Bücher mit dem Tag "ballonfahrt"
16 Bücher
- Jörg Maurer
Schwindelfrei ist nur der Tod
(109)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Marco senkte den Kopf. Durch den zersplitterten Boden sah er Wolkenfetzen, Bergspitzen und grüne Wiesen. Einen Fluss, der sich träge glitzernd durch die Wälder schob. Und eine Gestalt, die schreiend in die Tiefe stürzte.«
Für Marco und seine Mitreisenden wird die Fahrt in einem Heißluftballon zum Alptraum, nach einer Explosion stehen ihre Überlebenschancen äußerst schlecht. Unten am Boden sind die Retter aktiv aber ratlos. Wo ist der Ballon bzw. seine Reste geblieben? Gibt es noch Hoffnung, irgendjemanden lebend zu finden? Und wie konnte es überhaupt zu der Explosion kommen?
Im idyllisch gelegenen Kurort mit Bindestrich nahe der Zugspitze gibt es viel Arbeit für das Team von Hauptkommissar Hubertus Jennerwein. Er selbst ist allerdings nicht so ganz bei der Sache, eine Privatangelegenheit beschäftigt ihn bereits seit vielen Jahren und läuft aktuell auf eine besonders komplizierte Situation hinaus. Und dabei ahnt er noch nicht einmal, wie kompliziert es tatsächlich wird…
Ich brauchte mal wieder einen Krimi, bei dem ich so richtig lachen kann. Die Alpenkrimis von Jörg Maurer haben mich noch nie enttäuscht und auch dieser achte Band der Reihe stellt keine Ausnahme dar. Der Autor hat einen ganz eigenen Stil, wortgewandt, skurril, voller Witz und schrägen Einfällen. Allein die Ansammlung von bayerischen Schimpfworten ist ohne Vergleich.
Es gibt durchaus eine ordentliche Krimihandlung, Spannung zudem und an Todesopfern ist auch kein Mangel. Daneben verfolgt man aber weitere Handlungsstränge, die irgendwann zusammenfließen. Und als Intermezzi sachbuchartig aufgemachte Kurzabhandlungen zu Themen, die alle irgendetwas mit Diebstahl zu tun haben. Wer sich angewöhnt hat, auch alles im Anhang zu lesen, wird besonders belohnt – ich habe Tränen gelacht! Dazu die tollen Charaktere! Alle in Jennerweins Team sind Originale, sein besonderer Schützling, um den es im Privatumfeld geht, hat was Liebenswertes an sich und meine besonderen Favoriten, das Bestatterehepaar a.D. und der Problemlöser einer ehrenwerten italienischen Familie erfreuten mich auch diesmal.
Fazit: Immer wieder schön. Auch dieser Band der Reihe ist spannend und voller skurrilem Wortwitz zugleich. Gerne lese ich weiter.
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
(29)Aktuelle Rezension von: mandalottiZuerst muss ich sagen, dass Dieter Hallervorden die beste Wahl als Sprecher ist. Hätte mir keinen anderen dafür vorstellen können.
Die Story ist wie im ersten Teil wieder total skurril. Manchmal ist es etwas zuviel Verrücktheiten, aber ich denke das soll so sein. Trotz allem sind einige Themen etwas sozialkritisch, aber gut verpackt, dass es trotzdem noch lustig bleibt.
Für alle die ist verrückt mögen ist das hier perfekt.
- Emma Carroll
Das Geheimnis der roten Schatulle
(16)Aktuelle Rezension von: KaitoHistorische Abenteuergeschichte für junge Leser.
Inhalt:
Die zwölfjährige Elsa ist eine geschickte Diebin und hat den Auftrag bekommen, in eine Villa einzubrechen. Dort soll sie eine Schatulle entwenden. Was Elsa nicht ahnt: In der Schatulle befinden sich Geheimdokumente der Brüder Montgolfier. Niemand weiß, dass die Brüder kurz davor stehen, mit ihrem ersten Heißluftballon Geschichte zu schreiben.Meinung:
Einen “historischen Roman” für Kinder habe ich noch nicht gelesen.
Mit Ich-Erzählerin Elsa und ihrem drolligen Hahn bin ich ziemlich schnell warm geworden. Warum sie als Diebin lebt und arbeitet wird sehr schnell deutlich, aber auch dass sie kein böser Mensch ist. Genauso schnell war mir der junge Pierre Montgolfier sympathisch, der mit Elsa in ein turbulentes Abenteuer gerät.Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte der Brüder Montgolfier beschäftigt, findet man in Emma Carrolls Geschichte schnell einige historische Parallelen. Da wären zum Beispiel die drei Tiere Hahn Coco, Schaf Lancelot und Enterich Voltaire oder auch das Aussehen des fertigen Ballons der Erfinder. Außerdem kann das Buch mit einer tollen Atmosphäre im Frankreich des 18. Jahrhunderts punkten. Die Schauplätze und die dort lebenden Menschen sind anschaulich beschrieben und wirken sehr realistisch. Ich bin regelrecht in das Buch eingetaucht. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist sehr gut verständlich. Einzig die französischen Namen sind selbst für ältere Leser nicht ganz einfach.
Fazit:
Eine spannende Geschichte vor historischem Hintergrund. Eine sympathische und intelligente Heldin. All dies und noch einiges mehr sind die Zutaten für diese tolle Buch, da auch ältere Leser begeistern kann.
