Bücher mit dem Tag "ayn rand"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ayn rand" gekennzeichnet haben.

6 Bücher

  1. Cover des Buches G.A.S. (ISBN: 9783446258044)
    Matt Ruff

    G.A.S.

     (143)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Man kann Matt Ruff nichts wirklich vorwerfen, er hat sich redlich bemüht und das Buch ist tatsächlich – wie auf dem Einband versprochen – voll mit wahnsinnigen Ideen. Zu voll. Ich hab 100 Seiten lang versucht dem ganzen Wust an Ideen in mich hineinzulassen – am Ende war ich zu voll und musste aufgeben. Es ist einfach nichts für mich, es ist mir zu wirr, zu viel, zu chaotisch, zu hektisch und ScienceFiction war auch noch nie meins und wird es wohl auch nicht werden. Was wirklich nicht an Matt Ruff liegt, er hat sich große Mühe gegeben, mögen andere damit Spaß haben.

  2. Cover des Buches Der Ursprung (ISBN: 9783932564369)
    Ayn Rand

    Der Ursprung

     (12)
    Aktuelle Rezension von: KollegeKraftwagen
    Ayn Rands Romane sind amerikanische Klassiker, vielen Amerikanern ist "Atlas Shrugged" nach der Bibel das zweitwichtigste Buch, wie ich gelesen habe. Auf eine Empfehlung hin - das sei das amerikanischste vom amerikanischen, man könne die amerikanische Volksseele nicht vestehen, ohne dieses Buch gelesen zu haben - habe ich mir diesen Schinken also vorgenommen...und war entsetzt. Literarisch ist das allerunterste Kajüte, grottenschlechte Dialoge, grelle Schwarzweißzeichnung, echte Helden und fiese Schurken - ganz das Niveau eines frühen Superman-Comics. Aber das kommt auch nicht von Ungefähr, beides sind Produkte der 1940er und gerade Ayn Rand ist eine prototypische Vertreterin der Ära des McCarthyismus, der rechten Verschwörungstheorien, des Fortschrittswahnsinns, der über Leichen geht. Heute würde sie vermutlich ein wenig anders klingen. Die Menscherechte tritt Ayn Rand mit Füßen: was ist das Leben von tausenden Nichtsnutzen gegen einen solchen Übermenschen, der ein Zeitungsimperium gründet oder innovativ und ökonomisch baut? Mir wurde heiß und kalt bei der Lektüre, ich habe das Weltbild der Autorin und ihrer Zeit zu fürchten gelernt. Dieser Sauberkeitswahn, der nur individuelle Stärke gelten lassen will, und diese paranoide Angst vor allem, was soziale Organisation, was Gesellschaft betrifft, ist so erschreckend wie entlarvend. Allein daß sie so sicher weiß, was gut ist und was böse, daß sie die objektive Wahrheit kennt und uns Ignoranten beibringen will, ist schon sehr fragwürdig. Die 40er müssen schon arg finster gewesen sein. Trotz all dieser Einwände habe ich das Buch tatsächlich zu Ende gelesen und mich lange daran gerieben. Durch dieses Buch bekommt man eine Ahnung von neoliberaler Weltanschauung, von der Radikalität des amerikanischen Individualismus, dem Ursprung des amerikanischen Traums (denn natürlich identifizieren sich alle mit dem strahlenden Helden und nicht mit den Kretins, die unter die Räder kommen). Andererseits lehrt das Buch aber auch Selbstvertrauen. Es ermutigt, sich auf die eigenen Stärken zu beziehen, zu handeln, den eigenen Weg zu gehen, ohne sich für fremde Zwecke vereinnahmen zu lassen. Ein bischen von der rücksichtslosen Stärke färbt dann schon ab, kann die Gebeugten ein wenig aufrichten. Und Heroismus ist immer ein bischen ansteckend, selbst wenn er so holzschnittartig daherkommt wie hier. Das ist ein zutiefst amerikanisches und völlig uneuropäisches Buch, eine Bibel des Egoismus, ein Pamphlet gegen Moral und soziale Verantwortung. Unermüdlich hämmert uns Rand ihre Ideologie in den Schädel, radikal, unnachgiebig, obsessiv, manipulativ. Grenzenlos abschreckend und zutiefst faszinierend. Ich bin ein begeisterter Leser von literarischen Texten aus allen Epochen und Sprachen, aber etwas vergleichbares habe ich noch nicht gelesen...
  3. Cover des Buches Anthem (ISBN: 9781453886007)
    Ayn Rand

