Bücher mit dem Tag "bedrückend"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bedrückend" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499218255)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

    (1.045)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    Ich habe den Roman in der von Niklaus Stingl überarbeiteten Übersetzung von Claire Malignon gelesen.

    Harper Lees Roman "Wer die Nachtigall stört" erzählt von Scout und Jem Finch, die in den 1930er-Jahren in Maycomb, Alabama, aufwachsen.

    Die Geschichte wird aus Scouts Perspektive geschildert, einem achtjährigen Mädchen aus einer angesehenen, alteingesessenen weissen Familie. Scout beobachtet die Welt mit wacher Neugier, direkter Art und vorlauter Altersklugheit, erfasst aber vieles noch nicht vollständig. Alles, was ausserhalb ihres Blickfelds liegt – das Leben armer weisser Familien, gesellschaftlich abgewerteter „White-Trash“-Figuren oder Schwarzer Menschen – bleibt im Hintergrund, was die Perspektive konsequent und glaubwürdig macht.

    Thematisch verbindet der Roman Fragen von Gerechtigkeit, Erwachsenwerden und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Atticus Finch steht für Integrität und den Mut, für Recht und Moral einzutreten. Scout und Jem erkennen Ungerechtigkeit, entwickeln Empathie und lernen, die Komplexität menschlicher Beziehungen zu verstehen. Vorurteile, soziale Unterschiede und die Ausgrenzung von Aussenseitern werden sichtbar, ohne dass die kindliche Perspektive sie explizit kommentiert.

    Die Stärke des Romans liegt in der Mischung aus Wärme, Humor und Ernsthaftigkeit sowie in der konsequent kindlichen Perspektive. Ein ausgesprochen lesenswertes Werk. Die Debatte in den USA betrifft weniger den Roman als vielmehr seinen Einsatz im Schulunterricht.

  2. Cover des Buches Atemschaukel (ISBN: 9783596512034)
    Herta Müller

    Atemschaukel

    (287)
    Aktuelle Rezension von: Ava_lon

    Inhalt

    Rumänien, Januar 1945. »Es war 3 Uhr in der Nacht, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.« So beginnt der erschütternde Bericht eines jungen Mannes, der in ein russisches Straflager verschleppt wird – so wie 60000 andere Rumäniendeutsche, von deren Schicksal Herta Müller in diesem ungeheuren Buch erzählt. In Gesprächen mit dem verstorbenen Dichter Oskar Pastior und anderen Überlebenden der Lager hat sie den Stoff gesammelt – und zu überwältigender Literatur geformt.

     

    Cover

    Das Cover gefällt mir überhaupt nicht, ich mag nicht so gerne Fotografien von Menschen und ich mag keine Bilder mit Zigaretten. Auch wenn es den Zeitgeist spiegelt, so sind diese Fotos nicht mein Geschmack.

    Ein Wort vorneweg

    Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

    Mein Eindruck

    Ich bin völlig frei von irgendwelchen Vorabinformationen an dieses Buch herangegangen und habe es im Rahmen ein selbst organisierten Leserunde gelesen. Nur den Klappentext kannte ich und konnte mir so ungefähr vorstellen, dass es inhaltlich betrachtet kein leichtes Thema ist. Es ist auch schon sehr lange her, dass ich mich mit den Schattenseiten des zweiten Weltkrieges auseinandergesetzt habe. Und jetzt war dieser Zeitpunkt gekommen und schon die ersten 50 Seiten trugen sehr viel Tiefe in sich. Jeder Abschnitt steht als Synonym für Aspekte des Lebens, zum Beispiel den Deckel für den Topf, um etwas zu verschließen, Gefühle in sich verbergen und einschließen, um nicht emotional zu zerbrechen. Der Zement der an einem klebt oder sich verflüchtigt spiegelt auch sehr gut die Hoffnung und so gab es eine Reihe von Sätzen, die mich von Beginn an nachdenklich zurückgelassen haben.

    Auch die vielen Wort Kreationen wie zum Beispiel Schneeverrat und Hungerengel

    verbinden die Schönheit und das Grauen miteinander. Schnee ist schön, weiß und sanft, kühl und still - allerdings auch ein Verräter, denn er zeigt die Spuren im Schnee, die jemand hinterlassen hat und die dann direkt zum Versteck führen, um der Deportation zu entgehen.

    Hunger ist grausam und ein Horror, wenn der Magen und der Darm grollen und wahrlich kein Engel, der Frieden verspricht.

    Viele Sätze erweisen sich als eine philosophische Wort Spielerei, wie zum Beispiel das schlichte Kofferpacken, wenn jemand noch nie einen Koffer gepackt hat. Was nehme ich mit? Wenn das Falsche zum Notwendigen wird und das Notwendige dann das Richtige ist, zeigt in diesem Zusammenhang immer wieder deutlich wie schnell etwas Ungewöhnliches zu etwas Normalem wird. Und all diese Feinheiten begleiten auf einer Reise, einer Reise die noch ohne Inhalt ist, sich entwickelt und letztlich vielleicht auch wieder zur Rückkehr führen wird. 

    Als LeserIn lernen wir die Geschichten von den Lagerinsassen kennen und die grausamen Erfahrungen jedes Einzelnen nehmen kein Ende.