- Jessica Clare
Wild Games - Mit einem einzigen Kuss
(39)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciDer erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Von diesem Teil war ich aber etwas enttäuscht. Es hat sich keine Spannung zwischen den Charakteren aufgebaut. Sie sind für den Leser einfach plötzlich übereinander hergefallen. Das ist sehr schade, weil es viele Gelegenheiten gegeben hätte in denen Spannung hätte aufgebaut werden können. Die Show ist spannend und hat viele Möglichkeiten gegeben, die leider nicht genutzt wurden.
Insgesamt konnte man das Buch gut lesen. Es gibt keine großartige Spannungskurve, aber die Story ist eigentlich ganz schön.
- Walko
Hase und Holunderbär - Bruchlandung am Bärenfelsen
(6)Aktuelle Rezension von: Sturmhoehe88Inhaltsangabe zu "Hase und Holunderbär - Bruchlandung am Bärenfelsen"
Aufregung in der Hasenheide: Ein komisches rundes Ding schaukelt über den Himmel! Was das wohl sein mag? Der kleine Hase und der Holunderbär machen sich sofort auf den Weg, das Geheimnis zu lüften ...
Eine lustige Geschichte mit den beiden Freunden Hase und Holunderbär in kurzen Sätzen und einfacher Schrift - ideal für Erstleser!
Ccover
Wie schon bei den anderen Holunderbär Geschichten ist auch hier das Cover wieder richtig Abenteuerlich geworden.
Schreibstil
Ist sehr leicht gehalten. Absolut Kindergerecht, zumal es Kinder gibt die sich mit dem Lesen schwer tun.
Meine Meinung
Abenteuerlich ist es ja immer wenn Ritter Hase und Holunderbär die Welt unsicher machen. Und das finden auch meine Kids. Holunderbär ist fast jeden Abend die Einschlafhilfe, aber erst wenn die Abenteuer beendet sind.
Ich habe auch dieses Buch des öfteren Empfohlen, und werde es auch weiter tut.
5/5 Sterne
Anmerkung
Rechte am Buch liegen beim Verlag/Autor und nicht bei mir.
- Anne-Katrin Müller
15 Fantasiereisen für Kinder von 4-10
(2)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteIn Fantasiereisen durch die Jahreszeiten
und noch viel mehr
Im hektischen Alltag von Kindern wie Erwachsenen sind kleine Auszeiten der Ruhe besonders wichtig. Daher versuchen wir wann immer es geht Auszeiten in Form von auditiven angeleiteten Fantasiereisen in unsere Arbeit mit Kindern und Senioren zu integrieren.
2016 /2017 haben wir zahlreihe Projekte in Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen durchgeführt, in denen wir sowohl pädagogische Mitarbeiter als auch die Zielgruppe selbst immer wieder in solche Fantasiereisen mitgenommen haben unter anderem mit diesen CD's.
Auch wenn es im Untertitel klar zu erkennen ist, dass sich hier an den Jahreszeiten orientiert wird finden wir dennoch auch Themen, die jahrezeitübergreifend eingesetzt werden können.
Wie im Jahreszyklus beginnt alles mit
1."Der Frühling ist da"
daran an schließt sich
2."Du fährst mit dem Heißluftballon"
und
3."Du machst eine Radtour"
unschwer zu erkennen, Themen die auch in den Sommer und Herbst passen.
Die Heißluftballon Reise kam übrigens sowohl bei den Kindern als auch bei den älteren Menschen sehr sehr gut an. Sie konnten sich intensiv auf die Reise ein- und mitnehmen
lassen. Vielleich gerade weil es für alle eine imaginäre Reise war, die sie nur in ihren Träumen und ihrer Fantasie miterleben konnten, weil sie sich keine eigenen Bilder aus eigenen Erfahrungen einschmuggeln konnten, denn keiner der Beteiligten hatte jemals eine solche Fahrt in der Realität gemacht. Ähnlich war es mit den Titeln 5 und 6.
4. "Der Sommer ist da"
5. "Du übernachtest im Garten"
6. "Du findest einen Wasserfall"
7. "Du bist in der Wüste"
Ende der ersten CD
Die 2. CD
beginnt mit dem Herbst
8. "Der Herbst ist da"
9. "Es regnet"
10."Du machst ein Lagerfeuer"
es geht in den Winter
11. "Der Winter ist da"
12. "Du wohnst in einer Schneekugel"
13. "Du bist ein Schneeengel"
14. "Du hilfst dem Weihnachtsmann"
15. "Du kannst zaubern"
Auch der Schneeengel war für die meisten, Kinder wie Erwachsene eine besonders intensive Reise.
Alle Geschichten entführen einen mit ruhiger Stimme uns sensibel untermalter Musik auf eine besondere Reise, in die wie langsam hinein und auch hinausgeführt werden. Auch die eingesetzten Instrumente fügten sich thematisch gut ein hatten oft einen Bezug zur Geschichte.
So erleben wir eine Auszeit für Körper, Geist und Seele.
Wichtig ist hierbei eine Entspannte Atmosphäre ohne Störungen und die Möglichkeit sich hinzulegen.
Sicherlich könnte man die Reisen auch bei Schulkindern im Sitzen machen nur müsste man dann eine eigene Einführung gestalten, da die Einführung der Reisen auf der CD eine Haltung auf dem Rücken liegend vorsieht, was im Übrigen auch zu einer wesentlich entspannteren Haltung führt.
Bei unseren Projekten in Grundschulen hatte jedes Kind eine Isomatte zur Verfügung.
