Bücher mit dem Tag "bankraub"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bankraub" gekennzeichnet haben.

129 Bücher

  1. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (727)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Der Autor besticht durch einen sehr geradlinigen und puristischen Schreibstil, was vermutlich auch seiner juristischen Ausbildung geschuldet ist. 

    Ferdinand von Schirach wirft zu Anfang die Frage nach der Schuld auf und impliziert, dass es nicht immer ein Einfaches ist, diese zu beantworten,- die Welt ist mehr als schwarz und weiß. Die Schuldfrage zieht sich durch die genauere Betrachtung der Motivlage und des Täterprofils wie ein roter Faden durch die Kurzgeschichten. Der Leser erlebt selbst den Zwiespalt, der auch das Rechtssystem bei seiner Durchsetzung vor Herausforderungen stellt. 

    Die Kurzgeschichten lassen in psychologische Abgründe blicken und mir persönlich viel es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass es so kurzweilig war. 



  2. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783462031454)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

     (831)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Ich schreibe wahrscheinlich nichts neues, wenn ich über die verlorene Ehre der Katharina Blum berichte, es ist schließlich Heinrich Bölls bekanntestes Werk.

    Der Einstieg in die Lektüre fiel mir nicht leicht. Man wird direkt mit reichlich Namen bombardiert in einem literarischen Szenario, das an Prozessakten erinnert. Abschnittweise wird die Vernehmung der Katharina Blum nacherzählt, die einem flüchtigen Verbrecher Hilfe geleistet hat dem Zugriff der Polizei zu entkommen. Den Mann lernte sie auf einer Feier kennen, nahm ihn mit nach Hause und verliebte sich Hals über Kopf nach einer gemeinsamen Nacht in ihn. Die Loyalität zu ihm zu halten ungeachtet des Verbrechens, das er begangen haben mag, wird ihr zum Verhängnis, als ein sensationsheischendes Tageblatt (im Buch nur die „ZEITUNG“ genannt) ihren Anteil an der Flucht nicht nur veröffentlicht, sondern ihr Privatleben auf eine pervers tatsachenverdrehende Weise ausschlachtet. Aus einer unbescholtenen, unscheinbaren Bürgerin wird dann eine Täterin, als ihr Hass auf den Verantwortlichen der verdrehten Berichterstattung sie dazu treibt den Journalisten der ZEITUNG zu töten.

    Interessant ist wie wenig sich an manchen Methoden seit 1974 geändert hat, als Böll das Buch veröffentlichte. Sein in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ verarbeitetes Thema ist in einer Zeit, in welcher der Begriff „Fake News“ entstanden ist, aktueller denn je.
    Ein wirklich gutes Buch trotz des gewöhnungsbedürftigen Anfangs!

  3. Cover des Buches Deichmord (ISBN: 9783746632926)
    Katharina Peters

    Deichmord

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Eine anonyme Terrorwarnung im Zusammenhang mit den alljährlichen Störtebeker Festspielen versetzt die Polizei in Alarmbereitschaft und hat intensive Nachforschungen zur Folge. Dabei erhärten sich die Terrorhinweise zwar nicht, das Team um Romy Beccare stößt jedoch auf mehrere alte Vermisstenfälle die mit einer Pension in Ralswiek im Zusammenhang stehen. Parallel dazu ermittelt das Stralsunder Team in einer Leichenfundsache – und auch in diesem Fall ergeben sich Hinweise auf Ralswiek.

    Der inzwischen 6. Fall mit den beiden Teams aus Bergen und Stralsund entwickelt sich, wie bereits bei den Vorgängern, zu einem immer weiter ausufernden Gemenge alter und neuer Fälle. Dabei fällt es phasenweise schwer, die Übersicht über die einzelnen Protagonisten und ihrer Rolle im Geschehen zu behalten, zumal ein Teil der Fälle bereits Jahrzehnte zurückliegen. Trotzdem ist die Erzählweise nicht hektisch und es bleibt auch wieder genug Raum, die Schönheiten der Insel in die Story einzubinden, wobei der Schwerpunkt diesmal auf der Boddenseite und dem schönen Ort Ralswiek liegt. Mehrfach glaubt man der Lösung des Falles nahe zu sein, da kommt es zu einer neuen Wendung, so dass die Spannung bis zur letzten Seite erhalten bleibt.

    Meine persönliche Bewertung zu diesem Buch fällt überwiegend positiv aus, ein flüssiger Schreibstil, sympathische Protagonisten, eine spannende und abwechslungsreiche Handlung, gewürzt mit Inselflair garantieren angenehme Lesestunden – einzig die überbordende Anzahl von Fällen und Personen schmälert das Gesamtpaket ein wenig.

  4. Cover des Buches Der Joker (ISBN: 9783570402979)
    Markus Zusak

    Der Joker

     (1.337)
    Aktuelle Rezension von: dascha_87

    Der Protagonist des Buchs ist Ed, welcher, nach dem er einen Banküberfall verhinderte, Spielkarten zugeschickt bekommt. Auf den Spielkarten steht immer eine Aufgabe geschrieben. Und das bring Eds Leben doch ein wenig durcheinander.

    Meiner Meinung nach hat das Buch die 5 Sterne auf jeden Fall verdient. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, ob man das Thema (Zivilcourage) gut in einem Roman darstellen könnte, doch Markus Zusak hat alle meine Erwartungen übertroffen. Was mir vor allem gefallen hat war, dass das Buch neben humorvoll auch ziemlich tiefgründig war. Und zum Ende hin hat es mir auch "Glastränen" (S.412) auf mein Gesicht gezaubert. 

    Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem, der mal ein Buch zu einem etwas anderen Thema lesen möchte und auch lachen, weinen und über das Buch nachdenken möchte.

