Bücher mit dem Tag "bankier"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bankier" gekennzeichnet haben.

44 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.760)
    Aktuelle Rezension von: Chris_Lieh

    Ein unglaublich gutes Buch mit einer ergreifend schönen Geschichte.  

  2. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: 9783404152186)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

     (590)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Im Jahr 2002 erschien der Roman "Der König der purpurnen Stadt" von der Königin der historischen Romane Rebecca Gablé im Bastei Lübbe Verlag.


    London im Jahr 1330: Nach dem Tod seiner Mutter geht der achtzehnjährige Jonah Durham bei seinem Cousin Rupert in dessen Tuchladen in die Lehre. Dort hat er einen schweren Stand, denn Rupert ist gewalttätig und zu Jonah oft ungerecht. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihm etwas Zuneigung. Jonah möchte ein erfolgreicher Tuchhändlerwerden, doch dazu muss er in der elitären Londoner Tuchhändlergilde aufgenommen werden. Als er König Edward und seiner Frau, Königin Philippa begegnet, kommt er seinem Traum näher. Er wird Hoflieferant und der jüngste Kaufmann in der Gilde. Gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er den Londoner Tuchhandel. Mit seinem Erfolg erntet er auch Neid und wird zum Opfer von Intrigen.

    Diesen historischen Roman lässt die Autorin wieder im Mittelalter in England spielen, doch dieses Mal ist kein Adliger der Protagonist, sondern ein Kaufmann und Wollhändler aus London. Jonah Durham ist eine Figur, mit der man sich auf eine abenteuerliche Reise machen kann, denn sein Erfolg im Beruf, sein Aufstieg in die elitäre Tuchhändlergilde ist seinen Neidern ein Dorn im Auge. Er muss einiges einstecken, bis er diesen Aufstieg geschafft hat und auch danach hat er einige Feinde. Seine Liebe zur Königin Philippa macht die Sachen um einiges schwerer als es schon der Fall ist.


    Auch dieser Roman ist der Autorin wunderbar gelungen, das London des 14. Jahrhunderts und das damalige Kaufmannsleben zeichnet sich als Kopfkino ab und die Hauptfigur Jonah hat mit seinem Lebenswandel einige Intrigen und Abenteuer zu bestehen, die mit Liebe, Leid und Freud beim Leser für gute Unterhaltung sorgen.


    Es entsteht ein guter Einblick in die Gebräuche der Zünfte und Gilden und das Leben des Mittelstands wird hier authentisch nachempfunden. Aus dieser Sicht hat man eine neue Perspektive auf die Adelsherren, den König und die Ritter und lernt die politische und gesellschaftliche Struktur Londons kennen.

    Anhand einiger weiblicher Charaktere verdeutlicht die Autorin gezielt die Rolle der Frau im Mittelalter mit ihrer unterwürfigen Stellung, sie zeigt die vorherrschende Gewalt und Unterdrückung, jedoch ohne diese Rolle zu stark zu dramatisieren. Die Darstellung von Königin Philippa gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie weiß sich trotz der Abhängigkeit von ihrem Mann durchaus geschickt und mit intelligenten Schachzügen zu wehren und ihre Interessen durchzusetzen.

    Es ist die Kunst der Autorin, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und ihr Handeln nachvollziehen, wenn auch nicht billigen. Mir erschien die Hauptfigur Jonah mit seinen negativen Zügen zwar nicht unbedingt als Sympathieträger, doch er wird damit auch glaubhaft. Gegen die anderen Romane fehlt es der Geschichte insgesamt ein wenig an Spannung.

    Doch auch dieser Roman ist wieder gut recherchiert und hat reichlich Unterhaltungspotential.
    Obwohl hier einige Figuren aus anderen Bänden eingebunden werden, ist dieser Roman eine eigenständige Geschichte.

    Am Ende lösen sich die Intrigen und Bosheiten von Jonahs Neidern und Gegner in Wohlgefallen auf, was einem Roman dieser Art einen guten Abschluss verpasst.


    In diesem Roman taucht Rebecca Gablé ins Tuchhändler-Milieu ein und bringt mit stimmiger Hintergrund-Zeichnung eine interssante Geschichte zu Papier, die mit ihren bisherigen Romanen vielleicht nicht ganz mithalten kann, aber dennoch für gute Leseunterhaltung sorgt.

  3. Cover des Buches Medici - Die Macht des Geldes (ISBN: 9783442486625)
    Matteo Strukul

    Medici - Die Macht des Geldes

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rund vierhundert Jahre lang lenkte die Bankiersfamilie de’ Medici die Geschicke von Florenz und Norditalien. Vom 15. bis 18. Jahrhundert war sie eine der einflussreichsten Dynastie Italiens, aus der Großherzöge der Toskana, drei Päpste und zwei Königinnen von Frankreich hervorgingen. 

    Die Medici erwarben ihren Reichtum im Textilhandel und begründeten um 1410 ein modernes Bankwesen. Sie dominierten – auch durch ihre Beziehungen zum Papsttum – die europäische Finanzwelt der frühen Neuzeit. Ihr Mäzenatentum ermöglichte und prägte die Renaissance in Florenz. Dieser Band erzählt vom Aufstieg der Familie.

    Im Februar 1429 stirbt Giovanni de Medici. Seine Söhne Cosimo und Lorenzo übernehmen die Geschäfte in dem florierenden Bankhaus. Lorenzo, der kühle Rechner und heißblütige Kämpfer, und Cosimo, der feinsinnige Kunstliebhaber und taktisch kluge Politiker. Ihr eigener Lebensstil ist eher bescheiden, doch sie wenden viel Geld auf, um die Schönheit und den Ruhm ihrer Heimatstadt zu mehren. Cosimo finanziert den Bau der Kuppel auf dem Dom, das Bankhaus Medici stellt Geld zur Verfügung um Söldnerhauptmänner wie Francesco Sforza zu bestechen und die politischen Interessen der Stadt Florenz zu wahren. Dennoch haben die Medici Feinde, einige davon mit großem Einfluss im Stadtrat. Zu ihnen gehört Rinaldo degli Albizzi, der nichts unversucht lässt, um den Medici zu schaden und der auch nicht vor Mordversuchen zurückschreckt. Ihm gelingt es, die Medici-Brüder aus der Stadt verbannen zu lassen und selbst die Herrschaft in Florenz an sich zu reißen. Doch er scheitert katastrophal. Schon nach einem Jahr holt der Stadtrat Cosimo und Lorenzo zurück. Und wieder stürzen sich beide in die Arbeit, für das Gemeinwohl und für ihre Heimatstadt Florenz.

