Bücher mit dem Tag "bäume"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bäume" gekennzeichnet haben.

281 Bücher

  1. Cover des Buches Wen der Rabe ruft (ISBN: 9783839001530)
    Maggie Stiefvater

    Wen der Rabe ruft

     (1.080)
    Aktuelle Rezension von: Claudchen

    Blue wusste schon immer, dass ihre wahre Liebe sterben wird, wenn sie sich küssen, dass dieser Zeitpunkt aber schon näher ist als gedacht, findet sie heraus, als sie die toten Seelen für dieses Jahr empfängt. Schon bald wird sie sich mit dem Raven Circle auf eine gefährliche Mission begeben und mehr über die Ley Linien herauszufinden.

    In letzter Zeit war ich öfters überrascht davon, wie gut mir die Protagonistinnen in Dystopian/ Fantasy Büchern gefallen und hier habe ich wieder bemerkt, warum das eine positive Überraschung ist. Mit Blue konnte ich nämlich gar keine Verbindung aufbauen. Ich denke, dass das auch mit dem Schreibstil zusammenhängt, da man einfach aus der Er-Erzähler- Sicht die Gedanken und Gefühle der Charaktere nicht ganz so gut nachvollziehen kann. Irgendwie hat mir bei Blue einfach ein aussagekräftiger Charakter oder wenigstens eine Charaktereigenschaft gefehlt. Klar sie kann Energie verstärken, aber ich finde, dass das nicht wirklich etwas über ihre Persönlichkeit aussagt. Diese wird nämlich, wie ich das Gefühl habe, eher über ihre Familie ihre Freunde oder ihre Kraft definiert. Das finde ich schade, denn sie könnte sicherlich zu einem einzigartigen Charakter werden, so wie es die Jungs aus der Raven Clique sind.
    Mit denen wurde ich nämlich recht schnell warm. Jeder von ihnen ist durch seine Denkweise, seine Vorgeschichte und Handlungen auf ihre eigene Art einzigartig. Man könnte sie leicht mit Adjektiven beschreiben und das gefällt mir sehr gut. Meine Favoriten sind bis jetzt Noah und Adam, aber ich glaube auch Gansey und Ronan haben noch einiges zu bieten.

    Die Handlung war in diesem Buch das Highlight für mich, da die Charaktere wirklich besser sein könnten. Die spannenden Prophezeiungen regen zum mit rätseln an und selbst wenn man sich darunter etwas vorstellt, kann man immer noch überrascht werden, das liebe ich so sehr an den vagen Aussagen der Wahrsagerinnen. Stück für Stück habe ich mich auch besser in die Welt eingefunden und es war eine richtige Erforschungstour, wie sie Gansey sicherlich geliebt hätte. Seine Forschernatur und die Art wie er Logik anwendet, hat mir nämlich was den Plot angeht gut gefallen. Er sorgt dafür, dass man den Geheimnissen ein Stück näher kommt, denn sein Ehrgeiz und seine Neugier machen ihn unermüdlich. Die Freundschaften und Verbindungen unter den Jungs war auch ein klares Highlight für mich. Ich bin allgemein ein großer Fan von starken Beziehungen die nicht romantischer Herkunft sind und dieses Buch liefert da wirklich klasse ab. Es fühlt sich ein wenig wie gefundene Familie an und man merkt, dass nicht einmal magische Kräfte sie auseinander bringen können, obwohl sie so von Grund auf verschieden sind. Auf mich wirkte die Geschichte wie ein großes Puzzle, dass sich geheimnisvoll immer mal wieder ein wenig zusammensetzt, doch es kann auch vorkommen, dass die Teile doch nicht passen. Ich fand es teilweise aber auch ein wenig nervig, wenn so viele Fragen unbeantwortet blieben oder teilweise gar nicht richtig ausgeführt wurden. Der Überblick ist hier schnell mal verloren und die Welt wurde nicht so toll beschrieben, dass man sich nach kurzer Zeit wieder zurechtfindet.

    Mir hat der Schreibstil gar nicht zugesagt. Die Er-Erzähler- Sicht hat dieser Geschichte meines Erachtens nicht gut getan. Es werden schon von Anfang zu viele Namen in den Raum geworfen und bis man die Zusammenhänge ausfindig machen kann und in die Geschichte reinfindet, kann man schnell die Lust verlieren. Außerdem kam es durch diese Art zu erzählen dazu, dass man sich nicht so richtig mit den Gefühlen der Charaktere auseinandersetzten kann und auch ihre Gedanken nur teilweise erahnen kann. Mir hätten ein paar Sichtweisen der Protagonisten gereicht und daraus hätte man sicherlich auch was die Handlung angeht einen Vorteil ziehen können.

    Fazit: Jeder der sich bei gruseligen Filmen mit einer mysteriösen Atmosphäre nichts schöneres vorstellen kann, sollte dieses Buch lesen.

  2. Cover des Buches Never Never (ISBN: 9783423740340)
    Colleen Hoover

    Never Never

     (337)
    Aktuelle Rezension von: schafswolke

    Charlie und Silas sind seit immer die besten Freunde, doch leider haben sie es vergessen. Doch warum? Denn scheinbar sind sie auch ein Paar...
    Was ist passiert und warum vergessen sie alle 48 Stunden ihr komplettes Leben? Die Zeit rennt, um zu erfahren, wer sie sind. Doch wie soll man sich an etwas erinnern, wenn man dauernd alles vergißt. Und dann die Frage, wem kann man wirklich vertrauen?

    Ich habe vorher "Verity" gelesen und das Buch hat mir sehr gut gefallen und so war ich gespannt auf dieses Buch. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt und wird abwechselnd aus der Sicht von Charlie und Silas erzählt, das passt wunderbar, denn so ist man dicht bei den beiden dabei. Den Schreibstil empfand ich als sehr leichtgängig und flüssig zu lesen. Zum Glück, denn ich weiß nicht, ob ich das Buch sonst zu Ende gelesen hätte.

    Bei der Geschichte habe ich schnell gemerkt, das sie mich doch nicht so überzeugt, allerdings war ich auch neugierig, wie sich das Ganze wohl auflösen wird. Und ich wusste, der ständige Gedächtnisverlust bzw, die Erklärung dazu, muss mich schon überzeugen, sonst bin ich genervt.
    Ich war also ein wenig in der Zickmühle. Idee super, Spannung ist da und interessante Figuren sind vorhanden. Doch wo ist dann mein Problem? Ich bin wohl einfach nicht der Typ für so eine Art Geschichte bzw. für so ein Ende. Für mich blieben zu viele Fragen offen, zu viele Personen kamen letztendlich gar nicht zu Wort und beim Ende bin ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt richtig verstanden habe. Für mich ist es so ein Buch, wo ich sagen würde, kann man lesen, muss man aber nicht. Schade, denn irgendwie war es auch gut, es konnte mich nur nicht komplett überzeugen.

    Leider bleibe ich hier am Ende mit gemischten Gefühlen zurück und so gibt es dann 3 Sterne.

  3. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.745)
    Aktuelle Rezension von: lovely-xy

    Ich bin zunächst mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen, da es sich bei uns um eine Schullektüre handelt. Vorurteile! Das Buch packt! Die Geschichte ist spannend, aber auch herrlich absurd. Hinterlistig spielt die "alte Dame" ihr Spiel und gewinnt. Weil Geld eben doch die Welt beherrscht. Die Aussage des Buches ist klasse, der Schreibstil etwas anstrengend, die Situationskomik amüsant und leicht.