  5. Cover des Buches True Crime (ISBN: 9783855355136)
    Sam Millar

    True Crime

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Aoibheann
    Den Namen Sam Millar hörte ich das erste Mal, als mir der erste Band seiner Karl Kane-Krimis vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen wurde. Die Bücher gefielen mir und der jeweils kurz angegebene Werdegang des Autors ließ mich aufhorchen. Ich mag Biografien von Leuten, die etwas zu erzählen haben, außergewöhnliche Lebensgeschichten. Und Sam Millar hat definitiv eine außergewöhnliche Lebensgeschichte. Als ich die Neuauflage seiner Biografie entdeckte, war ich sofort neugierig. Dass das Buch dann leider doch erst das Schicksal vieler Bücher erleiden musste - meinen SUB - tut mir im Nachhinein sehr leid. Es hätte definitiv viel früher von mir daraus befreit werden müssen.

    Sam Millar wuchs in Nordirland auf. Die Mutter psychisch krank, der Vater berufsbedingt häufig abwesend. Die politischen Spannungen lassen sich zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen und begleiten Millar durch seine gesamte Kindheit, die zwar durchaus mit positiven Erlebnissen verbunden ist, aber auch mit Armut in einem weniger vorzeigbaren Wohnviertel Belfasts.
    Millar wird für die Mitwirkung in einer terroristischen Vereinigung zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung siedelt er in die USA über und begeht dort einen der größten Überfälle auf einen Banktransporter in der Geschichte.

    Millars Lebensgeschichte liest sich wie ein Hollywoodfilm. Würde Wikipedia den Klappentext nicht bestätigen - man würde es womöglich für eine ausgedachte und gut zu Papier gebrachte Geschichte halten.
    Über die Zeit der blutigen Nordirland-Konflikte wusste ich bisher recht wenig, dieses Buch war für mich ein guter Startpunkt, mich mit diesem Teil Geschichte mehr zu befassen
    Die von Millar beschriebenen Zustände und Handlungen während seiner Zeit im Belfaster Gefängnis stehen eigentlich außerhalb von allem, was einem Menschen zugemutet werden kann. Das Millar und die von ihm beschriebenen Mitinsassen nicht als völlig zerstörte Menschen aus dieser Zeit hervorgegangen sind, ist für mich kaum fassbar. Diese Männer müssen unfassbare psychische Kräfte besitzen. Dieser Teil des Buches war für mich besonders schwer zu ertragen. Mehr als einmal musste ich das Buch aus der Hand legen.
    Die Zeit in New York verdeutlicht, dass keinesfalls nur ein verirrtes Schäfchen ist, sondern eben auch ein Schlitzohr. Nur kurz werden Punkte wie seine eigene Familie angerissen, Frau und Kinder lässt er nur kurz in seine Geschichte einfließen.

    Nicht ganz ersichtlich war für mich der Grund seiner (ersten?) Verhaftung. Zwar berichtet er von Verurteilungen im Schnellverfahren auf dubiosen Verdacht, für seine eigene Geschichte wurde dies so für mich an zwei Punkten nicht so ganz deutlich. Auch die Gesamtlänge seiner Haftstrafe, wird erst im Verlauf der Geschichte deutlich.

    Es war für mich ein wahnsinnig spannendes und zum Nachdenken und Nachlesen animierendes Buch.
  6. Cover des Buches Wilder Winter (ISBN: 9783965090002)
    Joe R. Lansdale

    Wilder Winter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: lisolino

    Ich finde das Coverbild sehr gelungen. Es spiegelt zwei Dinge wieder, die in dem Buch immer wieder Thema sind: die klirrende Kälte des Winter und die Hitze von Leidenschaft und Blut.

    Als Haps Exfrau Trudy auftaucht und Hap einen lukrativen Job anbieten besteht er darauf, dass Leonard ebenfalls dabei ist. Das ist kein reiner Freundschaftsdienst für den ebenso geldarmen Freund, vielmehr hat Hap das Gefühl ohne ihn nicht klarzukommen.
    Im Laufe der Geschichte triff man auf jede Menge zerbrochener Typen, die alle ihr eigenes Kreuz tragen und versuchen aus ihrem Leben etwas zu machen. Allerdings mit sehr seltsamen Ansichten.
    Es dauert etwas bis die Handlung in Gang kommt. Gut die Hälfte des Buches widmet sich den Personen und der Lust an schnellen, harten Dialogen. Im Verlauf des Buches entwickelt sich die Geschichte mit zunehmender Härte.

    Ich denke das Buch ist nicht für jeden etwas. Wer aber Spaß an harten Typen, schrägen Figuren und einem nervenaufreibendem Show Down hat sollte es lesen.

  7. Cover des Buches Bertram's Hotel (ISBN: 9783455650570)
    Agatha Christie

    Bertram's Hotel

     (141)
    Aktuelle Rezension von: BuchAlex

    In diesem Roman spielt Miss Marple leider nur eine indirekte Rolle. Die Handlung ist an sich spannend, die Lösung des Falls kommt aber etwas überraschend und ist recht unspektakulär. Trotzdem ist Agatha Christies Stil wieder einmal ein Genuss.

  8. Cover des Buches Niceville (ISBN: 9783832162122)
    Carsten Stroud

    Niceville

     (115)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Das Städtchen Niceville liegt im Süden der USA. Es ist genau, wie man sich solche Südstaaten-Orte vorstellt: idyllische Landschaft, gepflegte Gärten und das Grauen schielt aus der Dunkelheit hervor.

    Ich muss gestehen, dass es mir sehr schwer fällt zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, weil es gar so abgefahren, großartig und absolut meisterlich geschrieben ist!

    Wie der Titel schon sagt, geht es um die kleine Stadt Niceville, die in ihrer altbackenen Art sehr charmant auf den Leser wirkt. Sie ist genau so, wie ich mir diese Städte im Süden der USA vorstelle, und wie man sie aus dem Fernsehen kennt.

    Aber in Niceville geht etwas vor und dieses Etwas ist wohl schon etliche Jahrzehnte (oder gar Jahrhunderte?) alt.

    Es beginnt mit dem mysteriösem Verschwinden des kleinen Jungen Rainey Teague, das die ganze Gemeinde auf Trab bringt. Niemand kann sich erklären, wo der Junge abgeblieben ist, bis er mehrere Stunden später an einem unheimlichen Ort wieder das Licht der Stadt erblickt.

