Bücher mit dem Tag "bamberg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bamberg" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (954)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14 Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenke - Regal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist nicht ohne. Gudrun Pausewang erzählt klar, hart und authentisch. Ich finde, dass einen beim Lesen der harte Realismus dieser Welt trifft. Es ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" in der Welt, in dieser Gesellschaft und Politik.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  2. Cover des Buches Resturlaub (ISBN: 9783596512409)
    Tommy Jaud

    Resturlaub

    (1.070)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: eBook 

    Erscheinungsdatum:

    Verlag: Fischer Verlag 

    Genre: Komödie 

    Seitenanzahl:

    • Inhalt:
    • Meinung:

    Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Es kann auf jeden Fall mit der Simon Peters - Reihe mithalten. Sehr witzig geschrieben und Ironie und Sarkasmus kommen auch nicht zu kurz!..... 

    Fazit:

    Tipp:

  3. Cover des Buches Das Unrecht (ISBN: 9783328107224)
    Ellen Sandberg

    Das Unrecht

    (80)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    Das war mein erstes Buch von Ellen Sandberg. Das Buch habe ich aufgrund des Themas gekauft und ich wurde nicht enttäuscht. Sie schreibt realitätsnah, spannend und es liest sich sehr flüssig. In der Regel habe ich Probleme, wenn in Büchern ständig Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart du dann noch Wechsel zwischen den Akteuren vorkommen. Diesmal habe ich mir ein Mindmap erstellt, das war dann deutlich einfacher für mich den Überblick zu behalten. Ich konnte die Vergangenheit der Story sehr gut nachvollziehen und mich reindenken, zumal ich persönlich in der ehemaligen DDR großgeworden bin.

    Rückblickend erfährt der Leser von den Wünschen, Ängsten und Plänen der Abiturienten 1988 in der DDR, aber auch vom Wirken der Stasi und der Niedertracht falscher Freunde. Der Leser erhält auch einen Einblick über die Gefangenschaft von Republikflüchtlingen und deren Motive. Ich konnte vor einigen Jahren einmal einen Stasi-Knast besuchen und mir sowohl die Gefängniszellen als auch die Verhörräume ansehen. Die dargestellten Szenen im Buch sind gut und realistisch dargestellt.

    Ich konnte mit den Hauptpersonen gut mitfühlen, auch sie wirken sehr realistisch. Insbesondere das Verhalten der Ehepartner erklärt sich rückblickend und wird spannend erzählt. Die Autorin hat ein gutes Gefühl, den Leser hier umfänglich mitzunehmen. Das erlittene Unrecht, sowohl in der damaligen DDR als auch durch den Ehemann Volker machte mich wütend.

    Zum Ende des Buches und Ausgang der Story möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern. Lest einfach selbst.

  4. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

    (159)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung kann man anhand der Kurzinfo erhaschen. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch spielt in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts zu Zeiten der schlimmsten Hexenverfolgung. Die Aurorin hat diese Zeit hervorragend eingefangen und kann sie dem Leser sehr plastisch vor Augen führen.Die Schicksale der menschen die in dieser Zeit unter fürchterlichen Ängsten leben mussten, sind sehr gut dargestellt worden.Aber auch die Seite der "Täter2 wurde eindrucksvoll eingefangen. 

    Der Schreibstil ist sehr gut und wird aufgelockert durch Protokolle, Briefe und auch noch durch die Erinnerungen einer Nonne, die ca. 20 Jahre nach den Ereignissen ihre Erinnerungen verfasst. Ein sehr bemerkenswerten Kniff, der dem Buch sehr gut getan hat.

    Die Figuren sind sehr gut und plastisch gezeichnet und man konnte sich gut damit identifizieren. Sie wirkten lebendig mit all ihren Nöten, Ängsten und Träumen und ihrer Charistika. 

    Ein toller Roman der Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.

  5. Cover des Buches Habakuk (ISBN: 9783954516933)
    Helmut Vorndran

    Habakuk

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Bernd „Lagerfeld“ Schmitt ist nun Vater einer kleinen Tochter und der Haussegen hängt ziemlich schief, weil seine Beste ihn zum Veganer erziehen möchte. Das sei gut fürs Kind. Nun ja, er stillt ja nicht.  

    Da kommt ihm die Untersuchung der unklaren Todesursache der Mitarbeiterin des Grundbuchamtes nicht ungelegen.  

    Dass hinter dem scheinbaren Herztod, der Angelika Schöpp mehr steckt, ist den Ermittlern anfangs nicht klar. Als dann noch ein altes Haus in die Luft fliegt, bei dessen Explosion Haderlein in unmittelbarer Nähe ist und eine Polizistin getötet wird, findet man eine gefesselte Leiche im Brandschutt.

    Die Ermittler setzen Puzzleteilchen für Puzzleteilchen zusammen und Haderlein hat gemeinsam mit der Riemenschneiderin den richtigen Riecher, denn auf dem Grundbuchamt geht es nicht so verstaubt und bieder zu, wie man meinen möchte. 

    Meine Meinung: 

    Ich bin ja ein großer Fan von Haderlein & Co.. Doch diesmal habe ich mich nicht so gut zurecht gefunden. Die Autonomiebestrebungen von Zöder und Hadauer habe ich als Österreicherin nicht so ganz verstanden. OK, die Franken haben ihren Stolz sowie diverse sprachliche Eigenheiten und wollen nicht mehr auf die vier Bundesländer Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg aufgeteilt sein, sondern ein eigenes Bundesland sein.  

    Als Lokalkolorit und Sparringpartner für Lagerfeld in Sachen fränggisch sind sie herrlich skurril, aber zur eigentlichen Krimihandlung hat das wenig beigetragen. Super auch der Auftritt Robert „Fidibus“ Suckfüll. 

    Was mir noch missfallen hat (aber vielleicht liegt es am ebook) - das dauernde Switchen von einer Zeit in die andere ohne Überschriften mit Zeitangaben. Das hat mich, obwohl ich so verschachtelte Handlungsstränge sehr gerne mag, doch ein wenig irritiert. Ich bin gerne in verschiedenen Zeiten unterwegs, doch möchte ich schon gerne wissen, wann genau. 

    Allerdings hat mich der Schluss wieder versöhnt, denn die Handlungsstränge haben sich gut zusammengefügt. Die Auflösung ist schlüssig und die arme Riemenschneiderin wieder clean. 

