Bücher mit dem Tag "baltikum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "baltikum" gekennzeichnet haben.

54 Bücher

  1. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453442047)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.573)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mikael Blomkvist und seine Kollegen von Millenium recherchieren in einem Fall von Mädchenhandel und Prostitution von Minderjährigen. Nachdem ein Kollege ermordert wird und Mikael selbst nachforscht und dann ein weiterer Mord geschieht, steht für die Öffentlichkeit fest, Lisbeth Salander ist die Schuldige. Sie hat die Männer ermordet. Mikael glaubt aber an ihre Unschuld, aber hat keinen Kontakt zu ihr. Während er im Sumpf des Verbrechens ermittelt, versucht sich Lisbeth Zeit zu schaffen und selbst etwas über die wahren Mörder heraus zu finden. Beide kommen der Wahrheit immer näher und für beide hat sie schreckliches auf Lager. Im zweiten Band braucht man etwas, bis man in der Story drin ist. Aber dann gewinnt die Handlung an Fahrt und Logik und es wird ungeheuer spannend. Man taucht auch tief in Lisbeths Vergangenheit ein und offene Teile aus Verblendung werden zum Teil aufgeklärt. Holpriger Beginn, aber super spannend zum Schluß hin.

  2. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


  3. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783552056077)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (680)
    Aktuelle Rezension von: BrittaBanowski

    Ich liebe diese Krimis mit nordischen Wurzeln und besonders Kommissar Wallander hat es mir angetan,. und so wollte ich auch mal die literarische Grundfassung der Verfilmungen lesen, aber das verging mir ganz schnell.

    Denn der Autor schreibt sehr langatmig, mitunter langweilig und durch die vielen Schachtelsätze verzettelt man sich in diesen Büchern recht schnell und wenn ich noch einmal die Wahl hätte, so würde ich immer eine Folge im TV vorziehen

  4. Cover des Buches Landpartie - Gesammelte Erzählungen (ISBN: 9783717524762)
    Eduard von Keyserling

    Landpartie - Gesammelte Erzählungen

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Keyserling schuf um die vorletzte Jahrhundertwende ein Werk, das nicht zu Unrecht oft mit dem von Theodor Fontane verglichen wird. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Geschichte in der noch weiter östlichen gelegenen baltischen Heimat des Autors spielen, dass sie noch ruhiger und noch elegischer sind. Außerdem schafft Keyserling etwas, was nicht unbedingt Fontanes Stärke war: Er fängt die Stimmungen der Landschaft, des Wetters, der Natur vortrefflich ein, sodass er auch einen zweiten Titel zu Recht trägt: Baltischer Impressionist. Dieser Erzählungsband gibt mit einem guten Anmerkungsapparat fast schon alle wichtigen Texte des Autors.

  5. Cover des Buches Scharlatan (ISBN: 9783455403770)
    Claudia Weiss

    Scharlatan

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    1706. Der Hamburger Advokat Hinrich Wrangel wird von seinem alten Freund und Mentor Thomasius um Mithilfe zur Befreiung des in Dresden zu Unrecht verhafteten russischen Sondergesandten Johann Patkul gebeten. Trotz Bedenken seiner Frau Ruth entschließt sich Hinrich, an dem geheimen Treffen in Königsberg teilzunehmen. Einige der fähigsten Juristen des Landes planen eine Verteidigungsschrift zur Freilassung Patkuls zu erstellen, da sie in dessen Verhaftung eine Verletzung des Völkerrechts sehen. Auf dem Weg zur Beschaffung von entlastenden Dokumenten wird Wrangels Kutsche überfallen, seine Begleiter werden getötet. Wrangel selbst ist spurlos verschwunden und wird für tot gehalten. Tatsächlich wird er schwer verletzt verschleppt und landet als Sklavenarbeiter in den Sümpfen von St. Petersburg …

    Als Ruth Wochen später vom Überfall und seinen Folgen erfährt, glaubt sie nicht an Hinrichs Tod. Sie fühlt, dass er noch lebt und will ihn aufspüren. So macht sie sich, begleitet von ihrem alten Diener Jurek, auf die Suche nach ihrem verschollenen Mann. Die Reise führt sie über Dresden und Danzig nach Königsberg und erweist sich als weitaus beschwerlicher und gefahrvoller, als zunächst angenommen. Das Land ist vom „Großen Nordischen Krieg“ gezeichnet, marodierende Schwedische Truppen ziehen umher …

