Bücher mit dem Tag "bauern"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bauern" gekennzeichnet haben.

208 Bücher

  1. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine wahre Begebenheit verpackt in einer packenden Geschichte die unter der Haut geht und die Seele berührt. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen mit Worten eine Atmosphäre zu schaffen die einem mit nimmt und man das Gefühl hat man wäre dabei. Man merkt dem Buch an das dahinter viel Recherche Arbeit steckt. 


  2. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (317)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    So nun muss ich aber auch noch meinen Senf dazugeben 😅🙈


    Leseeindruck von 

    Das Salz der Erde von Daniel Wolf 


    Ich hatte das Buch schon etwas länger auf meinem SuB liegen und bin drum herum geschlichen. 1150 Seiten sind schon eine Hausnummer und ich kannte den Autor auch noch gar nicht. 

    Meine Sorge war völlig unbegründet. Das Buch liest sich flüssig der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich auf keiner der vielen Seiten auch nur ansatzweise gelangweilt. Im Gegenteil, es fiel mir ausgesprochen schwer das Buch aus der Hand zu legen. 


    Zum Buch:  Die Fleury-Serie 1 Teil von 4

    Das Buch beginnt im Jahr 1187.

    Es geht um den Jungen Michel Fleury und das Leben in der damaligen Zeit.  Man bekommt Einblick in die Kaufmanns Gilde und dem täglichen hartem Leben. Das Buch spiegelt wie groß der Einfluss der Kirche war und mit welch grausamen Machenschaften, Feinde aus dem Weg geräumt wurden.

    Es geht um Verluste, Zusammenhalt, Liebe, Verrat, Krieg,  Machtkämpfe und Betrug.  Ein Buch welches mich wirklich beeindruckt hat. Ich freue mich jetzt tatsächlich schon darauf im Januar den zweiten Teil zu beginnen.  

    Von mir bekommt der Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden der gerne historische Bücher liest. 


    Klapptext: 

    Herzogtum Oberlothringen, 1187: Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Familiengeschäft. Die Kunst des Handels hat er in Mailand gelernt. Nun möchte er seine Heimatstadt Varennes-St. Jacques nach italienischem Vorbild zu einer freien Handelsstadt machen. Doch Varennes leidet unter dem korrupten Stadtherrn Bischof Ulman und dem grausamen Ritter Aristide de Guillory, der die Handelswege kontrolliert. Michel steht ein schwerer Kampf bevor. Und auch um seine Liebe muss er kämpfen, denn sein ehemaliger Freund Gaspard Caron verbietet Michel, seine Schwester Isabelle zu heiraten...

  3. Cover des Buches Landliebe (ISBN: 9783453421950)
    Jana Lukas

    Landliebe

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Ellie hat Geldprobleme und meldet sich deshalb bei der TV Sendung Landliebe an. Ebenso ergeht es dem Winzer Tom. Der hat ebenfalls Geldprobleme und wird von seinem Bruder bei der Sendung angemeldet. Beide bekommen eine Rolle auf den Leib geschneidert und ein Hobby und müssen sich an ein Drehbuch halten. Wenn sie das alles bis zum Ende durchmachen, dann winkt das Geld. Aber Ellie trägt eigentlich keine Dirndl und will im echten Leben auch kein Nagelstudio eröffnen. Tom baut in seiner Freizeit auch keine Modell Flugzeuge und sucht eigentlich keine Frau. Und dann kommt alles anders. Jana Lukas hat ein super lustiges Buch geschrieben, dass aber auch eine tolle Liebesgeschichte beinhaltet und auch nachdenklich daher kommt. TV Shows sind immer mit Drehbuch versehen und wer glaubt das Bauer sucht Frau, Modell Castings, Bachelor und Co echt sind, der kann einem echt nur leid tun. Lest mal dieses amüsante Buch und werdet gleich noch über die TV Welt aufgeklärt.

  4. Cover des Buches Das Pestzeichen (ISBN: 9783442476398)
    Deana Zinßmeister

    Das Pestzeichen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Malka

    Es geht in dem Buch um Ende des Dreißig jährigen Krieg, um eine junge Frau namens Susanna. Diese junge Frau verliert durch einen Mann namens Jeremias ihre ganze Familie. Warum? Aufgrund magischer Schriften, welche den Weg zu einem Schatz zeigen. Susannas Vater vertraut seiner Tochter kurz vor seinem Tod das Versteck der magischen Schriften an.

    So begibt sich die junge Frau auf eine gefährliche Abenteuerreise und lernt dabei sogar noch große Liebe kennen.

    Zum Schreibstil kann ich sagen, dass den Roman für sehr einfach geschrieben empfunden habe. Es wurden wenig bis gar keine Fremdwörter verwendet. Und wenn doch dann wären sie leicht verständlich. Die Autorin schreibt den Roman sehr flüssig und zusammenhängend. Die Beschreibung der Charaktere sorgt dafür, dass man sich diese sehr gut bildlich vorstellen konnte.

    Besonders gut fand ich dass die Autorin in dem Roman die Sichtweisen gewechselt hat. So wurde mal aus Susannas Sich und mal aus der Sicht von dem Jeremias geschrieben zum Beispiel.

    Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und haben meiner Ansicht auch gut in die Handlung gepasst.

    Die Hauptfigur Susanna hat Trotz ihres großen Verlustes niemals aufgegeben und immer weiter gekämpft. Am Ende hat sich ihr Kampf ausgezahlt. Susanna hat nicht nur den Schatz gefunden sondern auch ihre Liebe gefunden.

    Für mich gehört dieser Roman mit zu den gelungendsten historischen Romanen die ich jemals gelesen habe. Er ist ein Roman für zwischendurch. Ich habe ihn innerhalb von drei Tagen verschlungen. So gut fand ich diesen. Ich persönlich freue mich auf die Fortsetzung. Des Weiteren kann ich diesen Historischen Roman auf jeden Fall zum lesen weiter empfehlen. Er ist spannend, aufschlussreich bezogen auf das verwendete Zeitalter. Dieser Roman weckte in mir sehr viel Interesse für diese Zeitspanne.

