Bücher mit dem Tag "bauernhof"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bauernhof" gekennzeichnet haben.

340 Bücher

  1. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (757)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    In „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?

    Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.

  2. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

    (699)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Taub

    Das Buch war so spannend das meine Fragen die sich im laufe der Geschichte aufgekommen sind, erst auf der letzten Seite komplett beantwortet wurde. Das finde ich an einem Thriller richtig gut, das dadurch die Spannung aufrecht erhalten wird und ich mir einen Teil der Geschichte erst im Kopf zusammenstellen kann und am Ende herauszufinden ob es stimmt oder komplett was anderes ist. Der Schreibstil ist unglaublich gut gehalten worden, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

  3. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

    (600)
    Aktuelle Rezension von: Nora_B

    Sally und Liss erzählen beide ihre eigene Geschichte, leben manchmal nebeneinander her. Sally ist jung, steht kur vor dem Abitur und hasst alles. Liss ist still und stark. Sally bricht von Zuhause aus und findet auf dem Hof von Liss eine Bleibe.

    Ewald Arenz hat mit "Alte Sorten" etwas in mir angesprochen. Es geht um das gegenseitige Verstehen und jemandem den Raum zu geben, man selbst zu sein. 

    Sowohl Sally als auch Liss haben eine Entwicklung erlebt und das war so greifbar für mich als Leserin. Der Schreibstil war so unfassbar schön. Vor meinem inneren Auge hat sich ein ganzer Film abgespielt, ich bin so tief in die Geschichte eingetaucht.
    Dieses Buch sollte jede und jeder lesen! 

  4. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783864459870)
    George Orwell

    Farm der Tiere

    (996)
    Aktuelle Rezension von: Papercut

    „Farm der Tiere“ ist eine kurze, aber außerordentlich wirkungsvolle politische Parabel. In der scheinbar einfachen Geschichte eines Bauernhofs, auf dem die Tiere die Herrschaft der Menschen abschütteln, entlarvt Orwell mit scharfem Witz und bitterer Ironie die Mechanismen von Macht, Manipulation und Verrat an Idealen. Die anfängliche Hoffnung auf Gleichheit und Gerechtigkeit weicht Schritt für Schritt einer neuen Tyrannei – subtil, logisch und erschreckend plausibel erzählt.


    Besonders eindrucksvoll ist Orwells Sprache: klar, zugänglich und dennoch vielschichtig. Die Tiere sind prägnant charakterisiert und stehen symbolisch für gesellschaftliche Gruppen, ohne dabei ihre erzählerische Lebendigkeit zu verlieren. Gerade diese Einfachheit macht die Allegorie so kraftvoll; sie erlaubt Leserinnen und Lesern jeden Alters, die Geschichte zu verstehen, während ihre politische Tiefe mit zunehmender Reflexion immer deutlicher wird.


    Trotz seines historischen Bezugs wirkt das Buch zeitlos. Die dargestellten Strategien der Propaganda, die Umdeutung von Regeln und die schleichende Konzentration von Macht sind auch heute noch erschreckend aktuell. „Farm der Tiere“ ist daher nicht nur Pflichtlektüre im schulischen Kontext, sondern ein Werk, das zum kritischen Denken anregt und lange nachhallt.

  5. Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783442774241)
    Juli Zeh

    Zwischen Welten

    (146)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Tessa und Stefan waren während ihres Germanistikstudiums fast ein Paar, haben sich dann aus den Augen verloren und treffen dann wieder zufällig aufeinander. Tessa betreibt inzwischen eine kleine Milchgenossenschaft, ein Betrieb, der immer kurz vor der Pleite steht wo es immer neue Probleme gibt, während Stefan ein bekannter Journalist bei einer bedeutenden Wochenzeitung ist. Er ist Single, während Tessa glückliche Ehefrau und Mutter von zwei Kindern sind. Die beiden kommen aus zwei Welten, hier der erfolgreiche Stefan, der völlig über den Dingen schwebt, mit dem Mainstream schwimmt, für Frauenrechte und gegen Rassismus ist und doch ein Opportunist ist und Teresa, die hart arbeitet, findet, dass die Gesellschaft die Landwirtschaft nicht wertschätzt und sich über Gendersterne ärgert. Lange Zeit lesen sich die Mails der beiden wie Vorträge über ihre unterschiedlichen Lebenswelten, aber mit der Zeit kommen die beiden sich näher, die Mails werden persönlicher, Juli Zeh nutzt die Möglichkeiten des Briefromans besser (es wird mehr zwischen die Zeilen geschrieben) und der Schluss ist wirklich fulminant.

    Ich hasse derart offene Schluss!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Cover des Buches Anne auf Green Gables (ISBN: 9783732005857)
    Lucy Maud Montgomery

    Anne auf Green Gables

    (411)
    Aktuelle Rezension von: RheaWinter

    Die Serie um "Anne auf Green Gables" ist einer DER kanadischen Jugendbuchklassiker schlechthin und erzählt vom Leben des Waisenmädchens Anne, das zu den Geschwistern Marilla und Matthew Cuthbert auf die Farm Green Gables kommt. Matthew schließt sie schnell ins Herz, doch bei Marilla ist Anne zunächst nicht besonders erwünscht, da sie aus dem Waisenhaus eigentlich einen Jungen für die Farmarbeit erwartet hat. Auch mit dem smarten Gilbert, dessen Versuche, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, erstmal fehlschlagen, und der schadenfreudigen Josie hat sie es nicht leicht, doch mit Hilfe ihrer Seelenverwandten Diana lebt sich Anne schließlich auf Green Gables und der Dorfgemeinschaft von Avonlea ein.

