Bücher mit dem Tag "badewanne"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "badewanne" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Wie die Stille unter Wasser (ISBN: 9783736305502)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Stille unter Wasser

     (586)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Maggie ist ein Lebensfreudiges Kind bis eines Tages ein Erlebnis ihr die Stimme stiehlt und sie nicht mehr spricht, sie kann das Haus nicht mehr Verlassen und kommuniziert mittels einer Schreibtafel. Der einzige der bei ihr ist, Brooke der beste Freund ihres Bruders und ihr neuer bester Freund, die Jahre vergehen und aus Freundschaft wird Liebe. Aber das Leben entreisst die beiden und sie versuchen wieder zueinander zu finden...

    Die Geschichte war ganz in Ordnung und dank des Schreibstils lies sich das Buch zügig lesen, es herrschte aber immer eine negative Grundstimmung im Buch was mich ein wenig runtergezogen hat...

    Die Protagonisten waren herrlich, man bekommt zu Beginn mit was mit Maggie passiert und sieht wie sie sich vom Lebensfreudigen Kind in die stumme und zurückgezogenen Junge Frau wird. Brooke war einfach nur wunderschön, wäre schön wenn's mehrere Brooks gäbe, so hingebungsvoll und sensibel, die Liebesgeschichte der beiden war sehr schön mitzuverfolgen und auch realistisch.

    Für meinen Geschmack hat es sich gezogen und es hätte noch ein bisschen mehr passieren dürfen in der Zwischenzeit. Die Protagonistin braucht ewig um ihr Trauma zu verarbeiten, was zwar zur Geschichte passt, für mich als Leser zwischendurch aber langatmig war...

    Für alle die eine emotionale und süsse Story suchen

  2. Cover des Buches Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 2) (ISBN: 9783548281100)
    Chris Carter

    Der Vollstrecker (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 2)

     (930)
    Aktuelle Rezension von: ChristineToulon

    Der Vollstrecker ist der zweite Roman der Robert-Hunter-Reihe. Sie kommt weitgehend ohne Vorwissen zum "Kruzifix-Killer" aus, bis auf wenige Anspielungen, die ich doch gerne verstanden hätte. Da ich den Roman nicht gelesen habe, werde ich mir wohl diesen noch zu Gemüte führen dürfen.

    Stilistisch sicher, führt der Autor den Leser durch die Geschichte, die er dramatisch beginnt und dramatisch beendet. Die Morde an sich sind ausreichend beschrieben, um zumindest ein Gefühl von Unwohlsein zu spüren, ohne aber ernsthaft die letzte Mahlzeit mit den Cops nach oben zu würgen. Trotzdem sollte gesagt werden, dass der Vollstrecker nichts für schwache Nerven ist, denn allein sich die Qualen der Opfer vorzustellen und die Auswirkungen der Handlungen des Täters, verlangt schon einiges vom Leser.

    Besonders beeindruckend ist die Hintergrundgeschichte zu den Morden selbst, die es dem Leser eindrucksvoll leicht mag, die Beweggründe des Mörders zu verstehen. Gepeinigte Seelen gehen manchmal auf grausame Art und Weise kaputt und hinterlassen nichts als ein Monster.

    Grundsätzliche Probleme gibt es kaum mit dem Thriller. Er ist makaber, er ist intensiv, er lebt von den Figuren. Der fehlende Stern soll aber doch erklärt werden:
    Bei aller Belobigung, es ist ein wenig anstrengend, bei nahezu jedem Kapitelende in einen Cliffhanger reingesetzt zu werden, der oft mit dem nachfolgenden Kapitel schon wieder aufgelöst wird. Das baut in den einzelnen Situationen einen unnötigen Spannungsbogen im großen Spannungsbogen auf. Um es kurz zu machen, meines Empfindens nach, stört diese Art und Weise der "Effekthascherei" möchte ich es nennen.

    Zudem ist die leicht esoterische Note auch nicht zwingend notwendig, damit die Geschichte funktioniert. Zumal zwei Mörder in einem Roman doch etwas viel sind.
    Aber die letzten zwei Punkte sind mit Sicherheit Geschmackssache und deswegen sollen diese zwei Punkte, nicht die ansonsten wirklich gute Leistung des Romans schmälern. Wichtig ist am Ende, dass die Geschichte fesseln konnte, dass die Charaktere Spaß gemacht haben und die Thrilleraspekte gut durchgehalten wurden. Diese Punkte hat Chris Carter zu meiner Zufriedenheit erfüllt. Deswegen finde ich 4 Sterne doch sehr gerechtfertigt. 

  3. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.160)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen:

    Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören ... 

    Das Buch Amokspiel ist in drei Teile untergliedert. Während der Erste noch halbwegs interessant ist - spannend möchte ich an dieser Stelle extra nicht sagen - konnte mich der Rest leider überhaupt nicht mehr fesseln. Normalerweise verschlinge  ich sonst jedes Buch von Fitzek, dieses Mal habe ich leider mehrere Wochen damit zugebracht, mich durch ein paar Seiten pro Tag zu "quälen". Um ganz ehrlich zu sein: Das Buch hatte ich sogar schon ein mal abgebrochen, letztendlich wollte ich aber trotzdem wissen, ob es damals an dem Buch lag oder an mir. Schlussendlich kann ich sagen, dass mich weder die Protagonisten, noch die Geschichte an sich gefesselt haben. 

    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein großer Teil der Spannung vielleicht dadurch genommen wird, dass man als Leser bereits besonders früh denkt, zu wissen, warum der Geiselnehmer das alles so macht, wie er es schlussendlich macht. 

    Die Hauptprotagonistin Ira Samin sollte, durch ihre Vergangenheit, zerbrechlich und labil dargestellt werden - leider konnte ich zu ihr überhaupt keinen Draht aufbauen. Die restlichen Protagonisten blieben ebenfalls recht blass, sodass mich ihr Schicksal im Buch leider nur wenig berührt hat.

    Der Schreibstil hat mir widerum gut gefallen. Typisch Fitzek - man fliegt nur so durch die Zeilen.

