Bücher mit dem Tag "balkan"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "balkan" gekennzeichnet haben.

136 Bücher

  1. Cover des Buches Kinder des Judas (ISBN: 9783426637685)
    Markus Heitz

    Kinder des Judas

     (687)
    Aktuelle Rezension von: 19gernot-winkler90

    Mit "Kinder des Judas" trifft Markus Heitz genau meinen Vampirgeschmack. Auf der einen Seite richtig schön blutig, wie sich das für Vampirliteratur gehören sollte, auf der anderen Seite historische, intelligente und organisierte Vampire. Das einzige, was etwas stört, ist die im dritten Teil des Buches etwas zu sehr im Vordergrund stehende Lovestory. Aber irgendwie auch ein cleverer Schachzug von Heitz, so wollte er sicherlich das Buch auch für Frauen ansprechender machen. Man muss ja auch auf die Verkaufszahlen achten. Aber da der Ausgang des ganzen versöhnt, sehe ich von einem Punktabzug ab.

  2. Cover des Buches Sonea 2 (ISBN: 9783442267507)
    Trudi Canavan

    Sonea 2

     (566)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nachdem mich der erste Teil so begeistert hatte, hatte ich mir von dieser Fortsetzung wirklich mehr erwartet.
    Erstens fiel es mir dieses Mal wirklich schwerer in die Geschichte überhaupt rein zukommen. Ein Großteil der ersten Hälfte des Buches fühlte sich zum Teil unwichtig an und war wirklich träge.
    Erst in den viel späteren Kapiteln nahm die Geschichte erst fahrt auf und wurde fesselnder. Hoffe der dritte Band ist besser

  3. Cover des Buches Der Attentäter (ISBN: 9783404179039)
    Ulf Schiewe

    Der Attentäter

     (82)
    Aktuelle Rezension von: sabrinchen

    Positive Mundpropaganda, meine Liebe zu historischen Romanen, der interessante Klappentext und das eindrucksvolle Buchcover haben mich dazu animiert zu diesem Buch zu greifen.
    Das Erscheinungsdatum 27.11.2019 ist zwar schon ein bisschen her das ist dem geschuldet das ich mehrere Anläufe brauchte um in die Geschichte zu finden.
    2 mal habe ich das Buch auf die Seite legen müssen weil ich irgendwie nicht in die Handlung gefunden bis ich mich zusammengerissen habe und das Buch unbedingt lesen wollte.
    Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich angenehm lesen ist aber definitiv keine leichte Kost. Die ganzen Namen waren erstmal ungewohnt damit meine ich nicht das berühmte Königspaar sondern die Protagonisten die in Serbien/ Östereich/ Ungarn agieren.
    Was mir gut gefallen hat waren die verschiedenen Erzählstränge aus der Sicht des Thronfolgerpaars, den Ermittlern, Attentäter/innen ect. was auch mit Ort oder Zeit in den Überschriften deutlich gekennzeichnet ist.
    Der Autor hat das Lebensgefühl in Sarajevo zu dieser Zeit toll eingefangen und mit traditionreichen Details ein farbenfrohes authentisches Bild geschaffen.
    Der Zusammenhang mit der schwarzen Hand der erwähnt wird hat mich zum Googlen animiert vor allem da das Thema so interessant ist mit aber nicht so geläufig.
    In der Handlung wird die letzte Woche des Thronfolgerpaars beleuchtet und man spürt die besondere Bindung die der König, die Königin und ihre Kinder zueinander haben.
    Ulf Schiewe ist bekannt für sorgfältig recherchierte historische Bücher und auch hier bedient er sich hauptsächlich an Fakten in die er künstlerische Fiktion nur zur Würze einstreut, darauf geht in einem ausführlichen Nachwort ein das nochmal ein anderes Bild auf die Geschehnisse wirft.
    Die historisch belegten Personen sind glaubwürdig und authentisch beschrieben und reale unverfälschte Zeitungsausschnitte machen dieses Buch zu einer wertvollen Zeitreise mit ein bisschen Lehrwert dazu.
    Ich vergebe 3 sehr positiv zu sehende Sterne da ich das Thema und die Aufmachung mochte aber ein bisschen Probleme hatte in die Geschichte einzutauchen wie ich es mir von dem Buch erhofft hatte.

  4. Cover des Buches Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt ) (ISBN: 9783864931451)
    Anders Roslund

    Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt )

     (134)
    Aktuelle Rezension von: buch_klatsch

    Die ersten Seiten haben mich sofort in den Bann gezogen. Gewohnt schafft es Anders Roslund in den ersten Seiten eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen und damit Leser*innen neugierig zu machen. 


    Der Autor schafft eine bildhafte Sprache, die die Geschichte und Protagonisten greifbar machen. Ich liebs! 


    Aber:

    Für mich waren in dem ersten Teil der Reihe einige Szenen etwas zu glatt, an der ein oder anderen Stelle zu ausführlich. Dies ist sicherlich aber der persönliche Geschmackssache von Leser*innen. 


    Das Buch hat sich im Vergleich zum Klappentext etwas anders entwickelt und zwei Erzählstränge, die ohne einander nicht können, treffen aufeinander, was die Story für mich hat nur anders werden lassen. 


    Ich freue mich schon auf Band 3, der hoffentlich wirklich im nächsten Jahr erscheint. 


    》 ғᴀᴢɪᴛ

    Solider Band 1 der Ewert Grens-Reihe, der Trotz ein paar Längen überzeugt 


    3,5 | 5 Sterne  ☆


    ꕺ ꕺ ꕺ ꕺ ♥︎ ꕺ ꕺ ꕺ ꕺ 


    Liebe Grüße,

    Jeanette.

  5. Cover des Buches Welt in Flammen (ISBN: 9783499268434)
    Benjamin Monferat

    Welt in Flammen

     (122)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es geht Benjamin Monferat vielmehr um eine Beschreibung des Umbruchs, der durch die Ereignisse im Mai/Juni 1940 in Europa erfolgt ist. Symptomatisch ist ihm dafür auch der Luxuszug Orient-Express. Sein Niedergang geht einher mit dem Verschwinden der Bedeutung der adligen Elite. Wer sich auf die Szenenwechsel zwischen den verschiedenen Abteilen einlässt, wird das Buch nicht so schnell aus der Hand legen können.

