Bücher mit dem Tag "bauernhof"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bauernhof" gekennzeichnet haben.

513 Bücher

  1. Cover des Buches True North - Wo auch immer du bist (ISBN: 9783736305601)
    Sarina Bowen

    True North - Wo auch immer du bist

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Sioux

    Zur Info: Dies ist der erste Band einer lose zusammenhängenden Reihe. Die Reihenfolge ist also nicht unbedingt einzuhalten, wie immer macht es aber mehr Spaß, wenn man sie nacheinander liest.

    Klappentext:
    Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach –

    Schreibstil:
    Den Schreibstil der Autorin empfand ich als ganz okay. Die Geschichte ließ sich alles in allem ganz flüssig und locker lesen, ich hatte aber manchmal das Gefühl, dass Emotionen und Gedanken nicht ganz mittelbar für den Leser waren. Das lag vor allem daran, dass die Sätze teilweise komisch gestellt waren, sodass die eigentliche Aussage an falscher Stelle stand. Nach und nach gab sich das aber und hat mich dann nicht mehr gestört.

    Zur Geschichte allgemein:
    Den Anfang der Geschichte bildet eine ganz typische Situation: Audrey steht alles andere als fest verwurzelt im Leben und kommt durch ihren mehr als schlechten Job in ein total neues Umfeld. Dort trifft sie auf ihre alte College-Flamme Griffin. Ganz cool fand ich daran trotzdem, dass die beiden das ganze Herumgedruckse lassen und sich gleich darauf besinnen, was sie damals zueinander hingezogen hat. Dadurch nimmt die Geschichte überraschend schnell Fahrt auf.

    Audrey ist dabei die inkonstante Figur dieses Paars. Sie will ihn eigentlich kennenlernen, lässt es dann aber doch, möchte bei ihm bleiben, geht dann aber doch und so weiter. Teilweise hat mich das ziemlich genervt, weil sie sowohl den anderen Figuren als auch den Leser:innen gegenüber keine richtige Erklärung liefert bzw. überhaupt eine Sekunde Zeit lässt, dies zu verarbeiten.
    Dabei mochte ich ihren Charakter eigentlich. Sie liebt es zu kochen, was auch sehr gut zu spüren war, und sehnt sich nach einer Familie, wie ihre Hintergrundgeschichte (Vergleich Griffins und ihrer Familie) zeigt. Dennoch erschien sie mir auch auf dieser Ebene unentschlossen. Da hätten einfach noch mehr Gedanken, Gefühle und Hintergründe eingearbeitet werden müssen, um ihre Figur komplexer und verständlicher zu machen.

    Griffin blieben ebenso schwammig. Man lernt ihn als Familienmensch kennen, der für seinen Job, seine Leidenschaft brennt, aber auch eine Vergangenheit hat. In erster Linie ist er aber attraktiv, was so ziemlich das Wichtigste an ihm zu sein schien. Auch ihn mochte ich total gerne, aber es war einfach schwierig, ihn richtig kennenzulernen. Meistens tat er mir einfach nur leid, weil Audrey kommt und geht, wie sie will und ihn immer wieder ohne Erklärung zurücklässt.

    Der Handlungsverlauf blieb so natürlich spannend, denn man wusste ja nie, was Audrey so macht. Ansonsten waren die Grundelemente aber sehr vorhersehbar, was natürlich besonders dadurch auffiel, dass so wenig Tiefe in der Geschichte liegt. Ich sage immer, dass eine Liebesgeschichte nicht komplett neu erfunden werden muss. Es gibt nunmal immer die gleichen Elemente. Aber das ist an sich nicht schlimm. Es kommt einfach darauf an, dass die Figuren berühren, dass Tiefe und Emotionen oder auch, je nach Genre, die Erotik anders gelagert wird. So wird dann doch jede Geschichte einzigartig.
    Hier hat mir diese Einzigartigkeit etwas gefehlt. Man merkte, dass es ein Wohlfühlroman werden sollte. Das war auch so. Ich mochte alle Figuren, das Thema „Cidre“ ist schön, weil man es noch nicht so oft gelesen hat und es echt interessant ist, und auch die Leidenschaften der beiden Protagonisten kam gut durch. Zwischen ihnen direkt, schien es aber irgendwie nur sexuell. Es fehlten einfach die Kniffe, die es zu einer Geschichte gemacht hätten, die man nicht mehr vergisst und die einen wirklich berührt.

    Das Ende belegt dies. Es war vorhersehbar happy. Alle Probleme wurden im Nu gelöst. Klar, so endet eine Geschichte schön und alle losen Fäden finden zusammen. Aber auch hier fehlt letztlich der bleibende Eindruck.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

  2. Cover des Buches Post Mortem - Tränen aus Blut (ISBN: 9783596031429)
    Mark Roderick

    Post Mortem - Tränen aus Blut

     (296)
    Aktuelle Rezension von: _books_lara_

    Können wir bitte noch kurz warten und dieses grandiose Cover feiern? I mean, das sieht doch einfach hammer aus, oder?!

    Okay, da ich das nun wenigstens einmal erwähnt habe, beginne ich einfach mal mit dem Prolog. Der ist nämlich ganz nach meinem Geschmack – mysteriös, spannend, krank, und in diesem Buch auch relativ blutig. Jedenfalls hat der Prolog mein Interesse geweckt und ich war sofort gespannt auf die eigentliche Geschichte. 

    Der Einstieg in diese hat mich dann aber zunächst ein wenig ernüchtert. Es ging tatsächlich anfangs sehr schleppend voran. Woran das liegt, kann ich nur vermuten. Unter anderem tragen die sehr ausführlichen Umgebungsbeschreibungen einen großen Teil der Schuld daran, aber auch ein paar winzige Logikfehler, die zum Glück nicht allzu dramatisch waren – aber trotzdem vorhanden. Zudem bin ich in den ersten Kapiteln nicht so richtig mit Emilia, einer der Protagonist*innen, warm geworden. Ich fand es nervig, wie sie sich sofort an Hauptkommissar Kessler rangemacht hat, obwohl sie ihn gerade mal wie lange kannte? Zwanzig Minuten? 

