Bücher mit dem Tag "backen"
610 Bücher
- Bonnie Garmus
Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)
(797)Aktuelle Rezension von: 4nniDas Buch hat mich wirklich komplett mitgenommen: Freude, Liebe, Wut, Trauer, Fassungslosigkeit ... Binnie Garmus hat mit der Hauptfigur Elizabeth eine Frau erschaffen, die viele als Vorbild nehmen sollten, mich eingeschlossen!
Elizabeth hat eine super trockene und direkte Art, was ich komplett gefeiert habe! Vor allem ist sie selbstbewusst und steht für sich und ihre Träume ein. Auch wenn ihr Weg nicht immer wie geplant verläuft, gibt sie nicht auf.
Wirklich ein unglaublich tolles und inspirierendes Buch!
Auch den süßen Hund Halbsieben habe ich direkt ins Herz geschlossen. Zwischendurch erfährt man immer mal wieder seine Sicht auf die Situationen und seine Gedanken dazu. Das bringt einen zwischendurch auf alle Falle ofter zum Lachen.
Die Geschichte spielt zwar in den 60ern, aber leider gibt es selbst heutzutage teilweise noch ahnliche Vorurteile gegenüber Frauen und das Thema ist weiterhin aktuell!
In diesem Sinne: »Fordern Sie sich heraus, Ladys. Nutzen Sie die Gesetze der Chemie und verändern Sie den Status quo.«
- Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
(797)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteRose hat Alzheimer und bald schon wird sie sich nicht mehr an ihre große Liebe erinnern können. Deshalb bittet sie ihre Enkelin sich auf die Suche nach diesem Mann zu machen.
Jener Mann, dem ihr Herz seit 1942 gehört.
Oh, mein Gott….. diese paar Sätze reichen ja wohl um jedes Frauenherz höher schlagen zu lassen oder ?
Ein total gefühlvoller Roman. Ich war hin und weg!!! Das Thema Alzheimer wird sehr realistisch und dramatisch beschrieben. Ich bin begeistert! Aber Achtung, ich würde empfehlen beim Lesen Taschentücher bereit zu halten.
- Beth O'Leary
Love to share – Liebe ist die halbe Miete
(735)Aktuelle Rezension von: thewonderlandofbooksDieses Buch lag viel zu lange auf meinem SuB. Die Idee fand ich cool, aber ich habe es trotzdem immer wieder vor mir hergeschoben. Jetzt bin ich so froh, dass ich es endlich gelesen habe!
Erzählt wird abwechselnd aus Leons und Tiffys Sicht und genau das hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Beide Figuren haben ihre eigenen Baustellen, ihre Emotionen sind so greifbar und ehrlich. Dieser Perspektivwechsel hat der Story enorm viel Tiefe gegeben.
Die Ausgangssituation ist super: Zwei Menschen teilen sich eine Wohnung sehen sich aber nie und kommunizieren nur über kleine Zettel. Tiffy ist frisch getrennt und kämpft noch mit dem Liebeskummer Leon ist anfangs noch in einer Beziehung das hat mich zuerst kurz zögern lassen. Ich dachte das fühlt sich vielleicht komisch an. Aber meine Zweifel waren komplett unbegründet. Es war richtig authentisch und hat mich emotional total abgeholt.
Besonders berührt hat mich Leons Job auf der Palliativstation. Die Nebenfiguren dort und Leons Bruder haben der Geschichte eine tolle Tiefe verliehen. Auch Tiffys Alltag und der Plot mit ihrem Ex habe ich so nicht erwartet das hat die Story nochmal spannender gemacht.
Am Anfang brauchte ich ein paar Seiten um richtig reinzukommen und es gab ein, zwei ruhigere Stellen die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber insgesamt bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
Die kleinen Zettel die Gesten und das langsame Kennenlernen das war so schön erzählt und hat mich total gepackt. Die Story wird mit jeder Seite besser ernster und auch witziger. Die Nebenhandlungen vor allem rund um Leons Bruder haben mich echt berührt.
Fazit:
Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel Herz und berührenden Momenten. Charmant tiefgründig witzig und emotional ich bin so froh dass ich das Buch eine Chance gegeben habe.
4,5/5 - Jenny Colgan
Die kleine Bäckerei am Strandweg
(402)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinIch mag Jenny Colgan Geschichten für zwischendurch sehr. Ich finde sie sehr unterhaltsam, obwohl jetzt nicht extrem viel passiert.
Ich fand die Geschichte aber durchwegs interessant zu lesen und konnte auch die Protagonist:innen gut leiden.
Das Hin und Her der Gefühle wirkte etwas aufgesetzt und manche Handlungen waren nicht sehr nachvollziehbar, aber dennoch hat mir das Buch in Summe gut gefallen.