    Anthem

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Sakuko
    Ich schätze bei dem Buch handelt es sich technisch gesehen um dystopische Sci-Fi, auch wenn es sich eher um eine mittelalterliche Welt handelt.
    Es ist eine Welt, in der kein Mensch alleine sein darf. Alle Arbeit, Leben, Denken ist auf die Gemeinschaft ausgerichtet. Der Einzelne ist nichts. Nur der Wille und das Wohl der Gemeinschaft haben belang.
    Equality 7-2521 ist zu klug für die Welt und würde gerne als Gelehrter eingeteilt werden, aber gerade weil er zu klug ist und Vorlieben hat wird er zum Straßenkehrer gemacht. Er entdeckt am Rande der Stadt einen alten Tunnel aus früherer Zeit vor der Gemeinschaft und beginnt dort Forschungen anzustellen.
    Auch trifft er eine Bäuerin, Liberty 5-3000, in die er sich verliebt. Undenkbar, den Männer und Frauen reden nicht miteinander und verkehren nur einmal im Jahr zur Kinderzeugung in einer großen Zeremonie.
    Equality entdeckt die Elektrizität wieder und baut eine Batterie mit Glühbirne. Diese möchte er der Gemeinschaft als Geschenk überbringen um die Gemeinschaft voran zu bringen, aber auch um vielleicht doch noch eine Chance zu haben, Gelehrter zu werden. Aber er wird von den Gelehrten nur beschimpft und abgelehnt für sein Vergehen, Gedanken und Ideen zu haben, die andere Menschen nicht haben.

    Das Buch ist sehr distanziert geschrieben, was auch an der Welt liegt, wo niemand für sich selbst denkt. Aber der Erzähler und Hauptcharakter  kommt einem einfach nicht Nahe. Das mag auch daran liegen, das er sehr viel doziert und philosophiert und oft sehr besserwisserisch rüber kommt.
    Auch wird die Gegenseite, die Wissenschaftler, sehr überzogen und albern dargestellt. Sie halten sich nicht mal selbst an die Regeln, dass niemand für sich alleine denkt.
    Rand versucht mit dem Buch ganz klar ihre Philosophie zu puschen; die Macht des Einzelnen, ein radikaler Individualismus, sowie Hass auf alle Formen von Kommunismus und Sozialismus schlagen einem aus dem Buch entgegen.
    Wenn man sich das Buch aber genau durchliest, merkt man schnell, dass die dargebotenen Schlussfolgerunen gar nicht immer so logisch und eindeutig sind, wie sie präsentiert werden sollen. Die Beispiele sind dazu gedacht die Philosophie zu unterstreichen: Es ist vermessen und dumm die Glühbirne abzulehnen, wenn die Gesellschaft gerade mal Kerzen besitzt. Daher muss die Gesellschaft vermessen und dumm sein.

    Ich kenne noch andere Bücher von Ayn Rand und weiss, wie sie schreibt. Ihre Philosoph des radikalen Individualismus stört mich gar nicht mal. Es ist in diesem Fall eher diese völlig submissive Rolle der Frau, die mir hier sauer aufstößt.
    Bei Atlas Shrugged konnte ich darüber hinweg sehen, weil die Geschichte einfach besser war, die Charaktere tiefgreifender, und es eine freiwillige Unterwerfung einer kompetenten Person war, aber hier wird es sehr offensichtlich und sehr unschön.

    Equality gewinnt in dem Buch seine Individualität, seinen eigenen Geist. Seine Auserwählte Liberty bekommt... ihn, schätze ich. Während er neue Bücher liest, probiert sie Kleider an. Er wählt seinen eigenen Namen... und ihren gleicht mit. Equality kann herrschen, und sie muss weiterhin untergeordnet sein.
  4. Cover des Buches Vom Leben unbesiegt (ISBN: B0000BMLWD)
    Ayn Rand