    Das bekannte Buch von Lucy Maud Montgomery wurde 1908 veröffentlicht, weshalb die Autorin authentisch vom Leben der damaligen Zeit berichten kann. Die Figur der mutigen Anne, die dem frechen Gilbert sogar ihre Schiefertafel über den Kopf zieht, war für die damalige Zeit außerdem außergewöhnlich, da sie einen Gegenentwurf zum braven Mädchen, das alles erdulden muss, bietet. Außerdem überzeugt das Buch mit den wundervollen Schauplätzen Kanadas, so zum Beispiel der Insel Prince Edward Island.

  7. Cover des Buches Das kalte Reich des Silbers (ISBN: 9783570313909)
    Naomi Novik

    Das kalte Reich des Silbers

    (162)
    Aktuelle Rezension von: lucypfer

    Ich hab das Buch angefangen, weil ich ein anderes Buch der Autorin gelesen hatte und dieses wirklich gut und spannend fand und dann viel Hoffnung in das neue Buch gesetzt hatte. Kurz nach Beginn des Buches fingen die ersten Perspektivwechsel an, allerdings ohne jede Vorwarnung. Ich hatte zunächst keine Ahnung, dass die Perspektive gewechselt hatte und verstand die Geschichte überhaupt nicht mehr. Dann hab ich die Perspektivenwechsel irgendwann so langsam verstanden. Mein Problem war aber weiterhin das sie relativ unangekündigt und mitten im Kapitel passierten.

  8. Cover des Buches 25 letzte Sommer (ISBN: 9783548070476)
    Stephan Schäfer

    25 letzte Sommer

    (223)
    Aktuelle Rezension von: marie_d

    25 letzte Sommer war für mich vor allem eins: angenehm zu lesen. Kein Buch, durch das man sich kämpfen muss, sondern eher eines, das man einfach so wegliest – fast beiläufig, aber nicht belanglos. Gerade die Kürze hat mir sehr gefallen. Es war genau richtig dosiert: kurz, klar, ohne unnötige Längen. Viel länger hätte es für mich tatsächlich nicht sein dürfen  

    Inhaltlich hatte ich allerdings oft das Gefühl, dass der Roman in eine eher pseudophilosophische Richtung geht. Viele der Gedanken wirken vertraut – fast so, als hätte man sie schon unzählige Male gehört oder selbst gedacht. Es sind diese typischen Lebensweisheiten über Zeit, Vergänglichkeit und das bewusste Erleben, die nichts radikal Neues erzählen.

    Man weiß vieles davon eigentlich schon – aber es schadet nicht, es sich nochmal vor Augen führen zu lassen.

    Für mich war 25 letzte Sommer deshalb kein Buch, das mich nachhaltig erschüttert oder komplett neue Perspektiven eröffnet hat. Aber es war ein ruhiger, leichter Leseeindruck. 

  9. Cover des Buches Im Kopf des Mörders - Kalte Angst (ISBN: 9783596522569)
    Arno Strobel

    Im Kopf des Mörders - Kalte Angst

    (230)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Auch dieser zweite Band der Trilogie hat mir richtig gut gefallen! 

    Der Kriminalfall hier ist schon ziemlich gruselig, finde ich. Ein Mann mit Fliegenmaske und Blechstimme überfällt Familien und tötet auf grausame Weise. 

    Aber auch die Nebenhandlung, in der die Schwester des Kommissars gestalkt wird, verursacht Gänsehaut. 

    Ich fand das Buch durchweg spannend und freue mich auf den nächsten Band! 

    28.01.2026

  10. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

    (300)
    Aktuelle Rezension von: Wolf-Macbeth

    Das Seelenhaus ist ein Roman, der seine Stärke vor allem aus dem historischen Stoff und der rauen isländischen Landschaft bezieht. Hannah Kent erzählt mit Respekt und Sorgfalt, und man spürt die gründliche Recherche hinter jeder Szene. Doch literarisch bleibt der Text auffallend konventionell: handwerklich gut, aber erzählerisch vorhersehbar; sprachlich sauber, aber nicht besonders kunstvoll; solide, aber nicht innovativ.

    Die Geschichte zeigt eindrücklich, wie schnell eine Frau zur Täterin erklärt werden kann, wenn eine Gesellschaft ein einfaches Schuldgefüge benötigt. Diese Beobachtung trägt den Roman. Dennoch wirkt die Erzählweise zurückhaltend, beinahe darauf bedacht, für ein breites Publikum zugänglich zu bleiben, statt ästhetische Risiken einzugehen oder sprachlich eigene Wege zu suchen.

    So bleibt am Ende ein atmosphärisch überzeugender, gut lesbarer historischer Roman, der ein Schicksal sichtbar macht – ohne sich literarisch dauerhaft einzuprägen.