    Avram Kuyper, den anderen Protagonisten, mochte ich dagegen von Anfang an sehr gerne. Ich mochte sein Auftreten, seine Gedankengänge und sein Handeln, weil es auf mich logisch wirkte und gar nicht mal so unrealistisch, auch wenn ich das schlecht einschätzen kann, weil ich schließlich noch nie Kontakt mit einem echten Profi-Killer hatte. Zum Glück.

    Spätestens ab der Hälfte nimmt die Geschichte dann aber doch noch mal an Fahrt auf. Zwar war es nicht so nervenzerreißend wie ich es mir erhofft hatte, aber trotzdem spannend. Ungefähr zu dem Zeitpunkt wurde mir Emilia dann auch endlich etwas sympathischer, was den Lesefluss auf jeden Fall verbessert hat. 

    Ein weiterer Pluspunkt ist für mich auch, dass die Figuren – und insbesondere Emilia und Avram – sehr tiefgründig behandelt wurden. Ihr Privatleben hat eine für einen Thriller verhältnismäßig große Rolle gespielt, was ich jedoch nicht kritisch sehe, weil ich mich dadurch besser in sie hineinversetzen konnte und weil ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbarer wurden. 

    Der Prolog nimmt zwar in gewissem Maße schon vorweg, wer der Täter ist und was genau mit den Opfern geschieht, aber das war gar nicht so schlimm, weil Avram und Emilia ihren eigenen Spuren gefolgt sind, bis es am Ende, wo sie dann am selben Ziel angekommen sind, zum großen Showdown kommt. Dieser war gespickt mit der richtigen Menge an Dramatik, Brutalität und Action, und ich glaube, dass ich zum Ende hin immer schneller durch die Seiten geflogen bin. 

    Fazit

    Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten habe ich das Lesen von »Post Mortem – Tränen aus Blut« sehr genossen und freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe!

  3. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (323)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Liss und Sallys erstes aufeinander Treffen könnte zufälliger nicht sein. Sie wissen nichts voneinander und das soll auch erstmal so bleiben. Doch im Laufe der Septembertage spinnen sich immer mehr Fäden zwischen ihnen, die sie verbinden.

    Ein Roman der mit Vorurteilen und Schicksalsschlägen spielt. Vor allem das Ende hat es in sich. Die herbstliche Stimmung der Geschichte durch die Feldarbeit und Ernte wirkt zunächst harmlos und ruhig. Der Erzählstil bleibt allerdings erstmal kühl und distanziert wie die Beziehung der beiden Protagonisten. Nach und nach erfährt der Leser mehr über ihre Geschichten bevor es zum großen Knall kommt. 

  4. Cover des Buches Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist (ISBN: 9783492316347)
    Jenny Colgan

    Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Alice9

    Inhalt

    Nina ist Bibliothekarin, doch aufgrund von Schließungen und Umstrukturierungen verliert sie ihren Job. Daher beschließt sie kurzerhand, sich selbstständig zu machen. Sie kauft einen riesigen Laster und verwandelt ihn in eine mobile Buchhandlung. Da sie bei sich zu Hause keine Möglichkeit dazu hat, fährt sie in die schottischen Highlands und verzaubert die Menschen dort mit neuen Geschichten. Doch ganz so reibungslos läuft das alles nicht, wenn sie hat mit einigen Problemen zu kämpfen und noch dazu begegnet sie einem interessanten Mann...


    Meine Meinung

    Nachdem mir alle Bücher der Autorin schon richtig gut gefallen haben, wurde es langsam Zeit, dass ich mir auch diese Reihe einmal vornehme. Und was soll ich sagen? Ich bin einfach nur hin und weg davon.


    Zunächst einmal fand ich das Setting einfach nur großartig. Die Idylle der Highlands kam wunderbar rüber und hat einen zum Träumen eingeladen. Dadurch wurde auch der Kontrast zu England deutlich und sorgte damit auch für eine gewisse Spannung hinsichtlich Ninas Entscheidungen. 

    Die Ausgangssituation rund um Ninas Beruf sorgte für Spannung und weckte meine Neugier auf Ninas Entwicklung und der weiteren Handlung. 

    Die Handlung sorgte für viele Höhen und Tiefen, sodass die Geschichte abwechslungsreich blieb und die Spannung stets hochgehalten wurde. 

    Ninas Liebe zu Büchern und generell, wie hier das Lesen und die Bücher dargestellt wurden, war einfach nur großartig und wurde wunderbar greifbar gemacht. Generell stellte die Geschichte eine wunderbare Hommage an Bücher und das Lesen dar.

    Doch es wurden auch andere, ernstere Themen angesprochen, die ihren Raum bekommen haben und greifbar wurden. Diese sorgten auch für eine paar ernstere Töne und damit auch für einen guten Ausgleich zu der stets witzigen, humorvollen und leichten Geschichte, was mir gut Gefallen hat.


    Nina war eine tolle Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ihre zurückhaltende und introvertierte Art hat mir quasi aus dem Herzen gesprochen, weshalb ich mich gut in sie einfühlen konnte. Doch mit ihrer Entscheidung für den Bücherwagen, war auch schnell klar, dass hier Entwicklungspotenzial vorhanden war, was meine Neugier geweckt hatte.

    Nina und auch die anderen Protagonisten der Geschichte kamen sehr authentisch und lebendig rüber.


    Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, brachte aber alle nötigen Gefühle und Emotionen gut rüber. Zudem sorgte er auch für eine tolle Leichtigkeit und eine gute Unterhaltung. Auch der Witz und Charme der Geschichte wurde greifbar gemacht und hat mich wunderbar in die Geschichte eintauchen lassen. Die Atmosphäre war aufgrund des tollen Settings sehr ruhig und idyllisch, bekam aber auch gefühlvolle und ernste Züge an den entsprechenden Stellen.


    Insgesamt also eine wirklich wunderschöne Geschichte vom Lesen, Lieben und Leben.