    Matteo Strukul führt seine Leser mitten hinein in eine unruhige, gefährliche Zeit, lässt sie regelrecht die giftige Atmosphäre einatmen, die Florenz und den Norden Italiens in der Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte. Es geht um Macht und Einfluss.

    Der Leser bekommt den Eindruck, dass der Autor seinen Roman auf einer genauen Recherche aufgebaut hat. Er versucht, möglichst nahe bei der Realität zu bleiben. Dennoch werden wichtige vorhandene Informationen dem Leser vorenthalten, wie durch einfaches Googlen leicht herauszufinden ist. Nur als Beispiel: Für den Sturm Rinaldos und seiner Getreuen auf den Palazzo gab es einen Grund. Rinaldo degli Albizzi und andere Führer der Partei wurden in den Palast vorgeladen, um Anschuldigungen eines Komplotts gegen den Staat zu entgegnen. Rinaldo antwortete, indem er achthundert bewaffnete Anhänger zusammenrief. Eine Revolution wurde nur durch die Intervention Papst Eugens IV. abgewendet, der sich zu der Zeit in Florenz aufhielt.

    Die Figurenzeichnung ist nicht gerade ausgeprägt. Die Medici und ihre Verbündeten sind generell weiß und ihre Gegenspieler schwarz charakterisiert. Grautöne finden sich so gut wie gar nicht. Die Handlung scheint auch mehr eine Biografie und weniger ein Roman zu sein. Statt einer zusammenhängend spannenden Handlung werden kurze Episoden aus dem Leben einzelner Personen gegriffen.  Einen Teil Fiktion dürfte es dennoch geben. Daher gliedere ich den Roman irgendwo zwischen Biografie und historischer Erzählung ein. Unter einem Roman stelle ich mir jedoch mehr vor.

    Matteo Strukul gelingt es, vor allem Cosimo als einen Menschen darzustellen, der vorausschauend dachte, politisch in einem fast schon europäischen Rahmen, und dem daran gelegen war, den Ruhm seiner Vaterstadt vor allem durch Kunst und Kultur zu mehren. Und wer Florenz kennt, dem wird beim Lesen bewusst, welche großartige Kunstwerke und Gebäude die Welt der finanziellen Unterstützung Cosimo de Medicis verdankt.

    In diesem Buch geht es um das Fundament der Macht, welche die Medici aufbauen und über einen langen Zeitraum halten konnten. Dieses Fundament legten Lorenzo und Cosimo wohl gemeinsam, aber Cosimo war offenbar derjenige, der mit seinen Ideen und klugen politischen Schachzügen der Vordenker war. In Florenz wird er "il Vecchio", der Alte, genannt, der Gründer einer großen Dynastie. Als älterer Bruder war er Herr des Hauses Medici und seine Verdienste um Florenz so groß, dass seine Stadt ihn mit dem Titel "Vater des Vaterlandes", pater patriae, ehrte.

    Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Familienleben, die Verbundenheit der Familie untereinander. Dabei entstehen spannende Charakterbilder der einzelnen Familienmitglieder, vor allem Cosimos und Lorenzos, aber auch ihrer Mutter Piccarda und ihrer Ehefrauen Contessina und Ginevra. Lorenzo und seine Frau Ginevra stehen dabei allerdings im Schatten Cosimos und seiner Contessina.

    Ebenso interessant, jedoch nicht unbedingt vielschichtig, ist das Charakterbild Rinaldo degli Albizzis.

    Natürlich kann auch der Autor in einigen Fällen nur spekuliert haben. Dennoch ist es ihm gelungen, ein stimmiges Bild zu schaffen, welches wir als Leser gut annehmen können.

    Wie es zu bestimmten Entwicklungen kam, wird jedoch zu wenig beleuchtet. Darüber hinaus habe ich mit den Personen nicht wirklich mitgefiebert. Es war die ganze Zeit immer eine gewisse Distanz da. Dies wurde sicher auch durch die Perspektivwechsel mitten im Absatz begünstigt. Plötzlich war man in der Gedankenwelt von jemand anderem drin. Die Gespräche der Personen untereinander wirkten teilweise sehr unglaubhaft und gestellt.

    Nur bei dem fiktiven Schweizer Söldner Richard Schwartz und der Mörderin Laura Ricci wird ein Blick in die Vergangenheit gewagt und so analysiert warum diese Personen so geworden sind. Ganz schlimm fand ich die Sexszenen. Diese waren glücklicherweise nur kurz geschrieben, entsprachen jedoch nicht der damaligen Zeit. Entweder wurde die Liebe zu der Person in der Szene überhöht oder es war einfach nur abstoßend. Dies lag durchaus auch an den Personen, die Sex miteinander hatten, aber meist hatten diese Szene irgendwie einen krankhaften Touch.

    Ein Roman-Portrait, das kaum Spannung vermittelt, und wenig wissenswerte Fakten. Das Buch liest sich flüssig und ist durchaus geeignet, seinen Lesern ein paar interessante und durchaus auch vergnügliche Stunden zu bescheren. Doch von einem historischen Roman ist das Werk noch weit entfernt.

    Sicher war das ein und andere dabei das ich nicht gewusst habe. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass der Autor mehr auf die Charaktere eingegangen wäre. Was bleibt, ist eine leichte, unterhaltsame Lektüre. Genau das richtige wen sich einer an das Genre Historische Roman herantasten möchte, ohne gleich davon erschlagen zu werden. Ein gutes hat das Buch auf jeden Fall, ich werde mir weitere Lektüre über die Familie Medici gönnen.

