Bücher mit dem Tag "banken"

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26 Bücher

  1. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783404172320)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

    (770)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    Das Bankhaus Pilaster ist eine der angesehensten und größten Banken in London. Grund dafür ist auch die Art und Weise, wie das Unternehmen geführt wird. Oberste Priorität hat die Sicherheit der Anlagen und die Ehrbarkeit der Leitung. So müssen selbst auch Angehörige der Familie, die es in der Bank zu etwas bringen wollen, von klein auf alle relevanten Abteilungen in der Bank durchlaufen. Protegierung gibt es nicht.
    Dieses Prinzip gilt umso mehr für Hugh Pilaster, dessen Vater einst sein Kapital aus der Bank gezogen hat, um sich selbstständig zu machen und deshalb als das schwarze Schaf der Familie gilt; erst recht natürlich, als er bankrott geht und sich umbringt. Ein schweres Erbe für Hugh.

    Und dann ist da noch seine Tante Augusta Pilaster, deren ehrgeizigen Ziele es sind, ihren Mann als Seniorpartner, gern auch im Adelsstand und natürlich auch ihren unfähigen Sohn Edward in gehobener Stellung zu sehen, sowie dessen toxische Beziehung zu seinem Jugendfreund Micky Miranda, der, ebenfalls von Ehrgeiz zerfressen, seine Stellung in der Familie ausnutzt und versucht, für seinen Vater in Cordoba mittels dubioser Geldanlagen Kapital von der Bank für einen Staatsstreich zu bekommen und dafür auch vor mehrfachen Mord nicht zurückschreckt. Dieses Dreiergespann führt letztendlich zum Bankrott des angesehenen Bankhauses.


    Ich muss sagen, als ich vor kurzem Folletts Buch „Die Brücken der Freiheit“ als erstes Buch von ihm gelesen habe, war ich schwer von diesem Autor enttäuscht. Ich hatte gar schon einen Hype um diesen Autor vermutet, der nicht gerechtfertigt ist. Hier bin ich aber angenehm überrascht. Sicher, es ist und bleibt Unterhaltungsliteratur, reicht nicht an ähnliche Familiensagas, z.B. Galsworthys Forsyte-Saga oder Thomas Manns Buddenbrooks (auch wenn die Ähnlichkeit der Thematik zu letzterem unverkennbar ist) heran, will es aber auch gar nicht.
     Die Geschichte ist spannend erzählt und man fiebert mit. Am Ende geht natürlich (wie oft bei solcher Literatur) wieder alles hopplahop. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich dahinter in der Regel immer Bestrebungen des Autors vermute, endlich fertig zu werden. Aber diesmal sind trotzdem 4 Sterne durchaus gerechtfertigt. Ein Buch, was erstmal bei mir bleibt und nicht zurück zum Büchertausch wandert.

  2. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?

    Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.

  3. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783839894705)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich habe das Buch schon lange auf meinem SuB stehen gehabt und habe es jetzt mal hauptsächlich gehört. Die Geschwindigkeit des Hörbuchs musste ich auf 1,5x stellen, weil mir der Sprecher sonst viel zu langsam gesprochen hat. Dieses künstlich in die Länge ziehen schien mir leider auch am Ende des Buches etwas der Fall gewesen zu sein, denn eine Stunde vor Ende dachte ich schon, dass das schon das Ende war.

    Anfangs fand ich die Handlung etwas langweilig, wie vom Klappentext meiner Auffassung nach versprochen, aber im Endeffekt fand ich es doch eine interessante Art von Politthriller.  Joe Haak wird als Unbekannter und nackt an den Strand gespült und kurz darauf strandet ein Wahl. Joe lernt erst mal die Bewohner des Fischerdorfs kennen und alle haben irgendwie ihre Vergangenheit, ihre Eigenarten und Marotten. Nach und nach erfährt man auch mehr über Joes Vergangenheit, seine Arbeit in London und wie er nackt im Meer und im Endeffekt am Strand von St. Piran landete. Es stellt sich immer mehr heraus, dass er etwas zu tun hat mit einer Gefahr für die Welt. Wie viele Mahlzeiten braucht es, bis die Anarchie ausbricht? "Jede Gesellschaft ist drei Mahlzeiten von der Anarchie entfernt."

    Die Fragen, die John Ironmenger aufwirft, fand ich sehr interessant. Fragen wie folgende: Was braucht die Menschheit bzw. der Mensch? Was brauchen die Menschen, um sich sicher und wohl zu fühlen? Wie lange halten es Menschen ohne das Sicherheitsgefühl aus? Wie lange braucht es, bis in einer Notsituation Anarchie und Chaos ausbricht? Wie egoistisch würden sich Menschen verhalten, wenn es ums Überleben geht? Aber auch: Welche Opfer würden Menschen auf sich nehmen, um anderen das Leben zu retten oder das Überleben zu erleichtern? Wo würden Gruppen zusammen halten und wie? Sehr interessante Fragen, die nur zum Teil beantwortet werden, aber sehr gut die Gedanken und Hinterfragungen anregen.

    Die Charaktere im Dorf, in dem Joe Haak gestrandet ist, sind so unterschiedlich wie interessant. Die Charakterbildung fand ich sehr gut.

    Die Handlung war allerdings insgesamt so naja, denn es war zum Teil vorhersehbar und gerade am Ende arg in die Länge gezogen.

