Bücher mit dem Tag "banden"
41 Bücher
- Peter McLean
Priest of Bones
(23)Aktuelle Rezension von: vormiSoldaten, Gangster, Magier… in den dunklen Gassen der Stadt wird darum gekämpft, wer in den Spelunken, Bordellen und Tempeln des Glückspiels das Sagen hat. Der Soldatenpriester Tomas Piety und seine Leute haben ein einfaches Ziel, sie wollen Alles, und das jetzt.
Der Krieg ist aus, aber die Probleme scheinen erst richtig anzufangen. Der Armeepriester Tomas kehrt mit seinen Soldaten und seiner Stellvertreterin Bloody Anne zurück nach Ellinburg. Aber die Stadt hat sich verändert, sein Imperium besteht nicht mehr. Längst haben andere Kriminelle die Kontrolle über die Gasthäuser, Bordelle und das Glücksspiel übernommen und ein dichtes Netz von Spitzeln geschaffen. Aber Tomas will sich zurückholen, was einst ihm gehörte. Er baut eine Gang auf, die an Gewitztheit und Schlagkraft nicht zu übertreffen ist. Und dann ist da noch Billy the Kid, ein Junge, der von der Göttin berührt ist und über beängstigende magische Fähigkeiten verfügt. - Inhaltsangabe auf AmazonEigentlich hat mir dieses Hörbuch sehr gut gefallen, es hat alles, was man sich wünscht und vorstellen kann. Nur haben mir hier in einer High-Fantasy-Welt die andersartigen Wesen gefehlt. Keine Zwerge Drachen oder Elben.
"Nur" Menschen, aber bei denen gibt es immer mal wieder magiebegabte und Zauberer. Das ist auch schon alles, was ich diesem Hörbuch vorwerfen kann. Dadurch hat es mich nanchmal an einen historischen Roman erinnert. Damals haben ja auch viele an Magier und Hexen geglaubt.
Ansonsten habe ich die wilde Truppe rund um Tomas Piety gerne begleitet und ihren Abenteuern gelauscht. Wie sie nach dem Krieg erst wieder in ihr altes Leben zurückfinden müssen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil...
- Simon Beckett
Die Verlorenen
(468)Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess(Spoilerwarnung – kleinere inhaltliche Hinweise zur Handlung sind enthalten)
Ich hatte Die Verlorenen schon länger auf meiner Leseliste, weil mich die ersten Seiten damals direkt abgeholt hatten. Jetzt, nachdem ich es endlich gelesen habe, bin ich froh, mir dafür Zeit genommen zu haben. Simon Beckett hat mich mit diesem Buch wieder komplett abgeholt – und das, obwohl ich seine David-Hunter-Reihe schon sehr mochte und dachte, ich wüsste, was mich erwartet.
Beckett schafft es hier, von der ersten Seite an eine unterschwellige Spannung aufzubauen, die einen nicht mehr loslässt. Es ist keine plötzliche, aufdringliche Action-Spannung, sondern diese leise, stetige Beklemmung, die man körperlich spürt. Dabei beschreibt er London und die Umgebung so klar und plastisch, dass man das Gefühl hat, mitten in einer düsteren, modernen Serie zu sitzen – irgendwo zwischen Luther und Broadchurch.
Der Schreibstil ist, wie man es von Beckett kennt, flüssig, direkt und ohne unnötige Umwege. Besonders stark ist, wie er ruhige und spannende Phasen miteinander verwebt. Selbst Rückblenden fügen sich organisch ein, man taucht förmlich in Jonahs Erinnerungen ein, ohne je das Gefühl zu haben, die Haupthandlung würde stehen bleiben.
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist Jonah selbst. Beckett schafft eine Figur, die gleichzeitig verletzlich und stark, moralisch zerrissen und doch menschlich ist. Jonah weiß genau, dass er nicht immer richtig handelt – aber er ist sich dessen bewusst, und genau das macht ihn so greifbar. Er ist kein Held im klassischen Sinn, eher ein Mann, der mit sich selbst kämpft und trotzdem weitermacht. Diese Zerrissenheit, dieser Kampf mit der eigenen Moral, das ist Noir pur.
Die Spannung bleibt bis zum Ende bestehen, die Fährten sind clever gelegt, und der Twist am Schluss trifft – weil er logisch ist, aber trotzdem nicht vorhersehbar. Beckett beweist hier wieder einmal, dass er ein Meister des feinen Spannungsaufbaus ist.
Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, eine großartig inszenierte Netflix-Serie vor mir zu haben – düster, präzise, emotional, mit großartigem Timing. Und obwohl das Buch offiziell ein Thriller ist, hat es für mich ganz klar auch Züge eines Noir-Romans: Ein gebrochener Ermittler, Schuld, Moral, ein leiser Schmerz, der unter der Oberfläche arbeitet.
Fazit: Die Verlorenen ist für mich einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe – atmosphärisch dicht, klug konstruiert und emotional greifbar. Ich hatte keinen Kritikpunkt.
- Ursula Poznanski
Vanitas - Schwarz wie Erde
(492)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDass Blumen mehr sind als eine Wohltat für die Augen, den Geruchssinn oder in ausgesuchten Fällen auch für den Geschmack, ist hinlänglich bekannt. Blumen besitzen eine Sprache, stehen für Liebe, Trauer oder eben auch für Warnungen ... Da trifft es sich gut, dass die Protagonistin Carolin bei einem Floristen arbeitet – Sie kennt die Bedeutungen, die Botschaften, die Kommunikation durch Kombinationen in den Gebinden. Außerdem bilden sie einen wichtigen Bestandteil ihrer Verbindung zu den Lebenden, denn Carolin ist tot und ihr Name nur ein weiterer Baustein, um sie vor ihrem alten Leben zu schützen.