  4. Cover des Buches Jenseits der Angst (ISBN: 9783732520404)
    Dania Dicken

    Jenseits der Angst

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Andrea und Gregory sind mittlerweile verheiratet und leben in London. Als die Millionärstochter Trisha auf dem Schulweg brutal entführt wird, bekommt Andrea die Gelegenheit, die polizeilichen Ermittlungen als Profilerin zu unterstützen. Doch die Entführer scheinen Profis zu sein, denn die Spurenlage ist äußerst dürftig. Als die Geldübergabe scheitert und es kein Lebenszeichen mehr von Trisha gibt, stellen sich Polizei und Profiler darauf ein, bald die Leiche der Schülerin zu finden. Doch der Fall nimmt ungeahnte Wendungen und Andrea muss schon bald feststellen, dass die Ereignisse aus dem vorherigen Band tiefgehende Spuren bei ihr hinterlassen haben...

    "Jenseits der Angst" ist der zweite Band um die Profilerin Andrea. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den Auftakt nicht gelesen hat, da es einige erklärende Rückblicke gibt. Da diese Infos sehr umfangreich sind, ist es allerdings nicht empfehlenswert, den zweiten Band zuerst zu lesen, wenn man plant, danach den ersten zu lesen. Da man im zweiten Teil sehr viel erfährt, würde man sich sonst die Spannung verderben.

    Der erneute Einstieg in die Thriller-Reihe gelingt mühelos, da die Autorin es wieder hervorragend versteht, sofort das Interesse an der Geiselnahme zu wecken. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, wobei man sowohl die Arbeit der Profiler, als auch Trishas Geiselnahme und Auszüge aus den Tagen ihrer Gefangenschaft beobachten kann. Außerdem gibt es noch private Nebenhandlungen, in denen Andrea, Gregory und Gregorys Familie im Mittelpunkt stehen. Diese privaten Einblicke drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern sorgen eher dafür, dass die Protagonisten noch lebendiger wirken.

    Andrea kommt bei diesem Fall an ihre Grenzen. Das wird glaubwürdig geschildert, wodurch man mitfiebern und sich ganz auf die Handlung einlassen kann. Die Spannung ist durchgehend spürbar und kann sich zum Ende hin stetig steigern. Alle Handlungsfäden laufen am Ende schlüssig zusammen. Der Epilog sorgt dafür, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde.

    Ein spannender zweiter Band, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

  5. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783404172320)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

     (743)
    Aktuelle Rezension von: anni_ab

    Machtkämpfen und Affären in einer Bankiersfamilie. Schöne Geschichte und spannend geschrieben. Allerdings kann dieses Buch mit seinen anderen Trilogien nicht mithalten.

  6. Cover des Buches Mittsommermord (ISBN: 9783423212182)
    Henning Mankell

    Mittsommermord

     (738)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Drei Jugendliche, die ein vergnügliches Fest zur Mittsommernacht samt mittelalterlichen Verkleidungen feiern wollten, werden Wochen später ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Der Täter hat sich alle Mühe gegeben, die Tat zu vertuschen, sind doch in regelmäßigen Abständen Grußkarten an die Familien versendet worden, die einen Urlaub der Teenager vortäuschen. Doch das ist nicht der einzige Fall, mit dem sich Kurt Wallander beschäftigen muss, auch der grausame Mord an seinem Kollegen Svedberg macht ihm zu schaffen – und offenbart einige Geheimnisse, die der Ermittler lange Zeit gehütet hat…

    Henning Mankells Romane um seinen depressiven Ermittler Kurt Wallander haben das Genre des Nordic Noir vielleicht nicht begründet, mit seinen unglaublich erfolgreichen Bänden aber sicherlich zum großen Durchbruch und die immer noch anhaltende Popularität essentiell beigetragen. Auch der achte Band der Reihe „Mittsommermord“ zeigt eindrucksvoll, wie geschickt der Autor verschiedene Fäden webt und diese dann nahtlos ineinanderfügen kann – von einem überzeugenden sprachlichen Anspruch mal ganz abgesehen. So ist es auch hier wieder die Figur des Kurt Wallander mit seinen verschrobenen Eigenheiten, der fast manischen Ermittlungsarbeit und den depressiven Stimmungen, der eine sehr eindringliche persönliche Ebene einbringt und dabei eine faszinierende Ausstrahlung hat – nicht immer sympathisch, nicht einmal sonderlich nahbar, aber genau deswegen umso facettenreicher. Auch die Nebenfiguren sind ausdrucksstark geschildert, wobei interessanterweise besonders der tote Svedberg ein sehr scharfes Profil bekommt. Die Atmosphäre des Romans ist sehr düster geprägt, bezieht die Landschaft und die Stimmung in Schweden gekonnt mit ein und sorgt so für eine sehr markante Wirkung.

    Der Verlauf der Handlung ist sehr spannend geraten und überzeugt mit seinen vielen Geheimnissen und Wendungen. Dabei werden von Anfang an zahlreiche Rätsel eingebaut, die auch nach und nach wieder aufgelöst werden, dann aber mit neuen Unstimmigkeiten und Verknüpfungen versehen werden. Das ist sehr clever aufgebaut, besonders da mehrere unterschiedliche Themen miteinander verbunden werden. Die Spannung ist schnell sehr dicht und packend, durch den steten Informationsfluss ist ein wahrer Pageturner entstanden. Überzeugend ist auch die Rolle der Presse, die die Ermittlungsarbeiten immer wieder behindert und so die Handlung entscheiden beeinflusst.

    „Mittsommermord“ ist ein packender Krimi, der mit vielen starken Bildern, markanten Charakteren und insbesondere einem spannenden und eindringlichen Verlauf überzeugt. Die Stimmung ist dicht und packend, die einzelnen Motive und Themen sehr stimmig miteinander verknüpft, sodass ein beeindruckendes Gesamtbild mit vielen spannenden Momenten entsteht. Sehr lesenswert, auch wegen des sehr stimmigen sprachlichen Ausdrucks.   