  4. Cover des Buches Faye - Herz aus Licht und Lava (ISBN: 9783743201910)
    Katharina Herzog

    Faye - Herz aus Licht und Lava

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Hannahruppi

    Infos:


    Seiten: 400

    Verlag: Loewe

    ISBN: 978-3-7432-0191-0


    Klappentext:


    Seit der Ankunft auf Island geschehen merkwürdige Dinge. Gleich am ersten Abend führt ein Schwarm Glühwürmchen Faye zu einer Lichtung, auf der ein uralter Baum steht. Der Sage nach soll hier der Eingang zur Elfenwelt sein. Aber vor Jahren wurde das Herz des Baumes gestohlen. Und jetzt stirbt er. Faye beschließt, den Baum zu retten. Keine leichte Aufgabe. Vor allem seitdem ihr der impulsive und jähzornige Aron über den Weg gelaufen ist. Wenn Faye wüsste, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt … 



    Meine Meinung:


    Zum Anfang der Geschichte konnte ich mich mit Faye nicht ganz anfreunden, weil sie unbedingt zu einer Gruppe rebellierender Jugendlicher gehören wollte. Bis sie von der Polizei erwischt und von ihrer perfektionistischen Mutter dazu verdonnert wird, mit ihr nach Island zu fahren.

    Ab da wurde ich etwas wärmer mit ihr und konnte mich schließlich sogar richtig mit ihr anfreunden. Vor allem ihr Mitgefühl für Pflanzen und Tiere hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich damit sehr gut identifizieren.

    Faye‘s Gedankengänge sind für mich sehr nachvollziehbar gewesen und ich habe ihren Kampfgeist sehr bewundert. 

    Mit Aron konnte ich nicht viel anfangen, weil er ziemlich impulsiv und oft sehr aggressiv handelte. Vor allem gegenüber Tieren. Er war mir direkt unsympathisch. Wobei er im Laufe der Geschichte meiner Meinung nach eine große Verwandlung durchmacht und mich gegen Ende doch sehr positiv überrascht.


    Die Idee hinter dem Buch finde ich einfach zauberhaft und super schön. Dazu die tollen, detailreichen Beschreibungen von Island, die das ganze nur noch magischer gemacht und mich in eine Welt entführt haben, aus der ich einfach nicht mehr rauswollte. Aus diesem Grund habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen ganz verschlungen :)



    Fazit:


    Ein super schönes Buch mit interessanten und keineswegs langweiligen Charakteren und einer atemberaubenden Kulisse, das man einfach nicht mehr aus den Händen legen mag. Super magische Momente und ein flüssiger, leichter Schreibstil runden das einfach noch ab. Eine große Empfehlung für alle Fantasy und Island Fans :)

  5. Cover des Buches Winter People - Wer die Toten weckt (ISBN: 9783548286099)
    Jennifer McMahon

    Winter People - Wer die Toten weckt

     (224)
    Aktuelle Rezension von: wambamm

    Ich liebe mystisches Zeug und Spukgschichten fast so sehr wie ich Pizza liebe. Also sehr. Wirklich sehr. Okay. Mit “Winter People” von Jennifer McMahon habe ich nach langer Zeit wieder einen solchen Thriller gelesen, der mich bis zum Schluss mit jeder Seite fühlen ließ. Ein Buch, das mich bis zum Ende festhielt. Ich habe gebangt, war neugierig, habe Erleichterung verspürt. Nahezu jeder Charakter und die Umgebung haben mich für sich vereinnahmt. Die vielen Tagebucheinträge sind nicht nur die Erzählungen von früher, sondern so geschrieben, dass sie einen noch tiefer in die Story hineinziehen und lässt einen als ein Teil der alten Geschichte fühlen. Das Buch erzählt von zwei verschiedenen Zeiten, enger miteinander verknüpft als es zuerst den Anschein macht. Meist bin ich misstrauisch, wenn in Büchern des Öfteren Zeitsprünge passieren, aber hier mochte ich beide Zeiten, beide Geschichten so gern, dass ich auf jeden Sprung gespannt war. Die Atmosphäre war so schön, dass ich diese Welt am liebsten nicht verlassen hätte. Nur zu manchen Ereignissen hätte ich mir gewünscht mehr Informationen zu haben.
    Für mich der beste Thriller, den ich dieses Jahr gelesen habe.

    Persönliche Leseempfehlung für jene, die sich in längst vergangenen Geschichten wohlfühlen und dabei weder Spannung noch Horror missen wollen.

  6. Cover des Buches Bäume reisen nachts (ISBN: 9783458360193)
    Aude Le Corff

    Bäume reisen nachts

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Inhalt:

    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.


    Meine Meinung:

    Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben. 

    Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details. 

    Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet. 

    Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug. 

    Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.


  7. Cover des Buches Offline ist es nass, wenn's regnet (ISBN: 9783743203778)
    Jessi Kirby

    Offline ist es nass, wenn's regnet

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Adora

    Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Wahrscheinlich wurde ich irgendwo influenct und habe es daraufhin gekauft. 

    Das Cover finde ich sehr ansprechend und es passt auch super gut zur Geschichte. Ich mag auch die Haptik sehr gerne, da man die Regentropfen, die auf dem Cover sind, auch erfühlen kann. Der Schreibstil war sehr einfach, sodass ich das Buch sehr schnell lesen konnte. Ich mochte die Handletteringeinschübe sehr gerne, auch wenn ich sonst nicht so darauf stehe. Es hat einfach super rein gepasst. 

    Mich hat das Buch sehr dazu inspiriert, auch mal wieder das Handy und den Laptop sein zu lassen. Likes und Follower sind in der heutigen Welt für viele überlebenswichtig, sodass sie gar nicht mehr merken, wie sehr sie für die Social Media Kanäle leben und nicht für sich. Die Story lehrt dem Leser, dass es wichtig ist, sich wieder zu finden und etwas zu wagen.

    Ich kann es einfach nur empfehlen. Nicht nur für junge Leser.

  8. Cover des Buches Tintentod (ISBN: 9783791504766)
    Cornelia Funke

    Tintentod

     (2.794)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    ... 

  9. Cover des Buches Die Blutkönigin (ISBN: 9783764531881)
    Sarah Beth Durst

    Die Blutkönigin

     (123)
    Aktuelle Rezension von: ariadne

    An das Buch bin ich wegen des offensichtlichen Hypes eher vorsichtig herangegangen. Hab leider schon viele Enttäuschungen erleben müssen, wenn ich mit zu vielen Erwartungen ein Buch starte. 

    Naja, das war auch hier gut so, denn obwohl "Die Blutkönigin" eine sehr solide und ansprechende Story hat, muss ich sagen, dass mir das gewisse Etwas gefehlt hat, um mich komplett zu überzeugen und zu fesseln. Ich kann nicht einmal sagen, was es genau war, denn von Plot, Worldbuilding und Charakteren war an sich alles in Ordnung. 

    Es hat mich halt für eine Zeit sehr gut unterhalten, aber so richtig in Erinnerung bleiben wird es mir nicht. Zum Glück ist es eine abgeschlossene Story in sich, man muss sich also nicht die Folgebände ansehen. 

    In den anderen Bücher der Autorin werde ich aber sicher auch noch reinlesen. Ihr Stil gefällt mir.

    Endlich wieder ein Buch von meinem SuB, an das ich mich viel zu lange nicht rangetraut habe. :D

  10. Cover des Buches Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (ISBN: 9783608939828)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

     (1.019)
    Aktuelle Rezension von: Bellchen2905

    Leider sind die Kapitel sehr lang und es findet selten ein Protagonisten wechsel statt, was die Geschichte an manchen Stellen etwas langatmig macht. Nach über der hälfte des Buches dachte ich auch Frodo und Sam würden gar nicht mehr in der Geschichte auftauchen, da bereits alle spannenden und interessanten Szenen vorbei waren als die beiden Ihren Auftritt hatten. 

    Die Geschichte der Ents und Baumbart hat mir sehr gut gefallen, es war toll mehr zu erfahren als nur in den Filmen. 

    Wieder eine klare Empfehlung!

  11. Cover des Buches Finstermoos - Aller Frevel Anfang (ISBN: 9783785577486)
    Janet Clark

    Finstermoos - Aller Frevel Anfang

     (174)
    Aktuelle Rezension von: sjule
    Vorweg mich stört schonmal eins: Es ist eine Reihe von 4 Büchern a um die 230 Seiten a 9,95 € . Das scheint mir eine reine Geldmache zu sein, denn man hätte die gesamte Geschichte auch in ein bis zwei Büchern und eventuell etwas komprimierter bringen können. 

