Bücher mit dem Tag "band1"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "band1" gekennzeichnet haben.

258 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.521)
    Aktuelle Rezension von: KlaraWg

    „A Song of Ice and Fire“ Game of Thrones ist eine beeindruckende und zugleich anspruchsvollste Fantasy-Reihen der Gegenwart. Der Autor erschafft eine düstere, realistische Welt voller Machtkämpfe, Intrigen und moralisch ambivalenter Figuren, in der es keine strahlenden Helden und kaum eindeutige Wahrheiten gibt. Gerade die enorme Tiefe der Charaktere macht den besonderen Reiz aus: Jede Figur handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus, selbst dann, wenn diese grausam oder egoistisch erscheinen.

    Die Handlung ist geprägt von politischen Ränkespielen, überraschenden Wendungen und einer ständigen Bedrohung durch Gewalt und Verrat. Drachen, uralte Mächte und mythologische Elemente sind zwar vorhanden, stehen jedoch nie im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die komplexe Welt ein. Dadurch wirkt die Geschichte ungewöhnlich glaubwürdig, erwachsen und beklemmend.

    Der Einstieg fiel mir allerdings schwer. Die teilweise sehr derbe, rohe Ausdrucksweise sowie die explizite Darstellung von Gewalt haben mich zunächst abgeschreckt, so sehr, dass ich mehrfach neu beginnen musste. Den Stil war stellenweise vulgär, drastisch und mitunter repetitiv. Dabei hängt die Wortwahl stark von der jeweiligen Perspektivfigur ab, aus deren Sicht das Kapitel erzählt wird, was die Unterschiede im Ton erklärt, aber nicht unbedingt angenehmer macht.

    Im Vergleich zur Fernsehserie „Game of Thrones“ sind viele Szenen in den Büchern sogar noch deutlich direkter und expliziter formuliert, sowohl in Bezug auf Gewalt als auch auf Sexualität. Diese sprachliche Härte passt zwar zur gnadenlosen Welt der Geschichte, ist jedoch nicht für jeden leicht zu lesen. Auch der Schreibstil selbst ist nicht unbedingt überwältigend, sondern eher nüchtern und funktional. Seine Stärke liegt weniger in sprachlicher Schönheit als in der erzählerischen Wucht und Komplexität der Handlung.

    Hat man sich jedoch eingelesen, entfaltet die Reihe eine enorme Sogwirkung und belohnt mit außergewöhnlicher Spannung, vielschichtigen Figuren und einer epischen Geschichte, die lange nachwirkt. Für Leserinnen und Leser, die politische, düstere und anspruchsvolle Fantasy schätzen, gehört „A Song of Ice and Fire“ zweifellos zu den herausragendsten Werken des Genres.

  2. Cover des Buches Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele (ISBN: 9783751203036)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele

    (17.949)
    Aktuelle Rezension von: Heimelina

    Bevor die neuen Teile der Reihe dran sind, musste die Geschichte rund um Katniss, Peeta und Distrikt 12 noch einmal gelesen werden. 

    Ich habe die Bücher damals das erste Mal als junge Jugendliche gelesen. Ich finde es spannend, an wie viel und gleichzeitig wie wenig ich mich erinnert habe und wie anders ich die Geschichte erlebt habe, jetzt wo ich an einem anderen Punkt im Leben stehe. 

    Der Einstieg in die Geschichte ist schnell und direkt. Das Worldbuilding passiert quasi nebenher, was ich sehr faszinierend und erfrischend fand. Erzählt wird aus der Perspektive von Katniss Everdeen. 

    In diesem Buch passiert unglaublich viel. Die Autorin schafft es auf verhältnismäßig wenigen Seiten tiefgründige Charaktere zu schaffen, in die man sich als Leser reinfühlen kann.

    Mehrere Wochen Hungerspiele werden beschrieben, die sich wie mehrere Wochen anfühlen, aber nie langweilig werden.

    Der Spannungsbogen wird durchgehend aufrecht erhalten. Dadurch, dass Katniss immer und zu jeder Zeit in Gefahr ist, wenn sie sich falsch verhält (innerhalb und außerhalb der Arena), bleibt man als Leser, genauso wie sie, die ganze Zeit in einer Art "Habachtstellung".