  7. Cover des Buches Das Echo der Schuld (ISBN: 9783442383542)
    Charlotte Link

    Das Echo der Schuld

     (499)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Ich habe schon viele Bücher von Charlotte Link gelesen und bin jedes mal begeistert, wie wunderbar sich ihre Bücher lesen lassen. Herausragend ist Links Fähigkeit, die einzelnen (Hintergrund-) Geschichten miteinander zu verweben und jede einzelne Figur tiefgründig und interessant darzustellen. Das ist ihr auch in diesem Buch gelungen. Die Krimi Geschichte tritt, wie so häufig in ihren Büchern, etwas in den Hintergrund, was ich jedoch als besondere Stärke empfinde. Die Figuren sind so emotional und mit einem solchen Tiefgang beschrieben, dass sie durch eine spektakulären Kriminalfall nicht aufgewertet werden müssen. Es ist vielmehr eine perfekte Mischung. 

    Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Die Wendungen in dem Buch wirken teils zu konstruiert und für mich war die "Schuld" der Protagonistin für ihre weitere persönliche Entwicklung etwas unverständlich. 

    Alles in allem ist es ein gelungener Roman, den ich nur schwer aus der Hand legen konnte. 

  8. Cover des Buches Lavendel-Tod (ISBN: 9783426522929)
    Carine Bernard

    Lavendel-Tod

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Molly Preston ermittelt verdeckt in einem Fall von Wirtschaftskriminalität in einem kleinen Ort in der Provence. Sie findet dabei Spuren auf einen Schatz aus vergangenen Zeiten.

    „Ihre Herkunft und ihre vielfältigen Fähigkeiten, zusammen mit ihrem Aussehen und ihrer Intelligenz, ermöglichten es ihr, fast jede Stelle in einem Unternehmen zu besetzen und sich schnell genug hochzuarbeiten, um an Insider-Informationen heranzukommen.“ Die in jeder Hinsicht perfekte Protagonistin wird für die Restaurierung einer kleinen Kapelle eingesetzt, hat somit nicht mal die theoretische Chance auf Erledigung ihres Auftrags und lässt sich dann auch noch durch eine Schatzsuche ablenken. Lokalkolorit wird mit fehlerhaftem Französisch vorgetäuscht; vom Lavendel im Titel fehlt jegliche Spur. Und spätestens, als Molly zum zweiten Mal auf einer Seite duschen muss, verlässt mich die Geduld mit diesem dürftigen Werk.

  9. Cover des Buches Misterioso (ISBN: 9783492239929)
    Arne Dahl

    Misterioso

     (141)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Norsborg eine Stadt nahe Stockholm . Paul Hjelm wird bei einer Sondergruppe eingesetzt . Er soll mithelfen einen Serienmörder dingfest zu machen der es auf die Spitzen der Wirtschaft abgesehen hat . Aber immer wieder führen die Ermittlungen in eine Sackgasse .


    Ich hatte zwar etwas gebraucht um in dieses Buch hineinzukommen , aber nach einer einiger Zeit war ich mitten im Geschehen . Die Spannung baut sich langsam auf zum Schluss hin steigert sie sich rasant . Die Handlung spielt sich hauptsächlich in Wirtschaftskreisen und Bankenkreisen ab . Der Erzähl - und Schreibstil ist dicht aber gut zu lesen .

     Die Charaktere gerade auch das Team um Paul Hjelm passen hervorragend in das Buch hinein . Gerade auch weil sie natürlich wirken , mit all ihren Stärken und Schwächen . In unregelmäßigen und kleineren Kapiteln wird aus Sicht des Mörders erzählt . Zwischendurch zog sich die Story für mich etwas in die Länge . Gerade auch was die private Seite des Kommissars Hjelm angeht. Da sind einige Passagen dabei , die überhaupt nicht so wirklich in das Buch passen . 


    Fazit : Korruption , Wirtschaftskriminalität , Drogen aber auch eine Ordensgemeinschaft spielen in diesem Krimi eine Rolle . Ich fand es sehr gut , dass ich mit diesem Ermittlungsteam nach und nach bekannt gemacht wurde . Auch was die privaten Seiten angeht . Immer mehr geht es auch um einen russisch - estnischen Mafiaableger . Da überraschte mich doch das Ende . Es ist der erste Teil einer fünfzehnteiligen Reihe . 

  10. Cover des Buches Die Rosen von Montevideo (ISBN: 9783426510230)
    Carla Federico

    Die Rosen von Montevideo

     (110)
    Aktuelle Rezension von: eleisou
    Zwischen dem Jahr 1829 und dem Jahr 1889 erstreckt sich die Familiengeschichte der de la Vegas und der Gothmanns, die sich in Uruguay, Paraguay und Deutschland abspielt. Rosa de la Vega ist die Tochter eines Kaufmanns aus Montevideo und einer deutschen Mutter. Sie soll aus Geschaeftsgründen mit einem viel aelteren Mann verheiratet werden, was sie nicht will und deshalb aus ihrem Elternhaus flieht. Sie trifft Albert Gothmann, einen deutschen Bankier und wird von ihm gerettet. Darauf hin verliebt sie sich und heiratet ihn. Sie planen ein weiteres Leben in Montevideo, doch dann kommt alles ganz anders und das Ehepaar muss in Frankfurt weiterleben. Dort ist das Leben sehr konservativ und die temperamentvolle Rosa kann sich schwer einleben. Die Ehe der beiden kriselt und es entsteht eine Entfremdung. In der Zwischenzeit verbringt ihre Tochter Valeria viel Zeit mit ihrer Cousine Claire. Sie reisen gemeinsam nach Montevideo und verlieben sich dort. Die naechste Generation hat so auch ihre Schwierigkeiten und Hindernisse zu bekaempfen und alles wird in der lateinamerikanischen Atmosphaere bildreich erzaehlt. 
    Eine abenteuerliche, romantische Reise durch Argentinien, Uruguay und Paraguay. In den hinteren Kulissen erfaehrt man beilaeufig vieles ueber die Geschichte der Laender, die Politik und die Beziehungen mit Europa. 