    Wir lesen zwei Zeitstränge in Finstermoos. Zum einen den, in dem Mascha aus Berlin mit ihrer Mutter in das hinterwäldlerische Dorf Finstermoos kommt, in dem gerade ein Babyleiche in der Baugrube von Valentins Vater gefunden wurde. Seine Freunde Luzi und Basti begleiten ihn und erleben einige Abenteuer. 
    Das ganze Dorf scheint Dreck am Stecken zu haben.
    Zum anderen sitzen Basti, sein Bruder und Valentin in einem Bunker fest und versuchen rauszukommen. Doch wie sind sie darein gekommen. Und wo sind Mascha und Luzie. 

    Gerade zu Beginn hat man viele Fragezeichen. Nicht weil die Story das hergibt, sondern weil man mit Personen und Verhältnissen nur so zugeschmissen wird und man einfach immer wieder durcheinander kommt. Ich habe mehr als die Hälfte des Buches gebraucht um alles zu sortieren. 

    Die Irrungen und Wirrungen sind dann zwar interessant und Janet Clark schafft es auch ein paar spannende Szenen einzubauen, doch endet das Buch gerade als es Fahrt auf nimmt sehr abrupt nach 225 Seiten.
  12. Cover des Buches Tochter des dunklen Waldes (ISBN: 9783404208807)
    Katharina Seck

    Tochter des dunklen Waldes

     (124)
    Aktuelle Rezension von: littlebookgiant

    Die Protagonistin Lilah lebt in einem kleinen Dorf, am Rande des düsteren Morgenwaldes. Seit sie klein ist, wecken die mystischen Legenden um den Wald ihr Interesse. Eines Tages verschwindet ihr heimlicher Liebhaber Dorean und ihr bleibt nichts anderes übrig, ausser ihm in die geheimnisvollen Tiefen der Bäume zu folgen. 

    Das Setting des Buches ist düster, irgendwie magisch und durch die Autorin detailreich beschrieben. Der Schreibstil ist sehr blumig und umfassend, was sich manchmal etwas gezogen hat. 

    Die Beziehung zwischen Dorean und Lilah war einseitig und schwerfällig. Dorean lässt sie immer wieder abblitzen, um schlussendlich doch wieder Interesse zu zeigen. Es war schwer ersichtlich, was genau in im vorgeht und auch mit den Geheimnissen, welche am Schluss gelüftet wurden, wurde er nicht fassbarer. 

    Die Spannungsentwicklung im Buch ist rückläufig. Zu Beginn wird der Leser immer wieder überrascht und gefesselt. Je weiter man jedoch in der Geschichte fortschreitet, desto vorhersehbarer wird der Ausgang der Story. 

    Insgesamt konnten weder die Handlung, noch die Personen wirklich überzeugen. 

    Als kleines Schlusswort möchte ich noch beifügen, dass meine Lieblingsperson (dies allein ist wohl schon sehr aussagekräftig) ein Ahornbaum war. 

  13. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (525)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Nun gut, dann eben doch ;-) Aber es wird eher mein persönlicher Eindruck als eine systematische Rezension.

    Noch nie habe  ich ein Buch gelesen, das solche Widersprüche in mir hervorgerufen hat. Anfangs war ich nahe dran, es in die Ecke zu werfen und auch zwischendurch immer mal wieder ... anfangs, dann fand ich zunehmend faszinierende Passagen und Formulierungen und nun lese ich es ganz langsam und genussvoll noch einmal.

    Eine Novelle sollte es werden und und am Ende war es ein Roman von nahezu 1000 Seiten, 'ganz mit historischem Edelrost überzogen' (9), denn er spielt in der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Inhalt braucht nur wenige Sätze: Der junge angehende Ingenieur aus gutem Hause – Hans Castorp aus Hamburg – besucht seinen lungenkranken Vetter in einem Sanatorium in Davos. Aus den geplanten drei Wochen werden sieben Jahre im Hochgebirge und wir nehmen als Leser an der Entwicklung / Verwandlung (?) des jungen Mannes teil und an der Faszination, die die abgeschottete Welt des Sanatoriums darstellt.

    Negatives

    Was mir nicht gefallen hat, kann ich klar benennen: die verschachtelte Sprache fand ich anfangs schwierig zu lesen, die langen Sätze – aber man gewöhnt sich dran. Schlimmer: die Dialoge zwischen dem Humanisten Settembrini und dem zynischen Jesuiten Naphta. Da wimmelt es nur so von Schlagworten – s. das Beispiel -  und ich vermute, Thomas Mann hat das extra so geschrieben, vielleicht als Kritik? An einer Stelle kommt Castorp zur gleichen Überzeugung wie ich, dass Naphta und Settembrini beide Schwätzer sind (am Ende der Schneeszene). Dabei ist mir Settembrini jedoch sympathisch.

    '...so wurzelte der Menschenwürde-Begriff derer, die das körperliche Zuchtmittel daraus verbannen wollten, in dem Liberal-Individualismus der bürgerlichen Humanitätsepoche, einen aufgeklärten Absolutismus des Ich...' (625).

    Gelangweilt haben mich die ausführlichen Schilderungen der Wissensgebiete, mit denen sich 'unser Held', der junge Hans Castorp intensiv beschäftigt: Medizin, Astronomie, etc.

    Wenn ich es aber recht bedenke, gibt es aber viel mehr, was mir gefallen hat:

    Das Thema Zeit (Auszüge)

    Die Zeit, fragwürdig und von 'eigentümlicher Zwienatur', ein geheimnisvolles Element (9), kommt immer wieder vor, natürlich auch in jedermanns Leben. 'Was ist die Zeit?' fragt Castorp. Eine geradezu philosophische Frage, auf die es wahrscheinlich keine endgültige Antwort gibt, weil Zeit relativ ist, vom Empfinden her mal schneller, mal langsamer vergeht, obwohl es vielleicht messbar der gleiche Zeitraum ist. Es scheint, als ob die Patienten im Sanatorium Probleme mit der Zeit haben, aus der Zeit gefallen sind...

    Prof. Kurzke schreibt in seiner Biographie, dass Thomas Mann selbst die Zeit ständig gemessen hat, dass er die runden Zahlen liebte (70. Geburtstag,...) und in seinem Tagebuch Monatsanfänge, Feiertage u.v.m. markierte.

    Einige schöne Szenen (Beispiele)

    Gleich am Anfang beschreibt Thomas Mann, was eine Reise, ein Ortswechsel, mit einem macht, wie der Alltag entschwindet, einiges unwichtig wird, was wahrscheinlich jeder im Urlaub auch schon so empfunden hat. Er kann diese Gedanken und Gefühle nur schöner und treffender ausdrücken als unsereins.

    Es gibt viele Schilderungen von großer sprachlicher Schönheit, z.B. ein erinnerter Spaziergang am Meer, die verschneite Bergwelt oder die Schneeszene, wo Castorp fast von der 'hexagonalen Regelmäßigkeit' (den Schneeflocken) zugedeckt wird, weil er im 'weißen, wirbelnden Nichts' die Orientierung verloren hat. (661)

    Auch eine traurige Sterbeszene ist sehr einfühlsam beschrieben. Allerdings wird über 'das Eigentliche' nicht geredet, wahrscheinlich vor lauter hanseatischer Zurückhaltung.  'Lebensunziemliche Angelegenheiten der Natur' (728) werden nicht thematisiert.

    Humor und Personenbeschreibungen

    Den Humor empfinde ich teilweise als zynisch, besonders im Angesicht von Krankheit und Tod, und die Personenbeschreibungen beruhen wohl auf sehr genauer Beobachtung, sind aber bissig bis boshaft.