    Es gibt zahlreiche Sätze und Worte, die mich zutiefst berührt haben und den Taumel zwischen Leben wollen / müssen und Sterben können / sollen aufzeigen.

    Auch das Wort Herzschaufel - eins werden mit seinem Arbeitsgerät, miteinander verschmelzen. Perfektion, Optimierung: die Arbeit ist ein gemeinsamer Tanz - ist eine grausame Vorstellung und zeitgleich steckt darin so viel Poesie. Hungrig und Hoffnungslos gilt es trotzdem den Lebenskampf aufrecht zu erhalten und die Arbeit mit einem geschwächten Körper zu bewältigen.

    Jedes Thema prägt den Lageralltag auf seine besondere Art und daran halten sich alle Lagerinsassen fest. Eine Haltestange aus Erinnerungen, Erzählungen und Beobachtungen.

    Es ist mehr als beeindruckend mit welcher Sprache die Autorin die Gewalt aus den Beschreibungen herausgelöst hat und ein Gefühl von Verstehen auf den Weg gibt. Sie beschönigt nicht und sie verurteilt nicht. 

    Auch wenn die Autorin ihre Worte gut wählt, so wird die bedrückende Situation im Lager mit jedem Abschnitt deutlicher und betrifft auch mich als LeserIn - eine Grenze des zumutbaren wird erreicht. Und trotzdem lesen sich die Zeilen gut, sie treffen den Kern in unserem Inneren und ein langsames Verstehen breitet sich aus. Ich fühle mich verbunden mit den Menschen im Lager.

    Fazit

    Ein tolles Buch, welches ich trotz der Thematik gerne gelesen habe. Es wiegt im Herzen leicht und schwer. Es vermittelt mir ein Bild über die damaligen Geschehnisse und über die Sprachlosigkeit der Rückkehrer. Auch mein Großvater, der im ersten Weltkrieg auf den Schlachtfeldern von Verdun war, hat anschließend geschwiegen. Er hat seine Erlebnisse tief in sich vergraben, um uns Kinder / Enkelkinder vor grausamen Gedanken zu schützen, damit wir die Leichtigkeit des Lebens beibehalten können..

     

    230422

  3. Cover des Buches Und es schmilzt (ISBN: 9783596298372)
    Lize Spit

    Und es schmilzt

    (266)
    Aktuelle Rezension von: fitread

    Da ich keine Triggerwarnungen im Buch finden konnte, nennen wir die schlimmsten Themen, die Kernthemen des Romans, doch mal beim Namen: Es geht um (sexuellen) Missbrauch bzw. Übergriffe und um Suizid. Wer damit keine Probleme hat, findet eine sehr ausgeklügelt konstruierte Handlung mit unterschiedlichen Strängen vor, die schlussendlich ineinander fußen. In seiner Düsternis ist dieser Roman ein Meisterwerk. Ich glaube, man kann die Details des Dorflebens, der Umgebung, der Verhaltensweisen der Menschen nur so genau beschreiben, wenn man selbst Teil davon gewesen ist. Und das beängstigt mich, so sehr geht mir das Buch unter die Haut. Zugleich bin ich angeekelt, fasziniert, erschüttert. Es wird mich noch ein paar Tage lang nachdenklich zurücklassen.

  4. Cover des Buches Die Letzten ihrer Art (ISBN: 9783442770403)
    Maja Lunde

    Die Letzten ihrer Art

    (185)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Im dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.

    "Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.

  5. Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
    Robert Harris

    Vaterland

    (372)
    Aktuelle Rezension von: FelixLibris

    In “Vaterland” von Robert Harris, einem alternativen Geschichtsroman, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Handlung folgt einem SS-Ermittler, der einen Mordfall aufklärt, während er auf dunkle Geheimnisse des Nazi-Regimes stößt.


    Thematisch erinnert das Buch mich an „NSA“ von Eschbach. Eine unbedingte Leseempfehlung. Besonders an alle „Recht und Ordnung“ Fanatiker.

  6. Cover des Buches Der Schwimmer (ISBN: 9783104000053)
    Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Kata und Isti sind Kinder und sie sind verlassen. Während die Panzer durch Ungar rollen, flieht die Mutter und sie bleiben zurück mit dem Vater. Das Leben im Jahr 1956 ist schwer und während der Vater immer mehr abdriftet, entwerfen die Kinder ihre eigene Welt. Sie leben und erleben und sie tauchen ab. Sie schwimmen hinaus und tauchen ab und Isti liebt es und er tut dies nicht nur im Wasser, nein, er taucht auch in seine Gedanken ab und macht sich dort eine andere Welt, eine bessere. Kata und Isti finden ihren ganz eigenen Weg, mit dem Weggang umzugehen und sie schwimmen einfach hinaus ins Leben. Zsuzsa Banks Der Schwimmer ist ein großartiges Buch und es hat mich damals beim Erscheinen schon begeistert. Es wurde zurecht mit so vielen Preisen ausgezeichnet und es hat einen ganz besonderen Klang, seine ganz eigene Stimme. Banks Sprache ist toll und die Metaphern bestechend und sie entfacht so viele Gefühlswelten, dass eine Pracht und vor allem auch eine Wucht ist. Eine ganz große Literaturstimme.