    Ein Jahr später ist ein ereignisreiches Wochenende zentral, das gefühlt die ganze Stadt ins Chaos wirft.

    Von Anfang an ist man mitten im Geschehen drin und gerade auf den ersten Seiten habe ich mich von den Figuren regelrecht erschlagen gefühlt. Ich wurde von unterschiedlichen Perspektiven überrumpelt, bin desorientiert mitten in Niceville gestanden und wurde von Carsten Stroud noch mehrmals um meine eigene Achse gedreht. Dennoch konnte ich mich dem Sog der Story nicht entziehen und bin an den Seiten geklebt, was unter diesen Umständen wirklich ein Kunststück ist.

    Merle Zane und Charlie Danziger begehen einen actionreichen Banküberfall, der für sich allein genommen Quentin Tarantino alle Ehre macht. Wie das Leben oft böse spielt, beginnen sie einen Streit und knallen sich gegenseitig ab. Schwer verletzt geht jeder für sich eigene Weg, was den Leser in packendes Grauen führt.

    Ehemaliger Elite-Soldat, jetziger Ehemann und Polizist Nick war vor einem Jahr an den Ermittlungen des Falls Rainey Teague involviert. Jetzt ist er voll und ganz mit dem Überfall beschäftigt und darf sich noch dazu mit dem Verschwinden einer alten Dame auseinandersetzen, was ihn mit seinen ganz persönlichen Albträumen konfrontiert.

    Hingegen ist seine Frau Kate an der Geschichte der Stadt und der vier Gründerfamilien dran, weil sie ganz merkwürdige Erscheinungen hat. Außerdem macht ihr ihr Vater große Sorgen, der sich ebenfalls mal mit dem historischem Hintergrund von Niceville beschäftigt. hat.

    Und es gibt Tony Bock, der mit seinem ‚Unschuldsprojekt‘ etwas in Gang setzt, womit nicht einmal er gerechnet hat …

    Dabei handelt es sich nur um einige Figuren und Stränge aus denen das Geschehen in Niceville entsteht, was trotz der Orientierungslosigkeit enorm zu fesseln weiß. Die einzelnen Schicksale, Situationen und Begebenheiten greifen ineinander, sind detailliert aufeinander bezogen und schaffen Raum für ein großes Gesamtpaket, auf das man am Ende des Buches späht. Ich erhoffe mir sehr viel mehr Licht in den Folgebänden und kann jetzt nur von meinen Eindrücken erzählen.

    Ich habe die Geschichte wie eine spannende Serie empfunden, weil man von Geschehen zu Figuren, Perspektive und dem nächsten Ereignis hetzt. Es sind immer wieder kapitelweise Cliffhanger eingestreut, die mir keine Ruhe gelassen haben.

    Action, Sprachniveau und der ausgeprägte Touch of Noir haben mich an Quentin Tarantino denken lassen, weil „Niceville“ ganz dem Tempo und Erzählstil des meisterhaften Regisseurs entspricht. Außerdem habe ich mich wie in einem Western gefühlt, wenn Colts gezückt, Zigaretten geraucht, Whiskey getrunken sowie Freund und Feind charmant grinsend niedergestreckt werden.

    Mein liebster Zweig behandelt vor allem übersinnliche Elemente, wie man sie aus guten Horror-Romanen kennt. Diese Aspekte sind wunderbar grazil eingestreut, sodass sie zwar die Haupthandlung allerdings nicht das hauptsächliche Geschehen sind. Klingt schräg? Ist es auch!

    „Aber wir sind hier nicht in einem Horrorfilm.“
    „Aber vielleicht in einer Gespenstergeschichte.“

    (S. 469)

    Trotz Verwirrung und Orientierungslosigkeit bin ich aufrichtig begeistert und freue mich enorm, wenn es in „Niceville“ erneut ans Eingemachte geht!


    Die Niceville-Trilogie:
    1) Niceville
    2) Die Rückkehr
    3) Der Aufbruch
  9. Cover des Buches Die Rache (ISBN: 9783426503577)
    John Katzenbach

    Die Rache

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zum Buch
    Megan und Duncan Richards haben Karriere gemacht und sich in ihrem bürgerlichen Wohlstand bequem eingerichtet – aber das war nicht immer so: Als naive Weltverbesserer hatten sie sich in ihrer Studentenzeit einer radikalen Gruppe angeschlossen und bei dem Überfall auf einen Geldtransporter mitgemacht. Doch nur Olivia Barrow, die Rädelsführerin, war dafür ins Gefängnis gewandert. Nun wird sie aus der Haft entlassen und hat sich geschworen, an den Verrätern von damals erbarmungslos Rache zu nehmen ...

    Renzension:
    eine bewegte vergangenheit.Aus dieser Vergangenheit sind dem Paar Megan und Ducan Schatten in ihr neues Leben gefolgt.Und auf ungewöhnliche Weise hilft sich diese Familie aus den Fängen einer Psychopathin.
  10. Cover des Buches Rosenrot Mausetot (ISBN: 9783404151738)
    James Patterson

    Rosenrot Mausetot

     (160)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Bankraub, Mord und Familiendrama. - Endlich mal Spannung in der Reihe!

    Inhalt:
    Alex Cross kämpft in diesem Band an drei verschiedenen Fronten. Zum Einen ist er noch immer ein Polizist mit Haut und Haaren und muss eine Serie von Banküberfällen aufklären. Es ist irgendwie immer die selbe Handschrift, es sind aber immer wieder verschiedene Täter. Da muss ein einziger genialer Kopf dahinter stecken. Und der entledigt sich seiner „Gehilfen“ auch noch auf nicht gerade elegante Weise. So kommt zum Bankraub auch noch Mord.
    Die Probleme mit seiner Verlobten Christine werden auch immer größer, statt kleiner. Die Entführung aus dem voran gegangen Band steckt ihr noch immer im Leib und sie kann sich auf Alex einfach nicht mehr unvoreingenommen einlassen.
    Und dann wird zu allem Überfluss die Tochter von Alex krank. Sie erleidet epileptische Anfälle, wird ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden.
    Alex hat hart zu kämpfen, will er die Ermittlungen voran treiben und ans Ziel bringen, aber auch für seine Familie da sein.

