Bücher mit dem Tag "bahnhof"
41 Bücher
- Christiane F.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
(2.336)Aktuelle Rezension von: SerasWorldEin Klasse Buch, wo nichts schön geredet wird und die Atmosphäre und die Realität sehr gut rüberkommt.
Christiane's Geschichte durch ihre Heroinsucht zu begleiten die traurig, interessant und brutal ist, ist wirklich ein Muss zum lesen. Wie schnell man zu einem 'nur mal probieren' in eine Sucht gerät wird hier sehr gut gezeigt. Genauso wie die Konsequenzen, die körperlichen Reaktionen auf das Gift und wie der Entzug durchlebt wird ist wirklich detailliert beschrieben worden.
- Julia Franck
Die Mittagsfrau
(409)Aktuelle Rezension von: Lesekatze22Ich lese viel, gern und äußerst unterschiedliche Genre, aber dieses Buch "Die Mittagsfrau" von Julia Franck hat mich fast die Flinte ins Korn werfen lassen.
Mir fehlen Anführungszeichen und in weiten Teilen finde ich den Roman einfach zu langatmig.
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der es in sich hat. Eine Mutter lässt ihren Sohn am Bahnsteig zurück.
Es folgt die Lebensgeschichte der Mutter, die mit ihrer Schwester bei ihrer eigenartigen Mutter aufwächst, während der Vater im 1. Weltkrieg kämpft und später eigentlich nur zum Sterben nach Hause kommt.
Man erfährt mehr von den Mädchen, der damaligen Zeit.....
Es folgt ein Epilog, der sich wieder mit dem zurückgelassenen Jungen beschäftigt.
Man findet im Netz einige Informationen zu Beweggründen dieses Buch zu schreiben.
Traurig und heftig.
- Gudrun Pausewang
Die Wolke
(955)Aktuelle Rezension von: Perse- Details:
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1987
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Verlag: Ravensburger
Genre: Jugendliteratur
Seitenanzahl: 223
- Inhalt:
Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14-Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.
- Wie das Buch zu mir gefunden hat:
Das Buch hat mich über ein Verschenkeregal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...
- Meinung:
Das Thema dieses Buches ist unheimlich intensiv. Gudrun Pausewang erzählt die Geschichte klar, hart und absolut authentisch. Beim Lesen trifft einen der ungeschönte Realismus dieser Welt mit voller Wucht. Das Buch zeigt schmerzhaft, dass in unserer Gesellschaft und Politik eben nicht immer alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist.
- Fazit:
Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!
- Empfehlung:
Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.
Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!
- Tipp:
Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.
- Lieblingszitate:
"Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."
Prolog - Seite 7
"Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''
Prolog - Seite 9
"»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"
Kapitel 1 - Seite 23
"»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"
Kapitel 2 - Seite 33
"Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."
Kapitel 8 - Seite 127
"»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."
Kapitel 10 - Seite 153
"»Menschen sind zu allem fähig«,..."
Kapitel 10 - Seite 154
- Melanie Raabe
Der Schatten
(334)Aktuelle Rezension von: Special_KErst durch die Verfilmung auf das Buch aufmerksam geworden, habe ich es sofort gekauft und verschlungen. Daher empfehle ich es jedem Thriller-Fan sehr, und ich freue mich jetzt darauf, noch weitere Bücher von Melanie Raabe zu lesen! Wenn man zusätzlich auch noch Wien mag, führt wohl kein Weg an diesem Buch vorbei.
- Brian Selznick
Die Entdeckung des Hugo Cabret
(187)Aktuelle Rezension von: halo123Ich wusste zunächst nicht was ich von dem Buch halten sollte, aber nachdem ich angefangen habe konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Das Buch ist eine Mischung aus Text, Foto und Zeichnungen und diese Mischung machen es einzigartig. Nach einem Textabschnitt folgen mehrere Seiten mit Zeichnungen die stark an einen animierten Film erinnern. Beim durchblättern hatte ich dann immer das Gefühl als würde ich einen Film anschauen. Die Geschichte selbst ist spannend. Sie birgt so viele Geheimnisse und immer wenn eine Frage aufgeklärt wird, entsteht eine neue. Daher war sie auch so packend. Wären die Zeichnungen nicht da, würde ein Teil der Essenz der Geschichte verloren gehen.
Auch wenn es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, hatte ich als Erwachsene doch meinen Spaß dran. Ich finde es ist eines dieser Bücher die für mehrere Generationen geschrieben wurde.
- Salvatore Basile
Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
(103)Aktuelle Rezension von: SabrinaklugerDie wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basile ist ein sehr berührender und herzerwärmender Roman.
Das Handlungen und die Schauplätze sind so detailliert beschrieben, dass man sie sich sofort bildlich vorstellen kann. Die Erzählweise verzaubert einen in die Geschichte und man möchte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen. - Caroline Wallace
Das Fundbüro der Wünsche
(58)Aktuelle Rezension von: june_londonInhalt: Die 16-jährige Martha Lost wurde als Baby am Bahnhof in Liverpool ausgesetzt. Wie es sich für eine Fundsache gehört, landete sie im Fundbüro und leitet es mittlerweile selbst, nachdem ihre bösartige Ziehmutter gestorben ist. Sie hat den Bahnhof noch nie verlassen, denn sie ist ziemlich abergläubisch und verträumt. Als sie einen Hinweis auf ihre Herkunft erhält, macht sie sich jedoch mit der Unterstützung ihrer merkwürdigen Freunde auf die Suche nach ihrer Mutter. Dabei spielen die Beatles eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Eindruck: Mich hat zunächst das Cover angesprochen. Ich habe allerdings eine ältere Ausgabe (Paperback 2015) mit blauem Himmel, einem Ast mit rosa Blüten und einem Mädchen, das auf einem Stapel Koffer steht und sich den Blüten entgegen streckt. Eins der schönsten Cover überhaupt, finde ich.
Und so verträumt wie das Cover, ist auch die Geschichte. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen. Er ist lebendig und doch nicht zu aufgeregt. Die Geschichte wird langsam erzählt und hat Zeit sich zu entfalten. Nach und nach erfährt man mehr über die Ausgangssituation der Handlung und die einzelnen Charaktere.
Charaktere: Martha ist ein sehr verträumtes und für ihr Alter eher kindliches Mädchen. Sie sieht in allem etwas besonderes und magisches. Sie hat eine schwäche für Fundsachen und ihre Geschichten, vermutlich weil sie selbst eine "Fundsache" ist und ihre eigene Geschichte nicht kennt. Sie ist leider auch sehr naiv und stur, weshalb sie in manche schwierige Situation gerät, aus die ihr ihre Freunde heraus helfen müssen. Zu ihren seltsamen Freunden gehören unter anderem ein römischer Legionär, eine Cafe-Besitzerin, ein Mann mit einem Koffer, der möglicherweise mal den Beatles gehört hat, ein Postbote und der Mann aus dem Gulli.