    Die ganze Idee des Buches ist so unfassbar schlimm wie genial und ein perfektes Abbild unserer Gesellschaft. Ich konnte mich beim Lesen so sehr in Katniss und Distrikt 12 reinversetzen und mich mit ihr identifizieren, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass das Kapitol die westliche Welt repräsentiert, von der ich ein Teil bin bzw. wir sind. Natürlich ist alles ein wenig überspitzt, aber im Grunde wahr. Ich habe mich für unsere Gesellschaft geschämt. Durch unseren Lebensstil tragen wir aktiv dazu bei, dass andere Teile der Welt und deren Menschen ausgebeutet werden.

    Das Buch lässt mich nachdenklich zurück.

    Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read, was man tatsächlich auch mehrmals lesen kann.

  3. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783751300513)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

    (10.918)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Manchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.

    Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.

    Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.

    Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.

    Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.

    Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.

    Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.

  4. Cover des Buches Save Me: Special Edition (ISBN: 9783736323001)
    Mona Kasten

    Save Me: Special Edition

    (3.570)
    Aktuelle Rezension von: Simba99

    Alle Charaktere gefallen mir sehr gut und vor allem verhalten sie sich nachvollziehbar! Endlich mal ein Buch bei dem ich nicht die Protagonistin am liebsten schütteln und ihr sagen wollen würde: Sei doch bitte nicht so hohl!
    Ich bin echt gespannt wie es weier geht...
    Leider steht Teil 2 noch nicht in meinem Regal, sonst wäre es meine nächste Lektüre!

  5. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1) (ISBN: 9783551319715)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1)

    (15.158)
    Aktuelle Rezension von: Lunacat

    Es war ein ziemlicher Spontankauf, als ich mir im Juli 2024 diesen Comic bei Rebuy bestellt habe. Ich liebe die Welt von Twilight mit meinem ganzen Herzen und finde, dass ich die Reihe erst beendet habe, wenn ich alles dazu gelesen habe.

    Zwei Jahre hat es gedauert. Zwei verdammte Jahre, um dieses Buch anzufangen - und im selben Atemzug auch zu beenden.

    Eine Stunde, länger hat es nicht gedauert. Und trotzdem konnte ich ein 5-Sterne-Buch finden.

    Es war wie Nach-Hause-Kommen. Es war Heimat. Liebe. Verständnis. Zugehörigkeit. 

    Ich habe nicht erwartet, wie sehr es mich in meine Twilight-Liebe zurückwerfen könnte, aber das hat es zu 100 % geschafft. 

    Ich bin ohne Erwartung rangegangen. Und mit pochendem Herzen zurückgelassen worden. 

    Genau die richtigen Stellen und Zitate wurden im Comic aufgegriffen, die Zeichnungen waren passend und haben all das rübergebracht, was ich gefühlt habe.

    Mir war gar nicht mehr bewusst, wie sehr ich Twilight liebe, bis ich diesen Comic für mich entdeckt habe.

    Es war zu keiner Sekunde langatmig, ich war geistig durchweg zu 100% im Buch und all die Gefühle konnten mich treffen. 

    Ich liebe Bella & Edward. Ich liebe die Cullens. Ich liebe die Welt. Ich liebe alles daran.

    Fazit: 

    4,75 Sterne, weil die Zeichnungen nicht 100% perfekt für MICH waren. 

  6. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 02 (ISBN: 9783442267811)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 02

    (2.033)
    Aktuelle Rezension von: buchgestapel

    Worum geht’s?

    Auch wenn ein verheerender Krieg aufzuziehen droht, glaubt Eddard Stark noch immer daran, dass sich alles zum Guten wenden wird. Nachdem dann auch noch König Robert stirbt, droht das gesamte Reich unterzugehen – wenn es nicht eine Chance gäbe, die rebellierenden Völker wieder zu vereinen.


    Meine Meinung

    Band eins der Reihe konnte mich auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die vorherrschende Gewalt natürlich ein Punkt war, der nicht unbedingt jeden ansprechen wird und auch mich nicht immer begeistert hat. Nichtsdestotrotz war ich schon sehr gespannt darauf, wie es mit Familie Stark, ihren Anhängern und ihren Feinden weitergeht, deswegen konnte ich Band zwei dann auch nicht wirklich lange im Regal liegen lassen.

    Die wechselnden Perspektiven haben mir auch hier wieder gut gefallen, primär weil die Handlung an unterschiedlichen Orten nun insgesamt an Fahrt aufgenommen hat und es somit kaum Momente gab, die sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen haben. Da ich mich mittlerweile auch wesentlich besser innerhalb des Settings zurechtgefunden habe, habe ich mich gleichzeitig auch wesentlich leichter damit getan, der eigentlichen Geschichte zu folgen und war wesentlich weniger darauf angewiesen, mir die Karten und die Anhänge anzuschauen.