Solch eine Anschaffung ist preiswert und äußerst praktisch. Skeptiker, die meinen es sei im Klassenraum nicht möglich 25 oder gar 30 Matten auszurollen denen sage ich nur, es geht! Und das auch ohne großes Tischerücken. Einfach die Stühle auf die Schulbänke und schon ist der Boden frei.
3 unserer Projektklassen haben über eine örtliche Bank sogar Isomatten für ihre Klassenräume gesponsert bekommen, die nun hinten im Raum gelagert kaum Platz wegnehmen. Diese Klassen haben Fantasiereisen in ihren Unterricht fest integriert. Besonders vor Klassenarbeiten hat es sich gezeigt war dies eine wunderbare Möglichkeit die Kinder etwas zu "entstressen", wie es eine Lehrerin sagte.
*
Eine schönes CD, zu der es auch ein Buch gibt, dass mit noch mehr Fantasiereisen aufwartet als auf der CD zu finden sind.
1 CD 7 Reisen, 2 CD 8 Reisen - Anne-Katrin Müller
Fantasiereisen für Frühling, Sommer, Herbst und Winter
(2)Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
Um auf das Buch einzugehen möchte ich erst die CD erwähnen. Das Buch ist separat zur CD erhältlich aber ich empfehle wirklich beides zu kaufen
In Fantasiereisen durch die Jahreszeiten
und noch viel mehr
Im hektischen Alltag von Kindern wie Erwachsenen sind kleine Auszeiten der Ruhe besonders wichtig. Daher versuchen wir wann immer es geht Auszeiten in Form von auditiven angeleiteten Fantasiereisen in unsere Arbeit mit Kindern und Senioren zu integrieren.
2016 /2017 haben wir zahlreihe Projekte in Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen durchgeführt, in denen wir sowohl pädagogische Mitarbeiter als auch die Zielgruppe selbst immer wieder in solche Fantasiereisen mitgenommen haben unter anderem mit diesen CD's.
Auch wenn es im Untertitel klar zu erkennen ist, dass sich hier an den Jahreszeiten orientiert wird finden wir dennoch auch Themen, die jahrezeitübergreifend eingesetzt werden können.
Wie im Jahreszyklus beginnt alles mit
1."Der Frühling ist da"
daran an schließt sich
2."Du fährst mit dem Heißluftballon"
und
3."Du machst eine Radtour"
unschwer zu erkennen, Themen die auch in den Sommer und Herbst passen.
Die Heißluftballon Reise kam übrigens sowohl bei den Kindern als auch bei den älteren Menschen sehr sehr gut an. Sie konnten sich intensiv auf die Reise ein- und mitnehmen
lassen. Vielleich gerade weil es für alle eine imaginäre Reise war, die sie nur in ihren Träumen und ihrer Fantasie miterleben konnten, weil sie sich keine eigenen Bilder aus eigenen Erfahrungen einschmuggeln konnten, denn keiner der Beteiligten hatte jemals eine solche Fahrt in der Realität gemacht. Ähnlich war es mit den Titeln 5 und 6.
4. "Der Sommer ist da"
5. "Du übernachtest im Garten"
6. "Du findest einen Wasserfall"
7. "Du bist in der Wüste"
Ende der ersten CD
Die 2. CD
beginnt mit dem Herbst
8. "Der Herbst ist da"
9. "Es regnet"
10."Du machst ein Lagerfeuer"
es geht in den Winter
11. "Der Winter ist da"
12. "Du wohnst in einer Schneekugel"
13. "Du bist ein Schneeengel"
14. "Du hilfst dem Weihnachtsmann"
15. "Du kannst zaubern"
Auch der Schneeengel war für die meisten, Kinder wie Erwachsene eine besonders intensive Reise.
Alle Geschichten entführen einen mit ruhiger Stimme uns sensibel untermalter Musik auf eine besondere Reise, in die wie langsam hinein und auch hinausgeführt werden. Auch die eingesetzten Instrumente fügten sich thematisch gut ein hatten oft einen Bezug zur Geschichte.
So erleben wir eine Auszeit für Körper, Geist und Seele.
Wichtig ist hierbei eine Entspannte Atmosphäre ohne Störungen und die Möglichkeit sich hinzulegen.
Sicherlich könnte man die Reisen auch bei Schulkindern im Sitzen machen nur müsste man dann eine eigene Einführung gestalten, da die Einführung der Reisen auf der CD eine Haltung auf dem Rücken liegend vorsieht, was im Übrigen auch zu einer wesentlich entspannteren Haltung führt.
Bei unseren Projekten in Grundschulen hatte jedes Kind eine Isomatte zur Verfügung.
Solch eine Anschaffung ist preiswert und äußerst praktisch. Skeptiker, die meinen es sei im Klassenraum nicht möglich 25 oder gar 30 Matten auszurollen denen sage ich nur, es geht! Und das auch ohne großes Tischerücken. Einfach die Stühle auf die Schulbänke und schon ist der Boden frei.
3 unserer Projektklassen haben über eine örtliche Bank sogar Isomatten für ihre Klassenräume gesponsert bekommen, die nun hinten im Raum gelagert kaum Platz wegnehmen. Diese Klassen haben Fantasiereisen in ihren Unterricht fest integriert. Besonders vor Klassenarbeiten hat es sich gezeigt war dies eine wunderbare Möglichkeit die Kinder etwas zu "entstressen", wie es eine Lehrerin sagte.
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Eine schönes CD, zu der es auch ein Buch gibt, dass mit noch mehr Fantasiereisen aufwartet als auf der CD zu finden sind.
