Bücher mit dem Tag "banden"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "banden" gekennzeichnet haben.

93 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.521)
    Aktuelle Rezension von: Knottinga

    Liesel Memminger stiehlt einem das Herz im Laufe der Geschichte. 

    Die Geschichte beginnt mit dem Tod  (was eigentlich verständlich ist zur jener Zeit), und er begleitet uns über den Verlauf der Geschichte. Wir sehen eine Version, wie es der Sensenmann sehen kann und wie jemand Herzloses, Herz besitzt.


    Was macht diese Geschichte besonders? 

    Schon am Anfang der Erzählung wissen wir was passieren wird, wie das Ende aussieht, aber erst durch lesen und hineinfühlen in die Welt und Entwicklung Liesels, den Hubmanns, Rudi und und und Fühlen wir erst am Ende das was Geschieht mit. So als ob man dabei ist. Man fühlt den Schmerz, aber viel mehr erkennen wir: wie ein Leben in einer schrecklichen Zeitaussehen konnte und auf seine ganz eigene weiße schön sein kann.

  2. Cover des Buches Als das Leben unsere Träume fand (ISBN: 9783404176007)
    Luca Di Fulvio

    Als das Leben unsere Träume fand

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Anfang des 20. Jahrhunderts in die neue Welt, in diesem Fall nach Buenos Aires, aufbrechen.
    Rocco möchte sich dem Zugriff der Mafia entziehen. Da er in seiner Heimat Sizilien nicht die Chance dazu hat und außerdem den Zorn der Mafia auf sich zieht begibt er sich auf die lange Reise.
    Rosetta lebt ebenfalls auf Sizilien und bewirtschaftet dort das Land ihrer Familie, auf das es allerdings ein Baron abgesehen hat. Dieser schreckt vor keinem Mittel zurück, um sie von ihrem Land zu vertreiben. In der neuen Welt erhofft sie sich ein freieres und selbstbestimmteres Leben, auch wenn sie „nur“ eine Frau ist.
    Raquel ist russische Jüdin und nachdem ihre Eltern beide gestorben sind, schließt sie sich einer Gruppe von Männern an, die jungen Mädchen ein besseres Leben in der Neuen Welt versprechen.

    Zu Beginn des Buchs steigt man mitten in die Geschichten der drei Protagonisten ein und ich war auch sofort von deren Erlebnissen gefesselt. Die Charaktere sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und ich habe voller Faszination ihre Reise und ihr neues Leben “begleitet“.
    Der flüssige Schreibstil der mich auf über 700 Seiten fesseln konnte und nie langweilte ist wirklich toll. Die Sprache ist hin und wieder derb und unschön, was aber nunmal durch die Geschichte die erzählt wird bedingt ist. Die Zustände unter denen Auswanderer, vor allem die Armen, und im Besonderen Frauen leben mussten sind grausam aber sehr realistisch dargestellt. Der wahre Hintergrund hinter der Geschichte von Raquel hat mich zutiefst schockiert und bewegt und ich habe nebenbei Einiges im Internet dazu gelesen.

    Dieses Buch ist eine tolle Mischung aus Abenteuer, Historie, Krimi und Liebesgeschichte. Es ist nichts für Zartbesaitete aber trotzdem absolut empfehlenswert. Hier gebe ich sehr gerne volle fünf Sterne. 

  3. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (166)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    „Priest of Bones“ setzt genau da ein, wo andere Fantasy-Romane üblicherweise schon lange vorbei sind: nach der letzten blutigen Endschlacht!

    Die Königin hat gewonnen, doch tausende Fußsoldaten verloren entweder ihr Leben oder haben gerade so überlebt und sind nun schwer traumatisiert  - so auch Tomas Piety. Nach dem Krieg kehrt er mit ein paar Gefolgsleuten zurück nach Ellinburg. Dort erwartet er, nahtlos an sein früheres Leben als Anführer einer Gang anknüpfen zu können. Doch es kommt anders als erwartet. Seine Tante hat in der Zwischenzeit die Kontrolle über sein Revier verloren und längst haben andere die Kontrolle übernommen. 

    Während er versucht sein Imperium wieder aufzubauen, muss er jedoch mit einer Herausforderung der ganz anderen Art zurecht kommen. Die Queensmen, eine Art Geheimdienst, stellen ihn in ihren Dienst. Denn die Gefahr eines weiteren Krieges ist noch nicht vorrüber…

    Wow! Was war das bitte für ein Buch! Von außen sieht es aus wie diese klassischen High Fantasy-Schmöker, die es inzwischen wie Sand am Meer gibt. Schon nach dem ersten Absatz wird jedoch klar: das hier ist mal was ganz anderes! Nicht nur, dass ausnahmsweise mal aus Sicht der einfachen Leute geschrieben wird, es wird WIRKLICH aus der Sicht der einfachen Leute geschrieben, auch sprachlich. Tomas Piety berichtet schonungslos, bisweilen sehr direkt aber auch mit viel schwarzem Humor, wie es sich als Gangster so leben lässt.

    Fazit: ein Pageturner der etwas anderen Art – bitte mehr davon!

  4. Cover des Buches Neunzehn Minuten (ISBN: 9783492253987)
    Jodi Picoult

    Neunzehn Minuten

     (922)
    Aktuelle Rezension von: Kati1211

    Das Cover finde ich ganz okay aber mit den Spinden im Hintergrund ist es passend. Den Schreibstil von Jodi Picoult mag ich sehr gerne. 

    Das Buch ist aus ziemlich vielen verschiedenen Sichtweise geschrieben. Ich musste mich zuerst etwas daran gewöhnen aber dann fand ich es echt toll. Ich fand es richtig interessant zu erfahren, wie jeder mit der Tat umging. 