- Kathryn Littlewood
Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch
(268)Aktuelle Rezension von: Sunny032In diesem Buch gibt es nicht nur eine Prise Magie. Im ersten Band taucht man in die magische Welt der Glycks ein. Stellt euch vor eure Elern müssen kurzfristig verreisen und du musst mit deinen Geschwistern ein magisches Familienrezeptbuch hüten. so ist es Rosmarin Glyck passiert. Das spannendste ist, dass plötzlich ein Familienmitglied auftaucht und plötzlich alles aus dem Ruder läuft. Ich liebe den familiären aspekt an der Geschichte und bin mittlerweile schon bei Band 6. Jeder Band erzäht ein neues Abenteuer. Außerdem ist es ein sehr positives Buch, da die Familie versucht mit magischem Gebäck z.B. Leute wieder gesund zu machen. Natürlich sind die ein oder anderen Zauberzutaten mit im Spiel...
- Poppy J. Anderson
Taste of Love - Geheimzutat Liebe
(355)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteCover:
Das ist leider etwas verwirrend, da es das Cover in verschiedenen Ausführungen gibt.
Meines ist eben nicht der Lollipop, sondern das dunkle Cover mit dem Granit und einen Holzlöffel voller roter Pfefferbohnen, was sich sehr gut passend finde. Das „andere“ Cover finde ich nicht gut gewählt.
Inhalt:
Der Jungkoch Andrew Knight ist gefeierter Newcomer am Bostoner Gastrohimmel. Das ist aber extrem anstrengend, so dass er fast am Burnout landet. Um mal rauszukommen startet er in einen spontanen Kurzurlaub in Maine und trifft dort auf Brooke Day.
Diese leitet den lokalen kulinarischen Geheimtipp und ahnt nicht, wer sich da bei ihr einnistet. Gemeinsam machen sie aus dem bisher leider recht erfolglosen Geheimtipp eine In-Location. Andrew hat nun zum ersten Mal seit Jahren wieder Spaß beim Kochen. Doch Brocke weiß nicht die Wahrheit?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig, locker, angenehm zu lesen und sehr gefühlvoll. Sie kann gerade die Emotionen sehr gut umsetzen, so dass man diese selbst vermag zu spüren beim Lesen.
Die Szenerie rundum die Gastrobranche ist perfekt in Szene gesetzt, denn Essen kann eben Erotik und Verlockung pur sein.
Die Charaktere sind sehr vielfältig und facettenreich, auch wenn gerade Drew etwas auftauen musste. Ihn nahbar zu sein, war etwas schwer, da er eben recht eindimensional anfangs wirkte.
Doch nach und nach spürt man sich da rein, zudem er al Figur sich öffnen musste. Was wiederum genial gelöst wurde, da so eine Dynamik erkennbar ist.
Brooke scheint dagegen das genaue Gegenteil zu sein. Sie ist unglaublich laut und präsent. Sie erscheint stark und aufopferungsvoll.Beide Charaktere sind so unterschiedlich, und das macht eben den Reiz aus.
Es prickelt durchaus sehr.
Leider finde ich eben die Haupthandlung noch unausgereift und etwas flach, so dass ich es aber dennoch aufgrund der emotionale Vielfalt sehr gern gelesenen habe.
- Jenny Colgan
Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg
(223)Aktuelle Rezension von: luckytimmiPolly lebt mit ihrem Freund Huckle auf einer Gezeiteninsel in einem Leuchtturm. Sie arbeitet in einer Bäckerei und liebt das Backen. Als die Besitzerin des Ladens stirbt, steht Malcom, einer der Söhne auf der Matte. Er will Pollys frische Waren gegen günstige abgepackte Waren ersetzen. Als Malcom Polly noch mit „ihrem“ Papageientaucher im Laden erwischt, ist Polly entlassen. Da sie nun erstmal kein Geld hat und auch Huckle zu wenig mit seinem Honigverkauf verdient, beschließt dieser, in seiner Heimat der Farm seines Bruders zu helfen. Und so sind die beiden erstmal für einige Zeit getrennt. Polly versucht dann, in einem Brotwagen selbstständig Backwaren zu verkaufen…
Ich weiß nicht, warum aber ich hatte große Probleme, mit der Geschichte warm zu werden. Es hat ca. die Hälfte des Buches gedauert… Das lag nicht am Schreibstil, der war sehr angenehm. Es waren Kleinigkeiten, die mich irgendwie „genervt“ haben und vieles so dahingeplätschert ist. Trotzdem runde ich meine 3,5 Sterne auf 4 auf, da später im Buch dann noch etwas Spannung dazukommt. Ganz am Ende findet man außerdem noch einige Backrezepte…
- Petra Hülsmann
Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
(428)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Musiklehrerin Annika wird zwangsversetzt von einer High Society Schule zu einer Brennpunktschule. Dort muss sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben konfrontiert sehen mit: Mobbing unter Schülern, häuslicher Gewalt an ihren Schülern, den unterschiedlichsten Nationalitäten und einer allgemein an Schule desinteressierten und für ihre persönliche Zukunft desillusionierten Klasse.