1 CD 7 Reisen, 2 CD 8 Reisen
Das Buch beinhaltet 38 kleine Fantasiereisen ebenfalls thematisch den Jahreszeiten zugeordnet und ist eine wunderbare Ergänzung zur CD, da hier auch Tipps zur Verfügung gestellt werden. Alle Reisen sind spontan in den Alltag zu integrieren und auch für Schulklassen, die spontan etwas zur Ruhe kommen sollen gut nutzbar.
Auch wenn es vom Cover her den Anschein erweckt, dass dies ehr etwas für kleinere Kinder ist und auch der Titel eine Zielgruppe von 4- 10 Jahren anspricht lautet unsere, aus der Erfahrung her rührende Empfehlung anders. Viele der Geschichten, sowohl auf CD als auch im Buch sind auch für ältere Kinder noch gut einsetzbar und vor allem dann auch wieder im Seniorenbereich / Demenzbereich.
*
- Kit Auburn
Where my soul belongs
(55)Aktuelle Rezension von: Kers_Tin4Ich hatte mich auf das Buch gefreut, denn ich fand die Story, das Setting und den Klappentext vielversprechend.
Leider muss ich sagen, dass ich das Buch über weite Strecken sehr langatmig, um nicht zu sagen langweilig, fand. Was auch zu einem großen Teil am Schreibstil lag.
Der größte Teil des Buches bestand daraus, dass die beiden Protagonisten Sam und Leena sehr viel Zeit miteinander verbrachten. Während dieser Zeit war gefühlt immer einer von beiden sauer auf den anderen oder beleidigt wegen irgendwas und der andere hat sich irgendwann entschuldigt und alles war wieder gut, bis das gleiche Spiel wieder von vorn los ging. Dieses Verhalten finde ich für Leute die Mitte 20 sind schon sehr kindisch. Dazu passt allerdings leider auch, dass vor allen Dingen Leena gefühlt jedesmal wenn sie etwas zu Sam sagte das so beschrieben wurde, dass sie nuschelte, stammelte oder ihre Stimme piepste. Warum müssen Protagonisten die so ungefähr 25 Jahre alt sind immer so kindisch beschrieben werden? Das gefällt mir leider gar nicht.Ich habe Band 2 auch schon auf meinem SuB, aber ich denke ich werde mir Zeit lassen, bis ich es lese.
- Claude Cueni
Giganten
(15)Aktuelle Rezension von: Insider2199Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen!
Der 1956 in Basel geborene Autor schrieb neben historischen Romanen und Thrillern auch Theaterstücke, Hörspiele und über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen. Außerdem designte er jahrelang Computer-Games. Bekannt wurde er durch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über "Geld, Götter und Leidenschaft", die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt: "Cäsars Druide" (Geld aus Metall), "Das große Spiel" (Geld aus Papier), "Gehet hin und tötet" (virtuelles Geld). Der vorliegende Roman ist mein erster von ihm.
Inhalt (Klappentext): Der Roman erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Pariserin, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemien, entscheiden muss.
Meine Meinung: Zuerst einmal zu den positiven Aspekten des Romans: das Buch lässt sich leicht lesen und man erfährt zahlreiche historische Fakten zum Bau des Eiffelturms und der Freiheitsstatue. Das ist aufgrund des Covers, Titels und Klappentexts auch zu erwarten gewesen. Die gleichen Infos bekomme ich aber auch, wenn ich mir die Wikipedia-Beiträge zu den Events durchlese. Somit lag meine Erwartungshaltung bei so einem fiktiven Roman doch etwas höher, v.a. wenn die Rivalität der beiden Erbauer im Klappentext angedeutet wird: da erwarte ich logischerweise Konflikte und Dramatik – doch hier enttäuscht der Roman, was mich zu folgenden Kritikpunkten überleiten lässt …
Erstens kocht die Rivalität bzw. Konflikte auf kleiner Flamme, denn es geht hpts. ständig um die Frau, in die sich Frédéric verliebt und die ihm Mr. Eiffel wegschnappt. Es ist ja nicht so als würde die Frau zu irgendwas gezwungen, sondern sie entscheidet sich freiwillig dazu, den Eiffelturm-Erbauer zu heiraten und Frédéric jammert ständig rum und kann dies nicht ertragen. Zu einem richtigen Fight zwischen den beiden kommt es leider nicht wirklich, es wird mit der Zeit einfach nur nervig, weil die Frau auch nicht richtig weiß, was sie will und das Gezeter auch noch in sehr banalen, gestelzten Dialogen verpackt wird.
Zweitens fand ich es sehr schade, dass man hpts. nur mit der Perspektive von Frédéric konfrontiert wird und somit auch über den Bau der Freiheitsstatue viel mehr erfährt als über den des Eiffelturmes. Mich hätte aber auch diese Seite interessiert; es gibt z.B. viele interessante Facts, die ich im Internet nachlas, die sich leider nicht in diesem Roman wiederfinden. Schade.
Und drittens gibt es auch in diesem Roman – was leider keine Seltenheit darstellt – sehr viele Lückenfüller, sprich ich hätte mir ein besseres Editing gewünscht. Da gibt es z.B. einen sehr ausschweifenden Sub-Plot über Frédérics Bruder Charles, den man meines Erachtens getrost hätte streichen können, denn der Fokus sollte doch auf der Rivalität der beiden „Giganten“ liegen, doch dieser kommt leider zu kurz oder ist zu trivial dargestellt. Ergo Thema verfehlt.