    Der erste Satz:
    „Brianne Parker sah nicht wie eine Bankräuberin oder Mör-derin aus – ihr niedliches Babygesicht täuschte alle.”

    Der letzte Satz:
    “Er gab den Ton an. Er hatte die Kontrolle.”

    Fazit:
    Mein letzter Band dieser Reihe. Die anderen zwei, die ursprünglich noch in meiner Leseliste waren, habe ich gnadenlos aus der Liste verbannt. Es heißt doch immer, dass man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist. In dem Fall habe ich dieses Buch als das Beste der bisher gelesenen empfunden und wollte die Reihe einfach mit einem guten Gefühl beenden.
    Die Handlung ist abwechslungsreich. Es geht nicht stur um die Ermittlungen, es ist auch Familiendrama vorhanden und die verqueren Gedanken des “Täters”. Bis zum Schluss bleibt es spannend, da man auch als Leser wirklich erst im letzten Absatz erfährt, wer nun wirklich der Täter war. Also ist der langweilige Erzählkram am Ende nicht da.
    Einen Film hatte ich beim Lesen allerdings nicht vor Augen. Deswegen gibt es auch einen Stern Abzug. Ansonsten war ich von dem Buch aber richtig begeistert, weil auch diese ganzen Liebesszenen nur sehr sparsam involviert waren.

    Ich will nicht lang reden. Einfach klasse eines der besten Bücher dieser Reihe!
  11. Cover des Buches Lavendel-Tod (ISBN: 9783426522929)
    Carine Bernard

    Lavendel-Tod

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas

    Molly Preston ermittelt verdeckt in einem Fall von Wirtschaftskriminalität in einem kleinen Ort in der Provence. Sie findet dabei Spuren auf einen Schatz aus vergangenen Zeiten.

    „Ihre Herkunft und ihre vielfältigen Fähigkeiten, zusammen mit ihrem Aussehen und ihrer Intelligenz, ermöglichten es ihr, fast jede Stelle in einem Unternehmen zu besetzen und sich schnell genug hochzuarbeiten, um an Insider-Informationen heranzukommen.“ Die in jeder Hinsicht perfekte Protagonistin wird für die Restaurierung einer kleinen Kapelle eingesetzt, hat somit nicht mal die theoretische Chance auf Erledigung ihres Auftrags und lässt sich dann auch noch durch eine Schatzsuche ablenken. Lokalkolorit wird mit fehlerhaftem Französisch vorgetäuscht; vom Lavendel im Titel fehlt jegliche Spur. Und spätestens, als Molly zum zweiten Mal auf einer Seite duschen muss, verlässt mich die Geduld mit diesem dürftigen Werk.

  12. Cover des Buches Kuss mit lustig (ISBN: 9783442473687)
    Janet Evanovich

    Kuss mit lustig

     (144)
    Aktuelle Rezension von: angi_stumpf
    Das Cover dieses wundervollen Buches ziert „Rex“, der süße Hamster von Hauptfigur Stephanie Plum und damit wirkt es fast zu harmlos für den spannenden Inhalt.
    Es ist jetzt meine dritte Begegnung mit einer Buchreihe von Janet Evanovich und ich kann das Zitat von „The Bookseller“ auf ihrer deutschen Webseite nur bestätigen:
    „Wenn man ein Buch von Janet Evanovich gelesen hat, will man sie alle“
    Was die Reihe über Stephanie Plum betrifft: da habe ich einiges nachzuholen, aber ich freue mich schon auf alle Teile.

    Stephanie, ihr Freund Joe, ihre Kolleginnen Lula und Connie und ihre Familie sind allesamt so liebenswürdige Charaktere, dass man sie einfach ins Leserherz schließen muss. Dazu kommen noch tolle Haustiere, wie Joes Hund Bob und Stephanies Hamster, aber besonders lustig fand ich, dass auch hier plötzlich Carl, der Affe auftaucht. Solche kleinen Parallelen zwischen verschiedenen Reihen mag ich immer sehr.

    In diesem Band bekommt es Stephanie nicht nur mit einer alternden Rockstardiva zu tun, für die sie quasi den Babysitter spielen muss. Sie darf auch noch auf einen Teenager aufpassen, der alles und jeden mit seinem Onlinegame-Zockernamen besprüht, um sie vor dem mysteriösen Griefer zu schützen. Richtig skurril wird die Geschichte, als er mit seiner Spielsucht auch noch Stephanies Oma und deren Freundinnen ansteckt … Szenen zum Totlachen, einfach wundervoll geschrieben.
    An Humor fehlt es in dieser Reihe also absolut nicht, auch in Nebenrollen tauchen immer wieder so lustige Gestalten auf, dass man nicht anders kann als laut zu lachen. Ein totales Gute-Laune-Buch, das allerdings auch mit fesselnder Spannung überzeugen kann. Die Mutter des Teenies ist nämlich leider verschwunden und auch sonst gibt es einige Abenteuer zu bestehen. Doch Stephanie meistert wieder einmal alles sehr souverän, auch wenn sie bei allen Verrückten um sie herum des Öfteren unter einem zuckenden Auge leidet.

    Eine grandiose Reihe, die im nächsten Jahr auf meiner Leseliste steht. Hier stimmt einfach alles: Humor, Spannung, tolle Charaktere, vielschichtige Stories und Emotionen, aber ohne jeglichen Kitsch oder nervige Liebesszenen – einfach perfekt!!!

  13. Cover des Buches Mercenary (ISBN: 9783959626026)
    Felix A. Münter

    Mercenary

     (48)
    Aktuelle Rezension von: MineLovesBooks

    Mercenary von Felix A. Münter ist Thriller welcher in New York spielt. Ihr steht auf Thriller, New York, Auftragsmorde und Schnitzeljagden dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch.