  5. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (894)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Im 4. Band der Outlander-Reihe bauen sich Claire und Jamie ein neues Zuhause in Amerika auf. Um Land in Anspruch nehmen zu können, musste Jamie Bedingungen zustimmen, welche zukünftig Ärger versprechen. Der Aufbau der Ortschaft Fraser's Ridge beginnt. In der Zeit verfolgt der Leser auch das Schicksal von Brianna und Rodger. Denn die junge Frau hat zunehmend das Bedürfnis zu erfahren, wer sie eigentlich ist. Was sie mit ihrem echten Vater verbindet und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln zu suchen, wird immer größer.

    Dieser Band unterscheidet sich von den Vorgängern. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf Claire und Jamie, sondern auch auf deren Tochter. Dieser neue Erzählstrang gibt der Reihe einen neuen Reiz, verleiht ihr eine ebenso mitreißende und spannende, neue Liebesgeschichte. Dabei bleibt die Autorin sich treu und beschreibt weiterhin alles sehr detailliert, naturlieb und überzeugend. Und was ich am besten finde, es bleibt unvorhersehbar.

    In der ersten Hälfte des Buches ging es noch viel um Claire und Jamie. Und da die beiden in den ersten 3 Büchern so viele Hürden und Streitigkeiten überwinden mussten, hat meine schiere Begeisterung leider kurze Zeit langsam abgenommen, weil bestimmte Szenen oder Konzepte sich wiederholten oder ähnlich abliefen. Bei der Hälfte wurde die Geschichte rund um Brianna und Roger intensiver aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es kam frischer Wind rein. Neue Aspekte wurden aufgenommen, allein schon deswegen, weil man das ursprüngliche Paar Claire und Jamie, nunmehr aus einer anderen Perspektive gesehen hat. Nämlich als Eltern. Vor allem war es interessant zu sehen, was für Charaktereigenschaften Brianna von ihren Eltern geerbt hat. Wie gut diese beschrieben worden sind.

    Es waren lustige Momente vorhanden, insbesondere dann, wenn Jamie „altmodische“ Ansichten äußerte, doch der Leser nur zu gut wusste, dass die sture, freiheitsliebende Brianna damit überhaupt nicht einverstanden wäre.

    Mit Roger haben wir einen neuen Helden näher kennengelernt. Anders als Jamie, aber nicht weniger mutig und liebenswert. Ich habe genauso mitgefiebert mit seinem Handlungsstrang, wie schon damals bei Claire und Jamie.

    Indianer haben eine große Rolle in dieser Fortsetzung gespielt. Von ihnen lief eine schaurige, raue Atmosphäre aus. Man lernte neue Bräuche und Verhaltensweisen kennen. Besonders Jamies Neffe Ian trat in Zusammenhang mit den „Wilden“ ins Spiel. Es passierten skurrile und gefährliche Begebenheiten. Auch hier hat Diana Gabaldon es geschafft einen neuen Schauplatz zum Leben zu erwecken. Ich staune immer wieder, wie vielfältig sie schreiben kann. Nachdem wir im 2. Band glaubwürdig am französischen Hof waren, sind wir hier ebenso glaubwürdig mitten in der Wildnis bei Indianern.

    Ich freue mich auf den 5. Band! Und wenn es jemanden gibt, der zwischenzeitlich auch einen Abschnitt nicht mehr ganz so fesselnd findet, dann bleibt dran. Es lohnt sich.   

  6. Cover des Buches Königsfreunde (ISBN: B00HWCDAWO)
    Isabell Schmitt-Egner

    Königsfreunde

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407

    Kaum gekrönt, wird der König entführt. Doch dem Entführer kommen Gewissensbisse. Entgegen des Planes bringt er ihn bei einer Bauernfamilie unter. Die Familie - besonders deren Tochter sind nicht gerade erfreut, nehmen den König aber auf.

    Der junge König findet sich mit seiner Lage ab, und in das ungewohnte Bauernleben hinein.

    Schließlich überwinden Familie und Dorfbewohner anfängliche Probleme und wollen dem Jungen bei der Rückeroberung seines Thrones helfen.

    Isabell Schmitt-Egners Stil ist sehr gut lesbar. Die Leser werden schnell in die immer  spannender werdende Handlung hineingezogen. Die Charaktere sind glaubwürdig, auch wenn ein verwöhnter Junge etwas schnell ins bäuerliche Leben hineinfindet. Dass sich Robin, der König und die Bauerntochter ineinander verlieben, überrascht nicht wirklich.

    Band 2 und die erschienene Nebengeschichte „Adam – Eine Königsfreunde-Geschichte“ lohnen sich ebenso zu lesen.

  7. Cover des Buches Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod (ISBN: 9783453421882)
    Gerhard Jäger

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

     (63)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Eine verlorene Liebe treibt den jungen Historiker Max Schreiber aus Wien im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf. Als er das Gasthaus betritt, in dem er ein Zimmer beziehen wird, verstummen die Gespräche in der Stube. Es bleibt lange bei der feindseligen Stimmung für den Fremden aus der Stadt. Erst allmählich nähert sich Max den Einheimischen, lauscht den alten Geschichten, in denen Hexen bei Bränden und deren Kinder den Lawinen zum Opfer fielen. Nachts schreibt Max alles in sein Notizbuch. Auch die Begegnungen auf einsamen Spaziergängen mit einer jungen Frau mit rotem Kopftuch, die nie ein Wort zu ihm sagt, beschäftigen seine Gedanken.
    Mehr als fünfzig Jahre später reist ein alter Mann aus Amerika zurück in seine Heimat Österreich. Er will in Innsbruck Nachforschungen zum Verschwinden seines Cousins Max Schreiber anstellen. Was geschah in jenem Winter, als der Schnee ein Dorf von der Außenwelt trennte und viele Menschen unter Lawinen begrub?
    Der Roman zog mich schnell in den Bann, nachdem ich mich anfangs etwas an den dialogarmen Schreibstil gewöhnen musste. "...schon gießt er die Bilder, die in seinem Inneren aufsteigen, in die Buchstabenform, lässt sie zu Worten erstarren, ordnet sie zu Sätzen, zu Skizzen, zu den Gedanken und Gefühlen..." Doch dann entstand eine bewegende dunkle Geschichte über Schuld und Sühne. Leider wird es keine weiteren Bücher des Schriftstellers geben, denn er verstarb im Erscheinungsjahr des Buches.

