Bücher mit dem Tag "barcelona"
123 Bücher
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(5.829)Aktuelle Rezension von: SMBerghoffIch habe "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón gelesen wie man einen geheimen Garten betritt: langsam, neugierig – und am Ende wollte ich gar nicht mehr wieder raus. Schon die erste Szene, in der der junge Daniel in den "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, ließ mich spüren, dass dieses Buch selbst eine Liebeserklärung an Bücher ist.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die dichte, fast gotische Atmosphäre Barcelonas: enge Gassen, verregnete Plätze, der Geruch von altem Papier und Geheimnissen. Die Geschichte verwebt Liebe, Verrat, politische Schatten der Franco-Ära und die Spurensuche nach dem rätselhaften Autor Julián Carax so kunstvoll, dass ich mich immer wieder fragte, ob ich gerade einen Krimi, eine Familienchronik oder ein Märchen lese. Wahrscheinlich alles zugleich?
Natürlich dehnt Zafón manche Episode, und wer nur auf rasanter Spannung reitet, könnte ungeduldig werden. Doch gerade diese geduldige Erzählweise machte für mich den Zauber dieses besonderen Buches aus: Ich wollte in diesen verschlungenen Seiten verweilen. Das passiert mir selten und daher gebe ich die Höchstwertung. Für mich ist Schatten des Windes ein grandioses Loblied auf die Macht von Geschichten – ein Roman, der lange nachhallt und der zeigt, wie Bücher selbst zu Schicksalen werden können.
- Carlos Ruiz Zafón
Das Spiel des Engels
(1.412)Aktuelle Rezension von: RosenthalEin wunderschönes Buch aus der Nische magischer Realismus. Ich hatte es vor Jahren gelesen und musste es unbedingt nochmal neu lesen. Es hat von seinem Zauber nichts verloren. Man fühlt sich auch sehr zur Stadt Barcelona und dem Friedhof der verlorenen Bücher hingezogen. Schade das Herr Zafón so früh gestorben ist.
- Dan Brown
Origin
(626)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisUnd täglich grüsst das Murmeltier. Ja, als Leser von Dan Brown ist man es sich gewohnt, dass seine Geschichten um Robert Langdon immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Langdon gerät ungewollt in ein Abenteuer, muss mit einer attraktiven Frau fliegen und das halbe Land ist im dicht auf den Fersen, aber immer wieder gelingt ihm die Flucht ach und er löst zwischendurch wieder ein paar Rätsel.
Doch in diesem Band ist mir sehr negativ aufgefallen, dass die Örtlichkeiten bis zum Erbrechen beschrieben wurden, was die Handlung enorm in die Länge zieht und die Spannung in den Keller sinken lässt. Genau dasselbe wie mit Gaudis Kunst. Es war einfach zu viel des Guten. Teilweise hatte ich eher das Gefühl, eine Art Reiseführer in Kunstgeschichte in der Hand zu halten. Hie und da wird mal wieder jemand umgebracht, damit das Ganze doch schön mysteriös bleibt und man nicht vergisst, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt.
Genauso langatmig ist der Nebenplot, in dem es um das spanische Königshaus ging. Da wurde versucht, irgendwelche falschen Fährten zu streuen, was anfangs auch geklappt hat aber danach, recht schnell langweilig wurde.
Der Schluss… Die Lösung des Rätsels… Ich krieg gleich Schnappatmung. In den Vorgängern wusste man ziemlich schnell, worum es eigentlich geht aber hier wurde man bis zum Schluss im Dunkeln gelassen. Dieses ach so grosse Geheimnis war das einzige, was mich hat durchhalten lassen. Ich wollte unbedingt wissen, worum es in diesem grossen erschütternden und weltverändernden Geheimnis ging und wurde dabei bitter enttäuscht. Die grosse Auflösung ist gespickt mit elendslangen Erklärungen über die Chemie, Physik, Biologie und Informatik. Als Normalsterbliche, die mit solchen Dingen kaum Berührungen hat, war es enorm anstrengend zu lesen. Man wurde schlicht und ergreifend davon erschlagen.