In der Geschichte passiert sehr viel gleichzeitig, was ich am Anfang noch nicht als störend empfunden habe, doch etwa ab der Hälfte wird es leider immer verwirrender. In der Hauptsache geht es um Martha und ihre Suche, doch dann kommt noch die Nebengeschichte mit den Beatles dazu, sowie eine Liebesgeschichte und dann noch die interessante und traurige Geschichte des Mannes aus dem Gulli. Diese Handlungsstränge sind spannend, aber doch irgenwie zu viel auf einmal.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter, denn es hat mich berührt und auch im Nachhinein noch beschäftigt.
- Karl Olsberg
Mirror Welt: Prequel
(37)Aktuelle Rezension von: MissRose1989Das Cover schaut sehr spannend aus, man kann es schon als futuristisch ansehen und das Cover passt natürlich auch gut zu dem eigentlich Thriller, zu dem dieser E-Book das Prequel ist.
Mirror - die Zukunft nach unserem Smartphones, was die Welt besser machen soll, aber mehr Probleme schafft als es löst. In diesen 5 kleinen zusammenhängenden Geschichten bekommt man einen Eindruck von den Funktionen, die ein Mirror uns geben kann, was aber auch gleichzeitig für Probleme damit entstehen. Man erlebt schon mal einen kleinen Auszug aus dem, was uns im Hauptbuch erwarten wird.
Karl Olsberg (promovierte über Anwendungen künstlicher Intelligenz und gründete mehrere preisgekrönte Start-ups) hat einen sehr spannenden Schreibstil und man merkt, dass hier ein Autor am Werk ist, der von der Materie, über die er schreibt, sehr viel Ahnung hat und die Anwendungen des Mirrors wirklich sehr weitreichend ist.
Das Prequel ist wirklich ein guter Appetitanreger für den kompletten Roman rund um Mirror und da das Prequel kostenlos ist, kann man sich schon mal einen kleinen Eindruck des Buches verschaffen.
Daher absolut kein Fehlgriff sondern spannend geschrieben und macht absolut Lust auf mehr.
- Cilla Börjlind
Schlaflied
(159)Aktuelle Rezension von: ReadingWitchRezension „Schlaflied“
„Schlaflied“ ist der 4. Band einer Reihe um Olivia Rönning und Tom Stilton von Cilla und Rolf Börjlind. Dieses Autoren-Duo liefert regelmäßig spannende Krimis aus Schweden. Auch hier stürzen sie sich auf ein aktuelles gesellschaftliches und politisches Thema. Schweden wird vom Flüchtlingsstrom erreicht und in Stockholm wird die Erstversorgung, an der sich unsere Romanheldin Olivia beteiligt, organisiert. Sie ist eine junge Polizistin, die in die Fußstapfen ihres Vaters tritt und in den vergangenen Bänden zusammen mit dem ehemaligen Kommissar Tom Stilton ermittelte.
Wie alle anderen Bücher dieser Reihe beginnt auch dieses mit einem rätselhaften Prolog, der eine Szene beschreibt, die mit dem Geschähen zunächst nichts zu tun hat. Danach kommt der Direkte Einstieg in die Geschichte. Wir befinden uns in Stockholm am Bahnhof. Die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten strömen in großer Zahl in die Stadt, sodass die Situation die Helfer zu überfordern droht. Es herrscht das Chaos, das Kriminelle für ihre Pläne ausnutzen. Besonders junge Asylsuchende stehen im Focus skrupelloser Machenschaften. Mit Hilfe von Versprechungen auf ein Zuhause und Geborgenheit werden Jugendliche aus dem Flüchtlingslager weggelockt und für kriminelle Zwecke ausgenutzt. Als dann auch in den Wäldern Smalands die misshandelte Leiche eines Jungen gefunden wird, ist schnell klar, dass das Buch keine leichte Kost wird.
Olivia, Tom und Mette mit ihrem Team beginnen mit den Ermittlungsarbeiten und zunächst deutet alles auf einen Pädophilenring. Doch als weitere Leichen auftauchen, stellen sie fest, dass die Motive hinter diesen Verbrechen noch viel schlimmer sind.
Bei einem weiteren Handlungsstrang spielt Stiltons alte Bekannte Muriel die Hauptrolle. Sie ist eine drogenabhängige Obdachlose, die zufällig einem Flüchtlingsmädchen begegnet. Sie dieses bei sich auf und versucht für sie ein besserer Mensch zu werden.
Auch andere bekannte Figuren aus den vorhergehenden Bänden tauchen auf und spielen kleiner oder größere Rollen bei der Aufklärung der Verbrechen.
Das alles verpacken die Börjlind in einen mitreißenden und anschaulichen Schreibstill. Sie erzeugen eine düstere Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt. Die Beschreibungen der einzelnen Szenen sind bildlich, aber durch die nüchterne Ausdrucksweise nicht überladen. Das bietet dem Leser etwas Raum, um dieses schwierige Thema auch zu verarbeiten. An einigen Stellen musste ich das Buch auch weglegen, weil mir das Schicksal dieser Kinder sehr nah ging. Mir ist bewusst, dass das ein fiktiver Roman ist, aber der gewählte Inhalt ist trotzdem sehr nah an der Realität.
Insgesamt gibt es von Mir für diesen spannenden Roman eine absolute Leseempfehlung. Skandinavische Krimis im Allgemeinen und diese Reihen um Olivia und Tom im Besonderen lese ich mit vergnügen und wurde bisher auch nicht enttäuscht.
https://www.readingwitch.com/post/schlaflied
- Mara Schindler
Krempe, Kottek und das Ding mit Misses Schulz
(4)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Nicht weit von dir, am Ende der Dorfstraße, dort, wo der Wald beginnt und das Gleisbett in der Sonne funkelt, befindet sich ein alter Bahnhof...“
Mit obigen Worten beginnt ein beeindruckendes Kinderbuch. Im Bahnhof wohnt der 71 Jahre alte Kottek mit seiner 10jährigen Enkelin Karoline, genannt Krempe. Ihr Markenzeichen ist eine Eisenwärtermütze, die sie so gut wie nie absetzt. Krempes Eltern sind tot.
In der Nacht schleicht Paulita, die Katze, durch das Dorf. Deren Wanderung nutzt die Autorin, um mir als Leser den Ort und seine Bewohner vorzustellen. Paulita weiß, wo Futter auf sie wartet, und um welches Haus sie lieber einen großen Bogen macht.
