind dann doch immer wieder andere Bücher in den Fokus gerutscht.

    Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Rezensionen und Bewertungen zu dem Buch, in denen die Geschichte nur durchschnittlich abschneidet und hinter den Erwartungen vieler Leser zurückbleibt.

    Ich bin also voller Neugier in die Welt eingetaucht, in denen Frauen um ihre Worte beschnitten werden.

     

    "Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!"

    Zitat Klappentext

     

    Insgesamt war das Buch gut zu lesen. Oft empfand ich gerade zum Ende hin die Story als zu schnell abgehandelt und oberflächlich. Einige Szenen und Situationen ergaben nicht wirklich Sinn, bzw. hätte ich mir hier eine tiefere Ausarbeitung gewünscht.

    Da ich vor kurzem erst die Serie "The Handmaid´s Tale" nach der Romanvorlage von Margaret Atwood gesehen habe, hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, eine Kopie dessen zu lesen.

    Zwar ist die Geschichte der Wissenschaftlerin Jean McClellan eine Andere, doch tauchen in meinen Augen zu viele Parallelen zu der umfeierten TV-Serie auf. Sei es nun die Gründung eines neuen Amerikas aufgrund religiöser Fanatiker, die Unterdrückung und Beschneidung der Frauen, pastellfarbene Twinsets oder eine Rebellin, die durch ihren Liebhaber Unterstützung findet, um das System zu stürzen.

    Hier hatte ich tatsächlich häufig den Eindruck eine Fanfiction zu lesen.

    Im Ganzen nett zu lesen, aber die Geschichte begleitet leider einen faden Beigeschmack, wenn man die preisgekrönte Dramaserie um die Protagonistin June Osborne kennt.

  14. Cover des Buches YOU – Du wirst mich lieben (ISBN: 9783736310810)
    Caroline Kepnes

    YOU – Du wirst mich lieben

    (412)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    Auf Grund der Verfilmung dieses Stoffes als Serie auf Netflix wurde ich auf dieses Buch neugierig. Leider kann ich mich dem Hype davon nicht anschließen. Als die angehende Autorin Guinevere den Buchladen von Joe Goldberg betritt, ist er sofort von ihr fasziniert und versucht immer mehr von ihr herauszufinden. Er wird süchtig nach ihr und beginnt sie zu stalken. Irgendwann gibt sie seinen Drängen nach und begibt sich in eine ungesunde, abgründige Beziehung mit tödlichen Konsequenzen.

    Von Beginn an wird eine bedrückende, atmosphärische Stimmung vermittelt durch die krankhafte Besessenheit des Stalkers. Die detaillierten, langatmigen und ausschweifenden Beschreibungen, das Auf und Ab der Beziehung, insbesondere die zickige, wankelmütige und oft nervende Art des dadurch unglaubwürdigen Opfers, gehen eindeutig zu Lasten der Spannung.

    Der psychopathische Stalker beseitigt alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen durch kaltblütigen Mord, ohne sich dem  geringsten  Verdacht auszusetzen, was auf die Dauer voraussehbar ist,  wie das Ende, ohne dass es spektakulär spannend wird.

    Als großes Manko empfand ich, dass mir durchgehend sämtliche Protagonisten unsympathisch erschienen, so dass ich wenig Anteilnahme empfinden konnte.

    In gestraffter Form hätte aus diesem Buch ein viel spannender Thriller werden können. So war es für mich leider nur Mittelmaß, für das ich eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen möchte.