Doch die Vergangenheit holt einen bekanntlich immer wieder ein. Und sei es nur, für einen Gefallen, einen Job, einen Abstecher in das alte Leben und eine Erinnerung an die eigenen Fähigkeiten. Diese werden zum Einsatz gebracht, eingeschleust in das Umfeld von drei konkurrierenden Baufirmen und seltsam gehäufte Todesfälle auf deren Baustellen. Doch ist das alles? Und wie frei lässt es sich spitzeln, wenn die eigenen Dämonen einen nicht loslassen?
Ich wusste lange nicht recht, wie ich die Geschichte finde, was sie in mir hervorruft. Doch mit jeder Seite wurde ich tiefer hineingezogen und wollte wissen, wie es weitergeht, was sich noch zuträgt. Das Ende hat mich definitiv darin bestätigt, dass mehr in der Story steckt, als Anfangs zu erahnen war. Es fügt sich, selbst wenn nicht alles aufgeklärt wird – aber deshalb ist es auch ein Dreiteiler, oder?
Was bei mir zudem hängen bleibt, ist, dass es kaum Charaktere gab, die mir wirklich sympathisch gewesen wären. Hier treffen viele seltsame Gestalten aufeinander, was dem Buch einen besonderen Touch und Reiz gegeben hat.
Vanitas ist durchaus eine Empfehlung wert! - Volker Kutscher
Goldstein
(214)Aktuelle Rezension von: lakitaist ein wenig weiter weg vom realen damaligen Geschehen als seine beiden Vorgänger, aber die aufkommenden antisemitischen Strömungen, die sich gegen die ca. 160.000 Juden, die in Berlin damals lebten, richteten, sind sehr wohl verbrieft und natürlich auch der in dem Roman deutlich angelegte Hinweis auf eine zunehmende Internationalisierung der Kriminalität, ebenso die immer intensiver werdenden Hinweise auf die Verelendung eines Teils der Berliner. Der historische Romanboden ist also Realität, der Rest feine Fiktion, deswegen fein, weil es Herrn Kutscher nach wie vor gelingt, von der ersten Buchminute an, Spannung zu erzeugen und diese zu halten. Respekt!
- Eric Stehfest
9 Tage wach
(79)Aktuelle Rezension von: MabelleAuf einem dunklen Cover blickt einen ein junger Mann. Selbstbewusst, fast ein bisschen herausfordernd an, um zu signalisieren: Ich hab es geschafft.
Ein junger Mann erzählt ziemlich rasant seine Lebensgeschichte: Seine schwierige Kindheit, der Weg zum Drogenkonsum vorprogrammiert.
Der Schreibstil angepasst zum Milieu, aber ziemlich rasant geht es von einmal Drogenkonsum zum anderen. Aus der Gosse ins wirkliche Leben. Seht her, ich hab es geschafft. Das Buch hat mich leider nicht abgeholt, für mich zu rasant, zu oberflächlich.
Emil und die Detektive
(641)Aktuelle Rezension von: Eni_NoelDie Geschichte um Emil und die Detektive ist ein absoluter Klassiker der Kinderliteratur und nein, er ist nicht in die Jahre gekommen. Ich finde gerade im digitalen Zeitalter ist dieses Buch ein wahres Geschenk für Kinder und das Klassenzimmer. Es bietet die Möglichkeit hinter die digitalen Möglichkeiten zu schauen und zu gucken: Wie haben es die Kids denn früher gemacht? Fazit: Ein Krimi, der die Kinder immer noch fasziniert und die Fantasie anregt.
- Tony Parsons
Dein finsteres Herz
(254)Aktuelle Rezension von: Schnick3,5 Sterne
"Dein finsteres Herz" hat mir so gut gefallen, dass ich den Kriminalroman binnen eines Tages gelesen haben; insofern hat er definitiv Pageturner-Qualitäten, obwohl sich Autor Tony Parsons genug Zeit nimmt, vor allem die Hauptfiguren seines Romans sorgfältig auszuarbeiten.
Hauptfigur Max Wolfe ist so angelegt, dass es definitiv Spaß machen wird, ihm auch in weiteren Fällen über die Schulter zu gucken. Sein erster Fall ist schon ein schwerer Brocken.
Mir hat gefallen, dass bis zum Ende weitestgehend unklar ist, wer eigentlich der Täter ist, ohne dass Tony Parsons auf billige Twists setzen muss. Vielmehr sind sowohl das Finale als auch die Auflösung weitestgehend stimmig. Klar kann man das Haar in der Suppe finden, aber für mich hat weitestgehend alles gepasst - auch stimmungsmäßig.
- Cornelia Funke
Die Wilden Hühner 1
(468)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Dieses Buch ist absolut nicht mein Geschmack. Vom Verhalten der Kinder her ist es mehr als nur kindisch mit den ganzen Streichen und dem Mädchen gegen Jungs Kram, der mehr als nur sinnfrei ist. Es hätte gut ein Buch für 3-5-jährige sein können, so wie beide Banden sich manchmal anstellen. Hat mir daher so gar nicht zugesagt und kann ich somit auch nicht weiter empfehlen.
