Bücher mit dem Tag "avantgarde"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "avantgarde" gekennzeichnet haben.

40 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn Martha tanzt (ISBN: 9783471351673)
    Saller

    Wenn Martha tanzt

     (108)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Enthält Spoiler (am Ende)

    "Wenn Martha tanzt" erzählt die Lebensgeschichte von Martha, die 1900 in einem kleinen Dorf von Pommern aufgewachsen ist und anschließend im Bauhaus in Weimar ihre Leidenschaft zum Tanz entdeckt hat. Marthas Leben wird anhand einer Notizbuches, das Jahre später gefunden wird rekonstruiert. Dabei wird tatsächliches Geschehen, mit Fiktion verwoben.


    Das Leben und die Erfahrungen von Martha haben mich berührt. Die Geschichte bringt einen in vielen Bereichen zum nachdenken. Es ist spannend zu erfahren, wie es im Bauhaus abgelaufen ist und wie der Nationalsozialismus sich auf Marthas Leben in dem kleinen Dorf Türnow ausgewirkt hat. Besonders gut gelungen finde ich die zwei Ebenen der Geschichte. Auf der einen Seite wird Marthas Leben dargestellt und auf der anderen Seite die Auswirkungen die der Fund des Notizbuches haben. Auch der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen, lediglich die Darstellung von Marthas Kindheit erschien mir etwas wirr und hat mir den Einstieg in den Roman schwer gemacht. Zum Glück bin ich dran geblieben, denn ab Marthas Jugend ist der Erzählung gut zu folgen. 


    Abgesehen von dem schwierigen Einstieg stellt auch das Ende einen Kritikpunkt für mich dar. Ich empfinde nicht das ganze Ende als misslungen, ein Teil wird schon früh angeteasert und passt für mich sehr gut zu der gesamten Geschichte und Marthas Persönlichkeit. SPOILER: Ein bisschen zu viel war mir allerdings die Verbindung zu 09/11, dieser Part hat für mich nicht zu dem Buch gepasst und einen faden Beigeschmack hinterlassen.

  2. Cover des Buches Die Toten Hosen (ISBN: 9783498073794)
    Philipp Oehmke

    Die Toten Hosen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Radermacher

    Locker geschrieben und amüsant, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Sprachliche Feinheiten habe ich nicht erwartet, ebenso wenig Tiefgang. Dennoch gab es einige emotionale Kapitel, die auch zum Nachdenken anregten. Insbesondere die Schilderung des Todesfalles auf dem "1.000 Konzert" und der Reisen in die DDR und hinter den eisernen Vorhang.

  3. Cover des Buches Die Geschichte der Schönheit (ISBN: 9783423343695)
    Umberto Eco

    Die Geschichte der Schönheit

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Pushi
    Beim ersten Blättern entdeckt der Leser berühmte Gemälde, erinnert sich an vergangene Museumsbesuche und erfreut sich an der Farbenfrische der zahlreichen Bilder. Neugierig wandelt der Leser fast 440 Seiten lang auf Europas Spuren der Schönheit - in Malerei, Literatur, Architektur und sogar der Mathematik. Angefangen bei den Griechen und den Überlieferungen ihrer Philosophen, bis zum Schönheitsideal der Moderne, zeigt Eco, was einst schön war, sich bis heute seine Schönheit bewahrte oder verlor. Ecos Schreibe ist ein Genuss; aber der Leser sollte etwas anderes erwarten, als er es von ihm aus dem Roman „Der Name der Rose“ gewöhnt ist - hier schreibt der Wissenschaftler Eco. Er seziert die Schönheit aus den Werken einer Epoche und verknüpft sie über die Gattung hinaus so miteinander, dass ein Stimmungsbild jener Zeit entsteht. Das Buch ist etwas für jeden, der sich einer kühlen und gierigen Welt, einige Stunden entziehen möchte, um das Schöngeistige zu entdecken. Wer das eine oder andere Gemälde einmal im Louvre oder den Uffizien bestaunte, wird sich dabei ertappen, gedanklich in Paris oder Florenz zu sein. Für laue Sommernächte ist „Die Geschichte der Schönheit“ ein unterhaltsamer Begleiter, der wunderbar zu einem Glas Rotwein passt.
  4. Cover des Buches Der kleine Bruder (ISBN: 9783732504640)
    Sven Regener

    Der kleine Bruder

     (315)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: Goldmann Verlag (6. April 2010)

    ISBN-13: 978-3442470310

    Preis: 9,95 €

    auch als Hardcover, als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Genial atmosphärisch


    ACHTUNG: Meine Rezension kann SPOILER zu anderen Bänden dieser Reihe enthalten.