"Mit uns Honks will eh keiner was zu tun haben" "Wir kommen hier eh nicht raus" "Wir sind vom Gettho/Gosse - da kann man nix machen"
Privat lebt sie in einer 2er/4er - WG mit ihrer Freundin Nele und den zwei Nachbars"jungs" Kai und Sebastian. Letzterer bringt Annikas Herz durcheinander, aber da ist auch noch Tristan - der Ex-Klassenkamerad von Annika, in den sie schon ewig verknallt ist und jetzt ihr helfen soll bei einem Schulprojekt "Musical AG", um für die Schüler einen Preis zu gewinnen.
Was eigentlich als Idee startete, damit Annika schnell wieder zurückkehren kann an ihre alte Schule, entpuppt sich als DAS Projekt, das ihr hilft zu erkennen, dass sie ihren Job als Lehrerin wirklich sehr liebt, auch wenn er täglich Herausforderungen bereit hält. Und sie erkennt, dass sie privates Glück benötigt, um diesen Schulalltag zu überstehen.
Das Buch liest sich flüssig und ich habe es genossen, manchmal fand ich allerdings den "Konsum" von Essen und Tätigkeiten doch sehr überzogen und auch tatsächlich passend für die "high society", die sich halt keine Gedanken über Geld machen muss (Der Erdbeerkuchen! Der Dom) - aber vielleicht diente das auch wirklich um diesen krassen Unterschied zwischen dem reichen Lehrerkind und den armen Schülern zu zeigen.
Botschaft:
Manchmal schickt uns das Leben Herausforderungen, damit wir wachsen und erkennen, wo unsere wirkliche Aufgabe und unsere Talente liegen und was uns wirklich stolz macht. Wir erkennen, dass wir etwas in der Welt bewegen können, statt es uns mit einem guten Gehalt bequem zu machen.
Es ist wichtig, den privaten Ausgleich zu haben - gerade WEIL man einen verantwortungsvollen und schwierigen Job hat.
***Denk niemals, dass deine Herkunft bestimmt, was du aus deinem Leben machen kannst. Niemals. Vielleicht schaffst du es nicht in die high society, aber du musst auch nicht im Sumpf bleiben.***
Und manchmal braucht man für diese Erkenntnis einfach Menschen, die einem zutrauen, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, statt Opfer der eigenen Familienherkunft zu sein.
- Jenny Colgan
Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg
(177)Aktuelle Rezension von: sansolDer Abschluss der Trilogie um Polly, Huckle und den Papageientaucher Neil konnte mich gar nicht überzeugen. Der Charme des ersten Bandes wird bei weitem nicht erreicht und weihnachtliche Stimmung kommt ebenfalls nicht auf.
Polly ist gestresst, sie hat viel zu tun und das Geld für die Renovierung des Leuchtturms sowie die Unterstützung der Papageientaucher-Kolonie fehlt überall. Jetzt soll sie auch noch ihre Waren unentgeltlich auf dem Weihnachtsmarkt anbieten (warum eigentlich?). Bei Huckle läuft es auch nicht rund und Neil kommt diesmal nur wenig vor, leider. Reuben benimmt sich wie der letzte ... und durch Kerensas Geheimnis kommt Polly in Teufels Küche, jeder wird misstrauisch.
Sehr viele Informationen über die Vorgeschichte strecken den Text, langweilen aber alle Leser der ersten Bände. Ich müsste nachschauen aber war Pollys Lebenslauf bzgl ihrem Vater nicht ein ganz anderer?? Ein Abschluss aber das war es auch schon. - Maria Nikolai
Little Germany - Der Duft der Neuen Welt
(84)Aktuelle Rezension von: Ramona_HLissi ist Dienstmädchen in einem reichen Haus. Sie lässt sich mit dem vermögenden Sohn ein, der ihr selbstverständlich verspricht sie zu heiraten. Nachdem Lissi ein Kind erwartet, wird sie entlassenen. Auch der Kindsvater möchte nichts mehr von ihr wissen. Für Lissi bleibt nur eine Möglichkeit: ganz weit weg zu gehen.
Julia hat einen reichen Mann geheiratet. Doch auf dessen Landgut fühlt sie sich nicht wohl. Sie soll jemand sein, der sie nicht ist. Auch ihre bestimmende Schwiegermutter macht ihr das Leben zur Hölle. Julia sieht für sich als freiheitsliebender Mensch nur eine Möglichkeit: ganz weit weg zu gehen.
Lissi und Julia treffen sich und besteigen beide das Schiff in Richtung Amerika. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Sie bauen sich in Amerika gemeinsam etwas auf. Doch dann beginnt die Vergangenheit sie einzuholen.
Ein spannender, historischer Roman, der absolut lesenswert ist.
- Katharina Herzog
Das kleine Bücherdorf: Frühlingsfunkeln
(132)Aktuelle Rezension von: ManfredLiestObwohl Liebesromane normalerweise nicht meinem bevorzugten Lesegenre entsprechen, schafft es Katharina Herzog erneut, mich zu überraschen und zu fesseln. Das kleine Bücherdorf – Frühlingsfunkeln ist der zweite Band einer Reihe, die sich durch clevere Erzählweise und eine atmosphärische Kulisse auszeichnet.