    „Scharlatan“ ist bereits der zweite historische Roman von Claudia Weiss, der promovierten Historikerin mit Schwerpunkt Osteuropa. Ein geschichtlich belegter Fall ist Grundlage dieses spannenden Buches. So begegnen wir vielen historischen Personen, wie Johann Reinhard von Patkul, König August von Sachsen und Polen, Zar Peter I von Russland, König Karl XII von Schweden, Domenico Trezzini, der Baumeister des Zaren, und einigen mehr. Gekonnt mischt die Autorin die tatsächlichen Geschehnisse mit fiktiven Personen und haucht diesen Leben ein. Besonders herausgearbeitet und gut gelungen sind natürlich unsere Protagonisten Hinrich und Ruth, die man sich glaubwürdig in der Zeit vor ca. 300 Jahren vorstellen kann.

    Herausgekommen ist ein interessanter und sehr authentischer Roman. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was die Spannung durchgehend auf hohem Niveau hält. Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und schön komponiert. Mit Ruth erlebt man die Beschwerden damaliger Reisen, fühlt die Gefahren und sieht die Landschaften und Menschen plastisch vor sich. Mit Hinrich ist man dabei, wie das später so schöne St. Petersburg von Sklaven mühsam aus den Sümpfen der Newa heraus gestampft wird. Schön ist eine Begegnung mit der Schamanin Marusja, die der Geschichte noch etwas Mystik hinzufügt.

    Fazit: Ein Buch, das sich durch seine hervorragende historische Recherche auszeichnet – ein Gewinn für den geschichtlich interessierten Leser.

  6. Cover des Buches Das Schokoladenmädchen (ISBN: 9783958246188)
    Katryn Berlinger

    Das Schokoladenmädchen

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sasa020121

    Der Anfang des Buchs hat mich begeistert, doch dann zieht sich die Geschichte hin … streckenweise langatmig, zu kitschig und alles in allem zu „glatt“. 

  7. Cover des Buches Das kalte Blut (ISBN: 9783257244434)
    Chris Kraus

    Das kalte Blut

     (29)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    In diesem Roman geht es um die radikale, systematische Vernichtung von Menschen während des zweiten Weltkriegs. Aus Sicht des Täters. Zwei Brüder werden als SS-Männer mit der „Säuberung“ im Osten und Westen des „Großdeutschen Reichs“ beauftragt. Beide lieben sie die Jüdin Ev, die traumatisiert aus Auschwitz zurückkehrt, wo sie zur Folterung von Häftlingen gezwungen wurde. Nach dem Krieg wechseln die Brüder Hub und Koja zu anderen Geheimdiensten, CIA und KGB, dienen als Doppelagenten mal hier mal da der „Sache“. Harte Kost, die anfangs in schönen Bildern und einem lockeren Erzählstil in das Buch zieht. 1974 beichtet der Ich-Erzähler Koja einem Hippie-Leidensgenossen in einem Krankenhaus seine Vergehen. Dabei schweift er immer wieder in melancholische Erinnerungen ab. Koja ist ein Künstler, hält alles mit Graphit auf Papier fest, lernt  Heinrich Himmler kennen und beeindruckt ihn. Sein Bruder Hub möchte den „Zartbesaiteten“ beschützen. Er sorgt dafür, dass Koja versetzt wird, sobald er zu Massenhinrichtungen abkommandiert werden soll, doch eines Tages kann Hub es nicht mehr verhindern. Und Koja ballert ein ganzes Magazin auf einen Säugling.
    Es gibt wunderschöne Metaphern in dem Buch, aber die will man als Leser mit zunehmender Enthüllung der Grausamkeiten nicht mehr genießen. Der Roman erinnert an die wahren Schicksale und pflanzt sie damit in die Gedächtnisse von uns Nachgeborenen ein oder besser, er ätzt sie ein. Für „Das kalte Blut“ hat er penibel in seiner eigenen Familiengeschichte recherchiert. Trotz bester Absichten zerfällt der Roman für mich als Leser aber eher in einen Bericht als in eine runde Gesamterzählung.

     Ein bedrückendes aber gutesBuch.