  8. Cover des Buches Wenn die Nacht verstummt (ISBN: 9783839811412)
    Linda Castillo

    Wenn die Nacht verstummt

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Clio

    Wenn die Nacht verstummt ist Band 3 der äußerst spannenden Reihe um die Ermittlerin Kate Burkholder. Und Linda Castillo erweist sich auch hier wieder als großartige Erzählerin, der es nicht nur gelingt, eine packende, komplexe Kriminalhandlung zu erzählen, sondern auch Land und Leute vor dem inneren Auge des Lesers bzw. Hörers lebendig werden zu lassen. Und sie mit dem Leben und Glauben der Amisch vertrauter zu machen.
    Der Leser/Hörer wird dabei sofort in das Geschehen hineingeworfen, denn dieser Roman beginnt mit dem Abschlachten einiger Schafe, womit die Autorin auch gleich den „Ton“ des Buches und der gesamten Serie vorgibt: Es wird nicht nur sehr spannend, sondern auch brutal und anschaulich, was schon andeutet, dass der Thriller nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete ist. Das gilt auch für die Motivation des Täters, die den Hörer/Leser in die Abgründe des Menschlichen führt.
    Die Erzählweise ist in Wenn die Nacht verstummt jedoch klassisch. Castillo kehrt in Band 3 zum Ich-Erzähler (Protagonistin Kate Burkholder) bzw. zur personalen Perspektive (John Tomasetti) zurück. Das bedeutet, die Erzählperspektive springt zwischen den beiden Figuren hin und her und erzählt die Geschichte somit aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Das ist natürlich bei einem Krimi bzw. einer Geschichte mit mehreren Ermittlern sehr hilfreich, denn es ermöglicht dem Leser/Hörer, den Nachforschungen einerseits aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu folgen und andererseits eigene Überlegungen zum Täter anzustellen, und drittens erhält die Geschichte durch Kates Perspektive auch einen persönlichen, emotionaleren Touch.
    Die von Castillo geschilderten Charaktere wirken dabei authentisch und vielschichtig, zumindest ist dies bei Kate der Fall, aber auch in Tomasettis Psyche eröffnet die Autorin weitere Einblicke. Wie es in Krimireihen üblich ist, schildert Castillo in jedem weiteren Band immer wieder neue Facetten der Geschichte bzw. des Privatlebens der zentralen Ermittler; in diesem dritten Band noch stärker als in den ersten beiden.
    Diese Einblicke sind zwar nicht Hauptbestandteil der Handlung, werden aber von Castillo ganz organisch eingeflochten. Und obwohl die Ermittlungen selbst anfangs schleppend vorangehen und die zwei Polizeibeamten im Grunde nur von einem Tatort zum nächsten fahren, ohne größere Nachforschungen anstellen zu können, fällt der Spannungsbogen nicht ab. Dieser baut sich von Kapitel zu Kapitel auf – bis es zum großen, unerwarteten Showdown kommt.

    Über das Hörbuch

    Gelesen wird das Hörbuch von Tanja Geke (*1971), die eine erfahrene deutsche Schauspielerin, Sängerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin (u. a. Maggie Gyllenhall und Zoe Saldana) ist. Und sie hat mich erneut vom ersten Kapitel an begeistert! Es gibt sicher Sprecherinnen und Sprecher, die ihre Sprechweise von Figur zu Figur stärker variieren, aber ich wusste dennoch jedes Mal, wer gerade spricht bzw. in welcher Stimmung sich die jeweilige Figur befindet – dies gilt für männliche Figuren ebenso wie für weibliche. Was bei ihr deutlich auffällt: Sie liest deutlich langsamer als andere Sprecher, denen ich bereits gelauscht habe, aber das tut der Spannung und der Hörfreude keinen Abbruch.

    Mein Fazit: Das Hörbuch hat mich von Beginn an gepackt und mir Lust gemacht, die weiteren Bände der Serie um Kate Burkholder anzuhören.

  9. Cover des Buches Juliregen (ISBN: 9783426504154)
    Iny Lorentz

    Juliregen

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Yvo3
    Es ist der letzte Teil einer Trilogie um Lore. Wir befinden uns Ende des 19.Jahrhunderts und begleiten Lore auf ihrem Lebensweg. Auch in diesem Teil ist Lore Neid und Intrigen ausgesetzt und gerät in Gefahr.
    Das Buch war sehr schön zu lesen. Lore ist mir sehr sympathisch und es machte mir Spaß sie zu verfolgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Für historisch lesende Anfänger sehr gut geeignet. Die Geschichte nahm immer mehr an Spannung zu und war sehr interessant.  Auch lernt man einiges über das Leben und Verhalten adliger und ärmeren Leuten der damaligen Zeit. Mir hat die gesamte Trilogie sehr gut gefallen.
  10. Cover des Buches Falaysia - Allgrizia (ISBN: 9783737510752)
    Ina Linger

    Falaysia - Allgrizia

     (115)
    Aktuelle Rezension von: fluesterndezeilen

    Falaysia ist eine Welt, die neben unseren existiert. Jenna wird in diese Welt geworfen ohne das sie von ihr weiß. Denn eigentlich soll sie helfen Leon, ein weitere Mensch aus der normalen Welt, aus dieser Welt zu entkommen. Doch auf dem Weg müssen sie viele Hindernisse überwinden. Und damit meine ich nicht nur die magischen Wesen wie Drachen. Das Cover besteht einfach aus einem Bild und einer Person, die in die Landschaft schaut. Dadurch ist es recht schlicht und es zieht nicht die ganze Aufmerksam aufs Cover, sondern auf den Titel. Denn dieser ist groß und in einer auffälligen Schriftart geschrieben. Man erkennt den Titel, den Untertitel, den Autor und wie der 1. Band heißt. Durch die Farben ist das Cover dunkel gehalten und ist nicht ganz der Blickfänger. Doch der Titel reißt das ganze wieder ein bisschen herum, da er aus ungewöhnlichen Wörtern wie Falaysia und Allgrizia besteht. Der Klappentext ist meiner Meinung ein Stück zu lang und verrät auch einiges, was im Buch geschieht. Ina Lingers Schreibstil ist sehr flüssig und ich kam relativ gut durch. Jenna ist ein Mädchen, das nicht wusste, was mit ihr geschieht. Sie hat einen guten Charakter und ist teilweise sehr zwiegespalten. Leon will unbedingt zu den guten gehören und tut doch Dinge, die ich persönlich nicht für gut halte. Er ist mir ziemlich unsympathisch, doch jedes Buch braucht einen Charakter den man nicht so mag. Bei mir ist es Leon. Doch dafür liebe ich Marek(Jenna er gehört Mir!). Er spielt in dem Buch zwar den Bösen, doch er ist einfach Himmlisch. Fazit: Es ist ein gutes Buch, dass sich lohnt zu lesen. Es erhält von mir 4 von 5 Sternen. Und ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