    Fazit:

    Der Krimi hat mich gefesselt und gut unterhalten, trotzdem muss ich eine Stern abziehen, daher nur 3 Sterne. 

     

     

  6. Cover des Buches Wir zwei in diesem Augenblick (ISBN: 9783596706655)
    Isabell May

    Wir zwei in diesem Augenblick

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Anna lebt ein sehr durchgeplantes Leben, denn sie ist nicht nur eine BWL-Studentin, sondern auch wichtige Hilfe für ihren Vater in dessen Firma, aber auch im Privatleben. Da Annas Mutter sich bereits das Leben genommen hatte, als Anna erst zehn Jahre alt war, sind sie und ihr Vater eine eingeschworene Gemeinschaft, in der jeder für den anderen stark ist. Doch als Anna auf einer Party den etwa gleichaltrigen Max kennenlernt, steht ihr Leben plötzlich Kopf. Bringt er doch eine Leichtigkeit in ihren Alltag, die sie so noch nie erlebt hat. Dennoch ist sie immer am Zweifeln, ob durch diese Treffen und die Ablenkung ihr Leben wie geplant weitergehen kann. Aber auch wenn sie Max zuerst nichts von ihrem Schicksalsschlag erzählt, spüren beide, dass sie jeweils einen Verlust in der Vergangenheit erlitten haben, der seine Schatten noch immer in die Gegenwart wirft. 

    Charlotte und Thomas werden unerwartet Eltern und vorallem Charlotte musste diese Botschaft zuerst verarbeiten und sich mit den daraus resultierenden Veränderungen abfinden. Liebt sie doch ihr Leben als Galeristin mitten in München, wo immer etwas los ist. Für Thomas dagegen bedeutet das Kind einen Schritt in die Beständigkeit und ein Umzug aufs Land, wo Kinder behütet in einer Neubausiedlung gemeinsam aufwachsen können. Charlotte kämpft lange mit der Eintönigkeit und kommt nie so richtig dort an. Auch wenn die Nachbarn sich Mühe geben und sie in alle Kreise und Gespräche integrieren. 

    Isabell May erzählt in diesem Roman über Anna und Max, die sich kennenlernen und bald unzertrennlich sind. Aber auch Charlotte und Thomas und die Nachbarn Martin und Rieke, die bereits verheiratet sind, spielen eine wichtige Rolle in der Handlung. In häufigen Perspektivwechseln schildert die Autorin so die Gegenwart von Anna und Max in Bamberg und die Vergangenheit der anderen beiden Paare. Da sie so eine gewisse Spannung aufbaut und die Leser schnell neugierig sind auf die Geschehnisse in den Leben der Protagonisten, ist ein stetiger Lesefluss gegeben. 

    Als ich nach dem Lesen des Klappentextes direkt angefangen habe, das Buch zu lesen, hatte ich andere Erwartungen an das Geschehen. Denn ich würde diesen Roman nicht als typischen Liebesroman bezeichnen, ist die Handlung doch zu sehr in der tragischen Vergangenheit der Charaktere gefangen und nur Anna und Max erleben in den ersten zwei Dritteln des Buches eine Liebesgeschichte, die dann aber ebenfalls eine dramatische Wendung erfährt. Leider fand ich die erste Hälfte sehr langatmig und ich wusste lange nicht, worauf alles hinausläuft und wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenhängen, denn es gibt lange keinerlei Berührungspunkte zwischen ihnen. Insgesamt konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen und ich habe letztlich immer nur weiterlesen, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt. 

  7. Cover des Buches Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2) (ISBN: 9783548063355)
    Oliver Pötzsch

    Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2)

    (113)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Deutschland im Jahr 1518: Sechs Jahre nach seiner Flucht aus Nürnberg ist der Betrüger und selbsternannte Schwarzkünstler Johann Georg Faustus ein ewig heimatloser Reisender zusammen mit seinen Gefährten, dem Studenten Karl Wagner und seiner Tochter Greta.

    Ende Oktober des Jahres führt der Weg die drei Reisenden nach Bamberg, wo sich nach dem gescheiterten Augsburger Reichstag, auf dem der zum Ketzer erklärte Martin Luther der Inquisition entkommen konnte, die Gesandten treffen. An diesem Ort holt Johann sein alter Feind wieder ein: Tonio del Moravia. Gilles de Rais. Der Teufel selbst ...


    Ja - es ist wohl ein Buch, das zu Übertreibungen neigt. Und natürlich ist nicht alles, was hier geschieht, historisch belegt, manches sogar bewusst abgewandelt. Doch es stört nicht.

     Nicht hier.

    Denn Oliver Pötzsch ist ein Könner. Er zeichnet ein Bild der Renaissance in Deutschland, Frankreich und Italien, dass man glaubt, er wäre dabei gewesen, glauben WILL, dass seine Geschichte wahr ist ...

    Pötzsch erschafft eine Atmossphäre wie kein Zweiter: SO ETWAS will ich geboten kriegen, wenn ich über die Renaissance lese. Ein pralles, lebendiges Bild einer so fremden Epoche, die gar nicht so fremd ist, wie wir glauben.

    Die Welt des Jahres 1518 ist verrückt. Irrsinnig. Aber ist sie das nicht auch heute?

    Tatsächlich fällt mir außer Pötzsch nur noch Andrzej Sapkowski ein, der ein ähnliches Bild dieser Zeit zeichnen kann. Ein Bild von prallem Leben. Prunk. Zugleich auch Dreck. Grausamkeit. Blut. Glauben und Unglauben. Aberglauben. Liebe. Leidenschaft. Gelehrtheit. Dummheit. Wahnsinn. ... Der einzige Wunsch an dieses Buch, der nicht in Erfüllung gegangen ist: Es kam leider - leider - nicht zu einer Begegnung zwischen Faust und Luther. DAS wäre mein absoluter Höhepunkt für diesen Roman gewesen. Aber man kann nicht alles haben.

    Auch so bleibt dieses Buch grandios. Wer die Bücher von Sapkowski gelesen hat, oder die anderen Werke Pötzschs kennt, oder in der selben Zeit spielende Filme/Serien wie "Borgia" oder "Die Tudors" gesehen hat, der dürfte bei diesem Pötzsch auf seine Kosten kommen.

    Fazit: 10 Sterne!!!