    Es erinnert mich sehr an die Corona-Pandemie und siehe da, es ist auch 2020 veröffentlicht worden (2020 hat die Corona-Pandemie begonnen). Zufall oder wurde da etwas vom Autor genutzt? Dafür habe ich aber irgendwie auch zu wenig von dem Buch gehört / gesehen, zumindest in dem Zusammenhang. Oder war das nur in meiner Bubble so?


    Fazit: Die Handlung war ganz okay, die Charakterbildung war gut und die aufgeworfenen Fragen fand ich ausreichend interessant, um ihnen über das Buch hinaus einen oder gar zwei Gedanken zu schenken. 


    Zitate: 

    S. 145 „'Wissen Sie, worum es bei Kriegen geht?' Der alte Banker hob die Augenbrauen, als würde er sich bereits eine Antwort vorstellen. 'Bei den ersten echten Kriegen ging es um den Glauben. Sie wurden geführt, um Menschen zu besiegen, die an etwas anderes glaubten- meistens an andere Götter. Bei den nächsten Kriegen ging es um Macht. Man zog in den Kampf, um die Eitelkeit der Herscher zu befriedigen, die immer größere Reiche wollten. Aber bei modernen Kriegen...', er hob einen Finger und zeigte auf Joe, als wolle er ihn warnen, 'bei modernen Kriegen geht es um Ressourcen. Nahrung. Lebensraum. Wasser. Öl.'“ 

  4. Cover des Buches Skin (ISBN: 9783404173754)
    Veit Etzold

    Skin

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Der Anfang der Geschichte erinnert eher an eine Geschichte über einen überarbeitet Mitarbeiter in einem Betreib für Unternehmensberatung. Dann kam der Plot kurz und dann wurde wieder über Exellisten geschrieben. Ich war sehr gelangweilt von der ganzen Geschichte weil der Thriller nicht wirklich im Vordergrund stand sondern eher die Arbeitswelt. Zum Schluss hin wurde mir persönlich sehr schnell klar wer der Täter ist, die Aufklärung warum alles so geschehen ist war tatsächlich spannend aber das waren leider nur die letzten paar Seiten. Den Rest fand ich einfach nur langweilig. Es kam nie die Stimmung auf das ich mit rätseln wöllte wer der Täter war.

  5. Cover des Buches Möge die Stunde kommen (ISBN: 9783453421677)
    Jeffrey Archer

    Möge die Stunde kommen

    (131)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Möge die Stunde kommen" ist der sechste Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Alles beginnt da, wo der fünfte Band der Saga endet. Emma Clifton sitzt immer noch auf der Anklagebank. Lady Virginia Fenwick hat sie wegen Verleumdung angezeigt und für Emma steht viel auf dem Spiel. Als Vorsitzende der Barrington-Gesellschaft kann eine Verurteilung für sie das Aus ihres beruflichen und gesellschaftlichen Werdegangs bedeuten. Doch es gibt eine entscheidende Wendung. Auch ihr Bruder Giles Barrington setzt seine Karriere als Politiker aufs Spiel. Denn seine große Liebe sitzt hinter dem eisernen Vorhang und er will alles versuchen, diese zu sich nach England zu holen. Harry Clifton kämpft immer noch um die Befreiung des inhaftierten russischen Schriftsteller Babakow, während sein Sohn seine große Liebe in Amerika für sich zurückgewinnen möchte. In diesem sechsten und vorletzten Band der Saga gibt es also auch wieder genügend Zündstoff und die bekannten Widersacher der Barringtons und Cliftons versuchen weiterhin den beiden Familien das Leben so schwer wie möglich zu machen. Jeffrey Archer setzt diese Familiengeschichte konsequent fort, im Fokus stehen jetzt die 70er Jahre bis 1978. Harry und Emma sind Großeltern geworden, ihre Enkelin ein Naseweis hoch drei, aber auch für ihren Sohn Sebastian gibt es nun große Aufgaben zu bewältigen. Jeffrey Archer erzählt die Story wie immer in großen Abschnitten aus der Sicht einzelner Protagonisten und Zeiträume, diese gliedern sich dann wieder in weitere kleinere Kapitel. Als Leser kann man dem Geschehen sehr gut folgen, auch Nebenfiguren erhalten zusätzlichen Spielraum. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und spannend. Dabei umrahmt der Autor den Handlungsverlauf auch sehr gut mit den damaligen politischen und gesellschaftlichen Zeiten. So entsteht auch ein gutes Bild für den Leser. Intrigen, Machtspiele, Schicksalsschläge in der Geschichte zweier Familien, all dies setzt Jeffrey Archer auch perfekt in diesem sechsten Band um. Für mich weiterhin eine sehr gute und spannende Familiensaga, bei der ich auch bald noch den abschließenden Band "Winter eines Lebens" lesen werde.

  6. Cover des Buches Die große Volksverarsche (ISBN: 9783442175352)
    Hannes Jaenicke

    Die große Volksverarsche

    (33)
    Aktuelle Rezension von: Pharo72
    Der privat schon lange in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrecht sehr engagierte Schauspieler Hannes Jaenicke zeigt in diesem Sachbuch diverse Missstände auf, wie der einfache Konsument von Industrie, Medien und Politik im wahrsten Wortsinne verarscht wird.

    Meine Meinung:

    Das Buch ist zwar schon etwas älter, mir aber erst kürzlich in die Hände gefallen. Wenn man sich vorherige Bewertungen ansieht, scheint es die Nation ein wenig gespalten zu haben. Ich kann hier nur mein Empfinden dazu äußern.