  11. Cover des Buches Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben (ISBN: 9783446245112)
    Sally Nicholls

    Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben

     (29)
    Aktuelle Rezension von: B_Mondae

    Diese Rezension betrifft das Buch „Keiner kommt davon“, die Autorin ist die Britin Sally Nicholls, die deutsche Ausgabe erschien 2014 beim Hanser-Verlag. Ich stieß auf das Buch eher zufällig durch eine Rezension in der FAZ und wurde durch den Hinweis auf die realistische Darstellung des Lebens im England des Jahres 1348 angesprochen.

    In dem Historischen Roman geht es um das Jahr 1348, in dem die erste Pestwelle durch Europa rast und auch die Insel nicht verschont. Dort sitzen die Abkömmlinge der normannischen Invasoren von 1066 fest im Sattel, die Sprache der Oberschicht ist Französisch. Die Hauptfigur des Romans ist jedoch die 14 Jahre alte Isabel, die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Isabel lebt in Ingleforn, nördlich von York, Grafschaft Yorkshire. Mit vielen Geschwistern, Vater und Stiefmutter wohnt sie in einem primitiven Bauernhaus, der Stall grenzt direkt an den Wohnbereich, so dass die Wärme der Tiere im Winter zur Heizung des Hauses beiträgt. Der Boden ist aus festgestampftem Lehm, die Wände aus Flechtwerk, bestrichen mit Lehm als Fassade und Dämmung.

    Das Jahr 1348 ist das Jahr, welches einerseits einem Jahr mit viel Regen und einer schlechten Ernte mit Hungersnöten folgt, andererseits leider auch das Jahr, in dem die Pest England erreicht. Isabels Eltern sind Leibeigene, denen vom Grundherrn sogar die Heirat vorgeschrieben wird. Sie sind an den Boden gebunden und müssen in der Erntezeit neben ihren eigenen Feldern noch die des Adels bearbeiten. Dafür wird die gesamte Familie eingesetzt, die Kleinkinder sammeln die heruntergefallenen Getreidekörner von den geernteten Feldern auf.

    Von der Pest erfährt das Dorf durch Gerüchte von Kaufleuten und Wanderpredigern. Zuerst heißt es, sie sei auf dem Kontinent und dort stürben die Sünder. Also sei die Pest die gerechte Strafe für ein sündiges Leben. Dann erfährt man von der Ankunft der Pest in London, doch die Toten dort hätten bestimmt ebenfalls viel Schuld auf sich geladen. Dann erreicht die Pest York und die Dorfbewohner sehen Karawanen von Flüchtlingen auf dem Weg nach Norden. Jeder versucht der Krankheit zu entkommen. Isabels Eltern haben als Leibeigene keine Möglichkeit dazu und bleiben wie die meisten Bewohner vor Ort.

    Natürlich erreicht die Pest auch Ingleforn und noch fragt man sich, ob die ersten Kranken nicht auch irgendwie sündige Menschen waren. Schließlich ist die Pest die Strafe für Verfehlungen gegen die kirchlichen Gebote. Die Meinung bekommt langsam Risse, als die Pest im nahen Kloster wütet, wo fromme Mönche selbstlos Kranke behandeln. Der Dorfpfarrer flieht heimlich in der Nacht, als er den Auftrag erhält, erkrankte Dorfbewohner zu segnen bzw. die Sterbesakramente zu erteilen.

    Die Hilflosigkeit der damaligen Menschen wird aus der Perspektive von Isabel sehr gut geschildert. Man hat allerlei Ideen bezüglich der Übertragung, z.B. durch einen tiefen Blick in die Augen von Kranken oder durch den Pestgeruch, den man einatmet. Hilfsmittel dagegen sind mit Urin gefüllte Eimer vor der Haustür, die den Pestgestank überdecken sollen oder allerlei religiöse Symbole an Wänden und Türen. Letztendlich hilft nichts davon, die Pest greift im Dorf um sich und erreicht auch die Familie von Isabel.

    Ich finde, dass man als Leser sehr gut in das Alltagsleben der damaligen Zeit eintauchen kann, die Autorin schafft es gekonnt, alles aus dem engen Blickwinkel einer 14 Jahre alten Analphabetin zu schildern. Nur ab und zu gab es Momente, in denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass eine 14 jährige so denkt. Beispielsweise beschreibt sie einmal den Pesthauch als Miasma (S. 76). Diesen Fachbegriff sollte ein Kind von Leibeigenen, ohne jede Schulbildung, nicht kennen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Grad der Verlausung irgendwie vorkommt, z.B. durch Kratzen an Kleidung und Kopf oder dem regelmäßigen Durchsuchen der Kleider nach Flöhen. Schließlich sind diese die Hauptüberträger der Pest. Das sind aber Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nicht schmälern.

    Die Dorfkinder reagieren auf ihre Art auf die Katastrophe um sie herum, sie bilden eine Clique, trinken Dünnbier in einer Scheune und üben sich in ersten Küssen. Um Isabel entwickelt sich eine schöne Liebesgeschichte, der ein Happy-End leider verwehrt wird.

    Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, man erfährt nebenbei viel über die damalige Zeit, der Schreibstil ist angenehm. Ich kann es rundherum empfehlen, einige Schilderungen der Auswirkungen der Pest sind möglicherweise schwer ertragbar für einige Leser. Manchmal muss man erst einmal tief durchatmen, bevor man weiter liest. Der Autorin gelang die Darstellung des Grauens oft zu gut.