Das Buch lässt sich angenehm lesen. Der Schriftstil ist kindgerecht und doch von hoher Qualität, wie obiges Zitat zeigt. Krempe ist ein aufgeschlossenes Mädchen, das ihre Umgebung mit wachen Augen sieht. Dadurch weiß sie auch, dass Ärger ins Haus steht, als Frau Schulz vom Jugendamt erscheint. Doch im Ort hilft man einander. Deshalb greifen die Bewohner auch Opa Kottek unter die Arme, damit Frau Schulz immer ein positives Bild präsentiert wird.
Bei Krempe aber bleibt die Angst, wenn sie Opa Kottek allein lassen muss. Er tut Dinge, von denen er später nicht weiß, warum und weshalb und bringt sich damit in Gefahr.
Die Themen Freundschaft und Zusammenhalt, gegenseitige Hilfsbereitschaft und Achtung voreinander durchziehen wie ein roter Faden das Buch. Trotzdem ist die Handlung spannend und abwechslungsreich.
Zu Beginn jedes Kapitels erfährt der Leser kurz, was er zu erwarten hat.
Schöne farbige Bilder illustrieren die Handlung.
Das Cover weckt Interesse.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung.
- Hiro Mashima
Fairy Tail 2
(51)Aktuelle Rezension von: YuriaEs handelt sich hierbei um den zweiten Band der Shonen-Manga-Reihe "Fairy Tail", aus der Tusche-Feder von Mangaka Hiro Mashima und ist genauso lustig und unterhaltsam wie bereits Band 1.
Der Manga kann in zwei Teile aufgeteilt werden. Zu Beginn verfolgen wir Lucy bei ihrem ersten Gildenauftrag. Der Auftrag lautet ein Buch aus dem Besitz des überheblichen und schmierigen Ebalu zu stehlen und gemeinsam mit Natsu und Happy bestreitet Lucy ein sehr lustiges und actionreiches Abenteuer.
Danach wird das ganze sehr viel ernster, denn es beginnt der "Eisenwald"-Arc, bei dem wir einerseits tolle, neue Charaktere kennen lernen als auch mehr über das System der Zauberergilden und deren Gildenmeister erfahren. Erza, eine der stärksten Magierinnen Fairy-Tails, bittet Natsu, Lucy und den Eismagier Gray um Hilfe, denn sie vermutet, dass die schwarze Zauberergilde "Eisenwald" nichts Gutes im Schilde führt. Dabei erfahren unsere Freunde, dass Erigol, der Todesgott von Eisenwald, plant, die Massenvernichtungswaffe "Lullaby" zu aktivieren und gemeinsam versuchen sie die Bevölkerung der Stadt Oshibana zu retten.Der Zeichenstil von Hiro Mashima ist perfekt für einen Shonen-Manga. Schön und detailliert gezeichnet und unglaublich humorvoll. Die Charaktere haben manchmal so lustige Gesichtszüge, dass man vor lauter Lachen wegbricht. Neben dem Humor kommt aber auch die Action nicht zu kurz und ich mag die Kampfszenen und einzigartigen Charaktere. Auch die Storyline wird ernster und detailreicher. Am Ende des Mangas kann man die Entstehung des Fairy Tail-Logos bewundern. Solch Bonusmaterial am Ende geben einem Manga noch den gewissen Schliff! 😊
Jeder, der bereits den Anime von Fairy Tail gesehen hat, kennt die unglaublich starke und wunderschöne Erza (Im Deutschen wurde sie mit Elsa übersetzt.) und den Eismagier Gray, der in der Öffentlichkeit ständig seine Kleidung verliert. Wir erfahren aber auch Dinge in diesem Band, welche im Anime nie erwähnt wurden, z.B. dass Gray Raucher ist???!!! OMG, wie hat mich das schockiert. Ich habe gedacht, alles über Fairy Tail zu wissen und dann sehe ich da plötzlich Gray mit einer Zigarette in der Hand. 😱 Der Manga ist also auch empfehlenswert für diejenigen, die den Anime schon kennen.
Der Manga endet mit einem bösen Cliffhänger und am liebsten würde ich sofort mit Band 3 weitermachen.
Ein Manga, bei dem einem vor lauter Lachen Tränen in die Augen schießen - unglaublich witzig und actionreich. Der Ernst der Story hat mir noch etwas gefehlt, da ich weiß, dass dieser aber noch kommt, gibt es noch ein bisschen Luft nach oben. - Jean-Philippe Blondel
6 Uhr 41
(174)Aktuelle Rezension von: gst„Ich liebe Züge. Die Stunden, die an einem vorbeirauschen. Man packt eine Tasche für die Fahrt. Man steckt zwei Bücher ein, Kaugummis, eine Flasche Wasser – am liebsten würde man auch noch eine Schmusedecke mitnehmen.“
Cécile sitzt im Frühzug nach Paris, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Sie hat mal wieder ihre uneinsichtigen Eltern übers Wochenende besucht. Und da setzt sich ausgerechnet der Jugendfreund Philippe Leduc neben sie auf den letzten noch freien Platz. Nach einem äußerst unschönen Ende der Liebelei haben sie sich 27 Jahre nicht mehr gesehen. Sie erkennen sich sofort, sprechen aber nicht miteinander.
Jeder hängt seinen Gedanken und Erinnerungen an die Zeit mit Anfang 20 nach. Sie vergleichen sich selbst und den anderen mit früher. So nach und nach wird deutlich, wie schrecklich das Ende der Jugendliebe war und warum die beiden nicht miteinander sprechen wollen.Der Autor Jean-Philippe Blondel wurde im Oktober 1964 in Troyes geboren. Nach seinem Schulabschluss entschied er sich für ein Englisch-Studium und begann anschließend als Englischlehrer zu arbeiten. Als Schriftsteller hat er seit 2003 eine Reihe Romane und mehrere Jugendbücher veröffentlicht. Der große Durchbruch als Autor gelang ihm mit diesem Roman, der 2014 veröffentlicht und in Frankreich zu einem Bestseller wurde. 2008 erhielt er den „Prix Charles Exbrayat“ und 2011 den „Prix Amerigo Vespucci Jeunesse“.
Obwohl es der Autor schafft, dass ich mich sofort in die beiden, die abwechselnd zu Wort kommen, hineindenken kann, hat mich das Buch nicht wirklich erreicht. Das umeinander Herumdenken hat mich über die Hälfte des Buches gelangweilt. Erst als zur Sprache kam, was damals geschah, konnte ich das Verhalten nachvollziehen.