  8. Cover des Buches Be My Savior: Mariella & Valentin (ISBN: B0B1J8P2DV)
    Alina Alerion

    Be My Savior: Mariella & Valentin

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe

    📘New Adult | Uni-Setting in Deutschland | Indie-Autorin📘

    🖋️ "Be my savior" erzählt die Geschichte von Mariella und Valentin, zwei jungen Studierenden, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Dabei müssen sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen, um sich gegenseitig vielleicht eine Chance geben zu können.

    💬 Ihr wisst, dass ich noch recht neu bin im Bereich Young Adult und wenig Vergleichswerke gelesen habe. Meistens verliebe ich mich dann doch in Bücher, wo ich in magische Welten und mystische Plots entführt werde.
    Dementsprechend ist es etwas schwerer, mich von Liebesgeschichten zu überzeugen. "Be my Savior" traf dabei nicht ganz meinen Geschmack. Wichtig: Das ist meine !subjektive! Meinung und macht das Buch nicht schlechter. Daher fange ich auch mit dem Postiven an.

    ♥️ Ich mochte die liebevollen Beschreibungen, die Gestaltung des Buches und das Setting sehr gern. Die Geschehnisse sind in meinen Augen sehr realistisch und ich könnte mir gut vorstellen, Mariella und Valentin auch im wirklichen Leben zu begegnen.

    🙇‍♂️ In meinen Augen waren es hier und da einen Tick zu viele Beschreibungen, besonders wenn es ums Aussehen der Personen geht. Ich konnte mich außerdem sehr schlecht mit den Gedanken der Protagonist*innen anfreunden, besonders der anfängliche Valentin ging mir zu stark auf die Nerven, um das Buch genießen zu können. Hier und da fand ich, dass sich Satzanfänge zu sehr häuften.

    "Be my Savior" ist das Debüt der Autorin und daher finde ich, dass man über einige dieser Anmerkungen durchaus hinwegsehen kann. Das ist bei den meisten Ersties so. Insgesamt spürt man die Liebe, die Alina Alerion in ihr Werk gesteckt hat und allen New Adult Fans würde ich das Buch absolut empfehlen!

    ⭐ Insgesamt komme ich daher auf eine Bewertung von drei Sternen.

  9. Cover des Buches Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (Die Henkerstochter-Saga 5) (ISBN: 9783548284484)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (Die Henkerstochter-Saga 5)

    (61)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Oliver Pötzsch – »Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg«

    »Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg« ist ein Historischer Roman von Oliver Pötzsch, der 2014 bei Ullstein Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der fünfte Band in der Reihe um den Schongauer Henker Jakob Kuisl und seine Familie.

    Zum Autor:
     Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitete nach dem Studium zunächst als Journalist und Filmautor beim Bayerischen Rundfunk. Heute lebt er als Autor mit seiner Familie in München. Seine historischen Romane haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht: Die Bände der Henkerstochter-Serie sind internationale Bestseller und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.


     Zum Inhalt:

    Der Henker Jakob Kuisl reist mit seinem Anhang 1668 nach Bamberg zu seinem Bruder, der sie zu seiner Hochzeit eingeladen hat. Bei ihrer Ankunft erfahren sie, dass Bamberg von einem Werwolf heimgesucht wird. Da sind Jakob und die Seinen gefordert und beginnen zu ermitteln.

    Meine Meinung:
    Auch in diesem Buch gelingt es dem Autor Historie und Fiktion auf fesselnde Art zu verknüpfen. Die Handlung ist komplex und umfasst einige Nebenstränge. Die Figuren sind interessant mit etlichen Grautönen gezeichnet und bieten Raum für Überraschungen. Jakob kämpft mit dem ein oder anderem Alterszippelein, handelt aber weiter energisch. Seine jüngere Tochter Barbara kämpft mit den Problemen ihrer ersten Liebe, während Magdalena wie gewohnt ihrer Neugier freien Lauf gibt. Ihr Mann Simon trifft einen alten Studienkollegen und bekommt Zugang zu höheren Kreise. Jakobs Bruder Bartholomäus, der Bamberger Henker, ist tierlieb und hat noch ein Hühnchen mit Jakob zu rupfen. Geschickt werden die Einschränkungen, denen Henker und ihre Angehörigen unterliegen, in die Geschichte eingebaut. Auch der Kampf zwischen weltlichen und kirchlichen Würdenträgern um die Macht wird beleuchtet. Die Erzählung ist lebhaft und steckt voller Ideen und der Leser fühlt sich mittendrin. Die Ereignisse um den Werwolf werden anschaulich mit zum Teil heftigen Details beschrieben, wirken aber realistisch. Wechselnden Perspektiven sorgen sowohl für Spannung als auch für emotionale Höhepunkte. Der abschließende Showdown zündet ein Feuerwerk und bildet einen grandiosen Höhepunkt, auch wenn er ein wenig übertrieben wirkt. Besonders für mich ist die Schilderung der Ansichten diverser Figuren, die diesen Leben einhauchen und ihr Handeln verständlich machen. Deshalb mag ich diese Serie und werde auch weitere Bände lesen (oder hören).

    Fazit:
     Eine kurzweilige, spannende und interessante Erzählung mit einem besonderen Augenmerk auf die Henker und ihre Angehörigen, die mich erneut begeistert hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

  10. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

    (446)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Wer glaubt, es gäbe in der heutigen Zeit keine Magie mehr, der irrt gewaltig. 

    Auch heute findet ein Buch auf magische Weise zu einem. Ich ging zum hiesigen Bücherschrank, um mich mit neuer Lektüre einzudecken und war sofort vom Cover des Buches fasziniert. Dann schlug ich den Umschlag auf und laß:

    "Für HB" - soweit die Autorin. Und untendrunter stand eine Abwandlung meines eigenen Vornamens und eine Widmung für die Person, die das Buch wohl geschenkt bekommen hatte und es dann nicht mehr brauchte. "Für Janne/Jeanne" stand da und ich gefror quasi zur Salzsäule. Ich konnte das Buch nicht im Schrank stehen lassen. Es lag dann noch eine Weile bei mir auf meinem SUB und als dich es dann vor wenigen Tagen begann zu lesen, zog es mich von der ersten Seite an in seinen Bann. 

    Früher nannte man das Magie - wenn Dinge auf unerklärliche Weise geschehen - heute nennt es man "Zufall" oder "Göttliche Fügung" und von dieser bin ich absolut überzeugt. 