  8. Cover des Buches Die Liebeslotterie (ISBN: 9783499252594)
    Andrew Nicoll

    Die Liebeslotterie

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Tibo Krovic ist Bürgermeister einer kleinen Gemeinde und liebt seine Sekretärin. Er malt sich aus wie ein Leben mit ihr sein könnte, aber Agathe ist verheiratet. Mit ihrem Mann läuft es seit längerem nicht mehr so toll und sie versucht alles, das Feuer wieder zu entfachen. Als sie sic doch trennt, kommt sie mit Cesare zusammen, ein furchtbarer Mann, der nicht gut ist für Agathe. Als die Probleme mit ihm immer größer werden, wird Tibo zu einer Entscheidung gedrängt.
    „Die Liebeslotterie ist eine schöne, spannende und romantische Geschichte über Menschen, die ihr Glück vor sich haben, aber es nicht zu greifen wissen. Viele einzelne wunderschöne Momente machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem

  9. Cover des Buches Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)

     (264)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Auch dieser zweite Band hat mich richtig packen können. Von der ersten bis zur letzten Seite fand ich die Geschichte sehr spannend und durchdacht. 

    Es geht um zwei Leichen bzw. nur Leichenteile, die zufällig entdeckt werden. Wie sich herausstellt, wurden die Toten ermordet - und das schon vor gut 70 bis 80 Jahren! 

    Gina Angelucci, Ermittlerin für Cold Cases, nimmt sich des Falles an. Die Recherchen führen zurück ins Jahr 1944. 

    Ich fand es sehr fesselnd, wie sich mit der Zeit immer mehr entschlüsselt und wie die Vergangenheit immer noch die Gegenwart beeinflusst hat! 

    Dabei gibt es auch immer wieder mal Passagen, die direkt im Jahr 1944 spielen, so dass wir die handelnden Figuren von damals auch recht gut kennenlernen. 

    Insgesamt war für mich alles sehr schlüssig, sehr spannend und mitreissend! 


  10. Cover des Buches Until I Find You (ISBN: 9780552773126)
    John Irving

    Until I Find You

     (30)
    Aktuelle Rezension von: DaniW
    Ein wirklich fetter Lesebrocken. Aber einer der es in sich hat: skurrile Figuren, ein gespannter Lebensbogen und immer wieder neue Überraschungen, die hinter jeder Ecke lauern. Flüssig zu lesen und niemals langweilig. Es ist mir ein Rätsel: Wie kann man sich bloß solche Geschichten ausdenken? Und: Wie kann man sie so erzählen, das man hier förmlich das surren der Tatto-Maschine hört??
    Beim Lesen gab es Tränen, Lachen, Kribbeln im Bauch, Abscheu und die Realisierung, dass Irvings Geschichten irgendwie nichts für mich sind.
  11. Cover des Buches Kleines Bernstein (ISBN: 9783963114748)
    Rasa Aškinytė

    Kleines Bernstein

     (1)
    Aktuelle Rezension von: renee

    Ein historisches Buch, welches in längst vergangene Zeiten entführt, in die Zeit des Römischen Reichs. Dieses Buch lädt die Leserschaft auf eine Reise in die Vergangenheit ein, eine Reise zu den Ästiern im Baltikum, den Vorfahren der heutigen baltischen Stämme. Eine interessante und spannende Zeitreise, die etwas Vergangenes näherbringen möchte. Dies gelingt der litauischen Autorin Rasa Aškinytė auch recht gut. Die männliche und die weibliche Welt sind noch gut miteinander verflochten, das Christentum hat noch nicht die patriarchale Weltsicht verbreitet und Mensch und Natur sind noch eine miteinander verbundene Welt. Rasa Aškinytė gibt durchdachte und belegte Einblicke in diese Welt und obwohl diese Welt der Ästier schon lange vergangen ist, geben unserer westlichen Welt spätere polytheistische Kulturen in den Tiefen Sibiriens, Indiens und Südostasiens, Ozeaniens und Australiens, Afrikas und den Amerikas Einblicke in ihre Gedankenwelt und Lebenswirklichkeit. Der litauischen Autorin Rasa Aškinytė gelingt es hier in einer spannenden Geschichte das Wirken und Leben in dieser vergangenen Welt der ästischen Gruppen zu verdeutlichen.