Die Autorin verwebt eine romantische Geschichte mit spannenden Geheimnissen, liebevoll gezeichneten Persönlichkeiten und der Magie eines kleinen, bücherverliebten Dorfs. Besonders hervorzuheben ist, dass die teils zufällig wirkenden Wendungen und logischen Brüche, die im ersten Teil gelegentlich störten, im zweiten Band vollständig verschwunden sind. Die Story wirkt rund, stimmig und wunderbar durchdacht.
Die Mischung aus Romantik, Dorfleben und bibliophilem Flair sorgt für ein wohltuendes Leseerlebnis – sogar für Leser*innen, die Liebesromanen sonst eher skeptisch gegenüberstehen. Dieses Buch hat mir gezeigt, wie viel Charme, Witz und Gefühl in einer klug erzählten Geschichte stecken können.
- Jenny Colgan
Die kleine Sommerküche am Meer
(168)Aktuelle Rezension von: IloenchenDie kleine Sommerküche am Meer handelt von Flora, die beruflich auf ihre Heimatinsel in Schottland zurückkehren muss. Dabei war sie seit der Beerdigung ihrer Mutter nicht mehr dort gewesen und dachte, sie hätte das Leben dort hinter sich gelassen.
Der Schreibstil von Jenny Colgan ist etwas flapsig und ungewohnt, aber sobald man sich eingelesen hat, stellt man fest, dass er perfekt zum Buch passt. Mir haben besonders die tollen Beschreibungen von der schottischen Insel gefallen. Wie nebenbei habe ich von der ungewöhnlichen Landschaft und den lokalen Bräuchen und Traditionen erfahren.
Und bei Flora Kochversuchen habe ich gleich Hunger bekommen, so gut waren die beschrieben.
Die Hauptfiguren des Buches sind realistisch dargestellt und ich konnte oft gut nachvollziehen, wie Flora sich fühlt. Besonders gut haben mir die vielen Nebengeschichten gefallen, die das Buch noch spannender machen. Es handelt sich bei dem Buch zwar um eine Liebesgeschichte, diese spielt sich aber oft im Hintergrund ab. Im Vordergrund steht Floras Beziehung zu ihrer Herkunft und ihrer Vergangenheit, und die Frage, wie sich diese mit ihrer Gegenwart und Zukunft vereinbaren lassen.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die eine leichte Lektüre wünschen.
- Anabelle Stehl
Worlds Apart
(95)Aktuelle Rezension von: LilliVanilliDer Schreibstil hat mich in den Bann gezogen, sodass ich das Buch gar nicht weglegen konnte. Das Tempo war für mich richtig flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Ende fand ich schön und insgesamt war das Buch für mich einfach eine richtig angenehme Wohlfühlgeschichte mit einem Setting, das mir überraschend viel Spaß gemacht hat. Die Rezepte zwischen den Kapiteln hat mich motiviert auch wieder zu backen. Allgemein ist das Buch eine große Empfehlung wert.
- Carsten Henn
Der Geschichtenbäcker
(181)Aktuelle Rezension von: KathrinZDie Geschichte erzählt auf wunderbare Weise von Schicksalsschlägen, von der Liebe und von neuer Begeisterung. Besonders die herzerwärmenden Lebensweisheiten des Bäckers Giacomo haben es mir angetan. Auch die Schicksale, vor allem von Elsa und Giacomo, die erst am Ende des Buches näher beleuchtet werden, sind tiefgreifend und traurig. Auch wie die (ehemalige) Ballerina Sofie ihre neue Berufung findet, den Weg zu sich selbst und zu ihrem Mann, wie steinig der Weg dahin sein kann, wird in der Geschichte wunderbar beschrieben.
Es gibt keine hektischen Szenen in der Geschichte und das macht das Lesen zu einem schönen Zeitvertreib.
Obwohl alles in allem recht stimmig ist, fand ich den Buchspazierer besser. Deshalb gebe ich 4 Sterne.
- Julie Caplin
Die kleine Bäckerei in Brooklyn
(152)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookMit "Romantic Escapes 2 Die kleine Bäckerei in Brooklyn" von Julie Caplin habe ich meine Reise durch die beliebte Wohlfühlreihe fortgesetzt - nachdem ich lange gezögert hatte, überhaupt einzusteigen. Über die Jahre sind mir die Bücher immer wieder begegnet. Die liebevoll gestalteten Cover haben sofort Fernweh geweckt, und die Idee, verschiedene Länder und Metropolen literarisch zu entdecken, fand ich reizvoll. Gerade deshalb, weil viele dieser Orte für mich vermutlich immer nur zwischen Buchseiten erreichbar bleiben werden.
Eingestiegen bin ich allerdings nicht mit dem Reihenauftakt, sondern mit "Das kleine Zuhause in Prag", das zufällig als Print bei mir gelandet ist. Es diente als Test, ob die Reihe für mich grundsätzlich funktioniert. Anschließend wollte ich die Bücher dann doch in der vorgesehenen Reihenfolge lesen und griff zu "Das kleine Café in Kopenhagen".