Kommen wir nun zu den Charakteren, an denen ich leider auch nicht viel Gutes auszusetzen habe. Robert Langdon war in diesem Buch komplett austauschbar. Im Gegenzug zu den anderen Büchern, in denen man sein Wissen benötigt hat, war es hier kaum wichtig. Und was ist mit der Dame an seiner Seite? Na ja, sie war durchaus ein sympathischer Charakter aber eben auch austauschbar. Und sie gehörte ins selbe Schema wie alle anderen Frauen vor ihr.
Fazit:
Ich glaube, mit diesem Band ist meine Dan Brown-Ära zu Ende und ich wende mich lieber anderen Autoren zu.
- Ildefonso Falcones
Die Kathedrale des Meeres
(528)Aktuelle Rezension von: oldjoe1610Sehr gut recherchiertes Buch. Der Autor hat fundierte geschichtliche Kenntnisse und baut diese zu einem wirklich interessanten historischen Roman aus. Zwischendrin ist er manchmal relativ langatmig aber schlussendlich hätte ich gerne noch weiter gelesen. Nachdem ich schon einige historische Romane gelesen habe, die im heutigen Deutschland spielten war der Schauplatz hier (Barcelona) auch sehr interessant.
- Carlos Ruiz Zafón
Der Gefangene des Himmels
(562)Aktuelle Rezension von: luckytimmiEnde der 50er Jahre: Daniel, der bei seinem Vater in dessen Buchhandlung arbeitet, bekommt Besuch von einem seltsamen, invaliden Fremden, der ein Buch kauft, es aber dem Ladengehilfen Fermin mit einer Botschaft dalässt. Daraufhin berichtet Fermin Daniel von seiner schlimmen Gefangenschaft gut 20 Jahre zuvor. Man erfährt dann also einiges aus seiner schlimmen Vergangenheit, erfährt aber auch weiterhin in der Gegenwart, warum z.B. Fermin Bedenken hat, seine Verlobte zu heiraten.
Vor langer Zeit hatte ich mal Band 1 gelesen, kann mich aber nicht mehr erinnern, aber ich fand diesen Band 3 schwierig zu lesen. Ich hab fast bis zur Hälfte gebraucht, bis es mich dann gepackt hatte; das lag aber zum größten Teil an der sehr gestelzten, mit vielen Fremdwörtern versehenen Sprache, was das Lesen für mich sehr anstrengend machte. Deshalb gibt es nur 3 Sterne 🤷♀️. Trotzdem interessiert mich irgendwie ein ReRead von Band 1 und der Band 2.
- Meike Winnemuth
Das große Los
(256)Aktuelle Rezension von: schokobookMeike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.
Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich.
- Carlos Ruiz Zafón
Das Labyrinth der Lichter
(264)Aktuelle Rezension von: Boris_GoroffDer Autor vermag wie kein zweiter eine spannende Geschichte zu erzählen. Diese Barcelona Tetralogie kann in der Reihenfolge beliebig gelesen werden. Es entsteht ein Gesamtkunstwerk, das je nach Lesereihenfolge und aktuellem Roman einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte und seine Protagonisten wirft.
Steht in den Top 5 meiner Lieblingsbücher!
- Carlos Ruiz Zafón
Marina
(820)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Óscar Drai verlässt sein Internat in Barcelona und geht in den Garten einer alten Villa. Dort trifft er Marina und ihren Vater Germán. Nun beginnt eine geheimnisvolle, morbide Geschichte mit fantastischen Wesen, die nach Verwesung stinken und die den beiden immer wieder begegnen und sie auch verfolgen. Im Roman gibt es dafür zwar eine wissenschaftliche Erklärung, die aber im wahren Leben nicht standhält. Neben dieser Geschichte birgt aber auch das Leben von Marina und Germàn ein Geheimnis.