    Letztendlich kann ich sagen, dass das Buch leider nicht meinen Geschmack getroffen hat und mich nicht fesseln konnte, was sehr selten bei den Büchern des Autors der Fall ist. Nichts desto trotz werde ich weiterhin die Bücher von Sebastian Fitzek zur Hand nehmen. Zudem gehe ich davon aus, dass das Buch durchaus die Geschmäcker der Leser*innen trifft, wenn man besser mit dem Charakteren zurecht kommt.



  4. Cover des Buches Sag nie ihren Namen (ISBN: 9783551314192)
    Juno Dawson

    Sag nie ihren Namen

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Carry1980

    Ein Jugendbuch, bei dem ich mich wirklich sehr gegruselt habe! Wer kennt nicht die Geschichte von der Hexe Bloody Mary. Rufe 3 x ihren Namen im Spiegel und sie erscheint!

    Ein Jugendstreich wird für 3 Kinder der wahre Alptraum! Bloody Mary verfolgt sie in ihren Träumen, in Spiegeln und gewinnt immer stärker an Macht! Es war wirklich sehr gruselig geschrieben und so gar nicht "Jugendbuch". Teilweise wie St. King :-) Allerdings entwickelt es sich später zu einem recht guten Krimi, da die Kinder sich auf der Suche nach der Person hinter Bloody Mary machen, um ihren Schicksal zu entgehen. 

    In der Mitte des Buches wird es teilweise wirklich unrealistisch und die Autorin kriegt gerade noch die Kurve und das Buch endet doch sehr überraschend!

    Das Buchcover ist genial und der fünfer Strichbalken erklärt sich im Buch - Rufe mich und du wirst in 5 Tagen sterben! Brrr!

  5. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

     (845)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Der Auftakt einer Reihe, welche sich um Viktoria Bergmann und Kommissarin Jeanette Kihlberg dreht. Ich war gefangen von diesem Buch...unglaublich. 

    Es beginnt die Geschichte der beiden, welche sich zunehmend entwickelt. Die Entwicklung nimmt uns mit auf eine Reise. Victoria trifft auf Jeanette aber auch Sofia spielt eine große Rolle. 

    Die Komplexität wird erst zu erfassen, sein, wenn man das Große ganze betrachtet. 

    Absolute Leseempfehlung!

  6. Cover des Buches Zorn – Tod und Regen (ISBN: 9783596193059)
    Stephan Ludwig

    Zorn – Tod und Regen

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    "Zorn-Tod und Regen" ist der Auftakt der Krimiserie um Zorn und Schröder von Stephan Ludwig. Besonders an dieser Serie, reizt mich die Verschiedenartigkeit der beiden Hauptcharaktere, Claudius Zorn und Schröder. Während Zorn der Chef von Schröder und sehr von sich überzeugt ist bzw. nur das Notwendigste tut, so ist Schröder engagiert und hat trotz seiner Körperfülle einige Vorteile gegenüber Zorn, die man selbst auf den ersten Blick nicht erahnen würde. Immer wieder kommt es zwischen den beiden zu lustigen Dialogen, was auch mit dem tollen Schreibstil von Stephan Ludwig begründet werden kann, der spannungsgeladen, aber auch humorvoll ist. 

    In ihrem ersten Fallen werden sie zu einem Tatort gerufen, an dem jemand ausgeblutet zu sein scheint, allerdings fehlt die Leiche der Person. Nur schwer gelingt es den Ermittlern im Laufe des Buches, die Identität der Toten festzustellen, was auch daran liegt, dass offizielle Stellen bei den Ermittlungen nicht ganz mitziehen. Es dauert nicht sehr lange, bis es weitere Tote gibt......

    Die Todesumstände werden in diesem Thriller bzw. Krimi teilweise sehr explizit beschrieben, sind an einigen Stellen schon ziemlich brutal geschildert weshalb es starke Nerven braucht. 

    Mit der Zeit werden die Fäden dann immer mehr zusammengeführt und es entwickelt sich Stück für Stück ein Zusammenhang zwischen den Taten. Den eigentlichen Auslöser hinter den Morden erfährt man allerdings erst kurz vor Schluss und dieser hat es wirklich in sich bzw. ist sehr tragisch.

    Auch das Privatleben, vor allem Zorns Lebensumstände werden regelmäßig erörtert, was in einer gelungenen Mischung aus Gewalt, aber auch Humor resultiert. Einige andere Personen, wie die Staatsanwältin Frieda Borck haben mir auch gut gefallen!

    Zentrale Themen dieser Buches sind "Machtspiele" und Erpressung.  

    Der Showdown am Ende ist wirklich stark und die Auflösung am Ende auch sehr schlüssig. Dies liegt auch an gewissen Naturereignissen. Zwischendurch könnte man ein wenig verwirrt aufgrund der Fülle an Handlungssträngen sein, aber insgesamt löst sich alles zum Ende meiner Meinung nach gut auf. Allerdings war mir die Geschichte einen Tick zu lang, weshalb ich nicht ganz 5 Sterne vergeben kann. Dennoch insgesamt absolut gelungen, vor allem für Fans der Reihe und ein starker Auftakt für Zorn und Schröder. 

  7. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499249266)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (623)
    Aktuelle Rezension von: ryoma

    Stimmen (1):
    Ein Mann hat ein neues Handy, wo ihn immer wieder Leute, primär Frauen, anrufen und er wird für einen anderen gehalten. Gute Kurzgeschichte, wenn auch der Sadismus des Protagonisten nicht nachvollziehbar ist. Toller Schluss

    In Gefahr (0):

    Ein Autor ist mit einer Frau unterwegs, die er erst kürzlich kennengelernt hat. Langweilig und kaum ein Sinn erkennbar.

    Rosalie geht sterben (-2):

    Rosalie hat unheilbaren Krebs und entschliesst sich in der Schweiz  unter Mithilfe einer Sterbehilfsorganisation sich das Leben zu nehmen. Dass der Autor in der Geschichte erwähnt, dass er aus Recherchegründen dort anrufen wollte und es dass dann doch nicht gemacht wurde, zwar ungewöhnlich, aber ok. Dass er dann aber in der Mitte der Geschichte plötzlich beginnt davon zu schreiben, weil er selber beschreibt, dass er mit Rosalie nicht mehr diskutieren möchte ob seine Geschichte gut wird oder nicht, und sie deshalb  "schon ein paar Minuten später am Flughafen ankommen lässt". Sorry, das geht gar nicht. Und weil er nicht so auf Recherche steht, wie der Autor selber schreibt und meiner Meinung nach nicht weiss, wie er die Geschichte beenden soll, lässt er die Protagonistin sich in Luft auflösen... Verarschung des Lesers.