  15. Cover des Buches Magic Cleaning (ISBN: 9783499624810)
    Marie Kondo

    Magic Cleaning

    (305)
    Aktuelle Rezension von: GothicQueen

    Wer hat noch nicht davon gehört? Garantiert kaum jemand. Tatsächlich habe ich Marie Kondo vor einigen Jahren zunächst in der Netflix-Serie kennengelernt, in der sie mit ihren Klient*innen ausmistet. Ich fand die Serie super. Schade, dass es da keine weiteren Staffeln gab. Dann habe ich dieses Buch entdeckt und es mir als eBook erstanden. "Magic Cleaning" verspricht irgendwie mehr, als es tatsächlich ist. Jedenfalls hatte ich das Gefühl. Ja, es enthält richtig viele, und auch tolle Tipps. Ich bin immer wieder durch meine Wohnung gefegt und habe ausgemistet, wenn auch meistens nicht so, wie es Marie Kondo vorschlägt. Ich schätze aber, dass das daran liegt, dass ich von Haus aus sowieso sehr ordentlich bin und auch nicht so viel Zeug behalte. Ich sortierte sehr oft um und aus, weshalb auch nicht so viel übrig bleibt. Was aber gar nicht ging, war das Kapitel mit den Büchern. Jedes Buch in die Hand nehmen und sich fragen, ob es einen glücklich macht? Und wenn es das nicht tut, wird es gnadenlos weggeworfen. Wie kann man bitte Bücher wegwerfen? Das erschließt sich mir sowas von nicht. Und was spricht dagegen so ein bis zwei gefüllte Bücherregale daheim zu haben? Es macht mir Freude die Bücher immer mal wieder auf dem Boden auszubreiten und sie im Regal umzusortieren. Das könnte ich nicht mehr machen, wenn ich nur noch 10 bis 20 Bücher hätte. Ja, ich hebe nicht mehr alle Bücher auf. Ausgelesene Bücher behalte ich in der Regel gar nicht mehr. Außer es sind besonders schöne Exemplare, oder vielleicht auch welche, die signiert wurden. Und manchmal sortiere ich auch Bücher aus, die ich noch nicht gelesen habe. Denn Tatsache ist ja, dass man sich immer mehr Bücher anschafft, als man auch wirklich schafft zu lesen. Leider. Ich hätte gern die Zeit, alle diese Bücher zu lesen. Geht aber leider nicht, weil ich, wie die meisten von uns, arbeiten muss. Sei es drum. Dennoch kann man Bücher doch nicht wegwerfen! Ich verschenke sie, verkaufe sie, oder bringe sie zum nächsten Bücherschrank. Mittlerweile habe ich auch "nur noch" irgendwas zwischen 300-400 Bücher daheim. Früher waren es bestimmt so an die 1000. Aber die Zeiten sind vorbei. Und wenn es nach Marie Kondo geht, dann müssten auch die weg. Nein, ich finde das müssen sie nicht. Mich macht das gefüllte Bücherregal glücklich. Also bleiben sie. Zugegeben, das mit den Büchern ist ja auch nur ein Kapitel von mehreren. Aber um ehrlich zu sein, habe ich fast ein Jahr gebraucht um das Buch fertig zu lesen. Und das ist für mich dann immer ein Zeichen dafür, dass es hätte besser sein können. Für mich. Sonst hätte ich es schneller fertig gelesen. Demnach würde ich es jetzt nur Menschen empfehlen, die tatsächlich nicht mehr wissen, wie sie ihrem Chaos entfliehen können und wirklich was ändern wollen. Ein paar nützliche Tipps kann man diesem Buch schon entnehmen. 

  16. Cover des Buches Yellowface (ISBN: 9783847902140)
    Rebecca F. Kuang

    Yellowface

    (594)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Die recht erfolglose Autorin June Hayward ist mit der Star-Autorin Athena Liu befreundet. Eines Abends ereilt Athena ein Unglück, sie erstickt an einem Teigklumpen und June kann ihr nicht helfen. Als der Rettungsdienst eintrifft, ist es bereits zu spät. Im Affekt nimmt June das Roh-Manuskript von Athenas nächstem Roman mit. Sie erkennt, dass das ihre Chance ist, denn sie weiß, dass Athena niemals jemandem ihre Entwürfe zeigt…

