Bücher mit dem Tag "axt"
16 Bücher
- Abigail Owen
The Games Gods Play – Schattenverführt
(423)Aktuelle Rezension von: MandthebooksRezension: (kann Spoiler enthalten)
Das Buch war für mich echt ein Highlight und ich fiebere schon total auf Band 2 hin!
Ich mochte die griechische Mythologie hier und die auch etwas düstere Darstellung der Götter. Und Cerberus war cool:)
Der Wettbewerb war auch super vielseitig und spannend und ich habe immer unheimlich mitgefiebert. Es konnte mich einfach so richtig catchen.
Lyra als Protagonistin fand ich auch echt toll, sie war nicht perfekt, aber ihre Kreativität mochte ich total.
Das Ende war ein richtig krasser Cliffhanger und sobald Band 2 raus ist, werde ich ihn ganz sicher direkt lesen.
5 Sterne
- Gillian Flynn
Dark Places - Gefährliche Erinnerung
(438)Aktuelle Rezension von: LillyliebtthrillerWas war das denn für ein aufregender, verstörender und völlig überraschender Thriller?!
Man liest die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven, aus der von Libby, Ben und Patty Day.
Libby und ihr Bruder Ben waren vor 25 Jahren, die einzigen Überlebenden des Kansas City Farmmassakers, bei dem ihre Schwestern und ihre Mutter ermordet wurden.
Aus Geld Gründen und um endlich damit Frieden zu finden, macht sich Libby auf, um herauszufinden wie es zu dem Massaker gekommen ist.
Der damals 15-Jährige Ben wurde nach dem Massaker festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Dich war der ewig missverstandene Aussenseiter wirklich dazu fähig seine Familie zu töten, auch wenn er allen beweisen wollte, dass er ein harter Mann ist?
Seine Sicht liest man hauptsächlich aus der Vergangenheit und man fragt sich das ganze Buch über ob er es war oder nicht.
Patty ist die Mutter der beiden und man liest natürlich auch ihre Sicht aus der Vergangenheit.
Fazit: Ich fand das Buch von Anfang an mega spannend und ich wollte auch unbedingt erfahren, was damals wirklich passiert ist und das Ergebnis hat mich mehr als überrascht.
Ich bin großer Fan von Gillian Flynn und ihren Büchern "Gone Girl", "Cry Baby" und jetzt auch von "Dark Places". - Caroline Eriksson
Die Vermissten
(149)Aktuelle Rezension von: monerl94Während des lesen stellt man sich immer wieder die Frage wer ist hier Täter und wer Opfer, und es ist schwierig selbst darauf zu kommen. Gibt es überhaupt ein Opfer? Viele offene Fragen, die sich nach und nach aufklären. Jedoch unglaublich spannend zu lesen. Das Ende ist auch gut, für meinen Geschmack ein bisschen zu viel dan aufeinander.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(287)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderZwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.
- Danielle L. Jensen
A Fate Inked in Blood - Die Skaland-Saga, Band 1
(239)Aktuelle Rezension von: fredhelFreya ist eine junge Frau, die einen Tropfen Götterblut in sich hat. Das ist ihr großes Geheimnis, und als es öffentlich wird, ist es mit ihrem Privatleben vorbei. Sie wird in die Ehe mit einem ehrgeizigen Fürsten gezwungen, der sie und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten für seine politischen Ziele einspannt. Doch der Fürst hat auch einen, ebenfalls durch einen Gott gesegneten Sohn, der äußerst attraktiv ist. Zwischen den beiden entwickelt sich eine glühende, wenn auch verbotene Leidenschaft.
Das Buch ist ein Roman voller Intrigen, Rache, Gewalt und Verrat. Die romantischen Gefühle zwischen Freya und Bjorn bilden dazu den Gegenpol, wobei etwas weniger scharfe spicy Szenen dem Niveau gutgetan hätten.