Eine atmosphärische und gut zu lesende Geschichte, die mir gefiel, obwohl ich ja kein Freund von Fantasy bin. - Carlos Ruiz Zafón
Der dunkle Wächter
(407)Aktuelle Rezension von: Renate1964Obwohl ich Zafon gerne gelesen habe, ist Dieser Roman eine Enttäuschung. Nicht, weil er für Jugendliche gedacht ist, auch die Umgebung und die Zeit gefallen mir. Die Idee ist zwangsläufig nicht neu, aber er hätte sicher besser gestalten können. Ab der Mitte ist es einerseits vorhersehbar, andererseits zu seicht und reißerisch
- Jussi Adler-Olsen
Opfer 2117
(231)Aktuelle Rezension von: SelfsoulIn diesem Band der Reihe steht dieses Mal Assad im Mittelpunkt.
Im Laufe des Buchs erfährt man mehr über seine Vergangenheit und Geschichte. Insbesondere, dass er eine Familie hat. Seine Frau und beiden Töchter wurden aus Rache an ihm entführt.
Als plötzlich ein Foto von seiner Frau und einer seiner Töchter in der Zeitung zu sehen ist, wird ihm klar: sie leben und es muss Rache geben.
Sehr spannend! Rose kehrt zum Team zurück.
Der zweite Fall ist etwas too much, deshalb einen Stern Abzug.
- Adriana Popescu
Morgen irgendwo am Meer - Der Roman zum Film
(184)Aktuelle Rezension von: SinaAnisNachdem ich das Buch "Mein Sommer auf dem Mond" total gut fand, musste ich mir mehr von der Autorin holen.
Morgen irgendwo am Meer darf man definitiv nicht als leichte Sommerlektüre abstempeln. So wie man Adriana Popescu kennt, schreibt sie keine Bücher, die nicht auch irgendwie einen tieferen Sinn haben- so auch dieses.
Auch dieser Jugendroman hat mir also total gefallen, auch wennn ich am Anfang ziemlich Mühe hatte, in die Geschichte rein zu finden, da es gerade am Anfang viel Drama und Unzufriedenheit gab.
Beide meine bisher gelesenen Bücher, konnten mich aufgrund des Schreibstils aber auch wegen den diversen Charakteren und deren Geheimnisse fesseln.
Ich kann also ihre Bücher total empfehlen, einfach nicht unterschätzen
- Albert Sánchez Piñol
Der Untergang Barcelonas
(75)Aktuelle Rezension von: Janine2610Darum geht's:
Barcelona um 1700: Zuvi ist vierzehn, etwas großmäulig, ein Taugenichts mit rabenschwarzem Haar. Als ihn der Graf Vauban auf sein Schloss einlädt, ändert sich Zuvis Leben schlagartig. Vauban, der berühmteste Baumeister seiner Zeit, lehrt ihn, die sichersten und schönsten Festungsmauern zu bauen, und Tochter Jeanne führt ihn in die Liebeskunst ein. Aber dann tobt der Spanische Erbfolgekrieg und Zuvis Heimatstadt Barcelona droht, eingenommen zu werden. Zuvi, inzwischen vom Leben gereift, unternimmt alles, um seine geliebte Stadt zu retten.
Meine Meinung:
Vom ersten Achtel des Buches war ich noch recht begeistert.
Der junge Zuvi, der eine Lehre zum Ingenieur beim berühmten Vauban in Frankreich beginnt, fand ich in seinem leicht naiven, tollpatschigen, aber auch intelligenten und gutmütigen Wesen eigentlich sehr liebenswert und der zum einen spitzbübische und zum anderen Teil zynische Humor hat ebenfalls sehr erfrischend auf mich gewirkt.Das gesamte Buch wird aus der Sicht des nun bereits 98-jährigen Zuvis erzählt: also eigentlich hat er es der 'lieben grässlichen' Österreicherin Waltraud diktiert, die er zwischenzeitlich auch immer mal wieder persönlich anspricht bzw. beleidigt, was vielleicht lustig hätte sein sollen, aber nicht immer war, da es meines Erachtens hauptsächlich Beleidigungen unter der Gürtellinie waren, die jemanden zum Weinen bringen können, was die gute Waltraud dann ja manchmal auch getan hat ...