    • Bei hohem Schnee werden die Toten von einem noch höher gelegenen Sanatorium mit dem Bobschlitten hinuntergeschafft.
    • Hofrat Behrens nennt seine Patienten 'Lungenpfeiferchen' (421).
    • Auf dem Friedhof in Davos liegt 'ungefestigtes Volk, das sich aus aller Welt hier zusammengefunden hat und zur horizontalen Daseinsform endgültig eingekehrt war.' (443)

    Nachdenkenswerte Sätze (nur wenige von vielen)

    Man kann mit dem Worte 'menschlich' jede Schlamperei und Schlappheit zudecken.' (406)
    '… jene Dummheit von Augenblickswesen, die nicht zu denken vermag, dass es noch wieder anders kommen kann, sowie vor allem Gier nach Abwechslung und zeitverschlingende Ungeduld.' (497)

    Die Sprache (Beispiele)

    Das Kreative und Wortschöpferische hat mir besonders gut gefallen:

    • 'Er probierte ihr den Namen an.' (194)
    • Der Husten eines Patienten: 'schauerlich kraftloses Wühlen im Brei organischer Auflösung' (23)
    • das Thermometer als 'Quecksilberzigarre' (70) – Hans raucht Zigarren.
    • Bei der Aussprache eines slawischen Namens: 'wildes Lautgestrüpp' (583)
    • Castorp wird im Flachland wieder 'im Dienst der völkerverbindenden Verkehrstechnik tätig sein' (226 unten)g anstatt 'Schiffbau'

    Fazit

    Je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein. Und ich habe nur annähernd und ganz wenig aufgeschrieben, aber es scheint schon ausufernd viel zu sein. Aber einmal muss Schluss sein.

    Kann ich den 'Zauberberg' empfehlen? Ich weiß es nicht. Nein, lieber nicht, zu groß ist die Gefahr, dass sich jemand langweilt. Mich hat dieser Roman zunehmend fasziniert und ich weiß nicht mal genau, warum. Zauber, Zauberberg, magic mountain.

  14. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (608)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana

    Meinung
    Dieses Werk ist definitiv anders und wahrlich nichts für schwache Nerven. Man hält hier eine ganz besondere Adaption zu Peter Pan in den Händen und insbesondere das Nachwort macht deutlich, warum diese Richtung für die vermeintlich verspielte und schöne Geschichte gegangen wurde. 

    Wer das Original kennt wird hier sehr viele Parallelen im Verlauf finden, aber so viele Konstrukte und kreativen Einschübe finden hier ihren Platz, welche mich Staunen ließen, herausforderten und ab und an auch an meine Grenzen brachten. Der Beginn ist sehr eindrucksvoll, spannend und brutal. Im mittleren Teil des Buches flachte die Story ein wenig ab, sodass es im Schlussteil wieder vollends überraschen konnte. Man erhält sehr viele Details, Kämpfe, Folter, Vergewaltigung und einiges mehr zieht sich durch das Buch. 

    Ich würde fast behaupten, dass es sich hier um ein Meisterwerk handelt. Es ist ein ganz besonderes Flair, welches mich beim Lesen begleitete und auch, wenn mir die ein oder andere Szene zu brutal wurde und ich das Buch kurz zur Seite legen musste, konnte ich dennoch nicht gänzlich davon ablassen. Ich wollte erfahren welche Abgründe hier schlummern, welchen Zeichnungen ich noch begegne und vor allem welche Hintergründe sich hier auftun.

    Fazit
    Abgesehen von der kleinen Länge im Mittelteil beeindruckte mich dieser Titel ungemein. Er verlangte mir einiges ab, aber ebenso konnte mich das Buch auch fesseln, in seine Fänge nehmen und begeistern. 5 von 5 Sternen ❤

  15. Cover des Buches Breathe - Flucht nach Sequoia (ISBN: 9783423760799)
    Sarah Crossan

    Breathe - Flucht nach Sequoia

     (299)
    Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-Blog

    Die Dystopie lässt sich flüssig lesen und hat mit dem Thema Sauerstoffmangel und Ökokatastrophe ein interessantes Setting. Dennoch bleibt es stellenweise ein wenig oberflächlich, worüber ich aber sehr gut hinweglesen konnte.

    Bei diesem 2. Band kann ich trotz des Themas nur drei von fünf Sternen vergeben. Der zweite Band wirkte mit seinen vielen Ereignissen zu stark aufgetragen, vor allem Vanyas Zuchtprogramm passte für mich gar nicht. Zudem gibt es zu einigen Protagonisten ein offenes Ende. Dennoch, die Dystopie wagt eine Zukunftsaussicht, die so auf unserer Erde passieren kann. 

    Das Thema wird dann in eine Geschichte für Jugendliche gepackt, die gut zu lesen ist. Zudem machen alle Protagonisten eine große Veränderung durch und wachsen an den Ereignissen. Es sind drei gute Sterne, die ich vergebe.

  16. Cover des Buches Queen and Blood (ISBN: 9783736307056)
    Amy Harmon

    Queen and Blood

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Kathisbooks

    Nachdem mir Band Eins so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch Band Zwei lesen. 

    Die Geschichte selbst spielt zwar in der gleichen Welt, hat jedoch andere Protagonisten, als der erste Teil und ist somit keine Fortsetzung des ersten Teils. Trotz dessen trifft man aber auch die Charaktere des ersten Bandes wieder. 

    Wie schon in Band 1, ist der Schreibstil einfach etwas besonderes. Die Geschichte ist wundervoll poetisch geschrieben, was erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Irgendwann fand ich aber grade das einfach toll. Die Geschichte selbst ist einfach magisch, romantisch und herzzerreißend und bietet definitiv alles, was das Fantasyherz begehrt. Die Welt ist unglaublich interessant und phantasievoll gestaltet und ich wäre am liebsten noch ein wenig länger geblieben. 

    Allerdings hat mir, auch wenn ich die Grundidee der Geschichte und besonders die Charaktere toll fand, auch hier ein wenig die Spannung gefehlt. Besonders im Mittelteil wurde das Buch ein wenig langatmig. 

    Alles in allem aber eine schöne Geschichte, die ich Romantasyfans absolut empfehlen würde. 

  17. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1 (ISBN: 9783789121272)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1

     (17.532)
    Aktuelle Rezension von: Nixi

    Titel: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

    Autorin: Suzanne Collins

    Übersetzer: Sylke Hachmeister und Peter Klöss

    Erscheinungsdatum: 17. Juli 2009

    Verlag: Oetinger 

    Band: 1

    Seitenzahl: 416 Seiten

    Genre: Jugendbuch

    Altersempfehlung: ab 14 Jahren (man kann es aber auch schon früher lesen 😉)

     

    Inhalt:

    Katniss lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Prim in einer nicht näher definierten Zukunft Nordamerika's. Durch Kriege und Zahlreiche Naturkatastrophen verwandelte sich Nordamerika in Panem. Dort gibt es die 12 Distrikte (es waren einmal 13 aber das 13. Distrikt wurde ausgelöscht). Die Distrikte kann man sich wie Bundesländer vorstellen. Sie wurden nummeriert. Demnach sind die ersten Distrikte reicher und wohlhabender als die letzteren. Katniss lebt in Distrikt 12. Dem letzten und ärmsten Distrikt. Nun ist es so das alljährlich die Hungerspiele ausgetragen werden. Aus jedem Distrikt wird ein Junge und ein Mädchen von 12 bis 18 Jahren ausgelost. Die sogenannten Tribute. Wenn die Spiele beginnen, landen alle 24 Tribute in einer Arena. Dort müssen sie sich auf den Tod bekämpfen, bis nur noch ein Tribut übrig bleibt. Während des ganzen Spiels werden alle Tribute gefilmt und ganz Panem schaut zu. 

    Auch dieses Jahr ist es wieder soweit und die 74. Hungerspiele werden ausgetragen. Doch als Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester Prim ausgelost wurde, meldet sie sich freiwillig als Tribut und tritt gemeinsam mit dem gleichaltrigen Peeta an.