Ansonsten taucht man in eine nordische Fantasiewelt ein, die sehr ausdrucksvoll geschildert wird. Kopfkino ist vorprogrammiert. Auch wenn das Ende ein wirklicher Knalleffekt ist und neugierig auf eine Fortsetzung macht, so ist doch die Geschichte erstmal in sich abgeschlossen und kann für sich alleine stehen. - Yrsa Sigurdardottir
NACHT
(100)Aktuelle Rezension von: chipie2909„Nacht“ ist nach „DNA“, „SOG“ und „SCHNEE“ mein vierter Thriller der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttier und sie hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht! Im Gegenteil… für mich war „NACHT“ bisher fast (!) das bisher stärkste Buch von ihr! Doch um was geht es in dieser Geschichte, die 2022 im isländischen Original erschien?
Die frisch getrennte Sóldís will nicht mehr als einen kompletten Tapetenwechsel, der sie auf andere Gedanken bringt und sie nicht jede Sekunde an ihren Ex denken lässt. Da kommt der Job als Haushaltshilfe in einem komplett abgelegenen Anwesen gerade recht und sie ist extrem dankbar für diese Chance. Doch schnell merkt sie, dass etwas Angsteinflößendes im Gange ist und je länger sie auf dem riesigen Grundstück lebt, umso gruseliger wird es, bis sie sich nur noch eines wünscht: „Weg hier!!“
Mein Eindruck vom Buch:
Ich mag den Schreibstil von Yrsa Sigurdardóttíer sehr und ich bin auch riesiger Island-Fan. Leider ist meine Reise dorthin schon lange her, deshalb lass ich meine Erinnerungen mit isländischen Thrillern aufleben J Die Autorin hat dieses Buch in zwei Stränge aufgeteilt: Der eine handelt von vor dem schrecklichstem Ereignis, der andere handelt von hinterher, als die Ermittlungen liefen. Sóldís wird wunderbar menschlich mit Ecken und Kanten gezeichnet und ich konnte schnell eine Verbindung mit ihr aufbauen. Was ja oftmals nicht gleich so offensichtlich ist, gab es allerdings hier: Schon in den ersten Kapiteln wird klar, dass Sóldís das Anwesen nicht lebend verlassen wird. Ich habe bisher wenige Thriller gelesen, in denen es so schnell glasklar war und bin ehrlich gesagt immer noch am Überlegen, ob ich die Story nicht doch noch einen Funken spannender gefunden hätte, wäre mir diese Info erstmal verborgen geblieben. Àsa und Reynir… das Paar, bei dem Sóldís gearbeitet hat, hätte ich gerne ein wenig besser kennengelernt, hier wurde einiges angedeutet, jedoch (leider) nicht ausgebaut. Den Ermittler Týr hat die Schriftstellerin interessant gestaltet und seine Vergangenheit hat die Story „danach“ ebenso fesseln lassen wie auch die Grundstory auf dem Luxus-Anwesen. Ich habe noch nicht nachgeforscht, ob Týr auch in anderen Werken der Autorin vorkommt, aber es würde mich nicht wundern, denn da wäre einiges an Potenzial und im Grunde endete das Buch ja in Bezug auf Týr mit einem Cliffhanger. Nun kommt mein größter Kritikpunkt, warum ich das Buch als nur „fast“ stärkste von ihr empfand: Im Finale hört Sóldís Schreie, weswegen sie ins Haupthaus läuft. Da war allerdings der Kampf zwischen Ása, Reynir und Bogi in vollem Gange und auch als Leser wurde man in diese Szene reinkatapultiert! Hier hätte ich mir dann doch einiges mehr an Infos gewünscht: Wie kam Bogi ins Haus bzw. wie ist eigentlich klar, aber in welcher Situation ist er auf Ása und Reynir gestoßen? Was ist zwischen Bogi und Alvar passiert, leider gibt’s hier nur ein kurzes Statement von Bogi, das so „hingenommen“ wurde. Für mich war der Schluss zu abrupt, zu wenig detailliert, einfach, als würde man gerne zum Schluss kommen.
Fazit:
Ich war, bin und bleibe Fan der isländischen Autorin und freu‘ mich auf weitere Werke. Für mich sind ihre Geschichten mega spannend und ein paar Kritikpunkte findet man ja immer ;-) Ich würde es definitiv jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen.
- Janet Clark
Finstermoos - Am schmalen Grat
(121)Aktuelle Rezension von: -Coco-Meinung:
Band zwei schließt nahtlos an seinem Vorgänger an, und man findet sich schnell wieder zurecht. Unsere Protagonisten in diesem Band sind, wie auch im vorherigen, Basti, Valentin, Luzie, Mascha und wie vorhergesehene rückt auch Nic in diesen Bund.