    Gondas, der Stammesführer, ein Händler auf der Bernsteinstraße, bringt eine Zweitfrau in seinen Haushalt mit und Selija, die Erstfrau, ist darüber wenig begeistert. Nun bedeuten mehrere Ehefrauen auch eine gewisse wirtschaftliche Entlastung im eigenen Haushalt, doch die gutsituierte Erstfrau Selija hat für die Arbeit eine Dienerschaft und gewisse selbst bezogene Eigenschaften dürften auch in vergangenen Zeiten eine Rolle gespielt haben. Glesum, die Zweitfrau, eine ehemalige Sklavin ist sich ihrer Rolle bewusst und versucht möglichst unbeschadet durchs Leben zu kommen. Bentis, der Sohn von Gondas und Selija wird erwachsen und gewisse Generationenkonflikte zeichnen sich ab. Kirnis, ein ehemaliger Krieger und jetzt ein alter Mann kämpft mit seinen Erinnerungen und seiner jetzigen Stellung und dem Verfall seines Körpers. Die alte Heilerin des Dorfes sorgt für den Weiterbestand des Glaubens an die Göttin und deren Machterhalt und gleichzeitig kümmert sie sich mit ihren Mitteln um die Gebrechen der Menschen.

    Interessante Thematiken und recht gut gezeichnete Charaktere sind in diesem Buch zu finden. Nur der Aufbau der Charaktere könnte noch etwas ausführlicher erfolgen und der Fluss der Geschichte könnte noch etwas ausgebaut werden und weniger abgehackt daherkommen. Aber insgesamt ist "Kleines Bernstein" eine interessante Geschichte und eine schöne Unterhaltung!

  12. Cover des Buches Post Mortem - Herzen aus Wut (ISBN: 9783596702350)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Herzen aus Wut

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das fünfte Buch der Reihe "Post Mortem) setzt inhaltsmäßig auf die Geschehnisse der Vorgänger-Bücher auf. 

    Wie bereits in der Überschrift gesagt, halte ich dieses Buch für den (bisherigen?) Höhepunkt der Reihe. Es ist extrem spannend und besticht durch ein hohes Tempo. Dazu trägt entscheidend bei, dass die Geschichte in kurzen, knackigen Kapiteln erzählt wird und auch durch die immer wieder wechselnden Perspektiven. Geschickt hat der Autor diese diversen Perspektiven zu einem runden Ganzen zusammen geführt.

    Vile der handelnden Figuren sind dem treuen Reihenleser aus früheren Büchern bekannt und bieten ein willkommenes Wiedererkennens-Erlebnis. Auch die beiden Hauptprotagonisten treffen wieder aufeinander. Erfreulicherweise wurden diese behutsam weiter entwickelt.

    Ein tolles Buch, das hoffentlich doch nicht den Abschluss der Reihe darstellt. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn es einen weiteren Band geben würde.....!

  13. Cover des Buches Ölspur (ISBN: 9783442743094)
    Lukas Erler

    Ölspur

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Golondrina
    Hoppla! Was hier als gut recherchierter, spannender Erstling daherkommt, lässt mich staunen und man muß sich fragen, wie Verlage ihre Marketingbudgets verteilen, denn dieser Krimi kann meiner Meinung locker neben skandinavischen Krimigiganten oder dem allerorten anzutreffenden Regionalkrimieinheitsbrei bestehen. Thomas Nyström will sich nicht mit dem vermeintlichen Selbstmord seiner Exfreundin, einer Hamburger Journalistin abfinden und schlittert gemeinsam mit der Schwester der Toten in eine gnadenlose Verfolgungsjagd bei der Suche nach dem Mörder und den Hintergründen. Dabei wird schnell klar, dass die Bösen viel Geld und wenig Skrupel haben, um auch Nyström mundtot zu machen und ihre kriminellen Machenschaften nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Wohltuend normal lässt Erler seinen David dagegen auftreten: wenn er verletzt ist, dann ist er verletzt und entwickelt nicht schnell noch Superheldenkräfte. Zweifelt auch, wägt ab, wie weit er bereit ist zu gehen für seine Überzeugung. Geschickt eingeflochten in die Geschichte ist das Trauma des Jugoslawienkriegs, darüber hinaus sitzen die Verfolger an teueren Konferenztischen und schicken teilweise ganz legal schrottreife Tanker auf die Weltmeere. Toller Krimi, bin gespannt auf die bereits erschienenen Folgebände des Autors.
  14. Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Litauen (ISBN: 9783831732807)
  15. Cover des Buches Der Grosse Wendig - Band 1 (ISBN: 9783878472179)
    Rolf Kosiek