    Vom Leben unbesiegt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Musegirl90
    Das Buch beschreibt das Leben der jungen Kira Argunova, die mit ihrer Familie 1922 nach Petrograd zuückkehrt. Doch als die Tochter einer Bourgeoisiefamilie im Russland zu Zeiten Lenins hat sie es nicht leicht, doch mit ihrem unabhänigigen Geist und ihrem starken Willen schafft sie es sich an der Technischen Hochschule einzuschreiben um ihren Taum Ingenieurin zu werden, wahr werden zu lassen. Dort trifft sie auf Andrei Taganov, der durch und durch Kommunist und Mitglied der G.P.U. ist, mit dem sie sich nach einiger Zeit, trotz ihrer verschiedenen politischen Ansichten, anfreundet. Eines Nachts begegnet sie Leo Kowalenski, der wie Kira aus der Bourgeosie stammt. Die beiden verlieben sich in einander und ziehen nach einiger Zeit zusammen, doch dann beginnen die Probleme ... Ein wirklich außergewöhnlicher Roman! Ayn Rand beschreibt teils autobiografisch die Zustände im Russland der 20er Jahre. Man bekommt deutlich zu spüren wie das System funktioniert haben muss und wie das Leben damals war. Ich fand die Geschichte wirklich sehr packend. Besonders beeindruckt bin ich von der Protagonistin Kira, die sich und ihren Überzeugungen bis zum Schluss treu bleibt, während sich der Rest ihrer Familie und sogar ihre große Liebe Leo dem System beugen.
  5. Cover des Buches Hymne (ISBN: 9783945822210)
    Ayn Rand

    Hymne

     (9)
    Aktuelle Rezension von: cynthor

    Inhalt

    In einer fernen Zukunft befindet sich die Menschheit wieder auf dem technologischen Stand eines späten Mittelalters – erst kürlich wurde die Kerze erfunden. Die Menschen kennen nur die Gemeinschaft und eine extreme Form des Kommunismus. Egoismus hingegen ist nicht nur verboten, sondern gänzlich unbekannt.
    Gleichheit 7-2521, aufgrund seiner Aufmüpfigkeit zum Dasein eines Straßenkehrers verdonnert, erforscht verbotenerweise die menschliche Historie. Als seine Versuche, die anderen Menschen mit seinen neuen Erkenntnissen in eine bessere Zukunft zu führen, scheitern, flieht er mit seiner Geliebten in die Wälder.

    Meinung

    Hymne ist eine Dystopie mit vielen klassischen Elementen, aber auch interessanten Details, die sie von anderen unterscheidet.

    Dass die Menschheit nach einem weiteren (zweiten oder dritten) Weltkrieg ihre Hochtechnologie nicht erhalten kann und wieder auf eine primitivere Zivilisationsstufe zurückfällt, ist ein Schachzug, der viel Spielraum schenkt, ohne zu einer Entfremdung von Leser und Welt des Werkes zu führen. Gerade weil der Leser mit einer mittelelalterlichen Welt so vetraut ist, findet er sich schnell in diese ein.

    Der extreme Kommunismus, der ählich wie der Gemeinschaftssinn in „Wir“ aufgezogen ist, spiegelt sich vor allem in der brillanten „Suche“ nach dem verbotenen Word Ego bzw. Ich wieder. Bis auf den letzten Abschnitt, der sich mit den visionären Zielen und Hoffnungen von Prometheus befasst, taucht kein einziges Mal das Wort „Ich“ auf, weil selbst der Potagonist von sich selbst als „Wir“ spricht und die Gesamtheit mit einbezieht.

    Überaus nett, und gleichzeitig traurig,  ist das Gestammel der Goldenen, die nicht einmal die Liebeserklärung per se, den Satz „Ich liebe dich“ formulieren kann, weil weder die Begriffe ich noch dich, geschweige denn ihre Bedeutungen existieren.

    Zu guter Letzt sei noch die Namensgebung erwähnt. Die Charaktere sind nach eher links-spezifiischen Schlagworten wie Gleichheit, Internationalität oder Freiheit benannt. Als Protagonist samt Anhang dies Macht hinter dieser Namensgebung durchschauen, gegeb sie sich neue Namen. Der Erzähler nennt sich Prometheus, und in diesem Namen schwingt der griechische Feuerbringer und damit die ultimative Hoffnung auf ein neues Zeitalter mit. Die Goldene nimmt den Namen Gaia an, was  auf die Rolle der Muttergöttin hinweißt.

    Insgesamt also nicht die völlige Überraschung, aber aufgrund netter Einfälle trotzdem gut.

    Sonnige Tage und erholsame Nächte!

    PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen Roman Ethopia – Erwachen

  6. Cover des Buches Supercrash (ISBN: 9783446446984)
    Darryl Cunningham

    Supercrash

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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