Bücher mit dem Tag "bär"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bär" gekennzeichnet haben.

173 Bücher

  1. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

    (2.261)
    Aktuelle Rezension von: Nefina

    Dieses Buch hat mich einfach weggeblasen – ehrlich, Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär ist das beste Buch, das ich je gelesen habe! 🤯✨ Walter Moers ist für mich ein Genie, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, und Zamonien ist die Welt, in die ich mich immer wieder kopfüber verlieben könnte. 🐉💙

    Käpt’n Blaubär nimmt uns mit auf seine ersten 13½ Leben – und jedes einzelne ist verrückt, wild, fantasievoll und voller Abenteuer. Von Zwergpiraten über sprechende Wellen bis hin zu denkendem Sand und finsteren Katakomben – man stolpert von einer unglaublichen Idee in die nächste. Gerade diese Episodenhaftigkeit macht das Buch so besonders: Jede Geschichte ist einzigartig, und doch hängt alles wie durch unsichtbare Fäden zusammen.

    Blaubär selbst ist so ein charmanter Erzähler. Abenteuerlustig, witzig, manchmal naiv – und dabei absolut liebenswert. Man begleitet ihn beim Wachsen, Scheitern, Staunen und Kämpfen. Und genau das macht ihn menschlich (oder bärlich 😉) und so nahbar.

    Ein Kapitel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, war die Zeit mit den Stollentrollen. Diese merkwürdigen Wesen, mit ihrem ganz eigenen Humor, ihrer Wildheit und ihrer derben Art, waren für mich ein Paradebeispiel dafür, wie Moers Charaktere erschafft, die gleichzeitig grotesk, witzig und tiefgründig wirken. Sie waren laut, gefährlich, manchmal sogar etwas nervenaufreibend – aber absolut unvergesslich. Gerade diese Mischung aus Skurrilität und unterschwelliger Bedrohung ist typisch für Zamonien.

    Moers’ Worldbuilding ist einfach next level. Zamonien sprüht nur so vor Ideen, Kreaturen, Schauplätzen und verrückten Details. Manchmal musste ich einfach lachen über seine Wortschöpfungen, manchmal stockte mir der Atem, und dann wieder war ich einfach sprachlos vor Staunen. Kein Autor jongliert so mit Sprache, Humor und Fantasie wie er.

    Und dann dieses Cover! 😍 Schon von außen schreit das Buch nach Abenteuer – und im Inneren warten unzählige Illustrationen, die die skurrilen Wesen und Landschaften zum Leben erwecken. Sie sind ein echtes Highlight und machen die Lektüre noch besonderer.

    700 Seiten pure Lesefreude – und jede einzelne war es wert. Seitdem habe ich viele Bücher gelesen, aber keins hat mir je wieder dieses Gefühl gegeben, so vollkommen in einer Geschichte aufzugehen. Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär ist für mich nicht nur ein Buch, sondern ein Erlebnis. Absolute Leseempfehlung – und ein Stück Literatur, das ich für immer vergöttern werde. 

  2. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783751300520)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

    (3.532)
    Aktuelle Rezension von: Alwaysreading

    Ich habe das Buch jetzt nach ca. 10 Jahren nochmal rereadet und es genauso sehr geliebt wie beim 1. Lesen.

    Cornelia Funke beschreibt die Tintenwelt so gut, dass man das Gefühl hat mit den Charaktere zusammen durch den Weglosen Wald zu wandern oder über den Markt von Ombra zu gehen. 

    Die Geschichte bleibt die ganze Zeit spannend und es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen. 

    Mein Lieblingscharakter ist wie damals schon Staubfinger. Er ist einer dieser Charaktere, die man liebt, weil sie so unperfekt sind. Er hat Ängste und Sorgen und versucht eigentlich nur frei und glücklich zu sein, in einer Welt in der das gar nicht so einfach ist. Und ich würde sooo gerne seine Feuershow sehen. 

    Also insgesamt ein super gutes Buch.

  3. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.810)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf

    Mit „Das Paket“ beweist Sebastian Fitzek einmal mehr, warum er zu den erfolgreichsten Psychothriller-Autoren gehört. Von der ersten Seite an erzeugt die Geschichte eine bedrückende Atmosphäre, die den Leser direkt in Emmas Angstwelt hineinzieht. Ihre Paranoia, ausgelöst durch ein traumatisches Erlebnis, ist eindringlich geschildert und lässt einen ständig zweifeln: Was ist real und was entspringt ihrer Furcht?

    Fitzek spielt gekonnt mit Erwartungen, falschen Fährten und überraschenden Wendungen. Besonders stark ist, wie alltägliche Situationen – ein Haus, ein Nachbar, ein Paket – plötzlich zu Auslösern purer Anspannung werden. Die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Tempo und machen das Buch schwer aus der Hand zu legen.

    Zwar wirkt die Handlung stellenweise bewusst überzeichnet, doch genau das gehört zum Fitzek-Stil und sorgt für maximalen Nervenkitzel. Das Finale ist überraschend und regt zum Nachdenken an.

    Ein spannender, psychologisch intensiver Thriller, der lange nachhallt, nichts für schwache Nerven, aber ein Muss für Fans von Sebastian Fitzek.