Fazit: Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen! Ja, der historische Roman liefert einige interessante Fakten, aber keine, die man im Internet nicht selbst gefunden hätte. Die Rivalität der „Giganten“ kam zu kurz und versumpfte in nervigen, trivialen, gestelzt klingenden Dialogen. Das Buch erreicht leider nicht ganz Durchschnittsniveau, somit vergebe ich 2,5 Sterne und sage: muss man nicht unbedingt gelesen haben.
- Peter Pitsch
Gertrude und Wilmar auf großer Fahrt
(2)Aktuelle Rezension von: Michaela-WeissAuch der zweite Band von Gertrude & Wilmar und der kleinen Wolke ist wirklich schön gelungen.
Die Zeichnungen und Erzählungen rund um die abenteuerliche Ballonfahrt sind sehr liebevoll gestaltet.
Ein großes Plus ist außerden, dass sich das Buch ganz unabhängig vom ersten Teil lesen lässt. Am Anfang der Geschichte wird sogar noch zusammengefasst, was im ersten Teil passiert ist - was ich sehr schön finde!
Gertrude vermisst die kleine Wolke und macht sich daher zusammen mit ihrem Hund Wilmar auf eine Reise im Ballon. Sie kommen jedoch vom Pfad ab und werden weit fortgeweht - bis ins ferne Indien! Dort geht ihr Abenteuer dann erst so richtig los.
Viele schöne Momente und Weisheiten sind in der Geschichte verpackt und natürlich wartet bereits ein gutes Ende, das auf zu weiteren spannenden Abtenteuern führt! :)
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich, wie auch im anderen Band: Die Sprache ist recht fortgeschritten, sodass sie für die Jüngsten hin und wieder noch zu kompliziert ist. Aber auch darüber kann man sich austauschen und zusammen lernen.
Alles in allem ein fantasievolles und sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch. Ich werde die Bücher um Gertrude und Wilmar meinen Patenkindern schenken - zusammen mit der kuscheligen kleinen Wolke, die übrigens ebenfalls beim Verlag erhältlich ist. - Christiane Martini
Tote Oma auf Eis
(6)Aktuelle Rezension von: sommerleseChristiane Martini hat ihre Krimireihe um "Tote Oma auf Eis" erweitert. Auch hier geht es wieder nach Eiderstedt in Nordfriesland. Der Krimi erscheint 2017 im Gmeiner Verlag.
Eiderstedt: Die Hochzeit von Oma Else und ihrem Doktor steht bevor. Es ist für alles gesorgt, für das leibliche Wohl sorgt der Caterer, die Friesentorte ist bestellt und für die musikalische Begleitung der Feier reist die bayerische Combo "Gevatter Blechschuss" an. Doch dann muss die Hochzeitsfeier kurzfristig auf das Festivalgelände verlegt werden, denn dort soll die Combo einspringen. Leider wird die Feier von einem Giftanschlag überschattet. Es hat den Totengräber Rudi erwischt, vergiftet durch ein Stück von Omas Friesentorte.
Diesen humorvollen regionalen Küstenkrimi habe ich mir passend für meinen Urlaub auf Eiderstedt zugelegt. Es ist der zweite Band der Reihe um Oma Else, jedoch gut ohne Vorkenntnisse zu lesen.
Witzig, unterhaltsam und leicht kommt dieser Krimi daher. Der einfache Sprachstil liest sich flott, der O-Ton der Küstenbewohner wird gut getroffen und der Krimi ist einfach zu lesen.
Wie erwartet hat mich dieser Küstenkrimi gut unterhalten, besonders der regionale Aspekt hat mir gut gefallen. Krimitechnisch gibt es eher keine schwierige Ermittlung zu verfolgen. Eher zufällig löst Oma Else einige Fakten durch reine Beobachtung auf. Es herrscht für so ein kurzes Buch ein großes Personenaufkommen, ein nachfolgendes Personenregister bringt jedoch Ordnung und Erklärung in den Haufen.
Es sind die besonderen Charaktere, die mit typischen Facetten ihrer Sprache und Regionalität eine humorvolle Beobachtung ermöglichen. Man kann sagen, das die speziellen Dialekte der Nordfriesen und Bayern aufeinanderprallen. Auch die landestypische Kulinarik kommt nicht zu kurz. Friesentorte besteht aus Blätterteig, Sahne und Pflaumenmus. Nur in diesem Krimi wird dort Gift beigemischt.
Mir hat dieser Krimi eine Regenpause an der See versüßt und die humorvolle Beobachtung von Land und Leuten ermöglicht. - Matthew Olshan
Ballonfahrt mit Hund
(3)Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
Die (fast) wahre Geschichte
der ersten internationalen
Luftfahrt im Jahr
1785
Ein Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene
Ein Bilderbuch über Luftfahrt aber auch Freundschaft
Dieses auf den ersten Moment vielleicht etwas skurril anmutende Bilderbuch erzählt die /(fast) wahre Geschichte einer besonderen Heißluftballonfahrt und einem ungewöhnlichen Freundschaftsbeginn. Eine wahre historische Begebenheit mit kleinen Freiheiten des Autors.
Metthew Olsam gelingt es auf amüsante, etwas skurille Weise die Geschehnisse vom
7. Januar 1785
dem Leser näher zu bringen.
An diesem Tag machten sich der amerikanische Engländer Dr. John Jeffries und der Franzose Jean- Pierre Blanchard mit dem Heißluftballon auf den Weg über den Ärmelkanal.
Es war der erst Flug von einem zum anderem Land.