  6. Cover des Buches Solothurn trägt Schwarz (ISBN: 9783954517831)
    Christof Gasser

    Solothurn trägt Schwarz

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Fee erzählt von der Geschichte:
    Dominik Dornach arbeitet bei der Solothurner Kantonspolizei. Die Freundin seiner Tochter Pia wird entführt und seine Tochter ist selbst mehrfach in Lebensgefahr. Dazu noch ein toter Journalist, eine undurchsichtige Ärztin (die Mutter von Pias Freundin) und eine Majorin von der österreichischen Polizei (Jana Cranach). 

    Fee zum Buch:
    Erstmal muss ich unbedingt einer meiner Lieblingsautorinnen Milena Moser danken, weil sie Christoph Gasser bestärkt hat, dass er dranbleiben soll, Bücher zu schreiben. Erst war ich von Blutlauenen begeistert und nun von Solothurn trägt Schwarz. 

    Das Cover:
    Mir gefällt das Cover zwar sehr gut, hat aber irgendwie – meiner Meinung - nach nicht viel mit dem Buch zu tun. Der Rückentext ist ok. Am Schluss kommt dann noch die Legende mit den Begriffserklärungen. Das fand ich toll, denn alles kannte ich auch noch nicht. 

    Der Schreibstil und die Geschichte:
    Die ersten 50 Seiten fand gut und war gleich in der Geschichte drin. Am nächsten Abend habe ich etwa 180 Seiten gelesen, weil das Buch so spannend war, danach konnte ich nachts kaum schlafen und sobald ich weiterlesen konnte, hab ich den Rest gelesen. Es war schön, dass Pia und die Majorin auf den Markt gehen konnte, so war dann doch noch kurz ein wenig Ruhe in der Geschichte, bevor dann das letzte – aufregende – Highlight kam. Ich fand das Buch so wahnsinnig spannend, dass ich sehr begeistert bin und ganz sicher weitere Bücher des Autors lesen werde. 

    Lokalkolorit:
    Dadurch, dass einige Schauplätze von wichtigen Szenen in der Stadt (Markt, Kaffee) und auch außerhalb stattfanden, kam dann noch ein wenig Lokalkolorit ins Buch. Aber soweit ich mich erinnern kann, gab es keinen, der Schweizerdeutsch sprach, was ich schade fand. 

    Charaktere:
    Die Charaktere sind auch sehr gut beschrieben, so dass ich mir alle vorstellen konnte. Meine Lieblingscharaktere waren Jana und Pia. Ich konnte mir alles gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen. Da hoffe ich doch, dass es noch ein Wiedersehen mit den beiden gibt. Vielleicht kann ja dann doch noch ein „besseres“ Ende, als dieses „leider total reale“ Ende herauskommen. 

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    Ich bin total begeistert von dem Buch. Es war so megaspannend, mit tollen Charakteren und durchaus nachvollziehbaren Geschehen. Tatsächlich fand ich diese Geschichte noch besser als Blutlauenen, obwohl mir das Buch schon sehr gut gefiel. Ja, was soll ich sagen? 5 Sterne sind um einiges zu wenig für dieses Buch und ich halt schon Ausschau nach weiteren Büchern des Autors. 


    • Cover des Buches Judassohn (ISBN: 9783426637708)
      Markus Heitz

      Judassohn

       (320)
      Aktuelle Rezension von: Michelly

      Band zwei der Judas-Reihe von Markus Heitz kann sich durchaus sehen lassen, ist für mich aber ein wenig schwächer als Band eins (4/5 Sternen).

      Die Geschichte ist durchweg spannend und sehr interessant und es gibt Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Mir war lange Zeit nicht klar, wie der Autor die verschiedenen Handlungsstränge denn letztendlich in eine Geschichte verflechten möchte, was durchaus die Spannung zusätzlich erhöhte. Dennoch war mir die Auflösung ein wenig zu abgehoben, damit musste ich mich erst einmal auseinander setzen und darüber nachdenken, was denn nun genau passiert ist. Da ist für mich der Knick in der Geschichte und daher auch der leichte Punkteabzug im Vergleich zum Vorgänger. Zudem geht es in dem Buch (leider) kaum um Sia, sondern wir reisen in deren Vergangenheit und lernen viel über die Umstände dazu. Das ist natürlich nicht negativ in dem Sinne, der Klappentext lies jedoch eine ganz andere Geschichte vermuten.

      Ich werde natürlich trotzdem den dritten Band lesen, die Geschichte rund um Sia ist wirklich spannend und gut aufgebaut und für Vampirfans, die es mögen, wenn es ein wenig härter zugeht, durchaus zu empfehlen. 

    • Cover des Buches Wie der Soldat das Grammofon repariert (ISBN: 9783442741694)
      Saša Stanišić

      Wie der Soldat das Grammofon repariert

       (124)
      Aktuelle Rezension von: rica

      Aleksander erlebt mit etwa 9 Jahren den beginnenden Kosovokriegund kehrt später als junger Mann auf Spurensuche nach Menschen von damals in seine Heimatstadt Višegrad zurück, aus der seine Familie nach Deutschland geflohen war.

      Die Sätze sind lang und die Gedankensprünge wirr, noch extremer als in Saša Stanišić` späteren Büchern. Das ist sicherlich Geschmackssache, ich mag diese Art des Schreibens, ich finde es interessant, die Gedankensprünge und Assoziationen Anderer nachzuvollziehen.

      Das Buch ist eine Mischung aus unbeschwerten und kriegsgeprägten Kindheitserinnerungen des Protagonisten. 