    Meine Meinung: In diesem Roman mochte ich eigentlich überhaupt keinen von den Protagonisten. Entweder sind sie Sternchen und völlig eingebildet oder sie sind linkisch und falsch. Ich lese sonst nur Thriller und dieses Buch hier könnte man wohl noch als Spannungsroman durchgehen lassen. Denn es sind ja eindeutig kriminelle Machenschaften am Werk. Dennoch fehlte es mir hier ganz eindeutig an etwas: nämlich an Spannung! Ich musste mich wirklich zwingen, weiterzulesen. Gerade die ersten 100 Seiten fand ich sehr schleppend. Es liegt wahrscheinlich daran, dass wenig wörtliche Rede im Schreibstil vorhanden ist. Für mich ist so etwas dann schwierig zu lesen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

    Die Geschichte ist durchaus interessant! Denn was passiert denn genau, wenn man als Autor sein Werk an fremde Menschen abgibt? Das Buch gibt faszinierende Einblicke in das Verlagswesen, das fand ich schon interessant. Was im Laufe der Geschichte auch immer interessanter wurde, war die Entwicklung von June. Von einer selbstbewussten Frau entwickelt sie sich einer ängstlichen Person, die an jeder Ecke Böses wittert. Gut, das Böse ist ja auch da, wenn auch nicht so, wie sie am Ende denkt. Denn sie steigert sich hier fast in einen Wahn hinein. Naja, und so richtig selbstbewusst war June auch nie, denn ihren Wert fand sie nur in ihren Büchern und deren Außenwirkung.

    Mein Fazit: Ich kann mir vorstellen, dass viele dieses Buch feiern, doch für mich war das nicht so das richtige Buch. Mir fehlte es hier einfach an Spannung, was aber sicherlich meinem Leseverhalten geschuldet ist. Ich vergebe dennoch 3 Sterne, weil die Geschichte ja schon irgendwie interessant ist!

  17. Cover des Buches Mrs. Dalloway (ISBN: 9783717525561)
    Virginia Woolf

    Mrs. Dalloway

    (283)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Es ist ein besonderer Tag im Leben der zweiundfünfzigjährigen Clarissa Dalloway: Die Gattin eines Parlamentsabgeordneten will am Abend eine ihrer berühmten Upper-class-Partys geben. Der Tag vergeht mit Vorbereitungen, zufälligen Begegnungen mit Jugendfreunden, Konversation, nostalgischen Betrachtungen, Sinneseindrücken beim Flanieren ... Ein besonderer Tag soll es – aus ganz anderen Gründen freilich – auch für Septimus Smith werden. Auch ihn, den Kriegsheimkehrer, beschäftigt die Gegenwärtigkeit des Vergangenen in jedem einzelnen Augenblick.


    Was für ein Buch!
    „Mrs. Dalloway“ ist im Grunde ein nicht endender Bewusstseinsstrom, bei dem wir allerdings ständig von Figur zu Figur springen wie bei einem Stadtspaziergang und wo Gedanken, Gefühle oder auch Sinneseindrücke ganz unterschiedlicher Figuren auf uns einprasseln.
    Ich hatte teilweise wirklich meine Probleme dabei, hier hinterher zu kommen, weil es ziemlich beliebig wirkt, wem wir nun folgen und das Ganze auch schon mal nur ein bis zwei Sätze sein können, bevor wir schon wieder in die nächste Figur wechseln und zwischendurch immer wieder bei Clarissa Dalloway oder Septimus und seiner Frau landen.

    Gerade die Zeit, die wir mit Clarissa verbringen, konnte mich dabei immer schnell fesseln, aber im Großen und Ganzen empfand ich das Buch doch als sehr anstrengend, weil es sich so angefühlt hat, als würden wir ständig von einer Person zur nächsten weitergetrieben ohne echte Erholungspausen.

    Zudem ist dieser innere Dauermonolog auch nicht immer klar verständlich, weil uns teilweise nur irgendwelche Sinneseindrücke oder Gedankenfetzen präsentiert werden und gar nicht wirklich deutlich wird, was in dieser Figur gerade vor sich geht (geschweige denn, wer diese Figur überhaupt ist), bevor wir schon wieder weiter ziehen.
    Was wir mit Septimus durchleben, war zudem unerwartet schockierend (Spoiler: es endet in Selbstmord). Hier war die Innensicht teilweise wirklich schwer auszuhalten.