  4. Cover des Buches Der Goldene Kompass (ISBN: 9783551583406)
    Philip Pullman

    Der Goldene Kompass

    (1.590)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Ich bin etwas zwiegespalten bei diesem Buch und schwankte zwischen drei und vier Sternen. Einerseits fand ich die Welt, die Philip Pullman geschaffen hat, sehr gelungen. Es ist eine Mischung aus Fantasy (Hexen, Panzerbären) und unserer realen Welt (England & Spitzbergen). Auch die Idee mit den Daemonen ist sehr süß und die Geschichte hat großes Potential. Allerdings ließ mich das Buch an einigen Stellen auch sehr ratlos zurück. Zum Beispiel konnte ich bis zum Ende nicht recht durchschauen, was dieser "Staub" eigentlich ist. Oder auch Lord Asriels Vortrag vor den Wissenschaftlern hat mich anfangs verwirrt, da ich zu diesem Zeitpunkt mit seinem Gesagten nichts anfangen konnte und das bremste bei mir ein bisschen die Lesefreude. Erst später gab es teilweise Auflösungen oder Erläuterungen. Aus diesem Grund habe ich mich auch gewundert, dass "Der goldene Kompass" ein Kinderbuch sein soll...ich finde es für Kinder irgendwie zu kompliziert aufgebaut und auch teilweise sehr düster mit einigen Toden. 

  5. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783257600216)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

    (746)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension "Das Hotel New Hampshire"

    Zum Abitur schenkten mir meine Eltern nicht etwa ein Laptop oder gar ein Auto, wie es andere bekamen. Nein sie schenkten mir die Sammlung klassischer Literatur des 20sten Jahrhunderts zusammengestellt von der Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Nun gut, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Es handelt sich dabei um 100 ausgewählte Romane der Weltliteratur. Hin und wieder hole ich eines davon aus dem Regal und beginne zu lesen.

    So kam ich zum Roman "Das Hotel New Hampshire" von John Irving. Der Autor erzählt die Geschichte der Familie Berry, die etwa 1940 mit dem Kennenlernen der Protagonisten Mary und Winslow (Win) Berry beginnt und in den 1970er Jahren endet. Hauptthema ist dabei das Leben der fünf Kinder, Frank, Franny, John, Lilly und dem Jüngsten, Egg, im Schatten der Träume des Vaters. John nimmt die Rolle des Beobachters und Erzählers ein. Aus seiner Perspektive berichtet er zunächst über die erste Begegnung seiner Eltern während eines Ferienjobs im Hotel Arbuthnot im Sommer 1939. Eine Attraktion dieses Hotels ist der Bär State o` Maine, welcher dem österreichischen Juden Freud gehört. Freud macht diesen Bären Winslow Berry zum Geschenk und besteht darauf, dass die zwei Verliebten so schnell wie möglich heiraten. Mit den Auftritten des Bärs finanziert sich Winslow sein Studium und nach der Heirat bekommen er und Mary kurz nach einander ihre Kinder.

    Wins Traum ist es ein eigenes Hotel zu führen. Die erste Chance bietet sich ihm, als die Schule an der er nach seinem Studium als Lehrer arbeitet, schließt. Dort eröffnet die Familie ihr erstes Hotel. Diesem werden noch einige weitere folgen. Dabei lässt Irving seine Charaktere vieles durchmachen. Franny fällt einer Gruppenvergewaltigung zum Opfer, bei Lilly wird Kleinwüchsigkeit festgestellt, Frank kämpft mit seiner Homosexualität und Win muss den Tod seiner Frau und seines Jüngsten verkraften.

    Es ist eine nicht vorhersehbare Geschichte, in einen interessanten Sprachstil gehalten, in dem mitten im Plot Rückblenden verpackt werden, die nichts mit dem aktuell Erzählten zu tun haben, ohne dass es deplatziert wirkt. Für meinen Geschmack allerdings ist der Autor an manchen Stellen zu detailversessen und in seiner Ausdrucksweise zu vulgär und an anderen Stellen ist die Erzählweise einfach langweilig und langatmig.

    Zu Beginn sind die Charaktere tiefgründig und vielschichtig gezeichnet, und ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist bemerkenswert. Doch nach kurzer Zeit überzeichnet der Autor seine Figuren und die Handlung enorm. Ihm gelingt es meisterhaft, die Dynamik und die Beziehungen innerhalb der Familie darzustellen, wobei er sowohl die humorvollen als auch die tragischen Aspekte des Familienlebens einfängt. Was allerdings auffällt, ist das Trauer und Schmerz in dieser Familie nie wirklich ausgesprochen werden. Einzelne Familienmitglieder überstehen folgenschwere Schicksalsschläge, scheinen aber keine nennenswerte psychische Belastung zu verspüren.

    Die Handlung ist voller unerwarteter Wendungen und überraschender Ereignisse, aber ohne jegliche Spannung. Die Geschichte plätschert so dahin zwischen skurrilen Personen und absurden Situationen, ohne dass für den Leser ein richtiger Plot ersichtlich wäre. Irving kreiert eine einzigartige Atmosphäre, die sehr mitreißen hätte sein können, aber kurz bevor die Aufregung kommt, wird eine vollkommen verrückte Szene eingeschoben. Beim Humor gab es tatsächlich ein paar Höhepunkte, die mich zum lauten Auflachen brachten, aber diese Augenblicke sind zu selten. Viel auffälliger waren hier die ständigen Wiederholungen gewisser Sätze, wie: "Kummer schwimmt obenauf." und "Bleib weg von offenen Fenstern!".