    Mir hat das Buch sehr gefallen, weil vor allem diese Kombination aus Roman und Geschichterzaehlung mich sehr anspricht. Der Schreibstyl war sehr fluessig und relativ einfach.
  11. Cover des Buches Das Haus in der Löwengasse (ISBN: 9783499259012)
    Petra Schier

    Das Haus in der Löwengasse

     (127)
    Aktuelle Rezension von: unclethom
    Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt.
    Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern.
    Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss.
    Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist.
    Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen.
    Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!
  12. Cover des Buches Poirot rechnet ab (ISBN: 9783596167647)
    Agatha Christie

    Poirot rechnet ab

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Erzählt wird das ganze wie desöfteren von seinem Freund und Spürhund Kollegen Arthur Hastings. Er tut mir ja manchmal fast ein bisschen leid, weil Poirot ihn immer mehr als deutlich darauf hinweist, dass er für die Ermittlungsarbeit überhaupt kein Gespür hat und die wichtigen Hinweise grundsätzlich übersieht und auf die falsche Spur gerät ... aber das lockert das ganze auch immer wieder auf und gibt ein paar witzige Momente.

    Es gibt 11 Fälle unterschiedlichster Art, von Drohbriefen über Diebstähle teurer Juwelen, schnödem Mord und Spionagefälle, so dass sich dem Leser ein abwechslungsreiches Sammelsurium von Kriminalfällen bietet.
    Nicht jeder Fall hat mich so packen können muss ich leider sagen, da waren mir die bisherigen anderen Bücher lieber, die einen kompletten Fall beinhaltet haben.
    Ich kenne die Geschichten ja alle schon aus der Serie mit David Suchet, die übrigens großartig umgesetzt ist, vielleicht hat das auch ein bisschen eine Rolle gespielt. Der Ablauf war mir somit bei den meisten Geschichten schon klar, aber das war eigentlich auch bei den anderen Büchern so, bei denen es mich nicht gestört hat.

    Allerdings wusste ich nicht, dass einige Folgen der Serie auf diesen Kurzgeschichten beruhen. Da ist in der Verfilmung mehr zu erfahren und wurde ausgeschmückt, als es natürlich in den wenigen Seiten hier der Fall ist.

    Witzig finde ich ja auch, wie Poirot immer gerne im "Who´s who" nachschlägt, wenn er einen promineten Klienten hat, damit er sich über deren gesellschaftliche Stellung und Umstände schon mal ein Bild machen kann :D
    Am besten gefallen hat mir die erste Geschichte "Die Augen der Gottheit", die anderen schwanken zwischen 3 und 4 Sternen und nicht so gut fand ich die letzte mit "Das fehlende Testament".

  13. Cover des Buches Mutti steigt aus (ISBN: 9783548609676)
    Tessa Hennig

    Mutti steigt aus

     (36)
    Aktuelle Rezension von: UteChristine

    3 Freundinnen entfliehen Deutschland um auf Gran Canaria ihren "Lebensabend" zu verbringen. Das ist verbunden mit allerhand Schwierigkeiten. Zum einen der Sohn, dem es nicht Recht ist, dann Schwierigkeiten beim Hauskauf. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten. 

    Mutti steigt aus ist eine witzige Geschichte für Zwischendurch.

  14. Cover des Buches Der Tag ist hell, ich schreibe dir (ISBN: 9783784433059)
    Tanja Langer

    Der Tag ist hell, ich schreibe dir

     (25)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Helen und Julius trennen 32 Lebensjahre, sie ist Studentin, er ein Mann von Welt mit Rang und Namen. Sie sucht Antworten und einen Lebensweg, er erfreut sich an ihrer Leidenschaftlichkeit und überschäumenden Lebensfreude. Lange Zeit bleibt ihre Verbindung rein platonisch, manifestiert sich in Briefen und regelmäßigen Telefonaten – als sie schließlich auf die körperliche Ebene wechselt, erkennen beide die Vergänglichkeit, die fehlende Perspektive und letztlich vollkommen andere Lebensentwürfe. Jeder geht seinen eigenen Weg, behält den anderen und dessen Gedanken jedoch im Hinterkopf. Als Julius schließlich Opfer eines Attentats wird, recherchiert Helen sein Leben, seine politische Gesinnung, sein öffentliches Wirken und rollt damit das Zeitgeschehen einer ganzen Epoche auf. Fazit: Eine seltsame Beziehung verliert sich in den historischen Begebenheiten einer bewegten Zeit, stellenweise langatmig erzählt, nichts für Zwischendurch. Das größte Problem ist jedoch die Tatsache, dass der Leser immer mehr erwartet, als dann tatsächlich passiert.

     

  15. Cover des Buches Love Story (ISBN: 9783596520008)
    Erich Segal

    Love Story

     (184)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    2 gegensätzliche Charaktere lernen sich kennen und lieben mit tragischem Ende.  Perfekte Voraussetzung für Liebe,  Schmerz und Drama. 

    Es ist nicht Besonderes oder Tiefgründiges, nicht hochpoetisch.  Dennoch haben mich die Charaktere merkwürdigerweise durch das kleine Buch mitgezogen und ich erinnere mich noch nach einem halben Jahr an Beide.

  16. Cover des Buches Die Tortenbäckerin (ISBN: 9783548282596)
    Brigitte Janson

    Die Tortenbäckerin

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Gartenkobold


    Klappentext: Hamburg, 1895: Die junge Greta hat großes Talent zum Kochen, und zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sie sich am wohlsten. Als sie ihre Stellung als Hilfsköchin verliert, ist sie verzweifelt. Doch Siggo, ein Fuhrunternehmer, vermittelt ihr Aufträge, und seine Mutter bringt ihr das Konditorhandwerk bei. Bald sind ihre Torten in der ganzen Stadt beliebt, und Greta könnte glücklich sein – gäbe es da nicht ein großes Geheimnis, das auf ihrer Seele lastet und Siggos Liebe zu ihr unmöglich macht.




    Die Protagonistin des Romans Greta arbeitet als Hilfsköchin in einer alteingesessenen Hamburger Familie. Als die Söhne ins Ausland gehen, verliert sie ihre Anstellung und kämpft ums Überleben auch für die Mutter, die schwer krank ist und von ihr unterstützt wird. Hamburg Ende des 19. Jahrhunderts, noch getrennt in Altona und Hamburg, eine Stadt, durch die Schifffahrt aufstrebend, doch auch voller Unterschiede der Stände, der Herrschaften und ihrer Bediensteten, großer Unterschiede zwischen armen und reichen Menschen. Greta lernt Siggo lernen, einen Fuhrunternehmer, der ebenso wie sie ums Überleben kämpfen muss und die weitere Geschichte Gretas bringt die beiden immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise zusammen. Siggo vermittelt ihr Aufträge als Leihköchin und bei der Mutter von Siggo lernt sie, Torten zu backen, doch Greta hat ein Geheimnis, das sie um keinen Preis verraten möchte….