    Inhalt:

    Frank Lehmann wurde aus der Bundeswehr entlassen, seine WG vom Gesundheitsamt aufgelöst. Kurzerhand fährt Frank zu seinem Bruder Manni nach Berlin. Doch Manni, der hier Freddie genannt wird, ist verschwunden. Frank macht sich auf die Suche nach seinem Bruder, den er offensichtlich nicht so gut kennt, wie er glaubte, und muss sich dabei mit Hausbesetzern, Punks, (Möchtegern-) Künstlern und allerlei Frauen herumschlagen.


    Meine Meinung:

    Als drittes Buch dieser Reihe veröffentlicht, ist „Der kleine Bruder“ inhaltlich gesehen aber der zweite. Er schließt quasi direkt an „Neue Vahr Süd“ an und erzählt Franks erste Tage in Berlin, die total turbulent sind. Man muss den Vorgänger aber nicht unbedingt gelesen habe, um der Handlung folgen zu können. Ich empfehle es aber trotzdem, denn der ist genauso genial.


    Wir schreiben das Jahr 1980, die Szene der Hausbesetzer und Punks ist groß, die Atmosphäre in dem geteilten Berlin etwas ganz Besonderes. Und genau diese Atmosphäre trifft Sven Regener punktgenau. Ich habe das damals selbst genau so erlebt. :-)


    Fazit:

    Eine total gelungene Fortsetzung von „Neue Vahr Süd“. Wer die Zeit selbst erlebt hat, wird vieles wiedererkennen. Für alle anderen ist es ein toller Einblick in eine ganz besondere Stadt in einer ganz besonderen Zeit.


    ★★★★★


  5. Cover des Buches Mit Pablo Picasso an der Leinwand (ISBN: 9783957512215)
    Gernot Uhl

    Mit Pablo Picasso an der Leinwand

     (6)
    Aktuelle Rezension von: AnjaKoenig
    ein sehr informatives buch über einen interessanten menschen. schön sind einige hintergründe beschrieben und ausführlich wurde über diesen grossen maler berichtet. so vieles weiss man nicht über diesen bekannten und beeindruckenden Künstler. gut, dass hier nun in gut lesbaren worten viele Details veröffentlicht wurden. durchaus empfehlenswert.
  6. Cover des Buches Goodbye 20th Century (ISBN: 9783462041620)
    David Browne

    Goodbye 20th Century

     (3)
    Aktuelle Rezension von: laughing_buddha
    David Browne beschreibt die Bandgeschichte von Sonic Youth seit Ihren Anfängen Ende der 70er Jahre umschrieben mit 30 Jahren (Independent) Musikgeschichte. Dabei lernt man die Helden nacheinander kennen, genau in der chronologischen Reihenfolge, in der sie sich selber getroffen haben. Mit dem Erscheinen jedes neuen Mitglieds erfolgt zunächst die individuelle Rückblende auf den musikalischen Werdegang bis zum Einstieg bei Sonic Youth. So entsteht eine spannende Geschichte einer Gruppe von kreativen Individualisten, die jeder eine besondere Kante in Sonic Youth geschlagen haben. Neben Informationen zu den Musikern wird jedes der wesentlichen Releases als Ringen der Gruppe um Ihren Sound beschrieben (leider ohne einen Schwerpunkt auf ihre kryptischen Texte zu legen) und ihren dabei erfolglosen Versuch kommerziell erfolgreich zu sein - oder eben populär. Sonic Youth ist meine Lieblingsband. Wenn ich gut drauf bin, oder auch zu grimmiger Stunde. Die Combo mit den schrägen Geräuschen sorgt bei mir für Energie im Blut. Und ich müsste lügen, wenn dazu nicht auch ihr Avantgarde- und Anti-Kommerz-Image ein wenig beigetragen hätte. Mit diesem Buch liebe ich meine Helden, die wie Kim Gordon sicher auf die 60 zugehen, noch mehr und sie erinnern mich selber ans Älterwerden. Wie gemein!
  7. Cover des Buches On the Wild Side (ISBN: 9783434505655)
    Martin Büsser