    "Das Hotel New Hampshire" war mein erster Roman von John Irving und nach dem Lesen habe ich mich gefragt, was ich im Text übersehen oder nicht begriffen hab. Den ganzen positiven Kritiken und Rezensionen kann ich mich mit meiner Einschätzung nicht anschließen. Dieser Autor hat einen eigenen unverkennbaren Schreibstil, mit dem er Szenen gut erfasst und anschließend mit ordinären Extremen zerreißt. In meiner Einschätzung kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob in diesem Roman "dem amerikanischen Traum" gehuldigt werden soll oder ob es eine satirische Überzeichnung amerikanischer Vorstellungen ist. Schmerz und Verlust werden ignoriert und es wird weiter gemacht, bis man umfällt. Vielleicht war dieses Buch zum Einstieg in Irvings Welt unglücklich gewählt, aber von mir gibt es dafür keine Leseempfehlung.

    https://www.readingwitch.com/post/das-hotel-new-hampshire

  6. Cover des Buches Der Schwarze Thron - Die Schwestern (ISBN: 9783764531447)
    Kendare Blake

    Der Schwarze Thron - Die Schwestern

    (430)
    Aktuelle Rezension von: Gwynn

    Die Grundidee von Der schwarze Thron ist eigentlich stark: drei Schwestern, die als Spielbälle der Politik und des Machtkampfes mächtiger Familien gegeneinander antreten, während sogar die Priesterinnen ihre Fäden ziehen. Auch die Idee der Ehegattenanwerber vom Festland klingt theoretisch spannend. In der Praxis aber rückt der Fokus oft auf repetitiv erzählte Liebesgeschichten und Alltagsszenen, die weder die Handlung voranbringen noch den Figuren mehr Tiefe verleihen.

    So bleibt die Geschichte zwar durchdacht und hat ihre atmosphärischen Höhen, zieht sich aber zwischen langen, blassen Passagen immer wieder zäh dahin. Die Schwestern selbst sind schwer auseinanderzuhalten, die Charakterzeichnung bleibt oberflächlich, und am Ende fehlt die Magie und die Wucht, die aus dieser düsteren Prämisse eigentlich ein packendes Machtspiel hätten machen können.

    Ich war hin- und hergerissen: Spannende Höhen haben mich zum Weiterlesen bewegt und ich habe alle Bände bis zum Ende verfolgt. Doch es wird keine Triologie sein, die ich noch einmal zur Hand nehme, um mit den Figuren zu leiden oder zu hoffen. Dafür fehlt am Ende schlicht die Tiefe.

  7. Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)
    Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder

    (381)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Endlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch. 

    Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren. 

    Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.

    Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch. 

    In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.

    Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.

    Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.

    Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.

    „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.

  8. Cover des Buches December Dreams. Ein Adventskalender (ISBN: 9783473585977)
    Jennifer Benkau

    December Dreams. Ein Adventskalender

    (230)
    Aktuelle Rezension von: Missionbooks

    Das war also mein erstes Adventskalenderbuch!

    Mir hat es gut gefallen, weil ich jeden/jeden zweiten Tag von einer anderen Autorin eine Geschichte lesen konnte und und teilweise sogar bekannt Protagonist*innen weidertreffen konnte! (Zum Beispiel bei den Kapiteln von Stella Tack ;)

    Mein einziger Kritikpunkt war hier, dass die Kapitel teilweise sehr kurz waren und dahre manchmal zusammenhanglos. 

    Ansonsten habe ich das Buch gerne gelesen und kann es allen empfehlen, die täglich eine kleine Portion Weihnachtsstimmung lesen wollen. 

  9. Cover des Buches Der große Trip zu dir selbst (ISBN: 9783424631210)
    Cheryl Strayed

    Der große Trip zu dir selbst

    (309)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    Von mir aus dürfte es gerne mehr Literatur zu wandernden Frauen geben. Diese hier ist auf der Suche nach sich selbst. Hätte ich mehr Landschaftsbeschreibung und weniger Nabelschau gehabt, wäre ich zufriedener mit dem Buch, aber alles in allem liegt hier ein lesenswertes Werk mit einer sexuell sehr selbstbewussten Frau vor, die eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Mischung aus Proll und Intellektueller ist.

  10. Cover des Buches Spellshop (ISBN: 9783596710942)
    Sarah Beth Durst

    Spellshop

    (331)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Spellshop von Sarah Beth Durst war meine erste Cozy Fantasy, da ich sonst eher zu Romantasy greife.Das Buch ist eindeutig sehr cozy und deutlich weniger Fantasylastig, als ich es sonst gewohnt bin. Darauf muss man sich einlassen, dann funktioniert die Geschichte aber gut.

    Kiela ist eine eher schwierige Hauptfigur: introvertiert, grummelig und zu Beginn oft unnötig abweisend. Gerade ihr Verhalten gegenüber Larran fand ich anfangs etwas anstrengend, da er ihr freundlich begegnet und sie ihm mit offener Ablehnung antwortet. Trotzdem konnte ich ihre Ängste gut nachvollziehen, und es hat mir gefallen, zu sehen, wie sie sich nach und nach öffnet und andere Menschen in ihr Leben lässt. Charakterentwicklung ist auf jeden Fall vorhanden

    Das absolute Highlight des Buches ist für mich Caz, Kielas sprechende Spinnenkraut. Er ist witzig, überfürsorglich und ein großartiger Gegenpol zu Kielas verschlossener Art. Die Dialoge zwischen den beiden haben mir am meisten Spaß gemacht und waren für mich der größte Grund, weiterzulesen. Die Dorfbewohner sind insgesamt sympathischer als Kiela, bleiben aber recht oberflächlich und klar in „gut“ oder „unsympathisch“ eingeteilt.