  5. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (658)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    Nachdem ich die „David Hunter“-Reihe von Simon Beckett verschlungen habe und auch einige seiner alleinstehenden Werke bereits auf den Gelesen-Stapel entlassen durfte, habe ich mich nun an den Thriller „Der Hof“ gewagt. Der Roman erschien bereits 2014 in England unter dem Titel „Stone Bruises“ und wurde hierzulande 2015 im Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Die 464 Seiten lange Geschichte klang für mich von Anfang an sehr spannend, ich war jedoch trotz der Spiegel Bestseller Platzierung ein wenig abgeschreckt von den, doch eher mittelmäßigen, Kritiken, die ich im Vorfeld gelesen hatte. Am Ende siegte meine Neugier und ich nahm den Roman zur Hand. 

    Der junge Engländer Shawn reist ziellos per Anhalter durch Südfrankreich, nachdem er London fluchtartig verlassen hat. Auf seiner Reise kommt er an einem verlassenen Hof vorbei und tritt in eine versteckte Bärenfalle. Alleine kann er sich nicht befreien, sodass er auf die Hilfe von Mathilde angewiesen ist, die auf dem heruntergekommenen Hof mit ihrer Familie lebt. Sie pflegt Shawn gesund, der unter der Voraussetzung bleiben darf, dass er das alte Gemäuer erneuet. Doch die friedliche Stille dieses Ortes trügt… 

    Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive von Shawn erzählt. Dieser ist zeitweise völlig ahnungslos und hat andererseits einen gewaltigen Wissensvorsprung, was in London passiert ist. So lösen wir einerseits Schritt für Schritt mit ihm das Geheimnis um die Familie Arnaud und begleiten ihn andererseits bei seiner physischen und psychischen Heilung. Ungewohnt ist außerdem, dass sowohl die Rückblicke als auch die Gegenwartsgeschichte in Südfrankreich im Präsens geschrieben sind. Hieran gewöhnt man sich aber relativ schnell. Der Thriller endet mit einem sehr ausführlichen Epilog, der die Geschehnisse Revue passieren lässt und noch einige Logiklöcher stopft. 

    Der Protagonist Shawn ist am Anfang ein getriebener und unentschlossener junger Mann, der nicht weiß, wie er nach einer traumatischen Erfahrung am besten weiterleben soll. Er ist intelligent und kennt sich gut mit Filmen und Sprache aus. Auf dem verlassenen Hof in Südfrankreich drückt er bei seinem Leben auf die Stopptaste und geht noch einmal gedanklich durch, was ihm in London widerfahren ist. Dabei ist sein verletzter Fuß eine Metapher für seine traumatischen Erfahrungen. Je weiter die Heilung voranschreitet, desto mehr gibt er dem Leser und auch sich selbst gegenüber preis.

    Die Familie Arnaud verhält sich von Anfang an verdächtig und man weiß sofort, dass es ein dunkles Geheimnis gibt. Während Mathilde ruhig und reserviert ist, hat man bei ihrer Schwester Gretchen fast den Eindruck, dass sie jeden Moment in die Luft gehen könnte. Genauso unberechenbar ist der Vater der Familie. 

    Insgesamt habe ich viel mehr in die einzelnen Figuren der Familie hineininterpretiert, als sie dann am Ende wirklich darstellen. Mathilde ist noch die größte Überraschung. Der Vater durchläuft keine Charakterentwicklung und bleibt durch und durch böse. Gretchen wirkte nur interessant, wenn sie ihre Verhaltensweise von einer auf die andere Sekunde plötzlich komplett veränderte. Auf diese Eigenschaft wurde aber kaum mehr eingegangen. Mehr als einmal nervte mich auch Shawn, wenn er völlig vertrauensselig auf einem Dachboden eines verlassenen Hofes liegt und darauf hofft, gut versorgt zu werden. Zudem hätte ich andere Probleme, wenn mir der Fuß halb abgerissen würde, als auf die üppigen Hüften und Brüste meiner Retterin zu starren. Das fand ich etwas befremdlich und kann mir nicht vorstellen, dass dies ein natürliches Verhalten eines Mannes wäre. 

    Die Handlung in Südfrankreich war außerdem sehr langatmig, während die Handlung in London fürchterlich vorhersehbar voranschritt. Das es auf eine Drogenproblematik zulief, merkte ich, im Gegensatz zu Shawn, bereits nach einigen Seiten. Shawns Arbeit an der Mauer oder seine langen Spaziergänge in Südfrankreich wurden in einer Ausführlichkeit beschrieben, die lieber in den Plot hätte gesteckt werden sollen. Denn dieser wurde im Epilog noch einmal ausufernd erläutert, weshalb erst dann die ganze Geschichte halbwegs rund erschien. Diese Art des Erzählens wirkte etwas plump. 

    Gefallen hat mir an dem Thriller, dass sich die Stimmung auf dem Hof in Südfrankreich stimmig und real angefühlt hat. Die detaillierten Beschreibungen des schwülen Sommers und der unterschiedlichen Gerüche haben dazu beigetragen. Auch die wachsenden Anspannung war stets greifbar. Des Weiteren waren die letzten 50 Seiten noch einmal spannend, sobald sich Shawn dazu entschied, die Kontrolle über sein Leben wiederzuerlangen. 

    Ich würde den Thriller den Lesenden empfehlen, die nichts gegen eine sich langsam aufbauende Geschichte haben, bei der sich die Atmosphäre immer weiter verdichtet. Das Ende ist gewohnt rasant, wie man es bereits aus anderen Beckett-Büchern kennt. Damit ist „Der Hof“ auch für jeden Fan etwas. Allerdings sollte man nicht zu viel Charaktertiefe oder Überraschungsmomente erwarten. Ich gebe 2 Sterne.  

  6. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine wahre Begebenheit verpackt in einer packenden Geschichte die unter der Haut geht und die Seele berührt. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen mit Worten eine Atmosphäre zu schaffen die einem mit nimmt und man das Gefühl hat man wäre dabei. Man merkt dem Buch an das dahinter viel Recherche Arbeit steckt. 