    On the Wild Side

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein vollständiger Einblick in die Entwicklung alternativer Rockmusik, auch Musikinteressierte finden noch viele interessante Neuigkeiten. Das Genze beginnt 1966 mit den Beatles, die das erste Album im modernen Sinne geschrieben haben, bis etwa 2002/03, als Buch erschienen ist. Martin Büsser lebt leider nicht mehr, RIP.
  8. Cover des Buches Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (ISBN: 9783894013714)
  9. Cover des Buches Leidenschaft (ISBN: 9783596103386)
    Djuna Barnes

    Leidenschaft

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Stern in der Ferne (ISBN: 9783596187317)
    Roberto Bolaño

    Stern in der Ferne

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Anahid
    Roberto Bolano ist ein Erzähler, der nicht ein Wort zuviel benutzt, aber auch nicht ein Wort zu wenig. Die Geschichte, die er hier heranspinnt, beschreicht den Faschisten Carlos Wieder. Im Chile des Jahres 1973, in dem gerade ein großer Umbruch stattfindet, gibt es viele Dichter, die über die Literatur nachdenken oder sie praktizieren. Der Erzähler selbst wird nachdem Pinochets Schatten über das Land fällt, wie viele andere ins Gefängnis geworfen. Dort wird er Zeuge, wie ein Flugzeug Wörter in den Himel schreibt. Es ist klar, dieser Mensch wird etwas verändern… Im Laufe des Buches verspürte ich den Drang zu googeln, weil Bolano sich in Aufzählungen von Dichtern dieser oder der Zeit davor verliert und ich nicht dumm bleiben wollte. So etwas hat ein Buch noch nie bei mir geschafft. Dieses frühe Meisterwerk, ich nehme diese Worte nur in den Mund, da ich sie auch wirklich vergebe, spielt mit der Macht eines einzelnen Dichters. Dabei wird dieser Dichter, eher zu einem Monster, dass die damalige Zeit zusätzlich dunkel überschattet. Die Einblicke in das Leben der gehetzten und verratenen ist so brutal und doch nüchtern beschrieben, dass der Leser nicht merkt, wie drastisch der Überlebenskampf damals gewesen sein muss. Eindrucksvoll auf wenigen Seiten wird eine ganze Lebensgeschichte erzählt, die mehr Menschen in Chile berührt, als ich es für möglich gehalten hätte. Carlos Wieder ist ein bösartiger Dämon in seiner Zeit, der töten ohne Moral und trotzdem erst sehr viel später die Quittung dafür erhält. Ich sträubte mich „2666″ zu lesen, der schwere des Buches wegen, aber nun gibt es keinen Weg mehr daran vorbei, denn wie Bolano mit der Sprache erzählt, dass ist eine Kunst, die ich nicht vergessen möchte. Trotz Hype und allem wünsche ich diesem Buch viele Leser, als Einstiegsdroge in die lateinamerikanische Literatur oder Bolano ist es sehr zu empfehlen. Bald erscheint der Roman „Lumpenroman“ bei Hanser Erscheinungsdatum: 16. August 2010! Ansonsten verweise ich natürlich noch mal auf „2666″. Da „Stern in der Ferne“ auf dem letzten Kapitel von „Naziliteratur in Amerika“ verweist, hier der Tip: Das Buch wird auch neu aufgelegt und erscheint bei Fischer am 11. November 2010.
  11. Cover des Buches Fan Man (ISBN: 9783499145926)
    William Kotzwinkle

    Fan Man

     (25)
    Aktuelle Rezension von: LindyBooks

    Der "Fan Man" heißt richtig Horse Badorties, ein komischer Name. "Fan Man" wird er genannt, weil er Ventilatoren liebt, sammelt und allen zu verkaufen versucht. "Fan" ist das englische Wort für "Ventilator". Überall wo Horse Badorties auftaucht, überall wo er wohnt, baut er sofort eine riesige Zivilisationsmüllsammlung auf. Immer ist er dabei etwas zu planen, trifft das geplante Ereignis allerdings ein, ist er schon wieder mit anderen Planungen beschäftigt. Horse Badorties ist ohne Frage irgendwie irre und nimmt den Leser mit auf seinen Streifzügen durch New York. Außerdem bildet er einen Chor fünfzehnjähriger Mädels auf irrwitzige Weise zu Gesangsengeln aus. Immer dabei ist auch seine riesige, unergründliche, alles enthaltene Tasche.