  7. Cover des Buches Dann schlaf auch du (ISBN: 9783442770557)
    Leïla Slimani

    Dann schlaf auch du

    (336)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Als die Mutter nach Hause kommt, sind ihre beiden Kinder tot und die Nanny liegt schwer verletzt im Koma. Was war geschehen, wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? ---      Um wieder in ihrem Beruf als Juristin arbeiten zu können, beschließen Myriam und Paul für ihre beiden kleinen Kinder eine Nanny einzustellen. Louise erweist sich dabei als vermeintlicher Glücksfall. Liebevoll versorgt sie die beiden Kleinen, kocht für die Familie und hält auch ganz nebenbei noch den Haushalt in Schuss. Bald ist sie unentbehrlich, kommt immer früher und geht abends später, so dass Myriam bedenkenlos ihre Karriere vorantreiben kann. Sie behandeln Louise als willkommenes Familienmitglied, kümmern sich aber nicht um ihr Privatleben, um ihre Einsamkeit, ihre finanzielle Notlage und ihre heimlichen Sorgen --- bis es zur Tragödie kommt. 

    Leila Slimani, geb. 1981 in Rabat/Marokko, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin mit marokkanischen Wurzeln. „Dann schlaf auch du“, 2019 Luchterhand, („Chanson douce“ 2016 Éditions Gallimard) ist ihr zweiter Roman, für den sie den 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. 2021 zog die Autorin mit ihrer Familie nach Lissabon, um dort in Ruhe an ihrer Romantrilogie „Das Land der Anderen“ zu arbeiten. Im Jahr 2025 wurde sie beim 78. Filmfestival von Cannes als Jurymitglied ausgewählt. 

    Weil der Roman mit dem Ende beginnt, ahnen wir bereits, wer die beiden Kinder ermordet hat. Das erzeugt hohe Spannung weil man wissen will, wie es dazu kommen konnte. In flüssigem Schreibstil und in eher nüchternen Worten, ohne psychologische Ausschweifungen, lässt die Autorin chronologisch die Ereignisse Revue passieren. Die Perspektive wechselt stetig zwischen den Eltern, der Nanny und einigen Nebenfiguren. Dabei kommen auch etliche gesellschaftskritische Themen zur Sprache, z.B. wie sich Beruf und Kinderbetreuung vereinbaren lassen und ob es gerechtfertigt ist, einer Angestellten so zu vertrauen und sie als Familienmitglied zu behandeln. Karrierestreben und Klassenunterschiede sind weitere, für das Geschehen relevante, Motive. 

    Fazit: Kein klassischer Krimi sondern eher eine Analyse, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Meine Empfehlung!

  8. Cover des Buches The Ending (ISBN: 9783426306192)
    Iain Reid

    The Ending

    (207)
    Aktuelle Rezension von: lexxieh

    Eine Frau fährt mit ihrem Freund, durch die winterliche Weite Kanadas, zu seinen Eltern. Während der Fahrt denkt sie darüber nach sich von ihm zu trennen. Die Gespräche zwischen dem Paar werden unheimlich und düster, wie die Atmosphäre außerhalb des Wagens. Kennt sie ihren Partner überhaupt? Wieso hat sie ein Geheimnis vor ihm, das ihr solche Angst bereitet? 

     

    Reid erschafft in „The Ending“ eine klaustrophobische Welt, in der Realität und Vorstellung verschwimmen. Er spielt meisterhaft mit der Wahrnehmung, Gedankenspiralen und dem Unausgesprochenen. Sein Schreibstil ist fragmentiert und fast schon hypnotisch. Permanent stellen sich die Fragen: Was ist wahr? Was eingebildet? Und zum Schluss: Was bedeutet eigentlich das Ende? 

     

    Was anfänglich als Beziehungskrise beginnt, entwickelt sich rasant in einen psychologischen Alptraum. Der Psychothriller lebt von dem konstanten Unbehagen das man beim Lesen empfindet. Es ist gruselig, tiefsinnig und schockierend. Als ich das Buch damals gelesen habe, hatte ich stetig eine Gänsehaut und war begeistert davon welch kluge Aussagen Reid trifft. In keinem anderen Thriller habe ich so viel annotiert wie in diesem. Mittels der Sprache gelingt es Reid eine immer bedrohlichere Atmosphäre zu schaffen. 

     

    „The Ending“ beschäftigt sich mit den Abgründen der menschlichen Existenz, spielt mit der Klaustrophobie, der Dunkelheit und dem diffusen Gefühl das etwas passieren wird. Zum Schluss hin hatte ich ein ähnliches Empfinden wie nach dem Schauen des Films „Shutter Island“ oder „Inception“. Definitiv werde ich das Buch noch einmal lesen, nachdem ich diese Rezension verfasst habe kamen direkt die Erinnerungen hoch. Für mich eine absolute Leseempfehlung. Kurz, knackig, intensiv. 