    📚 Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil


  11. Cover des Buches Ein wunderbares Jahr (ISBN: 9783734101564)
    Laura Dave

    Ein wunderbares Jahr

    (159)
    Aktuelle Rezension von: JanineMeester

    Ein schöner Liebesroman mit stellenweise ein paar Längen, wenn es ums Thema Weinanbau geht.

    Georgia flüchtet in ihre alte Heimat, als sie kurz vor der Hochzeit herausfindet, dass ihr Verlobter Ben ihr ein Kind aus einer früheren Beziehung verschwiegen hat. Doch nicht nur in Georgias Beziehung kriselt es. Zuhause angekommen muss sie feststellen, dass ihre Eltern eine Beziehungspause einlegen und auch zwischen ihren beiden Brüdern gibt es Ärger. Umso härter trifft es Georgia, als sie dann noch erfährt, dass ihr Vater das geliebte Familien-Weingut an die Konkurrenz verkauft hat. Während sie versucht, mit alldem fertigzuwerden, bemüht sich Ben darum, sie zurückzugewinnen. Doch ist er wirklich noch der Richtige für eine Heirat?

    Das Buch bietet neben der Hauptgeschichte um Georgia und Ben einige interessante Nebenhandlungen, sodass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Lediglich die sehr detaillierten Passagen zum Weinanbau haben mich gelangweilt. Das waren manchmal mehrere Seiten am Stück, die ich dann übersprungen habe. Vielleicht sind Weintrinker da interessierter, aber für mein Empfinden wäre hier weniger mehr gewesen.

    Dennoch habe ich das Buch insgesamt gerne gelesen. Es gab auch einige Stellen zum Schmunzeln, was ich in Liebesromanen sehr mag. Zudem war ich auch lange nicht sicher, wie die Geschichte ausgehen würde, was ich gut fand, da sie Story nicht so vorhersehbar war wie bei manch einem anderen Liebesroman.

  12. Cover des Buches Totenweg (ISBN: 9783404178131)
    Romy Fölck

    Totenweg

    (320)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    Totenweg von Romy Fölck aus dem #lübbeverlag 

    🫆

    Band 1 - unabhängig zu lesender Krimi

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    Dieses Buch spielt in Norddeutschland in der Marsch… musste ich natürlich auch endlich einmal lesen.

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    Leider leider fand ich es gar nicht so gut 😅 aber das ist nur meine persönliche Meinung 

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    Ob es nun in der Marsch oder im Allgäu spielt… mir fehlte hier mehr Lokalkolorit. Mehr Insiderwissen. Mehr landestypische Eindrücke.

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    Frida, die Protagonistin, mag ich nicht. 18 Jahre hat sie geschwiegen. 18 Jahre hat sie nichts gesagt. 18 Jahre hat sie nichts getan. … Ich könnte sie schütteln. 

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    Ihre Ermittlungen… sie tappt im Dunkeln. Ich ahne schlimmes.

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    Die Auflösung. Wer warum und mit wem? Und wo. Fand ich hier nicht so beeindruckend. Erinnert an eine Soap. 

     .

    Vergebe 3 Sterne.

  13. Cover des Buches Die kleine Sommerküche am Meer (ISBN: 9783492313230)
    Jenny Colgan

    Die kleine Sommerküche am Meer

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Iloenchen

    Die kleine Sommerküche am Meer handelt von Flora, die beruflich auf ihre Heimatinsel in Schottland zurückkehren muss. Dabei war sie seit der Beerdigung ihrer Mutter nicht mehr dort gewesen und dachte, sie hätte das Leben dort hinter sich gelassen.

    Der Schreibstil von Jenny Colgan ist etwas flapsig und ungewohnt, aber sobald man sich eingelesen hat, stellt man fest, dass er perfekt zum Buch passt. Mir haben besonders die tollen Beschreibungen von der schottischen Insel gefallen. Wie nebenbei habe ich von der ungewöhnlichen Landschaft und den lokalen Bräuchen und Traditionen erfahren.

    Und bei Flora Kochversuchen habe ich gleich Hunger bekommen, so gut waren die beschrieben.

    Die Hauptfiguren des Buches sind realistisch dargestellt und ich konnte oft gut nachvollziehen, wie Flora sich fühlt. Besonders gut haben mir die vielen Nebengeschichten gefallen, die das Buch noch spannender machen. Es handelt sich bei dem Buch zwar um eine Liebesgeschichte, diese spielt sich aber oft im Hintergrund ab. Im Vordergrund steht Floras Beziehung zu ihrer Herkunft und ihrer Vergangenheit, und die Frage, wie sich diese mit ihrer Gegenwart und Zukunft vereinbaren lassen.

    Eine klare Leseempfehlung für alle, die eine leichte Lektüre wünschen.

  14. Cover des Buches Ich bleibe hier (ISBN: 9783257261806)
    Marco Balzano

    Ich bleibe hier

    (280)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Es gibt Regionen in Europa, die haben eine besonders dramatische, eine besonders leidvolle Geschichte. Süd-Tirol oder Alto Adige Sudtirolo (ital.) gehört sicher dazu. Die alternative Namensgebung verweist schon auf das politische, teils kriegerische Hin und Her in dieser inzwischen (1972) autonomen Provinz Italiens. Und zwischen den Mühlsteinen widerstreitender „Interessen“ reibt sich die Bevölkerung auf. Und nicht nur einmal stellt sich ihnen die Frage: Bleiben oder Fortgehen, Verharren oder Neuanfang?