- Paul Finch
Die Spinne - Kurzthriller
(23)Aktuelle Rezension von: HollabeereMark Heckenburg ist seit zwei Jahren Polizist in Manchester, was seiner Familie gar nicht passt. Denn diese macht die Exekutive für den Tod an Marks Bruder Tom verantwortlich. Mark hat deshalb mit seiner Familie gebrochen und schlägt sich als Einzelkämpfer durchs Leben. Doch auch joblich muss er einiges einstecken: sein Vorgesetzter Don Crawford maßregelt ihn bei jeder Gelegenheit vor versammelter Belegschaft ob seiner etwas unkonventionellen Art Fälle anzugehen. Deshalb muss ein großer Clou her: Mark ist hinter dem Einbrecher, Dieb und Vergewaltiger "Die Spinne" her.
Ausgerechnet bei einem ruhigen Nachtdienst zusammen mit Shawna McClusky wird Mark zu einem scheinbaren Ehestreit zu einem Haus gerufen, wo seines Wissens nach eine alte Dame wohnt. Und tatsächlich, sein Rivale lässt sich blicken, doch keinesfalls einschüchtern. Nun beginnt eine spannende und turbulente Verfolgungsjagd mit derart vielen Blessuren, dass der Leser sich fragt, wie der Protagonist überhaupt noch atmen kann.
Letztendlich spielt Mark die Überheblichkeit seines Kontrahenten in die Hände und er hat endlich eine Geschichte, mit der er vor seinem Chef auftrumpfen kann. Die Story nimmt somit leider erst zum Ende hin an Fahrt auf und ist dabei der brutal.
- Salvatore Basile
Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands
(22)Aktuelle Rezension von: Marinheira"In diesem Moment erkannte sie in ihm das Kind im Körper des Erwachsenen, selbst ein Verlorener unter seinen verlorenen Gegenständen, den leblosen Dingen, die er im Zug gefunden und sich zu eigen gemacht hatte, als würde er über ihr Schicksal wachen. Michele hatte ihnen ein Happy End beschert, dachte Elena plötzlich. Und dabei aufgehört, genau das für sich selbst zu erhoffen. Mit diesem Gedanken schloss sie ihn endgültig und auf immer in ihr Herz."
Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands, Taschenbuch, Seite 73
Der Roman „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ von Salvatore Basile ist im Jahr 2016 im blanvalet Verlag erschienen. Das Taschenbuch habe ich mir selbst gekauft.
Darum geht’s
Michele führt ein zurückgezogenes Leben als Bahnwärter an einem kleinen italienischen Endbahnhof, an dem nur noch ein Zug verkehrt. Jeden Abend reinigt er die Abteile und nimmt verlorene Gegenstände an sich. Jeder Tag gleicht dem anderen, bis ein Fund sein Leben mächtig durcheinanderwirbelt. Es ist sein Tagebuch, welches er als Kind schrieb und das einst seine Mutter mitnahm, bevor sie für immer aus seinem Leben verschwand. Zum ersten Mal seit vielen Jahren bricht Michele auf und begibt sich auf die Suche.
Mein Leseerlebnis
Als mir dieses Buch zufällig beim Stöbern in die Hände fiel, haben mich das Cover und der Titel sofort neugierig gemacht und Fragen aufgeworfen: Welcher Gegenstand? Wohin geht die Reise? Und wieso ist sie wundersam? Als Leserin von Fernweh-Literatur, die an fremde Orte entführt, musste ich einfach zugreifen.
Michele ist ein absolut liebenswerter Protagonist. Er ist auf eine sympathische Art verschroben und schüchtern. Am liebsten würde man ihn an der Hand nehmen und ihm bei seiner Suche helfen. Seine Unbeholfenheit und Unerfahrenheit komplizieren vieles und bringen ihn in Gefahr, sorgen aber auch dafür, dass er den Menschen auf seinem Weg sehr unbefangen und vorurteilsfrei begegnen kann. Diese Personen sind ebenfalls gut und glaubwürdig ausgearbeitet und es macht Freude, die Interaktionen zu beobachten.
Micheles Geschichte wird bewegend erzählt. Der junge Mann, der sich aus Selbstschutz in eine kleine, überschaubare Welt zurückgezogen hat, bricht auf, um dem Ursprung seiner Verletzung auf den Grund zu gehen. Dabei muss er auf sich selbst, aber auch auf fremde Menschen vertrauen. Auf seiner Reise lernt er viele unterschiedliche Personen kennen, die ihm immer wieder neue Perspektiven auf das Leben eröffnen und seinen Horizont erweitern. Michele erlebt Fortschritte und Rückschritte, Hoffnung und Enttäuschung, Unsicherheit und Mut. Und am Ende auch die Erkenntnis, dass vieles anders ist, als gedacht. Die unterschiedlichen Begegnungen und Etappen seiner Reise sorgen für durchgängige Unterhaltung und Spannung. Der Roman hatte keine Längen und phasenweise fiel es mir schwer, ihn aus der Hand zu legen. Ich habe mich durch die Geschichte wunderbar unterhalten gefühlt.
Neben der Story an sich, ist der Roman aber auch parabelhaft. Er ist eine Einladung, seine Schutzzonen zu verlassen und seinen Fragen nachzugehen; offen zu sein, für die Menschen und die Umstände, die einem begegnen; nicht sofort zu urteilen und zu werten, sondern ab und zu den Mut und das Vertrauen aufzubringen, zu vertrauen und sein Leben aktiv zu gestalten.
Der Schreibstil ist bildhaft. Das Wetter, die Landschaft oder die Haltung der Personen unterstreichen häufig Emotionen oder Charakterzüge, die dadurch gut herausgearbeitet werden. Sehr gefallen hat mir außerdem, dass den einzelnen Personen auch unterschiedliche Sprachstile in den Mund gelegt wurden. Häufig konnte ich mir die beschriebene Szene als Filmsequenz vorstellen, was vielleicht auch daran liegt, dass Salvatore Basile als Drehbuchautor arbeitet.
Fazit
DIE WUNDERSAME REISE EINES VERLORENEN GEGENSTANDS ist ein bezaubernder, kurzweiliger und liebenswerter Roman mit einem außergewöhnlichen Protagonisten und bewegenden Begegnungen. Ich empfehle ihn allen Fans von DIE UNWAHRSCHEINLICHE PILGERREISE DES HAROLD FRY und ALS WIR UNS DIE WELT VERSPRACHEN.
- Pippa Watson
Hundeherz zu verschenken
(46)Aktuelle Rezension von: MayaRottenmeierMit euch an meiner Seite
Von Pippa Watson, 368 Seiten, erschienen am 13.01.2017, Bastei LübbeDas eBook ist unter dem Titel „Hundeherz zu verschenken“ erhältlich
Mit diesem Buch hat mich die Autorin erneut gepackt. Am späten Nachmittag beginne ich mit dem Lesen und beende es am gleichen Tag, eine Stunde vor Mitternacht. Es ist so gut.