    Der Ausweg (0):

    Der berühmte Schauspieler Ralf Tanner wünscht sich manchmal, nicht mehr berühmt zu sein (der Protagonist von der ersten Geschichte hatte übrigens Anrufe erhalten, die eigentlich Ralf Tanner gegolten hatten), er geht sogar als Imitator in einen Klub und wird kritisiert, dass er Ralf Tanner nicht so gut imitieren könne... Und am Ende der Geschichte wird sein Wunsch offenbar wahr: Sein Butler erkennt ihn nicht mehr und obendrauf ist auch bereits ein Ralf Tanner im Haus. Die Geschichte endet ohne Auflösung, war aber eine der besseren im Buch

    Osten (0):

    Die Nebenprotagonistin aus Geschichte zwei, also die Freundin des Autoren ist hier die Hauptprotagonistin und wird irgendwo in einem nicht näher beschriebenen Land, irgendwo bei China, von einer Reisegruppe vergessen und sie schläft schlussendlich ein. Kein richtiger Schluss, aber ok


    Antwort an die Äbtissin (0):

    Ein Schriftsteller will sich umbringen, ob er es am Ende macht wird offengelassen, offenbar ist das die Masche des Autors, immerhin einige schlauere Sätze darin

    Ein Beitrag zur Debatte (-2):
    Der Protagonist erzählt aus der Ich-Perspektive und spricht in einem Fort in einer Gossensprache. So spricht niemand. Unerträglich diese Form der Sprache zu lesen.

    Wie ich log und starb (0):

    Ein Mann gefangen im Doppelleben zwischen seiner Familie und seiner Geliebten. Geschichte war halbwegs ok. Mit dem Ende konnte ich nichts anfangen und hat die Geschichte wieder etwas runtergezogen

    In Gefahr (-3):
    Gleicher Kapitelname wie in Kapitel 2. Offenbar ist der Autor auch dafür zu faul, für nur 9  Kapitel 9 verschiedene Namen auszudenken. Und die Auflösung war schon fast erwartbar eine Katastrophe.




  8. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

     (240)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Keiko war schon immer anders, als andere Menschen. Sie fühlt sich fremd und versteht die Spielregeln der Gesellschaft nicht. Als sie eine Stelle in einem 24 Stunden- Supermarkt annimmt,ist die Familie erleichtert und auch Keiko selbst genießt die Ordnung und Struktur der sich stetig wiederholenden Tätigkeit. Endlich kann sie sich mit etwas identifizieren, Teil von etwas sein und ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten. 18 Jahre später ist sie noch immer glücklich mit ihrer Arbeit, sieht sie als ihre Bestimmung. Doch erneut wird sie mit den Vorstellungen und Normen einer ihr fremden Gesellschaft konfrontiert und muss sich zwischen Anpassung und Erfüllung entscheiden.

    Skurril und intelligent wird hier vom Anderssein, von Konventionen und auferlegten Lebensmodellen erzählt.

  9. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.695)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Manchmal echt verwirrend wie Bernhard Schlink geschrieben hat. Ich musste erst einmal damit klar kommen, dass er aus verschiedenen Zeitformen innerhalb eines Kapitels schreibt.
    Er schreibt aus der Sicht des Jungen.
    Einmal schreibt er von seiner Erinnerung mit Hanna, was in der Vergangenheit liegt und zum anderen wechselt er in die Gegenwart. Das war anfangs verwirrend, aber damit kam ich schnell zurecht und hatte begriffen, dass er seine Geschichte, die er erlebt hat erzählte.

    Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und innerhalb der Geschichte geht ein roter Faden durch. Es ist zwar etwas anders geschrieben, aber dennoch sehr interessant. Die Protagonisten sind faszinierend geschildert.
    Das Ende hat mich echt überrascht und damit habe ich gar nicht gerechnet.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Buch gut finden würde. Die Story ist wirklich interessant und spannend. Der Sprachstil natürlich ein anderer als in der heutigen Zeit. Aber dennoch ein guter Klassiker.

    Von mir gibt es 4 Sterne.

  10. Cover des Buches Schattenfreundin (ISBN: 9783404167463)
    Christine Drews

    Schattenfreundin

     (188)
    Aktuelle Rezension von: NataschaWahl81

    Innerhalb von 4 Tage habe ich "Schattenfreundin" verschlungen! 

    Jährlich werden z.B unzählige Werke von amerikanischen Autoren ins Deutsche übersetzt. Die einheimischen Autoren dabei bleiben leider auf der Strecke und sind bei großen Verlagen in der Minderzahl. 

    Zu Unrecht muss ich sagen: Frau Drews Debütroman glänzt mit trockenem, jedoch flüssigem Schreibstil, atemloser Spannung und einer intelligenten Auflösung. Das beste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe! 

    Nichts zu bemängeln, nichts zu kritisieren, die Geschichte ist einfach: schattenlos! :-D 

  11. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.273)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Ich bin ein großer Fan der Werke Kings und umso gespannter war ich auf sein großes Aushängeschild, ein Buch, das jeder kennt und wenn nicht, dann zumindest die Filme. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht, das Buch entpuppt sich für mich als Meisterwerk.


    Viel über die Story erzähle ich nicht, denn das würde mehr als nur den Rahmen sprengen. Sie ist jedenfalls sehr gut geschrieben und vor allem auch strukturiert: Durch die vielen Zeit- und Sichtveränderungen sollte man meinen, den Überblick zu verlieren, doch King hat geschickte Unterkapitel gesetzt, die das ganze Buch fast schon positiv durchseuchen. Sie geben einen Überblick und man vergisst nie, wen man gerade genauer beleuchtet und zu welcher Zeit das passiert.