    Zwar ist das Ganze handwerklich wirklich sehr gelungen, aber für mich war das zum Lesezeitpunkt nicht ganz das Richtige, sodass ich es hauptsächlich als sehr anstrengend empfunden habe.


    Fazit: Ein durchgängiger Bewusstseinsstrom bei dem wir von Figur zu Figur springen wie bei einem Stadtspaziergang und bei dem uns die verschiedensten Inneneinsichten präsentiert werden. Mal fesselnd, mal zäh, mal ausschweifend, mal schwer auszuhalten und vor allem meist sehr anstrengend. Handwerklich und stilistisch jedoch sehr gelungen, aber sicherlich nicht für jede:n etwas.

  18. Cover des Buches Runas Schweigen (ISBN: 9783734106132)
    Vera Buck

    Runas Schweigen

    (232)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Eigentlich hat mich dieses Buch nie wirklich interessiert, bis es dieses dann als Mängelexemplar zu kaufen gab und die Buchkaufsucht zugeschlagen hat. Kein Wunder, dass es deshalb auch so lange ungelesen im Regal stand. Nun war es aber Zeit für die Lektüre dieses doch schon besonderen Werkes, welches ich einerseits schon interessant und streckenweise recht spannend fand, welches aber gerade am Anfang leider lange brauchte, um in Fahrt zu kommen und auch ansonsten einige Dinge an sich hatte, die mir nicht so gut gefallen haben.

    Man begibt sich mit diesem Roman ins Paris des Jahres 1884, wo der junge Medizinstudent Jori versucht, Heilung für seine heimliche Liebe Pauline zu finden. Ihn begleitet man dann auch größtenteils durch die Geschichte, wobei es sehr medizinisch wird, aber nicht so, wie wir es heute kennen, sondern teilweise auf sehr makabere, teils schon bösartige Weise. Gerade Dr. Charcot war dabei ein Beispiel für Machtgehabe und fehlende Liebe für den Mitmenschen, was mich extrem sauer und traurig gemacht hat, zumal der Roman sich sehr an der Realität entlang schlängelt. Vieles, was man hier erfährt, gab es zu dieser Zeit wirklich und obwohl ich davon bereits wusste, hat es mich teilweise sprachlos gemacht. 

    Jori ist dabei ein Charakter, von dem ich nicht so richtig wusste, was ich von ihm halten soll. Einerseits will er unbedingt Pauline retten, will wirklich heilen und scheint eigentlich kein schlechter Kerl zu sein. Andererseits scheint er manchmal etwas schwer von Begriff und macht vieles mit, was er eigentlich nicht tun sollte. Dennoch zeigt er wenigstens ein Gewissen und im Laufe der Geschichte entwickelt er sich weiter. Auch zu Runa entwickelt er eine fast schon liebevolle Beziehung.

    Doch wer denkt, dass Jori, der eigentlich Johann Richard Hell heißt, die einzige wichtige Person in diesem Buch ist, der täuscht sich, denn dieses wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, allesamt aus der personellen Sicht, bis auf einen Fall, was im Endeffekt eine tiefere Bedeutung hat. Aber kommen wir erst einmal zu den anderen Charakteren. 

    Da ist zum Beispiel der ehemalige Polizist Lecoq, der sich selbst als Verbrecher betitelt, aber durch einen alten Bekannten auf einen Fall angesetzt wird, der ihn, ohne, dass er es selbst merkt, immer mehr in die Machenschaften rund um Jori, die Salpêtrière und Runa verwickelt. Außerdem gibt es die beiden Kinder Isabelle und Frédéric, die sich mehr oder weniger mit Lecoq anfreunden und ihm helfen. Und dann ist da noch Maxime, der einzige Ich-Erzähler in diesem Buch, der mit der eigentlichen Geschichte gar nicht so viel zu tun hat, aber dennoch im Großen und Ganzen eine wichtige Rolle spielt. Hier will ich aber nicht zu viel verraten.