Diese versuchen nun herauszufinden was mit Maschas Mutter passiert ist, weshalb sie sich auf die Suche nach dieser machen. Bei der Suche kommen sie nicht nur Geheimnissen nahe, stellen Vermutungen darüber auf, was im Dorf eigentlich passiert oder was hier früher passierte, sondern werden auch noch von einem Mysteriösen „Typen“ verfolgt, der sie umbringen will.
Anscheinend ist alles etwas kompliziert und miteinander verknüpft. Alle Streitereien der Väter von Luzie und Basti und auch die Probleme die man mit Valentins Familie hat, alles hat anscheinend einen Ursprung, der schon viel früher begann. Wobei auch die Familie von Mascha darin verwickelt ist. Wie??? Keine Ahnung.
Die Geschichte wird spannend aus den verschiedensten Sichten erzählt, und immer, wenn man denkt man hat einen Hinweis oder hat ein Geheimnis gelüftet, kommen widere welche dazu und man steht am Anfang. Wie auch im vorherigen Band werden Sequenzen aus der nahen Zukunft dazwischen gespielt, wobei diese hier von Nic geschildert werden.
Die Figuren sind sympathisch, unterschiedlich und ihre Freundschaft hält sie zusammen, obwohl auch immer wieder Krisen, durch Geheimnisse etc. entstehen, ziehen sie trotzdem an einem Strang und versuchen gemeinsam den Geheimnissen von Finstermoos auf die Spruen zu gehen.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die nicht nur nahtlos an Band 1 anschließt, sondern auch spannend weitergeht und einen fesselt!!!
- Susanne Schröpel
Fliegende Federn: Ein Hühnerkrimi
(5)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...So klein und schon so verzogen...“
Huhn Berta hat ein angenehmes Leben bei Frieda. Es gibt genügend Futter und einen großen Auslauf. Selbst im Stall ist viel Platz für alle sieben Hühner. Heute aber bekommt Berta den Schreck ihres Lebens. Frieda ist abwesend. Das nutzt ein Unbekannter, um Hühner zu stehlen. Nur Berta und Hannelore konnten sich verstecken.
Frieda beschert das Geschehen eine schlaflose Nacht. Dann erzählt ihr Hans, ein Nachbar, dass er die Hühnerdiebe beobachtet und erkannt hat.
Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Hühnerkrimi mit Ecken und Kanten geschrieben.
Die gestohlenen Tiere werden auf den Hof der Nebelkrähe vermutet. Frieda verdonnert Hans dazu, ihr bei den verschiedenen Befreiungsversuchen zu helfen. Berta wird auf dem Fahrrad mitgenommen und geht dann auf dem Hof ihre eigenen Wege. Die Hofkatze wird zu ihrer Verbündeten.
Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Über weite Stellen bevorzugt die Autorin einen humorvollen Stil. Wenn die Hofkatze ihr letztes Junges, das sie behalten konnte, verwöhnt, so dass der Kleine manch kesse Lippe riskiert, hat mich das wiederholt zum Schmunzeln gebracht. Bertas Reaktion zeigt das obige Zitat. Allerdings kommt es dann plötzlich zu einem Stilbruch. Kämpfe mit Axt und Mistgabel passen auf die beschriebene Art nicht zu dem bis dahin bevorzugten Stil. Genau das meinte ich mit der Bemerkung über Ecken und Kanten.
Sehr gut umgesetzt wurde das Thema Tierschutz. Zwar gibt es dafür keine mahnenden Worte, aber der Vergleich der Zustände auf dem Bauernhof mit den Lebensbedingungen bei Frieda spricht für sich. Besonderen Wert hat die Autorin auf die Wiedergabe von Emotionen gelegt. Friedas Trauer um die verschwundenen Tiere ist mit den Händen greifbar, ihre Wut kann ich gut nachvollziehen. Zu den sprachlichen Höhepunkten gehört für mich das Gespräch von Berta mit den gefangenen Tieren. Hier geht es um Mut und Aufbegehren statt Resignation. Ein Mann als Tratsche des Dorfes ist eine neue Idee.