Leider gab es dann auch Phasen, die für mich weniger interessant waren und es mir schwer gefallen ist, der Geschichte zu folgen. Ein Abschweifen war die Folge und ehrlich gesagt, kann ich gar nicht sagen, worum es da genau gegangen ist, da ich währenddessen mit meinen Gedanken überall war, nur nicht in der Geschichte. Aber es dürfte wohl um die Ingenieurskunst, den Bau von Bastionen und diverse Kriegs- und Abwehrerzählungen gegangen sein.
Als dann wieder die Phasen kamen, die mich mehr fesseln konnten (die aber leider deutlich weniger vorhanden waren) hatte ich dann natürlich das Problem, dass ich mit den Namen, die aufgetaucht sind wenig bis gar nichts anfangen konnte, da ich nicht wusste, mit wem oder womit ich sie in Verbindung bringen soll.Die letzten 100 Seiten des Buches fand ich glücklicherweise wieder spannend, da es darin dann wirklich (kriegsmäßig) zur Sache ging. Ja, der letzte Teil war verstörend und grausam. Dass der Krieg viele (unschuldige) Opfer fordert, weiß ich, aber das in der ganzen Bandbreite und seinem Schrecken zu lesen, kann schon ganz schön aufwühlend sein: ein Schlachtfeld, und überall Menschen mit fehlenden Gliedmaßen, Leichen und noch mehr Tote. Und obwohl das Ganze nicht allzu brutal oder blutig beschrieben wurde, ist es dennoch erschreckend zu wissen, dass so ein Massaker (ein anderes Wort fällt mir dazu gar nicht ein) tatsächlich einmal stattgefunden hat.
Aber mein Gesamteindruck ist gar nicht so schlecht, wie ich zwischendurch gedacht habe. Die Seiten, die für mich nicht spannend und interessant waren, haben zwar schon in etwa die Hälfte des Buches ausgemacht, die fesselnden Phasen fand ich dafür dann aber umso lesenswerter.
Ich vergebe 4 Sterne für eine Geschichte, die mir wirklich gut recherchiert scheint, zwischendrin sehr spannend war, mich aber trotzdem wegen gewisser thematischer Erzählungen nicht immer brennend interessiert hat.
- Andreas Pflüger
Endgültig
(212)Aktuelle Rezension von: San_KellerInsgesamt fand ich die Geschichte um die blinde Polizistin Aaron sehr spannend.
Allerdings musste ich mich erst in die Story einfinden und dranbleiben. Anfangs hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil des Autors. Die kurzen Sätze, die Flut an Infos und Verweise auf Zitate usw. sowie die häufigen Wechsel der Ereignisse, Perspektiven und Zeitpunkte (Vergangenheit oder Gegenwart) haben oft dazu geführt, dass ich nochmal zurückblättern musste um nachzulesen, wie das gemeint war oder ob ich etwas überlesen habe. Was definitiv im Paperback einfacher ist als beim Lesen von einem E-book.
Da ich im Urlaub war bin ich an der Geschichte drangeblieben und konnte es in einem Rutsch durchlesen. Daheim hätte ich es vielleicht abgebrochen, weil viele versteckte Informationen verloren gehen wenn man nicht dranbleibt und es dann schwierig wird die Hintergründe/Zusammenhänge zu verstehen.
Klar ist so ein Buch auch immer ein wenig weg von der Realität - aber hin und wieder hab ich mich schon gefragt, was unter der Hand so alles passiert, von dem der normale Bürger keine Ahnung hat.
Also für den ersten Band gebe ich 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 Sterne.
- Christoph Marzi
Malfuria. Das Geheimnis der singenden Stadt
(228)Aktuelle Rezension von: KayuriEin Mädchen ein Junge und die bösen Schatten? Catalina Gerät in Machenschaften und ahnt nicht das dies alles erst der Anfang ist.
Am Anfang wird gemütlich alles erklärt und die unterschiedlichen Stränge werden immer mehr miteinander verflochten.