- Jennifer Benkau
Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe
(44)Aktuelle Rezension von: RavendaraMeine Eindrücke
Dieses Hörbuch hat mich sofort verzaubert. Fairiegolden Town – Prinzessin der Diebe entführt in eine magische, düstere und gleichzeitig farbenfrohe Welt – eine gelungene Mischung aus Carnival Row und Six of Crows, oder die Kulisse der 20er in Liverpooler Gangstermilieu angereichert mit Feen, Faunen, Dschinn und Meerjungfrauen. Die Autorin malt eine lebendige, detailreiche Kulisse, in der man sich verliert. Die Beschreibung der Pubs, das Gefängnis der Meerjungfrau, die rasende Autofahrt,,die Begegnung mit dem Dschinn. Jedesmal hatte ich ein regelrechtes Kopfkino voller Bilder und Töne
Ich war schnell gefesselt von der Atmosphäre, der Vielfalt der Figuren und der Balance zwischen politischen Intrigen, Geheimnissen und persönlicher Entwicklung. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber stetig, und man spürt, dass hinter jedem Charakter und jeder Entscheidung mehr steckt, als man zunächst glaubt.
Ich war richtig froh, mal wieder ein Buch zu lesen, in dem es ganz klar Romantik und Lovestory gibt, sogar mehrere, das Zentrum der Geschichte aber ganz klar der Plott ist.
Stärken
Ich möchte euch kurz die 5 Hauptfiguren hier nennen, denn jede ist ein Highlight. Hiermit Spoilere ich ein wenig vom Anfang. Das kann aber hilfreich sein, wenn man aufgrund der Füll an Charakteren am Anfang den Überblick verliert.
Bria: die Diebesprinzessin aus der Provinz, die in Liverpool einen großen Coup landen will. Dort angekommen verändert sie sich findet Freundschaften wie nie zuvor im Leben und verliebt sich. Am Ende muss sie isch zwischen ihrer Liebe und ihrem Coup entscheiden.
Sie hat soviel Humor und Lebensfreude. Ich liebe ihre Dialoge mir sich selbst oder Samuel.
Samuel: „Es sind 120 Gäste anwesend. 110 wollen mich töten und 9 inklusive meiner Geschwister würden alles tun, um mich lenken zu können. Und die letzte bist du. Ich hoffe, dass du weder das eine noch das andere willst.“
Bria: „Hm. Ein gewisses Risiko wirst du eingehen müssen, Samuel, wenn du willst, dass wir uns privat treffen.“
Kayleigh: ist eine Tinkerin. Eine Heilerin. Sie kann Gefühle anderer wahrnehmen und mehr. Im Laufe des Buches kommt sie mit vielen Charakteren in Kontakt und begleitet jeden an wichtigen Stellen der seelischen Heilung. Dadurch wächst sie auch Selber an Selbstbewussten und Mut.
Sie ist mein heimlicher Star.
„Ich vertraue dir auch nicht. Und du solltest mir auch nicht vertrauen. Wir kennen uns noch nicht gut genug und haben uns noch keinen Grund zu Vertrauen gegeben. Aber wir haben uns auch keinen Grund zu Misstrauen gegeben.“
Aiven: ist auch ein Tinker. Er hat eine Hand verloren und sinnt auf Rache. Doch er entwickelt sich weiter und zuletzt gibt es wichtigeres als Rache. wie er das reflektiert und überwindet ist faszinierend.
Derah: „Warum machst du es? Wegen des Geldes? Der Macht? Du willst jemand bedeutsames werden, jemand der nicht vergessen wird?“
Aiven: „Ich will jemand anderes werden. Und den Mann vergessen, der ich jetzt bin.“
Derah: „Vergessen werden ist ein hartes Los. Schlimmer als der Tod. Was hat dieser Mann getan, dass er vergessen werden muss?“
Samuel: ist der Anführer der Skysons. Er ist düster und von Geheimnissen umgeben, die hoffentlich in Teil 2 noch beleuchtet werden.
„Samuel wusste wie es gewesen war… denn genau das machte der Krieg mit Menschen. Mit Fairies, mit Männern und Frauen. Er tötete das Gute, das Mitfühlende, das Kultivierte und zurück blieben wilde Tiere.“
Rory: ist eine Fee, die durch ihre Magie den mächtigen Dämon Crossle in einen Weidenkorb gebannt hat. Beide sind auf ihre Art naiv und weise. Ihre Dialoge über Freiheit und das Leben ist faszinierend, so wie die Beziehung, die die beiden aufbauen.
„Sie wollte nur eine Chance auf einen Neuanfang in einer Gesellschaft, in der man sie einfach Rory sein ließ.“
Sogar Nebenfiguren – wie der Elijah, der Dschinn Bothword, Sebastian oder die Meerjungfrau – bekommen Tiefe und Persönlichkeit. Jeder Charakter fühlt sich lebendig an, niemand ist nur Dekoration. Die Dialoge sind scharf, teilweise poetisch, und die Geschichte steckt voller Zitate, die man sich markieren möchte.
Schwächen
Wirkliche Schwächen gibt es kaum. Wer jedoch auf rasante Action oder sofortige Liebesbekenntnisse hofft, braucht hier Geduld. Die Erzählung nimmt sich Zeit, um Welt und Charaktere zu entfalten, und das ist gerade ihre Stärke – kann aber für Hörerinnen und Hörer, die eine schnelle Plot-Entwicklung bevorzugen, anfangs etwas entschleunigt wirken. Ich habe in letzter Zeit Fantasy gelesen, die ich schlablonenhaft und zweidimensional fand. Hier nicht. Hier hat jeder Charakter eine mehrdimensionale Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, es gibt zwar klassische Tropes, die aber ungewöhnlich eingearbeitet sind, so dass das Buch Konzentration erfordert und durchlesen. Nichts zum Nebenher Hören, nichts zum weglegen und später lesen.