    Auch die Figuren selbst fand ich mittlerweile wesentlich interessanter, da man bei den meisten schon die ein oder andere Motivation erkennen konnte und es somit wesentlich spannender war, ihr Handeln und ihre Interaktion mit anderen Charakteren zu beobachten. Da man zumindest den Großteil der Figuren schon einen Augenblick lang begleitet hat, war die Charakterentwicklung hier dann auch wesentlich interessanter, als das zu Beginn für mich der Fall war.

    Überzeugen konnte mich auch das Tempo der Geschichte, da der durchaus monumentale Charakter zwar konstant geblieben ist, ich mich beim Lesen aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Teilweise war ich sogar sehr positiv überrascht davon, wie kurz mir das Buch insgesamt vorgekommen ist. Die Gesamtseitenlänge war nichtsdestotrotz nötig, um die Handlung insgesamt im Buch unterzubringen – auch wenn ich persönlich sehr froh darüber bin, dass die Bände in der deutschen Übersetzung nicht ganz so lang sind wie in der Originalfassung bzw. auf zwei Bücher aufgeteilt wurden.


    Fazit

    Bisher konnte mich diese Reihe auf jeden Fall überzeugen, auch wenn ich persönlich kein allzu großer Fan der vorherrschenden Gewalt in dieser Geschichte bin. Die zahlreichen Figuren, ihre Ränkespiele und Motivationen untereinander fand ich aber wirklich spannend zu verfolgen, weshalb ich jetzt schon sehr gespannt auf Band drei der Reihe bin.

    Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  7. Cover des Buches Die Flüsse von London (ISBN: 9783944668475)
    Ben Aaronovitch

    Die Flüsse von London

    (1.944)
    Aktuelle Rezension von: Nicky92

    Die Flüsse von London haben mich von Seite 1 an sofort abgeholt – nicht mit epischen Schlachten oder großen Liebesgeschichten, sondern mit seinem ganz eigenen, charmant-chaotischen Zauber. Der Mix aus Krimi, Urban Fantasy und britischem Humor fühlt sich an wie ein nächtlicher Spaziergang durch London, bei dem hinter jeder Ecke etwas Unerwartetes lauert.

    Besonders gefallen hat mir die Art, wie Magie hier funktioniert: wissenschaftlich, schräg, manchmal herrlich absurd – und doch absolut faszinierend. Peter Grant ist kein typischer Held, sondern ein neugieriger, leicht überforderter, aber unglaublich sympathischer Ermittler, dessen trockener Humor mich mehrfach schmunzeln lies. 

    Ja, die Handlung ist stellenweise etwas durcheinander, aber genau das macht den Reiz aus. Die Geschichte wirkt lebendig, unberechenbar und voller kleiner Details, die man erst beim zweiten Blick erkennt. Für mich war es ein absolut abendfüllendes Leseerlebnis, das mich mit einem breiten Grinsen zurückgelassen hat.

    Eine ungewöhnliche, witzige und magische Reise, die Lust auf mehr macht (Band 2 liegt schon bereit). 

  8. Cover des Buches Fates & Furies 1. Starcrossed (ISBN: 9783969760314)
    Josephine Angelini

    Fates & Furies 1. Starcrossed

    (4.647)
    Aktuelle Rezension von: Gwen21

    Göttlich verdammt hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben und die Mischung aus Mythologie, Action und Romantik hat mir richtig gut gefallen. Das Buch baut die Handlung so auf, dass man immer weiterlesen möchte. Das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung – ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen.

  9. Cover des Buches Percy Jackson - Diebe im Olymp (ISBN: 9783551319470)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Diebe im Olymp

    (3.279)
    Aktuelle Rezension von: Sibel_Susann_Teoman

    Was Percy so spannend macht, ist seine Dyslexie. Ich mag es, wenn Helden eine ernsthafte Schwäche haben, das macht sie nur umso sympathischer. Denn obwohl er nicht perfekt ist, entwickelt er sich zu einem guten Freund und vollbringt echte Heldentaten,  die nicht nur Kids begeistern. Das Buch ist sowohl spannend als auch witzig geschrieben und fesselt von der ersten Seite an. 

  10. Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)
    Simon Beckett

    Die Chemie des Todes

    (7.426)
    Aktuelle Rezension von: Antonios

    Wo soll ich anfangen? Allein der Titel macht das Buch voll interessant. Es beginnt mit ein paar coole forensische Fakten über tote Körper. Eine Geschichte baut sich dabei auf. Und am Ende wird man einfach so nicht in Ruhe gelassen, sondern schön und wunderbar mit Plot Twists umgehaut. Was will man da mehr? Fließend leserlich, interessant erzählt, Mördersuche und die Tatsache, dass man aus Maden erkennen kann, wann jemand gestorben ist. Auf jeden Fall einer der besten Krimis des Jahres für mich!