    Generell fand ich die Verhandlung aber auch das Tatgeschehen total interessant. Letztendlich gab es auch eine Wendung mit der ich so nicht gerechnet habe. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen

    . Die Charaktere waren auch alle sehr interessant. Ich fand es so toll, dass man eigentlich von fast jedem Charakter die Gefühle und Gedanken mitbekommen hat. So konnte man auch einige Sachen viel besser nachvollziehen. 

    Neunzehn Minuten ist ein total interessanter Roman. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

  5. Cover des Buches Die Lügen des Locke Lamora (ISBN: 9783453530911)
    Scott Lynch

    Die Lügen des Locke Lamora

     (208)
    Aktuelle Rezension von: bibliomanine

    Es fällt mir schwer das Buch in Worte zu fassen. Ich war anfangs zwischen Faszination und Unruhe. Warum? Weil ich schnell fertig sein wollte. Dumm, ich weiß. Jeder Satz ist mit viel Liebe geschrieben worden, jedes Detail lässt einen tiefer eintauchen. Es kann langatmig sein, aber gerade das hat mich dann begeistert. Der Autor beweist so sehr, dass er es einfach kann😉 Der Schreibstil ist hochgradig genial und lässt auch Humor nicht zu kurz kommen. Die Freundschaft der Protagonisten ist wunderbar unter die Haut gehend, aber auch den Feind kann man gut verstehen und sogar Verständnis hat sich bei mir entwickelt. Für mal so zwischendurch ist das Buch nichts. Jedes Kapitel sollte mit vollster Aufmerksamkeit gelesen werden. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Büchern auch mehr zu der geheimnisvollen Entstehung der Stadt Camorr zu lesen ist.  Diese wunderschöne und zugleich arg brutale Stadt hat mich sehr fasziniert.

  6. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    Nachdem er im Vietnamkrieg gedient hat, wechselt Art Keller in die Drogenfahndung. Augenscheinlich haben die USA ein Problem, denn von Mexiko aus überschwemmen mächtige Kartelle das Land mit immer neuen Drogen. Keller ist engagiert, gerät immer tiefer in das Milieu – doch je tiefer er eintaucht, desto erschreckender werden die Verstrickungen, auf die er stößt. Seine Hartnäckigkeit bringt ihn bald in Lebensgefahr, doch Aufgeben ist für ihn keine Option.

    Tage der Toten ist der erste Band in Don Winslows Trilogie um Art Keller. Das Buch umfasst 689 Seiten und erschien 2010 bei Suhrkamp. Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2012.

    Um das gleich mal vorweg zu nehmen: Tage der Toten ist ein epochales Werk. Winslow hat sechs Jahre für das Buch recherchiert und das ist auch nicht zu übersehen. Herausgekommen ist ein spannungsgeladener Querschnitt durch die Geschichte des Drogenkrieges auf den amerikanischen Kontinenten. Im Mittelpunkt stehen die Südgrenze der USA und Mexiko, später kommt Kolumbien dazu, weitere Länder werden gestreift.

    Winslow beschränkt sich auch nicht auf eine Hauptfigur, auch wenn Art Keller zweifellos der Protagonist ist. Neben ihm erzählt er vor allem die Geschichte der Barreras, die das mächtigste Drogenkartell Mexikos führen und Triebfeder bei der Professionalisierung der Kartelle im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts sind. Weitere Figuren aus dem Kreis der italienischen und irischen Mafia in den USA, der Edelprostitution, der katholischen Kirche in Mexiko und mehr oder weniger offene Geheimdienstler beider Staaten spielen ausführliche Rollen. Die Tiefe der einzelnen Charaktere geht so weit, dass es mir fast schwer fällt, von einzelnen Handlungssträngen zu reden.

    Die Tiefe, die Winslow seinen Figuren zukommen lässt, steht in nichts der Tiefe der Geschichte nach. Er zeigt detailliert aus unterschiedlicher Sicht auf, wie sich der Drogenkrieg seit dem Ende des Vietnamkriegs entwickelt hat, warum was geschah und wie vielfältig die Profiteure sind. Die Rolle von Regierungen und Behörden beschreibt er dabei schonungslos. Winslow ist entschiedener Gegner der kriminalisierenden Drogenpolitik, das ist auch in Tage der Toten unübersehbar. Er vertritt die Meinung, dass ein Großteil der Kapitalverbrechen unmittelbar oder im weitesten Sinne mit der Drogenkriminalität zusammen hängt, weil im Drogenmarkt exorbitant viel Geld steckt. Würde dem Markt die Illegalität genommen, würden seine Auseinandersetzungen im Rahmen des Rechtssystems geführt.

    Haben Sie mal zwei konkurrierende Bierhersteller erlebt, die ihren Disput mit Maschinenpistolen austragen? Ich nicht. Weil sie ihren Streit offen austragen oder vor Gericht ziehen können.

    Dabei beschränkt sich Tage der Toten keineswegs rein auf die Drogenaspekte. Winslow erläutert beispielsweise die Zusammenhänge mit dem illegalen Waffenhandel oder dem US-amerikanischen ›Kampf gegen den Kommunismus‹ in Mittel- und Südamerika. Auch Parallelen zu vielen weiteren globalpolitischen Strategien der USA werden gezogen, beispielsweise der Interventionspolitik im Nahen Osten. Insgesamt zeichnet Winslow ein ebenso erschreckendes wie wohl in hohem Maße realistisches Bild der Politik der USA und insbesondere Mexikos und Kolumbiens. Gleichzeitig beschreibt er, wie sich im Fahrwasser dieser Politik Mafia und Kartelle weiter etablieren konnten und sich immer wieder der Lage anpassten. Durch die Tiefe der Figuren erhält man dabei fast eine Art von Verständnis für ihr Handeln, allerdings achtet Winslow darauf, dieses nicht zu glorifizieren. Er erklärt quasi ihren Lebensweg, macht durch ihre offene Brutalität aber immer wieder klar, auf welcher Seite der Medaille sie einzuordnen sind.

