Bücher mit dem Tag "bandenkriminalität"

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67 Bücher

  1. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Hornita

    Ich hatte schon einiges von diesem Buch gehört und muss sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden. Aufgrund der Beschreibung hatte ich mir eine Art  weichgespülten „Dexter“ vorgestellt, aber die Person des Anwalts Björn Diemel ist viel tiefgründiger, wird sehr gut entwickelt und auch das Geschehen, wie er zu seinem ersten achtsamen Mord kommt, ist – so komisch sich das anhört – absolut nachvollziehbar. Das Buch ist witzig geschrieben, voller Humor und treffender Analysen. Die Achtsamkeits-Merksätze werden gekonnt mit dem Geschehen verknüpft – besser geht es nicht. Ein sehr gelungenes Werk, wirklich mal was anderes und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

  2. Cover des Buches Erwartung, DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung, DER MARCO-EFFEKT

     (587)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Inhalt:
    Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenschweren Entschluss: Auf der Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen…. Die Suche nach den Mördern des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.
    Meinung:
    Mit dem 5.Band zum Sonderdezernat Q in Kopenhagen mit dem Vizepolizeikommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Assad und Rose sowie neuerdings Gordon ist Jussi Adler Olsen wieder einmal ein toller Thriller gelungen.
    Diesmal macht er einen Ausflug in die Bankenkriminalität sowie die Unterwelt in Kopenhagen und verwendet als Bindeglied die Person Marco. Bereits zu Beginn des Buches wird der Leser Zeuge eines drei Jahre vor den eigentlichen Ermittlungen stattfindenden Mordes an einem Kameruner in Afrika. Dieser war Helfer eines staatlichen dänischen Entwicklungshilfeprojektes. Dass einer der Hauptpersonen ebenfalls dort ist, kann man zu Beginn nur erahnen. Warum dieser ermordet wird, erfährt der Leser dann auch kurze Zeit später. Denn hier geht es um Betrug und Manipulation im großen Stil und sehr viel Geld. Geld treibt die Menschen zu äußersten Taten, man geht dabei buchstäblich über Leichen. Die Fäden im Hintergrund ziehen dabei ein hoher Beamter im Außenministerium sowie ein Vorstand und ein Aufsichtsratsvorsitzender einer Bank, die sich teilweise seit den Schultagen kennen.
    Marco muss wie andere Kinder in einem ausländischen, verbrecherischen Großfamilienclan seinen Lebensunterhalt in der Kopenhagener Innenstadt mit Bettelei und Taschendiebstählen verdienen. Zola, das Clanoberhaupt, regiert mit eiserner Hand und Gewalt.
    Nachdem Marco aus dem Clan geflohen ist, versucht er sich ohne Kriminalität durchzusetzen. Sehr viele Stationen muss er durchlaufen, er findet und verliert Freunde und ist ständig auf der Hut vor Zolas Männern. Durch einen Zufall entdeckt Marco eine Suchanzeige des Mannes, den er tot in einem Erdloch gefunden hat und versucht verzweifelt, aber geschickt und mit Köpfchen, heimlich Kontakt zu Carl Mørck aufzunehmen, so dass dieser Informationen und Hinweise für die Aufklärung des Mordes erhalten kann. Die Geschichte nimmt zunächst nur langsam Fahrt auf. Aber sie ist spannend und klug durchdacht. Immer wieder kommt es zu Verfolgungen und stets kann Marco entkommen. Des weiteren wird intensiv und nachvollziehbar geschildert, wie auch die Drahtzieher im Ministerium und in der Bank Marco auf die Schliche kommen und hinter ihm her sind, sogar ehemalige Kindersoldaten werden ins Spiel gebracht. Das halte ich zwar ein wenig weit her geholt, erhöht aber zusätzlich die Spannung im Buch. Man fiebert mit Marco mit, wie er versucht, sich trickreich den Häschern zu entziehen.
    Die Personen im Buch sind wie immer sehr detailliert und sympatisch dargestellt. Insbesondere dass private Leben von Carl Mork wird intensiver als zuvor dargestellt. Seine Gedanken sind stets bei Hardy, der seit einem Polizeieinsatz vollständig gelähmt ist. Er fühlt sich immer noch dafür verantwortlich. Seine Beziehungen zu Mona und zu einer anderen Frau spielen seine innere Zerrissenheit wider. Jussi Adler Olsen bringt reichlich Humor in das Buch, in dem er uns an Mørck ’s Gedanken teilhaben lässt, wenn Assad oder Rose Ermittlungsergebnisse und Theorien präsentieren. Ich habe mich immer köstlich amüsiert, wenn es wieder knuffige Reibereien mit Rose gab. Ganz toll und weiterhin mysteriös stellt Jussi Adler Olsen Assad dar. Ich habe immer gelacht, wenn Assad seine Anekdoten über Kamele bringt, wie beispielsweise, dass manchmal das Kamel den Kameltreiber jagt oder wenn er Sprichwörter verwendet, die nicht ganz passen. Neu im Team und demgemäß noch etwas blass in der Darstellung ist Gordon, ein Grünschnabel, der Mørck vor die Nase gesetzt wird und auch noch mit Rose versucht anzubandeln. Ich bin gespannt, wie es mit diesen Personen in den nächsten Büchern weitergeht.
    Ein Wort noch zum Untertitel: der Marco-Effekt. Ich hatte zu Beginn des Buches darüber gegrübelt, was das wohl bedeuten könnte. Im Buch kommt irgendwann der wohl weltweit bekannte Satz (sinngemäß), dass das Flattern eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Erdkugel einen Sturm entfachen kann. Das kann ich so unterschreiben.
    Das Buch hat viele spannende Elemente, ruhige Seiten und viel Humor und Witz. Die Balance zwischen allen ist gut gelungen. Ich konnte das Buch eigentlich fast durchgängig lesen, man wird nicht müde, die über 40 Kapitel in dem Buch zu lesen. Der ständige Perspektivwechsel von Marco zu Zola, den Hintermännern und dem Ermittlerteam lässt nie Langeweile aufkommen.
    Wie immer ist das Buch auch äußerlich ein Hingucker. In schwarz gehalten, wird der Name Jussi Adler Olsen blau hervorgehoben und der Titel des Buches in weißer Farbe gehalten. Um das Buch herum – so erscheint es mir jedenfalls – erscheint eine rötliche Feder, die auf der Rückseite – auch aus meiner Einbildung heraus – sich zu einem teuflischen Gesicht stilisiert. Wie immer sehr genial.
    Fazit:
    Ein rundum gelungenes und spannendes Buch mit einem besonderen Thema und einem Jungen namens Marco, dem man die Daumen drückt, heil aus den Verfolgungsjagden heraus zu kommen. Ob dies gelingt, erfahren die Leser, wenn sie das Buch lesen. Ich gebe dem Buch auf jeden Fall 4 von5 Sternen und freue mich auf weitere Thriller von Jussi Adler Olsen.
  3. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