    Den Wahrheitsgehalt der beschriebenen Fälle kann ich nicht beurteilen, denke aber, dass Herr Jaenicke sich schon intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat. Vielleicht ist jedoch zwischenzeitlich tatsächlich einiges überholt. Andere Schweinereien sind bestimmt dazugekommen, sodass dies der Wichtigkeit des Buches keinen Abbruch tut.

    Auch nehme ich Herrn Jaenicke sein Engagement und die Betroffenheit zu hundert Prozent ab. Klar ist auch, dass im normalen Lebensverlauf manche Dinge, die z. B. der Umwelt nicht guttun, einfach nicht zu vermeiden sind, aber jeder in der Lage sein sollte, zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten. Zumindest das hat das Buch bei mir bewirkt, einfach mal intensiver über einiges nachzudenken und ich meine, das ist schon mal ein guter Anfang.

    Wer nicht völlig blind durch die Welt geht und sich im TV auch mal etwas abseits vom Mainstream ansieht, für den sind einige der angeführten Themen sicher kein Neuland. Anderes wiederum war mir so nicht bewusst und für das Augenöffnen bin ich dem Autor, den ich auch als Schauspieler bewundere, sehr dankbar.

    Dass der Mensch auf dem besten Wege dazu ist, sich durch seine Verhaltensweisen selbst zu vernichten, ist nicht neu. Wenn jeder, der das Buch liest, zumindest einiges für sich ändert, dann ist das auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Von daher gebe ich ganz klar eine Leseempfehlung.
  7. Cover des Buches Die Mächtigen (ISBN: 9783734110696)
    Lucas Fassnacht

    Die Mächtigen

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Dass mit Finanzen Schindluder getrieben wird, ist nicht erst seit den jüngsten Fällen der Panama Papers, der Cumex Geschäfte oder dem Niedergang von Wirecard bekannt. »Die Mächtigen« sitzen in Hedgefonds, Finanzdienstleistern, Banken, Ministerien und der EU und bemühen sich gemeinsam darum, ein neues Zahlungssystem zu implementieren. Gemeinsam? Fraglich ...
    Doch was, wenn noch andere Mächte als jene, die beteiligt sein sollten, ihre Finger im Spiel haben, um sich ein Stück des Kuchens zu sichern? Und was, wenn nicht nur ein ‚sicheres‘ Bezahlsystem im Interesse jener steht, die es erschaffen? Was sind die Folgen für jene, die zu verstehen beginnen, was dort gespielt wird?
    Ein spannendes Buch, das eine Vielzahl von Charakteren und Sichtweisen mitbringt und geschickt zu einem Ganzen verstrickt. Informativ, bedenklich, technisch, actionreich und doch ohne vermeidbaren Infodump, was dem Lesefluss sehr entgegenkommt. So erhalten wir Einblick in die Arbeit von Hackern, Sicherheitsfirmen, Söldnern, Geheimdiensten, Banken, die Intrigen der Mächtigen und die Arbeit von Spezialeinheiten. Hier wird einiges geboten, ohne sich gegenseitig zu überlagern oder sich im Weg zu stehen.
    Mit der Thematik rund um die Finanzwelt hat der Autor den Finger in eine der gegenwärtigen und auch zukünftigen Wunden gelegt. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle!

  8. Cover des Buches Der große Irrtum (ISBN: 9783898792752)
    Roger Lowenstein

    Der große Irrtum

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Für manchen wird sich dieses Buch wie ein Wirtschaftskrimi lesen. Aber es ist viel mehr. Es erzählt uns an einem Beispiel, das sich viele nicht einmal im Traum vorstellen können, wie das Universum alles beseitigt, was sich seinen Gesetzen nicht anpassen will. Der Autor, ein bekannter amerikanischer Wirtschaftsjournalist, berichtet uns über den sagenhaften Aufstieg des Hedgefonds LTCM und über dessen katastrophalen Untergang im Herbst 1998, der um ein Haar sechs Großbanken mit in den Ruin getrieben und damit wohl eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst hätte.

    Ich habe gelernt der Wahrheitsliebe von Journalisten zu misstrauen. Auf Seite 341 lesen wir, dass dieser Bericht nicht autorisiert ist. Das verwundert nicht, denn die Großen der Finanzwelt sind verschwiegen, wofür sie gute Gründe haben. Besonders verschwiegen werden sie gewöhnlich, wenn es um Kapitalvernichtungsorgien geht. Der Autor benutzte eigene schriftliche Interviews mit einem führenden Teilhaber von LTCM und nicht näher genannte Angestellte des Fonds und der direkt betroffenen Banken Bear Stearns, Goldman Sachs, J.P. Morgan, Merril Lynch, Salomon Smith Barney und UBS als Quellen. Die meisten Zahlen stammen aus einem vertraulichen Memorandum der LTCM-Teilhaber von 1999. Außerdem half ihm die New Yorker FED, die letztlich 1998 den Super-Gau verhinderte, indem sie die betroffenen Banken an einen Tisch brachte und sie zu einer gemeinsamen Lösung zwang.

    Mein Eindruck ist, dass dieser Bericht der wirklichen Geschichte von LTCM sehr nahe kommt. Der Autor hat sich darüber hinaus sehr viel Mühe gegeben, einem breiten Leserkreis die komplizierten Handelsstrategien des Fonds und deren angeblichen finanzmathematischen Hintergrund plausibel zu erläutern.