Schon dort zeigte sich ein wiederkehrendes Grundmuster: eine Frau bricht aus ihrem bisherigen Leben aus, landet in einer neuen Umgebung, trifft auf einen Mann mit Spannungen am Anfang, und am Ende stabilisiert sich alles in einer vorhersehbaren Romanze. Dieses Schema ist nicht per se schwach, es trägt die Reihe bewusst. Julie Caplin bedient genau dieses Segment von Wohlfühlromanen, die auf Atmosphäre, Kulinarik und romantische Verlässlichkeit setzen. Das gelingt handwerklich solide, wirkt nach mehreren Bänden aber zunehmend statisch, weil echte Variationen im Aufbau fehlen. Ich wünsche mir von der Autorin gelegentlich mehr Mut, vertraute Pfade zu verlassen und die Handlung in unerwartete Richtungen zu lenken.
„Die kleine Bäckerei in Brooklyn“ bestätigt dieses Muster, ohne es weiterzuentwickeln. Die Stimmung ist grundsätzlich warm und die Kulisse Brooklyn wird dekorativ genutzt, ebenso die kulinarischen Elemente rund um Backwaren und Alltag in einer Bäckerei. Trotzdem bleibt die Handlung über weite Strecken ereignisarm. Der Verlauf ist stark vorhersehbar und emotional kaum verdichtet. Spannung entsteht nicht, weil Konflikte früh absehbar und schnell aufgelöst werden.
Der Eindruck einer gewissen Austauschbarkeit verstärkt sich im Verlauf der Lektüre. Viele Szenen ziehen sich, ohne neue Dynamik aufzubauen. Prägnante Momente bleiben kaum hängen, wodurch der Roman schnell verblasst. Eine Ausnahme bildeten die Passagen rund ums Backen. Da ich selbst berufliche Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt habe und mich bis heute hobbymäßig damit beschäftige, konnte ich diesen Teil der Geschichte besonders genießen. Die Beschreibungen von Torten, Gebäck und dem Alltag in der Bäckerei hatten für mich deutlich mehr Charakter als manche Figur des Romans.
Sophie als Protagonistin bleibt insgesamt blass. Ihre Entwicklung wirkt schematisch, ohne erkennbare innere Reibung oder Kontur. Als Hauptfigur hätte ich mir mehr Ecken, Kanten und Persönlichkeit gewünscht. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, sie lediglich durch die Handlung begleitet zu haben, ohne sie wirklich kennenzulernen. Mit ihr fehlte mir der emotionale Anker, der mich stärker an die Geschichte gebunden hätte. Statt Nähe zur Figur entsteht eher Distanz, weil ihre Entscheidungen vorhersehbar bleiben und kaum psychologische Tiefe entfalten.
Nach dem Ende blieb bei mir vor allem Gleichgültigkeit zurück. Ich könnte nicht einmal sicher sagen, welcher Nebencharakter möglicherweise im nächsten Band ins Zentrum rückt. Im Moment verspüre ich auch nicht das Bedürfnis, das sofort herauszufinden. Nach mehreren Büchern brauche ich erst einmal Abstand von der Reihe. Ganz abgeschlossen habe ich mit ihr allerdings nicht. Besonders der Italien-Band reizt mich nach wie vor sehr. Vielleicht führt mich meine literarische Weltreise irgendwann doch wieder zurück zu Julie Caplin.
©2026 adlatb
- SUSAN MALLERY
Frisch verliebt (The Bakery Sisters 1)
(111)Aktuelle Rezension von: peedeeThe Bakery Sisters, Band 1: Als erfolgreiche Konzertpianistin kennt sich Claire Keyes überhaupt nicht mit den profanen Alltagsdingen wie Wäsche waschen oder kochen aus. Doch als sich ihre Zwillingsschwester Nicole einer Operation unterziehen muss, wird sie von ihrer Schwester Jesse gerufen – Claire soll sich um die Familienbäckerei und um Nicole kümmern. Obwohl zwischen den Schwestern jahrelang Funkstille herrschte, will Claire unbedingt helfen. Sie würde sich zudem gerne einmal verlieben und ein „normaleres“ Leben führen – was immer sie sich auch darunter vorstellt…
Erster Eindruck: Auf dem Cover meiner Ausgabe von 2009 ist ein Cupcake mit einem roten Herzen auf einem pinkfarbenen Hintergrund abgebildet – sehr auffällig, passt.
Als Leserin wird man mitten in das Leben der zerstrittenen Schwestern geworfen, die man nach und nach kennenlernt. Die Karriere von Claire hat sehr früh begonnen und die Familie dadurch entzweit – so zumindest die Sicht von Nicole. Nicole ist wütend auf Claire, wütend auf die jüngere Schwester Jesse, und auch noch wütend auf ihren Mann, der sie betrogen hat. Wyatt, ihr Schwager und zugleich bester Freund, steht ihr stets zur Seite. Claire hat viele Jahre versucht, Kontakt mit den Schwestern aufzunehmen, wurde aber immer abgeblockt. Es sind viel Schmerz und Vorurteile vorhanden; die Probleme wurden nie richtig besprochen und ausdiskutiert.