  4. Cover des Buches Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen (ISBN: 9783764507077)
    Caren Benedikt

    Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen

     (120)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten


    Das Grandhotel - die Nummer 1 in Binz auf Rügen. Der ganze Stolz der Besitzerin Bernadette von Plesow. Wer Geld hat, übernachtet in ihrem Hotel. Doch bleibt sie nicht verschont vor Neid, Missgunst und Erpressung. Bernadette ist jedoch eine starke Frau und weiß sich zu helfen. Bis ein Geheimnis aufgedeckt werden soll, welches mit ihrem verstorbenen Mann zu tun hat. Während Bernadette mit der Vergangenheit kämpft, weiß ihre Tochter Josephine nichts, was sie mit ihrer Gegenwart anstellen soll. Und so sucht sie ihr Glück als Künstlerin in Berlin und zieht zu ihrem Bruder Constantin, der dort sehr erfolgreich ds Hotel Astor leitet. Doch bald merkt sie, dass Constantin in Machenschaften verwickelt ist, die sie nie für möglich gehalten hat. Währenddessen kämpft Alexander, ein weitere Sohn Bernadettes um deren Anerkennung, da er als Teilhaber am Hotel in Binz alles in seiner Macht stehende tut, um das Hotel noch schöner, größer und berühmter zu machen.
    Ein tragisches Erlebnis schweißt alle noch mehr zusammen, auch wenn die Familie dadurch zerrissen wurde. 

     

    Als der neue Roman der Autorin "Das Grandhotel. Die nach den Sternen greifen" erschien, wurde vom Verlag Blanvalet ein Gewinnspiel dazu veranstaltet. Zu gewinnen gab es einen Gutschein für zwei Übernachtungen im Travel Charme Kurhaus in Binz - welches im Roman eine wichtige Rolle spielt. Ich hatte das große Glück, diesen Gutschein zu gewinnen und im Oktober 2021 konnten wir ein paar Nächte in eben diesem wunderbaren Hotel verbringen. 

     

    Für mich war es natürlich ein Muss, den ersten Teil der Reihe der Autorin mit nach Rügen zu nehmen und ihn in würdiger Kulisse zu lesen. 






    Zu Anfang des Buches lernen wir Bernadette von Plesow kennen eine stolze, unbändige Frau, die sich das, was sie sich in den Kopf setzt, auch durchzieht. So wirkt sie im ersten Moment sehr kühl und teilweise auch hochnäsig. So ergibt es mir zumindest am Anfang. Erst im Laufe der Geschichte konnte ich mich für sie erwärmen, da sie deutlich zeigt, dass sie für jemanden kämpfen kann, den sie liebt.

    Ihre Tochter Josephine ist das genaue Gegenteil. Sie zeigt offen ihre Gefühle, weiß nichts mit ihrem Leben anzufangen und lebt teilweise einfach in den Tag hinein. Auf der anderen Seite will sie jedoch als Künstlerin anerkannt werden, weiß aber nicht, wie sie das bewerkstelligen soll.

    Constantin, Bernadettes ältester Sohn, kommt mehr nach seiner Mutter. Er leitet das Hotel Astor in Berlin, ist jedoch in illegale Machenschaften verwickelt. Prostitution und Drogen stehen sind Alltag. Seinen Gästen und Kunden versucht er jeden Wunsch zu erfüllen. Er "regiert" das Nachtleben mit harter Hand und ist gefürchtet. 