  11. Cover des Buches Nach dem Sommer (ISBN: 9783839001677)
    Maggie Stiefvater

    Nach dem Sommer

    (2.943)
    Aktuelle Rezension von: QueerBeetReads

    Ich hatte große Hoffnung in dieses Buch gesteckt: Die Prämisse mit Werwölfen, die Jahreszeiten und die Liebe zwischen Sam und Grace klingt toll und der Anfang macht das auch nicht schlecht. Die Beschreibung der Wälder um Mercy Falls, die jahreszeitlichen Wechsel und die Grundidee, dass Sam nur im Sommer Mensch sein kann, haben mich neugierig gemacht.

    Allerdings kam schon nach einiger Zeit die Ernüchterung:

    • Erzähltakt & Spannung: Über lange Strecken passiert relativ wenig. Einige Abschnitte zogen sich für mich wie Kaugummi, und ich hatte oft das Gefühl, die Handlung komme nicht richtig voran.

    • Übersetzung: Ja, manche Stellen wirken einfach hölzern oder nicht ganz rund – als hätte die Übersetzung an manchen Orten stark nachgebessert werden müssen. Das stört, wenn man sich eigentlich in der Geschichte verlieren möchte.

    • Emotionale Bindung: Ich konnte mich mit den Charakteren nicht so stark identifizieren, wie ich gehofft hatte. Sam und Grace bleiben in manchen Momenten zu distanziert, was dazu führt, dass mich die Gefühle nicht durchgehend mitgerissen haben.

    Ich habe das Buch nach etwa 200 Seiten abgebrochen, weil ich nicht das Gefühl hatte, weiterzukommen oder wirklich „drin“ zu sein. Vielleicht lohnt sich die Reihe für Fans von Werwolf-Jugendfantasy, die mit langsamer Entwicklung leben können. Aber für mich war es nicht stark genug, um durchzuhalten.

    Fazit: Gute Idee, schöne Elemente – aber in der Umsetzung schwach in puncto Tempo und Emotion. Daher nur drei Sterne von mir und keine Empfehlung, wenn man lesen will, um ganz abzutauchen.

  12. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453323131)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

    (597)
    Aktuelle Rezension von: emkadiva

    Dieses Buch ist definitiv seiner Zeit voraus, das kann man nicht bestreiten. Ein Buch, das ein ganzes Genre geprägt und neue Standards gesetzt hat, verdient den Titel eines Klassikers, aber nicht jeder Klassiker ist auch automatisch gut, wenn man ihn in die heutige Zeit überträgt.

    Dune gehört nicht dazu. Es ist noch immer ein relevantes, äußerst komplex und intelligent geschriebenes Buch und gerade die politischen Themen sind extrem relevant, auch heute noch.

    Würde ich es unbedingt als Wüstenepos bezeichnen? Nein, zumindest noch nicht. Das Buch stellt eine gute Einleitung dar. Paul Atreides' Weg zum Muad'dib. Und auch wenn dieser Weg spannende Momente bereithält, Intrigen, Rache, Kämpfe, Verluste, so bekommt man am Ende des Buchs das Gefühl, dass es jetzt erst richtig losgeht. 

    Das Buch ist lang und wirklich äußerst komplex geschrieben. Unnötigerweise muss man an der Stelle sagen. Ein Buch wird nicht besser je verwirrender und wissenschaftlicher es geschrieben ist. Das Buch springt viel hin und her. Zwischen den Perspektiven als auch zeitlich. Vielen Dingen wird sehr viel Raum gegeben, während andere nur beiläufig erwähnt werden; obwohl sie eigentlich mehr Tiefgang verdient hätten. Gerade der Mittelteil zieht sich, ohne dass viel passiert, am Ende passiert dann alles Schlag auf Schlag.

    Das Buch liest sich nicht leicht, was nicht nur daran liegt, dass es alt ist. Es ist nicht nur von der Sprache komplex, auch der generelle Inhalt erfordert Vorstellungskraft. Das Worldbuilding ist jedoch ausgereift und detailliert, was das Ganze erleichtert.

    Dune stellt für mich kein grandioses Meisterwerk dar, vielmehr ist es ein Einstieg, der die Grundpfeiler setzt und einen langsam in eine Welt und eine Geschichte einführt, die noch so viel mehr zu bieten hat und gerade erst beginnt.