    Das Buch fesselt einen von der ersten Seite und man fiebert quasi mit, wie sich die Dinge entwickeln. Die Zeit der Hexenverbrennung wird so erzählt, dass man sich quasi selbst schon so fühlt, als wäre man direkt vor Ort. Schaurig. 

    Wenn auch meine Mitleser sagen, dass sich Cat mit ihrer neuzeitlichen Sprache hätte etwas zurückhalten sollen im Mittelalter, so finde ich, dass dies gerade den Schmackes des Buches ausmacht. Bei so einer wirklich schlimmen Thema wie der Hexenverfolgung, Folter und Scheiterhaufen und der ganzen damit verbundenen Spannung des Fluches, brauchte es den Humor, der mir nicht wenig Lacher zwischendurch bescherte. Herzlichen Dank! Ich fand, das hat Cat erst richtig sympatisch gemacht.

    EINZIGES MANKO IN DIESEM BUCH - DIE GRIECHISCHE MYTHOLOGIE HÄTTE BESSER RECHERCHIERT WERDEN SOLLEN. ES WAR NICHT PROMETHEUS, DER FLÜGEL AN DEN SANDALEN HATTE, SONDERN HERMES DER GÖTTERBOTE.

    ***

    Man muss ja dann doch mal schlucken, wenn man bedenkt, dass da "An J(e)anne" steht, was ja auch einwenig an Jeanne D´Arc erinnert, die ebenfalls auf dem Scheiterhaufen ihr Leben hat lassen müssen. Dank meines Vornamens fühle ich mich nicht nur mit Ihr tief verbunden, sondern ich bin auch überzeugt davon, bereits gelebt zu haben und zwar als "Hexe", aber auch als Nonne. So konnte ich mich in all die Personen so tief einfühlen und war quasi mitten im Buch und Geschehen.

    ***

    Und nicht zuletzt hat das Buch ja auch noch eine Botschaft für mich - sonst hätte es mich erst garnicht so sehr in den Bann gezogen. Ich hätte es im Schrank stehen lassen. Und die Botschaft steht oben in der Überschrift.

    Nur, wenn ich die Vergangenheit besiegen konnte, hatte ich eine Zukunft. 

    Manchmal ist es nötig, noch einmal - nur in der FANTASY - in die Vergangenheit zurück zu kehren, um etwas zu richten, neu zu ordnen, zu verändern, damit sich die Geschichte ändert. Leider Gottes leben wir in einer Zeit, in der Zeitreisen (noch) nicht wirklich möglich sind und die Zeit eben linear läuft. Wir können die Vergangenheit nicht verändern, aber wir können aus ihr lernen. Wir müssen uns fragen: Was hätte ich damals anders machen können, damit ich im Heute ein anderes Ergebnis eingefahren hätte? Natürlich hat man das damals nicht machen können, weil uns das Bewusstsein gefehlt hat, es bringt nichts, sich wegen dieses Fehlers schuldig zu fühlen. Eben WEiL wir diesen Fehler gemacht haben, schenkt er uns jetzt Erkenntnis. Und Erkenntnis ist Wachstum. Persönlichkeitswachstum. Womöglich waren damals auch garnicht die Voraussetzungen geschaffen, anders zu agieren, anders zu denken und anders zu fühlen. 

    Man war zu fest an den "FLUCHBANN DES BLUTES" der Ahnenlinie gebunden, sie schnürte einem, wie Cat das kupferne Halsband die Kehle zusammen. Man war gefangen und musste erst einen Weg finden, diesen Fluch zu lösen. Man musste sich selbst auch die Erlaubnis geben, sich von dieser Fessel befreien zu dürfen und frei atmen zu können. Das war ein Weg. Ein Prozess. Und er fühlt sich zuweilen tatsächlich an wie eine Reise, die 300 Jahre gebraucht hat. 

    Aber - soweit wurde mir durch meine eigenen Leidensgeschichte klar - OHNE diese Ablösung / Erlösung von diesem "Fluch" hatte ich keine Zukunft. Ich konnte nichts wirklich Neues erleben. 

  11. Cover des Buches Um es kurz zu machen (ISBN: 9783328101369)
    Meike Winnemuth

    Um es kurz zu machen

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Winnemuths Kolumnen aus diversen Zeitschriften, die man ja als männlicher Leser höchstens "beim Frisör" lesen würde (sagt man das heute noch?). Die Anleitung in den Kolumnen zu mehr Loben, Ehrlichkeit und Freundlichkeit sind ganz inspirierend, ganz klar Vorschläge zum Nachmachen, auch wenn einen die anderen (deutschen) einen erst einmal für bekloppt haltern werden. Am schönsten ist mir die Sylt-Geschichte in Erinnerung geblieben, vielleicht hat die Story die Punker letzten Sommer zum Besuch animiert?

  12. Cover des Buches Nowitzki (ISBN: 9783499623059)
    Peter Sartorius

    Nowitzki

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Als Nowitzki noch "Nowinski" hieß, vor dem Titelgewinn 2011 mit den Mavs 2011 und bevor sich Barack Obama sich über Dööörks Gesang zu "We are the champions" lustig machte. Nowitzkis Hintergrund wird schön erklärt, genauso wie der seines Förderers Holger Geschwindner, wie Basketball nach Deutschland kam und wie NBA-Commissioner David Stern B-ball zu dem Mega-Großereignis machte, das es heute mit weltweiten Milliardenumsätzen ist. Nowitzkis Anlaufschwierigkeiten bei den Dallas Mavericks werden beschrieben, wie er um Haaresbreite bei einem anderen Klub oder bei einem amerikanischen College gelandet wäre und schwer sich der zurückhaltende, fast scheue Ménsch mit Selbstzweifeln tut. Aber Höhenangst zu haben und 2,13 m groß zu sein, scheint keine allzu gute Kombination zu sein. Toller Typ, auf jeden Fall ein Vorbild auf und neben dem Parkett. Dörkules!

  13. Cover des Buches Das Buch der Königin (ISBN: 9783596197019)
    Sabine Weigand

    Das Buch der Königin

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Dass die Autorin es zu höchster Kunstfertigkeit mit der Verbindung von historischen Fakten, Personen und Gegebenheiten und einer fiktiven Handlung gebracht hat,  konnte ich ja schon anhand diverser andere Bücher von ihr bewundern Auch diesmal hat sie dies hervorragend vermocht.