Ausdrucksstarke Illustrationen mit einer Spur Humor unterstützen die Handlung.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Botschaft, dass Tiere Lebewesen sind und entsprechende Behandlung verdienen, kommt an.
- Carola Dunn
Miss Daisy und der Tote auf dem Eis
(83)Aktuelle Rezension von: Buecher_BohnenWinterzeit ist Krimizeit. Ich weiß nicht genau warum, aber die kalte Jahreszeit bringt mich immer dazu, mich in bequemen Klamotten in eine Decke zu kuscheln und schöne, klassische Kriminalromane zu lesen.
Geht es euch da ähnlich? Und woran könnte das liegen?
Natürlich kommen einem hier große Namen wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle in den Sinn, dieses Mal bin ich aber an einer Autorin hängengeblieben, die ich zuvor noch nicht kannte: Carola Dunn und ihre Miss Daisy."Der Tote auf dem Eis" spielt mittlerweile 100 Jahre in der Vergangenheit, in den goldenen Zwanzigern. Journalistin Daisy Dalrymple soll einen Artikel über das Gut Wentwater Court eines britischen Grafen berichten. Doch was als einfacher Auftrag beginnt, entpuppt sich bald schon als nervenaufreibende Arbeit, als auf dem zugefrorenen See des Anwesens eine Leiche gefunden wird.
Das Buch nimmt sich gerade zu Beginn seine Zeit, um uns in die Atmosphäre der goldenen Zwanziger einzuführen. Die Stimmung, die die Autorin damit aufbaut, hat mich sofort für sich gewonnen. Gerade unsere Protagonistin Daisy habe ich sehr schnell sympathisch gefunden. Vor allem ihre (für die damalige Zeit) sehr feministische Einstellung und die damit verbundenen Konflikte mit ihrem Umfeld, haben selbst ohne die titelgebende Leiche bereits für viel Spannung gesorgt - schließlich ist es 1923 noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frau selbst Geld verdient anstatt zu heiraten und sich von einem Mann finanzieren zu lassen.
Aber auch als die Geschichte dann in Fahrt kommt, hielt sie mich gut bei der Stange. Die Ermittlung des Mordfalles ist clever und spannend erzählt, der leitende Inspektor Mr. Fletcher charmant und sympathisch, selbst die sich anbahnende Romanze fand ich erfrischend. Lediglich das Ende störte mich ein wenig, da Daisy hier plötzlich einen großen Teil ihres Selbstbewusstseins zu Kosten einer unerklärlichen Naivität aufgab. Aber vielleicht empfand die Autorin dies als notwendig, um das gewünschte Finale zu erzielen.Das erste Abenteuer von Miss Daisy hat mich überzeugt, der Reihe weiter zu folgen. Es gab nur wenige kleine Kritikpunkte und ich bin gespannt, ob die folgenden Fälle genauso spannend werden.
(Rezension von Mama Bohne)
- Janet Clark
Finstermoos - Im Angesicht der Toten
(93)Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-Nun ist bereits der dritte Band beendet und ich bin schon so gespannt wie die Reihe enden wird.Der Anfang von Band 3 war etwas fad, gut zu lesen, aber auch nicht so sonderlich spannend. Dafür wird es gegen Ende richtig spannend. Einige neue Details kommen ans Licht und manches Puzzelstück setzt sich zusammen.
Ich will endlich wissen wie die Freunde in den Bunker kamen und vorallem warum!! Ich hoffe auf ein gigantisches Finale
- Marcus Sammet
Axt
(9)Aktuelle Rezension von: InasbuecherregalWalter, ein Obdachloser, ist auf dem Weg zu seinem windgeschützten Schlafplatz unter einer Brücke. Verärgert realisiert er, dass dort schon jemand liegt. Ärgerlich schiebt er seinen klappernden und quitschenden Einkaufswagen weiter. Plötzlich hält er inne. Da liegt eine junge Frau, leblos, tot. Diese hier war anders als die anderen Toten die er bisher gesehen hatte, die andernen Obdachlosen, erfroren bei der Kälte. Die Frau war keine Obdachlose, zudem fehlte ihr etwas….gegen die Übelkeit kämpfend wandte Walter sich ab…
Dies ist der fünfte Teil aus der Sterbe wohl…Reihe. Ich muss gestehen, ich liebe die Vorgänger Bände und Marcus Sammets actionreichen Schreibstil. Zudem hat es mir Max Herrmann, der ehemalige Auftragskillende Hauptprotagnist, sehr angetan. So war ich natürlich neugierig auf die Fortsetzung.