    Ein lustiger und kurzweiliger Avantgarde-Roman, welches mich für zwei Stunden sehr gut unterhalten hat. 5 Sterne!

  12. Cover des Buches Zur Sommerfrische nach Sylt! (ISBN: 9783938740576)
    Kristine von Soden

    Zur Sommerfrische nach Sylt!

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Kopftornado. Oder: Tick, Stein! (ISBN: 9783937139517)
    Berger Markus

    Kopftornado. Oder: Tick, Stein!

     (2)
    Aktuelle Rezension von: kurthanke
    Kopftornado, das ist der wahre Surrealismus. Kraftvoll, durchgeknallt, transpsychedelisch, kunstvoll. Schmidt, Joyce, Woolf? Vergiss es! Berger ist der echte Surrealismus, der letzte Avantgardist. Du brauchst halluzinogene Kunst? Dann greif zu Markus Berger.
  14. Cover des Buches Kunst (ISBN: 9783942375214)
    Thomas Kunst

    Kunst

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches König Ubu (ISBN: 9783150094464)
    Alfred Jarry

    König Ubu

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Federico Garcia Lorca (ISBN: 9783518182512)
    Karen Genschow

    Federico Garcia Lorca

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Frauen der 1920er Jahre (ISBN: 9783945543719)
    Thomas Bleitner

    Frauen der 1920er Jahre

     (3)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Sie waren frech, mutig und glamourös! Sie waren talentiert, risikofreudig und emanzipiert!

    Die Schrecken des ersten Weltkrieges rückten langsam in den Hintergrund. Der Muff und die Engstirnigkeit des Biedermeiers waren abgeschüttelt, und wagemutige Frauen machten sich auf den Weg, zuerst die Gesellschaft und dann die ganze Welt für sich zu erkunden. Grenzen schienen für sie nicht existent…!

    Thomas Bleitner versammelt in seinem opulenten Bildband unterhaltsame Kurz-Porträts einiger der wegbereitenden Frauen aus Literatur und Kunst, Society und Mode, Fotografie und Film, Cabaret und Tanz sowie Abenteuer und Sport. So geben sich hier so bekannte Persönlichkeiten wie Zelda Fitzgerald, Dorothy Parker, Coco Chanel und Josephine Baker (um nur einige wenige der insgesamt 18 Porträtierten zu erwähnen) ein Stell-Dich-Ein. Die Essays über das Leben der Damen sind allesamt eine äußerst vergnügliche wie informative Lektüre. Dabei kann in der Kürze natürlich weniger ein vollständiger Lebenslauf erwartet werden, als vielmehr, einen Einblick in die jeweilige Persönlichkeit zu erhaschen. Bleitner geht es vielmehr darum, den Zauber der Zeit dem Leser spürbar zu machen, den Charakter der Porträtierten zu vermitteln, um darüber vielleicht dem Phänomen dieser Frauen näher zu kommen.

    Besonders die historischen Fotografien und Zeichnungen übten einen besonderen Reiz auf mich aus und verströmen eine Menge Flair der Epoche. Wirken sie einerseits künstlich und inszeniert, spiegeln sie gleichzeitig das neugewonnene Selbstbewusstsein der Frauen wieder. „Frau“ will auffallen. „Frau“ will provozieren. Dazu verführte auch die neue Freiheit in der Mode: Die Röcke wurden kurzer, die Hüte kecker und die Linien strenger aber edel.

    Komplementiert wird dieser wunderbare Bildband durch die Einleitung Glamour, Stil und Avantgarde. Jede/r, die/der mehr über diese Ikonen erfahren möchte, erhält im Anhang eine üppige Liste mit verwendeter und weiterführender Literatur,…

    …und wieder einmal halte ich ein prachtvolles „Coffee Table Book“, das für die dezente Aufbewahrung in einem schnöden Bücherregal viel zu schade ist, in den Händen.

    Ich habe definitiv zu wenige Tische im Haus! 

  18. Cover des Buches Keiner kommt hier lebend raus (ISBN: 9783453197848)
    Jerry Hopkins

    Keiner kommt hier lebend raus

     (27)
    Aktuelle Rezension von: rallus

    Jim Morrison war ein großartiger Künstler. Durch seine verschrobenen, lyrischen und düsteren Texte gewann die Musik der Doors an Tiefe und Dramatik. Erzählt wird im vorliegenden Buch sein Leben bis zu seinem frühen Tod am 4. Juli 1971.