  7. Cover des Buches Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel (ISBN: 9783442378258)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

     (656)
    Aktuelle Rezension von: WeltbuntmalendeBuecher

    mein erster Gedanke ist: Ich stelle mir Bücher echt cool vor als Filme! 🥰 Darauf hätte ich total Bock!


    Nun aber zum Buch:

    📚DER EINSTIEG📚 ist recht lang, danach ist die Story aber wirklich spannend, auch mit etwas Humor. Es gibt wieder mehrere 📚HANDLUNGSSTRÄNGE📚: Der eine ist der Mord, dann die Vergangenheit des Dorfes und auch die Geschichte, welche sich in der Familie von Flavia abspielt. 

    📚DER STIL📚: Das Buch ist aus der Sicht von Flavia in der Vergangenheit geschrieben. Es ist spannend, teilweise etwas langgezogen und verschlachtelt. Ich musste mich wie in Band 1 zuerst daran gewöhnen.

    📚DIE CHARAKTERE📚 Flavias Familie und die Leute aus dem Dorf sind alle interessant, haben Eigenheiten und definitiv mehr Hintergrund, als man denkt. Jeder bekommt ein bisschen seine eigene Geschichte (mit der Zeit). Falvia selbst ist aufgeweckt, angenehm und pfiffig. Und sie mag Gifte (und Chemie, ich mag Chemie nicht xD weswegen ich diese Teile manchmal nicht so interessant finde, aber sehr markant für die Bücher.) 


    Alles in allem ein gutes Buch, das mir dieses Mal schon bedeutend besser gefallen hat als Teil 1!

    Und nun freue ich mich sogar schon auf mehr.

  8. Cover des Buches Ein wunderbares Jahr (ISBN: 9783734101564)
    Laura Dave

    Ein wunderbares Jahr

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Bokmask

    Dieses Buch habe ich mir zugelegt, weil es ein so schönes Cover hatte und der Titel mir eine schöne positive Geschichte vermittelte.
    Doch leider habe ich das nicht vorgefunden, das Cover zeigt Pfirsiche und Pfirsichblüten.
    In der Geschichte geht es aber um einen Weinberg und dessen Besitzer.
    Das wunderbare Jahr konnte ich auch nicht finden. Die Geschichte begann tragisch für eine angehende Braut, die gerade ihr Brautkleid das letzte Mal anprobieren geht. Um das gesehene zu verarbeiten fährt sie heim auf das elterliche Weingut. Auch dort hängt an so manchen Ecken der Haussegen schief. Die ganze Geschichte ist eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die sich mehr oder weniger bis zum Ende der Geschichte ziehen. Was da ein wunderbares Jahr sein soll zeigte sich mir nicht. Die Geschichte spielt auch nicht ein Jahr lang, sie zeigt ungefähr zwei Wochen im Leben dieser Familie auf.
    Erzählt ist die Geschichte sehr gut. Und das Ende ist schön schlüssig. Ist schon fatal was Verlage teils mit guten Geschichten anstellen. Und das auch noch mit einen Debüt für Deutschland.

    Ich vergebe drei von fünf Sterne

  9. Cover des Buches Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (ISBN: 9783551359414)
    Christiane F.

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

     (2.269)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Sind wir doch mal ehrlich zueinander: Wann haben wir jemals einem Drogenabhängigen an einem dieser prikanten Orte in jeder Stadt geredet oder gar mit ihnen gesprochen? Ich schätze, die Antwort der Meisten ist „Nie“. Sie sind die „Ekligen“, „Verdorbenen“ oder das perfekte schlechte Beispiel für Kinder. So skurill ist es doch, dass eine Geschichte von einer davon deutschlandweit berühmt werden sollte.

    Das Buch zeigt klar und deutlich, wie einfach es ist, das Jugendliche in den Ausweg der Drogen fallen. Klar, die Gegebenheiten dafür waren in Gropiusstadt, ein Teil West-Berlins, optimal: Es wurde nichts für Kinder getan, die Ignoranz gegenüber Drogen war groß und die Polizei wie auch das Jugendamt waren völlig überfordert mit der Situation, als das Heroinproblem auftrat. Christiane erzählt eine Geschichte, die beinahe jeder der im Buch benannten Personen so ähnlich erzählen könnte. Gepaart mit der fast schon romantischen Liebesgeschichte zwischen Detlef und Christiane, welche letzlich doch nur eine Liebe zu den Drogen darstellte, ergibt sich eine Biographie, welche realer und zeitlich passender nicht sein könnte.

  10. Cover des Buches Die kleine Sommerküche am Meer (ISBN: 9783492313230)
    Jenny Colgan

    Die kleine Sommerküche am Meer

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Ich habe mich sehr auf die neue Reihe von Jenny Colgan gefreut. Aber erst jetzt kam ich zum Lesen. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und ich habe mich gleich auf Mure wohlgefühlt. Leider hat mich dieses Buch an manchen Stellen an die Bäckerei - Reihe erinnert. Nichtsdestotrotz habe ich versucht, dies gedanklich beiseitezuschieben.

    Flora ist eine Rechtsanwaltsgehilfin, die wieder zu ihrer Familie zurück muss. Ihr damaliger Abgang war nicht besonders ideal und daher wird sie auch normal, teilweise distanziert, behandelt. Sie ist naiv und denkt, dass die Leute auf sie zukommen und ihre schicke Kleidung und neuen Lebensziel achten. Doch die Inselbewohner sind noch immer die gleichen geblieben. Hier hilft jeder jeden und dennoch kämpfen sie ums blanke Überleben. Wirkliche Höhen und Tiefen gibts hier leider nicht und die Story zieht sich etwas. Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergeht.