    Instagram: leeexieh

  9. Cover des Buches Die Ring-Chroniken - Begabt (ISBN: 9783959672115)
    Erin Lenaris

    Die Ring-Chroniken - Begabt

    (89)
    Aktuelle Rezension von: Merylex

    In einer Welt in der Wasser knapp ist, frisches Gemüse ein Luxusgut darstellt und man sich mit einen DNA Chip heilen oder sogar anrufen kann. Dort wohnt Emony, ohne Gesundheitschip und sie hat eine besondere Gabe den sie erkennt Lügen, die sie wie ein Ausschlag in die Ohren beißen. Emony hat nicht viel und sie lebt mit ihrer Mutter in eher ärmlichen Verhältnissen, der einzige weg raus aus der Armut ist Adoptin zu werden und für die große Firma WERT zu arbeiten, die das Wasser und die Gesundheit kontrolliert. Das ist nicht so einfach und zu allem Überfluss verliebt sich Emony in einen Ausbilder, der es ihr nicht so einfach macht, den wer dabei stirb, oder verliert hat einfach Pech.

    Kohen fand ich die ganze Zeit über unnahbar, auch als seine Vergangenheit aufgedeckt wird, kommt er mir vor wie ein Klotz der gezwungenermaßen der Story folgt und keine eigenen Emotionen hat. Felix und Mila haben mir mehr gefallen. Liebesgeschichte konnte ich zwar keine entdecken, eher so einseitige Sachen, aber es war dennoch interessant.


  10. Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783453422544)
    Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch

    (429)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Von diesem Buch hatte ich Vorfeld nur Gutes gehört. Also war ich sehr gespannt, ob mich die Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert genauso begeistert wie viele hier. 


    Mary wächst als eine von vier Schwestern auf einem kleinen Bauernhof im ländlichen England des 19. Jahrhunderts auf. Wie wir später erfahren, spielt die Geschichte 1831, denn Mary schreibt sie höchstpersönlich auf. 


    Ein Jahr lang schildert sie das ärmliche Leben auf dem Hof, die Brutalität, mit der ihr Vater gegen jede noch so kleine Abweichung von der täglichen Arbeit vorgeht und die scheinbare Gleichgültigkeit der Mutter, die von morgens bis abends beschäftigt ist und für Gefühle keine Zeit zu haben scheint. Mary ist anders als ihre Schwestern. Sie versucht Wärme in den Alltag zu bringen. Als jüngstes Kind, das sich auch optisch von ihren Familienmitgliedern unterscheidet, wirkt sie etwas unbeschwerter, träumt von Sonnenaufgängen und bezahlt so manch hohen Preis für die ein oder andere Flucht vom Alltag. Sie hat ein großes Herz für ihren gelähmten Großvater, der ebenfalls von den Brutalitäten seines Sohnes nicht verschont bleibt. 

    Als Mary von heute auf morgen ins Pfarrhaus ziehen muss. Um dort die schwerkranke Frau des Pastors zu betreuen, ändert sich ihr Leben schlagartig.


    Thematisch geht es im Buch stark um Machtmissbrauch, patriarchale Gewalt und soziale Hierarchien. Selbstermächtigung von Frauen findet hier nicht statt. So werden Mary und ihre Schwestern zu arbeiten gezwungen, die das Leben der Familie am laufen halten. Eine Wahl bleibt Ihnen nicht. Männer nehmen sich was sie brauchen, egal, ob Frauen bereit sind, zu geben oder sich gar wehren. Der Ortswechsel, den die Protagonistin vornehmen muss, ist fremdbestimmt , sie zu fragen, kommt niemandem in den Sinn. Das Geld dafür kassiert der Vater. Mary nimmt das bewusst war und stellt diese Form von sozialer Gewalt auch infrage doch kann sie sich dagegen nicht auflehnen. Wenn Sie dies trotz allem versucht, bekommt sie dies sofort physisch zu spüren. Dieses fremdbestimmte Leben stört sie trotzdem stark, und sie entdeckt für sich Bildung als Möglichkeit zur Flucht. Die Allgegenwärtigkeit von Vertrauensbrüchen durch Männer macht die Perspektivlosigkeit, der sich Frauen und Mädchen gegenüber sehen sehr deutlich. In diesem Fall spürt es aber auch nicht die Solidarität unter Frauen. Freundinnen- oder Schwesternschaft fällt Resignation zum Opfer.


    Leyshon bedient sich einer einfachen, oft pragmatischen Sprache, in der ein Hauch von Poesie mitschwingt. Dabei fügt sie kleine Wendungen ein, führt auf falsche Fährten und schenkt uns den ein oder anderen Twist, dessen Auflösung sie aber offen lässt. Ich finde diese Form der Textkonstruktion sehr gut gewählt. Sie baut Spannung auf, lässt uns Leser*innen mutmaßen und es bleibt trotzdem genug Raum für eigene Lösungen. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird, und obwohl sich das bestätigt hat, habe ich aufgeregt dem Ende entgegen gefiebert. Das macht den Roman zu einer spannenden Erfahrung.


    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Plot, Sprache, Setting und Konstruktion haben mich begeistert, und ich werde dieses Buch ab sofort zu meinen Highlights zählen


    Eine Empfehlung für alle, die besondere Frauenfiguren mögen und raffinierte Texte zu schätzen wissen. 