      Manches Kriegsgräul, was um den Junge herum geschieht, ist ziemlich heftig zu lesen (eine Trigger Warnung wäre für manche Lesenden wohl angebracht). Es wird nicht explizit beschrieben, sondern stehen unausgeschrieben zwischen den Zeilen. Vielleicht ist das eine realistische Darstellung dessen, wie Kinder solche Situationen wahrnehmen, die sicht ganz verstehen können, aber doch bemerken.

      Dabei wird aber die Stimmung des Buches durch die Spünge zwischen den Zeiten und positiv besetzten Erinnerungen aufgelockert. So hatte ich den Eindruck, so eine wage Ahnung davon zu bekommen, was eine Kindheit in einem Kriegsgebiet bedeutet, ohne emotional völlig überfordert zu werden. Es war durchaus ein positives Leseerlebnis, auch wenn das hier gerade sehr düster klingt.

      Was sehr gut gelungen ist, ist die völlig diffus bleibende politische Ebene des Krieges, so wie Kriegserleben für Kinder völlig verwirrend und gleichzeitig mit einfacher Logik scheinbar verständlich sein mag.

      Da ich das, sowohl später veröffentlichte, als auch in der Handlung später einsetzende autobiografische Buch Herkunft vom Autoren vor diesem Buch gelesen habe, fand ich es interessant einzelne Begebenheiten wiederzuerkennen.

    • Cover des Buches Ziemlich mitgenommen (ISBN: 9783499239502)
      Mia Sassen

      Ziemlich mitgenommen

       (36)
      Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
      Das Cover hat mich vom ersten Moment angesprochen und versprach einen kurzweiligen und witzigen Roman. Für meinen Geschmack war die Handlung schon ein wenig überzogen und völlig realitätsfern, trotz alledem habe ich mich gut unterhalten. Isabell ist fünfundvierzig Jahre alt, verheiratet, Mutter einer pubertierenden Tochter und hat gerade ihren Job verloren, nachdem ihr Auto sein Dienst aufgibt, steigt sie als Anhalterin zu einer älteren Dame und reist mit ihr in die Türkei. Unterwegs haben die beiden Frauen viele Abenteuer und sogar lebensbedrohliche Situationen zu meistern. Ein bisschen weniger hätte dem Buch durchaus gut getan, doch wer es gerne turbulent liebt, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer das Buch aufmerksam liest, wird am Ende des Romans keine großen Überraschungen erleben, denn die Autorin hat genügend Hinweise gestreut.

      Wer nach ein wenig Motivation sucht, das Leben noch einmal herauszufordern und dem langweiligen Alltag zu entfliehen, dem wird dieses Buch sicher gut tun.

      Warum man dieses Buch lesen sollte:
      1. Weil man Roadtrips liebt
      2. Man turbulente Geschichten liebt
      3. Man selber davon träumt, alles stehen und liegen zu lassen
    • Cover des Buches Durch Mauern gehen (ISBN: 9783630875002)
      Marina Abramović

      Durch Mauern gehen

       (17)
      Aktuelle Rezension von: KataRaf

      Diese Autobiografie hat mich überrascht, gefordert, beschäftigt, berührt. Ich war voll von dieser Frau, eingenommen, verliebt, inspiriert, erschöpft, ja erschöpft.

      Abramović verhandelt in Durch Mauern Gehen die wichtigen Stationen ihres Lebens und ihrer Kunst. Sie ist dabei uneitel, direkt, offen, reflektiert, sie hinterfragt. Die Werke werden in ihrer Entstehung und Durchführung ausführlich beschrieben, in Abbildungen gezeigt. Abramović teilt dabei privatpersönliches, zeigt Bezüge auf. Sie glaubt an die Energie, das Schicksal, die Spiritualität.

      Es gibt drei Marinas, schreibt sie selbst, die Kriegerin, die Spirituelle und die Jammertante. Die zarte, verletzte und verletzliche Marina, ich möchte sie umarmen, mag sie am liebsten, diese Jammertante. Sie ist dabei direkt, fast durchdringend, pur, und inspirierend, schon als Kind. Die Kriegerin fasziniert mich, sehr. Abramović arbeitet mit und gegen ihren Körper. Sie ist der Schmerz, sie überwindet ihn, setzt sich durch, ist stark, einsam, dabei kraftvoll, intensiv, viel, viel, viel. Sie findet Gefährten, verliert sie, fällt wieder in die zarte Verletzte, macht sich wieder stark.
      Die Spiritualität gibt ihr Bodenhaftung, richtet sie aus, auch hier ist Abramović eine rastlose Suchende voller Energie. Sie wird es bleiben, bis sie aus diesem Leben scheiden wird. Eine Performance ihrer Beerdigung hat sie schon geplant.

    • Cover des Buches Wolfsherz (ISBN: 9783404166572)
      Wolfgang Hohlbein

      Wolfsherz

       (250)
      Aktuelle Rezension von: Legra

      Ich hatte von diesem Buch mehr erwartet!!

      Das Buch war zu langatmig und langweilig, eigentlich hatte ich schon überlegt es weg zu packen. Die Charakters waren zum Teil nervig und ihre Handlungen nicht nachvollziehbar. Bei dem Schreibstil hätte man vieles kürzen können. Was mich vor allem genervt hat war der Mann, Stefan.

      Seine Handlungen waren nicht nachvollziehbar, sowie auch seine Frau. Am Ende sollte es einen großen Kampf geben, ich bin enttäuscht. Der Kampf war einfach nur unrealistisch.

      Ich hoffe, die anderen Bücher von diesem Autor sind besser als dieses Buch.

    • Cover des Buches Die letzte Zeugin (ISBN: 9783404171903)
      Glenn Meade

      Die letzte Zeugin

       (27)
      Aktuelle Rezension von: TanteGhost
      Vergessene Kriegsverbrechen, die nicht in die Zeit zu passen scheinen. - Ich war komplett geflasht

      Inhalt:
      Carla und Jan haben gerade erfahren, dass sie Eltern werden. Eigentlich das perfekte Glück einer jungen Ehe. Doch Jan wird Opfer eines Bombenanschlages und verstirbt.
      Carla und das Kind überleben. Doch umd ie Hintergründe und auch das zweite Leben ihres Ehemannes zu verstehen, muss sie auch ihre vergessene Kindheit wieder aufarbeiten. Das Tagebuch ihrer Mutter fördert Zeiten zutage, die Carla antreiben ihre Familie zu suchen und ihren Mann zu rächen.