Claire hat Probleme: sie kämpft mit Panikattacken und weiss nicht, ob sie künftig noch auftreten kann. Die Reise nach Seattle kommt ihr gerade recht, um sich anderen Dingen widmen zu können. Der Empfang bei Nicoles Zuhause ist alles andere als freundlich, denn Wyatt will ihr partout nicht verraten, in welchem Krankenhaus sie ist. Er hat von Nicole so viel Negatives über Claire gehört, dass er keine gute Meinung von ihr hat. Wyatt hat eine achtjährige Tochter, Amy, die gehörlos ist. Er liebt sie über alles und aufgrund der schlechten Erfahrung in puncto Beziehung will er auch keine mehr eingehen. Okay…
Es ist ein Auf und Ab der Gefühle bei den Schwestern. Eins muss man Claire lassen: sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen, obwohl sie immer wieder zurückgewiesen wird. Mir haben die Protagonisten sehr gut gefallen und ich konnte ihre jeweilige Situation gut nachvollziehen.
Familie, Freundschaft, Liebe, Karriere, Gehörlosigkeit, Verletzungen, Vorurteile – dies sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und das Ende war im Nu erreicht. Nun habe ich noch zwei weitere Bände der Reihe vor mir – ich freue mich. - Nele Jacobsen
Ein Sommer im Rosenhaus
(66)Aktuelle Rezension von: rose7474Der Roman hat mir mittelmässig gefallen. Die Protagonisten blieben für mich blass und die Handlung war vorhersehbar. Ganz nett für zwischendurch aber nichts was sich von der Masse abhebt und mir lange in Erinnerung bleiben wird. Da habe ich schon bessere Wohlfühlromane gelesen.
- Laura Dave
Hello Sunshine
(110)Aktuelle Rezension von: JBitIch bin nur aus Zufall auf dieses Buch gestoßen und dachte, ich geb ihm mal eine Chance, weil ich gelesen habe, dass es um Social Media geht.
Anhand des Covers und des Titels hatte ich auch eher einen Liebesroman erwartet, jedoch war diesem nicht so. Doch trotzdem hat mich die Geschichte von Sunshine sehr gefesselt und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Sunshine lebt den Traum eines Internetstars. Sie hat eine eigene Kochshow und veröffentlicht regelmäßig Bücher. Doch das, was sie im Internet darstellt ist alles Fake und an ihrem Geburtstag beendet ein Hacker ihre glamouröse Karriere von einem Tag auf den anderen. Plötzlich steht sie vor dem Nichts und muss zurück zu ihrem Wurzeln, ihrer Schwester Rain und deren Tochter Sammy. Dort wird sie jedoch nicht mit offenen Armen empfangen und muss sich erst beweisen. Zum Glück erkennt auch Sunshine mit der Zeit, was für ein Mensch sie geworden ist.
Eine wirklich fesselnde Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen und einem eher unerwarteten Ende.
Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter!
- Kathryn Littlewood
Die Glücksbäckerei – Die magische Prüfung
(139)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderNach der Rückkehr ihrer Eltern, musste Rose beichten, dass das kostbare Buch weg ist. Seitdem hat sich ganz viel verändert und das Backen ist nun ganz anders und vor allem die Wirkung und der Zuspruch der Leute. Dann kommt aber eine Chance. Bei einem großen Backwettbewerb in Paris, kann sie gegen die beste Bäckerin der Welt antreten, ihre Tante! Sie macht einen gewagten Deal mit ihr. Wenn sie gewinnt, dann bekommt sie das magische Backbuch wieder zurück. Es beginnt eine magische, köstliche und auch gefährliche Reise und es treten ganz besondere Wesen auf den Plan.
Im zweiten Band wird es noch magischer und geheimnisvoller und die Schauplätze und Nebenfiguren sind einfach toll beschrieben und man ist total gefangen von Roses Welt. - Annette Marie
Ein Cookie für den Dämon
(107)Aktuelle Rezension von: LottchenIch liebe die Bücher von Annette Marie. 'Ein Cookie für den Dämon' ist der erste Band einer neuen Reihe, in der Robin Page die Hauptrolle spielt. Wir haben sie schon kurz in 'Dämonenmagie und ein Martini', der vierte Band der Spellbound-Reihe, kennengelernt. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, hier die ganzen Hintergründe und Erklärungen zu den plötzlichen Dämonenangriffe zu erfahren.