Die Sprecherin
Katja Sallay ist ein echtes Highlight für mich. Ich höre sie gerne auf 0,9 oder 0,95. das macht ihre Stimme etwas lasziver und die Pause bekommen genau die richtige Bedeutungsschwere. Ich liebe ihre Art, den männlichen MC zu sprechen. Das gefällt mir besser als manch männlicher Sprecher.
Mit ihrer ausdrucksstarken, nuancierten Stimme verleiht sie jedem Charakter eine eigene Farbe und bringt die Emotionen der Geschichte perfekt zum Ausdruck. Ihre Interpretation ist lebendig, gefühlvoll und präzise – man hört ihr nicht nur zu, man versinkt in der Welt, die sie mit ihrer Stimme erschafft. Besonders beeindruckend ist, wie sie sowohl die leisen, verletzlichen Töne als auch die kraftvollen Szenen trägt. Ein rundum hervorragendes Hörerlebnis.
Empfehlung
Ein absolutes Muss für alle, die Fantasy mit Tiefe, Atmosphäre und vielschichtigen Figuren lieben. Fairiegolden Town – Prinzessin der Diebe überzeugt durch eine mitreißende Handlung, facettenreiche Charaktere und eine Welt, die man so schnell nicht vergisst. Die Slow-Burn-Romance ist erfrischend anders und angenehm erwachsen erzählt.
Für Fans von Six of Crows, Carnival Row oder komplexen Urban-Fantasy-Settings ist dieses Hörbuch ein echter Geheimtipp – eindrucksvoll gesprochen und wunderbar geschrieben.
- Peter McLean
Priest of Bones
(177)Aktuelle Rezension von: ReadingWitchRezension "Priest of Bones"
Was machen die geschundenen Soldaten, wenn der Krieg siegreich beendet wurde? Sie kehren in ein von demselben Krieg ausgezehrtes Land zurück und versuchen trotz Hunger, Perspektivlosigkeit und Schlachtenkoller zu überleben. So machten es auch der Soldatenpriester Tomas Piety und seine Männer. Doch die Heimatstadt Ellinburg hat sich in ihrer Abwesenheit verändert. Vor dem Krieg waren Tomas und sein Bruder Jochan die Anführer der Pious Men und kontrollierten Gasthäuser, Bordelle und Spielhöllen. Doch nun nahmen andere Kriminelle ihren Platz ein und die Stadt war einer viel größeren Gefahr ausgesetzt. Tomas nahm sich vor sein einstiges Imperium zurück zu holen und baute zu diesem Zweck mit seinen Soldaten eine Gang auf, die auch von Billy the Boy, einem magischen Jungen unterstützt wird.
„Priest of Bones – Der Kampf um den Rosenthron“ von Peter McLean ist ein Fantasy-Roman, der irgendwo in einer fiktiven Welt im Mittelalter spielt. Allerdings kommen die Fantasy-Elemente in dieser Geschichte etwas zu kurz. Das Einzige, was fantastisch erscheint, ist der Protagonist und Schurke Tomas Piety, der tötet und raubt, aber Drogen (Mohnharz) nur zu medizinischen Zwecken vertreibt. Manchmal hatte ich den Eindruck, er hält sich für einen „Robin Hood“. Er ist der Hauptcharakter des Romans und erzählt die Geschichte im Stil eines Berichtes aus der Ich-Perspektive.
Der Leser erfährt einiges über Tomas. Über seine Vergangenheit, seine Motivation und seine Vorstellung von Gerechtigkeit. Allerdings gehen die anderen Charaktere, welche durchaus Potential haben die Geschichte auszubauen, in dieser Erzählperspektive unter. Tomas kennt nicht alle seine Männer aus dem Krieg und will über deren Vergangenheit nichts wissen. Aus diesem Grund bleiben sie auch dem Leser verborgen. Trotz der Länge des Buches gibt es nur einen Erzählstrang und durch häufige Wiederholungen ähnlicher Ereignisse wird in dem Roman zum Ende hin immer mehr Spannung abgebaut. Das macht die Handlung leider oberflächlich, eindimensional und vorhersehbar.
Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Peter McLean beschreibt die düstere und derbe Welt wirklich bildhaft. Die einfach gehaltenen Sätze verleiten zum Weiterlesen.
Auch wenn die Grundidee dieses Plots nicht neu ist, war ich trotzdem auf die Umsetzung gespannt. Bei dem Untertitel und der Kategorie Fantasy-Roman habe ich etwas in Richtung „Game of Thrones“ erwartet und musste feststellen, dass die Geschichte ohne Raffinesse und Überraschungen so vor sich hinplätschert und weit und breit keine Fantasy-Elemente zu sehen waren. Der im Untertitel genannte Rosenthron kommt im Buch gar nicht vor. Insgesamt bin ich ein wenig enttäuscht.
https://www.readingwitch.com/post/priest-of-bones
- Lily Helina
Die Spuren auf unserer Haut: Band zwei
(15)Aktuelle Rezension von: ckfreeDieses Buch ist der 2. Teil einer Trilogie, deren Bände sich nicht unbedingt einzeln lesen lassen. Wegen der Hintergrundinformationen bauen sie aufeinander auf und sollten auch so gelesen werden.
Nur ein kurzer Abriss einer Szene der Vergangenheit und schon ist man mittendrin in der Gegenwart, in der Maja sich gezwungen sieht, zu Ellen und Sascha zu ziehen.
Nur langsam wird erkennbar, wie die Vergangenheit sie mit Sascha verbindet und warum sie glaubt, dies würde ihrer Zukunft im Wege stehen.
Doch letztlich ist es vor allem Ellens Bruder Eric, der genau diese Zweifel nährt. Sicher ist sein Verhalten auch seinem Asperger-Syndrom geschuldet, was ihn in seinen verbalen Entgleisungen und emotionalen Fehltritten sonderbar erscheinen lässt, aber auch für manches Schmunzeln sorgt.