    Ein paar Worte will ich doch noch zu meiner Erfahrung mit dem Buch verlieren. Winslow erzählt die Geschichte in einer Weise, die mich an Sin City erinnert hat. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Es fiel mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Gerade zu Beginn ziehen sich Rückblicke im Rahmen der Charaktereinführungen wirklich sehr ausgiebig, die Jetzt-Zeit wird dadurch ständig lange unterbrochen und die aktuelle Handlung kommt quasi überhaupt nicht weiter. Das zieht sich am Anfang über wirklich sehr viele Seiten, so dass ich meine Probleme damit hatte. Da das Buch sehr dick ist und mir der Einstieg nicht so ganz gelang, fiel mir erst am Schluss auf, dass Winslow im Prolog mit dem Ende der Handlung beginnt und die Geschichte, die an diese Stelle geführt hat, dann im Rest des Buches quasi rückblickend erzählt.

    Das soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Tage der Toten ein wirklich großartiges Buch ist. Es ist aufwendig recherchiert, fesselnd geschrieben und durchaus lehrreich, wenn es um die Zusammenhänge im Drogenkrieg auf den amerikanischen Kontinenten geht. Und erfreulicherweise gibt es ja auch noch zwei weitere Bände.

  7. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (325)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Klappentext:

    Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt – und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab – die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

    Das es ein doch etwas kitschiges Buch werden würde, hätte man sich denken können. Aber ich wollte es dennoch mal lesen, denn die ersten beiden Bände der Autorin hatten mir recht gut gefallen. Bei diesem Buch kann ich sagen, es war ein Fehlgriff. Vorhersehbar, in die Länge gezogen, zu viele Zufälle. Es war einfach nicht für mich gemacht und ich habe mich da durchgequält. Vielleicht hat sich im Laufe der Jahre ja auch mein Anspruch verändert.

  8. Cover des Buches Dreckiger Schnee (ISBN: 9783426522103)
    Joseph Knox

    Dreckiger Schnee

     (101)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Aidan Waits, ein junger Detective hat die unglückliche Gabe sich mit seinem, vorzugsweise gefühlsgesteuertem Verhalten, immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als er nach seiner letzten Eskapade kurz vor der Suspendierung steht, bietet ihm sein Vorgesetzter einen Deal an. Damit macht er allerdings ein Fass auf und Aidan, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und dem Versuch Leben zu retten, gerät in eine arge Zwickmühle. Während er auf der einen Seite seinem dienstlichen Auftrag nachkommen muss, ist es ihm unmöglich das menschliche Desaster mit dem er so unverhofft konfrontiert wird zu ignorieren.

    Fazit
    Eine undurchsichtige Story, die sich zu einem wendungsreichen Machtspiel mit Überraschungseffekt entwickelt.

  9. Cover des Buches Bluescreen (ISBN: 9783492280211)
    Dan Wells

    Bluescreen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: SuSa

    Ein kurzer Einblick

    Die Cherry Dogs sind der aufsteigende Stern am Overworld-Himmel. Doch Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang genießen ihr unbeschwertes Teenagerleben nicht nur in der VR-Welt in vollen Zügen. Schließlich kann man 2050 alles tun und lassen, was man will, da sie alle mithilfe des Djinnis, einem Implantat direkt im Kopf, weltweit vernetzt und 24 Stunden online sind. Doch als die neue virtuelle Droge Bluescreen in Umlauf kommt und Anja sich nach dem Konsum nicht mehr normal verhält, ist der Spaß schnell vorbei und die Mädchen merken, dass ihr geliebtes Netz Gefahren birgt, die allen Menschen gefährlich werden können. Ob es ihnen gelingt, die Gefahr rechtzeitig zu stoppen?