    Anders als für andere kam mir das Buch auch nicht unnötig in die Länge gezogen vor. Klar, die ersten 200 Seiten ziehen sich ein wenig und es passiert kaum etwas, aber solche Teile gehören eben auch zum Spannungsaufbau und zu einer guten Geschichte. Meines erachtens hat das Buch eine Länge, die perfekt gewählt wurde.


    Zu den Charakteren hatte ich eine so strake Bindung, dass ich *SPOILER* nach dem Tod einiger von ihnen wirklich mit einem leeren Blick auf die mit schwarzen Wörtern beschrifteten Seiten gestarrt habe.


    Einziger Kritikpunkt: Das Ende hätte noch etwas spektakulärer sein können. Man kann nicht so ganz fassen, dass sie sich in einem Anfangsuniversum, aus dem Es stammt, befinden. Immerhin bekämpfen die Freunde dort ein jahrtausend altes, tötendes Monster. Meiner Meinung nach sollten sich die Freunde am Ende auch nicht vergessen, denn obwohl ich eigentlich kein großer Fan von den meisten Happy Ends bin, hätte hier eines teilweise gepasst.

  12. Cover des Buches Wassermanns Zorn (ISBN: 9783499258534)
    Andreas Winkelmann

    Wassermanns Zorn

     (275)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Inzwischen habe ich schon einige Romane von Andreas Winkelmann gelesen und muss feststellen, dass es sehr, sehr gute (z.B. Killgame) gibt und welche, die weniger überzeugen. Wassermanns Zorn gehört zu letzteren.

    Die Story klingt spannend und ist auch wirklich gut herausgearbeitet. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen mit der Polizei. Mit der ganzen Polizei?, speziell mit Eric Stiffler, dem leitenden Kommissar des Morddezernats. In verschiedenen Rückblenden wird das besondere Verhältnis des Täters zu Eric Stiffler aufgearbeitet. Ich sehe das jetzt nicht als Spoiler an, da diese Passagen klar als Rückblenden hervorgehoben sind und ziemlich schnell klar ist, wohin das führen wird.

    Die einzige Person, die sympathisch rüberkommt, ist Frank Engler, der narkoleptische Taxifahrer. Alle anderen Hauptpersonen waren mir nicht sonderlich sympathisch. 

    Ich frage mich, warum - obwohl es gute Idee ist und der Roman gut aufgebaut ist - es nicht gelungen ist, einen durchgängigen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Neben den Charakteren ist das die Schwachstelle des Buches.

    Das Finale wiederum ist gelungen. Gut fand ich auch, dass das Buch einen richtigen Abschluss hat; also auch noch ein wenig darüber verrät, wie es nach der Aufklärung weitergeht.

    Daher der Titel "Nicht Fisch, nicht Fleisch". 

    Andreas Winkelmanns Bücher werde ich (erstmal) weiterhin lesen und mich überraschen lassen ;-).

  13. Cover des Buches Der Hypnotiseur (ISBN: 9783404178797)
    Lars Kepler

    Der Hypnotiseur

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Today

    Der erste Band der Joona Linna Reihe. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Figuren sind toll gezeichnet und sympathisch, insbesondere der Ermittler Joona. Die Handlung ist verzwickt und dadurch manchmal etwas langatmig. Das hat mir dann ein bisschen die Spannung genommen. Am Schluss nimmt diese dann jedoch wieder Fahrt auf. Die Motive der handelnden Personen wurden jedoch deutlich und es blieben für mich keine Fragen offen. Den Sprecher mochte ich, er hatte viele unterschiedliche Facetten in der Stimme. Insgesamt ein guter Thriller mit typischem skandinavischem Flair. 

  14. Cover des Buches Die Eisprinzessin schläft (Ein Falck-Hedström-Krimi 1) (ISBN: 9783548286433)
    Camilla Läckberg

    Die Eisprinzessin schläft (Ein Falck-Hedström-Krimi 1)

     (231)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Nach dem tödlichen Unfall ihrer Eltern ist Autorin und Journalistin Erica Falk wieder in Fjällbacka, dem Dorf ihrer Jugend, um sich um das Haus Eltern zu kümmern. Doch auch ihre Jugendfreundin Alexandra ist gerade zu Besuch und wird ermordet aufgefunden. Als sie gefragt wird, ob sie einen Nachruf auf die Verstorbene verfassen will, beginnt sie sich immer mehr auf den Fall zu konzentrieren und stellt Nachforschungen zum Mörder an. Doch auch Patrick Hedström von der örtlichen Polizei ist dem Täter auf der Spur, sodass die beiden sich immer wieder in die Quere kommen – und bald auch Gefühle füreinander entwickeln…

    Die Reihe um Erica Falk und Patrick Hedström ist mittlerweile deutlich angewachsen, den Start hat Autorin Camilla Läckberg aber mit „Die Eisprinzessin schläft“ verfasst. Und wie es bei einer Reihe mit wiederkehrenden Ermittlern nun mal (zumeist) der Fall ist, werden auch hier die Charaktere und deren persönliche Situation ausführlich vorgestellt. Und so ist dieser erste Band auch geprägt von den Umständen vom Tod von Ericas Eltern, später auch immer mehr von ihrer aufkeimenden Beziehung zu Patrick Hedström, den sie ebenfalls noch aus ihrer Jugend kennt. Für meinen Geschmack ist gerade dieser Teil etwas zu ausgeprägt, auch wenn dadurch durchaus einige interessante Noten mit einfließen. Die Charaktere sind sehr intensiv beschrieben, man bekommt viele Einblicke in ihre Gefühle und Gedankenwelt, sie sind stark gezeichnet, auch wenn die Autorin dazu neigt, die Ausprägung von Gut und Böse etwas zu stark einzubringen – Grautöne gibt es nur wenige. Sehr gut hat mir gefallen, dass das Tausend-Seelen-Dorf Fjällbacka sehr lebendig und eingängig beschrieben wird und so eine sehr glaubwürdige Stimmung entsteht.