  11. Cover des Buches Der Mädchenwald (ISBN: 9783499001147)
    Sam Lloyd

    Der Mädchenwald

    (248)
    Aktuelle Rezension von: Alison_Sauer

    Der Mädchenwald ist ein überzeugender Thriller von Sam Lloyd mit psychologischer Tiefe und einem Setting, das sowohl märchenhafte als auch düstere Elemente vereint. Es gelingt dem Autor, durch Perspektivwechsel, starke Charaktere und eine steten Balance zwischen offenem Rätsel und beklemmender Stimmung Spannung aufzubauen.

    Die Geschichte baut sich meiner Meinung nach langsam auf und man muss echt am Ball bleiben... Aber es lohnt sich. 

  12. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich lügen lernte (ISBN: 9783423626927)
    Lauren Wolk

    Das Jahr, in dem ich lügen lernte

    (58)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, tatsächlich hat es mich ganz ander getroffen als erwartet, vor allem das Ende ist ziemlich krass und unvorhergesehen.

    Die Protagonisten sind sehr gut und schön ausgearbeitet, Die Geschichte hat hand und fuß und ist teilweise sehr spannend und gut zu lesen.

    Der Schreibstil ist sehr gut gehalten so dass ich mich sehr gut im Buch zurecht finden konnte und das Buch innerhalb weniger tage durchgelesen habe

    Eine angenehme und doch teilweise auch spannende Jugendgeschichte die man mal lesen kann.

  13. Cover des Buches Der Zorn der Einsiedlerin (ISBN: 9783734107504)
    Fred Vargas

    Der Zorn der Einsiedlerin

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Evaschoenherr

    Die Autorin schafft es, den Leser bis zum Ende in Spannung zu versetzen. Handwerklich grandios verstrickt sie lebendige Protagonisten in ihr Spinnennetz. Eine klare Lese Empfehlung für alle, die Krimis und Thriller lieben. Skurril, liebenswert und erschütternd zugleich. Hier wundert es nicht, dass Fred Vargas das Prädikat Bestseller erhalten hat. 

  14. Cover des Buches Die Hassliste (ISBN: 9783423782524)
    Jennifer Brown

    Die Hassliste

    (149)
    Aktuelle Rezension von: ihkft

    Dies war nicht der erste Roman zu dieser Thematik, den ich gelesen habe. Kings "Amok", Rhues "Ich knall euch ab", "54 Minuten" von Nijkamp und noch zwei oder drei mehr. Aber dieser Roman war mit Abstand die beste und komplexeste Auseinandersetzung mit diesem hochsensiblen Thema, die ich bisher gelesen habe. 

    Die Geschichte wird nicht aus der Sicht des Täters erzählt und auch nicht aus der Sicht der Opfer, sondern von Valerie, die irgendwie beides ist. Die Hassliste, die sie schrieb, nutze der Täter, um seine Opfer auszuwählen und gleichzeitig ist sie selbst Opfer - sie wollte nicht, dass ihr Freund so etwas tut, hat es nicht geahnt, konnte ihm nicht helfen und sie hat versucht, den Amoklauf zu beenden und wurde dabei selbst angeschossen. 

    Die komplexen Gefühlslagen, die sie durchlebt, sind ausnahmslos gut beschrieben, völlig authenthisch und nachvollziehbar. Die emotionale Tiefe, die hier aufgebaut wird, ist ausgesprochen gut und lässt einem beim Lesen die Gefühlsachterbahn ebenso durchleben wie die Protagonistin. Darüber hinaus ist das Umfeld ebenso komplex: wie gehen plötzlich Klassenkameraden, Lehrer, ihre Familie mit ihr um? Was bedeutet verzeihen überhaupt - sich selbst und auch anderen? 

    Dieser Roman ist wirklich empfehlenswert für alle, die sich für dieses Thema interessieren. Dabei geht es jedoch nicht um die Beweggründe, sondern um die Aufarbeitung von dem "danach". 

    Ein tolles Erstlingswertk der Autorin - ich freue mich auf weitere Romane!


  15. Cover des Buches Das wirkliche Leben (ISBN: 9783423219563)
    Adeline Dieudonné

    Das wirkliche Leben

    (297)
    Aktuelle Rezension von: Lesehonig

    „Das wirkliche Leben“ von Adeline Dieudonné

    In einer kleinen Reihenhaussiedlung in Frankreich wachsen die beiden Geschwister auf. Alles wirkt nach außen idyllisch, doch im Innern spielt sich der alltägliche Horror ab. Das Mädchen, als Ich-Erzählerin, versucht ihren kleinen Bruder vor den Grausamkeiten, die sich in ihrer Familie abspielen zu bewahren. So spielt sie mit ihm auf dem Schrottplatz oder in den Maisfeldern in der Nähe ihrer Siedlung. Und wenn der Eiswagen kommt, strömen alle Kinder der Umgebung der süßen Verlockung entgegen. Bis dahin läuft die Geschichte auf sanfte Art vor sich hin. Als Leser ist man auf der Hut vor dem sadistischen Vater. Die eigentliche Tragödie kommt deshalb unerwartet und explosionsartig. Ich weiß noch, wie mir beim Lesen die Kinnlade heruntersank. Unglaublich aus dem Hinterhalt hatte mich die Geschichte gepackt und ich war unfähig das Buch aus der Hand zu legen. Die kindlichen Versuche der Protagonistin der Situation zu entkommen sind rührend, aber auch bewundernswert. Die Autorin schreibt so intensiv, überraschend und präzise, dass dieses Buch schon jetzt eines meiner Jahreshighlights darstellt.