    Felix beschreibt New York als wäre er schon einmal dort gewesen, zumindest hatte ich beim Lesen das Gefühl als wäre ich mittendrin. Dunkle Gassen, belebte Parks, abgelegene Lagerhäuser uvm. erwartet euch in Mercenary.

    Und dann gibt es da noch Carter, dessen Name natürlich nicht sein richtiger Name ist. Er ist Söldner und bekommt einen Auftrag, in welchem er nach Stahlkisten suchen soll die einem sehr wohlhabenden New Yorker Bürger gestohlen wurden. Er erhält nicht besonders viele Infos und so beginnt für Carter eine Schnitzeljagd durch New York denn er findet immer mehr Puzzleteile. Er geht an seine Grenzen und setzt sogar sein Leben aufs Spiel. Kann er diesen Auftrag erledigen ?

    Mercenary ist ein wirklich gelungenes Buch und Felix´s Schreibstil gefällt mir sehr gut. Was ich bei dieser Auflage allerdings bemängeln muss ist das Korrektorat, denn es sind doch einige Fehler enthalten. Ansonsten aber ist das Buch spannend geschrieben und man fiebert mit Carter mit ob er diesen Fall auch wirklich lösen kann und was ihn nun als nächstes erwartet. Ab und an musste ich sogar schmunzeln, dann wiederum war ich überrascht mit dem was als nächstes geschah. Bis zum vorletzten Kapitel habe ich auch nicht mit dem Ende gerechnet was mich erwartet hat, danach war es allerdings recht offensichtlich.

    Ich bin auf jedenfall gespannt auf die weiteren Fälle von Carter und ob wir noch mehr von seinen Söldne Bekanntschaften kennen lernen, eine durften wir ja in Mercenary kennenlernen.

    Also falls ihr auf Thriller steht und dazu noch New York kennen lernen möchtet und nebenbei eine Schnitzeljadg zusammen mit Carter bestreiten wollt, dann empfehle ich euch Mercenary.

    Mich hat Felix überzeugt seine Bücher weiter zu lesen. Leider muss ich aufgrund des recht schlechten Korrektorats 1 Punkt abziehen und kann nur 4 von 5 Punkten vergeben.

  14. Cover des Buches Der fünfte Mörder (ISBN: 9783492257435)
    Wolfgang Burger

    Der fünfte Mörder

     (26)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Ein explodierendes Auto, direkt neben Alexander Gerlach.... die Ermittlungen nehmen ihren Lauf und fördern ungeahnte Dinge an die Oberfläche.

    Wieder ein spannender Kriminalroman von Wolfgang Burger, den ich gerne gelesen habe. Der flüssige Schreibstil und die detailiert beschriebenen Personen haben es mir angetan. ich weiß jetzt schon: die Reihe werde ich ganz zu Ende lesen!

  15. Cover des Buches Makrönchen, Mord & Mandelduft (ISBN: 9783740802035)
    Elke Pistor

    Makrönchen, Mord & Mandelduft

     (20)
    Aktuelle Rezension von: RoRezepte

    „In der Backstube duftet es nach frischen Weihnachtsgebäck verschiedener Couleur, und Annemie sog die buttrige Süße genüsslich durch die Nase ein. […] Noch immer lief ihr bei den süßen Gerüchen das Wasser im Mund zusammen. Was gab es Besseres als eine Kombination aus bartschmelzender Schokolade und knusprigen Keks auf der Zunge?“

    Die 63 jährige Annemie hat die letzten 35 Jahren zurückgezogen in ihrem alten Elternhaus gelebt. Routiniert geht sie ihrem durchgeplanten Alltag nach und mag auch keine Veränderungen. Seit einem Vorfall vor vielen vielen Jahren hat Annemie auch ein Vertrauensproblem und liegt im Streit mit ihrem Bruder. Mit Harald kommuniziert sie ausschließlich per Zettelbotschaften. Ihr Lebenssinn? Sie backt täglich Hunderte Plätzchen und Weihnachtsgebäcke für ihren Bruder und dessen (Weihnachtsmarkt-)Stand. 

    In Elke Pistors Roman steht nicht der Krimi im Fokus, sondern Annemie selbst und Haralds Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Nach einer Explosion auf dem Weihnachtsmarkt, bei der ein Mann stirbt und Harald ins Krankenhaus muss, springt Annemie für ihren Bruder ein und übernimmt mit einiger fremder Hilfe zusätzlich auch den Verkauf. Für die 63-Jährige ist das die größte Herausforderung überhaupt. Zumal sie den anderen Menschen rund um den Stand nur schwer offen entgegentreten kann. Außerdem entbrannt ein Streit auf dem Weihnachtsmarkt, der die Standbesitzer in zwei Reihen teilt.

    Der Roman ist angereichert mit vielen kleinen Spannungsmomenten und einem großen Rätsel, bei den die Spürnase des Lesers einiges zu tun bekommt. Aber keine Sorge, die Spannungsmomente sind nicht überladen, bringen aber einen dazu den Krimi nicht weglegen zu wollen.

    „»Wenn den Kunden ein bestimmter Kuchen nicht mehr schmeckt oder er aus der Mode gekommen ist, nutzt es nichts, wenn du ihn immer wieder backst und dann enttäuscht bist, dass ihn niemand kauft. Am Ende musst du ihn wegwerfen. Du allein hast den Schaden. Niemand sonst. Du musst dich auf ein neues Rezept einlassen. Etwas ausprobieren.«“

    Makrönchen, Mord und Mandelduft ist der perfekte Krimi für die Weihnachtszeit, der nicht nur für Krimileser geeignet ist! Wir fiebern mit Annemie mit und freuen uns über ihre persönliche Entwicklung. Auch das Thema Verzeihen wird super mit eingearbeitet. Eine schöne weihnachtliche Geschichte, die ich nur empfehlen kann. Als Bonus gibt es 24 Rezepte im Anhang.