  11. Cover des Buches True North - Du bist alles für immer (ISBN: 9783736306011)
    Sarina Bowen

    True North - Du bist alles für immer

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Marrojeanne

    Es geht weiter mit der True North Reihe von Sarina Bowen. Diesmal mit Teil 3 "Du bist alles für immer" und hier dreht sich alles um Lark und Zach(arias).
    Lark kommt auf die Farm der Shipleys um Abstand zu bekommen, von den Erlebnissen in Guatemala. Wo sie für einen Wohltätigkeitsverein gearbeitet hatte und vor Ort entführt wurde.
    Zach lebt und arbeitet schon eine Weile auf der Shipley Farm, nachdem er von seinem eigentlichen Wohnort und seiner Familie geflohen ist bzw. verstoßen wurde. Dort lebte er nämlich in einer Sekte. Daher hat er auch immer noch einige Anpassungsschwierigkeiten "an die moderne Welt".
    Somit versucht sich Lark vor der Welt zu verstecken und Zach ist dabei sie zu erkunden.
    Auch wenn Zach eine große Stütze ist für Lark mit dem erlebten fertig zu werden, ist es ein langer Weg für sie sich wieder normal zu fühlen und keine Angst mehr zu haben.

    Wenn man schon einige Bücher von Sarina Bowen gelesen hat, merkt man schnell, dass viele ihrer Geschichten zusammen hängen, oder eine Verbindun besteht zu einer anderen Serie. Was es irgendwie auch spannend macht zu lesen, weil man ständig neue vertraute Gesichter wieder trifft.
    Auch wieder ein Wiedersehen mit den Shipleys war schön und die ganze Familiendynamik zu erleben.
    Tolle Leseunterhaltung, emotionale Geschichte, wunderbares Setting, liebenswerte Charaktere.

  12. Cover des Buches Blick in die Angst (ISBN: 9783596193790)
    Chevy Stevens

    Blick in die Angst

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Für mich persönlich war „Blick in die Angst“ von Chevy Stevens eine ziemliche Enttäuschung. Der Roman driftet in zu viele verschiedene Richtungen ab und will von allem ein bisschen sein: Thriller, Drama und Familienroman. Selbstfindung, Mutter-Tochter-Konflikte, allgemein Konflikte in der Familie, Traumabewältigung, zwischendurch Detektivarbeit, Gedanken über das Leben nach dem Tod, noch eine Liebesgeschichte dazu und so weiter.

    Dabei beginnt der Roman sehr vielversprechend und wirft ein interessantes Grundthema auf. Eine Kommune, in der nicht alles so schön und friedlich abläuft, bietet ganz viel Stoff für ein spannendes Buch. Aber Stevens verheddert sich in den zahllosen Möglichkeiten. Und wo sich die Ereignisse bisweilen wirr und auch etwas langatmig lesen, da wird auf den letzten 100 Seiten plötzlich aufs Gas gedrückt. Das hätte sich wesentlich besser lösen lassen, indem so manches Geheimnis früher aufgedeckt worden wäre.

    Auch Stevens’ Schreibstil kann mich in diesem Roman nicht so überzeugen wie in ihren anderen Werken. Die Ich-Erzählerin Nadine bleibt blass und konnte mich emotional nicht mitnehmen. Ihre Gefühle und Gedanken wiederholen sich zu oft. Spannend dagegen sind die Rückblenden, als Nadine in der Kommune lebte. Hier hat der Roman seine stärksten Passagen.

  13. Cover des Buches Königskinder (ISBN: 9783446260092)
    Alex Capus

    Königskinder

     (168)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Eingeschneit mitten auf dem Jaunpass, übernachten im Auto ist angesagt. Als Zeitvertreib erzählt Max seiner Frau Tina eine Geschichte aus der Gegend, aus der Zeit Ende des 18. Jahrhunderts.

    Interessant ist das switschen zwischen der erzählten Geschichte und den Dialogen von Tina und Max. Als Leser wird man ungeduldig wie es denn nun weitergeht mit dem Kuhirten aus den Greyerzerland, am Hof der französischen Prinzessin - nämlich dann wenn Tina im Auto wieder teils berechtigte, teils nervenden Einwände an der Geschichte ausmacht, dann möchte man zurück zu Jakob und seinen Kühen, zur kühlen Prinzessin, zum stinkenden Königshof. 

  14. Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)
    Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück

     (205)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92

    Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?


    mein Fazit:

    Hat mich nicht umgehauen. Einzig und allein die Familiendramen fand ich spannend, aber das wäre auch kürzer gegangen 

  15. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Nun habe ich also endlich den ersten Band der Tierkot Trilogie von Lars Simon gelesen, und somit nun die ganze Reihe. Und irgendwie muss ich sagen, jetzt kann ich mir nun ein wirkliches Urteil bilden. Aber eines nach dem anderen.

    Lars Simon nimmt einen langsam mit und erklärt, wie das mit Torstens Ex Tanja passiert ist. Man lernt das erste Mal Torstens Freund Rainer kennen. Auch Gerd, der Vater von Torsten, und Renate dessen Freundin treten auf. Letztere ist auch die beste Freundin von Tanja, aber die ist ja mit dem „Therapeuten“ von Torsten und ursprünglich Renates Freund abgehauen. Kompliziert? Nein, nicht wirklich. Es kommt ja im Buch schrittweise. Daher ist es tatsächlich einfacher zu erst „Elchscheiße“ zu lesen, bevor man sich auf „Kaimankacke“ stürzt.

    Man lernt auch den Ort Gödseltorp mit all seinen Eigenheiten kennen und „lieben“.  Manchmal denkt man: „Mein Lieber Herr Simon, geht es nicht vielleicht ein wenig langsamer?“, denn die Ereignisse überschlagen sich teilweise in diesem Drecksnest, wie es der Autor des Öfteren nennt. Aber was will man von einem erfundenen Ort erwarten, der frei übersetzt so etwas wie „Misthausen“ heißt. 

    Lars Simon, bringt es fertig einen immer wieder zum Lachen zu bringen. Ich meine damit nicht dieses verschmitzte Lächeln während des Lesens, sondern eher dieses laute Lachen, was einem, wenn man schwarzen und sarkastischen Humor mag, immer wieder herausplatzt. Vielleicht auch zum Leidwesen der Nachbarn, wenn man eine sehr hellhörige Wohnung hat.