    Bewertung

    Stell dir einmal vor, du brauchst kein Handy mehr einzustecken, wenn du das Haus verlässt. Mit dem Djinni im Kopf kannst du alles immer sofort und überall mit deinen Gedanken erledigen. Man braucht auch nicht mehr selber sauber zu machen oder die Sachen waschen und zusammenzulegen. Das erledigen alles die für dich arbeitenden Roboter – Nulis genannt. Wenn du an einem Geschäft vorbeigehst, zeigen dir die Monitore genau auf dich zugeschnittene Artikel nach deinen Vorlieben und dein Auto brauchst du auch nicht mehr selbst steuern. Ist das nicht ein toller Gedanke? Was für ein bequemes Leben muss das sein…
    Dan Wells hat uns dieses Mal genau in solch eine nahe Zukunft geschickt mit einer Aussicht, die auf den ersten Blick faszinierend, aber auf den zweiten Blick durchaus erschreckend ist. Schon heute gibt es spezielle Brillen, mit denen man Informationen direkt ins Sichtfeld eingeblendet bekommt, bei Wells werden sie direkt auf die Hornhaut gesendet. Überall wird deine ID gescannt und personalisierte Werbung verschickt. Der gläserne Mensch lässt grüßen! Wells hat seine Welt dabei sehr authentisch dargestellt und die jungen Menschen, allen voran die Protagonistin Marisa Carneseca, in ein sehr lebendiges soziales Umfeld geschrieben.
    Der Roman startet auch direkt mit der Lieblingsbeschäftigung der Mädchen, dem Onlinespiel Overworld. Als Gruppe Cherry Dogs versuchen sie, sich an die Spitze der Weltrangliste zu kämpfen, und man wird mit Gaming-Begriffen geradezu bombardiert. Das hat aber den Vorteil, dass man sich schnell in die Lebensweise von Marisa und ihren Freunden einfühlen kann. Charakterlich mögen sie vielleicht zunächst oberflächlich wirken, doch viele Tatsachen sprechen dafür, dass sie sehr weltoffen und vorurteilsfrei sind. So lebt deren Freund Bao ohne Djinni offline, Anja hat deutsche Wurzeln, während Marisa selbst mexikanische hat. Das merkt man vor allem immer dann, wenn sie mit spanischen Wörtern und Sätzen um sich wirft. Dass diese nicht näher übersetzt werden, mag manchem Leser vielleicht sauer aufstoßen, aber ich finde, dass man sich die Bedeutung vom Kontext her immer denken kann. Toll umgesetzt finde ich wiedermal auch den Facettenreichtum von Wells. Es gibt in seinen Büchern einfach kein schwarz-weiß-Denken und Marisa und Co. sind nicht die unschuldigen Mädchen, die eine Gefahr erkennen und sie dann heldenhaft bekämpfen. Vielmehr haben sie schon einige illegale Dinge gemacht und können sich in alles Mögliche hacken, ohne dabei Gewissensbisse zu haben. Daher gibt es dieses Mal nicht wirklich den einen Sympathieträger, sondern der Roman wird von der Geschichte an sich getragen.
    Wie in Wells’ bisherigen Romanen ist der Lesefluss durchgängig überaus flüssig, dieses Mal jedoch geradezu halsbrecherisch schnell. Das spiegelt hervorragend die Schnelllebigkeit dieser hoch technisierten Welt wider. Ich kann nicht behaupten, dass ich alle technischen Fachbegriffe verstanden hätte, doch aufgrund des vorgelegten Tempos hatte ich gar keine Zeit, dies während des Lesens zu bedauern, denn ich wurde einfach immer weiter getragen. Das empfand ich zwar als sehr positiv, doch an manchen Stellen ging es mir wiederum zu schnell. Die Handlung wechselte abrupt und ich hatte das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben. Das beschränkt sich zum Glück aber auf lediglich zwei/drei Stellen.

    Fazit

    Dan Wells hat mit diesem Roman eine gelungene Vorstellung unserer technisierten Zukunft geschaffen, in der einem wirklich alle Möglichkeiten offen stehen, solange man das nötige Knowhow dazu hat. Aber wollen wir wirklich in solch einer Welt leben? Schließen möchte ich meine Rezension mit einem Zitat von Marisa, das die gesamte Problematik hervorragend zusammenfasst und jeden zum Nachdenken anregen sollte:


    „Die Regierung ist korrupt, die Cops sind gekauft, und die Großkonzerne, die die Welt beherrschen, betrachten uns als wandelnde Bankkonten. Jetzt sorgt Bluescreen dafür, dass wir nicht einmal mehr unseren Freunden trauen können. Es gibt keine Sicherheit, keine Privatsphäre, nichts Verlässliches mehr.“ (Seite 198)


  10. Cover des Buches Dodgers (ISBN: 9783257070378)
    Bill Beverly

    Dodgers

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Enaria
    In „Dodgers“ geht es um vier Jugendliche, die von einem Gangsterboss nach Wisconsin geschickt werden, um dort einen Mord zu begehen. Im Mittelpunkt steht der fünfzehnjährige East, der aus verwahrlosten Verhältnissen stammt. Morde, Razzien, all das sieht der stille, pflichtbewusste Junge nicht zum ersten Mal. East ist ein kleiner Teil einer kriminellen Organisation in Los Angeles und der Boss seiner Jungs, die Wache stehen, um das Geschehen in den Drogenhäusern zu beobachten.

    Der Weg nach Wisconsin ist weit. Als L.A. Dodgers-Baseball Fans verkleidet, um möglichst wenig aufzufallen, machen sich die Vier bereit. Für East ist es das erste Mal, dass er aus seiner Welt ausbricht und sein Viertel verlässt. Ganz simple Dinge sind neu für ihn. Aber auch Kälte, Müdigkeit, Hunger machen die Reise zu keinem einfachen Unterfangen und East bemüht sich das Quartett zusammenzuhalten. Der Roadtrip wird zu einer Mischung aus Verzweiflung und der Akzeptanz des Unvermeidlichen. Währenddessen reflektiert East immer wieder sein eigenes Ich.

    Bill Beverly erzählt anschaulich und mit großem Gespür für seine Figuren. Durch East beobachten wir Leser das Geschehen und folgen seinen Gedanken. Die knappe und oft auch eher sachliche Erzählweise reduziert jedoch die Emotionen auf ein Minimum. Die Jungs sind authentisch gestaltet, ihre Handlungen nachvollziehbar, aber richtig greifbar sind sie für mich dadurch nicht. Die Spannung hält Bill Beverly aber durchweg hoch, denn die Überraschungen in der Handlung machen die fehlenden Emotionen wett. Es ist eine stille Geschichte, die schockiert, fasziniert und nachdenklich macht.

    Der Autor blickt hinter die Fassade vom sogenannten „Land der Freiheit“, richtet den Fokus genau auf den Brennpunkt. Das Buch ist sozialkritisch und verdeutlicht wie viel Freiheit ein einzelnes Kind wirklich hat, wenn es gar nicht weiß was außerhalb seiner eigenen vier Wände vor sich geht. Bill Beverly lässt uns vier Jungs begleiten, die direkt im Sumpf landen.