  12. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783732584321)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

     (1.391)
    Aktuelle Rezension von: Lissy_Booklove

    "Manchmal glaube ich, es gibt sie wirklich, die Dame Fortuna und ihr Rad. Denn so geht es. Auf und ab. Immer auf und ab." 

    Hallo zusammen, meine Rezension beginnt heute mit einem Zitat aus dem wunderbaren Buch "Das Lächeln der Fortuna". Es ist ein historischer Roman, den Rebecca Gablé geschrieben hat und der mich sofort begeistern konnte. Ich hatte es geschenkt bekommen und erst einmal skeptisch von den fast 1200 Seiten. Doch nach kurzer Zeit änderte sich das total und ich war mitten in der Geschichte drin, die von folgendem handelt:

    Robert, genannt Robin, Sohn von Gervais, Earl of Waringham, einem eher kleinen Landadligen, lebt ein eher unzufriedenes Leben in der verhassten Klosterschule. Wie so viele junge Leute besuchte Robin diese, träumte aber davon, nach der Ausbildung Ritter seines Königs, Edwards III zu werden, wie sein Vater.  Eines Tages bekam Robin die erschreckende Nachricht: Gervais ist tot, angeklagt als Hochverräter. Wie kann das sein, fragte sich Robin, da er doch immer ein treuer Ritter des Königs war... Robin, rechtmäßiger Erbe Waringhams, verliert sein Erbe und steht plötzlich vor dem Nichts. Außer seiner Schwester Agnes, einzig überlebenden der Familie und aktuell auch im Kloster, hat er niemanden, bei dem er bleiben könnte und beschließt, auszureißen und weit weg im Kloster, in Waringham ein neues Leben zu beginnen. Dort angekommen, sucht er nach Arbeit, welche er im Gestüt von Waringham findet, welches ziemlich erfolgreich ist durch seinen Verkauf von Schlachtrössern. Robin wird gut von Conrad, dem Stallmeister und Maria, seiner Frau aufgenommen, findet echte Freunde und einen guten Neuanfang. Doch bald kommt ein Earl nach Waringham, Geoffrey Dermond, ein guter Freund von Robins Vater, der warmherzig und treu versucht, Robin das Leben als Stallknecht auszureden und schließlich einen Ritter aus ihm zu machen. So lernt Robin Mortimer, Geoffreys Sohn kennen; die Jungen werden Erzfeinde fürs Leben... Viele Jahre vergehen, Robin und sein Freund Leofric, taubstumm, beschließen, in die Schlacht bei Najera zu ziehen - doch nicht als Pferdeknechte, als Earl of Waringham und sein Knappe - unter falschen Namen. Schließlich bekommt Robin immer mehr die Gunst von John of Gaunt, Duke of Lancaster. Zwischen den beiden Männern entsteht eine Freundschaft fürs Leben. Viele Jahre vergehen, Robin kehrt zurück in die Welt der Ritterschaft, an der Seite von Lancaster, und bekommt schließlich die Güter Fernbrook und Burton und gründet Familie. Politische Ereignisse wie die Bauernrevolte, Krönung des komplett unfähigen Königs Richard II und Auseinandersetzungen zwischen Adel und Kirche, arm und reich erlebt Robin hautnah mit. Doch auch Robin erreicht das Ziel, Waringham zurückzuerobern und glaubt, Fortuna meine es gut, sieht er sich bald Mortimer, seinem Feind auf Lebenszeit und den Strapazen Richards II gegenüber... 

    Ja, leider etwas zu lang. Am Ende habe ich es kurz gehalten... Robin war ein angenehmer Protagonist, schlau, hilfsbereit, treu und ehrlich, doch auf dem Platz meiner Liebling-Charaktere kommt er leider nur auf Platz 2. Platz eins teilen sich Leofric, Robins taubstummer Freund mit schwerer Kindheit, der mit Robin jeden doch so schweren Weg meistert, trotz seiner Strapazen immer positiv denkt und am Ende sein Glück findet. Als zweites ist es Henry, Sohn Lancasters. Er hat mich auch fortwährend beeindruckt - Mut, Tapferkeit und immer ein gutes Herz und ein offenes Ohr. Mortimer, Stephen, de Gray und andere, die "Bösen" hatten auch eine glaubhafte Geschichte. 

    Alles in allem einfach großartig - auf jeden Fall noch unzählige Male wieder!!! 

  13. Cover des Buches Kascha Nord-Nord-Ost (ISBN: 9783473401246)
    Anne C. Voorhoeve

    Kascha Nord-Nord-Ost

     (14)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    Anne C. Vooorhoeve ist es, wie auch bei ihren anderen Büchern, gut gelungen, Geschichte lebendig werden zu lassen. Diesmal hat sie sich die Schneekatastrophe in Winter 1978/79 vorgenommen und gleichzeitig eine spannende Familiengeschichte geschrieben.

     Es geht um das Mädchen Kascha und ihre achtköpfige Familie, die der Volksgruppe der Sinti angehören und in dem norddeutschen Dorf, in dem sie leben, häufig Anfeindungen aufgrund ihrer Herkunft und Kultur ausgesetzt sind. Das Buch gibt einen Einblick in die Kultur und Lebensweise der Sinti und räumt mit Vorurteilen auf, die heute zum Teil leider immer noch existieren. Gleichzeitig fängt die Autorin wunderbar die 70er-Jahre-Atmosphäre ein. 

    Den einzigen Kritikpunkt, den ich an dem Buch habe, ist, dass es manchmal etwas schwer war, der Handlung zu folgen, da rasch zwischen verschiedenen Handlungssträngen hin- und hergewechselt wurde. Hier sollte man also aufmerksam sein, um den Anschluss an die Geschichte nicht zu verpassen. Alles in allem aber ein sehr lesenswertes Buch.

  14. Cover des Buches Anna Karenina (ISBN: 9783730609828)
    Leo Tolstoi

    Anna Karenina

     (1.071)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Weder der Schreibstil noch die Handlung konnte mich überzeugen. Ich habe die Kritik an der Gesellschaft verstanden, aber manche Dinge konnte und wollte ich nicht akzeptieren. Kinderbücher werden umgeschrieben, aber im Klassiker bleiben rassistische und verwerflich Begriffe stehen, was für mich unfassbar ist. Ich war des Öfteren davor abzubrechen. Die Entwicklung der Protagonisten konnte mich nicht überzeugen. Für mich hat es aufgesetzt gewirkt. Das Drama war in meinen Augen gekünstelt und nicht echt. 


    Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sterne. 

  15. Cover des Buches Richarda von Gression - Die Königin (ISBN: 9783945025307)
    Günter Krieger

    Richarda von Gression - Die Königin

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Scriba
    Der letzte Teil der Trilogie um Richarda von Gression las sich spannend und ist ein würdiges Ende der Gression Saga von Günter Krieger. Alle Dinge um Richarda und ihre Eremiten klären sich und sie finden ein gutes Ende. Eigentlich bekommt jeder, was er verdient, das macht den dritten Teil der Saga sehr sympathisch. Sogar eine große Überraschung wartet auf den Leser.
    Sehr gelungen und lesenswert, auch wenn ich mir gelegentlich etwas mehr Details am Ende gewünscht hätte.
    Lesevergnügen.
  16. Cover des Buches Die gute Erde (ISBN: 9783423144377)
    Pearl S. Buck

    Die gute Erde

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Es ist nur ein kleines Stück Land, das Wang Lung bewirtschaftet, und von dessen Ertrag er und sein alter Vater leben. Als seine Zeit zu heiraten gekommen ist, kann sich der Vater für ihn nur die unansehnliche OLan, die bisher als Sklavin bei der reichen Familie Hwang gedient hat, leisten. Doch O-Lan ist tüchtig und packt mit an, so dass die junge Familie bald neues Land dazu kaufen kann. Drei Kinder haben sie, als die große Dürre im Land ausbricht und die hungernde Familie in den Süden ziehen muss, wo sie sich durch Betteln und Hilfsarbeiten über Wasser halten. Eine Rückkehr in die Heimat ist aus Geldmangel nicht möglich, bis es ihnen gelingt, auf unehrenhafte Weise während der Wirren des Bürgerkrieges  eine große Menge Schmuck, Edelsteine und Gold zu erbeuten. Sie kehren zurück und kaufen der inzwischen verarmten Familie Hwang ihr Land ab. Wang Lung ist nun Großgrundbesitzer und seine Ehe längst schon freudlos, als ihm O-Lan noch Zwillinge gebiert. Das Schicksal nimmt seinen Lauf als Wang Lung sich entschließt, das Mädchen Lotus aus dem Freudenhaus als Zweitfrau ins Haus zu holen … 

    Die US-amerikanische Schriftstellerin Pearl S. Buck lebte vom 26.6.1892 bis 6.3.1973. Sie wuchs in China auf, studierte in Amerika und kehrte 1914 nach China zurück, wo sie den Missionar John Lossing Buck kennen lernte und 1918 heiratete. 1920 gebar sie Tochter Carol und adoptierte 1925 das Mädchen Janice. 1929 trennte sie sich von ihrem Ehemann und ging in die USA zurück, wo sie für immer blieb. Nach ihrer Scheidung 1935 heiratete sie den Verleger Richard J. Walsh. Bereits 1932 erhielt sie für ihren Roman „Die gute Erde“ den Pulitzer-Preis, 1938 wurde sie für ihre Gesamtwerke mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 

    Ohne politische Hintergründe aufzugreifen schildert die Autorin das bäuerliche Leben in China vor der Revolution. Sie bedient sich dabei einer sehr distanzierten Sprache, effektheischende Höhepunkte sucht man vergebens. Erdverbundenheit, der Kampf ums Überleben, alte Traditionen und dabei authentisch herausgearbeitete Figuren bestimmen das Geschehen. Der Kontrast zwischen arm und reich, die Gier zu besitzen und das Streben nach Reichtum und Ansehen, sind weitere Merkmale der Geschichte. Mit Hochachtung vor der chinesischen Kultur veranschaulicht uns die Autorin die alten Traditionen. Wir erfahren von der Versklavung der Frauen, vom Verkauf der Töchter und vom Bandagieren der Mädchenfüße, aber auch von der Hochachtung gegenüber dem Alter, der Hilfsbereitschaft innerhalb der Verwandtschaft und lernen die Bräuche bei Hochzeiten und Todesfällen kennen. In dem Protagonisten Wang Lung lernen wir einen Mann kennen, der es vom armen Bauern zum achtbaren Patriarchen bringt, was seinen Charaktereigenschaften nicht unbedingt förderlich ist. 

    Fazit: Ein Klassiker der Weltliteratur, eine interessante Lebensgeschichte, sehr lesenswert. 

  17. Cover des Buches Die Kathedrale des Meeres (ISBN: 9783328103134)
    Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

     (521)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Hungersnot, Pestepidemie, Kriege,  Inquisition - dieser historische Roman hat jede Menge zu bieten. Und er hält sich ziemlich genau an die Fakten, was nicht immer selbstverständlich ist. Ein grandioses Werk, welches keineswegs ein billiger Abklatsch der "Kathedralen"-Romane von Ken Follett ist und einen sehr guten Blick über die Faszination Barcelona gibt.

  18. Cover des Buches Mittagsstunde (ISBN: 9783328106340)
    Dörte Hansen

    Mittagsstunde

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    Dass sich alles einmal verändert, viele wollen das nicht wahrhaben. Es sind jedoch die ganz persönlichen Wahrnehmungen, die eine Veränderung auszeichnen.

    In dem kleinen Dorf Brinkebüll in Norddeutschland sind alle Bewohnende mehr oder weniger Teil der einsetzenden Veränderung. 

    Dörte Hansen beschreibt die Protagonisten mit all ihren Besonderheiten sehr einfühlsam. Sie lässt uns Lesende teilhaben an dem, was die Menschen im Dorf an stabilen Größen brauchen. Da gibt es so einige „Beziehungen“, mit und ohne „Folgen“. Einige wissen davon, behalten sie aber scheinbar für sich. Der Zusammenhalt des Dorfes zeichnet sich genau dadurch aus.

    Das „So-sein-lassen“ der Menschen ist der Kitt des Dorflebens.

    Die Veränderungen im Dorf sind aber auch getragen von den unterschiedlichen Generationen, deren Leben natürlich nicht mehr mit dem der Älteren zu vergleichen ist.