Doch ist es interessant, wie es der Autorin gelingt, ihn sich entwickeln und manche seiner Ansichten überdenken zu lassen.
Da kann und sollte man durchaus Parallelen zur Realität ziehen, in der man nicht zu vorschnell über Fremde urteilen und sie in einer Schublade verschwinden lassen wollte.
Da dies einigen Raum einnimmt, kommt nicht so eine hohe Spannung wie noch im ersten Teil auf. Auch erreicht die Symbolik der Spuren auf der Haut nicht die gleiche Tiefe für die Brandzeichen der Vergangenheit auf beider Seelen.
Dennoch kann ich mich durch die bildreiche, detaillierte Darstellung der Szenerie und Personen, in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Dazu tragen auch die Kapitel bei, die abwechselnd aus beider Sichten geschrieben sind.
Dennoch hat mich dieser Teil nicht so berührt wie der erste. Nur noch 3,5 Sterne. - Luca Di Fulvio
Als das Leben unsere Träume fand
(134)Aktuelle Rezension von: spozal89Luca Di Fulvio hat einen unglaublich mitreißenden Schreibstil. Er schafft es die sehr unschönen Momente der damaligen Zeit so zu beschreiben, dass man sich mittendrin fühlt. Das mag für manche Leser ziemlich hart sein, schafft aber eine unglaubliche Atmosphäre. Trotz allen schlechten und emotionalen, entwickelt sich die Geschichte fast schon kitschig gut, wobei ich das sehr mochte. Nach all den harten Szenen tut so ein Happy End ganz gut. Von mir gibts auf jedenfall eine klare Leseempfehlung, wenn man kein Problem mit Gewaltszenen hat und gerne Bücher aus der Vergangenheit liest.
- Astrid Lindgren
Meisterdetektiv Kalle Blomquist
(128)Aktuelle Rezension von: SmultronaKalle Blomquist und seine Freunde Eva-Lotta und Anders stehen als Bande der weißen Rose im Krieg mit der Bande der roten Rose. Sie kämpfen um den sagenumwobenen Großmummrich. Doch werden ihre Kämpfe von wahren Verbrechen in Kleinköping gestört. Denn diese bringen den Meisterdetektiv in Kalle zum Erwachen. Zusammen mit Anders und Eva-Lotta ist er den Verbrechern auf der Spur.
Alle drei Geschichten stecken voller Witz, Spannung und auch der typisch schwedischen Idylle, die man aus den Astrid Lindgren Büchern kennt. Als Kind und auch als Erwachsene fand und finde ich vor allem die detektivischen Methoden und die Räubersprache einfach genial.
- Morton Rhue
Ghetto Kidz (Englisch)
(92)Aktuelle Rezension von: j125Inhalt:
Kalon wächst in einem amerikanischen Ghetto auf, das von den verschiedenen Gangs beherrscht wird. Er selbst will sich keiner Gang anschließen und sich lieber aus allem raushalten. Aber manchmal scheint die Lage aussichtslos zu sein und man wirft alle Prinzipien über Bord.
Meine Meinung:
Morton Rhue nimmt den Leser immer mit in eine Welt, die so weit entfernt zu sein scheint, die aber eigentlich direkt um die nächste Ecke liegt. So beschreibt er in Ghetto Kidz das Leben in einem amerikanischen Ghetto.
Zu Beginn der Geschichte ist Kalon gerade 12 Jahre alt, am Ende ist er 17. Für Kalon ist es Alltag sich auf den Boden zu werfen, wenn er Schüsse hört und Leichen hat er auch schon einige gesehen. Seine Mutter wurde auf offener Straße erschossen. Sein Leben ist hart und dennoch hält er an dem Grundsatz fest in keine Gang eintreten zu wollen. Als Leser wünscht man ihm einen Ausweg, eine Fluchtmöglichkeit aus diesem Teil der Stadt, denn eigentlich ist er ganz nett und ziemlich gut in der Schule. Aber ich konnte die ganze Zeit keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Ich hätte ihm diesen Ausweg gewünscht, weil kein Kind so aufwachsen sollt wie Kalon, aber nicht um seiner selbst willen. Er war mir einfach nicht nah und erst ganz am Ende tat er mir leid.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Brutalität des Ghettos, die Verzweiflung, diese Machtlosigkeit kommt sehr gut rüber. Man merkt sehr schnell, dass das Ghetto nach einem eigenständigen System funktioniert und mit der Welt da draußen nichts gemeinsam hat. Wenn man einmal in dem Kreislauf drin ist, einmal dort landet, dann kommt nur schwer wieder raus.
Ich schätze an dem Autor sehr, dass er dem Leser auf so wenigen Seiten massenhaft Informationen bietet. Einerseits durch den Inhalt der Geschichte, aber auch durch ein umfassendes Nachwort und/oder Interview. Hier hat mir das ein bisschen gefehlt. Es gibt zwar vor jedem Abschnitt eine kurze Statistik zur Erläuterung und auch ein Nachwort ist vorhanden, aber ich empfand es als nicht so informativ wie gewohnt. Außerdem hätte ich gern etwas mehr über das Ghetto erfahren. Vor allem wo es sich genau befindet. Zuerst hatte ich immer Afrika im Kopf, aber es ist natürlich mein Fehler bei schwarzen Menschen (der Term wird im Buch verwendet, daher ich übernehme ich ihn) gleich an Afrika zu denken. Allerdings hatte ich auch das Gefühl irgendwo gelesen zu haben, dass Buch spielt in Südafrika. Jedenfalls erschien mir das Ghetto als völlig losgelöst von einem Land oder Kontinent, was ich ein bisschen Schade finde.