    Die Rezepte aus Makrönchen, Mord & Mandelduft gibt es unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/makroenchenmordmandelduft-elke-pistor

  16. Cover des Buches Die hohe Kunst des Bankraubs (ISBN: 9783869710778)
    Christopher Brookmyre

    Die hohe Kunst des Bankraubs

     (26)
    Aktuelle Rezension von: maggiterrine
    Wer sagt, dass ein Bankraub immer bedrohlich sein muss? Er kann auch wirklich Spaß machen!

    "Die hohe Kunst des Bankraubs" von Christopher Brookmyre setzt dabei auf altbekannte Stilmittel der Actionfilmbranche: Sympathische Helden und Antihelden, eine Prise Humor, eine charmante Liebesgeschichte und eine Verbrecherbande, die der Polizei immer einen Schritt voraus ist. Und genau wie in Actionfilmen á la "Ocean's Eleven" funktioniert das alles prinzipiell auch. Die schöne schottische Kulisse des Romans tut dazu sein übriges.
    Allerdings wird die Story dann auch sehr schnell sehr vorhersehbar. Gerade dadurch, dass man weiß, dass man sich auf nichts verlassen kann, weil die Räuber ja eh immer ein Ass im Ärmel versteckt haben, birgt das ganze bald schon keine wirklichen Überraschungen mehr. Das selbe gilt selbstverständlich auch für die Liebeshandlung...
    Alles in Allem handelt es sich hier um einen ordentlichen und unterhaltsamen Action-Roman, dem vielleicht ein wenig das gewisse Etwas fehlt.
  17. Cover des Buches Heidelberger Wut (ISBN: 9783492247863)
    Wolfgang Burger

    Heidelberger Wut

     (41)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Alexander Gerlach wird informiert, dass eine Frau ihren Nachbarn vermisst meldet. Erst als sie ihm erzählt, sie habe Blut in der Wohnung gefunden, wird sie ernst genommen und Gerlach ermittelt in einem weiteren spannenden Fall.

    Dieser steht den Vorgängern in nichts nach und liest sich flüssig, am Ende konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen.

    Die Geschicht um das Privatleben von Gerlach habe ich richtig lieb ewonnen, die pubertierenden Zwillinge, die er nach dem Tod seiner Frau alleine großziehen muss, seine Geliebte, die auch noch die Ehefrau seines Chefs ist... sehr menschlich !


  18. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

     (60)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Blutüberströmt betritt ein siebenjähriges Mädchen die Filiale einer Bank und drückt wortlos die Play-Taste eines Kassettenrekorders. Die Angestellten sind schockiert, als sie die Nachricht auf dem Band hören, denn für das Leben des Mädchens wird eine Millionensumme verlangt. Leona Lindberg wird auf den Fall angesetzt, doch das Mädchen scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein…

    Die schwedische Autorin mit Wurzeln in Äthiopien Jenny Rogneby hat sich für ihre Buchreihe um Leona Lindberg eine sehr komplexe Hauptfigur erdacht, die schon während des ersten Bandes „Die Würfel sind gefallen“ einige sehr interessante Entwicklung durchmacht. Denn während die akribische Ermittlerin zu Anfang zwar noch etwas wie eine Außenseiterin, aber völlig integer und gradlinig wirkt, kommen mit der Zeit immer mehr Facetten zum Vorschein, die dieser hellen Fassade widersprechen. Man lernt sie auch von einer düsteren Seite kennen, lernt ihre Motive kennen, bekommt aber auch eine Ahnung davon, wie sie in ihrem Leben zu diesem ungewöhnlichen Charakter geworden ist. Die anderen Charaktere sind zwar nicht ganz so stark ausgearbeitet, bringen aber ebenfalls ihre eigene Note in die Handlung ein und verleihen ihr einige interessante Facetten. Die Stimmung des Bandes ist recht düster, sogar ein wenig unterschwellig aggressiv, aber auch sehr sorgsam ausgearbeitet. Durch den gelungenen Erzählstil und die treffende Wortwahl kommt ein gelungener Lesefluss auf, der kaum langwierige Passagen beinhaltet und mir gut gefallen hat.

    Inhaltlich wird mit der oben beschriebenen Szene sehr reizvoll und dramatisch gestartet, sodass die Spannungskurve schnell steil nach oben zeigt. Dieses Tempo wird zwar nicht durchgängig gehalten, spannend und interessant ist der Roman aber durchgängig. Interessant ist, dass Täter und Motiv bereits mitten in der Handlung feststehen, danach die Geschichte danach aber ebenso aufregend weitererzählt wird. Möglich machen das einige heftige Wendungen und Twists, die das Geschehen durchgängig packend halten. Allerdings muss man seine Ansprüche an die Glaubwürdigkeit recht weit nach unten schrauben, einer logischen Überprüfung halten viele Momente nicht stand. Das wirkt teilweise schon aufgesetzt und überzogen, vieles ist offensichtlich nur der effektvollen Wirkung eingebaut. Wer sich darauf einlassen kann, wird die dadurch entstehende Spannung aber genießen können.

    „Die Würfel sind gefallen“ startet temporeich und packend, auch danach wird der Spannungsbogen hoch gehalten und mit vielen Wendungen erzählt – sogar, als schon die wesentlichen Auflösungen bekannt sind. Dabei wird sicherlich häufig der Boden der Tatsachen verlassen, sodass man einige Elemente nicht allzu sehr hinterfragen sollte. Davon abgesehen ist aber ein gelungener Auftaktroman entstanden, der komplexe Figuren und eine düstere Stimmung beinhaltet.