    „Bis zum Marsch auf Bozen [1922] verlief das Leben in den Grenztälern im Rhythmus des Jahreszeiten. Es schien, als käme die Geschichte nicht bis hier herauf.“ Doch dann sind es gleich zwei Großereignisse, die die Bevölkerung in der Nordostecke Südtirols nachhaltig beeinflussen: der Zweite Weltkrieg (den Faschisten Mussolinis trotzen oder dem „Gröfaz“ hinterherlaufen?) sowie ein gewaltiges Staudammprojekt (mit Umsiedlungen). In einer anrührenden Geschichte werden die daraus entstehenden Konflikte im Großen wie die persönlichen Kämpfe innerhalb einer Familie geschildert.  Und über dieser ohnehin am Existenzminimum lebenden Familie schwebt, meist unausgesprochen, die Sehnsucht nach der in jungen Jahren fortgegangenen der Tochter (erzwungen oder freiwillig?). 

    Diese Sehnsucht bildet sich auch in der Erzählweise (Ich-Erzählerin) der Geschichte ab, die auch als eine Art Berichterstattung der Mutter an die Tochter gelesen werden kann – inklusive der immer wieder anbrandenden Gefühle: „Die wenigen Fotos, die ich noch [von dir] habe, hole ich nur selten hervor, mit der Zeit ist man nah am Wasser gebaut. Und ich hasse es zu weinen […], weil es mich nicht tröstet.“

    In diesem Roman wird nicht nur eine bewegende Geschichte erzählt, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte sichtbar gemacht – sowie eine, trotz aller Unbilden des Lebens, aufmunternde Lebenshaltung der Erzählerin: „Die einzige Möglichkeit weiterzuleben ist vielleicht, sich zu verändern und nicht zu erstarren.“

    (9.4.2022)

  15. Cover des Buches Heimat ist ein Sehnsuchtsort (ISBN: 9783492317054)
    Hanni Münzer

    Heimat ist ein Sehnsuchtsort

    (108)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt: 

    Schlesien, 1928: Nach dem Tod des Vaters muss der Komponist Laurenz den elterlichen Hof übernehmen. Mit seiner Frau Annemarie und den beiden Töchtern Kathi und Franzi findet Laurenz auch als Bauer sein Glück und die beiden Kinder wachsen auf dem elterlichen Hof auf. Während Kathi mathematisch hochbegabt ist, leidet Franzi an einer seltenen Krankheit und kann nicht sprechen. Als die Nationalsozialisten im Deutschen Reich die Macht übernehmen, scheint auch die dörfliche Idylle, in der die schlesische Familie lebt, zusehends betroffen. Denn Kathi gerät in den Fokus der Behörden, als sie einen Mathematikwettbewerb gewinnt und auch Annemarie hütet ein großes Geheimnis....


    Persönlicher Eindruck:

    Hanni Münzer erzählt im ersten Band ihrer Heimat-Dilogie vom Leben einer schlesischen Bauersfamilie. Das Leben auf dem Land, das Aufwachsen der beiden Kinder und die politischen Gegebenheiten, die Ende der 1920er Jahre zweifelsohne einen Umbruch in der Geschichte des Deutschen Reiches bringen, sind allesamt Thema dieses spannenden und mitreißenden Romans.

    Im Mittelpunkt stehen letztendlich die beiden Töchter der Sadlers, Kathi und Franzi. Kathi ist schon seit früher Kindheit ein Wunderkind – sie interessiert sich für komplexe Zusammenhänge, liebt Mathematik und Physik. Ihre kleine Schwester Franz hingehen leidet an einer seltenen Krankheit, weshalb sie auch nie sprechen lernt und sich mit Kathi lediglich durch Summen verständigt. Zudem scheint Kathi auch geistig etwas zurückgeblieben, wird aber dennoch von allen geliebt und wächst scheinbar glücklich und unbeschwert auf dem elterlichen Hof auf. 

    Die Erzählung ist eingängig, der Schreibstil sehr mitreißend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Figuren sind mit Tiefe und Profil angelegt und man kann sich ein gutes Bild machen von diesem Stück Deutschland, das so sehr mit Polen verbunden war.

    Gut gefallen hat mir Dorota, die polnische Haushälterin der Sadlers. Sie ist ein mütterlicher Charakter für de Familie und für die beiden Kinder der Mittelpunkt ihrer Kindheit. 

    Im Laufe der Handlung schwingt der Roman ein bisschen ins Übersinnliche um, denn Dorota hat das „zweite Gesicht“ und öfter Visionen, die ihr die Zukunft verschiedener Personen voraussagen. Wenn ich ehrlich bin fand ich diese „Zufälle“ etwas zu sehr konstruiert. Ebenso die Tatsache, dass die Nationalsozialisten – nach allem, was man inzwischen über sie weiß – sich so rein gar nicht für die behinderte Franzi interessieren und eine kurze Rückmeldung an den Bürgermeister genügt, um sie aus dem Fadenkreuz zu bringen. Auch die Kommunikation von Franzi mttels Summen halte ich für unrealistisch - vor allem, dass dann auch nur Kathi diese Art der "Verständigung" verstehen soll und "übersetzen" muss. In meinen Augen schon sehr an den Haaren herbeigezogen, mit Verlaub. Ein bisschen zu viel Fantasy und Hokuspokus.....