Robin Page hat auf den ersten Blick eine komplett andere Persönlichkeit als Tori. Sie ist eher schüchtern, nicht wirklich selbstbewusst und steckt ihre Nase am liebsten in Bücher, statt selbst Magie zu praktizieren. Da ihre Eltern vor noch nicht allzu länger Zeit verstorben sind, ist sie bei ihrem Onkel Jack, einen Dämonenbeschwörer untergekommen. Er und seinen Geschäftspartner Claude mochte ich von Anfang an nicht. Es sind gierige Betrüger und Lügner, die dazu noch Robin sehr übel mitspielen. Daher habe ich Robin auch so gefeiert. Obwohl sie sich bei ihrem Onkel nicht wohlfühlt und weiß, dass er viel mächtiger ist als sie, lässt sie sich nicht unterkriegen.Was ich auch sehr mochte, ist die Art und Weise, wie sie denkt und handelt. Man merkt, dass dadurch, dass sie nur mit theoretischer Magie und ohne allzu viel wissen über Dämonen aufgewachsen ist, Robin nicht allzu viele Vorurteile hat. Sie sieht einen Dämon als ein eigenständiges, lebendiges, denkendes Wesen und nicht als eine blutrünstige, hirnlose Kreatur, die man einfach nur dazu benutzen sollte, um so zu mehr Macht zu gelangen.
Ihre eher unfreiwillige Verbindung mit Zylas führt zu vielen tollen Dialoge und unterhaltsamen Szenen. Obwohl sie aneinander gebunden sind und füreinander durch die Hölle gehen würden, kriegen sie sich ständig in die Haare. Es hat Spaß gemacht, sie bei ihren Interaktionen beobachten zu können. Dazu ist es auch noch super interessant, weil man so unglaublich viel über Dämonen lernt. Man merkt, dass die Menschen eigentlich gar nicht viel über sie wissen und es anscheinend auch die wenigsten interessiert. Auch andersrum hat es mich fasziniert zu erfahren, wie Dämonen über Menschen denken.
Die Geschichte an sich ist super spannend, extrem actionreich, oft lustig und einfach nur großartig. Mit Robin habe ich von Anfang an mitgefiebert und manche Szenen waren schon ziemlich hart. Zum Glück hat sie mit Zylas ein wirklich starker Verbündeter, obwohl auch er nicht unfehlbar ist. Ich freue mich schon sehr mehr über die beiden erfahren zu können. Es gibt nämlich noch so viel zu entdecken und erledigen.
Es war ein wahres Vergnügen dieses Buch zu lesen und währenddessen noch ein paar bekannte Gesichter aus dem Crow and Hammer wiederzusehen. Einfach absolut empfehlenswert!
- Nadin Maari
Winterzauber in der kleinen Teestube (Sweet Romance-Reihe 1)
(98)Aktuelle Rezension von: Ella_MMiela erwischt ihren Freund beim Fremdgehen und findet sich kurz danach in einer altmodischen Teestube wieder. Dort, im Teetässchen, mixt sie nicht nur Macarons, sondern auch einen Neuanfang: zwischen Berliner Frost, kuscheligen Keksen und dem charmanten Strahlen des neuen Nachbarn. Diese Geschichte ist zugewandt, wärmend, mit einer Hauptfigur, die Mut macht, ohne sich aufzuschwingen.
Die Autorin malt ein Bild, das viel mehr ist als Lichterglanz und Backduft: Sie entwirft ein Szenario, in dem Gemeinschaft, mit Assa, Freunden und Familienmitgliedern, echten Halt gibt. Ich habe Mielas Entfaltung gespürt: ihr Zögern, ihr Kichern, ihr leises Aufblühen. Was sehr süß beginnt, bekommt durch Konflikte, Kaffee im Hinterhof und einen Tick Sarkasmus eine Tiefe, die absolut überzeugt.
Fazit:
Ein Winterroman voller Herz und Zimt – 4,5 von 5 Sternen. - Frances Maynard
Miss Ellie meistert das Leben
(22)Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerinElvira Carr ist 27 Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter Agnes, ihr Vater ist bereits verstorben. Als Agnes einen Schlaganfall erleidet und letztlich ins Pflegeheim muss, ist Ellie zum ersten Mal in ihrem Leben auf sich allein gestellt, was in ihrem Alter nicht weiter ungewöhnlich ist, aber Ellie ist Autistin. Ihr fällt es schwer, Emotionen zu zeigen und einzuordnen, zu kommunizieren und die "normalen" Menschen zu verstehen. Sie hat keinen Sinn für Ironie oder Redewendungen und nimmt jedes Wort für bare Münze. Ellie hat nach der Schule keinen Beruf erlernt und war seitdem rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer körperlich gebrechlichen Mutter beschäftigt. Diese hat Ellie nicht viel zugetraut und ihre Entfaltungsmöglichkeiten - auch aus Schutz vor Anfeindungen - stark eingeschränkt. Ellie kennt das wirkliche Leben nicht, denn weiter bis zum Supermarkt ist sie kaum gekommen.
Aus Angst, selbst in ein Heim zu müssen, strengt sich Ellie an, ein eigenständiges, selbstständiges Leben zu führen und stellt für sich sieben Regeln auf, die ihr den Umgang mit anderen Menschen erleichtern sollen, um nicht unangenehm aufzufallen. Hilfe erhält sie von ihrer Nachbarin Sylvia, die die Carrs schon lange kennt und Ellie mit Rat und Tat zur Seite steht. Ellie wagt es sodann aus sich herauszugehen und nimmt sogar ein Ehrenamt in einem Tierpark an.