Fazit:
Für mich ist es bisher leider das schwächste Buch von Morton Rhue, da ich mit Kalon nicht warm geworden bin. Dennoch ist das Buch wieder informativ und spricht ein wichtiges Thema an. - Patrick Hertweck
Maggie und die Stadt der Diebe
(114)Aktuelle Rezension von: BrunhildiDas Buch hab ich mir vor einigen Jahren gekauft, als ich es im Social Media Bereich gesehen habe. Mir gefiel das Cover unheimlich gut und der Klappentext hörte sich für mich interessant an.
Der Schreibstil von Patrick Hertweck ist sehr angenehm und leicht verständlich, passend für ein Kinder- und Jugendbuch. Ich bin sehr gut vorwärts gekommen und immer wieder haben sich beim Lesen ganze Szenen bildlich in meinem Kopf abgespielt.
Der Leser begleitet die junge Maggie durch die Slums von Manhattan, wo sie relativ schnell aufgrund einer Flucht vor seltsamen, gefährlichen Leuten auf eine junge Diebesbande trifft, die sie aufnimmt und ihr hilft. Maggie versucht herauszufinden, was diese Männer, die sie verfolgt hatten, von ihr wollten. Dabei kommt sie einem Geheimnis immer näher, welches ihr mehr über ihre Vergangenheit erzählt. An ihre Vergangenheit kann sie sich nämlich nicht so richtig erinnern. Sie weiß nur, dass sie früh in einem Waisenhaus gelandet ist.
Ich persönlich fand diese Geschichte großartig. Es ist wirklich ein wahres Abenteuer. Es gibt einige brenzliche Situationen und ich habe wirklich mit Maggie mitgefiebert. Schön war es zu sehen, wie Maggie mehr über sich selbst herausfindet und wie die Diebesbande zu ihr steht und ihr hilft. Freundschaft ist als Thema also auch mit aufgegriffen worden. Die Charaktere sind dem Autor sehr gut gelungen. Manche bringen eine Geschichte mit, manche haben eher eine Randfunktion. Ich finde das Maß für ein Kinder- und Jugendbuch perfekt.
Dieses Buch bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle, die auf Abenteuer stehen.
Fazit:
Mit "Maggie und die Stadt der Diebe" bietet Patrick Hertweck den Lesern ein tolles Leseabenteuer, mit interessanten Charakteren sowie einem sehr guten Mix aus Ruhe und actionreichen Szenen.
- Leo Born
Brennende Narben
(78)Aktuelle Rezension von: elenas_littlebookworldIm 3. Band der großartigen Mara Billinsky Reihe hat meine liebste weibliche Ermittlerin jede Menge um die Ohren. Bereits am Ende von "Lautlose Schreie" zeichnete sich ab, dass Mara alles daran setzen wird, den Mord an ihrer Mutter aufzuklären, der sie seit Jahren nicht los lässt. Neben ihren privaten Ermittlungen bekommen sie und ihre Kollegen es darüber hinaus mit dem brutalen Mord an einer Edelprostituierten sowie einer verheerenden Autobombe zu tun.
Wie gewohnt hält Leo Born sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf - als Leser*in wird man sofort mitten ins Geschehen katapultiert. Auch der Schreibstil ist wieder sehr bildhaft, ohne überladen zu wirken - einfach die perfekte Mischung. Ganz besonders gefällt mir bei diesem Band die Entwicklung der Charaktere. Mara oder "die Krähe", wie ihre Kollegen sie nennen, wird nach und nach etwas zugänglicher und lässt eine Person (den Namen nenne ich natürlich nicht) sogar ganz besonders nah an sich heran. Sie und ihr Partner Jan Rosen sind zudem mittlerweile fast so etwas wie ein eingespieltes Team. "Der Spatz" nimmt in diesem Band eine größere Rolle ein und überrascht mit seinem neu gefunden Mut - weiter so Rosen.
Wieder einmal beeindruckte mich, wie der Autor es auch in diesem Band schafft, scheinbar lose Handlungsstränge zu einem einzigen grandiosen Plot zusammenzuführen. Dieser umfasst darüber hinaus so viele unvorhersehbare Wendungen, dass einem beim Lesen kaum Gelegenheit zum Luft holen bleibt. Das Tempo steigert sich mit jedem der kurzen Kapitel und behält dadurch einen konstant hohen Spannungsbogen bei. Das Ende ist absolut gelungen, wenngleich ich ab einem gewissen Punkt vermutet hatte, wer hinter Katharina Billinskys Ermordung steckte. Auch "Brennende Narben" war für mich ganz großes Kino und ich bin sehr gespannt, was Billinsky und Rosen in den nächsten Bänden erwartet. - Marie Golien
Cainstorm Island – Der Gejagte
(128)Aktuelle Rezension von: Lovely_Lila* Spoilerfreie Rezension! *
~ „Cainstorm Island“ eignet sich perfekt als actionreicher, spannender, recht feministischer Jugendbuch-Snack für zwischendurch – große Gefühle oder zu viel Tiefe sollte man hier aber nicht erwarten. Kurz: Kann man lesen – wer es nicht tut, verpasst aber auch nichts Weltbewegendes. ~Inhalt
Der 17-jährige Parkour-Sportler Emilio lebt mit seiner hoch verschuldeten Familie auf einem armen Kontinent, der von der Welt der Reichen durch eine unüberwindbare Barriere getrennt ist. Eines Tages erhält er ein unwiderstehliches Angebot: Ihm wird ein Chip ins Gehirn gepflanzt, der jeden Tag live überträgt, was er mit seinen Augen sieht; dafür wird er gut bezahlt. Am Anfang läuft es gut – bis Emilio live auf Sendung aus Notwehr den Anführer einer Gang tötet. Gleichzeitig wird er zum Video-Star und Gejagten…Übersicht
Einzelband oder Reihe: Band #1 von (aktuell) 2
Erzählweise: Ich-Erzähler, Präsens
Perspektive: männliche Perspektive
Kapitellänge: kurz
Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---Warum dieses Buch?