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht, spannend, wenn auch vorhersehbar. Der Leser wird in der Geschichte gefangen, denn Greta ist eine überaus sympathische junge Protagonistin, die den Widrigkeiten des Lebens auf erstaunlich starke Art und Weise trotzt. Lebendig beschrieben auch die anderen Charaktere, ebenso wie die Schauplätze des Romans, der Leser fühlt sich zurückversetzt in damalige Zeit, riecht das brackige Wasser der Elbe im Hafen, hört das Klappern der Pferdefuhrwerke und fühlt mit Greta, ihren Gedanken und ihrem Geheimnis.

    Dennoch hat der Titel des Romans nur am Rande etwas mit der Geschichte zu tun und der Roman hat sicherlich historisches Potential, ist aber eher eine historische Liebesgeschichte.

    Im Nachwort erfährt der Leser, dass der Roman auf der eigenen Geschichte ihrer Großmutter basiert und einige Rezepte runden den Roman ab. 
  17. Cover des Buches Der Pavillon in den Dünen (ISBN: 9783866482951)
  18. Cover des Buches Honeymoon (ISBN: 9783442470976)
    James Patterson

    Honeymoon

     (57)
    Aktuelle Rezension von: JessSoul
    Schaurige Flitterwochen gefällig? Bitte sehr, mit diesem Buch wird man die garantiert haben. Sehr gut durchdachte Handlung mit immer wieder überraschenden Wendungen...
  19. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: B07NJ6C7XS)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    Der erste Satz: »Wurden die Trauerfeierlichkeiten von Marcel Péricourt auch durcheinandergebracht und endeten sogar auf eindeutig chaotische Weise, so begannen sie doch pünktlich.«


    Als der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt im Jahr 1927 verstirbt, stirbt mit ihm die Epoche, die der aufrechten Geschäftsleute, die den Kunden dienen und aufrecht den Staat unterstützen. Als sich der Trauerzug in Bewegung setzt, sogar der Präsident will den Bankier die letzte Ehre geben, stürzt sein einziger Enkel, der siebenjähriger Paul, aus dem Fenster des zweiten Stocks, fällt auf den Sarg seines Großvaters. Er wird nun den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen. Madeleine, die Mutter ist Alleinerbin, alleinerziehend, war den Bitten ihres Vaters nicht nachgekommen, Gustave Joubert, den Prokuristen der Bank zu heiraten, den er gern als Schwiegersohn und Erben betrachtet hätte. Frauen haben zu dieser Zeit nichts zu sagen, ihre Ehemänner bestimmen vollständig ihr Leben. Und als das Testament verlesen wird, ist Charles Péricourt, Madeleines Onkel, der ständig in Geldsorgen steckt, doch überrascht. Er erbt lediglich ein paar Kröten, die nicht ausreichen, seine Schulden abzuzahlen, noch kann er seine unendlich hässlichen und dummen Zwillinge nicht ohne gute Mitgift unter die Haube bringen. Sein Bruder hatte ihn zwar in der Politik gut positioniert, doch einer Frau das Familienunternehmens zu überlassen, trifft seine Ehre und bedeutet finanziell seinen Niedergang. Gustave Joubert geht davon aus, dass die junge, hübsche Frau vernünftig ist und nun zu einer Heirat bereit, denn eine Frau hat doch keine Ahnung, wie man die Geschäfte einer Bank führt! Doch Madeleine sieht es gar nicht ein, ihre Freiheit aufzugeben. Sie verhilft ihrem Liebhaber André Decourt, der zur schreibenden Zunft gehört, zu einem guten Job bei einer Zeitung, indem sie der Zeitung sein Gehalt bezahlt. Joubert führt die Bank, das ist sein Job, für den er bezahlt wird, was sollte man daran ändern?

    »Madeleine kaute an einem Fingernagel, während sie das Haus musterte, ja, das ist richtig, murmelte sie, dann wechselte sie überfordert das Thema. Stundenlang widmete sie sich unwichtigen Details, auf der Titanic hätte sie angefangen, die Liegestühle neu zu streichen.«

    Für Gustave Joubert platzt der Traum vom Wohnen in der Traumvilla, eine Bank als Eigner zu leiten und Charles Péricourt steckt weiter in Geldnöten, da ihm Madelaine einen Kredit verweigert. Gedemütigte Männer – alles wegen einer dummen Frau! Und so tun sich die beide zusammen, um Madeleine trickreich Bank, Vermögen und Villa abzuknöpfen. André Decourt ist gegen Ruhm und Bares mit im Spiel der Intrigen. Madeleine ist schnell bankrott, weil sie hereingelegt wurde, eine Tatsache, die sie sofort kapiert. Sie erfährt zu alledem noch, warum Paul aus dem Fenster sprang, eine weitere herbe Enttäuschung, die ihre Wut zum Glühen bringt. Zunächst am Boden zerstört, sinnt sie nach Rache an all diesen Männern. Mit legalen Mitteln ist das natürlich nicht zu erreichen. Und so begibt sie sich in kriminelle Kreise, ersinnt ihren eigenen Plan, diese Männer zu zerstören. Kein Deal ist ihr zu schade, zu schmutzig, das Ziel ist der Weg.

    In diese Geschichte sind fein eingewoben historische Ereignisse der Zwischenkriegszeit: Wirtschaftskrise, Machtübernahme in Deutschland, der Duce in Italien, die hohen Herrschaften Frankreichs raffen, was das Zeug hält, Steuerbetrug steht an der Tagesordnung, Journalisten lügen für Geld. Ein feiner Herr aus der Winterthurer Bank ist gern behilflich mit Nummernkonten, eine neue diskrete Form der Geldanlage. Das Volk ist erzürnt, die Nationalisten schwingen laute Worte. Die ersten Wolken zum Zweiten Weltkrieg ziehen auf. Mehr möchte ich hier nicht verraten: selbst lesen oder hören! Die Stimmung der Zeit wird gut transportiert, fühlbar. Leider spürt man auch die Nähe zur heutigen Zeit, die Gier der Großen, die sich im Zweifelsfall mit ihrem Geld verpieseln, großspurige Klappen, die zum Nationalismus aufrufen.