    John Meriwether, der Kopf des Fonds, war bereits in jungen Jahren Chefhändler für Anleihen bei Salomon Brothers und extrem erfolgreich. Der größte Teil von Salomons Gewinnen beruhte in jenen Jahren auf seinen Geschäften. Einfach erklärt bestand seine Handelsstrategie darin, gegenläufige Anleihengeschäfte einzugehen und darauf zu spekulieren, dass er mit einem der Geschäfte mehr gewinnt als er mit dem anderen verliert. Diese Grundidee des Arbitragehandels wurde von ihm mit großem Erfolg auf Zinsspreads angewandt. Da es dabei jeweils nur um geringe Kursunterschiede geht, ist eine entsprechend große Kapitalmasse nötig, um mit solchen Geschäften auch ausreichend große Gewinne zu machen.

    Wegen eines Vergehens, dass einem seiner Untergebenen anzulasten war, musste Meriwether später als Bauernopfer Salomon verlassen. In der Folge beschloss er LTCM zu gründen. Bereits bei Salomon hatte er eine Reihe von hochkarätigen Akademikern in sein Team geholt. Das war damals genau so neu wie der Einsatz von Computern zur Simulation der Finanzmärkte. Fast die gesamte Gruppe folgte ihrem ehemaligen Chef zu LTCM. Zu den Teilhabern von LTCM gesellten sich bald auch die späteren Wirtschaftsnobelpreisträger Merton und Scholes, die diesen Preis gemeinsam für die Entwicklung der Black-Scholes-Formel zur Berechnung des fairen (theoretischen) Optionspreises erhielten. Bald hatte der Fond ein Eigenkapital im einstelligen Milliardenbereich. Das aber reichte bei weitem nicht, um den Arbitragehandel mit Anleihen durchzuführen. Also nahm man Kredite bei Banken auf. Da der Fond sehr schnell nachhaltige große Gewinne machte, waren die Großbanken gerne bereit, immer größere Kapitalmengen locker zu machen. Die Teilhaber des Fonds ließen niemanden in ihre Bücher sehen. Niemand wusste anfangs wie der Fond seine unglaublichen Gewinne erzielte. Es war also nur die Gier, die vor allem die sechs oben genannten Institute dazu trieb, dem Fond fast zinslos Geld zu leihen. Es gelang den Managern von LTCM als Kreditnehmer sogar, den Banken ihre Bedingungen aufzudrücken, denn die Banken waren an den Gewinnen aus den Geschäften beteiligt. Das wahre Risiko war den Kreditgebern nicht bekannt, noch konnte es von außen abgeschätzt werden. Einzig die bisherige Performance und die akademischen Titel einer Reihe von Teilhabern von LTCM konnten für dieses unglaubliche Verhalten als Begründung dienen. Kurz vor der Agonie des Fonds hatte das Portfolio von LTCM einen Wert, der um das Hundertfache höher war als sein Eigenkapital. Dabei sind eventuelle Folgeverpflichtungen von Derivate-Positionen noch nicht einmal berücksichtigt. Der gewöhnliche Sterbliche kann sich nicht vorstellen, dass ein paar Männer das Kapital ganzer Staatshaushalte zum Spielen in den Händen halten. Doch es war so und es ist auch heute noch so.

    Aber die Gesetze des Universums wirken überall. Die bevorzugte Handelsstrategie von LTCM war das Spekulieren auf die Beseitigung von Marktungleichgewichten. Wegen seiner Größe und seines Managements war LTCM aber selbst eine Singularität im Finanzuniversum. Und das Universum stand - wie immer in solchen Fällen - bereit, diese Singularität zu beseitigen. Im ersten Schritt wurde das Geheimnis um die Strategien von LTCM nach und nach gelüftet, die Methoden wurden anschließend kopiert. Also ging LTCM schlicht das Material aus. Es gab zu wenig Anleihen für die erweiterte Spielergemeinde. Dieser Notstand musste durch das Handeln auf anderen Märkten, die LTCM nicht so gut kannte, behoben werden.

    Danach wurde die akademische Arroganz der meisten LTCM-Teilhaber bestraft. In den erfolgreichen Jahren waren die Märkte ruhig. Nun aber kriselte es. Erst kam die Asienkrise und danach Russlands erklärte Zahlungsunfähigkeit. Solche Ereignisse sind in der akademischen Parallelwelt von Marktmodellen nicht erlaubt oder vernachlässigbar. Jetzt entwickelte sich alles gegen LTCM. Statt zu konvergieren, divergierten die Spreads der Anleihen. LTCM konnte aber auch nicht verkaufen, da der Handel mit Anleihen praktisch zum Erliegen kam und das Portfolio von LTCM einfach unvorstellbar groß war. Jeder Versuch, in einem illiquiden Markt große Positionen abzustoßen, kommt praktisch dem Verschenken nahe. Wie immer in solchen Situationen wird eine derartige Zwangslage bald öffentlich bekannt. Und das war dann auch hier der Todesstoß.

    Der Autor schildert den Weg von LTCM entlang dieser Zeitlinie. Er geht dabei auf die führenden Köpfe ein. Und natürlich steht dabei das absurde akademische Gehabe der meisten Teilhaber von LTCM immer wieder im Mittelpunkt. Eigenartigerweise neigen Wirtschaftswissenschaftler dazu, ihre Modelle für die Wirklichkeit zu halten. Sie kommen auch nicht auf die Idee, sie zu überprüfen, wie Physiker das tun würden, oder wenigstens die Modelle als solche zu betrachten. Und so verwundert es auch nicht, dass es in dieser Wissenschaft mehrere Modelle für ein und dieselbe Sache geben kann, die sich gegenseitig widersprechen.