Ich habe vor der Lektüre nur Gutes über dieses Buch gehört. Außerdem ist „Cainstorm Island“ eine deutsche Dystopie, was mich zusätzlich neugierig gemacht hat!Kurzrezension
Das hat mir gefallen…
+ der anschauliche, flüssige, angenehm lesbare (und für Jugendliche perfekt passende) Schreibstil, durch den sich das Buch schnell weglesen lässt.
+ die vielversprechende, interessante, spannende Grundidee (Junge tötet im Livestream in Notwehr einen Ganganführer und schwebt daraufhin in Lebensgefahr).
+ den sympathischen Protagonisten, den ich mochte und mit dem ich mitfiebern konnte.
+ die überraschenden Wendungen, der actionreiche Plot und das Spannungslevel, das konstant hochgehalten wird.
+ der Feminismus. Es gibt in diesem dystopischen Jugendthriller viele intelligente, mächtige und (körperlich) starke Frauen und keine gegenderten Beleidigungen, und den Bechdel-Test besteht er auch. Ein Punkt wird für die vereinzelt vorkommenden Geschlechterstereotype und uncoole Aussagen (z. B. die, dass eine Frau „schon fast zu muskulös“ sei) abgezogen.„Mord und Totschlag ziehen bei ihnen [den Zuschauer·innen] immer. Inzwischen kenne ich sie gut. Für ein paar blutige Geschichten an einem langweiligen Donnerstagnachmittag sind sie immer zu haben. Echtes Drama aus sicherer Entfernung.“ E-Book, Position 29
Das lässt mich zwiegespalten zurück…
~ die dystopische Welt, die schon okay war, aber leider nicht viel Neues bietet.
~ die Atmosphäre, die an manchen Stellen noch dichter hätte sein können.
~ die interessanten Themen (Armut, Familie, Zusammenhalt, Freundschaft, Selbstfindung), bei deren Behandlung mir allerdings oft Tiefe fehlte.
~ die Figuren. Einige Charaktere fand ich gut gelungen, andere bleiben leider blass und austauschbar. In mein Gedächtnis gebrannt hat sich leider keiner davon, ich werde sie wohl alle schnell wieder vergessen haben…„Sie hat Prinzipien, aber sie ist eine Killerin mit blutbespritzter Hose, einem Messer, das in ihrem Gummistiefel steckt, und einer Pistole.“ E-Book, Position 2306
Das hat mir nicht gefallen…
- der Mangel an Emotionen. Es gibt Action und Wendungen im Überfluss, aber die Gefühle bleiben dabei leider auf der Strecke. Das Buch konnte mich emotional nicht wirklich erreichen.
- das Drama, das ich in manchen Momenten wirklich übertrieben fand.Mein Fazit
„Cainstorm Island“ eignet sich perfekt als actionreicher, spannender, recht feministischer Jugendbuch-Snack für zwischendurch – große Gefühle oder zu viel Tiefe sollte man hier aber nicht erwarten. Kurz: Kann man lesen – wer es nicht tut, verpasst aber auch nichts Weltbewegendes.
Bewertung
Idee: 5 Lilien ♥
Inhalt, Themen, Botschaft: 4 Lilien
Tiefe: 3 Lilien
Umsetzung: 4 Lilien
Worldbuilding: 3,5 Lilien
Einstieg: 4 Lilien
Ende: 4 Lilien
Schreibstil: 4 Lilien
Protagonist: 4 Lilien
Figuren: 3,5 Lilien
Spannung: 5 Lilien
Wendungen: 4 Lilien
Atmosphäre: 3 Lilien
Emotionale Involviertheit: 2,5 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 4 Lilien
Einzigartigkeit: 3 Lilien
Insgesamt:
❀❀❀❀ Lilien
Dieses Buch bekommt von mir 4 Lilien! - Bettina Obrecht
Marlene und die wilde Bande
(18)Aktuelle Rezension von: Nina_AlbertMarlene wünscht sich nichts sehnlicher, als eine echte „Piraten-Räuberhauptfrau“ zu sein. Sie hasst rosa Kleidchen und möchte eins auf gar keinen Fall: süß sein! Eine echt grauseliggruselige Ratte namens „Grauswurzula“ hat sie schon mal; fehlt nur noch eine „wilde Bande“! Als endlich neue Nachbarn einziehen, wittert Marlene ihre Chance; doch Manuel und seine Jungs spielen nicht mit Mädchen. Aber Marlene wäre nicht Marlene wenn sie so einfach und schnell aufgeben würde…
Das Kinderbuch „Marlene und die wilde Bande“ von Bettina Obrecht erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass nicht in eine typische „Mädchen“- Schublade passt, sondern genau so sein will wie es ihr gefällt: räuberisch und wild. Und sie wünscht sich echte Freunde, die sie so akzeptieren wie sie ist! Ob der neue Nachbarsjunge wohl so ein echter Freund werden kann? In großer Druckschrift und mit farbigen Illustrationen ermuntert das Buch zum mitlesen, schmunzeln und staunen. Was Marlenes Alltag wohl so alles an Überraschungen bereithält!? Ein mutiges Buch und ein Plädoyer fürs Anderssein; „womöglich gibt es doch noch echte, wilde Ratten, die Grauswurzula verprügeln, weil sie anders ist als sie…und vielleicht finden Ratten ordentlich geputzte Wohnungen und saubere Kleider ekelhaft.“
- Joseph Knox
Dreckiger Schnee
(103)Aktuelle Rezension von: twentytwoAidan Waits, ein junger Detective hat die unglückliche Gabe sich mit seinem, vorzugsweise gefühlsgesteuertem Verhalten, immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als er nach seiner letzten Eskapade kurz vor der Suspendierung steht, bietet ihm sein Vorgesetzter einen Deal an. Damit macht er allerdings ein Fass auf und Aidan, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und dem Versuch Leben zu retten, gerät in eine arge Zwickmühle. Während er auf der einen Seite seinem dienstlichen Auftrag nachkommen muss, ist es ihm unmöglich das menschliche Desaster mit dem er so unverhofft konfrontiert wird zu ignorieren.