Eine fantastische Welt wartet darauf entdeckt zu werden, obwohl sie zuallererst so wirkt als wär es die unsere. Die Geschichte ist spannend und fantasievoll geschrieben. Wohin wird der Wind diese Geschichte tragen?
Der Schreibstil is einfach zu lesen und lässt einen leicht in die Welt eintauchen.
Ich denke man kann dieses Buch getrost (älteren) heranwachsenden Fantasy Lesern empfehlen.
- Carlos Ruiz Zafón
Der Schatten des Windes
(184)Aktuelle Rezension von: lenihAls Daniel Sempere 1945 zehn Jahre alt wird, nimmt ihn sein Vater mit zum Friedhof der vergessenen Bücher, einer geheimnisvollen Bibliothek, in der alle Bücher aufbewahrt werden, die keinen Besitzer mehr haben. Dort darf Daniel sich ein Buch aussuchen und stößt dabei auf den Roman „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax. Über Nacht verschlingt Daniel die Geschichte und möchte sogleich mehr über den Autor und seine weiteren Werke erfahren. Doch seltsamerweise scheinen alle Bücher und auch der Autor selbst auf mysteriöse Weise verschwunden zu sein. Daniels Interesse an der Lebensgeschichte Carax‘ ist geweckt. Er beginnt zu recherchieren, ehemalige Weggefährten des Autors ausfindig zu machen und hinter Carax‘ Geheimnis zu kommen. Dabei zieht er jedoch die Aufmerksamkeit eines Fremden auf sich, der ebenfalls Interesse an Daniels Buch hat, und auch der brutale Polizist Francisco Fumero will den Jungen davon abhalten, tiefer in das Rätsel um Carax einzutauchen. Doch Daniel lässt sich nicht beirren. Auf seiner Suche findet er neue Freunde und verliert alte, er trifft auf die Liebe und den Tod, er lernt viel über die Gräueltaten des Franco-Regimes und die Geheimnisse seiner Heimatstadt Barcelona und wird dabei erwachsen.
Mit 16 Std. 15 Min. ist das Hörbuch „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón schon eine etwas längere Geschichte. Der Autor nimmt sich zu Beginn viel Zeit, die Hauptfigur Daniel vorzustellen. Die Leser*innen lernen den Jungen, der von einem Buch so sehr in den Bann gezogen wird, dass es von nun an fast sein ganzes Leben bestimmen wird, kennen und begleiten ihn auf seiner Suche nach dem nebulösen Carax. Manche Beschreibungen von Daniels Gedanken und Erlebnissen geraten dabei schon etwas langatmig. Der Autor hat jedoch eine wunderbare Art und Weise, Worte zu finden, um diese und auch die Stadt Barcelona zu beschreiben. Darum fiel es mir nicht schwer, trotz der Länge des Hörbuches bei der Geschichte zu bleiben. Der Schreibstil ist einfach wunderschön, bildhaft und anschaulich.
Als Daniel auf den Landstreicher Fermín Romero de Torres trifft, der sich als weltgewandt und belesen herausstellt, gewinnt die Geschichte an Fahrt, denn Fermín ist ebenfalls neugierig auf Carax geworden und hilft Daniel, dessen Spur aufzunehmen. Dabei geraten die beiden immer wieder mit dem grausamen Fumero aneinander, mit dem Fermín eine ganz eigene Vergangenheit verbindet. Hier liegt übrigens auch einer der beiden Kritikpunkte, die ich an diesem Buch habe. Es gibt eine ganze Menge vermeintlicher Zufälle und Zusammenhänge in dieser Geschichte. Natürlich ist dies ein fiktiver Roman, aber wenn ich mir vorstelle, wie viele Einwohner Barcelona auch 1945 schon gehabt haben muss, sind manche Bekanntschaften und Verbindungen schon etwas arg auffällig gut passend konstruiert.
Spannend bleibt die Suche nach dem verschwundenen Carax dennoch. Es tun sich immer mehr Verwicklungen auf und mehr und mehr Geheimnisse werden gelüftet. Nach und nach wird klar, warum keines der Bücher Carax' mehr in den Buchhandlungen und Sammlungen der Literaturliebhaber zu finden ist, außer jenem, das Daniel besitzt.