    Der Plot ist Läckberg sehr gut gelungen, von dem noch recht langsam erzählten Start entwickelt sich eine spannende Handlung, die sich immer weiter verdichtet und mit vielen packenden Elementen und gelungenen Finten versehen ist. Mir gefällt, dass mehrere Personen verdächtig sind und Motiv und Gelegenheit für den Mord hätten und am Ende dennoch eine ebenso überraschende wie logisch aufgebaute Auflösung präsentiert wird. Die Gedankengänge, die an den Anfang der einzelnen Kapitel gestellt wurden und von verschiedenen Figuren stammen, sind ein gelungener Stilbruch und fordern den Leser immer wieder zum Mitdenken aus, zumal so einige sehr interessante Ideen eingebunden wurden.

    „Die Eisprinzessin schläft“ ist als erster Teil der Reihe um die beiden Ermittler noch mit einem recht langsamen Start versehen, da Lebensumständen und privaten Entwicklungen recht viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das ist keinesfalls langweilig erzählt, mir persönlich gefallen die späteren, sehr intensiv und spannend erzählten Parts aber deutlich besser. Ein lesenswerter Auftakt, der neugierig auf die weiteren Teile der Reihe macht.   

  15. Cover des Buches Mondscheintarif (ISBN: 9783499226373)
    Ildikó von Kürthy

    Mondscheintarif

     (1.031)
    Aktuelle Rezension von: Suse33

    Eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte, die einen des Öfteren schmunzeln lässt. Das ein oder andere Mal habe ich mich in der Geschichte wiedergefunden und daher konnte ich die Gefühlswelt von Cora Hübsch gut verstehen und nachempfinden. Ich habe mir im Anschluss an das Buch auch den gleichnamigen Film angeschaut. Er ist dem Buch gut nachempfunden aber das geschriebene Wort ist und bleibt die bessere Umsetzung. Hier gibt es eine Leseempfehlung von mir.

  16. Cover des Buches Die königliche Spionin (ISBN: 9783960878117)
    Rhys Bowen

    Die königliche Spionin

     (57)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Lady Victoria Georgiana Charlotte Eugenie ist zwar die Cousine des englischen Königs, aber leider völlig mittellos. Im London der 1930er Jahre versucht sie einen Job zu finden um ihren Lebensunterhalt zu verdienen – gar nicht so einfach wenn man gewohnt ist, vom Personal bedient zu werden. Zu allem Überfluss findet Georgie dann auch noch eine Leiche in der Badewanne ihres Londoner Stadthauses. Um sich und ihren Bruder aus dem Kreis der Verdächtigen auszuschließen, begibt sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Doch der plant bereits die neugierige Hobbydetektivin aus dem Weg zu schaffen.

    „Die königliche Spionin“ ist ein humorvolles, liebenswürdiges Buch; eine wundervolle Mischung aus Cosy-Krimi, Historischem Roman und Romantik. Besonders gefallen hat mir die Protagonistin, die durch ihre freche und lustige Art zur treibenden Kraft der Geschichte wird. Auch das Ambiente der Zeit ist von der Autorin sehr schön eingefangen worden, sei es in Form des „Spionageauftrags“ von Queen Mary, die Georgie bittet „diese amerikanische Schauspielerin“ (Wallis Simpson) genauer unter die Lupe zu nehmen, oder in der Kontrastierung der feinen Gesellschaft mit den Bediensteten (wobei die adlige Klasse mitunter auf amüsante Weise durch den Kakao gezogen wird).  Der Mordfall selbst und die dazugehörigen Ermittlungen sind ganz gut, aber nicht gerade überragend: Die Krimi-Handlung setzt erst spät ein und Georgies eigenmächtiges Vorgehen wirkt mehrfach unglaubhaft. Zum eigentlichen Plot kommen außerdem Elemente einer Liebesgeschichte hinzu, die zwar ganz nett, aber auch etwas stereotyp sind.

    FAZIT: Lady Georgiana habe ich gerne kennengelernt. Ihre Geschichte ist eine leichte, humorvolle Lektüre zum Entspannen, die Krimihandlung spielt aber leider nur eine Nebenrolle, was ich sehr schade fand.

  17. Cover des Buches Das alte Kind (ISBN: 9783404164431)
    Zoe Beck

    Das alte Kind

     (242)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Wegen einer Gürtelrose muss Carla Arnim zeitweise von ihrer sechs Monate alten Tochter Felicitas getrennt werden, um diese vor einer Ansteckung zu schützen. Als Carla ihr Baby im Krankenhaus wieder bekommt, ist sie der Meinung, dass es sich nicht um ihre Tochter handelt und diese vertauscht sein muss. Verzweifelt wendet sie sich an das Krankenhauspersonal und die Polizei, aber nicht einmal ihr Ehemann möchte ihr glauben. Carla erkennt das Mädchen nicht an und wird in einer psychiatrischen Klinik behandelt. Die Ehe zerbricht an ihren Zweifeln und auch sie selbst - eine Frau aus der Berliner Oberschicht und bekannte Kunstauktionatorin - geht daran zugrunde. 

    30 Jahre später wacht Fiona Hayward in Edinburgh mit aufgeschnittenen Pulsadern in ihrer Badewanne auf und kann sich an nichts erinnern. Sie beteuert, dass es sich nicht um einen Selbstmordversuch gehandelt hat, sondern dass vielmehr jemand versucht haben muss, sie zu töten. Bei der Vorbereitung einer Bluttransfusion wird festgestellt, dass Fiona nicht die Tochter ihres Vaters sein kann. Sie recherchiert zusammen mit einem befreundeten Journalisten weiter und stößt auf ein unglaubliches Familiengeheimnis, das sie erneut an Leib und Leben gefährdet. 

    "Das alte Kind" ist weniger ein Thriller, jedoch ein spannendes Familiendrama. 

    Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und schildert in der Vergangenheit, der Jahre ab 1978, die verzweifelte Suche einer Mutter nach ihrem Kind, wobei diese als depressiv und letztlich medial wirksam verrückt dargestellt wird. Besonders tragisch ist zudem, dass das Mädchen, das der Familie angeblich untergeschoben wurde, einen Gendefekt keine lange Lebenserwartung hat. 

    In der Gegenwart, über 30 Jahre später, findet Fiona heraus, dass sie all die Jahre von ihren Eltern, insbesondere von ihrer bereits verstorbenen Mutter, belogen wurde. Zudem verhält sich ihre Mitbewohnerin Moràg, die Fiona schamlos imitiert, immer seltsamer und Fiona sieht sich weiteren Bedrohungen ausgesetzt.  