    Es gibt so manche Anspielung auf „Per Anhalter durch die  Galaxis“ von Douglas Adams. Wer das Buch nicht kennt, dem entgehen eventuell Nuancen. Gelegentlich ist es ein wenig zu überladen in meinen Augen. Lars Simon macht dies aber mit dem Humor einfach wieder weg.

    Elchscheiße ist für mich ein Buch, welches man lesen sollte, wenn die Welt, die einem umgibt nichts oder nur wenig zu lachen bietet. Oder einfach mal nur so für zwischendurch, wenn man keine Lust auf etwas Hochtrabendes hat oder etwas, was einem ein hohes Maß an Fantasie abfordert. Es ist eine gut gemachte Comedy Reihe, welche verdammt viel Situationskomik beinhaltet und gute Laune bringt. 

    http://literaturlounge.eu


  16. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (585)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Die Protagonistin Kate mochte ich nicht wirklich, hasste ich aber auch nicht. Ich konnte einfach keine Verbindung zu ihr herstellen. Die Story war okay, aber auch nichts wirklich besonderes für mich, wenn „die Bösen“ auch bis zum Ende nicht von mir entlarvt wurden. Allerdings muss man sagen, dass sie zu den Verdächtigen gehörten und somit keine große Überraschung darstellten.

  17. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (88)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Ein ermordeter 73jähriger wird am Idstedt-Löwen in Flensburg gefunden. Der ehemalige Lehrer gehörte der dänischen Minderheit an, die Medien überschlagen sich und sehen das friedliche Miteinander zwischen Deutschen und Dänen in Gefahr. Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg nehmen die Ermittlungen auf. Alles deutet auf ein altes Verbrechen im 2. Weltkrieg, doch der Weg zur Aufklärung ist schwierig.

    Der zweite Teil der Nordlicht-Reihe und wir sind wieder mit Boisen und Rasmus sowie dem restlichen gemischten Ermittlerteam auf Mördersuche. Den Fall fand ich sehr spannend, da eine zeitgeschichtliche Tatsache erzählt wurde, die mir so nicht bekannt war. Die grausame Behandlung von Kriegsflüchtlingen in Dänemark unter der Besatzung Deutschlands und danach war stellenweise wirklich schwierig zu lesen, vor allem wenn es um Kinder ging.

    Die Verdächtigen in diesem Mordfall sind viele, so dass man gut mitspekulieren kann, wer einen Vorteil von dieser Tat haben könnte. Am Ende war ich tatsächlich überrascht über den tatsächlichen Täter.

    Einziges Manko für mich war das oft viel zu kratzige Verhalten Vibeke Boisens ihren Kollegen gegenüber. Hier empfand ich sie oft als etwas zu empfindlich und strikt, konnte aber auch verstehen, dass sie persönlich von dem Fall betroffen war, da auch sie ein Waisenkind gewesen ist. Insofern konnte ich ihr vieles nachsehen.

    Insgesamt ein spannender Krimi mit einem tollen Thema, von dem ich vorher nicht viel wusste. Gut!

  18. Cover des Buches Akte Nordsee - Am dunklen Wasser (ISBN: 9783404185740)
    Eva Almstädt

    Akte Nordsee - Am dunklen Wasser

     (107)
    Aktuelle Rezension von: MAZERAK

    Fentje Jacobsen ist Rechtsanwältin, bodenständig und stark eingebunden in den Hof ihrer Großeltern, dazu Tante eines pubertierenden Teenagers. Niklas John, smarter Journalist und weltoffener, lebenslustiger Single, ist das ganze Gegenteil. Als Fentje über einen jungen Mann stolpert, dessen Freundin tot aufgefunden wird, übernimmt sie dessen anwaltliche Vertretung. Schnell stellt sie fest, dass sowohl sie wie auch der Journalist am selben Strang ziehen, aber kann sie ihm vertrauen?

    Eva Almstädt zieht mit ihrem neuen Krimi an die Nordsee und überzeugt sofort mit zwei ausgesprochen sympathischen Protagonisten! Lebendig, detailreich und mit viel Nordseeflair entfaltet sie eine super spannende, undurchsichtige Geschichte um einen Todesfall und zwei vermisste Mädchen, die bis zum Schluss Rätsel aufgeben. Dabei darf man den beiden so unterschiedlichen „Ermittlern“ über die Schulter schauen, mit recherchieren und viel Familienleben inhalieren. Wie schon bei Eva Almstädt’s Ostseekrimis fühlt man sich gleich eingebunden und kann das Buch recht schnell nicht mehr aus der Hand legen. 

    Ein wunderbarer, fesselnder Auftakt in eine neue Reihe! Bitte mehr davon!

  19. Cover des Buches Winterapfelgarten (ISBN: 9783548612300)
    Brigitte Janson

    Winterapfelgarten

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein schöner Frauenroman über vier Frauen im Alter von Mitte 20 bis zum Seniorenalter, die alle einen Neuanfang wagen auf einem alten Apfelhof im Alten Land. Ein sehr schönes Setting! Die verschiedenen Charaktere waren interessant und die Geschichte unterhaltsam. Ein bisschen hat mir aber gefehlt... Die vier Frauen sind mir nicht wirklich nahe gekommen; ihre Geschichten haben mich nicht so berührt, wie ich es schon aus anderen Romanen kenne. Auch ging mir alles ein bisschen zu schnell vielleicht. Nichtsdestotrotz hatte ich schöne, unterhaltsame Lesestunden!

  20. Cover des Buches Lempi, das heißt Liebe (ISBN: 9783446260047)
    Minna Rytisalo

    Lempi, das heißt Liebe

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Ein Hörbuchhighlight aus 2020! Überraschend, emotional, mitreissend und poetisch.

    Aus drei verschiedenen Perspektiven und von drei verschiedenen Ich-Erzählern nähert sich dieser Roman der Titelheldin Lempi und dem Thema Liebe. Der Prolog baut von der allerersten Seite an eine Spannung auf.