Erst mal darf man sich durch die vielen Kapitel nicht abschrecken lassen, 96 Stück, das ist eine Ansage. Bei genauerem Hinsehen bermerkt man, das alle Kapitel verschiedene Orte und verschiedene Uhrzeiten als Überschrift haben. Dadurch lassen einen die kurzen Kapitel quasi in Echtzeit durch die Story jagen, man hüpft von Schauplatz zu Schauplatz, der mal mehr mal weniger actionreich ist. Vieles mag überzogen erscheinen, ergibt aber im Endeffekt ein schlüssiges Gesamtbild. Mir gefällt das angespannte Verhältnis zwischen Max und Sperber, dieses Katz- und Maus-Spiel. Auch das Max Gefühle zeigt finde ich gut dargestellt. Zwar nicht viele, aber alles andere wäre zu kitschig und unpassend für ihn gewesen.
Max gerät bei seiner Suche in Nebenschauplätze, die erst mal nicht mir der Story zu tun haben, erst nach und nach versteht man die Zusammenhänge, ohne die es nicht zu diesem Ende gekommen wäre. Der Spannungsbogen steigt schnell an, bleibt auch oben bis zum fulminanten Ende. Mehr möchte ich hier auch gar nicht verraten. Ich empfehle Euch, die Bücher der Reihe nach zu lesen, jedes ist eine Klasse für sich.
- M. C. Poets
Stattmord
(2)Aktuelle Rezension von: kubineAls der Hamburger Immobilieninvestor Sven Scholz nur knapp einen Axtangriff überlebt, scheint der Schuldige schnell gefunden. Es konnte nur Falk Wagner gewesen sein, ein Mieter in einem Objekt, das von Scholz saniert werden soll. Und der sich mit allen Mitteln dagegen wehrte. Als in Wagners Wohnung eine Leiche gefunden wird, stehen Lina Svenson und Max Berg von der Hamburger Mordkommission vor einem Rätsel. Wer ist der Tote und wer hat ihn umgebracht? Dann werden weitere Personen durch Axtangriffe verletzt. Verzweifelt versuchen beiden Ermittler Licht ins Dunkle zu bringen, bevor weitere Angriffe geschehen. Kein leichtes Unterfangen, denn es gibt keine Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern...
Die Autorin M. C. Poets machte sich als Übersetzerin einen Namen, bevor sie 2013 selbst unter die Autoren ging.“Stattmord“ ist der zweite Krimi mit den eigenwilligen Ermittlern Lina Svenson und Max Berg.
Die Charakterisierung der Protagonisten sorgt dabei für zusätzlichen Pep. Lina, politisch eher links eingestellt, hat es in ihrem Job nicht leicht. Ständig muss sie gegen Kollegen kämpfen, für die es nur schwarz und weiß gibt. Wohlhabende Mitbürger mit einem geregelten Leben sind für diese Kollegen natürlich die Guten, während die anderen, die von der Sonnenseite des Lebens nicht gerade verwöhnt werden, die Schuldigen sein müssen. Lina sieht das anders, findet aber kein Gehör. Einzig ihr Kollege Max steht ihr bei. Während Lina eher impulsiv und direkt ist, ist Max der ruhige Typ, der seine Haltung aus Meditation und Zen-Buddhismus schöpft. Aber auch er wird bei dem Fall an seine Grenzen gebracht.
Der Prolog beginnt für einen Krimi eher ungewöhnlich. Ein Baum erzählt seine Geschichte und als Leser ist man davon zuerst irritiert, da es nichts mit dem eigentlichen Krimi zu tun zu haben scheint. Die Krimihandlung selbst schreitet eher ruhig voran, der Fokus liegt auf den Ermittlungen. So weiß man als Leser eigentlich nie mehr als die Protagonisten, aber im Laufe der Axtüberfälle kristallisiert sich langsam ein Bild, wie die Fälle zusammenhängen.