Auch die Liebe ist ein zentrales Thema des Romans. Und hier kommt dann auch mein zweiter Kritikpunkt. Mir ist es nämlich etwas wahllos vorgekommen, wie die männlichen Hauptfiguren ihr Herz verschenken. Besonders bei Daniel hatte ich das Gefühl, dass seine Gefühle immer vom einen auf den nächsten Moment zu entflammen scheinen und er sich beinahe von jeder Frau angezogen fühlt.
Achtung, Spoiler!!! Besonders bei Daniels großer Liebe hat mich dann gestört, dass er noch kaum ein Wort mit ihr gewechselt hat, sie aber gleich dazu bringt, ihre Verlobung zu lösen ohne überhaupt genau zu wissen, was er von ihr will.Dennoch ist „Der Schatten des Windes“ eine große Geschichte, spannend, berührend und manchmal sogar sehr komisch erzählt. Ein paar Längen und manch seltsamen Zufall muss man aushalten können, dann wird man aber auch belohnt mit einer wundervollen Erzählweise und einem Roman, in dem die Liebe zu Büchern und Geschichten eine ganz zentrale Rolle spielt. Hervorragend gelesen von Uve Teschner.
- Núria Pradas
Die Kleidermacherin
(16)Aktuelle Rezension von: Jessica-buchmomentDieses Buch war zwar nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht umgehauen. Der Schreibstil des Buches ist ganz gut, allerdings sind manche Passagen etwas langweilig.
Ein Teil des Buches spielt zur Zeit des 2. Weltkrieges und dieser Teil hat mir noch am meisten gefallen. Es wird – für meinen Geschmack – aber etwas zu schnell abgehandelt und zu wenig auf das Leben während des Krieges eingegangen. Gut, es ist in dem Sinne ja auch kein Buch über den 2. Weltkrieg, sondern dieser ist nur ein Nebenschauplatz in der gesamten Geschichte, für mich aber war dieser Teil der interessanteste.
Zwar wird beim Klappentext nur auf Laia und Roser eingegangen, tatsächlich teilen sie sich die Hauptrollen der Geschichte aber noch mit einigen weiteren Personen. Jede dieser Personen hat ihre eigene Geschichte, der Platz im Buch eingeräumt wird. Dadurch fiel es mir etwas schwer, Sympathien aufzubauen.
Insgesamt ein ganz nettes Buch, aber weder die Charaktere noch die Geschichte an sich, haben mich wirklich berührt. “Die Kleidermacherin” ist kein Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
- Romain Puértolas
Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte
(102)Aktuelle Rezension von: Schwalbe71Überraschend unterhaltsam und angenehm leichtfertig beginnt der humorvolle Roman um einen indischen Fakir, der in seinem Heimatdorf ein wenig in der Predoullie steckt und deshalb unbedingt nach Paris zu IKEA muss, um sich von dort das spezielle Bett aus dem Angebot besorgen zu können.
Bedauerlicherweise bricht nach etwa 90 Seiten schnellen Schrittes das Thema Migration, Fluchterfahrungen, Stigmatisierung und wohl noch mehr damit Verbundenes über die nun deutlich Gefühle und vereinfachte Zusammenhänge betonende Geschichte herein, dass der Zauber des Anfangs enttäuschend schnell verfliegt. Ob der Autor mit dieser Entwicklung seiner Geschichte einen Gefallen getan hat, dass wage ich zu bezweifeln, ich kann mir vorstellen, daß die Meinungen dazu weit auseinanderliegen. Wie dem auch sei, sicherlich könnte darüber eine literarisch lehrreiche Debatte geführt werden, die Schreibende wie Lesende vor einer solchen Story zukünftig hoffentlich bewahrt.
Nix für ungut......