      Der erste Satz:
      „Viele Wege führen zu deinem Grab in der Nähe von Mostar“

      Der letzte Satz:
      „Wie könnte das jemals geschehen, wenn es auf der Welt nicht einmal genug Dunkelheit gibt, um das Licht einer kleinen Kerze erlöschen zu lassen?“

      Fazit:
      Hatte ich mir da wirklich mal wieder so einen Spionagethriller eingebrockt. Der Titel klang jedenfalls fatal danach. Das Cover lies auch darauf schließen. - Nur zögerlich bin ich an die Lektüre ran gegangen. Eben weil sie gerade auf meinem SuB oben angekommen war.
      Schon der Einstieg in das Buch hat mich zögern lassen. Den Schreibstil hatte ich so noch nie erlebt. Ein Erzähler beschreit, was ein „Du“ gemacht hat. - Damit konnte ich dann nicht wirklich etwas anfangen und irgendwie war ich auch versucht, das Buch abzubrechen. Aber dann kam ein Zeitsprung, der Schreibstil wurde „normal“ und ich hatte Gelegenheit mit der Handlung warm zu werden.
      Die Verbindung zum Prolog war dann recht schnell her gestellt. Mir war klar, dass das alles miteinander zu tun hatte. Und in dem Moment ist das Ganze dann auch sehr interessant geworden. Die vielen, in dem Fall notwendigen, Erklärungen, haben in die Handlung gepasst. Sie haben die eigentliche Handlung zwar angehalten, aber auch viel klarer und verständlicher gemacht.
      Der Teil, in dem das Tagebuch der Mutter von Carla zitiert wird, ist so krass gewesen, dass ich von der Stelle nie lassen konnte. Ich dachte, dass hier schon des Rätsels Lösung zu finden war. - Die Lösung gab es nicht, aber ich hatte einen grausamen Film vor Augen. Ich habe das beschriebene Leid förmlich sehen und spürten können. Mir ist beim Lesen mehr als Schauer über den Rücken gelaufen.
      Die Unterteilung in Teile, zusätzlich zu den Kapiteln, macht durchaus Sinne. Es hilft beim Verständnis ungemein. Man kann sagen: Unglück – Erkenntnis – Aufklärung. Das Interesse hat dadurch aber nicht nachgelassen. Ganz im Gegenteil.
      Wenn man so will, habe ich das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen. Uninteressante Stellen gab es quasi nicht. Und die ganze Zeit hatte ich ein grausiges und gefühlvollen Kopfkino vor meinem geistigen Auge. So einen guten Stoff hatte ich wirklich lang nicht vor den Augen. Und dann war das auch noch ein Zufallsfund.... Alle Achtung, das war echt gut!

      Meine anfänglichen Zweifel konnte ich nun gar nicht mehr verstehen oder nachvollziehen. Das Buch hat mich einfach nur komplett geflasht. Und genau aus diesem Grund bekommt es auch eine Leseempfehlung von mir. Es enthält schließlich auch einen gewissen Wahrheitsanteil, de der Autor im Anschluss selber geschrieben hat. - Mit der Lektüre macht ihr absolut nichts falsch. Ihr habt Spannung, ihr habt absolut grausige Tagesbucheintragungen, aber auch Liebe, Hoffnung und Zuneigung. Das komplette Programm!

      (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
    • Cover des Buches Die Geister von Graz (ISBN: 9783954514465)
      Robert Preis

      Die Geister von Graz

       (29)
      Aktuelle Rezension von: ManuelaP

      Es ist ein ganz besonderes Leseerlebnis, wenn man von seiner Heimat liest. Natürlich konnte ich mir so die Schauplätze und Handlungen extrem gut vorstellen, aber der Kriminalroman konnte mich leider nicht ganz überzeugen.

      Der Schreibstil ist zwar gut, verständlich und leicht zu lesen und die Handlungen, Perspektivenwechsel gut ausgearbeitet, aber ich persönlich mag es nicht, wenn Details in einem Krimi vorkommen, die so gar nicht zum Gesamtinhalt passen. 

      Leider hat es mich auch genervt, dass viele Handlungen in die Länge gezogen wurden und somit das Wesentliche und die Spannung verloren ging. Da wäre mir weniger, unwichtiger Inhalt, wie zum Beispiel Inhalt zum Privatleben der Ermittler oder dass sich ein Ermittler dauerhaft verletzt, lieber gewesen. 

      Von der Thematik her, handelte es sich um Morde, Rache, Demos, Gewalt, Rassismus, Migration, Krieg, Sagen und Legenden und einiges mehr, sowie um einen Ermittler, der irgendwie nicht ganz in mein Bild von Kriminalpolizei passt. 

      Ich vergebe 🌟 🌟 🌟 Sterne für Heimatgefühl, Idee, Thematik. 2 Sterne kommen weg, wegen oben erwähnter Kritik und zu viel an Charakteren, dass Hauptfiguren ihren Reiz verloren haben. 

    • Cover des Buches Das Ungeheuer (ISBN: 9783442749591)
      Terézia Mora

      Das Ungeheuer

       (35)
      Aktuelle Rezension von: mabo63

      Darius K. auf der Suche nach der Wahrheit über seine verstorbene Frau.

      Schwierig zu lesen da dass Buch zweigeteilt ist, oben die Erlebnisse seiner Reise durch halb Europa, unten die Tagebucheinträge seiner durch Suizid umgekommenen Frau.

      Musste mich durchbeissen und hat mich nicht leider überzeugt. Vielleicht muss ich es nochmals lesen, die Autorin wird ja vielerorts hochgelobt

    • Cover des Buches Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger (ISBN: 9783839817186)
      Vea Kaiser

      Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger

       (16)
      Aktuelle Rezension von: parden

      IM FIAT PANDA RICHTUNG BALKAN...

      Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel-Life-Crisis geplagte Lorenz und seine drei Tanten vor einer Herausforderung. Willi wollte immer in seinem Geburtsland Montenegro begraben werden. Doch da für eine regelkonforme Überführung der Leiche das Geld fehlt, begibt man sich kurzerhand auf eine illegale Fahrt im Fiat Panda von Wien bis auf den Balkan. Auf der Reise finden die abenteuerlichen Geschichten der Familie Prischinger auf kunstvolle Weise zueinander. Mirl, die älteste Schwester, musste nach dem Krieg früh Verantwortung übernehmen und wollte nur weg vom Land. Wetti interessierte sich bereits als Kind mehr für Tiere als für Menschen. Und Hedi zerbrach fast an einem Schicksalsschlag, kurz bevor sie Willi traf. Doch stets waren die drei Schwestern füreinander da. (Klappentext)

      Seit seinem Erscheinen war ich neugierig auf diesen Roman, und endlich kam ich dazu, ihn in der ungekürzten Hörbuchversion (13 Stunden und 39 Minuten) kennenzulernen. Um es gleich vorwegzunehmen: Cornelius Obonya ist für den Vortrag dieses Romans die ideale Besetzung. Er rettete mit seiner der ruhigen Erzählung entsprechend getragenen Vortragsweise in atmosphärischem österreichischem Akzent den vierten Stern meiner Bewertung, die allein für die Geschichte selbst sonst wohl nur mittelmäßig ausgefallen wäre.

      Erst nach über einem Drittel des Romans hatte ich das Gefühl, langsam in der Geschichte anzukommen. Das lag zum einen an dem zu Beginn eingeführten Charakter des etwa dreißigjährigen Lorenz, der gerade mehrfach in einer Lebenskrise steckt und dabei als recht unsympathisches selbstmitleidig-jammerndes Weichei rüberkommt. Zum anderen gibt es in dem Roman zahlreiche Wechsel zwischen dem Erzählstrang in der Gegenwart und Rückblenden in die Vergangenheit verschiedener Personen, wodurch es gerade zu Beginn etwas unübersichtlich wirkte und kein Handlungsstrang so recht bei mir ankommen wollte.

      Erst als Onkel Willi tatsächlich stirbt (etwa nach der Hälfte des Buches) und der skurrile Roadtrip Form annimmt, verzahnen sich die verschiedenen Erzählstränge in Vergangenheit und Gegenwart zunehmend kunstvoll ineinander, so dass die Erzählung insgesamt geschmeidiger wirkt. Mit leisem Humor und Herzenswärme erzählt Vea Kaiser von drei ungleichen Schwestern, die ein Geheimnis wahren, von glücklichen und tragischen Zufällen und davon, wie die Seelen der Verstorbenen (die Manen) die Lebenden auf Trab halten.

      Gefallen haben mir die wie nebenbei eingestreuten gesellschaftskritischen Elmente wie offener und unterschwelliger Rassismus oder auch das Gebaren der Politik, weder platt noch belehrend, aber doch deutlich präsent. Die lebendigen Dialoge (ich wiederhole mich gern: herausragend gelesen von Cornelius Obonya) und die Situationskomik gerade auf der 1029 Kilometer langen Reise Richtung Balkan mit der tiefgefrorenen Leiche auf dem Beifahrersitz haben mich ebenfalls gut unterhalten können.

      Insgesamt war die komplexe, liebevoll erzählte Familiengeschichte in authentischem Dialekt sehr angenehm zu hören, das Ende berührend und einen Ausblick bietend auf das Leben nach dem Roadtrip. Alles in allem trotz des holprigen Starts ein schönes Hörerlebnis...


      © Parden

    • Cover des Buches Rückwärtswalzer (ISBN: 9783462000320)
      Vea Kaiser

      Rückwärtswalzer

       (163)
      Aktuelle Rezension von: kirjasto

      Ein kluges, liebevolles und humorvolles Buch, in dem Vea Kaiser eine Gruppe Menschen so lebendig einführt, als habe man sich selbst bei ihnen zum Kaffee eingeladen. Meisterhaft webt sie biografische Fäden zu einem weitreichenden Muster und beschreibt, wie Familie uns zu dem werden lässt, was wir schließlich sind und werden - oder nicht? 

      Der Schreibstil ist auf außergewöhnlich hohem Niveau und sehr mitreißend: für mich ist Vea Kaiser die Entdeckung diesen Sommers und es sind gleich mal ihre anderen Romane auf die Leseliste gewandert.

    • Cover des Buches Die Tigerfrau (ISBN: 9783499256806)
      Téa Obreht

      Die Tigerfrau

       (71)
      Aktuelle Rezension von: buch_kati
      Téa Obreht wurde für ihren Roman "Tigerfrau " 2011 mit dem "Orange Prize for Fiction" ausgezeichnet. Der Roman wurde auf Grund seiner poetischen Sprache und mystischen Erzählweise sogar mit Romanen von 
      Gabriel García Márquez verglichen. Der Roman handelt von der Ärztin Natalie , die zusammen mit ihrer Freundin Zóra in einem Waisenhaus arbeitet. Als ihr Großvater stirbt, macht sie sich auf die Suche nach seiner Geschichte. Zwei wiederkehrende Motive sind die Tigerfrau und der Mann, der nicht sterben konnte. 
      Es ist poetisch und märchenhaft, so richtig ist der Funken aber nicht übergesprungen. Dafür war mir die
      Geschichte nicht spannend genug. 
    • Cover des Buches Vampire! Vampire! (ISBN: 9783492280501)
      Markus Heitz

      Vampire! Vampire!