Was so harmonisch dies klingt ist es aber leider nicht denn obwohl John Jeffries den Ballon bezahlt hat und es eine klare Absprache gab, dass beide zusammen fahren würden, versuchte der Pilot Jean-Pierre Blanchard sich allein auf die Reise zu machen.
Welchen Trick er anwandte und wieso es dann doch nicht gelang verrate ich hier noch nicht, es ist aber überliefert, das es diesen Täuschungsversuch tatsächlich im Vorfeld gegeben haben soll.
Mit Proviant, Ausrüstung und ihren beiden Hunden machen sie sich dann auf den langen Weg über den Ärmelkanal. Blanchard macht Jeffries versuch dabei immer wieder klar zu machen wer der eigentliche Chef ist doch Jeffries sieht das als Geldgeber etwas anders. Eine Reise voller Spannungen zwischen den beiden nimmt seinen Lauf bis Blanchard einschläft, der Ballon immer höher steigt, die Luft dünner wird und der Ballon dicker und dicker. Jeffries Versuche Blanchard diese Beobachtung mitzuteilen fruchten nicht und so greift er zum Werkzeug um das Ventil zu öffnen um Gas entweichen zu lassen. Doch ihm passiert ein Missgeschick, der Ballon sinkt und sinkt und auch dem gerade erwachte Pilot gelingt es nicht das Ruder herum zu reißen.
Sie entledigen sich allem Hab und Guts doch es hilft nicht. Sie opfern sogar ihre Kleidung. Bis auf die Unterhosen, doch vergebens, bis Jeffries eine geniale Idee hat. Der Ballon steigt wieder. Höher und höher und man glaubt es kaum, das Ereignis hat die beiden zusammengeschweißt zu Freunden werden lassen.
Gemeinsam gelingt es ihnen dann doch noch Frankreich zu erreichen wo sie recht spektakulär aber unversehrt unter dem Beifall vieler Zuschauer landen.
Und so betreten sie nur in Unterhosen, jeder mit seinem Hund im Arm nach Stunden in der Luft wieder festen Boden.
Da mussten sie erst in Unterhosen gegenüber stehen um zu erkennen, das sie im Grunde doch gleich sind. Das einer nicht mehr wert ist als der andere weil der eine alle bezahlte und nur der andere in der Lage war den Ballon zu fahren.
*
Wunderbare Bilder, die einen in die Zeit von 1785 versetzten begleiten und illustrieren das Geschehen eindrucksvoll.
Die Mimik und Gestik der beiden Partner und Widersacher ist genauso hinreißend wie ihre verbalen Auseinandersetzungen. Sprechblasen lassen uns an ihren Dialogen teilhaben. Auch optisch bekommen die Auseinandersetzungen so einen besonderen Schwung wobei auch die Mimik der Hunde zu beachten sich lohnt, denn die schauen sich zuweilen genauso feindselig an wie ihre Herrchen. Es sind oft die kleinen Dinge am Rande, die diese Geschichte noch ein wenig mehr bewegen und uns Grund zum Schmunzeln geben.
Grund zum Schmunzeln gibt es viel in dieser historisch wahren Begebenheit, die der Autor auf seine Weise mit künstlerischer Freiheit erzählt. Und damit man weiß was wahr und was dazu erdacht wurde klärt der Autor zum Schluss noch auf.
Ebenfalls auf seine höchst eigene, mitreißende, empathische Art.
*
Wir haben diese Geschichte mehrfach Kindergruppen vorgelesen.
Am intensivsten sind die Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren mitgegangen. Sie konnten sich in, die doch recht ungewöhnlichen Illustrationen, die dem Stil früherer Zeiten entsprechen, gut hinein versetzen und folgten der Erzählung mit großer Spannung aber auch Interesse für das Geschehen drum rum. Einige hatten sogar etwas Sachwissen über die Funktionsweise eines Gasballons.
Mit Grundschulkindern einer ersten Klasse haben wir nach der Buchbetrachtung ein Projekt zum Thema Luftfahrt von den Anfängen bis heute, gestartet, das der Lehrer dann weiterführte. Bei der abschließenden Projektdarstellung lasen die Kinder den Eltern die Geschichte vor, die später selbst ganz fasziniert in das Buch blickten.
*
Fazit:
Ein Buch für Jung und Alt.
Ein Buch das Sachwissen aus äußerst anschauliche und auch etwas witzige Art vermittelt
- Jules Verne
Fünf Wochen im Ballon
(51)Aktuelle Rezension von: Imke_BrunnIch habe das Buch als Teenager schon einmal gelesen. Heute mit dem Blick einr Erwachsenen fallen ganz andere Dinge auf. Als Teenie habe ich das Abenteuer gesehen, hete fällt auf, dass es doch sehr rassistisch ist, wie die Einwohner der afrikanischen Dörfer dargestellt werden. Wobei es auch eine Szene gibt, in der dem Autor das auch zu der damaligen Zeit schon aufzufallen schien. "Man stelle sich vor, die Kämpfer steckten in gut sitzenden Uniformen, dann könnte man es von einem europäischen Krieg nicht unterscheiden"
- Gus Gordon
Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte
(6)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteEin wundervolles Bilderbuch über Zuhause
und die Welt da draußen
und über ein Geheimnis
Mit außergewöhnlichen , wundervollen Collagen in Kombination mit witzigen Zeichnungen
für Kinder ab 4 Jahren
Irgendwohin, wer möchte das nicht?
Die meisten möchten doch die Welt sehen. Nur George, der behauptet, das er am liebsten Zuhause ist. Ob das so stimmt?