    Wenig wird auf seine Kindheit eingegangen, detailliert wird es ab der Studienzeit, wo er Aufsehen an der Filmhochschule erregte. Auf der Universität lernte er auch die anderen Doors kennen, auf die hier aber kaum eingegangen wird.

    Es hat den Anschein als wären Jerry Hopkins und Danny Sugerman bei vielen Begebenheiten dabei gewesen, so detailliert wird das Leben Jim Morrison vor dem Leser ausgebreitet. Hier ist auch der größte Kritikpunkt zu sehen. Wen bitteschön interessiert, welchen Whiskey Jim bei seinen Sauftouren an einem bestimmten Tag trank. Was er im Suff zu wem sagte. Wird es einmal erwähnt um eine Charakteristika zu vertiefen, dann ist es sinnvoll. Doch die dauernden Wiederholungen, langweilen irgendwann nur.

    Zweitens fehlen Erklärungen zu vielen Passagen, Erklärungen des geschichtlichen Hintergrundes, so bleibt die reine Erzählungen des 'Miami' Konfliktes, bei dem Jim unter anderem der Unzucht angeklagt wurde, sinnlos, ohne auf die gesellschaftlichen Hintergründe der Zeit einzugehen.

    Drittens ist das Buch literarisch grottenschlecht geschrieben, mir graut vor dem Pennäler Stil, der hier vorherrscht, was das Lesen zu einer Qual macht.

    Insgesamt eine zwar detaillierte aber sehr unrunde Biografie über einen großen Artisten des 20 Jahrhunderts.

     

     

  19. Cover des Buches Dada Berlin (ISBN: 9783150098578)
    Karl Riha

    Dada Berlin

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Among the Bohemians: Experiments in Living 1900-1939 (ISBN: 9780670889662)
  21. Cover des Buches Die Welt ist rund (ISBN: 9783899030846)
    Gertrude Stein