       (113)
      Aktuelle Rezension von: Traubenbaer
      In dem Buch "Vampire! Vampire!" verarbeitet Markus Heitz offenbar seine Rechercheergebnisse, die er für seine Bücher zusammengetragen hat. Er berichtet anschaulich über die ersten Sichtungen und Beschreibungen von Vampiren. So bekommt man schnell einen Überblick darüber, in welchen Gegenden an Vampirismus geglaubt wurde bzw. wie sich die Geschichten und Sagen ausbreiteten. Später geht Heitz dann darauf ein, wie Vampire früher beschrieben wurden und welche Verhaltensweise ihnen zugeschrieben wurden.
       
      Kurzum ist das Buch interessant, wenn man etwas mehr über die Geschichte von Vampiren erfahren möchte. Der Text vereint wissenschaftliche Aspekte mit einer unterhaltsamen Schreibweise.
      Wer jedoch einen Roman erwartet wird dieses Buch nicht unbedingt mögen. Alle anderen, die hinter den Mythos "Vampire" sehen möchten und wissen wollen, wie Vampire früher beschrieben wurden werden dieses Buch mögen. Aufgrund der sorgsamen Recherche und der geschichtlich belegten Details kann dieses Buch auch zur Grundlage für eine wissenschaftliche Arbeit genutzt werden.
    • Cover des Buches Die guten Tage (ISBN: 9783552059115)
      Marko Dinic

      Die guten Tage

       (16)
      Aktuelle Rezension von: evaczyk

      In seinem Roman "Die guten Tage" setzt sich Marko Dinic ähnlich wie Buchpreisträger Sasa Stanisic mit "Herkunft" mit der jungen Generation aus dem ehemaligen Jugoslawien und ihrer Neuankunkft im Ausland auseinander. Die Erfahrung von Migration, von Heimatlosigkeit, von Exil - das eint beide Schriftsteller und beide Bücher. Ebenso die Rolle der Großmütter, die die Erzähler gewissermaßen in der verlorenen beziehungsweise verlassenen Heimat verankern, auch emotional, und deren Tod ein Einschnitt ganz besonderer Art ist.

      Es gibt aber auch ganz klare Unterschiede. Stanisic´s Ich-Erzähler hat seine bosnische Heimat als Kind verlassen, auf der Flucht vor dem Krieg, in dem auch die ethnische Zusammensetzung seiner Familie plötzlich gefährlich geworden war. Sein Buch handelt or allem vom Ankommen und den Erinnerungen an das verlorene Land, das es nicht mehr gibt. Dinic´s Erzähler ist ein junger Serbe, in einem Vorort Belgrads geboren und aufgewachsen. Als er, von den Freunden wegen seiner guten Deutschkenntnisse als "Svabo" verspottet, nach dem Abitur nach Wien aufbricht, ist das auch ein Bruch mit dem Vater, einem Beamten.

      Aus der Sicht des Erzählers ist der Mann, der sich vom Kommunisten und Tito-Anhänger zum serbischen Nationalisten wandelte ein Schreibtischtäter, die Onkel, innerlich und äußerlich versehrt aus dem Krieg zurückgekommen, sind in seinen Augen Verbrecher. Mit diesem Vater, diesen Onkeln, der Indoktrination nationaler Größe, wollte er nichts mehr zu tun haben. Und schon ohne den Krieg wäre es eine harte, archaische Welt gewesen, in der die Männer den Ton angaben, mit Worten oder Fäusten schlugen und die Frauen schweigen und gehorchen mussten. Dass er aus dieser Welt ausbrechen kann, verdankt der Erzähler der geliebten Großmutter, die ihm finanziell den Neustart in Wien ermöglicht und die Chance, ein "normaler Mensch" zu werden.

      Erst zu ihrer Beerdigung kehrt er zehn Jahre späte, eher widerwillig und an Bord eines "Gastarbeiterbusses" zurück nach Belgrad. Es ist das Jahr 2015, und während der Bus an der ungarischen Grenze steht, warten irgendwo im Dunkel der Nacht verzweifelte Menschen, eben diese Grenze in umgekehrter Richtung zu überqueren.. Dabei werden diejenigen, die im Bus sitzen, so beschrieben, als könnten auch Jahre in der Diaspora nicht das auslöschen, wovor der Erzähler aus Belgrad geradezu geflohen ist. Der Bus als Mikrokosmos männlichen Imponiergehabes, von Flüchen, Aggression und Alkohol - irgendwie gleicht er der Trostlosigkeit der Belgrader Vorstadt mit kiffenden, trinkenden und perspektivlosen Jugendlichen, aus der der Erzähler einst zu entkommen versuchte.

      Balkan-Folklore liegt diesem Buch fern. Dinic zeichnet das Bild einer wütenden, frustrierten Generation, die ihren Vätern nicht verzeihen kann, die eigentlich nur Niedergang erlebt. Düster, aber eindrucksvoll.

    • Cover des Buches Die Villa am Rande der Zeit (ISBN: 9783423141123)
      Goran Petrovic

      Die Villa am Rande der Zeit

       (32)
      Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks
      Deckblatt:


      Der Belgrader Student Adam erhält ein ungewöhnliches Angebot: Er soll ein Jahrzehnte zuvor erschienenes Buch umarbeiten. Ein scheinbar harmloser Auftrag. Doch bei der Lektüre macht Adam eine sonderbare Erfahrung: Unversehens findet er sich mitten in dem Roman wieder und begegnet anderen Lesern, die über dieselbe Gabe verfügen. Nicht alle haben ein unschuldiges Interesse an dem Buch. Als ein Mord geschieht, muss Adam sich entscheiden: Will er seinen Auftrag erfüllen oder verhindern, dass dieser imaginäre Zufluchtsort unwiederbringlich verloren geht?



      Inhalt:


      Um etwas Geld für seine Miete dazu verdienen zu können, nimmt der Student Adam einen Auftrag an der nicht so einfach scheint. Er soll ein Buch umschreiben . Als er anfängt  es zu lesen bemerkt er das sich etwas Merkwürdiges ereignet. Er kann in das Buch hinein und die Handlung in echt erleben. Fasziniert davon ,taucht er immer wieder und für längere Zeit in die Geschichte ein. Darunter leidet sein echtes Leben und er bekommt es nicht mit. Er fragt sich ob er diesen Auftrag überhaupt erledigen kann.