Fazit
Eine undurchsichtige Story, die sich zu einem wendungsreichen Machtspiel mit Überraschungseffekt entwickelt. - Tana French
Gefrorener Schrei
(102)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueAlso. Mir hat persönlich einfach die Protagonistin nicht gefallen. Eine die in ihrem eigenem Dezernat/Abteilung selbst auf "Eiern gehen" muss.
Die Story hat ein paar Krimivipes, aber dennoch hat es persönlich nicht ganz überzeugen können.
- Carolin Jelden
Die Hügelflitzer
(3)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRicki ist mit den Eltern in eine Stadt umgezogen und musste ihre Freunde hinter sich lassen. Aber sie ist jung, frecht, aufgeweckt und findet so ganz schnell neue Freunde. Mit dieser Clique geht es auch schon gleich heiß her, weil gegen die Hügelflitzer treten die Trockenpaddler an und das geht richtig ab! Super zum vorlesen ab 6 Jahren und mit vielen verrückten Einfällen und witzigen Abenteuern. Bitte mehr davon.
- Cornelia Funke
Die Wilden Hühner 2. Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt
(374)Aktuelle Rezension von: Christin_OhdeDie wilden Hühner gehören für mich zu meiner Jugend und können nicht oft genug gelesen werden. In diesem Buch fahren sie auf Klassenfahrt, Sprotte und ihre Freundinnen erleben ein spannendes Abenteuer am Meer. Natürlich sind auch die Jungs dabei und ohne streiche geht es auch nicht. Doch das ist alles Nebensache, dein ein Geist treibt sein Unwesen.
Ich würde sagen Grade für jüngere Kinder ab 9 Jahren ist diese Geschichte super eignet.
Sie zeigt wie wichtig Freundschaft, Mut und zusammen halt doch ist. Es ist zwar schon der 2 band aber kann unabhängig vom 1 band gelesen werden.
- Bill Beverly
Dodgers
(50)Aktuelle Rezension von: EnariaIn „Dodgers“ geht es um vier Jugendliche, die von einem Gangsterboss nach Wisconsin geschickt werden, um dort einen Mord zu begehen. Im Mittelpunkt steht der fünfzehnjährige East, der aus verwahrlosten Verhältnissen stammt. Morde, Razzien, all das sieht der stille, pflichtbewusste Junge nicht zum ersten Mal. East ist ein kleiner Teil einer kriminellen Organisation in Los Angeles und der Boss seiner Jungs, die Wache stehen, um das Geschehen in den Drogenhäusern zu beobachten.
Der Weg nach Wisconsin ist weit. Als L.A. Dodgers-Baseball Fans verkleidet, um möglichst wenig aufzufallen, machen sich die Vier bereit. Für East ist es das erste Mal, dass er aus seiner Welt ausbricht und sein Viertel verlässt. Ganz simple Dinge sind neu für ihn. Aber auch Kälte, Müdigkeit, Hunger machen die Reise zu keinem einfachen Unterfangen und East bemüht sich das Quartett zusammenzuhalten. Der Roadtrip wird zu einer Mischung aus Verzweiflung und der Akzeptanz des Unvermeidlichen. Währenddessen reflektiert East immer wieder sein eigenes Ich.
Bill Beverly erzählt anschaulich und mit großem Gespür für seine Figuren. Durch East beobachten wir Leser das Geschehen und folgen seinen Gedanken. Die knappe und oft auch eher sachliche Erzählweise reduziert jedoch die Emotionen auf ein Minimum. Die Jungs sind authentisch gestaltet, ihre Handlungen nachvollziehbar, aber richtig greifbar sind sie für mich dadurch nicht. Die Spannung hält Bill Beverly aber durchweg hoch, denn die Überraschungen in der Handlung machen die fehlenden Emotionen wett. Es ist eine stille Geschichte, die schockiert, fasziniert und nachdenklich macht.
Der Autor blickt hinter die Fassade vom sogenannten „Land der Freiheit“, richtet den Fokus genau auf den Brennpunkt. Das Buch ist sozialkritisch und verdeutlicht wie viel Freiheit ein einzelnes Kind wirklich hat, wenn es gar nicht weiß was außerhalb seiner eigenen vier Wände vor sich geht. Bill Beverly lässt uns vier Jungs begleiten, die direkt im Sumpf landen.
Fazit
Bill Beverlys Coming-of-Age-Buch „Dodgers“ nimmt uns mit auf einen mitreißenden Roadtrip. Mit seinen vier Jungs zeigt er, wie sich bereits durch Geburt bzw. Herkunft das Leben seine Richtung sucht. Nachvollziehbar, authentisch und stimmig.