    Der Kaktus Miep fühlte sich für mich etwas erzwungen an, die genderneutrale Darstellung wirkte wie ein moderner Einschub, der für mich nicht viel zur Geschichte beigetragen hat und kurz aus der märchenhaften Stimmung gerissen hat. 

    Die Charakterbeschreibung von Kiela kam auch etwas spät, und wenn ich sie mir schon vorgestellt hatte und plötzlich werden blaue Haare erwähnt.

    Insgesamt war Spellshop eine ruhige, gemütliche Lektüre mit Charme und Herz. Als Einstieg in Cozy Fantasy fand ich das Buch gelungen, auch wenn ich persönlich weiterhin eher zur Romantasy greifen werde.

  11. Cover des Buches Der Schwarze Thron - Die Königin (ISBN: 9783764531478)
    Kendare Blake

    Der Schwarze Thron - Die Königin

    (257)
    Aktuelle Rezension von: Kolibri_liest

    Drei Schwestern und ein Thron. Kendare Blake führt uns weiter durch die Welt des schwarzen Throns und lässt die drei Schwestern selbst erzählen, ob sie sich auf dem Thron sehen oder ob sie eigentlich einen anderen Wunsch verfolgen. Durch die verschiedenen Perspektiven wird es nie langweilig, auch wenn man das Buch daher nicht unbedingt "nebenher" wegbingen kann. 

  12. Cover des Buches Find me in Green Valley (ISBN: 9783426461839)
    Lilly Lucas

    Find me in Green Valley

    (274)
    Aktuelle Rezension von: tabea_booksi

    „Find me in Green Valley“ von Lilly Lucas war ein absolutes 5-Sterne-Highlight. Ich war sofort mitten in der Story, denn sie beginnt direkt mit Spannung und wird von Anfang an detailliert und lebendig erklärt. Wie gewohnt ist der Schreibstil flüssig und super angenehm, und das Setting in den Bergen und in der Natur hat mich total mitgenommen. Eine Szene, in der sie gemeinsam aus dem Kanu fallen, hat mich richtig zum Lachen gebracht. Die Mischung aus zarter Romantik und emotionalen Momenten war perfekt dosiert, und ich fand es toll, wie die Protagonistin ihre Grenzen wahrt. Auch wenn die Liebesgeschichte rasch voranschreitet, war sie wunderbar geschrieben und hat mir gezeigt, wie schnell sich echte Verbindungen positiv entwickeln können. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

  13. Cover des Buches Seekers - Die Suche beginnt (ISBN: 9783407744685)
    Erin Hunter

    Seekers - Die Suche beginnt

    (108)
    Aktuelle Rezension von: LeseMama82

    Seekers – Die Suche beginnt ist ein toller neuer Serienstart der vier Autorinnen, die unter dem Pseudonym Erin Hunter schreiben und die viele von der tollen Jugendbuchreihe „Warrior Cats“ kennen werden.

    Das Buch spielt im hohen Norden Kanadas und beschreibt die Reise dreier Bären.

    Kallik ist ein Eisbärenjunges, das eigentlich mit Mutter und Bruder auf dem Eis unterwegs war, um endlich selber Jagen zu lernen. Doch in der Natur laufen Dinge häufig anders als geplant und bei einem Walangriff verliert sie ihre Mutter und wird von ihrem Bruder getrennt. Außerdem beginnt das Eis zu schmelzen und sie muss versuchen das Festland zu erreichen und ihren Bruder wiederzufinden. Sie begibt sich auf den gefährlichen Weg und ist doch eigentlich noch viel zu jung um alleine überleben zu können.

    Toklo ist ein Grizzlyjunge, der mit Mutter und Bruder auf dem Weg zu einem Fluss ist, in dem es so viele Lachse geben soll, dass alle Bären davon satt werden können. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, da sie durch Toklos kranken Bruder nur langsam vorankommen. Nie haben sie ausreichend zu Essen und seine Mutter kümmert sich nicht um Toklo und bringt ihm auch das Jagen und Fischen nicht richtig bei. Letztendlich ist er auf sich alleine gestellt.

    Lusa ist eine Schwarzbärin. Sie ist fünf Monate alt und im Zoo geboren worden. Doch ihr Vater und ihre Mutter erzählen ihr manchmal vom Leben in der Wildnis. Da sie es nicht  anders kennt, findet sie das Leben im Zoo in Ordnung, aber als eines Tages ihre Mutter weggebracht wird, fängt sie an einen Plan zu schmieden, um das Gehege verlassen und in die Wildnis aufbrechen zu können.


    Seekers ist eine tolle Geschichte, die von der ersten Seite an fesselt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der drei Bärenkinder, die alle im Laufe des Buches ihre ganz eigene Reise beginnen und doch dasselbe Ziel verfolgen.

    Begebt euch mit ihnen in die Wildnis Nordamerikas auf eine phantastische Reise. Ich kann euch versprechen: sie wird sich lohnen!

  14. Cover des Buches Evolution - Die Stadt der Überlebenden (ISBN: 9783401601670)
    Thomas Thiemeyer

    Evolution - Die Stadt der Überlebenden

    (245)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Die Grundidee des Buches fand ich sehr spannend. Durch einen Zufall landen die Protagonisten in einer Zukunft, in der vermeintlich keine anderen Menschen mehr leben. Die Natur hat sich die Städte zurückerobert und mit ihr kam noch etwas anderes, das sich gegen die Menschen verschworen hat.

    Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, wie erhofft. Die Welt der Zukunft ist klasse beschrieben, das Szenario sehr gut umgesetzt. Auch die Erklärung für das alles scheint schlüssig zu sein. Das war definitiv ein großer Pluspunkt der Geschichte für mich.

    Auch die Handlung selbst konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Vom Ankommen und Erkunden, bis hin zu den Entdeckungen und Erkenntnissen, die gemacht wurden. Es war interessant und wurde zwischenzeitlich sogar richtig spannend.

    Die Charaktere jedoch blieben sehr flach. Bis auf ein paar prägnante Wesenszüge blieb mir fast nichts wirklich in Erinnerung. Vielleicht ändert sich das in den weiteren Bänden noch, doch in diesem Auftaktband stachen sie für mich nur durch ihre klischeehaften Rollen hervor und hätten noch keine Chance, sich zu entwickeln.

    Zudem habe ich ein paar Befürchtungen für die Folgebände der Trilogie, die ich hier aber nicht erwähnen werde. Da ich die Reihe weiterlesen werde, finde ich noch früh genug heraus, was davon zutrifft und was nicht. 

  15. Cover des Buches Schneetänzer (ISBN: 9783401512198)
    Antje Babendererde

    Schneetänzer

    (90)
    Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreative

    Jacob flieht kurzerhand in Kanadas Wildnis, nachdem zuhause mit seinem Stiefvater alles eskaliert ist. Dort sucht er seinen Vater und seine Wurzeln, um sich besser verstehen zu können und die Wahrheit über die Vergangenheit zu erfahren. So einfach ist es aber natürlich nicht und er landet nach herzlicher Unterstützung alleine mitten in der verschneiten Wildnis und versucht, zu überleben. Dabei macht er ebenfalls neue Bekanntschaften und erfährt mehr über die koloniale Vergangenheit, die Ureinwohner und die verbliebenen Traditionen. Das war auch wirklich interessant zu lesen, sowohl bezüglich der Vergangenheit wie auch der aktuellen traditionellen Lebensweise.
    Dabei entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte, die leider recht platt war. Während das vor allem emotional wenig geboten hat, waren die Begegnungen zwischen Jacob und seinem Vater schön zu lesen, das folgende Ende kam aber doch sehr schnell.

    Der Stil war leider nicht sonderlich packend, er war okay, aber kein herausragender.
    Insgesamt war das Buch also nett, aber ein zweites Mal würde ich es nicht unbedingt lesen, da es bestimmt bessere Bücher gibt, die weniger Baustellen eröffnen und dafür weiter in die Tiefe gehen.

  16. Cover des Buches The Bear and The Nightingale (ISBN: 9781785031052)
    Katherine Arden

    The Bear and The Nightingale

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Die Geschichte verbindet das historische Russland mit seiner Folklore, den Traditionen, Legenden und Mythen und eine epische Familiengeschichte mit der Emanzipation eines jungen Mädchens. Ich war erst skeptisch, ob eine Amerikanerin eine gute Geschichte schreiben kann, die in Russland spielt, aber sie hat mich angenehm überrascht. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass Katherine Arden nach der Schule ein Jahr in Moskau verbracht und anschließend unter anderem Russisch studiert hat.

    Vorgelesen wird die Geschichte von Kathleen Gati, einer Kanadierin, deren Eltern aus Ungarn stammten. Ob sie selbst so einen starken osteuropäischen Akzent hat oder ihn sich antrainiert hat, weiß ich nicht, aber er gibt der Geschichte auf jeden Fall eine passende Note. Die Handlung war mir persönlich zu langatmig, aber da sie sehr märchenhaft und auch spannend, die ewige winterliche Atmosphäre sehr eindringlich beschrieben ist, war es ganz nett, das Hörbuch zu hören.

    Es ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber da die Story in sich abgeschlossen ist, kann man sie auch einzeln lesen bzw. hören. Ich werde diese Trilogie aber nicht weiter verfolgen.

  17. Cover des Buches Finstermoos - Am schmalen Grat (ISBN: 9783785577493)
    Janet Clark

    Finstermoos - Am schmalen Grat

    (121)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Meinung:

    Band zwei schließt nahtlos an seinem Vorgänger an, und man findet sich schnell wieder zurecht. Unsere Protagonisten in diesem Band sind, wie auch im vorherigen, Basti, Valentin, Luzie, Mascha und wie vorhergesehene rückt auch Nic in diesen Bund.

    Diese versuchen nun herauszufinden was mit Maschas Mutter passiert ist, weshalb sie sich auf die Suche nach dieser machen. Bei der Suche kommen sie nicht nur Geheimnissen nahe, stellen Vermutungen darüber auf, was im Dorf eigentlich passiert oder was hier früher passierte, sondern werden auch noch von einem Mysteriösen „Typen“ verfolgt, der sie umbringen will. 

    Anscheinend ist alles etwas kompliziert und miteinander verknüpft. Alle Streitereien der Väter von Luzie und Basti und auch die Probleme die man mit Valentins Familie hat, alles hat anscheinend einen Ursprung, der schon viel früher begann. Wobei auch die Familie von Mascha darin verwickelt ist. Wie??? Keine Ahnung.

    Die Geschichte wird spannend aus den verschiedensten Sichten erzählt, und immer, wenn man denkt man hat einen Hinweis oder hat ein Geheimnis gelüftet, kommen widere welche dazu und man steht am Anfang. Wie auch im vorherigen Band werden Sequenzen aus der nahen Zukunft dazwischen gespielt, wobei diese hier von Nic geschildert werden.