    Der Grosse Wendig - Band 1

     (3)
    Aktuelle Rezension von: stummer-zeuge
    Als einer, der sich nicht sehr für deutsche Geschichte interessiert bin ich neutral an die Lektüre dieses Buches herangegangen. Aber das Buch ist ein großer Augenöffner! Viele Geschichtsdetails wurden mir nach der Lektüre logischer und klarer. Kein Wunder, dass das Buch offiziell verschwiegen bzw. als Geschichtsrevisionismus verteufelt wird. Kein Wunder dass diese brisanten Tatsachen in unseren Lehrplänen unerwünscht sind und deutsche Geschichtsschreibung bis heute von den damaligen Siegermächten bestimmt wird.
  16. Cover des Buches DuMont Richtig Reisen Reiseführer Baltikum, Litauen, Lettland, Estland (ISBN: 9783770176496)
    Christiane Bauermeister

    DuMont Richtig Reisen Reiseführer Baltikum, Litauen, Lettland, Estland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    Der Reiseführer Baltikum - Litauen, Lettland, Estland aus der Reihe Dumont Richtig Reisen ist ein wertvoller Reisebegleiter. Vor allem ist er bei der Planung einer Rundreise besonders hilfreich, da die Abschnitte der einzelnen Länder sehr übersichtlich gestaltet ist und man sich das gewünschte schnell herausfischen kann. Auch vor Ort beim Suchen nach neuen Zielen oder Zwischenstopps war dieser Reiseführer eine große Hilfe. Natürlich gibt es die ein oder andere beschrieben Sehenswürdigkeit/Restaurant etc nicht mehr, aber das das tut der Hilfe keinen Abbruch (z.B. Seilbahn in Kaunas außer Betrieb. Was halb so schlimm ist, da eine Treppe daneben zum Aussichtspunkt führt!) Auch interessant, sind einzelne Themenbezogene Infoboxen. Bezüglich Hotel und Restaurant Empfehlungen ist dieser Reiseführer alleine nicht geeignet und sollte durch einen weiteren Reiseführer wie Lonelyplanet, Michael Müller Verlag oder ReiseKnow How ergänzt werden.
  17. Cover des Buches Der Fangschuß von Marguerite Yourcenar (26. Juni 2004) Gebundene Ausgabe (ISBN: B010IKKWN6)

    Der Fangschuß von Marguerite Yourcenar (26. Juni 2004) Gebundene Ausgabe

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Nach dem Ende des 1. Weltkrieges zieht sich der junge Erich von Lhomond auf das Schloss seines Freundes Konrad von Reval zurück. Dort trifft er auf dessen Schwester Sophie, die mittlerweile erwachsen, einen romantischen Faible für Erich entwickelt. Immer wieder geraten die beiden aneinander, doch Erich weist die junge Frau ab.  Als Sophie eines Nachts verschwindet und Erich sich in den baltischen Bürgerkrieg involviert, ahnen beide nicht, dass ihr Schicksal miteinander verbunden sein wird.

    Marguerite Yourcenars Roman entstand in den Vorwehen des Zweiten Weltkrieges und beschäftigt sich inhaltlich mit dem russischen Bürgerkrieg, der nach dem 1. Weltkrieg auch die baltischen Staaten erfasste. Die Geschichte der drei jungen Menschen - Erich, Konrad und Sophie - basiert auf einer wahren Begebenheit, wie Yourcenar in einem Nachwort berichtet.  

    Trotz des durchaus interessanten Settings - von dem ich gar nicht mal so viel Ahnung hatte - konnte die Geschichte mich nicht begeistern. Die Perspektive Erichs ist zu einseitig und kreist mir zu sehr um sich selbst. Weder Sophie noch Konrad werden gut skizziert, noch dürfen wir ihre Gedankenwelt erfahren - und wenn dann nur durch jene Erichs gefiltert. Erich, der sich im Grunde nur für den Krieg interessiert, Frauen benutzt und dabei nicht über seinen Horizont hinausblickt, bleibt unsympathisch und ich konnte mich wenig mit ihm identifizieren. Das muss man nun bekanntlich auch nicht mit jeder Romanfigur, da er aber nun einmal die einzige Bezugsperson im Roman bleibt, dessen Gedankenwelt wir wiedergespielt bekommen, macht es den Roman nicht wirklich attraktiv.