    Am Wichtigsten ist aber die Figur, die hier im Mittelpunkt steht und das ist natürlich Runa selbst, von der man anfangs gar nicht allzu viel erfährt und die mehr wie ein großes Rätsel wirkt. Dieses Mädchen ist besonders, scheint aggressiv und unnahbar, redet nicht und interagiert auch nicht wirklich. Dafür aber gibt es an verschiedenen Orten mysteriöse Botschaften, welche nach und nach mehr und mehr Sinn ergeben und ein Stück weit erklären, warum Runa so ist, wie sie ist. Leider wird aber nie alles ganz aufgeklärt und es bleiben am Ende viele Fragen offen, was ich echt schade fand.

    Alles in allem begann dieser Roman sehr langsam. Schon allein, bis Runa tatsächlich auftauchte, dauerte es um die hundert Seiten und selbst dann kam die Geschichte nur allmählich in Fahrt. Irgendwann wurde es allerdings echt spannend und ich habe auf eine allumfassende Auflösung hin gefiebert, was es mit Runa und ihrem Verhalten auf sich hat, was eben nicht so kam, wie erwartet. Dafür war das Buch aber wirklich gut geschrieben und bis auf das Medizinische und die französischen Namen ließ es sich flüssig lesen. Ob ich es empfehlen würde, kann ich aber nicht wirklich sagen, da es eben nicht schlecht war, mich aber auch nicht umgehauen hat. Dennoch wird die Geschichte sicher in meinem Kopf bleiben, weil sie doch recht einprägsam und besonders ist.


  19. Cover des Buches In Wahrheit wird viel mehr gelogen (ISBN: 9783404178759)
    Kerstin Gier

    In Wahrheit wird viel mehr gelogen

    (854)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Caroline ist so etwas wie hochbegabt: Sie hat einen IQ von 158, Sprachen und Studieren und Musizieren fallen ihr leicht. Doch das klingt völig unsexy, wenn man jemanden kennenlernt. Doch irgendwie kommt Leo nicht damit klar, als rauskommt, dass sie sehr viel besser Klavier spielt als er. Und dann auch noch die Sache mit seinem Vater. Das versteht Caroline durchaus, aber gegen die große Liebe ist Frau machtlos. Leider ebenso gegen den Tot. Da können Engelchen und Täufelchen noch so streiten, Caroline tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Selbst bei dem sympathischen Apotheker, der dooferweise schwul ist!

    Köstlich dieser Humor!

  20. Cover des Buches Für immer in deinem Herzen (ISBN: 9783596521623)
    Viola Shipman

    Für immer in deinem Herzen

    (284)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben. 

    Die Großmutter Lolly lebt schon lange alleine. Sie ist im Dorf zwar seh beliebt, aber dennoch fühlt sie sich sehr einsam. Als kleiner Hilferuf schickt sie einen Brief mit Anhängern zu Arden und Lauren. Beide verstehen den Hinweis und eilen zu Lolly. 

    Dort lernen die beiden mehr über die vielen Anhänger an dem Armband ihrer Großmutter, denn jeder Anhänger hat seine eigenen Geschichte.... 

    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man sieht regelrecht, wie die Generationen in diesem Buch durch die Familiengeschichte zusammenwachsen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und man kann sehr gut folgen. Mir hat das Buch gut gefallen.

  21. Cover des Buches Kein Entkommen - Still Missing (ISBN: 9783596707850)
    Chevy Stevens

    Kein Entkommen - Still Missing

    (832)
    Aktuelle Rezension von: PrettyDark

    Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Wenn du ihm vollkommen ausgeliefert bist? Wenn es aus dieser Hölle kein Entkommen gibt? Würdest du töten? Und wäre dann wirklich alles vorbei?

    Ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Kunde mit einem freundlichen Lächeln. Doch im nächsten Moment liegt die junge Maklerin Annie O Sullivan betäubt und gefesselt in einem Lastwagen. Als sie erwacht, findet sie sich in einer abgelegenen, schallisolierten Blockhütte wieder. Ihr Entführer übt die absolute Kontrolle über sie aus. Ein endloser Albtraum beginnt hinter dem ein noch schlimmerer auf sie wartet.

    Was würdest du tun, wenn dich jemand am helllichten Tag entführt? Genau mit diesem Albtraum startet dieser Thriller und ehrlich gesagt hat mich die erste Hälfte komplett gepackt. Maklerin Annie O’Sullivan wird von einem scheinbar harmlosen Kunden entführt und wacht in einer abgelegenen Blockhütte auf. Ihr Martyrium erzählt sie später rückblickend ihrer Therapeutin. 

    Klingt nach einem intensiven Psychothriller? Das ist es, aber leider nur am Anfang.

    🔪 extrem packender und düsterer Einstieg

    🔪 Gefangenschaftsszenen waren teilweise schwer auszuhalten

    🔪 interessante Idee waren die Rückblick in Form von Therapiesitzungen

    🔪 nach der Hälfte verliert die Story massiv an Spannung

    🔪 der Twist kam überraschend, rettet das Ende aber nicht

    Die Szenen aus der Gefangenschaft sind teilweise wirklich harter Tobak und erzeugen eine beklemmende Atmosphäre. Doch sobald Annie wieder frei ist, verliert die Geschichte spürbar an Spannung. Statt eines nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiels folgt ein zäher Mittelteil voller Therapiesitzungen, merkwürdigen Entscheidungen und Figuren, die entweder völlig überzeichnet oder fast schon karikaturhaft perfekt wirken.

    Am Ende wartet zwar noch ein Twist, der überraschend kommt, aber der Weg dorthin fühlt sich leider deutlich länger an, als er sein müsste.

    Eigentlich schade, denn die Grundidee (ein Thriller über Trauma nach der Gefangenschaft und s*xuellem Missbrauch) fand ich wirklich spannend. Die Umsetzung wirkt jedoch irgendwann eher wie ein zäher Film als wie ein packender Psychothriller.

    Kennt ihr auch Thriller, die nach einem starken Anfang leider deutlich abbauen?

  22. Cover des Buches 180 Grad Meer (ISBN: 9783596035762)
    Sarah Kuttner

    180 Grad Meer

    (157)
    Aktuelle Rezension von: subbi

    Inhaltangabe des S. Fischer Verlags:

    "Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
    Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."

    Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.



  23. Cover des Buches Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen (ISBN: 9783426529409)
    Emily Henry

    Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen

    (473)
    Aktuelle Rezension von: die_gluecksfee

    Die Literaturagentin Nora fühlt sich als Stadtmensch in New York pudelwohl. Ihre Schwester Libby kann sie mit grosser Mühe überzeugen, Urlaub in der Kleinstadt Sunshine Falls zu machen. Dort hoffen beide, ihre Geschwisterbeziehung zu stärken. Libby hat aber noch andere Pläne für ihre Schwester. Zudem wird der Urlaub durch das Auftauchen von Charlie Lastra gestört, den Nora nicht leiden kann.

    Ich habe verhältnismässig lange gebraucht (100 Seiten), um in die Geschichte reinzukommen. Erst dann steigt die Spannung etwas, wo sich Nora und Charlie in Sunshine Falls begegnen und sich annähern. Leider war das auch das Highlight der Handlung, denn danach plätschert die Geschichte vor sich hin und ist sehr vorhersehbar. Ich habe mich insgesamt nicht gut unterhalten gefühlt, und durch die nicht überzeugende Handlung musste ich mich fast durchgängig durch das Buch quälen.

    Die Figuren sind an sich realitätsnah gezeichnet und weisen auch eine gewisse Tiefe und ihre individuellen Probleme auf. Schlussendlich konnte ich aber mit keinem wirklich warm werden. Die Beziehung zwischen Libby und Nora hat mich auch eher genervt. 