  19. Cover des Buches Schwindelfrei ist nur der Tod (ISBN: 9783596031450)
    Jörg Maurer

    Schwindelfrei ist nur der Tod

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Das Buch beginnt mit einem Bankraub, der 1971 in München stattfand. 
    In der Gegenwart wird gerade der Vater Jennerweins aus dem Gefängnis  entlassen, wo er sich des öfteren aufhält.
    Ebenfalls im Jetzt wird von einer Heisluftballonfahrt berichtet, die im Absturz endet.
    Doch am Ende schafft es der Autor, dass alle Erzählstränge zusammenpassen und sich gegenseitig ergänzen.
    Er schafft es wie schon in den vorangegangenen Krimis von Jennerwein, die Spannung zu halten und den Leser zu fesseln.
    Durch die teilweise etwas überzogen gestalteten Charaktere, kann der Leser immer wieder schmunzeln.
    Ich bin nach wie vor sehr begeistert vom Autor und seiner Reihe um Kommissar Jennerwein und freue mich sehr auf den nächsten Band.
  20. Cover des Buches Fast ein bisschen Frühling (ISBN: 9783446239173)
    Alex Capus

    Fast ein bisschen Frühling

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    In ihrem Wohnort Wuppertal sehen die beiden arbeitslosen Ingenieure Kurt Sandweg und Waldemar Velte keine Perspektive für die Zukunft, sie wollen nach Indien. Auf dem langen Weg dorthin wird noch schnell in Stuttgart eine Bank überfallen und der Kassierer erschossen, bevor sie im schweizerischen Basel landen. Es ist kurz vor Weihnachten 1933, als sie im Kaufhaus Globus in der Schallplattenabteilung bei Tangomusik die Verkäuferin Dorly kennen lernen, und sich Waldemar in sie verliebt. Die Weiterreise wird vorläufig aufgeschoben und man verabredet sich für den nächsten Abend zum Spaziergang am Rhein. Zu ihrer Sicherheit bringt Dorly ihre Freundin Marie mit, die spätere Großmutter des Erzählers. Bald werden diese harmlosen abendlichen Spaziergänge zur Gewohnheit. Doch die Idylle währt nicht lange, denn die beiden Männer werden wegen des Stuttgarter Bankraubs von der Polizei gesucht. Als ihnen dann noch das Geld ausgeht, und sie eine weitere Bank überfallen, geht eine gnadenlose Jagd auf die beiden los … 

    Der Autor Alex Capus wurde 1961 in der Normandie als Sohn einer Schweizerin und eines Franzosen geboren. Seine ersten fünf Lebensjahre verbrachte er in Paris. 1966 zog seine Mutter mit ihm in die Schweiz, wo er später an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie studierte. Er ist Verfasser zahlreicher Romane, Kurzgeschichten und Reportagen, für die er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Sorgfältig recherchierte und geschichtlich überlieferte Tatsachen verknüpft Capus gerne mit fiktiven Geschichten, die überwiegend in der Schweiz spielen. Mit seinem wohl bekanntesten Roman „Léon und Louise“ war er 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Alex Capus ist verheiratet und Vater von fünf Söhnen, er lebt heute als freier Schriftsteller in Olten in der Schweiz. 

    Wie aus Aussagen des Autors zu entnehmen ist hat er über zehn Jahre gebraucht, um aus den Akten in Polizei- und Zeitungsarchiven, Protokollen von Zeugenaussagen und Gesprächen mit Überlebenden diesen Roman zu schreiben, dem ein realer Kriminalfall zugrunde liegt. Entstanden ist „Fast ein bisschen Frühling“, die Geschichte zweier Bankräuber aus den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, zweier Freunde auf der Flucht  vor dem Nazi-Regime, auf der Suche nach einem besseren Leben. Als Erzähler wählt er den späteren Enkel von Dorlys Freundin Marie, den er das Geschehen nüchtern und sachlich, dabei jedoch unglaublich spannend, schildern lässt. 

    Capus‘ Stil ist beinahe beschwingt, ein romantisches Road-Movie mit anrührenden Ereignissen, die die beiden naiven Gangster schon beinahe sympathisch machen. Dabei wird jedoch nichts beschönigt, es wird keine Stellung zu den Taten der Protagonisten bezogen, das wird dem Leser überlassen. Alle Personen kommen sehr authentisch rüber, ihre Gemütsverfassungen wie Wut und Hass, Angst und Verzweiflung, aber auch Spaß und Freude, Liebe und Zuneigung, sind deutlich zu spüren und machen das Lesen zum Erlebnis.  

    Fazit: Ein kleines Büchlein mit viel Inhalt – meine Leseempfehlung.  

  21. Cover des Buches Der Mann ist das Problem (ISBN: 9783492310185)
    Gisa Pauly

    Der Mann ist das Problem

     (47)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Gisa Pauly, bekannt durch Ihre Sylt-Krimis, stellt hier einmal eine andere Art von Buch vor. Obwohl…ein bisschen „Krimi“ ist natürlich auch dabei…

    Helene wird 50. Und was bekommt sie geschenkt von ihrem Mann? Ein Wohnmobil ! Etwas, das er sich selber wünschte…..

    Jetzt reicht es, denkt sich die Protagonistin, setzt sich in das Gefährt und braust ab in Richtung Süden. Bei einem Zwischenstopp findet sie achthunderttausend Euro im Wohnmobil. Weiss ihr Mann von diesem Geld und wenn ja, woher hat er das überhaupt? In der Toskana findet Helene ein neues Zuhause und auch eine neue Liebe. Plötzlich taucht Siegfried, ihr Mann auf – will er sie zurückhaben oder nur das Geld?

    Der Schreibstil von Gisa Pauly ist flüssig und unterhaltsam. Die Figuren allerdings sind doch sehr klischeehaft gezeichnet und bei der Story gab es sehr viele „Zufälle“. In die Zeitsprünge dagegen habe ich mich relativ schnell eingefunden. 

    Nett zu lesen, aber auch schnell wieder vergessen. 
  22. Cover des Buches Wilde Orchideen (ISBN: 9783898973977)
    Jude Deveraux

    Wilde Orchideen

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Petra78

    Nach dem Lesen der letzten Zeile war ich verwirrt, frustriert und irgendwie enttäuscht.
    Die Story beginnt seeehr schleppend. Um die Hauptprotagonisten verstehen zu können, ihre Gefühle nachvollziehen zu können, ist dieser Teil natürlich wichtig. Aber über die ersten 60 Seiten zu kommen, ist tatsächlich eine Hürde.
    Danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf und konnte mich als Leser durchaus begeistern. Auch wenn der Spannungsbogen nicht so hoch war, dass ich unbedingt jede freie Minute mit dem Buch verbracht habe.  