    Fazit

    Bill Beverlys Coming-of-Age-Buch „Dodgers“ nimmt uns mit auf einen mitreißenden Roadtrip. Mit seinen vier Jungs zeigt er, wie sich bereits durch Geburt bzw. Herkunft das Leben seine Richtung sucht. Nachvollziehbar, authentisch und stimmig.
  11. Cover des Buches Das Jahr der Flut (ISBN: 9783833309700)
    Margaret Atwood

    Das Jahr der Flut

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit den verschiedenen Personen und den Zeitsprüngen. Außerdem wechselten sich religiös oder sektiererisch angehauchte Ansprachen mit Ekel-Szenen ab. Doch irgendwann hatte ich mich eingelesen und fand diesen 2. Band der MaddAddam-Trilogie zunehmend faszinierend. Zwar gab es auch hier ethische und moralische Fragen, aber der Schwerpunkt lag für mich auf dem Leben der verschiedenen Personen und wie sie mit der entvölkerten Welt nach 'der großen Flut' (einer Pandemie) fertig werden. War die Gruppe der 'Gottesgärtner' zuerst fremd für mich, traten zunehmend bekannte Personen aus dem ersten Band auf.

    Natürlich geht es auch darum, wie es dazu kommen konnte, welche Machenschaften es sind, die die Erde und das Leben auf ihr zerstören und wer dahinter steckt. Aber das Schicksal der Personen und ihre tapferen Überlebensstrategien und ihr Mut waren es, die mich begeistert haben.

    Und wenn ein Buch so zu Ende geht, dass man es mit Bedauern zuklappt, dass man gerne noch bei den Personen bleiben möchte, dann war es ein gutes Buch. Und jetzt freue ich mich auf den 3. Band.

    P.S. Nicht zuletzt: Kompliment an die Übersetzerin Monika Schmalz, die die Wortspiele auffallend treffend übersetzt hat.
  12. Cover des Buches Nijura - Das Erbe der Elfenkrone (ISBN: 9783570312230)
    Jenny-Mai Nuyen

    Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

     (616)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Das ist das zweite Buch, welches ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, und tatsächlich hatte ich nicht wirklich vorgehabt, noch eines von ihr zu lesen, allerdings wurde mir dieses hier wärmstens empfohlen.

    Leider hat es meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

    Am Anfang war ich noch begeistert von den vielen lebhaften Beschreibungen gewesen, doch irgendwann hat es sich ziemlich verlaufen und den Fokus von der eigentlichen Geschichte genommen. Der Schreibstil hat mich, auch wenn das jetzt komisch klingen mag, an viele Fantasy-Bücher aus der Zeit 2000-2010 erinnert. "Damals" (und auch in der Zeit davor) hat man viel langatmiger geschrieben, während man heute eher auf die Storyline achtet und nur das Nötigste preisgibt oder aber mehrere Bände schreibt, um nicht alles auf einmal erzählen zu müssen - so meine Empfindung.

    Durch die vielen Beschreibungen gingen die Emotionen deutlich unter. Deswegen fand ich die Annäherung und angebliche Liebesgeschichte zwischen dem "Elfenbastard" Nill und dem Herrn der Diebe Scapa ziemlich unauthentisch bzw. nicht greifbar. Auch dass sich diese bis zum Ende teilweise durchgezogen hat, obwohl der Elfenprinz Kaveh weitaus mehr Interesse und Hilfsbereitschaft Nill gegenüber gezeigt hat, war für mich unverständlich.

    Manche Dinge waren sehr vorhersehbar, die ich aufgrund von Spoilern nun nicht aufführen werde.

    Das Buch ist in vier "Unter-Bücher" eingeteilt. Das erste war noch spannend, doch danach hat es sich deutlich in die Länge gezogen. Die vielen kleinen Zwischenabschnitte, in denen nur erklärt wurde, dass die Gefährten essen und schlafen, fand ich etwas unnötig, da sie der Geschichte die Spannung genommen haben.

    Auch hatte ich zwischendurch öfter das Gefühl, dass vieles an Tolkiens "Der Herr der Ringe" angelehnt war - vielleicht war es aber auch nur Zufall.

    An sich war die Grundthematik interessant, doch hätte man die Geschichte weitaus besser und spannender konzipieren können. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 3 Sterne.

  13. Cover des Buches Brennende Narben (ISBN: 9783404178728)
    Leo Born

    Brennende Narben

     (62)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Wie sagt man so schön? “Die Zeit heilt alle Wunden.” Was passiert wenn diese immer wieder aufreißen und Narben hinterlassen, die bei jeder Bewegung wie Feuer brennen? 


    Da hilft kein Warten, kein Pflaster, Nichts. Ohne die Gewissheit, die als wohltuende Heil Salbe dient, wird es immer so weiter gehen.


    Mara will endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen. Warum musste ihre Mutter sterben? Was ist an diesem Tag passiert? Sie greift nach jedem Strohhalm der sich ihr anbietet. Sei er noch so kurz. Mit ihrer forschen und direkten Art, macht sie sich noch viel weniger Freunde als sie ohnehin schon hat. 


    Allerdings verlangt der aktuelle Fall einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Eine Edel Prostituierte wurde bestiallisch, gerade zu qualvoll hingerichtet. Nicht nur sie musste auf diese Art und Weise sterben. Dies passiert jedem, der auf der Abschussliste eines bestimmten Täters steht. Dieser kennt keine Gnade. Ohne Skrupel, oder schlechtes Gewissen führt er seinen Plan aus. 


    Direkt zu Beginn wird klar, die letzten beiden Teile waren in Sachen Gewalt ein Kinderspaziergang. Die Widersacher in diesem Buch sind ein komplett anderes Kaliber. 


    Dies wird auch Mara klar, die tatsächlich über die Handlung hinweg Angst und Sorge empfindet. Dazu kommt noch, dass ein alter Bekannter in der Stadt ist und es auf sie abgesehen hat. Sie hetzt also von Schauplatz zu Schauplatz, egal ob privat oder beruflich. 


    Jedoch behält Mara die meiste Zeit über einen kühlen Kopf. Besonders überrascht war ich von ihrem Partner der sich diesmal todesmutig in die Schlacht stürzt, und damit aus dem Schatten seiner Kollegin tritt. 