    Zu Beginn kann man Carla und Fiona nicht einschätzen, da beide psychisch auffällig sind. Durch den Wechsel der Perspektiven kann man sich jedoch gut in beide, nicht unbedingt sympathische Frauen, hineinversetzen und ahnt frühzeitig, was in der Vergangenheit vorgefallen sein muss. Wie aber letztlich alle Handlungsstränge und Personenbeziehungen zusammenhängen und warum Fiona so massiv bedroht wird, entwickelt sich erst durch das parallel verlaufende Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart und bleibt bis zum Ende spannend dargestellt. 

    Auch wenn der Nervenkitzel ausblieb und die Geschichte nur ganz am Schluss wie ein Thriller anmutete, ist es eine fesselnde und vor allem erschütternde Geschichte um Mutterschaft, die Suche nach den eigenen Wurzeln, Genetik und Embryonenforschung, die zeigt, wozu Menschen fähig sind, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. 

  18. Cover des Buches Flavia de Luce  - Das Geheimnis des kupferroten Toten (ISBN: 9783641189068)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce - Das Geheimnis des kupferroten Toten

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Ein Brief ruft Flavia dazu auf, umgehend ins Jungeninternat zu kommen. Zunächst hält sie das, was sie dort findet, für einen schlechten Streich der Jungen. Ein Lehrer liegt tot in der Badewanne und ist über und über kupferrot. Wer Flavia aber kennt, weiß das Mord ihr Hobby ist, insbesondere in Verbindung mit Chemie und auch diesmal kommt sie dem Mörder auf die Schliche.

     

    Wie schon ganz oft erwähnt, liegen mir diese kurzen Anekdoten zu Buchserien nicht wirklich. Aber weil es dieses hier als Freebie gab und weil ich Flavia einfach bewundere, musste ich diese Kurzgeschichte lesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Meine kleine Detektivin hatte nach ein paar scharfen Beobachtungen eins und eins zusammengezählt und schwupps war der Fall gelöst. Dafür hat Gladys dann auch als Belohnung für ihre Geduld hinterm Haus zu warten noch extra Schmieröl bekommen.

     

    Ich glaube immer noch, dass diese Zusatzgeschichten für mich kein befriedigender Lesestoff sind, musste aber in letzter Zeit feststellen, dass man manchmal Ausnahmen machen muss von der Regel.

     

  19. Cover des Buches Das Leben der Wünsche (ISBN: 9783423139830)
    Thomas Glavinic

    Das Leben der Wünsche

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer


    Das Buch stand auf der Longlist des deutschen Buchhandels und war 2009 für den „Deutschen Buchpreis“ nominiert. 

     

    Zum Inhalt:

    Jonas trifft eines Tages einen seltsamen Mann im weißen Leinenanzug, der sich neben ihn auf die Bank setzt und ihm anbietet, drei Wünsche zu erfüllen. Nach längerer Diskussion willigt Jonas ein, wenn auch nicht völlig überzeugt. Der Mann erklärt ihm: „Es geht nicht darum, was du willst, sondern darum, was du dir wünschst. Als Tipp, bevor er genauso unvermittelt verschwindet, wie er auftauchte, gibt er Jonas noch folgenden Rat: „Geben Sie Ihren Wünschen Zeit, sich zu entwickeln. Sie können sich nichts anderes Wünschen.“

    Dann werden wir als Leser Zeuge eines ganz normalen Lebens, wie es sich überall irgendwo entwickeln könnte, wenn es die Wünsche nicht gäbe.

     


    Bei diesem Buch hatte ich ein besonderes "Verlangen" mich mit jemandem auszutauschen, denn irgendwie war ich am Ende recht durcheinander und mein erster Bauchgedanke war: "Das habe ich jetzt nicht verstanden."

     

    Wobei ich im Grunde sehr glücklich mit dem Buch hätte sein müssen, da es ganz in meinem Sinne ist: keine gedankliche Gängelung durch den Autor, keine zu schnell vorhersehbaren Entwicklungen, keine schnell durchschaubaren Gedankengänge, sondern völlige Freiheit in der Ausgestaltung der Deutung durch mich als Leser. So liebe ich das. Dennoch ist irgendetwas, was mich daran hinderte, das Buch wegzulegen und zu sagen: klasse!

    Im Gegenteil, ich war ratlos und verwirrt.

     

    Dann begann ich das Buch und die Geschichte Revue passieren zu lassen und entdeckte, dass dies eines der Bücher ist, dass erst durch nachträgliches Nachdenken, seinen Sinn entfalten kann. Nimmt man die Geschichte als reine Geschichte, dann ist es eine recht normale, unterhaltsame Darstellung des Lebens eines Mannes zwischen zwei Frauen. Und damit es nicht zu platt wird, hat der Autor an einigen Stellen kleine mystische und übernatürliche Elemente eingeflochten.

    Damit wird man dem Buch aber nicht gerecht.

    Irgendetwas hielt mich am Nachdenken und dann ließ ich meiner Phantasie wirklich freien Lauf und versuchte zwischen den Zeilen, den Kapiteln und den mystischen Elementen zu lesen:

    Was wenn die mystischen Elemente die Wünsche Jonas darstellen, die nie offen von Jonas ausgesprochen werden, aber eventuell vom Leser/Autor in sein Denken gelegt werden?

    Was, wenn sie, da sie Zeit zur Erfüllung brauchen, sich erst sehr viel später erfüllen und daher auch nie passend zum Fortgang der Geschichte beschrieben werden können, sondern erst mit Verzögerung, sodass es dem Leser erscheint, als passe nichts mehr so richtig zusammen?

    Wenn dies so ist, dann ist das Buch in gewisser Weise genial, da sich die Gedanken und Wünsche nicht automatisch ergeben und auch nicht vom Autor offen gelegt werden, sondern uns als Leser erst dann deutlich werden, wenn sie sich erfüllen. Damit erschließt sich der Protagonist nicht nur durch sein aktuelles Leben sondern auch durch seine geheimsten Wünsche. Der Charakter setzt sich wie ein psychologisches Lebenspuzzle nach und nach zusammen.