     

    Meine Meinung:

    Die Geschichte wird von Katniss aus der Ich-Form erzählt. Was ich daran mag, ist dass der Leser nicht mehr weiß als die Hauptperson. Der Schreibstil von Suzanne Collins ist angenehm zu lesen und bei mir flogen die Seiten nur noch. Ich finde die Idee einer neuen Weltordnung wirklich toll, auch wenn diese grausame Rituale mit sich bringt. Was ich auch noch sagen muss ist, dass diese Reihe nicht für jeden was ist. Es wird an manchen Stellen ziemlich brutal und Suzanne Collins spart oftmals nicht an Details. Nichts für schwache Nerven! Mir hat es trotzdem sehr gut gefallen und ich gebe dem Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️.

  18. Cover des Buches Die wundersame Mission des Harry Crane (ISBN: 9783458363620)
    Jon Cohen

    Die wundersame Mission des Harry Crane

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Es gibt Momente die verändern dein ganzes Leben. Harry wollte nur ein Los kaufen, eines das ihn aus der Knechtschaft seines Bürojobs in einen echten Wald befördert. In diesem Moment geschieht ein Unfall und er verliert seine Frau. Irgendwo in den Wäldern Pennsylvanias teilt eine junge Ehefrau und ihr Kind dasselbe Schicksal und von einem Tag auf den anderen müssen sie ohne ihren geliebten Ehemann und Vater auskommen. Oriana die Tochter verliert sich in einer Märchenwelt, um eine Erklärung für den Tod ihres Vaters zu finden. An einem schicksalshaften Tag als Harry beschließt er könne ohne Beth nicht weiterleben, kreuzen sich die Wege der beiden und verändert ihr Leben für immer. Ein geheimnisvolles Buch über den alten Grumm weist ihnen den Weg wie ein normales Leben wieder möglich sein kann und das die unverständlichen Erlebnisse in einen Kontext zu setzen scheint, der größer ist und Sinn stiftend.

     

    „Die wundersame Mission des Harry Crane“ fiel mir durch Zufall beim Stöbern in der Bibliothek in die Hände. Eigentlich bin ich immer recht zielstrebig in dem was ich Lesen möchte und nur selten fallen mir Bücher vor die Füße, doch dieses Buch erregte meine Aufmerksamkeit. Es handelt sich auch um eine recht außergewöhnliche Geschichte. Drei Menschen die versuchen in ihrer Trauer und Verlust wieder zurück ins Leben zu finden, treffen aufeinander. Unterschiedlicher könnten die Personen gar nicht sein. Harry der sich die Schuld am Tot seiner Frau gibt und der noch dazu eine Schadensersatzauszahlung von mehreren Millionen erhält und doch nichts Anderes möchte als in der Natur bei seinen Bäumen zu leben. Amanda, die sich nun versucht allein mit ihrer Tochter Oriana durch Leben zu schlagen, nachdem ihr Mann plötzlich gestorben ist und die die Begeisterung ihrer Tochter für Märchen eher beängstigend findet. Und Oriana die an Magie und Gestaltenwandler glaubt, die glaubt der Geist ihres Vaters hätte sich in einen Vogel verwandelt und würde nun über sie wachen. Es hat mir Spaß gemacht zu lesen, wie die drei zusammenwachsen und durch ihre Zufallsbegegnung wieder Kraft schöpfen. Niedlich war auch die Geschichte des alten Grumm, die man versteht, sobald die schrullige Bibliothekarin ihre Lebensgeschichte erzählt. Der Autor hat sich sehr bemüht die Geschichte graphisch darzustellen, so dass man das Gefühl als Leser bekommt, ebenfalls von diesem Märchen angezogen zu werden. Aber trotz all dem Lob hatte das Buch für mich auch Schwachstellen. Ich fand Harrys großen Bruder Wolf zu anstrengend. Er wirkt wirklich wie ein realer böser Wolf, der sich das ganze Gold einverleiben will und der am Ende Freundschaft mit einem verstümmelten, aber bösartigen Hund schließt. Zwei Seelengefährten die in den Sonnenuntergang fahren, da Wolf es nicht so hat mit Frauen. Dann der gierige Immobilienhändler, dessen einziges Trachten ist, Geld zu machen und der sich am Ziel seiner Träume wähnt, als er über das Gold stolpert, waren mir auch zu Klischeebehaftet. Aber am meisten hat mich Oriana gegen Ende des Buches genervt. Es drehte sich immer nur darum das Geld los zu werden. Sie hat mich emotional einfach nicht berührt. Einerseits scheint sie klug genug um Goldankauf zu recherchieren andererseits ergab ihr magisches Denken für mich aber keinerlei Struktur, kein nachvollziehbares Konstrukt. Ebenso fanatisch wie der autistisch veranlagte Harry seine Baumarten runterbetet, betet Oriana ihr zusammenkonstruierte Märchenwelt herunter. Meine Lieblingsfigur und damit Lichtblick in einem langatmigen Buch, war die Bibliothekarin, wegen ihres Stoizismus und ihrer Abgeklärtheit, sowie ihrer Liebe zu Büchern.

     

    Ein Zufallsfund der mir ein paar Stunden Lesevergnügen bescherte, aber der mich emotional nicht so tief berührt hat, wie der Klappentext versprach. Es war eine solide Geschichte über Trauerverarbeitung, aber mein Herz berühren konnte Oriana und ihre magische Welt leider nicht.

  19. Cover des Buches Das Mädchen (ISBN: 9783426508541)
    Stephen King

    Das Mädchen

     (1.255)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext: 

    Die 9 Jährige Trisha geht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Peete an einem Samstag wandern. Als aber Peete und ihre Mutter sich wieder mal anfangen zu streiten, hält sie es nicht länger aus und braucht eine Pause. Sie entfernt sich absichtlich vom Wanderweg und sucht ein ruhiges und ungestörtes Plätzchen, um auf Toilette zu gehen. Irgendwann gerät sie immer tiefer in den Wald hinein und muss letztlich feststellen, dass sie sich verirrt hat.
    Es beginnt eine nervenaufreibende Reise, wobei sie an ihre Grenzen kommt und um ihr Überleben kämpfen muss.
    Zudem ist sie aber nicht alleine in dem Wald… 


    Oh ja, Stephen King… wer hat bitte noch nichts von ihm gehört?
    Der Weltbekannte Autor von Horror und Thriller Büchern!
    Nach langer Zeit habe ich auch endlich den Entschluss getroffen ein Buch von ihm zu lesen und wurde leider ziemlich enttäuscht.

    Die Geschichte fing schon ziemlich langweilig an und auch im Laufe des Buches sind nicht wirklich viele spannende Sachen passiert. Es war zwar interessant über ihre Vorgehensweise im Wald zu lesen und wie sie um ihr Überleben kämpft, aber nichtsdestotrotz konnte es mich einfach nicht überzeugen.
    Auch mit dem Schreibstil des Autors bin ich nicht ganz warm geworden und es wurde einfach zu oft und zu lange über Baseball geredet (insgesamt 3 Seiten ein Mal am Stück). Für Leute die sich damit nicht auskennen/ sich nicht dafür interessieren, war es daher einfach nur unnötig und auch sehr nervig.
    Das Ende war sehr unlogisch und hat mir von vorne bis hinten nicht gefallen.

    Zudem waren die Gedanken bzw. auch das Verhalten der 9 Jährigen Trisha viel zu erwachsen. Natürlich sind bereits jüngere Kinder etwas reifer, aber das was sie getan hat, war einfach nicht mehr wahrheitsgemäß.

    Fazit: Ein ziemlich langweiliges Buch mit unnötig vielen Informationen über Baseball. Natürlich werde ich mich auch noch an andere Bücher von ihm wagen und mich von dem einen schlechteren Buch nicht abschrecken lassen. Leider kann ich nur 1.5 Sterne vergeben.