Um was es geht:
Die Hundetrainerin June wird vom bekannten Rockstar Tobey Lambert gebucht und so reist sie kurzerhand nach London, um sich seiner verstörten Hündin Millie anzunehmen. Dabei steht nicht nur das Schicksal des Tieres auf der Kippe, auch in Tobeys und Junes Leben poltert so einiges an seinen Platz.Zu den Figuren:
June Harrison ist 40 Jahre alt und betreibt in Glastonbury eine erfolgreiche Hundeschule. Ihr langjähriger Lebenspartner Morris arbeitet ebenfalls dort. June ist direkt, um keine Antwort verlegen und kann Menschen blitzschnell lesen. Zudem ist sie tierlieb und fürsorglich. Mit ihr fühle ich mich wohl.Tobey Lambert ist 30 Jahre alt und hat großes Musiktalent. Er ist ein berühmter Popstar. Tobey lebt in London und wirkt am Anfang wortkarg, was sich zum Glück rasch ändert. Mir gefällt seine Entwicklung sehr und ich freue mich, dass er zu den Menschen gehört, die Fehler zugeben, wenn sie welche begehen.
Die Nebenfiguren sind eine Klasse für sich. Die Sicherheitsleute, der Chauffeur, die Köchin, der Manager, Junes Mutter, ich genieße sie alle und fühle mich unter ihnen pudelwohl.
Zur Umsetzung:
In dieser Geschichte prallen zwei Welten aufeinander und ich werde in beide geworfen, ehe das passiert. Wie June den Alltag in London an der Seite einer Berühmtheit meistert, begeistert mich. Noch mehr in Ekstase versetzt mich jedoch ihre Arbeit. June verfügt über so viel Feingefühl und Hundesachverstand, das mir kein Millimeter von Millies Entwicklung verborgen bleibt. Dabei geht mir das Herz auf, mitzuerleben, wie diese traumatisierte Hündin immer mehr auftaut. Es ist so berührend.Das Setting ist genial. Auf der einen Seite inhaliere ich das ländliche Leben, das sich um Junes Hundeschule erstreckt, und auf der anderen Seite erlebe ich das quirlige und laute London mit all seinen Facetten, bestaune den Luxus, in dem Tobey lebt und darf die Band sogar in den Probenraum begleiten.
Watson entzündet die Flamme zwischen June und Tobey kaum merklich, doch mit einem Mal ist sie da und züngelt wärmer und höher. Alles liest sich für mich authentisch und fesselnd. Kleine Dramen bleiben nicht aus und bringen frischen Wind ins Geschehen. Ich kann mich nie sicher fühlen, wie es am Ende ausgeht, dafür sorgt die Autorin. Der Spannungsbogen ist für mich konstant hoch und ich rausche durch die Seiten. Die Welt, die die Autorin erschafft, nimmt mich völlig für sich ein. Mit verklärtem Blick sitze ich neben Dan in der Küche und schaue Joana beim Kochen zu, während Millie auf der Suche nach einem Leckerchen unter dem Tisch schnüffelt.
Als eingefleischte Hundetrainerin hat June die Eigenschaft, Menschen in Hunderassen zu kategorisieren, was ich absolut amüsant finde. Sie legt eine enorme Trefferquote vor. Das Buch wird aus den wechselnden Perspektiven von June und Tobey in der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschildert.
Hervorheben möchte ich die Tatsache, das sich hier eine ältere Frau in einen jüngeren Mann verliebt und der Altersunterschied überhaupt nicht thematisiert wird. Andersherum wäre es auch absolut normal und deshalb fällt mir das so wohltuend auf.
Mein Fazit:
„Mit euch an meiner Seite“ hat mein Herz im Sturm erobert. Es kommt selten vor, dass ich ein Buch mit 368 Seiten innerhalb eines halben Tages lese. Ich habe jede Menge Lesespaß und die bunt zusammengewürfelte „Familie“ von Tobey nimmt mich so gut auf, das ich gar nicht mehr weg möchte. Feuchte Hundeschnauzen, feinfühlige Charaktere, ein brillantes Setting und berührende Emotionen nehmen mich gefangen. Wer Hunde mag und auf selbstbewusste Frauen steht, wird hier sein Glück finden. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, Neustarts, Vertrauen und die Kraft der Liebe. Mit dieser Geschichte entfliehe ich blitzartig meinem Alltag und tauche tief in die Seiten ein.Von mir erhält „Mit euch an meiner Seite“ 5 berührende Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung. Für mich ein weiteres Lesehighlight in 2023
- Lisa Grunwald
Mit dir für alle Zeit
(54)Aktuelle Rezension von: Kat.JaAls 1937 der junge Stellwerker Joe Nora zum ersten Mal sieht, ist er sofort in sie verliebt. Und nachdem sie urplötzlich verschwunden ist geht sie ihm auch nicht mehr aus dem Kopf.
Mit den wenigen Informationen über sie entdeckt er unglaubliches: Nora ist vor mehreren Jahren bei einem U-Bahn-Unglück im Grand Central verstorben. Wie kann das sein?
Nora reist anscheinend durch die Zeit, kann aber den Terminal nicht verlassen ohne wieder für ein weiteres Jahr zu verschwinden.
Joe forscht weiter und versucht jahrelang einen Weg zu finden seine große Liebe festzuhalten.
Nora selbst kommen allerdings immer wieder Zweifel an ihrem "Dasein".
Und es tauchen immer wieder neue, unvorhersehbare Probleme auf.
Haben die zwei überhaupt eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft?
Aufgrund eines nicht sofort ins Auge springenden Covers habe ich "Mit dir für alle Zeit" auch nicht sofort für mich entdeckt.
Der Klappentext verspricht eine romantische Liebesgeschichte, die mich sofort an das Musical "Brigadoon" denken ließ.
Hier ist es eine junge Frau, die (fast) jedes Jahr am Tag ihres Todes auf dem Boden der großen Halle des Grand Central Terminals in New York wieder quicklebendig erwacht.
In dieser zauberhaften Liebesgeschichte ist aber auch eine Hommage an den Grand Central Terminal verpackt.
Im Prinzip spielt die komplette Handlung dort und die Beschreibungen lesen sich ein wenig wie ein faszinierender, historischer Reiseführer.
Ich konnte mir diese wunderschöne große Halle sehr gut vorstellen und aufgrund des zeitlichen Rahmens waren meine "Bilder im Kopf" tatsächlich irgendwie sepiafarben.