    Alexander, ein weiterer Sohn Bernadettes, jedoch asst so gar nicht in die Familie. Er macht zwar, was seine Mutter ihm sagt, versucht jedoch auch sein eigenes Ding durchzuziehen und eckt dabei ständig an. 

    Als Fünfte im Bunde erzählt die Autorin von Marie, einem Zimmermädchen in Grandhotel. Seit ihre Mutter gestorben ist, muss sie für ihre Schwester und ihren Vater sorgen. Sie ist sehr unglücklich, bis sie eine Liebschaft mit einem Hotelgast eingeht. Als dieser sie verlässt, weiß Marie, dass sie ihr Leben ändern muss. 

     

    Diese fünf Schicksale hängen mehr oder weniger stark zusammen und die Autorin weiß geschickt, diese zu verflechten. So ergibt sich eine Geschichte, die durch Höhen und Tiefen geprägt ist. Gerade weil die Protagonisten so unterschiedlich sind, ist viel mehr Spielraum vorhanden und im Laufe der Story merkt man auch, warum die Figuren so handeln. 

     

    Während Rügen sehr ruhig und beschaulich scheint, tobt in Berlin das Leben. Die Unterschiede sind sehr deutlich hervorgehoben und ich habe mich in den Szenen auf Rügen sehr viel wohler gefühlt. Das Leben und die Stimmung an den beiden Orten waren sehr plastisch wiedergegeben. 

     

    Das Kopfkino hatte sehr viel zu tun und das liebe ich an guten Romanen. Deswegen freue ich mich auf ein Wiederlesen im zweiten Teil. So kann ich mich auch nochmals in Binz aufhalten, ohne körperlich dort anwesend sein zu müssen. 

     

    Meggies Fussnote:

    Das Grandhotel in Binz auf Rügen - auf alle Fälle einen Besuch wert.


  5. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492252812)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (485)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Die Buecher von Jennifer Donnelly sind wahre Pageturner. Der zweite Teil der Rosentrilogie hat mich mitgerissen, genau wie der erste. Spannung, Dramatik, Abenteuer und Gefuehl, alles dabei. Die Geschichte von India und Sid ist unglaublich dramatisch. Es passiert sehr viel Spannendes. Ich freue mich jetzt auf den dritten Band. 

  6. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.539)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Willi

    Der erste Drittel und das letzte Drittel waren wirklich interessant. Ich hab das Buch nicht in einem Rutsch durchgelesen da es irgendwann recht langatmig wurde und ich pausen machte. Der Schluss war dann wirklich wieder spannend und habe ich an einem Stück  durchgelesen. Der erste Teil der Reihe hat mir besser gefallen. 

  7. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.304)
    Aktuelle Rezension von: juliakerscher

    In Vergebung wird die Geschichte, die im zweiten Teil begonnen hat, fortgesetzt. Der erste Teil ist ziemlich langsam, was aber nicht schlecht sein muss. Es kommt ganz darauf an, was der Leser bevorzugt. Für meinen Geschmack war es manchmal ein bisschen langatmig, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte. 

    Ein toller Abschluss der Trilogie! 


  8. Cover des Buches Zerrissen (ISBN: 9783426525494)
    Michael Tsokos

    Zerrissen

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen

    Der erfahrene A- und Z- Reihen Leser von Michael Tsokos findet hier Abel und Herzfeld als altbekannte Protagonisten wieder.

    Ich mag beide Reihen sehr, sie sind ähnlich, dann aber auch wieder nicht.

    Zwei Stränge von Entwicklungen treffen sich hier am Ende zu einer großen Auflösung in der Clan-Kriminalität.


  9. Cover des Buches Geburtstagskind (ISBN: 9783864931451)
    Anders Roslund

    Geburtstagskind

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Botte05

    Kommissar Ewert Grens hat vor 20 Jahren ein kleines Mädchen, Zana, aus einer Albtraumszenerie heraus in ein neues Leben getragen. Wirklich losgelassen hat er dieses Kind jedoch nie, auch weil er Fall nicht aufklären konnte. Heute steht er wieder in jenem Appartement, dem damaligen Tatort. Es wurde eingebrochen. Aber augenscheinlich nichts gestohlen. Befindet sich Zana in akuter Lebensgefahr? 

     

    Piet Hoffmann erhält anonym den Auftrag, einen Mord zu begehen. Der Auftraggeber hat Insiderwissen, hält geheimes Material mit höchster Sprengkraft in den Händen. Während Hoffmann Zeit schindet, indem er unerwartete Schwierigkeiten vorschiebt, trifft er im Verborgenen alle notwendigen Vorkehrungen, um seine Familie in Sicherheit zu bringen sowie selbst unterzutauchen, um den Auftraggeber zu identifizieren und die Bedrohung abzustellen. 

     

    Ich erkenne zunächst keinerlei Zusammenhang zwischen den Handlungssträngen, ungeachtet der offenbar unabdingbaren, geheimen Zusammenarbeit von Grens und Hoffmann. Die Verstrickung beider Ermittlungen eröffnet sich in kleinen Schritten, die volle Bandbreite erfasse ich jedoch erst im spannenden Finale. 