    Das Buch war ein Erlebnis. Der Autor hat die Stimmung perfekt rübergebracht. Die Charaktere kommen genauso rüber wie sie beschrieben wurden. Die Widersacher strahlen über die ganze Handlung hinweg eine sehr bedrohliche Aura aus die einem immer wieder eine Gänsehaut beschert. Was die Spannung betrifft, war das Ganze sowieso eine Punktlandung.


    Der vierte Teil wartet schon auf mich. :)


    Hast du das Buch oder eines der Reihe gelesen?

  14. Cover des Buches Vanitas - Schwarz wie Erde (ISBN: 9783426523957)
    Ursula Poznanski

    Vanitas - Schwarz wie Erde

     (399)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Ursula Poznanski ist eine meiner Lieblingsautorinnen und so hat mich auch dieses Buch wieder mal nicht enttäuscht. Ich mag die recht kurz gehaltenen Kapitel (ca. 10 Seiten), die neben der ansprechenden Sprache dafür sorgen, dass der Lauf der Geschichte jederzeit spannend bleibt. Besonders gefallen hat mir, wie Ursula Poznanski sowohl botanisches als auch bautechnisches Fachwissen authentisch in den Thriller integriert hat. Ich freue mich schon sehr, die Fortsetzung zu lesen!

  15. Cover des Buches Dein finsteres Herz (ISBN: 9783404176632)
    Tony Parsons

    Dein finsteres Herz

     (237)
    Aktuelle Rezension von: simonfun

    Pragmatischer Ermittler beisst sich durch den Fall und sein Privatleben. Gute, solide Geschichte, die tatsächlich Lust auf mehr macht. Ein paar Kleinigkeiten aus Max' Leben fehlen noch und als Ermittler ist noch Luft nach oben. Dennoch bleibt neugier auf die nächsten Bände.
    Wie auch immer - hat Potential!

  16. Cover des Buches Der Pate (ISBN: 9783499247651)
    Mario Puzo

    Der Pate

     (422)
    Aktuelle Rezension von: resa-owl

    Ich habe dieses Buch vor allem wegen der Bekanntheit durch den Film gelesen aber musste mich letztendlich zwingen, es überhaupt zu Ende zu lesen.

    Ich fand es nicht wirklich spannend, weil man manchmal vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, die anschließend in einem Flashback erklärt wurden. Die Rolle und Darstellung von Frauen in dem Buch war für mich ein Graus. Man mag argumentieren "das war damals in diesen Kreisen eben so". Aber das ist nichts, was ich lesen möchte, sorry. 

  17. Cover des Buches 9 Tage wach (ISBN: 9783841906298)
    Eric Stehfest

    9 Tage wach

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Lela0410

    Eric Stehfest, ein bekannter deutscher Soap-Darsteller, war in seiner Jugend jahrelang von der Partydroge Crystal Meth abhängig. Durch eine einjährige Entziehungskur – Auslöser war ein neun Tage langer Rausch, den er fast nicht überlebte – schaffte er den Absprung. Heute ist er clean, verheiratet und Familienvater und hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Gefahren dieser Modedroge aufzuklären. In »9 Tage wach« berichtet Eric Stehfest schonungslos über seine Zeit in der Drogenszene, den schmerzhaften Entzug und ein jahrelanges Doppelleben. 


    Ich kaufte mir das Buch, weil ich Eric Stehfest als Schauspieler schätze und großes Interesse hatte, die Sichtweise eines Abhängigen kennenzulernen. Er stellt dies auch gut dar, all seine verwirrenden Gedankengänge, die sich überlagernden Inhalte, schnelle Wechsel etc. Genau so habe ich mir die Gedankenwelt eines Junkies vorgestellt. Auch wenn ich mit Drogen bisher keinerlei Berührung hatte, für mich klar getroffen. Dennoch - oder gerade deshalb - ist es wirklich sehr schwer zu lesen. Leider kein konstanter Lesefluss , man benötigt viel Konzentration bei jeder einzelnen Seite. Viele Begriffe aus der Drogenszene, mit denen ich teilweise nichts anfangen konnte. Das Buch ist für Genussleser oder als Bettlektüre absolut ungeeignet. Ich habe ziemlich lange zum Auslesen gebraucht, weil ich ständig Pausen machen musste.
    Interessant, aber definitiv nicht weiterzuempfehlen.

  18. Cover des Buches Gefrorener Schrei (ISBN: 9783596034239)
    Tana French

    Gefrorener Schrei

     (94)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    ….mal wieder die ersten Bände verpasst und so war mir längere Zeit nicht ganz klar, warum Antoinette Conway bei der Dubliner Mordkommission so einen schweren Stand hat.

    Anfangs habe ich mich auch schwergetan – ganz allgemein, ich fand die Handlung nicht unbedingt „fesselnd, außergewöhnlich, messerscharf“ und was der Lobeshymen da mehr sind.

    Aber so ab Mitte des Buches fast zum Ende hin eher wurde es dann in meinen Augen doch ganz gut und die Spannung zog an. Gut gefallen hat mir auch der Schluss!

     

     

  19. Cover des Buches Im Namen des Todes (ISBN: 9783442379927)
    J. D. Robb

    Im Namen des Todes

     (33)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Im Buch „im Namen des Todes“, begleiten wir den Lieutenant Eve Dallas bei ihrem 27ten Fall. Die Reihe wird von J.D. Robb, welches das Pseudonym von Nora Roberts, ist geschrieben und ist am 15.12.2014 erschienen. Dieses Buch kann man unabhängig der Reihenfolge lesen. Das Buch umfasst 512 Seiten und ist in der dritten Person Singular, aus Dallas Sicht, geschrieben.