Joe und Nora sind ein tolles Paar. Auch wenn ich während der Lektüre des Buches keine Perspektive für die zwei gesehen habe (er altert, sie nicht - das kam mir schon beim Film "Highlander" skurril vor), habe ich die ganze Zeit gehofft, dass es einen Weg gibt. Und Joe lässt ja dann auch nichts unversucht....
Ich möchte mir keine Gedanken über Logik oder Zeitparadoxen machen wenn ich eine Zeitreise-Liebesgeschichte lese, also spare ich mir Äußerungen dazu.
Ich fand die Geschichte einfach nur schön und der Gedanke an eine Liebe, die Zeit und Raum überwindet, ist einfach mega-romantisch. Punkt.
Mir hat gefallen, dass gesellschaftliche Aspekte oder auch historische Umstände (z.B. der Eintritt der USA in den 2.WK) in die Handlung eingebunden wurden.
Von dem Phänomen "Manhattanhenge" hatte ich vorher noch nie gehört. Aber ich fand es perfekt passend und wie für die Handlung erdacht!
Das Ende.... anders als alles, was ich mir vorgestellt hatte. Aber warum nicht?
Joe und Nora sind glücklich geworden. Time after time...
- Jaroslav Rudiš
Zug um Zug durch Europa
(11)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisJaroslav Rudiš ist Eisenbahnfan durch und durch. Er stammt aus einer Familie, deren zahlreiche Mitglieder durchwegs bei der Eisenbahn beschäftigt waren/sind. Er selbst konnte aufgrund eines Sehfehlers nicht in die Fußstapfen von Großvater und Onkel treten. Seiner Leidenschaft für alte und neue Zuggarnituren und den unzähligen Bahnhöfen in Europas frönt er durch ausgiebiges Bahnfahren. Was er dabei erlebt (hat), darüber schreibt er in diesem Buch.
In letzter Zeit bin ich selbst wieder zur Bahnfahrerin geworden, denn das Autofahren macht immer weniger Spaß. Vergangenes Jahr habe ich eine der im Buch beschriebene Reisen absolviert: mit dem „Vindobona“ von Wien nach über Prag und Bad Schandau nach Dresden. Vor 2020 mit dem Zug in Erfurt und, wenn wir auch nach regelmäßig Hamburg fliegen, Schleswig-Holstein wird immer mit der Bahn erkundet.
Gut gefallen mir die vielen Fotos von Eisenbahnen und Bahnhöfen, von denen viel noch aus der Donaumonarchie stammen. Die beiden Landkarten vermitteln einen Eindruck vom weitverzweigten Schienennetz Europas. Aus den Beschreibungen der Reisen strömt Jaroslav Rudiš‘ wahre Leidenschaft für die Bahn. Die zeigt sich auch in den vielen Hintergrundinformationen zu Lokomotiven, Waggons, Eisenbahngesellschaften und Zugstrecken sowie Bahnhöfen. Nur ein kleines Detail: die fast schon kindliche Freude am zweimaligen Umspuren auf dem Weg von Europa nach Nordkorea liest sich so.
„An der Grenze zwischen der Slowakei oder Ungarn mit der Ukraine wird der Schlafwagen zuerst von unserer europäischen Normalspur von 1435 Millimetern auf die russische Breitspur von 1520 Millimetern umgespurt. Und an der Grenze zu Nordkorea wurde der nordkoreanische Wagen wieder auf die Normalspur umgespurt.“
Die Semmeringbahn ist für Jaroslav Rudiš und zahlreiche Eisenbahnfreunde der „heilige Ort“ in Österreich. Denn die Semmeringbahn mit ihren gewaltigen Tunnelbauten und Viadukten war die erste Überschienung der Alpen überhaupt und damit die erste Über- bzw. Durchquerung eines Hochgebirges in Europa mit Schienen. Ohne das UNESCO-Kulturerbe Semmeringbahn, die Karl Ritter von Ghega errichtet hat, wären viele ähnliche Projekt nicht gebaut worden.
Nächstes Jahr muss ich nach Leuven (Belgien). Hoffentlich bleibt mit genügend Zeit, den Hauptbahnhof von Brüssel anzusehen.
Fazit:
Diesem durchaus launig geschriebenen Buch für junge und alte Eisenbahnfans und solche, die das Bahnfahren (wieder) neu entdecken, gebe ich gerne 5 Sterne.
- Abbie Greaves
Jeder Tag für dich
(193)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Mary lebt in der Vergangenheit. Seit sieben Jahren wartet sie vergeblich auf die Rückkehr von Jim, der Liebe ihres Lebens. Mary macht sich große Sorgen um Jim und kann sich nicht damit abfinden, dass er vor all den Jahren aus ihrem Leben verschwunden ist. Als die Journalistin Alice auf diese Geschichte aufmerksam wird setzt sie alles daran Mary zu einem Wiedersehen mit ihrem Jim zu verhelfen. Dabei sind es nicht allein berufliche Gründe, die Alice motivieren, denn auch sie musste in ihrer Vergangenheit den Verlust einer nahestehenden Person verkraften. Bei ihrer Suche wird Alice von dem gleichaltrigen Kit unterstützt, den sie mit der Zeit mehr liebgewinnt als sie es sich zunächst eingestehen will…
Sie wird warten und warten und weiter warten. Hatte sie das nicht Jim versprochen? Bis ans Ende der Welt oder bis nach Ealing. Für immer. (S. 9/10)
Meine Meinung:
Diese Geschichte ist etwas Besonderes und hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. In Rückblendung wird sehr berührend beschrieben wie sich Mary und Jim kennenlernen, wieviel sie einander bedeuten und wie sie das Beste im jeweils anderen zum Vorschein bringen. Es wird sehr viel Gefühl transportiert und die Liebe zwischen den beiden ist richtig spürbar. Man kann sich daher zunächst nicht erklären weshalb Mary in dem in der Gegenwart spielenden Handlungsstrang alleine ist und weshalb Jim aus ihrem Leben verschwunden ist. Durch die Rückblenden begibt man sich auf eine Reise in die Vergangenheit und fliegt durch die Jahre von Marys und Jims Zusammenleben. Man erlebt wie die beiden Höhen und Tiefen durchleben und allmählich nähert man sich jenem verhängnisvollen Tag an dem Jim verschwunden ist. Das Wissen um Jims späteres Verschwinden verleiht den Geschehnissen eine besondere Dramatik: Während Jim und Mary hoffen, dass alles wieder gut werden wird, weiß man als Leser bereits, dass das Schlimmste noch bevorsteht.