    Indem sich das Dorfleben „modernisieren“ möchte, sind es alternative Städter/innen, die im Dorf zuziehen und ihre eigenen Veränderungen hier verwirklichen wollen.

    In diesem Roman passt jedes Detail, ist die Sprache sensibel und drückt auf stille Weise etwas aus, was nicht durch Buchstaben lesbar ist.

    Das Buch ist wie ein Aufenthalt in Norddeutschland durch viele Jahre und lässt uns für die Dauer des Lesens zu „echten Brinkebüller/innen“ werden.

  19. Cover des Buches Die englische Freundin (ISBN: 9783442749225)
    Tracy Chevalier

    Die englische Freundin

     (55)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Romane von Tracy Chevalier gefallen mir immer ausgesprochen gut. Sie versteht es, den Leser zu packen mit einer spannenden Geschichte, klug geschrieben und man lernt immer etwas dazu.


    Hier handelt es sich um eine Auswanderergeschichte. Eine junge Frau, von ihrer ersten Liebe enttäuscht, begleitet ihre Schwester von England nach Amerika (im 19. Jahrhundert), um ein neues Leben zu beginnen. Eine beschwerliche Schiffsreise steht bevor. Das Schicksal meint es nicht gut mit der Quäkerin und sie gewöhnt sich schlecht an die Lebensweise in der fremden Heimat. Ihr humanistisches Menschenbild und ihre religiösen Werte lassen es nicht zu, Hilfestellungen gegenüber Schwarzen zu verweigern. Schon bald gerät sie in schwere Gewissenskonflikte zwischen ihrer neuen Familie und eigenen Werthaltungen.


    Die Autorin beschreibt die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei, die moralischen Überzeugungen und ökonomischen Interessen sowie die Zusammenkünfte und Rituale der Quäker in diesem Roman sehr eindrücklich. Ausserdem spielt die Kunst des Quiltens bei den Frauen der damaligen Zeit eine wichtige gesellschaftliche Rolle und hat auch im Buch eine grosse Bedeutung.


    Ein lesenswertes Buch, das man kaum aus der Hand legen möchte und es traurig schliesst, wenn es zu Ende ist.

  20. Cover des Buches Die Schwestern vom Eisfluss (ISBN: 9783499272547)
    Rebecca Maly

    Die Schwestern vom Eisfluss

     (17)
    Aktuelle Rezension von: eLieschenO

    Die ältere Schwestern lebt mit ihrem Mann auf dem Elternhof, kindlos. Die jüngere Schwestern verliert ihre Stellung und kehrt beschämt heim. Beide finden unabhängig voneinander einen verletzten jungen Mann und pflegen ihn. Jeder der drei hat seine eigene Geschichte und erst als sie die aufarbeiten, geht es weiter.

    Ich wusste nach der Geschichte nicht, ob ich sie gut oder schlecht finde. Die Handlungsstränge sind manchmal etwas verworren, doch schlussendlich total klar. Das Ende hat mich indes überrascht, weil ich etwas nicht so Einfaches  erwartet hatte. Ich hätte auf einen Epilog in weiterer Zukunft gehofft, um zu sehen, wohin sich die Protagonisten weiterentwickelt haben.

  21. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

     (993)
    Aktuelle Rezension von: mimnotjam

    Da es schließlich genug Zusammenfassungen von diesem Buch bei den Rezensionen gibt, möchte ich mich kurz halten. Die sozial kritische Botschaft, die sich hauptsächlich um Rassismus dreht, wird einiger Maßen vermittelt -  dabei gibt es aber weitere kritische Themen, die zwar angeschnitten wird aber einen "unkritischen Leser" nicht zum umdenken Bewegen wie bspw. der Mord an einem unbeteiligten Somalier (rein rassistisches Motiv). Hierbei möchte ich auf den unkommentierten, eventuell auch nicht wahrgenommenen, Sexismus (allgemein) und übermäßigen Alkoholkonsum (bezogen auf Kurt Wallander) aufmerksam machen.

    Ich fand es als Frau schade, dass sich so viele Stereotype durch das Buch hinweg zogen & die einzige (für den Fall) relevante Frau oft vorkam inhaltlich nur für Wallanders tristes Sex-Leben gebraucht wird. Auch gibt es viel zu viel Geschwafel darüber, dass irgendwelche Männer mittleren Alters davon überrascht sind, eine Frau in Spitzenposition zu sehen und auch heraus zu finden, dass eine Frau das vermeintliche Auto des Mörders/der Mörder gemietet hat - eine Frau könnte ja niemals so eine grauenvolle Tat anrichten. Hier wäre es spannend gewesen zu sehen, wie das Stereotyp Frau der Schweden einfach auf den Kopf gestellt werden würde - aber na ja, (SPOILER), die Mörder sind dann doch einfach unglücklicher Weise Ausländer wie erwartet. Wären diese (weiße) Schwedinnen gewesen, hätte man einige Stereotype brechen können.