Davon und noch ganz viel mehr handelt dieses wundervolle Bilderbuch in dem uns Gus Gordon nicht nur mit einer wirklich wunderschönen Geschichte überrascht sondern auch mit ganz außergewöhnlich tollen Illustrationen, die einen zum genauen Hinschauen bewegen, uns in die Bilder eintauchen lassen und mit spannenden Eindrücken wieder entlassen.
George Gans liebt sein Zuhause.
Er liebt es zu backen und seine Gäste mit Köstlichkeiten zu verwöhnen. George Gans bekommt viel Besuch von seinen gefiederten Freunden, die auf dem Weg wohin auch immer bei ihm einkehren und ihm von der großen weiten Welt erzählen. Immer erinnern seine Kreationen die Reisenden an einen Ort den sie schon besucht haben, wie zum Beispiel Walter Grünwald, der beim Genuss des köstlichen Apfelstrudels an Paris bei Nacht denken muss oder ein Schwarm Gänse die Georges Karottenkuchen mit dem Herbst der Tundra von Alaska vergleichen.
Jeder der Gäste lädt George ein einmal mit ihm zu reisen doch immer hat der etwas anders, wichtigeres zu tun.
Ob das wirklich so ist?
Sicherlich ist das ein oder andere wichtig, könnte aber genauso gut aufgeschoben werden. Als es Winter wird kommt ihn niemand mehr Besuchen. Plötzlich ist es still, einsam um ihn herum.
Doch er hat Glück. Der Bär Pascal Lombard sucht noch nach einer Unterkunft für die kalte Jahreszeit. Gemeinsam machen sie es sich in Georges Haus gemütlich und führen viele Gespräche, auch darüber wieso George nicht wie die anderen Vögel vereist. Wir können uns denken, was der Ganter erwidert. Er hat einfach immer viel zu viel zu tun. Eindrucksvoll schildert er all diese Wichtigkeiten, doch Pascal weiß nur zu gut, dass es Ausreden sind und lässt dies auch seinen Freund wissen. Nun muss George Farbe bekennen. Er vertraut sich Pascal an, erzählt ihm wieso er nicht wie die anderen nach Norden oder Süden fliegt. Was das ist verrate ich hier noch nicht. Nur so viel Pascal versucht alles um George zu helfen doch es gelingt nicht aber dann entdecken sie etwas was beiden die Möglichkeit gibt gemeinsam die Welt die zu entdecken.
Und so machen sich George und Pascal nach einiger Vorbereitungszeit auf den Weg. Sie besuchen all die bekannten und unbekannten Orte, von denen George immer nur gehört hatte.
Irgendwann fehlte ihnen aber dann auch etwas.
Ahnt ihr was es ist?
*
Eine wundervolle, sehr einfühlsame Geschichte, die auch zeigt, dass man sich hin und wieder etwas trauen muss, dass man den Mut haben muss einzugestehen wenn man etwas nicht kann um dann über seinen Schatten zu springen und es einfach zu Versuchen. Wenn es dann nicht gelingt gibt es mit Sicherheit auch eine zweite oder dritte oder..... Lösung. Man muss es nur wollen. Dabei ist es sehr hilfreich einen Freund zu haben, der einen ein klein wenig an die Hand nimmt damit es einem gelingt den inneren Schweinehund zu überwinden.
Das ist die Formulierung / Interpretation, die Erwachsenen dazu einfällt, denn die werden genauso viel Gefallen an dem Buch haben wie die Kinder, die das alles ähnlich interpretieren nur anders in Worte fassen.
Unsere Lesekinder konnte sich zu Beginn der Geschichte keinen Reim darauf machen wieso es George schöner findet zuhause zu sein und Kuchen zu backen anstatt zu verreisen. Immer wieder kommentierten sie mit :" der ist aber dooooof….." einige kamen auch auf die Idee:".... der traut sich nicht und will es nur nicht sagen."
Als dann die Wahrheit ans Licht kommt fühlen sie mitleidig mit.
"Der Arme!" , ".... da hat er immer nur gesagt er hat keine Zeit und wäre doch gern mitgeflogen. Das ist aber traurig....!"
Als dann die Wendung in der Geschichte Pascal und George an fremde Ort führt freuen sie sich mit ihnen schmunzeln dann aber auch über das Ende.
Da sitzen die beiden gemütlich kein Kaffee und Kuchen und planen schon die Reisen für den nächsten Winter.
*
Neben der wirklich außergewöhnlich schönen Geschichte wartet das Buch aber auch mit ganz besonders schönen, außergewöhnlichen Illustrationen auf, die in vielerlei Hinsicht anders sind als in den meisten anderen Bilderbüchern.
Wenn ich meisten sagen, dann deshalb, weil es natürlich die unterschiedlichsten Illustrationsstiele im Bilderbuch gibt und auch die Kombination von Collage und Zeichnung immer mal zu finden ist, nur eben nicht so häufig. Schade eigentlich, denn unsere Lesekinder finden gerade diese Form der Illustration besonders spannend, weil sie immer wieder Dinge, Bilder erkennen, die sie genau so vor sich haben.
Hier bindet Gus Gordon eine Vielzahl unterschiedlichster Illustrationsstile mit ein. Mal das Foto eines Herdes ,mal das eines sehr real, naturgetreu gezeichneten Gegenstandes wie einem Hocker, der aus einem Sachbuch entnommen sein könnte oder einem alten Katalog oder er kombiniert einen gezeichneten Bilderrahmen mit dem Bild eines Fotos von einem Stück Kuchen. Immer wieder erkennt man Zeichnungen, die an flugtechnische Geräte und Aufzeichnungen im Cockpit oder geografische Angaben erinnern. Alte Zeitungsausschnitte in Kombination mit etwas anderem erkennen wir und das alles in Verbindung mit den großartigen Zeichnungen.