    Die über allem stehende Antagonistin der Familie ist die Frau eben dieses Bürgermeisters, eine überzeugte Nationalsozialistin und ein Biest wie es im Buche steht. Gerade deshalb wundert mich umso mehr, dass die Familie ihre jüngere Tochter bei sich behalten darf.

    Kindheit und Jugend der beiden Mädchen sind sehr gut und unterhaltend geschildert, kleine und große Tragödien wechseln ab mit glücklichen Sommern, der Freundschaft zu anderen Kindern und auch zu Tieren, so hier der Hofhund oder ein zahmer Rehbock, den Kathi mit der Flasche aufzieht.

    Gegen Ende des Romans kommt dann Annemaries Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zum Tragen und die beiden Mädchen geraten in den Fokus der Roten Armee, was letztendlich in einem Cliffhanger zum zweiten Band überleitet. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht und kann hier trotz einiger Kritikpunkte eine Leseempfehlung aussprechen für alle, die historische Romane aus der Zeit der Weltkriege mögen und mehr über Schlesien uund seine Bewohner erfahren möchten.


  16. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

    (284)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Die Bücher-liebende Nina verliert ihren Job in der Bibliothek, kauft daraufhin recht spontan einen Kleinbus, funktioniert ihn zum Bücherbus um und zieht kurzer Hand nach Schottland. Dort kann sie sich in eine umgebaute Scheune einmieten, bei dem wortkargen Lennox, der in Scheidung lebt. Außerdem lernt sie den Zugführer Marek kennen, der für sie oft an einer Bahnschranke anhält.…

    Auch wenn das Buch doch einigermaßen vorhersehbar und zeitweise etwas naiv war und das Verhalten der einen oder anderen Person mich manchmal genervt hat, hat die Geschichte  mich von Anfang an gehabt. Nicht besonders aufregend, aber ein so schöner Schreibstil. Mich hat das Buch neugierig gemacht auf noch mehr Bücher der Autorin.

  17. Cover des Buches Mühlensommer (ISBN: 9783462008142)
    Martina Bogdahn

    Mühlensommer

    (212)
    Aktuelle Rezension von: kristinaliest

    „Denn man weiß nie so genau, wo es hingeht im Leben, aber doch immer, wo man herkommt.“


    Ich fand den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit richtig gelungen, weil er das Lesen für mich sehr abwechslungsreich gemacht hat. Nach und nach habe ich die Dynamik innerhalb der Familie immer besser verstanden und die Figuren wirkten dadurch auf mich unglaublich greifbar und authentisch. Besonders die Rückblicke in die Kindheit sind mir im Gedächtnis geblieben, denn sie sind so lebendig erzählt, dass sie bei mir sofort ein nostalgisches Gefühl ausgelöst haben, auch wenn ich natürlich in einem ganz anderen Jahrzehnt geboren und aufgewachsen bin.

    Auch die Einblicke in die Arbeit auf dem Hof fand ich spannend, weil sie der Geschichte eine besondere Bodenständigkeit geben. Für mich wurde das Ganze noch intensiver dadurch, dass die Handlung in einer Gegend spielt, die ich kenne bzw. die ganz in meiner Nähe liegt und das hat das Lesen zu einem sehr persönlichen Erlebnis gemacht.

    Onkel Herbst ist für mich definitiv eine der herausragendsten Figuren. Ich habe ihn als total humorvoll, eigenwillig und gleichzeitig unglaublich sympathisch erlebt. Er bringt eine schöne Leichtigkeit in die Geschichte und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, ohne dass dabei die Tiefe verloren geht. Aber auch viele andere Charaktere haben mir richtig gut gefallen und haben immer wieder für kleine, unterhaltsame Momente gesorgt.

    Insgesamt habe ich das Buch als sehr warmherzig und unterhaltsam empfunden - eine gelungene Mischung aus Humor, Familiengeschichte und einem starken Gefühl von Heimat.

  18. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Am Sockel des Idstedt-Löwen auf dem Alten Friedhof in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Er wurde brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Hochdruck und müssen rasch Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt...


    "Die  Spur des Mörders" ist der zweite Teil aus der Krimireihe "Nordlicht" von Anette Hinrichs. Dieses Mal geht es zwar um einen Toten in Deutschland, aber da dieser der dänischen Minderheit angehörte, ist auch die dänische Polizei an den Ermittlungen beteiligt. 

    Es stellt sich heraus, dass der Tote eine Verbindung zu einem Flüchtlingslager in Oksböl hat. Hierher kamen zum Ende des 2. Weltkrieges Zehntausende Menschen aus Ostpreußen, Pommern usw. auf der Flucht vor der Russischen Armee. Unter ihnen waren auch Tausende Kinder, die teils als Waisen im Lager endeten. Krankheit und Tod waren allgegenwärtig. Das Grausame daran beschreibt die Autorin in ihrem Nachwort: Der dänische Ärzteverband untersagte deutschen Flüchtlingskindern medizinische Hilfe. Es starben Siebentausend deutsche Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung und Infektionskrankheiten. Grund dafür war natürlich der Hass auf die Deutschen wegen der Besetzung Dänemarks, aber was können Kinder dafür? 