     

    Nachdem mich das letzte Buch der Reihe sehr enttäuscht hat, war ich mir nicht sicher ob ich weiterlesen soll. Da ich jedoch den Schreibstil von Nora Roberts liebe und sie für mich zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, habe ich den 27ten Fall zum Glück gelesen, denn es hat sich sehr gelohnt.

     

    In dem Moment wo bei einer Trauermesse der Priester den Wein bzw. das Blut Christi trinkt, stirbt er. Denn der Wein war vergiftet. Kurze Zeit später stirbt ein weiterer Geistlicher. Ob diese Fälle wohl zusammenhängen? Zudem findet Eve heraus, dass etwas mit dem Priester nicht stimmte.

     

    Bei der Ausgangslage war ich schon einmal sehr gespannt in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde und ich bin begeistert von diesem Buch. Denn ich kam bis zum Ende einfach nicht auf denjenigen/diejenige welche für den Tod des Priesters verantwortlich ist. Und die Kreise die diese Geschichte zieht sind tragisch, aber gleichzeitig auch spannend. Da das Buch in der Zukunft spielt, lernte ich beim Lesen auch noch mehr über die Vergangenheit, also jene Zeit die zwischen heute und dem Zeitpunkt wo das Buch spielt, passiert ist. Ich habe die Puzzlejagd mit Eve sehr genossen und fand das Buch spannend. Wenn man jedoch auf blutige oder Actionszenen hofft dann wird man mit diesem Buch unglücklich.

     

    Ich mag Eve und jene Nebencharaktere, welche in jedem Buch auftauchen und erfahre gerne auch mehr über ihr Privatleben. Diesmal habe ich jedoch einen neuen Nebencharakter kennen gelernt bei dem ich hoffe, dass er nochmal auftauchen wird, denn ich mochte ihn vom ersten Moment an. Und auch den Mord fand ich zwar entsetzlich, aber ich konnte die Gründe nachvollziehen. Am Ende hatte ich keine offenen Fragen mehr und dies hat mir sehr gefallen. In vorherigen Romanen haben mich die Erotikszenen zwischen Roarke und Eve sehr gestört, aber in diesem Buch war es nicht mehr so im Vordergrund gestanden, so dass ich das ganze Buch genießen konnte.

     

    Das vorherige Buch der Reihe konnte ich nicht empfehlen, aber für diesen Roman spreche ich wieder eine Leseempfehlung aus.

  20. Cover des Buches Rosenrot Mausetot (ISBN: 9783404151738)
    James Patterson

    Rosenrot Mausetot

     (160)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Bankraub, Mord und Familiendrama. - Endlich mal Spannung in der Reihe!

    Inhalt:
    Alex Cross kämpft in diesem Band an drei verschiedenen Fronten. Zum Einen ist er noch immer ein Polizist mit Haut und Haaren und muss eine Serie von Banküberfällen aufklären. Es ist irgendwie immer die selbe Handschrift, es sind aber immer wieder verschiedene Täter. Da muss ein einziger genialer Kopf dahinter stecken. Und der entledigt sich seiner „Gehilfen“ auch noch auf nicht gerade elegante Weise. So kommt zum Bankraub auch noch Mord.
    Die Probleme mit seiner Verlobten Christine werden auch immer größer, statt kleiner. Die Entführung aus dem voran gegangen Band steckt ihr noch immer im Leib und sie kann sich auf Alex einfach nicht mehr unvoreingenommen einlassen.
    Und dann wird zu allem Überfluss die Tochter von Alex krank. Sie erleidet epileptische Anfälle, wird ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden.
    Alex hat hart zu kämpfen, will er die Ermittlungen voran treiben und ans Ziel bringen, aber auch für seine Familie da sein.

    Der erste Satz:
    „Brianne Parker sah nicht wie eine Bankräuberin oder Mör-derin aus – ihr niedliches Babygesicht täuschte alle.”

    Der letzte Satz:
    “Er gab den Ton an. Er hatte die Kontrolle.”

    Fazit:
    Mein letzter Band dieser Reihe. Die anderen zwei, die ursprünglich noch in meiner Leseliste waren, habe ich gnadenlos aus der Liste verbannt. Es heißt doch immer, dass man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist. In dem Fall habe ich dieses Buch als das Beste der bisher gelesenen empfunden und wollte die Reihe einfach mit einem guten Gefühl beenden.
    Die Handlung ist abwechslungsreich. Es geht nicht stur um die Ermittlungen, es ist auch Familiendrama vorhanden und die verqueren Gedanken des “Täters”. Bis zum Schluss bleibt es spannend, da man auch als Leser wirklich erst im letzten Absatz erfährt, wer nun wirklich der Täter war. Also ist der langweilige Erzählkram am Ende nicht da.
    Einen Film hatte ich beim Lesen allerdings nicht vor Augen. Deswegen gibt es auch einen Stern Abzug. Ansonsten war ich von dem Buch aber richtig begeistert, weil auch diese ganzen Liebesszenen nur sehr sparsam involviert waren.

    Ich will nicht lang reden. Einfach klasse eines der besten Bücher dieser Reihe!
  21. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783958625709)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (23)
    Aktuelle Rezension von: vormi

    Soldaten, Gangster, Magier… in den dunklen Gassen der Stadt wird darum gekämpft, wer in den Spelunken, Bordellen und Tempeln des Glückspiels das Sagen hat. Der Soldatenpriester Tomas Piety und seine Leute haben ein einfaches Ziel, sie wollen Alles, und das jetzt.