Auch wenn sie immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, andere vor den Kopf stößt und selbst vom Verhalten der "normalen" Menschen irritiert ist, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie stellt sich selbst zudem Fragen, auf die sie noch keine Antworten bekommen hat, denn das Verhältnis ihrer Eltern konnte sie nicht begreifen und auch welches Geheimnis ihr Vater verbarg, ist ihr bisher schleierhaft.
"Wie Ellie Carr zu Leben lernt" ist der passende Titel, denn er fasst den Inhalt des Romans treffend zusammen. Ellie ist Autistin, deshalb aber nicht weniger intelligent als andere Menschen. Sie hat Probleme mit dem Sozialverhalten und dem Umgang mit anderen Menschen. Diese Schwierigkeiten werden durch diverse Beispiele aus ihrem Alltag anschaulich geschildert. Auch wenn man sich nicht wirklich in Ellies Denkweise hineinversetzen kann, ist es von außen betrachtet nachvollziehbar, weshalb die soziale Interaktion mit anderen gestört ist und sich Ellie in Gesellschaft unbeholfen und unsicher fühlt. Selbst wenn sie sich anstrengt, genau das Richtige zu tun, macht sie Fehler, mit denen sie nicht gerechnet hat.
Ihre Mutter wird als unsympathisch und herrisch dargestellt, die ihre Tochter unterdrückt und von der Außenwelt abgeschottet hat. Durch Ellies Erlebnisse und Erinnerungen muss jedoch auch in Betracht gezogen werden, dass sie Ellie vor Fettnäpfchen bewahren und vor Verletzungen schützen wollte. Dennoch wirkt sie verbittert und als würde sie Ellie für ihr Schicksal verantwortlich machen.
Die Geschichte ist etwas spröde, zu nüchtern und wenig lebendig. Das Leben eines autistischen Menschen wird dabei plakativ dargestellt. Ähnlich wie in einem Ratgeber werden typische Probleme von Autisten aneinandergereiht, um diese Entwicklungsstörung anderen Menschen näher zu bringen und Verständnis dafür aufzubringen. Die Gedanken von Ellie wiederholen sich, auch werden immer wieder in den Dialogen aufgesetzt Redewendungen verwendet, die künstlich für Probleme sorgen. Auf die Dauer ist Ellie enervierend begriffsstutzig und gutgläubig und der Roman entwickelt sich nach dem Einschnitt zu Beginn nicht wirklich weiter. Ellie macht, nachdem sie sich mit dem Alleinleben arrangiert hat, keine entscheidende persönliche Entwicklung mehr durch. Die Aufdeckung des Geheimnisses des Vaters hätte der Geschichte einen neuen Impuls verleihen können, sein Handeln wirkte jedoch unglaubwürdig und arg konstruiert. Die Aufklärung dieser Räuberpistole wird durch die Unbeholfenheit Ellies zäh in die Länge gezogen.
Ich habe schon mehrere Bücher über Autisten gelesen, aber bei diesem fehlte mir der Charme. Ein wenig Spannung kam durch Ellies Überlegungen hinsichtlich des Geheimnisses ihres Vaters auf, dennoch fehlte es dem Roman an fesselnden Momenten, Dramatik und Witz. - Sylvia Lott
Die Glücksbäckerin von Long Island
(68)Aktuelle Rezension von: elycalxaMarie verlibet sich in den falschen Mann und wird von ihrem Vater nach Amerika zu ihren Brüdern geschickte. Dort hilft Marie in deren Gastwirtschaft un dwird zur Glücksbäckerin Von Long Island - Anne Barns
Spätsommerfreundinnen
(86)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Jettes Leben ist ruhig verlaufen. Sie hat studiert, eine Familie gegründet und ist zufrieden. Ihren Traum, nur noch zu tun, was sie liebt: kochen und backen und den alten Gasthof in ihrem Heimatort zu übernehmen, den hat sie verdrängt. Bis sie die Nachricht erreicht, dass der Wirt des Gasthauses gestorben ist und sie eine Einladung zur Trauerfeier erhält. Die Reise in die Vergangenheit wird zu einer Reise zu ihr selbst und deckt Geheimnisse auf, die ihrem gesamten Leben eine neue Perspektive geben.
Ich habe schon einige Romane von Anne Barns gelesen und mag ihre Art, Geschichten zu erzählen. Vordergründig leicht doch immer auch mit einer kleinen Prise von Denkanstößen zu Überlegungen über das eigene Leben.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig Freundschaften sind und daneben die Klarheit, was man im Herzen tun möchte. Natürlich ist nicht alles im Leben möglich, doch sollte man sein Herz im Blick behalten, denn am Ende ist es immer die Liebe, die zählt.
Auf jeden Fall ein schöner Roman für eine Auszeit, egal ob im Urlaub, auf Balkonien oder der Couch.