    Der Autor geht in Zusammenhang mit Merton und Scholes immer wieder auf die Black-Scholes-Formel ein. Obwohl er sich redlich bemüht, dem Leser diese Theorie zu erläutern, gelingt es ihm nicht völlig den entscheidenden Schwachpunkt herauszufiltern. Um den fairen Optionspreis nach Merton herzuleiten, benötigt man ein mathematisches Modell für die Kursentwicklung von Wertpapieren. Merton benutzt dazu eine lineare (stochastische) Differentialgleichung. Das sieht auf den ersten Blick sehr plausibel aus. Doch die mathematische Konsequenz eines solchen Ansatzes ist, dass Rückkopplungseffekte, die das Wesen von Finanzmärkten ausmachen, ausgeschlossen sind. Auch die Tatsache, dass die Volatilität in diesem Modell immer eine Konstante ist, gehört zur Linearität. Andererseits ist der lineare Ansatz die einzige Chance überhaupt etwas ausrechnen zu können. Insofern hat sich Merton nicht auf die Normalverteilung der Kurse versteift, weil er das toll fand, sondern weil dies die Konsequenz des linearen Ansatzes ist. Und ohne diesen Ansatz sind Preise mit der heute vorhandenen Mathematik nicht berechenbar.

    Dieses im Verhältnis zur Realität enorm primitive Kursmodell in irgendeiner Weise zum Handeln von Wertpapieren zu nutzen, grenzt an Wahnsinn. Den Märkten sind Nobelpreise und Formeln ziemlich egal. Sie erwarten Demut und Respekt. Wer das nicht begreift, wird es lernen müssen.

    Ein sehr empfehlenswertes und durchaus kompetentes Buch, aus dem man sehr viel lernen kann.
  9. Cover des Buches Q (ISBN: 9783862414505)
    Luther Blissett

    Q

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Ein Thriller zwischen Reformation und Inquisition!
    Es ist ein Roman erschienen, von einem Autor, der sich Luther Blissett nennt. Aber wer versteckt sich hinter dem Pseudonym? Wer hat diesen historischen Thriller geschrieben, in dem ein Mann ohne Namen einen Mann mit vielen Identitäten jagt? Als in Italien dieser gewaltige Roman über die Zeit der Reformation erschien, löste er einen Sturm der Begeisterung aus. Denn neben grandioser Unterhaltung gibt er dem Leser ein Rätsel auf: Wer ist Luther Blissett? Die Überraschung war groß, als die Wahrheit ans Licht kam: Vier junge Autoren aus Bologna waren die Urheber dieses mysteriösen Romans. Ihr Ziel: die traditionelle Autorenschaft zu sprengen. Raffiniert umspannt dieser historische Thriller vierzig Jahre im 16. Jahrhundert - vierzig Jahre, die die Welt veränderten. Deutschland ist im Umbruch: Luther und die Wiedertäufer, päpstliche Spione und aufständische Bauern kämpfen um Macht und Vorherrschaft. Vor diesem Hintergrund stehen sich zwei erbitterte Feinde gegenüber: Ein junger Theologiestudent, Anführer der Häretiker, und sein unsichtbarer Feind - Q, der Mann ohne Gesicht, der Statthalter des Papstes, der Verräter ohne Namen. Seine Mission: den Geist der Revolte auszulöschen. Doch die Rebellen kämpfen mit einer unschla gbaren Waffe: der Macht des Wortes.
  10. Cover des Buches Blutiger Engel (Ein Alice-Quentin-Thriller 2) (ISBN: 9783548284637)
    Kate Rhodes

    Blutiger Engel (Ein Alice-Quentin-Thriller 2)

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Monique_Oehms
    Während ich den ersten Teil der Reihe um Alice Quentin wirklich gut fand, waren meine Erwartungen an den Nachfolger entsprechend hoch.
    Was soll ich sagen?
    Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ich musste zwischendurch ziemlich kämpfen, um am Ball zu bleiben. Für mich kam im 2. Fall Spannung nicht wirklich auf und fand alles etwas "lieblos" runtergeschrieben. Während ich sonst bei einem guten Thriller ständig mitfiebere und -rätsel, drehten sich hier meine Gedanken nur darum, wieviele Seiten bis zum Ende noch vor mir liegen.

    Mein Fazit:
    Wer seichtes Geplänkel mag und einfach nur ein Buch sucht, um sich die Zeit zu vertreiben ohne groß nachdenken zu müssen, ist hier genau richtig. Mir fehlte es hier definitiv an Spannung. Positiv empfand ich den Schreibstil der Autorin, die es dem Leser einfach macht, das Buch einfach runterzulesen.
  11. Cover des Buches Die Liebe Geld (ISBN: 9783442491971)
    Daniel Glattauer

    Die Liebe Geld

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Blum

    Mal wieder einen 'kurzen' Glattauer gelesen. angefixt seit 'Gut gegen Nordwind'. Wo hat dieser Autor bloß immer seine Ideen her? Auch in "Die Liebe Geld" - ein Theater auf 108 Seiten; kafkaesk, humorvoll und klug überzeichnet. Im Nachgang ist man fast selbst davon überzeugt, seiner Bank ("Vertrauen ist der Anfang von allem" - so der Claim einer Bank, ein Claim wie der vieler anderer Banken auch) sein gesamtes Geld zu überlassen, weil die dann für einen das Leben übernehmen... ein wunderbares Bild, wie ich finde, weil: So läuft's. Mehr kann man eigentlich nicht verraten, ohne den Genuss dieses Büchleins zu schmälern. Und - wunderbare Dialoge: Kommunikation als Mittel der Verführung. 