  13. Cover des Buches Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter. (ISBN: 9783570167113)
    Christopher Paolini

    Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter.

    (3.073)
    Aktuelle Rezension von: Withered

    Endlich hole ich den Klassiker "Eragon" nach. 

    Man merkt, dass Paolini noch jung und am Anfang seiner Karriere war, als er Eragon geschrieben hat. Die Dialoge und der Schreibstil reichen noch nicht so ganz an die anderer Autoren heran. Das hat für mich leider stark die Immersion beim Lesen gestört.

    Davon abgesehen sind viele gute Ideen enthalten; die Welt ist groß, diversifiziert, die Charaktere sind ebenso vielschichtig. 

    Ich werde der Reihe eine Chance geben und die anderen Bände lesen. 

  14. Cover des Buches Engelsnacht (ISBN: 9783570160633)
    Lauren Kate

    Engelsnacht

    (1.906)
    Aktuelle Rezension von: Jnkrebs92

    Engelsnacht hat eine interessante Grundidee und eine geheimnisvolle Atmosphäre, konnte mich insgesamt jedoch nicht vollständig überzeugen. Der Einstieg fiel mir etwas schwer und die Handlung entwickelte sich für meinen Geschmack stellenweise zu langsam.

    Die Figuren und die Geschichte bieten zwar einige spannende Momente, dennoch fehlte mir das gewisse Etwas, um wirklich mitzufiebern. Erst gegen Ende wurde die Handlung deutlich interessanter.

    Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, aber ich hatte mir etwas mehr Spannung und Emotionen erhofft. Für Fantasyfans kann es dennoch einen Blick wert sein.

  15. Cover des Buches Reckless 1. Steinernes Fleisch (ISBN: 9783791500959)
    Cornelia Funke

    Reckless 1. Steinernes Fleisch

    (1.805)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Der 1. Teil hat mir nicht gefallen. Jacob kommt mir zu überfliegermäßig rüber. Er kann alles, er ist der Beste und er macht immer alles richtig. Solche Übercharakter-Geschichten finde ich immer ziemlich nervig. Hinzu kommt, dass mir bei dieser Geschichte zu viel klischeehaft aus anderen Märchen übernommen erscheint. Sei es der Dauerklassiker, dass etwas "hinter den Spiegeln" passiert oder dass Füchse immer die Schlauen sind etc. Ich finde die Reckless-Reihe ist eine der schlechteren Buchreihen von Cornelia Funke. Die Drachenreiter-Reihe hingegen ist viel besser gestaltet und auch nicht mit so stark angeberischen Übercharakteren versehen.

  16. Cover des Buches Gezeichnet (ISBN: 9783596705610)
    P.C. Cast

    Gezeichnet

    (3.770)
    Aktuelle Rezension von: Wortzauber34

    Zoey Redbird ist 16 und führt ein durchschnittliches Leben, bis sie diesen geheimnisvollen Halbmond auf ihrer Stirn bemerkt – das Zeichen, dass sie nun im House of Night, einem Internat für junge Vampyre, ausgebildet werden soll. Und Zoey ist nicht irgendein Jungvampyr: Nyx, die Vampyrgöttin, hat sie mit ganz besonderen Gaben versehen. The Thriller? Ihr Stiefvater versteht viel zu wenig von Kindern, ihre Mutter wirkt wie eine Schattenfigur, und Zoey muss sich in einer Welt voller Rituale, Geheimnisse und gesellschaftlicher Strukturen behaupten.

    Die Mischung aus Vampir-Magie, Mentor*innen, Ritualen und einer Schule, in der jeder Schritt über Leben und Tod entscheiden kann, zieht dich sofort hinein. Zoey ist stark, aber sie ist auch verwirrt, verletzt, neugierig – genau menschlich genug, um mitzufühlen. Die Rituale, die Machtspiele innerhalb der Schüler-Clans und der Einfluss der Göttin Nyx geben dem Ganzen Tiefe – auch wenn manches Jugenddrama etwas klischeehaft wirkt. Der Schreibstil ist locker, flüssig und voller Flair, eine große Stärke für ein Jugendbuch.

    Fazit:
    Ein magischer, atmosphärischer Auftakt voller Herz, Mut und Geheimnis.

  17. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

    (4.597)
    Aktuelle Rezension von: Rosalinda

    „Die Blutlinie“ von Cody McFadyen ist ein äußerst spannender und packender Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Autor schafft es, sofort eine düstere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, wodurch man direkt in die Geschichte hineingezogen wird.

    Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere, allen voran Smoky Barrett und ihr Team. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, sodass man gerne mit ihnen mitfiebert und sie auf ihrer gefährlichen Jagd nach dem Täter begleitet. Die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Teams verleihen der Geschichte zusätzlich Tiefe.

    Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend und überrascht immer wieder mit neuen Entwicklungen und Wendungen. Dadurch entsteht kaum ein Moment der Langeweile. Allerdings enthält das Buch auch einige sehr brutale und verstörende Szenen, die teilweise schwer zu lesen sind. Gerade diese schonungslose Darstellung trägt jedoch zur intensiven und bedrückenden Stimmung des Romans bei.

    Insgesamt ist „Die Blutlinie“ ein hervorragend geschriebener Thriller mit einer fesselnden Handlung, interessanten Charakteren und einem hohen Spannungsniveau. Wer düstere und psychologisch anspruchsvolle Thriller mag, wird an diesem Buch sicherlich viel Freude haben.

  18. Cover des Buches Lycidas (ISBN: 9783453320123)
    Christoph Marzi

    Lycidas

    (731)
    Aktuelle Rezension von: Ulis_Books

    Inhalt: Ein Waisenmädchen macht sich auf, um ein entführtes Kind zu finden, das angeblich die verschollene Erbin eines Elfenadels ist. Zusammen mit dem Alchemisten Wittgenstein, ihrer Freundin Aurora und dem Elfenbibliothekar Micklewhite steigt sie in die uralte Metropole hinab, einer mystischen und gefährlichen Welt unterhalb Londons. Dabei stößt sie auf den gefallenen Engel Lycidas, der sich an Kinderseelen labt - doch das wahre Böse ist ein ganz anderes.

    Meinung: Noch nie hat mich ein Buch so sehr fasziniert wie Lycidas. Es erzählt eine düstere, phantastische und in weiten Teilen auch unbarmherzige Geschichte, die selbst nach hunderten von Seiten nicht loslässt. Man muss das Buch mehrfach lesen, um alle 'Easter Eggs' zu finden, denn der Autor hat in seinen Figuren, mal mehr, mal weniger subtil Figuren aus Literatur, Film und Geschichte versteckt. Für die Fans besonders dicker Bücher extrem empfohlen!

  19. Cover des Buches Krähenmädchen (ISBN: 9783442484942)
    Erik Axl Sund

    Krähenmädchen

    (889)
    Aktuelle Rezension von: Darryl1208

    Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch. 
    Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden. 
    Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
    "Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden. 
    Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
    Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. 

  20. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783733503642)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

    (1.243)
    Aktuelle Rezension von: booklovingsandy

    Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Schon die Grundidee ist außergewöhnlich: Die Menschheit hat den natürlichen Tod besiegt, das heißt niemand stirbt grundsätzlich mehr an Alter, Krankheit oder Unfällen. Stattdessen liegt es in der Verantwortung der Scythe, das Bevölkerungswachstum zu kontrollieren und Menschen auszuwählen, die sterben müssen. Dadurch wird der Tod zur Ausnahme und nicht mehr zur Regel – ein faszinierender Gedanke, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

    Besonders begeistert hat mich das gesamte System rund um die Scythe sowie die Rolle der allwissenden KI Thunderhead. Das Worldbuilding ist unglaublich spannend, gleichzeitig aber so verständlich aufgebaut, dass ich mich sofort in der Welt zurechtgefunden habe. Diese Welt und die Story bieten noch so viel Potenzial, sodass ich schon sehr gespannt darauf bin, wie das im zweiten Band weiter ausgebaut wird.

    Die Protagonisten Citra und Rowan haben mir echt gefallen. Gemeinsam werden sie zu Scythe ausgebildet, könnten unterschiedlicher kaum sein und teilen dennoch einige wichtige Überzeugungen. Beide starten noch jung, teilweise unerfahren und etwas naiv in ihre Ausbildung, wachsen im Laufe der Geschichte aber spürbar an ihren Herausforderungen. Ich mochte ihre Entwicklung und habe beide auf ihre ganz eigene Art ins Herz geschlossen.

    Ebenso interessant fand ich die unterschiedlichen Scythe. Es gibt diejenigen, die ihrer Aufgabe mit Würde und Verantwortungsbewusstsein nachgehen, aber auch solche, die ihre Macht missbrauchen. Gerade diese Gegensätze machen die Geschichte noch spannender und sorgen dafür, dass man ständig mitfiebert.