      Meinung:


      Neugierig auf diesen Roman machte mich die interessante Handlung, wer würde nicht in die Story eines Buches reinhüpfen können ,wenn er die Gelegenheit dazu hat. Auch fand ich das Cover mit der blauen Feder und dem Tintenfaß schön. Leider kam ich am Anfang nicht in die Geschichte rein. Das dauerte ein ganzes Stück, aber dann entfaltete sich auch bei mir der Zauber dieser Geschichte und ich wollte unbedingt weiter lesen.Schön fand ich auch die einzelnen Kapitel.

    • Cover des Buches Adler und Engel (ISBN: 9783641242671)
      Juli Zeh

      Adler und Engel

       (264)
      Aktuelle Rezension von: rkuehne

      Es hat mich nicht wirklich gekriegt. Ich hab schon einiges von Juli Zeh gelesen, nun endlich ihr Debut, aber irgendwie war mir die Geschichte um den Völkerrechtler Max der nach dem Suizid seiner Freundin den Boden unter den Füßen verliert zu wild und zu schräg und manchmal auch zu kaputt. Die Protagonisten sind nicht einfach anzunehmen, viel Koks, viel Drogen, viel Gewalt, trotzdem hat es einen gewissen Sog. Ich hab mich bis zum Ende durchgekämpft, das Vergnügen dabei war überschaubar.

    • Cover des Buches Der Sommer der lachenden Kühe (ISBN: 9783404170722)
      Arto Paasilinna

      Der Sommer der lachenden Kühe

       (84)
      Aktuelle Rezension von: broul
      Ein Taxifahrer gabelt einen demenzkranken Vermessungsrat auf. Dieser möchte einfach irgendwohin fahren. Nachdem der Taxifahrer sich auf die für ihn neue Situation eingelassen hat, werden die zwei Männer sogar so etwas wie Freunde. Typisch Paasilinna, skuril, anders und lustig. Er kommt einfach auf Ideen, die man komplett überhaupt nicht erwartet, so zum Beispiel die komplette Zerstörung eines Bauernhofes, womit schlussendlich sowohl Bauer als auch Staat vollauf zufrieden sind. Und auch die französischen Vegetarierinnen die von Osteuropäischen "Fleischern" bekehrt werden - einfach herrlich. Leichte und lustige Unterhaltung, für alle die mit etwas schrägem Humor ausgestattet sind ;)
    • Cover des Buches Messias-Maschine (ISBN: 9783426511190)
      Chris Beckett

      Messias-Maschine

       (27)
      Aktuelle Rezension von: einz1975

      Die Welt ist schon ein wunderbarer Ort. Er gibt so viel zu entdecken und so viel wurde in den letzten Jahren erfunden. Glaube und Religion hat nicht immer den Fortschritt vorangebracht, vielleicht manchmal sogar eher gehemmt. Chris Beckett beschreibt in seinem Roman eine Zukunft, in der das Land Illyria als Mekka für Technik und Fortschritt entstand. Hier leben Menschen zusammen mit Maschinen. Roboter, welche so täuschend echt aussehen, dass man nicht weiß wo man einen Unterschied finden kann. Dieser wird jedoch schnell gefunden, denn eine Seele kann so ein „Ding“ doch nicht besitzen, oder? Der Hauptprotagonist George ist ein sozial recht unterentwickelter junger Mann.

      Als Übersetzter, welcher mehr als sieben Sprachen fließen sprechen kann, ist er intelligent, jedoch so schüchtern, dass er mit echten Menschen kaum etwas zu tun hat. Vielmehr verliebt er sich in eine mechanische Prostituierte. Im Verlauf der Geschichte wird berichtet, wie die Menschen in der Vergangenheit schon einmal wegen ihres Glaubens aneinandergeraten sind. Das gleiche beginnt langsam wieder zu entbrennen, nur das sie diesmal nicht untereinander kämpfen, sondern gegen einen Feind den sie selbst geschaffen haben. Der Staat Illyria steht nun gegen den Rest der Welt, da alle Religionen die Roboter-Menschen verachten und sie als die Ausgeburt der Hölle sehen. Der Mensch ist Gottes Ebenbild und der Mensch sollte nicht selbst Gott spielen.

      Die ewige Frage, was ist Leben und was nicht, wird dabei zum zentralen Thema. George´s Mutter spielt ebenfalls eine interessante Rolle, da sie ihr Leben so gut wie komplett in einer virtuellen Welt stattfinden lässt. Sie getraut sich nicht mehr nach draußen und später... Das Leben ist eben nicht einfach nur ein Satz, in dem man ausdrücken kann, was Leben zu sein scheint und was es definiert. Das gleiche gilt für die Seele. Was ist sie? Wo kommt sie her? Gibt es sie überhaupt? Es gibt dazu sicherlich viele philosophische Abhandlungen und auch die Theologen werden sich ihre Gedanken dazu gemacht haben, aber am Ende muss jedoch jeder selbst entscheiden was er davon hält.

      Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen. George selbst wirkt oft sehr unbeholfen und so handelt er auch. Die sozialen Ängste kann man nicht immer ganz nachvollziehen und die zwischenmenschlichen Zärtlichkeiten gleiten nur über in einen Zwang. Die sehr seltsamen Zufälle der Begegnungen muss man auch so hinnehmen, sonst würde die Geschichte nicht funktionieren. Sehr gut hingegen fand ich den Perspektivwechsel zur Maschine und auch die Nebengeschichte mit der Mutter, welche erst am Ende hin abgeschlossen ist, wühlt einen innerlich schon auf. Das Thema ist nicht neu, wird hier aber etwas globaler in Augenschein genommen.