     

    „Geburtstagskind“ beginnt wie ein solider Kriminalroman. Mit dem Erscheinen von Piet Hoffmann verändert sich jedoch die Stimmung; ich habe eine Weile den Eindruck, plötzlich ein völlig anderes Buch zu lesen, welches mich nicht sonderlich interessiert. Ich muss jedoch einräumen, dass ich zwischen diesen Schauplätzen eine größere Lesepause einschieben musste, was allein schon diesen Eindruck bedingen kann. 

    Nach etwa der Hälfte des Buches gewährt Anders Roslund mir einen Blick auf den möglichen Zusammenhang, so dass ich den Fortgang der Geschichte genießen kann. 

     

    Wenn man bereit ist, eine gewisse „Durststrecke“ in Kauf zu nehmen und dranzubleiben, bietet dieser Krimi ein „rundes“ Lesevergnügen.

     

     

    Anders Roslund, Geburtstagskind, Kriminalroman, broschierte Ausgabe, Ullstein Paperback, 14,99 €, 526 Seiten, Erscheinungstermin 03.08.2020

  10. Cover des Buches Stadt in Angst (ISBN: 9783442204380)
    John Matthews

    Stadt in Angst

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Ende des 19ten Jahrhunderts geht in London der Ripper um; bis die Taten plötzlich stoppen. Doch bereits nach einer kurzen Verschnaufpause geht das Morden weiter, allerdings in New York. Der „echte“ Ripper, oder doch nur ein Trittbrettfahrer? Argenti vom NYPD und Pathologe Jameson aus London müssen ihren ganzen Grips anstrengen um dem Mörder auf die Spur zu kommen.

     Geschichten über Jack the Ripper gibt es viele, und so einige davon habe ich schon gelesen. Dementsprechend hoch auch die Erwartungshaltung an „Stadt in Angst“. Das Buch hat einen wirklich starken Start hingelegt: Atmosphäre stimmt, die Figuren sind glaubwürdig und spannend, der Fall entwickelt sich überraschend. Argenti und Jameson sind ein gutes Team, auch wenn sie sich erst mal ein bisschen zusammenraufen müssen. New York als neues Jagdgebiet des Serienkillers wirkt authentisch und echt. Doch irgendwann in der Mitte kippte bei mir die Stimmung, denn der Autor traute sich wohl nicht mehr zu, seine Story mit eigenen Ideen zu Ende zu bringen. Und so driftet ein wirklich toller historischer Krimi immer mehr zum Klischeefeuerwerk ab. Leider. Denn vorher war ich wirklich begeistert. Mit „Duell der Mörder“ ist bereits ein zweiter Teil mit Jameson und Argenti erschienen, ich bin mir noch unschlüssig, ob ich ihnen noch eine Chance einräumen will. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, wenn der Autor sich im zweiten Teil traut auf eigene Ideen zu bauen, könnte das Buch ein Volltreffer werden.

  11. Cover des Buches Mexikoring (ISBN: 9783518468944)
    Simone Buchholz

    Mexikoring

     (70)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ich habe schon mehrere Bücher dieser Autorin gelesen, dieses war das weitaus schwierigste, von der Thematik her, aber auch die Abgründe, die sich da auftaten, waren schwer zu begreifen. Mich hat das Buch ziemlich mitgenommen wegen der Misshandlungen der Kinder in den Familien und wie mit Menschen umgegangen wird, die nicht genau das tun, was die Familie wünscht! Das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht!

    Fazit: zartbesaitete Menschen sollten dieses Buch lieber nicht lesen!

  12. Cover des Buches River of Violence (ISBN: 9783423790451)
    Tess Sharpe

    River of Violence

     (35)
    Aktuelle Rezension von: fallingstar_91

    „Ich bin neun, als mir Daddy das Töten beibringt.“ 🙊

    (Aus dem Buch River of Violence  zitiert)


    Bei River of Violence geschrieben von Tess Sharpe geht es um die Geschichte von Harley McKenna. Sie ist die Erbin eines Imperiums. Ihr Vater kontrolliert den Drogenhandel und die Waffendeals im North County. Harley wurde von klein an von ihrem Vater geformt, gedrillt und ihr wurde die Sprache der Gewalt beigebracht. Dabei entwickelt sie einige gute Talente. Dennoch hat sie viele unschöne Dinge erlebt. 

    Für sie ist die Ruby sehr wichtig. Es ist eine Unterkunft für Frauen. Welche die Drogenprobleme haben, andere die vor ihren brutalen Ehemännern abgehauen sind oder sonstige Problemen haben. Harley kümmert sich um diese Frauen und deren Kinder sehr behutsam. 

    Durch ein Schicksalsschlag muss Harley über das Leben das sie führt entscheiden. Will sie ihr Erbe? Möchte sie so werden wie ihr Vater? Harley steht vor der schwierigsten Wahl ihres Lebens: Familie oder Freiheit. 

    😬

    Mir hat der schreibstill 📖 von der Autorin sehr gut gefallen. Er ist leicht und verständlich. Sie schreibt in der Ich-Perspektive von Harley. Dadurch wirkte sie für mich in dieser weise authentisch, was ich toll fand. 

    Ich hatte gleich ein 🎥 Film in meinem Kopf laufen und konnte mir alles gut vorstellen. Einer der Gründe, warum ich dieses Buch sehr gerne gelesen habe.😍


    Im Buch gibt es zwei abwechselnde Zeitstränge; ein Mal lesen wir von Harley im Gegenwart und ein anderes Mal lesen wir von ihrer Vergangenheit. Also wird Kapitel zu Kapitel abgewechselt. 