    So ist das Buch nicht einfach nur ein Krimi, sondern war für mich auch sehr lehrreich in Sachen deutsch-dänischer Geschichte., denn dieses Kapitel deutscher Flüchtlinge war mir bisher nicht bekannt. 


    Von diesem Aspekt abgesehen ist aber auch die gesamte Handlung wieder sehr spannend mit Überraschungen und Wendungen und einer Auflösung, die für mich  überraschend kam. Bis dahin gibt es viele Verdächtige und das regt zum Miträtseln an.

    Neben den beiden Hauptfiguren Vibeke und Rasmus gibt es auch ein Wiedersehen mit dem Team der Sondereinsatztruppe in Padborg: Sören, Jens, Pernille und Luis. 

    Besonders für Vibeke ist der Fall nicht leicht, denn sie ist wie Karl Bentien selbst in Heimen und Pflegefamilien aufgewachsen. Daher ist es ihr besonders wichtig, dem Toten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Auch Rasmus hat aufgrund des Todes seines Sohnes Probleme mit dem sinnlosen Tod der vielen Flüchtlingskinder umzugehen. 

    Übrigens gibt es auf dem Gelände des  ehemaligen Flüchtlingslagers inzwischen ein Museum und damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufarbeitung der dänisch-deutschen Vergangenheit. Und 15 Kilometer von Esbjerg findet man die Deutsche Kriegsgräberstätte Osböl, wo 121 deutsche Soldaten und 1675 Flüchtlinge begraben sind. Hier wurde als erstes Zeichen der Versöhnung im Jahr 1997 von deutschen und dänischen Jugendlichen ein Gingko-Baum gepflanzt.


  19. Cover des Buches Moosland (ISBN: 9783755800712)
    Katrin Zipse

    Moosland

    (108)
    Aktuelle Rezension von: BoniOmi

    Der Titel Moosland hört sich so weich an, so wunderbar voller Wärme und Geborgenheit.
    Doch das Buch erzählt alles Andere als diese wohlklingenden Worte.
    In der Nachkriegszeit gibt es in Island einen Aufruf für junge deutsche Frauen, die Kenntnisse in der Landwirtschaft und im Haushalt haben. Sie sollen ein Jahr auf isländischen Höfen verbringen.
    Sie sollen dort tatkräftig mithelfen, da auf den isländischen Höfen junge Frauen fehlen. Diese sind nämlich fast alle in größere Städte ausgewandert.
    Zwei Frauen aus Norddeutschland folgen dem Aufruf mit 298 anderen deutschen Frauen.
    Alle bringen sie verschiedene Schicksale nach dem Krieg mit. Verluste, Ängste, Schmerz aber auch Reiselust und Hoffnung haben sie im Gepäck.
    Die Hauptcharaktere tut sich sehr schwer auf ihrem Hof. Dort leben der Bauer, drei Söhne und der Knecht sowie die Frau des Bauern.
    Sie traut sich nicht neugierig auf die neuen Verhältnisse zu zugehen. Immer wieder versinkt sie in Selbstmitleid und Trauer.
    Ganz ganz langsam erlernt sie ein paar Wörter der neuen Sprache. Langsam versteht sie die schwere Arbeit auf dem Hof. Nach und nach bringt sie sich mehr ein. Doch sie möchte lange Zeit lieber für sich allein sein, obwohl besonders der älteste Sohn ihr den Hof macht.

    Das Buch beschreibt die Landschaft Islands in einfachen aber durchdringenden Worten.
    Auch die schwierige Situation auf dem Hof wird klar aber mit großer Stille umschrieben.
    Eine Geschichte, in der ich erst langsam hineinwachsen musste.
    Ich fand es lange Zeit schwierig, das zB die Ehefrau des Bauern keinen Namen hat...einfach nur die Frau. Irgendwie seltsam, aber ausdrucksstark.

  20. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783453422544)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    (430)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Von diesem Buch hatte ich Vorfeld nur Gutes gehört. Also war ich sehr gespannt, ob mich die Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert genauso begeistert wie viele hier. 


    Mary wächst als eine von vier Schwestern auf einem kleinen Bauernhof im ländlichen England des 19. Jahrhunderts auf. Wie wir später erfahren, spielt die Geschichte 1831, denn Mary schreibt sie höchstpersönlich auf. 


    Ein Jahr lang schildert sie das ärmliche Leben auf dem Hof, die Brutalität, mit der ihr Vater gegen jede noch so kleine Abweichung von der täglichen Arbeit vorgeht und die scheinbare Gleichgültigkeit der Mutter, die von morgens bis abends beschäftigt ist und für Gefühle keine Zeit zu haben scheint. Mary ist anders als ihre Schwestern. Sie versucht Wärme in den Alltag zu bringen. Als jüngstes Kind, das sich auch optisch von ihren Familienmitgliedern unterscheidet, wirkt sie etwas unbeschwerter, träumt von Sonnenaufgängen und bezahlt so manch hohen Preis für die ein oder andere Flucht vom Alltag. Sie hat ein großes Herz für ihren gelähmten Großvater, der ebenfalls von den Brutalitäten seines Sohnes nicht verschont bleibt. 

    Als Mary von heute auf morgen ins Pfarrhaus ziehen muss. Um dort die schwerkranke Frau des Pastors zu betreuen, ändert sich ihr Leben schlagartig.