    Was mich wirklich aus den Socken gehauen hat, war das lächerlich zusammengeschusterte Ende. Es wirkt weder rund noch gut durchdacht. Die Gruselmomente im Wald sind eher lächerlich und wie der Plot dann durch die Großmutter erklärt wird...
    Schade, denn der Plot hätte richtig gut werden können.

  23. Cover des Buches Geld oder Lebkuchen (ISBN: 9783833743641)
    Dora Heldt

    Geld oder Lebkuchen

     (14)
    Aktuelle Rezension von: danielamariaursula

    Ernst Mannsen, Rentner ist langweilig! Sylt, insbesondere List im Winter ist langweilig, so ganz ohne die Touristen! Wenn doch mal so was aufregendes wie gestern im Fernsehkrimi mit den Gentleman-Bankräubern passieren würde, das wäre doch mal was! Aber seine Frau Gudrun ist nur genervt von ihm, backt viel zu viele Plätzchen für den Dorfweihnachtsmarkt zu Gunsten des Kinderclubs, der bedürftigen Kindern in der Schule ein Mittagessen und Nachmittagsbetreuung stellt und schmückt die ganze Wohnung! Ernst ist ja etwas beleidigt, dass man ihn nie gebeten hat mit seinem Organisationstalent mitzumachen, sondern den örtlichen Filialleiter der Bank. Doch der ist jetzt verschwunden und mit ihm das Geld für die Weihnachtsgeschenke für die Kinder des Kinderclubs. Als wäre das nicht schlimm genug, beschließt auch der örtliche Bürgermeister den Zuschuss der Gemeinde für die Kinderverpflegung ersatzlos zu streichen. Ganz klar, der Kinderclub braucht Geld und das nicht zu knapp, doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?

    Also anfangs tat ich mich etwas schwer mit einem gelangweilten, drögen, mürrischen Rentner als Hauptperson, der von seiner Frau ebenso angenervt ist, wie sie von ihm. Aber dann durchzieht der Geist der Weihnacht die Geschichte, als sich neue Aufgaben für ihn auftun und er sich endlich wieder gebraucht fühlt! Man wächst an seinen Aufgaben und nicht nur das, er stellt zu seinem großen Erstaunen und Erleichterung auch fest, dass Hilfe findet, wer gerade dringend welche braucht. Bisweilen kommt diese Hilfe aus ganz ungeahnter Richtung. Ernst ist nämlich nicht der einzige, der etwas Schwung in seinem Leben vertragen könnte und so legt dieses Hilfsprojekt ganz unerwartete Kräfte und Energien frei. Dabei sind mir die hilfsbereiten Bewohner des kleinen Ortes richtig ans Herz gewachsen, während ich mit Genugtuung hörte, wie eine clevere, von allen unterschätzte Person, die wohlhabenden Schwarzgeldsammler des Ortes zu mehr oder weniger freiwilligen Spenden animiert.

    Übrigens habe ich letztens im Radio gehört, dass die Zahl der Banküberfälle in dem letzten Jahrzehnt ganz deutlich abgenommen hat. Warum wurde nicht verraten, aber wenn man diese Pläne der Geldbeschaffung hört und dann auch noch Ernst und Hella dabei begleitet, bekommt man vielleicht eine gewisse Ahnung woran das liegen könnte.

    Je länger ich Katja Danowskis nordischer Erzählung, die mal lakonisch, mal ironisch, mal herzerwärmend und mal einfach freundlich daherkommt lauschte, desto mehr konnte ich mich fallen lassen und mich an der Skurrilität der Personen, ebenso wie von dem Tatendrang und der Hilfsbereitschaft dieses Helferteams erfreuen. Sehr charmant hat sie mich in Weihnachtsstimmung gebracht und mir richtige Freude am Zuhören geschenkt.

    Auch dieses Mal hat mich Dora Heldt mit ihren kleinen, feinen Beobachtungen im mitmenschlichen Verhalten, ihrem lockeren Erzählton und den bisweilen ironischen Spitzen bestens unterhalten. Dabei schafft sie es, dass der Ton stets menschlich bleibt und bei aller Offenlegung menschlicher Schwächen immer noch ein humorvolles Zwinkern, statt hämischen Grinsens hervorruft. Diese Geschichte ist zwar nicht ganz frei von Klischees, aber so unterhaltsam und vergnüglich und gespickt mit einfallsreichen Charakteren, das ich sie Liebhabern von unblutigen Krimikomödien sehr ans Herz lege!

  24. Cover des Buches Totenmesse (ISBN: 9783492259002)
    Arne Dahl

    Totenmesse

     (95)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus17
              Meine Rezension zu "Totenmesse"

    Klappentext: Cilla Hjelm betritt und 10:39 Uhr die Bank im vornehmen Stockholmer Viertel Östermalm. Hätte sie geahnt, was ihr bevorsteht, sie hätte einen anderen Tag für ihren Tag gewählt. Um genau 10:40 Uhr brüllen die Maschinengewehre der zwei Maskierten los, Glas splittert, und Cilla presst ihr Gesicht flach auf den Marmorboden. Was aussieht wie ein brutaler Banküberfall, entpuppt sich bald als etwas viel Ernsteres, Weitreichenderes: Die beiden russischen Bankräuber, mit denen das A-Team um Kerstin Holm un Cillas Exmann Paul Hjelm verhandelt, sind nicht auf das Geld aus. Denn plötzlich sind sie verschwunden, und ihre Spur führt bis nach Berlin und Wolgograd, bis in eine Zeit des Kalten Kriegs und der Jagd nach einer wertvollen chemischen Formel, für die viele Leute über Leichen gehen würden.

    Im ersten Moment erinnert der Klappentext von "Totenmesse" an Haus des Geldes: Zwei Maskierte, Tokio und Nairobi, beginnen, in diesem Fall in der Banknotendruckerei, um sich zu schießen. Hierbei ist man jedoch nicht auf das Geld aus, sondern auf eine chemische Formel.

    Das Buch ist äußerst spannend und sehr zu empfehlen. 
            

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