    Somit gibt Tess Sharpe uns die Chance ihre Protagonistin Harley besser kennenzulernen.👍

     

    Fazit: 

    Mir hat die Geschichte supergut gefallen. 

    Ich fand sie spannend, brutal und emotional. Es war gut blutig und voller Action.🔫🔪🪓🪦🩸🧼 Was ich erhofft habe und dabei nicht enttäuscht wurde. 

    Darüber hinaus fand ich es toll, dass eine weibliche Figur so eine große Rolle gespielt hat. 💪👩🏻

    Ich kann euch mit einem sehr guten Gewissen dieses Buch weiterempfehlen!👍

  13. Cover des Buches Die Spuren auf unserer Haut : Band 1 (ISBN: B07LGDP5XQ)
    Lily Helina

    Die Spuren auf unserer Haut : Band 1

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Das Cover ist romantisch und der Klappentext verspricht einen schönen Leseabend. Ellen verbrachte zwei Jahre in Tasmanien. Fernab von ihrer Familie, aus einem bestimmten Grund. Das Geheimnis ihrer Vergangenheit wird nach und nach gelüftet.

    Das kann man von Sascha nicht behaupten. Sehr schnell wird auf den ersten Seiten klar, wo er ausbricht und verschwindet spurlos.

    Ellen erbte das Haus ihrer Großmutter und ihr wurde bewusst, dass sie die Renovierung nicht allein stemmen kann. Sie schaltet eine Anzeige und trifft so auf Sascha.

    Eine schöne Geschichte, die spannend und fesselnd ist. Eine Liebe, die nicht sein sollte.

  14. Cover des Buches Todestanz (ISBN: 9783442379514)
    Margie Orford

    Todestanz

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Franziska_Maul

    Ich konnte mich leider nicht in die Protagonisten, sowie die Geschichte hineinversetzen. Ich habe das Ende nicht so ganz verstanden und die Gründe der Handlungen waren mir nicht ganz klar. Teilweise war das Buch echt spannend, aber im Großen und Ganzen hat das alles für mich nicht zusammengepasst.

  15. Cover des Buches Die Memoiren einer Überlebenden (ISBN: 9783596252022)
    Doris Lessing

    Die Memoiren einer Überlebenden

     (36)
    Aktuelle Rezension von: AnnBee
    Lessings Roman schildert aus der Perspektive einer alten Frau den Verfall einer Gesellschaft, deren Infrastruktur und damit zunehmend auch soziale Regeln zusammenbrechen. Die Protagonistin nimmt zudem ein junges Mädchen (Emily) und ihren Hund (Hugo) bei sich auf und kümmert sich um sie, wobei sie sich allerdings nur langsam näherkommen.
    Emily unternimmt Streifzüge in die Umgebung, verliebt sich, gründet mit ihrem Freund eine Art Kommune, findet und verliert Freundinnen - während die alte Frau das Leben hauptsächlich durch ihr Fenster beobachtet. Gleichzeitig tut sich in ihrer Wohnung eine Art Parallelwelt auf, die sie immer häufiger besucht.
    Die Schilderungen dieser Parallelwelt fand ich eher langatmig, auch, weil ich damit nichts anfangen konnte. Vielleicht ist es eine Metapher für eine innere Flucht, oder für das Leben nach dem Tod, oder doch eine alternative Realität? Wie auch immer, mir ist nicht klargeworden, wozu diese Ebene gut ist. Das Buch ist andererseits an vielen Stellen spannend und enthält kluge Beobachtungen des Lebens und der Menschen. Gut gefallen hat mir die empathische Einbindung des Hundes in die Geschichte, der letztlich für den Zusammenhalt der Frau und Emily entscheidend ist.
  16. Cover des Buches Höllenritt (ISBN: 9783548374055)
    Ulrich Detrois

    Höllenritt

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Uli ist Aussteiger bei den Hells Angels, dem größten und weltweit gefürchtesten Rockerclub der Welt. Er schildert, wie er auf die schiefe Bahn geraten ist, was für einen Spaß die Partys mit Suff, Koks und Stripperinnen gemacht haben und wie er innerhalb der Organisation kaltgestellt wurde. Inhaltlich ist das Ganze also ganz interessant, auch wenn man vieles schon aus diversen Büchern und Dokumentationen im Fernsehen kennt, aber sprachlich und von der Schreibe her ist das alles so schlecht gemacht, daß ich nicht mehr Punkte vergeben konnte.
  17. Cover des Buches Die Schutzlosen (ISBN: 9783453438675)
    Kati Hiekkapelto

    Die Schutzlosen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: MissNorge

    Dies ist Band 2 mit der Kommissarin Anna Fekete der in Finnland spielt. Die Autorin Kati Hiekkapelto hat als Background ihrer Geschichten immer einen Hang zu Flüchtlingen und ihren Geschichten, was mir sehr gut gefällt und diese Thriller auch lesenswert machen. In diesem Fall kommen noch hinzu das Morde geschehen, Drogen spielen eine große Rolle und Banden die sich in Finnlands Mitte breitmachen wollen. Also hat die Polizei eine Menge zutun. Was mich langsam etwas nervt und was mir zu sehr in den Vordergrund gestellt wurde ist, Esko, der Partner von Anna. Er ist einfach nur widerlich, rassistisch, immer besoffen, qualmt wie ein Schornstein und jammert nur rum. Ob wohl viel mehr hinter seinem Verhalten stecken mag? Wenn nicht, dann ist er einfach nur eine jämmerliche Person, die im Selbstmitleid versinkt. Was ich noch erwähnen sollte, von der ersten bis zur letzten Seite herrscht eine allgemeine, depressive Stimmung, aber das kennt man ja als Fan von skandinavischen Krimis/Thrillern. Das muss man mögen, sonst hat man keinen Spaß an diesen Büchern. 