Überhaupt, und das wird schon beim Vorsatz deutlich nimmt uns der Bilderbuchmacher in eine andere Zeit mit. Sehen wir doch gleich zu Beginn eine Vielzahl wunderbarer Koffer. Kleine, große, sehr große, Reisetaschen etc. Sie alle sehen nicht so aus wie die heute sondern wie aus vergangenen Jahrzehnten und alle aus alten Katalogen ausgeschnitten. Kataloge in denen die Gegenstände noch nicht Fotografiert waren sondern gezeichnet.
Ein unglaublich eindrucks- und stimmungsvoller Eintritt zur Geschichte, der dem Betrachter das Gefühl gibt sich auf eine Zeitreise zurück zu begeben und gleichzeitig die Reiselust, in der es in diesem Buch ja geht, weckt.
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Collagen regen immer wieder die Phantasie der Kinder an, daher beenden wir eine Vorlesestunde immer mit einer Bastel-Mal-Aktion in der sie selbst zu kleinen Künstlern werden können. Hier haben wir das Thema aufgegriffen und uns auf Städte und Länderreise begeben. In Kleingruppen oder alleine mit Eltern oder ohne, hier wurden Bilder gestaltet, die an Lieblings- oder Sehnsuchtsorte führte. Erinnerungen an einen Urlaub genauso wie der Lieblingsort zuhause z.B. im Baumhaus im Garten.
der Kreativität sowohl in der Motiv- als auch Gestaltungsweise sind hier keine Grenzen gesetzt und sicherlich fällt jedem noch etwas Neues dazu ein.
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Ein großer Dank an den wundervollen Bilderbuchmacher Gus Gordon für dieses wundervolle Buch.
- Paula Leonhardt
Mit dem Wind
(14)Aktuelle Rezension von: majaloewenzahnIm Sommer 1884 lernt die junge, abenteuerlustige Mathilde „Tille“ Krämer den Ballonfahrer Paul Naumann kennen. Er verkörpert ihren Traum vom Abenteuer. Sie beginnt, für ihn als Näherin zu arbeiten und schon bald steigen die beiden zusammen in Naumanns Ballon auf. Tille wird selbst Ballonfahrerin und Fallschirmspringerin und tritt fortan mit ihm auf.
Aber nicht nur das Ballonfahren und Abspringen ergreift sie: Schnell fühlt sie sich von dem charismatischen Paul angezogen – sehr zum Missfallen von Fritz, Tilles langjährigem Freund. Um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, hat dieser es nie gewagt, Tille seine Liebe zu gestehen.
Tille bekommt ein Kind von Paul und eigentlich scheint alles perfekt. Doch dann kommt es zu einem tragischen Unfall, der alles verändert. Mit der Hilfe ihrer Mutter und ihres Freundes Fritz kommt Mathilde wieder auf die Beine und schafft es, an ihren Träumen festzuhalten.
Der Roman springt zwischen den Zeiten, beginnend im Jahr 1929. Tilles Tochter Rosa kommt gerade von der Beerdigung ihrer Mutter und erinnert sich an ihr Leben. Dabei wird die Geschichte mal aus Rosas, mal aus Tilles oder Fritz‘ Sicht erzählt.
Im Großen und Ganzen hält sich die Autorin, die den Roman unter dem Pseudonym Paula Leonhardt veröffentlicht hat, nahe an wahren, bekannten Begebenheiten um Käte Paulus. Die Geschichte „drumherum“ ist ihrer Fantasie entsprungen und da diese Erzählungen einen großen Teil einnehmen, finde ich es gut, dass sie ihren Hauptfiguren neue Namen gegeben hat. Die Vorlage für Leonhardts Tille, Käte Paulus, war eine bemerkenswerte Frau, die sich den Konventionen ihrer Zeit hinweg setzte und der Autorin ist es weitgehend gelungen, dies auch auf Tille zu übertragen.
Der Erzählstil ist flüssig und fesselnd, doch es gibt auch ein „Aber“. Manche Szenen sind etwas langatmig – gerade, wenn es darum geht, dass Tille sich ihrer Gefühle für Paul oder Fritz bewusst wird. Schade fand ich es, dass in dem Roman keinerlei Bezug zu anderen Pionieren und Pionierinnen der Luftfahrt gemacht wird – etwa zu den ersten erfolgreichen Gleitflügen, die in die Zeit von Tilles ersten Aufstiegen und Absprüngen fallen.
Die Figur der Rosa in den späten 1920ern hätte es meiner Ansicht nach nicht unbedingt gebraucht, aber das ist sicher Geschmackssache.Gestolpert bin ich über die ein oder andere Unstimmigkeit rund um Begrifflichkeiten der Anfänge der Luftfahrt. So bin ich mir nicht sicher, ob eine Mutter 1880 – mehr als zehn Jahre vor den ersten erfolgreichen Gleitflügen Lilienthals – den Begriff „Segelflugzeug“ genutzt hätte oder ob man damals wirklich Diskussionen geführt hat, dass ein Ballon „fahre“ und nicht „fliege“. Doch das sind Spitzfindigkeiten, die der Geschichte als Ganzem keinen Abbruch tun.
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