    Die Figuren sind sympathisch, unterschiedlich und ihre Freundschaft hält sie zusammen, obwohl auch immer wieder Krisen, durch Geheimnisse etc. entstehen, ziehen sie trotzdem an einem Strang und versuchen gemeinsam den Geheimnissen von Finstermoos auf die Spruen zu gehen.

     

    Fazit:

    Eine gelungene Fortsetzung, die nicht nur nahtlos an Band 1 anschließt, sondern auch spannend weitergeht und einen fesselt!!!


  18. Cover des Buches Ice - Hüter des Nordens (ISBN: 9783802586026)
    Sarah Beth Durst

    Ice - Hüter des Nordens

    (200)
    Aktuelle Rezension von: natti_Lesemaus

    Inhalt:

    Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird. 


    Meinung:

    Hier bin ich mir zum ersten mal nicht einig mit mir selber, wie ich die Geschichte finde. Sehr toll oder eher nicht.

    Aber fang ich mal mit dem positiven an:

    Das Cover ist mega toll. Es ist wirklich unglaublich gut gelungen und ich muss dazu ein sehr großes Lob aussprechen. Ein absoluter Blickfang.

    Dann der Klapptext- der macht wirklich neugierg auf das ganze.

    Die Idee zu der Geschichte erinnert mich zwar ein klein wenig an den Goldenen Kompass und an die Schneekönigin, trotzdem finde ich die Idee dazu auch wirklich gut. Mal eine Geschichte zu lesen, die in der Arktis spielt, ist mal was anderes.

    Dann der Mut von Cassie, der ist ebenfalls sehr beeindruckend. Sie überwindet viele Gefahren, Trotzt große Hürden und gibt nie auf, nur um ihren "Bär" aus der Trollfestung zun retten. 

    Auch die beschreibungen des ganzen ist gut gelungen und besonders die Eisbären fand ich gut.


    Aber hier hört es dann auch auf.

    Beim Schreibstil muss ich sagen, das hin und wieder Fehler bei der Grammatik und beim zusammenbau des Satzes sind, die mich persönlich aber nicht so sehr gestört haben.

    Auch fand ich das ganze in der Mitte- auf der Reise von Cassie- manchmal etwas langweilig. Mir fehlte hier tatsächlich die Spannung.


    Die Caraktere lernt man schlecht kennen und viele spielen eher im Hintergrund mit. Ich wurde irgendwie nicht wirkich warm mit denen.


    Cassie ist für mich ein unreifes, stures Kind, das oft unüberlegt und störrisch handelt. Mit ihren gerade 18 Jahren ist sie es ja auch irgendwie noch. Ein halbes Kind und keine reife Erwachsene.

    "Bär" empfinde ich zwar sympatisch, er trägt viel Verantwortung- die er sehr gewissenhaft erfüllt, aber auch er handelt manchmal egoistisch, finde ich. Nur damit seine Art von Beschützern nicht ausstirbt, macht er Cassie ein Kind, ohne das sie es will. Natürlich ist sie sauer und will dieses Kind nicht und Bär denkt auch noch  sie sei glücklich darüber.

     Bitte---- eine gerade 18 jährige, die ihn geheiratet hat, nur damit ihre verschollenene Mutter endlich frei kommt-- soll für ewig bei ihm bleiben und Mutter sein?? 


    Übriegens Mutter- zu ihrer Geschichte muss ich sagen, das kam mir irgendwie viel zu kurz vor. Schließlich wächst Cassie mit einer Geschichte auf, die ihre Mutter betrifft und Cassie geht den Handel mit Bär ein nur damit sie nach all den Jahren endlich frei kommt. Das ist doch ein großer Bestandteil dieser Geschichte, dann hätte sie auch mehr Beachtung bedarft.

    Cassie macht einen schweren Fehler und Bär wird von den Trollen entführt. Sofort bereut sie alles und will ihn zurück. Dieses hin und her fand ich manchmal als entscheidung eines unreifen Kindes. Mal sie sie wütend und will nur nach hause, dann wieder will sie bei ihm beliben....

    Auf ihrere Reise zu der Trollfestung überwindet sie zwar sehr viel, aber sie begiebt sich oft in große Gefahren und oft vergißt dabei, das sie schwanger ist. Hier ist für mich auch hin und wieder so einiges unlogisch. Eine normal schwangere Frau hätte das alles nicht überstanden ohne das Kind zu verlieren- aber wir sind her ja auch in einer Fantasygeschichte. Da ist alles möglich.


    Das Ende war für mich zwar schon fast vorhersehrbar, aber auch irgendwie zu kurz. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Evtl. einen Einblick in die Zukunft der drei. Wird Cassie tatsächlich für ewig bei Bär bleiben? alleine mit dem Kind in einem Eisschloss? Und was ist mit ihren Eltern? die machen sich doch bestimmt sorgen um ihr Kind?


    Fazit:

    Eine tolle Grundidee mit einem unheimlich, tollen Cover, aber es ist noch ausbaufähig...