  12. Cover des Buches Allgemein anerkannte Wahrheiten über Pom-Poms (ISBN: 9783749480616)
    Edgar Achenbach

    Allgemein anerkannte Wahrheiten über Pom-Poms

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zum Buch:

    Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass eine Cheerleaderin, die im Besitz von zwei schönen Pom-Poms ist, sich über etwas nette Beachtung freut. Und es ist ebenso wahr, dass Ihr diesen Satz jetzt so oder so lesen könnt. Was ja auch okay ist. Vollkommen okay. Ganz ehrlich, denn um genau diese beiden Dinge (also um Pom-Poms und um Pom-Poms) geht es nun einmal in meiner Geschichte, die am Morgen des 22. Juli 2019 in der Anwaltskanzlei Rosings & von der Burgh ihren turbulenten Anfang nahm...

    Mein Rezension:

    Ein gutes Buch über Allgemeine Wahrheiten der Pom - Poms .Das Buch lag sehr leicht in der Hand und die Geschichte hat ein von Anfang an gefesselt .Isabel will sich in eine Anwaltskanzlei als Praktikantin beweisen ,nur leider hat der Chef nur Augen für Lydia .Jana ihre beste Freundin bekommt auch ein Job ,da sie von ihre Eltern keine Unterstützung mehr bekommt .Beide haben damit kein Glück .Dann Caro - Marie will eine Cheerleader Ag eröffnen und sucht Mädels .Caro lernt Isabel von der Wütenden Seite kennen ,sie treffen dann in denn Cafe wieder aufeinander wo sie bei Giacomo arbeitet und Isabel und Jana auch eingestellt werden ,sie sprechen sich aus und beginnen auch zusammen das Projekt Cheerleaders ,dann die Sponsoren Darian und Christian aus der Bank und ein Anwalt ,alles läuft ,aber irgendwie entwickelt sich mit Schwierigkeiten .Alles das und wie es weiter geht sollte man gelesen haben .Hier erlebt man Glück,trauer und auch Leidenschaft .

    Der Schreibstil:

    war sehr flüssig und angenehm und ein wunderbaren Spannungsbogen bis zum Ende .

    Charaktere :

    Jana,Isabel und Caro - Marie mochte ich am liebsten ,Darian war sehr arrogant und die anderen Charaktere wurden sehr gut beschrieben .

    Fazit:

    Ein umwerfender Roman über das Cheerleaders und der Kampf von Studium zum Job ..sehr schön zu lesen .

    Ich vergebe 5 Sterne für das Buch  

    Das Cover :

    In schwarz gehalten mit ein Cheerleader und ihre Pom - Poms .

  13. Cover des Buches Stimme der Toten (ISBN: 9783442491551)
    Elisabeth Herrmann

    Stimme der Toten

    (83)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Judith Kepler ist eine Putzfrau spezialisiert auf Tatortreinigung. Eines Tages wird sie einer Großbank hinbeordert, weil dort ein Mitarbeiter  in die Tiefe gestürzt ist. Kepler findet einen Hinweis, dass dieser Tod kein Unfall oder Selbtmord war. Als sie  dem Ermittlungsteam von ihrer Entdeckung erzählt, öffnet sie eine Box der Pandora, die sie selbst in Gefahr bringt.

    Elisabeth Herrmann hat mich mit ihrem Debüt " Das Kindermädchen"  sehr beeindruckt. Vor allem ihren trockenen Humor ist bei mir im Kopf hängengeblieben. Aber "Stimme der Toten" hat mich doch enttäuscht. Ich habe einen Thriller erwartet, wo der Tod eines Bankangestellten im Vordergrund steht. Stattdessen wird  hier auf Judith Kepler fokussiert. Auf einmal ist hier vom Geheimdienst,  internationale Hacker und sogar Rechtsradikale  in einem abgeschottetem Dorf die Rede. Da ich allgemein keine Spionage Thriller mag,  lagen mir persönlich die Themen nicht. Außerdem war es einfach too much von allem und am Ende gab es meiner Meinung nach einfach nur Kuddelmuddel, die für mich nicht nachvollziehbar war. 

  14. Cover des Buches Das kritische Finanzlexikon (ISBN: 9783864895029)
    Günter Wierichs

    Das kritische Finanzlexikon

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches C'era due volte il barone Lamberto (ISBN: 9788866560869)
  16. Cover des Buches Das Risiko (ISBN: 9783453071360)
    Katherine Neville

    Das Risiko

    (15)
    Aktuelle Rezension von: HWA

    Die Geschichte von einer Compliance- und Computerexpertin, die in einer amerikanischen Großbank nie ernst genommen wurde, plant den digitalen Diebstahl. Doch dann wird alles zwei Nummern größer, denn es mischt sich jemand ein. Fesselnd und gut zu lesen, wenn da nicht die grotten schlechte Übersetzung von Ute Mareik den Lesefluß massiv hindern würde. Einfachste Begriffe der IT sind falsch übersetzt. Da hätte man besser den englischen Originalbegriff gelassen. Und dann kommen noch Rechtschreibfehler und Grammatikfehler hinzu. Das ist schade!