    Was mir daran so gefällt, ist, dass es so auch im wirklichen Leben ist: Die geheimsten Wünsche, eben nicht nur das, was wir wollen – wie der Fremde es Jonas auch erklärt – werden nie offen ausgesprochen, werden nie kommuniziert und bleiben stets in uns selbst verborgen. Selbst wenn sie sich erfüllen, geben wir sie nicht unbedingt preis.

    Der zweite Bezug zur Realität, ist die Tatsache, dass sich Wünsche nicht sofort erfüllen, sondern, dass sie in der Tat Zeit brauchen, sich zu entfalten. Wenn sie sich dann erfüllen, geschieht es häufig so unverhofft, dass man es manchmal nicht bemerkt oder man es sich nicht erklären kann und sich fragt: „warum gerade jetzt?“

    Glavinic stellt dies in seinem Buch sehr geschickt dar, ohne groß Aufhebens um die Erfüllung dieser Wünsche zu machen – nur erkennbar für Jonas und damit für uns.

    Den dritten Realitätsbezug sehe ich schließlich darin, dass auch unser Charakter zu einem bestimmten Teil durch unsere geheimsten Wünsche geprägt ist/sein kann.

     

    Wenn diese Einschätzung/Deutung meinerseits stimmt, dann ist auch die Schlussszene genial. Denn Jonas wird dann Opfer seines größten Wunsches: unvermittelt und unausweichlich!

     

    Ein tolles Buch, das sich mir erst im Nachhinein geöffnet und erschlossen hat, genau wie sich die Wünsche der Geschichte zeitversetzt erfüllen, so rundet sich das Verständnis für dieses Buch ebenso zeitversetzt ab. Auch das finde ich sehr gut und sehr gelungen – ob vom Autor beabsichtigt oder nicht!!

     

     

     

     

     

     


  20. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Meeehlie
    Los Angeles wird von einem Erdbeben erschüttert. Danach beginnt das Grauen!

    Viele Menschen werden infolge des Erbbebens getötet und auch viele Häuser zerstört - daraufhin werden die größten Spinner und Psychopaten tätig.

    Wir begleiten mehrere Gruppen, welche zu ihren Familien zurückkehren möchten und erleben dabei jede Menge bizarre und gestörte Sachen.

    Nur um mal ein kurzes Beispiel zu geben: Ein völlig verstörte und aggressive Katze geht auf mehrere Menschen los und versucht diese wirklich zu töten!! Dann auch noch Menschen, welche sich unter den Autos verstecken und nach Leute, welche vorbeigehen, auf diese losgehen, auf diese mit Messern einhacken und noch mehr... Gruselig!

    Ich muss sagen, es war eine sehr bizarre Geschichte, welche man hier liest, doch wenn man darüber hinwegsieht, ist es ein typischer Richard Laymon. Ein grausig, gruseliger und spannender Teil!

    Es ist nicht für jeden etwas, doch wer auf solch unglaubwürdige - What the f*** - Geschichten steht, sollte diesen Band unbedingt lesen.
  21. Cover des Buches Magie aus Tod und Kupfer (ISBN: 9783959915618)
    Lisa Rosenbecker

    Magie aus Tod und Kupfer

     (27)
    Aktuelle Rezension von: jessi_here

     Inhalt:

    Was ist eine Mágissa ohne ihre Magie?

    Seitdem Ilena einen Großteil ihrer Macht geopfert hat, stellt sie sich diese Frage jeden Tag. Ohne ihre Magie fühlt sie sich einsam, doch weder die Mageía Mésa noch Hekate können an diesem Zustand etwas ändern.
    Als jedoch ein Mitglied des Perseus-Ordens verschwindet und die einzige Spur eine schwarze Feder einer uralten Kreatur ist, muss Ilena ihren Schmerz hinter sich lassen. Zusammen mit Xanthos macht sie sich auf die Suche nach weiteren Hinweisen und es beginnt ein Spiel mit dem Feuer – und ihren Gefühlen. Die beiden müssen ihre eigenen Grenzen und die der menschlichen Welt überschreiten, um die tödliche Bedrohung aufzuhalten. Doch wie besiegt man das Schicksal, wenn man sich und seine Magie immer mehr verliert?
    Quelle: drachenmond.de

    Meinung:

    „Ich bin enttäuscht von dir, Ilena.“

    Das Cover ist wieder ein Traum. Ich mochte das Cover vom ersten Teil schon recht gerne und hier sieht es genauso gut aus. Man hat die Motte, Ilena und sogar noch Federn und die Dunkelheit. Alles Dinge, die man in dem Buch findet.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Ich kam schnell voran und fands toll, dass hin und wieder Kapitel aus Sicht von Xanthos eingestreut waren. Hauptsächlich liest man aus Sicht von Ilena und begleitet sie auf ihrer Reise.

    Ilena hat fast keine Magie mehr, als aber eine Feder auftaucht will sie natürlich helfen. Mit was sie es dann aber zu tun bekommt, damit hat sie nicht gerechnet.

    Ich weiß jetzt schon, dass es schwer wird, eine Rezension zu schreiben ohne zuviel zu spoilern. Als ich Band eins gelesen habe, war ich nicht der größte Fan von Ilena und auch nicht von Xanthos. Beide sind sehr impulsiv und möchten immer ihr eigenes Ding durchziehen, das ist in diesem Band ganz klar auch so. Daher wusste ich nicht, wie mir Ilenas Geschichte gefallen würde. Der Einstieg ist mir dann aber leicht gefallen, da man nicht unbedingt wissen muss, was in Band eins passiert ist. Hin und wieder werden Dinge erwähnt, aber erst gegen Ende wird die Handlung von Band eins wichtig, wobei man auch hier nicht alles wissen muss, das passiert ist. Das Buch lässt sich also ohne Probleme auch ein paar Jahre nach dem ersten lesen.