- Care Santos
Die Geister schweigen
(49)Aktuelle Rezension von: beccarisDie Thematik des Buches ist verlockend: Vergangenheit und Gegenwart zu verflechten, Kunst, Kultur und Geschichte miteinander zu verbinden, dazu noch eine anrührende Liebesgeschichte mit interessanten Persönlichkeiten zu erzählen und das Ganze in mediterranen Gefilden spielen zu lassen. Genau die richtige Begleitlektüre für eine Barcelona-Städtereise (das Format des Buches ist diesbezüglich jedoch weniger geeignet).
Der Aufbau des Buches überzeugt durch seine Bruchstücke der Kapitel, die sich chronologisch jeweils abwechseln. Die Autorin verwendet einerseits die erzählende Form, dann wieder den E-Mail-Verkehr zwischen zeitgenössischen Personen und andererseits werden historische Dokumente und Zeitungsausschnitte eingeflochten. Ebenso werden kunstgeschichtliche Beschreibungen und gesellschaftliche Strömungen in den Roman integriert. Das alles macht das Buch sehr abwechslungsreich. Wenn man nicht mehrere Kapitel hintereinander liest, muss man jedoch achtgeben, dass man den Faden nicht verliert.
Die geschickte Dramaturgie des Buches vermag die teilweise sehr langwierigen Abschnitte nicht ganz zu kompensieren. Die letzten 100 Seiten waren für mich am spannendsten zu lesen. Auch die Liste am Schluss der fiktiven Personen sowie den echten historischen Persönlichkeiten fand ich sehr hilfreich und das Nachwort der Autorin gibt eine sachliche Zusammenfassung des historischen Hintergrundes. - Andreas Pflüger
Niemals
(123)Aktuelle Rezension von: San_KellerAuch den zweiten Band der Reihe um die blinde Polizistin Aaron fand ich spannend und gut geschrieben.
Mittlerweile habe ich mich mit dem Schreibstil vom Autor vertraut gemacht. Wie bereits im ersten Band wird man mit einer Flut von Infos, Handlungssträngen, Charaktere und Perspektiven konfrontiert. Da ich an der Geschichte dranbleiben und zeitnah zu Band eins lesen konnte, war es kein Problem. Leider hatte ich es nur auf E-Book, was ein zurückblättern (was ich häufiger machen musste um nachzulesen wie was wo war) schwieriger.
- Hanni Münzer
Die Akte Rosenthal – Teil 1
(26)Aktuelle Rezension von: NeuneuneugierigAuch wenn man Seelenfischer nicht gelesen hat, findet man schnell in die Story hinein. Doch würde ich empfehlen, damit nicht zuviel schon vorher bekannt ist, tatsächlich mit Seelenfischer zu starten.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und damit der Inhalt gut zuverstehen. Wer Verschwörungstheorien liebt, hat noch einen Grund mehr, sich dieser Reihe anzunehmen. Der Liebe, Freundschaft und Feindschaft wird viel Raum gegeben und auch wenn das ein oder andere zu erwarten ist, so gibt es eben auch die ein oder andere Überraschung. Mein besonderes Highlight Jusus Brief an seine (beiden) Maria, sehr schön geschrieben! - Andreas Pflüger
Geblendet
(89)Aktuelle Rezension von: San_KellerDer dritte Band der Reihe um die blinde Polizistin Aaron fand ich am schwächsten.
Der Autor bleibt seinem Schreibstil treu, was ich gut fand. Die Story ist an sich auch wieder spannend, weil man sich schon sehr früh überlegt, wer wird wohl am Schluss noch dabei sein und wer nicht.
Den Schluss fand ich dann einfach zu schnell, zu unübersichtlich und auch zu unbefriedigend.
Also 3 Sterne, aber die Reihe hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
- Carolin Wahl
Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
(180)Aktuelle Rezension von: cozyeveningreadsEine wunderschöne Sport-Romance, ein Muss für alle Formel-1-Fans!
Fiona McKenzie liebt die Formel 1. Und sie hasst Duncan McKinnon, den arroganten Rennfahrer aus dem Team ihres Vaters. Die Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit: Duncan verabscheut Fionas luxuriösen Lifestyle, während sie eigentlich nur um die Aufmerksamkeit ihres Vaters kämpft, die sie sich seit Jahren mit Duncan teilen muss. Entschlossen, ihren großen Traum, selbst in der Formel 1 zu arbeiten, gegen den Willen ihres Vaters zu verwirklichen, trifft sie immer wieder auf Duncan, der sich eigentlich nur auf seine Karriere konzentrieren will...