    Von mir 3,5 Sterne

  19. Cover des Buches Honey Badgers (ISBN: 9783492281843)
    G. A. Aiken

    Honey Badgers

    (45)
    Aktuelle Rezension von: globi4711

    Für mich gibt es nur wenige Bücher, die ich immer wieder lese! Zu viele tolle Geschichten warten noch darauf entdeckt zu werden! Die Bücher von G.A. Aiken sind für mich jedoch Highlights, die ich immer wieder geniesse! Ja, sie sind "etwas" gewalttätig und strotzen vor genialem Wahnsinn! Aber ich konnte noch keines ihrer Bücher lesen, ohne laut zu lachen und mich in ihre "irren" Protas zu verlieben! Die "Honey Badgers" Reihe ist das beste Beispiel dafür! Von Teil 1 bis Teil 3 einfach ein riesiges Vergnügen!
    Ach ja, wer noch nichts von G. A. Aiken gelesen hat, sollte vielleicht mit ihren früheren Reihen beginnen (ebenfalls ein Hochgenuss!). Denn einige Figuren, die in der "Badgers-Reihe" vorkommen, kennt man schon aus den anderen Reihen. Somit geht ohne "Vorwissen" einiges an Witz und Wahnsinn verloren und das wäre echt schade! Hmm, ich bin richtig neidisch auf diejenigen, die die Bücher der Autorin noch nicht kennen und denen das Vergnügen noch bevorsteht... ;-)

  20. Cover des Buches Ein besoffener Bär im Bergwerkswald (ISBN: 9783959675680)
    Petteri Nuottimäki

    Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

    (27)
    Aktuelle Rezension von: nellsche
    Ein kleines Provinzkaff in Schweden steht plötzlich im Mittelpunkt. Der Grund ist ein verwackelte Handyvideo, auf dem nur Schatten zu erkennen sind. Die Spekulationen um das mysteriöse Waldwesen locken tausende von Touristen in den kleinen Ort - dem dieser Aufschwung äußerst gelegen kommt. Nun muss der Bürgermeister Per Danielsson verhindern, dass die Wahrheit raus kommt. Denn was ist dann? 

    Was mir an diesem Buch als erstes auffiel, waren das tolle Cover und der witzige Titel. Gemeinsam mit dem Klappentext war mir klar, dass ich das Buch lesen will. Und ich wurde sehr gut unterhalten.
    Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Er war recht nüchtern, aber voll trockenem und schwarzem Humor. Genau mein Geschmack. Ich wurde somit bestens unterhalten und musste ganz viel lachen.
    Die Idee zu diesem Buch fand ich sehr realistisch und passend zur heutigen technischen Zeit. Ein nebulöses Handyvideo wird ins Internet gestellt, verselbständigt sich und es entstehen die wildesten und verrücktesten Fantasien, was denn da auf dem Video zu sehen ist. Dass das die Schaulustigen anlockt ist klar. Genauso klar ist, dass man als Bürgermeister eines kleinen Provinzkaffs diesen Boom genießen und zum Vorteil nutzen will.
    Per Danielsson fand ich sehr sympathisch. Ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen und mich in ihn hineinversetzen. Mir hat es viel Spaß gemacht, seinen Gedanken und Überlegungen zu folgen. Manchmal tat er mir echt leid, was er aushalten musste, denn was schiefgehen konnte, ging garantiert auch schief. Aber da musste er nunmal durch.
    Die Story war herrlich skurril und abgedreht, teils überspitzt, aber absolut treffend für die heutige Zeit. Der trockene und schwarze Humor war große Klasse. Als dann herauskam, was tatsächlich auf dem Video zu sehen ist, habe ich laut gelacht. Hach, ich fand das Buch einfach wunderbar unterhaltsam. Man sollte es natürlich nicht für bare Münze nehmen, sondern es mit einem Augenzwinkern lesen.

    Ich habe diesen verrückten und skurrilen Lesespaß genossen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
  21. Cover des Buches Cascadia (ISBN: 9783446281530)
    Julia Phillips

    Cascadia

    (147)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Julia Phillips hat für ihrem Roman eine Inselwelt im Nordwesten der USA gewählt. Dort gibt es noch echte Wildnis, in der laut ihrem Buch Bären auch über größere Distanzen schwimmen.

    Ganz wie im Märchen kümmern sich die Schwestern Sam und Elena um die Versorgung ihrer kranken Mutter. Der Vater spielt keine Rolle und der gewalttätige Freund der Mutter hat die Familie glücklicherweise schon lange verlassen.
     Die Mädchen sind sehr unterschiedlich. Elena wirkt sehr verantwortungsvoll, während die nur ein Jahr jüngere Sam viel unbedarfter beschrieben wird. Auch im Verhältnis zum Bären, der eines Tages vor ihrer Hütte auftaucht, reagieren die beiden konträr.


    Das gewählte Setting fand ich interessant, doch irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig erreichen. Während ich mir die Personen noch vorstellen konnte, blieb mir Elenas Verhalten dem riesigen Bären gegenüber unverständlich. Gefallen hat mir dagegen, wie viel ich in diesem Buch über wild lebende Bären erfahren habe. Doch je weiter ich las, desto überfrachteter empfand ich das Buch. Schließlich zerfasert die Geschichte in immer mehr Handlungsstränge, die mich unbefriedigt zurück ließen.


    Fazit: Im Hinblick darauf, dass sich der Roman am Märchen orientiert, kann ich nicht mehr als zwei Sterne geben. Vielleicht habe ich in letzter Zeit zu viele in einer wunderbaren Sprache verfasste Bücher gelesen. Auch in dieser Hinsicht blieben Wünsche offen.

  22. Cover des Buches Nebelweiß (ISBN: 9781534895164)
    Amber Auburn

    Nebelweiß

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Hochspannung auf 74 Seiten. Lena wurde wieder vom Panther beschützt und dadurch siegt ihr Team. Raja hat immer noch weiße Augen und Lena fragt sie, ob die ein Attacken ist. Lena erzählt ihr auch, dass sie ein Defender ist. Eine echt tolle Geschichte. Bin gespannt, wie es weitergeht.