    Der Schreibstil ließ sich wirklich angenehm lesen, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Zusammen mit der spannenden Handlung und den moralischen Fragen, die das Buch aufwirft, konnte ich es daher kaum aus der Hand legen.

    Für mich ist „Scythe – Die Hüter des Todes“ eine absolute Leseempfehlung – besonders für alle, die durchdachte Dystopien mit originellen Ideen, starken Charakteren und einer faszinierenden Welt lieben.

  21. Cover des Buches Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth (ISBN: 9783551313485)
    James Dashner

    Maze Runner: Die Auserwählten - Im Labyrinth

    (1.766)
    Aktuelle Rezension von: Marli1

    Die Auserwählten ist ein Pageturner, der mich sofort gefesselt hat. Thomas erwacht ohne Erinnerung auf der Lichtung, umgeben von Mauern und tödlichen Labyrinthmonstern. Gemeinsam mit Newt, Minho und den anderen muss er Rätsel lösen und ums Überleben kämpfen. Die Idee ist genial, die Welt dicht gebaut und die Spannung fast unerträglich. Teresa bringt Verwirrung und Wendungen, die man nicht vorhersehen kann. Manche Entscheidungen sind riskant und emotional geladen, und ich mochte, wie Thomas trotz Verwirrung handelt. Der Stil ist klar, direkt und flüssig, sodass man mitgerissen wird. Manche Längen im Mittelteil, aber das Finale entschädigt. Für mich ein Klassiker unter den Dystopien.

  22. Cover des Buches Die Wanderhure (ISBN: 9783426447932)
    Iny Lorentz

    Die Wanderhure

    (3.761)
    Aktuelle Rezension von: lesezeitmitmama

    Konstanz im Jahre 1410 – Matthis Schärer kann sein Glück nicht fassen als der Magister Ruppertus Splendidus um die Hand seiner Tochter anhält. Er ahnt jedoch nicht, dass es dem zukünftigen Schwiegersohn nur um sein Vermögen geht und dafür geht er über Leichen. Die beiden werden Opfer einer gemeinen Intrige, in der Marie als Metze angeklagt und verurteilt wird. Sie wird aus der Stadt vertrieben und muss von nun an als Hübschlerin ihren Lebensunterhalt verdienen. Doch so leicht gibt sich Marie nicht geschlagen. Sie will Gerechtigkeit und schwört ihren Peinigern Rache…

    „Die Wanderhure“ ist der Auftakt einer Reihe, die aus zehn Bänden besteht und bereits abgeschlossen ist. Dies ist mein drittes Buch vom Autorenpaar Iny Lorentz. Auch hier hat wieder alles gepasst - die Charaktere, die Geschichte, der Schreibstil und das Setting! ❤️

    Zurecht DAS Buch von Iny Lorentz! 

  23. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783404189120)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

    (1.431)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Das Lächeln der Fortuna" ist Gablés erster Roman um die Familie Waringham, wenn auch zeitlich die Bücher "Teufelskrone" und "Drachenbanner" früher angesiedelt sind und m. E. daher zuerst gelesen werden sollten.

    Gablé nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Charaktere. Die Hauptfigur - Robin of Waringham - ist uneingeschränkt  positiv dargestellt und wird über das ganze Buch hinweg eng durch Höhen und Tiefen begleitet. Ich war mit dem guten Ende für den Pferdenarren Robin mehr als zufrieden. 

  24. Cover des Buches Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453529090)
    Kami Garcia

    Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

    (1.047)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Ethan lebt seit seiner Geburt im kleinen Örtchen Gatlin, wo es kein Kino gibt und die besten Bücher verboten sind. Es gibt nur einen Laden und die Kirche ist so ziemlich das Größte für die Damen der Gesellschaft. Nie gibt es was aufregendes, bis Ethan in die Elfte kommt. Die neue Schülerin Lena ist das Schulgespräch. Doch nicht im positiven Sinne, denn alle haben es auf die abgesehen, schließlich wohnt sie beim alten Ravenwood. Dem Unikum der Stadt und außerdem wohnt er in Gruselhaus am Rand des Ortes. Ethan jedoch verliebt sich sofort in Lena, schließlich ist sie das Mädchen aus seinen Träumen. Als dann auch noch seltsame Dinge geschehen versucht Ethan hinter Lenas Geheimnis zu kommen.