  22. Cover des Buches Mein Leben als Schäfer (ISBN: 9783328101895)
    James Rebanks

    Mein Leben als Schäfer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Immer wenn ich viel Stress in der Arbeit hatte, dachte ich, ich werde im nächsten Leben Schafhüterin. Da gehts sicherlich ruhiger zu.
    Pfeiffendeckele. Nachdem ich Rebanks Buch gelesen hatte, bin ich anderer Meinung.
    Der Lebensbericht eines Schäfers hat mich sehr neugierig gemacht, vor allem weil ich Schafe über alles mag.
    James Rebanks, ein traditioneller Schäfer aus dem Lake District, England, erzählt hier wunderbar, echt und tief verbunden zur Natur über sein Leben und seine Arbeit mit den Tieren. Nicht zu vergessen die getreuen Hirtenhunde, die einer der wichtigsten Rollen spielen.
    Der Lake District (auch die Fells genannt) sind seit Jahrhunderten reines Schafzuchtrevier. Mittlerweile hat sich der Tourismus dort Nischen eingerichtet, nicht immer zur Freude der Schäfer.
    Doch man hat sich arangiert.
    Wenn man die Geschichten von James liest, meint man gar man ist mit ihm Mittendrin beim Schafe zählen, scheren, füttern und einfach mal bei einer lieben Streicheleinheit. Er erzählt wer die meisten Schafe schert, und vor allem wie man die Tiere dabei anpackt. Vor allem war ich beeindruckt auf was man alles acht geben muss, wenn die Weiblein ihre Lämmer werfen. Hier beginnt für den Schäfer ein reiner Spiesrutenlauf. Ganz wichtig dabei, wie ist das Wetter, wie stabil ist die Mutter und vor allem können sich beide sofort selbst versorgen nach der Geburt. Oft gehts um Minuten.
    Interessant war zu lesen, wie man einen guten Hirtenhund hinbekommt. Hier hat sich James mal einen Fehler erlaubt, doch das war ihm eine Lehre.
     Super toll fand ich, geschrieben im schönen Erzählstil, des Autors, wer ist hier DER oder Die schönste im ganzen Land.
    Gemeint sind Zuchtschafe, Böcke und Weiblein, die auf Prämierungen Schönheitspreise gewinnen. Nicht nur das, gemeint sind Charakter, Aussehen, Stabilität der Verfassung, gute Zähne, Fell und gar die Klauen müssen stimmen. Solche Gewinner bringen Geld und vor allem gute Gene in die nächste Zucht.
    James erzählt zu dem von seinen Ahnen, seinen Eltern und plaudert auch über seine eigene Familie, die alle eins waren. Schafzüchter.
    Schön fand ich das er die Liebe zu Büchern fand und er sich zu einem Studium in Oxford entschied.
    Doch seine größte Leidenschaft, die Schafzucht, würde er mit nichts auf der Welt tauschen.
    Mit so viel authentischkeit hat er auch sein Buch geschrieben.
    Volle Leseempfehlung
    5 Punkte



  23. Cover des Buches Herr und Knecht (ISBN: 9783866477162)
    Leo Tolstoi

    Herr und Knecht

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Meine erstes Buch von Tolstoi. Ich wollte unbedingt den Schriftsteller kennenlernen, hab jedoch etwas Bammel, da seine Werke doch anspruchsvoll sein sollen. Deswegen bin ich auf diesen Klassiker gestossen und war gespannt, ob der Autor mich abholen konnte.

    Der reiche Kaufmann Wassili Andrejitsch Brechunow möchte ein weiteres gutes Geschäft abschliessen und macht sich zusammen mit seinem Knecht Nikita und dessen Schlitten und Pferd auf dem Weg. Allerdings droht bald ein schlimmer Schneesturm, aber er ignoriert es, da noch andere Interessenten das Waldstück abkaufen wollen. Schon bald verirren sie sich und landen in ein Dorf, von wo aus sie nicht mehr weit haben bis zum Zielort. Brechunow lehnt jedoch die Einladungen ab, im Dorf zu übernachten und fährt trotz den Warnungen wieder weiter. Sie verirren sich wieder, doch diesmal scheint keine Rettung zu kommen. Sie sind nun auf sich alleine gestellt und müssen sich selber retten.

    Beide Charaktere können unterschiedlicher nicht sein, dennoch achteten sie auf einander, irgendwie. Zu Beginn spürte man, dass der Kaufmann vom höheren Stande kommt als sein Knecht, der eigentlich ein Bauer ist. Die Schwächen der beiden wird zuerst aufgeführt: der Kaufmann denkt nur an den Profit und das Geschäft, während Nikita noch seine Dämonen bekämpft. Brechunow ist leicht egoistisch und arrogant, während Nikita ein sehr freundlicher und zuvorkommener Mensch ist. Als sie sich im Schnee verirrten fühlte man deren Verzweiflung und der Kaufmann tat zuerst etwas selbstloses. Jedoch kamen sie wieder zueinander und diesmal, da es anscheinend keinen Ausweg mehr gibt, existierte der unterschiedliche Stand nicht mehr und Brechunow scheint verstanden zu haben, was im Leben eigentlich am wichtigsten ist. 

    Auch wenn es eine Kurgeschichte ist, so hatte es dennoch eine Tiefe und ich fühlte mit den Charakteren mit. Tolstoi hat in diesen 80 Seiten gezeigt, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Egal, von welchem Stand man kommt. Seinen Schreibstiel empfand ich nicht als leicht, aber auch nicht als schwer oder schleppend. Für mich hat es ganz gut gepasst und ich hatte die Geschichte innert kurzer Zeit weggelesen. Deswegen ist dieses Buch perfekt, um den Autor Tolstoi kennenzulernen. Ein Klassiker, den man sicherlich mal gelesen haben muss.

    Eine kleine Anmerkung noch: ich habe vor ein paar Monaten "Der Schneesturm" von Vladimir Sorokin gelesen. Es hat viele Ähnlichkeiten mit "Herr und Knecht". Wer dieses Buch gelesen hat, dürfte ganz gut mit diesem hier klar kommen. Nur, dass diese Geschichte von Tolstoi Gänsehaut bereitet, während das andere eher obskur ist.

  24. Cover des Buches Das Seil (ISBN: 9783423143455)
    Stefan aus dem Siepen

    Das Seil

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    In einem kleinen Dorf wird am Waldrand ein mysteriöses Seil entdeckt, das direkt in diesen hinein führt. Was hat es zu bedeuten und gibt es ein Ende des Seils? 

    Schritt für Schritt führt uns Stefan aus dem Siepen durch diese unspektakuläre aber nachdenkliche Reise durch den Wald. Mehrere Einwohner, auch Akademiker des Dorfes machen sich auf den Weg ins Ungewisse und sie begreifen schnell, dieses Rätsel ist nicht mit dem Verstand oder Logik zu lösen.Auf dem Weg verschwinden immer wieder Leute der Expedition und zurück bleiben noch mehr Fragen. Wie lange kann diese Gruppe zusammen halten, ohne zu zerbechen? Ist der Sog weiterzugehen, stärker oder geht man lieber zurück in den Alltag, weil man Neues fürchtet? 

    Wie diese interessante und emotional spannende Story zu deuten ist, bleibt jedem selbst überlassen. Ich war begeistert und bin mir nicht sicher, ob der Dreiteiler als Film in Arte dem Buch gleich kommt. Worte können soviel mehr ausdrücken. Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe.

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