Carolin Wahl schafft es, einem das Gefühl zu geben, selbst im F1-Wagen zu sitzen. Durch den Wechsel der Erzählerperspektive kann man sich wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen und ihre Emotionen hautnah nachempfinden.
Der Spannungsaufbau ist fließend und angenehm zu verfolgen, ich habe wirklich jede Seite genossen, absolute Empfehlung, auch für alle, die mit Formel 1 nichts am Hut haben🤍 - David Nicholls
Drei auf Reisen
(156)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhConnie und Douglas haben sich nach über zwanzig Jahren auseinandergelebt. So sieht es jedenfalls Connie. Douglas fällt aus allen Wolken. Trotzdem wollen sie mit ihrem Sohn Albie im Sommer auf die "Grand Tour" gehen. Aber ist das wirlich eine gute Idee?
"Drei auf Reisen" hat ein knallig-orangefarbenes Cover, weshalb die drei blauen Silhouetten sowie die weiße Schrift besonders auffallen. Das Cover verrät nicht viel, nur der Fakt, dass sich alle drei Personen voneinander entfernt befinden, der Mann in der Mitte jedoch der weiblichen Person zugewandt ist, lässt tief blicken. Das Cover macht neugierig und "leitet an den Klappentext weiter". Der Name des Verlags, "Kein & Aber", gefällt mir sehr gut!
David Nicholls Schreibstil gefällt mir, das ist nicht mein erstes Buch von ihm. Interessant ist auch die Perspektive des Ehemannes, Douglas, und die Zeitsprünge. So ist man mal in der Gegenwart, der Grand Tour, dann wieder wird die Liebes- und Lebensgeschichte von Connie und Douglas erzählt. Es erfordert Konzentration, wenn man eben noch in der Vergangenwart war und quasi unvermittelt in die Gegenwart geholt wird. Das Buch hat ein paar Längen, macht aber auch nachdenklich und stellt die berühmte Frage, ob Gegensätze sich anziehen? In diesem Fall hielt die Anziehung leider nicht für den Rest des Lebens. - Astrid Töpfner
Wir sind für die Ewigkeit
(71)Aktuelle Rezension von: ChrisleseratteIch muss gestehen: Dies war mein erster Roman von Astrid Töpfner, aber ich bin restlos begeistert. Einmal angefangen, konnte ich das Buch schlichtweg nicht mehr aus der Hand legen – die Geschichte hat mich von der ersten Seite an vollkommen in ihren Bann gezogen.
Was dieses Buch für mich so besonders macht:
Tiefe Charaktere: Die Figuren sind so feinfühlig und lebendig ausgearbeitet, dass man sofort eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Man fühlt, leidet und hofft regelrecht mit ihnen mit.
Spannung pur: Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd. Astrid Töpfner versteht es meisterhaft, den Spannungsbogen durchgehend hochzuhalten.
Historische Präzision: Man merkt auf jeder Seite, wie hervorragend und detailverliebt recherchiert wurde. Besonders die geschichtlichen Hintergründe über Spanien sind faszinierend in die Handlung eingewoben. Ich habe nicht nur eine tolle Geschichte gelesen, sondern auch mein Wissen über das Land vertieft.
Nachdem ich „Wir sind für die Ewigkeit“ gelesen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören und habe auch „Erinnerung“ und „Berührung“ verschlungen. Astrid Töpfner schreibt so spannend, dass man die Bücher kaum aus der Hand legen kann.
Mein Fazit:
Eine tiefgründige, spannende und historisch fundierte Romanreihe, die lange nachhallt. Wer emotionale Geschichten mit echtem Tiefgang sucht, wird diess Bücher lieben. Eine klare Leseempfehlung von mir!