  18. Cover des Buches Die Marseille-Connection (ISBN: 9783608501346)
    Massimo Carlotto

    Die Marseille-Connection

     (30)
    Aktuelle Rezension von: anyways

    Marseille, die strahlende Stadt am Mittelmeer wird von Massimo Carlotto so ganz anders beschrieben. Sie entspricht bei ihm eher einem monströsen Rattennest.
    Aber es gibt Leute die dieses Nest lieben, Kommissarin Bourdet ist so Eine. Eine die verhindern will das noch mehr Illegale ihre schöne Stadt drogentechnisch unter sich aufteilen, lieber arbeitet sie mit den hiesigen Mafiosi, als zuzusehen das Marokkaner, Mexikaner und Paraguayer sich die Klinke in die Hand geben, mal ganz abgesehen von den Osteuropäern. Also versucht sie die frisch Eingereisten abzufangen und in ihre Dienste zu stellen. Ein Opfer ist schnell gefunden, der mit Koksbeutel vollgestopfte Juan Santucho wird von seinem hiesigen Chef nach Europa „weggelobt“, und fällt der ruppigen Kriminalistin glatt in die Hände. Aber nicht nur Kleinkriminelle tummeln sich im Rattennest, der FSB, verschiedene Terrorgruppen ehemaliger Sowjetstaaten bzw. deren frühere „Brüder“ und auch eine multinationale Krawattengang mischen mit, zusammen mit all den korrupten Beamten, Finanziers, Wirtschaftsexperten und Baulöwen.

    Massimo Carlottos Roman ist schmutzig, dreckig, ohne Licht und von einer melancholischen Hoffnungslosigkeit geprägt. Irgendwie beschlich mich beim Lesen mehrmals das Gefühl, duschen gehen zu müssen, um all den Dreck abzuwaschen, der förmlich zwischen den Seiten klebt. Es gibt keine Gewinner, nur große und kleine Verlierer. Wobei, bis auf die Kommissarin und teilweise die Agentinnen, die Frauen am schlechtesten wegkommen. Sie stehen in der Unterwelt ganz unten. Das beschreibt der Autor fast beiläufig und trotzdem prägt es sich ein. Die Geldmacherei die Carlotto beschreibt möchte ich mir gar nicht in der Realität ausmalen, ich fürchte aber es könnte mehr als ein Fünkchen Wahrheit dran sein, denn ich hatte immer das Gefühl der Autor weiß ganz genau worüber er schreibt. Die Geschichte ist derart komplex mit vielen unterschiedlichen Protagonisten und wechselnden Handlungsorten regelrecht vollgestopft und trotzdem kann man dem gesponnenen Faden des Autors folgen.
    Ein bitterböser Roman über das Haifischbecken Kriminalität. Wer mitschwimmt gewinnt nie.

  19. Cover des Buches Mordtiefe (Spelzer/Hollmann 3) (ISBN: 9783752834215)
    H.C. Scherf

    Mordtiefe (Spelzer/Hollmann 3)

     (20)
    Aktuelle Rezension von: HelgasBücherparadies

    Meine #Rezension zu 

    H.C. Scherf  Mordtiefe

    Ein leeres Kajak wird am Baldeneysee gefunden. Die ersten Recherchen von Sven Spelzer und seinen Kollegen ergeben, dass die Besitzerin von ihrem Mann vermisst gemeldet wurde. Taucher finden nicht nur ihre Leiche, sondern unzählige Mädchenleichen auf dem Grund des Sees.

    Dies ist aber nicht der einzige Fall, sondern Stojan Kadicz führt den Drogen- und Menschenhandel weiter und schwört Rache auf den Mörder seines Bruders.

    Wer steht hinter den Morden am See und gelingt es den Kommissaren auch Kadicz das Handwerk zu legen?


    Dies ist der dritte Teil der Spelzer/Hollmann Reihe von H.C. Scherf. Er steht den vorherigen Teilen in Sachen Spannung in nichts nach, aber ich bin auch nichts anderes von dem Autor gewöhnt.

    Der letzte Fall steht noch zwischen Sven und Karin. Werden sie sich endlich aussprechen?

    Innerhalb des Ermittlungsteam sind auch Spannungen spürbar.

    Auch hier spielt wieder der Mörder Pehling eine große Rolle. 

    Dieser Teil ist wieder sehr brutal und blutig.

    Er kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Ich empfehle aber mit Teil eins zu starten.