  20. Cover des Buches Der Hobbit (ISBN: 9783608938401)
    J. R. R. Tolkien

    Der Hobbit

     (4.257)
    Aktuelle Rezension von: Laurada11

    Der Hobbit Bilbo Beutlin bekommt Besuch vom Zauberer Gandalf, der ihn auf ein Abenteuer einlädt. Er ist davon wenig begeistert und trotzdem stehen auf einmal 13 Zwerge vor seiner Tür, die ihn als "Meisterdieb" mit auf ihre große Reise nehmen, um ihren gestohlenen Schatz zurück zu erobern und an dem Drachen Rache zu üben, welcher ihren "Palast" besetzt. 

    Auf dieser Reise begegnen dem Hobbit und den Zwergen einige Gefahren und Herausforderungen. Aus diesen kamen sie mir persönlich zu oft aus purem Glück oder plötzlichem Auftauchen von Gandalf heraus. 

    Die Geschichte ist zum Großteil schwierig zu lesen. Dies ist langen Schachtelsätzen und sehr vielen Adjektiven geschuldet. Teilweise musste ich Sätze mehrmals lesen, was leider den Lesefluss unterbricht. 

    Ich fand es leider auch schwierig mitzubekommen, wie viel Zeit vergeht. Teilweise wurde sich seitenlang an einem Punkt aufgehalten, ohne dass viel passiert wäre. An anderen Stellen wurde mitten im Satz erwähnt, dass wieder bereits ein paar Tage vergangen sind.

    Ich bin mit großen Erwartungen in diese Geschichte gegangen, die leider nicht erfüllt wurden. Die Grundgeschichte war gut, die Ausführung jedoch für meinen Geschmack nicht fesselnd genug.

  21. Cover des Buches Das dunkle Herz des Waldes (ISBN: 9783570312445)
    Naomi Novik

    Das dunkle Herz des Waldes

     (466)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Schon mit "Das kalte Reich des Silbers" konnte mich Naomi Novik 2019 in ihren Bann ziehen. Keine Frage, dass ich auch ihrem erfolgreichsten Roman "Das dunkle Herz des Waldes" eine Chance geben musste. Und WOWOWOWOW, mit so einer hochspannenden, gut durchdachten, atmosphärischen Geschichte hätte ich trotz allem nicht gerechnet. Zwar ist dieses High Fantasy Abenteuer keineswegs perfekt, der Geschichte wohnt jedoch eine berührende Andersartigkeit inne, die sie von anderen Fantasy-Romanen abhebt. Und sind wir doch mal ehrlich: die wirklich genialen Highlights sind doch nicht die, bei denen uns kein einziger Kritikpunkt einfällt, sondern die, bei denen wir haufenweise Dinge anders gemacht hätten, die aber trotzdem so perfekt sind, dass man sie einfach von ganzem Herzen lieben muss.


    Schon die wunderschöne Gestaltung hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Zusehen sind mehrere geheimnisvoll schimmernde Bäume, um deren Kronen Vögel aufflattern vor einem cremeweißen Himmel, der sich nach oben hin zu einem düsteren grün verdunkelt, als würde eine Wolke aus Elend über dem Wald schweben. Zu den Füßen der Bäume steht eine Frau in weitem wallenden Gewand, die wir zum Glück nur von hinten sehen. Da die düster-magische Gestaltung die Atmosphäre gut einfängt und auch alle wichtigen Hauptmotive zusehen sind, bin ich sehr zufrieden mit der Umsetzung, auch wenn für mich das englische Originalcover etwas die Nase vorn hat. Auch mit dem Titel, "Das dunkle Herz des Waldes" hat der deutsche Verlag eine gute Wahl getroffen, gegen die erste Wahl der Autorin, "Uprooted", kommt aber auch der deutsche Titel nicht heran. Unter dem Umschlag erwartet uns ein schlichtes Grün und die Kapitelanfänge sind jeweils mit Dornenranken verziert.


    Erster Satz: "Es stimmt nicht, dass der Drache die Mädchen, die er sich holt, verspeist."


    Schon mit dem ersten Satz spielt die Autorin mit den Erwartungen ihrer Leser, wohl wissend, dass keiner von uns weiß, worauf er oder sie sich beim Lesen dieser Geschichte eingelassen hat. Merkt Euch folgendes: Egal was Ihr Euch beim Lesen des Klapptexts ausgemalt habt - "Das dunkle Herz des Waldes" geht einen anderen Weg. Und das ist der erste Grund, weshalb dieser Roman in meine absoluten Top-10-Fanatsy-Bücher gerutscht ist: das sehr unvorhersehbare, dynamische Handlungskonzept. Auch wenn hier Grundstrukturen von vielen Fantasy-Romanen wiederzufinden sind (typische Grundstrukturen wie "Auserwählte erfährt von ihrer Besonderheit, wird ausgebildet und zieht in Kampf gegen das Böse" findet man nun wirklich in jedem Fantasy-Abenteuer), kann man der Geschichte definitiv kein stereotypes Schema überstülpen. Wie ein Fluss verändert die Handlung immer wieder ihre Richtung, wenn man gerade gedacht hat, man wüsste, worauf sie hinauslaufen wird. Naomi Novik führt auf falsche Fährten, lässt ihren Lesern wenig Unterstützung durch die Erzählerin zukommen und lässt sie ihren eigenen Weg durch die Geschichte kämpfen. Sie erzählt eine Geschichte voller Widersprüche - nicht unbedingt inhaltlich, sondern mehr atmosphärisch -, und das ist es, was die Geschichte so interessant macht. Um das genauer zu erklären, will ich einmal grob den Verlauf der Geschichte skizzieren. Wenn Ihr Euch auf keinen Fall spoilern wollt, überspringt einfach den nächsten Abschnitt. 


    "Alles an ihm sprach eine deutliche Sprache: Ich bin keiner von euch und ich will es auch nicht sein."


    Zunächst setzt Naomi Novik einen starken Fokus auf das Tal, in dem unsere Protagonistin Agnieszka aufgewachsen ist und erzählt vom einfachen Leben der Menschen im Schatten des dunklen Waldes, beschützt von einem mächtigen Zauberer, der nur "der Drache" genannt wird und alle 10 Jahre ein Mädchen für seine Dienste fordert. Als der Drache entgegen allen Erwartungen ausgerechnet die tollpatschige, unscheinbare Agnieszka auswählt und zu sich in seinen Turm holt, erwartet man als in diesem Genre geübter Leser die Entfaltung eines "Beauty-and-the-Beast"-Trope. Die erste Überraschung ist jedoch, dass Naomi Novik sich hier eine Menge Zeit lässt, ein langsames Kennenlernen beschreibt, das von unbeholfener Zurückhaltung, zwischenmenschlicher Spannung und einem holprigen Entdecken der Magie geprägt ist, nur um die Geschichte dann von einer Seite zur nächsten zu einem spannungsgeladenen, teilweise brutalen Abenteuer zu wandeln, mit dessen Intensität man nicht gerechnet hätte. Doch dann, gerade als man sich dann nach der hochspannenden ersten Konfrontation mit dem dunklen Wald auf weitere Abenteuer freut, schaltet die Autorin wieder einen Gang zurück und lässt ihre Protagonistin an den Königshof in der Hauptstadt reisen, um sich den Intrigen der Zauberer und Höflinge zu stellen. In diesem Teil kommt der Drache dann auch überhaupt nicht vor. Dann erfolgt ein weiterer schneller Richtungswechsel mit einem sehr militärisch, blutigen Schlacht-Part, bevor die Geschichte erneut eine ganz andere Saite anklingen lässt und in einem verträumten, sanftmütigen und absolut perfekten Ende gipfelt, der Hintergründe des dunklen Waldes miteinbaut und diese facettenreiche, unvorhersehbare Geschichte wunderbar abrundet, mit dem ich aber niemals gerechnet hätte. 


    "Sie hatte es nicht geschafft, Wurzeln zu schlagen. Sie hatte sich an die falschen Dinge erinnert und zu viel vergessen. Sie erinnerte sich daran, wie man tötete und wie man hasste, aber sie hatte vergessen, wie man wuchs. Alles, was sie am Ende hatte tun können, war, sich neben ihre Schwester zu legen: nicht wirklich träumend, nicht wirklich tot."