    »Man holte den Senator von Belfort und den des Haut-Rhin aus dem Bett, man weckte einen Vicomte bei seiner Geliebten. Man bat den Automobilkonstrukteur Monsieur Robert Peugeot, den Möbelfabrikanten Monsieur Lévitan, den Vertreiber von Finanzwerbung Monsieur Maurice Mignon respektvoll, ihre Türen, ihre Büros, ihre Schubladen und ihre Buchhaltung zu öffnen. … Die Bischöfe waren würdevoller, der von Orléans tat, als empfinge er seine Schäfchen und bot Kaffee an. … Erzbischof Baudrillart, Mitglied der Académie Française, hüllte sich in seine Würde.«

    Der französische Schriftsteller Emil Zola zeigte uns das Böse im Menschen, schnörkellos, zu jeder Gemeinheit fähig, wenn die Emotion ihn treibt oder die Gier. Pierre Lemaitre schreibt auf gleiche Weise. Ohne jemanden zu richten, zeigt er, wozu ein Mensch fähig ist in seiner Verletztheit, in seiner Unersättlichkeit, in seinem Streben nach Ruhm und er zeigt das Böse an sich. In diesem Roman ist niemand gut, bis auf Paul. Spannend und historisch gut recherchiert, kriminell, ist dies eine Geschichte, die einen Sog entwickelt schon aufgrund des wirklich sehr durchdachten Plots. Dieser Roman macht süchtig. Wer das Hörbuch wählt, kann sich freuen, denn Torben Kessler legt mit seiner Art zu lesen weitere Akzente von Verderbtheit und schwarzem Humor hinein, ein wunderbares Hörerlebnis.

    »Wir sehen uns dort oben« ist der erste Teil zu einer Trilogie (hatte ich nicht mitbekommen, aber das Buch steht ewig auf meiner Leseliste – wird natürlich nachgeholt), mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet und bereits verfilmt. Pierre Lemaitre, geboren 1951 in Paris, ist Autor mehrerer preisgekrönter Romane und Kriminalromane. 
  20. Cover des Buches Marionetten (ISBN: 9783939716815)
    John le Carré

    Marionetten

     (66)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    ... handelt von einem jungen Tschetschenen, der auf dubiosen Wegen nach Hamburg und zwischen alle Fronten gelangt.

    Issa Karpow, Sohn eines korrupten russischen Generals kommt nach Hamburg, um dort sein Erbe - das Schwarzgeld seines Vaters - anzutreten. Schnell stellt sich heraus, dass Issa in verschiedenen Ländern in Gefängnissen sass. Ebenso schnell werden deutsche, britische und amerikanische Geheimdienste auf ihn aufmerksam. Zumal Geheimdienste auch bei der Einrichtung des Schwarzgeldkontos ihre Finger im Spiel hatten.

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    Le Carre baut hieraus eine vielschichtige Geschichte auf, die den Leser dazu zwingt, sich Gedanken zu machen.

    Neben Issa  spielen 

    • + eine junge Anwältin, die die Interessen von Flüchtlingen in Deutschland vertritt,
    • + ein alternder britischer Privatbankier, der die Schwarzgeldkonten als eine Belastung aus der Vergangenheit empfindet,
    • + die ineffizienten deutschen Geheimdienste, die aus dem Schatten ihrer angelsächsischen Kollegen hervortreten wollen und nach den Attentaten von 2001 "alles richtig machen" möchten und
    • + ein geheimnisvoller, islamischer Gelehrter die Hauptrollen.

    Alle Personen werden gut charakterisiert - ich konnte mich leider mit keiner Person identifizieren.

    Le Carre beschäftigt sich zu weilen ein wenig langatmig mit den Beweggründen einer jeden Fraktion und man fragt sich, ob nicht alle Marionetten sind.

    Am Ende kommt es zu einem recht überraschenden und plötzlichen Showdown und der Leser bleibt mit der Frage zurück, ob man nun tatsächlich Terroristen dingfest gemacht hat oder Unschuldigen terroristische Aktivitäten untergeschoben hat.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Mein Fazit: lesenswert

    Ein gut geschriebener Roman, um das auch Jahre später noch aktuelle Thema, wie weit dürfen Geheimdienste gehen dürfen, um unseren westlichen Lebensstil zu schützen. 

    Punkteabzug gibt es von mir dafür, dass der Roman seine Längen hat und leider nur mäßig spannend ist.


  21. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783453436480)
    Claus Cornelius Fischer

    Erlösung

     (30)
    Aktuelle Rezension von: hymo

    Sie kann Menschen dem Tod entreißen, aber kann sie sich selbst retten? Der größte Feind der engagierten Berliner Notärztin Ella Bach ist die Zeit. Als bei einem nächtlichen Noteinsatz eine schrecklich zugerichtete Patientin spurlos verschwindet, ahnt Ella, dass sie einem eiskalten Killer in die Quere gekommen ist. Dass hinter dem Unbekannten mächtigere Feinde stehen, begreift Ella allerdings erst, als auch die Polizei Jagd auf sie zu machen beginnt. Die Lebensretterin muss nicht nur ihre eigene Haut retten, sondern auch die verschwundene Patientin und damit die einzige Zeugin finden.

     Es hätte ein guter Thriller sein können. Aber leider war er unverständlich schlecht. Nicht zu empfehlen. 1 Stern.

  22. Cover des Buches Die Tulpe des Bösen (ISBN: 9783426636367)
    Jörg Kastner

    Die Tulpe des Bösen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Das bereits zweite Abenteuer des Inspektors Katoen, entführt den Leser in die Welt der Flora und in das Land der Tulpen- in die Niederlande, genauer gesagt ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Der Tulpenhandel floriert und immer mehr Menschen versuchen sich darin- doch nicht immer mit Erfolg. Doch 1637 wendet sich das Blatt für fast alle Handelstreibenden und Spekulanten- der Markt bricht ein und bringt vielen unglücklichen Menschen den Ruin, Not und Verzweifelung. Vierunddreißig Jahre später spielt die Tulpe wieder einmal eine große und mysteriöse Rolle.
    Ein „erlauchter“ Kreis, die „Verehrer der Tulpe“ treffen sich regelmäßig in einem Wirtshaus.
    Eines Tages beginnen die rätselhaften Morde- zwei Mitglieder der „Verehrer der Tulpe“
    werden ermordet. Bei den Opfern wird jeweils ein schwarzes Tulpenblatt gefunden.