    Fazit: wer einen richtigen Spannungsthriller sucht, ist hier genau richtig, denn der Autor versteht es, dies von Anfang bis Ende konstant hochzuhalten.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 💥 💥 💥 💥 💥 

    Vielen Dank für das Rezensionexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Weitere Rezensionen findet ihr unter www.helgasbuecherparadies.com

    Teil 1

    https://helgasbuecherparadies.com/2021/02/04/scherf-h-c-%f0%9f%93%96-kalendermord/

    Teil 2

    https://helgasbuecherparadies.com/2021/03/22/scherf-h-c-%f0%9f%93%96-der-serbe/

    Teil 3

    https://helgasbuecherparadies.com/2021/04/16/scherf-h-c-%f0%9f%93%96-mordtiefe/

  20. Cover des Buches Zara und Zoë - Rache in Marseille (ISBN: 9783426307168)
    Alexander Oetker

    Zara und Zoë - Rache in Marseille

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Krautgaernter

    ....hätte ich 1 Punkt vergeben. Im Laufe des Buches hat sich 1,5 Sterne dazugesellt. Mehr kann ich für dieses Buch leider nicht vergeben.

    Der Klappentext klingt spannend und hätte viele Möglichkeiten eröffnet. Leider bin ich bis zum Ende nicht wirklich mit dem Buch warm geworden. Die ersten 50 Seiten, wo die Hauptpersonen eingeführt wurden, war ich nahe dran das Buch auf die Seite zu legen. Die Vorstellung von Zoe habe ich als "künstlich aufgepuscht" empfunden - ja sie ist ein böses Mädchen, aber so klischeehaft gezeichnet, war meiner Meinung nach nicht notwendig. Zara ist ein Roboter, also für den Leser auch nicht unbedingt sympathischer. Sie und ihre Handlungs- und Denkweise bleibt mir bis zum Schluss ein Rätsel. Auch ihre Familiengeschichte hinterlässt für mich viele Fragezeichen. Issakson empfand ich das ganze Buch hindurch rein als Aufputz und damit der Autor auch das Thema "Sex" unterbringen konnte. Navarro ist noch die spannenste Person im Buch für mich, er kommt als einziger über die Erzählspanne "glaubhaft" rüber. 

    Die Situation in den Französischen Großstädten und die "Migrantenprobleme" sind seit gefühlten Ewigkeiten ein Thema. Wenn man sich mit Frankreich ein wenig auseinandersetzt, ist diese Thematik keine große Überraschung. Nachdem ich in letzter Zeit viele Frankreich-Krimis gelesen habe, war es trotzdem ein kleiner Schock so einen schonungslosen Krimi von Marseille zu lesen. Viel Platz für Romantik und Schönheit lässt er nicht übrig. 

    Insgesamt für mich eher eine Vorlage für einen Film/eine Serie, als für ein Buch. Jede Szene konnte ich mir filmtechnisch perfekt vorstellen, als Buch fand ich es zu klischeehaft und oberflächig. Die Personen sind mir bis zum Ende zu blass und zu unsympathisch rüber gekommen, tiefe Einblicke in irgendeinen Bereich fehlten komplett. 

    Ob ich noch eine Band lesen werde? Vielleicht als "Lückenfüller"

  21. Cover des Buches Das Spiel des Patriarchen (ISBN: 9783838712550)
    Andrea Camilleri

    Das Spiel des Patriarchen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: haberlei

    Zwei scheinbar unzusammenhängende Fälle in ein und demselben Haus rufen die Polizei auf den Plan. Ein junger Mann wird vor der Haustür erschossen und ein altes Ehepaar ist verschwunden.

    Commissario Montalbano und sein Team verfolgen beide Fälle und die verschiedensten Spuren und stoßen auf seltsame Ungereimtheiten: eine heimliche Liebschaft des jungen Mannes, eigenartiges Benehmen des alten Ehepaares bei einem Busausflug, ein unerklärlich hohes Sparkonto der alten Leute, ein Mafiaboss kontaktiert Montalbano mit kryptischen Andeutungen. Aber letztendlich gelingt es Montalbano, die Fäden zusammenzuknüpfen und den Fall einer überraschenden Lösung zuzuführen.

    Abgesehen von der interessant aufgebauten Handlung gefiel mir auch der Schreibstil. Einerseits die teils humorvollen Dialoge zwischen Montalbano und Augello, seinem Vize, auch deren freundschaftlichen Umgang miteinander, andererseits auch die sehr anschaulichen und stimmungsvollen Landschaftsschilderungen, wenn Montalbano z.B. unter dem Olivenbaum oder am Meer sitzt.

    Montalbanos 5. Fall gefiel mir aus dieser Reihe bislang am besten.

  22. Cover des Buches Gegen jede Vernunft (ISBN: 9783899411713)
    Nora Roberts

    Gegen jede Vernunft

     (28)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Die Stanislaskis, Band 3: Rachel Stanislaski ist Anwältin und weiss genau, was sie will. Eine Beziehung gehört nicht dazu. Als Pflichtverteidigerin hat sie neu den Mandanten Nicholas LeBeck zugeteilt erhalten. Sein Bruder Zackary Muldoon hofft, dass die attraktive Juristin ihn rausboxen kann. Die Richterin überrascht alle mit ihrem Urteil…

    Erster Eindruck: Das Cover mit dem Blick in eine Grossstadt und dem speziellen Lichtspiel gefällt mir sehr gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. In den Bänden 1 und 2 waren Natasha und Mikhail Stanislaski die Hauptpersonen, hier nun deren kleine Schwester Rachel.