    Kurzum: Leider nicht wirklich meins.

  18. Cover des Buches Kleiner Atlas zur deutschen Territorialgeschichte (ISBN: 9783885570967)
  19. Cover des Buches Polens deutsche Vergangenheit. Das Gebiet zwischen Oder und Memel im Ablauf der deutschen und der polnischen Geschichte (ISBN: 9783000124518)
  20. Cover des Buches 1900-1918 (ISBN: 9783471793503)
    Martin Gilbert

    1900-1918

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    In Band I ( 1900-1918 ) und Band II (1919-1933 ) zur Geschichte des 20. Jahrhunderts beschreibt Professor Martin Gilbert jedes Jahr nach politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Kriterien geordnet. Dabei wird Geschichte fesselnd erzählt wie ein Roman. Historische Genauigkeit langweilt hier nicht, sondern stellt die Dinge in einen faszinierenden Gesamtkontext.
  21. Cover des Buches Die Vertriebenen (ISBN: 9783548750835)
    K Erik Franzen

    Die Vertriebenen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Toll! Das bereits im Buchhandel erhaeltliche Werk von K. Erik Franzen erfuellt alle Merkmale eines guten Begleitbuches zu einer Fernseh-Dokumentation: viele Hintergrundinformationen, sehr gute Fotos und anschauliche Abbildungen, mutige und differenzierte Interpretationen und eine spannende Erzaehlsprache. Und das alles bei dem bis heute politisch brisanten und emotional aufgeladenen Thema der Vertriebenen. Mich stoert lediglich die Konzentration auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete, Polen und die Tschechische Republik. Es gab noch mehr Vertriebene! Dennoch: einschließlich des gelungenen Vorworts von Hans Lemberg ein überaus anregendes Buch, das wie geschaffen scheint, die gegenwaertige Debatte um Erinnerungskulturen zu erweitern.
  22. Cover des Buches Archiv Für Sippenforschung Mit Praktischer Forschungshilfe. 41. Und 42. Jahrgang 1975-1976 (ISBN: B002CI0EJA)
  23. Cover des Buches Schwalben (ISBN: 9783845912233)
    Ira Habermeyer

    Schwalben

     (20)
    Aktuelle Rezension von: silvie1111
    Die Geschichte in diesem Buch und wie die Handlung komponiert wurde fand ich sehr gelungen. Das Setting in Estland um den Zweiten Weltkrieg waren sehr glaubhaft dargestellt. 
    Leider gab es innerhalb der Szenen dauernde "POV hoppings", eine Passage aus Sicht der einen Person, dann wieder eine andete, was es schwermachte, ganz in die Charaktere einzutauchen. Die Hauptcharaktere fand ich besonders am Anfang etwas blass. Nach ca. 100 Seiten zog die Handlung jedoch an, und dann wurde es richtig spannend. 
    Sehr gerne gelesen. Leseempfehlung!
  24. Cover des Buches Invasion der Barbaren (ISBN: 9783608964264)
    Peter Heather

    Invasion der Barbaren

     (10)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Grob in zwei Teile lässt sich das erste Jahrtausend nach Christi unterteilen und ebenso grob kann man diese Zweiteilung im Buch thematisch wiederfinden. Unter dem ständigen Augenmerk auf die Migration ganzer Volksstämme in Europa in andere Landschaften und Lebensumstände hinein findet sich zunächst der jahrhunderte andauernde Niedergang des römischen Imperiums bis zu dessen Auflösung. Im Buch sind dies gut die ersten 300 Seiten. Auf denen Heather sauber herausarbeitet, dass es, nicht nur, aber im Wesentlichen auch, die Bedrängung durch die diversen 'Barbarenstämme' waren (diese lagen allerdings ebenfalls untereinander jeweils in Konflikten und verfolgten nicht als primäre Ziel die Absicht der Zerschlagung des römischen Imperiums, auch wenn die Völkerwanderungen der ersten Jahrhunderte einen gewichtigen Teil zur Auflösung der alten Ordnung beitrugen). 476 war das Ende des weströmischen Reiches durch Absetzung des Kaisers Romulus Augustus besiegelt, eine Neuordnung Europas im Westen und in den slawischen Ländern nahm nun zunehmend Formen an.

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