  17. Cover des Buches The Cellist (ISBN: 9780008280765)
    Daniel Silva

    The Cellist

    (1)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Orlov lebt schon lange gefährlich. Stets ein wachsames Auge auf Russland versucht er sein Auskommen in London. Dort, schwer bewacht, geht er seinen Geschäften nach. Das er eines Tages seinen Feinden zum Opfer fallen würde, war ihm schon lange klar.

    Als Sarah Bancroft ihm ein Meisterwerk verkaufen will, findet sie Orlov tot in seinem Büro und löst damit eine internationale Krise aus.

    Gabriel Allon will Rache für Orlovs Tot. Er versucht es auf seine ganz eigene Art. Bei seinen Recherchen um Olrovs Tot stößt er auf eine junge Frau, die ihn zu einer alten Bekannten führt.

    Wer Allon kennt, ahnt es bereits. Eine schöne junge talentierte Frau, ein altes zu renovierendes Meisterwerk und kräftiges Gerangel mit den Geheimdiensten dieser Welt.

    Doch dieses Mal ist alles anders. Ein neuer Plan muss her. Alte Bekannte ziehen los und müssen tief in ihren Geldbeutel greifen.

    Allons Partitur geht auf, hinterlässt im Osten verbrannte Erde und ihm am Schluss ein Loch in der Schulter.

    Daniel Silva erzählt von der Macht des Geldes. Investmentfonds, Börse und Handel – das treibt Allon dieses Mal um.  

  18. Cover des Buches Quantum Dawn (ISBN: 9783426519929)
    Thore D. Hansen

    Quantum Dawn

    (23)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der Autor konfrontiert den Leser von Quantum Dawn mit einem Finanzsystem, in dem sämtliche Regeln über Bord geworfen wurden und die Politik untätig bleibt, da sie von Heuschrecken unterwandert wurde.

    Der Thriller beginnt mit der Entführung und der Ermordung des zwielichtigen Investmentbankers Jarod Denver. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdecken die ermittelnden Beamten von Scotland Yard und Rebecca Winter von der Abteilung schwere Wirtschaftsdelikte zwei Festplatten und eine geheimnisvolle E-Mail. Gemeinsam mit dem Erik Feg, vom BND, findet Rebecca Winter im Laufe der Ermittlungen heraus, dass der Algorithmus das Potential hat das Finanzsystem ins Chaos zu stürzen.

    In einem parallelen Handlungsstrang führt der Auto den Leser zu einem Geheimtreffen an einen unbekannten Ort in der Bretagne. Bei dem Teilnehmerkreis, als die Herren bezeichnet, handelt es sich um Unternehmer, ältere Investmentbanker, ehemalige Bankvorstände, Makler und Politiker, die im Begriff sind einen höchst gefährlichen Plan in die Tat umzusetzen. Der Plan hat das Ziel zu verhindern, dass die Manager der größten Unternehmen der Finanzbranche den demokratischen Kapitalismus abschaffen und dafür einen autoritären Kapitalismus installieren.
    Gefährlich deswegen, da die Regel gilt, dass Personen mit zu viel Kenntnissen über die internen Vorgänge im Geldsystem, von einer unsichtbaren Macht beobachtet werden – und keiner der Herren möchte schließlich zum Club der toten Banker gehören.

    Im Verlauf des Thrillers führt Thore D. Hansen beide Handlungsstränge zusammen und zeigt dem Leser ein ungeheuerliches Szenario.

    Bis zum Schluss bleibt die zentrale Frage, welche Motive die Auftraggeber des Algorithmus wirklich haben.

    Quantum Dawn ist ein hervorragendes Buch, das dazu anregt sich auch darüber hinaus mit unserem Finanzsystem und der Rolle von Politikern und Lobbyisten zu beschäftigen.

  19. Cover des Buches Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig (ISBN: 9783898798754)
    Daniel Stelter

    Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Dieses Buch ist ein außerordentliches Beispiel dafür, wie man einen scheinbar komplexen Sachverhalt auf das Wesentliche reduzieren kann und ihn dabei auch noch so darstellt, dass er sich wie von selbst erklärt.

    Stelter geht der Finanzkrise zunächst chronologisch nach und gliedert sein Büchlein in

    A. Die Party
    B. Die Blase platzt
    C. Bekämpfung der Krise
    D. Wie raus aus der Krise?
    E. Ausblick.

    Danach folgt das Formular auf dem Cover, und man kann dann nur noch sein Kreuz beim letzten Punkt machen. Das Ganze ist einfach nur eine perfekte Präsentation zum Thema, denn auf jeder Seite findet man eine Grafik, die den jeweiligen Ausschnitt des ganzen Desasters offenlegt. Die Zahlen lügen auch hier nicht, und sie zeigen, was man in der offiziellen Darstellung gerne vertuscht.

    Insbesondere der vierte Abschnitt öffnet wohl jedem endgültig die Augen über die Zukunft. Stelter zeigt dort, welche Optionen es gibt, um aus der Schuldenkrise zu gelangen. Dass es dabei um Enteignungen auf verschiedenen Wegen geht, die selbstverständlich mit "Gerechtigkeit" und "Solidarität" beworben werden, dürfte kein Geheimnis mehr sein, denn inzwischen sind bereits erste Gesetze in dieser Richtung beschlossen worden.
  20. Cover des Buches Geld (ISBN: 9783847720164)
    Émile Zola