    Der 19-jährige Nicholas „Nick“ möchte unbedingt dazugehören und hat sich deshalb mit einer Gang eingelassen – den Cobras. Bei einem Einbruch wird jedoch nur Nick geschnappt – die anderen haben sich aus dem Staub gemacht. Rachel erklärt ihm, dass es nicht gut aussieht für ihn. Die Richterin spricht ein ganz besonderes Urteil, das Rachel, Nick und Zackary für eine gewisse Weile verbindet.
    Zackary ist sehr von Rachel angetan und äussert sich ihr gegenüber auch dementsprechend. Sie will jedoch nichts davon wissen. Sie hat einen Job und den will sie bestmöglich erledigen. Das reicht ihr. Oder doch nicht? Nick ist sehr abweisend, sei es gegenüber seinem Bruder oder aber auch Rachel. Aufgrund Rachels Beharrlichkeit taut er langsam auf – mit überraschenden Folgen…

    Die Geschichte hat sich wie üblich flüssig lesen lassen und die Begegnungen mit der Familie Stanislaski waren sehr schön. Hier hat mir insbesondere gefallen, dass für Nadia, der Mutter der Stanislaski-Kinder, ein langgehegter Traum betreffend Musik in Erfüllung ging. Dieses Mal gab es es nebst Happy End noch eine Prise Spannung – prima. Ich freue mich auf die weiteren drei Bände.

  23. Cover des Buches Kismet: Kayankayas vierter Fall 	... (ISBN: 9783257062632)
    Jakob Arjouni

    Kismet: Kayankayas vierter Fall ...

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Der türkischstämmige Privatdetektiv Kemal Kayankaja will seinem Freund, dem Gastwirt Romario helfen, der von Schutzgelderpressern bedroht wird . Als die Erpresser auftauchen geht so manches schief und Kemal und sein Freund erschießen die Erpresser. Um die Hintermänner aufzudecken ermittelt er und gerät bald in die Schusslinie der kroatischen Mafia und dubioser Geschäftemacher. Die Kneipe von Romario geht in Flammen auf und dieser ist bald ebenso wie Kayankaja in Lebensgefahr, als sein Büro in die Luft fliegt. Eine mörderische Hetzjagd beginnt und Kemal schafft es schließlich sich aus der Schusslinie zu bringen und den Fall zu lösen.

    Ajouni gelingt eine spannende Krimi-Handlung im Frankfurter Bahnhofsmilieu mit einer großartigen Hauptfigur. Der Detektiv Kemal Kayankaya, der kein türkisch kann und besser Deutsch spricht als so mancher Deutsche beschreibt sehr gut die Spannungen und Eindrücke der zweiten Generation türkischer Einwanderer, die in Deutschland geboren wurden und nur in ihren Familien die türkische Kultur erfahren haben. Stil und Sprache überzeugen und so mancher pointierter Dialog ist enthalten. Der Autor versteht mit Sprache umzugehen und gekonnt werden Personen beschrieben und auch Spannung aufgebaut, so dass eine lebendige Erzählwelt entsteht, in die ich mich gleich hineinversetzt fühlte. Habe das Buch gerne gelesen und es hat mit gefallen, so dass ich es nur weiterempfehlen kann. 

  24. Cover des Buches Black Box (ISBN: 9783426514481)
    Michael Connelly

    Black Box

     (15)
    Aktuelle Rezension von: cat

    Harry Bosch 18. Fall, war das Erste Buch das ich von Michael Connelly gelesen habe.


    Es geht um einen "Cold Cast", der 20 Jahre zurück liegt, den der Ermittler selber aufgenommen (aber nicht bearbeitet) hat und in dem es kaum Spuren gibt. Nun will er den Fall endlich lösen und bringt damit seinen Vorgesetzten gegen sich auf. Doch das hindert ihn nicht im geringsten, im Gegenteil er macht unbeirrt weiter und findet Puzzelteil für Puzzelteil.


    Die Story an sich ist gut geschrieben und logisch aufgebaut. Auch wenn man die vorhergehenden Bücher nicht gelesen hat, bekommt man einen guten Eindruck von Harry Bosch und seinem Charakter.

    Das liegt zum einen an der sehr detailreichen Erzählung des Autors aber auch daran das man zwischenzeitlich einen Einblick in Boschs Privatleben erhält, was Ihn authentisch und menschlicher werden lässt.


    Der Fall ist ebenfalls sehr detailreich erzählt, so das man Boschs Arbeit gut nachvollziehen kann und einen guten Einblick in die Arbeit eines Ermittlers bekommt, die wahrscheinlich ziemlich nahe an der Wirklichkeit ist und der auch aufzeigt, das es manchmal wirklich langwierig und schwierig ist Fälle aufzuklären.

    Durch diese vielen Details zieht sich das Buch aber auch ein bisschen in die Länge.


    Trotzdem ein Buch was ich jeden Krimi- Liebhaber und jeden der sich für die (detaillierte) Arbeit einer Ermittlers interessiert, weiterempfehlen würde.

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