    Thematisch geht es im Buch stark um Machtmissbrauch, patriarchale Gewalt und soziale Hierarchien. Selbstermächtigung von Frauen findet hier nicht statt. So werden Mary und ihre Schwestern zu arbeiten gezwungen, die das Leben der Familie am laufen halten. Eine Wahl bleibt Ihnen nicht. Männer nehmen sich was sie brauchen, egal, ob Frauen bereit sind, zu geben oder sich gar wehren. Der Ortswechsel, den die Protagonistin vornehmen muss, ist fremdbestimmt , sie zu fragen, kommt niemandem in den Sinn. Das Geld dafür kassiert der Vater. Mary nimmt das bewusst war und stellt diese Form von sozialer Gewalt auch infrage doch kann sie sich dagegen nicht auflehnen. Wenn Sie dies trotz allem versucht, bekommt sie dies sofort physisch zu spüren. Dieses fremdbestimmte Leben stört sie trotzdem stark, und sie entdeckt für sich Bildung als Möglichkeit zur Flucht. Die Allgegenwärtigkeit von Vertrauensbrüchen durch Männer macht die Perspektivlosigkeit, der sich Frauen und Mädchen gegenüber sehen sehr deutlich. In diesem Fall spürt es aber auch nicht die Solidarität unter Frauen. Freundinnen- oder Schwesternschaft fällt Resignation zum Opfer.


    Leyshon bedient sich einer einfachen, oft pragmatischen Sprache, in der ein Hauch von Poesie mitschwingt. Dabei fügt sie kleine Wendungen ein, führt auf falsche Fährten und schenkt uns den ein oder anderen Twist, dessen Auflösung sie aber offen lässt. Ich finde diese Form der Textkonstruktion sehr gut gewählt. Sie baut Spannung auf, lässt uns Leser*innen mutmaßen und es bleibt trotzdem genug Raum für eigene Lösungen. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird, und obwohl sich das bestätigt hat, habe ich aufgeregt dem Ende entgegen gefiebert. Das macht den Roman zu einer spannenden Erfahrung.


    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Plot, Sprache, Setting und Konstruktion haben mich begeistert, und ich werde dieses Buch ab sofort zu meinen Highlights zählen


    Eine Empfehlung für alle, die besondere Frauenfiguren mögen und raffinierte Texte zu schätzen wissen. 

  21. Cover des Buches Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land (ISBN: 9783956496233)
    Jennifer Ryan

    Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Muminluise

    Eine schöne Geschichte, die trotz der Spannung (diese zieht sich quasi durch den ganzen Roman) sehr liebevoll und romantisch geschrieben ist.
    Ella ist, obwohl erst 25 Jahre ein bodenständiger sympatischer Charakter, mit dem man gleich empathisch ist. Gabe ist der geborene Cowboy mit allen guten Eigenschaften, so wird er Ella´s Anker. Für mich war dieses Buch sehr emotinal, stellenweise hatte ich Tränen in den Augen und war total gefesselt.
    Für mich absolut empfehlenswert.

  22. Cover des Buches Die Dunkelmagierin (ISBN: 9783734160790)
    Arthur Philipp

    Die Dunkelmagierin

    (59)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Die junge Bauerntochter Feja wurde unter mächtigen Monden geboren, ihre Macht ist groß, doch davon weiß das Mädchen noch nichts. Auf der Suche nach ihrem Vater, gerät sie an die Magier des Grauen Orden, die ihre Macht erkennen und sie sofort aufnehmen. Nichtsahnend, wird Feja zum Spielball der Intrigen. Als ein Unglück sie und ihre Freunde heimsucht, ist nichts mehr wie es einmal war und Feja aus dem Langwald muss schnell lernen, dass aus Freund gern Feind wird. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und als sie im Kerker ihres eigenen Ordens landet, muss sie feststellen, dass viel Macht, nicht immer Gutes bedeutet.

    Die Aufmachung des Buches ist sehr schön, mit Karten zu den Handlungsorten, ist es dem Leser möglich genau zu verfolgen, wo Feja sich aufhält und was ihr wo widerfährt. Das Cover Design gefällt mir unglaublich gut und nachdem ich das Buch gelesen habe, sehe ich nun, dass es perfekt auf die Geschichte abgestimmt ist.
    Der Schreibstil war gut, ab und an musste man sich sehr konzentrieren, um die Sätze richtig zu lesen, aber das tat dem Buch keinen Abstrich. Die Erzählweise aus den verschiedenen Perspektiven, war sehr gut, so konnte man mehr über die Motive der einzelnen Charaktere erfahren.
    Feja hat mir sehr gut gefallen, ihre kluge, liebevolle und gerechte Art war super und ich habe sie sehr  liebgewonnen.
    Einen Kritikpunkt habe ich leider, denn es waren sehr viele Namen und keine die man irgendwo schonmal gehört hätte, weshalb ich öfter nicht mehr wusste, wo ich die Person zuordnen/einordnen sollte.
    Nichtsdestotrotz war es ab Seite 1 sehr spannend und ich freue mich auf Band 2 "Die Feuerdiebin"
  23. Cover des Buches Heideblütenküsse (ISBN: 9783734106538)
    Silvia Konnerth