  16. Cover des Buches Tanz in den Tag (ISBN: 9783328101260)
    Katherine Pancol

    Tanz in den Tag

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Tintenkinder
    ~Nachts sagt sich Joséphine, dass das Glück kein Ware ist, die man auf den Ladentisch legt, die man abwiegt und kauft, um sie zu besitzen, nein, Glück ist ein Geisteszustand, eine Entscheidung der Seele, Glück bedeutet, die Augen weit offen zu halten, und überall danach zu suchen.
    Und sie hat beschlossen, glücklich zu sein.~

    Hortense, Stella und Josephine könnten nicht unterschiedlicher sein.
    Die wunderschöne Hortense lebt gemeinsam mit ihrem Freund Gary in New York, er ist Musiker und immer auf der Suche nach den richtigen Noten, sie jedoch versucht in der Modewelt Fuß zu fassen. So unterschiedlich wie sie sind, ist es kein Wunder, dass diese Beziehung nicht immer problemlos verläuft.
    Anders ergeht es Joséphine. Für ihre große Liebe zieht die Erfolgsautorin mit ihrer jugendlichen Tochter nach London. Doch bald steht sie vor einer lebensverändernden Entscheidung: soll sie sich für die Liebe entscheiden, in London bleiben und dadurch vielleicht ihre Tochter verlieren oder für ihre Tochter zurück nach Paris ziehen und ihre Beziehung aufs Spiel setzen?
    Stella lebt mit ihrem Sohn Tom auf einem Bauernhof, kämpft immer wieder für sich und ihren Sohn, für ihre Sicherheit und ihr unbeschwertes Leben. Doch wieder und wieder wird sie von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt, immer wieder versucht ihr Vater Ray sich zu holen was seiner Meinung nach ihm gehört, immer wieder versucht Ray ihr Leben zu zerstören und ihren Willen zu brechen. Und immer wieder ist Stella sich einer Sache sicher: Er wird sie nie bekommen!

    Katherine Pancols Trilogie-Auftakt ist ein wundervoller Roman, der nach einem schweren Einstieg eine großartige Geschichte offenbart. Eine Geschichte über das Leben und wie unvorhersehbar dieses sein kann.
    Die Charaktere sind unterschiedlicher als man es sich vorstellen kann. Hortense ist eine junge, oberflächliche Frau. Ihre Gedanken drehen sich zum Großteil um sie, ihr Aussehen und das Aussehen der Anderen.
    Joséphine ist voller Selbstzweifel, immer wieder fühlt sie sich fehl am Platz, zweifelt daran die Richtige für ihren Freund zu sein, versucht es allen Recht zu machen und ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen.
    Stella dagegen ist eine selbstbewusste Kämpferin. Ihr Lebensziel: die Menschen die sie liebt zu beschützen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.
    Diese drei Frauen zeigen uns das wichtigste im Leben: Egal wie übel das Leben ihnen mitspielt, nie lassen sie sich unterkriegen und kämpfen jeden Tag für ihr Glück!

    Das Cover ist wundervoll, es wirkt sehr verspielt, leicht und locker – und damit und dem Buchtitel wird der Leser auf eine falsche Fährte gelockt. Den hinter diesem fröhlichen Cover, verbirgt sich eine tiefsinnige und berührende Geschichte.

    Ein emotionaler Roman der uns an die Seite von wundervollen Frauen stellt, welche nicht unterschiedlicher sein könnten und doch alle, ohne es zu wissen miteinander verbunden sind und auch Tabuthemen nicht verschweigt.

    3 von 5 Tintenklecksen
  17. Cover des Buches Und am Ende werden wir frei sein (ISBN: 9783734110733)
    Martha Hall Kelly

    Und am Ende werden wir frei sein

    (28)
    Aktuelle Rezension von: VeronikaGruenschlag

    In „Und am Ende werden wir frei sein“ erzählt Martha Hall Kelly die bewegende, auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte der amerikanischen Menschenrechtsaktivistin Caroline Ferriday.

    Caroline entstammt einer wohlhabenden Familie in den Vereinigten Staaten. Zunächst arbeitet sie als Schauspielerin, bevor sie sich – vor und während des Zweiten Weltkriegs – im französischen Konsulat in New York engagiert, um Waisenkindern in ganz Frankreich zu helfen. Nach Kriegsende widmet sie sich den polnischen Frauen, die aus politischen Gründen inhaftiert und im Konzentrationslager Ravensbrück unvorstellbare Qualen erlitten haben. Unter ihnen befanden sich die sogenannten „Kaninchen“, an denen grausame medizinische Experimente durchgeführt wurden.

    Kelly hat die historischen Ereignisse und Figuren sorgfältig recherchiert. Sowohl Caroline Ferriday als auch die KZ-Ärztin Herta Oberheuser haben tatsächlich gelebt – ihre Lebenswege werden im Roman eindrucksvoll und authentisch fiktional nachgezeichnet. Die dritte Protagonistin, Kasia, ist eine fiktive Figur, die stellvertretend für das Schicksal der gefolterten polnischen Frauen steht.