    Der Krieg ist aus, aber die Probleme scheinen erst richtig anzufangen. Der Armeepriester Tomas kehrt mit seinen Soldaten und seiner Stellvertreterin Bloody Anne zurück nach Ellinburg. Aber die Stadt hat sich verändert, sein Imperium besteht nicht mehr. Längst haben andere Kriminelle die Kontrolle über die Gasthäuser, Bordelle und das Glücksspiel übernommen und ein dichtes Netz von Spitzeln geschaffen. Aber Tomas will sich zurückholen, was einst ihm gehörte. Er baut eine Gang auf, die an Gewitztheit und Schlagkraft nicht zu übertreffen ist. Und dann ist da noch Billy the Kid, ein Junge, der von der Göttin berührt ist und über beängstigende magische Fähigkeiten verfügt.  -  Inhaltsangabe auf Amazon


    Eigentlich hat mir dieses Hörbuch sehr gut gefallen, es hat alles, was man sich wünscht und vorstellen kann. Nur haben mir hier in einer High-Fantasy-Welt die andersartigen Wesen gefehlt. Keine Zwerge Drachen oder Elben.

    "Nur" Menschen, aber bei denen gibt es immer mal wieder magiebegabte und Zauberer. Das ist auch schon alles, was ich diesem Hörbuch vorwerfen kann. Dadurch hat es mich nanchmal an einen historischen Roman erinnert. Damals haben ja auch viele an Magier und Hexen geglaubt.

    Ansonsten habe ich die wilde Truppe rund um Tomas Piety gerne begleitet und ihren Abenteuern gelauscht. Wie sie nach dem Krieg erst wieder in ihr altes Leben zurückfinden müssen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil...

  22. Cover des Buches Schwarze Diamanten (ISBN: 9783257241808)
    Martin Walker

    Schwarze Diamanten

     (112)
    Aktuelle Rezension von: vicky

    Auch Bruno´s dritter Fall hat mich sofort wieder in die Dorf-Idylle von Saint-Denis entführt, zu Jagdverein und Bürgermeisterwahlkampf. Das Buch startet ganz unaufregend mit kleineren Überfällen auf den Märkten der Gegend und der Bitte eines befreundeten Jägers an Bruno sich doch mal mit den Ungereimtheiten auf dem Trüffelmarkt der Nachbargemeinde umzuhorchen. Doch als Bruno und der Baron diesen gemeinsamen Jagdfreund aufgeknüpft neben seinem vergifteten Hund finden, nimmt das Buch an Fahrt auf ...

    Es ist wieder alles dabei: französische Geschichte, ein komplexer Fall, allerhand dörfliche Geschicke und natürlich Bruno´s Kochkünste.

  23. Cover des Buches Die Outsider (ISBN: 9783423781695)
    Susan E. Hinton

    Die Outsider

     (184)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    Der vierzehnjährige Ponyboy Curtis lebt allein mit seinen älteren Brüdern Soda und Darry, seit die Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Ponyboy ist ein Greaser - so nennen sich die Jugendlichen aus den Slums der Großstadt, die einen endlosen Kleinkrieg gegen die arroganten Socs aus den wohlhabenden Familien der West Side führen. Dieser Krieg hinterlässt nicht nur sichtbare Wunden, sondern auch Narben auf der Seele: Der nervöse Jonny hat panische Angst vor den Socs, seitdem sie ihn brutal zusammengeschlagen haben.

    Als Pony und Jonny eines Abends von einigen betrunkenen Socs überfallen werden, dreht Jonny durch und ersticht einen der anderen Jungen. Mit Ponyboy flieht er aus der Stadt und versteckt sich in einer alten Holzkirche. Dort kommt es zur zweiten Katastrophe: Beim Versuch, einige Kinder aus der brennenden Kirche retten, wird Jonny schwer verletzt. Dass die Greaser die Socs in einer großen Schlacht besiegen, ist für Ponyboy nun nicht mehr so wichtig. Durch Jonnys Tod beginnt er zu verstehen, wie sinnlos Hass und Gewalt tatsächlich sind.

    Meinung:

    Es handelt sich hierbei um einen Klassiker, den man auch Jahre später nochmals lesen kann. Wir haben dieses Buch erstmals in der Schule gelesen, weshalb wahrscheinlich viele Menschen, meiner Generation, dieses Buch bereits kennen. Mich würde es ja wirklich interessieren, ob dieses Buch noch heute in der Schule gelesen wird.

    Jedenfalls: Dafür, dass die Autorin zum damaligen Zeitpunkt erst 16 Jahre alt war, ist es wirklich ein hervorragendes Buch. Es wurde realitätsnah, mitfühlend und auch leicht verständlich geschrieben, ein ideales Jugendbuch also. Zudem zeigt es auch deutlich die Unterschiede der sozialen Schichten und die damit verbundenen Probleme auf. 

    Fazit:

    Mir hat es wirklich gut gefallen, nochmal in die Geschichte einzutauchen. 

  24. Cover des Buches ÖDLAND - Der Keller (ISBN: 9783000501104)
    Christoph Zachariae

    ÖDLAND - Der Keller

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Soeckchen0815

    In „Ödland“ geht es um das Leben der Menschen, die eine Katastrophe weltweiten Ausmaßes überlebt haben. Manche verschanzt in Bunkern, andere als Horden die nicht mal vor Kannibalismus zurückschrecken.

    Ich finde es äußerst positiv, das die Geschichte erst lange nach der Katastrophe beginnt, keine Story über Kriege, Bomben oder Zombies, nein: Es geht um das, was aus uns wird, wenn die Zivilisation stirbt. Erschreckend und eindringlich, manchmal verwirrend durch Zeitsprünge aber immer furchtbar realistisch. Ich fand zunächst schwer ins Buch, war dann jedoch mit jeder neuen Seite mehr gefangen in Megas und Hagens Leben. Nun geht es auf zu Band II, wie wird sich das Geheimnis um ihre Vergangenheit entwickeln? Und kann Hagen seinen Platz als Anführer der Horde behaupten? Fragen über Fragen! 

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