    Heideblütenküsse

    (32)
    Aktuelle Rezension von: MariaKatharina96

    Emma ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin. Im Beruf läuft es super, nur privat strauchelt Emma enorm. Emma und Jan lassen sich scheiden, denn Emma kann keine Kinder bekommen und beide gehen mit der Situation anders um. Frisch geschieden kommt Emmas Chef Michael mit einem neuen Auftrag zu ihr. Sie soll die Pension ihres alten Freundes und ihrer großen Liebe Mark kaufen. Das bedeutet aber auch, dass sie in ihr altes Dorf Moorbach zurückkehren muss, was sie unter keinen Umständen machen will, denn dort ist sie vor 16 Jahren geflüchtet. Selbst mit ihren Eltern, die immer noch vor Ort wohnen, hat sie nur noch selten Kontakt. 

    Als Michael aber nicht von seinem Plan abrücken will und Emma dazu drängt, den Auftrag auszuführen, beschließt sie, privates und berufliches zu trennen und nach Moorbach zu fahren. Doch vor Ort geschieht nichts so, wie sie sich noch in Köln, ihrem aktuellen Wohnort, vorstellt. Die Gefühlswelt bricht über Emma herein. Sie lernt Leo, einem Pferdebesitzer kennen und obwohl Emma Angst vor Pferden hat, überwindet sie diese und mag nicht nur Elvis, ein Freigeist, sehr. Aber auch zu Mark entwickelt Emma wieder Gefühle. Doch sind das die Gefühle von damals, die wieder hochkommen, oder sind es eher freundschaftliche Gefühle? Zwischen den Männern wird es ebenfalls schwierig, denn beide buhlen um Emma. Doch diese sollte doch eigentlich bloß ein Haus kaufen und dann wieder in ihr altes Leben zurückkehren. Doch kann sie das? Als sie anfängt sich der Vergangenheit zu stellen, bricht alles über sie herein. 


    Silvia Konnerth schafft es in ihrem Roman, die Protagonisten sehr detailliert zu beschreiben. Selbst die Straßen und Tiere werden sehr detailliert beschrieben, sodass der Leser mit Emma durch diese hindurch geht oder entlang läuft. Von Anfang an habe ich mir dieses Ende gewünscht und darauf hingefiebert und letztendlich war genau so der Ausgang. Ein wunderbarer Roman für den Sommer, der in der Heide (Deutschland) spielt.
    Auch das Cover des Buches ist wunderschön gesaltet. Ein wunderschöner Sommerroman, der sowohl die schweren Themen des Lebens, als auch die leichten wunderbar beschreibt. Lassen Sie sich in eine wundervolle Landschaft mit herzlichen Menschen entführern und genießen Sie die wenigen Stunden in der Heide. 

  24. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

    (507)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Eins will ich gleich zu Beginn sagen, nämlich, dass dieses Buch eines dieser ist, welches von der ersten bis zu letzten Seite unterhält, eine gemütliche und wärmende Atmosphäre mit sich bringt und einfach nur ein Wohlgefühl hinterlässt. 


    Dazu trägt vor allem das super tolle, ländliche und entschleunigte Setting bei, das naturnahe, harte Farmleben, die liebenswerte Familie Shipley als auch die süße, teils echt spicy Liebesgeschichte zwischen Audrey und Griffin. Und vor allem hat es die Autorin zudem geschafft, dieses alles wahnsinnig lebendig und bildlich zu beschreiben, sodass ich mich beim Lesen wie mittendrin im Getümmel gefühlt habe. 


    Aber auch die Geschichte selbst ist wirklich schön und gemütlich. Zwar gibt es ein bisschen Drama, was bei diesem Genre ja auch irgendwie dazugehört, genauso das obligatorische Hin und Her, doch das alles hat mich gar nicht so sehr gestört. Audrey und Griffin konnten mich nämlich absolut für sich einnehmen und ich habe jede Seite genossen, die ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte, selbst, wenn es sich dann doch mal etwas gezogen hat. Und auch Griffins Familie kann man einfach nur lieben. Diese wuselige Großfamilie, bestehend aus Mutter, Großvater und vier Kindern, sowie diversen Angestellten, ist ein Traum, ebenso das harte und dennoch erfüllende Farmleben, wie es nur in Büchern beschrieben werden kann. 


    Dazu kommen die tollen Protagonisten und Nebencharaktere, die allesamt ebenfalls richtig toll und lebendig geschrieben sind. Audrey ist eine geniale Köchin, die in ihrem Job nicht zeigen kann, was sie drauf hat, dafür aber von den Shipleys von Herzen aufgenommen wird. Sie muss ziemlich viel wegstecken, behauptet sich aber dennoch und obwohl sie, bis sie wieder auf Griff trifft, allein dasteht, geht sie ihren Weg und ist zielstrebig. Griff dagegen ist ein grummeliger Farmer mit harter Schale aber einem super weichen Kern. Er lebt für seinen Cider, ist bodenständig und hat die ganze Verantwortung für seine Familie auf seinen Schultern, was ihn total liebenswert macht.


    Alles in allem ist dieses Buch ein richtiges Wohlfühlbuch, welches die frische Landluft förmlich beim Lesen spüren lässt, welches eine super süße Liebesgeschichte mit Ups und Downs erzählt und die richtig Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht. 

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