Jim hob ihr Kinn mit einer Hand an. „Ich wollte in meinem Leben immer weglaufen und verschwinden. Aber mit dir will ich es ausnahmsweise einmal nicht.“ (S. 104)
Die Gefühls- und Gedankenwelt von Mary und Jim wird beim Lesen lebendig und ich habe die beiden schnell liebgewonnen. Dadurch dass man sowohl die Höhen als auch die Tiefen ihrer Beziehung miterlebt lernt man sie als Menschen mit Stärken und Schwächen kennen und das macht sie nahbar. Beide sind sehr liebenswerte Personen mit vielen positiven Charaktereigenschaften. Sie halten in schweren Zeiten zusammen, bereichern das Leben des jeweils anderen und bringen gegenseitig das Beste im anderen zum Vorschein. Es geht einem sehr nahe als nach und nach deutlich wird, dass Jim mit großen persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Mary tut ihr Möglichstes um Jim beizustehen, aber auch in ihr wächst zuweilen die Besorgnis, dass ihre Liebe möglichweise nicht ausreicht um Jim seinen Lebensmut zurückzugehen und ihm aus seiner Verzweiflung herauszuhelfen.
Auch die Charakterisierung der Nebenfiguren ist absolut gelungen. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mir auch Alice und Kit so sehr ans Herz wachsen würden. Alice betreibt ihre journalistischen Nachforschungen bzgl. Jims Verschwinden (anders als ich es aufgrund des Klapptextes erwartet hatte) nicht bloß deshalb, weil sie auf der Suche nach einer guten Geschichte für einen Zeitungsartikel ist. Es sind vor allem auch zutiefst persönliche Gründe, die sie antreiben. In ihrer Vergangenheit ist etwas vorgefallen mit dem sie bis heute nicht abgeschlossen hat und das dazu geführt hat, dass es ihr schwerfällt anderen Menschen zu vertrauen. Bei ihren Nachforschungen bekommt Alice unerwartet Hilfe vom gleichaltrigen Kit. Gemeinsam machen sich die beiden daran die Umstände rund um Jims Verschwinden zu ergründen und sie begeben sich auf die Suche nach ihm. Es ist eine emotionale Reise auf der sich die beiden Stück für Stück näherkommen und sie beginnen sich ineinander zu verlieben. Diese Liebesgeschichte zwischen Alice und Kit hat mir ebenso gut gefallen wie die Geschichte von Mary und Jim.
Die Geschichte behandelt ein sehr ernstes und trauriges Thema über das man eher selten liest: Das Verschwinden von geliebten Menschen und unerwartete Kontaktabbrüche. Deshalb ist dieses Buch (anders als das Cover vermuten lässt) keine lockere, leichte Liebesgeschichte. Niemand verschwindet leichtfertig und es sind meist schwerwiegende Probleme, Gefühle tiefster Verzweiflung und ein Gefühl von Ausweglosigkeit, die einen Menschen zu diesem Schritt treiben. Oftmals fehlen den Betroffenen die Worte um darüber zu sprechen und das Verschwinden wird den Angehörigen nicht erklärt. Es wird in dieser Geschichte auch deutlich wie schrecklich diese Ungewissheit für die Angehörigen ist. Nicht zu wissen, ob es dem Verschwundenen gutgeht ist unvorstellbar schwer. Man kann sich nicht verabschieden und wird sich immer fragen, was aus dem Verschwundenen geworden ist. Eine solche Ungewissheit kann sogar schlimmer sein als eine schmerzhafte Wahrheit, weil man noch schlechter damit abschließen kann.
Dieses Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite tief bewegt hat. Wie Mary ihrem Jim selbst Jahre nach dessen Verschwinden noch die Treue hält und ihm einen sicheren Hafen bieten will, geht einem sehr nahe. Es ist unglaublich traurig wie sehr Mary an der Vergangenheit hängt und den guten Zeiten mit Jim hinterhertrauert. Bestes Beispiel dafür sind alte Postkarten von Jim, die sie zuweilen liest:
„Kurz, ich bin um die halbe Welt gereist und wäre dennoch nirgendwo lieber als bei Dir. Für immer Dein, Jim.“ Mary kennt den Text auswendig. Anfangs, als sie Jim so sehr vermisste, dass sie nicht schlafen konnte, hatte sie alle Postkarten nacheinander gelesen, als würden sie aneinandergereiht eine Gutenachtgeschichte aus besseren Zeiten ergeben, die sie so weit beruhigte, dass sie schlafen konnte. (S. 36)
Das Ende der Geschichte und die Enthüllungen hinsichtlich der Gründe für Jims Verschwinden und seinen Verbleib sind anders als ich es erwartet hatte, aber dennoch sehr passend. Vieles ist am Ende gut geworden, aber es schwingt zugleich auch ein bisschen Wehmut mit. Es ist in Teilen ein hoffnungsvolles Ende und in mancherlei Hinsicht ein Happy End, aber nicht in jeder Hinsicht. Insgesamt wird man aber mit einem guten Gefühl zurückgelassen und es werden keine Fragen bzw. Handlungsstränge offengelassen.
Fazit:
Diese Geschichte ist etwas Besonderes und sie hat mich tief bewegt. Es ist eine Geschichte über die Höhen und Tiefen des Lebens, die einem in Erinnerung bleibt. Neben traurigen und dramatischen Momenten gibt es auch wunderschöne und rührende Momente voller Liebe. Das Ende lässt einem trotz allem mit einem Gefühl der Hoffnung zurück. Dieses Buch hätte es wirklich verdient viel bekannter zu sein. Ich bin so froh, dass ich dem Buch eine Chance gegeben habe.
- Samantha M. M. Bailey
Nur ein Schritt
(43)Aktuelle Rezension von: alenadesiNicole, eine erfolgreiche Geschäftsfrau mit eigenen Unternehmen, wird ungeplant schwanger. Obwohl sie nie dachte, dass sie den Wunsch nach einem Baby hatte, freut sie sich auf die kleine Quinn.
Morgan hat es nicht leicht. Ihr Ehemann hat Freunde, Bekannte und Fremde um sehr viel Geld betrogen und sich anschließend das Leben genommen. Benommen geht Morgan durchs Leben.
Die Frauen kennen sich nicht. Und dennoch kreuzt sich ihr Weg an einer Bahnhaltestelle: Nicole drückt Morgan ihre kleine Quinn in die Arme und wirft sich vor den einfahrenden Zug…
Wie konnte es soweit kommen? Was ist passiert, nachdem Nicole sich doch eigentlich sehr auf das Muttersein freute?
Ein spannender Thriller, der nach und nach die Geschichte von Nicole erzählt. Und die von Morgan. Der Spannungsbogen wird sehr gut aufgebaut, das Buch liest sich wirklich in einem Atemzug. Hatte es an einem Wochenende durch und leider aber auch wieder so schnell vergessen wie gelesen.
War für mich nichts was aufwühlt und hängenbleibt, aber das muss ja auch nicht jedes Buch sein. Daher eine Leseempfehlung für diesen gut durchdachten Thriller.