    Die Geschichte ist spannend und sehr unterhaltsam erzählt. Die historischen Komponenten verbinden sich gekonnt mit einer gut daran angepassten erdachten Handlung. Die historischen Personen sind sehr git gezeichnet - die erdachten Figuren fügen sich für den Leser nicht als solche erkennbar in das Geschehen ein. 

    Die Schreibweise ist wundervoll und entführt den Leser in vergangene Zeiten. Wieder ein tolles Leseerlebnis aus der Der der Autorin das Lust auf mehr macht....!. 

  14. Cover des Buches Das fünfte Glas (ISBN: 9783954513116)
    Helmut Vorndran

    Das fünfte Glas

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Üblicherweise lassen sich die Krimis aus der Reihe „Haderlein & Co“ problemlos auch außerhalb der Reihenfolge lesen. Dieser 5. Fall sollte allerdings unmittelbar nach seinem Vorgänger „Drei Eichen“ gelesen werden, denn der ist die Vorgeschichte. 

    Also, worum geht’s? 

    Als KHK Franz Haderlein und sein Team bei den Räumen der schlagenden Verbindung „Rhenania Bavariae“ eintreffen, ist es zu spät. Viel zu spät - denn sie werden in Coburg von sieben Leichen empfangen, getötet durch gezielte Schüsse aus einer Feuerwaffe. Nur eine fällt aus dem Rahmen: In ihr steckt ein Präzisionspfeil, den die Ermittler schon aus „Drei Eichen“ kennen. Damit ist klar, wer für den Tod dieser Person verantwortlich ist. Wer der andere Täter sein muss, erkennen die Ermittler auch recht bald. Allerdings gibt es weder Zeugen noch verwertbare Spuren. Daher arbeiten Haderlein & Co auf Hochtouren, die nötigen Beweise heranzuschaffen, denn die Zeit drängt. Der Rachefeldzug ist noch nicht vorbei ... 

    Gleichzeitig will ein amerikanischer Chemiekonzern landwirtschaftliche Flächen für seine Zwecke ankaufen und setzt die Bauern unter Druck. Dann entwischt ein Bienenvolk aus dem Labor und nichts ist mehr wie vorher. 

    Meine Meinung: 

    Dieser Mix aus Rachestory und Ökothriller ist skurril und manchmal richtig böse. Er zwingt die Leser zu konzentriertem Lesen.  

    Die Selbstherrlichkeit, mit der so mancher Politiker die Menschen manipuliert ist, ist schwer zu ertragen. Nicht einmal habe ich die Fäuste geballt.

    Schmunzeln musste ich weil derzeit (08.-19.02.2023) die Biathlon WM in Oberhof stattfindet und just dieses Zentrum des Biathlons auch eine Rolle hier spielt.  

    Außerdem passt auch die Zeitungsmeldung, dass in Kärnten ein Imker Schwierigkeiten mit seinem Imkerverband hat, weil seine Bienen eine etwas andere Färbung als die "offizielle" Kärntner Honigbiene hat, perfekt dazu.

    Was es mit dem Titel auf sich hat, erfährt der Leser ziemlich spät. 

    Das Team um Franz Haderlein leistet wie immer ganze Arbeit, an der Polizeischwein Riemenschneider und Miss Honeypenny einen großen Anteil haben. Die einzige Figur, die mir seit geraumer Zeit auf die Nerven geht ist, Ute, die nicht nur ihrem Bernd „Lagerfeld“ Schmitt das Leben schwer macht. Nicht jede Schwangere mutiert zum Monster. 

    Fazit: 

    Diesem rasanten Mix aus Rache und Öko-Thriller gebe ich gerne 4 Sterne. Unbedingt „Drei Eichen“ vorher lesen. 

     

     

  15. Cover des Buches Sieben Tote sind nicht genug (ISBN: 9783869138565)
    Thomas Kastura

    Sieben Tote sind nicht genug

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbote
    Dass Thomas Kastura zum Besten gehört, was die Bamberger Literaturszene hervorgebracht hat, beginnt langsam weitere Kreise zu ziehen. Erst in diesem Jahr wurde der Autor für seine Geschichte "Genug ist genug" in Graz mit dem renommierten Kurzkrimi-Glauserpreis ausgezeichnet - quasi dem Oscar für Krimiautoren. Wer nachempfinden möchte, warum sich die Jury aus Fachkollegen für Kastura entschieden hat, dem sei empfohlen, die Geschichte in der jüngst erschienenen Anthologie "Sieben Tote sind nicht genug" nachzulesen.

    Allen Geschichten gemeinsam ist das inzwischen schon fast legendär schräge Ermittlerpaar, Kommissar Küps und Staatsanwalt Brandeisen. Menschelnd-mitfühlend und bodenständig der eine - vergeistigt, exzentrisch und abgehoben der andere. So lösen sie denn immer wieder unerschrocken ihre Bamberger Verbrechensfälle, auch wenn diese vielleicht gar keine Verbrechen gewesen sind. Manche Geschichte entführt auch in übernatürliche Sphären - wobei es Kastura immer gelingt, den Leser durch seinen intelligenten, humorvollen Stil bei der Stange zu halten. Quasi als Sahnehäubchen gibt es noch liebevoll eingestreuten Bamberger Lokalkolorit dazu. Unbedingt empfehlenswert!
  16. Cover des Buches E.T.A. Hoffmann in Bamberg (ISBN: 9783940821386)
  17. Cover des Buches Bamberger Fluch (ISBN: 9783954518210)
    Harry Luck

    Bamberger Fluch

    (4)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Bamberg ist im Hexen-Fieber! Vor 400 Jahren hat Bamberg eine wahre Welle der Hexenverfolgung heimgesucht. Nicht nur der Film "Hexensabbat", der bald in die Kinos kommt, handelt von dem Thema, sondern auch eine Sonderausstellung, in deren Rahmen das Grab eines Hexenkommissars geöffnet wird. Doch das Grab ist leer, statt dessen wird eine Pistole aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Wie passt das zusammen? Und was hat es mit dem Fluch der Familie des Hexenkommissars auf sich? Als ein Lokalreporter, der über die Graböffnung berichten wollte, getötet wird, müssen der Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska alles daran setzen, um den Täter zu überführen. Wie passt die alternative Medizinerin, die von ihren Kritikern nur "Die Hexe vom Jakobsberg" genannt wird, in das Bild und was hat es mit dem Familienfluch des Hexenkommissars auf sich?