    Unsere Hauptperson in diesem Buch ist Ethan, aber eigentlich geht es um Lena, die Neue in der Stadt. Die Nichte vom verschrobenen Ravenwood. Ethan ist ein junger Mann mit Charakter und einer klaren Meinung. Er gibt nicht viel auf andere und denkt selbstständig ohne sich dem Gruppenzwang anzuschließen. Seine Hormone spielen jedoch auch klar verrückt. So ist er bereits seit Sekunde eins in Lena verliebt und das nur, weil sie ihm in seinen Träumen bereits erschienen ist. Eigentlich ziemlich seltsam so jemanden direkt zu lieben, ohne die Person zu kennen, doch das soll wahrscheinlich die besondere Verbindung zwischen den beiden darstellen. Dahingehend ist er auch erschreckend naiv, wurde er doch von einer sehr klugen Frau (oder auch drei) aufgezogen. Der Verlust seiner Mutter und die Abwesenheit seines Vaters haben ihn erwachsen werden lassen, doch sobald es Lena betrifft, fällt er in den Strudel der Hormone zurück und denkt zu wenig nach. Bezüglich aller magischen Themen ist er auch seltsam offen und unerschrocken. Er stellt seine Welt nicht in Frage, als er von der Castergesellschaft erfährt, da regt er sich mehr über die Bibliothek auf. Er nimmt alles hin und hat einzig eine Meinung zu der Berufung von Lena. Gefühlt interessiert ihn alles weitere jedoch auch nicht. 

    Dann ist da Lena, das Castermädchen, welches Angst vor ihrer Berufung hat. Ich habe mich ehrlich schwer mit ihr getan. Sie ist von Anfang an relativ abweisend und auch ihre Gefühle für Ethan drückt sie wenn dann eher noch auf ihre unerklärliche telepatischen Kommunikationsweise aus. Sonst wirkt sie abweisend, eigenbrötlerisch und kalt. Außerdem benimmt sie sich manchmal kontrovers, was mich weiter wenig für sie begeistern konnte. So will sie sich eigentlich aus alles raus halten, um nicht in den Fokus von den Mädels der Schule zu geraten oder generell Aufstehen zu erregen und dann will sie doch auf den Schulball. Sie will nicht mit Ethan zusammen sein, um niemanden in Gefahr zu bringen, als allerletzten ihn und dann ruft sie ihn, um nicht alleine zu sein, obwohl sie weiß, dass es gefährlich für ihn wird, weshalb sie sich dann wieder die Schuld gibt. Das hat schon genervt. Die von ihr selbst geschaffene Distanz war nicht nur für Ethan ein anstrengender Punkt. Schließlich ging es ja das ganze Buch lang nur um sie. Einzig ihre Ironie hat mich stellenweise begeistert. 

    Die anderen Buchcharaktere waren praktisch ein Alles oder Nichts. Entweder lasch und grau oder so übertrieben dargestellt, dass man sich gefragt hat, ob die Personen nicht besser in Therapie gehen sollten. Anstrengend und nicht angenehm. Einzig Onkel Macon hat mir irgendwie gefallen, doch auch er hätte gerne mehr Futter bekommen können. 

    Die Handlung ist an sich ganz gut. Es gibt Höhen und Tiefen, an manchen Stellen hätte es meiner Meinung nach gerne kürzer gehalten werden können. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden steht auch offensichtlich im Vordergrund, obwohl es echt lange braucht, bis wir uns mal in einer richtigen Beziehung der beiden befinden. Vielleicht für einen Teenager-Roman auch in Ordnung, für mich war es definitiv zu lang mit zu wenig Inhalt. Auch hinsichtlich der Castergesellschaft hätten man so viel mehr Input bekommen können. Wenn man davon erfährt ist es wirklich kaum mit Informationen gespickt und im Verlaufe des Buches bekommt man nur weniger Brocken geliefert. Zum Ende hin und gerade am solchen war es dann wie eine Bombe, die Chaos bringt. Die Informationen kamen, aber wenig geordnet und es gab keine richtigen Erklärungen oder Zeit zum Verdauen, da hätte ich mir das Buch über einfach mehr gewünscht. 

    Der Schreibstil ist frisch und jugendlich. Man pflügt durch die Seiten, wenn man zumindest allein den Schreibstil betrachtet. 

    Insgesamt ist der Auftakt der Reihe ganz nett. Allerdings waren mir zu wenig Fantasy-Aspekte darin, bis auf die ganzen Wetterumschwünge, davon hatten wir wirklich mehr als genug. Zu viel Herumgedruckse im Liebesteil und zu viel Hinnehmen beim Übernatürlichen. Zu wenig Informationen auch bei Hintergrundinformationen und zu viele Seiten ohne Inhalt. Dennoch gut zu lesen, aber ich werde die Folgebände eher nicht auf meine Leseliste packen 🔮

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