    Der Schreibstil war in Ordnung - mit einer Prise Humor. 

    Ich kann für das Buch keine Empfehlung aussprechen. Ich kann mir aber vorstellen, dass jüngere Lesende das Buch toll finden könnten.

  24. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453427907)
    Kate Morton

    Das Seehaus

    (390)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Das Seehaus

    Autor*in: Kate Morton

    Erschienen in Deutschland: 2016

    Originaltitel: The Lake House

    Erschienen in Australien: 2015

    Übersetzer*in: Charlotte Breuer, Norbert Möllemann 

     

    Weitere Informationen: 

    Genre: Historisch, Krimi, Drama, Hetero

    Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

    Seiten: 624

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-453-35946-8

    Verlag: Verlagsgruppe Random House GmbH

    Rezensionsexemplar: Nein

     

    Inhalt:

    Cornwall 1933: Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mitsommernachtsfest ihrer Familie entgegen. Nicht ahnend, dass in dieser Nacht ein Kind verschwinden und ihre Welt zusammenbrechen wird. Siebzig Jahre später stößt dile Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Erst jetzt kommt ans Licht, was in jener Nacht wirklich geschah ...

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das Buch war auf jeden Fall bei den vielen Büchern dabei, die ich damals im Herbst 2023 geschenkt bekommen habe, da bin ich mir sicher. Dementsprechend lag es auch ein wenig länger auf meinem SuB, aber das macht ja nichts, jetzt bin ich ja dazu gekommen, es zu lesen. Lieber später als nie, nicht wahr? Tja und für solche Bücher bin ich ja immer zu haben, besonders, wenn es ein Krimi ist, der sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit spielt. Die Idee fand ich gut, die Umsetzung leider eher so mittel.

    Dass das Buch in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt, finde ich ja super, denn so kann man in der Gegenwart miträtseln, und überlegen, was da jetzt genau passiert ist. Gleichzeitig geht man in der Vergangenheit mit und sieht, wie sich gewisse Dinge, die in der Gegenwart ja bereits ein fester Fakt sind, überhaupt zustande gekommen sind. Daher wirkt es hier und da auch immer so, als würde man an zwei Büchern gleichzeitig lesen. Es gibt immer wieder Verwirrungen und ich wurde oft genug auf die falsche Fährte gelockt, normal mag ich das ja bei Krimis. Oder generell bei Büchern.

    Denn irgendwann wurde es dann doch übertrieben viel mit den falschen Fährten und den Plotttwists. Irgendwann kommt dann auf einmal ein ganz anderer Charakter ins Spiel, der davor die meiste Zeit eher unwichtig war und das Ganze wirkt auf mich dann ein wenig übertrieben. Als wäre erstmal eine andere Story geplant gewesen und dann wurde mitten im Schreiben ein Kurswechsel angestrebt. Zwar ergibt alles dann früher oder später Sinn, dennoch könnte man auf manches davon verzichten. Genauso auch einen Plottwist am Ende, es gibt keinerlei Zeichen bzw fast keine Zeichen dafür, und dann taucht ein Geheimnis über einen Charakter auf, wo man sich denkt: So viel Zufall kann es doch nicht geben.

    Außerdem wurde ich mit den Charakteren nicht zu 100% warm, dafür wurde mir das Bild, das ich von den Charakteren gewonnen habe, viel zu oft umgedreht und umgeändert. Am Ende bin ich auch nur geblieben, weil ich wissen wollte, was jetzt mit dem Kind passiert ist. Und das Rätseln dazu hat Spaß gemacht.

     

    Fazit:

    Das Buch ist vollkommen in Ordnung, aber es ist jetzt nichts besonderes, finde ich. Auf eine Seitenstory hätte man ruhig verzichten können, das hat das Buch nur unnötig verlängert, aber gut, es ist nun mal mit dabei. Allerdings wäre das Buch jetzt keins, das ich nochmal lesen wollen würde. Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.

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