    Der zweite Band "Bamberger Fluch" unterscheidet sich etwas vom ersten Band. Hier wurde tatsächlich einiges an Realität und guter Recherchearbeit über die Hexenverfolgung und den Vollstreckern von damals eingewoben. (Nicht, dass der erste Band bezüglich der Umgebung, Eigenheiten, etc. realitätsfremd wäre, in "Bamberger Fluch" wird eben einiges Historisches erzählt, deren Grundidee auf wahren Begebenheiten zurück zu führen ist). Das fand ich ziemlich interessant, v.a. da immer wieder vereinfachte Ausschnitte aus einem existierenden historischen Schriftstück eingeschoben wurden. Leider führte dies, meiner Meinung nach, aber dazu, dass es im Mittelteil eher seltener zu meinen geliebten "Horst-Müller-Momenten" gekommen ist, mit denen er seine liebenswürdige, mürrische und überaus korrekte Art sonst immer wieder dargestellt hat. 

    Der Plot an sich ist wieder durchaus spannend, wenn auch nicht blutrünstig oder brutal. Ich würde ihn wieder, wie den Vorgängerband auch, in die Reihe der Cosy-Krimis einordnen. Auch in diesem Band habe ich mich wieder richtig wohl in Bamberg gefühlt.

    Meiner Meinung nach muss man den Vorgängerband nicht gelesen haben, um mit "Bamberger Fluch" zu starten. Es wird nicht allzu viel auf "Bamberger Hörnla" aufgebaut. Allerdings würde ich trotzdem raten, die Reihe bei Band eins zu beginnen, denn sonst verpasst man einige herrlich humorvolle Momente von Horst Müller und Paulina Kowalska.

    Dass Horst Müller wieder einige Momente hatte, in denen er mich zum Lachen brachte, brauche ich wohl nicht mehr explizit zu erwähnen, denn das schafft er immer :-). Auch spielen er und Paulina Kowalska sich wieder schön die Bälle zu, um ein perfektes Ermittler-Duo abzugeben.

    Letztendlich war das Buch wieder spannend, humorvoll und zusätzlich lehrreich. Leider hat der Humor von Horst Müller, durch die Einbringung der historischen Fakten, etwas "gelitten". Allerdings waren diese Fakten wirklich interessant und, in Bezug auf Menge und Verständnis, genau richtig.

    Das Buch ist eine Leseempfehlung und ich werde definitiv die Reihe weiter verfolgen!

  18. Cover des Buches Für immer deine Tochter (ISBN: 9783453443419)
    Hera Lind

    Für immer deine Tochter

    (57)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Meine Meinung

    Manchmal trifft einen ein Buch so tief, dass man nach dem Lesen erst einmal still dasitzt. Genau das ist mir hier passiert. Ich hatte nicht erwartet, so hineingezogen zu werden  emotional, gedanklich, fast körperlich. Es geht um eine Geschichte, die nicht nur vom Überleben im Krieg erzählt, sondern auch davon, wie lange verschlossene Wahrheiten unser Leben verändern können. Und darum, wie wichtig es ist, die eigene Vergangenheit zu kennen  selbst wenn sie weh tut.

    Paula stößt in der Küche ihrer verstorbenen Mutter auf ein altes Tagebuch – und was sie darin liest, stellt ihr gesamtes Leben auf den Kopf. Ihre Mutter Anna hatte nie ein Wort über die dramatischen letzten Kriegstage 1945 verloren, über ihre Flucht aus Pommern mit dem neugeborenen Baby, über das monatelange Verstecken auf einem Dachboden, über die Angst, den Hunger, die allgegenwärtige Todesgefahr.

    Beim Lesen von Annas Aufzeichnungen taucht man tief ein in eine Zeit, in der jede Entscheidung über Leben oder Tod entscheiden konnte. Besonders berührend war für mich die Begegnung mit Karl, dem Deserteur, der Anna und Paula das Leben rettet  ein Moment voller Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit.

    Ich musste während des Lesens mehrmals innehalten und tief durchatmen. Die Beschreibungen von Not, Leid und Angst gehen unter die Haut. Und doch schwingt immer auch etwas anderes mit: Mut, Hoffnung, Liebe und die unerschütterliche Kraft einer Mutter, ihr Kind zu beschützen.

    Für Paula bringt das Tagebuch nicht nur die Wahrheit über ihre Herkunft ans Licht es lässt auch ihr eigenes Leben in einem neuen Licht erscheinen. Eine Welt bricht zusammen, aber es öffnet sich auch eine neue Tür: die Suche nach den eigenen Wurzeln.

    Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte vollkommen mitgenommen. Ich habe mitgelitten, mit gehofft und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine sehr lohnenswerte – bewegend, erschütternd und gleichzeitig voller Wärme.Ein Buch, das zeigt, wie stark Menschen in Extremsituationen sein können  und wie wichtig es ist, den eigenen Ursprung zu kennen. Für mich eine absolute Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches Blutroter Main (ISBN: 9783740820831)
    Christina Wermescher

    Blutroter Main

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Mira und Philipp teilen sich momentan das Büro, denn noch immer hat sich kein neuer Kollege für Mira gefunden, sodass Philipp als Praktikant sie unterstützt. Doch dieser neue Fall hat es in sich, denn das was mit vergifteten Krapfen während einer Stadtratssitzung beginnt, wächst sich bald zu etwas Größerem aus. So wird kurz darauf das Auto des Stadtrats Karl-Heinz Märker mit "Umweltsau" beschmiert, eine Verfolgung der vermeintlichen Täterin endet erfolglos im Wald und schließlich ist die Verdächtige tot. Mira und Philipp ermitteln auf Hochtouren und stoßen auf so manche Fährte, die im Sande verläuft...

    Christina Wermescher hat den beiden Bayreuther Ermittlern Mira, der Kriminalkommissarin, und Philipp, dem Praktikanten, der kurz vor dem Ende seines Studiums steht, nun einen neuen Fall gegeben. Dieser wartet durch viele spannende Momente auf, aber auch mit taktischen Handlungen, viel Regionalpolitik und vielen verschiedenen Spuren, die erst entwirrt und dann kombiniert werden müssen. 