Dabei geht es nicht nur um die Machenschaften von Immobilienhaien auf dem Wohnungsmarkt und den Unterschied zwischen reich und arm. Das übergeordnete Thema ist eines, was man in einem Krimi kaum erwarten würde. Das macht den Krimi zu einem komplexen Werk, der vor Aktualität nur so sprüht.
Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und der Schreibstil ist ganz angenehm. Der Spannungsbogen bleibt kontinuierlich auf dem gleichen Niveau, was der eher ruhigen Handlung geschuldet ist. Trotzdem möchte man wissen wie es weitergeht. Auch das Ende lässt auf einen 3. Band hoffen, obwohl der Fall abgeschlossen ist. Man möchte schon wissen, wie es mit den beiden Ermittlern weitergeht.
Wer einen ruhigen, komplexen Krimi sucht, der sich aktuellen Themen annimmt, kann hier bedenkenlos zugreifen. - Minette Walters
Des Teufels Werk
(12)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Nach furchtbaren Erlebnissen im Irak mietet sich Jounalistin Connie Burns in einem Cottage in Dorset unter falschem Namen. Während sie immer noch ängstlich darauf wartet, dass ihr Folterer bei ihr auftaucht, freundet sie sich mit der burschikosen Jess und dem Arzt Peter. Die beiden wissen bald auch, wer Connie wirklich ist und wollen ihr helfen. Doch dann wird Connies Alptraum plötzlich wahr...
Bewertung
"Des Teufels Werk" von Minette Walters wird gelesen von Andrea Sawatzki. Diese gehört schon lange zu meinen Lieblingssprecherinnen und auch hier macht sie ihre Arbeit wieder sehr gut. Das Hörbuch an sich ist nicht allzu lang, dafür hat sich der Anfang dann doch etwas gezogen. Zum Ende hin steigert sich die Geschichte dann aber. Jess als Charakter war mir mit ihrer Art sehr sympathisch und auch Connie mochte ich sehr. Peter Coleman ist mir dagegen manchmal richtig auf die Nerven gegangen. Er ist aber bei weitem nicht der schlimmste Charakter. Der gibt es eine weitaus schlimmere Unsympathin. Wer mehr psychologische Krimis ohne allzu viel Brutalität mag, kann bestimmt mit diesem Hörbuch seinen Spaß haben. Ich vergebe 3 1/2 Sterne.
- Stephen King
Shining
(62)Aktuelle Rezension von: Michael-P-KrausDie Geschichte von Jack Torrance, trockener Alkoholiker, der einen Hausmeisterjob über die Wintermonate in einem Hotel annimmt, ist einer der bekanntesten Stoffe von Stephen King und der gesamten modernen Schauerliteratur. Nicht zuletzt die Verfilmung von Stanley Kubrick hat dem Titel zu großer Popularität verholfen. Der Film ist ohne Zweifel ebenfalls ein Meilenstein des Horror-Genres, und doch ist das Buch nochmal einen Zacken schärfer. Und das Hörbuch ist ein absolutes Meisterwerk.
Die Geschichte zieht sich tatsächlich ziemlich am Anfang. Stephen King hätte das Werk auch locker auf die Hälfte, wenn nicht mehr verkürzen können, dann wäre ein rasanter Horrorthriller daraus geworden, der jedoch in keinster Weise DIESE Wirkung erzielt hätte.
Man erfährt sehr viele Hintergrundinfos über die drei Hauptfiguren, allen voran Jack Torrance. Und man begleitet ihn regelrecht, wie er langsam, aber sicher in den Wahnsinn gleitet.
Der Horror, den Stephen King hier benutzt, ist atemberaubend. Er ist schneidend. Er ist kalt. Aber er ist nicht für jeden Leser geeignet. Das Erschreckende an der Geschichte ist, dass es nicht einfach Horror ist, sondern der Horror wird alltäglich. Man fühlt selbst mit Jack mit. Und vielleicht hat man die eine oder andere Situation selbst schon einmal erlebt. Unkontrollierte Wutausbrüche, Aggressionen... Vielleicht auch die Nachwirkungen eines Alkoholabsturzes.