    Der Roman hat mich tief berührt und lässt mich auch lange nach der Lektüre nicht los. Die Figuren wirken glaubwürdig und lebendig, die geschilderte Brutalität – die grausamen medizinischen Experimente, der Hunger, die Gewalt der Aufseherinnen und Ärzte, allen voran Herta Oberheuser – ist schwer zu ertragen. Gerade die weibliche Perspektive auf Krieg, Folter, Unterdrückung und Entrechtung verleiht der Geschichte eine besondere Intensität.

    Wenn ich einen Bogen in die Gegenwart spanne, ist es erschütternd, dass in unserem heutigen Deutschland Politiker wie Björn Höcke vom „Denkmal der Schande“ sprechen oder ein Alexander Gauland den Nationalsozialismus als „Vogelschiss“ in der Geschichte relativieren dürfen – und dafür auch noch Zustimmung erhalten.

    Ein wichtiges, emotionales und aufrüttelndes Buch gegen das Vergessen.

     

  18. Cover des Buches Neue Wirklichkeit (ISBN: 9783948194321)
    Nadine Erdmann

    Neue Wirklichkeit

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Tina-Isabelle

    Meine Meinung 

    Das war mal etwas anderes, was ich sonst so lese und es hat mir richtig gut gefallen. Auch wenn ich zwischendurch ein mulmiges Gefühl hatte, da es irgendwie an "the walking dead" erinnert hat - und das absolut nicht meins ist.

    Das ist mir dann zu psychisch-horror-spannend. Aber es waren nur ein paar Stellen und dann ging es.

    Die Geschichte geht erst mal gut los, mit Geister fangen und eliminieren. Dann passiert etwas, das liest sich erschreckend real. Während des Lesens hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf, dass so etwas tatsächlich passieren könnte. Und das verursacht eine Gänsehaut, die man nicht so schnell los wird.
    Nach der Katastrophe müssen sich die Charaktere neu sortieren und finden - sowie die ganze Welt.

    Was ich super fand, sind die Charaktere und ihre Found Family. Das ist wirklich herzlich, ehrlich und sehr schön, wie alle für einander da sind, sich auffangen, unterstützen - so eine Familie wünscht man sich.


    Eine zarte Pflanze der Liebe gibt es auch, aber sie steht nicht im Vordergrund. Das ist mal ein richtig guter Ansatz. Ich hoffe aber trotzdem, dass in Band 2 diese beiden nicht untergehen, denn es hat viel Potential.

    Ein weiterer Pluspunkt ist das Thema Queerness. Es wird so unaufgeregt, so natürlich mit eingebunden. Wie eine Selbstverständlichkeit, die es sein sollte.

    Der Schreibstil tut sein übriges und macht einfach Lust, die Geschichte zu lesen.

    Mit was ich zu Kämpfen hatte, war die Perspektive. Es wird in der Erzählperspektive erzählt, aber mal aus Aydens Sicht, mal aus Rileys Sicht und noch weitere. Das ist prinzipiell nichts Schlechtes - im Gegenteil  - doch es wechselt innerhalb der Kapitel, ohne Absatz. Das fand ich manchmal etwas verwirrend.

    Nichtsdestotrotz hat mir das Lesen Freude bereitet und es war richtig gut.

    Fazit
    Ein tolles Buch, welches mich sehr überrascht hat - im Positiven.

  19. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783844532555)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (54)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Dieser hochgelobte erste Teil des sogenannten Klimawandel-Quartetts schlummerte schon eine Weile auf meinem Hörbuch SUB und wurde nun, dank einer Challenge, endlich aus den Tiefen in meinen Player katapultiert. Das Buch teilt sich auf in drei Hörstränge, die jeweils von einem anderen Sprecher zum Leben erweckt wurden. Insgesamt wird mit dem Samenhändler und Biologen William, dem Imker George und der Arbeiterin Tao ein Zeitraum von knapp 250 Jahren abgedeckt, die dem Hörer veranschaulichen soll, wie wir Menschen durch Raubbau aber auch einer gewissen Unwissenheit, die Erde langsam aber sicher zu Grunde richten. Doch die Erde stirbt keinen leisen Tod, sondern wehrt sich durch Stürme, Trockenheit und Hitzewellen so lange bis der Mensch merkt, dass er einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat. Als schließlich die kleinen Bienen nicht mehr fliegen, scheint nichts mehr je wieder so zu sein, wie es mal war. 

    Nicht zuletzt bedingt durch die vielen Rezensionen, freute auch ich mich nun auf diese spannende Geschichte. Ich muss gestehen, dass ich leider ein wenig enttäuscht wurde. Während ich das Konzept der Autorin natürlich verstanden hatte – Anfang, nahendes Ende und Katastrophe – hat sie mich dennoch nicht abgeholt. Jeder Abschnitt für sich war leidlich interessant und das große Ganze aus den Dreien wollte sich bei mir nicht so recht einstellen. So vergebe ich dann leider auch nur drei von fünf möglichen Sternen für dieses Werk und werde mir die weiteren vier Teile verkneifen. 