      Fazit:
      Erst wenn du erkennst was du bist, weißt du was das Leben bedeutet. Chris Beckett stellt nicht Glauben, Religion oder die Wissenschaft in Frage, er hinterfragt lediglich warum der Mensch nicht einfach akzeptieren kann, dass es mehr gibt, als die eine Sicht der Dinge. Es liegt wohl in uns selbst, dass alles was Anders ist auf Ablehnung trifft. Eine Zukunft in der Mensch und Maschine eins werden ist auch diesmal nicht gelungen. Die vielen Zufälle nehmen Kraft und die Nebengeschichten sind fast interessanter als der Hauptcharakter. Dennoch denkt man unweigerlich während man liest nach und fragt sich selbst, ob man nicht eigentlich doch nur eine Maschine ist, eben nur nicht aus Metall, sondern aus Fleisch und Knochen...

      Matthias Göbel

      Autor: Chris Beckett
      Übersetzung: Jakob Schmidt
      Taschenbuch: 336 Seiten
      Verlag: Droemer Knaur Verlag
      Erscheinungsdatum: 02.07.2012
      ISBN: 9783426511190

    • Cover des Buches Walküre (ISBN: 9783404166909)
      Craig Russell

      Walküre

       (47)
      Aktuelle Rezension von: Captured_Inside_Books

      Zum Inhalt:

      Der fünfte Fall von Jan Fabel sorgt ziemlich schnell für großes Aufsehen. Das Opfer ist ein britischer Popstar, der vor seinem Tod noch ausrichtet, dass die Tat von dem sogenannten “Engel von St. Pauli“ begangen wurde. Unter diesem Namen verbirgt sich eine Frau, die vor mehr als 10 Jahren mehrere brutale Morde an Männern begangen hat und nie gefasst wurde. Doch ist sie wirklich zurückgekehrt oder steckt etwas anderes dahinter?


      Meine Meinung:

      Mit einigen Zögern habe ich mich diesem Teil der Reihe gewidmet. Bisher haben mir die meisten Bände ja eher nicht so gefallen und dementsprechend war meine Motivation am Anfang relativ gering.

      Das Cover ist auf den ersten Blick nicht besonders aussagekräftig, passt aber definitiv zur Handlung.

      Mit dem Schreibstil bin ich immer noch nicht ganz warm geworden. Allerdings bin ich dieses Mal besser vorangekommen mit dem Lesen. Das liegt zum einen wahrscheinlich daran, dass mich die Thematik mehr interessiert hat und zum anderen sicherlich auch daran, dass ich inzwischen etwas besser mit dem Schreibstil zurechtkomme.

      Meine Meinung zu den meisten Charakteren ist im Großen und Ganzen unverändert geblieben. Allerdings ist mir Jan zwischendrin ein bisschen unsympathisch geworden. Das liegt an seiner Haltung gewissen Themen gegenüber und seinem Verhalten in manchen Situationen.

      Die neu aufgetauchten Charaktere fand ich alle ziemlich interessant. Aufgrund der verschiedenen Perspektiven konnte man einiges über sie und ihre Gedankengänge erfahren. Nur Karin Vestergaard ist mir bis zum Schluss ein Rätsel geblieben. Dafür, dass sie einen großen Teil der Ermittlungen dabei war, hat man kaum etwas über ihre Person und Gefühle erfahren.

      Der Thriller startet mit einem Prolog, der zwar mein Aufmerksamkeit geweckt hat, aber nichts Besonders war. Allerdings geschieht im Laufe des Buches etwas, was dazu führt, dass man den Prolog mit ganz anderen Augen sieht.

      Insgesamt fand ich die Handlung in diesem Band viel interessanter und spannender als bei den Vorgängern. Das beruht auf der Tatsache, dass es mal um eine Mörderin geht, aber auch auf dem Bezug zur Stasi und dem Schwerpunkt auf Feminismus. Es wurden einige Fakten und Geschichten aufgegriffen, die ich noch nicht kannte.

      Was mich aber nach kurzer Zeit genervt hat, ist die ständige Feststellung, das Jan Frauen nicht versteht. Das wurde meiner Meinung nach viel zu oft bei jeder annähernd passenden Situation erwähnt und war auch einer der Gründe, warum mir der Gute etwas unsympathisch wurde.

      Die Mordfälle fand ich dieses Mal um einiges spannender. Besonders weil anfangs noch keine ersichtlichen Zusammenhänge zu sehen sind und der Modus Operandi auch nicht jedes Mal genau der Gleiche war.

      Trotzdem gibt es zwischendurch auch wieder einige Abschnitte, die mich etwas gelangweilt haben. Das waren hauptsächlich die, in denen es um Wirtschaft und Politik geht. Das ist einfach nichts, worüber ich gerne Bücher lese. Ich verstehe, dass diese Thematiken wichtig für die Handlung waren, aber ich fand sie teilweise etwas zu lang ausgeführt.

      Die ganzen Hintergründe zu den Walküren waren wiederum unglaublich spannend und faszinierend. Ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen, um Spoiler zu vermeiden, aber alles zu der Vergangenheit und den ganzen Abläufen damals habe ich regelrecht verschlungen. Besonders interessant finde ich auch, wie unterschiedlich sich das alles auf die einzelnen Walküren ausgewirkt hat und was diese aus ihrem Leben gemacht haben.

      Das Ende war dann auch mega spannend. Das lag besonders an der extrem professionellen Vorgehensweise der Mörderin. Allerdings finde ich, dass es dafür am Ende etwas zu einfach für die Ermittler war.

      Der Epilog hat das eigentliche Finale sogar noch in den Schatten gestellt. Zumindest was überraschende Wendungen angeht. Mehr kann ich dazu jetzt so nicht sagen XD


      Fazit:

      “Walküre“ ist zusammen mit dem zweiten Teil bisher der beste der Reihe. Die Tatsache, dass es sich bei der Täterin mal um eine Frau handelt verbunden mit der extremen Professionalität, macht das ganze wirklich spannend. Zudem waren die ganzen Hintergründe, wie sie zu der Person geworden ist, die sie jetzt ist, mega interessant. Trotzdem kann ich nur 3,5 Sterne vergeben, da ich immer noch mit dem Schreibstil hadere und es einige Thematiken gibt, die ich langweilig oder sogar nervig fand.

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