Wie bereits erwähnt, ist der Horror des Buches vielleicht nicht für jeden Leser ersichtlich. Er liegt in einer gänzlich anderen Ecke als im Film. Denn hier ist es tatsächlich das Hotel, das langsam aber sicher seine Auswirkung auf die Bewohner hat. Und dies aber nicht nur auf Jack. Sondern auch auf seine Frau und seinen Sohn. In gewisser Weise wurde ich hier sogar ein bisschen an H.P. Lovecraft erinnert. Eine fremdartige Wesenheit, erfüllt von Bosheit, getarnt in einem Hotel. Und dieses Wesen treibt Jack Torrance mit subtilen Mitteln langsam aber sicher in den Wahnsinn. Denn Jack ist das schwächste Familienmitglied, wie man anhand seiner Vorgeschichte mit der Zeit in Erfahrung bringt.
Die Passagen aus der Perspektive von Jacks Sohn Danny hat King ebenfalls gut gemacht. Es ist nicht leicht, aus der Sicht eines Kindes glaubhaft zu schreiben, ist doch das Denken und Wirken eines Kindes etwas völlig anderes. Doch mit dem "Shining" hat King sich selbst ein Werkzeug in die Hand gegeben, die es ihm ermöglichte, Danny nicht einfach nur als normalen Jungen zu beschreiben. Mehr kann man an dieser Stelle jedoch nicht verraten, ohne zu viel zu spoilern.
Zu guter Letzt sei hier das Hörbuch hervorgehoben. Es ist ein absoluter Hörgenuss. Dietmar Wunder liest den Text PERFEKT und erschafft es gänzlich, das Grauen und den Schrecken lebendig werden zu lassen. Kaum ein anderer Leser vermag dies so in dieser Intensität. Besonders krass wird es, wenn er dem Wahnsinn seine Stimme verleiht. Noch nie klang der Wahnsinn so grauenerregend.
Mein Fazit: Die herausragende Geschichte eines Stephen King in Bestform in Kombination mit der genialen Stimme von Dietmar Wunder ergibt ein PERFEKTES Erlebnis. Jeder, dem dieses Buch zu langatmig sein sollte, sollte vielleicht noch einmal über die Geschichte nachdenken. Denn das Grauen in dieser Geschichte ist etwas alltägliches.
Ein moderner Klassiker des Horrorgenres. - Lyman Frank Baum
Der Zauberer von Oz
(259)Aktuelle Rezension von: Lina_CleeSo wie, denke ich, viele, kenne ich den Zauberer von Oz schon aus meiner Kindheit. Bis jetzt habe ich ihn aber nur als Theaterstück gesehen und das ist bestimmt schon 23 Jahre her.
Ich liebe das Buch sehr! Ich finde die Geschichte immer noch sehr originell und den Schreibstil finde ich sehr Humorvoll. Es hat richtig Spaß gemacht zu lesen!
- Linda Cuir
Langsam, ganz langsam
(23)Aktuelle Rezension von: pardenFRAGWÜRDIGES EINLÖSEN EINES VERSPRECHENS...
Bauer Wilhelm verspricht seiner Frau Elsa, den Tod ihrer Tochter zu rächen. Sie erklärt ihm genau, wie die Rache zu erfolgen hat. Langsam, ganz langsam. Obwohl Wilhelm Gewalt hasst, möchte er Elsas letzten Wunsch erfüllen.
Einem Booksnack entsprechend ist dieser Minikrimi mit seinen gerade einmal 12 Seiten rasch gelesen. Die düstere und unheimliche Stimmung der kalten Winternacht zieht den Leser gleich in den Bann, bis zum Schluss bleibt der Ausgang der Geschichte offen, das Pendel des Schicksals kann zu beiden Seiten hin ausschlagen.
Kurz wird geschildert, was der Tochter von Elsa seinerzeit zugestoßen ist, so dass klar wird, was hinter den Rachegedanken steckt. Unklar jedoch bleibt, was genau die Motivation von Bauer Wilhelm war, Elsa solch ein Versprechen zu geben. Selbstjustiz als fragwürdige Lösung - und dann auch noch im Namen eines anderen. Hm.
Abgesehen davon war der Minikrimi jedoch gut ud flüssig zu lesen und bot für einige Minuten eine angenehme Unterhaltung.
© Parden
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