    Die Morde rufen Katoen und seine Helfer auf den Plan. Sie sollen den „Tulpenmörder“ möglichst schnell dingfest machen. Die Jagd nach dem Mörder gestaltet sich äußerst gefährlich; besonders für Katoen.
    Er findet heraus, dass eine bestimmte, giftige Tulpenart eine große Rolle bei den Mordfällen spielt- doch bei seinen Recherchen muss er sich sputen, denn er ahnt ganz genau, dass der Mörder nicht nur Katz und Maus mit ihm spielen will, sondern auch schon ein nächstes Opfer auserkoren hat...

    Jörg Kastner hat es mit seinem aktuellen historischen Krimi wieder einmal geschafft, nicht nur durch das Setting allein; eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die dem Leser wohlige Gänsehautstimmung verschaffen dürfte. Sehr bildhaft ist seine Darstellung des historischen Amsterdams und man meint als Leser die Sinneseindrücke der Romanfiguren selbst am eigenen Leib verspüren zu können.

    Ein wenig erinnert die Atmosphäre des Romans durchaus an alte Sherlock Holmes Romane/Verfilmungen, denn auch dort verspürt man meiner Meinung nach diese einzigartige, morbide Stimmung.

    Man leidet regelrecht mit den Nebenfiguren mit, da sie sehr realistisch vom Autor dargestellt wurden und empfindet durchaus auch Sympathien für die ein oder andere Romanfigur. Die Auflösung des Kriminalfalles ist auf jeden Fall etwas ganz anders, als man es als Leser im Vorfeld erwarten würde und es bleibt bis zum Schluss die Spannung gewahrt. Daher kann ich nur allen „Zuerst das Ende lesen“ Lesern empfehlen, ihre Angewohnheit bei diesem Roman unbedingt „ad acta“ zu legen. Sie würden sich so um sehr viel Lesevergnügen bringen. ;-)

    Obwohl das Buch mit seinen 464 Seiten durchaus kein „dünner“ Roman ist, vergeht die Lesezeit, dank der interessanten und unvorhersehbaren Wendungen der Storyline, wie im Flug und man ist ganz überrascht, wenn man so plötzlich am Ende der Geschichte angelangt ist.

    Ich habe die Inhaltsangabe extra etwas vage verfasst, denn ich bin der Meinung, dass eine ausführlichere Wiedergabe des Inhaltes zu viel verraten würde. Abschließend kann ich diesen Roman nur allen Krimiliebhabern, die Romane mit außergewöhnlichen Settings schätzen ans Herz legen. 4.5 von 5 Punkten.

  23. Cover des Buches Liebe ist nur ein Wort (ISBN: 9783426419311)
    Johannes Mario Simmel

    Liebe ist nur ein Wort

     (55)
    Aktuelle Rezension von: spagetti
    Dieses Buch von Johannes Mario Simmel hat mir sehr gefallen. Es ist wie immer eine Geschichte aus dem Leben, die Liebe fehlt nie in seinen Büchern.
    Von Anfang an hat das Buch mir gefallen und ich habe es immer bei mir getragen, um esso schnell wie möglich zu lesen. Bis zum Schluss habe ich auf ein Happy End gewartet. Wie in so manchen Büchern von diesem Autor gibt es kein Happy End.
    Doch der Titel "Liebe ist nur ein Wort" hat mir zuerst gar nicht gefallen. Ich konnte mir unter diesem Titel nur oberflächliche Liebesgeschichten vorstellen. Doch dem war nicht so.

    Der junge Oliver Mansfeld, sein berühmter Vater, den er so hasst, seine Mutter in der Nervenanstalt, die Sekretärin, die alle Fäden in der Firma in der Hand hat. Eine tragische Familiengeschichte .

    Olivers grosse Liebe zu der schönen Verena, die ein hartes Leben hinter sich lässt, und aus Geldsorgen den Bankier heiratet. Dies klingt sehr verständlich, musste sie doch vor dieser Ehe für sich und ihre Tochter alleine  sorgen.

    Der Bankier Lord, ihr Mann, wusste von Anfang an von dieser verbotenen Liebesgeschichte. er war im Bilde von allen Liebensgeschichten seiner Frau Verena.

    Diese schöne Liebe, dieses rauschende Gück zerbrach unter der  Gewalt des Bösen, der Mächtigen. Der Krüppel Hansi, der erpresserische Diener Leo und die mannstolle Geraldine haben ihren Teil dazu beigetragen, diese beiden Liebenden zu trennen. 

    Eine grosse Sauerei steckt hinter diesem Selbstmord, der in meinen Augen natürlich kein Selbstmord ist.
    Dieser  Zweifel bleibt bis zum Schluss. Eine tragische Liebesgeschichte.

    Einmal mehr wird dem Leser klar, dass diese Welt von der Macht der Grossen, von Macht und Geld regiert wird.
  24. Cover des Buches Es muß nicht immer Kaviar sein (ISBN: 9783868202922)
    Johannes Mario Simmel

    Es muß nicht immer Kaviar sein

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Julius_Caesar

    Dieses Buch ist auch nach so vielen Jahren noch eines meiner Lieblingswerke. Ich weiß nicht mehr, wann ich es zuerstbgelesen habe, aber es war mein Schlüssel zu den folgenden ‚Simmelbüchern‘. Ich sage hier jetzt nichts mehr über den Inhalt, er ist so anders als andere Bücher, die im Krieg spielen. Trotz des zeitweise humorigen Stils, gelingt es Simmel deutlich zu machen, welche Gräuel und welche Rechtlosigkeit in diesem Umfeld herrschen. Ich bin bis zu seinem Tod Simmelfan geblieben. 

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