- Kate Moore
Felix - Die Bahnhofskatze
(19)Aktuelle Rezension von: VespasiaAls Katzenfan musste ich mir natürlich auch dieses Buch zu Gemüte führen. Es geht um Felix, die Huddersfielder Bahnhofskatze – hier wird erzählt, wie der Bahnhof im englischen Huddersfield zu der Katze kam und wie die ersten fünf Jahre mit einer tierischen Mitarbeiterin im Betrieb so abliefen. Hier gibt es einige Anekdoten, z.B. davon, wie Felix mit Kunden interagiert, wie Felix einmal verschwunden ist oder wie sie sich ins Team eingegliedert hat – schließlich ist Felix nicht einfach eine Katze, die zufällig in diesem Bahnhof gelandet ist, sondern eine Mitarbeiterin, die einen festen Platz im Team hat und die anderen bei ihrer Arbeit begleitet. Ursprünglich eingestellt als Schädlingsbekämpferin hat Felix sich ihr Leben im Bahnhof behaglich eingerichtet und begeistert Mitarbeiter, Pendler, Reisende und Leser gleichermaßen. Wie im Buch geschrieben steht: eine Katze hebt die Stimmung und nimmt selbst den wütendsten Kunden den Wind aus den Segeln. Den positiven Einfluss der Katze auf die Stimmung merkt man auch beim Lesen – das Buch konnte mir des Öfteren ein Lächelns ins Gesicht zaubern, wenn ich mir Felix auf dem Bahnhof vorgestellt habe, vor allem mit dem Wissen, dass die Geschichte echt ist.
Felix‘ Lebensgeschichte ist wirklich sehr rührend (und zum Glück auch noch nicht vorbei) und Katzenfreunde werden mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Der Schreibstil ist recht einfach und das Buch ist schnell gelesen, ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt. Farbfotos sind auch dabei – Felix ist ein sehr hübsches Tier und ich kann verstehen, warum so viele Menschen die Katze liebgewonnen haben. Das Buch ist liebevoll gestaltet und herzerwärmend geschrieben – von einem Katzenfreund für einen Katzenfreund, möchte ich meinen.
Fazit: Das Buch ist ein absoluter Stimmungsaufheller für jeden Katzenfreund. Besonders die Gestaltung des Buches hat mir gefallen.
- Kaja Bergmann
30 Sekunden zu spät
(33)Aktuelle Rezension von: LennyAm Anfang war ich noch ganz begeistert, doch es war irgendwie sehr verwirrend. 2 Sterne habe ich gegeben, weil einige Stellen schön waren...
- Susanne Gernhäuser
Mein schönstes Sachen suchen
(36)Aktuelle Rezension von: SteffiiiDieses Buch ist ein echter Klassiker. Wimmelbücher gehören einfach in jedes Kinderzimmer. Auf den großen farbigen Bildern werden den Kindern schöne Alltagsszene (Bauernhof, Zoo, Feuerwehr, Polizei etc.) gezeigt. Zudem gibt es einen schönen kurzen und knappen Text und die Kinder können einige Gegenstände oder auch Tiere im Wimmelbild suchen. Haben sie es gefunden, strahlen die Augen und sie sind mächtig stolz auf ihre Leistung! Es ist einfach toll.
Wer mehr erzählen und entdecken mag für den gibt es in den Bildern noch weitere Geschichten und Abenteuer zu berichten. Wir haben oft auch weitere Geschichten erzählt, da ist die Fantasie ganz frei. In diesem Sammelband gibt es glücklicherweise eine Vielzahl von Geschichten. Interessant sind diese Bücher für Kinder verschiedenen Alters bei uns bspw. mit 2 Jahren, 3 Jahren und 4 Jahren.
- J. Jefferson Farjeon
Dreizehn Gäste
(47)Aktuelle Rezension von: Angellika_BuenzelEigentlich lese ich kaum Krimis. Bei Klassikern kann ich aber nicht widerstehen, genauso wie bei dieser Neuauflage. Das englische Original erschien übrigens 1936, was man sich immer vor Augen halten sollte. Die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst und ist daher natürlich nicht immer einfach. Aber gerade das macht solche Bücher aus, finde zumindest ich. Einzig ein paar Satzdreher, bei denen die Übersetzerin das Wort Unwillkürlich an den Satzanfang gestellt hat, haben mir nicht gefallen.
Gut, über den Anfang lässt es sich ebenfalls diskutieren. Die Geschichte braucht etwas zu lange, um so richtig in Schwung zu kommen, doch es lohnt sich. - Henriette Wich
Europa im Rucksack - Ein Interrail-Roman
(9)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerJasmin wollte mit ihrem Freund Lenny nach dem Abitur eine Reise durch Europa machen. Als Lenny sich aber plötzlich von ihr trennt, beschließt sie die Europatour alleine zu machen. Auf ihrer Reise besucht sie viele schöne Orte, lernt neue Leute kennen und versucht Lenny endlich loszulassen.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, da man schnell in die Geschichte einsteigen konnte und auch der Schreibstil gut leserlich war.
Ich war nach der Trennung von Lenny und Jasmin richtig gespannt darauf wie es weiter gehen wird, da die Trennung, trotz der Andeutungen, so plötzlich kam. In der Handlung danach hätte ich mir dann vielleicht noch mehr Tiefe gewünscht.
Die Orte wurden alle sehr gut beschrieben, sodass man fast das Gefühl hatte selbst dort zu sein. Nach einer Weile wurden die vielen Beschreibungen aber leider etwas langweilig.
Die meisten Charaktere haben einen sympathischen Eindruck auf mich gemacht. Die Protagonistin war jedoch an einigen Stellen ein bisschen nervig. Bei ihr haben mich besonders die vielen Meinungsänderungen gestört. Es gab leider auch andere Charaktere die ich total unsympathisches fand (z.B. Bernd (seine Gefühle für Jasmin sind ein wenig zu weit hergeholt)). Auch bei Lenny wurde schon sehr früh deutlich, dass er arrogant und eingebildet ist. Das wurde später auch nochmal bestärkt.
Mir hat die Idee gefallen, dass Jasmin in jedem Land ein Bild von Lenny zurück lässt um ihn endlich loszulassen. Ich fand aber dabei ihre ständigen Stimmungsschwankungen ziemlich unrealistisch.
Die Monologe sind ganz gut gelungen. Schade fand ich aber das die Dialoge so oberflächlich waren.
Es kamen leider sehr viele Stellen vor die ich einfach nicht nachvollziehen konnte und auch das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht. Deshalb leider nur 3 von 5 Sternen.