    Viljami, der Bauernsohn aus finnisch Lapland, kehrt aus dem Krieg zurück und muss feststellen, dass seine geliebte junge Frau Lempi verschwunden ist. Die Trauer übermannt ihn derart, dass er sich ein Weiterleben nicht vorstellen kann. Im ersten Teil dieses geschickt aufgebauten Romans trauert Vljami um Lempi, blickt verklärt zurück auf ihr gemeinsames glückliches Jahr.

    Im zweiten Teil lernen wir aus der Sicht der Magd Elli eine ganz andere Lempi kenne. Eine verwöhnte, launische Lempi, die von Elli zutiefst beneidet und gehasst wurde. Von Elli erfährt man dann auch, was es mit Lempis Verschwinden zu tun hat.

    Im dritten Teil schliesslich kommt Lempis Schwester Sisko zu Wort. Dieser Teil hat mich zuerst nicht so interessiert. Ich dachte, ich wüsste ja jetzt praktisch alles. Und dass Sisko doch gar nicht so viel mit Lemi und Viljami zu tun hätte… Weit gefehlt! Als ich das Buch beendet hatte, muss ich diesen Teil gleich noch ein mal lesen! Für mich ist Sisko sowohl die sympathischste als auch die interessanteste Figur in dieser Geschichte!

    Absolute Leseempfehlung! Ein sehr spannendes und nachdenklich machendes Buch, das mich sehr bewegt hat.

    „In der Wegbiegung sieht man sie schon gut, da kommt sie, näher, schärfer umrissen, noch näher, bis hierher, trägt einen großen Koffer, bleibt stehen und stellt ihn ab, schwer ist er nicht, man sieht es am Wackeln. Sie streift sich übers Ohr, verlagert das Gewicht. Ihre Hüfte rutscht zur Seite, unter der Kleidung zeichnet sich die Unterhose ab, ihr Pony ist zu hübschen Seitenwellen frisiert, und sie fragt, ob das hier Pursuoja sei.
    (…)
    Der Mann auf der Treppe ist wie erstarrt, die ganze Welt bleibt stehen, die Vögel schweigen, die Tanne in der Hofmitte horcht, nichts wächst, keine Welle schlägt ans Ufer in diesem Moment, da die Welt darauf wartet, in eine neue Position zu rücken, und dies ist das Ende aller Dinge, und es ist der Anfang aller Dinge. „

  21. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (528)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Grausam, was wir Tieren antun. Die geschilderten Zustände der Massentierhaltung sind entsetzlich. Vieles weiß man schon, aber auch, wenn man weiß, dass es den Tieren schlecht geht, ist man schockiert über die Details. Ich habe über ein Jahr gebraucht, um dieses Buch zu lesen und konnte es nur Häppchenweise verdauen. Immer wieder mußte ich es weglegen und eine Pause machen, weil die Grausamkeiten unerträglich waren.

    Das Buch ist nicht von einem Fanatiker geschrieben, sondern von jemandem, der erst nach und nach aufhörte Tiere zu essen und Stück für Stück sein Handeln hinterfragte. Dass er nach all seiner Recherche nun keine Tiere mehr essen mag ist mehr als verständlich. In dem Buch schildert er unsere Traditionen und Gebräuche bzgl. unseres Eßverhaltens, spricht mit vielen Farmern und Fachleuten, deckt Zusammenhänge auf, nennt Zahlen und schildert Mißstände. Erschreckend ist, dass nicht nur die Massentierhaltung per se schrecklich für die Tiere ist (Enger Raum, keine Bewegungsfreiheit, Antibiotika, Überzüchtung, dass die Tiere ein leben lang Schmerzen haben, nie draußen, den Müttern entrissen, Zwangsbefruchtung, Kastration bei vollem Bewußtsein usw.), sondern auch, dass viele Mitarbeiter so verroht sind, dass Schläge, Stromstöße und regelrechte Folter und Spaß an der Quälerei (ein Mitarbeiter schildert, wie er einem Schwein  eine Scheibe der Nase abschneidet und als das Tier wie von Sinnen ist, noch Salz auf die Wunde reibt. Und da er noch Salz übrig hat, es dem Tier auch noch in den After drückt. ) nicht die Ausnahmen sind, sondern dieser Sadismus zum Alltag gehört.

    Der Autor schildert die Haltung, den schrecklichen Transport und auch die Schlachtung. Wenn wir hören, dass manche Tiere noch lebendig ins Brühbad kommen oder bei vollem Bewußtsein gehäutet werden, denken wir, dass es sich um wenige Ausnahmen handelt. Hier erfahren wir, dass dies ständig der Fall ist. Im Buch wird über Rinder, Schweine, Hühner und Puten sowie Fische geschrieben und jedesmal liest man von unvorstellbaren Praktiken und Details, die man nie wissen wollte, die aber für alle diese Tiere grausige Realität sind. Da kann man Fleischkonsum kaum noch mit seinem Gewissen vereinbaren.

    Der Autor will nicht predigen, er fordert uns nicht auf, vegan zu werden und ich finde, nach all seinen Recherchen ist er viel zu tolerant, aber er klärt auf und nennt die Dinge beim Namen, ohne zu beschönigen. Er schildert aber nicht nur das Leid der Tiere und nennt Zahlen und Statistiken, er zeigt auch die Folgen des Fleischkonsums auf, sowohl für unsere Gesundheit als auch für die Umwelt und das Klima. Es ist wirklich erschreckend, was für ein Schaden angerichtet wird, über Grundwasserverseuchung und Klimawandel bis zu Pandemien, die er lange vor Corona vorhersagt.

    Es ist ein wichtiges Buch, sehr ausführlich wird Fleischkonsum von allen Seiten beleuchtet und es ist jedem selbst überlassen, ob er daraus Konsequenzen zieht. Es ist aber auch ein Buch, was stellenweise unerträglich zu lesen ist, weil wir so viel unerträgliches Leid über die Tiere bringen, indem wir einfach weiter Fleisch essen. Jeder, der der Umwelt zuliebe oder um gesünder zu leben auf Fleisch verzichten will, aber noch etwas zögert, sollte dieses Buch lesen. Mein Fazit ist, es ist alles noch viel schlimmer, als wir uns vorstellen können. In jeder Hinsicht.

  22. Cover des Buches Gut Greifenau - Goldsturm (ISBN: 9783426525449)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Goldsturm

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich war schon gespannt wie es weitergeht , was mit den einzelnen Familienmitgliedern so passiert. Jede freie Minute wurde genutzt um weiter zu lesen  .

  23. Cover des Buches Totenweg (ISBN: 9783404178131)
    Romy Fölck

    Totenweg

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der Wechsel zwischen erkalteten und im wahrsten Sinne brandheißen Spuren macht hier den Reiz aus. Frida - eine junge Polizistin und Bjarne - ein Kriminalhauptkommissar kurz vor der Pensionierung müssen gemeinsam einen nie aufgeklärten Mord an einem jungen Mädchen bearbeiten. Für Frida ist dieser Mord der Albtraum aus ihrer Kindheit, denn sie fand damals die Leiche. Das Geheimnis um diesen Tod trägt sie nun schon jahrelang mit sich herum. Es wird endlich Zeit alles zu offenbaren. 

    Das gegensätzliche Ermittlerteam widmet sich nun diesem „alten Fall“.  Es ist spannend zu sehen, wie die Fäden nach vielen Jahren doch noch zusammenlaufen. Dabei ist die Handlung von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der privaten Seiten der beiden ungleichen Ermittler. Durch die sehr unerwarteten Wendungen, war es nicht ohne den Täter selbst zu ermitteln. Die Auflösung des Falls war für mich plausibel und stimmig.  

    "Totenweg" ist ein wirklich gelungener Auftakt der Krimireihe. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  24. Cover des Buches Hingabe (ISBN: 9783103900040)
    Bénédicte Belpois

    Hingabe

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Sheyla

    Hingabe habe ich mir hauptsächlich wegen der vielen emotionalen und extrem gespaltenen Rezensionen hier auf lovelybooks gekauft. Ich musste mir einfach meine eigene Meinung dazu bilden.

    Tatsächlich sind die meisten „erotischen“ Szenen in diesem Buch Gewaltszenen. Obwohl der Bauer Tomas die geistig zurückgebliebene Suiza sexuell misshandelt und sie regelrecht entführt, bleibt sie gerne bei ihm, weil er, verglichen mit den anderen Männern im Dorf, das geringere Übel ist. Sie hinterfragt nicht, was ihr passiert ist, sondern blüht in ihrer Rolle als ihn umsorgende Hausfrau komplett auf. Dass das viele Leser*innen empört, kann ich absolut nachvollziehen.

    In meinen Augen ist das aber kein angemessener Grund für eine schlechte Bewertung! Hingabe ist nun einmal kein herzergreifender, locker zu lesender Liebesroman mit einer selbstbestimmten, schlagfertigen Protagonistin. Wer dieses Genre mag, ist hier ganz einfach an der falschen Adresse.

    Dennoch ist Liebe in diesem Roman ein starkes Motiv: Für mich ist Tomas ein erschreckend reales Portrait eines Mannes, der so emotional verkrüppelt und patriarchal geprägt ist, dass er nicht mehr anders kann, als in zerstörerischer, besitzergreifender Art und Weise zu lieben.
    Unterscheidet ihn das in irgendeiner Form von den Protagonisten moderner Dark Romance Literatur, die von der weiblichen Leserschaft begeistert verschlungen werden? Tomas ist eben kein stinkreicher sexy Mafiaboss, sondern ein krebskranker, gealterter Bauer. Leserinnen, die sich von einer romantisierten Vergewaltigungsszene mit Mr. Mafiaboss erotisch angezogen fühlen, finden Tomas abstoßend und schreien ganz laut: Vergewaltigung ist gar nicht erotisch!
    Ich persönlich finde Tomas als Charakter viel, viel realistischer als einen vom Kaliber Mr. Grey. Hingabe wagt es, toxischer Maskulinität wirklich den Spiegel vorzuhalten, anstatt sie zu verniedlichen.


    Die wütenden Reaktionen auf den Charakter Suiza, die von Männnern ausgebeutet wird und es noch nicht einmal merkt, sind in meinen Augen vor allem der Versuch, sich von diesem Frauenbild abzugrenzen. Jemand wie Suiza ist nicht mehr politisch korrekt, nur noch bemitleidenswürdig. Nochmal: Für mich ist das kein Grund für eine schlechte Bewertung.

    Nach dieser Logik müssten wir sämtliche Meisterwerke der Weltliteratur mit einer vernichtenden Kritik abstrafen, weil die Protagonist*innen sich darin nicht wie kultivierte, emanzipierte, aufgeklärte Bildungsbürger verhalten.

    Benedicte Belpois hat Suizas Wirkung auf die Leserschaft noch intensiviert, indem sie die junge Frau als geistig stark zurückgeblieben dargestellt hat: mit Absicht, nicht aus Versehen!

    Handwerklich finde ich das Buch beachtlich, den Schreibstil hypnotisierend, noch dazu für einen Debüt Roman. Einen Stern habe ich abgezogen, weil es erzählerische Längen gibt und ich gern mehr aus Suizas Perspektive gelesen hätte. Sie ist meinem Empfinden nach nich genug zu Wort gekommen, was es ein bisschen schwieriger macht, sich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungsmotive nachvollziehen zu können.


    Mein Fazit: Ich glaube, es war nie Benedicte Belpois‘ Absicht, eine zuckersüße Liebesgeschichte zum Wohlfühlen zu schreiben. Gute Geschichten sind nun einmal kontrovers und müssen den Mut besitzen, an manchen Stellen abstoßend und anstößig zu sein. Für mich ist Hingabe gute Literatur, auch wenn ich viele Szenen erschreckend und das Ende traurig und alarmierend fand. Wenn wir anfangen, von Büchern immer die Bestätigung unserer Meinung, ein striktes Gut-Böse-Schema und ein Happy End zu verlangen, sind wir verloren.

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