    Geld

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zolas Roman "Das Geld" schildert auf eindrückliche Weise die Mechanismen des frühkapitalistischen Banken- und Finanzwesens im Frankreich des 19. Jahrhunderts. In der Hauptfigur, dem Spekulanten Saccard vereinigen sich die Eigenschaften eines gefährlichen und skrupellosen Börsianers. Ausgestattet mit Wissen, Routine und der nötigen Portion Charisma gelingt ihm die Schaffung einer gewaltigen Institution, mit deren Hilfe er vor allem die Vormacht der jüdischen Finanzmänner brechen will. Individuelle Schicksale sind für ihn dabei nicht von Belang, seine persönlichen Ziele genießen die höchste Priorität. Doch nebulöses Geschäftsgebahren und der Verlust jeglicher Objektivität führen schließlich zum Zusammenbruch der Bank und damit auch zum finanzwirtschaftlichen Kollaps im Kaiserreich Napoleons III. Der Text liefert die maßgeblichen Zutaten, die sowohl für eine Börsenhysterie als auch für einen Börsenkrach nötig sind. Leichtgläubige Kunden und gewissenlose Spekulanten, deren eigene Ziele wichtiger sind als das Gemeinwohl.
    In dieser Hinsicht ist "Das Geld" von erschreckender Aktualität. Sperrig ist allein der Stil, der häufig Dehnungen enthält, die nicht immer von Nutzen sind. Daher lässt sich der literarische Mehrwert aus heutiger Sicht nur noch schwer ermitteln. Als Zeitdokument ist Zolas Text aber durchaus lesenswert.
  21. Cover des Buches Schöne Scheine (ISBN: 9783837115574)
    Terry Pratchett

    Schöne Scheine

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Herrlich schafft es Boris Aljinovitch den zweiten Band über Feucht von Lipwig vor zutragen. Man kann ihm wunderbar zuhören. Das Buch handelt von besagtem Hauptcharakter, welcher von Lord Vetenari dazu berufen wird an Stelle des Postamtes nun die örtliche Bank zu leiten und vor den habgierigen und eher bösartigen potenziellen Erben fern zu halten. Und dabei nicht selber ans Messer geliefert zu werden... mehr will ich nicht verraten. Wer Terry pratchett kennt, weiß was ihn erwarten wird. Spannung, sehr viel Humor und einen einzigartigen, tollen Vorleser!
  22. Cover des Buches Der Draghi-Crash: Warum uns die entfesselte Geldpolitik in die finanzielle Katastrophe führt (ISBN: B0713XS5JT)
    Markus Krall

    Der Draghi-Crash: Warum uns die entfesselte Geldpolitik in die finanzielle Katastrophe führt

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Bei diesem Buch hat mich der Titel neugierig gemacht. Mario Draghi und die Europäische Zentralbank als Verursacher der nächsten Krise?

    Die meisten wissen, dass wir momentan in einer Nullzins-Phase stecken. Die EZB druckt Geld und kauft großzügig Wertpapiere auf. Wichtig ist, dass Geld in den Markt fließt. Welche Konsequenzen hat das aber kurz- und langfristig? Dafür gibt es kaum seriöse Antworten.

    Der Autor kritisiert in diesem Buch die politischen Eingriffe in die Märkte und prophezeit eine riesige Konkurswelle. Durch überbordende Bürokratie und unflexible Systeme sind nötige Veränderungen und Umstrukturierungen kaum machbar.

    Er fordert mehr Vertrauen in die Märkte und weniger Eingriffe durch staatliche Einrichtungen.

    Obwohl es ein trockenes und ernstes Thema ist, hat der Autor einige Stellen mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor gewürzt.

    Damit man die Zusammenhänge in diesem Buch versteht, sollte man ein wirtschaftliches Grundwissen haben, sonst wird es an einigen Stellen schwierig.

    Ob seine Ideen und Vorschläge tragfähig sind kann ich nicht beurteilen. Seine Gedanken und Argumente finde ich auf jeden Fall diskussionswürdig 



  23. Cover des Buches Ein Zeitproblem (ISBN: 9783837046021)
    Lyl Boyd

    Ein Zeitproblem

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Sonne63
    Als ich am Ende dieser Geschichte ankam, stockte ich erst ein bisschen. Meine Hirnwindungen ratterten und ich dachte: So ein abrupter Schluss? Kein Happy End? Was ist hier der tiefere Sinn?
    Eine Kurzgeschichte, die man sicher in total verschiedenen Richtungen interpretieren kann. Doch für mich hat sie folgenden Kerngedanken:
    In unserem Leben ist immer jede Menge Zeit verplant. Bis in die letzte Sekunde sind wir durchgetaktet. Da bleibt scheinbar nichts übrig. Und doch, wenn man mal ganz genau hinsieht, dann findet man hier und da eine klitze-kleine Zeitlücke, die sich scheinbar nicht wirklich lohnt, um sie für etwas einzuplanen. Aber mit ein bisschen Wollen und Überlegen, kann man eventuell doch etwas sehr Effektives daraus machen. Aber Achtung! Wichtig ist, sie sinnvoll zu nutzen. Nicht alles, was möglich scheint, ist am Ende auch ein Segen für uns. Wir sollten uns wenigstens die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, was für Konsequenzen unser Handeln für uns und unser Umfeld hat. Ansonsten bekommen wir ein Problem. Ein Zeitproblem, sozusagen.

    Fazit:
    Nimm dir Zeit, um über dein Handeln nachzudenken, egal unter welchem Zeitdruck du stehst. Eine scheinbar segensreiche Handlung in einem falschen Augenblick entschieden, entpuppt sich oft als Verderben.
  24. Cover des Buches Rather Be the Devil (Inspector Rebus 21) (ISBN: 9781409159438)

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