  20. Cover des Buches The Lie (ISBN: 9783453422742)
    Karina Halle

    The Lie

    (31)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Natascha und Brigs haben sich vor Jahren verliebt und durch eine Tragödie verloren. Und obwohl Brigs nie an Schicksal geglaubt hat, denkt er, dass es kein Zufall ist, dass Natascha nach vier Jahren wieder in sein Leben tritt. Doch können sie diese zweite Chance nutzen oder hält sie ihre Vergangenheit davon ab? Denn immerhin weiß niemand, was in dieser Nacht vor vier Jahren wirklich passiert ist...

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die anderen Teile der Reihe nicht gelesen habe, obwohl das der vierte Band ist. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und mir wurde gesagt, dass man es unabhängig von den anderen teilen lesen kann. Ich werde die anderen Teile aber auch noch lesen, denn ich fand das Buch wirklich gut. Der Schreibstil hat mit sehr gut gefallen, aber ich kann mir vorstellen, dass manche auch ihre Probleme damit haben könnten. Ich hatte das Gefühl, dass ich die genauen Gedanken der Protagonisten lese und konnte mich richtig gut in die Geschichte einfinden. Die Figuren waren mir sehr sympathisch und im allgemeinen ist die Geschichte auch sehr realistisch und bewegend. Es geht um ein Thema, was zwar in vielen Büchern angeschnitten, aber meist umschifft wird. Außerdem wir hier mal die andere Seite gezeigt. Ich würde das Buch jedem/jeder Romance-Leser(in) empfehlen.

  21. Cover des Buches Hagard (ISBN: 9783442716692)
    Lukas Bärfuss

    Hagard

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Hanna_87

    - was mir echt selten passiert. aber wie der autor da beschreibt, wie er dieser Frau da durch die menge folgt, und das man "bei der liebe ja immer übregriffig sein muss", weil die liebe "keine fragen stellt" - da dachte ich, ach mann, und dann wurde es nach vierzig seiten nicht besser, also hab ich es weggelegt. 

  22. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783839893906)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Juliet ist ein junge und sehr umtriebige Schriftstellerin und lebt in London Ende der vierziger Jahre. Mit ihren Freunden, dem Verleger und Bekannten hält sie regen Briefkontakt und eines Tages bekommt sie einen sehr netten Brief eines Bauern, der ein Buch von ihr erworben hat und sie hat ihre Adresse vorne im Buch eingetragen. Sie schreibt zurück und es entwickelt sich ein interessanter und intimer Briefwechsel und sie erfährt von dem Buchclub der von Dawsey gegründet worden ist. Juliet sucht immer nach neuen Geschichten und Ideen für ihre Bücher und vielleicht ist auch die Liebe für sie dabei.

    Ein schöner Briefroman mit einer tollen Liebesgeschichte und viel Liebe zur Literatur.

  23. Cover des Buches KÜSTENRING: Ostseekrimi - Inselkrimi (Die Kommissarin auf der Insel 8) (ISBN: B0CS6VBRXX)
    Eva Lirot

    KÜSTENRING: Ostseekrimi - Inselkrimi (Die Kommissarin auf der Insel 8)

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    In diesem Buch ging es schon ohne Faden hin und her. 2 vermisste Frauen, in beiden Fällen alles etwas unwirklich. Ein gefundener Ring. Die Personenbeschreibung der jungen "Täter" Dame, zeigte eine völlig gestörte, unzuverlässige, steuerlose, fast schon schizophrene und selbstmordgefährdete jungen Frau, ohne Sinn und Verstand. 70 % des Buches bestanden aus Beschreibung dieses Zustandes in Verbindung mit Flucht. Nach einem Unfall ging alles ganz schnell und der langweilige Teil des Buches kam zur Auflösung, die mir auch nicht so richtig zusagte. Der größte Widerspruch, dieses geistlos handelnde Tätergirli soll plötzlich intelligent geworden sein und Abitur gemacht haben. Hilfe wie geht denn das.

  24. Cover des Buches Die Lichter unter uns (ISBN: 9783596702374)
    Verena Carl

    Die Lichter unter uns

    (57)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Im Urlaub auf Sizilien kreuzen sich zufällig die Wege zweier deutscher Familien. Anna hadert mit Zukunftsaussichten, finanzieller Situation und der Familie; der wohlhabende Rechtsanwalt Alexander sieht die Zeit als Chance auf Versöhnung zwischen seinem erwachsenen Sohn und seiner jungen, schwangeren Geliebten. Beide blicken mit Neid auf das Leben des anderen. 

    Aus beider Sicht sowie auch aus derjenigen weiterer Romanfiguren erfahren wir in letztlich unvollständig bleibenden Bruchstücken, wie es um ihr Leben bestellt ist. Eine richtige Handlung fehlt mir. An Annas ewiger Unzufriedenheit und ihrer doch abwegig anmutenden Meinung, in nur einer verbleibenden Urlaubswoche einen ihr bis dato völlig unbekannten Mann für sich gewinnen zu können, ihrem merkwürdigen Verhalten ihren Kindern gegenüber, ihrer Sprachlosigkeit ihrem Ehemann gegenüber habe ich mich gestört. Vermisst habe ich Impressionen von Sizilien.

    Die Lektüre war für mich eher unaufgeregt ohne bleibenden Eindruck.  

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks