Bücher mit dem Tag "bayern"
536 Bücher
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.695)Aktuelle Rezension von: LisaKIch muss gestehen, es hat ein wenig gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe. Die kurzen Einwürfe von Gedanken oder der Zukunft war gewöhnungsbedürftig und anfangs irritierend. Dennoch hat mich die Geschichte sofort gefesselt: ein Mädchen das in jungen Jahren schon mit Verlust, Tot und dem alleingelassen werden zu kämpfen hat und dennoch so viel Mut, Weisheit und Liebe in sich trägt.
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.127)Aktuelle Rezension von: Coco_EberhardtThematisiert wird der Vermisstenfall um Lena, die als junge Studentin vermisst gemeldet wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Dann wird Jahre später eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, die Lena sein könnte. Damit beginnt dieser spannende Thriller. Man Blick emotional in die verschiedenen Personen, die an der Sache beteiligt sind. Das Switchen zwischen den Charakteren fand ich sehr gut umgesetzt. Dabei tun sich menschliche Abgründe auf. Man fühlt richtig mit.
Ich fand den Thriller sehr spannend. Es gab manchmal ein paar kleine nicht nachvollziehbare Sequenzen, die die Story aber nicht negativ belasten. Als nächstes werde ich erstmal wieder einen Wohlfühlroman lesen, um die düsteren Energie loszuwerden... ;-)
- Marlen Haushofer
Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)
(958)Aktuelle Rezension von: diepersephoneDieses Buch hat mich viele Jahre lang begleitet in meinen Gedanken. Da es wirklich einzigartig ist, und ich so hineingezogen wurde, in diese Geschichte, die mir gleichzeitig so vertraut und auch fremd vorgekommen ist. Ich konnte mich sofort mit der Hauptfigur identifizieren, mit Ihren Problemen, mit Ihren Gedanken. Das einzige, was mich gestört hat, ist das nicht aufgelöst wird, was es mit der Wand auf sich hat. Das hat mich sehr unbefriedigt zurückgelassen.
- Rita Falk
Winterkartoffelknödel
(1.085)Aktuelle Rezension von: Aischa"Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk habe ich mit einer gewissen Erwartung gelesen, denn die Verfilmungen der Eberhofer-Krimis kenne und liebe ich. Sebastian Bezzel als Franz Eberhofer und Simon Schwarz als Rudi Birkenberger sind für mich ein kongeniales Team, dessen Schlagabtausch, Timing und Charme auf der Leinwand einfach perfekt funktionieren.
Umso schwerer fiel mir zunächst der Einstieg in die Romanvorlage. Die teils sehr abgehackte, knappe Sprache aus Franz Eberhofers Ich-Perspektive ist gewöhnungsbedürftig. Auch wirkt der literarische Eberhofer deutlich kantiger und weniger sympathisch als sein filmisches Alter Ego. Was im Film durch Mimik, Humor und Schauspiel aufgefangen wird, steht im Buch oft nüchterner und sperriger im Raum.
Mit zunehmender Lektüre habe ich jedoch die Eigenständigkeit des Romans schätzen gelernt. Falk erzählt ruhiger und ausführlicher, gibt mehr Einblick in Eberhofers Gedankenwelt und zeichnet das Dorfleben und seine Abgründe detaillierter, als es der Film kann. Manche Figuren und Konflikte wirken im Buch weniger klamaukig, dafür bodenständiger – was gut zum Genre des Provinzkrimis passt. Auch wenn mir persönlich der Franz Eberhofer auf der Leinwand näher ist, bietet „Winterkartoffelknödel“ solide, kurzweilige Unterhaltung mit viel bayerischem Lokalkolorit, schrägen Figuren und einem kriminalistischen Plot, der nicht von Spannung, sondern vom Milieu lebt.
Unterm Strich ist der Roman vielleicht nicht ganz so leichtfüßig und charmant wie seine Verfilmung, aber er ist ein gelungener Auftakt zu einer Reihe, die völlig zu Recht viele Fans hat. Für alle, die bayerische Regionalkrimis mögen, ist „Winterkartoffelknödel“ auf jeden Fall eine lohnende Lektüre – besonders dann, wenn man bereit ist, Buch und Film als zwei unterschiedliche, jeweils eigene Erzählformen zu genießen.
- Volker Klüpfel und Michael Kobr
Milchgeld
(914)Aktuelle Rezension von: SanneLMontag ist Kässpatzen-Montag, das steht fest. Nur: wenn eine Leiche passiert, ist es mit der Gemütlichkeit vorbei. Im Auftaktband der Kluftinger-Reihe muss eben genannter Kommissar auf den geplanten Ruheabend verzichten und eine Mordermittlung starten.
Die Autoren zeichnen ihren Klufti als einzigartiges Original. Ich sehe ihn genau vor mir … . Engagiert im Job, oft für eine Frozzelei zu haben, immer am Gesetz oder ein ganz klein wenig drüber, leidenschaftlicher Esser, jedoch leider ziemlich ungeschickt - Klufti muss man halt so akzeptieren. Leicht hat es der Gute auch nicht immer, seine Frau führt ein straffes Regiment. Wenn sie denn da ist.
Leicht angestaubter (von 2013), aber unterhaltsamer Cozy-Crime mit Allgäuer Lokalpatriotismus und ~kolorit. - Charlotte Link
Am Ende des Schweigens
(673)Aktuelle Rezension von: BookLover_LinDie Beziehungen zwischen den Charakteren waren sehr interessant und gut dargestellt. Insgesamt fand ich, dass die Charaktere gut ausgearbeitet waren.
Zwischendurch hat sich das Ganze ein bisschen gezogen und war nicht ganz so packen, gegen Ende hin wurde es aber besser und ich fand die Auflösung gelungen.
☆ 4 Sterne ☆
- Rita Falk
Dampfnudelblues
(704)Aktuelle Rezension von: ZamsWie auch beim ersten Teil bin ich froh, die Filme gesehen zu haben, sonst hätte ich mir wegen so mancher fehlenden Beschreibung wahrscheinlich einiges weniger vorstellen können.
Ich dachte schon, es geht bergauf mit diesem Teil, der Schreibstil ist etwas detailierter geworden im Vergleich zum ersten, und die Szene hatten generell etwas mehr Tiefe finde ich (nicht zu verwechseln mit Tiefgang). Eberhofer leistete meiner Meinung nach auch weniger schlechte Polizeiarbeit im Vergleich, dafür ist der Rassismuss sehr dick aufgetragen, noch mehr als zuvor. Und ja, das ist zwar eventuell realitätsgetreu, gefällt mir aber trotzdem nicht. - Rita Falk
Weißwurstconnection
(239)Aktuelle Rezension von: krimi_wahnsinnInhalt:
Ein neues Luxus-Hotel sorgt bei der Bevölkerung in Niederkaltenkirchen für Stimmung. Nicht alle Einwohner sind mit dem Bau einverstanden. Als Kommissar Franz Eberhofer in eben dieses Hotel gerufen wird ist ihm schnell klar: hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Im Badezimmer findet er nämlich eine männliche Leiche. Trotzdem soll er laut dem Leiter dieser Anlage stillschweigen bewahren. Aber wie soll das gehen? Alles an der Leiche schreit geradezu nach einem neuen Mordfall und schneller als ein Lauffeuer verbreitet sich diese Nachricht auch schon. Aber nicht nur das macht Eberhofer zu schaffen, denn Oma spricht plötzlich von einem Doppelhaus. Natürlich soll Franz dort aber nicht alleine einziehen, denn die Susi benötigt eine neue Unterkunft und auch sein Bruder könnte dann wieder auf den elterlichen Hof zurückkehren. Doch erst einmal muss ein Mord aufgeklärt werden!
Meinung:
Das Cover passt sich wieder wunderbar in die Reihe ein, was mir sehr gut gefällt und der Wiedererkennungswert ist natürlich auch direkt sichtbar. Der Schreibstil der Autorin war wie immer sehr angenehm zu lesen, jedoch muss ich dieses Mal sagen das dieser 8. Fall eher der bisher schwächste Teil ist. Bei den Ermittlungen war eher Kommissar Zufall am Werk und richtige Spannung ist leider auch nicht aufgekommen. Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten, grade der bayrische Humor hat seinen Teil dazu beigetragen. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Teil dieser bayrischen Serie.
- Rita Falk
Sauerkrautkoma
(426)Aktuelle Rezension von: Claudia_Brem
Ich erinnere mich, dass ich mich manchmal gefragt habe, was bestimmte Ausdrücke oder Redewendungen bedeuten sollten. Es war ein bisschen wie ein Kulturschock, aber ich denke, das ist auch ein Teil des Charmes von Rita Falks Büchern.
Trotzdem denke ich, dass "Sauerkrautkoma" nicht mein Lieblingsbuch ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nicht genug mit der bayerischen Kultur vertraut bin, oder vielleicht gibt es einfach bessere Bücher von Rita Falk, die ich noch nicht gelesen habe.
- Rebecca Gablé
Die fremde Königin
(215)Aktuelle Rezension von: raschke64951 im heutigen Italien. Die verwitwete italienische Königin Adelheid ist zusammen mit ihrer Tochter gefangen. Sie soll Berengar bzw. dessen Sohn heiraten, damit dieser offiziell die italienische Krone bekommt. Doch mit Hilfe von Gaidemar, einem deutschen Panzerreiter, gelingt ihr die Flucht und bald ist sie am Hofstaat von König Otto, der sie kurz danach heiraten wird. Damit ist sie die höchste Frau im deutschen und italienischen Reich. Doch die Macht muss verteidigt werden und es steht mehr als nur ein Krieg vor der Tür.
Das Buch ist wie immer bei der Autorin Geschichte pur. Dabei beschreibt sie die Vorgänge wunderbar nachvollziehbar und man ist sofort in den Kapiteln drin und möchte einfach nur mehr lesen. Die damaligen Zeiten - auch sehr grausame - sind realistisch beschrieben und man kann zumindest ansatzweise nachvollziehen, was die Leute damals dachten und warum sie so handeln. Von mir gibt es eine Leseempfehlung
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)
(178)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNachdem der erste Teil der Henkerstochter-Saga hatte mir bereits außerordentlich gefallen hatte, verfolge ich die Serie nun auch weiterhin.
Zum Inhalt will ich - wie üblich bei Krimis - nichts weiter verraten. Das soll jeder selbst lesen.
Oliver Pötzsch hat - wie üblich - gute Arbeit geleistet. Sein Geschichtsaufbau und sein Erzählstil funktionieren, reißen den Leser mit und bringen dem Leser eine filmische Geschichte nahe. Was will man mehr?
Der Henker Jakob Kuisl bleibt eine faszinierende und trotz seines "Berufes" sympathische Figur. Erfreulicherweise kommt dieses Mal auch die Tochter des Henkers öfter vor und überzeugt als Sympathieträgerin.
Tatsächlich muss ich diesen Teil als noch etwas stärker als den Ersten einstufen, da die Wirrungen letztlich etwas faszinierender als im ersten Buch sind.
Freue mich sehr auf die weiteren Bände.
- Rita Falk
Rehragout-Rendezvous
(133)Aktuelle Rezension von: sommerleseRehragout-Rendezvous ist der elfte Fall der Provinz-Krimireihe von Rita Falk, die bei DTV erscheint.
Nachdem sie sich jahrelang für ihre Lieben aufgeopfert ha, schmeißt Oma Eberhofer das Handtuch, sie hat genug vom Kochen, Backen, Einkaufen, Putzen und Waschen. Sie möchte auch mal kürzer treten und andere für sich arbeiten lassen. Absolut verständlich, aber muss das ausgerechnet zu Weihnachten sein?
Und seitdem Susi als stellvertretende Bürgermeisterin die Amtsgeschäfte erledigt, ist sie dem Karrierewahn verfallen und tickt nicht mehr wie früher. Franz hat einen Vermisstenfall zu klären, die Mooshammer Liesl macht sich Sorgen um Lenz Steckenbiller, der spurlos verschwunden ist. Franz sitzt das Ganze erst einmal aus, denn er weiß nicht, was er in dieser Sache tun soll.
Dieser Band ist dank des Familienklüngels und der typischen Charakterzüge der Figuren wie immer gut unterhaltend und zeigt mal neue Facetten der Frauen auf. Oma ist es langsam leid, ständig die gute Seele des Hauses zu sein und ihre Sippe nach Strich und Faden zu versorgen. Nun will sie in Rente, was natürlich bei Franz und Co. nicht so gut ankommt, denn die Küche bleibt jetzt kalt. Susi muss den Bürgermeister vertreten, findet Gefallen an diesem Karriereschub und nimmt sich neuerdings ziemlich wichtig, das gefällt ihrer Familie auch nicht gut.
Zunächst stehen die Familienkonflikte und das Heiratsproblem bei den Simmlers etwas im Vordergrund, doch das ändert sich als feststeht, dass der Steckenbiller getötet und sehr ungewöhnlich entsorgt wurde. Von da ab nehmen die Ermittlungen ihren Lauf, Rudi unterstützt Franz mal wieder mit großem Elan, doch Franz hat keine gute Laune. Das Private nervt ihn zur Zeit gewaltig.
Der Krimi lebt wie immer von den Figuren, vom Dialekt und dem Humor, sowie dem verbohrten Machogehabe der männlichen Figuren. Genau diese sexistische Betrachtung von Frauen und einige schroffe Sprüche haben mich dieses Mal ziemlich gestört. Nun liegt Niederkaltenkirchen vielleicht am A der Welt, aber die Männer scheinen dort noch heute Ansichten wie in der Steinzeit zu haben.
Wie gewohnt ein unterhaltsamer Krimi, dessen Fall sich interessant entwickelt und den Franz dank seines instinktiven Bauchgefühls aufklärt.
- Brigitte Hamann
Elisabeth
(136)Aktuelle Rezension von: leselockiSchon seit meiner Kindheit habe ich jedes Jahr zu Weihnachten die Filme über Sissi gesehen.
Nach dem letzten Wien-Besuch hatte ich aber vor allem nach dem Besuch an der Hofburg das Bedürfnis, mich mehr mit der Geschichte der Kaiserin Elisabeth auseinander zu setzen, nachdem sie dort auch in ihren letzten Jahren dargestellt wurde.
Schnell musste ich feststellen, dass die Filme wahrlich über-romantisiert sind und nicht viel von der "echten Sissi" zeigen, wenn man das Buch liest, das auch viele Ausschnitte aus Briefen von vielen verschiedenen Personen aufführt.
Der Drang nach Freiheit, der bewusste Rückzug von allem, auch von Franz Josef und den Kindern, zu denen sie teilweise gar keine Beziehung pflegte... Das alles wird im Buch dargestellt - und ich sehe hier sogar weniger die Schuld bei der "bösen" Schwiegermutter Sophie, sondern auch die Schuld bei Elisabeth selbst.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der tatsächlichen Kaiserin ohne jegliche Romantisierung und Schönmalerei interessiert. - Rita Falk
Grießnockerlaffäre
(485)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Polizistenmord erschüttert Landshut. Hauptverdächtiger, kein anderer als unser Franz Eberhofer. Da kommt er bestimmt irgendwie raus. Mal schauen, Mordwaffe war sein Hirschfänger. Nicht so gut und dann ist das Opfer auch noch der Barschl, Franz' direkter Vorgesetzter und Erzfeind, mit dem er in der Tatnacht noch ordentlich Streit hatte. Das sieht für unseren Eberhofer nicht gut aus.
Aber Richter Moratschek, Busenfreund seines Vaters, hält schützend die Hand über ihn und so fängt Franz mal wieder ohne die Landshuter Kollegen an im Fall zu ermitteln. Aber auf den Rudi, ja, auf den kann er sich verlassen.
Zu Hause steht es auch nicht besser, die Susi redet andauernd davon, Kinder kriegen zu wollen und vom heiraten und auf dem Hof steht plötzlich die Jugendliebe von der Oma.
Alle Hände voll zu tun, unser Franz. Und dann noch dieses ganze ermitteln. Da kann Mann auch mal schwach werden, bei der knackigen Barschl Witwe.
Als Franz zufällig von einem Komplott erfährt, will er unbedingt den Mörder dingfest machen. Aber hier liegen wasserfeste Alibis vor, denn aus einem Mord wittert Franz schnell zwei und ist somit nicht mehr zu stoppen.
Bis ins kleinste Detail sind beide geplant.
Das ist nun mittlerweile mein vierter Band der Reihe und auch wenn ich am Anfang etwas enttäuscht war, so ist sie mir doch mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Rita Flak hat einen tollen, subtilen Humor in die Reihe eingepflegt, der beim lesen zum Schmunzeln animiert.
Die Personen sind durchweg Unikate. - Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
(345)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookIch weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die anderen zu konsumieren.
Früher habe ich öfter mal einen historischen Roman zur Hand genommen. Obwohl Geschichte in der Schule nicht mein Lieblingsfach war, mochte ich schon immer historische Ereignisse gut eingebettet in tollen Geschichten.
„Die Henkerstochter“ ist ein historischer Krimi und daher nicht ganz mein Gebiet, weil mir Krimis meist zu lasch sind. Ich bevorzuge dann schon eher (Psycho)Thriller.
Doch das vorliegende Werk konnte mich für sich gewinnen - was wahrscheinlich nicht zuletzt am genialen Sprecher lag.
Johannes Steck hat die Geschichte sehr lebendig rüber gebracht. Seine Stimme, die er immer wieder verstellt hat, war super authentisch. Wenn er die Dialekte nachmachte, kaufte ich ihm das 100%ig ab. Allein deshalb würde ich zu „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ greifen.
Der Plot rund um die Henkerstochter Magdalena ist recht einfach und überschaubar. Am Ende gibt es zwar mehrere Stränge, die zusammenlaufen, doch man verliert sich nicht in ihnen.
Warum es die „Henkerstochter-Saga“ ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, doch würde ich ihr persönlich keine Hauptrolle zuschreiben. Vielleicht entwickelt sich das in den kommenden Teilen.
Der Autor hat Gefallen an Ausschmückungen. So lief bei mir während des Hörens ein Kopfkino ab, welches die Erzählung sehr lebendig machte. Daher ist er in meinen Augen eher nicht für Zartbesaitete geeignet. Es gibt einige brutale Szenen, die detailreich geschildert werden.
Aber auch das Leben einer Henkersfamilie zur damaligen Zeit wird überzeugend beschrieben. Erst hinterher habe ich erfahren, dass Oliver Pötzsch selbst ein Nachfahre dieser Dynastie ist. So hatte er exklusiven Einblick in den Beruf und wir erfahren einige Details dazu.Ich überlege tatsächlich, ob ich mir noch den zweiten Teil gönne, um zu schauen, ob die Saga generell etwas für mich ist oder ob ich direkt zur David-Hunter-Reihe wechsle, die eher meinem Beuteschema entspricht und genauso darauf wartet, von mir gehört zu werden. Mit Johannes Steck als Sprecher kann man sicherlich wenig falsch machen.
In „Die Henkerstochter“ kann man mal reinlesen / -hören, ob das Genre einem liegt. Man braucht jedoch, wie bereits erwähnt, starke Nerven an der ein oder anderen Stelle und zudem Ausdauer, denn zuweilen verliert sich der Verfasser ein wenig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
©2024 a_different_look_at_the_book
- Herbert Rosendorfer
Briefe in die chinesische Vergangenheit
(196)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAus dem Reich der Mitte will er per Zeitreise in das moderne China reisen. Es läuft aber einiges schief und er landet mitten in Bayern. Der totale Kulturschock und für uns Leser einfach nur köstlich, herrlich, witzig und tiefsinnig. Die Einfälle von Herbert Rosendorfer sind einfach klasse und haben nach all den Jahren nichts an Biss und Witz verloren.
- Ellen Sandberg
Rauhnächte
(75)Aktuelle Rezension von: Mia80In ihrem neuen Roman „Rauhnächte“ gelingt es Ellen Sandberg sehr gut, eine intensive Atmosphäre aufzubauen. Die Geschichte spielt in der Zeit zwischen Heilig Abend und dem 6. Januar. Das kalte Winterwetter und die trübe Stimmung zwischen den Jahren hat sich zum Greifen nah angefühlt. Deswegen empfehle ich den Roman insbesondere für die dunkle Jahreszeit. Ich habe ihn während der ersten Frühlingstage bei 15 Grad gelesen, deswegen fühlte es sich etwas komisch an, sich wieder in diese winterliche Tristesse hineinzuversetzen.
Die Hauptfigur ist Pia, die nach dem Abitur noch überlegt, welchen Studiengang sie wählen soll. Diese Sorgen rücken allerdings in den Hintergrund, als ihre Eltern sich überraschend trennen und Pia durch Zufall erfährt, dass sie adoptiert wurde. Die Identität ihrer Mutter steht schnell fest doch um deren Tod und ihren leiblichen Vater legt sich ein Mantel des Schweigens.
Pia empfand ich als sympathische Protagonistin. Ich konnte mich gut in ihre Zerrissenheit (weitersuchen oder aufgeben) hineinversetzen. Manchmal fand ich sie ein wenig leichtgläubig ihren Mitmenschen gegenüber. Eine sehr lange Zeit erschien mir der Roman wahnsinnig vorhersehbar. Es lag für mich völlig auf der Hand, was mit Pias Mutter passiert ist. Als sich kurz vor Schluss herausstellte, dass alles doch ganz anders war, war ich komplett schockiert insbesondere auch wegen der unfassbaren Bösartigkeit, mit der all das geschehen ist. Ich fand die Geschichte, die sich letztendlich entfaltet hat so dermaßen schrecklich, dass ich es gar nicht fassen konnte. Und irgendwie war mir das auch too much und zu unglaubwürdig, dass sich ein Mensch über Jahre so dermaßen verstellen soll.
„Rauhnächte“ hat seine positiven Seiten, wie die sympathische Protagonistin und die tolle Atmosphäre. Aber mir hat die meiste Zeit über etwas mehr Spannung gefehlt und die Auflösung war mir, wie bereits erwähnt, zu drüber. Für mich war es ein eher schwächeres Ellen Sandberg Buch.
- Rita Falk
Zwetschgendatschikomplott
(383)Aktuelle Rezension von: RoRezepte“Nur zwei, drei Handgriffe, dann wäre dieses Problem für immer gelöst. Ganz langsam zieh ich sie aus meinem Holster. »Du willst mich aber jetzt nicht abknallen, oder was?«, sagt der Rudi, kaum dass er sich umgedreht hat, und stemmt die Hände in die Hüften. »Doch, Rudi, das würde ich gerne. Wenn du dich schön still hältst, dann treff ich auch garantiert schmerzfrei und absolut tödlich.« »Herrjemine, also, kommst du jetzt endlich – oder was?«, […].”
Der Einstieg in Rita Falks 6. Eberhofer-Fall Zwetschgendatschikomplott beginnt mit einem verkaterten Franz Eberhofer, der den Anruf von seinem besten Freund ignoriert. Rudi Birkenberger, Privatdetektiv, bekommt von einer Krähe einen abgetrennten Finger auf seinen Balkon geliefert und begibt sich dann eben allein auf die Suche nach der Leiche. Gerade jetzt zur Wiesn-Zeit ein denkbar unpassender Zeitpunkt für einen Wiesnmörder, der sich zudem auch noch im Rotlichtmilieu herumzutreiben scheint. Rudi und Franz ermitteln gemeinsam, wie ein altes Ehepaar – sehr unterhaltsam.
Franz Eberhofer, der sich mittlerweile an sein Arbeitsleben in München und an das tägliche Pendeln zwischen München und Niederkaltenkirchen gewöhnt ist, kommt noch immer nicht damit klar, dass seine Susi abgehauen ist, als er zu spät zur Hochzeit erschienen war. Dazu soll in Niederkaltenkirchen ein Hotel gebaut werden – das spaltet das Dorf in zwei Lager und hält Eberhofer nach Feierabend noch zusätzlich auf Trapp. Neben der Sorge um Susi.
“Himmelhergott noch mal, wie soll man sich denn da auf seinen Job konzentrieren und diese Wiesnmorde aufklären, wenn’s privat grade Kuhfladen schneit?”
Der Schreibstil bleibt unverändert locker und humorvoll mit einem Provinztouch. Der 6. Fall liest sich super schnell weg und unterhält uns Fans auf ganzer Linie. Für LeserInnen der Eberhofer-Reihe ist der Zwetschgendatschikomplott besonders lesenswert, da wir Franz in seinen privaten Belangen intensiver begleiten können und erleben einen Mann, der seine Sehnsucht nach seiner Frau nun intensiv bemerkt. Dagegen rückt die Fallermittlung ein wenig in den Hintergrund, wobei die Verwicklungen um den Wiesenmörder wieder schön ausgeklügelt war. Für Fans von Provinzkrimis kann ich die Eberhofer-Reihe sehr empfehlen – Zwetschgendatschikomplott sollte allerdings nicht der Einstiegsroman in der Reihe werden.
Die Rezepte aus "Zwetschgendatschikomplott" findet ihr unter www.RoRezepte.com & https://rorezepte.com/zwetschgendatschikomplott-rita-falk/.
- Andreas Winkelmann
Höllental
(249)Aktuelle Rezension von: Phillippe_KaufmannIm ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Roman Jäger von der Bergwacht versucht verzweifelt, sie zu retten doch er kommt zu spät. Was bleibt, ist ihr letzter Blick, voller unbeschreiblicher Angst. Ein Blick, der ihn nicht mehr loslässt und ihn dazu bringt, nach den wahren Hintergründen ihres Selbstmords zu suchen. Dabei stösst er auf ein düsteres Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.
Mich hat dieser Thriller von Anfang an gefesselt. Besonders beeindruckt hat mich, wie Andreas Winkelmann die Geschichte Schritt für Schritt entfaltet. Aus einer zunächst rätselhaften und tragischen Ausgangssituation entwickelt sich ein immer dichter werdendes Geflecht aus Spannung, Geheimnissen und Wendungen. Genau diese Art, Spannung langsam aufzubauen und gleichzeitig immer neue Überraschungen einzustreuen, hat mich begeistert.
Fazit: „Höllental“ ist ein packender und atmosphärischer Thriller, der mich bis zur letzten Seite mitgerissen hat. Ein Buch, das zeigt, wie meisterhaft Andreas Winkelmann Spannung erzählen kann – absolut empfehlenswert.
- Jörg Maurer
Föhnlage
(400)Aktuelle Rezension von: BlueberryDessertEs gibt ja viele lustig geschriebene Krimis, aber bei Jörg Maurer schätze ich vor allem den feinen Sprachwitz. Die Figuren bleiben für mich ein wenig blass, aber dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Der Humor ist es, was dieses Buch besonders macht. Der Krimi ist solide und spannend geplottet, mir hat's gefallen.
- Wolfgang Koeppen
Tauben im Gras
(238)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerHier geht's zur Kurzmeinung auf meinem Blog.
Kurzmeinung
+ beeindruckender Stil, vor allem die vielen Synonyme und bildhaften Umschreibungen, die sich auseinander entwickeln und in freien Assoziationsketten aneinander gefügt werden
+ fließende Übergänge zwischen den Perspektiven durch Verknüpfung über unvollständige Sätze oder identische Worte
+ starke Verflechtung der Perspektiven, indem die Figuren sich wechselweise begegnen
- sprachlich so komplex, dass es sehr viel Konzentration erfordert und anstrengend zu lesen ist
- fühlt sich ziellos an, auch wenn das Ziel, das München der Nachkriegszeit zu analysieren, durchaus erreicht wird
- Volker Klüpfel und Michael Kobr
Erntedank
(481)Aktuelle Rezension von: Robin_NeunerNach "Milchgeld" war ich sehr gespannt, ob die Autoren das Niveau halten können und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Hauptfiguren werden wie immer sehr menschlich und bodenständig dargestellt. Dies ist für mich eine absolute Stärke, da man sich gut vorstellen kann, dass es sich hier um ganz normale Menschen handelt, und nicht um irgendwelche Leute mit sonderbaren Fähigkeiten. Das Gefühl der "guten, alten Polizeiarbeit" macht sich breit. Auch wenn ich regional sehr weit weg bin, kommt alles sehr heimisch rüber.
Das Thema der alten Sagen und Legenden hat mich total gepackt und wurden hier wirklich toll erklärt und aufgearbeitet. Das Finale hat mich auf jeden Fall überrascht und ich habe mir sofort den dritten Fall von Kluftinger bestellt.
- Sara Oliver
Gefangen zwischen den Welten
(210)Aktuelle Rezension von: shelfieKlappentext: Ve und Nicky gleichen sich bis aufs Haar. Doch Ve und Nicky sind keine Zwillingsschwestern. Zwischen ihnen liegen sprichwörtlich Welten! Eine mysteriöse Apparatur hat Ve in ein Paralleluniversum katapultiert - mitten hinein in das Leben ihrer Doppelgängerin. Um in ihre eigene Welt zurückkehren zu können, muss Ve sich mit Nicky verbünden, mutiger sein, als sie es jemals zu träumen wagte, und eine große Liebe opfern ...
Der Auftakt der Welten-Trilogie: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich erwartet mich ein Roman, der leicht zu verschlingen ist mit dem Chaos "Es-gibt-uns-ja-doppelt" und den lustigen Nebenwirkungen. Eine recht düstere Sci-Fi Geschichte hätte ich mir nicht erträumt. Und trotzdem hat es mir ganz gut gefallen. Es ist bis zum Ende spannend und man versucht während des Lesens mit zu rätseln. Tatsächlich haben mir am wenigsten die Momente gefallen, in denen Ve in ihrer eigenen Welt war. Diese waren viel langweiliger verfasst, was schade war. Ein Fünf-Sterne-read war es nicht. Dafür war die Geschichte nicht "ausgereift" und "perfektioniert" genug, aber dennoch unterhaltsam.
- Rita Falk
Steckerlfischfiasko
(97)Aktuelle Rezension von: Claudia_JunghansAls eingefleischter Eberhofer-Fan, kenne ich natürlich alle Fälle und Bücher von Rita Falk. Allerdings muss ich zugeben, dass mich der letzte Fall schon nicht mehr zu 100% überzeugt hat und dieser hier auch nicht.
Die Story des Buches ist schnell Zusammengefasst. Es passiert direkt ein Mord im Golfclub, den der Eberhofer mit seinem Kumpel Rudi aufklären muss. Diesmal erwischt es den Präsidenten des Golfclubs der, wie sich schnell herausstellt, nicht wirklich beliebt ist. Parallel erfahren wir wieder viel aus dem Eberhofer-Clan. Die Oma, die Anfangs noch zur Kur ist aber dann zurück kommt. Der neuen Haushaltshilfe, die für die Oma einspringt. Susi, die scharf auf den Bürgermeisterposten ist. Paul, der Sohn vom Eberhofer, der auf einmal Ballett tanzt und zum Streber mutiert. Fehlen darf auch nicht der Flötzinger und der Simmerl, die so ihre eigenen Probleme haben.
Die Mord-Story tritt auch in diesem Buch wieder sehr in den Hintergrund erst nach über der Hälfte des Buches nimmt sie Fahrt auch. Ich persönlich hatte bereits recht schnell eine Ahnung, die sich dann später auch bestätigt hat. Wer das Buch also aufmerksam liest kommt relativ schnell dahinter.
Mir persönlich hatte die Spannung gefehlt und auch der Fokus auf die Aufklärung des Mordes. Nichts destotrotz habe ich wieder die typisch bayerischen Wortgefechte und Beschreibungen vom Eberhofer geliebt. Ich bin mir sehr sicher, dass das Buch eine super Vorlage für einen weiteren Film gibt.
Schade fand ich, dass die Oma viel zu kurz kam und auch die kulinarischen Highlights der Oma. Das hat für mich auch immer ein Eberhofer-Buch ausgemacht. Genial fand ich weiterhin den Vater, der an witzig kaum zu überbieten ist.
Das Buch endet mit einem kleinen Cliffhanger - der aber nicht zwingend aufgelöst werden muss. Ob es also eine Fortsetzung der Eberhofer-Reihe geben wird bleibt abzuwarten.
Fazit: als Film wäre die Story mega - als Buch waren es für mich nur 3,5 bis 4 Sterne.