    Zum dynamischen Handlungskonzept gesellt sich Naomi Noviks einzigartiger (das schreibe ich nicht oft, da sich die Schreibstile im Jugendbuchbereich häufig stark ähneln, aber die Erzählweise der Autorin hat wirklich einen sehr hohen Wiedererkennungswert) Schreibstil. Angereichert mit sehr viele Tiefe, vielen Details und zwischen den Zeilen transportiertem kommt die Geschichte stellenweise eher schwerfällig daher. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Roman langweilig wäre, oder es keine Actionszenen gäbe. Das Erzähltempo wandelt sich genau wie die Handlung oft von Seite zu Seite, sodass man sich beim Lesen fühlt, als würde die Autorin einmal kurz das Gaspedal antippen, um einen langsamen Mitfahrer zu überholen, nur um danach wieder gemütlich über die Landstraße zu schleichen. Auch in den gemächlicheren Passagen ist der Spannungsbogen dabei so sorgfältig ausgearbeitet, dass es keine Durststrecken gibt. Ich kann dennoch nachvollziehen, wenn Leser mit diesem Wechsel ihre Probleme hatten und nicht genau wussten, was sie mit der Geschichte anfangen sollen. Mir persönlich hat aber genau das sehr imponiert. "Das dunkle Herz des Waldes" ist wie einer der aufwendigen Zaubersprüche des Drachens: Sie benötigt eine Weile, um hinter den Worten den Sinn zu erkennen und die Magie entfaltet sich erst, wenn man sich geduldig darauf einlässt. Und so habe ich mich in diese Geschichte verliebt. Erst sehr zurückhaltend und langsam, mit jeder Seite ein kleines bisschen mehr und dann so plötzlich, unaufhaltsam und heftig, dass sie definitiv zu einem Jahreshighlight geworden ist!


    "Ich danke dir - Sarkan." Sein Name schmeckte nach Feuer und Flügeln, nach sich kräuselndem Rauch, nach Raffiniertheit und Stärke und dem schabenden Rauschen von Drachenschuppen."


    Ebenfalls oft kritisiert wird die eher distanzierte Atmosphäre der Geschichte. Die Erzählweise ist nicht unbedingt gefühlskalt und emotionslos - die Gefühle der Figuren stehen nur einfach nicht im Vordergrund und wir bekommen sie oft nicht brühwarm vorgesetzt, sondern müssen sie selbst aus Gesagtem, Gedachtem oder Getanem herausziehen. Für die Hauptfiguren bedeutet das, dass wir eine Weile benötigen, um richtig mit ihnen warm zu werden. Agnieszka und der Drache sind keine Figuren, die einen sofort anspringen, denen man nach wenigen Seiten verfällt und die leicht zugänglich wären. Sie sind beide verschlossen, seltsam und nicht gerade leicht, doch das macht sie in Kombination einfach noch viel genialer. Wieder einmal steht eine wahnsinnig starke Frauenfigur im Vordergrund, die ihre Stärke jedoch erst mühsam finden, oder genauer gesagt, sie sich erarbeiten muss. Sie ist nicht mutig, macht sich alle zwei Minuten dreckig und hat eigentlich keine nennenswerte Begabung. Sie ist keine harte Kriegerin, keine sagenumwobene Schönheit, ihr fliegt nicht alles zu. Aber: ihr gelingt es, ihren eigenen Weg zu gehen und sich auch mal über Erwartungen und Vorschriften hinwegzusetzen und das macht sie zu einer viel solideren Hauptfigur als die vielen anderen perfekten Auserwählten mit viel Aufopferungswillen und Mut für eine ganze Armee. 


    "Es gab auch in diesem Wald ein Lied, aber es war ein grausames Lied, das von Wahnsinn und vom Zerreißen und von Zorn erzählte."


    Für die Liebesgeschichte bedeutet der eher distanzierte Schreibstil, dass sie sehr stark im Hintergrund abläuft und nur zu wenigen ausgewählten Zeitpunkten zu Tage tritt. Doch diese Geschichte hat keine brennende Leidenschaft und knisternde Romantik nötig, um Leserherzen zu gewinnen. Dieser Roman lebt vielmehr vom krassen Wechselspiel zwischen kühler, berechnender Logik und mythischer, düsterer Fantasy und verblüfft immer wieder mit Wendungen, Intrigen und Gedankenspielen, die weitaus komplexer sind, als man das von Fantasy-Romanen erwarten würde. Wer braucht schon eine schnelllebige, temporeiche Geschichte mit überbordenden Emotionen, wenn man unterschwellige Konflikte, Tiefe und eine düstere Märchenatmosphäre mit undurchsichtigen Zauberern, bösartige Kreaturen, giftigen Pollen, tückischen Pflanzen und vergifteten Herzen haben kann....? Angelehnt sind die Märchen-Elemente in "Das dunkle Herz des Waldes" genau wie schon bei "Das kalte Reich des Silbers" an polnische Sagen, welche sie geschickt in ein mittelalterliches Fantasy-Setting eingebunden hat. Auch das Worldbuilding spielt in einer Top-Liga. Anstatt über altbekannte Wesen wie Vampire, Werwölfe, Fae, Elfen, Zwerge oder Hexen zu schreiben lässt sie ein mittelalterliches Volk, beschützt von einer Delegation aus Magiern auf einen sehr ungewöhnlichen Feind treffen: einen magischen, verderbten Wald. Zwischen Problemen und Grausamkeiten von dieser Welt mischen sich scheinbar mühelos magische Phänomene und Naomi Novik schafft es mit manchmal etwas sperrigen aber immer magischen Worten, eine spannende neue Welt zum Leben zu erwecken. 



    Fazit

    "Das dunkle Herz des Waldes" ist wie einer der aufwändigen Zaubersprüche des Drachens: Sie benötigt eine Weile, um hinter den Worten den Sinn zu erkennen und die Magie entfaltet sich erst, wenn man sich geduldig darauf einlässt. Doch wenn dann die komplexe Handlungsdynamik, der einzigartige Schreibstil und die langsame Figurenentwicklung ihr Übriges tun, ist es ein tiefgründiges, bewegendes, dunkles Erlebnis, das man nicht mehr so schnell vergisst. 

  22. Cover des Buches Mandeljahre (ISBN: 9783492304979)
    Katrin Tempel

    Mandeljahre

     (47)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill

    Sehr 0815 und auch etwas enttäuschend – so muss ich den Roman „Mandeljahre“ leider zusammenfassen. Die erste Enttäuschung begann gleich mit dem Klappentext des Buches, der einen ein bisschen in die Irre führt. Demnach bin ich nämlich davon ausgegangen, es handle sich hierbei um einen der typischen Familiengeheimnis-Romane, die auf zwei Zeitebenen spielen. Demnach erbt die Kinderbuchillustratorin Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße, von der sie bis dato gar nichts wusste. Als sie die Villa entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Diesem Erzählstrang aus der Gegenwart werden allerdings nur zwei kurze Kapitel, einmal am Anfang und einmal am Ende des Romans, gewidmet. Für mich war diese Rahmenhandlung irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Katharina wurde eigentlich schon so konstruiert, dass man als Leser gerne mehr über sie erfahren hätte – sie macht dann ja auch eine Wandlung durch. Wie sie allerdings dahin kommt, das erfährt man nicht wirklich. So hätte man sich diesen Erzählstrang auch sparen können.
     Der eigentliche Roman spielt dann zwischen den Jahren 1907 bis 1945 und erzählt quasi die Geschichte der Urgroßmutter Marie von Rabenhorst. Sie entstammt einer verarmten Adelsfamilie und kommt daher als junge Frau mit ihrem Bruder ins pfälzische Bad Dürkheim. Dort will und soll sie einen Freund der Familie heiraten: Carl, der es mit seinem Erfindergeist als Drogist zu viel Wohlstand gebracht hat. Nachdem Carl auch noch den Getreidekaffee Quieta entwickelt und es mit seiner Kaffeerösterei weit bringt, ist die Familie in den höchsten Kreisen der Gesellschaft angekommen. Doch Marie entfremdet sich immer mehr von ihrem Mann Carl – der anscheinend nur an sich denkt. Bei einem Spaziergang lernt sie den Weinkommissär und Mandelbauern Jacob Schneider kennen und es entspinnt sich eine geheime Liebesbeziehung.