    Ich bin immer noch nicht der größte Fan von Ilena, manchmal kam sie mir einfach zu stur und eigensinnig vor. Immer will sie alleine alles schaffen und ich wurde nicht ganz war mit ihr. Als Protagonistin war sie toll, ich find sie insgesamt ok, aber Rya mochte ich hundertmal lieber. Xanthos hingegen war mir in diesem Band wirklich sympathisch. Seine Witze und Anspielungen kamen immer zur richtigen Zeit und ich mochte ihn einfach sehr. Rya und Nick kamen natürlich auch wieder vor, allerdings waren sie hier nur Nebenfiguren.

    Dieses Mal spielen andere Götter eine Rolle, zwar kommen auch Götter wie Hekate wieder vor, was sich natürlich nicht vermeiden lässt, aber auch andere Gottheiten bekommen hier ihren Auftritt. Diese fand ich ganz toll, besonders ein spezieller Gott hat mir wirklich gut gefallen. Es gab auch Götter, die ich noch gar nicht kannte und von denen ich noch in keinem Buch etwas gelesen habe, da kamen noch einige neue und interessante Infos dazu.

    Irgendwas hat mich aber an der Geschichte gestört. Zuerst wirkte es ein wenig repetetiv, denn sie stürzen sich in eine Schlacht, erholen sich und fangen wieder von vorne an. Das alles war irgendwie immer gleich und die Geschichte kam lange nicht wirklich voran. Doch dann kommen die Bösewichte und es wird alles anders. Was ich von denen und ihren Plan halte kann ich gar nicht sagen. Sie wollen im Grunde eine noble Sache, gehen dies aber mit den falschen Mitteln an. Ilena wird da eingespannt und macht wortwörtlich eine Verwandlung durch. Das fand ich zuerst wirklich komisch und ich habe mir nicht erwartet, dass die Geschichte in eine solche Richtung geht, aber je länger ich las, desto mehr habe ich mich daran gewöhnt und irgendwann war es normal und ich habe es einfach so hingenommen.

    Die letzten 100 Seiten hatten es dann aber wirklich in sich. Sie waren spannend und bis zum Ende wusste man nicht, wer nun überleben wird und wer nicht. Xanthos und Ilena haben da wirklich meine Nerven strapaziert. Man kann also sagen, dass der Anfang und das Ende start waren und dass das Buch im Mittelteil etwas geschwächelt hat. Was ich noch positiv hervorheben möchte ist, dass die Liebesgeschichte nicht im Fokus steht und dies einfach so nebenbei passiert.

    Fazit:

    Das Buch hat mir insgesamt nicht so gut gefallen wie der erste Band. Mit Ilena konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen und das konnte auch Xanthos nicht gut machen. Die Geschichte war einerseits cool, andererseits habe ich nicht mit dieser Handlung gerechnet und wusste lange nicht, was ich damit anfangen soll. Das Ende war dann sehr spannend und gut geschrieben. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.
             

           

                      

             

             


  22. Cover des Buches Alle Farben der Nacht (ISBN: 9783897413955)
    Jonas Zauels

    Alle Farben der Nacht

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Rezension

    Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels

    Genre: Drama
    Seiten: 175
    Verlag: U.Helmer

    Klappentext:
    Schwarz. Wie immer. Die dicken Vorhänge sind zugezogen, das Licht ist aus und draußen greift die Nacht langsam, aber unaufhaltsam um sich.
    Sie weiß, dass es falsch ist; dass sie eigentlich ein ganz normales Leben führen sollte. Sich Ziele setzen und diesen folgen sollte, doch fällt es ihr so schwer. Sie würde sich gerne treiben lassen, wie die anderen in ihrem Alter, von denen sie nicht einen richtig kennt. Sie hört ihnen manchmal heimlich zu.

    Meine Meinung:
    Das war mal was anderes. Es ist eine Geschichte über die ich erstmal nachdenken musste, bevor ich diese Rezension schreibe. Es geht um Emilia und ihr wirklich schweres Leben. Sie stürzt immer mehr ab und es passieren ihr auch wirklich schlimme Dinge. Aber nichts ist so wie es scheint. Mit Emilia bin ich leider nicht ganz warm geworden. Es lag jetzt aber eher an mir und nicht an der schaffensweise des Autors. Ich komme im echten Leben schon nicht mit solchen Menschen klar und kann sie nicht verstehen. Der Autor hat da echt Charaktere geschaffen die meiner Meinung nach stark polarisieren. Das Cover mag ich mit seinen kräftigen Farben sehr gerne obwohl ich nicht so genau sagen kann ob es zum Inhalt passt.

    Fazit:
    Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen manchmal ein bisschen schockiert. Es ist nichts wie es scheint. Ich kann es Drama Liebhabern empfehlen, die auf wirren Tiefgang stehen. Ich brauchte am Ende eine Weile bis alles geordnet war. Wirklich toll!
  23. Cover des Buches Hartmut und ich (ISBN: 9783596511600)
    Oliver Uschmann

    Hartmut und ich

     (266)
    Aktuelle Rezension von: AK87

    Im Buch wird aus der Ich-Perspektive das gemeinsame Leben in der Männer-WG von dem Autor mit Hartmut beschrieben.
    Gestartet wird mit der Gründung der WG, in einer Wohnung, in einem heruntergekommenen Haus, baufällig, dafür aber günstig und mit 120qm. Wir erfahren das Hartmut Student ist  und der Ich Protagonist Packer bei UPS. Im weiteren Verlauf wird der Leser im WG-Alltag mitgenommen, wobei es nie langweilig wird da der Weltverbesserer Hartmut immer wieder auf sehr eigenwillige und abtruse Ideen kommt.
    Um nicht zu viel vorweg zu nehmen gehe ich auf Hartmuts Ideen nicht weiter ein, nur so viel dem Autor ist einiges eingefallen.

    Ich finde das Buch ist gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen und wird nicht langweilig.
    Die Protagoonisten sind sehr eigen, aber dabei durchaus liebenswert und sehr lustig.

    Einfach mal ausprobieren.

  24. Cover des Buches Gottesopfer (ISBN: 9783492258678)
    Tanja Pleva

    Gottesopfer

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Olibanum
    Schön geschrieben, da gibt es nichts, dennoch ist die Basis weit von dem was wir aus der Zeit der Inquisition wissen entfernt. Dies darf auch sein, man muss sich vom Gedanken verabschieden, historische Hintergrundinfos mitgeliefert zu bekommen.

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