    Bereits der erste Fall der beiden Polizisten hat mir nur zu gut gefallen, denn ich mochte die Art, wie die Autorin ihre Krimis aufbaut. Dank des sehr flüssigen und fesselnden Erzählstils sind die Seiten dann nur so dahingeflogen und ich war leider viel zu schnell am Ende und der Auflösung des Falles angelangt. Gerne mehr davon! 

  20. Cover des Buches E.T.A. Hoffmann (ISBN: 9783359030133)
    Bernd Hesse

    E.T.A. Hoffmann

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Der Gespenster-Hoffmann war schon zu Lebzeiten eine merkwürdige und umstrittene Persönlichkeit. Jurist um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, Musiker aus Leidenschaft und passionierter Dichter. Dieses Büchlein zeichnet sein Leben in Anekdoten nach mit witzigen und merkwürdigen Begebenheiten. 

    Wie kontrovers der Autor nicht nur mit seinem Werk, sondern auch beruflich und persönlich aufgenommen wurde, spiegeln die kurzen Episoden wider. Nicht nur, dass man einen Eindruck von Hoffmann bekommt, auch sein Werk wird immer wieder eingebunden. Wie viele reale Personen und Begebenheiten er darin spiegelte, ist immer wieder überraschend. Begründungen zu Werkverboten klingen heute noch so skurril wie damals und manches lässt Hoffmann auch in einem nicht gerade positiven Licht dastehen.

    Das Büchlein unterhält, informiert und macht vor allem Lust auf mehr. Mehr von Hoffmanns Werken, mehr von Hoffmanns Biographie, mehr zu Hoffmanns Zeit. Amüsant und informativ ist dieses kleine Büchlein, das vor damit überzeugt, dass es auch von Episoden erzählt, die so nicht unbedingt in Biographien wiedergegeben werden würden, da sie den Autor nicht immer im besten Licht zeigen. 

    Das perfekte Buch für alle, die sich auf amüsante und kurzweilige Art mit E.T.A. Hoffmann beschäftigen wollen, ob zum ersten Mal oder um mal einen anderen Blickwinkel auszuprobieren.

  21. Cover des Buches Rattenharpyie (ISBN: 9783740825102)
    Helmut Vorndran

    Rattenharpyie

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Christiane_liest

    Im Juli 2025 hat der Autor Helmut Vorndran gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Rattenharpyie“ auf den Büchermarkt gebracht. Das starke Cover mit dem Blick des Raubvogels passt perfekt zur Geschichte und in das Genre.

    Von diesem Autor habe ich bereits „Die Quokka-Insel“ gelesen und das war großartig. Dementsprechend war meine Erwartungshaltung hoch. Schnell habe ich den Einstieg in die Geschichte gefunden. Ein Mann überrascht eine Einbrecherin in seiner Wohnung und wird von ihr erschossen. Nur wenig später stirbt der Großvater des Opfers. An seinem 100 Geburtstag. In einem Altenheim. Was will der Täter uns damit sagen? Er oder sie ist auf und davon. Kira, Haderlein, Lagerfeld und das Ferkel Pressschwein stehen vor einem Rätsel. Je mehr sie ermitteln, desto rätselhafter werden die Morde. Schnell wird klar, die Lösung liegt tief in der Vergangenheit begraben und schon bald stoßen sie auf ein Verbrechen aus der NS-Zeit. Liegt hier der Schlüssel zur Lösung?

    Irrwitzig, leicht und locker, bildhaft und flüssig empfinde ich den Schreibstil von Helmut Vorndran, der es mit „Die Quokka-Insel“ auf Anhieb in den Olymp meiner Lieblingsautoren geschafft hat. Alleine um den Schreibstil einmal zu kennenzulernen, empfehle ich eines seiner Werke zu lesen. Jeder, der Sinn für intelligenten Humor und unerwartete Wendungen an der richtigen Stelle hat, wird seine helle Freude an seinen Texten haben.

    Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi unglaublich spannend. Helmut Vorndran wechselt die Erzählstränge immer dann, wenn ich unbedingt wissen möchte, wie es denn nun weitergeht. Folge ich der Ermittlungsarbeit, wechselt er zu den Ermittlern und erzählt mir eine herrlich amüsante Geschichte mit ihnen. Am besten, und dafür alleine lohnt es sich schon das Buch zu lesen, ist der Austausch zwischen Kira Sünkel und dem Autofahrer an der Benzin-Tankstelle, wo es um den Vergleich von E-Autos zum klassischen Verbrenner geht. Diese Szene ist ein Hit und gehört ausgezeichnet.

    Alles in allem hat Helmut Vorndran mit „Rattenharpyie“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, um den der Leser gar nicht herumkommt. Er ist mörderisch spannend, irrwitzig und sowas von lesenswert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es jemanden gibt, der dieses Werk nicht lieben wird. Von mir bekommt der Autor 5 blitzeblank polierte Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Die Straßenbahn kommt: Die Geschichte der Bamberger Tram von 1897 bis 1922 (ISBN: 9783898892179)
    Wolfgang Wußmann

    Die Straßenbahn kommt: Die Geschichte der Bamberger Tram von 1897 bis 1922

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Man könnte ja vermuten, dieses Buch könne nur für einen recht überschaubaren Leserkreis interessant sein, welcher dann noch weiter auf jene Minderheit zu reduzieren wäre, die sich den Luxus einer Leidenschaft für historische Verkehrsmittel leistet. 

    Dieser Irrtum kann aber ebenso schnell wie nachhaltig aus der Welt geschafft werden, denn die Autoren bieten in diesem Werk ein sehr breit angelegtes Konzept an. Natürlich dreht sich alles, wie es der Titel unzweifelhaft andeutet, um die Geschichte der Bamberger Straßenbahn, welche vor fast 100 Jahren ihren Dienst einstellte. Doch nach einem Vorwort und Vorstellung des Autorenteams, holen diese erst einmal sehr weit aus.

    Die Zeit der Kutschen näherte sich dem Ende, wobei es noch einige Zwischenstufen, wie Pferdeomnibus und Pferdebahn, gab, die aus heutiger Sicht mehr als kurios erscheinen. Mitte des 19. Jahrhunderts nahm das "Industrielle Zeitalter" Fahrt auf und mit der ersten Eisenbahnverbindung von Nürnberg nach Fürth begann eine völlig neue Epoche.

    Was sich im Großen abzeichnete, musste auch Auswirkungen im Kleinen zeigen. Wie sollte man die allerorts entstehenden Eisenbahnanbindungen - in Bamberg war es 1844 soweit - innerorts im Rahmen der jeweiligen Erfordernisse weiterführen? Vor diesem Hintergrund schildern die Autoren den schwierigen und langwierigen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess, der zur Einrichtung einer elektrischen Straßenbahn in Bamberg führte.

    Das ist ebenso informativ wie spannend. Selbst unterhaltsame Anteile, beispielsweise Auszüge der "Ortspolizeilichen Vorschriften zum Betrieb der Straßenbahn", die man standesgemäß als formulierungstechnische "Entgleisungen" bezeichnen könnte, fehlen nicht. Viel Raum nehmen Vorschriften zum Thema Geschwindigkeit ein. Insbesondere wenn es "Menschen, Tiere oder andere Verkehrshindernisse" betrifft.

    Auch ein Blick in damalige "Tarifverträge" mag belustigen oder gar befremden, denn die Verdienstmöglichkeiten in der "guten alten Zeit" gestalteten sich mit Monatsgehältern im zweistelligen Bereich mehr als bescheiden. Überlange Arbeitszeiten und Anzahl der freien bzw. Urlaubstage können regelrecht erschrecken.

    Die Auswahl des Bildmaterials, aus den Beständen des Stadtarchivs, der Staatsbibliothek sowie aus dem Privatarchiv Müllers, ist ebenfalls erlesen, wobei die historischen Fotos, insbesondere die großformatigen, insofern einen unschätzbaren Wert besitzen, als bis heute fast keinerlei Materialien aus jener Zeit erhalten geblieben sind, die in Zusammenhang mit der damaligen Bahn stehen. Einzig ganze 41 Wandrosetten für die Befestigung der Oberleitungen sind noch zu finden! Dachte man ...

    Doch zunächst zu einer weiteren Besonderheit des Buches, denn Hauptinitiator Gerd Müller, der 2015 die Idee zu diesem Buch hatte, der Bamberger Heimat- und Mundartautor Wolfgang Wußmann sowie Fotografenmeister Jürgen Schraudner haben sich die Mühe gemacht, die damalige Linienführung komplett zu begehen, um die wenigen Spuren der Bamberger Straßenbahn zu sichten. Sämtliche Stellen, an denen sich noch jene gusseisernen Halterungen an Hauswänden befinden, wurden katalogisiert und auf einem zweiseitigen Plan verzeichnet! Jedenfalls fast alle, denn ganz aktuell sind es bereits zwanzig weitere Stellen, die aufmerksame Zeitgenossen entdeckt haben.

    Doch damit nicht genug, denn weitere Recherchen beleuchten, im Zusammenhang mit dem Personennahverkehr, die Zeit nach der Bahn bis in die Gegenwart. Komplettiert wird das Werk durch "Erinnerungen von Zeitzeugen", zahlreiche Hinweise auf Sehenswertes in Bamberg, sowie eine zwölfseitige Dokumentation wichtiger Ereignisse in Bamberg ab 1844 bis 2018, bescheiden als "Randnotizen" tituliert.

    Etwas Kritik ist nur formal und ausschließlich in Richtung Verlag anzumelden. So hätte dem Buch ein sorgfältigeres Lektorat gutgetan, sowie eine Grafikabteilung, welche grobkörnige Fotos, wie auf Seite 85, oder eine Vielzahl, die viel zu dunkel geraten sind, vor Drucklegung noch dementsprechend korrigiert.  

    Mit einer elektrischen Bahn hat alles angefangen und aus heutiger Sicht zeichnet sich eine bemerkenswerte Parallele ab, denn die Zukunft wird ebenfalls und unzweifelhaft elektrisch sein! So befindet sich im Schlussteil des gelungenen Werkes ein ausführlicher Blick in die Konzepte für den Nahverkehr der Zukunft. 
      
    Auch diese Passage ist allgemeingültig und somit dürfte "Die Straßenbahn kommt", weit über die Stadtgrenzen Bambergs hinaus, einen größeren Leserkreis ansprechen, was die zweite (hoffentlich korrigierte) Auflage, Anfang 2018 erschienen, belegt. Und noch etwas: Wer die Stadt noch nicht kennenlernen durfte, wird es spätestens nach Lektüre dieses Buches wollen.
  23. Cover des Buches Kreidekreis (ISBN: 9783839222294)
    Friederike Schmöe

    Kreidekreis

    (5)
    Aktuelle Rezension von: sabinep
    friederike schmö gehört zu meinen lieblingsautoren. habe alle bücher von ihr gelesen. sie schreibt fliessend. man kann sich gut in die charaktere hineinversetzen.
    auch dieser roman ist wieder flüssig geschrieben.
    ich würde aber empfehlen die bücher von ihr der reihe nach zu lesen. die fälle so sind zwar ins sich abgeschlossen. aber das ganze drumherum entwickelt sich in den einzelnen büchern immer weiter.
  24. Cover des Buches Der Jade-Sauropsid (ISBN: 9783740802165)
    Helmut Vorndran

    Der Jade-Sauropsid

    (9)
    Aktuelle Rezension von: baerin

    Ein Zauberer, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, seine Zauberkünste sind halt nicht so besonders, wird tot in seinem Bamberger Hotelzimmer aufgefunden. Seine Augen wurden entfernt und der Brustkorb aufgeschnitten. An der Wand steht, mit Blut geschrieben, ein unverständlicher Satz. Was hat das wohl zu bedeuten? Kommissar Haderlein und sein Team stehen vor einem Rätsel, aber kurz danach geschieht ein Mord in Bayreuth, genau nach dem gleichen Modus. Und das wird nicht der letzte bleiben - ein irrer Serienmörder?

    Dieser humorvolle Franken-Krimi war mal wieder an Zynismus und skurrilen Situationen nicht zu überbieten. Besonders der Gerichtsmediziner hat es in diesem Band wieder extrem schlimm getrieben. Das Polizeischwein Riemenschneider befindet sich diesmal im Liebesrausch und Lagerfeld muss sich einiges einfallen lassen, um dem armen Schweinchen zu helfen. Also wieder ein typischer Vorndran!

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