  23. Cover des Buches Das Mädchen und der flüsternde Wald (ISBN: 9783791501017)
    Sophie Anderson

    Das Mädchen und der flüsternde Wald

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Ein poetisches Märchen von Menschen, Bären und der Suche nach der eigenen Geschichte. Seit sie denken kann, fühlt sich Janka zum Schneewald hingezogen. Manchmal glaubt sie, die Tiere zu verstehen, was unmöglich ist. Zwar wurde sie einst als Kind vor einer Bärenhöhle im Wald gefunden, doch Janka ist ein Mensch, oder etwa nicht? Als sie eines Morgens mit Bärenbeinen aufwacht, versteht sie die Welt nicht mehr. Es gibt nur einen Ort, an dem sie Antworten finden kann: im Schneewald. Nach so vielen Erzählungen über diesen mystischen Ort, Märchen über Baba Yagas, Zar und Zarin Bär und den Zauberbaum, ist es für sie an der Zeit, ihre eigene Geschichte kennenzulernen.

    Cover

    Das Cover ist wunderschön gestaltet und es gibt viel zu entdecken. Der Bär in der Rückansicht bildet zeitgleich einen Berg und eine Höhle ab. Auch der Wiesel, die Eule und der Wolf kommen in der Geschichte vor.

    Ein Wort vorneweg

    Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

    Mein Eindruck

    Dieses Buch hatte mich schon letztes Jahr angesprochen und so wanderte es sehr schnell in mein Bücherregal. Den Klappentext fand ich sehr schön und ich mag Geschichten über fantastische Wesen, die zudem märchenhaft sind.

    Sobald man das Buch aufschlägt, steht man schon im Schneewald, denn gleich zu Beginn findet sich eine Karte des Schneewaldes. Man kann anhand dieser Karte super den Weg von Janka mitverfolgen.

    Rund um die Geschichte von Janka, gibt es zahlreiche bezaubernde Erzählungen, die alle mit

    Es war einmal …..

    Anfangen. Und so langsam entsteht ein Zusammenhang zwischen den alten Erzählungen und dem aktuellen Geschehen. Die Erzählungen sind doch nicht nur Märchen, denn in jeder Erzählung steckt ein Körnchen Wahrheit. Und diese märchenhaften Erzählungen leiten Janka auf ihrem Weg und sie beginnt immer mehr zu verstehen, wer sie ist und warum sie ist was sie ist. Auch wenn ich als Leserin den roten Faden erkenne, so gibt es doch die eine oder andere Überraschung.

    Die Gestaltung des Buches ist ebenfalls gut gelungen. Über jedem Kapitel gibt es eine kleine Illustration und innerhalb des Kapitels manches Mal eine Schmuckzeile, um die Abgrenzung zum vorherigen Abschnitt anzuzeigen. Auch die kleinen märchenhaften Erzählungen sind separat in einem Schmuckrahmen geschrieben.

    Besonders gefallen hat mir auch die Auslegung der Baba Jaga und das Haus mit den Hühnerbeinen. Es war einfach göttlich zu lesen und brachte viel Spaß. Das Haus für sich ist schon wunderbar und sehr agil.  In der Geschichte geht es natürlich auch um Freundschaft, um Liebe, eine Heimat zu haben und eine Familie, Zusammenhalt und die Achtung von Menschen, Tier und Natur.

    Fazit

    Eine tolle Geschichte, für Jung und Alt die ich wärmstens empfehlen kann.

     221212

     

  24. Cover des Buches The Gracekeepers (ISBN: 9781784700133)
    Kirsty Logan

    The Gracekeepers

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Mareia
    Der Schreibstil
    Ihr wisst, dass ich gerne englische Bücher lese. Aber dieses hier war ein echt zäher Brocken, denn der Schreibstil von Kirsty ist einfach sehr poetisch und deswegen nicht gerade einfach... Ich muss sagen, teilweise habe ich Shakespeare (zumindest mit Übersetzungshilfe ;D) besser verstanden... Man kann auf jeden Fall sagen, dass der Schreibstil der Autorin unverwechselbar ist. Aber leider macht es das Verständnis eben teilweise sehr schwer... Vor allem in einer anderen Sprache. Ich denke, sollte es noch übersetzt werden, lese ich es noch einmal auf Deutsch.
    Die Handlung
    The Gracekeepers ist eine ziemlich ruhige Geschichte. Die magische Welt, die die Autorin konstruiert, ist wirklich beeindruckend und zeigt seine ganz eigene Atmosphäre. Dabei wird die Geschichte abwechselnd von North und Callanish erzählt. Das machte es mir aber auch wieder schwerer, bestimmte Aspekte zu verstehen. Außerdem finde ich, dass die Geschichte teilweise ein wenig vor sich hinplätschert, ohne dass groß was passiert...
    Die Charaktere
    Die beiden Protagonisten sind sympathisch, denke ich. Doch gerade zu Beginn empfand ich sie als relativ undurchschaubar und flach. Erst später konnte ich zu den beiden durchdringen...
    Fazit
    Die Welt und die Idee gefall mir ziemlich gut. Aber zum Einen ist es für mich auf Englisch einfach vieles nicht verständlich genug gewesen und auch die Charaktere waren teilweise schwer nachzuvollziehen.

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