    An sich fand ich das Thema des Romans schon interessant – ein großer Teil der Handlung ist ja wohl auch von der Familiengeschichte des Mannes der Autorin abgekupfert. Gerade die Geschichte um die Kaffeefabrik Quieta war spannend – zum Beispiel zu erfahren, wie die Idee der ersten Wertmarken aufkam. Auch war mir nicht bekannt, dass die Gegend um Bad Dürkheim für seine vielen Mandelbäume bekannt ist oder warum die Weinstraße so heißt. Man erfährt auch, welche Auswirkungen die Besetzung der Franzosen nach dem Ersten Weltkrieg auf die Pfälzer hatte.

    Dennoch empfand ich den Roman von Anfang bis Ende einfach nur als banal. Das mag daran liegen, dass man doch irgendwie sehr durch die Jahre gehetzt wird und es dadurch stellenweise einfach an Tiefgang fehlt. Aber auch an der manchmal doch recht platten Ausdrucksweise – so hat die Autorin ihren Figuren manchmal Sätze in den Mund gelegt, die mir manchmal die Nackenhaare aufgestellt haben. Manchmal passten die Sätze, so wie sie gesagt wurden, für mich nicht in die Zeit und manchmal kamen sie ein bisschen billig rüber.

    Ein ganz großes Manko des Romans waren aber die vielen Stereotypen und die dadurch auch vorhersehbare Handlung. So haben wir auf der einen Seite das naive, nette Mädchen, das sich dann mit den Jahren zu einer taffen Frau entwickelt. Als Gegenspieler den schmierigen, brutalen Geschäftsmann, der nur an sich denkt. Der Liebhaber Jacob ist dann natürlich der sanfteste, intelligenteste und tollste Mensch überhaupt – politisch engagiert, naturverbunden, modern und natürlich ein Bild von einem Mann. Als es im Roman dann auf den Zweiten Weltkrieg zuging und sich herausstellte, dass Jacob Jude ist, musste ich innerlich doch sehr mit den Augen rollen.

    In der Summe kein besonders guter Roman. Kann man lesen, muss man aber nicht.

  23. Cover des Buches Im Land der Nachtschattenvögel (ISBN: 9783646600582)
    Katjana May

    Im Land der Nachtschattenvögel

     (53)
    Aktuelle Rezension von: janina_schulz

    Meine Meinung

     

    Katjana May entführt den Leser mit ihrem Jugendroman „Im Land der Nachtschattenvögel“ in eine magische Welt, fernab unserer Realität. 

    Sie begeistert mit fantasievoll gestalteten „Kreaturen“, beängstigend wie liebenswert und doch ist es ein scheinbar gewöhnliches Mädchen, das die Hauptrolle spielt. 

     Julie Winter ist erst 16 Jahre alt und hat keine Ahnung wo sie im Leben steht. Sie weiß nicht wo sie her kommt, wer sie eigentlich ist und hat viel zu schnell erwachsen werden müssen. 

    Mit einem Buch über Magie und alten Sagen fangen die seltsamen Träume an und sie hört diese Stimme, die immer wieder um Hilfe schreit. 

    Ungewollt findet sie sich plötzlich im Land der Nachtschattenvögel wieder und es gibt keinen Weg zurück. Es sei denn sie erfüllt ihre Aufgabe, umsonst hat es sie nicht in diese andere Welt verschlagen. 

    Eine spannende Reise wartet auf Julie und den Leser, die geprägt ist vom Suchen und Finden, Zweifeln und Hoffen, Leiden und Lieben. 

     Julie ist zu Beginn eine eher zurückgezogene Persönlichkeit, schüchtern, unbeholfen, ängstlich. 

    Das sie im Land der Nachtschattenvögel landet, überfordert sie zunächst. Sie will nur nach Hause, fühlt sich hilflos und verschließt sich. Erst als sie auf Nanna, eine zeitlose Dame, die ihr Unterschlupf gewährt, trifft, begreift Julie, dass sie einen bestimmten Weg einschlagen muss. 

    Mit jedem Schritt in die richtige Richtung gewinnt das Mädchen an Selbstbewusstsein und Stärke. 

     Ihr kleiner Wegbegleiter Tigg, ein so genannter Zweigling, leistet ihr nicht nur Gesellschaft. Er hilft Julie dabei ihre neu gewonnene Willenskraft nicht zu verlieren. 

    Das Ziel noch unbekannt, gestaltet sich die Reise holprig und beschwerlich. Wohin geht man wenn man gar nicht weiß wonach man eigentlich sucht? 

    Der Leser darf die Figuren auf dieser spannenden Reise begleiten. Mit ihnen verzweifeln, sich mit ihnen fürchten und erleichtert aufatmen. 

    Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend „anders“. Katjana May hebt sich mit ihrer ganzen Art und Weise von der derzeitigen „Mainstream-Welle“ ab. 

    Trotz märchenhafter Elemente fügt sich die Geschichte wunderbar in unsere Gegenwart ein und erzeugt eine einzigartige melancholische und düstere Stimmung. 

    Und was ich besonders schön fand: Es bedarf keiner heißen und schmalzigen Szenen um Gefühle zu zeigen.

     

    Fazit & Bewertung

     

    Da diese Geschichte so ganz anders ist als man es bislang kennt oder vielleicht erwarten würde, hat sie ihren völlig eigenen Charme. 

    Für jeden der sich auf Neues einlassen will und unbekannte Welten entdecken möchte nur zu empfehlen. 

     

    5*****

     

  24. Cover des Buches Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (ISBN: 9783570312230)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

     (612)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy
    Im ersten Abschnitt wird geschildert wie es einem Menschen gelingt, sich die Krone der Elfen zu schnappen.


    Im zweiten Abschnitt wird von den Straßenkindern Scapa und Arane erzählt, die noch sehr wichtig für unsere Geschichte werden. Sie leben in Kesselstadt und werden von einem Räuberkönig unterjocht, so wie alle Straßenkinder. Also beschließen sie, sich zu rächen, um so zu einem besseren Leben zu kommen.


    Ab da geht’s dann richtig los, mit Nîll, einem Menschen/Elfenbastard, der bei den Menschen aufwächst. Leider gehört sie da nicht richtig dazu und fühlt sich stets als gemobbte Außenseiterin… Als sie den steinernen Dolch findet, der den menschlichen König der Elfen töten können soll, entdeckt, wird sie auf eine gefährliche Mission geschickt. Und auf ihrer Reise erlebt sie alle möglichen Abenteuer. Doch wird sie die kommenden Prüfungen bestehen?


    Aaaaaaaalso, die Geschichte ist nett. Joa…


    Für meinen Geschmack war sie zeitweise zu sehr ausgeschmückt, sodass ich gemerkt habe, wie meine Gedanken immer wieder abschweifen. Grad bei den Beschreibungen war es schon arg!


    Es gab aber immer wieder Stellen, die spannend waren und auch das Ende war für mich persönlich unerwartet, sodass ich hier schon einen Pluspunkt geben muss


    Aber…. *VORSICHT SPOILER*
    Mir erschließt sich kein Stück, wieso Nîll sich so unsterblich in Scapa verliebt, dass sie schier in Depressionen verfällt, als er sich für Arane entscheidet und sie (trotzdem) ihre Haare bei seiner Beerdigung abschneidet und auf das Floss legt…. WO ER AUCH NOCH MIT DER ANDEREN LIEGT??? Und sie mit Kaveh doch so viel mehr verbindet als mit Scapa…. Naja….
    Das hat mir wirklich nicht gefallen…. Da ich es einfach nicht nachvollziehen konnte….


    Alles in allem kann ich keine richtige Empfehlung für das Buch aussprechen.


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