    Die Welt ist rund

     (1)
    Aktuelle Rezension von: capkirki
    Gertrude Stein gilt als die “Mutter der verlorenen Generation” und war schon zu ihrer Zeit eine Kultfigur. In ihrem Salon gaben sich Hemingway, Matisse, Picasso, Man Ray, Scott Fitzgerald, Thomas Eliot und viele andere die Klinke in die Hand. Was für eine spannende, kreative Zeit muss das damals in Paris gewesen sein und wie gern hätte ich mal Mäuschen gespielt – bei den Gesprächen in denen Stein Hemingway dazu brachte, seine Reportertätigkeit aufzugeben und Schriftsteller zu werden oder bei den endlosen Sitzungen in denen Picasso Gertrude portraitierte oder bei den vergeblichen Versuchen von James Joyce einen Verlag zu finden.. ach ja.. Doch zurück zu Gertrude, die nicht nur Schriftsteller und Künstler in Paris zusammenbrachte und beeinflusste, sondern auch selber schrieb. Es dauerte jedoch lange, bis man ihr Talent wirklich anerkannte, denn ihr avantgardistischer Schreibstil ist nicht für Jedermann. Auch das kleine Buch “Die Welt ist rund”, um das es hier gehen soll, ist keine Alltagslektüre. Eigentlich war es eine Auftragsarbeit, ein Kinderbuch (1938 erschienen) - doch es steckt so viel mehr drin! “Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose” Viele von uns kennen diese Worte, die wenigsten wissen, dass sie von Gertrude Stein stammen. Rose ist in diesem Fall ein kleines, weinerliches Mädchen, das oft singen muss, gern nachdenkt “Kann Rose eine Rose sein wenn ihre Lieblingsfarbe Blau ist?” und sich mit ihrem blauen Stuhl auf die Reise den Berg hinauf macht. Bei ihrem Abenteuer begleiten sie am Anfang ihr Freund Willie, die Hunde Love und Pépé und ein Löwe namens Billie. Oben auf dem Berg angekommen, ritzt sie ihren Namen in den Stamm eines Baumes und weil der Baum rund ist, ritzt sie einfach weiter “Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose (..) und dann ist’s einfach da und ich höre nirgends mehr irgendwas das mir in der Nacht Angst macht.” Erst der Name eines Objektes/einer Person verkörpert das Bild und die damit verbundenen Gefühle – was denken wir beim Namen Rose? Die Wiederholungen sorgen dafür, dass eine Sache im Gedächtnis bleibt – eine Rose ist eine Rose – und sie zeigen für Gertrude eigentlich das Leben auf, denn das Leben ist eine immer wiederkehrende Wiederholung – „alles immer wieder” hat sie in „The Making of Americans” geschrieben. Und sie sagte einmal, dass es ihr Hund Basket mit seinem rhythmischen Milch Schlecken war, der ihr den Unterschied zwischen Prosa und Poesie beigebracht habe. So liest sich das Buch auch: rhythmisch, poetisch, voller Wiederholungen, manchmal so als ob es ein dreijähriges Kind geschrieben hätte. Es ist eine moderne Geschichte, experimentell, Kubismus in Literaturform – kein Wunder bei ihrer Freundschaft zu Picasso. Doch wie Picassos Werke nicht von allen verstanden werden, verschliesst sich auch Gertrude Steins Werk vielen Menschen. Nicht nur die endlosen Wiederholungen, Reime, ja der Sprechgesang macht die Leser nervös, sondern auch das Weglassen von Satzzeichen. “Satzzeichen sind nur für schwachsinnige Personen” so wird sie zitiert, würde man diese Hilfestellung weglassen, “fördere man die Selbständigkeit des Lesers beim Verarbeiten der Wortfolgen” - oder man fördert das Desinteresse am Buch – viele Verlage lehnten Steins Werke mit der Begründung ab, dass sich dafür keine Leser fänden. Ihr Kritiker bezeichnen viele ihrer Werke als unlesbar. Doch Rose wurde veröffentlicht und geblieben ist uns ein wunderschönes Zitat, auch, wenn wir heute kaum noch wissen woher es stammt. Doch dieses Problem habe ich jetzt behoben ;) “Und manchmal verkaufte jemand eins recht oft verkaufte jeder eins. Willies Vater ging sich eins holen aber welches das durfte Willie aussuchen. Es war komisch wilde Tiere in einem Boot zu sehen ein wildes Tier in einem Ruderboot ein wildes Tier in einem Segelboot ein wildes Tier in einem Motorboot es war schon komisch da in dieser Stadt das heisst es wäre da nicht komisch gewesen es war wie überall woanders nur hatte jeder immer ein wildes Tier bei sich. Männer Frauen und Kinder und sehr oft waren sie auf dem Wasser in einem Boot und das wilde Tier war bei ihnen und natürlich sind wilde Tiere wild natürlich sind sie wild es war schon komisch da” Nun, wer diese Art des Bücherschreibens komisch findet, ist wohl nicht allein auf der Welt – egal ob auf einem Boot mit einem wilden Tier oder nicht. Aber es ist mit Sicherheit auch ein Erlebnis, sich auf Gertrudes Stil einzulassen. Ich gestehe, dass mir die Beschäftigung mit der Person Gertrude Steins, ihrem Leben, ihren Ideen und Gedanken mehr Spaß gemacht hat als das Lesen dieses Buches, trotzdem möchte ich jetzt nicht mehr missen. Ob ich weitere Werke von Stein lesen werde, weiss ich noch nicht, vielleicht wenn mir der Sinn wieder mal nach fehlenden Satzzeichen steht und ich Lust auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts habe. 4 faszinierte Sterne für die Rose die eine Rose ist Fun fact: Als man Frau Stein zum wiederholten Male nach dem Sinn des Rosen – Satzes fragte, antwortete sie: “Also hören Sie! Ich bin doch kein Narr. Ich weiß, dass man im täglichen Leben nicht sagt, ,is a …is a … is a …’. Aber ich denke, dass in dieser Zeile die Rose zum ersten Mal seit hundert Jahren in der Dichtung rot ist.” – nachdenkenswert, oder?
  22. Cover des Buches Notizbücher (ISBN: 9783499150081)
    Allen Ginsberg

    Notizbücher

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Zwischenfälle (ISBN: 9783596111237)
    Daniil Charms

    Zwischenfälle

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Auf der Karte Europas ein Fleck (ISBN: 9783250101161)
    Manfred P. Hein

    Auf der Karte Europas ein Fleck

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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